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Startups und das “Minimal Viable Product”:
Die Schwierigkeit des minimal notwendigen Funktionsumfangs

Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte “Minimal Viable Product” die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.

Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten “Minimal Viable Product” (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.

Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.

Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.

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Das Beste:
netzwertig.com im März 2012

Werbung Windows Server 8 Beta steht zum Download bereit

Wenn über Betriebssysteme von Microsoft gesprochen wird, denken die meisten Personen ganz automatisch an Softwarelösungen wie Windows 7 oder Windows XP. Dies sind aber längst nicht die einzigen Betriebssysteme, die von Microsoft stammen. Mit Windows Server bietet der Softwarekonzern auch eine professionelle Lösung für den Serverbetrieb an.

So mancher «Nerd» hat sich schon an Windows Server – zum Beispiel der aktuellen Version Windows Server 2008 – versucht und diese auf dem privaten PC installiert. Doch Hoffnungen auf mehr Leistung oder Komfort werden meist schnell zunichte gemacht. Windows Server ist kein klassisches Anwenderbetriebssystem, das um einige Features für den Serverbetrieb erweitert wurde. Stattdessen verkörpert es eine sehr spezielle und zugleich professionelle Lösung, die für einen ganz anderen Einsatzbereich, nämlich den Serverbetrieb, konzipiert wurde.

Windows Server wird von Microsoft angeboten, um einen zuverlässigen und zugleich komfortabel Serverbetrieb zu ermöglichen. Seit jeher genießt das Betriebssystem einen hohen Verbreitungsgrad, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass es sich schnell konfigurieren und außerdem sehr komfortabel bedienen lässt. Die meisten Administratoren sind mit der Windows GUI bestens vertraut und finden sich daher auch bei Windows Server bestens zurecht.

Die aktuelle Version des Betriebssystems dürfte jedoch in naher Zukunft abgelöst werden. Über den Namen lässt sich bislang nur spekulieren, womöglich wird Microsoft seiner bisherigen Verfahrensweise bei der Namensgebung treu bleiben und sein neues Serverbetriebssystem ganz einfach Windows Server 2012 taufen. Hierüber kann jedoch nur spekuliert werden. Die aktuelle Beta, die angeboten wird, trägt die Bezeichnung Windows Server 8 Beta.

Mit seinem neuesten Betriebssystem für Server möchte Microsoft noch stärker in den Bereich des Cloudcomputings vordringen. Auf den Infoseiten zu Windows Server 8 Beta wird besonders intensiv auf dieses Thema eingegangen. Hierbei fällt auf, dass Microsoft auf eine sehr vielseitige Cloudlösung setzt. Zum einen soll sich die neue Version von Windows Server an Unternehmen richten, die eigene Cloudlösungen (private Cloud) realisieren möchten. Zum anderen stellt die Windows Server 8 Beta auch eine Infrastruktur bereit, um Cloudlösungen als Hoster anzubieten.

Großer Wert wurde außerdem auf eine Optimierung der Wartung gelegt. Microsoft verspricht bereits für die Windows Server 8 Beta eine hohe Sicherheit. Diese schließt auch eine hohe Ausfallsicherheit ein. Unabhängig davon, ob Fehler behoben oder schlichtweg Wartungsarbeiten durchgeführt werden sollen. Die Windows Server 8 Beta gestattet es dem Administrator, viele dieser Arbeiten durchzuführen, ohne dabei die eigentlichen Services abschalten zu müssen. Die Nutzer können somit weiterarbeiten und bemerken von den Ausfällen überhaupt nichts.

Wie lang sich Microsoft Windows Server noch im Beta Status befinden wird, bleibt abzuwarten. Allerdings wurde die Windows Server 8 Beta bereits für jedermann zugänglich gemacht. Interessenten können die Beta Version des Serverbetriebssystems frei herunterladen und auf ihren Systemen testen.

Das vorherige Testen neuer Serverbetriebssysteme wird für Unternehmen immer wichtiger. Wenn es darum geht, die IT-Infrastruktur zu erweitern oder gar zu ersetzen, ist es von großem Vorteil, wenn sich jetzt schon auf das spätere Betriebssystem vorbereiten kann. Es bietet sich die Chance, die eigenen Systeme (auf Ebene von Hardware und Software) ausgiebig zu testen und anzupassen, damit für spätere eine reibungsfreie Umstellung garantiert ist.

