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	<title>netzwertig.com &#187; Ronnie Grob</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>medienlese.com: Eine vorläufige Bilanz</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/30/medienlesecom-eine-vorlaeufige-bilanz/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 09:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?</h4>
<p>“Wer soll das denn lesen?”, fragte mich die ehemalige Blogwerk-Mitarbeiterin <a href="http://shibby.kaywa.com/">Christina Schmid</a>, als ich im August 2006 die ersten Postings bei medienlese.com schrieb. Damals hatte ich keine Antwort, aber seit der angekündigten <a href="http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/">Einstellung</a> dieses Blogs und der zwischenzeitlichen <a href="http://de.betterplace.org/projects/1332">Rettung</a> der Rubrik “6 vor 9” weiss ich es wenigstens teilweise. Viele Journalisten und Medieninteressierte lesen mit. Alle durften aber nicht: ich hörte von Zeitungsredakteuren, die dazu angehalten wurden, dieses Blog nicht zu lesen &#8211; angeblich, um sich davon nicht demoralisieren zu lassen.</p>
<p>Die sogenannt alten Medien berichteten eigentlich nie über uns &#8211; aber dann, bei der Einstellungsankündigung, eine Lawine! Michael Hanfeld konzentrierte sich in seinem Nachruf mit dem Titel <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~ED7AAFB4C81BE4BA6886456B5421E32F3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">&#8220;Unter Holzfällern&#8221;</a> in der <em>Frankfurter Allgemeinen</em> auf die Beschwörung des Tods der Zeitung, den dieses Blog hauptsächlich betrieben haben soll. Für meinen Teil kann ich mich davon nur deutlich distanzieren: “<a href=" http://netzwertig.com/2008/04/10/nochmal-blogger-vs-journalisten-its-not-the-form-stupid/">It’s not the form, stupid!</a>”. Ausserdem ist Holzfäller sein keine Schande, ich bin gerne “unter Holzfällern” (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=5zey8567bcg">youtube.com, Video, 2:11 Minuten</a>).</p>
<p>Was hat sich in den drei Jahren alles getan? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert?</p>
<p><span id="more-6961"></span>Zunächst können wir konstatieren, dass es <strong>mehr und direkteren Medienjournalismus</strong> gibt. Während ich mir in den Anfangszeiten von “6 vor 9” die Links aus den Fingern saugen musste, liefert das Internet inzwischen <strong>mannigfaltige Medienkritik</strong> (ich wählte zum Schluss für “6 vor 9” nicht selten aus zwischen 15 bis 20 guten Links aus). Nicht alles, was mit Journalismus angeschrieben ist, ist Journalismus &#8211; dagegen ist vieles lesenswert, was gar nicht als Journalismus gedacht war.</p>
<p>Das <strong>Umdenken in den Köpfen</strong> hat stattgefunden. Natürlich gibt es immer noch uneinsichtige Naivlinge, die glauben, das Internet würde irgendwann wieder “weggehen” oder die glauben, dass Papier als Informationsträger irgendwie mit den darauf gedruckten Inhalten verknüpft wäre. Ein guter Teil der Journalisten hat aber inzwischen eingesehen, dass <strong>die neue Medienzentralstelle</strong> das Internet ist &#8211; und von dort aus die verschiedenen konsumierbaren Kanäle beliefert werden. Nur wenige dieser Kanäle werden durch das Internet ganz verschwinden. Sie verlieren aber an Bedeutung und einzelne, noch immer populäre Formen, so wie die der Tageszeitung beispielsweise, werden stark zurückgehen.<br />
<strong><br />
Viele Journalisten haben die Zeichen der Zeit erkannt</strong> und selbst angefangen in Blogs zu schreiben, zu twittern, Medienblogs zu lesen. Sie haben neue Formen der Recherche entdeckt, sich in die Debatten eingeschaltet, neue, andere Menschen angetroffen. In dem sie diese Schritte gewagt haben, haben sie dazugelernt und sehen die Lage nun anders als zuvor. Viele derer, die sich vom “Internet” noch vor kurzem tief beleidigt fühlten und sich <strong>allem Neuen verschlossen wie eine Auster</strong>, merken nun, dass es so lebendig, unterhaltsam und lehrreich (und so dumm, schäbig und langweilig) ist wie die Welt vor der Tür.</p>
<p>Die <strong>Angst vor der Auseinandersetzung</strong>, die besonders in der überschaubaren Medienszene der Deutschschweiz zu beobachten ist (keiner tritt dem anderen auf die Füsse, da es sich um den zukünftigen Chef handeln könnte), war nur minimal rückläufig; die Redaktionen sind noch immer gefüllt mit Ärgerschluckern, die missvergnügt ihrem eigenen Untergang zusehen, ohne etwas dagegen zu unternehmen.</p>
<p><strong>Widerspruch</strong> ist aber wichtig, sowohl in der internen Diskussion, als auch als Opposition ausserhalb des Betriebs. Zur Veranschaulichung ein Beispiel aus der Popkultur. In der Folge “<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Old_Man_and_the_Lisa">The Old Man and the Lisa</a>” der Simpsons geht Springfields Unternehmer und Milliardär <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monty_Burns">Charles Montgomery Burns</a> (“Sind nicht Sie der Mann, den alle hassen?” &#8211; “Oh nein, nein, ich bin Monty Burns!”) pleite; er muss sein Haus an einen Wrestler verkaufen und wird ins Altersheim eingeliefert. Die Stelle, als er einsieht, dass seine Führungscrew stets nur genickt, ihm nie aber die Wahrheit über seine längst nicht mehr zeitgemässen Geschäfte gesagt hat, kann symbolisch für den Alltag in vielen Verlagen und Firmen gesehen werden (<a href="http://www.wtso.net/movie/364-821">Video, ab 5:25 Minuten</a>)</p>
<blockquote><p><strong>Burns</strong>: “Ihr sagt, all mein Geld ist weg?”<br />
<strong>Manager</strong> (im Chor): “Mhm!”<br />
<strong>Burns</strong>: “Aber &#8211; ich habe doch die richtigen Schritte unternommen, oder?”<br />
<strong>Manager</strong> (durcheinander): “Oh ja!” “Genau!” “Jeder Zug war richtig!”<br />
<strong>Burns</strong> (nach einer Pause): “Jetzt sehe ich es. Ich bin umgeben von einer Bande von Ja-Sagern! Ich habe die falschen Schritte getätigt und ihr wart zu feige, mir das zu sagen! Ist es nicht so?”<br />
<strong>Manager</strong> (durcheinander): “Ja!” “Ja, sir!” “Oh ja!”</p></blockquote>
<p>Ich habe auf medienlese.com einige Texte verfasst, die deshalb unfair waren, weil sie zu wenig vertraut waren mit der Alltagssituation, in der sich viele Journalisten befinden. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass genau das nichts anderes ist als <strong>die alltägliche Situation der Medienkonsumenten</strong>. Wenn die Journalisten daran scheitern, ihre Probleme den Nutzern ihrer Produkte zu vermitteln, dann liegt das Unvermögen bei ersteren, nicht bei letzteren.</p>
<p>Die Diskussion <strong>“Journalisten vs. Blogger”</strong> ist glücklicherweise nahezu beendet, doch tatsächlich hat sie sich verlagert. Auf dem neuen Pulverfass steht <strong>“Festangestellte vs. Freie”</strong>. Der Markt der Freien, die immerhin einen schönen Namen für sich reklamieren können, wird explodieren. Nicht nur Blogger drängen auf den Markt, sondern auch viele der aus der Festanstellung gestossenen Journalisten. Leidtragende der Entwicklung sind die verbleibenden Redakteure, die noch mehr Anrufe und Mails bearbeiten werden müssen und somit (neben den zu häufigen Sitzungen) kaum noch zum Arbeiten kommen.</p>
<p>Stattgefunden hat die <strong>Professionalisierung bei den Bloggern</strong>. Don Alphonso zum Beispiel, Schlechtwetterprophet der Internetbranche, ist seit einiger Zeit für faz.net tätig, wo er ein vielbeachtetes <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/default.aspx">Blog</a> zur Lage der gehobenen Schicht schreibt. Gründungen wie die Blogwerk AG, welche mit medienlese.com leider mehr Geld verloren als verdient hat, sind auf einem sehr guten Weg, kämpfen aber gegen den <strong>Messbarkeitswahn</strong> in der Online-Werbung und die Wirtschaftskrise allgemein. Klar ist, dass die nächste Krise nur überleben wird, wer <strong>online gut aufgestellt ist und tiefe Fixkosten</strong> hat.</p>
<p>Mit dem Messbarkeitswahn einher geht die <strong>recherchearme Boulevardisierung im Internet</strong>, die vor allem bei den Online-Portalen spürbar ist. Die Auswahl der Nachrichten online wird nicht mehr nach gesellschaftlicher Relevanz getroffen, sondern nach erwarteter Resonanz. Der Kern, die Aufmachung, die Platzierung des Inhalts werden ausgewählt, <strong>weil man sich damit Aufmerksamkeit verspricht</strong>. Gibt es eine Medienvielfalt, wenn alle das veröffentlichen, was am meisten geklickt wird? Wenn alle schneller als die anderen online sein wollen, auf Kosten der gesicherten Information? Nein, und dazu verspielen sich viele Marken ihre Glaubwürdigkeit. Zuvorderst zu nennen dabei sind die mehr bzw. weniger qualitätsbewussten Boulevardportale spiegel.de und tagesanzeiger.ch, die Internetphobiker von sueddeutsche.de, die Bildergaleristen von welt.de und die Promiverwurster von rp-online.de.</p>
<p>Ein grosses Glaubwürdigkeitsproblem stellt die von einigen Werbetreibenden geforderte und geförderte <strong>Auflösung zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten</strong> dar. Jeder Verlag, jede Publikation, jeder Publizist muss sich tiefgreifende Gedanken machen, wie damit umzugehen ist. Wer die Inhalte nicht strikt von der Werbung trennt, der wird irgendwann seitens der Leser mit Ignoranz bestraft werden &#8211; was direkt in den (publizistischen) Untergang führt.</p>
<p>Medien, denen der Konsument uneingeschränkt vertrauen kann, gibt es keine mehr (wenn es denn je welche gab). Mit der Zunahme der wirtschaftlichen Zwänge wird sich diese Situation noch verschärfen. Komplett unabhängig ist nur, wer <strong>weder Beziehungen noch Geschäfte</strong> zu verlieren fürchtet. Und das sind, aus guten Gründen, wenige.</p>
<p>Der hintergründige, aufwändige Journalismus ist zurzeit <strong>im Niedergang</strong>. Doch sterben wird er nicht, da es a) einen Markt gibt für ihn und da es b) eine gesellschaftlich relevante Aufgabe ist, für die sich die Wohlstandsverwöhnten spätestens dann interessieren werden, wenn sie selbst so richtig in die Krise schlittern. <strong>Die Lichter des täglichen Zirkus</strong>, den Medien und Politik um sich selbst veranstalten, gehen erst dann aus, wenn die Medienkonsumenten den irrelevanten Zuspitzungen keine Aufmerksamkeit mehr schenken, sondern sich wieder um die Fakten kümmern (müssen).</p>
<p><strong>Finanzielle Herausforderungen</strong> dürfen wir alle erwarten. Der Kampf um letzte Staatsgelder wird sich verschärfen. Viele etablierte Marken werden verschwinden, neue Sterne werden aufsteigen. Wir werden einen Medienwandel erleben, der sich schneller ereignet und tiefer auswirkt, als es viele vermutet haben. Was wir bisher gesehen haben, ist erst der Anfang. Den Satz &#8220;<a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Chinesische_Sprichw%C3%B6rter">Mögest du in interessanten Zeiten leben</a>&#8221; wünschen Chinesen ihren Feinden. Medienmenschen werden dazu verdammt sein, ihn sich täglich gegenseitig vorzulesen.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/28/gute-seiten-blog-und-lesezirkel-fuer-magazine/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/guteseiten110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/28/gute-seiten-blog-und-lesezirkel-fuer-magazine/">Gute Seiten: Blog und Lesezirkel für Magazine</a></b><br /><font size="2">Sie nennen es Holzmedienclub: Auf "Gute Seiten" dreht sich alles um unabhängige Magazine und ihre Macher, ausgesuchte Hefte werden über eine Zinothek verliehen - und es wird gefeiert. </font><font color="#aaa">(28. April 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/27/medienkrise-fuenf-thesen-zum-umbruch/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/five110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/27/medienkrise-fuenf-thesen-zum-umbruch/">Medienkrise: Fünf Thesen zum Umbruch</a></b><br /><font size="2">Die angekündigte Schließung von medienlese.com hat eine Vielzahl von Meinungen zur Medienkrise in provoziert, die zum Teil weit auseinanderliegen. Der Versuch einer Einordnung. </font><font color="#aaa">(27. April 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/27/und-aus-schade-um-die-netten-leser/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/fasmedien110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/27/und-aus-schade-um-die-netten-leser/">Und aus: Schade um die netten Leser</a></b><br /><font size="2">Doch mit etwas Aufmerksamkeit wird die Einstellung von medienlese.com bedacht – sogar Zeitungen berichten. Denen wir übrigens nie etwas Böses wollten. </font><font color="#aaa">(27. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Newsnetz wiederholt: Facebook macht krank!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
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		<description><![CDATA[Demenz, Schlaganfälle, und Schulprobleme: Wer sich auf Tamedias Newsnetz über Facebook informiert, erfährt  Schreckliches. Das soziale Netz scheint überaus gefährlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Demenz, Schlaganfälle, und Schulprobleme: Wer sich auf Tamedias Newsnetz über Facebook informiert, erfährt Schreckliches. Das soziale Netz scheint überaus gefährlich.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/04/face450.jpg" width="450" height="200"  alt="Facebook-Gründer Zuckerberg: Im Auftrag der Pharma-Lobby? (Keystone)" /><br /><br />
Vier Texte über Facebook aus den letztem zwei Monaten, vier Horror-Geschichten: Das hinter verschiedenen Online-Auftritten der Tamedia stehende Newsnetz schreibt gerne über das Social Network <a href="http://www.facebook.com/">Facebook</a> &#8211; nicht weniger als <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/service/suche/suche.html?sort=relevanz&#038;key=Facebook&#038;date=alle">56 Beiträge</a> wurden bisher von der Redaktion dazu verfasst. Doch so richtig positiv ist kaum eine davon &#8211; oft drehen sich um <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Stalin-20-Auf-Facebook-leben-Nazis-und-Kommunisten-weiter/story/26174046">fragwürdige Gruppen</a>, <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Facebook-braucht-dringend-100-Millionen-Dollar/story/17668992">Probleme</a> mit <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Facebook-200-Millionen-Nutzer--aber-kein-Geld/story/22112707">Geld</a> oder <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Facebook-kaempft-mit-Bildproblemen/story/20338424">Technik</a>.</p>
<p>Neu zu lesen sind seit einiger Zeit Artikel, die Facebook für allerlei Auswirkungen verantwortlich machen. Krebs, Demenz, Schlaganfälle, Gefühllosigkeit, Schulprobleme &#8211; es gibt kaum etwas, an dem das Social Network nicht schuld ist:</p>
<p><span id="more-6947"></span>18.02.2009: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/story/16110490">«Facebook ist gefährlich»</a><br />
19.02.2009: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Krebs-Demenz-Schlaganfaelle-So-gefaehrlich-ist-Facebook/story/14021899">Krebs, Demenz, Schlaganfälle: So gefährlich ist Facebook</a><br />
12.04.2009: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Facebook-schadet-dem-Schulerfolg/story/12605754">Facebook schadet dem Schulerfolg</a><br />
15.04.2009: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Gehirnforscher-warnen-Facebook-macht-gefuehllos/story/31947711">Gehirnforscher warnen: Facebook macht gefühllos</a></p>
<p>Die Story über die schlechteren Schulleistungen, die Facebook angeblich verursacht, konnte <a href="http://www.andreasvongunten.com/blog/2009/4/13/facebook-bringt-schlechte-schulnoten-oder-auch-nicht.html">von Andreas Von Gunten widerlegt</a> werden &#8211; es heisst in der Studie: &#8220;Karpinski betont, dass die Resultat nicht notwendigerweise bedeuten, dass die Nutzung von Facebook zu tieferen Noten führe.&#8221;</p>
<p>Warum diese Artikel erscheinen, kann nur spekuliert werden. Ist es die Angst vor der Konkurrenz, die einem Klicks wegnimmt? Oder erwartet die mit einem Web-Seismograph ausgestattete Redaktion grosses Interesse bei den Facebook-Nutzern unter den Lesern (immerhin über <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Facebook-200-Millionen-Nutzer--aber-kein-Geld/story/22112707">1 Million in der Schweiz</a>)?</p>
<p>Wer sich in Zukunft irgendwie schlecht fühlt oder Probleme hat, der kann ja mal bei Newsnetz nachsehen, ob nicht vielleicht Facebook daran schuld ist &#8211; es gibt noch viele Studien von &#8220;renommierten Fachmagazinen&#8221;, die etwas &#8220;behaupten&#8221;, was dann vom Boulevardportal irgendwie ausgelegt werden kann.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/15/blogger-protest-facebook-schmeisst-nazis-raus/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/faceyournazi110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/15/blogger-protest-facebook-schmeisst-nazis-raus/">Blogger-Protest: Facebook schmeißt Nazis raus</a></b><br /><font size="2">Zensur bei Facebook! Beim größten Social Network der Welt treffen sich auch Nazis – eine Bloggerin sammelte Beispiele, jetzt reagiert Facebook und löscht Dreck. </font><font color="#aaa">(15. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/09/net-metrix-solider-februar-ohne-feierlaune/">Net-Metrix: Solider Februar ohne Feierlaune</a></b><br /><font size="2">tagesanzeiger.ch holt Page Impressions, 20minuten.ch verliert welche – insgesamt machten sich im Februar weniger Tage und weniger Wochenende bemerkbar. </font><font color="#aaa">(9. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/27/gewaltzone-sonderzug-no-go-areas-fuer-journalisten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/fcbasel110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/27/gewaltzone-sonderzug-no-go-areas-fuer-journalisten/">Gewaltzone Sonderzug: No-Go-Areas für Journalisten?</a></b><br /><font size="2">Ein Journalist wird von Fussballfans geschlagen und getreten – und in Kommentaren wird die Gewalt gegen neutrale Beobachter gerechtfertigt. Selber schuld? Falsch! </font><font color="#aaa">(27. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Jahr nach Gründung: AG Social Media, der Unverband</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/09/ein-jahr-nach-gruendung-ag-social-media-der-unverband/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 14:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AG Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[AGSM]]></category>
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		<category><![CDATA[Richard Joerges]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr nach Gründung zählt die Arbeitsgemeinschaft Social Media 100 feste Mitglieder. Bei der re:publica’09 haben wir mit drei Vereinsvorständen über den Stand der Dinge gesprochen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein Jahr nach Gründung zählt die Arbeitsgemeinschaft Social Media 100 feste Mitglieder. Bei der re:publica’09 haben wir mit drei Vereinsvorständen über den Stand der Dinge gesprochen.</h4>
<p>Ich treffe Benedikt Köhler, Richard Joerges und Heiko Ditges im Sonnenschein vor dem Friedrichpalast in Berlin. Sie bilden zusammen mit Maren Heltsche und Jörg Blumtritt den <a href="http://ag-sm.de/?page_id=28">Vorstand</a> der Arbeitsgemeinschaft Social Media (AGSM). Die drei beantworten mir meine Fragen gemeinsam und einander ergänzend, also ganz “social” im Sinne des Vereins.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/04/09/ein-jahr-nach-gruendung-ag-social-media-der-unverband/agsm_kohlerditgesjoerges/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/04/agsm_kohlerditgesjoerges.jpg" width="450"  alt="Drei Fünftel des Vorstands der AGSM: Benedikt Köhler, Heiko Ditges und Richard Joerges" /></a></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/04/05/re-publica-08-interview-mit-benedikt-koehler-gegen-die-page-impressions/">Wir sprachen schon vor einem Jahr</a> mit Benedikt Köhler, der damals den Verein initiierte, einen Monat später erfolgte dann die offizielle Gründung als Arbeitsgemeinschaft Social Media.</p>
