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	<title>netzwertig.com &#187; Peter Sennhauser</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Eli Parisers &#8220;Filter-Blase&#8221;: Die neue Gefahr  der Tarnkappen-Gatekeeper</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 May 2011 06:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet wird als Demokratisierung der Information gefeiert, als Befreiung von den journalistischen Gatekeepern. Dabei machen sich längst wesentlich heiklere, weil unsichtbare Maschinen-Gatekeeper breit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Internet wird als Demokratisierung der Information gefeiert, als Befreiung von den journalistischen Gatekeepern. Dabei machen sich längst wesentlich heiklere, weil unsichtbare Maschinen-Gatekeeper breit.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/filterbubble2.jpg" width="450" height="256"  alt="Die Filter-Blase" /><br /></p><div id="Ads_BA_CAD2"><script>Ads_BA_AD('CAD2');</script></div>
<p>Ihr denkt also, dass ihr besser informiert seid, weil ihr vernetzt seid, weil die News jetzt zu euch kommen, weil in eurem sozialen Netz alles irgendwann an die Oberfläche gespült wird, was euch interessiert?</p>
<p>Das mag sein. Das Problem ist, dass eine informierte Gesellschaft nicht ausschliesslich auf dem aufbauen kann, was <em>interessiert</em>. Denn Interesse ist eine recht hedonistische menschliche Regung, die nur unter Anstrengung vom Individuum gelöst und auf kollektive Ziele geleitet werden kann. Das beweist wohl der Umstand, dass in Demokratien die Stimmbeteiligung in der Regel reziprok zum durchschnittlichen Wohlstand sinkt.</p>
<p>Aber während wir früher zumindest aktiv ignorant geblieben sind und uns bewusst entschieden haben, die relevanten Nachrichten in der Zeitung nicht zu lesen und zu den Sportresultaten umzublättern, werden uns heute möglicherweise relevante Informationen vorenthalten, ohne dass wir es überhaupt merken (und ohne dass dahinter irgendeine böse Weltsverschwörungsmacht steht).</p>
<p>Eli Pariser hat zu dieser These, die mich persönlich seit einiger Zeit umtreibt, ein Buch geschrieben (das ich noch nicht gelesen habe) und einen TED-Talk gehalten (siehe unten). Pariser nennt das Problem die  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594203008?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=1594203008">&#8220;Filter-Blase&#8221; (Affiliate-Link)</a>. Ich habe es bisher als Quoten-Syndrom bezeichnet:</p>
<p><span id="more-17474"></span></p>
<p><a href="http://www.thefilterbubble.com/about-eli">Eli Pariser</a> hat irgendwann gemerkt, dass Facebook die Statusmeldungen aller konservativen Freunde aus seiner Timeline ausgeblendet und nur noch seine progressiven Freunde angezeigt hat. Denn Pariser selbst steht politisch eher links. Und Facebook weiss das.</p>
<p><strong>Keine Google-Trefferliste ist identisch mit einer anderen</strong></p>
<p>Danach hat er Google-Ergebnislisten untersucht. Er stellte fest, dass ein Bekannter zum Suchbegriff &#8220;Ägypten&#8221; radikal andere Ergebnisse erhielt als ein anderer. Denn Google weiss, dass der erste sich für Politik interessiert und der zweite mehr für Urlaub.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/filterbubble1.jpg" width="450" height="219"  alt="Zweimal Suche nach Ägypten" /><br /></p>
<p>Und jetzt fragt Pariser, was uns &#8220;das Internet&#8221;, oder vielmehr die neuen, auf sturen Algorithmen beruhenden Gatekeeper darin, vorenthalten. Und ob wir es überhaupt noch merken.</p>
<p>Mir ist dieser Gedanke im Zusammenhang mit den sozialen Netzwerken, also den Filtern, die ich durch die Wahl meiner Freunde selber aufbaue, gekommen.</p>
<p>In zwanzig Jahren als Tageszeitungsjournalist habe ich meine Artikel jeweils so aufgebaut, dass sie die relevante Information auf eine möglichst spannende, unterhaltsame Weise präsentierten. Ich buhlte im Rahmen eines abgeschlossenen, von einer Redaktion verabschiedeten Tagespakets an Information um die Gunst des Lesers (und nehme für mich in Anspruch, dass dies nicht aus Profitgier, sondern aus Sendungsbewusstsein geschah).</p>
<p>Als Zeitungs<em>leser</em> habe ich bisweilen Dinge aus der Welt des Sports, der Kultur und des Jetset erfahren, die ich nach der Lektüre durchaus als interessant oder gar relevant einstufte, die ich aber freiwillig nie &#8220;nachgefragt&#8221; hätte.</p>
<p><strong>Was, bitte, ist Sport?</strong></p>
<p>Wenn ich jetzt aber darauf warte, dass die Nachrichten zu mir kommen &#8211; sprich, dass meine Twitter- und Blog- und Facebookfreunde mich auf Lesenswertes aufmerksam machen &#8211; kriege ich ein sehr beschränktes Bild der Welt: Sie liefern mir Hinweise aus einer kleinen Schnittmenge des Weltgeschehens, nämlich unserem gemeinsamen Interesse an <em>einem</em> Gegenstand.</p>
<p>Alles andere, das überraschende, schockierende, Lehrreiche jenseits meiner definierten Interessen sehe ich &#8211; vielleicht &#8211; nicht mehr. Aufgefallen ist es mir daran, dass ich seit Jahren <a href="http://www.allesaussersport.de/">über Sport</a> buchstäblich gar nichts mehr mitkriege. kein grosser Verlust, vielleicht, aber ein Indiz, dass etwas passiert ist.</p>
<p>Den Job, Zusammenhänge herzustellen, wo sie nicht offensichtlich, aber relevant sind, hatten bisher die Redakteure der &#8220;Medien&#8221; inne. Sie mussten jeden Tag eine Auswahl von Geschichten zusammenstellen, welche als abgerundetes Angebot die relevanten Geschehnisse des Vortages und die exemplarischen Geschichten aus allen Themenressorts abbildeten &#8211; und sie versuchten, mich davon zu überzeugen, dass ich das meiste davon wissen müsste.</p>
<p>Dass sie ein Filter waren und sind, hat mich bisweilen gestört. Aber das Überraschungsmoment im Konzept von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_New_York_Times">&#8220;All the news that&#8217;s fit to print&#8221;</a> hat funktioniert und war zugleich transparent. Immerhin kannte ich die Leute, die das Paket zusammenstellten, bald mit Namen, wusste um ihre politische Einstellung und konnte so meine eigenen Interpretationen auf die Analyse des Thinktanks von professionellen Nachrichtenfilter-Menschen obendrauf propfen.</p>
<p>Heute ist das Internet, von dem als &#8220;Medium&#8221; zu reden ich bisher für so falsch hielt, wie die Telefonleitungen ein &#8220;Medium&#8221; zu nennen, in gewissem Sinne zu einem <em>Übermedium</em> mutiert &#8211; ohne das wir das wahrhaben wollen. Denn die Information liegt schon lange nicht mehr auf einem unsortierten Haufen darin herum. Sie wird an allen Ecken und Enden des Internets bearbeitet, aufbereitet, interpretiert und gefiltert, von Sozialen Medien wie Blogs, Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing; von Suchmaschinen-Medien wie Google und Bing von Listen- und Abruf-Medien wie Amazon, Youtube, iTunes und Netflix.</p>
<p><strong>Kunden, die das gelesen haben, lasen auch&#8230;</strong></p>
<p><a href="http://knowhow.euro-dom.info/index.php?/archives/261-Schutz-vor-Tracking-Diensten-die-das-Nutzerverhalten-analysieren.html">Sie alle filtern,</a> benehmen sich wie die Medien früher, allerdings mit ein paar Zusatztricks von grosser Konsequenz.</p>
<ul>
<li>
<div>Erstens filtern sie individuell. Die Maschinen kennen mich. Sie werten mein Fragen, meine Suche und meine Klicks aus. Sie wissen, was ich anderswo gelesen habe und sie können ableiten, was mich umtreibt. Selbst die Werbung verfolgt mich heute von einer Website zur nächsten. Der Surfer hängt an einer Leine.</div>
</li>
<li>
<div>Zweitens funktionieren sie nach dem Boulevard-Prinzip. Die Algorithmen liefern mir alles, was mich <em>interessieren </em>könnte. Das ist nicht gleichzusetzen mit dem, was mich interessieren <em>müsste</em>. Die Webmaschinen sind Quotenbolzer geworden, die mich nicht mit überraschendem verblüffen, sondern mit genau dem zufriedenstellen wollen, was ich erwarte. Und wenn ich mich nur für Mohrrüben interessierte, würde ich wahrscheinlich bald nur noch Inhalte aus dem Internet zu Gesicht kriegen, die irgendwas mit Mohrrüben zu tun haben.</div>
</li>
<li>
<div>Drittens kann ich nicht beeinflussen, was genau die Filterkriterien sind. <a href="http://www.rene-pickhardt.de/google-uses-57-signals-to-filter/">Google wertet angeblich 57 Signale</a> aus, die mich in einem Raster einstufen lassen. Welche das sind und wie ich sie ändern kann, bleibt mir verborgen.</div>
</li>
<li>
<div>Viertens fehlt jegliche Transparenz. Ich weiss nicht nur nicht <em>wie,</em> ich weiss noch nicht einmal, <em>dass</em> gefiltert wird. Google sagt mir nicht, dass meine Resultate anders aussehen als die meines Bruders.</div>
</li>
</ul>
<p>Natürlich liebe ich diese Filter, ich liebe die Algorithmen, und ich würde im Internet nichts mehr finden, wenn ich diese Werkzeuge nicht zur Verfügung hätte. In jenem Internet, das als globales Gedächtnis mehr und mehr die Vision von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vannevar_Bush">Vannevar Bush</a> von einer <a href="http://homepages.uni-paderborn.de/winkler/bush_d.html">vernetzten Wissensgesellschaft</a> Realität werden lässt, sind solche Mechanismen unabdingbar.</p>
<p>Die Frage ist mehr, ob wir sie nicht einfach falsch anwenden. Denn der Nutzen von Information wird zusehends durch ihre <em>Einschränkung und nicht mehr durch die Fülle</em> bestimmt. Die als Bevormundung empfundene Redaktion durch Journalisten haben wir aus purer Notwendigkeit durch elektronische Filter in einem vermeintlich ungefilterten Meer an Information ersetzt &#8211; allerdings ohne die bisher in den Medien geltenden Grundregeln der Nachvollziehbarkeit, der Transparenz und damit unserer eigenen Entscheidung als mündige Leser.</p>
<p><strong>&#8220;Mein Tivo denkt, ich sei schwul&#8221;</strong></p>
<p>Eben haben wir noch vom <a href="http://netzwertig.com/2006/07/15/youtube-und-co-long-tail-oder-winner-takes-it-all/">Longtail</a> geredet und davon, dass im Internet jedes noch so kleine Fitzelchen Information einen Abnehmer findet &#8211; und jetzt das Gerede vom Quotenbolzen? Wie passt das zusammen?</p>
<p>Ganz einfach: Quoten können auch im Longtail gebolzt werden. Und das ist sogar noch schlimmer, als wenn es in einem Boulevard-Medium geschieht, das immerhin den kleinsten gemeinsamen Nenner an Interesse in einer Gesellschaft berücksichtigen muss. Nochmals: Wenn ich mich nur für Mohrrüben interessiere, werde ich bald nur noch mit Mohrrüben-Informationen &#8220;bedient&#8221; werden. Denn das ist die selbstdefinierte Aufgabe der Algorithmen. So wie der Videorekorder Tivo, der sich die Interessen des Besitzers merkt und nach einigen Missbräuchen durch die Putzfrau <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/revolution-im-wohnzimmer-mein-videorekorder-haelt-mich-fuer-schwul-1.892010">dem verblüfften Single in &#8220;King of Queens&#8221;</a> nur noch Eiskunstlauf- und Modesendungen vorschlägt.</p>
<p>Vielleicht müssten wir das, was Eli Pariser als das &#8220;Gemüse in der Information&#8221; bezeichnet, die relevanten, objektiv als wichtig einzustufenden, die überraschenden, nicht unserer Perspektive entsprechenden und die nicht unterhaltsamen &#8220;News&#8221; wieder viel bewusster konsumieren.</p>
<p>Das würde bedeuten, die Trennung zwischen der <em>Suche nach Information</em> im Sinne einer Recherche und dem <em>Konsum von Information</em> in der Form von Nachrichten deutlicher zu vollziehen.</p>
<p>Vielleicht &#8211; was für ein ketzerischer Gedanke &#8211; brauchen wir auch bald wieder Redaktionen, die als Thinkthank und als wichtigste Dienstleistung nicht Information <em>beschaffen</em>, sondern die tägliche <em>relevante Informationsdosis definieren</em>. Kuratoren, die uns sagen, was wir konsumieren sollten, ohne dass wir es vielleicht wollen, weil wir erst im Nachhinein merken, dass sie uns betreffen, unsere Weltsicht beeinflussen oder uns ganz einfach wider erwarten auch interessieren.</p>
<p>Dabei ist auch klar, was das Hauptproblem in den elektronischen Filtern ist &#8211; die Personalisierung. Denn so, wie sie jetzt funktioniert, entmündigt sie uns auf viel schlimmere Art als jede Redaktion: Sie folgt keinen Gesetzen von allgemeiner Gültigkeit. Sie gewichtet ausschliesslich nach persönlichen Gelüsten. Und dabei lässt sie uns keine Wahl, wir können sie weder ein- noch ausschalten und schon gar nicht mit selber gewählten Kriterien kontrollieren.</p>
<p>Genau das &#8211; Transparenz und  Kontrolle durch den Nutzer &#8211; verlangt Eli Pariser von den grossen Filtern im Internet, wie Google, Facebook und Co.</p>
<p><object width="446" height="326"><param name="movie" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2011/Blank/EliPariser_2011-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EliPariser-2011.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=1091&amp;lang=eng&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=eli_pariser_beware_online_filter_bubbles;year=2011;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=what_s_next_in_tech;theme=a_taste_of_ted2011;theme=new_on_ted_com;event=TED2011;tag=Culture;tag=Global+Issues;tag=Technology;tag=journalism;tag=politics;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="446" height="326" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2011/Blank/EliPariser_2011-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EliPariser-2011.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=1091&amp;lang=eng&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=eli_pariser_beware_online_filter_bubbles;year=2011;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=what_s_next_in_tech;theme=a_taste_of_ted2011;theme=new_on_ted_com;event=TED2011;tag=Culture;tag=Global+Issues;tag=Technology;tag=journalism;tag=politics;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" bgcolor="white" wmode="transparent" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></object></p>
<p>Ansonsten, sagt Eli Pariser &#8211; und ich tendiere nach drei Jahren intensiver Webfilter-Informationskost dazu, ihm Recht zu geben &#8211; laufen wir Gefahr, unfreiwillig an einer Fastfood-Informationsdiät zu erkranken, weil uns die Algorithmen in maschineller Gleichgültigkeit ausschliesslich mit exakt dem füttern, was wir erwarten.</p>
<p><strong>Was eigentlich das genaue Gegenteil der gefeierten neuen Informationsfreiheit ist.</strong></p>
<p>Und das erstaunliche dabei ist, dass wir als direkt Beteiligte der grössten technischen Revolution der Menschheitsgeschichte nicht merken, dass wir ihre gefeierten Errungenschaften freiwillig preisgeben, noch bevor sie wirklich gegriffen haben.</p>
 <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594203008?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=1594203008">&#8220;The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You&#8221; (Affiliate-Link)</a>, Eli Pariser, Penguin Press, 2011<br />
 <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446430342?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3446430342">«Wie wir im Internet entmündigt werden&#8221; (Affiliate-Link)</a>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/&title=Eli Parisers &#8220;Filter-Blase&#8221;: Die neue Gefahr  der Tarnkappen-Gatekeeper&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/googlebildsearch110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/">Internet = Kopieren: Scheingefechte um  das geistige Eigentum</a></b><br /><font size="2">In der Frage der Anwendung des Urheberrechts im Digitalen treffen Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme.  </font><font color="#aaa">(3. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/02/der-fall-bin-laden-und-der-twitter-zeuge-das-ende-der-desinformation/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/twitter_binladen110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/02/der-fall-bin-laden-und-der-twitter-zeuge-das-ende-der-desinformation/">Der Fall Bin Laden und der Twitter-Zeuge: Das Ende der Desinformation</a></b><br /><font size="2">Die Meldung vom Tod Osama Bin Ladens ist das Zusammentreffen der alten und neuen Medienwelt. Denn nicht mehr länger müssen wir uns allein auf die Worte der Gatekeeper verlassen. </font><font color="#aaa">(2. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/17/hollywood-wie-filme-der-digitalen-realitat-hinterherhinken/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/film110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/17/hollywood-wie-filme-der-digitalen-realitat-hinterherhinken/">Hollywood: Wie Filme der digitalen  Realität hinterherhinken</a></b><br /><font size="2">Filmproduktionen setzen auf immer mehr technische Raffinessen, um Kinobesucher zu beeindrucken. In den Handlungen mancher Streifen jedoch ist die digitale Welt noch weitestgehend abwesend. </font><font color="#aaa">(17. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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</div>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;The Collection&#8221;: Monothematisches Monatsmagazin  nur für Tabletnutzer</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/04/13/the-collection-monothematisches-monatsmagazin-nur-fuer-tabletnutzer/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/04/13/the-collection-monothematisches-monatsmagazin-nur-fuer-tabletnutzer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 04:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>
		<category><![CDATA[ringier]]></category>
		<category><![CDATA[The Collection]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Schweizer Verlag Ringier startet einen Versuch mit einem iPad-Magazin - "The Collection" behandelt monatlich ein einziges Thema. Die extrem multimedialen Inhalte bleiben dabei vollständig hinter der Paywall.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Schweizer Verlag Ringier startet einen Versuch mit einem iPad-Magazin &#8211; &#8220;The Collection&#8221; behandelt monatlich ein einziges Thema. Die extrem multimedialen Inhalte bleiben dabei vollständig hinter der Paywall.</h4>
<h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://www.reputationsverteidiger.de' rel="nofollow">Online Reputation Monitoring</a> &mdash; Reputationsverteidiger beobachtet und analysiert Web- und Social Media Inhalte für Firmen und Privatpersonen. Testen Sie jetzt gratis unter 0180-300 221 050 61 oder www.reputationsverteidiger.de  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6>
<p><a href="http://netzwertig.com/2011/04/13/the-collection-monothematisches-monatsmagazin-nur-fuer-tabletnutzer/bellsandwhistles-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/bellsandwhistles-small.jpg" width="220" height="164"  alt="The Collection zum Thema Prinz William" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Fotos, Videos, Comics, Interaktive Präsentationsformen, Animationen und viel Morphing. Irgendwie kommt einem die Präsentation des brandneuen &#8220;Appzine&#8221; des Zürcher Verlags Ringier bekannt vor &#8211; jedenfalls allen, die sich schon Mitte der neunziger Jahre mit Multimedia befasst haben: Damals galten Multimedia-CD-Roms als der letzte Schrei und eine völlig neue Medienform. Mehr oder weniger spannende Inhalte sollten damals in mannigfaltiger Art auf der Silberscheibe vertrieben werden.</p>
<p>Sie überlebte den Durchbruch des Internets als &#8220;Worldwide Web&#8221; nicht.<span id="more-17030"></span></p>
<p>Jetzt aber soll die Zeit reif sein für professionell aufgemachte, multimediale Inhalte, die von Spezialisten recherchiert, attraktiv aufgemacht und in einem vollständig abgeschlossenen System verkauft werden. &#8220;The Collection&#8221; von <a href="http://www.ringier.ch/">Ringier</a> wird seit gestern in sämtlichen App Stores weltweit exklusiv fürs iPad <a href="http://itunes.apple.com/de/app/the-collection/id427145593?mt=8">verkauft</a>:</p>