“Pinterest für irgendwas”:
Wieso die Startup-Wirtschaft
in sich gehen sollte

Während bei zwei mit großen Hoffnungen debütierten Onlinediensten das Licht ausgeht, wartet auf Early Adopter schon der nächste überstrapazierte Hype. Es ist an der Zeit, die derzeitige Entwicklung der Startup-Wirtschaft zu hinterfragen.

Als passionierter Berichterstatter über die Geschehnisse aufstrebenden Startups der digitalen Sphäre gehört es zu meinen Aufgaben, selbst die Anwendungen mit einer unvoreingenommenen Grundhaltung auszuprobieren, mit denen durchschnittliche Webnutzer im aktuellen Stadium nicht eine Minute ihrer Zeit vergeuden würden. Zuletzt traf dies beispielsweise auf die explosionsartig wachsende Zahl an “People Discovery”-Apps wie Highlight, Glancee oder Gauss zu, deren praktischer Nutzwert – sofern er denn existiert – aufgrund der fehlenden kritischen Masse im aktuellen Stadium noch nicht zu spüren ist.

Doch selbst meine Geduld ist irgendwann am Ende. In dieser Woche erreichte ich den seltenen Punkt, an dem mich weitere, mit vollmundigen Versprechungen angepriesene mobile Location-Apps mit völlig unklarem Nutzwert nur noch irritierten, und an dem ich mir die Frage stellte, ob die jeweiligen Gründer hinter ihrer üblichen “It’s awesome”-Fassade wirklich selbst an das Potenzial ihres Vorhabens glauben.

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Digital statt Plastik:
Wie Nutzern künftig die Kundenkarte schmackhaft gemacht wird

Die Tage der Kundenkarte sind gezählt. Innovative Startup-Lösungen sollen künftig eine noch bequemere und effektivere Bindung von Konsumenten an Unternehmen, Händler und Marken ermöglichen.

Foto: Flickr/gwire, CC BY 2.0
Foto: Flickr/gwire, CC BY 2.0
Niemand hat gerne zahlreiche Plastikarten in seinem Geldbeutel. Dennoch reihen sich bei jedem Menschen im Laufe der Jahre zunehmend Kreditkarten, Kundenkarten von Unternehmen oder Mitgliederausweise von Vereinen aneinander. Oft bedeutet der Besitz der Plastikkarten aufgrund der Notwendigkeit, den Geldbeutel täglich mit sich zu führen, mehr Aufwand, als die Karten Nutzen bringen. So manche Innovation und Motivation für den Homo Digitalis könnte diesen Trend aber bald verändern.

Denn die Kunden mit einer Plastikkarte zu binden, dürfte schon bald der Vergangenheit angehören. Eine wachsende Zahl von Startups überlegt sich Anreize, den Kundenservice mittels Smartphone-Zubehör, App-Technologie oder Social-Gaming-Ansätzen zu reformieren. Und so könnte selbst der Bezahlvorgang eines zukunftsträchtigen Modells wie Google Wallet angesichts der Innovationen von iCache Geode, Stocard, kiip oder anderen überholt sein, noch bevor er richtig Verbreitung findet.

Sehen wir uns also mal die digitalen „Plastikkartenersetzer“ an… » weiterlesen

Wi-Fi Pflanzensensor:
Koubachi hat den grünen Daumen

Die Gründer des Zürcher Startups Koubachi sind am Ziel. Mit dem Verkaufsstart ihres Pflanzensensors vor wenigen Tagen hat das junge Unternehmen seinen bisher wichtigsten Meilenstein geschafft.

Was macht man, wenn man eine Idee hat, die Technologie aber noch nicht soweit ist? Abwarten und weiterentwickeln. So machten es die Gründer von Koubachi. Die längere Entwicklung hat dem Pflanzensensor des Startups nicht geschadet, im Gegenteil. Herausgekommen ist ein Hightech-Produkt, das sich von der bestehenden Konkurrenz durch ein besonders ambitioniertes Design abhebt.

Koubachi startete den Verkauf seines Pflanzensensor offiziell vor wenigen Tagen, am Launchevent des Startups in Zürich. Hier gabs das kleine Stück cleverer Hardware aus der Nähe zu sehen und die Gründer erklärten im Detail, wie das Gerät Hobbygärtner unterstützt. Der Pflanzensensor überwacht eine Reihe von Werten, um dem Besitzer den unabsichtlichen Pflanzenmord zu ersparen. Das System schickt Nachrichten an den Nutzer, um ihn ans wässern, düngen oder besprühen zu erinnern. Zu viel oder zuwenig Wasser, Lichtverhältnisse, Temperatur: Falls ein Faktor für die jeweilige Pflanzenart nicht stimmt, warnt der Sensor und kann bei starken Abweichung auch Alarm schlagen.

