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Mit Pinterest erlebt gerade ein Webdienst einen kometenhaften Aufstieg, bei dem Nutzer tagtäglich millionenfach und in vielen Fällen unwissend gegen das Urheberrecht verstoßen. Genau ein derartiges Phänomen benötigt die Urheberrechtsdebatte.
Mittlerweile sollte es kaum noch jemanden mit Interesse an der Netzkultur und Startup-Welt geben, der nicht mindestens einen Beitrag über die urheberrechtlichen Komplikationen des visuellen Bookmarkingdienstes Pinterest gelesen hat.
Der Service aus dem kalifornischen Palo Alto erlaubt es Anwendern, Fotos und Bilder von beliebigen Websites auf virtuellen Pinnwänden abzulegen und mit anderen Mitgliedern zu teilen. Das Problem: Sofern im Netz veröffentlichte Fotos nicht unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, dürfen sie in der Regel nicht ohne Erlaubnis des Urhebers weiterverbreitet werden.
Genau dies geschieht jedoch bei Pinterest, und zwar millionenfach jeden Tag. Das Startup erreicht allein in den USA mittlerweile fast zwölf Millionen Unique Visitors pro Monat und wächst rasant weiter. Mittlerweile berichten auch viele deutschsprachige Medien über die Site, weshalb hierzulande ebenfalls mit einem schnellen Anstieg der Nutzerzahlen zu rechnen ist.
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Wieder sorgt ein erfolgreiches Crowdfunding-Vorhaben für Schlagzeilen. Der Trend zur Vorfinanzierung von physischen und digitalen Produkten durch die Konsumenten kommt einer Revolution gleich.
Die Rekordfinanzierung eines neuen Spieletitels von Game-Designer Tim Schafer
sorgt gerade für Schagzeilen. Für die Entwicklung seines neuen Titels “Double Fine Adventure” wollte er über die Crowdfunding-Plattform
Kickstarter 400.000 Dollar von an dem Spiel interessierten Personen einsammeln. Bis zum 13. März gab sich Schafer, eine Legende in der Gamer-Community, zum Erreichen dieser Summe. Doch schon acht Stunden später überschritt das Gesamtvolumen der Zusagen die anvisierte Marke. Etwas mehr als 24 Stunden später
steht der Zähler bereits bei über 1,2 Millionen Dollar. Fast 35.000 Personen haben ihre Unterstützung signalisiert.
Marcel Weiss beschreibt bei neunetz.com, was der entscheidende Punkt dieser Meldung ist: nicht die Geschwindigkeit, mit der das Geld eingesammelt wurde, sondern die Tatsache, dass ohne Probleme möglich wird, was über traditionelle Finanzierungswege und trotz einer offensichtlichen Nachfrage nicht machbar war. Das von Schafer geplante Point-and-Click-Adventure würde nämlich heute kein Spiele-Publisher mehr veröffentlichen, stellt René Walter bei Nerdcore fest.
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Nachdem bekannt wurde, dass Path heimlich auf die iPhone-Adressbücher seiner Nutzer zugreift, geraten auch die Praktiken anderer Apps in die Kritik.
Der Skandal (oder das “Skandälchen, je nach Perspektive)
um den automatischen Adressbuchabgleich von Path zieht Kreise und hat zur Folge, dass auch das Verhalten anderer populärer iPhone-Applikationen unter die Lupe genommen wird. Die Macher der US-Foto-App
Hipster gehörten zu den ersten, die ebenfalls den heimlichen Blick auf die Smartphone-Kontakte der Nutzer
eingestanden – mit dem feinen Unterschied, dass die Daten zwar abgeglichen, aber nicht auf den eigenen Servern gespeichert werden, so das Unternehmen.
Der Blogger Mugunth Kumar hat unterdessen einen näheren Blick auf Instagram und foursquare geworfen - zwei der populärsten mobilen Anwendungen für das iPhone überhaupt. Instagram erlaubt sich den Zugriff auf das Adressbuch, nachdem Nutzer im Bereich “Find friends” die Option “From my contact list” gewählt haben. Zwar informiert die beliebte Foto-Applikation nicht darüber, ob die Daten für den Augenblick synchronisiert oder dauerhaft auf den Instagram-Servern gespeichert werden. Dennoch wählt das New Yorker Startup einen recht eindeutigen Prozess, der wenig Raum für sachliche Kritik lässt.
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Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe.
