Alle 608 Artikel von rgrob auf netzwertig.com:
Im Vorfeld seiner baldigen Bildschirmpräsenz stellte sich der hier erwähnte und von Heute als Egomane angekündigte MvH am 13.9.2006 per Chat der interessierten Öffentlichkeit (das Protokoll der Begegnung mit den Lesern ist online nachzulesen). Es ist darin zu erfahren, dass er neben seiner omnipräsenten Sonnenbrille auch noch eine richtig schöne andere Brille hat. Von mir kriegt er dafür ganz ernsthaft einen Style-Award, auch wenn er mich im Videoclip erinnerte an diesen silbergrauhaarigen Moderator mit den kleinen Äuglein, der bei einem deutschen Privatfernsehsender eine Show moderierte, in der es um Geld, Erfolg oder Adel ging, was weder ihn noch sonst jemand interessieren sollte, denn was soll das schon sagen, wenn einem nicht mal der Name einfällt. Wie er am Schluss des Chats zugab, überraschte ihn das hohe Niveau der an ihn gestellten Fragen, was Aufschluss geben könnte über seine Haltung zu Heute-Lesern.
» weiterlesen
Nach dem Bildblog (Bild) und dem Pendlerblog (20 Minuten) gibt es nun auch das “Österreich”-Blog (Österreich) und das Krone-Blog (Kronen Zeitung). Es fällt auf, dass vor allem Boulevard-Zeitungen aufgegriffen werden. Warum, die Antwort ist leicht: diese Blätter schreiben leichter messbaren Unsinn als andere. Sogenannte Qualitätsblätter hingegen haben eine höhere Selbstzensur, die weniger Angriffsfläche bietet.
Von einem NZZ- oder F.A.Z.-Watchblog haben wir bisher noch nichts gehört, die Weltwoche aber ist bereits im Fokus. Eines dieser wenigen ambitiösen Projekte, die Weltwochenschau, hält sich nun aber noch zurück, bis Chefredaktor Roger Köppel am 1. Oktober die Führung wieder übernimmt. Die gestellten Aufgaben werden derweil von anderen übernommen: zum Beispiel von patpatpat bei Infamy, dem das heutige Titelblatt am Kiosk doch sehr bekannt vorgekommen ist. Er hat es nämlich schon mal gesehen und darüber berichtet (hier die beiden Titelblätter im Vergleich).
Die Weltwoche vom 14.9.2006 bringt zwar nicht die gleiche Story wie die Business Week am 14.8.2006, aber einen nahezu identischen Titel. Wir nehmen an, das Magazin schläft sich gründlich aus und startet im Oktober wieder, alles neu, als sei es Mai.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Wie erwartet: kaum hat Natascha Kampusch der Welt ihr Gesicht gezeigt, verschwindet das mediale Interesse auch schon wieder. Je nach dem, welche Richtung die für acht Jahre in einem Keller Festgehaltene einschlagen wird, werden wir sie nie mehr, als Charity-Queen oder in der Unterhaltungsbranche sehen. Sie wird das spätestens nach dem Tod von Peter Alexander und der Auswanderung von Arnold Schwarzenegger lose Prominentennetz Österreichs verdichten oder aber den Medien als Blattfüller und Ersatzgast zu Themen dienen, für die ihr von den Einladenden Fachkompetenz herbeigedichtet wird. Ich empfehle Frau Kampusch das Weblog als Kommunikationsform – so bleibt sie am ehesten Herrin der Neuigkeiten. Denn nach dem Schrecken kommen meist nur noch Witze.
Die Frage, ob die Leser das alles sehen, hören, lesen, wissen wollten / mussten, ist noch nicht geklärt. Wir wissen, dass selbst die boulevardferne F.A.Z. glaubt, den Fall Kampusch im heiligen Auftrag ihrer Leser zu behandeln. Doch ist dem so? Ist es nicht vor allem kostengünstiger und simpler, Personen und ihr Umfeld aus allen Blickwinkeln zu beschreiben, als Recherchen zu komplexen Zusammenhängen anzustellen und diese den Konsumenten in ausgewogener Form zu unterbreiten?
