rgrob

 

Alle 608 Artikel von rgrob auf netzwertig.com:

Barcamp Berlin 3:
Immer noch Blogger vs. Journalisten

Immer die gleiche Leier: Journalisten und Blogger im Dauerstreit. Das Thema ist sowas von durch – oder etwa doch nicht? Wir haben uns auf dem Barcamp in Berlin umgehört.

Die Diskussion “Blogger vs. Journalisten” ist nun plötzlich vorbei – warum?

Ist sie das wirklich? Ich hoffe, dass sie bald vorbei, weil sie einfach unnötig ist. Blogger und Journalisten ergänzen sich – sie sollten sich nicht als Feinde betrachten.
Jan Tissler, Upload-Magazin

» weiterlesen

Barcamp Berlin 3:
Was wichtig im Web ist

Wir haben uns am Barcamp Berlin nach zurzeit wichtigen Websites umgehört – seriöse Nachrichtenseiten und die Kurznachrichten-Community Twitter sind besonders beliebt.

Welche Websites sind Dir momentan am wichtigsten?

Readwriteweb.com, Techcrunch, Rivva, Techmeme. Diese Websites schau ich mir auch an, wenn ich nur wenig Zeit habe.
Jan Tissler, Upload-Magazin

» weiterlesen

Wochenrückblick Nr. 42

Elke Heidenreich will es brennen sehen, Schweizer Gericht beanstandet verdeckte Recherche, ARD und ZDF beenden Tour-de-France-Liveübertragung und das Internet macht “jung und klug” – unser Rückblick auf die 42. Kalenderwoche.


In einem hinreißenden Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschwert sich Elke Heidenreich, dass Literatursendungen wie ihre eigene einen unmöglichen Sendeplatz haben: “Klar, verschiebt uns in die Nacht und sagt dann: komisch, die Quoten sind niedrig. Man sollte im übrigen Quoten endlich mal kompetent hinterfragen.” Seit Anfang des Jahres warte sie auf klare Ansagen, wann es wo mit ihrer Sendung im nächsten Jahr weitergehe. Ob es überhaupt weitergeht? Heidenreich hatte sich mit einem flammenden Appell (“Reich-Ranickis gerechter Zorn”) auf die Seite von Marcel Reich-Ranicki und seiner Kritik am Fernsehen gestellt – “nun legt mir natürlich der gekränkte Intendant des ZDF nahe, nach meiner Kritik am Sender doch besser aufzuhören. Ich denke gar nicht dran.” Entsprechend fällt die Überschrift aus: “Der Kampf fängt gerade erst an!”

» weiterlesen

Zeit-Magazin intern:
Gaschke nervt Martenstein

Wie weit kann, darf, soll die Meinungsvielfalt innerhalb einer Publikation, eines Verlags gehen? Ein konkretes Beispiel aus dem Zeit-Magazin – und ein Plädoyer.

Wir haben die Frage kürzlich behandelt, als ein Kolumnist der Sonntagsausgabe einer schweizer Boulevardzeitung sich negativ über die Tagesausgabe äusserte. Doch sie ist nach wie vor ungeklärt. Wie weit sollen / dürfen sich Publizisten innerhalb einer Publikation uneinig sein? Darf ich, soll ich hier einen Beitrag schreiben, wie wenig mir der Artikel von Klaus Jarchow zur Finanzkrise gefallen hat?

Ich bin für Meinungspluralismus, aber was ist mit der Marke, die Blick, die medienlese.com oder die Zeit-Magazin heisst? Wird sie beschädigt durch interne Meinungsverschiedenheiten? Schwierig zu sagen. Versuchen wir es mit einem Beispiel. Die Akteure: Susanne Gaschke und Harald Martenstein, Journalisten für das Zeit-Magazin.

