225 Artikel in der Kategorie Allgemein auf netzwertig.com.

Wikipedia und WikiLeaks:
Auch Nonprofit braucht Geld

Die Nonprofit-Projekte Wikipedia und WikiLeaks erfüllen eine immens wichtige Funktion im Netz: Sie hauchen der Vision einer gerechteren und demokratischeren Welt im Web Leben ein. Gleichzeitig stehen sie vor einem immanenten Finanzierungsproblem.

Nonprofit-Projekte wie Wikipedia und WikiLeaks bieten Millionen von Menschen ungehinderten Zugang zu Informationen und stellen mitunter Herrschaftswissen in Frage, wie gerade das Beispiel des veröffentlichten Irak-Videos zeigt. Doch für den Betrieb derartiger Plattformen braucht es mehr als Peanuts.

Erstens stellen sie Content bereit und leiden somit unter dem allgemeinen Finanzierungsproblem für Inhalte im Netz. Zweitens haben sie einen anti-kommerziellen, humanistischen Anspruch, so dass Erlösformen wie Werbung und Bezahlschranken von vorn herein ausscheiden. Drittens stehen beide vor dem Dilemma öffentlicher Güter. » weiterlesen

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Facebook & Co:
Der Regelbruch als Erfolgsrezept

Facebook ignoriert grundlegende Datenschutzkonventionen, ist mit derartigen Regelbrüchen aber bei weitem nicht allein. Manchmal sind sie für Internetdienste sogar treibende Kraft des Erfolgs.

Während Facebook unaufhaltsam wächst, zieht das weltweit größte soziale Netzwerk immer mehr Kritik auf sich. Verwunderlich ist das nicht, betrachtet man die wiederholten Versuche des Dienstes, im Netz geltende Konventionen bezüglich Datenschutz und Privatsphäre auf eine etwas zu aggressive Art auszuhölen und zum eigenen Vorteil zu verändern.

Die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner haben die jüngsten Vorstöße von Facebook nun dazu veranlasst, einen offenen Brief an Mark Zuckerberg zu schicken, in dem sie den CEO des Social Networks dazu auffordert, mehr Rücksicht auf die Datenschutzbedürfnisse der über 400 Millionen Mitglieder zu nehmen.

Während das Vorpreschen von Facebook aus Nutzersicht beunruhigend ist, gibt es eine einfache Erklärung dafür, warum der US-Dienst stetig seine Grenzen auszureizen versucht: Tabubrüche und Regelverstöße haben im Netz schon oft als Turbo für das quantitative und wirtschaftliche Wachstum eines Onlineservices fungiert.

Speziell das Ignorieren gängiger Richtlinien zum Schutz von Nutzerdaten sowie das Tolerieren von Urheberrechtsverstößen sind relativ häufig zu beobachtende “Vergehen”, die Webdiensten dabei geholfen haben, sich ins Gespräch zu bringen, neue User zu gewinnen und die Einnahmen zu erhöhen. Beispiele gibt es einige:

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Apple iPad:
Ist das Tablet
das perfekte Medienkonsumgerät?

Nicht weniger als eine Wende hin zum bezahlten digitalen Content versprechen sich viele Medienmanager von Apples iPad. Können die ersten Medienapplikationen die hohen Erwartungen erfüllen?

Kein Zweifel, der Formfaktor des iPad lädt geradezu zum Medienkonsum ein: Das elegante Gerät liegt gut in der Hand, und der exzellente Bildschirm ist selbst noch unter direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Aber entscheidend ist letztlich natürlich nicht so sehr die Hardware, sondern die Software.

Und zumindest einige amerikanische Medienkonzerne haben zum Launch des iPad am Ostersamstag ihre ersten speziell für das iPad entwickelten Produkte vorgestellt — in der Hoffnung, die widerborstigen User endlich weg vom Gratis-Content auf dem Web in neue Sphären profitabler Medienproduktion zu führen.

Dass den Medienkonzernen dabei teilweise die Pferde bei der Preissetzung etwas durchgegangen sind, zeigt exemplarisch das zum Murdoch-Konzern News Corp. gehörende Wall Street Journal.

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Transparenz:
Wie das Netz Vertrauen schafft

Das Netz macht Menschen transparenter denn je, mit negativen und positiven Folgen. Noch nie war es leichter, die Vertrauenswürdigkeit von Wildfremden zu beurteilen.

Am 16. März gab Blogger und Journalist Konstantin Winkler bei Twitter bekannt, dass er sein Ticket für die diesjährige re:publica verkauft. re:publica ist eine der größten Konferenzen in Deutschland rund um Blogs, das Social Web und die Digitalisierung. Sie findet vom 14. bis 16. April in Berlin statt.

Konstantins Tweet lies mich aufhorchen, denn ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr auch zur re:publica zu fahren. Die günstigsten Tickets waren jedoch schon ausverkauft, und so dachte ich mir, warum nicht 20 Euro sparen, indem ich Konstantin sein rabattiertes Blogger-Ticket abkaufe?!

Also schaute ich auf seinem Twitter-Profil nach, fand dort die die URL seiner Website und auf dieser dann seine E-Mail-Adresse. Ich nahm per Mail Kontakt mit ihm auf, signalisierte mein Interesse, er antwortete mit seinen Kontodaten, woraufhin ich ihm das Geld überwies. Nach dessen Eingang erhielt ich von Konstantin das PDF-Ticket für die re:publica.

Und warum erzähle ich das? Konstantin und ich haben, soweit ich mich erinnere, noch nie ein Wort miteinander gewechselt – weder persönlich noch digital. Wir kannten uns also nicht – und doch herrschte ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen uns: Denn wir folgen einander schon seit einiger Zeit bei Twitter. Wahrscheinlich länger als ein Jahr.

