Alle 2 Artikel von Steffan Heuer auf netzwertig.com:
Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Interview: Steffan Heuer
Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen ausserdem regelmaessig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.
Steffan blogt unter http://humaneskapital.typepad.com
Teil 1 des Interviews hier
Wie wird dieser Wandel die Arbeitswelt verändern?
Wer in einer IT-Abteilung arbeitet, kümmert sich vor allem um Routine-Wartungsarbeiten. Diese Jobs werden drastisch reduziert werden oder verschwinden. Dafür gibt es künftig ein paar wenige Experten, die Kapazität mit den Versorgern aushandeln oder am optimalen Informationsfluss entwerfen. Für viele Angestellte wird sich kaum etwas ändern. Es wird ihnen wie eine natürliche Evolution vorkommen, wenn ihr Umgang mit Software einfacher und flexibler wird. Viele Menschen haben sich an Webdienste schon Zuhause und an der Schule gewöhnt.
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Der bekannte Technologie-Kritiker Nicholas Carr über den Aufbau der Computer-Kraftwerke von Morgen und ihre unangenehmen Ausstrahlungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
Interview: Steffan Heuer
Steffan Heuer verfolgt als USA-Korrespondent des deutschen Wirtschaftsmagazins brand eins in San Francisco Innovationen rund um Ökonomie und Technologie. Er konzentriert sich auf Themen an der Schnittstelle von alter und neuer Wirtschaft.
Seine Berichte und Analysen erscheinen außerdem regelmäßig in der MIT Technology Review Deutschland und in The Economist.
Steffan bloggt unter http://humaneskapital.typepad.com
Mr. Carr, vor ein paar Jahren sorgten Sie in Hightech-Kreisen für Furore, weil Sie die These aufstellten, Informationstechnologie sei irrelevant. Ihr neues Buch trägt den doppeldeutigen Titel “The Big Switch.” Die Welt wird neu verdrahtet, schreiben Sie, und das sei “unser digitales Schicksal.” Haben Sie ein Aha-Erlebnis am Computer gehabt?
Keineswegs. Es ging mir um die Frage, ob Informationstechnologie einem Unternehmen einen entscheidenden strategischen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Antwort lautete nein. Da Computer und Software zu allgemein erhältlichen Werkzeugen geworden sind, die jede Firma benutzen kann, sind die meisten IT-Investitionen nötig - aber sie verleihen niemand kritischen Vorsprung. Jetzt gehe ich einen Schritt weiter und beschreibe einen Wandel, der unsere Gesellschaft und Volkswirtschaft grundsätzlich umkrempelt - als ob man einen gewaltigen Hebel, eben einen Big Switch umlegen würde. Rechenleistung oder Computing finden nicht mehr intern statt, etwa in meinem PC oder im Rechenzentrum einer Firma, sondern wird zu einer Versorgungsleistung wie Strom oder Wasser, die über das Internet ausgeliefert wird.
Wo liegen bitte die Parallelen zwischen einem Stromerzeuger oder Wasserwerk und dem Internetriesen Google?
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