<p><span id="more-6941"></span><strong>Was sind die aktuellen Ziele der AG SM?</strong></p>
<p>Wir haben drei Ziele:</p>
<p>1. Die Vermessung des Social-Media-Raums (der ganzen sozialen Medien) jenseits von Page Impressions und Visits.<br />
2. Eine Standesvertretung der Berufsgruppe der Social-Media-Schaffenden zu sein.<br />
3. Lobbyarbeit im Sinne der Social-Media-Schaffer und -Nutzer zu betreiben. Also politisch aktiv zu sein: als Beispiel könnte man die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags in Bayern anführen.</p>
<p>Die Anerkennung von Bloggern als Journalisten ist uns auch wichtig, wir planen den Zugang zu Presseausweisen, also eine Zertifizierung von journalistisch tätigen Bloggern.</p>
<p><strong>Was wurde denn bisher erreicht?</strong></p>
<p>Wir erreichten Aufmerksamkeit für das Thema Social Media &#8211; es wird jetzt breit diskutiert, auch in anderen Gremien, von anderen Lobbyisten, zum Beispiel vom BVDW (Bundesverband der digitalen Wirtschaft). Im Medium der bewegten Bilder konnten wir eine Videokonferenz mit den Spitzenvertretern im Bereich Rundfunkregulierung organisieren. Diese Sendung hätte in Zukunft, also nach den von diesen Herren vorgeschlagenen Gesetzen, ohne vorherige Einholung einer Erlaubnis gar nicht ausgestrahlt werden dürfen.</p>
<p>Zu den Messgrössen Page Impressions und Visits sind wir dran, eine Richtlinie auszuarbeiten, welche die Möglichkeit bietet, dass Insititutionen Social Media sichtbar und greifbar messen können. Bisherige Messverfahren sind ja sehr geschlossen. Wir wollen einen offenen Standard, der auch international vergleichbar ist. Zurzeit läuft eine Studie, die aufklärt, welche Kennzahlen und Messgrössen verwendet werden, um den Erfolg zu messen.</p>
<p><strong>Wie sieht es aus mit Mitgliedern?</strong></p>
<p>Wir sind trotz Vereinsstrukturen noch immer ein sehr loser Verbund, der ganz im Geiste des Web 2.0 zusammenarbeitet. Wir zählen um die 100 feste Mitglieder, über verschiedene Gruppen arbeiten aber etwa 500 weitere Personen mit.</p>
<p>Wir haben uns bewusst entschlossen, keinen hierarchischen klassischen Verband zu gründen, wir betreiben sozusagen einen Unverband.</p>
<p><strong>Was sagt ihr zur Kritik an euch? Also zum Beispiel zu <a href="http://blogbar.de/archiv/2009/02/08/pr-konferenzen-warm-up-i-was-wurde-aus-der-ag-sm/">diesem Eintrag von Don Alphonso</a>, der die Aktivitäten der AG-SM als “ein wenig Gelaber, ein paar halbsinnvolle Postings und ein paar lächerliche Schwätzereien der üblichen Verdächtigen” darstellt?</strong></p>
<p>Wir laden alle, die meinen, dass da nichts voran geht, herzlich zur Mitarbeit ein. Der Open-Source-Gedanke gilt auch in unserem Verband. Einer unserer obersten Werte ist Transparenz. Unser Wiki steht jedem offen &#8211; der Zugang dazu kann via kontakt@ag-sm.de eingefordert werden.</p>
<p>Ein Eingeschlafensein sehen wir jedenfalls nicht. Wir sind im Gegenteil sehr schnell und mit einem grossen Presseecho gestartet &#8211; andere Vereine brauchen sehr lange für solche Aktivitäten. So lange wir schneller arbeiten als die anderen, sind wir zufrieden.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/12/05/audio-im-netz-ton-fuers-internet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/12/audioimnetz110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/12/05/audio-im-netz-ton-fuers-internet/">Audio im Netz: Ton fürs Internet</a></b><br /><font size="2">Voll auf die Ohren: Vorschläge für den Einsatz von Audio im Netz. Im ersten Teil: Warum nur Jingles, wieso Interviews, bessere Podcasts und Musik nie ohne Musik. </font><font color="#aaa">(5. Dezember 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/28/journalismus-20-radio-im-internet-aber-warum/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/machtmaschine110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/28/journalismus-20-radio-im-internet-aber-warum/">Journalismus 2.0: Radio im Internet – aber warum?</a></b><br /><font size="2">Das Internet ist geduldig, alle möglichen multimedialen Inhalte lassen sich abladen. Warum nicht statt eines drögen Textes auch mal einen Audio-Clip veröffentlichen? Oder warum nicht? </font><font color="#aaa">(28. November 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/19/jens-schroeder-im-interview-ich-bin-ein-zahlenjunkie/">Jens Schröder im Interview: "Ich bin ein Zahlenjunkie"</a></b><br /><font size="2">Bin ich denn schon drin? Die deutschen Blogcharts sind umstritten, geliebt, gefürchtet. Jens Schröder im Interview über Mogelversuche, Zukunftspläne und Klickzahlen. </font><font color="#aaa">(19. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>6 zur re:publica&#8217;09: Frauen, Freaks oder Geeks</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/06/6-zur-republica09-frauen-freaks-oder-geeks/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 07:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Abschluss der re:publica'09 in den Blogs: Wenn Frauen bloggen, kein Status Quo mehr, kein Bock auf Recherche, die Vorträge als Videos online.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mevme.com/lizblog/taz-text-korrektur/"><strong>1. &#8220;taz-Text-Korrektur&#8221;</strong></a><br />
<em>(mevme.com/lizblog, Lisa Rank)</em><br />
Lisa Rank schreibt als freie Journalistin einen <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/brave-blogger/">Text zur re:publica&#8217;09</a> für die <em>taz</em>. Doch dieser wird vom Chef vom Dienst so umgeschrieben, dass er nicht mehr im Sinne der Journalistin ist. In den Kommentaren zur gebloggten Korrektur reagiert der betreffende CvD, Sebastian Heiser (Kommentar 18): &#8220;Es war nicht meine Absicht, Lisa dort eine Meinung reinzuschreiben, die nicht ihre ist. Ich habe mich daher bei ihr bereits entschuldigt.&#8221;</p>
<p><a href="http://praegnanz.de/weblog/kritik-an-der-republica-09"><strong>2. &#8220;Kritik an der re:publica ’09&#8243;</strong></a><br />
<em>(praegnanz.de/weblog, Gerrit van Aaken)</em><br />
&#8220;Meines Erachtens braucht die re:publica im nächsten Jahr ein neues Konzept, intensiveres Briefing der Vortragenden und eine gehörige Komplexitätsreduktion. Weniger parallele Veranstaltungen, mehr Fokus auf die Zukunft und bitte nicht immer die gleichen Nasen auf der Bühne. Bitte kein Status Quo mehr, auch das gehört zum Shift!&#8221;</p>
<p><a href="http://wirres.net/article/articleview/5172/1/6/"><strong>3. &#8220;dieses diffuse, pauschale rumnörgeln nervt&#8221;</strong></a><br />
<em>(wirres.net, Felix Schwenzel)</em><br />
&#8220;ein klassiker unter bloggern ist ja, den journalisten (zu recht) mangelnde recherche, oberflächlichkeit oder die falschen themen vorzuwerfen. selbst zu telefonieren, selbst nachzufragen oder selbst recherchieren, dazu hat aber auch keiner bock. blogger weisen dann gerne darauf hin, dass man ohne presseausweis ja eh nix machen könne als von anderen seiten zu zitieren. was natürlich quark ist wer o-töne haben, mit politikern reden, auf einen parteitag oder in den bundestag will, bekommt das auch so hin — wenn er will.&#8221;</p>
<p><span id="more-6938"></span><a href="http://www.zwilobit.de/?p=3225"><strong>4. &#8220;Wenn Frauen bloggen&#8221;</strong></a><br />
<em>(zwilobit.de, Jette)</em><br />
&#8220;Es gibt Ausnahmen, aber Frauen schreiben vor allem über ihren Freundeskreis und Liebeleien, darüber, wie sie ihre kleine oder große Familie wuppen und wie anstrengend und frustrierend das bisweilen ist, wenn Männer mit Vorliebe alte Klischees bedienen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.konniwinkler.de/2009/04/republica09-das-fazit/"><strong>5. &#8220;Internetkonferenz ohne Internet&#8221;</strong></a><br />
<em>(konniwinkler.de)</em><br />
&#8220;So ganz sicher bin ich mir allerdings nach diesen Tagen nicht, ob ich wirklich Ahnung vom Internet habe. Diese Konferenz hat mich etwas durcheinander gebracht. Bisher dachte ich, überdurchschnittlich viel Internet zu konsumieren und zu wissen, was ich da mache. Aber da sind Leute vor Ort gewesen, die echte Ahnung hatten. Andere wiederrum waren einfach nur Freaks oder Geeks.&#8221;</p>
<p><a href="http://make.tv/republica2009/show/18685"><strong>6. &#8220;Cory Doctorow: How to survive the Web without embracing it &#8220;</strong></a><br />
<em>(make.tv/republica2009, Video, 48:06 Minuten)</em><br />
Wer die hörenswerte Rede von Cory Doctorow verpasst hat oder wem er passagenweise doch etwas zu schnell redete, kann es ja nochmals versuchen. Andere Videobeiträge von der re:publica&#8217;09 gibt&#8217;s unter <a href="http://make.tv/republica2009">make.tv/republica2009</a>, zum Beispiel die Vorträge von <a href="http://make.tv/republica2009/show/18607">Lawrence Lessig</a>, <a href="http://make.tv/republica2009/show/18579">Peter Glaser</a> oder <a href="http://make.tv/republica2009/show/18681">Jimbo Wales</a>.</p>
<p><div class="box boxcenter">Um <strong>6 Minuten vor 9 Uhr</strong> erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien. Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.</div>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/03/6-zur-republica09-leerlauf-internetgemuese-babykotze/">6 zur re:publica'09: Leerlauf, Internetgemüse, Babykotze</a></b><br /><font size="2">Tag 2 der re:publica'09 in den Blogs: Was treibt die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege? Warum ist das Babykotze-Panel genau richtig? Wann richten die Blogger ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit? </font><font color="#aaa">(3. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/02/6-zur-republica09-klowaende-augenringe-hosentraeger/">6 zur re:publica'09: Klowände, Augenringe, Hosenträger</a></b><br /><font size="2">Der Tag 1 der re:publica'09 in den Blogs: Helden in Hosenträgern, eine internetferne Elite, Augenringe. Und immer noch: Klowände. </font><font color="#aaa">(2. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/01/republica09-tag-1-rueckschau-auf-die-showbuehne/">re:publica’09: Tag 1, Rückschau auf die Showbühne</a></b><br /><font size="2">Der erste Tag auf der re:publica’09: Basic, Pallenberg, Beckedahl und Niggemeier über den aktuellen Zustand der Blogs. Hogenkamp, Augstein, Lehnert und Passek über den Medienwandel. </font><font color="#aaa">(1. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>6 zur re:publica&#8217;09: Leerlauf, Internetgemüse, Babykotze</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/03/6-zur-republica09-leerlauf-internetgemuese-babykotze/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/04/03/6-zur-republica09-leerlauf-internetgemuese-babykotze/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 08:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
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		<description><![CDATA[Tag 2 der re:publica'09 in den Blogs: Was treibt die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege? Warum ist das Babykotze-Panel genau richtig? Wann richten die Blogger ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mevme.com/lizblog/republica-tag-2-rp09/"><strong>1. &#8220;Die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege&#8221;</strong></a><br />
<em>(mevme.com/lizblog)</em><br />
&#8220;Ich frage mich, für wen diese Veranstaltung eigentlich gemacht ist? Zum einen tummelt sich die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege in einem Kreis und schmiert sich entspannt Smalltalk auf die Tastatur, zum anderen werden in Panels und Diskussionsrunden Dinge erklärt, von denen ich dachte, die seien Grundvoraussetzungen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.&#8221;</p>
<p><a href="http://misscaro.blogspot.com/2009/04/rp09.html"><strong>2. &#8220;nett, aber ein bisschen zu wenig&#8221;</strong></a><br />
<em>(misscaro.blogspot.com)</em><br />
&#8220;bei der re:publica soll es um netzkultur gehen, nicht um weltprobleme, und deshalb ist das babykotze-panel auch genau richtig und wichtig. wo, wenn nicht hier? was aber nicht gut ist, ist der inhalt der panels. das ist alles so verdammt <em>basic</em>. und dann auch noch größtenteils verdammt schlecht vorgetragen. und immer noch so ohne jeden diskurs, jeden streit, jedes disagreement, so vollkommen ohne eier.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11473670/63369/Bloggertreff-offenbart-die-Stagnation-Linkschleudern-im-Leerlauf-INTERNET.html"><strong>3. &#8220;Linkschleudern im Leerlauf&#8221;</strong></a><br />
<em>(maerkischeallgemeine.de, Jörg Giese)</em><br />
&#8220;Ausgerechnet auf einem Treffen von und für Blogger, deren Selbstverständnis verlangt, in Online-Tagebüchern permanent über ihren Alltag zu kommunizieren, war das Web weg, leuchteten die schicken Laptops funktionslos im Saal. Zum Trost fotografierte man sich gegenseitig mit dem I-Phone.&#8221;</p>
<p><span id="more-6935"></span><a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1066749/Was_die_Blogger_zur_Re_publica_meinen.html"><strong>4. &#8220;Referenten elektronisch angeranzt&#8221;</strong></a><br />
<em>(morgenpost.de, Dirk Nolde)</em><br />
&#8220;Im Friedrichstadtpalast projiziert ein Beamer Twitter-Kommentare und SMS-Beiträge auf die Leinwand. Alles flimmert sofort, in bunte Grafik-Blasen eingesetzt, im Raum &#8211; im Rücken derer, die auf der Bühne stehen. Was das Publikum teils diebisch freut. Bei der Diskussionsrunde &#8216;Die Medienwelt im Wandel&#8217; beschwerte sich Helmut Lehnert, Leiter des Programmbereichs Film und Unterhaltung beim RBB, dass die Kommentare hinter ihm erscheinen, wo er sie gar nicht sehen kann. Reaktion auf der Twitterwall: &#8216;Heul doch.&#8217;&#8221;</p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/internet-wird-weltweit-zensiert/"><strong>5. &#8220;Internet wird weltweit zensiert&#8221;</strong></a><br />
<em>(taz.de, Ben Schwan)</em><br />
&#8220;Auf der Web-Konferenz re:publica in Berlin stellte der US-Think Tank &#8216;Freedom House&#8217; eine Untersuchung zur Online-Freiheit vor. Das Ergebnis: Das Netz ist fast überall zensiert.&#8221; (<a href="http://www.freedomhouse.org/uploads/specialreports/NetFreedom2009/FreedomOnTheNet_FullReport.pdf">Studie als pdf-file</a> auf <a href="http://freedomhouse.org">freedomhouse.org</a>)</p>
<p><a href="http://maeandertal.de/blog/?p=15"><strong>6. &#8220;Erst ein Erfahrungsbericht – dann ein Aufruf zur Rettung der Welt&#8221;</strong></a><br />
<em>(maeandertal.de/blog)</em><br />
&#8220;Es wird verflucht noch mal Zeit, dass die Akteure des Web 2.0, die Social Networker, Twitterer und vor allem die Blogger, von sich ablassen, die selbstbeschworene Macht ausüben und ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit richten! Vom Pathos hingerissen, möchte ich sagen: Nehmt die Zügel in die Hand, macht Stimmung im Land, reißt die Grenzen ein und zeigt der Politik wo der Hase läuft.&#8221;</p>
<p><div class="box boxcenter">Um <strong>6 Minuten vor 9 Uhr</strong> erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien. Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.</div>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/02/6-zur-republica09-klowaende-augenringe-hosentraeger/">6 zur re:publica'09: Klowände, Augenringe, Hosenträger</a></b><br /><font size="2">Der Tag 1 der re:publica'09 in den Blogs: Helden in Hosenträgern, eine internetferne Elite, Augenringe. Und immer noch: Klowände. </font><font color="#aaa">(2. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/01/republica09-tag-1-rueckschau-auf-die-showbuehne/">re:publica’09: Tag 1, Rückschau auf die Showbühne</a></b><br /><font size="2">Der erste Tag auf der re:publica’09: Basic, Pallenberg, Beckedahl und Niggemeier über den aktuellen Zustand der Blogs. Hogenkamp, Augstein, Lehnert und Passek über den Medienwandel. </font><font color="#aaa">(1. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/03/republica-09-tag-2-weniger-palast-mehr-scheune/">re:publica 09, Tag 2: Weniger Palast, mehr Scheune</a></b><br /><font size="2">Der Tag 2 der re:publica: Nachdenkliches von Peter Glaser, Fundiertes von Lawrence Lessig, Kontroverses zur Kulturflatrate und lauter Spaß bei der Twitterlesung. </font><font color="#aaa">(3. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>6 zur re:publica&#8217;09: Klowände, Augenringe, Hosenträger</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/02/6-zur-republica09-klowaende-augenringe-hosentraeger/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/04/02/6-zur-republica09-klowaende-augenringe-hosentraeger/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 09:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
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		<category><![CDATA[rp09]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag 1 der re:publica'09 in den Blogs: Helden in Hosenträgern, eine internetferne Elite, Augenringe. Und immer noch: Klowände.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/webwelt/article3481382/Sind-Blogs-die-Klowaende-des-Internets.html"><strong>1. &#8220;Sind Blogs die &#8216;Klowände des Internets&#8217;?&#8221;</strong></a><br />
<em>(welt.de, Michael Miersch)</em><br />
Alan Posener, Henryk M. Broder, Juliette Guttmann, Frank Schäffler und Thierry Chervel äussern sich über dieses neue Internet. Chervel: &#8220;Ich habe im Jahr 2000 bei der &#8216;Süddeutschen&#8217; gekündigt, wo man mich angeguckt hat wie ein Auto, weil sich die SZ für die beste Zeitung der Welt hält und man den Redakteursstatus als Adelsprädikat begreift.&#8221;</p>
<p><a href="http://wirres.net/article/articleview/5168/1/6/"><strong>2. &#8220;01. april 2009&#8243;</strong></a><br />
<em>(wirres.net, Felix Schwenzel)</em><br />
Der erste April mit Felix Schwenzel an der re:publica: &#8220;robert basic grüsst mich und fängt an mit mir zu reden. ich verstehe jedes wort. er ist wirklich nett. allerdings finde ich heraus, dass er gar keine getönte brille trägt, sondern seine dunklen augenringe schatten aufs brillenglas werfen. kosmars neue brille ist dagegegen getönt. &#8221;</p>
<p><a href="http://www.netzeitung.de/internet/internet/1314518.html"><strong>3. &#8220;Twitter ist nicht genug&#8221;</strong></a><br />
<em>(netzeitung.de, Maik Söhler)</em><br />
&#8220;Im Internet kann derzeit man kaum noch eine Webseite aufrufen, ohne dass einem von dort sofort allerlei Sätze übers Twittern entgegenpurzeln. Twitterer sind überall, schreiben über alles, posten Fotos und Videos, &#8216;followen&#8217; diesem und jenem und fassungslose Medien verstehen immer noch nicht, um was es dabei überhaupt geht. Aber auch sie twittern nun.&#8221;</p>
<p><span id="more-6932"></span><a href="http://carta.info/7336/shift-happens-nur-wo/"><strong>4. &#8220;Shift happens: Nur wo?&#8221;</strong></a><br />
<em>(carta.info, Matthias Schwenk)</em><br />
&#8220;Ein Vergleich zeigt, dass allein die Harvard University unter ihren Dozenten der Business School aktuell 39 Blogs auflisten kann, während das Berkman Center der Harvard Law School auf 48 Blogs kommt. Darf man da fragen, warum in den USA bald schon jeder namhafte Professor ein Blog führt, während sich bei uns die führenden wissenschaftlichen Köpfe immer noch vornehm zurückhalten?&#8221;</p>
<p><a href="http://www.dondahlmann.de/?p=177"><strong>5. &#8220;Die alte Garde&#8221;</strong></a><br />
<em>(dondahlmann.de)</em><br />
&#8220;Jakob Augstein, Inhaber und Verleger der &#8216;Freitag&#8217; zum Beispiel, der heute auf dem Panel zum Thema &#8216;Medien im Wandel&#8217; etwas schlecht gelaunt rum saß, war ein schönes Beispiel. Er stellte klar, dass es, zumindest im Moment, keine Alternative zum Print gibt. Nicht, weil die Angebote im Netz schlecht wären, sondern weil für große Teile der Politik und der Fakten-schaffenden Elite (Lobbys, Pressesprecher, Spin-Doktoren etc.) das Netz einfach nicht existent ist.&#8221;</p>