» weiterlesen

Tamedia:
Vom Seriös- zum Boulevard-Verlag

Schleichender Wandel: Tamedia hat sich in den letzten Jahren zum führenden Schweizer Boulevard-Verlag gemausert und damit das von Ringier angebotene, weil nicht verteidigte Heft aus der Hand genommen.


Was ist das am besten gemachte schweizer Boulevard-Portal im Internet? Die Antwort lautete bis vor kurzem: 20min.ch. Doch seit einigen Monaten steht Konkurrenz aus dem eigenen Haus da. Das vorher kreuzbrave, aber mehr oder weniger seriöse Portal tagesanzeiger.ch hat sich durch den Einfluss von Newsnetz stark verändert. Wer steht hinter beiden Werken? Newsnetz-Chefredaktor Peter Wälty, kürzlich auf dem Titelbild des Schweizer Journalist und Tamedia, ein Verlag, der bisher nichts mit Boulevard am Hut zu haben schien.

Dank Wälty geht es rund in der Redaktion. Die Website rotiert ständig, der geneigte Leser kriegt den Eindruck, es werde ständig an allen Storys gleichzeitig rumgeschneidert, aktualisiert vor fünf Minuten, aktualisiert vor 36 Minuten, aktualisiert vor 57 Minuten. Doch diese laufenden Änderungen sind intransparent und sorgen beim Leser für Verwirrung: Hinter welcher Version steht nun Newsnetz? Wie kann man einen Artikel zitieren, der vielleicht schon Minuten später anders lautet?

» weiterlesen: Was auf der Strecke bleibt

Wochenrückblick Nr. 41

Pleiten und Pannen: Bild empfahl isländische Bank, Blick am Abend bekommt Zahlen durcheinander und .ch muss Hauszustellung beenden – der medienlese.com-Rückblick auf die 41. Kalenderwoche.


“In fünf, sechs Jahren haben wir Tamedia in die Knie gezwungen”, zitierte Artur Vogel, Chefredakteur des Bunds (Tamedia) und bisher bekannt unter dem Namen Artur K. Vogel, einen Ausspruch von Sacha Wigdorovits von Ende 2007. Das ging so nicht auf. Stattdessen musste Wigdorovits, bisher treibende Kraft hinter der Gratiszeitung .ch, das Projekt zusammen mit der Aufgabe des einzigartigen und enorm teuren Verteilkonzepts verlassen. Die Investoren glauben dennoch weiterhin an das Projekt. Trotz Verlust des Alleinstellungsmerkmals der Zeitung soll an “an einer ausserordentlichen Generalversammlung das Aktienkapital von 10 auf 18 Millionen Franken” erhöht werden.

Auf tagesanzeiger.ch, der Website von Tamedias Tages-Anzeiger, heißt es dazu: “Werber haben ‘.ch’ schon abgeschrieben”. Das könnte sein, muss aber doch unter dem Gesichtspunkt gelesen werden, dass Tamedia mit News und 20 Minuten der grösste Konkurrent von .ch war und ist.

» weiterlesen

Im Test:
Humanglobaler Zufall

Ein Magazin auf der etwas angestrengten Jagd nach einem Zufall, der nicht nur zufällig, sondern auch noch global und human sein soll. Wir testen den Humanglobalen Zufall.

Im Test: Ausgabe 3/2008, 22.09.2008.


» weiterlesen

Nach internem Memo:
Ringier-Mitarbeiter fürchten Newsroom

Eine Nachrichtenzentrale, sie alle zu binden: Der Ringier-Verlag richtet einen gemeinsamen Newsroom ein. Als erstes sollen die Blick-Redaktionen zusammengelegt werden. Ein internes Memo feiert das Vorhaben – doch die Mitarbeiter sind skeptisch.