» weiterlesen
Nur ein Rauschen (taz.de)
Als am 11. September 2001 die Twin Tower zusammenstürzten war es in Manhattan still wie in einer Winternacht. Eine Erinnerung.
Das ist der vierte Weltkrieg! (titanic-magazin.de)
Was am 11. September wirklich passierte.
Inside Job? (telepolis.de)
Fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist in den USA eine beträchtliche Graswurzelbewegung entstanden, die Kreise der eigenen Regierung direkt für die Katastrophe verantwortlich macht.
Geboren am 11. September (neon.de)
Als vor fünf Jahren in New York tausende Menschen ums Leben kamen, hatte ich gerade ein Kind zur Welt gebracht.
11. September 2001 (interactivepublishing.net)
Screenshot-Sammlung von über 250 Nachrichtenseiten aus aller Welt.
“Bush beutet die Angst der Amerikaner aus” (taz.de)
Der US-amerikanische Schriftsteller T. C. Boyle über die Reaktionen der USA auf 9/11, den Hass der Welt auf die Amerikaner und die Freiheit des Künstlers, das Thema 11. September nicht unbedingt wichtiger zu finden als andere.
Wo man war und wie man von den Ereignissen erfuhr, ist auch fünf Jahre später immer wieder Thema. Schilderungen des persönlichen 9/11 sind zu lesen bei mein911.twoday.net, netzeitung.de und bei jetzt.sueddeutsche.de.
Die Ereignisse des Tages in chronologischer Aufarbeitung sind ebenfalls mehrfach verfügbar: ausführlich (wikipedia.de), mit weiterführenden Links (lpb.bwue.de), kompakt zusammengefasst (netzeitung.de), im Newsroom (spiegel.de), mit Illustrationen (sueddeutsche.de), rekonstruiert (stern.de) und mit einer Auflistung der langfristigen Folgen (freitag.de).
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Die Trennung zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung wird nicht nur im Bereich der Gratiszeitungen immer undurchsichtiger. Heute im Test: der Sonntagsblick. Einzelverkaufspreis: 3 Schweizer Franken.
» weiterlesen
Bei SLUG arbeiten keine Redakteure, die Artikel auswählen oder entscheiden, welche Artikel erscheinen. Die Einträge werden mit Computer-Algorithmen ausgewählt. Diese Seite wertet derzeit täglich ca. 600 Schweizer Blog-Beiträge von über 1’400 Autoren aus.
Computer-Algorithmen also entscheiden, welche Blog-Beiträge auf media.slug.ch, dem sehr nützlichen Zusammenzug von Schweizer Weblogeinträgen, die im Zusammenhang mit Medien stehen, erscheinen. Rechnen konnte ich noch nie, darum verstehe ich auch nicht, wie 1400 Autoren täglich 600 Beiträge schreiben können, ohne sich mindestens zu halbieren. Wie auch das Rätsel, dass jeweils einer unserer Beiträge dort erscheint und dann der nächste wieder nicht, noch nicht gelöst ist.
Sobald es geschafft ist, das sperrige Wort meistens richtig zu schreiben, findet man heraus: die Algorithmen sind geheim. So geheim wie der Microsoft-Quellcode oder der Google-Algorithmus. Nicht einmal eine neugierige Mailanfrage konnte bisher Aufschluss darüber geben. Wenn auch dieser Dienst jetzt schon gut ist, sind wir für eine Perfektionierung, und sei es im Geheimen, dankbar. Könnte das nicht jemand auch für Österreich und Deutschland anbieten? Wir üben unterdessen weiter: Algorhythmen, Algorhytmen, Algorythmen, Algorytmen, Algoritmen, …
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Frau H.-K. schreibt der Schweizer Illustrierten per E-Mail über Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller:
Sie wirkt echt, sympathisch und souverän, kurz, sie erscheint auf dem Bildschirm als eine Frau mit Stil und Klasse. Besonders schätze ich auch ihre Mimik, die stets dem Inhalt der jeweiligen Information angepasst ist.
