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Schweizer Startups fehlen die Spezialisten. Die restriktive Arbeitsmarktpolitik verschärft dieses Problem unnötig.
Vier Arbeitsplätze weniger in der Schweiz: das ist das Fazit von
connex.io angesichts der Kontingente für ausländische Arbeitskräfte. Marcus Kuhn und Ata Hezretkuliyev hätten gerne ihr Startup-Team komplett in Zürich aufgebaut, nachdem sie Anfangs 2010 die Idee zu connex.io hatten. Doch Marcus gelang es nicht, seinen turkmenischen Mitgründer in die Schweiz zu holen. Die nötige Arbeitsbewilligung zu bekommen war nicht realistisch.
Diese Erfährung zeigt, wie motivierten Unternehmern mit der aktuellen Drittstaatenregelung der Start erschwert wird. Diese sorgt laut Marcus dafür, dass es für Startups quasi unmöglich ist, Leute aus nicht-EU-Ländern in die Schweiz zu bringen. So entschlossen er und Ata sich, gleich komplett auf ein virtuelles Team zu setzen. Ata wechselte zuerst nach Dubai, und bald in die Ukraine. In beiden Ländern waren die behördlichen Hürden kleiner als hierzulande. Nun bauen die Gründer ihre Entwicklung im Ausland auf; mit den genannten Folgen für den hiesigen Standort.
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(Foto: Flickr/Walt Hubis, CC BY 2.0)
Die Urheberrechtsdebatte führt im digitalen Zeitalter zu immer neuen, größeren Konfliktherden. Es ist Zeit für einen pragmatischen Blick auf die Folgen einer unveränderlichen Veränderung.
Foto: Flickr/tonynetone, CC BY 2.0
Mit jedem Jahr, mit dem die Digitalisierung weiter in alle Bereiche unseres Lebens vordringt, verschärft sich der Konflikt um das Urheberecht und die Wertschöpfung immaterieller Güter.
SOPA, PIPA,
ACTA,
Megaupload,
Grooveshark,
Kino.to – an Indizien für die zunehmende Eskalation mangelt es nicht.
Während ich mich gut in die Sorgen von Kreativen und Medienschaffenden hineinversetzen kann, die durch Piraterie und Filesharing ihre Existenzgrundlage in Gefahr sehen, fällt mir im Zuge der angeheizten Diskussion auf, wie die Möglichkeit des Verkaufs von Kreativarbeit auch in einem Zeitalter der Loslösung von Inhalt und Trägermedium von vielen Menschen als unveränderliches Naturgesetz angesehen wird; als Norm, deren jede andere gesellschaftliche und technologische Entwicklung untergeordnet werden muss.
Den Urhebern werde die Existenzgrundlage entzogen, liest man häufig (zum Beispiel bei uns in den Kommentaren). Doch meines Wissens nach gibt es kein Naturgesetz, das besagt, man MÜSSE mit der Schaffung von immateriellen Gütern wie Musik, Filmen oder Fotos Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt bestreiten können.
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Hunderte Smartphone-Apps und Dutzende Gadgets ermöglichen es experimentierfreudigen Menschen, Daten über ihr Verhalten, ihren Körper und ihre Gesundheit festzuhalten und mit anderen zu vergleichen. Die sogenannte Quantified-Self-Bewegung wächst.
Screenshot: Runtastic
Als ich vor einigen Tagen
die dritte Phase der Vernetzung – das Internet der Dinge – beleuchtete und diesem für das gerade angebrochene Jahr einen Aufstieg in puncto öffentlicher Wahrnehmung prognostizierte, tangierte ich einen anderen wichtigen Trend, ohne ihn beim Namen zu nennen. “Quantified Self”, zu Deutsch “Selbstquantifizierung”. Dabei handelt es sich um die eigenständige Erhebung und den Vergleich von Zahlen rund um Körper-, Gesundheits- und Lebensdaten mit Hilfe digitaler Hilfsmittel.
Einer der von mir beschriebenen Teilaspekte des Internets der Dinge sind neuartige Produktearten und Gadgets, welche auf die Omnipräsenz von (drahtlosen) Internetverbindungen bauen, um in dieser Form bisher unmögliche Anwendungsbereiche zu eröffnen. Einige der als Beispiel erwähnten Geräte, nämlich Fitbit, Up oder Withings, gehören zu den geliebten Werkzeugen der wachsenden Selbstquantifizierungs-Bewegung, welche die neuen technischen Möglichkeiten und die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Datensammlern über das Netz dazu nutzen wollen, gesünder, bewusster und – weil weniger von Diagnosen Dritter abhängig – selbstbestimmter zu leben.