<p><a href="http://flannelapparel.blogspot.com/2009/04/helden-in-hosentragern.html"><strong>6. &#8220;helden in hosenträgern&#8221;</strong></a><br />
<em>(flannelapparel.blogspot.com)</em><br />
&#8220;Warum die mutigen Medien, die in ihrem Biotop kein Blatt vor den Mund nehmen und immer wissen, was morgen schon wieder von gestern ist, nicht den Mut besitzen, am Tag der Eröffnung zarte Pflänzchen vor das Publikum zu lassen, Gesichter, die noch kaum jemand kennt, die etwas sagen, dass noch nicht von Blogs und anderen Medien zerkaut wurde, und die mehr Grips als Eitelkeit besitzen, fragt sich vermutlich das bunt gemischte Publikum.&#8221;</p>
<p><div class="box boxcenter">Um <strong>6 Minuten vor 9 Uhr</strong> erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien. Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.</div></strong></a>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/01/republica09-tag-1-rueckschau-auf-die-showbuehne/">re:publica’09: Tag 1, Rückschau auf die Showbühne</a></b><br /><font size="2">Der erste Tag auf der re:publica’09: Basic, Pallenberg, Beckedahl und Niggemeier über den aktuellen Zustand der Blogs. Hogenkamp, Augstein, Lehnert und Passek über den Medienwandel. </font><font color="#aaa">(1. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/31/republica-09-dabei-zwischen-scheune-und-palast/">re:publica '09: Dabei zwischen Scheune und Palast</a></b><br /><font size="2">medienlese.com berichtet vom 1. bis zum 3. April live von der Konferenz "Shift happens", der re:publica'09 aus Berlin. </font><font color="#aaa">(31. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/04/wochenrueckblick-nzz-heidenreich-multikulti/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/schmidt110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/04/wochenrueckblick-nzz-heidenreich-multikulti/">Wochenrückblick: NZZ, Heidenreich, Multikulti</a></b><br /><font size="2">Bei der NZZ wird das Sparen konkret, Elke Heidenreich fehlen im Internet die Zuschauer, Radio Multikulti geht ins Netz und mehr in unserem ersten Wochenrückblick 2009. </font><font color="#aaa">(4. Januar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>re:publica’09: Tag 1, Rückschau auf die Showbühne</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 17:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica 2009]]></category>
		<category><![CDATA[republica]]></category>
		<category><![CDATA[rp09]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erste Tag auf der re:publica’09: Basic, Pallenberg, Beckedahl und Niggemeier über den aktuellen Zustand der Blogs. Hogenkamp, Augstein, Lehnert und Passek über den Medienwandel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der erste Tag auf der re:publica’09: Basic, Pallenberg, Beckedahl und Niggemeier über den aktuellen Zustand der Blogs. Hogenkamp, Augstein, Lehnert und Passek über den Medienwandel.</h4>
<p>Der erste Eindruck: Ist das gross und ernst geworden. Und cool: Der einzelne Sprecher im Schwarz der Bühne des Friedrichstadtpalasts wirkt grandios, eigentlich wartet man jeden Moment darauf, dass jemand wie Liza Minelli reinschneit. Hunderte Menschen im Rund, die in ihre Laptops tippen, was auf der Bühne passiert. Beeindruckend &#8211; wer hätte das gedacht bei der ersten re:publica vor zwei Jahren? Das sieht nicht mehr aus wie ein Bloggertreffen mit Bier, das sieht aus wie ein wichtiger Kongress.</p>
<p>Die Besucher streifen fast ernsthaft durch die Gänge, man misst sich gegenseitig mit kritischen, mit höflichen, mit freundlichen Blicken. Und guckt natürlich eifrig auf die Namensschilder, vielleicht ist es ja jemand, dessen Blog man täglich liest. Die Zeitungen sind auch vor Ort, die taz liegt auf und verkauft vor der Türe tazpresso, der Freitag ist da mit einem eigenen Stand.</p>
<p>Offenbar wird mit der Veranstaltung, die ständig an Zulauf gewinnt, ein Vakuum gefüllt. Wir fassen die Aussagen aus den zwei grossen Panels des Tages zusammen, der Diskussion über den aktuellen Zustand der Blogs und der Diskussion über den Wandel der Medienwelt:</p>
<p><span id="more-6931"></span><strong>Der Zustand der deutschen Blogosphäre</strong></p>
<p><strong>Robert Basic</strong> sieht die Internetrevolution stattfinden, doch er fragt sich, ob es so eine Welle geben kann wie 1848 oder 1968. Für ihn ist Tatsache, dass die Revolution seit 15 Jahren in Gang ist, die USA habe wohl einige Jahre Vorsprung. Er ärgert sich ziemlich, dass immer zwischen gutem und schlechtem Content unterschieden wird und glaubt, dass man auf dem deutschen Parkett &#8220;tanzen&#8221; und &#8220;Beauty sein&#8221; müsse.<br />
Schönstes Zitat:</p>
<blockquote><p>“Jeder Mensch, so wie er ist, ist wunderschön.” </p></blockquote>
<p><strong>Sascha Pallenberg</strong> war mit seinem Techblog über Netbooks in den USA derart erfolgreich, dass er seinen bisherigen Job schmiss &#8211; und so seine amerikanische Arbeitsbewilligung verlor. Twitter ist für ihn eine gute Ergänzung zu Blogs. Er verbringt 3 bis 4 Stunden täglich für den Content, einen guten Teil des Rest des Tages ist er in Social Networks aktiv. Pallenberg hatte anfangs Probleme mit der Vermarktung, mit genügend Traffic könne man aber durchaus bei den &#8220;Marketeers&#8221; landen. Und er kritisiert mit deutlichen Worten die deutsche Blogosphäre: Da werde mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet und zu oft und zu viel nachgedacht. </p>
<p><strong>Markus Beckedahl</strong> glaubt, dass man als politischer Blogger für die Werbebranche nicht relevant ist. Von den Anfragen, die reinkommen, lehne er viele ab, da sie wegen moralischer Bedenken oder schon wegen des Designs nicht ins Konzept passen.</p>
<p>O-Ton Beckedahl:</p>
<blockquote><p>“Gute Blogartikel werden dank Twitter noch schneller diskutiert.”<br />
“Blogger sollten weniger über ihr iPhone bloggen, sondern auf etwaige Missstände aufmerksam machen.”<br />
“Die wenigsten Politiker haben das Internet in ihr eigenes Leben integriert.”</p></blockquote>
<p>Für <strong>Stefan Niggemeier</strong> ist ein Blog eine Möglichkeit, a) sehr schnell zu sein, aber b) auch etwas zu schaffen, das Bestand hat und das man auch in einem Jahr noch lesen kann. Twitter-Diskussionen sind ihm zu kurzatmig, zu flüchtig. Und haben Suchtpotential: Niggemeier fürchtet, es könnte ihm zu sehr gefallen, so dass er nicht mehr aufhören könnte.</p>
<p>Zitate:</p>
<blockquote><p>“Wir brauchen keine Rechtsschutzversicherung für Blogger, wir brauchen klare Gesetze.”<br />
“Es ist erschütternd, wie wenig eigenen Content die deutsche Blogospähre produziert.”</p></blockquote>
<p><strong>Die Medienwelt im Wandel</strong></p>
<p><strong>Jakob Augstein</strong> lobt die unheimlich intelligenten Leser des &#8220;Freitag&#8221;: Es mache ihm “wahnsinnig viel Spass”, Inhalte aus den Blogs zu fischen und nach vorne zu bringen. “Freitag” sei Journalismus 2.0. Jeder solle das machen, was er am besten kann. Es gelte das Subsidiaritätsprinzip.</p>
<p>Augstein:</p>
<blockquote><p>“Ich kann mir gut vorstellen, dass vom ‘Freitag’ nur Online überlebt. Aber ich will das gar nicht. Zeitungen können Sachen, die das Netz nicht kann. Am besten macht man beides und setzt die jeweiligen Vorteile ein.”<br />
“Wir gehen am weitesten damit, die Grenzen zwischen Redaktion und Leser zu verwischen.”<br />
“Es braucht Institutionen und investigativen Journalismus. Mit Spassblogs kontrollieren sie keine Behörden.”<br />
“Politiker interessiert, wenn Heribert Prantl etwas sagt, aber nicht, wenn Don Alphonso etwas sagt.”</p></blockquote>
<p><strong>Peter Hogenkamp</strong>, Blogwerk-Chef, ist Chef von Journalisten, obwohl er BWLer ist. Für uns arbeiten etwa 60 Leute &#8211; die meisten als freie Autoren, die unterschiedlich viel schreiben. Wir bezahlen alle Autoren seit Anfang an.<br />
Zitate:</p>
<blockquote><p>
“Die Worte ‘Blog’ und ‘bloggen’ sind überschätzt, das ist nichts mehr als eine Software.”<br />
“Rückkanal ist ein toller Wert. Wenn ich einen Blödsinn veröffentliche, weiss ich, dass es in fünf Minuten Kommentare gibt, die mich berichtigen.”<br />
“Konferenzen haben enorm dadurch gewonnen, dass man den Leuten auf der Panel sagen, was man von der Diskussion hält.”<br />
“Man kann dem Netz doch nicht vorwerfen, dass Politiker nicht darin lesen.”</p></blockquote>
<p>Radiomann <strong>Helmut Lehnert</strong> glaubt, dass es sinnvoll ist, die ganze Medienvielfalt zu erhalten. Zitat:</p>
<blockquote><p>“Alles ist explodiert, jeder darf mal, man muss sich durch einen Berg Müll arbeiten, damit man auf etwas essentielles stösst.”</p></blockquote>
<p><strong>Oliver Passek</strong> glaubt, dass sich der aktuelle Medienwandel genau hier und jetzt abspiele. Die Gegensätze zwischen Bloggern und Journalisten lösen sich auf, es ist und wird eine gegenseitige Bereicherung sein. <strong>Thomas Knüwer</strong> &#8211; im Publikum &#8211; kritisiert schiesslich noch, dass Medien heute oft kein Filter mehr, sondern nur noch ein Hallraum sind. Journalisten würden sich zu wenig als Ansprechspartner der Leser zur Verfügung stellen.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/31/republica-09-dabei-zwischen-scheune-und-palast/">re:publica '09: Dabei zwischen Scheune und Palast</a></b><br /><font size="2">medienlese.com berichtet vom 1. bis zum 3. April live von der Konferenz "Shift happens", der re:publica'09 aus Berlin. </font><font color="#aaa">(31. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/12/28/jahresrueckblick-2008-januar-bis-april/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/12/2008teil1.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/12/28/jahresrueckblick-2008-januar-bis-april/">Jahresrückblick 2008: Januar bis April</a></b><br /><font size="2">Wahn in der Datenbahn, Scheiß-Privatfernsehen, Friedhof für Freie und noch viel mehr: Wir blicken zurück auf ein lesenswertes Jahr medienlese.com. </font><font color="#aaa">(28. Dezember 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/01/bankster-und-spiessgesellen-wer-ist-hier-denn-unpolitisch/">Bankster und Spießgesellen: Wer ist hier denn unpolitisch?</a></b><br /><font size="2">Allmählich gehen den Printjournalisten noch die letzten verbliebenen Maßstäbe verloren. Eine "Graswurzelverwilderung" wirft der Kollege Gregor Dotzauer im 'Tagesspiegel' anlässlich der re:publica der Online-Gemeinde vor. </font><font color="#aaa">(1. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>re:publica &#8216;09: Dabei zwischen Scheune und Palast</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/31/republica-09-dabei-zwischen-scheune-und-palast/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/31/republica-09-dabei-zwischen-scheune-und-palast/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 15:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[medienlese.com berichtet vom 1. bis zum 3. April live von der Konferenz "Shift happens", der re:publica'09 aus Berlin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>medienlese.com berichtet vom 1. bis zum 3. April live von der Konferenz &#8220;Shift happens&#8221;, der <a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica&#8217;09</a> aus Berlin.</h4>
<p>&#8220;Erst jetzt fällt uns auf, dass die re:publica sowohl in einer Scheune als auch in einem Palast stattfindet&#8221;, <a href="http://twitter.com/spreeblick/status/1399968918">twitterte</a> Johnny Häusler, einer der Veranstalter der re:publica &#8216;09, am 27. März.</p>
<p>Tatsächlich, das diesjährige Familientreffen der deutschsprachigen Onliner findet wie gewohnt in der <a href="http://www.kalkscheune.de/">Kalkscheune</a> in Berlin statt. Neu aber auch im Revuetheater <a href="http://www.friedrichstadtpalast.de/">Friedrichstadtpalast</a>, der &#8220;größten Theaterbühne der Welt&#8221;, auf der sonst &#8220;umjubelte Weltpremieren&#8221; stattfinden. Die seit Tagen <a href="http://www.re-publica.de/09/tickets/">ausverkaufte</a> Veranstaltung mit <a href="http://www.amiando.com/republica09.html?page=231811#EventGuestListPanel">um die 1000 Teilnehmern</a> und <a href="http://programm.re-publica.de/2009/index.de.html">hochkarätigen Rednern</a> verspricht spannend zu werden, wir freuen uns darauf.</p>
<p>Darum werden wir von Mittwoch bis Freitag live vom Anlass berichten, mit mehreren Leuten vor Ort.</p>
<p>Mit dabei für medienlese.com sind:</p>
<p><span id="more-6929"></span>
<ul>
<li><a href="http://netzwertig.com/author/cneumann/">Carolin Neumann</a> (<a href="http://twitter.com/CarolinN">Twitter</a>)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/author/fsteglich/">Florian Steglich</a> (<a href="http://twitter.com/fst">Twitter</a>)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/author/rgrob/">Ronnie Grob</a> (<a href="http://twitter.com/ronniegrob">Twitter</a>)</li>
</ul>
<p>Weitere Blogwerker auf der re:publica sind:</p>
<ul>
<li><a href="http://neuerdings.com/author/ddahlmann/">Don Dahlmann</a>, Redakteur neuerdings.com (<a href="http://twitter.com/DonDahlmann">Twitter</a>)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/author/mweiss/">Marcel Weiss</a>, Redakteur netzwertig.com (<a href="http://twitter.com/marcelweiss">Twitter</a>)</li>
<li><a href="http://blogwerk.com/autoren/peter-hogenkamp/">Peter Hogenkamp</a>, CEO (<a href="http://twitter.com/phogenkamp">Twitter</a>)</li>
<li><a href="https://www.xing.com/profile/Moritz_Adler">Moritz Adler</a>, Projektleiter (<a href="http://twitter.com/MoritzAdler">Twitter</a>)</li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/31/schweizer-tages-anzeiger-strehle-und-eisenhut/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/tagichefs_neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/31/schweizer-tages-anzeiger-strehle-und-eisenhut/">Schweizer Tages-Anzeiger: Strehle und Eisenhut</a></b><br /><font size="2">Res Strehle und Markus Eisenhut teilen sich die Chefredaktion des Tages-Anzeigers. </font><font color="#aaa">(31. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/financialtimes_110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/">Wieder Zeitungs-Fälschung: G20-Gegner kopieren Financial Times</a></b><br /><font size="2">Keine Zeitung ist mehr sicher: Pünktlich zum G20-Gipfel brachten heute in London Aktivisten Tausende Fälschungen der Financial Times unter die Leute. </font><font color="#aaa">(27. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/gzd-sechsmal-um-den-blog/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/fox110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/gzd-sechsmal-um-den-blog/">Sechsmal um den Blog: Neues vom Kinderspielplatz</a></b><br /><font size="2">Unbekannter Alltag, literarisch aufpoliert: In unserer regelmäßigen Blogschau auf medienlese.com stellen wir sechs Blogs vor, auf denen es einfach gute Geschichten gibt. </font><font color="#aaa">(27. März 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogcamp Switzerland 4: Zurück an der ETH</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/23/blogcamp-switzerland-4-zurueck-an-der-eth/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/23/blogcamp-switzerland-4-zurueck-an-der-eth/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 09:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
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		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als hundert Blogger trafen sich am Samstag zum vierten Schweizer Blogcamp. Ausgetauscht wurde sich über aktuelle Themen und Trends - zum Beispiel über "Social Media Newsrooms".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mehr als hundert Blogger trafen sich am Samstag zum vierten Schweizer Blogcamp. Ausgetauscht wurde sich über aktuelle Themen und Trends &#8211; zum Beispiel über &#8220;Social Media Newsrooms&#8221;.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/23/blogcamp-switzerland-4-zurueck-an-der-eth/knabbern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/knabbern450.jpg" width="450" height="200"  alt="Knabber-Area beim vierten Schweizer Blogcamp (themonnie, cc-Lizenz)" /></a><br />
Während sich die Schweizer Blogger <a href="http://netzwertig.com/2008/08/30/blogcamp-switzerland-30-alle-echt-und-mit-namen/">im Jahr zuvor im Zürcher Technopark</a> versammelten und sogar den bloggenden Minister Moritz Leuenberger für Foto-Shootings begeistern konnte, kehrte das Blogcamp Switzerland mit seiner vierten Ausgabe in die ehrwürdigen Säle der Technischen Hochschule in Zürich zurück.</p>
<p><span id="more-6918"></span>Die Twitter-Wall war kaum aufgebaut, schon passierte Schreckliches: Twitter lieferte keine neuen Updates mehr aus; und zwar ab der Vorstellungsrunde bis nach dem Mittag. Blogwerk-Gründer Peter Hogenkamp machte in seiner Begrüssungsrede darauf aufmerksam, dass sich die vierte Ausgabe des Blogcamps <a href="http://www.flickr.com/photos/hagengraf/3374808903/in/set-72157615617963475/">in der kritischen Phase des &#8220;Hype Cycle&#8221;</a> befinde &#8211; nicht ganz ernst gemeinter Ausdruck für die derzeitige Wirtschaftslage. So wurde mit der <a href="http://www.haslerstiftung.ch/">Hasler Stiftung</a> nur ein Sponsor für die Veranstaltung gefunden, das <a href="http://www.flickr.com/photos/themonnie/3372570782/in/set-72157615712440174/">Catering</a> für die 105 Teilnehmer musste sich darum auf Mineralwasser, Chips und Bier beschränken.</p>
<p>Der guten Stimmung unter den Anwesenden und den angeregten Diskussionen in den altehrwürdigen Schulbänken der ETH tat das allerdings keinen Abbruch. Über <a href="http://www.drupal.de/">drupal</a> beispielsweise diskutierte eine kleine Gruppe lange über den Zeit-Slot hinaus &#8211; typisches Barcamp-Verhalten also. Persönlich sehenswert und nachlesenswert fand ich Jürg Vollmers &#8220;<a href="http://www.krusenstern.ch/social-media-newsroom-juerg-vollmer-blogcamp-switzerland/">Der Social Media Newsroom</a>&#8220;.</p>
<p>Sieht man sich die letzten mit dem tag <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23bcch4">#bcch4</a> versehenen Tweets an, so ist das Feedback eigentlich nur positiv:</p>
<ul>
<li>Habe twittern gelernt! + Inputs für meine Diplomarbeit erhalten :) (@<a href="http://twitter.com/bisculm/statuses/1366488622">bisculm</a>)</li>
<li>war spannend und hat Spass gemacht (@<a href="http://twitter.com/riwi/statuses/1366521531">riwi</a>)</li>
<li>#bcch4 ist vorbei. Fazit: viel zu wenig Zeit. War toll :) (@<a href="http://twitter.com/ittum/statuses/1366575353">ittum</a>)</li>
<li>War wieder ein Besuch wert (@<a href="http://twitter.com/ymotux/statuses/1366255751">ymotux</a>)</li>