<p><strong>Die Nullnummer oder vielmehr die Erstausgabe des &#8220;Appzine&#8221; kostet in Europa 3,99 Euro und bietet dafür 250 Megabyte multimediales Materials über den britischen Prinzen William.</strong> Neben zwei längeren Texten (als Bücher in die App integriert), Comics mit interaktiven Elementen, vielen 3D-Objekten, morphenden Fotos des Prinzen und einer Rubbel-App, in der man dem jungen Mann die Haare vom Kopf reiben und sich angucken kann, wie er mit Vollglatze oder Mohawk aussehen wird, gibt es den als animiertes Mobile aufgemachten Stammbaum der Windsors, Video-Interviews mit Briten zum Thema, wer König werden soll, und, und und.</p>
<p>Die Konzeptüberlegungen hinter dem Magazin:</p>
<p><strong>Keine News:</strong> The Collection will eine abgeschlossene, journalistische Abhandlung eines Themas sein. Für News gibt&#8217;s das Gratisweb, für &#8220;hochwertige journalistische Leistung&#8221; jetzt die Tablets.</p>
<p><strong>Lange Lebensdauer:</strong> Die einzelnen Magazine sollen eine lange Lebensdauer haben und Monate oder gar Jahre nach dem Erscheinen noch im App Store verkauft werden können.</p>
<p><strong>Updates für einen zweiten Verkaufspush:</strong> Mit Aktualisierungen &#8211; im Fall der ersten Nummer über Prinz William beispielsweise der umfassenden Analyse der Hochzeit des Prinzen &#8211; soll das &#8220;Appzine&#8221; ein zweites (Verkaufs-) Leben erhalten.</p>
<p><strong>Vollständig international:</strong> Publiziert in Deutsch, Englisch und Chinesisch, soll &#8220;The Collection&#8221; ein Publikum rund um den Globus ansprechen. Entsprechend muss die Themenwahl ausfallen: Behandelt werden Stoffe, die einen aktuellen Aufhänger, vor allem aber internationales Interesse haben.</p>
<p>Lanciert hat das Projekt Thomas Trüb, der in den Neunzigern schon mit einem boulevardesk aufgemachten Wirtschaftsblatt namens &#8220;Cash&#8221; <em>[bei dem <a href="http://neuerdings.com/author/psennhauser/">ich selbst knapp drei Jahre als Redakteur gearbeitet habe</a>]</em> die Schweizer Medienlandschaft in Aufruhr versetzt und die Wirtschaftsteile sämtlicher hiesiger Zeitungen lesbarer gemacht hat. Kein <a href="http://www.nzz.ch/2007/01/09/em/newzzEWQIJ68G-12.html">ausgesprochener Internet-Evangelist,</a> aber aufgeschlossen gegenüber Neuem.</p>
<p>An der Spitze des Redaktionsteams steht ein Mann, der netzwertig.com- oder vielmehr ehemaligen medienlese.com-Lesern bereits bekannt ist: Peter Hossli, bekennender Anhänger des hochwertigen Journalismus, der seiner Ansicht nach nie verschenkt werden und damit nicht im Internet verteilt werden darf. Dem Internet, <a href="http://netzwertig.com/2008/02/26/vor-zehn-jahren-wahn-in-der-datenbahn/">das er vor mehr als zehn Jahren schon für unbrauchbar erklärte</a>.</p>
<p>Man muss ihm lassen, dass das Konzept von &#8220;The Collection&#8221; konzis auf dieser Strategie gefahren wird: Radikal abgeschlossen, ohne Zwangswerbung, wird das Appzine den Nutzern verkauft &#8220;und es wird kein Content irgendwo im Internet verschenkt&#8221;, wie Hossli betont.</p>
<p>Social Media, Sharing? Klar, gibt&#8217;s auch: Die einzelnen Elemente &#8211; Artikel sind es ja nicht, wenn laut Hossli auch hinter jedem der Multimediagefässe ein enormer journalistischer Rechercheaufwand stehen wird &#8211; können via Twitter und Facebook weiterempfohlen werden. Ein Link ist dann jeweils auch eingebettet: Er führt direkt in den App Store. Bitte hier bezahlen.</p>
<p>Die &#8220;Leute wollen die Inhalte anfassen&#8221;, sagt Peter Hossli, und meint damit, dass die Rubbel-, Klick- und Schiebeaktionen in &#8220;The Collection diesem Bedürfnis gerecht werde. Ich erlaube mir hier zu widersprechen: <strong>Die Leserschaft will diskutieren, Inhalte teilen und speichern, zitieren und weiterverwenden</strong> &#8211; darauf basiert der Boom der sozialen Medien, und sie steht im <strong>Widerspruch zu isolierter Interaktion mit einem Programm.</strong></p>
<p>Und genau das ist &#8220;The Collection&#8221;. Ob ein angehängtes Forum zu jedem Thema &#8211; demnach monatlich ein neues &#8211; die Diskussionslust der Leserschaft zu befriedigen mag, möchte ich bezweifeln.</p>
<p>Nichtsdestotrotz ist dem Projekt, das in der Erstausgabe von einem winzigen Team mit einer Eigenlösung von Ringier geschaffen worden ist, eine gehörige Portion Experimentierfreude zu attestieren. Dass es ein Testballon sei, wollten die Ringier-Verantwortlichen nicht hören &#8211; wiesen aber gleichzeitig darauf hin, dass jedes App-Projekt für jeden Verlag vollständiges Neuland und die extreme Vielfalt der möglichen Medienformate eine Herausforderung seien: <strong>Es sei &#8220;nicht mal so einfach&#8221;, sagte Hossli, Journalisten zu finden, die bereit seien, sowas zu machen. </strong>Der geringste Teil der laut Hossli sehr aufwändig recherchierten Inhalte wird nämlich in Textform oder auch nur schon in klassischem Video oder Audio präsentiert. Ein bisschen kam einem die Beschreibung vor wie das Dilemma jeder TV-Redaktion, für die eine Story nur dann brauchbar ist, wenn man sie bildlich umsetzen kann.</p>
<p>Wenn &#8220;The Collection&#8221; also nicht erfolgreich sein sollte &#8211; was angesichts der breiten internationalen Lancierung und eines offensichtlich recht überschaubaren Betrags für den Anschub wenig wahrscheinlich ist &#8211; &#8220;bleiben die Erfahrungen im Haus und schaffen wertvolles Wissen&#8221;, wie Mediensprecher Matthias Graf festhielt.</p>
<p>Nun denn, die Erstausgabe ist im App Store erhältlich, die Version für Android soll im nächsten Quartal folgen.</p>
<p>Und dass das nächste Thema &#8211; Reproduktion des Menschen &#8211; wahrscheinlich doch sehr weit vom aktuellen Märchenprinzen entfernt liegt, stört offenbar niemanden: &#8220;The Collection&#8221; ist ein Magazin für &#8220;smarte Leute mit Sinn für Humor&#8221;, lässt Thomas Trüb sich zitieren.</p>
<p><a href="http://itunes.apple.com/de/app/the-collection/id427145593?mt=8#">The Collection</a> &#8211; erhältlich nur via iTunes und nur fürs iPad.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/04/13/the-collection-monothematisches-monatsmagazin-nur-fuer-tabletnutzer/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/04/13/the-collection-monothematisches-monatsmagazin-nur-fuer-tabletnutzer/&title=&#8220;The Collection&#8221;: Monothematisches Monatsmagazin  nur für Tabletnutzer&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/03/03/linkwertig-ipad-2-new-york-times-journalismus-html5/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/lw-0303.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/03/03/linkwertig-ipad-2-new-york-times-journalismus-html5/">Linkwertig: iPad 2, New York Times,  Journalismus, HTML5</a></b><br /><font size="2">Apple hat gestern das iPad 2 vorgestellt, die New York Times baut sich einen eigenen Groupon-Klon und mehr. </font><font color="#aaa">(3. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/06/18/newspass-google-will-verlagen-den-traum-von-bezahlinhalten-erfuellen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/06/google110.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/06/18/newspass-google-will-verlagen-den-traum-von-bezahlinhalten-erfuellen/">Newspass: Google will Verlagen den Traum  von Bezahlinhalten erfüllen</a></b><br /><font size="2">Google will offenbar unter dem Namen "Newspass" ein System für Bezahlinhalte aufbauen, an das sich Verlage anschließen können. Eine Idee mit Stärken und Schwächen. </font><font color="#aaa">(18. Juni 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/04/19/linkwertig-qualitaetsjournalismus-social-media-google-goats-ipad/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/04/lw-0419.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/04/19/linkwertig-qualitaetsjournalismus-social-media-google-goats-ipad/">Linkwertig: Qualitätsjournalismus, Social Media, Google Goats, iPad</a></b><br /><font size="2">Stefan Niggemeier dokumentiert die Sekektionsfähigkeit der Massenmedien, deutsche Version vom Social Media Prism und mehr. </font><font color="#aaa">(19. April 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Dein Blogwerk-Archiv: Die besten Artikel sammeln</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/02/23/dein-blogwerk-archiv-die-besten-artikel-sammeln/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/02/23/dein-blogwerk-archiv-die-besten-artikel-sammeln/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Memonic]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/2011/02/23/dein-blogwerk-archiv-die-besten-artikel-sammeln/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dein eigenes, persönliches Archiv: Ab sofort in allen Blogwerk-Blogs, kostenlos, in Zusammenarbeit mit Memonic.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zusammen mit Memonic hat Blogwerk seinen Blogs eine neue Funktion verpasst: Dein eigenes, persönliches Archiv.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/ablegen.jpg" width="114" height="114"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wer kennt nicht das Problem: Etwas spannendes im Internet gefunden, aber keine Zeit zum Lesen &#8211; und keine Lust, das ohnehin bestehende Chaos in der Lesezeichen-Spalte noch zu vergrössern. Ein Archiv müsste her, in das man den Artikel oder nur einen Teil davon ablegen, taggen und so säuberlich verstauen könnte.</p>
<p>Tataaa &#8211; die Blogwerk-Blogs bieten jetzt genau das. Wir haben uns mit dem Zürcher Startup <a href="http://www.memonic.com/">Memonic</a> zusammengetan, das eine der innovativsten Webarchiv-Lösungen entwickelt hat und laufend weiter entwickelt.</p>
<p>Ab sofort findet Ihr unter jedem Artikel in Eurem Leibblog &#8211; sei es <a href="http://neuerdings.com">neuerdings.com</a>, <a href="http://netzwertig.com">netzwertig.com</a>, <a href="http://fokussiert.com">fokussiert.com</a>, <a href="http://imgriff.com">imgriff.com</a> oder <a href="http://startwerk.ch">startwerk.ch</a> &#8211; einen kleinen Knopf mit der Aufschrift &#8220;ablegen&#8221;:</p>
<p><span id="more-16456"></span></p>
<p>Ein Klick darauf und der Artikel ist im <a href="http://blogwerk.com/archiv">persönlichen Archiv</a> verstaut (wenn Du Dich bereits registriert oder für die registrierungsfreie Version des Archivs entschieden hast). Im Archiv lassen sich so Artikel sammeln und ordnen, mit Tags versehen und in Gruppen mit anderen austauschen; man kann hier auch eigene Notizen zu den Artikeln verfassen.</p>
<p>Wo Ihr in <strong>Euer Archiv</strong> reinkommt? Oben rechts in unserer kleinen Meta-Navigationsleiste findet sich der Link mit der Aufschrift &#8220;Mein Archiv&#8221;, dort geht&#8217;s rein. Wenn Ihr Euch auf einer Blogwerk-Site anmeldet, könnt Ihr <strong>100 Artikel kostenlos speichern und verwalten</strong> (oder den Dienst gleich ohne jede Registrierung mit bis zu zehn Artikeln ausprobieren). Das Premium-Abo kriegt Ihr von Memonic; wir wollen aber keinen Hehl daraus machen, dass wir eine Provision erhalten. Es gilt wie immer die Devise: Für Euch bleibt alles gleich, aber Ihr unterstützt Euer Leibblog.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/bild-28.jpg" width="450" height="63"  alt="Bild" /><br /></p>
<p>Wenn wir gleich bei der Unterstützung sind: Das Archiv ist der wichtigste Teil, aber wir haben uns eigentlich gleich ein Mini-Redesign geleistet. Die Button-Leiste unter den Artikeln ist vereinheitlicht und verbessert worden. <strong>Für uns der wichtigste Knopf ist der grün-orange ganz rechts,</strong> den Ihr doch bitte häufig benutzen mögt &#8211; mit dem Spendendienst Flattr könnt ihr uns für besonders gute Artikel belohnen. Oder aber Ihr entscheidet Euch für eine direkt-Spende oder ein freiwilliges Abo und klickt dazu auf den etwas grösseren <strong>Flattr-Button oben rechts über den Sponsoren in jedem Blog:</strong> Damit könnt Ihr bestimmen, was Ihr uns zukommen lassen wollt.</p>
<p>Wir freuen uns natürlich über materielle Zuwendungen, aber es lebt der Blogger nicht vom Geld allein &#8211; Applaus mögen wir auch. Und damit Ihr uns Eure Zustimmung und den anderen Lesern sehr deutlich Eure Bewertung eines Texts zur Kenntnis bringen könnt, haben wir den Facebook-&#8221;Like&#8221;-Knopf oben rechts in die Titelzeile der Artikel verlegt. So ist immer sofort sichtbar, wie viele Leser sich schon für den Text begeistert haben.</p>
<p>Ihr könnt den Artikel natürlich auch auf Facebook (und via Twitter, und via Xing) weiterverbreiten, was üblicherweise nach der Komplettlektüre stattfindet, weshalb wir diese Buttons zum flattr-Knopf ganz unter dem Artikel (gleich vor den kostenfreien Kommentaren&#8230;) angelegt haben.</p>
<p>Wir hoffen, Ihr seid mit uns einer Meinung, dass die Sozialen Medien der Blogwerk AG mit diesen Zusatzleistungen noch ein bisschen sozialer werden. Vielleicht ist Euch das ja ein paar flattr-Klicks wert.</p>
<p>Und wenn Ihr Euch von der Nützlichkeit vom Artikelarchiv &#8220;by Memonic&#8221; überzeugt habt, seid so nett und wechselt über unsere Plattform auf das attraktive Premium-Angebot. Ihr nützt damit uns und Euch.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/02/23/dein-blogwerk-archiv-die-besten-artikel-sammeln/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/02/23/dein-blogwerk-archiv-die-besten-artikel-sammeln/&title=Dein Blogwerk-Archiv: Die besten Artikel sammeln&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/12/28/springpad-digitales-notizbuch-und-aufgabenverwaltung-in-einem/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/springpad110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/12/28/springpad-digitales-notizbuch-und-aufgabenverwaltung-in-einem/">Springpad: Digitales Notizbuch und  Aufgabenverwaltung in einem</a></b><br /><font size="2">Springpad ist eine Mischung aus Onlinenotizbuch und Aufgabenverwaltung. Der bereits länger existierende US-Dienst überzeugt durch eine intuitive Benutzerführung, ein angenehmes Design und eine bemerkenswerte Schnelligkeit. </font><font color="#aaa">(28. Dezember 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/12/08/linkwertig-google-chrome-apache-wave-salesforce-memonic/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/lw-1208.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/12/08/linkwertig-google-chrome-apache-wave-salesforce-memonic/">Linkwertig: Google Chrome, Apache Wave,  Salesforce, Memonic</a></b><br /><font size="2">Google über die Zukunft von Google Chrome, Apache übernimmt Wave, Salesforce stellt eine Datenbanklösung in der Cloud vor und mehr. </font><font color="#aaa">(8. Dezember 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/10/19/doodle-wuala-memonic-mit-dem-eknife-zu-einer-besseren-konversionsrate/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/eknife_19102010_1109.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/10/19/doodle-wuala-memonic-mit-dem-eknife-zu-einer-besseren-konversionsrate/">Doodle, Wuala & Memonic: Mit dem eKnife  zu einer besseren Konversionsrate</a></b><br /><font size="2">Doodle, Wuala & Memonic haben Details zu ihrem neuen eKnife-Produkt bekannt gegeben: Unter dem Label soll zeitlich begrenzt ein vergünstigtes Paket mit den Premium-Versionen der drei Dienste vermarktet werden. </font><font color="#aaa">(19. Oktober 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://ad1.adfarm1.adition.com/redi?sid=495661&kid=277922&bid=959294 " target="_blank" alt="Microsoft IE9" title="Microsoft IE9">
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    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.businessad.de/de/portfolio/mittelstande/netzwertig/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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<media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/ablegen-neu.jpg" type="" expression="sample" />
	</item>
		<item>
		<title>Hashable: Der Pagerank für Menschen</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hashable]]></category>
		<category><![CDATA[Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=16091</guid>
		<description><![CDATA[Bei Hashable "checkt" der Nutzer soziale Aktionen mit Menschen ein. Daraus entsteht ein Reputationssystem - der "Pagerank für Menschen". Er dürfte das nächste grosse Ding werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Hashable ist ein soziales Netzwerk zwischen foursquare und Linkedin: Statt an Orten &#8220;checkt&#8221; der Nutzer soziale Aktionen mit Menschen ein. Daraus entsteht ein Reputationssystem &#8211; der &#8220;Pagerank für Menschen&#8221;. Er dürfte das nächste grosse Ding werden.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/hashable1-png/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/hashable1-small.png" width="450" height="246"  alt="Hashable registriert jedes Zusammentreffen von Mitgliedern - und Dritten." /></a></p>
<p>&#8220;Nach Los Angeles&#8221;, erklärt mir <a href="http://hashable.com/#!/jane">Jane Kim</a> von <a href="http://hashable.com/#!/home">Hashable</a> auf die Frage, wohin die Promotionstour weiter führt, auf der sie (VP Business-Development), <a href="http://hashable.com/#!/mikeyavo">Hashable-CEO Michael Yavonditte</a> und Hashable-Marketing-Chefin <a href="http://hashable.com/#!/emily">Emily Hickey</a> unterwegs sind.</p>
<p>LA? Das Startup aus New York ist im Big Apple längst gross im Gespräch, in San Francisco hat die Tour vor den &#8220;Crunchies&#8221; für eine Lawine an Blogposts und Tweets gesorgt &#8211; aber LA? Was soll ein geekiges Nerdtool-Startup wie Hashable in LA?</p>
<p><span id="more-16091"></span></p>
<p>&#8220;Die Hightech-Szene dort ist tatsächlich sehr klein&#8221;, bestätigt Jane &#8211; &#8220;aber wir haben dennoch bereits eine beträchtliche Zahl an Nutzern.&#8221;</p>
<p>Bei genauem Hinsehen ergibt das absolut Sinn. Denn Hashable ist <strong>ein soziales Netzwerk, das die Qualität von Beziehungen zwischen Menschen abbildet.</strong> Und nichts ist in Hollywood mehr wert als gute Beziehungen.</p>
<p>Während <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a>, <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a>, <a href="http://www.foursquare.com">foursquare</a>, <a href="http://www.linkedin.com">Linkedin</a> und hierzulande <a href="http://www.xing.com">Xing</a> unter anderem ebenfalls dazu verwendet werden können, die eigene Popularität und die Nähe zu wichtigen Personen zu demonstrieren, konzentriert sich Hashable konsequent auf diesen Aspekt.</p>
<p>Das funktioniert sehr einfach: Zu Beginn meines Treffens mit Jane im Parc 55 Wyndham Hotel tweete ich &#8220;#coffee mit @jinner13&#8243; &#8211; und Hashable, dem ich Zugriff auf meinen Twitterstream gegeben habe, verzeichnet eine &#8220;Kaffeetreffen&#8221;-Verbindung zwischen mir und Jane Kim. Ich könnte die Aktivität auch per Mail an meinen Hashable-Account schicken oder in der Hashable-App auf dem iPhone eingeben (weitere Eingabemöglichkeiten sind in Vorbereitung, siehe unten).</p>
<p>Nun ist die Verbindung zu Jane im System gespeichert. Sie taucht in einem Echtzeit-Stream aller Aktivitäten von Hashable-Nutzern für meine Region auf, und weil sowohl Jane als auch ich einen öffentlichen Hashable-Account haben, kann auch jeder mein Profil einsehen und dort nachgucken, mit wem ich welche Verbindungen habe oder mit wem ich mich gerade treffe.</p>
<p>Die Qualität dieser Verbindungen wird für jede Person mit einem Prozentbalken qualifiziert &#8211; der steigt an, falls die Verbindung zu Jane mit weiteren Kontakten gefestigt wird. Zugleich erhalte ich für jede Aktivität mit einer Person eine bestimmte Anzahl &#8220;HashCred&#8221;, eine interne Währung. Die Leute mit der höchsten HashCred-Zahl werden im &#8220;Leaderboard&#8221; einer Region angezeigt. Aktivitäten werden mit Hashtags beschrieben und verschieden bewertet. Neue Tags können jederzeit benutzt werden und werden mit der Zeit vom System adaptiert und eingestuft.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/hashable2-png/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/hashable2-small.png" width="450" height="260"  alt="Ein Hashtag, eine Mailadresse oder ein Twitter-Handle, und fertig ist der Eintrag bei Hashable." /></a></p>
