Peter Sennhauser

Blogwerk-Chefredaktor Peter Sennhauser
Blogwerk-Chefredaktor Peter Sennhauser
Peter Sennhauser (*1966) war schon lange online, bevor das World Wide Web die Medienwelt auf den Kopf zu stellen begann. Als Parlamentsberichterstatter beim Berner “Bund” und Ressortleiter “E-World” der Wirtschaftszeitung “Cash” interessierte er sich genauso für politische Konsequenzen und gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung wie als Vollblut-Geek für technisches Spielzeug. Seit 2004 lebt und arbeitet Peter in San Francisco am Eingang zum Silicon Valley. Seit März 2007 ist er als vollamtlicher Chefredaktor von Blogwerk verantwortlich für alle Blogs.

Peter ist erreichbar unter peter.sennhauser@blogwerk.com.

 

Alle 122 Artikel von Peter Sennhauser auf netzwertig.com:

Medienkrise:
Fünf Thesen zum Umbruch

Die angekündigte Schließung von medienlese.com hat eine Vielzahl von Meinungen zur Medienkrise provoziert, die zum Teil weit auseinanderliegen. Der Versuch einer Einordnung.

Sterben die Zeitungen? Sind Journalisten fauler geworden? Kapieren Verleger das Internet nicht? Ist der Qualitätsverlust schuld an der Medienkrise? Ich bin seit 20 Jahren Journalist und habe die Veränderungen in der Schweiz, dem Land mit der einst weltweit höchsten Zeitungsdichte, parallel zum Aufstieg des Internets hautnah erlebt. Hier sind seit den achtziger Jahren kontinuierlich Zeitungen in den Regionen verschwunden; im Gegenzug sind grade mal eine Hand voll kostenloser, flächendeckender Pendlerzeitungen aufgemacht worden.

Vielleicht gibt es keine Medien-, aber sicher eine Zeitungskrise, indem alte Modelle sich als nicht mehr tragfähig erweisen und neue Modelle sich erst herauskristallisieren müssen. Und weil die Faktoren, die den journalistischen Markt beeinflussen, mindestens ein Dreieck der Interessen darstellen (Verlage, Publikum, Werbung), ist nicht absehbar, von welcher Seite sich der stärkste Zug auswirken wird. Über die Auswirkungen streiten wir uns täglich:

» weiterlesen: Fünf Thesen zum Medienwandel

Schweizer Tages-Anzeiger:
Strehle und Eisenhut

Der Tiefgang-Journalist und der Quotenbolzer: Res Strehle und Markus Eisenhut teilen sich die Chefredaktion des Tages-Anzeigers.


Geradezu unheimlich still sei es in den letzten Wochen gewesen auf der Redaktion des Zürcher Tages-Anzeigers, und langsam begann man sich auf den Gängen zu wundern: Der Ersatz für Chefredaktor Peter Hartmeier war nur einer von mehreren kursbestimmenden Entscheiden für das gesamte Haus Tamedia, die noch im ersten Quartal 2009 fallen sollten – und es gab noch nicht mal Gerüchte. Einen Tag vor Ablauf der Frist ist der Entscheid gefallen:

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Getretener Quark:
Schweizer Qualitätsmedien

Die Satire-Website eines Deutschen zeigt die Verunsicherung der helvetischen Qualitätsmedien – und einen gefährlichen Trend: Die Streichung des journalistischen Relevanzkriteriums.


“All the news that’s fit to print – alle Nachrichten, die den Abdruck wert sind”: Der Slogan der New York Times gibt auch im Informationszeitalter noch ein gutes Motto ab. Vielleicht müsste man es aber konkretisieren: Lag die Betonung bisher auf der Vollständigkeit der Berichterstattung, so müsste sie im Internet-Zeitalter auf der bewussten Auslassung liegen.

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Spin in US-Medien:
O’Reillys dreifacher Rittberger

Fox-News-Chefideologe Bill O’Reilly stellt im Zusammenhang mit der Publikation privater Mails von Sara Palin die US-Redefreiheit in Frage. Politischer “Spin” der Gattung “Realsatire”.

Bill O’Reilly schreit schon mal seine Studiogäste an oder droht ihnen mit Prügel, er beschimpft politisch Andersdenkende, lädt Terroristen ein, San Francisco zu bombardieren und weiss seinem ultrakonservativen Publikum auch sonst in jeder Art zu gefallen.