<li>Gelungene BlogCamp-Premiere für mich: inspirativ, kreativ, kommunikativ. (@<a href="http://twitter.com/ThomiMoll/status/1367323579">ThomiMoll</a>)</li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/21/barcamp-berlin-3-immer-noch-blogger-vs-journalisten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/bcb1101.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/21/barcamp-berlin-3-immer-noch-blogger-vs-journalisten/">Barcamp Berlin 3: Immer noch Blogger vs. Journalisten</a></b><br /><font size="2">Immer die gleiche Leier: Journalisten und Blogger im Dauerstreit. Das Thema ist sowas von durch – oder etwa doch nicht? Wir haben uns auf dem Barcamp in Berlin umgehört. </font><font color="#aaa">(21. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/21/barcamp-berlin-3-was-wichtig-im-web-ist/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/bcb110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/21/barcamp-berlin-3-was-wichtig-im-web-ist/">Barcamp Berlin 3: Was wichtig im Web ist</a></b><br /><font size="2">Wir haben uns am Barcamp Berlin nach zurzeit wichtigen Websites umgehört – seriöse Nachrichtenseiten und die Kurznachrichten-Community Twitter sind besonders beliebt. </font><font color="#aaa">(21. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/22/rueckblick-die-keystone-bilder-der-woche-4/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/kw12_110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/22/rueckblick-die-keystone-bilder-der-woche-4/">Rückblick: Die Keystone-Bilder der Woche</a></b><br /><font size="2">Ein grimmiger Fernseher, Amy Winehouse vor Gericht und ein gefährlicher Leopard: Wir blicken zurück und zeigen die besten Nachrichtenbilder der vergangenen Woche. </font><font color="#aaa">(22. März 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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<media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/knabbern110.jpg" type="" expression="sample" />
	</item>
		<item>
		<title>Mehr Style als Life: Supplements werden zu Frauenzeitschriften</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 13:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenzeitschrift]]></category>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<description><![CDATA[Style und Kochen statt Reportagen und Essays: Haben es sich die als journalistisch hochwertig bekannten Magazin-Supplements im Schoss der Luxusindustrie zu gemütlich gemacht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Style und Kochen statt Reportagen und Essays: Haben es sich die als journalistisch hochwertig bekannten Magazin-Supplements im Schoss der Luxusindustrie zu gemütlich gemacht?</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/indien-mode-delhi-fashion-week-2009/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/fashion450.jpg" width="450" height="200"  alt="Luxus-Umfeld für möglichst lukrative Werbung? (Keystone)" /></a></p>
<p>Die jeweils gegen Wochenende beiliegenden Magazine der <em>Süddeutschen Zeitung</em>, der <em>Zeit</em> oder des <em>Tages-Anzeigers</em> sind bekannt als Stätten des herausragenden Journalismus. Sie zeichnen sich aus mit Reportagen, die sich über zehn oder zwanzig Seiten erstrecken. Zu Wort kommen Menschen, denen noch nie jemand Gehör schenkte. Erzählt werden Geschichten, die einzigartig sind.</p>
<p> Seit einigen Jahren ist das nur noch teilweise so. Die wöchentlichen Zeitungsbeilagen im deutschsprachigen Raum wandeln sich zu abgehobenen Familien- und Frauenzeitschriften einer irgendwie besseren Klasse: Die Themen drehen sich vorzugsweise um Stil, Mode, Kochen, Frauen, Kinder, Reisen, Trends. Politik? Ja, aber dann nur die menschliche Seite. Gesellschaft? Ja, aber nur, wenn etwas Glamour dran ist. Wissenschaft? Das ist zu trocken, das geht nur aufgepeppt. Investigationen? Einmal alle paar Monate Wallraff reicht.</p>
<p>Wie komme ich auf diese Behauptungen? Nehmen wir doch mal die Ausgaben für das Wochenende des 14./15. März und gucken uns die Themen an.</p>
<p><span id="more-6912"></span><strong>Süddeutsche Zeitung Magazin</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/screenshot-sz-magazinsueddeutschede/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/screenshot-sz-magazinsueddeutschede.png" width="450" height="133"  alt="screenshot-sz-magazinsueddeutschede" /></a></p>
<ul>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28545">Zu schön, um Paar zu sein</a> &#8211; Jungs, die sich gerne stundenlang stylen</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28502">Hochmut kommt vor dem Phall</a> &#8211; Keine Wirtschaftskrise mit Frauen</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28513">Die Muttersucher</a> &#8211; Männer haben Torschlusspanik</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28503">Verona Pooth</a> &#8211; auch schon über 40</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28507">Mikael Persbrandt</a> &#8211; die Frauen in der Redaktion schwärmen für ihn</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28546">Passt partout</a> &#8211; die Mode des Frühlings</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28499">Nase vorn</a> &#8211; die wichtigsten Herrendüfte</li>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28508">Kurz und schnell</a> &#8211; Rezepte mit nur drei Zutaten</li>
</ul>
<p>Auf dem Heft vornedrauf steht übrigens &#8220;Ein Männerheft&#8221;. Sind Models mit Babyflaschen in der Hand nicht eher Frauenfantasien?</p>
<p><strong>Zeit Magazin Leben</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/screenshot-zeitde/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/screenshot-zeitde.png" width="450" height="126"  alt="screenshot-zeitde" /></a></p>
<ul>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Adria-12?page=all">Er hatte einen Schaum</a> &#8211; Ferran Adrià hat das Kochen neu erfunden</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Alice-Schwarzer-12?page=all">&#8220;Niemals Zwang&#8221;</a> &#8211; Alice Schwarzer zu Abtreibungen</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Gesellschaft-12">Der profane Liebhaber</a> &#8211; Boris Beckers Heiratspläne</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Siebeck-in-Washington-2-12">Siebeck</a> &#8211; Unser Kolumnist über Küchenfolklore</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Chalayan-12?page=all">&#8220;Avantgarde? Ich?&#8221;</a> &#8211; Mode in Zeiten der Krise</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Kunstmarkt-12">Just biet it!</a> &#8211; der Glitzerhandschuh von Michael Jackson</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/2009/12/Liebe-12">Aushungernde Belagerung</a> &#8211; Muss man den Hochzeitstag feiern?</li>
</ul>
<p><strong>Das Magazin</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/mehr-style-als-life-magazinbeilagen-die-neuen-frauenzeitschriften/screenshot-dasmagazinch/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/screenshot-dasmagazinch.png" width="450" height="133"  alt="screenshot-dasmagazinch" /></a></p>
<ul>
<li><a href="http://dasmagazin.ch/index.php/wie-ich-bitterfotzig-wurde/">Wie ich bitterfotzig wurde</a> &#8211; Ein Buch über das Leben als junge Mutter</li>
<li><a href="http://dasmagazin.ch/index.php/was-ist-ein-guter-vater/">Was ist ein guter Vater?</a> &#8211; viele Männer wären gerne kompetente Väter</li>
</ul>
<p>Nur zwei Beispiele beim <em>Magazin</em>? Nun, die dritte grosse Geschichte im Heft handelt von Arvo Pärt, angeblich &#8220;<a href="http://dasmagazin.ch/index.php/das-gluck-das-kommen-musste/">einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart</a>&#8220;.</p>
<p>Überhaupt nur zwei grosse Geschichten waren es in der Vorwoche. Kommen Sie uns bekannt vor? Ja:</p>
<ul>
<li><a href="http://dasmagazin.ch/index.php/gebt-das-geld-in-frauenhand/">Gebt das Geld in Frauenhand!</a> &#8211; Kein Crash mit weiblicher Finanzmacht</li>
<li><a href="http://dasmagazin.ch/index.php/was-ist-ein-guter-vater/">Picasso am Herd</a> &#8211; Ferran Adrià, fantasievollster Koch der Welt</li>
</ul>
<p>Die Magazinbeilagen stehen in der Medienkrise an der Klippe eines sehr hohen Berges. Es herrschte noch bis vor kurzem Einigkeit, dass die Autoren dieser Magazine den Olymp des Journalismus bestiegen haben, dass Geschichten in diesen Blättern zum Besten gehören, was der Journalismus zu bieten hat. Kein Wunder, muss man sagen. Wer über das Budget eines <em>Tages-Anzeiger Magazins</em> verfügt, der MUSS jede Woche ein herausragendes Heft machen.</p>
<p>Wieso ist es so gekommen? Meine Hypothese: Im verzweifelten Bemühen, keinesfalls Kosten abzubauen (also schmerzliche Entlassungen vorzunehmen), ist man den Werbekunden, die klare, wenn auch nicht unbedingt wahre Vorstellungen haben von ihrer kaufkräftigen Zielgruppe, sehr entgegen gekommen. Die Werber lassen sich offenbar nur noch begeistern, in dem man ihnen ein Umfeld von Luxus bietet &#8211; in der Krise vielleicht nicht die beste Idee. Zudem sind die Redaktionen offenbar bevölkert von jungen Familienvätern und -müttern, die ihre eigenen Angelegenheiten zum Dauerthema machen.</p>
<p>Dass diese Beilagen kommerziell unter Druck kommen würden, ist seit Jahren abzusehen. Wie sollen denn Magazine, die am Kiosk nur an einem Tag der Woche oder des Monats verfügbar sind, am Markt bestehen können? Dabei bin ich überzeugt, dass es eine grosse Nachfrage gibt für vertieften Journalismus im Magazin-Format. Ist es denn ein Zufall, dass der seit 1925 bestehende, weltweit gelesene, stark auf Politik und Hintergrund setzende <em>New Yorker</em> <a href="http://www.newyorker.com/magazine/timeline">2004 erstmals</a> die Auflage von einer Million Exemplare erreichte? Also mehrere Jahre NACH der Verbreitung des Internets?</p>
<p>Eine löbliche Ausnahme unter den deutschsprachigen Magazinbeilagen stellt das <em>NZZ Folio</em> dar. Weiterhin gut von Werbung frequentiert, liefert dieses Magazin jeden Monat herausragenden Journalismus, zuletzt über das Themengebiet &#8220;<a href="http://www.nzzfolio.ch/www/61554707-6925-4a17-854b-b42244d0559d/showbooklet/bf4d5836-18c4-48ae-bdd2-e099b1b31a8f.aspx">Entscheidungen</a>&#8220;.</p>
<p>Die Magazinbeilagen sind in der deutschsprachigen Zeitungslandschaft fast zur einzigen Anlaufstelle für extralange und tiefgründige Texte und Reportagen geworden. Es wäre schade, sie zu testosteronfeindlichen Quatschbasen im Schoss der Luxusindustrie verkommen lassen. Ich wünsche mir herausragende Texte &#8211; und mir ist es egal, ob sie von <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/author/thomas-zaugg/">Männern Anfang 20</a> oder von <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/author/margrit-sprecher/">Frauen Anfang 70</a> kommen. Hauptsache, sie kommen.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/14/oeko-lifestyle-gruene-unterhaltung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/gruen110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/14/oeko-lifestyle-gruene-unterhaltung/">Öko-Lifestyle: Gruene Unterhaltung</a></b><br /><font size="2">Wohlfühl-Heft mit grünen Themen: Das Schweizer Magazin <em>Gruen</em> setzt auf Ökologie und Ethik. Gesucht wird ein umweltbewusster Lebensstil – ohne mahnenden Zeigefinger. </font><font color="#aaa">(14. November 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/13/tamedia-vom-serioes-zum-boulevard-verlag/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/tamedia110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/13/tamedia-vom-serioes-zum-boulevard-verlag/">Tamedia: Vom Seriös- zum Boulevard-Verlag</a></b><br /><font size="2">Tamedia hat sich in den letzten Jahren zum führenden Schweizer Boulevard-Verlag gemausert und damit das von Ringier angebotene, weil nicht verteidigte Heft aus der Hand genommen. </font><font color="#aaa">(13. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/16/tyler-brule-prophezeit-entweder-primitiv-oder-supersmart/">Tyler Brûlé prophezeit: Entweder primitiv oder supersmart</a></b><br /><font size="2">Tyler Brûlé (<em>Monocle</em>) vermutet in zwanzig Jahren nur noch zwei Arten von Publikationen: Primitiver Boulevardtrash mit gigantischer Auflage und elitä­re Presse mit klugen Analysen und Meinungen. </font><font color="#aaa">(16. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hallo, Internet: Sonntag mit neuer Website</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/15/hallo-internet-sonntag-mit-neuer-website/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 18:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AZ Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Laufschrift, verstecke Links und Blogs ohne RSS: Die Schweizer Wochenzeitung <em>Sonntag</em> gibt sich auf sonntagonline.ch einen neuen Online-Auftritt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Laufschrift, verstecke Links und Blogs ohne RSS: Die Schweizer Wochenzeitung <em>Sonntag</em> gibt sich auf <a href="http://www.sonntagonline.ch">sonntagonline.ch</a> einen neuen Online-Auftritt.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/15/hallo-internet-sonntag-mit-neuer-website/sonntag/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/sonntag450.jpg" width="450" height="200"  alt="Sonntag neu im Netz: Auf ins Abenteuer (Screenshot)" /></a><br />
Kein anderer grosser Schweizer Verlag tritt online so unzeitgemäss und unübersichtlich auf wie die <a href="http://www.azmedien.ch/">AZ Medien</a> von Peter Wanner. Man hat sich längst daran gewöhnt, dass es die Titel zwar auf Papier gibt, sie online aber keinen Besuch wert sind. Dem seit 2007 erscheinenden und kürzlich von Roger Schawinski hochgelobten Sonntagsblatt <em>Sonntag</em> hätte man einen Ausweg aus der Online-Misere zugetraut. Doch dem ist leider kaum so:</p>
<p><span id="more-6904"></span>Zuerst zum Positiven. Es gibt <a href="http://www.sonntagonline.ch/index.php?show=blog">Blogs</a>, <a href="http://www.sonntagonline.ch/index.php?show=blog&#038;id=6">einen</a> von Chefredakteur Patrik Müller, <a href="http://www.sonntagonline.ch/index.php?show=blog&#038;id=9">einen</a> von &#8220;Börsenguru&#8221; Alfred Herbert. Wie man sich die Blog-URL (www.sonntagonline.ch/index.php?show=blog&#038;id=6) merken soll oder wie man das Blog abonnieren kann (ohne RSS), das bleibt wohl das Geheimnis der Programmierer.</p>
<p>Neben der vorsintflutlichen Laufschrift, die ungefähr an der wichtigsten Stelle einer Website auf einem blauen Streifen wie ein Schwimmer brav ihre Bahnen zieht, erstaunt auch sehr, dass, wer auf den Menupunkt &#8220;Menschen&#8221; klickt, auf die Website <a href="http://www.goob.ch/">goob.ch</a> weitergeleitet wird.</p>
<p>Wer sich durch das verwirrende Dickicht von Ressorts und Voransichten geklickt hat, gerät mit Glück auf eine Einzelansicht einer Story. Die könnte er nun verlinken, wenn sie denn vollständig wäre. Denn oft heisst es: &#8220;Lesen Sie das ganze Interview in der gedruckten Ausgabe oder über E-Paper!&#8221;.</p>
<table>
<tr>
<td width="52" valign="top"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/gut.png" width=""  alt="" /><br /></td>
<td><strong>Gut:</strong> Man wagt es offenbar, sich auf das Abenteuer Blogs einzulassen. <a href="http://www.sonntagonline.ch/index.php?show=kontakte">Kontaktseite</a>.</td>
</tr>
<tr>
<td width="52" valign="top"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/wenigergut.png" width=""  alt="" /><br /></td>
<td><strong>Weniger gut:</strong> Kaum (vollständige) Inhalte, kein RSS, schwer auffindbare Permalinks.</td>
</tr>
</table>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/mx3110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/">Musikportal MX3: Öffentlich-rechtliches MySpace</a></b><br /><font size="2">Radiosender der SRG SSR idée suisse betreiben ein eigenes Musikportal. Nutzer können eigene Songs hochladen, nachts läuft das Programm im echten Radio. Wir testen Mx3. </font><font color="#aaa">(24. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/07/regionalnachrichten-kein-spass-bei-saarland-aktuell/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/saarland110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/07/regionalnachrichten-kein-spass-bei-saarland-aktuell/">Regionalnachrichten: Kein Spaß bei "Saarland Aktuell"</a></b><br /><font size="2"><em>Saarbrücker Zeitung</em> und Saar TV starten eine eigene Nachrichtensendung – im Fernsehen und im Internet. Noch ist das ganze aber herzlich langweilig. </font><font color="#aaa">(7. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/20/kieler-nachrichten-willkommen-in-der-zukunft/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/knstartseite110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/20/kieler-nachrichten-willkommen-in-der-zukunft/">Kieler Nachrichten: Willkommen in der Zukunft</a></b><br /><font size="2">Neue Website für die <em>Kieler Nachrichten:</em> Kommentar-Funktion und RSS-Feeds inklusive. Was die neue Seite alles kann – und was fehlt – in unserem Kurztest. </font><font color="#aaa">(20. Oktober 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Täglich eingedampft: US-Politik in 100 Sekunden</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/04/taeglich-eingedampft-us-politik-in-100-sekunden/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/04/taeglich-eingedampft-us-politik-in-100-sekunden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 15:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Schnelldenker mit wenig Zeit: Montag bis Freitag fassen die Video-Nachrichten "The Day in 100 Seconds" des US-Blogs Talking Points Memo amerikanische Politik zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für Schnelldenker mit wenig Zeit: Montag bis Freitag fassen die Video-Nachrichten &#8220;The Day in 100 Seconds&#8221; des US-Blogs Talking Points Memo amerikanische Politik zusammen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/04/taeglich-eingedampft-us-politik-in-100-sekunden/#more-6690"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/100seconds.jpg" width="450" height="200"  alt="TPM TV: Es muss schnell gehen (Screenshot)" /><br /></a></p>
<p>Wer sich ab und zu auf YouTube Videos ansieht, die mutmasslich von Kindern und Teenagern hochgeladen wurden, dem ist bestimmt auch schon aufgefallen, dass einige Videos doppelt, gar drei mal so schnell laufen, als man es vom herkömmlichen Fernsehen gewöhnt ist. <a href="http://www.youtube.com/results?search_type=&#038;search_query=sped+up">Sped Up</a> heisst das dann, Normalsterbliche verstehen dann &#8211; zum Beispiel bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=O_R8QVFEYOE">Charlie the Unicorn Sped Up</a> &#8211; in der Regel nichts mehr.</p>
<p><span id="more-6890"></span>Doch &#8220;The Day in 100 Seconds&#8221; auf dem YouTube-Portal <a href="http://www.youtube.com/user/tpmtv">TPM TV</a> des Blogs <a href="http://www.talkingpointsmemo.com/">Talking Points Memo</a> macht das nicht. Die Videos wirken nur so schnell, weil sie sehr knapp zusammengeschnitten werden. Hier ein Beispiel vom <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sM1RRL4jJN0">27. Februar 2009</a>:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sM1RRL4jJN0&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sM1RRL4jJN0&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Die Macher von Talking Points Memo wurden von <em>Time</em> kürzlich an erster Stelle der <a href="http://www.time.com/time/specials/packages/completelist/0,29569,1879276,00.html">25 besten Blogs 2009</a> genannt. Überraschend ist, dass es der unkommentierte Zusammenschnitt schafft, sowas wie eine Storyline zu erzählen. Natürlich ist es ohne eigenen Zugang zum US-Fernsehen schwierig, zu beurteilen, wie ausgewogen das passiert. Zurück bleibt a) der Eindruck, eine Übersicht der Geschehnisse zu erhalten und b) dass doch recht viel an Gerede jeweils rausgeschnitten werden kann.</p>
<p>Eine Uhr am rechten unteren Bildrand zählt den von Zeitmangel gedrängten Zusehern die Minute und vierzig Sekunden herunter, in die jede Ausgabe zusammengefasst ist. Also perfekt für einen Arbeitsweg mit zwei U-Bahn-Stationen. Abonnieren kann man die 100 Sekunden direkt auf <a href="http://www.youtube.com/user/tpmtv">YouTube</a> oder <a href="http://feeds2.feedburner.com/TpmTv">per RSS</a>.</p>
<p>Der wochentägliche Kurzzusammenschnitt scheint mir ein grosses Potential zu haben. Wer macht das als erstes auf deutsch? <a href="http://www.blinkenlichten.com/">Blinkenlichten</a> vielleicht, anstelle von <a href="http://blinkenlichten.com/neu-toll-sixtus-vs-lobo-jetzt-mit-oeffentlich-rechtlichem-bildungsauftrag">Obst-TV</a>? Oder das <a href="http://www.ringiertv.ch/index.cfm?rub=489">Web-Center von Ringier</a>?