<p>Damit wird klar: Der Wert von Hashable liegt nicht in der Echtzeit, sondern <strong>im kontinuierlichen Aufbau meines Beziehungs-Index.</strong> Je mehr Daten Hashable hat, umso leichter wird es, die wesentlichen Player zu identifizieren &#8211; branchenweise, regional oder nach welchen Kriterien auch immer.</p>
<p>Auch wenn Jane im Gespräch den spielerischen Charakter und die Adressbuch-Funktion von Hashable für den einzelnen Nutzer betont, liegt der eigentliche Wert in diesem Index-System, das sich am ehesten mit Googles Pagerank für Websites vergleichen lässt. Auch dort gilt: Natürlich bringt eine Verlinkung von einem massgebenden Blog sofort neue Besucher, wichtiger aber ist sie wegen ihrer langfristigen Wirkung auf den eigenen Pagerank.</p>
<p><strong>Anders als die schiere Zahl der &#8220;Freunde&#8221; auf Facebook oder die vielfach als Gefälligkeiten abgegebenen &#8220;Empfehlungen&#8221; auf LinkedIn wird meine Reputation durch die Intensität der Beziehung und die &#8220;Qualität&#8221; der Kontaktpersonen gemessen.</strong> Wer den einflussreichsten Anwalt im Showbusiness von Hollywood finden und sich nicht auf Hörensagen verlassen will, wird ihn wohl bald via Hashable ermitteln können. Das gleiche gilt für den Haarstylisten in Berlin, den Lobbyisten in Washington oder den Opernsänger in Zürich.</p>
<p>Das ist kein Spiel und keine trendige Geek-Anwendung wie foursquare, dessen immanenter Nutzen eigentlich nur darin besteht, dass man den Aufenthaltsort von Freunden erfährt und vielleicht da und dort Vergünstigungen kriegt. Der Druck, bei Hashable dabei zu sein, um den eigenen Status zu demonstrieren, steigt im Quadrat mit der Nutzerzahl und erwächst aus professionellen Gründen ebenso wie aus gesellschaftlichen.</p>
<p>Auf dem Weg die Suchmaschine für einflussreiche Menschen zu werden, muss das Startup, das aus dem Finanzdienst <a href="http://www.tracked.com/">Tracked.com</a> entstanden und bisher mit 25 Millionen finanziert worden ist, allerdings so manche Fallgrube umgehen. Datenschutzrechtliche und kulturelle Probleme werden sich rasch manifestieren. Zugleich ist die weltweite Verbreitung des Systems von eminenter Bedeutung, denn wenn Player mit guten internationalen Beziehungen ihren Status nicht aufbauen können, werden sie ungehalten sein.</p>
<p>Hier zeigen sich auch Chancen und Risiken &#8211; um nur eine zu nennen: <strong>Nicht-Mitglieder werden von Hashable ebenfalls erfasst.</strong> Wenn ich einen Kontakt mit einer solchen Person eingebe, liefere ich ja entweder den Twitter-Handle oder die Mailadresse des Gegenübers an Hashable. Dort wird der Kontakt zwar im Stream anonymisiert als &#8220;Someone&#8221; angezeigt (wie auch bei Mitgliedern, die ihr Profil unsichtbar machen wollen), aber in der Datenbank erfasst. Sobald sich nun die Person bei Hashable anmeldet, wird die gesamte gespeicherte Geschichte auf einen Schlag sichtbar (ähnlich einem von Facebook eingesetzten Verfahren, welches <a href="http://www.golem.de/1101/80912.html">es auf Druck von Datenschützern in Deutschland nun aufgeben muss</a>).</p>
<p>Jane pflichtet bei, dass die Glaubwürdigkeit von Hashable höchste Bedeutung hat. So könnte es sein, dass der Dienst irgendwann ein Bestätigungssystem einrichtet (das er jetzt noch nicht hat), wonach ein Kontakt erst gewertet wird, wenn er vom Gegenüber bestätigt wurde. Noch sei es zu früh, solche Dinge konkret zu machen.</p>
<p>Hashable steht derzeit in einer halbgeschlossenen Betaphase (jedes Mitglied kann durch neue Kontakte und die &#8220;Introduction&#8221; von Mitgliedern und nicht-Mitgliedern einladen) und dürfte sich sehr rasch in einzelnen Branchen verbreiten &#8211; und dabei geografische Grenzen sprengen.</p>
<p>Integration ist ein Schwerpunkt bei der Entwicklung: Meine eigene Anmeldung dauerte dank Schnittstellen zu Twitter, Linkedin (wo man das Profil absaugen lassen kann) und Gmail vielleicht drei Minuten. Neben der iPhone-App kann das System via Email und Twitter &#8220;gefüttert&#8221; werden; eine Android-App sei kurz vor Fertigstellung (&#8220;heute hätten wir wohl zuerst Android bedient&#8221;, sagt Jane), die funktionale Integration von Hashable in foursquare, <a href="http://www.gowalla.com">Gowalla</a> und andere Dienste ist absehbar.</p>
<p>Ob Hashable irgendwann von einem Netzwerk wie Linkedin oder Facebook aufgekauft oder eigene Monetarisierungsmodelle entwickeln wird, ist offen. Dass es das nächste grosse Ding in der Welt der Beziehungsnetze wird, halte ich für wahrscheinlich &#8211; wenn es gelingt, die beträchtlichen kulturellen und rechtlichen Hürden zu bewältigen, rasch global zu werden und den Index schneller aufzubauen als die Copycats, die zweifellos in Kürze wie Pilze aus dem Boden schiessen werden.</p>
<p>Wir haben zehn Einladungen für Hashable. Hinterlasst bei Interesse einen entsprechenden Kommentar unter Angabe eurer E-Mail-Adresse im dafür vorgesehenen Feld. <strong>iPhone-Besitzer können sich auch ohne Einladung über die Hashable-App registrieren.</strong></p>
<p><strong>Update: </strong>Die Einladungen sind weg.</p>
<p>Link: <a href="http://hashable.com/#!/home">Hashable</a></p>
<p><a title="Ein Hashtag, eine Mailadresse oder ein Twitter-Handle, und fertig ist der Eintrag bei Hashable." href="http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/hashable2-png/"></a></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/01/24/hashable-der-pagerank-fuer-menschen/&title=Hashable: Der Pagerank für Menschen&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/01/19/studie-social-networking-bereichert-das-reale-soziale-leben/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/socialnetworking19012011_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/01/19/studie-social-networking-bereichert-das-reale-soziale-leben/">Studie: Social Networking bereichert  das reale soziale Leben</a></b><br /><font size="2">Eine umfangreiche Studie von Pew Research belegt, dass sich die Nutzung des Internets sowie sozialer Netzwerke positiv auf die Gruppenzugehörigkeit und den Umgang mit anderen Menschen auch im realen Leben auswirkt. </font><font color="#aaa">(19. Januar 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/01/18/fashiolista-last-fm-fuer-modefreunde/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/fashiolista110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/01/18/fashiolista-last-fm-fuer-modefreunde/">Fashiolista: Last.fm für Modefreunde</a></b><br /><font size="2">Fashiolista heißt ein Startup aus Amsterdam, mit dessen Hilfe an Mode interessierte User bei Onlineshops gefundene Kleidungsstücke "bookmarken" und ihren Followern präsentieren können. </font><font color="#aaa">(18. Januar 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/01/14/niedergang-von-myspace-eine-einmalige-chance-fuer-restorm-com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/restorm110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/01/14/niedergang-von-myspace-eine-einmalige-chance-fuer-restorm-com/">Niedergang von MySpace: Eine einmalige Chance  für restorm.com</a></b><br /><font size="2">Die Abwärtsspirale bei MySpace ist nicht zu stoppen. Viele Musiker fragen sich nun, wo sie ihr nächstes digitales Zuhause aufschlagen sollen - eine einmalige Chance für das Schweizer Startup restorm.com. </font><font color="#aaa">(14. Januar 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wikileaks: Gefahr für die Netzneutralität</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 17:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Redefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikileaks ist keine Revolution, sondern eines ihrer Symptome. Aber möglicherweise das mit den bisher schwerwiegendsten Konsequenzen: Es dürfte zu einer breiten Allianz gegen die Netzneutralität führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wikileaks ist keine Revolution, sondern eines ihrer Symptome. Aber möglicherweise das mit den bisher schwerwiegendsten Konsequenzen: Es dürfte zu einer breiten Allianz gegen die Netzneutralität führen.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/assange.jpg" width="170" height="170"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Der neudeutsche &#8220;Shitstorm&#8221;, den dieser Tage Unternehmen wie die Schweizer Postbank Postfinance über sich ergehen lassen müssen, weil sie der Organisation <a href="http://www.wikileaks.ch">Wikileaks</a> die Zusammenarbeit entzogen hat, wird seine Spuren hinterlassen. Und auch wenn wir sie dannzumal nicht mehr als solche erkennen werden, werden wir wahrscheinlich darunter zu leiden haben.</p>
<p>Die Skriptkiddies und Cyber-Anarchos, die in heller Empörung Paypal, Mastercard und eben Postfinance mit DDoS-Angriffen überziehen und deren Facebook-Seiten mit Beschimpfungen zumüllen, leisten ihrer eigentlichen Absicht den gleichen Bärendienst, für den ich auch zunehmend das Vorgehen von Wikileaks halte.</p>
<p><span id="more-15638"></span></p>
<p>Die sehr beschränkte Machtdemonstration wird eine unbeschränkte und langanhaltende Gegenbewegung aus einer unheiligen Allianz von Wirtschaftsvertretern, Konzernsauriern und Politikern zur Folge haben, die sich bereitwillig vor den Karren jener Leute spannen lassen, welche unter dem Vorwand staatspolitischer und gesellschaftlicher Räson aus purem Eigenininteresse die Netzneutralität und die freie Architektur des Internets zu zerstören versuchen.</p>
<p>Das wird ihnen natürlich nicht gelingen, aber wie sehr unsinnige Regulierungen und politische Panikmache die Entwicklungsmöglichkeiten einschränken und bereits eingefallene Mauern durch neue Zäune zu ersetzen vermögen, brauche ich angesichts der Grotesken, welche sich namentlich Deutschland mit Internet-Regulierungen leistet, wohl niemandem zu erklären.</p>
<p>Das folgende ist nicht mehr als meine sprichwörtlichen &#8220;two cents&#8221; zum Thema. Aber als Journalist sehe ich die Vorgänge in einem anderen Licht als viele Kollegen, welche Wikileaks für eine Revolution und den &#8220;alten Journalismus&#8221; für überholt und korrupt halten.</p>
<p><strong>Die Revolution ist nicht Wikileaks</strong></p>
<p>Die Revolution besteht nicht in Wikileaks, sondern im Internet. Das ist eine banale Feststellung. Welch breite disruptive Wirkung die Technologie haben könnte, wissen wir seit mehr als einem Jahrzehnt; dass sie zugleich ungeheure Chancen bietet, wissen zumindest all jene, die sich damit tagtäglich auseinandersetzen. Allerdings gibt es auch viele Interessensträger, welche die Chancen als Gefahren für ihre Geschäftsmodelle erkannt haben und seither nach einer Argumentation suchen, das Internet in streng kontrollierte Bahnen zu kanalisieren.</p>
<p>Wikileaks ist eine grundsätzlich begrüssenswerte Erscheinung, die in der Übergangsphase garantieren könnte, dass der Journalismus von den Verlagen nicht trotz serbelndem Geschäftsmodell im Austausch gegen protektionistische Regulierungen der Politik geopfert wird. Wenn ein &#8220;neutrales&#8221; Gremium als Anlaufstelle für Whistleblower dafür sorgt, dass keine (öffentlichkeitsrelevante) Information mehr durch Absprachen und Einflussnahmen aus den Medien gehalten werden kann, gibt es für diese Medien auch keinen Grund mehr, solche Absprachen zu treffen.</p>
<p>Einschub: Eigentlich sollte der Markt diese Garantie leisten, aber zumindest in den USA ist seit 9/11 auch in namhaften Medienhäusern eine Bereitschaft zum Kuschen zu erkennen, die über alles bisher dagewesene hinausgeht und ihre Ursachen in einer Mischung aus wirtschaftlicher Bedrohung (durch das Internet) und politischer Gleichschaltungs-Polemik hat.</p>
<p><strong>Die Absicht der Wikileaks-Gründer und Träger könnte aber nach hinten losgehen. Nämlich dann, wenn die Wirkung des &#8220;Vorzeigeportals&#8221; Wikileaks in der Summe geringer ausfällt als die Reaktion, die sie hervorruft.</strong></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/postfinance-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/postfinance-small.jpg" width="450" height="194"  alt="" /></a></p>
<p>Deswegen erscheint mir der Frontalangriff auf die USA das Falscheste, was man derzeit zur Stärkung der Internet-Demokratie und der Informationsfreiheit tun kann. Wer jubelt, dass Wikileaks (ausschliesslich mit Hilfe der alten Medien) in den Schlagzeilen stehe und den Politikern gezeigt habe, was eine Harke ist; wer Unternehmen angreift, die sich aus dem Tauziehen mit legitimen Mitteln raushalten wollen, der liefert den Gegnern Argumente für mehr Kontrolle, mit denen die unentschiedene (und ignorante) Mehrheit überzeugt werden wird.</p>
<p>Erst jetzt und erst durch das Aufsehen rund um Wikileaks nämlich hat wohl auch der hinterste amerikanische Lokalpolitiker verstanden, dass Wikileaks (lies: das Internet) jederzeit all seine Machenschaften an die Öffentlichkeit bringen und er nichts dagegen unternehmen kann. Er wird deswegen ohne jeglichen Sachverstand jedem Kontrollversuch zustimmen.</p>
<p>Man kann von den USA halten, was man will, aber sie waren bisher der wichtigste Garant von Netzneutralität und Redefreiheit. Den Macht- und Geldhabern in dieser Situation zu zeigen, dass diese Freiheiten letzlich <em>für sie selbst</em> zur grössten Bedrohung überhaupt werden könnten, klingt nicht nach einer Strategie.</p>
<p><strong>Rohe Daten sind keine Information und keine Öffentlichkeit</strong></p>
<p>Das wäre anders, wenn die bisherigen Veröffentlichungen von Wikileaks über alle Zweifel erhaben und ihr Nutzen für die Gesellschaft eindeutig erkennbar wäre. Aber was Wikileaks derzeit vor allem beweist, ist, dass</p>
<ul>
<li>
<div>verfügbare Daten noch nicht Information sind;</div>
</li>
<li>
<div>dass die alten Medien noch immer ein quasi-Monopol auf Aufmerksamkeit haben und</div>
</li>
<li>
<div>dass letzlich Verschwörungstheorien und der Thriller rund um die Information mehr interessiert als diese selbst.</div>
</li>
</ul>
<p>Abgesehen davon, dass jeder einen in Gang bringen kann, hat sich also an den Informationsflüssen noch nichts geändert. Auch nicht an den journalistischen Prozessen, die über Jahrhunderte entstanden sind und aus Beschaffung, Beurteilung, Aufbereitung und Verbreitung bestehen.</p>
<p>Denn rohe Daten sind noch keine Information, und Information ist noch keine Öffentlichkeit. Wer Öffentlichkeit schaffen will, braucht Information plus Relevanz und / oder Interesse. An den grundlegenden Abläufen, wie aus rohem Wissen Öffentlichkeit entsteht, vermag das Internet und ganz bestimmt Wikileaks allein noch nichts zu verändern. Betroffenheit ist Trumpf, und wer sich filmen lässt, wenn er ein Kätzchen quält, muss nicht mehr nur den Lokalsender und die Polizei, sondern eine weltumspannende Internet-Hetzjagd fürchten. Dass das mehr interessiert als tiefgreifende Gesetzesanpassungen, daran hat das Internet noch nichts geändert.</p>
<p>Journalisten haben nicht aus Spass auf ethische und moralische Regeln bei der Verarbeitung von Daten zu Öffentlichkeit geachtet, sondern aus simplen ökonomischen Notwendigkeiten. Ein Informant, den man preisgibt, wird einem nicht nur nichts mehr erzählen, sondern auch andere Informanten (&#8220;Whistleblower&#8221;) abschrecken; wenn man irrelevante Vorgänge unnötig ans Licht zerrt, werden Quellen versiegen, wenn man Unwahrheiten kolportiert oder Einzelinteressen aufsitzt, wird das Publikumsvertrauen schwinden.</p>
<p>Wikileaks unterliegt diesen Regeln genauso wie jedes andere Outlet. Als ungefilterte Datenhalde verliert es Brisanz, ohne Redaktion verkommt es zum Verleumdungsportal, und durch Gewichtung wiederum wird es zum Interessenträger.</p>
<p><strong>Die Ignoranz zum Gegner machen</strong></p>
<p>Das ist es bereits, indem seine Macher öffentlich ankündigen, wen sie &#8220;aufs Korn nehmen&#8221; werden. Das wäre weiter nicht schlimm, denn selbst beim Untergang von Wikileaks wird ja nicht die Idee für einen &#8220;Steinbruch geprüfter, unkommentierter Daten&#8221; im Internet untergehen.</p>
<p>Aber die aktuelle Provokation macht bisher unbeteiligte, ignorante und mächtige Leute zu radikalen Gegnern der Presse- und Redefreiheit, die gerade jetzt dank des Internets auf extrem viel weitere Kreise als die &#8220;Presse&#8221; ausgeweitet werden könnte.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/postfinance-jpg/"></a></p>
<p>Die Wikileaks-Macher haben eine grössere Verantwortung als die Journalisten, weil die innerhalb alter Regelsätze operieren, während Wikileaks die Entstehung der neuen mitprägt. Weil ohnehin klar ist, dass auch Wikileaks &#8211; wie jede Redaktion &#8211; allein schon durch die Auswahl der Themen Stellung bezieht (um nicht zu sagen einer Agenda nachkommt), sollte die auf einer Strategie beruhen, die weiter geht als einen möglichst hohen Aufmerksamkeitsgrad zu erreichen.</p>
<p>Vielleicht sehe ich es ja nicht, aber derzeit scheint mir Wikileaks die Aufmerksamkeit vor allem der falschen Leute zu gewinnen.</p>
<p>Die Revolution wird nicht mehr gestoppt, aber sie könnte einen wesentlich blutigeren und weniger erfolgreichen Ausgang nehmen, nur weil zu früh ein paar schlafende Hunde geweckt wurden.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2010/12/09/wikileaks-gefahr-fuer-die-netzneutralitaet/&title=Wikileaks: Gefahr für die Netzneutralität&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/10/27/linkwertig-paypal-big-brother-awards-netzneutralitaet-open-data/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/lw-1027.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/10/27/linkwertig-paypal-big-brother-awards-netzneutralitaet-open-data/">Linkwertig: Big Brother Awards, Netzneutralität,  Open Data, Journalismus</a></b><br /><font size="2">Mrtopf über Netzneutralität, der Elektrische Reporter über Open Data, Google unterstützt Journalismus und mehr. </font><font color="#aaa">(27. Oktober 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/die-welt-die-erste-deutsche-medien-ipad-app-enttaeuscht/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/weltapp110.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/die-welt-die-erste-deutsche-medien-ipad-app-enttaeuscht/">"Die Welt": Die erste deutsche Medien-iPad-App enttäuscht</a></b><br /><font size="2"><p>Axel-Springer-CEO Döpfner lässt sich im amerikanischen Fernsehen als digitaler Visionär feiern. Doch seine erste App für das iPad enttäuscht.</p> </font><font color="#aaa">(9. April 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/04/08/wikipedia-und-wikileaks-auch-nonprofit-braucht-geld/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/04/npoconomy110.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/04/08/wikipedia-und-wikileaks-auch-nonprofit-braucht-geld/">Wikipedia und WikiLeaks: Auch Nonprofit braucht Geld</a></b><br /><font size="2">Die Nonprofit-Projekte Wikipedia und WikiLeaks erfüllen eine immens wichtige Funktion im Netz. Gleichzeitig stehen sie vor einem immanenten Finanzierungsproblem. </font><font color="#aaa">(8. April 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    </div>
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    </div>
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	</item>
		<item>
		<title>Twitter: Habt Ihr uns noch im Auge?</title>