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Leistungsschutzrecht:
Presseverlage gegen
den Rest der Welt

FDP und CDU/CSU haben sich trotz zahlreicher bekannter Kritikpunkte auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage geeinigt. Bevor es zu einem Gesetzesbeschluss kommt, lohnt es sich, auf die zahlreichen Risiken aufmerksam zu machen. An vielen Stellen im Netz geschieht dies bereit.

Wie heute früh schon kurz berichtet, haben sich FDP und CDU/CSU auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage geeinigt (Seite 4). Gewerbliche Onlineangebote sollen für die Nutzung von Presseerzeugnissen (“oder kleiner Teile davon”) zahlen, die Abwicklung findet nach den Vorstellungen der Koalition über eine neue Verwertungsgesellschaft statt. Primäres Ziel der Initiative ist Google, das den Verlegern seit langem ein Dorn im Auge ist (obwohl sie stark davon profitieren).

Wir sind bei netzwertig.com trotz unserer positiven Grundhaltung zu digitalen Themen Anhänger einer differenzierten Sichtweise. Beim Leistungsschutzrecht für Presseverlage allerdings besteht wenig Spielraum für Differenzierungen. Es handelt sich dabei um eine äußerst zweifelhafte, nicht mit sachlichen Argumenten zu rechtfertigende Subventionierung einer kleinen Zahl einflussreicher Medienhäuser, die auch nach zehn oder gar 15 Jahren im Internet noch immer eine Aversion gegen den Link, einen elementaren Bestandteil des Netzes, hegen und sich diesen künftig vergüten lassen wollen. Die Folgen wären eine erhebliche Rechtsunsicherheit, eine ausufernde Bürokratie sowie unabsehbare Konflikte, die ein nationaler Alleingang in einem globalen Internet nach sich ziehen kann.

Noch ist das geplante Gesetz aber nicht beschlossen, weshalb es sich lohnt, auf die zahlreichen Kritikpunkte rund um das ewige Wunschvorhaben der führenden deutschen Presseverlage aufmerksam zu machen. Viele Beobachter der seit Jahren anhaltenden Debatte haben dies seit dem Bekanntwerden der Koalitionspläne am Sonntag bereits getan, weshalb wir an dieser Stelle mittels einiger prägnanter Absätze auf lesenswerte Beiträge zum Thema verweisen – etwas, das uns nach dem Willen der Verlage sowie der Regierungsparteien künftig Geld kosten soll, würden wir auf diese Weise Besucher zu deren Angeboten weiterleiten.

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Das Beste:
netzwertig.com im Februar 2012

Heute stellen wir einige der besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem Februar 2012.

Analyse

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Samstag App Fieber

Außerdem

Das Beste:
netzwertig.com im Januar 2012

Heute stellen wir einige der besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem Januar 2012.

Analyse

Reviews

Samstag App Fieber

Außerdem

Startup-Recruiting:
Wie Kontingente dem
Internetstandort Schweiz schaden

Schweizer Startups fehlen die Spezialisten. Die restriktive Arbeitsmarktpolitik verschärft dieses Problem unnötig.

Vier Arbeitsplätze weniger in der Schweiz: das ist das Fazit von connex.io angesichts der Kontingente für ausländische Arbeitskräfte. Marcus Kuhn und Ata Hezretkuliyev hätten gerne ihr Startup-Team komplett in Zürich aufgebaut, nachdem sie Anfangs 2010 die Idee zu connex.io hatten. Doch Marcus gelang es nicht, seinen turkmenischen Mitgründer in die Schweiz zu holen. Die nötige Arbeitsbewilligung zu bekommen war nicht realistisch.

Diese Erfährung zeigt, wie motivierten Unternehmern mit der aktuellen Drittstaatenregelung der Start erschwert wird. Diese sorgt laut Marcus dafür, dass es für Startups quasi unmöglich ist, Leute aus nicht-EU-Ländern in die Schweiz zu bringen. So entschlossen er und Ata sich, gleich komplett auf ein virtuelles Team zu setzen. Ata wechselte zuerst nach Dubai, und bald in die Ukraine. In beiden Ländern waren die behördlichen Hürden kleiner als hierzulande. Nun bauen die Gründer ihre Entwicklung im Ausland auf; mit den genannten Folgen für den hiesigen Standort.

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(Foto: Flickr/Walt HubisCC BY 2.0)