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/internet-fernsehen-hulu-kappt-die-kanaele/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/tvnotfound110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/internet-fernsehen-hulu-kappt-die-kanaele/">Internet-Fernsehen: Hulu kappt die Kanäle</a></b><br /><font size="2">Sendungen der amerikanischen Fernseh-Website Hulu lassen sich nicht mehr über Boxee und TV.com ansehen – die Medienkonzerne begehen Selbstmord auf Raten, findet <em>Andreas Göldi</em>. </font><font color="#aaa">(19. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/05/06/vreel-videoportal-verspricht-viel/">Vreel: Videoportal verspricht viel</a></b><br /><font size="2">Ende Februar war es vorbei mit dem Portal Stage6. Seitdem kamen und gingen etliche erfolglose Klone. Diese Woche soll mit Vreel wieder eine Alternative starten &ndash; und diesmal soll es länger was zu sehen geben. </font><font color="#aaa">(6. Mai 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/08/us-wahlkampf-im-netz-politics-at-the-speed-of-light/">US-Wahlkampf im Netz: «Politics at the speed of light»</a></b><br /><font size="2">Der US-Wahlkampf findet heute online statt: Im US-Konsulat in München erläuterten US-Vertreter und Professor Jeremy D. Meyer, Autor des Buchs «Wired Politics: Journalism and Governance», die Rolle von Blogs und Web 2.0 im Wahlkampf &ndash; und wie sie diesen verändert haben. </font><font color="#aaa">(8. April 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gewaltzone Sonderzug: No-Go-Areas für Journalisten?</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/27/gewaltzone-sonderzug-no-go-areas-fuer-journalisten/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/27/gewaltzone-sonderzug-no-go-areas-fuer-journalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 11:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Martin Büttner]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Journalist wird von Fussballfans geschlagen und getreten – und in Kommentaren wird die Gewalt gegen neutrale Beobachter gerechtfertigt. Selber schuld? Falsch!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein Journalist wird von Fussballfans geschlagen und getreten – und in Kommentaren wird die Gewalt gegen neutrale Beobachter gerechtfertigt. Selber schuld? Falsch!</h4>
<p><em>[Edit: In diesem Posting waren unhaltbare persönliche Anwürfe enthalten, für die wir uns entschuldigen möchten und die gelöscht wurden. Der Artikel und die Debatte geben uns ausserdem Anlass, einmal mehr unser Selbstverständnis als Blog und unseren Stil zu diskutieren. Peter Sennhauser]</em><a href="http://netzwertig.com/2009/02/27/gewaltzone-sonderzug-no-go-areas-fuer-journalisten/fc-basel-muttenzerkurve/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/fcbasel450.jpg" width="450" height="200"  alt="FC-Basel-Fans: Mit dem Laptop in die Muttenzerkurve? (Keystone)" /></a><br />
Am 22. Februar wurde der (übrigens oft grossartige) Reporter Jean-Martin Büttner vom <em>Tages-Anzeiger</em> von teilweise vermummten Krawallanten <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/basel/fcz-fans-schmeissen-basler-tagi-journi-aus-zug-112865">geschlagen und getreten</a>. Grund dafür, gemäss Büttner: Er erlaubte sich, in einem mit &#8220;Fans&#8221; des Fussballclubs FC Zürich gefüllten Sonderzug einen Laptop aufzuklappen. Selber schuld? Keinesfalls. Einige Kommentare dazu verurteilen die Gewalt. Doch andere sind der Überzeugung, dass damit zu rechnen war. In den Kommentaren zu der von Büttner selbst erzählten <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Ein-Faustschlag-zwei-Fusstritte-und-mehrere-Flueche/story/29043597">Story auf tagesanzeiger.ch</a> sind teilweise haarsträubende Meinungen zu lesen:</p>
<p><span id="more-6877"></span><br />
<blockquote>Pha, Journalisten haben in den Extrazügen auch nix zu suchen. Bleibt zu Hause</p></blockquote>
<p>Michael Zeiniger, 22.02.2009, 23:53 Uhr </p>
<blockquote><p>Selber schuld. Die Medien haben mit ihrer Berichterstattung immer wieder Öl ins Feuer gegossen und versucht, aus diesem Ereignis immer mehr zu machen, als es ist: nämlich ein Fussballspiel. Und noch was: schlussendlich lag man mit der Vermutung nicht so falsch, dass es sich hier um einen Journalisten handelt, als der Laptop augeklappt wurde, oder?</p></blockquote>
<p>Tibor Beregszaszy, 23.02.2009, 06:48 Uhr </p>
<blockquote><p>Journis gehören nicht in den Extrazug&#8230;das sollte er nun begriffen haben.</p></blockquote>
<p>Peter Wilder, 23.02.2009, 08:55 Uhr </p>
<blockquote><p>Was zum Geier hat den ein Journi in einem Fan-Extrazug verloren? Selber schuld!</p></blockquote>
<p>Tom Zürcher, 23.02.2009, 09:04 Uhr</p>
<blockquote><p>Die Journis sind absolut selberschuld dass Sie den goodwill der Fans nicht mehr haben. Ich erinnere ans Beispiel Bröndby wo alle von Blick bis NZZ ins gleiche Horn ruften, aber keiner dieser Schreiberlinge vor Ort anwesend war. Und überhaupt ein Journi hat wirklich nichts verloren in einem X-trazug.</p></blockquote>
<p>Franz Klammer, 23.02.2009, 10:23 Uhr </p>
<blockquote><p>Ich war im Zug und als Journalist haben Sie im Zug nichts zu suchen. Für Presseinfos können Sie sich an der Verein oder die Polizei wenden. Die wissen sowieso immer alles ganz genau!
</p></blockquote>
<p>Felix Meier, 23.02.2009, 16:07 Uhr</p>
<blockquote><p>Ich hätte noch eine Frage an Herrn Jean-Martin Büttner: Wer war ihre Mitreisende? Sah jedenfalls noch recht gut aus. Ich hoffe es war nicht ihre Tochter, denn das würde heissen, sie wären mit ihrem Nachwuchs auf Gewaltabenteuersuche gegangen. Nur so als Frage, was sollte das für ein Bericht geben, also ursprünglich? Was wenn es zu keinen Ausschreitungen gekommen wäre?</p></blockquote>
<p>Rudolf Scherz, 23.02.2009, 18:59 Uhr</p>
<p>Harte Worte, fragwürdige Worte, aber das ist Meinungsfreiheit. Freiheit ist es aber auch, sich in einen Zug zu setzen und sich Notizen zu machen. Und danach darüber zu schreiben. Wenn Journalisten irgendwelcher Bedenken wegen nicht mehr in Sonderzüge einsteigen und sich dort Notizen machen können, dann heisst das a) dass die Meinungs- und Medienfreiheit ernstlich bedroht ist und b) dass es No-Go-Areas gibt.</p>
<p>Doch nicht nur die Kommentatoren bei tagesanzeiger.ch finden es naiv, wenn sich ein Journalist erlaubt, einen mit alkoholisierten Verlierern gefüllten Sonderzug zu betreten. <em>(Edit: Hier haben wir nach ausführlicher Diskussion einen Satz gelöscht.)</em> So schreibt Blogger <a href="http://henusodeblog.blogspot.com/">Bugsierer</a> in einem <a href="http://www.klartext.ch/blog/?p=265&#038;cpage=1#comment-280">Kommentar bei klartext.ch</a>:</p>
<blockquote><p>ich will das elende verhalten dieser krawallanten nicht herunterspielen, aber mal ehrlich: ich habe mich echt gefragt, wie der gute auf die abstruse idee kommt, ausgerechnet mitten in einem fanzug seinen laptop auszupacken. da würde ich mir schon zehn meter gegen den wind sorgen um das gerät machen und mich möglichst unauffällig irgendwo hinsetzen resp. einen späteren zug nehmen. und dann auch noch als basler in einem zürcher fanzug. das finde ich schon etwas weltfremd.</p></blockquote>
<p><em>(Edit: Hier auch – und persönlich für die Provokation um Entschuldigung gebeten.)</em> Wenn es keine Journalisten mehr gibt, die den Mut besitzen, Sonderzüge zu betreten, rechtfertigen wir, dass es Teile der Gesellschaft gibt, die sich den öffentlichen Raum zu eigen machen, in dem sie anderen Einblick verwehren.</p>
<p>Mitschuldig an der Stimmung gegen die Journalisten sind aber auch die Journalisten selbst. Statt die Vorkommnisse zum Thema zu machen, drucksen sie aus falsch verstandener Scham herum, trauen sich fast nicht, diese einer freien Gesellschaft unwürdigen Vorkommnisse überhaupt zu vermelden. Diese sind und bleiben ein Skandal, umso mehr, wenn die eigenen Mitarbeiter davon betroffen sind.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/print-strategie-mit-klickibunti-in-die-bedeutungslosigkeit/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/sale110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/print-strategie-mit-klickibunti-in-die-bedeutungslosigkeit/">Print-Strategie: Mit Klickibunti in die Bedeutungslosigkeit</a></b><br /><font size="2">Die Printverlage glauben, sie handeln schlau, wenn sie Journalismus online vernachlässigen. Doch die Klickibunti-Strategie führt geradewegs in die Zerstörung ehemals stolzer Marken. </font><font color="#aaa">(17. November 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/08/net-metrix-zahlen-newsnetz-enttaeuscht-facts-stuerzt-ab/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/visits110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/08/net-metrix-zahlen-newsnetz-enttaeuscht-facts-stuerzt-ab/">NET-Metrix-Zahlen: Newsnetz enttäuscht, Facts stürzt ab</a></b><br /><font size="2">Welche Schweizer Online-Angebote werden geklickt? Die offiziellen Zahlen für den September wurden heute veröffentlicht – wir zeigen die Gewinner und Verlierer des NET-Metrix-Audits. </font><font color="#aaa">(8. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/newsnetz-gestartet-dicht-dran-am-boulevard/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/newsnetz_news.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/newsnetz-gestartet-dicht-dran-am-boulevard/">Newsnetz gestartet: Dicht dran am Boulevard</a></b><br /><font size="2">Die selben Schlagzeilen, die selben Bilder: <em>Basler Zeitung</em>, <em>Berner Zeitung</em> und <em>Tages-Anzeiger</em> haben endlich moderne Websites – und eine gemeinsame Mantelredaktion. </font><font color="#aaa">(8. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Musikportal MX3: Öffentlich-rechtliches MySpace</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 13:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Radiosender der SRG SSR idée suisse betreiben ein eigenes Musikportal. Nutzer können eigene Songs hochladen, nachts läuft das Programm im echten Radio. Wir testen Mx3.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Radiosender der SRG SSR idée suisse betreiben ein eigenes Musikportal. Nutzer können eigene Songs hochladen, nachts läuft das Programm im echten Radio. Wir testen MX3.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/mx3/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/mx3450.jpg" width="450" height="200"  alt="Schweizer Musikportal MX3: Sieg Heil?" /></a><br />
&#8220;Sieg Heil&#8221; knallt es mir immer wieder entgegen – so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich meldete mich bei <a href="http://www.mx3.ch/">Mx3.ch</a> an, startete den Player, wählte &#8220;Techno&#8221; aus und bekam das &#8220;<a href="http://www.mx3.ch/play/dj_noize_2/liveset0609">Live Set 06.09</a>&#8221; eines <a href="http://www.mx3.ch/artist/dj_noize_2">DJ Noize</a> aus der Westschweiz zu hören. Dumpfes Zeug – &#8221;Sieg Heil&#8221; inklusive. Der erste Versuch, bei dem Online-Portal der öffentlich-rechtlichen Radiosender der Schweiz interessante Musik zu hören, ging gleich daneben.</p>
<p><span id="more-6874"></span>Bei <strong><a href="http://www.mx3.ch/">MX3.ch</a></strong> steht das M für die Musik, das X für das Schweizer Kreuz und die 3 für die dritten (Jugend)programme. Es ist eine Online-Plattform der Sender DRS3, Virus, Couleur3, Rete3 und Radio Rumantsch. Das Ziel: Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit bieten, ihre Musik den fünf Radioredaktionen und dem Rest der Welt vorzustellen. Es können sich nicht nur Hörer anmelden, sondern auch Bands, Labels und Festivals.</p>
<p>Die offenbar mangelhafte Kontrolle der von den Usern hochgeladenen Dateien ist nur eines der Probleme des Portals. Es reibt sich wie viele die Sprachgrenzen überschreitenden Projekte auf an eingegangenen Kompromissen und ist darum etwas bemüht programmiert &#8211; für den Nutzer einigermassen anstrengend. Das beginnt schon bei der Anmeldung, die einen dazu zwingt, einen Kanton auszuwählen. </p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/mx3-screenshot-1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/mx3-screenshot-1.png" width="191" height="471"  alt="mx3-screenshot-1" /></a></p>
<p>Wählt man dann frohgemut aus, was man gerne hören möchte, erscheint nachträglich eine Fehlermeldung die einen darauf hinweist, man dürfe &#8220;3 Styles Maximum&#8221; auswählen.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/24/musikportal-mx3-oeffentlich-rechtliches-myspace/mx3-screenshot-2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/mx3-screenshot-2.png" width="262" height="105"  alt="mx3-screenshot-2" /></a></p>
<p>Gar kein guter Einstieg. Dennoch hat das schon seit dem 15. September 2006 bestehende Portal auch einige Sonnenseiten. Der externe Player zum Beispiel läuft auch ohne Installation von Software und ohne Anlegung eines Accounts &#8211; ob man das Popup-System mag, ist dann eine andere Frage, besser als ein auf der Website integrierter Player ist er bestimmt. Es können alle auf der Plattform verfügbaren Songs in voller Länge angehört und kostenlos heruntergeladen werden. Es gibt &#8220;Tags&#8221;. Und eine (kostenlose) <a href="http://mx3.ch/faq/mx3mobile">iPhone Applikation</a>.</p>
<p>Die Auswahl ist dafür überschaubar &#8211; nur etwas mehr als 30.000 Stücke sind derzeit verfügbar. Doch es kann sich lohnen, seine Tracks auf dem Portal zu hinterlassen. Denn jeweils am <a href="http://mx3.ch/radio/virus">Dienstagabend um 19 Uhr</a> lädt der auf 15- bis 25-jährige Hörer ausgerichtete Sender <em>Virus</em> einen Künstler oder eine Band von Mx3 für eine Stunde ins Radiostudio ein. Und das nächtliche Musikprogramm liegt gar <a href="http://virus.ch/nachts_bist_du_der_dj_bei_drs_virus/">ganz in den Händen der Hörer</a>. Die können &#8220;zwischen 22 Uhr und 6 Uhr an Wochentagen und zwischen Mitternacht und 6 Uhr an Wochenenden&#8221; selbst bestimmen, was gespielt wird.</p>
<p>Wer gerne mal nur rätoromanischen Hip Hop hören will, ist mit MX3 bestens bedient. Man klicke im Player auf Radio Rumantsch (RR) und auf HipHop &#8211; zur Auswahl stehen 21 Songs.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/gut.png" width="42" height="48"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/><strong>Gut:</strong> Bislang unbekannte Schweizer Bands haben ein Portal, um ihre Musik vorzustellen – verbunden mit der Chance, mit ihren Songs ins Radio zu kommen.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/wenigergut.png" width="42" height="48"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/><strong>Weniger gut:</strong> Neben der mangelnden Kontrolle der Inhalte die Usability. Vieles ist zu kompliziert, um intuitiv verstanden zu werden.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/12/05/audio-im-netz-ton-fuers-internet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/12/audioimnetz110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/12/05/audio-im-netz-ton-fuers-internet/">Audio im Netz: Ton fürs Internet</a></b><br /><font size="2">Voll auf die Ohren: Vorschläge für den Einsatz von Audio im Netz. Im ersten Teil: Warum nur Jingles, wieso Interviews, bessere Podcasts und Musik nie ohne Musik. </font><font color="#aaa">(5. Dezember 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/swiss-music-awards-musikblogger-berichten-live/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/78s110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/swiss-music-awards-musikblogger-berichten-live/">Swiss Music Awards: Musikblogger berichten live</a></b><br /><font size="2">Indie gegen Majors: ProSieben und 20 Minuten könnten live von den Swiss Music Awards berichten – stattdessen überlassen sie die Bühne den Musikbloggern von 78s. </font><font color="#aaa">(19. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/deerlucy110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/">Web-Serien: Ein paar Minuten Lucy, Piet und Jim</a></b><br /><font size="2">Ob "Deer Lucy" auf bild.de, die StudiVZ-Soap "Pietshow" oder das ambitionierte ProSieben-Projekt "Check it out": Wir sehen nach den Web-Serien. </font><font color="#aaa">(17. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Überdrehte Horror-News: Vermeldet und vergessen?</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/14/ueberdrehte-horror-nachricht-vermeldet-und-vergessen/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/14/ueberdrehte-horror-nachricht-vermeldet-und-vergessen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 14:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berichtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine unbestätigte Meldung geht um die Welt, wenige Tage später stellt sich das Gegenteil heraus. Wie gehen Online-Medien mit ihren reißerischen Falschmeldungen um?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine unbestätigte Meldung geht um die Welt, wenige Tage später stellt sich das Gegenteil heraus. Wie gehen Online-Medien mit ihren reißerischen Falschmeldungen um?</h4>
<p>Die Medienschweiz wird zurzeit von einer tragischen Geschichte heimgesucht. Eine Frau wurde mit Schnittverletzungen an einem Bahnhof aufgefunden, wie sich später herausstellt, ist sie entgegen ihrer Angaben jedoch nicht schwanger und hat sich die Verletzungen womöglich selber zugefügt. Viele Online-Medien haben die Horror-Geschichte längst verbreitet – wie gehen sie nun mit den neuen Erkenntnissen um? Die <em>NZZ</em> schreibt im Artikel mit dem Untertitel &#8220;<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/selbstverletzung_steht_im_vordergrund_1.1995971.html">Wende bei angeblich rassistisch motivierter Gewalt an Brasilianerin</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p>Von mehreren brasilianischen Zeitungen und in der Folge in erschreckendem Ausmass auch von Schweizer Online-Medien wurde der Fall zunächst weitgehend unreflektiert als fremdenfeindlicher Gewaltakt von Neonazis an einer Ausländerin rapportiert.</p></blockquote>
<p>So muss man das sagen. Tagesanzeiger.ch schrieb am 11. Februar 2009:</p>
<p><span id="more-6858"></span><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/tagesanzeiger.jpg" width="450" height="157"  alt="tagesanzeiger.ch am 11. Februar 2009 (Screenshot)" /><br /></p>
<p>Nach den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen sieht es so aus, dass &#8220;sich die Frau die Schnittverletzungen selber beigebracht&#8221; und &#8220;dass die Frau zum Tatzeitpunkt nicht, wie von ihr angegeben, schwanger war&#8221;. Also: Keine Schwangerschaft. Kein Angriff von Neonazis.</p>
<p>Die Story ist inzwischen nicht mehr in dieser Form auf tagesanzeiger.ch aufzufinden. Doch in anderen Medien, die die Geschichte &#8220;verwertet&#8221; haben, sehr wohl.</p>
<p><!--more-->Bei <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article3194263/Schwangere-Brasilianerin-von-Neonazis-gequaelt.html">Welt Online</a>, dem Online-Angebot einer überregionalen deutschen Zeitung:</p>
<p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/article3194263/Schwangere-Brasilianerin-von-Neonazis-gequaelt.html"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/welt.jpg" width="450" height="68"  alt="Welt Online am 14. Februar 2009 (Screenshot)" /><br /></a></p>
<p>Bei <a href="http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F317688.html">orf.at</a>, dem Onlineangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich:</p>
