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“Leistungsschutz”:
Linkverbot!

Peter Sennhauser, 3. Juli 2009 um 8.41 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

In Deutschland verlangt Burda einen “Leistungsschutz” für Medien. In den USA wird das Kind bereits beim Namen genannt: Ein Linkverbot für News für 24 Stunden. Dort eine Idee aus der Mottenkiste, die hierzulande verfangen könnte.

Wenn die Geschäftsmodelle von gigantischen Industrien durch neue Technologien in Stücke gerissen werden, kommen die Betroffenen auf irrwitzige Ideen.

Als nichts anderes muss es bezeichnet werden, wenn “die vierte Gewalt”, die diesen “Titel” aufgrund ihrer angeblichen Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft lange wie eine Monstranz vor sich her getragen hat, sich urplötzlich genau denen an die Brust wirft und Schutz vor dem bösen Volk und angeblichen Trittbrettfahrern verlangt.

Konkreteste Idee bisher: Nachrichten- oder News-Texte von Zeitungen sollen mindestens vierundzwanzig Stunden lang nicht verlinkt werden dürfen. Das sind die jüngsten und bisher konkretesten Vorschläge aus Lobbyisten- und Anwaltskreisen in den USA.

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Internet-Vorurteile:
Fünf Aussagen über das Web,
die niemand mehr hören will

Martin Weigert, 2. Juli 2009 um 12.32 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Es gibt Vorurteile rund um das Web, die immer wieder auftauchen. Ein Versuch, mit fünf gängigen Aussagen ein für alle Mal aufzuräumen.

Gähnen
Gähnen

Obwohl ich jederzeit für eine lebhafte Diskussion zu haben bin, gibt es Augenblicke, in denen mir die Lust fehlt, mich über ein schon hundertmal besprochenes Thema erneut auszulassen. Gerade was das Web betrifft, existieren leider einige weit verbreitete Vorurteile und Annahmen, auf die ich immer wieder stoße und die schnell zu einem Streitgespräch führen. In solchen Situationen wünsche ich mir meist einen Link, auf den ich anstelle einer ohnehin vorhersehbaren Diskussion verweisen kann.

Diesen Wunsch werde ich mir erfüllen und meine persönlichen Antworten auf fünf regelmäßig wiederkehrende Pauschalaussagen rund um das Leben und Arbeiten im digitalen Zeitalter geben (und damit ein letztes Mal zur Diskussion stellen).

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Innovationspsychologie:
Warum der Umgang mit Disruptionen so schwierig ist

Andreas Göldi, 1. Juli 2009 um 13.37 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Offensichtlich tun sich die Eliten in Wirtschaft, Politik und Kultur reichlich schwer mit dem Internet und den Veränderungen, die es mit sich bringt. Warum bereitet Führungspersönlichkeiten der Umgang mit disruptiven Technologien so grosse Probleme? Die Antwort liegt nicht im systematischen Versagen der Eliten, sondern in ganz gewöhnlichen menschlichen Verhaltensweisen.

Die Wirtschaftsgeschichte ist gepflastert mit den Leichen einst stolzer Konzerne, die das Mitziehen bei einer neuen Technologiewellen nicht schafften. Wirtschaftstheoretiker bezeichnen radikale Technologien wie das Internet, die die Spielregeln grundlegend verändern, gern als “disruptiv”. Und derzeit erleben gleich mehrere Branchen eine kräftige Disruption, allen voran die Medienindustrie, deren Geschäftsmodelle an allen Fronten bröckeln.

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Kulturflatrate:
Pro und Contra

Marcel Weiss, 29. Juni 2009 um 22.25 Uhr, 33 Kommentare Kommentare

Die Kulturflatrate, eine zentral eingesammelte und an Rechteinhaber ausgeschüttete Pauschalabgabe auf online verteilte Kulturgüter, wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an.

Vor einigen Tagen war ich auf ego.fm zu einer Sendung zum Thema Kulturflatrate zu hören. Die gesamte Sendung kann man hier anhören. Das Interview mit mir kann man auch hier bei uns herunterladen. Ich hatte vor der Podiumsdiskussion auf der re:publica 09 zum Thema einige Argumente vorbereitet, die leider durch das Abbügeln jeder Diskussion vom Moderator nie angesprochen werden konnten. Im Folgenden werde ich die Argumente für und gegen die Kulturflatrate ausführen.

Ein Hinweis: Der folgende Text ist recht lang. Wer keine Zeit oder Lust hat, ihn komplett zu lesen, kann auch für die wesentlichen Punkte lediglich das Fazit am Ende lesen.

Auffällig ist in letzter Zeit, dass die Debatte rund um die Kulturflatrate an Fahrt aufgenommen hat. So steht neben den Grünen auch die SPD einer Kulturflatrate zumindest nicht ablehnend gegenüber:

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Die Angst vor Twitter:
Facebook auf dem Holzweg?

Martin Weigert, 28. Juni 2009 um 16.16 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Mit dem Erfolg von Twitter wächst bei Facebook die Angst, von dem Microbloggingdienst überrollt zu werden. Eine tiefgehende Implementierung des Echtzeit-Konzeptes soll das Social Network konkurrenzfähig machen. Doch diese Strategie könnte zu Problemen führen.

Facebook auf dem Holzweg?
Facebook auf dem Holzweg?