Es ist nicht lange her, da
beschrieb ich am Beispiel GetGlue und foursquare, wie leichtfertig Startups das Vertrauen ihrer Nutzer aufs Spiel setzen. Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das nächste eigentlich sympathische Jungunternehmen sich einen Schnitzer auf Kosten seiner Anwender leisten würde, daran bestand kein Zweifel. Jetzt ist es passiert, und zwar ausgerechnet bei
Path, dem aufstrebenden “privaten” sozialen Netzwerk, das seit einiger Zeit in Early-Adopter-Kreisen
für Furore sorgt und sich erfolgreich als auf die Interaktion im geschlossenen Kreis basierendes Gegenstück zu Facebook
positionieren konnte:
Der Entwickler Arun Thampi hat festgestellt, dass die iPhone-App von Path bei Neuregistrierungen das gesamte Smartphone-Adressbuch der Nutzer auf die eigenen Server lädt, ohne um Erlaubnis zu bitten oder Anwender darüber in Kenntnis zu setzen. Auf diese Weise soll es Path-Mitgliedern leichter gemacht werden, ihre Freunde und Familie zu finden und als Kontakte hinzuzufügen, so die Rechtfertigung von Path-Mitgründer Dave Morin, einem ehemaligen Facebook-Angestellten, als Kommentar zu Thampis Blogeintrag. Gleichzeitig kündigte Morin an, den Adressbuchabgleich künftig wie in der Android-App als freiwillige Option anzubieten.
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Das Internet in seiner bisherigen Form wird nicht nur durch Regierungen und fortschrittsfeindliche Unternehmen bedroht. Die Demontage eines offenen Netzes findet auch von “innen” statt.

Foto: Flickr/ButterflySha, CC BY 2.0
Der Druck auf das Internet, den etablierten Strukturen und Konventionen der “alten Welt” Folge zu leisten, nimmt unaufhörlich zu. Regierungen und Ermittlungsbehörden sorgen sich um revolutionäres Potenzial und “Cyberkriminalität”, die Unterhaltungsindustrie sieht ihre Umsätze wegbröckeln, und die Zugangsanbieter verzweifeln an der für sie nur schwer monetarisierbaren Traffic-Explosion. Vorratsdatenspeicherung, Gesetzesentwürfe und Handelsabkommen à la SOPA, PIPA und ACTA sowie die Sabotage der Netzneutralität sind einige der unmittelbaren Folgen. Kurzum: Externe Kräfte stellen dem Web zunehmend die Existenzfrage.
Doch als wäre all dies nicht genug, droht dem Web, wie Menschen es in den vergangenen 15 Jahren kennen und schätzen gelernt haben, auch aus den eigenen Kreisen die Demontage. Denn die gewachsenen Internetkonzerne, über die wir bei netzwertig.com aufgrund ihrer Disruptions- und Innovationsfähigkeit regelmäßig und gerne berichten, verabschieden sich vom ursprünglichen Gedanken eines offenen Internets ohne kontrollierende Eingriffe durch Gatekeeper. Nicht, weil sie böse sind und Anwender ins Verderben schicken wollen, sondern weil die zugrunde liegenden Dynamiken, die kommerziellen Interessen und auch die Bedürfnisse der Nutzer dies erzwingen – eine Entwicklung, die US-Blogger und -Autor John John Battelle mit dem ebenfalls vom Menschen unbeabsichtigt verursachten Abschmelzen der Polarkappen vergleicht.
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Facebooks Börsengang wird bis zu 1000 Angestellte des Unternehmens zu Millionären machen. Die gesamte Internetwirtschaft profitiert davon.
Die Perspektiven, aus denen man
Facebooks angestrebten Börsengang beleuchten kann, sind extrem vielseitig. Nachdem ich gestern einen sich abzeichnenden Interessenkonflikt bei Facebook-Aktien erwerbenden Tech-Bloggern und -Journalisten
beschrieb, möchte ich an dieser Stelle noch einen anderen, äußerst spannenden Aspekt des IPO erwähnen: die Auswirkungen auf die Technologie- und Internetwirtschaft.
Rund fünf Milliarden Dollar möchte Facebook am Aktienmarkt erlösen – und wird auf diese Weise nach Expertenschätzungen mindestens 1000 neue Dollar-Millionäre schaffen. Neben Firmenchef Mark Zuckerberg, seinem Führungsteam und Investoren gehören hauptsächlich frühe Facebook-Angestellte zu den Profiteuren. Diese wurden nämlich bei ihrer Rekrutierung mit Aktienoptionen ausgestattet.
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Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert.