<p><a href="http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F317688.html"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/orf.jpg" width="450" height="126"  alt="" /><br /></a></p>
<p>Bei <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Neonazis-in-Verdacht-Brutaler-Angriff-auf-Schwangere/473656.html">Financial Times Deutschland</a>:</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Neonazis-in-Verdacht-Brutaler-Angriff-auf-Schwangere/473656.html"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/ftd.jpg" width="450" height="93"  alt="" /><br /></a></p>
<p>Bei <a href="http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/brutale-neonazi-attacke-auf-schwangere-brasilianerin/cn/news-20090212-11022296">Vorarlberg Online</a>, dem Onlineangebot der <em>Vorarlberger Nachrichten</em> (<a href="http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/polizei-in-zuerich-verletzte-brasilianerin-war-nicht-schwanger/cn/news-20090213-04211002">2. Artikel dazu</a>):</p>
<p><a href="http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/brutale-neonazi-attacke-auf-schwangere-brasilianerin/cn/news-20090212-11022296"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/vo.jpg" width="450" height="37"  alt="vol.at am 14. Februar 2009 (Screenshot)" /><br /></a></p>
<p>Bei <a href="http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&#038;rub=100004704&#038;arub=100211481&#038;orub=100211474&#038;osrub=100211481&#038;Artikel_ID=102037614">AZ Online</a>, dem Onlineangebot der <em>Aargauer Zeitung</em> (<a href="http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&#038;rub=100004704&#038;arub=100211481&#038;orub=100211474&#038;osrub=100211481&#038;Artikel_ID=102038354">2. Artikel dazu</a>):<br />
<a href="http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&#038;rub=100004704&#038;arub=100211481&#038;orub=100211474&#038;osrub=100211481&#038;Artikel_ID=102037614"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/azonline.jpg" width="450" height="113"  alt="azonline.ch am 14. Februar 2009 (Screenshot)" /><br /></a></p>
<p>Auch englischsprachige Medien übernehmen die Meldung.</p>
<p>So die <a href="http://www.latimes.com/news/nationworld/world/europe/la-fg-swiss-attack13-2009feb13,0,3230851.story?track=rss"><em>Los Angeles Times</em></a>:</p>
<p><a href="http://www.latimes.com/news/nationworld/world/europe/la-fg-swiss-attack13-2009feb13,0,3230851.story?track=rss"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/latimes.jpg" width="450" height="193"  alt="" /><br /></a></p>
<p>Oder der englische <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/southamerica/brazil/4607409/Pregnant-Brazilian-attacked-with-knife-by-neo-Nazis-in-Switzerland.html">Telegraph</a> (<a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/southamerica/brazil/4614052/Pregnant-Brazilian-woman-made-up-knife-attack-by-neo-Nazis.html">2. Artikel dazu</a>):<br />
<a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/southamerica/brazil/4607409/Pregnant-Brazilian-attacked-with-knife-by-neo-Nazis-in-Switzerland.html"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/telegraph.jpg" width="450" height="249"  alt="" /><br /></a></p>
<p>Wie gehen die Portale mit ihren Fehlern um? Einige korrigieren sich bisher gar nicht (welt.de, ftd.de, orf.at, latimes.com). Andere schreiben einen zweiten Artikel, der sozusagen das Gegenteil des ersten behauptet (telegraph.co.uk, vol.at, azonline.ch). Und eine dritte Gruppe schreibt die Artikel so um, dass das einmal vermeldete nicht mehr wiederzuerkennen ist (tagesanzeiger.ch). </p>
<p>Korrekt ist es, den Ursprungsartikel unverändert zu belassen. Sich auf den ersten Blick erkennbar, also zum Beispiel in der Nähe des Titels, bei den Lesern zu entschuldigen und einen Link auf einen zweiten Artikel zu setzen, in dem, was zur Fehlberichterstattung geführt hat, erklärt wird. Natürlich erwartet der Leser auch eine Aufklärung darüber, was wirklich passiert ist, also eine genaue Schilderung der aktuellen Lage.</p>
<p>Tagesanzeiger.ch schreibt einen Artikel nach dem anderen zum Thema. <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Die-Tragoedie-der-O-Futter-fuer-die-BorderlineGesellschaft/story/14784507">Im derzeit neusten</a> werden die eigenen Unzulänglichkeiten auf die Gesellschaft im Allgemeinen und das sich selbst verletzende Opfer im Speziellen übertragen:</p>
<blockquote><p>Der Fall der Paula O. ist ein Lehrstück über Medienmanipulation und zeigt das immense Interesse unserer Gesellschaft nach Borderline-Persönlichkeiten.</p></blockquote>
<p>Die Geschichte zeige, &#8220;wie bereitwillig Mediengesellschaften sich manipulieren lassen&#8221;. Dass tagesanzeiger.ch sich selbst manipulieren liess, wird verschwiegen. </p>
<p>Die Aufzählung ist mit Sicherheit unvollständig, wie man sich in der Presseschau <a href="http://www.bernerzeitung.ch/panorama/vermischtes/Presseschau-Neonaziberfall-geht-um-die-Welt/story/18739526">«Neonazi-Überfall» geht um die Welt</a> bei bernerzeitung.ch überzeugen kann.</p>
<p>Wen auch immer die ersten Informationen über den Fall erreichten, musste misstrauisch werden. Die Zürcher Polizei beispielsweise informierte zu Beginn nur zögerlich, sie wollte zuerst die Details abklären. Doch gewisse Medien scheinen dazu zu neigen, Gerüchte und Aussagen einzelner ohne Kontrolle zu feststehenden Wahrheiten zu verarbeiten. Und diese dann voneinander ungeprüft abzuschreiben. Wurde nicht stets befürchtet, das sei die grosse Gefahr bei Bloggern? Es sind die etablierten Medien, die so handeln.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/molterer110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/">Wahl in Österreich: Der Kampf der Kronen-Zeitung</a></b><br /><font size="2">Neuer Nationalrat in Österreich gewählt: Die <em>Kronen-Zeitung</em> hat ordentlich Stimmung für ihren Favoriten gemacht – journalistisch sauber war das nicht. </font><font color="#aaa">(1. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/20/quo-vadis-nach-schund-oder-nach-qualitaet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/monocle_neueste.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/20/quo-vadis-nach-schund-oder-nach-qualitaet/">Quo vadis: Richtung Schund oder Qualität?</a></b><br /><font size="2">"Qualität muss man sich leisten können" - die Medienlandschaft ist auf dem besten Weg, sich endgültig zu einer Zweiklassengesellschaft zu entwickeln. </font><font color="#aaa">(20. September 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/04/springer-verlag-komplette-umstellung-auf-apple/">Springer-Verlag: Komplette Umstellung auf Apple</a></b><br /><font size="2">Die Axel Springer AG schliesst sich der digitalen Bohème an und verwendet per sofort nur noch Apple-Geräte. Springer wird somit nach eigenen Angaben zum grössten Apple-Firmenkunden in Europa und zum zweitgrössten nach Google weltweit. </font><font color="#aaa">(4. Juli 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schweizer Medien: Boulevard-Zirkus um Satireseite</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/06/schweizer-medien-boulevard-zirkus-um-satireseite/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/06/schweizer-medien-boulevard-zirkus-um-satireseite/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 10:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[20minuten]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Deutscher macht eine satirische Website und lässt damit die politische Schweiz tanzen. Mit dabei sind Tamedias Online-Portale – das Fernsehen kapituliert vor der "Kampfzone Internet".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein Deutscher macht eine satirische Website und lässt damit die politische Schweiz tanzen. Mit dabei sind Tamedias Online-Portale – das Fernsehen kapituliert vor der &#8220;Kampfzone Internet&#8221;.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/06/schweizer-medien-boulevard-zirkus-um-satireseite/blick/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/satire450.jpg" width="450" height="200"  alt="20 Minuten, Blick, Tages-Anzeiger: Der reinste Zirkus" /></a><br />
Wenn es in der Deutschschweiz online um Boulevard geht, dann hat Tamedia schon längst das Heft in der Hand. Tagesanzeiger.ch und 20min.ch bauschen täglich irgendwelche irrelevanten Storys gross auf &#8211; und handeln damit so, wie es kürzlich noch bei Bloggern kritisiert wurde.</p>
<p><span id="more-6846"></span>Ein regelrechter Zirkus aufgebaut wurde um die Website <a href="http://www.come-to-switzerland.com">www.come-to-switzerland.com</a>, über die letzte Woche auf 20min.ch zuerst <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/freizuegigkeit/story/12725620">ein Bericht</a> erschien. Die Website sprach HartzIV-Empfänger an, die sich zu überrissenen Honoraren beraten hätten lassen sollen, wie sie den lukrativen Sozialstaat Schweiz am besten ausnützen können. Zum dürftigem Inhalt dazu wurden viele Google-Ads angezeigt &#8211; inzwischen wird auch zu <a href="http://www.come-to-switzerland.com/?Die_ganze_Wahrheit:Wer_steht_hinter_dieser_Webseite%3F">Spenden</a> aufgerufen. </p>
<p>Darauf wurden <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/freizuegigkeit/story/28965058">&#8220;Indizien&#8221; gesammelt</a> und offenbar reichte es, dass der Betreiber der Website, Markus Gäthke, mal mit dem Nationalrat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_Reimann">Lukas Reimann</a> zusammengearbeitet hatte, um letzteren zu verdächtigen, er habe ihm den Auftrag zu come-to-switzerland.com gegeben.</p>
<p>Reimann dementierte, Gäthke klärt nun den Fall mit einem Text und einem Video auf der Website. Die simple Antwort: Es ist Satire.</p>
<p>Im vorgelesenen Text zeigt sich Gäthke bestürzt über die Schweizer Medien, denn der Zirkus um die satirische Website hatte viele Folgen, die auch Gäthke bedauert:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LHmg7SXX0ZY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LHmg7SXX0ZY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<blockquote><p>Daß aber Bundesämter in der Schweiz oder das Staatssekretariat für Wirtschaft sich berufen fühlen würden, sich öffentlich zu der Seite in den Medien zu äußern, damit habe ich natürlich nicht gerechnet.</p>
<p>Das sich nahezu die gesamte Schweizer Presse wie ein Schwarm hungriger Geier  auf diese an sich harmlose kleine Website stürzen würde und die Angelegenheit zu einem schweizweiten Politikum aufblasen würde, auch damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet.</p>
<p>Besonders bedenklich hierbei, wie sich Gegner und Befürworter im Vorfeld der Abstimmung wegen einer Seite mit der – dies sei hier nochmals ausdrücklich erwähnt – weder die einen noch die anderen zu tun haben, mit Schlamm bewerfen und das ganze sogar darin gipfelt, daß sich Wirtschaftsverbände als Befürworter der Personenfreizügigkeitsausdehnung offenbar dazu hinreißen haben lassen, zeitgleich zu Journalistenberichten ganzseitige Zeitungsanzeigen zu publizieren und die Gegner der Personenfreizügigkeit dem noch gleichziehen.</p>
<p>Daß schlußendlich das Fernsehen sich noch mit der Sache befaßt hat, ist dann wohl kaum noch zu toppen. Es ist jedenfalls einzig und allein das fragwürdige Verdienst der Medien, diesen Sturm im Wasserglas entfesselt zu haben &#8211; ich habe dazu nichts beigetragen.</p></blockquote>
<p>Das Fernsehen? Ja, das Schweizer Fernsehen, das ehemals glanzvolle <a href="http://www.sf.tv/sf1/rundschau/index.php?docid=20090204">Politmagazin &#8220;Rundschau&#8221;</a> berichtet unter Einsatz von mehreren Reportern über die &#8220;Kampfzone Internet&#8221;, in der jeder zu Wort kommt, &#8220;ohne lästige Journalistenfragen&#8221;, was natürlich in der Regel &#8220;kaum jemand&#8221; interessiert. Der Schlusssatz der Sendung: &#8220;Wer Opfer und wer Täter ist, lässt sich im Dickicht des World Wide Web kaum eruieren. Typisch für die unberechenbare Kampfzone Internet.&#8221; Eine journalistische Kapitulation eines mit Gebühren finanzierten Politikformats.</p>
<p><object width="378" height="273"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/e20ed2c5-ac10-4b4c-9542-3d83b4c9102b&#038;live=false"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="noscale" /><embed src="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/e20ed2c5-ac10-4b4c-9542-3d83b4c9102b&#038;live=false" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="378" height="273" scale="noscale" allowFullScreen="true" salign="lt"></embed></object></p>
<p>Wer will, kann auch nochmals etwas <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Eine-unserioese-Website-beeinflusst-die-Politik/story/18746128">Aufregung bei Iwan Städler</a>, dem Ressortleiter Schweiz des <em>Tages-Anzeigers</em>, nachlesen. Oder <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/online-abstimmungskampf_treibt_neue_blueten_1.1893395.html">bei nn. von der <em>NZZ</em></a>.</p>
<p>Urs Rellstab, Leiter Kommunikation des Schweizer Wirtschaftsverbands Economiesuisse sah in der Folge der Satire bereits &#8220;<a href="http://www.bilaterale.ch/de/aktuelles/blog/blog-post/2009/02/04/empoerung-ueber-moegliche-abstimmungsluege/">eine neue Dimension der Manipulation der Stimmbürger</a>&#8220;.</p>
<p>Die Wähler, die am Wochenende über die <a href="http://www.personenfreizuegigkeit.admin.ch/fza/de/home.html">Vorlage zur Personenfreizügigkeit</a> abzustimmen haben, werden vom Satiriker Gäthke beruhigt:</p>
<blockquote><p>Wenn Sie Bürger der Schweiz sind: Bitte treffen Sie Ihre Wahlentscheidung, ohne sich von dem wahnwitzigen Medienzirkus um diese Internetseite beeinflussen oder verwirren zu lassen, treffen Sie die Wahlentscheidung, die Sie für richtig halten und lassen Sie sich dabei durch nichts irre machen.</p>
<p>Ich bin weder von Abstimmungsbefürwortern noch von Abstimmungsgegnern mit der Erstellung dieser Website beauftragt worden. Es stecken auch keine wie auch immer gearteten politischen Gruppierungen aus Deutschland dahinter. </p></blockquote>
<p>Als &#8220;Fazit der &#8216;Studie&#8217;, die wohl Mediengeschichte geschrieben haben dürfte&#8221;, sieht er, &#8220;daß es in der Schweiz wesentlich einfacher ist, Medienaufmerksamkeit zu erregen als in der Bundesrepublik Deutschland.&#8221;
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/01/05/tages-anzeiger-vs-schweizer-fernsehen/">Tages-Anzeiger vs. Schweizer Fernsehen</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(5. Januar 2007)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/12/17/es-schneit-medieneinfalt-mit-wetterbanalitaeten-2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/12/schneechaos1101.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/12/17/es-schneit-medieneinfalt-mit-wetterbanalitaeten-2/">Es schneit: Medieneinfalt mit Wetterbanalitäten</a></b><br /><font size="2">Skandal! Sensation! Un-glaub-lich: Es schneit! Nie dagewesenes Wetterphänomen schockiert Schweizer Medien. medienlese.com bibbert und friert im Internet. </font><font color="#aaa">(17. Dezember 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/12/01/zusammenarbeit-tages-bund-berner-bund/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/12/bund110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/12/01/zusammenarbeit-tages-bund-berner-bund/">Zusammenarbeit: Tages-Bund? Berner-Bund?</a></b><br /><font size="2">Entweder <em>Berner Zeitung</em> oder <em>Tages-Anzeiger</em>: Mit einer der beiden Redaktionen soll die Schweizer Tageszeitung <em>Der Bund</em> kooperieren – es fehlt die wirtschaftliche Perspektive. </font><font color="#aaa">(1. Dezember 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie sich ein hochbezahlter Redakteur durch den Alltag mogelt</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/05/wie-ich-mich-als-hochbezahlter-redakteur-durch-den-alltag-mogel/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 05:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsbild]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder ein anonymer Brief – aber diesmal schreibt ein Festangestellter. Sein Alltag in der Redaktion: Kaffee schlürfen, beschäftigt tun, Raucherpausen und aufs Gehalt warten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schon wieder ein anonymer Brief – aber diesmal schreibt ein Festangestellter. Sein Alltag in der Redaktion: Kaffee schlürfen, beschäftigt tun, Raucherpausen und aufs Gehalt warten.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/05/wie-ich-mich-als-hochbezahlter-redakteur-durch-den-alltag-mogel/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/lazy450.jpg" width="450" height="200"  alt="Powernapping im Büro (cc-Lizenz, slworking)" /><br /></a><br />
Wie sieht es eigentlich in einer Zeitungsredaktion in Deutschland aus? Alle unmotiviert und arrogant? Gar drogenabhängig? Sicher nicht. Aber einige Redaktionsmitglieder gibt es schon, die schon seit Jahren, seit Jahrzehnten in den Redaktionen rumfläzen oder rumlungern und im besten Fall die Kollegen nicht von der Arbeit abhalten. Sie sind da, weil sie von Rechts wegen nicht so leicht gekündigt werden können. Man kriegt sie nicht weg, weil es ein Unternehmen viel Geld kostet, sich von einem Journalisten, der 15 oder 20 Jahre im Unternehmen verbracht hat, zu trennen.</p>
<p><span id="more-6844"></span>Wird die Geschäftsleitung mit dem Problem konfrontiert, gibt sie zu, dass die Vorwürfe sehr krass seien und an Arbeitsverweigerung grenzen. Aber: &#8220;Solange die nichts klauen oder jemanden ermorden, reicht das alles nicht.&#8221; Verständlicherweise verspürt kaum jemand in der Führungsetage grosse Lust, als soziales Arschloch gebrandmarkt zu werden und einem jahrelangen Gerichtsprozess entgegenzusehen. Also wartet man, bis sie reif sind für die Rente. Wenn es gar nicht mehr geht in der Redaktion, so landen sie auf dem Abschiebebahnhof, einer Abteilung, die nicht mehr ist als ein Beschäftigungsprogramm. Die taz hat diese Abteilungen hinsichtlich Springer kürzlich ein Totenschiff genannt.</p>
<p><div class="box boxright" style="width: 33%"><strong>Debatte auf medienlese.com</strong></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/01/offener-brief-vom-neid-auf-die-festangestellten/">Vom Neid auf die Festangestellten</a><br />
Anonym wurde uns ein offener Brief geschickt. Darin beschreibt offenbar ein freier Journalist seine berufliche und finanzielle Situation. Er gibt zu: Auf die angestellten Kollegen ist er neidisch.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/">Vom Glück eines freien Journalisten</a><br />
Die Freiberuflichkeit hat viele Vorteile – findet Don Dahlmann und hat gute Argumente gegen eine Festanstellung. Außerdem gibt’s fünf Tipps für angehende freie Journalisten.</div>Sucht die Redaktionsleitung das Gespräch mit denen, die schon lange kaum mehr im Blatt vertreten sind, sondern wenigen anderen in der Redaktion einen Grossteil der anfallenden Arbeit überlassen, so sind diese meist uneinsichtig, um nicht zu sagen: &#8220;völlig überrascht&#8221; und &#8220;entsetzt&#8221; über die Anschuldigungen. Die Vorwürfe, sie wären faul, sie würden sich nicht engagieren, sie hätten keine eigenen Ideen oder Themenvorschläge, sie würden nicht rausgehen und welche suchen, sie wären wie Beamte, die gemütlich ihren Bürojob verwalten und spätnachmittags schon nervös auf die Uhr schauen, etc., kontern sie mit einem: &#8220;Iiiiiiiiich doch nicht!&#8221;</p>