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Das zu Ende gehende Internetjahr bot viele Anlässe zu Freude wie Irritation. Folgende Entwicklungen und Aspekte bewegten mich 2011.
Gestern hatte ich bereits
einen generellen Blick auf das Digital-Jahr 2011 geworfen und einige der in meinen Augen entscheidenden Trends und persönlichen Highlights zusammengefasst. Heute möchte ich noch einige etwas persönlichere Kommenare hinzufügen. Denn in den vergangenen elfeinhalb Monaten gab es eine Reihe von Ereignissen und Entwicklungen, die mich erfreut, und einige, die mich genervt oder geärgert haben. Hier sind sie in loser Reihenfolge:
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Viele junge und junggebliebene, hungrige Gründer versuchen mit digitalen Diensten, Menschen zu vernetzen. Sie sind glaubwürdig, weil sie damit eigene “Probleme” lösen. Google-Chairman Eric Schmidt nimmt man dies nicht ab, wenn er über Google+ spricht.
Fotos: leweb.net
Welchem Autohändler würdet ihr eher die Argumente für den Kauf eines bestimmten Gefährts abnehmen? Einem, der selbst nur zu Fuß geht, oder einem, der genau das Modell besitzt, welches er nun an den Mann oder die Frau zu bringen versucht?
Als ich am gestrigen Mittwoch den Livestream der LeWeb-Konferenz verfolgte und dort auf der Bühne nacheinander Googles Executive Chairman und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt, Facebooks europäische Geschäftsführerin Joanna Shields, Digg- und Oink-Gründer Kevin Rose, Instagram-Founder Kevin Systrom und foursquare-Gründer Dennis Crowley auflaufen sah, musste ich nicht lange überlegen, welche dieser Personen für mich die am meisten überzeugenden Verkäufer von Ideen zur digitalen Vernetzung von Menschen darstellen: Kevin Rose (Jahrgang 77), Kevin Systrom (Jahrgang 84) und Dennis Crowley (Jahrgang 76) .
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Einer schier unendlichen Zahl an Onlinediensten und Apps steht ein unveränderliches Zeitbudget der Nutzer gegenüber. Acht Anwendungen ist es trotzdem gelungen, in letzter Zeit die Aufmerksamkeit des Autors auf sich zu lenken.
Foto: stock.xchng
Tausende Onlinedienste buhlen um die Aufmerksamkeit der Nutzer, und jede Woche werden es mehr. Das Zeitbudget, das wir für die Nutzung digitaler Angebote zur Verfügung haben, bleibt jedoch nahezu unverändert. Je mehr Services sich fest in unserem Internetalltag verankern, desto schwieriger wird es für Neulinge, trotzdem noch ein Stück vom Kuchen zu bekommen.
Manche schaffen dies auch – zumindest in meinem Fall. In den letzten Wochen und Monaten ist es acht Onlineservices gelungen, einen zuvor von mir anderweitig genutzten Teil meines Zeitkontingents zu vereinnahmen (neben Google+ – zwangsweise). Hier sind sie, sortiert nach der Zeitmenge bzw. Aufmerksamkeit, die sie neuerdings von mir erhalten.
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Kündigungsfristen und das Einfordern einer schriftlichen Kündigung sind Relikte aus einer vergangenen Zeit und passen nicht zu innovativen, zeitgemäßen Webstartups. Wie faire Vertragsbedingungen aussehen, zeigt mite.
Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Artikel über ein recht interessantes deutsches Startup erscheinen. Doch in letzter Sekunde erkannte ich, dass die von dem Dienst gestellten Anforderungen an Nutzer der kostenpflichtigen Version unzumutbar sind und zu sehr den Eindruck erwecken, als sollte zahlenden Kunden ein Vertragsende möglichst schwierig gemacht werden. Von einer 30-tägigen Kündigungsfrist war die Rede, die noch dazu schriftlich erfolgen sollte – bei einem Onlinedienst!
Dass einem von alteingesessenen Großkonzernen (und manchen Webhostern), welche die Bedeutung der Berücksichtigung tatsächlicher Kundenbedürfnisse noch nicht mitbekommen haben, ab und an derartige Steine in den Weg gelegt werden, ist nicht neu.
Bei modernen Onlinestartups, denen ein Kündigungsvorgang quasi keinerlei administrativen oder bürokratischen Aufwand verursacht und insofern auch noch eine Sekunde vor Ablauf der Vertragsfrist per Knopfdruck möglich sein sollte, verwundert dieser eigennützige Ansatz aber.
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