Flickr/Manu_H, CC BY 2.0
Vor einem Jahr beschrieb ich, wie Facebook nach einem damals schon absehbaren Börsengang eine Art neue “
Volksaktie” werden könnte. Angesichts der enormen Presseaufmerksamkeit und Verwurzelung des sozialen Netzwerks im Alltag von 850 Millionen Menschen muss man davon ausgehen, dass der ein oder andere (künftige) Kleinanleger mit dem Gedanken spielt, sich mit ein paar Anteilen seines Lieblingsnetzwerks einzudecken. Zumal
trotz einiger Zweifel wenigstens die theoretische Möglichkeit existiert, dass wir hier das “nächste Google” vor uns haben – mit entsprechend attraktiver Renditemöglichkeit.
Dieser Artikel der Schweizer Boulevardzeitung Blick.ch (“Kann ich auch Facebook-Aktionär werden?”) wird garantiert nicht der letzte sein, der die Facebook-Aktie als interessantes Anlageobjekt für den Durchschnittsbürger ins Spiel bringt.
Dies wiederum führt zu der Frage, wie viele Journalisten und Profi- sowie Hobby-Blogger derzeit damit liebäugeln, einige Aktien des sozialen Netzwerks in ihr Portfolio aufzunehmen – oder dafür überhaupt erst ein Depot zu eröffnen. Speziell wer über Technologiethemen schreibt und grundsätzlich positiv auf das Entwicklungspotenzial des Unternehmens blickt, wird in den nächsten Wochen und Monaten eine stetige Versuchung verspüren.
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Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.
Facebook hat wie erwartet
sein Börsenprospekt veröffentlicht und damit den baldigen Gang aufs New Yorker Handelsparkett offiziell gemacht. Eine interaktive Version der Unterlagen
gibt es beim Wall Street Journal, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Fakten
hat PandoDaily und
die größten Anteilseigner listet AllThingsD.
Der IPO wird damit in einigen Monaten erfolgen. Während ich an dieser Stelle nicht auf die Eignung des finanzwirtschaftlichen Marktumfelds eingehen werde, glaube ich wie Stephan Koß bei LinkedInsider, dass der Zeitpunkt für diesen Schritt nicht schlecht, aber auch nicht optimal ist. Denn in den letzten Monaten haben sich die Rahmenbedingungen im Social Web merklich verändert, und das nicht unmittelbar zugunsten von Facebook.
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Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Schafft Google hier eine breitere Aufmerksamkeit für soziale Technologien, oder suggeriert es lediglich eine hohe Relevanz der eigenen Plattform, ohne dass sein Netzwerk davon wirklich profitiert?

Google geht es bei der in den letzten Wochen viel diskutierten Verschmelzung seiner Suchmaschine mit dem sozialen Netzwerk Google+ nicht um eine direkte Konfrontation mit den bereits etablierten Plattformen Facebook und Twitter. Vielmehr scheint es das primäre Ziel des Unternehmens zu sein, einen Weg zu finden, mit dem sich eine neue Anwedergruppe erreichen lässt: Internetnutzer, die zwar die Suche verwenden, aber noch nicht (mit signifikanter Aktivität) in sozialen Netzwerken vertreten sind. Google betreibt durch die Verknüpfung von Suche und Netzwerk also in erster Linie Neukundengewinnung durch Zielgruppenerweiterung. Als Lockmittel dient eine erhöhte Sichtbarkeit der eigenen Person im Internet.
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Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.
Die westliche Welt steht vor dem Eintritt in eine neue Ära: Eine Zeit, in der Design und Ästhetik nicht mehr länger nur die Leidenschaft einer kleinen, gutbetuchten Minderheit darstellen. Nach einem Jahrhundert des Wohlstandsaufbaus und der Befriedigung grundlegender Konsumbedürfnisse durch stark marketinggetriebene, aber nicht immer emotional berührende Produkte verändert sich der Anspruch von Konsumenten: Güter und Dienste müssen nicht mehr nur ihre kommunizierte Aufgabe erfüllen, sondern dies auf eine schöne, die Sinne betörende Art erledigen.
Kein Unternehmen hat dies so gut und frühzeitig verstanden wie Apple. Waren Ästhetik und Eleganz bisher Merkmale von Luxusherstellern mit einer exquisiten, stark begrenzten Zielgruppe, hat Apple Schönheit als Qualitätskriterium und übergreifendes Konzept der Harmonie aus Hardware, Software und Design für gute, nicht billige aber dennoch für viele erschwingliche Produkte massentauglich gemacht. 37 Millionen verkaufte iPhones und 15,4 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal sprechen ebenso eine deutliche Sprache wie die Tatsache, dass im rückläufigen Notebook-Markt ausgerechnet das optisch und in puncto Form beeindruckende MacBook Air deutlich Zuwächse verzeichnen kann.
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