<p>Die Beschreibung einiger dieser Fälle haben wir zugespielt gekriegt, von einem Leitenden Redakteur einer Zeitungsredaktion irgendwo in Norddeutschland. Wir veröffentlichen die Einsendung unredigiert.</p>
<blockquote><p><strong>Arbeitszeit</strong></p>
<p>10 bis 19 Uhr. Heißt bei manchem: 10.15 Uhr kommen, bis 10.20 Uhr Jacke aufhängen und Tasche auspacken, den Kollegen zuwinken, Kaffee oder Tee holen, am Tisch frühstücken (dafür war zu Hause schließlich keine Zeit, Redaktionsbeginn ist ja schon früh um 10!) und dabei gemütlich Zeitung lesen. Da wird&#8217;s doch locker schon mal 11 Uhr, ehe man endlich dazu kommt, den Bildschirm anzuschalten &#8211; und eventuell auch das Hirn.</p>
<p>Ab 17 Uhr wird recht oft Zigarettenpause gemacht, auch der Gang zur Toilette findet jetzt öfter statt, ab 18 Uhr wird aufgeräumt, Lampe und Computer vorsorglich schon mal ausgeschaltet („ich will dem Verlag ja nur Strom sparen!&#8221;). Um 18.59 Uhr steht man an der Redaktionstür.</p>
<p><strong>Rauchpausen</strong></p>
<p>Zum Beispiel im Raucherzimmer. Mindestens eine, eher zwei pro Stunde – in netter Runde. Es finden sich immer Leidensgenossen, die nicht wissen, was sie heute machen sollen.</p>
<p>Jede Pause dauert 10 Minuten. Ist die Zigarette aus, wird aber noch weitergequatscht und gelacht. Werden die eifrigen Redakteure angesprochen, heißt es: „Wir überlegen uns gerade tolle Themen.&#8221; Die Rauchpause &#8211; beliebter Treff aller Müßiggänger, die dabei über die kaputte Waschmaschine oder das TV-Programm vom Vorabend plauschen. Ehe sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und erfreut feststellen: „Oh, gleich ist ja Mittag….&#8221;</p>
<p><strong>Engagement</strong></p>
<p>Siehe Arbeitszeit. Siehe Rauchpausen.</p>
<p>Und da wäre noch das Pflegen einer gewissen Souveränität. Heißt: Beine auf dem Tisch, Kaffee schlürfen, ab und zu Blick auf den Computer oder den laufenden Fernseher werfen, Moorhühner abschießen oder leise mit der Ehefrau am Telefon das kommende (freie) Wochenende besprechen. Auf die aktuellen Geschehnisse angesprochen, die diesen Redakteur gerade eigentlich unter Hochstrom setzen sollten, lautet die beruhigende Antwort zum Beispiel: „Alles im Griff, die E-Mail von der Pressestelle ist unterwegs.&#8221; Bedeutet: Gemütliches Warten auf das Zufliegen von Informationen. Rausfahren? Vor Ort recherchieren? Ach iwo! Es regnet doch. Und es reicht, wenn der „Knipser&#8221; (Fotograf) rausrödelt und Bilder mitbringt. Und natürlich auch ein paar Infos, logisch. Die faule Nuss soll auch mal was tun! Und dann kommt ja auch noch die versprochene E-Mail von Behörde X oder Y. Wobei die zumeist nicht sehr inhaltsreich sind und dazu noch um 15.58 Uhr abgeschickt wurden, also quasi zum Feierabend des jeweiligen Pressesprechers. Nachfragen bei ihm, um die nötigen Details zu erfahren – keine Chance, der Ruf verhallt. Wenn es dann für den eigenen Text arg eng wird, schauen wir halt, was die Agenturen noch so schreiben, vielleicht lassen sich da noch 2 oder 3 Facts rausfischen.</p>
<p>Beliebt ist auch das Argument: „Muss ich da rausfahren? Das ist soooo weit weg, dann bin ich erst in 3 oder 4 Stunden wieder in der Redaktion und falle solange aus…&#8221; Also: Der Griff zum Telefon und die Geschichte mit ein paar Fragen aus dem bequemen Redaktionssessel „recherchiert&#8221;. Spätere Nachfragen der Vorgesetzten ob des detail-schwachen Textes, wie z.B. der Mann ausgesehen habe oder der Haus, werden mit Achselzucken beantwortet: „Weiß ich doch nicht, ich hab doch nur telefoniert…&#8221;</p>
<p><strong>Kann da nicht der Praktikant rausfahren?</strong></p>
<p>Es regnet. Oder schneit. Es ist kalt. Oder stürmisch. Oder auch heiss. Das Thema, das einem der Chef aufs Auge gedrückt hat, gefällt überhaupt nicht. Es nervt. Es bedeutet viel Arbeit und Ungemach. Man muss mit Leuten vor Ort sprechen. Womöglich Leuten, die nichts sagen wollen. Kurzum: es droht eine lästige Recherche, die – Achtung: Höchststrafe! – einem vielleicht sogar den 19-Uhr-Feierabend vermasselt. Wie schön, wenn dann ein junger, hungriger Praktikant in der Redaktion sitzt und nach Arbeit lechzt. Motto: „Kann der junge Mann nicht diese Story machen? Ist doch ne tolle Chance für ihn, mal Reporter zu spielen und Erfahrungen zu sammeln. Dafür ist er ja schließlich hier!&#8221;</p>
<p>Beliebte und bequeme Info-Abhol-Theken sind die Cafeterien von Landtag, Rathaus oder Landgericht. Hier z.B. entstehen ganze Prozessberichterstattungen – zwischen Redakteur und irgendeinem beteiligten Juristen zum Beispiel. Bei Kaffee und Kuchen oder Frikadelle und Cola. Der Jurist plappert, der Journalist schreibt mit. Das Verfahren am Landgericht begann schon um 9 – welch eine hässliche Zeit für einen Journalisten. Außerdem hatte es morgens geregnet. Da fahr ich doch lieber erst um 11 oder 12 hin, treffe mich mit Staatsanwalt, Verteidiger oder Gerichts-Pressesprecher (man kennt sich, zuweilen duzt man sich auch) in der Kantine und lass mir die Facts in den Block erzählen. „Allerherzlichsten Dank&#8221;, heißt es dann. „Ihren Kaffee zahl natürlich ich.&#8221; Besonders mediengeile Herrschaften werden tags drauf gebauchpinselt, in dem man sie mit dem Abdruck ihres Namens und eines Zitates belohnt. So wäscht eine Hand die andere. Nur: beim Ereignis, das in der Zeitung für Zehntausende nachzulesen ist, dabei gewesen ist der Autor der Zeilen nicht&#8230;</p>
<p><strong>Sofa-Journalisten</strong></p>
<p>Überflüssig, zu erwähnen, daß besagte Spezies des &#8220;Sofa-Journalisten&#8221; sehr oft am &#8220;2-Tage-Schnupfenvirus&#8221; erkrankt und ausfällt, recht häufig sein Auto in der Werkstatt hat (&#8220;sorry, ich kann leider nicht zu der Geschichte rausfahren&#8221;) und nicht selten &#8211; da natürlich Betriebsratsmitglied &#8211; Sitzung hat und für Stunden ins Off verschwindet.</p>
<p>Abendtermine, z.B. Konzerte, Theater, Diskussionen, Interviews bei erst spät erreichbaren Berufstätigen &#8211; kann er gar nicht wahrnehmen, da er vielen Verpflichtungen nachkommen muß: Kegelabend, Klassentreffen, Volleyball-Training.<br />
Droht feierabend-zerstörendes Ungemach, ist plötzlich daheim mal wieder das Wasserrohr gebrochen. Oder die monatliche Mieterversammlung ruft. Hauptsache, man kommt um die Recherche-Arbeit herum&#8230;</p>
<p>O-Ton einer seit vielen Jahren in einer Hamburger Redaktion arbeitenden Sekretärin:<br />
&#8220;Wenn ich sehe, was die Damen und Herren Redakteure leisten und was sie verdienen, wird mir schlecht. Da sind stinkend faule Drückeberger dabei, die zum Kaffeetrinken, Zeitunglesen und Surfen hierhin kommen und das dreifache meines Gehaltes kriegen &#8211; und sich dabei noch was feixen. Eine Chefreporterin (!!), die bei einer Betriebsfeier mal ganz gut gebechert hatte und sich mir offenbarte, meinte u.a.: &#8216;Weißt du, mich interessieren in diesem Job nur 2 Dinge: dass ich mich für diesen Verlag nicht kaputtmache und dass am Monatsersten das Gehalt auf meinem Konto ist.&#8217;&#8221;</p>
<p>Klasse, ne?</p></blockquote>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/frei110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/">Offene Antwort: Vom Glück eines freien Journalisten</a></b><br /><font size="2">Die Freiberuflichkeit hat viele Vorteile – findet <em>Don Dahlmann</em> und hat gute Argumente gegen eine Festanstellung. Außerdem gibt's fünf Tipps für angehende freie Journalisten. </font><font color="#aaa">(3. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/28/journalistenphrasen-eine-einfuehrung/">Journalistenphrasen - Eine Einführung</a></b><br /><font size="2">Die verklausulierten Phrasen der Journaille kennen wir zwar alle. Aber niemand weiss, warum die Journalisten sie noch immer gebrauchen. Eine Übersetzungshilfe. </font><font color="#aaa">(28. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/27/journalisten-einfach-nicht-literaturfaehig/">Journalisten: Einfach nicht literaturfähig?</a></b><br /><font size="2">Lügen, nichts als Lügen: In der Literatur sind Journalisten all zu oft versoffene Draufgänger ohne jeglichen Anstand. Berufsehre? Nie gehört. Wo bleiben nur die Heldenfiguren? Ein kleiner Streifzug durch die Schattenwelt der fiktiven Schreiber. </font><font color="#aaa">(27. März 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Am Kiosk: brand eins über Public Relations</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 15:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lernen vom PR-Berater der Maddie-Eltern: Die aktuelle <em>brand eins</em> beschäftigt sich mit Kommunikation und PR. Inklusive einer Anleitung, wie man endlich diese Blogger versteht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Lernen vom PR-Berater der Maddie-Eltern: Die aktuelle <em>brand eins</em> beschäftigt sich mit Kommunikation und Public Relations. Inklusive einer Anleitung, wie man endlich diese Blogger versteht.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/brandeins.jpg" width="147" height="194"  alt="brand eins" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Das monatliche Wirtschaftsmagazin <a href="http://netzwertig.com/tag/brand-eins/"><em>brand eins</em></a> aus Hamburg fällt auf durch den stolzen Einzelverkaufspreis von 7,60 Euro – dafür kriegt man jedes Mal  herausragenden Journalismus geboten. Die 148-seitige Februar-Ausgabe kümmert sich um ein Thema, dass auch medienlese.com-Leser interessieren könnte: Kommunikation und PR.</p>
<p>Sehr lesenswert ist das Interview mit dem PR-Mann der Eltern der vermissten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verschwinden_von_Madeleine_McCann">Madeleine McCann</a>, Clarence Mitchell. Der ehemalige Journalist gibt im Vorabdruck aus dem im Februar erscheinenden Buch  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938258470?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3938258470">&#8220;Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung&#8221; (Affiliate-Link)</a>  Auskunft über seine Zeit als Berater der McCanns. Eine Tätigkeit, die sich überraschenderweise zum Geschäftsmodell entwickelte, denn er berät derzeit &#8220;drei andere Familien in ähnlich tragischen Situationen&#8221;. Sehr nachdenklich stimmen seine Worte über die zur wilden Meute mutierten Boulevardmedien, die nach einer Klage gezwungen waren, sich auf der Titelseite zu entschuldigen und Schadenersatz in der Höhe von 550.000 Pfund zu zahlen:</p>
<p><span id="more-6841"></span>&#8220;Wenn montags eine Schmutzkampagne in einer portugiesischen Zeitung lief, wurde die am Dienstag von britischen Blättern reproduziert. Und mittwochs hiess es dann in Portugal: Der renommierte <em>Daily Express</em> hat unsere Geschichte bestätigt, es muss also etwas dran sein.&#8221;</p>
<p>Für Blogger (und für alle, die Blogger verstehen möchten) interessant ist &#8220;Skandal in Echtzeit&#8221; ab Seite 76, in der Steffan Heuer dem Fall Motrin nachgeht, in der sich eine Werbekampagne für Schmerzmittel durch Proteste in Blogs und bei Twitter zum Fiasko entwickelt (Twitter -> <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23motrinmoms">#motrinmoms</a>). Hier das im Artikel erwähnte, eine Welle auslösende und schon 86.000 mal angesehene Protestvideo.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LhR-y1N6R8Q&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LhR-y1N6R8Q&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Die im Artikel gegebenen Tipps, wie man mit Blogs und Tweets umgeht, sind beachtenswert. So wird geraten, Glaubwürdigkeit im Voraus aufzubauen, das Webgeschehen rund um die Uhr zu verfolgen und &#8220;schnell&#8221; zu reagieren. Was heisst denn &#8220;schnell&#8221;? &#8220;Schnell&#8221; heisst, auf Tweets innerhalb von 15 Minuten zu antworten. Und das immer als Einzelperson.</p>
<p><div class="box boxright" style="width: 33%"><strong>Alles online:</strong> Seit 2004 ist das Archiv der <a href="http://www.brandeins.de"><em>brand eins</em></a> kostenlos zugänglich.</div>Aufschluss über die anderen Themen im Heft gibt das <a href="http://www.brandeins.de/home/inhalte.asp?MenuID=8&#038;MagID=110">Inhaltsverzeichnis</a>. Die meisten Texte sind online noch nicht verfügbar. Man wird mit ihnen am 27. Februar rechnen können, wenn das nächste Heft erscheint.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/04/der-gurkenlaster-in-der-tagesshow-satire-und-ernsthafter-journalismus/">Der Gurkenlaster in der Tagesshow: Satire und 'ernsthafter' Journalismus</a></b><br /><font size="2">Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? <em>Brand Eins</em> über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen. </font><font color="#aaa">(4. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/25/berufsbild-presseverschweiger/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/zwanziger110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/25/berufsbild-presseverschweiger/">Berufsbild: Presseverschweiger</a></b><br /><font size="2">Eigentlich sollen sie mit der Presse sprechen – eigentlich, denn immer öfter verweigern sich die Ansprechpartner: Ein Besuch auf Deutschlands Pressebaustellen. </font><font color="#aaa">(25. November 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/20/sprachkritik-wortpollen-aus-stilblueten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/wolfgangboernsen110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/20/sprachkritik-wortpollen-aus-stilblueten/">Sprachkritik: Wortpollen aus Stilblüten</a></b><br /><font size="2">CDU und CSU sprechen sich für die Nationale Initiative Printmedien aus – mit einem Sprachwust aus Blähsätzen und Politiker-Phrasen, der hier gebührend gewürdigt werden soll. </font><font color="#aaa">(20. November 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jagd nach Page Impressions: Die zehn Klick-Garanten</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 17:47:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sex, Promis, Nazis: Wie kriegt man Online-Leser zum Klicken? In Zeiten, in denen die Zahl der Page Impressions die Werbeeinkünfte bestimmt,  überlebensnotwendiges Wissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Sex, Promis, Nazis: Wie kriegt man Online-Leser zum Klicken? In Zeiten, in denen die Zahl der Page Impressions die Werbeeinkünfte bestimmt, überlebensnotwendiges Wissen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/#more-6203"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/zehn450.jpg" width="450" height="300"  alt="" /><br /></a><br />
Wir müssen uns klar werden, dass sehr viele Online-Portale längst nicht mehr nach journalistischer Relevanz angeordnet werden, sondern nach tatsächlichen oder vermuteten Klicks. Auch unsere Angebote können sich dem wirtschaftlichen Gebot der Masse der Page Impressions kaum widersetzen. Was &#8220;gut geklickt&#8221; wird, also &#8220;läuft&#8221;, wird von vielen Portalen gerne mal anders, also prominenter platziert, schliesslich will es der User ja so.</p>
<p><span id="more-6836"></span>Hinter der seit Jahren zu beobachtenden Entwicklung stehen die Werbekunden, von denen sehr viele ihre Aufträge denen vergeben, die am meisten Klicks aufweisen. Die Jagd danach hat längst abenteuerliche und oft nur noch am Rande journalistische Auswüchse erzeugt, so zum Beispiel sinnfreie Bildergalerien.</p>
<p>Page Impressions sind einer der Faktoren, die grundlegend dafür sind, wie wir zurzeit im Internet Nachrichten geliefert kriegen. Wir präsentieren deshalb zehn Arten, wie die Leser zum Klicken forciert werden (können) – die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenwert">Nachrichtenwert-Faktoren</a> im Zeitalter des Internets:</p>
<div style="background-color: #eee;"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/sex/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/sex200.jpg" width="200" height="200"  alt="(Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Sex</strong><br />
Die Ausnützung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Libido">Libido</a> ist die einfachste und beste Strategie. Wer schon mal ausgewertet hat, mit welchen Suchbegriffen seine Website aufgefunden wird, weiss, dass die sexuellen Teile der veröffentlichten Texte besonders oft nachgefragt werden. Es reicht, ganz wie der Lehrer vor der kichernden Schulklasse, unfreiwillig doppeldeutig zu sein. Natürlich kann es auch freiwillig eindeutig sein.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://netzwertig.com/2007/05/03/prominente-brueste/">Prominente Brüste</a>, medienlese.com, 3. Mai 2007</div>
<hr style="clear: both;">
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/norway-nobel-peace-prize-concert/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/promis200.jpg" width="200" height="200"  alt="Scarlett Johansson (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Promis</strong></p>
<p>Wie kommt es, dass die TV-Zuschauer ihren Samstagabend mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bin_ein_Star_%E2%80%93_Holt_mich_hier_raus!">C-Promis</a> verbringen müssen? Oder dass die Leser regelmässig mit Details über eine künftige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paris_Hilton">Hotelerbin</a> versorgt werden? Natürlich, weil sie das brennend interessiert. Das zeigen schliesslich die Einschaltquoten und die Klicks.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/527/456197/text/">Sandy Meyer-Wölden und Luca Toni &#8211; Heimliche Liebschaft?</a>, sueddeutsche.de, 27. Januar 2009 (<a href="http://www.rp-online.de/public/article/gesellschaft/leute/666292/Daran-ist-absolut-gar-nichts-dran.html">Gerücht dementiert</a> am Tag darauf)</p>
<hr style="clear: both;">
<div style="background-color: #eee;"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/deutschland-1-mai-kundgebung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/nazis200.jpg" width="200" height="200"  alt="Neonazi-Aufmarsch (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Nazis</strong><br />
Wenn Figur A das Verhalten oder Vorgehen von Figur B mit den Nazis vergleicht, dann sind die Storys sofort da, meist mit den Attributen &#8220;Eklat&#8221; oder &#8220;Skandal&#8221; versehen &#8211; ein fast todsicherer Weg zu einer grossen, wenn auch fragwürdigen Medienpräsenz. Mit langer Tradition, wie diese lange <a href="http://www.coffeeandtv.de/2008/02/02/nazi-selber/">Liste bei Coffee &#038; TV</a> zeigt.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/263/422024/text/">Streit zwischen Mixa und Roth &#8211; &#8220;Durchgeknallt&#8221; gegen &#8220;faschistoid&#8221;</a>, sueddeutsche.de, 20. Oktober 2007</div>
<hr style="clear: both;">
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/tiraden/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/tiraden200.jpg" width="200" height="200"  alt="(Erik J. Gustafson, cc-Lizenz)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Tiraden</strong><br />
Wenn jemand am Stammtisch mit der Faust auf den Tisch haut und laut rumgrölt, dann gucken alle. Das geht auch im Internet, viele meinen gar den Erfolg einiger Blogger in der Fähigkeit zur gelungenen Tirade zu sehen. Doch ärgern geht auch nüchtern. Und institutionalsiert.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/topthemen/schupelius-kolumne/schupelius-kolumne.html">Mein Ärger&#8230; Der gerechte Zorn von Gunnar Schupelius</a>, bz-berlin.de, täglich neu</p>
<hr style="clear: both;">