Mit Fakten oder Fachwissen hält er sich schon lange nicht mehr auf. In einer neuen Episode (Video unten) erklärt er die verbriefte amerikanische Redefreiheit für “lächerlich” und “verrückt”: » weiterlesen

Blogwerk-Sommer-Verlosung:
Devolo Powerline Starterkit

Auf netzwertig.com ab heute zu gewinnen: Ein Devolo dLan-Starterkit für die totale Vernetzung der eigenen vier Wände übers Stromnetz.

Edit: Diese Verlosung ist abgeschlossen. Der Gewinner aus den 185 Teilnehmern wird am Montag, 1. September auf der Übersichtsseite bekannt gegeben.

Die vierte von insgesamt 13 Gewinnchancen im Rahmen der Blogwerk-Sommer-Verlosung starten wir jetzt auf netzwertig.com. Natürlich wünschen wir uns ein möglichst breites Echo über das Redesign und die inhaltliche und formale Ausrichtung unseres Blogs; an der Verlosung eines Devolo dLan-Highspeed Starterkits kann aber jedermann teilnehmen, unabhängig davon, ob er unseren kleinen Fragebogen ausfüllt oder nicht (die Adressangaben allerdings sind selbstredend Pflicht).

Es ist nur eine Eingabe pro Person erlaubt (unsere Verlosungs-Regeln sind einfach).

Der Gewinn: Devolo dLan Highspeed-Starterkit

Dieses Powerline-System erlaubt die spielend einfache Einrichtung eines Daten-Netzwerks im Haus über das Stromnetz mit Datengeschwindigkeiten bis zu 85Mbit/s. Das Starterkit im Wert von 125 Euro / 199 CHF wird gesponsert von Devolo Schweiz.

Entfesselte Bürger-Paparazzi:
Steve ist nicht Michael

Was eine Welt voller Bürger-Journalisten für Prominente bedeutet, erlebt Steve Parry aus England derzeit in Peking: Passanten halten ihn für den achtfachen Medalliengewinner Michael Phelps.

Steve Parry, nicht Michael Phelps.
Steve Parry, nicht Michael Phelps.
Wer die Hollywood-TV-Show “TMZ” kennt, hat eine Vorstellung davon, wie widerlich die marodierenden Banden von Paparazzi sich in Los Angeles aufführen. Und auch wenn die meisten Stars und Sternchen insgeheim mit den Hyänen zusammenarbeiten – man wünscht seinem schlimmsten Feind dieses Rudel nicht an den Hals. Steve Parry, britischer Sportkommentator und Ex-Schwimmer, hat jetzt ähnliche Erfahrungen in Peking gemacht (Video weiter unten). Dabei ist Steve nicht wirklich prominent. Aber seine Fans wussten das nicht und wollten es auch nicht wissen.

Wie der “Bürgerjournalismus” zur wahren Hatz auf Prominente ausufern kann, hat die Celebrity-Sighting-Site Gawker Stalker längst bewiesen, die in Echtzeit Sichtungen von “Prominenten” in Manhattan auflistet.

Und wie es sich anfühlt, wenn Dutzende von Sportbegeisterten, kamerabewehrten Passanten einen für eine solche Figur des öffentlichen Lebens halten, das hat der englische Sportjournalist Steve Parry dieser Tage in Peking auf dem Platz des himmlischen Friedens erlebt: Parry ist zwar Schwimmer, und sogar ein olympischer – in Athen hat er vor vier Jahren auf der 200 Meter Distanz Butterfly die Bronzemedaille gewonnen.

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Sommer-Verlosung:
Philips PhotoFrame

In der Blogwerk-Sommerverlosung der dritten Runde gabs einen digitalen Bilderrahmen von Philips zu gewinnen.

Drei der dreizehn Preise im Gesamtwert von mehr als 2700 Euro sind vergeben. In diesem Durchgang gab es einen digitalen Fotorahmen von Philips zu gewinnen. Glücksfee Lea Barmettler hat soeben ihre excel-Tabelle angeworfen und den Zufall zehnmal wählen lassen.

Gewinner: Volker M. aus Saarbrücken, Deutschland

Wir haben nach folgendem Zitat gesucht: Wie lautet Punkt 10 des Ethikkodex einer Kommunikationsbranche, der den Namen einer europäischen Stadt trägt und den medienlese.com-Kolumnist Klaus Jarchow jüngst in zwei Beiträgen zitiert?

von den 68 Antworten waren 58 richtig:

[Dagegen soll jedes Mitglied dieser Verbände es unterlassen,]
10. die Wahrheit anderen Ansprüchen unterzuordnen.

Als korrekte Antwort haben wir alles gelten lassen, was sinngemäss der zweiten Hälfte des Zitats aus dem “Code d’Athène”, dem Ethikkodex der PR-Branche, entspricht, den Klaus Jarchow hier und hier zitiert.