Seit einigen Monaten arbeitet Facebook an einer Neuausrichtung seiner Plattform. Vom phänomenalen Erfolg Twitters kräftig unter Druck gesetzt, unterzieht Facebook-CEO Mark Zuckerberg dem mehr als 225 Millionen Mitgliedern zählenden Dienst einer Transformation, bei der sich der Schwerpunkt vom privaten Networking mit den engsten Bekannten ein Stück weit zu einer öffentlichen Echtzeit-Konversation verlagert.

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Michael Jacksons Tod:
Ist das Web auf echte Notfälle vorbereitet?

Marcel Weiss, 26. Juni 2009 um 22.26 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Der Tod von Michael Jackson war tragisch. Er hat außerdem für das Internet gezeigt, dass das Web effizient genug geworden ist, um im Notfall sich selbst auszuschalten.

Das Bekanntwerden des Todes von Michael Jackson hat gestern nicht nur den Mikrobloggingdienst Twitter in’s Schwitzen gebracht, welcher zeitweise ausfiel. Immerhin: Die Frequenz von Twitter-Updates war doppelt so hoch, wie Twitter-Gründer Biz Williams gegenüber der LA Times mitteilt. Facebooks Status sollen sogar die dreifache Frequenz erreicht haben wie eine Sprecherin des Unternehmens der LA Times mitteilt.

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Hier und Jetzt:
Das flüssige Echtzeitweb

Marcel Weiss, 25. Juni 2009 um 21.46 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Eine Übersicht über das im Entstehen begriffene Echtzeitweb.

Das aktuell vor unseren Augen entstehende Echtzeitweb ist der Endpunkt einer Reise, die mit der Erfindung der Druckpresse ihren Anfang nahm.

Seit den Druckpressen wurde die Geschwindigkeit der Verbreitung von Informationen mittels technischer Errungenschaften stets verbilligt, beschleunigt und effizienter gemacht. Das Echtzeitweb stellt das Ziel dieser Reise dar: Im Idealfall wird unmittelbar nachdem Person X etwas veröffentlicht diese Veröffentlichung für die Empfänger sichtbar. Und das möglichst unabhängig davon, ob für Veröffentlichung und Empfang der gleiche Dienst oder verschiedene Dienste verwendet werden. Es gibt (im Idealfall) keine zeitliche Verzögerung mehr zwischen Veröffentlichung und Konsummöglichkeit.

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Niedergang eines Social Networks:
Die Tage von MySpace sind gezählt

Martin Weigert, 24. Juni 2009 um 15.12 Uhr, 37 Kommentare Kommentare

Auf die anhaltenden Einbrüche bei den Besucherzahlen folgt eine Entlassungswelle: MySpace hat fast alle wichtigen Trends im Social Web verschlafen und wenig Möglichkeiten, die Abwärtsspirale zu stoppen.

MySpace
MySpace
Wir werden gerade Zeuge eines im globalen Kontext bisher einmaligen Ereignisses: der Niedergang eines sozialen Netzwerkes, das noch vor zwei Jahren weltweit führend war. Die Rede ist natürlich von MySpace, dem zur News Corporation gehörenden Dienst, der gerade tiefgehende Personaleinschnitte verkünden müsste. So entlässt das Unternehmen rund 500 Angestellte in den USA und 300 in den 15 internationalen Büros. Die Zahl der Mitarbeitenden außerhalb der USA sinkt deutlich von 450 auf 150.

Was ein schwerer Schlag für die Betroffenen ist, kommt keineswegs unerwartet. Schon seit einiger Zeit ließ sich das Entwicklungspotenzial von MySpace in Frage stellen. Schritt für Schritt verlor und verliert der international präsente Dienst an Besuchern, während Erzrivale Facebook kräftige Zuwächse verzeichnet. Mittlerweile hat der blau-weiße Konkurrent MySpace als führendes soziales Netzwerk außerhalb Chinas abgelöst.

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Die Langeweile ist tot,
es lebe… das Netz

Martin Weigert, 23. Juni 2009 um 12.05 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Was Vertreter älterer Generationen noch kennen dürften, ist nun vom Aussterben bedroht: Langeweile. Allgegenwärtige Internetzugänge und Smartphones, die im Funktionsumfang herkömmlichen Heimrechnern nahe kommen, führen dazu, dass wir immer etwas zu tun haben.

(Foto: iStockphoto.com)
(Foto: iStockphoto.com)
Vor einigen Wochen beschrieb Steve Rubel vom PR-Unternehmen Edelman in seinem Blog Micro Persuasion, wie der mobile, digitiale Lifestyle dafür sorgt, dass für ihn Langeweile kein Thema mehr ist. Am Sonntag widmete sich die Süddeutsche Zeitung einem verwandten Aspekt, allerdings mit einer völlig andere Tonalität. Autor Alex Rühle legt dar, wie die ständige Erreichbarkeit dazu führt, dass wir verlernen, alleine zu sein. » weiterlesen

Die stille Revolution:
Die Öffnung von Geschäftsmodellen

Gastautor, 22. Juni 2009 um 13.37 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Apple erlaubt mit dem Appstore für das iPhone Externen, das eigene Produkt zu erweitern. Damit eröffnet Apple sich einen weit größeren Raum für die Befriedigung von Nutzerbedürfnissen.

Nur wenige Monate ist es her, dass Apple verkünden konnte, dass mehr als einer Milliarde Applikationen für das iPhone heruntergeladen wurden. Die Meldung an sich dürfte außerhalb der iPhone-Fangemeinde, den immer informierten Bloggern und bei einigen Analysten nur bescheidene Beachtung gefunden haben. Dennoch zeigt das Beispiel die Auswirkungen eines radikalen Wandels – die Öffnung von Geschäftsmodellen.

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