Letzters konnte man von den ersten Ausgaben der 3+-News nicht behaupten. Was auch immer die Moderatorin Eva Camenzind aus den von der Blick-Onlineredaktion ausgewählten Neuigkeiten vortrug – sie tat es mit dem stets gleichen einnehmenden Lächeln. Ihre Stellvertretung Nicole Berchtold macht es so: sie lächelt zur Begrüssung, bleibt dann ernst bei Konkursen und Terror und lacht erst wieder auf bei Roger Federer. Dieses News-Format ist uns schon länger bekannt aus werbelastigen Privatradios, nur: bei 3+ wird es verfilmt.
» weiterlesen
Vergangenes Wochenende erst war in der NZZ am Sonntag zu lesen, es sei praktisch garantiert, dass ein in der Frauenzeitschrift Brigitte erscheinender Text über ein literarisches Werk die erste Auflage von diesem absetze. Ebenfalls erwähnt wurde, dass Sammelbände mit Kolumnen “erstaunlich gut laufen”. Das wissen offenbar auch die Kolumnisten der Weltwoche und scheuen sich nicht, dafür richtig Werbung zu machen.
In Mark van Huisselings wöchentlicher Kolumne “MvH” geht es oft um Name dropping, PR, gut aussehen und Schein, wir Leser wissen das und haben uns daran gewöhnt. Wir wissen sogar, dass dieser Journalist ein Buch geschrieben hat. Darüber, wie man es schafft, die Seite zu wechseln und ein Star zu werden. Dass es “How to be a Star” heisst. Und wohl ein Erfolgsrezept drin ist.
In der heutigen Ausgabe der Kolumne informiert uns MvH, er lese es “gerade”. Ja, dieses von ihm geschriebene Buch. Wie interessant es doch sein muss! Kaum hat man es geschrieben, will man es auch schon wieder lesen. Oder muss er gar drin nachlesen, wie das schon wieder ging, ein Star zu werden? This time portraitiert MvH Chris von Rohr und nennt ihn “gescheit und einnehmend”, was daran liegen könnte, dass er nächstens mit ihm in der Sendung Superstar – From zero to hero von 3+ zusammenarbeiten muss. Wir reichen an dieser Stelle gerne MvHs Eintrag in der Wikipedia, auf dessen Existenz er besonders stolz ist.
Während der arme Mark alles selber machen muss, wird Güzin Kar (ihre Kolumne: “Gender Studies”) freundlich unter die Arme gegriffen. Mit mehreren sich ergänzenden Massnahmen: » weiterlesen
Eine etwas seltsame Umfrage bei workzeitung.ch. Von den vier Antwortmöglichkeiten sind drei “Nein” und ein “Ja, aber” möglich:
Trauen Sie Ihrer Pensionskasse?
ja, der Kasse schon, aber den Banken nicht
nein, Börsenspekulation ist etwas Böses
nein, unser Vermögensverwalter fährt einen roten Ferrari
nein, trauen tu ich nur der AHV
Mit der Vorauswahl scheint auch die Redaktion richtig getippt zu haben. Gemäss aktuellem Stand vertrauen nur 9 von 35, die eine Antwort abgegeben haben, ihrer Pensionskasse.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Es könnte Streit geben um die Fernbedienungen heute abend: ab 20.15 Uhr werden die Qualifikationsspiele für die Fussball-Europameisterschaft 2008 übertragen, darunter so wichtige Spiele wie San Marino gegen Deutschland (ZDF). Auch ORF 1 ist vom runden Ball eingenommen, es spielt die als Veranstalter qualifizierte österreichische Nationalmannschaft in einem Testspiel gegen Venezuela.
Zur selben Zeit wird auf ORF 2 Natascha Kampusch erstmals an die Öffentlichkeit treten, ohne Sonnenbrille und Kopftuch, doch nur in Umrissen erkennbar, also optisch schemenhaft gestaltet. » weiterlesen