<div style="background-color: #eee;"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/breaking/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/breaking200.jpg" width="200" height="200"  alt="(s.e.janc, cc-Lizenz)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Breaking News</strong><br />
Wer News zuerst hat oder zuerst bringt, ist stets im Klickvorteil. Darum gehen manchmal auch schon Storys online, die noch gar nicht ausgereift sind. Will der Leser einfach mal erfahren, dass etwas passiert ist oder will er die Story erst lesen, wenn sie gesichert ist? Darüber kann man diskutieren. Idealerweise ist die Story schnell online und dazu richtig.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604069,00.html">+++ EILMELDUNG +++ Bahn überprüfte heimlich 173.000 Mitarbeiter</a>, spiegel.de, 28. Januar 2009</div>
<hr style="clear: both;">
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/teaser/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/teaser200.jpg" width="200" height="200"  alt="(Screenshot Blick Online)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Teaser</strong><br />
Die Technik, Banalitäten verschlüsselt oder mysteriös anzukündigen, ist auf Online-Portalen weit verbreitet. Man zählt auf das schlechte Erinnerungsvermögen des Lesers und hofft darauf, dass er das schön verpackte Geschenk immer wieder aufknüpft, nur um zu sehen, dass gar nichts drin ist. Oder nur Werbung.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.blick.ch/lifestyle/liebe/friendscout24">One-Night-Stand als Lösung für Singles?</a>, blick.ch, 28. Januar 2009</p>
<hr style="clear: both;">
<div style="background-color: #eee;"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/monster/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/monster200.jpg" width="200" height="200"  alt="(massdistraction, cc-Lizenz)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Monster</strong><br />
Menschen und Tiere, die offensichtlich von der Norm abweichen, wurden früher im Zirkus präsentiert. Heute befriedigen die Online-Portale diese offenbar nicht zu stillende Schaulust. </p>
<p><a href="http://www.blick.ch/news/tierwelt/baby-girl-aus-5-pfoten-mach-3-81767">&#8220;Baby Girl&#8221; mit fünf Pfoten</a>, blick.ch, 28. Januar 2008</div>
<hr style="clear: both;">
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/spain-soccer-la-liga/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/sport200.jpg" width="200" height="200"  alt="Robbens Traumtor (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Sport</strong></p>
<p>20min.ch praktiziert das schon lange, und ich klicke jedes Mal. Irgendein Fussballer hat irgendwo auf der Welt ein aussergewöhnliches Tor geschossen und irgendein User hat es gefilmt und irgendwo auf ein Videoportal gestellt.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.20min.ch/sport/fussball/story/13520445">Robben eröffnet 2009 mit Traumtor</a>, 20min.ch, 5. Januar 2009</p>
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<div style="background-color: #eee;"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/grauen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/grauen200.jpg" width="200" height="200"  alt="(b3ni, CC-Lizenz)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Grauen</strong></p>
<p>Früher erzählte man einander ungeheuerliche Geschichten und gruselte sich dabei. Manchmal kam ein Jahrmarkt in die Stadt. Heute liest man die unglaublichsten Schocker-Geschichten täglich und in aller Ausführlichkeit auf den Online-Portalen.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.blick.ch/news/ausland/ein-zwoelf-zentimeter-langer-schnitt-von-ohr-zu-ohr-110675">Angehörige der Krippen-Opfer: &#8220;Er schnitt von Ohr zu Ohr&#8221;</a>, blick.ch, 27. Januar 2009</div>
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<p><a href="http://netzwertig.com/2009/01/30/jagd-nach-page-impressions-die-zehn-klick-garanten/deu-lotto-fernsehen-copperfield/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/para200.jpg" width="200" height="200"  alt="Copperfield (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><strong style="font-size:44px; line-height: 50px;">Spökes</strong></p>
<p>Ufo-Sichtungen, spontane Heilungen, Wunder im speziellen und allgemeinen, spektakuläre Funde und selbsternannte &#8220;Experten&#8221; wie Erich von Däniken finden immer wieder ihre Leser. Paranormales lockt die Leser – auch auf Online-Portalen von Zeitungen, die sich angeblich dem Qualitätsjournalismus verschrieben haben.</p>
<p>Beispiel: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Video-zeigt-Ufo-kurz-nach-Barack-Obamas-Rede/story/16100679">Ufo kurz nach Barack Obamas Rede</a>, tagesanzeiger.ch, 25. Januar 2009
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/26/online-journalismus-so-much-work-for-so-little-reward/">Online-Journalismus: "So much work for so little reward"</a></b><br /><font size="2">Viel Arbeit für einen Text &ndash; und die Leser klicken lieber auf die Fotostrecke mit hübschen Athleten: Ausgerechnet Nick Denton, Vorreiter des Klick-Journalismus, jammert darüber. </font><font color="#aaa">(26. Juli 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/05/re-publica-08-interview-mit-benedikt-koehler-gegen-die-page-impressions/">Re:publica 08, Interview mit Benedikt Köhler: Gegen die Page Impressions</a></b><br /><font size="2">Während der re:publica 08 wurde die "<a href="http://www.mediagnosis.de/">Arbeitsgemeinschaft Social Media Forschung</a>" gegründet. Der Mitgründer Benedikt Köhler möchte Blogger und Wissenschaftler dazu bewegen, ein Messsystem jenseits der Page Impressions aufzubauen. Denn diese führen nur zu noch mehr Bildergalerien und zerhackten Artikeln. </font><font color="#aaa">(5. April 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/saviano2110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/">Savianos “Gomorrha” (4): Die anderen Journalisten</a></b><br /><font size="2">Mit "Gomorrha" legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis. </font><font color="#aaa">(29. Januar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Savianos “Gomorrha” (4): Die anderen Journalisten</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 14:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Extras]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[Roberto Saviano]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit "Gomorrha" legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit &#8220;Gomorrha&#8221; legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/saviano2450.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/saviano2450.jpg" width=""  alt="Gegen die Mafia: Roberto Saviano (Keystone)" /></a></p>
<p>Kann man Saviano alles glauben? Es ist doch nur eine einzige Quelle, eine einzige Sichtweise. Eigentlich müsste es zehn, zwanzig, hundert Journalisten geben, die die italienische Camorra beobachten und sich so in ihren Wahrnehmungen widersprechen könnten. Doch die gibt es nicht, und wieso es die nicht gibt, ist leicht zu erklären mit der Art, wie Roberto Saviano nach seinen Recherchen und Publikationen zu leben hat.</p>
<p><span id="more-6835"></span>Die Daten des halbjährlichen Berichts der italienischen Antimafia-Einheit, der “<a href="http://www.interno.it/dip_ps/dia/index.htm">Direzione Investigativa Antimafia</a>”, sprechen immerhin dafür, dass das Buch mit den Zahlen der Mordopfer beispielsweise keineswegs übertreibt und dass sie leider auch nicht merklich zurückgegangen sind.</p>
<p><a href="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/mafiamorde-in-der-region-kampanien.png"><img src="http://blog.ronniegrob.com/wp-content/uploads/mafiamorde-in-der-region-kampanien.png" width="500" height="319"  alt="" /></a><br />
<small>Mafiamorde in der Region <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kampanien">Kampanien</a>, Seite 176 aus dem Halbjahrbericht 2008 (<a href="http://www.interno.it/dip_ps/dia/semestrali/sem/2008/1sem2008.pdf ">pdf-Datei, 65.1 MB</a>)</small></p>
<p>Unbedingt lesen sollte man das Gespräch zwischen Saviano und Fiona Ehlers auf reporterforum.de (<a href="http://www.reporter-forum.de/fileadmin/pdf/Making_Of/Saviano.pdf">pdf-Datei</a>). Dort gibt er einen Einblick in seine Motivation, seine Arbeitsweise und in die Zustände in der italienischen Presselandschaft:</p>
<blockquote><p>In italienischen Redaktionen funktioniert das so – wer ein schlechter Journalist ist, wer seine Texte zu spät abgibt oder Termine verpennt, wird auf die Camorra, die kalabresische Ndrangheta oder die sizilianische Mafia angesetzt. Das organisierte Verbrechen gilt bei uns als eine Art Strafe, wer darüber berichtet, kann seine Karriere vergessen, riskiert angezeigt zu werden und in Prozessen zu versauern. Das hat mich, als ich noch Lokaljournalist war, ungeheuer geärgert. Denn eigentlich müsste es umgekehrt sein: Die Mafia müsste eine Art Auszeichnung sein, nur die Besten unter uns, die Spürnasen und die Schönschreiber, sollten darauf angesetzt werden.</p></blockquote>
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(Affiliate-Links)</div>Die Methoden der anderen Journalisten werden im Buch zwischen den Seiten 148 und 151 so treffend dargestellt, dass ich diese Passage ungekürzt zitieren möchte (sie ist allgemeingültig für viele andere Ereignisse, nicht nur Italien):</p>
<blockquote><p>Einige Wochen später tauchen die Journalisten auf. Von überall her, plötzlich war die Camorra wieder lebendig in einer Gegend, von der man geglaubt hatte, es gebe nur noch Banden und Taschendiebe. Secondigliano stand innerhalb weniger Stunden im Mittelpunkt des Interesses. Sonderkorrespondenten, Fotoreporter der wichtigsten Agenturen, sogar ein Team der BBC war dauerhaft vor Ort, Jugendliche liessen sich neben einem Kameramann fotografieren, auf dessen Apparat deutlich das Logo von CNN zu erkennen war. “Die gleichen, die bei Saddam sind”, sagten die Leute von Scampia lachend. Von den Fernsehkameras aufgenommen, fühlten sie sich ins Zentrum des Weltgeschehens katapultiert. Dieses Interesse scheint der Gegend zum erstenmal eine wirkliche Existenz zuzugestehen.<br />
Das Massaker von Secondigliano zieht die Aufmerksamkeit auf sich, die man der Entwicklung der Camorra seit zwanzig Jahren hätte widmen müssen. In dem Krieg im Norden Neapels gibt es in kurzen Abständen Tote, genau passend für die Anforderungen der Reporter, in nicht mehr als einem Monat sind es dann schon Dutzende von Opfern. Als wäre es Absicht, damit jeder Korrespondent seinen Toten abkriegt. Ein Erfolg für alle. Man hat Scharen von Praktikantinnen hergeschickt, damit sie das Metier lernen. Überall werden Kleindealern Mikrophone vor die Nase gehalten, Kameras nehmen die trostlosen, kantigen Umrisse der “Vele” auf. Einigen der jungen Frauen gelingt es sogar, angebliche Pusher zu befragen, die man nur von hinten sieht. Fast überall kommen die Heroinsüchtigen zu Wort und leiern ihre Geschichte herunter. Zwei junge Journalistinnen lassen sich vor einem ausgebrannten Auto aufnehmen, bevor es weggeschafft wird. Vom ersten kleinen Krieg, den sie als Reporter mitbekommen, müssen sie ein Souvenir haben. Ein französischer Journalist rief mich an, um zu fragen, ob er eine kugelsichere Weste brauche, da er die Villa von Cosimo Di Lauro fotografieren wolle. Die Teams fahren mit dem Auto herum und filmen, als wären sie Forscher in einem Urwald, in dem alles zur Dekoration wird. Andere Presseleute haben Leibwächter dabei. Der schlechteste Weg, um über Secondigliano zu berichten, ist, sich von der Polizei zu begleiten zu lassen. Scampia ist für jedermann offen zugänglich, darin liegt gerade die Stärke dieses Drogenumschlagplatzes. Die Berichterstatter, die mit der Polizei kommen, erfahren nur das, was sie auch jeder Agenturmeldung entnehmen könnten. Nicht anders, als wenn sie vor ihrem PC in der Redaktion sässen, der Unterschied liegt nur darin, dass sie sich vom Schreibtisch entfernen.<br />
Mehr als hundert Presseleute in kaum zwei Wochen. Plötzlich existiert der grösste Rauschgiftmarkt Europas wirklich. Selbst die Polizisten werden mit Anfragen bestürmt, alle wollen an Polizeiaktionen teilnehmen, zusehen, wie ein Dealer verhaftet oder eine Wohnung durchsucht wird. Alle wollen in ihrem fünfzehnminütigen Bericht einige Bilder bringen, in denen Handschellen angelegt und Maschinenpistolen beschlagnahmt werden. Einige Polizeibeamte entledigen sich der Reporter und neuernannten investigativen Journalisten dadurch, dass sie sie Polizisten in Zivil fotografieren lassen, die so tun, als seien sie Pusher. Damit geben sie ihnen, was sie erwartet haben, ohne Zeit zu verlieren. Das Schlechtestmögliche in der kürzestmöglichen Zeit. Das Schlechteste vom Schlechten, den Horror des Horrors, die Tragödie rüberbringen, das Blut, die Eingeweide, die Schüsse, die eingeschlagenen Köpfe, das verbrannte Fleisch. Das Schlimmste, von dem sie berichten, ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Korrespondenten glauben, hier das Ghetto Europas, das absolute Elend vor sich zu haben. Wenn sie nicht gleich wieder davonrennen würden, müssten sie sich darüber klarwerden, dass hier die Stützpfeiler der Wirtschaft, die verborgenen Goldminen und die dunklen Abgründe sind, aus denen das pulsierende Herz der Ökonomie seine Energie bezieht.<br />
Von den Fernsehleuten erhielt ich die unwahrscheinlichsten Angebote. Einige boten mir an, eine Minikamera am Ohr zu montieren und die Strassen zu besuchen, “die sie kennen”, und den Leuten zu folgen, “über die sie Bescheid wissen”. Die Journalisten träumten davon, aus Scampia eine Realityshow zu machen, in der man einen Mord und den Drogenverkauf live miterleben konnte. Ein Drehbuchautor gab mir ein Manuskript mit einer Geschichte von Blut und Tod, in dem der Teufel des neuen Jahrhunderts im Terzo-Mondo-Viertel zur Welt kam. Einen Monat lang wurde ich jeden Abend zum Essen eingeladen und von Fernsehteams zu den absurdesten Initiativen gedrängt, da sie an Informationen aus erster Hand kommen wollten. In Secondigliano und Scampia entstand in der kurzen Zeit der Fehde ein richtiggehender Markt für Begleiter, offizielle Sprecher, Informanten und Führer durch das Reservat der Camorra. Viele Jugendliche entwickelten spezielle Techniken. Sie trieben sich in der Nähe der Stützpunkte der Journalisten herum, taten so, als wären sie Dealer oder stünden Schmiere, und sobald jemand den Mut hatte, sie anzusprechen, waren sie sofort bereit, zu erzählen, zu erklären und sich aufnehmen zu lassen. Als erstes gaben sie ihre Tarife bekannt. Fünfzig Euro für eine Aussage, hundert für eine Führung über den Drogenmarkt, zweihundert für den Besuch der Wohnung eines Dealers in den “Vele”.<br />
Um den Weg des Goldes zu verstehen, genügt es nicht, nur die Metallader und das Bergwerk zu besuchen. Man muss in Secondigliano anfangen und dann der Spur der Imperien der Clans folgen. Die Kriege der Camorra umreissen die Herrschaftsgebiete der Familien auf der Landkarte im Hinterland Kampaniens, dem Kernland, das von manchen der Wilde Westen Italiens genannt wird, wo angeblich mehr Maschinenpistolen als Gabeln existieren. Jenseits der Gewalt, die in bestimmten Phasen zum Ausbruch kommt, wird hier ein unermesslicher Reichtum produziert, von dem diese Landstriche nur einen fernen Abglanz abkriegen. Davon aber berichten weder die Fernsehsender noch die Korrespondenten, deren ganze Mühe darauf gerichtet ist, die Ästhetik der neapolitanischen Slums einzufangen.</p></blockquote>
<p>Die Einrichtung von ständigen Korrespondenten ist also aus journalistischen Gesichtspunkten keine schlechte Idee. Wer schnell mal ein paar Journis ohne Vorwissen irgendwo hinschickt, weil dort gerade etwas los ist (bzw. weil die Medien entschieden haben, dass dort gerade etwas los ist), muss mit oberflächlichen, mit falschen Resultaten rechnen. Andererseits bringen frische Leute frische Ideen mit, das Ideal ist wohl ein Mix von Erfahrung und Frische.</p>
<p><div class="box boxcenter"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423345292?ie=UTF8&#038;tag=blwmed-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3423345292">“Gomorrha” von Roberto Saviano</a> erschien am 25. August 2007 im Hanser-Verlag. Sein neues Buch, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446233350?ie=UTF8&#038;tag=blwmed-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3446233350">“Das Gegenteil von Tod”</a>, ist ab dem 4. Februar 2009 zu kaufen. (Affiliate-Links)</div>
<p><ul><li><a href="http://netzwertig.com/2009/01/26/savianos-gomorrha-14-im-reich-der-camorra/">Savianos &#8220;Gomorrha&#8221; (1): Im Reich der Camorra</a> (26. Januar 2009)</li><li><a href="http://netzwertig.com/2009/01/27/gomorrha-von-roberto-saviano-24-roberto-saviano-und-wie-er-arbeitet/">Savianos “Gomorrha” (2): Roberto Saviano und wie er arbeitet</a> (27. Januar 2009)</li><li><a href="http://netzwertig.com/2009/01/28/savianos-gomorrha-3-der-medieneinfluss-auf-die-camorra/">Savianos “Gomorrha” (3): Der Medieneinfluss auf die Camorra</a> (28. Januar 2009)</li><li><a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/">Savianos “Gomorrha” (4): Die anderen Journalisten</a> (29. Januar 2009)</li></ul>[hide]<a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/2gomorrha1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/2gomorrha1.jpg" width="750" height="500"  alt="2gomorrha1" /></a><a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/frankreich-literatur-roberto-saviano-2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/saviano1.jpg" width="750" height="543"  alt="FRANKREICH LITERATUR ROBERTO SAVIANO" /></a><a href="http://netzwertig.com/2009/01/29/savianos-gomorrha-4-die-anderen-journalisten/italien-literatur-roberto-saviano-4/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/robertosaviano1.jpg" width="750" height="500"  alt="ITALIEN LITERATUR ROBERTO SAVIANO" /></a>[/hide]
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/28/savianos-gomorrha-3-der-medieneinfluss-auf-die-camorra/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/saviano110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/28/savianos-gomorrha-3-der-medieneinfluss-auf-die-camorra/">Savianos “Gomorrha” (3): Der Medieneinfluss auf die Camorra</a></b><br /><font size="2">Mit "Gomorrha" legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis. </font><font color="#aaa">(28. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/27/gomorrha-von-roberto-saviano-24-roberto-saviano-und-wie-er-arbeitet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/2gomorrha110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/27/gomorrha-von-roberto-saviano-24-roberto-saviano-und-wie-er-arbeitet/">Savianos “Gomorrha” (2): Roberto Saviano und wie er arbeitet</a></b><br /><font size="2">Mit "Gomorrha" legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis. </font><font color="#aaa">(27. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/26/savianos-gomorrha-14-im-reich-der-camorra/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/robertosaviano110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/26/savianos-gomorrha-14-im-reich-der-camorra/">Savianos "Gomorrha" (1): Im Reich der Camorra</a></b><br /><font size="2">Mit "Gomorrha" legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. <em>Ronnie Grob</em> ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis. </font><font color="#aaa">(26. Januar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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