Noch werden die verschiedenen Ausgaben von Ringiers Boulevard-Postille – Blick, SonntagsBlick, Blick Online und Blick am Abend – getrennt voneinander gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Redakteure, die teilweise sogar schon im selben Raum sitzen, sollen künftig gemeinsam an den Blick-Ausgaben arbeiten. Ringier plant bis Januar 2010 einen “integrierten Newsroom” einzurichten. Nach dem Blick sollen auch die Wirtschafts-Gratiszeitung Cash Daily hinzukommen – und so weiter. Die Sonntagszeitung schrieb am 28. September, künftig müsse jeder Journalist für mindestens zwei Publikationen schreiben können. Auch persoenlich.com berichtete, am 28. und am 4. September.

» weiterlesen: Das interne Memo und die Reaktion der Journalisten

Wochenrückblick Nr. 40

Hunde statt Aktien, Nahles statt Palin, Standart statt Standard und silsicheres Deutsch in unserem Rückblick auf die 40. Kalenderwoche des Jahres.

Sarah Nales und Andrea Palin. Oder so. (Bilder Keystone)
Sarah Nales und Andrea Palin. Oder so. (Bilder Keystone)

In unserer abgekupferten Serie “schlecht geklont” präsentieren wir nach Roger Köppel und Roland Nef diesmal: Andrea Nahles und Sarah Palin. Auch das ist nicht unsere Idee, wenn man diesem Flickr-Bild glauben schenken darf, stammt der grandiose Einfall die Verwechslung von der Online-Redaktion der FAZ.

Ein Mitarbeiter der vom Tamedia-Verlag diese Woche offiziell übernommenen Suchmaschine search.ch schrieb in einem Blogeintrag über die aus seiner Sicht nicht optimale Aufnahme in den Konzern: “Ich habe den Informationsanlass frustriert verlassen und bin auch nicht zum anschliessenden Apero geblieben.” Obwohl im Impressum des Blogs der Inhaber des Blogs, für alle einsehbar, zu lesen ist, schrieb der Kleinreport von einem “anonymen Blogger”. Etwas weiter oben im Text spricht der ältliche Branchendienst, der offenbar noch immer nicht das Geheimnis des Verlinkens entdeckt hat, es sei der “Name der Redaktion bekannt”. Was bleibt dem Kleinreport-Leser in Erinnerung? Anonyme Blogger mit mieser Stimmung. Nachprüfen kann er die Meldung nicht.

» weiterlesen

Neininger von news1.ch:
“Was Google macht, ist illegal”

Norbert Neininger von news1.ch hadert weiter mit Google und meint, das Angebot “Google News” sei illegal. Geld verdienen mit Google AdSense möchte er aber vielleicht trotzdem.

Neininger (Archivbild, Keystone)
Neininger (Archivbild, Keystone)
In einem Interview mit dem Media Trend Journal reden Norbert Neininger und Beat Lauber mit Christoph J. Walther über ihr für diesen Monat angekündigtes Projekt news1.ch, ein Online-Portal verschiedener schweizer Regionalverleger (mehr auf medienlese.com). Die beiden sind Präsident und Vizepräsident des Verwaltungsrats der News1 AG, ein “Geschäftsleiter / Projektleiter” wird gemäss einem am 1. Oktober verschickten Newsletter noch immer gesucht (“eine zielorientierte Persönlichkeit, die selber mit anpackt”).

Es wird im Gespräch enthüllt, dass die sagenhaft originelle Idee, das Portal News 1 zu nennen, bei einem Brainstorming dem CEO der AZ Medien Gruppe, Peter Wanner, in den Sinn kam. Heureka! Besser als eine Lösung wie “Regio News” oder so ist das aber allemal.

Mit Google steht News 1 weiterhin auf Kriegsfuss. Obwohl das Portal sowas wie eine Kopie von Google News werden soll und auch nicht ausgeschlossen wird, Geld mit Google AdSense zu verdienen (“Es ist alles möglich, was langfristig Gewinne bringt und uns nicht behindert”), ist man nicht zufrieden mit der innovativen Firma aus Mountain View, Kalifornien.

Was Norbert Neininger sagt: » weiterlesen