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		<comments>http://netzwertig.com/2010/12/03/twitter-habt-ihr-uns-noch-im-auge/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 11:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben die Twitter-Kanäle der Blogwerk-Blogs "konsolidiert": Ihr findet uns unter dem Namen dieses Blogs auf Twitter - ohne ".com".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wir haben die Twitter-Kanäle der Blogwerk-Blogs &#8220;konsolidiert&#8221;: Ihr findet uns unter dem Namen dieses Blogs auf Twitter &#8211; ohne &#8220;.com&#8221;.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/tweety.png" width="220" height="219"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wer bisher &#8220;netzwertig_feed&#8221; auf Twitter gefolgt ist, könnte sich heute kurz gewundert haben, denn der Account heisst ab sofort nur noch &#8220;netzwertig&#8221;. Natürlich ist netzwertig.com genauso wie die andern Blogwerk-Blogs (<a href="http://neuerdings.com">neuerdings.com</a>, <a href="http://imgriff.com">imgriff.com</a>, <a href="http://fokussiert.com">fokussiert.com</a>, <a href="http://startwerk.ch">startwerk.ch</a>) weiterhin auf Twitter vertreten. Aber wir haben das bisherige Vorgehen, Tweets über neue Artikel in einem anderen Feed zu posten als Hinweise und persönliche Tweets der Redakteure, zugunsten eines kombinierten Twitterkontos mit dem ganzen Mehrwert der Blogs angepasst.</p>
<p>Die Blogwerk-Blogs sind jetzt alle jeweils unter dem Blogname (ohne &#8220;.com&#8221;) auf Twitter zu finden und verfolgbar. In diesem Kanal werden neu alle Tweets der Redaktion des Blogs zu finden sein, und wir freuen uns, wenn Ihr uns folgt.</p>

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		<title>Facebook Groups: Geschlossene Gesellschaft</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/10/06/facebook-groups-geschlossene-gesellschaft/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/10/06/facebook-groups-geschlossene-gesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 20:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Zuckerberg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netze]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Facebook wird komplexer: Die neue Gruppen-Funktion teilt das Sozialnetz in  verschiedene Kreise - ganz wie das reale Leben. Mit allen Vor- und Nachteilen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Facebook wird komplexer: Die neue Gruppen-Funktion teilt das Sozialnetz in  verschiedene Kreise &#8211; ganz wie das reale Leben. Mit allen Vor- und Nachteilen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/10/06/facebook-groups-geschlossene-gesellschaft/zuck-png/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/zuck-small.png" width="220" height="199"  alt="Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der neuen Facebook-Features" align="right" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Die grosse Frage, die sich bei jedem neuen Kontakt auf Facebook bisher gestellt hat: Will ich, dass diese Person all meine privaten Mitteilungen, Fotos und sonstigen Informationen mitkriegt?</p>
<p><strong>Groupchat und Dokumenten-Sharing</strong><br />
Jetzt löst Facebook dieses Problem mit einem neuen Feature: <a href="http://blog.facebook.com/blog.php?post=434691727130">geschlossene Gruppen</a>. Listen und Gruppen gab es zwar bisher bereits, aber sie boten beschränkte Möglichkeiten, und sie waren entweder offen oder zentral verwaltet. Die neuen Gruppen erlauben erstens weitreichende Kollaboration wie einen Gruppen-Chat &#8211; und sie erlauben einen komplexeren Entstehungsprozess der Gruppe, indem Mitglieder andere einladen, Gruppen aber geschlossen oder gar geheim bleiben können. <span id="more-14852"></span></p>
<p>Mein Approach zum eingangs erwähnten Problem war bisher, nur Leute als meine &#8220;Freunde&#8221; zuzulassen, zu denen ich tatsächlich eine, wenn auch bisweilen marginale, <em>persönliche</em> Beziehung habe oder hatte. Geschäftskontakte waren eine Sache für Xing und Linkedin. Andere Facebook-Benutzer haben angeblich zwei oder mehrere Profile angelegt, um die verschiedenen sozialen Kreise auseinanderzuhalten.</p>
<p>Mit dem neuen Gruppen-Feature wird es nun einerseits einfacher, die Art der eigenen Beziehungen zu organisieren. Das dürfte zwei Folgen haben: Mein generelles Netzwerk wird sich aufblasen, weil die Hemmschwelle zur Annahme von Freundschaftsanträgen sinkt, aber meine Posting-Zahl auf meiner persönlichen und durch die wachsende Zahl Halb-Bekannter schon fast vollständig öffentlichen Wall sinkt ebenfalls, weil ich mich mehr und mehr in den verschiedenen Gruppen zu Wort melde.</p>
<p>Und damit stellt sich die Frage, ob die Gruppen nicht das Wesen von Facebook völlig umkrempeln. Denn der Umstand, dass <em>alle,</em> mit denen ich mich verknüpft habe, grundsätzlich auch alles mitkriegen, was ich poste, sorgte bisher für ein Bewusstsein für ein soziales Gefüge.</p>
<p>Die weit höhere Komplexität der in Gruppen verschiedener Intensität unterteilten Netzwerke schafft neue Möglichkeiten, hebt aber auch dieses simple Gefühl von Verbundensein oder eben nicht auf. Anders gesagt: Fusst der Erfolg von Facebook nicht auf der extrem vereinfachten Abbildung sozialer Beziehungen &#8211; ich kenne jemanden, also gehört er in mein Netz? Oder ist Facebook als System vielleicht jetzt gross genug, um neue Layer einzuführen?</p>
<p><strong>Geschossene und geheime Gruppen<br />
</strong>Für den einzelnen Nutzer dürfte der Überblick jedenfalls sehr viel komplizierter werden &#8211; und das Risiko, etwas aus Versehen auf der eigenen Wall und damit öffentlich statt in einer bestimmten Gruppe zu posten, dürfte steigen.</p>
<p>Die Gruppen können wie bisher öffentlich sein (jeder kann sich ihr anschliessen), geschlossen (das Profil der Gruppe ist sichtbar, man kann eine Mitgliedschaft auf Knopfdruck bei den Administratoren beantragen) oder &#8220;geheim&#8221;: noch nicht mal die Existenz der Gruppe ist öffentlich (ich bin gespannt, was die NSA und das Homeland-Departement dazu sagen&#8230;). Die Nachrichten aus der Gruppe werden indes im Newsstream der Mitglieder auftauchen.</p>
<p><strong>Virales Modell bei der Gruppenbildung</strong><br />
Nachdem das Feature der &#8220;Listen&#8221; von Freunden eigentlich bereits eine gewisse Unterteilung in verschiedene Beziehungsnetze erlaubte, die aber jeweils individuell waren und nur von einer Person &#8220;gewartet&#8221; wurden, soll mit den neuen Gruppen (die alten bleiben übrigens bestehen) ein virales Element eingeführt werden. Offenbar kann jedes Mitglied der Gruppe neue Mitglieder einladen (haben wir bei einem ersten Test mit einer &#8220;Business-Gruppe&#8221; allerdings nicht bestätigen können &#8211; nur Admins konnten einladen) &#8211; was aber innerhalb der Gruppe angezeigt wird: Im Nachrichtenstrom taucht die Meldung auf, wer wen in die Gruppe geholt hat. Das heisst, als Begrenzung kommt die soziale Kontrolle zum Tragen &#8211; wer ein missliebiges neues Mitglied einlädt, wird von den andern den Kopf gewaschen kriegen. Umgekehrt kann jeder, der eingeladen wird, die Gruppe jederzeit verlassen.</p>
<p>Zuckerberg und Co versprechen sich durch diese Mechanik eine schnell wachsende Zahl von Gruppen. Denn während bisher rund 5 Prozent der Facebook-User Listen angelegt hatten, werden jetzt durch die einfache Bedienung schnell auch dann grosse Teile der Facebook-Gemeinschaft Gruppen beitreten, wenn wiederum nur 5 Prozent <em>die Initiative ergreifen</em>, eine Gruppe zu <em>gründen</em>.</p>
<p>Die Gruppen sind auf kleinere Zahlen ausgerichtet &#8211; von 200 bis 250 Leuten war am Presse-Event die Rede. Bei grösseren Zahlen wird die Kommunikation zum Dschungel, der Chat wird zu lärmig (und deswegen offenbar automatisch abgestellt).</p>
<p><strong>Ab- und Ausgrenzung wird möglich<br />
</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2010/10/06/facebook-groups-geschlossene-gesellschaft/groups-png/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/groups-small.png" width="258" height="220"  alt="Facebook Groups: Geschlossene- und Geheimgesellschaft" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Der kritische Wechsel, den Facebook hier vollzieht, ist meiner Ansicht nach die Möglichkeit der Ab- und  Ausgrenzung durch soziale Gruppen: Bisher konnte man als Individuum die Beziehung zu andern Individuen ablehnen, aber einzelne Leute konnten nicht von ganzen Gruppen ausgegrenzt werden (höchstens aktiv angegriffen werden, und das versucht Facebook zu unterbinden). Genau das wird aber wohl rasch das Problem und zugleich der Reiz der Gruppen ausmachen: Es werden sich exklusive Klubs bilden, zu denen man dazugehören möchte, und es werden Aussenseiter im Abseits stehen, die nirgends eingeladen werden.</p>
<p><strong>Damit widersprechen die Gruppen eigentlich dem Grundgedanken der Vernetzung: Sie schaffen nämlich Grenzen und Wände.</strong> Immerhin konnten sich bisher Andersdenkende auch in politischen Gruppen einklinken und Ihre Meinung sagen, und bisweilen kam dadurch auch eine Diskussion auf der Wall der entsprechenden Gruppe zustande.</p>
<p>Die geschlossenen Gruppen und das Einladungssystem leisten jener Polarisierung Vorschub, die im Internet mit den sozialen Medien ohnehin und namentlich in der bipolaren amerikanischen Politik als krassestes Beispiel zu beobachten ist.</p>
<p>Das ist eine 180-Grad Wende nicht des Gedankens von Facebook, aber seiner Wirkung. Denn erst durch Facebook und die Schmelztiegel-Wirkung, welche die einfache Abbildung der sozialen Verbindungen mit sich brachte, sind Einblicke in Ansichten und Lebensumstände anderer Menschen entstanden, die wir vorher nicht hatten: Durch die undifferenzierte Publikation der Nachrichten und Infos im Newsstream kriegte man auch jene Seiten aus dem Leben der andern mit, die man im Gesangsverein oder in der lokalen Partei eben nicht zu Gesicht kriegte. Die vermeintlich oberflächlichen Beziehungen auf Facebook sorgten in Tat und Wahrheit für ungewohnte Annäherungen.</p>
<p>Diese Einsichten und  Einblicke könnten durch die neuen Gruppen weggewischt werden. Denn mit dem komplexen Gefüge der realen sozialen Beziehungen hält auf Facebook auch die Segregation der Meinungen wieder Einzug.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/15/blogger-protest-facebook-schmeisst-nazis-raus/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/faceyournazi110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/15/blogger-protest-facebook-schmeisst-nazis-raus/">Blogger-Protest: Facebook schmeißt Nazis raus</a></b><br /><font size="2">Zensur bei Facebook! Beim größten Social Network der Welt treffen sich auch Nazis – eine Bloggerin sammelte Beispiele, jetzt reagiert Facebook und löscht Dreck. </font><font color="#aaa">(15. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/08/facebook-bei-amiando-buffet-mit-zuckerberg/">Facebook bei amiando: Buffet mit Zuckerberg</a></b><br /><font size="2">Amiando ist der erste europäische Partner für Facebooks "Connect"-Programm. Bei einem Besuch in München stellten Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und amiando-CEO Felix Haas das erste Ergebnis der Zusammenarbeit vor. </font><font color="#aaa">(8. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/10/06/linkwertig-skype-facebook-e-commerce-wordpress/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/lw-1006.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/10/06/linkwertig-skype-facebook-e-commerce-wordpress/">Linkwertig: Skype, Facebook, E-Commerce, WordPress</a></b><br /><font size="2">Android bekommt Skype, Unter-30-Jährige verlassen Facebook, Twitter startet Promoted Accounts und mehr. </font><font color="#aaa">(6. Oktober 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Google Instant: Wenn der Berg zu blöd ist&#8230;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/09/08/google-instant-wenn-der-berg-zu-bloed-ist/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/09/08/google-instant-wenn-der-berg-zu-bloed-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 21:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=14446</guid>
		<description><![CDATA[<p>"Google Instant" ist eine heimliche Revolution: Die Macher der Suchmaschine haben erkannt, dass  die grösste Verbesserung der Suchergebnisse durch einen Eingriff auf Anwenderseite erreichen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8220;Google instant&#8221; ist eine heimliche Revolution: Die Macher der Suchmaschine haben erkannt, dass sie die grösste Verbesserung der Suchergebnisse durch Eingriffe auf Anwenderseite erreichen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/09/08/google-instant-wenn-der-berg-zu-bloed-ist/googleinstant-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/09/googleinstant-small.jpg" width="198" height="186"  alt="Google instant: Hilft bei der Eingabe" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Dass Google seine Medienkonferenz für einmal in San Francisco und nicht in Mountain View abgehalten hat, kann als Fanal gewertet werden: Der Prophet kommt zum Berg.</p>
<p>Das gleiche gilt für die Neuerung, die Vorgestellt wurde &#8211; <em><a href="http://googleblog.blogspot.com/2010/09/search-now-faster-than-speed-of-type.html">Google Instant</a></em>. Denn Google tut damit nichts weniger, als <strong>die Abfragen der Benutzer behutsam zu dem umzufunktionieren, was sie schon immer sein sollten:</strong> Sehr exakt das gewünschte Resultat einkreisende, komplexe Kombinationen.</p>
<p>Anders gesagt: Google Instant ist das Resultat der <strong>Erkenntnis, dass die grösste Verbesserung der Internet-Suche durch eine genauere Eingabe der Anwender</strong> und nicht eine bessere Auswertung im Google-Algorithmus erreicht werden kann.</p>
<p>So hat das niemand gesagt an dem Anlass heute in San Francisco, denn es klingt ein bisschen nach Bevormundung. Aber die Folgerung kann schon aus der Zeitstatistik abgeleitet werden, die Marissa Mayer als erstes zeigte:</p>
<p><span id="more-14446"></span></p>
<p><strong>Mindestens 95% der Zeit, die für eine Suche bei Google draufgeht, besteht aus der Dauer des Tippens der Eingabe und der Auswahl aus der Resultatliste.</strong> Der Netzwerk-Transport und die eigentliche maschinelle Suche im Google Rechenzentrum beanspruchen insgesamt kaum eine Sekunde. Der Rest von rund 25 Sekunden ist Tippen und Denken, und beides findet auf Anwenderseite statt.</p>
<p>Eine Beschleunigung der Suche lässt sich also erreichen, indem man &#8220;für den Anwender tippt&#8221; (und denkt). Das tut Google Instant, indem es im Eingabefeld angefangene Wörter fertigschreibt und eine Dropdown-Liste mit ganzen Suchbegriff-Kombinationen anbietet.</p>
<p>Dabei geht es aber eben nicht nur um die Zeit, <strong>sondern um die Qualität der Suchergebnisse.</strong> Fünfzehn Jahre nach Einführung der Internet-Suche haben wir tumben Menschen die optimale Abfrage-Syntax noch immer nicht erlernt; der überwiegende Teil der Google Anfragen besteht aus einem einzigen Wort.</p>
<p>Aber sowie die Maschine mir, noch während ich tippe, im Eingabefeld nicht nur das Wort, sondern einen sinnvollen Kontext in weiteren Begriffen vorschlägt, und ich zugleich unmittelbar unter dem Suchfeld die entsprechenden Resultate sehe, werde ich anfangen meine Abfrage komplexer auszugestalten &#8211; ohne dazu etwas tippen oder anklicken zu müssen, allein mit Hilfe der Vorschläge, aber auch gegen sie. Während der Suche, und nicht erst nach dem Klick auf den Suchbutton. Der wird in den meisten Fällen ohnehin wegfallen.</p>
<p>Google Instant verbessert damit die Sucheingabe der Nutzer &#8211; denn in keinem Bereich eines Suchvorgangs ist derzeit mehr Potential auszuschöpfen, um die Suche zu verbessern. Dahinter steckt natürlich durchaus <a href="http://netzwertig.com/2010/09/09/google-instant-die-zwei-klassen-suche/">viel technischer Aufwand</a> &#8211; denn aus der einen Index-Abfrage im Google-Rechenzentrum für einen Suchbegriff werden jetzt plötzlich viele: Für jeden getippten Buchstaben eine.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass sich unser Sucherlebnis damit in einem ähnlichen Aha-Erlebnis verändern wird, wie das vor vielen Jahren der Fall war, als wir uns durch Listen von Treffern aus Yahoo oder Altavista kämpften und Googles Pagerank-Resultate plötzlich aussahen, als ob die Suchmaschine unsere Gedanken gelesen hätte.</p>
<p>Ein weiterer Sprung in der Suchverbesserung aber hat Konsequenzen. <strong>Diese Neuerung macht das Leben der SEO-Experten, Spamsites, Werbetreibender und Website-Vermarkter zumindest vorübergehend sehr viel härter. Und das <a href="http://www.steverubel.com/google-instant-makes-seo-irrelevant">Wehklagen</a> <a href="http://www.readwriteweb.com/biz/2010/09/how-will-google-instant-affect-your-companys-seo.php">geht</a> <a href="http://www.webpronews.com/topnews/2010/09/08/does-google-instant-mark-the-end-of-seo">bereits </a>los. </strong> Denn sie haben bisher von der Ungenauigkeit der Anwender gelebt. Sie haben sich in den Auswahllisten mit ausgeklügeltem SEO nach vorne gespielt und dann, auf der letzten Meile sozusagen, in der Trefferauswahl den Benutzer mit vielversprechenden Zusammenfassungen verführt. Unzählige Spam-, Preisvergleichs- und Auktionssites haben in den letzten Jahren die Trefferliste von Google überflutet, ohne dass sie zum gesuchten Thema wirklich etwas zu bieten hatten.</p>
<p>Das konnte Google nicht verhindern, weil die Anwender zu ungenau gesucht haben. Google instant wird aus bisherigen Ein-Wort-Suchen rasch zwei, drei und mehr Wörter machen und die Nutzer, ohne dass sie sich mit der Syntax einer komplexen Suche auseinandersetzen müssten, zu besseren Treffern führen. Das Erfolgserlebnis der Benutzer nimmt zu &#8211; und der Traffic all derer, die von der grossen Streuung der Resultate profitiert haben, nimmt ab. Und hoffentlich nur der. Gleichzeitig fällt nämlich auch der bisher in den vielen Seiten an Treffern enthaltene &#8220;Long Tail&#8221; unter den Tisch &#8211; die zwei oder drei Top-Resultate, die in Echtzeit angezeigt werden, dürften alles andere verdrängen. Wer also bisher zu einem allgemeinen Suchbegriff auf Rang 9 der Resultatliste stand und daraus Traffic generiert hat, muss sich wohl auf eine böse Überraschung gefasst machen.</p>
<p>Aber die Behauptung, dass sich damit alles ändere und optimierte Sites untergehen, ist natürlich Blödsinn: Auch eine individuelle Suche soll schliesslich die <em>besten Inhalte</em> zu Tage fördern. Dass inhaltliche Qualität nicht immer mit SEO einhergeht und deshalb bisher hoch gefragte Sites gegenüber anderen verlieren, steht ebenfalls im Interesse der Nutzer. <strong>Ich suche schliesslich nicht die Site mit dem besten SEO zu einem Thema, sondern die mit dem besten Inhalt.</strong></p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist wohl auch die konsequente Haltung der Googler zu sehen, die während der Konferenz sämtliche Fragen nach Auswirkungen für SEO, Adwords, Pagerank und sonstigen Werkzeugen und Methoden der Informationsanbieter mit der Aussage abwiegelten: <strong>Googles oberstes Ziel ist die Verbesserung der Suchresultate für die</strong> <strong>Nutzer. Alles andere wird sich anpassen.</strong> Man habe sich keine Gedanken zu den übrigen Themen gemacht. Das kaufen wir der Denkfabrik Google natürlich nicht ab, aber mehr als auf <a href="http://analytics.blogspot.com/2010/09/google-instant-and-google-analytics.html">zu erwartende Fluktuationen auch bei Adwords</a> hinzuweisen, kann sich Google schlicht nicht erlauben.</p>
<p>Diese Philosophie hat Google immer auch mit dem Vermerk &#8220;Beta&#8221; vor jeder Neuerung zum Ausdruck gebracht (der hier übrigens fehlt): Wir glauben, etwas Gutes eingeführt zu haben und schauen mal, was passiert.</p>
<p>Spätestens seit Google Wave und Buzz ist man in Mountain View wohl damit etwas vorsichtiger geworden. Aber die Suche ist noch immer Googles Hauptfeld, und hier ist die Vorgabe &#8220;alles, was dem Nutzer ein besseres Resultat bringt, nützt mittelfristig auch allen Anbietern&#8221; die einzig sinnvolle Strategie. Die <strong>Qualität der Suche ist für Google als Werbekonzern ungefähr das, was die inhaltliche Glaubwürdigkeit für ein herkömmliches Massenmedium war.</strong></p>
<p>Dass jetzt zunächst viele Dinge wie Embedded-Suchfelder in Browsern, Websits und Anwendungen wie dem GoogleToolbar im Vergleich zur Google Homepage vorübergehend extrem an Wert verlieren, ist ein Kollateralschaden, der rasch behoben sein wird.</p>