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Marktbeherrschend, aber wohlwollend:
Warum der Umgang mit Google
so schwer fällt

Google steht verstärkt im Kreuzfeuer. Die Macht des US-Internetgiganten beunruhigt viele, die Furcht vor den Konsequenzen einer marktbeherrschenden Stellung steigt. Doch Google selbst verhält sich vorbildlicher als viele andere Wirtschaftsteilnehmer.

Google schlägt seit einigen Zeit eine steife Brise entgegen. Je mehr der Internetgigant seine Fühler in neue Geschäftsbereiche ausstreckt, je überlegener sich seine Produkte im Vergleich zu denen der Konkurrenz präsentieren, und je umfangreicher und verknüpfter Googles Wissen über seine Benutzer wird, desto kritischer verhalten sich Politik, Verbraucher- bzw. Datenschützer, Interessenvereinigungen sowie Wettbewerber gegenüber dem Ausnahmeunternehmen.

Auch wenn Google nicht – wie ihm gerne nachgesagt wird – ein Monopol errichtet hat, so ist es zumindest in einigen Sektoren marktbeherrschend oder kurz vor dem Erreichen eines solchen Status. Unternehmen, die eine derartige Macht inne haben, gelten gemeinhin als Bedrohung.

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Samstag App Fieber:
Leafrs, MusicBook, Frankfurt Gestalten

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Leafrs – eine Swarm-Blogging-Plattform; MusicBook – Playlists für Facebook; und Frankfurt Gestalten – Lokalpolitik in Frankfurt.

Leafrs
Leafrs
Leafrs ist eine Plattform, auf der man im Schwarm (micro-) bloggen bzw. Texte veröffentlichen kann. Leafrs offeriert die üblichen sozialen Features (Profil, man kann folgen und verfolgt werden, kommentieren, empfehlen, usw.) – das Besondere an Leafrs jedoch ist, dass es das soziale Objekt Texte entlang einer semantischen und einer sozialen Achse schwärmen lässt. Einerseits können Artikel mit Themen assoziiert werden, was es ermöglicht inhaltlich verwandte Artikel zu gruppieren und zu entdecken. Andererseits bestimmen alle zusammen durch ihr Feedback und ihre Reaktionen, welche Artikel besondere Aufmerksamkeit verdienen.

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Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland (Teil 3 von 3)

Was wird in den nächsten Jahrzehnten passieren? Warum ist Deutschland gesellschaftlich auf das Kommende nicht vorbereitet?

Seit den ersten beiden Teilen (Teil 1, Teil 2) dieser Artikelserie ist einige Zeit vergangen. Das Netzsperrengesetz will die Regierung zwar nicht mehr so recht, unterschrieben ist jetzt aber und umgesetzt werden muss es demnach auch erstmal. Die deutsche Blogwelt hatte sich gefeiert ob des Erfolgs, aber nicht gemerkt, dass sie selbst kaum Einfluss auf den holprigen Verlauf hatte.

Die Situation hat sich inzwischen kaum verändert. Im Gegenteil, es ist noch ein bisschen schlechter geworden: Die Presseverlage haben mit dem Leistungsschutzrecht ihre Lobby-Maschinerie in Fahrt gebracht. In den Feuilletons tut man sich wie eh und je schwer mit dem Internet oder schreibt über die Auswirkungen des Internets auf das Gehirn – was dem Netz gleichzeitig mehr Macht zugesteht, als es aktuell hat und die aktuelle Situation und die stattfindenden Veränderungen auf eine eigenartige Weise gleichzeitig ausgeblendet.

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Selbstmarketing:
Die Bedeutung von Öffentlichkeit

Warum sollte man online zu Themen seiner Branche aktiv sein? Weil es die eigenen Karrieremöglichkeiten verbessert, wenn andere leicht entdecken können, was man kann und weiß.

Vor kurzem hatte Martin Weigert hier auf netzwertig.com über die Bedeutung von Selbstmarketing geschrieben. So gibt es zunehmend Branchen, in denen Auffindbarkeit zum guten Ton gehört:

Wer online unsichtbar ist, hat zukünftig im beruflichen Kontext pauschal ausgedrückt schlechtere Karten. Denn er oder sie verpasst dadurch, eine in steigendem Maße vorhandene Erwartungshaltung zu erfüllen.
Von Personen in gewissen Branchen, zum Beispiel Kommunikation, Marketing, Medien, erwarte ich schon heute, bei einer Google-Suche nach ihrem Namen Profile auf Geschäftsnetzwerken, einen Twitter-Account sowie ein Blog zu finden. Tauchen stattdessen lediglich einige unbrauchbare Resultate von Personensuchmaschinen auf, werte ich dies automatisch als negatives Zeichen (nichts gegen Personensuchmaschinen).

Der Artikel hat eine lebhafte Diskussion hervorgebracht. Einige Leser waren der Meinung, dass in den meisten Branchen Auffindbarkeit nicht erforderlich ist. Andere meinten, wer bei der Arbeit gute Leistung erbringt, hat dieses ganze Social-Media-Gedöns nicht nötig.

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8 Schritte auf dem Weg
zu einem besseren Internet

Das Internet bereichert das Leben vieler Menschen, ist aber noch lange nicht perfekt. Netzneutralität, globale Lizenzvergaben sowie bessere Filtermechanismen sind einige der Themen, die bearbeitet werden müssen.

Besseres Internet
Besseres Internet
Tagtäglich erleichtert das Internet 1,73 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt das Leben und versorgt sie mit Informationen sowie Unterhaltung. Doch die größtenteils positiven Veränderungen auf unser Privat- und Arbeitsleben dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht, bevor Personen sowie Organisationen rund um den Globus das volle Potenzial der Vernetzung ausreizen können.

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