Sebastian Schürmanns

Sebastian Schürmanns (Jahrgang 74) ist im Dreiländereck zwischen Rheinland, Bergischem Land und Ruhrgebiet aufgewachsen und hat den Dreiklang später mit den Städten Köln, Hamburg und Berlin komplettiert. Als ersten digitalen Geh-Versuch programmierte er um 2000 einen Webauftritt für sein DJ-Projekt, den er in der Wayback-Machine bis heute vergeblich zu löschen versucht. Jahre später hat er ein kleines Web-Startup aufgezogen und weitere Projekte entwickelt, die er bis heute nicht bereut. Er hat für verschiedene Online-Medien Gastbeiträge geschrieben und bloggt regelmäßig als Co-Autor im Upload-Magazin.

Sein Studium hat er in Geschichte, Politik und Slawistik absolviert, danach war er unter anderem in einem Wissenschaftsverlag, in der Kommunikationsbranche und als Projektleiter in einer Web-Agentur tätig. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade Online ist, unternimmt er Fahrrad-Touren oder beschäftigt sich mit Fotografie.

Neue Projekte und Ideen veröffentlicht er unter trendschau.net.

 

Alle 3 Artikel von Sebastian Schürmanns auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Journalismus in der Klemme:
Der schwierige Umgang mit eiligen Meldungen

Das Boston-Attentat hat die Diskussion um Qualitätsjournalismus und Social Media neu entflammt. Als Reaktion ist mit Retwact ein Tool entstanden, mit dem man Falschaussagen auf Twitter korrigieren kann. Doch das grundsätzliche Problem lässt sich mit Werkzeugen allein nicht beheben.

EilmeldungenDer Tech-Journalist Mat Hohan vom Wired Magazin war einer von vielen Autoren, die ihre übereilten und emotionalen öffentlichen Reaktionen kurz nach dem Boston-Attentat im Nachhinein bereuten: Er hatte einen Tweet von Matthiew Keys verbreitet, in dem ein Student fälschlicherweise als zweiter Attentäter identifiziert wurde. Matthiew Keys war nicht irgendwer, sondern der Deputy Social-Media-Editor der Nachrichten-Agentur Thomson Reuters. Die Betonung liegt auf war, denn Reuters hat Keys am 22. April aufgrund seiner Social-Media-Aktionen gefeuert. Einen Tag später veröffentlichte Honan eine Entschuldigung für seinen übereilten Retweetet auf Wired und mahnte ein neues Feature für Twitter an, mit dem sich Falschaussagen korrigieren lassen.

Twitter ist diesem Wunsch bislang nicht nachgekommen, wohl aber der Software Entwickler Stonly Baptiste, der innerhalb von 48 Stunden das Tool Retwact aufgesetzt hat. Retwact hilft dabei, Twitter-User über eine Korrektur zu benachrichtigen, wenn sie einen falschen Tweet per Retweet verbreitet haben. Dazu findet Retwact von einem Account die letzten fünf Tweets mit Retweets und ermöglicht dem Account-Inhaber, eine Mention mit einem Korrekturhinweis an die letzten 100 Retweeter zu verschicken. Über einen Link in der Mention werden die Empfänger auf eine Landingpage geleitet, auf der der Ursprungs-Tweet mit der Korrektur gegenüberstellt wird. Darüber steht die Bitte, die Korrektur zu verbreiten und so die Desinformation möglichst unschädlich zu machen. Die Idee ist zwar relativ simpel, allerdings wurde der Account zumindest kurzfristig von Twitter suspendiert, da das Versenden von massenhaften gleichlautenden Mentions gegen die Terms of Services von Twitter verstößt.  » weiterlesen

Startup-Videos:
Wann sie sich lohnen und wie man sie macht

Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wann sich eine Investition lohnt und wie sie am besten vorgehen.

DollarShaveClubKnapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4.500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.

Den großen Anteil, den das Video am Erfolg des Startups hatte, wird auch ohne konkrete Zahlen niemand bezweifeln. Deutlich kritischer sollte man jedoch sein, wenn Produktionsfirmen auf den Zug aufspringen und mit 101 Statistiken zu Online-Videos auf Kundenfang gehen. Denn derart pauschal dürften Videos angesichts der doch recht hohen Produktionskosten und der zweifelhaften Pauschalaussagen zur Steigerung der Conversion-Rate längst nicht immer die beste Wahl für Startups sein. Immerhin halten einige der erfolgreichsten Startups wie Pinterest, Codecademy, Evernote, Soundcloud und Wooga zumindest ihre Startseiten bis heute von den beliebten Demo- oder Image-Videos frei. » weiterlesen

Neuer Hoffnungsträger:
Deutschland ist mit Hardware-Startups besser beraten

Trotz des Hypes um Berlin als kommendem Startup-Hub bleibt Deutschland bislang der große Durchbruch versagt, auch weil die distanzierte Haltung der Gesellschaft zum Digitalen nicht gerade den idealen Nährboden bietet. Spätestens seit 2012 gibt es jedoch einen neuen Trend und Hoffnungsträger: Hardware-Startups.

Während Gründer wie Konstantin Guericke oder Investoren wie Harry Nelis vor kurzem einen Wechsel von B2C zu B2B-Startups diagnostiziert haben, hat Paul Graham, Co-Founder von yCombinator, Ende 2012 einen ganz anderen Schwerpunkt gesetzt: die Renaissance der Hardware-Startups. Die Verbreitung von Tablets, die gestiegene Konnektivität, das Aufkommen von Crowdfunding-Plattformen, neue Entwicklungen in der Elektrotechnik und nicht zuletzt Rapid Prototyping und die 3D-Printer-Bewegung haben die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen, so Graham. » weiterlesen

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