<p>Im mobilen Internet dagegen, auf den Smartphones &#8211; dem wahren Wachstumsmarkt für Suchanbieter, wird sich der Gigant sehr schnell mit einer Kombination aus Google Instant, ortsbezogenen Resultaten und Spracherkennung unentbehrlich machen. Denn nirgends ist Tempo und Treffsicherheit mehr gefragt.</p>

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		<title>Wikileaks: Die Medien haben versagt</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/04/07/wikileaks-die-medien-haben-versagt/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/04/07/wikileaks-die-medien-haben-versagt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 00:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Veröffentlichung des Videos von einem Angriff auf Zivilisten im Irak ist auch und vor allem eine Blamage für die US-Mainstream-Medien.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Veröffentlichung des Videos aus einem der beiden Apache-Kampfhelikopter, die 2007 eine Gruppe Zivilisten im Irak niedermähten, ist nicht nur eine beispiellose Blamage fürs Pentagon &#8211; sondern auch und vor allem für die US-Mainstreammedien.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/04/07/wikileaks-die-medien-haben-versagt/namir-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/04/namir-small.jpg" width="220" height="176"  alt="Das ist eine Waffe: Video und Funk aus dem Kampfhelikopter" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Es gibt einen Grund dafür, warum Verleger, aber auch Journalisten die neue Konkurrenz der Blogger und anderer selbstautorisierter Publizisten im Internet nicht mögen: Sie erlauben sich Dinge, die in der Medienwelt aus politischen und kommerziellen Gründen tabu sind.</p>
<p>Für manche dieser Tabus gibt es gute oder wenigstens juristische Gründe. Andere beruhen ganz einfach auf Bequemlichkeit, Kommerzdenken und der Verflechtung zwischen der «Vierten» mit der realen Staatsgewalt.</p>
<p>Und während das Publikum den mangelnden Biss der Mainstream-Medien bis vor einigen Jahren lediglich erahnte, kriegt es jetzt immer häufiger Beweise dafür, dass Zeitungen, TV- und Radiosender bisweilen die Wahrheit nicht an den Tag bringen wollen oder sie gar fälschen.</p>
<p>Ein ausserordentlich gutes Beispiel dafür ist das jetzt von Wikileaks veröffentlichte Video aus einem der beiden Kampfhelikopter der Amerikaner, welche 2007 in New Bagdad eine Gruppe von 12 Zivilisten niedermähten.</p>
<p><span id="more-12410"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Über den Zynismus der US-Soldaten im Cockpit und ihre eiskalten Sprüche muss man sich dabei nicht aufregen, auch wenn sie ein zusätzliches PR-Desaster für die USA darstellen, weil die Soldaten wie Teenage-Cowboys an einer Videospielkonsole rüberkommen. Krieg ist unmenschlich, und die Protagonisten schützen sich mit Abstumpfung.</p>
<p>Tatsächlich könnte man sogar die Fotokameras mit Teleobjektiv, welche die beiden getöteten Reuters-Journalisten in der Gruppe der Iraker mit sich tragen, in der Aufregung für Granatwerfer halten, wie das die Heli-Besatzungen ganz offensichtlich tun. Über diese Dinge kann man durchaus diskutieren.</p>
<p><strong>Aber eben erst, wenn man das Video gesehen hat. Und das hat das Pentagon drei Jahre lang unter Verschluss gehalten, obwohl Reuters die Herausgabe aufgrund des Freedom of Information Acts verlangt hatte</strong>; die &#8220;Untersuchung&#8221; des Militärs brachte kein Fehlverhalten der Soldaten zu Tage, und der Beschuss des Fahrzeugs, mit dem weitere Zivilisten einen Überlebenden abtransportieren wollten und in dem zwei kleine Kinder sassen, die verletzt wurden, war nach Angaben der Verantwortlichen &#8220;unerklärbar&#8221;. Wer das Video ansieht, kann sich diese Aussage wiederum nicht erklären. Und allen Widersprüchen und Abwiegelungen der Militärs zum Trotz <strong>hat keins der grossen Medienhäuser der USA die Geschichte aufgedeckt und das Video beschafft.</strong> Das kriegte erst ein kleines, mittelloses &#8220;Whistleblower&#8221;-Portal im Internet zustande.</p>
<p>Neben der totalen Blamage für das Pentagon und den erneuten Imageschaden für die USA in der restlichen Welt zeigt das Video, respektive seine Veröffentlichung auf Wikileak, vor allem eines: Dass die amerikanischen Medien keine wirklich heissen Eisen mehr anzufassen bereit sind.</p>
<p>Ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass das Video, welches Wikileaks nach eigenen Angaben von mehreren Seiten aus Militärkreisen zugespielt wurde, auch grossen Zeitungen und TV-Ketten vorlag. Denn wer Kopf und Karriere riskiert, weil er oder sie es nicht ertragen kann, dass die Wahrheit vertuscht wird, wendet sich an die grössten und vertrauenswürdigsten Outlets.</p>
<p>Das macht die Veröffentlichung des Videos auf Wikileaks zur Schande für die Mainstreammedien: Entweder sie <em>hatten</em> das Video nicht &#8211; weil ihnen die Whistleblower nicht mehr trauen -, oder sie hatten es und <em>veröffentlichten</em> es nicht. Beides ist eine journalistische Bankrotterklärung.</p>
<p>Bei Skandalen, welche die Regierung oder das Militär schlecht aussehen lassen, kann man indes vor allem in Kriegszeiten und vor allem in den USA selbst als grosser Konzern nur zu leicht als Nestbeschmutzer oder gar Verräter an der &#8220;nationalen Sicherheit&#8221; hingestellt und massiv geschädigt werden. Schlimm daran ist, dass diese Schäden als schwererwiegend eingeschätzt werden als der schleichende Verlust jeglicher Glaubwürdigkeit und Kontur, dem inzwischen fast alle amerikanischen Medien unterworfen sind.</p>
<p>Wie real indes auch der Druck von der Politik ist, beweist der Umstand, dass das Portal Wikileaks von den <a href="http://www.theregister.co.uk/2010/03/16/army_wikileaks/">US-Militärgeheimdiensten bereits als Bedrohung eingestuft wurde</a>.</p>
<p>Was es, wie sich jetzt gerade zeigt, durchaus auch ist. Denn Organisationen und Gruppierungen, die Skandale Aufdeckten und das Gekungel der Medien mit der Politik anprangerten, gibt es seit eh und je. In den USA beispielsweise das <a href="http://www.projectcensored.org/about/">Project <del datetime="2010-04-07T21:09:45+00:00">Cencorship</del> Censored</a>, das jedes Jahr die übelsten Fälle und Themen auflistet, die unter den Teppich gekehrt wurden &#8211; worüber die Zeitungen irgendwo in 12 Zeilen berichten.</p>
<p>Aber mit dem Internet sind auch die Whistleblower nicht mehr auf die Gnade der Besitzer der Druckerpressen angewiesen, und ein Video &#8211; grade ein Video! &#8211; wird durch Youtube oder auf irgendeiner Website blitzschnell aus aller Welt verlinkt und gespiegelt. Da hilft kein nachträglicher Rückruf mehr, wie er gelegentlich sogar bei Zeitungsgeschichten vorkam, die einfach in den folgenden Tagen langsam in eine andere Geschichte umgebogen und dann vergessen wurden.</p>
<p>Wikileaks und ähnliche Organisationen sind deswegen nicht nur für das Militär und die Politik, sondern auch für die Medien eine Bedrohung. Sie machen deutlich, wieviel und was die grossen Medienhäuser aus Gefälligkeit der Politik und den andern Konzernen gegenüber verschweigen oder manipulieren.</p>
<p>Und sie übernehmen eine weitere Rolle, welche die Verlage immer weniger zu spielen bereit waren: Die der politischen Aufpasser, der Mahninstanz, welche Korruption und Diktatur in Schach halten muss.</p>
<p>Angesichts dieser Konkurrenz müssten sich die Verleger eigentlich in einer beispiellosen Schlacht um die heissesten und kritischsten Geschichten befinden, Unzahlen von investigativen Journalisten beschäftigen und dem Publikum mit aller Macht verdeutlichen wollen, dass sie eine Aufgabe wahrnehmen, ohne die auch in einer Demokratie die Willkür zu herrschen beginnt.</p>
<p>Stattdessen verklagen sie Google wegen verletzten Copyrights.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/09/06/steinmeier-fordert-leistungsschutzrecht-fuer-verlage/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/steinmeier-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/09/06/steinmeier-fordert-leistungsschutzrecht-fuer-verlage/">Steinmeier fordert Leistungsschutzrecht für Verlage</a></b><br /><font size="2">Der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier fordert neben Breitbandzugang für ländliche Gegenden unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Verlage im Internet. </font><font color="#aaa">(6. September 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/04/05/apple-ipad-ist-das-tablet-das-perfekte-medienkonsumgeraet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/ipad_time.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/04/05/apple-ipad-ist-das-tablet-das-perfekte-medienkonsumgeraet/">Apple iPad: Ist das Tablet  das perfekte Medienkonsumgerät?</a></b><br /><font size="2"><p>Die Wende zum bezahlten digitalen Content versprechen sich Medienmanager vom iPad. Wir haben die ersten Medienangebote getestet.</p> </font><font color="#aaa">(5. April 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/03/02/vernetztes-automobil-das-ende-des-dudelfunks/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/auto110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/03/02/vernetztes-automobil-das-ende-des-dudelfunks/">Vernetztes Automobil: Das Ende des Dudelfunks</a></b><br /><font size="2">Verglichen mit anderen Mediengattungen hat sich Radio bisher als relativ immun gegen die Auswirkungen der Digitalisierung gezeigt. Mit dem Einzug des mobilen Internets in das Automobil wird sich dies ändern. </font><font color="#aaa">(2. März 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Amazon schmeisst Macmillan raus: Das iPad sorgt für rote Köpfe</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/01/31/amazon-schmeisst-macmillan-raus-das-ipad-sorgt-fuer-rote-koepfe/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 07:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[E-Books]]></category>
		<category><![CDATA[Holtzbrinck]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>

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		<description><![CDATA[Holtzbrinck-Tochter Macmillan ist von Amazon aus dem Kindle-Programm geworfen worden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das iPad ist noch nicht auf dem Markt, da bricht der Krach um die E-Book-Preise bereits aus: Holtzbrinck-Tochter Macmillan, ein New Yorker Verlag, ist von Amazon aus dem Kindle-Programm geworfen worden. <a href="http://netzwertig.com/2010/01/31/amazon-schmeisst-macmillan-raus-das-ipad-sorgt-fuer-rote-koepfe/#update"><strong>Update:</a> Amazon gibt klein bei.</strong></h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/01/31/amazon-schmeisst-macmillan-raus-das-ipad-sorgt-fuer-rote-koepfe/amazonkindle-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/amazonkindle-small.jpg" width="220" height="143"  alt="Amazon Kindle: Keine Macmillan-Bücher mehr (Bild Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Man nutze die Gunst der Stunde: Unter dieser Devise scheint der CEO von Macmillan, John Sargent, am Donnerstag nach Seattle gereist zu sein, wie das <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704491604575035763513529030.html?mod=rss_Today%27s_Most_Popular">Wall Street Journal</a> meldet.  Der Verlagschef wollte mit den Amazon-verantwortlichen Preisverhandlungen über die E-Books seines Verlags führen, der zur deutschen Holtzbrinck-Gruppe gehört.</p>
<p>Macmillan ist einer der fünf Verlage, die offiziell als Partner für das Buchprogramm von <strong>Apple auf dem am Mittwoch präsentierten iPad auftraten</strong>. Apple soll den Verlegern zugesagt haben, dass sie die Preise selber festlegen können &#8211; Steve Jobs Firma will davon lediglich 30 Prozent haben.</p>
<p>Das hat Amazon schon Tage vor der iPad-Präsentation zum Nachzug gezwungen:<span id="more-11908"></span>
<p>Der Internet-Buchhändler hatte bisher genau den umgekehrten Satz abgerechnet &#8211; und zudem den Verlagen vielfach einen Preis von 9,90 Dollar vorgeschrieben.</p>
<p>Die Abkehr von der 70/30-Regel hat zumindest Sargent von Macmillan nicht gereicht, weswegen er nach Seattle flog, um mit Jeff Bezos&#8217; Leuten einen besseren Deal auszuhandeln, und dabei dürfte er in jedem zweiten Satz &#8220;Apple&#8221; oder &#8220;iPad&#8221; gesagt haben.</p>
<p>Das ist bei Amazon nicht gut angekommen. Als Sargent nach New York zurückgekehrt war, habe er vernommen, <strong>Amazon habe das Macmillan-Programm komplett aus dem E-Book-Angebot geworfen</strong> und den Verlag wissen lassen, die elektronischen Bücher würden allenfalls noch durch Drittanbieter via Amazon verkauft.</p>
<p>Das könnte der Auftakt zu einem Preiskrieg werden, der paradoxerweise nicht zugunsten der Kunden verläuft.</p>
<p>Denn während Amazon von seinem bisherigen quasi-Monopol Gebrauch machten wollte, um einerseits <strong>die Kunden</strong> durch tiefe Preise an seinen E-Book-Store zu binden und zugleich sich selber durch unverschämte Provisionen schadlos zu halten, schlägt Steve Jobs eine andere Strategie ein und versucht zunächst <strong>die Verlage</strong> mit Zugeständnissen wie der eigenen Preisgestaltung für sich zu gewinnen.</p>
<p>Interessant an dieser Auseinandersetzung dürfte sein, dass sich Amazons Kindle als Gerät vor allem auch wegen des verhältnismässig umfangreichen E-Book-Angebots von Amazon verkauft, das via &#8220;Whispernet&#8221;-Funkanbindung immer zur Verfügung steht.</p>
<p>Apples iPad dagegen wird sich wohl auch, aber eben nicht nur als e-Book-Reader verkaufen &#8211; und die Online-Buchhandlung des Computerherstellers ist anfangs weniger eine Stütze des iPads, sondern steht und fällt mit dessen Verkaufserfolg.</p>
<p>Oder auch nicht: Wenn Apple rasch viele Kunden für die Bücher braucht, kann die Firma ganz einfach die Funktionalität des iPads als <strong>E-Book-Reader auf das iPhone abbilden</strong> und sich damit einen Millionen-Kundenstamm erschliessen.</p>
<p>Amazon dagegen soll angeblich bisher drei Millionen des Kindle verkauft haben, was respektabel ist &#8211; die Zahl stammt allerdings noch von vor dem internationalen Kindle-Angebot &#8211; und dem neusten Coup: <a title="Amazon verschenkt Kindle" href="http://www.techcrunch.com/2010/01/20/amazon-kindle-free/">Amazon verschenkt den Kindle</a> an ausgewählte, treue Kunden, die mit einem oder zwei bestellten Büchern pro Woche zur Stammkundschaft zählen.</p>
<p>Diese Idee hatte ich schon, als ich meinen Kindle vergangenes Jahr für fast 300 Dollar kaufte, dann aber feststellte, dass sich das Gerät allein durch den niedrigen Preis der New York Times im Vergleich zur Papierausgabe als Morgen-Abonnement binnen weniger Monate amortisiert hat.</p>
<p>Bezos könnte also auch den umgekehrten Weg gehen und statt auf billige Bücher auf ein billiges Gerät setzen: Das Geschäft würde er danach weiterhin mit den Büchern machen, die einzig etwas billiger als die Papierausgabe sein müssen, um von den Kunden gekauft zu werden &#8211; und meiner Erfahrung nach führt der Kindle-Shop auf dem Gerät rasch zu mehr Einkäufen.</p>
<p>Ich würde mich nicht wundern, wenn Amazon dieser Tage eine Preissenkung für den Kindle (auf, sagen wir, 149 Dollar?) und Gesprächsrunden mit den Verlegern ankündigt &#8211; auch wenn man jetzt zunächst starker Mann spielt und an Macmillan ein Exempel zu statuieren versucht.</p>
<p><strong><a name="update">Update:</a></strong> das ging aber fix&#8230; Noch kein preiswerterer Kindle, aber der Kniefall vor den Verlegern: Amazon teilt den Kindle-Besitzen mit, dass man den Forderungen von Macmillan &#8211; &#8220;einem der grossen sechs Verlagshäusern&#8221;, nachgeben müsse, weil Macmillan &#8220;ein Monopol auf ihren eigenen Titeln&#8221; habe und Amazon diese Bücher anbieten wolle, wenn auch zu Preisen, &#8220;die wir als unnötig hoch ansehen für E-Books&#8221;. Die Kunden sollten selbst entscheiden, ob sie solche Preise bezahlen wollten, schreibt Amazon &#8211; und ruft damit indirekt zum Boykott eines Produkts im eigenen Laden auf. </p>
<p>Via <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704491604575035763513529030.html?mod=rss_Today%27s_Most_Popular">Wallstreet Journal</a></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/01/02/e-book-reader-smartphones-co-der-kampf-um-die-naechste-generation-digitaler-inhaltskanaele/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/kindle_110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/01/02/e-book-reader-smartphones-co-der-kampf-um-die-naechste-generation-digitaler-inhaltskanaele/">E-Book-Reader, Smartphones & Co.: Der Kampf um die nächste Generation digitaler Inhaltskanäle</a></b><br /><font size="2">Digitale Inhalte lösen sich immer mehr vom PC. Kann die Medienbranche aus dieser Entwicklung Gewinn schlagen? </font><font color="#aaa">(2. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/linkwertig-wann-sich-der-kindle-lohnt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/kindlenomics1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/linkwertig-wann-sich-der-kindle-lohnt/">Linkwertig: Wann sich der Kindle lohnt</a></b><br /><font size="2">Jason Perlow hat sich auf ZDNet mit der Frage beschäftigt, wann sich ein Amazon Kindle für den Käufer rechnet. </font><font color="#aaa">(17. November 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/01/28/high-tech-marketing-warum-apple-in-einer-anderen-liga-spielt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/jobs-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/01/28/high-tech-marketing-warum-apple-in-einer-anderen-liga-spielt/">High-Tech-Marketing: Warum Apple  in einer anderen Liga spielt</a></b><br /><font size="2">Warum sind die Geeks enttäuscht? weil Steve Jobs' Firma Produkte für die Massen macht, nicht für Early Adopters. Und das mit einem einzigartigen Marketingansatz. </font><font color="#aaa">(28. Januar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Das iPad kommt: Steve Jobs als Messias einer Branche</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/01/27/das-tablet-kommt-steve-jobs-als-messias-einer-branche/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/01/27/das-tablet-kommt-steve-jobs-als-messias-einer-branche/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 10:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Magazine]]></category>
		<category><![CDATA[musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der jüngste Apple-Hype hat eine neue Komponente: Eine ganze Branche erhofft sich von einem Gerät die Rettung.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der jüngste Apple-Hype hat eine neue Komponente: Eine ganze Branche erhofft sich von einem Gerät die Rettung.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/01/27/das-tablet-kommt-steve-jobs-als-messias-einer-branche/allessoschoenbunt-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/allessoschoenbunt-small.jpg" width="220" height="135"  alt="Allessoschönbunthier." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ich bin seit 20 Jahren Journalist. Ich lebe seit fünf Jahren in San Francisco, und ich habe an fast allen Keynotes und Pressekonferenzen teilgenommen, die Apple in dieser Zeit abgehalten hat.</p>
<p>Ich war jedesmal ein wenig entsetzt.</p>
<p><span id="more-11878"></span></p>
<p>Nein, nicht über die Gottesdienststimmung &#8211; die herrscht in den USA an jedem Anlass, ob erster Schultag, demokratischer Parteikongress oder CBS Abendnews mit Katie Couric: Fanfarenstöße und Konfetti gehören einfach dazu.</p>
<p>Die kreischenden Fanboys an den Keynotes im Moscone-Center sind auch nur das Tüpfelchen auf dem i, das Steve Jobs zum Popstar einer Industrie macht, die er mit mehr als gutem Design aus der staubigen Ecke von Big Blue geholt hat.</p>