Neun Verlosungsteilnehmer liessen sich etwas gar schnell vom Wort “Kodex” verleiten und zitierten Punkt 10 des deutschen Pressekodex:

Religion, Weltanschauung, Sitte
Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Das sollte zwar auch für die PR-Branche gelten, war aber nicht die von uns gesuchte Antwort. Und ein Teilnehmer reichte als Antwort ein: “Eure Suchfunktion ist scheisse”. Mag sein. Es gilt aber eben auch: Wer liest, der findet…

Blogwerk-Sommer-Verlosung

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Blogwerk-Sommer-Verlosung:
Terratec TV-Stick “Cinergy”

Der erste von 13 Gewinnern steht fest, das LG KF600 Handy ist vergeben. Im Rahmen der Blogwerk-Sommer-Verlosung gibt’s noch 12 weitere Preise: Ab heute ist ein Terratec-TV-Empfänger fürs Notebook zu gewinnen.

16 Mal sind die Medienblogcharts auf medienlese.com erschienen – und diese Zahl war die richtige Antwort auf unsere zweite Wettbewerbsfrage. Von den 115 Teilnehmern hatten 65 die richtige Antwort eingereicht. Die per Zufallsverfahren ermittelte Gewinnerin des Terratec Cinergy TV-Adapters ist

Ursula Dahl aus 24217 Schönberg, Deutschland.

Verlosung

Die zweite “Aufgabe” unserer Sommerverlosung ist recht einfach: Wir möchten wissen, wie oft unsere Rubrik “Medienblogcharts” insgesamt auf medienlese.com erschienen ist. Jeder kann einmal teilnehmen, alle richtigen Antworten nehmen an der Verlosung teil.

Gewinn

Der Gewinn ist ein Terratec Cinergy Hybrid T USB XS FM Empfänger für analoges und digitales Fernsehen und Radio am Notebook (Bericht «Überall-Kabel-TV» bei neuerdings.com) im Wert von EUR 100/CHF 150. Der Gewinn wird gesponsert von Terratec.

Einsendeschluss

Die aktuelle Verlosung läuft bis zur Aufschaltung des nächsten Preises, mindestens aber bis Montag, 18. August 2008, 24 Uhr. Bitte beachte auch unsere Regeln.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Nachruf:
Ernst Solèr

Der Zürcher Journalist und Autor Ernst Solèr ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Ein Bild zum Abschied.

Ernst Soler (1960 - 2008)
Ernst Solèr in der Berta-Bar am Zürcher Idaplatz, Mai 2004 (Bild Peter Sennhauser)

Sie ist etwas körnig und hat keinen ganz klaren Fokus, und grade damit zeigt diese Aufnahme jenen Ernst Solèr, den ich kannte. Am liebsten ein bisschen abseits, unaffektiert selbstbewusst, nachdenklich in seiner ureigen vergnügt-sarkastischen Art. Solèr, der zu allem eine Meinung hatte, sich aber standhaft weigerte, diese, sich selbst oder die Welt zu ernst zu nehmen:

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BBC will nicht zahlen:
Weder Geld noch Link

Auch die mighty BBC setzt auf “Bürgerjournalisten”. Nur bezahlen mag sie die Laien nicht – noch nicht mal mit einem Link.

Erschrockene Einwohner der chinesischen Stadt Xi'an nach dem Erdbeben in Chengdu - Foto Ronnie Grob
Erschrockene Menschen in den Straßen der Stadt Xi’an unmittelbar nach dem Erdbeben im 400 Kilometer entfernten Chengdu – Foto Ronnie Grob

So richtig erschrocken hat sich medienlese.com-Autor Ronnie Grob noch nicht mal, als er am 12. Mai in der chinesischen Stadt Xi’an das andernorts verheerende Erdbeben miterlebte.

400 Kilometer ist die Millionenstadt laut Ronnie vom Epizentrum entfernt, mehr als ein kräftiges Schütteln sei nicht zu spüren gewesen – und dennnoch hat Ronnie instinktiv angefangen, die aufgeregten Menschen in den Strassen zu fotografieren. Als einer der ersten präsentierte er aktuelle Fotos auf seinem Privatblog und auf Flickr. Von Erdbeben oder gar Trümmern ist in seinen Bildern zwar nicht zu sehen, aber sie fanden dennoch schnell ein weltweites Publikum.

Zu seiner Verblüffung empfing Ronnie nur Stunden nach der Publikation eine Email einer BBC-Mitarbeiterin, die ihn um eines seiner Bilder zur Veröffentlichung im Online-Auftritt des britischen Medienriesen bat:

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