<p>All das ist unbestritten. Man kann, muss darüber aber nicht <a href="http://www.spreeblick.com/2010/01/26/das-apple-tablet/">so viele (schön arrangierte) Worte</a> verlieren. Auch wenn einem im unterkühlten Europa die Claqueure an einer Apple-Store-Eröffnung schon <a href="http://neuerdings.com/2008/09/26/apple-retail-store-in-zuerichzwischen-kopfschuetteln-und-gaensehaut/">ein wenig unheimlich</a> sind.</p>
<p>Was mich immer befremdet hat, war das Verhalten der Presseleute &#8211; meiner Kollegen und Kolleginnen. Wenn die auf eine der sorgfältig inszenierten Ankündigungen von Steve Jobs mit Applaus oder sogar Jubel reagierten (&#8220;Boom! Copy, und Paste! Auf dem iPhone!&#8221;), als ob gerade ein Impfstoff gegen Krebs und nicht die längst überfällige Korrektur an einem Produkt präsentiert worden wäre, dann lief es mir jedesmal kalt den Rücken runter:</p>
<p><strong>Das sind Leute, die (größtenteils) dafür bezahlt werden, kritisch zu denken.</strong> Dinge zu hinterfragen. Die Vergangenheit im Kopf zu haben und die Relationen zu wahren. Die dürfen sich durchaus mal mitreißen lassen oder sich für etwas begeistern. Aber an einer Monster-Produktvorstellung geht es eigentlich darum, möglichst schnell <strong>hinter die Kulissen</strong> zu blicken. Das geht schlecht, wenn man mit offenem Mund jubelt und klatscht. Es hemmt den Blick für die Details und das Ohr für das, was <em>nicht</em> gesagt wird. Und das ist bekanntlich bei PR-Veranstaltungen immer das wichtigste.</p>
<p>Der Jubel von heute abend ist seit Tagen bereits zu hören &#8211; er hat in den Blättern und Sendern längst begonnen. Und wenn auch das in den Fanblogs und Magazinen für Videogamer nichts Neues ist: In der Tages- und Wochenpresse ist es zumindest in den aktuellen Ausmaßen ungewohnt, um nicht zu sagen verantwortungslos.</p>
<p>Niemand hat einem der in regelmäßigen Abständen auftauchenden Häppchen an Nullinformation nachrecherchiert, die immer wieder für neue Spekulationen und ganze Branchenanalysen der IT-Feuilletonisten sorgten, bis das Crescendo gar <a title="Apple Tablet. Lasst uns eine Woche schweigen" href="http://www.techcrunch.com/2010/01/20/blow-jobs-off-for-a-week/">den Bloggern mitten drin zu viel wurde</a> (ich auch nicht, aber ich habe auch keine einzige Spekulation losgelassen).</p>
<p>Das Ausmaß des Hypes hat einen neuen Rekord erreicht, und alle wollen auf der Welle mitreiten, deren Höhepunkt &#8211; man erinnere sich &#8211; in der Vorstellung eines neuen elektronischen <em>Unterhaltungsgeräts</em> bestehen wird.</p>
<p>Was ist passiert?</p>
<p>Abgesehen davon, dass das Mitmachweb zu einem Mitschwimm-Web geworden ist, indem sogar Umfrage-Institute auf der Basis von nicht mal lauwarmer Luft im Vorfeld einer Pressekonferenz ohne deklarierten Inhalt die Blogger mit &#8220;Resultaten&#8221; beliefern, um ihren Namen publiziert zu sehen?</p>
<p>Ganz einfach: <strong>Den Journalisten sitzt die Panik in den Knochen,</strong> und irgendwer hat ihnen weisgemacht, dass das Tablet von Apple Computer, einer Firma aus dem fernen Kalifornien, das unterspülte Geschäftsmodell ihrer Arbeitgeber, ihre ganze Branche und letztlich ihre Jobs retten werde.</p>
<p>Das ist zwar irrational und idiotisch, aber es wäre verständlich &#8211; wenn es dabei nicht um Journalisten ginge. Um die Leute, die dafür bezahlt werden, kritisch zu denken, Dinge zu hinterfragen.</p>
<p>Statt dessen haben sie sich in ihren Büros verschanzt, fühlen sich von der Leserschaft und deren Kommentaren bedroht, kuschen, wenn ihnen der Großverlag Knebelverträge um die Ohren haut und sie zu PR-Schreiberei aufgrund von Uninformationen anhält.</p>
<p>Während Kollege um Kollegin auf die Strasße gestellt und der Volontär mit einer Kamera ausgerüstet wird, damit man die Fotografin einsparen kann, reden ihnen die Verleger die Ohren voll, Google und das Web seien an allem Schuld und man müsse der &#8220;Gratiskultur&#8221; mit Paywalls Einhalt gebieten. Aus purer Furcht fangen die Journalisten an, daran zu glauben, <a href="http://www.observer.com/2010/media/after-three-months-only-35-subscriptions-newsdays-web-site">aller Misserfolge</a> zum Trotz.</p>
<p>Und dann kommt Apple&#8217;s Steve Jobs, der gerüchteweise schon die Lösung für die Misere in den Händen hat, in Form einer Schiefertafel, die plötzlich das Druckerpressen-Monopol der Medienkonzerne wieder wird aufleben lassen.</p>
<p>Bruchteile dieser Hoffnung sind berechtigt. Vielleicht etabliert Apple ein Bezahlmodell für Medieninhalte, das akzeptiert wird. Aber so wenig, wie iTunes die Musikindustrie &#8220;gerettet&#8221; hat, wird das Tablet von Apple die Medienbranche retten. Die großen Medienkonzerne benehmen sich <a href="http://www.theregister.co.uk/2010/01/26/big_media_tablet_fail/">schlicht wie die Idioten,</a> wenn sie sich auf die Hilfe von außen verlassen.</p>
<p>Die Musikindustrie hat schmerzhaft erfahren müssen, was passiert, wenn man sich um das falsche &#8220;Problem&#8221; kümmert und das Feld findigen Leuten einer vermeintlich fremden Industrie überlässt, noch dazu einer einzigen Firma mit einem kontrollsüchtigen Egomanen an der Spitze: iTunes und der iPod haben wohl den Handel mit einzelnen Songs via Internet und das Bezahlsystem gesellschaftsfähig gemacht, aber davon profitiert in erster Linie der Hersteller der Geräte, mit denen dies geschieht &#8211; und er diktiert zusehends den Preis. Das Problem der Musikindustrie ist damit eher größer als kleiner geworden.</p>
<p>Die Medienkonzerne &#8211; die vermeintliche Reflektierinstanz der Gesellschaft! -gehen noch weiter: Sie scheinen bereitwillig all ihre Hoffnungen in die Hände dieser Firma zu legen, auf das eine Gerät und ein &#8211; geschlossene s- Modell. Und ihre Repräsentanten, die all das kritisch hinterleuchten sollen, warten sehnsüchtig auf die Erlösung aus dem Erfolgs- und Kommerzdruck und reden die große Revolution herbei, statt zuerst auch einmal den <a href="http://calacanis.com/2009/08/11/apples-master-plan-and-why-even-fanboys-should-be-scared/">Apple-Masterplan anzusehen</a>.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel sind die Buchverlage, die sich ein Jahrzehnt lang vor den Umwälzungen der digitalen Gesellschaft gefeit wähnten und glaubten, das gedruckte Papier sei der beste Kopierschutz. Just als sie erkannten, dass diese Einschätzung falsch ist, hat ihnen ein verhasster Konkurrent aus dem Internet die Rettung mit einem Lesegerät vorgemacht, das sich bei den Konsumenten schnell durchsetzen konnte, weil es die Dinge einfacher macht.</p>
<p>Bloß haben auch da die Verlage das Nachsehen und liefern Jeff Bezos von Amazon <strong>nie dagewesene Provisionen</strong> ab, während er ihnen den Preis diktiert. Also wenden sie sich an die Konkurrenz &#8211; <a href="http://www.businessinsider.com/henry-blodget-more-secret-apple-tablet-details-leaked-firing-an-ebook-cannon-at-amazon-2010-1">Apple hat den Verlagen nach neuesten Informationen ein Modell für Bücher angeboten</a>, das die soeben auch von Amazon propagierte Aufteilung 70/30 zugunsten der Verleger und Autoren enthält, den Preis für Bestseller aber bei rund 13 statt 10 Dollars ansetzt. Und schon fliegt die halbe Branche, ohne nachzudenken und die Folgen abzuschätzen, dem besseren Angebot zu.</p>
<p>Ich habe keine Zweifel, dass uns Apple heute <a href="http://bit.ly/cIkY8D">ein spannendes Produkt </a> vorstellen wird. Persönlich bin ich aber nicht sicher, dass auch eine ausreichende Nachfrage vorhanden sein wird. Wenn zehn Prozent der Spekulationen der letzten Tage zutreffend sind, wird es sich um ein Gerät handeln, das einen gewissen Einfluss auf die Print- und die TV-Industrie haben wird.</p>
<p>Retten aber wird das Gerät niemanden, schon gar nicht eine Industrie. Es wird höchstens ein paar lukrative Teile daraus umlegen und die Geldströme neu verteilen.</p>
<p>Das Tablet wird für den Journalismus, was der iPod für die Musik ist: Ein weiteres Gerät, auf dem man ihn konsumieren kann. Was man tut, wenn er gut ist &#8211; und sich sonst wieder <a href="http://neuerdings.com/2010/01/27/das-tablet-von-apple-videokonferenz-tv-und-farmville/">Farmville</a> zuwendet.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/jarvis1101.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/">Rettungsrezepte: Mit dem Strom schwimmen</a></b><br /><font size="2"><a href="http://medienlese.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/"><img src="http://medienlese.com/wp-content/uploads/2009/02/jeff138.jpg"></a>
<em>Jeff Jarvis</em> über neue Geschäftsmodelle für den Journalismus </font><font color="#aaa">(10. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/25/wir-haben-uns-vertan/">Wir haben uns vertan</a></b><br /><font size="2"><em>Wired</em> hat sich grundlegend geirrt &ndash; und gibt die falsche Einschätzung heute, mehr als zehn Jahre später, unumwunden zu: "We Were Wrong". Leider ist so eine transparente und ehrliche Berichterstattung noch die Ausnahme. </font><font color="#aaa">(25. März 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/01/20/jaron-lanier-in-der-faz-ideologien-wo-keine-sind/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/jaron_lanier-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/01/20/jaron-lanier-in-der-faz-ideologien-wo-keine-sind/">Jaron Lanier in der FAZ: Ideologien, wo keine sind</a></b><br /><font size="2">In der FAZ setzt sich Jaron Lanier kritisch mit dem aktuellen Stand des Internets auseinander. Eine Replik. </font><font color="#aaa">(20. Januar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Google Nexus One: It’s the search, stupid</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/01/20/google-nexus-one-it-is-the-search-stupid/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/01/20/google-nexus-one-it-is-the-search-stupid/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 12:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Nexus One]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphones]]></category>
		<category><![CDATA[Strategien]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Nexus One ist der Proof of Concept für das, was auf Smartphones bisher kaum stattfand: Die Suche.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Googles Nexus One ist nicht der Einstieg der Suchmaschinenfirma ins Hardware-Business. Es ist vielmehr der Einstieg Googles als Dienstleister und Werbefirma in den Alltag der Smartphone-Benutzer.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/nexusone-3.jpg" width="180" height="334"  alt="Google Nexus One" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Seit die ersten Gerüchte über die Materialisierung eines Google-Phones aufgetaucht sind, werden sie begleitet von der Frage: Was ist Googles Strategie im Hardware-Markt?</p>
<p>Fast zwei Wochen nach der Pressekonferenz und dem Verkaufsstart des Nexus One ist die Antwort noch immer Interpretationssache.</p>
<p>Allerdings greifen die meisten Interpretationen viel zu kurz. Allenthalben wird das Googlephone <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/01/15/torn-between-two-phones-nexus-one-vs-iphone/">mit dem iPhone verglichen</a>, als Versuch Googles dargestellt, <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1636211/">ins Hardware-Geschäft einzusteigen</a> oder gar, mit einem <a href="http://www.nytimes.com/2010/01/06/technology/personaltech/06pogue.html?pagewanted=1&amp;hp">freien Handy-Markt die USA zu revolutionieren</a>. Meine Antwort ist: Es gibt keine Strategie. Google interessiert sich nicht für den Hardware-Markt.</p>
<p>Das Nexus One ist für Google kein Produkt, das kommerziellen Erfolg haben muss.</p>
<p><span id="more-11836"></span></p>
<p>Es ist ein für die Entwickler optimiertes Werkzeug und für die Google-Kunden herausgeputztes Schaufenster. Aber als solches kommt ihm eine absolut kritische Rolle zu.</p>
<p>Was Google verkaufen will, ist der Schaufensterinhalt. So ist denn auch das iPhone trotz aktueller Unstimmigkeiten zwischen Apple und Google kein Konkurrent, sondern eine Plattform für das im Nexus One vorgestellte Produkt.</p>
<p>Was also ist das Produkt?  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938350113?ie=UTF8&tag=blwnwe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3938350113">Es ist, was es immer war bei Google: Suche (Affiliate-Link)</a>. Wissensvermittlung. Orientierung. Punktgenau abgestimmte Information aus der Cloud &#8211; kostenlos geliefert im Austausch gegen Daten über die Nutzer.</p>
<p>Diese wiederum werden im gigantischen Google-Index verarbeitet zu noch besseren Suchergebnissen &#8211; mit denen der Konzern noch mehr und noch genauer Werbung verkaufen kann.</p>
<p>Jede Abweichung von dieser Strategie wäre dumm, und <strong>es gibt im Arsenal von Google kein einziges Produkt, keine Dienstleistung, die nicht in der einen oder anderen Form darauf zurückführt.</strong> Das Nexus One ist dabei nur scheinbar eine Ausnahme.</p>
<p>Es gibt kein Unternehmen, das früher und radikaler erkannt hat, wo der Kern der Informations-Revolution liegt: Weder in der Software (Microsoft) noch in den Inhalten (Yahoo, Musiklabels) noch in Geräten (3Com/Palm, Nokia). Das eigentliche Problem ist die ideale <strong><em>Aufbereitung und Auslieferung</em> der <em>Inhalte</em> durch <em>Software</em> auf <em>Geräte</em>.</strong> Inhalte, Software und Geräte müssen dabei austauschbar sein.</p>
<p>Der Algorithmus, der das Problem löst, ist nicht austauschbar. Er ist der Kern. Er besteht aus der Sammlung möglichst vieler Daten und einem effizienten oder leistungsfähigen System, sie zu durchsuchen.</p>
<p>Wer sich nicht um den Kern kümmert, ist Peripherie. Die Peripherie befindet sich im ständigen Wandel und die dort ansässigen Firmen in einem permanenten Anpassungsdruck und Überlebenskampf.</p>
<p>Es gibt zwei Peripherie-Firmen, die ihrem Ursprung treu geblieben und dem Kern dennoch näher gekommen sind: RIM und Apple. Research in Motion (Blackberry) hat rechtzeitig seine Geräte mit einem Dienst in der Cloud verknüpft (Pushmail). Apple hat seine Hardware durch iTunes mit Entertainment-Inhalten aus der Cloud verknüpft &#8211; wenigstens ein bisschen.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/01/20/google-nexus-one-it-is-the-search-stupid/android2-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/android2-small.jpg" width="100" height="166"  alt="Android 2.1: Spracheingabe überall." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Aber beide sind noch weit vom Zentrum entfernt, wo Google steht. Ihre Cloud-Dienste sind eindimensional, in sich geschlossen und/oder kostenpflichtig. Langfristig kann diese Rechnung nicht aufgehen. Das weiss auch Steve Jobs: Heute wurden die ersten Gerüchte laut, Apple mache sich auf, <a href="http://reviews.cnet.com/8301-12519_7-10437073-49.html">umfassende Cloud-Dienstleistungen anzubieten</a> .</p>
<p>Damit sind wir zunächst beim iPhone. Ihm kommt das Verdienst zu, das Internet auf mobile Geräte gebracht zu haben, nachdem die ahnungslosen Hardware-Hersteller und die ebenso ahnungslosen Telekommunikationsfirmen zehn Jahre lang händeringend &#8220;die Killerapplikation&#8221; gesucht und Krüppelsysteme wie WAP propagiert haben (immer darauf bedacht, die Goldesel SMS und Minuten-/Kilobyte-Tarif nicht totzuschlagen).</p>
<p>Ihnen hat das iPhone gezeigt: Die Menschen sind erst bereit, für mobile Dienste zu bezahlen, wenn sie sie in der gleichen, bequemen und intuitiven Form zur Verfügung gestellt kriegen, wie sie es gewohnt sind. Zum Beispiel in Form von Links, die man anklicken kann.</p>
<p>Das war bisher das Problem von Google. Denn obwohl das iPhone und seine Nachfolger und -ahmer das <em>Internet</em> auf mobile Geräte gebracht haben, wurde die <em>Suche</em> &#8211; der Kern der Cloud &#8211; darauf noch kaum benutzt. Jedenfalls viel weniger als am PC. Denn Suche, in all ihren Formen von Recherche über Übersetzung bis zu geographischen Informationen, setzt zwei Dinge voraus:</p>
<ul>
<li>
<div>Eine möglichst exakte Eingabe einer Anfrage und</div>
</li>
<li>
<div>eine immense Rechenleistung, um die Indizes nach den Antworten zu durchforsten.</div>
</li>
</ul>
<p>Für beides sind mobile Geräte, auch wenn sie so elegant wie das iPhone oder so leistungsfähig wie das Nexus One sind, alles andere als ideal. Wie sonst wäre der Erfolg der Netbooks zu erklären, deren einziger Vorteil gegenüber Smartphones in der Tastatur liegt?</p>
<p>Hier kommt das Nexus One ins Spiel. Ich benutze es seit einer Woche, und ich hasse die Softtastatur noch immer. Das Telefon hat ausserdem weitere Vor- und Nachteile gegenüber meinem zuletzt benutzten Nokia E71 und dem iPhone, mit dem es jetzt überall verglichen wird (die ich alle <a href="http://neuerdings.com/tag/nexus-one/">drüben auf neuerdings.com</a> noch abhandeln werde).</p>
<p>Aber das sind Peanuts.</p>
<p>Ich habe eine Weile gebraucht, um zu merken, dass das Nexus One weit mehr ist als ein offenes iPhone mit Navi &#8211; und warum es das ist.</p>
<p>Es ist die Implementation der Suche in die Mobilkommunikation, die Überwindung der beiden Hürden &#8220;Rechenleistung&#8221; und &#8220;Eingabekomfort&#8221;. Es ist die Cloud in einer Handfläche. Das Nexus One bringt Google oder vielmehr den Vorgang &#8220;googeln&#8221; in den Alltag abseits vom PC. Es liefert schneller und bequemer vielfältigere und genauere Antworten als der Browser am PC.</p>
<p>Das schafft das Nexus One &#8211; oder vielmehr Android 2.1 &#8211; durch drei Tricks.</p>
<ul>
<li>
<div>Es erlaubt die natürlichste Eingabe, die es für ein Mobiltelefon gibt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8-LstUMhya0&amp;feature=player_embedded">Sprache</a> .</div>
</li>
<li>
<div>Es bezieht den Standort des Handy-Benutzers in die Eingrenzung der Suchresultate ein.</div>
</li>
<li>
<div>Und es lagert den grössten Teil des Vorgangs aus in die Cloud, in die geballte Power der Google-Server.</div>
</li>
</ul>
<p>Nichts davon wäre nicht bisher schon technisch umzusetzen gewesen, und in vielen Apps für das iPhone oder auch im uralten Symbian funktionieren sie, von Sprachbefehlen (die man trainieren muss) über Wörterbücher und Übersetzungsprogramme (die langsam sind) bis zu Ortsangaben (die als höchstes der Gefühle Tweets über meinen aktuellen Standort in den Äther schicken).</p>
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<p>Im Nexus One aber sind sie perfekt aufeinander abgestimmt und voll integriert. Das GPS schaltet sich immer ein, wenn irgendeine Anwendung es braucht (und man dies freigegeben hat); die Spracheingabe sorgt durch zwei Mikrofone für eine erstaunliche Erkennung, der Gigaherz-Prozessor für eine reibungslose Abwicklung all dieser Vorgänge im Multitasking.</p>
<p>Das ist der Grund, warum Google ein eigenes Handy haben musste und Android 2.1 zunächst nur darauf präsentiert: Erst die ideale Hardware garantiert, dass diese &#8220;Beta&#8221;-Anwendungen auf eine Art und Weise funktionieren, welche die Anwender überzeugen kann. <strong>Innovation, habe ich mir mal sagen lassen, besteht ausschliesslich in dem, was die Leute annehmen, nicht in dem, was Ingenieure entwickeln.</strong></p>
<p>Im Jahr 2013 werden mehr Menschen mit dem Handy online gehen als mit einem PC. Bis dann muss Google den Mobiltelefon-Anwendermarkt ebenso beherrschen wie den am PC &#8211; und das Nexus One ist der &#8220;Proof of Concept&#8221;, dass die Technik dafür reif ist.</p>
<p>Diese Strategie ist typisch für Google. Was bei Google jahrelang als &#8220;Betaversion&#8221; deklariert bereits hervorragend funktioniert, ist bei anderen ebenso lange ein teures, halbfertiges und frustrierendes Produkt. Wenn die Hälfte der Google-Dienste auf Mobiltelefonen mehr schlecht als recht funktioniert, wenden sich die Menschen ab und fragen sich noch viel eher, ob es sich lohnt, die ganze Privatsphäre aufzugeben, um schlechte Antworten zu kriegen.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/googlenavigation.jpg" width="300" height="180"  alt="Google Navigation: Betalösung mit Spracheingabe" /><br /></p>
<p><strong>Google konnte nicht riskieren, dass das bei der Einführung derjenigen Schnittstelle passiert, welche die Suche überhaupt erst aufs Handy bringt.</strong> Wenn Spracheingabe auf Drittgeräten wegen lausiger Mikrofone oder lahmer Prozessoren enttäuschte und insgesamt abgelehnt würde, würde das Google um Jahre zurückwerfen. Deswegen brauchte die Firma das Nexus One.</p>
<p>Heisst das nun, dass all diese Google-Anwendungen nur auf Google-Hardware verfügbar werden? Im Sinne von Apples Strategie, durch totale Kontrolle über Hard- und Software für reibungsloses Funktionieren zu sorgen?</p>
<p>Keineswegs.</p>
<p>Denn Apple ist ein Hardware-Verkäufer, Google ist ein Dienstleister: Um die Suche so schnell wie möglich in die Welt jenseits der PCs zu bringen, muss die Suchmaschinenfirma ihre Dienste auf möglichst vielen Plattformen zum Laufen kriegen &#8211; und das iPhone ist derzeit eine der wichtigsten.</p>
<p>Auch wenn Google weiterhin (von dritten hergestellte) Superphones im eigenen Shop verkaufen wird: Um den Hardwaremarkt als Geschäft geht es dabei nicht. Aber Google braucht eine Schar von Evangelisten, die an die Suche auf dem Handy, an Spracheingabe und ortsbasierte Dienste glauben und die Werbetrommel dafür rühren.</p>
<p>Schon Apples iPhone war mehr als ein Produkt. Jobs’ Firma hat nicht nur am Telefon, sondern vor allem an den Mobilfunkverträgen und den steigenden Umsätzen aus iTunes und Appstore verdient.</p>
<p>Ein Nokia-Telefon ist ein Gerät. Das iPhone und iTunes sind ein System.</p>
<p>Nexus One ist ein Konzept.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2010/01/20/google-nexus-one-it-is-the-search-stupid/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/08/24/bingle-suchergebnisse-von-bing-und-google-im-ueberblick/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/08/bingle-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/08/24/bingle-suchergebnisse-von-bing-und-google-im-ueberblick/">Bingle: Suchergebnisse von Bing und Google im Überblick</a></b><br /><font size="2">Bingle ist eine kleine, aber nützliche Site, die Suchergebnisse von Microsofts neuer Suche Bing und Google nebeneinander darstellt.  </font><font color="#aaa">(24. August 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/03/google-squared-ist-live/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/google-squared-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/03/google-squared-ist-live/">Google Squared ist live</a></b><br /><font size="2">Google Squared ist live und kann unter http://www.google.com/squared/ benutzt werden. Die Ergebnisse sind oft erstaunlich zutreffend. </font><font color="#aaa">(3. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/searchology-google-5-small.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/">Google 'Options', 'Squared' und 'Snippets': Suche, gestückelt</a></b><br /><font size="2">Google verfeinert seine Suche und bietet den Nutzern neue Funktionen, welche Websitebetreiber Klicks kosten dürften. </font><font color="#aaa">(13. Mai 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Google-Navigation: Die eine App, die Apple haben muss</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/10/29/google-navigation-die-eine-anwendung-die-apple-haben-muss/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/10/29/google-navigation-die-eine-anwendung-die-apple-haben-muss/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 03:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Iphone]]></category>
		<category><![CDATA[Routenplaner]]></category>
		<category><![CDATA[TechCrunch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Googles kostenlose und herausragende Navigationslösung für Android ist eine Sensation - und dass sie nicht auf dem iPhone erscheint, ist ein Fanal.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Googles kostenlose und herausragende Navigationslösung für Android ist eine Sensation. Und die Tatsache, dass die Anwendung nicht auf dem iPhone, sondern auf Motorolas Droid Premiere feierte, spricht Bände.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/10/29/google-navigation-die-eine-anwendung-die-apple-haben-muss/googlenavi-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/10/googlenavi-small.jpg" width="450" height="309"  alt="Sreetview hilft in der Navigation, Knoten- und Abbiegepunkte oder auch das Ziel eindeutig zu erkennen. (Bild businessinsider.com)" /></a></p>
<p>Über so manche Anwendung aus den Google-Labs kann man lange grübeln: Das ist nett, aber wozu ist es einsetzbar? Im Fall von Streetview wissen wir es jetzt: Auf einen Schlag hat Google nicht nur seine Kartensoftware, sein umfassendes Suchwissen, seine technische Überlegenheit (mit Spracherkennung) und seine Führungsposition im online-Werbemarkt in eine Anwendung gegossen, sondern auch eindrücklich demonstriert, wozu Streetview nützlich sein kann.</p>
<p>All diese Elemente nämlich machen aus Googles Navigations-Anwendung (zu haben ab November in den USA mit dem neuen <a href="http://neuerdings.com/2009/10/29/motorola-droid-mit-android-2-0-der-roboter-lehrt-tomtom-garmin-rim-und-nokia-das-fuerchten/">Motorola-Droid</a>) den besten Routenplaner, den es je geben wird. Nicht im Augenblick gibt, sondern geben wird:</p>
<p><span id="more-11351"></span></p>
<p>Denn das Lokal- und auch das Echtzeitwissen, das Google hat und via Mobilfunk jedem &#8220;seiner&#8221; Endgeräte zuspielen kann &#8211; buchstäblich auf Zuruf &#8211; hat nicht nur jetzt keiner der Konkurrenten wie Tomtom oder Garmin verfügbar, sie werden es auch nie haben.</p>
<p>Entsprechend ist der Aktienkurs dieser beiden Firmen gestern zum Börsenende synchron um über 15% abgesackt &#8211; als die Videos über die Google-Navigation im Netz auftauchten und die ersten Berichte über das neue Motorola-Handy, das die Google-Navi bereits an Bord hat, online gingen.</p>
<p>Der Paukenschlag Googles ist aber nicht der Auftakt zum Angriff auf Tomtom und Co, sagt jetzt <a href="http://www.techcrunch.com/2009/10/28/google-should-make-apple-beg-for-maps-navigation/">Erick Schonfeld auf Techcrunch</a> &#8211; es ist der nächste Takt im anschwellenden Kriegsgebrüll zwischen Apple und Google.</p>
<p>Ob Apple oder Google den Ehekrach angefangen hat, der bis zum Austritt von Google-CEO Eric Schmidt aus dem Apple-VR führte, ist derzeit nicht klar. Aber dass Apple sich angesichts der Armee an Android-Telefonen, die derzeit auf den Markt geschwemmt werden, bedroht fühlt und mit Sperrung von Google-Applikationen auf dem iPhone &#8211; Latitude und Voice, beispielsweise &#8211; nicht elegant reagiert, ist ja wohl nicht zu übersehen.</p>
<p>Nur müsste Apple jetzt, meint jedenfalls Schonfeld, Google auf Knien um die Navigationslösung anbetteln. Denn im AppStore stehen vielleicht 85&#8217;000 Anwendungen, aber die besten Web-Applikationen, und um die geht es letztlich &#8211; stammen alle von Google. Und Google scheint grade gar nicht mehr gut auf Apple zu sprechen sein. Es könnte sein, dass der langfristige Erfolg des iPhones plötzlich von der Software einer Partnerfirma abhängt &#8211; und diese schmerzliche Erfahrung wäre nichts neues für Apple, die Ende der 90er Jahre auf Knien nach Redmond kriechen und Microsoft anbetteln musste, die Office-Suite für Mac weiter zu entwickeln.</p>
<p>Denn der schönste Computer und das schönste iPhone werden zum Ladenhüter, wenn die <a href="http://neuerdings.com/2009/10/29/motorola-droid-mit-android-2-0-der-roboter-lehrt-tomtom-garmin-rim-und-nokia-das-fuerchten/">hässlichen Terminatoren</a> nebendran mit der besten Software glänzen. Ein Stück Code, das zur besten Software auf einem mobilen Computer werden dürfte, ist gestern erschienen. Auf <a href="http://neuerdings.com/2009/10/29/motorola-droid-mit-android-2-0-der-roboter-lehrt-tomtom-garmin-rim-und-nokia-das-fuerchten/">Motorolas hässlichem Droid.</a></p>
<p><em>(Bild:</em> <a href="http://www.businessinsider.com/motorola-droid-first-hands-on-its-a-terminator-2009-10#meet-the-droid-19"><em>Silicon Alley Insider</em></a><em>)</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2009/10/29/google-navigation-die-eine-anwendung-die-apple-haben-muss/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2009/10/29/google-navigation-die-eine-anwendung-die-apple-haben-muss/&title=Google-Navigation: Die eine App, die Apple haben muss&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/10/05/adobe-flash-kuenftig-auf-jedem-mobiltelefon-ausser-iphone/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/10/adobe-flash-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/10/05/adobe-flash-kuenftig-auf-jedem-mobiltelefon-ausser-iphone/">Adobe Flash: Künftig auf jedem Mobiltelefon;  außer iPhone</a></b><br /><font size="2">Adobe wird mit dem Flash Player 10.1 voll funktionsfähiges Flash auf alle Mobilplattformen bringen. Abgesehen vom iPhone. </font><font color="#aaa">(5. Oktober 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/09/07/spotify-fuer-iphone-und-android-musikdienst-launcht-mobile-applikationen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/spotify110.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/09/07/spotify-fuer-iphone-und-android-musikdienst-launcht-mobile-applikationen/">Spotify für iPhone und Android: Musikdienst launcht mobile Applikationen</a></b><br /><font size="2">Spotify, Hoffnungsträger für sowohl Musikindustrie als auch -fans, hat seine Applikationen für iPhone und Android-Geräte veröffentlicht. </font><font color="#aaa">(7. September 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/22/die-stille-revolution-die-oeffnung-von-geschaeftsmodellen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/iphoneapps-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/22/die-stille-revolution-die-oeffnung-von-geschaeftsmodellen/">Die stille Revolution: Die Öffnung von Geschäftsmodellen</a></b><br /><font size="2">Apple erlaubt mit dem Appstore für das iPhone Externen, das eigene Produkt zu erweitern. Damit eröffnet Apple sich einen weit größeren Raum für die Befriedigung von Nutzerbedürfnissen. </font><font color="#aaa">(22. Juni 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>T-Mobile USA verliert alle Sidekick-Daten: Der Cloud-Computing-GAU</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/10/12/t-mobile-usa-verliert-alle-sidekick-daten-der-cloud-computing-gau/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/10/12/t-mobile-usa-verliert-alle-sidekick-daten-der-cloud-computing-gau/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 00:09:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Danger.com]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Sidekick]]></category>
		<category><![CDATA[T-Mobile]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>T-Mobile und Microsofts Danger verlieren die persönlichen Daten von Abertausenden amerikanischer Sidekick-Benutzer.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Microsoft-Tochter Danger.com hat die persönlichen Daten, Mails, Kontakte und Termine von einigen Hunderttausend Sidekick-Benutzern verloren. Die Datenwolke erweist sich als gar nicht so sicher.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/10/12/t-mobile-usa-verliert-alle-sidekick-daten-der-cloud-computing-gau/dangerexperience-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/10/dangerexperience-small.jpg" width="220" height="206"  alt="Gefahren-Service? Oja." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die Verzweiflung ist fast fühlbar: Zu Tausenden verfluchen amerikanische T-Mobile- Kunden und <a href="http://twitter.com/#search?q=sidekick">Sidekick-Benutzer</a> den Hersteller des Geräts, den Mobilfunkanbieter und die Firma, die hinter dem Smartphone mit jederzeit-Abgleich &#8220;in die Cloud&#8221; stehen &#8211; Danger.com, seit etwas mehr als anderthalb Jahren eine hundertprozentige Microsoft-Tochter.</p>
<p>Denn seit einigen Stunden sind <a href="http://www.techcrunch.com/2009/10/10/respectfully-letting-data-die-a-natural-death/">all ihre Daten vermutlich unwiederbringlich futsch</a>. Gelöscht offenbar bei <a href="http://www.hiptop3.com/archives/what-caused-the-sidekick-fail/">einer Migration im Datencenter</a> von Danger.com, bei der etwas schief gelaufen ist &#8211; und keine Backups vorhanden waren.  Diese <a href="http://www.danger.com/platform/exp.php">&#8220;Danger experience&#8221;</a> dürfte zu einem beispiellosen PR-Rückschlag für das Cloud-Computing-Modell bei Normalverbrauchern in den USA werden. </p>
<p>&#8220;Sidekick&#8221; ist ein Smartphone, das sich in den USA unter T-Mobile-Kunden grösster Beliebtheit erfreute und auf dem neuen Kontinent den späten Aufschwung von SMS mitgetragen haben dürfte:</p>
<p><span id="more-11256"></span>
<p>Das Slider-Telefon setzte voll auf Tastatur und Daten-Nachrichten als Ersatz für Telefonie.</p>
<p>Und es setzte auch sehr früh auf die einleuchtende Idee, die Daten nicht auf einem Gerät, sondern in der Cloud zu speichern &#8211; und jederzeit zwischen PC, Mobiltelefon und Notebook abgleichen zu können.</p>
<p>Die Idee ist so lange gut, als erstens vielleicht auch lokale Speicherungen der Daten vorhanden sind und zweitens sichergestellt ist, dass sie in der Cloud nie verloren gehen können &#8211; eine Annahme, der wir alle unterliegen, wenn wir unsere Informationen einem Anbieter mit eigenen Rechenzentren anvertrauen: Backups und Redundanz sind schliesslich die Grundlage jeden seriösen IT-Anbieters. Gell?</p>
<p>Nun, Danger scheint keine Backups gehabt oder sie zusammen mit allen andern Daten verloren zu haben &#8211; bisher gibt es jedenfalls nur Meldungen, wonach einiges der gespeicherten E-Mails wieder aufgetaucht sei, aber nicht die übrigen Daten.</p>
<p>Am ärgerlichsten an dem ganzen Vorfall ist, dass <a href="http://www.techcrunchit.com/2009/10/01/larry-ellison-still-hates-cloud-computing-nonsense-video/">Oracle-Besitzer Larry Ellison</a> recht zu kriegen scheint, der sich eben minutenlang über Cloud-Computing lustig gemacht hat und zur Quintessenz kommt, dass es sich am Ende einfach um <em>einen anderen Computer handelt, der im Netz hängt</em>.</p>
<p>Dabei müsste das nicht sein: <em>Echtes</em> verteiltes Rechnen und Speichern wurde bisher immer auch mit der Begründung propagiert, dass durch die automatische Redundanz zusätzliche Sicherheit gegen Datenverlust bestehe &#8211; wie es beispielsweise Wuala mit seinem Konzept der im Netz verstreuten Datenpäcken vormacht: Dieser Online-Speicher ist tatsächlich eine Wolke, in der die Datenintegrität nicht von einem oder zwei oder zwölf Rechnern abhängt.</p>
<p>Vielleicht werden Anbieter von Cloud-Lösungen in Zukunft deklarieren müssen, ob sie eine echte Cloud oder einfach nur ein einziges Datencenter am andern Ende der Leitung betreiben. Denn dem Vertrauen der Kunden wird es auch nicht zuträglich sein, dass sich T-Mobile ebenso wie zweifellos Danger jetzt gegen die bereits angekündigten Sammelklagen erboster Kunden mit dem Kleingedruckten im Sidekick-Vertrag wehren werden, wonach sie für Datenverlust nicht haftbar gemacht werden können&#8230;</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/29/microsoft-und-yahoo-suchmaschinendeal-jetzt-offiziell/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/yahoo_microsoft1-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/29/microsoft-und-yahoo-suchmaschinendeal-jetzt-offiziell/">Microsoft und Yahoo: Suchmaschinendeal jetzt offiziell</a></b><br /><font size="2">Microsoft und Yahoo haben eine auf 10 Jahre angelegte Zusammenarbeit im Suchbereich bekannt gegeben. </font><font color="#aaa">(29. Juli 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/17/smart-bundling-was-die-medienkonzerne-von-microsoft-lernen-koennen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/bundling-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/17/smart-bundling-was-die-medienkonzerne-von-microsoft-lernen-koennen/">Smart Bundling: Was die Medienkonzerne  von Microsoft lernen können</a></b><br /><font size="2">Die Software-Industrie, allen voran Microsoft, hat den Markt mit Produkt-Bundling aufgerollt. Das k&ouml;nnten auch die Medienkonzerne. </font><font color="#aaa">(17. Juli 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/13/microsoft-office-2010-das-imperium-schlaegt-zurueck/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/office2010.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/13/microsoft-office-2010-das-imperium-schlaegt-zurueck/">Microsoft Office 2010: Das Imperium schlägt zurück</a></b><br /><font size="2">Microsoft greift Google an: Office 2010 wird kostenlose, webbasierte Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote beinhalten.  </font><font color="#aaa">(13. Juli 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>In eigener Sache: &#8220;Retweet&#8221; und &#8220;Share on Facebook&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/07/22/in-eigener-sache-retweet-und-share-on-facebook/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/07/22/in-eigener-sache-retweet-und-share-on-facebook/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 07:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ab sofort kann jeder Text dieses Blogs direkt auf Twitter und Facebook weiterverbreitet werden.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit einem Mausklick jeden Artikel dieses Blogs via Facebook und Twitter kommentieren und weiterverbreiten: Das geht ab heute mit Knöpfen direkt am Textende.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/22/in-eigener-sache-retweet-und-share-on-facebook/retweeetthis-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/retweeetthis-small.jpg" width="288" height="177"  alt="Die Knöpfe für einfaches Retweeten/Sharen auf Facebook - unter jedem Text auf diesem Blog." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ein Klick, und schon bist Du bei Twitter oder Facebook und kannst einen Kommentar zur Verlinkung dieses Artikels hinzustellen: Wenn Du die Welt auf einen unserer Texte aufmerksam machen willst oder Deinen Followern zeigen, was sie verpassen, wenn sie uns nicht lesen&#8230;</p>
<p>Das geht inzwischen ganz einfach mit den beiden Knöpfen, die wir neuestens unter jedem Artikel einblenden: &#8220;Retweet&#8221; und &#8220;Share on Facebook&#8221;. Wer dort ein Konto hat, kann mit nur zwei Klicks die Botschaft verbreiten &#8211; und wir hoffen natürlich, dass Ihr regen Gebrauch davon macht. Das neue Feature schien uns angebracht, nachdem diese beiden Dienste derzeit den Trend zur Vernetzung anführen.</p>
<p>Radikal neu ist der Service übrigens nicht: Wir haben schon immer die Möglichkeit zum Verlinken/Anmelden/Versenden unserer Texte per einfachem Mausklick angeboten &#8211; unter dem Text und nach der Werbung, mit dem Link &#8220;Merken/Email&#8221;, hinter dem sich rund 50 social-bookmarking- und andere Dienste verbergen, darunter die einfache Email, zum verschicken unserer Texte. Einfach mal ausprobieren.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Amazons Kindle: Orwell&#8217;scher DRM-Sündenfall</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/07/18/amazons-kindle-orwellscher-drm-suendenfall/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/07/18/amazons-kindle-orwellscher-drm-suendenfall/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 09:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=4968</guid>
		<description><![CDATA[Amazon hat per Fernzugriff auf dem Kindle-Ebook-Reader Bücher von Kunden gelöscht. Das ganze Kindle-Marketing scheint unausgegoren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Amazon hat per Fernzugriff auf dem Kindle-Ebook-Reader Bücher von Kunden gelöscht. Jeff Bezos ist drauf und dran, seinen E-Book-Funken auszustampfen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/18/amazons-kindle-orwellscher-drm-suendenfall/amazon_kindlezwo-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/amazon_kindlezwo-small.jpg" width="220" height="182"  alt="Amazon Kindle: Paperbacks sind bisweilen billiger. (PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele Bücher gekauft wie seit dem Tag, als mein &#8220;Kindle 2&#8243; eingetroffen ist.</p>
<p>Wenn Amazon die Buchverlage überzeugen muss, dass elektronische Bücher ein Riesengeschäft sind, müssen wohl nur die Kundendaten einiger typischer Kindle-Nutzer wie mir vorgelegt werden &#8211; oder noch besser von solchen Benutzern, die auch noch die &#8220;New York Review of Books&#8221; auf dem Kindle abonniert haben und jedes dritte Buch gleich auf Knopfdruck kaufen.</p>
<p>Nur scheint Jeff Bezos dermassen überzeugt zu sein, dass das Konzept des Bücher-iTunes via &#8220;Whispernet&#8221; gar nicht schiefgehen kann, dass er die Überzeugungsarbeit auslässt und gleich auf den Profit losstürmt. Die neuste Episode zeigt allerdings, dass er sich auf dünnem Eis bewegt.</p>
<p>Eben ist ruchbar geworden, dass <a title="Amazon löscht Bücher auf Kindle2 von Kunden" href="http://www.boingboing.net/2009/07/17/amazon-zaps-purchase.html">Amazon auf den Kindle-Geräten</a> von Kunden via Funknetzanbindung mindestens zwei Bücher gelöscht haben soll, welche diese vorher gekauft haben: </p>
<p><span id="more-4968"></span>
<p>Orwells &#8220;1984&#8243; und &#8220;Animal Farm&#8221;, beide von einem Verlag via Kindle-Store vertrieben, der offenbar die Rechte an den Büchern nicht hat, wie sich Amazon inzwischen rechtfertigt. Die Kunden erhielten den Kaufpreis gutgeschrieben.</p>
<p><strong>Was nichts an der orwellschen Horrorvision ändert, dass einem ein Verkäufer Waren, die man gekauft hat, unter irgendwelchen Begründungen nachts wieder aus dem Haus holt und einen Scheck über den Kaufpreis hinterlegt.</strong> Und das zu einem Zeitpunkt, an dem &#8220;Digital Rights Management&#8221; oder die Verschlüsselung von digitalen Inhalten langsam aber sicher als von den Kunden nicht akzeptiertes Konzept gescheitert schien.</p>
<p>Das ist nur der bisherige Höhepunkt in einer Reihe von Entscheidungen rund um den Kindle, die mindestens die Frage aufwerfen, ob Bezos mit seiner Profit-auf-Teufel-komm-raus-Strategie nicht seiner eigenen Sache einen Bärendienst erweist. Statt nämlich zuerst einmal um jeden Preis die Buchverlage an Bord zu holen und die Benutzer zu überzeugen, will Amazon offenbar das aktuelle Monopol voll ausschöpfen.</p>
<ul>
<li>Die Bücher, die es für den Kindle gibt, sind zu teuer. Statt auf Masse setzt man gleich auf Marge, statt die Kindle-Versionen attraktiver und sehr viel günstiger als die Paperbacks zu machen, aber die Buchverlage mit hohen Kickbacks bei Laune zu halten, scheint Amazon gleich den Reibach machen zu wollen. Ich habe schon zähneknirschend für eine Kindle-Version eines Buchs, die auch noch als &#8220;Great Deal! You saved $4!&#8221; angepriesen wurde, mehr bezahlt als der daneben stehende, grade herabgesetzte Preis für die Paperbackausgabe.</li>
<li>Die Zeitungen, die auf dem Kindle über Whispernet ausgeliefert werden und den Medienkonzerne eine neue Schicht von Abonnenten bescheren, tun dies ebenfalls mit Zähneknirschen: Amazon kassiert angeblich 70 Prozent des Abopreises. Und der ist nicht nur sehr tief, sondern die Kindle-Abos sind auch noch werbefrei und für die Zeitungsverlage somit nicht attraktiv. Ich zahle für die New York Times knapp 14 Dollar im Monat &#8211; das ist nicht einmal ein Drittel des Preises, den ich für die Frühzustellung des Blatts auf Papier berappen müsste.</li>
<li>In Europa scheitert das Kindle-Konzept offenbar daran, dass Amazon den Telkos nicht den Preis für die Anbindung an ihre Netze bezahlen will, die sie haben wollen &#8211; und dabei verlangt Bezos auch hier in den USA für jedes Dokument, das ich per Email an meinen Kindle schicke (was ich tun muss, um Word und PDF-Files in das DRM-geschützte Kindle-Format umzuwandeln), unverschämte 10 Cent.</li>
<li>Der Kindle selber ist zu teuer. Ich habe den Kaufpreis von 350 Dollar zwar allein mit der Ersparnis beim Abo der New York Times auf ein Jahr bereits wieder reingeholt, aber die Nutzerbasis würde explodieren, wenn Amazon einen symbolischen Preis für das Gerät verlangen und danach auf die Buchverkäufe setzen würde. Denn anders als bei Mobiltelefonen besteht beim Kindle keinerlei Gefahr, dass das Gerät nicht in erster Linie für die Inhalte und kostenpflichtigen Leistungen verwandt werden wird, für die es herausgebracht wurde: E-Ink eignet sich weder für Spiele noch für Videos oder das moderne Web &#8211; der Kindle ist ganz einfach ein elektronisches Buch.</li>
</ul>
<p><strong>Alles in allem könnte Amazon derzeit mit dem Kindle den Markt für elektronische Bücher explodieren lassen und dabei die Buchverlage, die Zeitungen und auch noch die Kunden glücklich machen.</strong></p>
<p>Statt dessen treibt Bezos die Verleger direkt in die Arme der Konkurrenz, die nicht lange auf sich warten lassen dürfte (als ich vor zehn Jahren die ersten Dummies für Folienbildschirm-Geräte von IBM gesehen habe, auf die per Digitalfunk die Zeitung übermittelt werden sollte, war mir schon klar, <strong>dass die Zeitungsverlage dieses Gerät entwickeln und den Lesern kostenlos verteilen müssten:</strong> Sie würden an jeder nicht gedruckten, aber elektronisch verteilten Zeitung so viel sparen, dass sich die Entwicklungskosten und die Geräte im Nu amortisiert hätten).</p>
<p>Wenn ich bisher die Vorteile, die der Kindle mir bietet &#8211; zum Beispiel als kompakte Bibliothek inklusive Zeitung auf Motorrad-Trips und andern Reisen &#8211; mit einem Schulterzucken den unverschämten Preisen für die elektronischen Kopien der Bücher gegenüberstellte, die ich gekauft habe, hat sich das Gefühl nach der Orwell-Episode schlagartig geändert.</p>
<p>Denn mir und Tausenden anderen Kindle-Benutzern dürfte erst damit auch klar geworden sein, dass wir für die elektronische Kopie des Buches nicht einfach einen unverschämt hohen Kaufpreis bezahlt haben.</p>
<p><strong>Ganz offensichtlich haben wir die Bücher nämlich nicht einmal gekauft, sondern lediglich zum Lesen lizenziert.</strong> Denn weitergeben oder verschenken kann ich sie ebenso wenig, wie auf einem anderen Gerät lesen.</p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2009/07/18/amazons-kindle-orwellscher-drm-suendenfall/&title=Amazons Kindle: Orwell&#8217;scher DRM-Sündenfall&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/linkwertig-wann-sich-der-kindle-lohnt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/kindlenomics1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/17/linkwertig-wann-sich-der-kindle-lohnt/">Linkwertig: Wann sich der Kindle lohnt</a></b><br /><font size="2">Jason Perlow hat sich auf ZDNet mit der Frage beschäftigt, wann sich ein Amazon Kindle für den Käufer rechnet. </font><font color="#aaa">(17. November 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/17/smart-bundling-was-die-medienkonzerne-von-microsoft-lernen-koennen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/bundling-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/17/smart-bundling-was-die-medienkonzerne-von-microsoft-lernen-koennen/">Smart Bundling: Was die Medienkonzerne  von Microsoft lernen können</a></b><br /><font size="2">Die Software-Industrie, allen voran Microsoft, hat den Markt mit Produkt-Bundling aufgerollt. Das k&ouml;nnten auch die Medienkonzerne. </font><font color="#aaa">(17. Juli 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/03/leistungsschutz-linkverbot/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/nzzimdruck-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/03/leistungsschutz-linkverbot/">"Leistungsschutz": Linkverbot!</a></b><br /><font size="2">In Deutschland wird für Zeitungen ein "Leistungsschutz" verlangt. Die Amerikaner benennen es deutlicher: Linkverbot. </font><font color="#aaa">(3. Juli 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Twitter: Der erste Kanal ist offen</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/07/15/twitter-der-erste-kanal-ist-offen/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/07/15/twitter-der-erste-kanal-ist-offen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 09:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Echtzeitweb]]></category>
		<category><![CDATA[Monetarisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Technorati]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=4943</guid>
		<description><![CDATA[Der Mehrwert von Twitter besteht nicht in einem bestimmten Zweck, sondern darin, dass es zum Standard geworden ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Twitter kommt das Verdienst zu, die Echtzeit-Publikationsmöglichkeiten des Internets aufzuzeigen. Das war nur dank seiner quasi-Monopolstellung möglich.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/15/twitter-der-erste-kanal-ist-offen/redlinetwitter-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/redlinetwitter-small.jpg" width="265" height="187"  alt="Servicemeldungen via Twitter in der Boston Subway." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Der Medienhype hat Twitter gross gemacht &#8211; und dabei war nie genau klar, was eigentlich der Zweck des Systems ist, und noch weniger, wie man damit Geld verdienen soll (ach ja, mit Werbung&#8230;). Diese beiden Umstände erweisen sich jetzt als Glücksfall, denn das scheinbar zweckfreie, aber von Sexappeal der Selbstdarstellung genährte Phänomen Twitter erhielt dadurch die Zeit zu etwas zu wachsen, was in der umkämpften Ideenplattform Internet immer seltener wird: Ein Standard.</p>
<p>Aber ein sehr offener Standard, der keinerlei Vorgaben über die Art der Nutzung macht, wie mir drei aktuelle Stories vergangene Woche verdeutlicht haben:</p>
<p><span id="more-4943"></span>
<ul>
<li>
<div>Immer mehr amerikanische Behörden nutzen Twitter als kostenlosen Bürger-Informations- und Alarmierungskanal.</div>
</li>
<li>
<div>Der <a href="http://argus.ch/de/home">Schweizer Medienbeobachtungsdienst &#8220;Argus&#8221;</a> nimmt Twitter in sein &#8220;Portfolio&#8221; auf und</div>
</li>
<li>
<div>in den USA warnen Medien vor Einbrüchen, die auf unvorsichtige Tweets (&#8220;Mein Porsche verstaubt zwei Wochen in der Garage &#8211; bin auf Hawaii im Urlaub!&#8221;) zurückzuführen sein sollen.</div>
</li>
</ul>
<p>Die Meldungen scheinen zwar auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zu haben, aber bei genauerem Hinsehen steckt in allen dreien die Notation, dass Twitter Dinge kann, die andere Webdienste nicht können.</p>
<p>Die Einzigartigkeit von Twitter liegt indes nicht in einer technischen Neuerung. Es ist die Vereinigung von längst bekannten Eigenschaften des Web, die es allerdings bisher in dieser Kombination nicht gegeben hat. Twitter ist</p>
<ul>
<li>
<div>Echtzeit</div>
</li>
<li>
<div>öffentlich</div>
</li>
<li>
<div>durchsuchbar</div>
</li>
</ul>
<p><strong>Viele Dienste haben bereits eine Verknüpfung zweier dieser drei Eigenschaften geboten.</strong> Blogging zum Beispiel ist zwar öffentlich und durchsuchbar, aber Echtzeit-Information stand nie im Vordergrund. Auf Facebook verbreiten die Teilnehmer zwar in Echtzeit Updates über das, was sie grade tun &#8211; aber die sind nicht öffentlich. Und die Urform der Echtzeit-Kommunikation im Web, der Chat, war zwar öffentlich, aber nur für die aktuellen Teilnehmer und nicht durchsuchbar.</p>
<p>Die Vereinigung der drei Eigenschaften gab es bisher nur in Form von Drittdiensten: Die &#8220;Echtzeit&#8221;-Trendforschung in Blogs etwa wollte Technorati durch seine sofortige Erfassung jeden Blogpostings ermöglichen (und hat es verpasst, daraus ein funktionierendes Marktforschungs-Geschäftsmodell zu machen). Heute müssen PR-Leute nur auf Twitter nach dem eigenen Firmennamen forschen, um zu wissen, wie die Stimmung der Konsumenten gerade ist. Zeitungen wollten mit &#8220;Bürgerjournalisten&#8221; am Ball der Aktualität bleiben, der jetzt längst in Form von Twitpics und Tweets auf Twitter rollt. Und so weiter.</p>
<p><strong>Spannend ist daran, dass der Dienst all das vereint hat nicht <em>obwohl</em>, sondern möglicherweise <em>weil</em> er auf den ersten Blick keinen grossen Mehrwert bietet.</strong> So ergab sich eine Schonzeit, in der Twitter nicht fünf Dutzend Nachahmer und Konkurrenten die Show stahlen: Der Nutzen des Systems und seine Monetarisierungsmöglichkeiten waren einfach zu nebulös, als dass die üblichen Verdächtigen auf den Zug aufgesprungen wären.</p>
<p>Der Medienhype verstärkte diese Wirkung in beide Richtungen: Das Publikum wurde auf Twitter aufmerksam, aber die möglichen Konkurrenten blieben skeptisch; so manchem dürfte noch die Realität des letzten grossen Internet-Einzelhypes in den Knochen gesessen haben &#8211; Second Life, wo Millionen verbraten wurden, weil es nach einheitlicher Medienmeinung &#8220;das nächst grosse Ding&#8221; werde.</p>
<p>Der vermeintlich fehlende Nutzen von Twitter und die Unbeschwertheit der Nutzer haben für den Mehrwert gesorgt, den Twitter heute darstellt: Es ist <strong>der</strong> Echtzeit-Kanal für jedermann im Web, und dank seines Bekanntheitsgrades kann er jetzt für alle erdenklichen, durchaus &#8220;nützlichen&#8221; Anwendungen genutzt werden. Das ist vergleichbar mit dem Nutzen des Telefons, der erst mit der Verbreitung der Anschlüsse wirklich gegeben war. </p>
<p>Aber eine solche Entwicklung im Jahr 2009 ist aussergewöhnlich, weil es ausreichend Beispiele dafür gibt, dass kommerzielle Versuche, eine der endlosen Kommunikationsanwendungen des Internets zu monopolisieren und damit zu einem, wenn auch proprietären, Standard zu machen, durch den Wettbewerb zunichte gemacht werden. Eins der grössten ist wohl Microsofts &#8220;Passport&#8221;, das vor fast zehn Jahren nicht nur das heute gefeierte <a href="http://netzwertig.com/2009/07/06/single-sign-on-2009-ist-das-jahr-des-durchbruchs/">Single-Sign-On (Facebook Connect, OpenID)</a> vorweggenommen hätte, sondern zugleich zum Micropayment-Standard werden und viele Probleme hätte lösen können (und deswegen am Widerstand der Kreditkartenfirmen gescheitert ist).</p>
<p>Wie gross die Wirkung der Aufmerksamkeit ist, die Twitter auf die neue Art der Echtzeit-Publikation im Internet gelenkt hat, lässt sich daran ablesen: <strong>&#8220;Twittern&#8221; ist bereits zu einem Synonym für &#8220;in Echtzeit der Welt mitteilen&#8221; geworden, schneller als &#8220;googeln&#8221; zum Ersatzbegriff für &#8220;im Web suchen&#8221; wurde.</strong></p>
<p>Dabei hat Google durch urplötzlich sichtbare, dramatische Effizienzsteigerung mit einer technischen Lösung einen Paradigmenwechsel eingeläutet, der die Hilfsfunktion &#8220;Suchen&#8221; zur wichtigsten Anwendung der Digitalisierung machte und völlig neue Anwendungen in Marketing und Werbung entstehen liess. Es ist nicht klar, ob die gleiche Entwicklung stattgefunden hätte, wenn die Suchmaschinentechnologie nicht so plötzlich und mit derart dramatischen Resultaten verbessert worden wäre &#8211; vielleicht wären heute noch Suchdienste eine Nische und Datenbank- und redaktionelle Verzeichnisdienste die grossen Absahner. Twitter hat möglicherweise einen ähnlichen Prozess nur durch die Verknüpfung einiger modischer Web-Eigenschaften in Gang gesetzt, der ein <strong>ganz neues Bewusstsein schafft für das, was das Internet auch noch alles ist.</strong></p>
<p>Das geschieht immer nur dann, wenn sich ein herausragender Dienst durchsetzt und von den Anwendern akzeptiert wird. Die Anwendung selber ist dabei selten wirklich neu: Skype zum Beispiel hat eine Revolution in der Telefonie angestossen, als es Voip und Standards wie SIP seit Jahren gab.</p>
<p>Der Erfolg einer solchen Revolution ist spätestens dann zu erkennen, wenn öffentliche <a href="http://twitter.com/t_redline">Verkehrsbetriebe</a>, <a href="http://twitter.com/SalinasPD">Polizeidepartemente</a> und <a href="http://thecrimereport.org/2009/07/06/twitter-this/">Rathäuser</a> sich den Dienst zunutze machen, statt auf teure oder komplizierte <a href="http://www.nixle.com/">Einzelsysteme</a> zu setzen.</p>
<p>Ob die <a href="http://news.cnet.com/8301-1009_3-10260183-83.html">Nutzung durch Kriminelle</a> auch dazu zählt, lassen wir offen.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/25/hier-und-jetzt-das-fluessige-echtzeitweb/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/zeit-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/25/hier-und-jetzt-das-fluessige-echtzeitweb/">Hier und Jetzt: Das flüssige Echtzeitweb</a></b><br /><font size="2">Das aktuell vor unseren Augen entstehende Echtzeitweb ist der Endpunkt einer Reise, die mit der Erfindung der Druckpresse ihren Anfang nahm. </font><font color="#aaa">(25. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/19/jens-schroeder-im-interview-ich-bin-ein-zahlenjunkie/">Jens Schröder im Interview: "Ich bin ein Zahlenjunkie"</a></b><br /><font size="2">Bin ich denn schon drin? Die deutschen Blogcharts sind umstritten, geliebt, gefürchtet. Jens Schröder im Interview über Mogelversuche, Zukunftspläne und Klickzahlen. </font><font color="#aaa">(19. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/07/07/studivz-mit-twitter-integration-hand-in-hand-gegen-facebook/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/vz110.gif" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/07/07/studivz-mit-twitter-integration-hand-in-hand-gegen-facebook/">studiVZ mit Twitter-Integration: Hand in Hand gegen Facebook</a></b><br /><font size="2"><p>studiVZ-Mitglieder werden in Kürze ihre Twitter-Nachrichten innerhalb des Social Networks anzeigen lassen können.</p> </font><font color="#aaa">(7. Juli 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Leistungsschutz&#8221;: Linkverbot!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/07/03/leistungsschutz-linkverbot/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/07/03/leistungsschutz-linkverbot/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 06:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>
		<category><![CDATA[Linkverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=4851</guid>
		<description><![CDATA[In Deutschland wird für Zeitungen ein "Leistungsschutz" verlangt. Die Amerikaner benennen es deutlicher: Linkverbot.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In Deutschland verlangt Burda einen &#8220;Leistungsschutz&#8221; für Medien. In den USA wird das Kind bereits beim Namen genannt: Ein Linkverbot für News für 24 Stunden. Dort eine Idee aus der Mottenkiste, die hierzulande verfangen könnte. </h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/03/leistungsschutz-linkverbot/nzzimdruck-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/nzzimdruck-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Frisch aus der Presse, 24 Stunden gegen Links geschützt? (keystone)" /></a></p>
<p>Wenn die Geschäftsmodelle von gigantischen Industrien durch <a href="http://netzwertig.com/2009/07/01/innovationspsychologie-warum-der-umgang-mit-disruptionen-so-schwierig-ist/">neue Technologien in Stücke gerissen</a> werden, kommen die Betroffenen auf irrwitzige Ideen.</p>
<p>Als nichts anderes muss es bezeichnet werden, wenn &#8220;die vierte Gewalt&#8221;, die diesen &#8220;Titel&#8221; aufgrund ihrer angeblichen Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft lange wie eine Monstranz vor sich her getragen hat, sich urplötzlich genau denen an die Brust wirft und Schutz vor dem bösen Volk und angeblichen Trittbrettfahrern verlangt.</p>
<p>Konkreteste Idee bisher: Nachrichten- oder News-Texte von Zeitungen sollen mindestens vierundzwanzig Stunden lang nicht verlinkt werden dürfen. Das sind die jüngsten und bisher konkretesten Vorschläge aus Lobbyisten- und Anwaltskreisen in den USA.</p>
<p><span id="more-4851"></span>
<p>Die Logik der Vordenker dieser abstrusen Protektionismus-Idee: <strong>Die Zeitungen und Agenturen sind einen Tag lang die einzigen, bei denen das Publikum diese Nachrichten beziehen kann.</strong> Und dank diesem Vorsprung bleiben sie die Monopolisten, die weiterhin just das tun können, was sie jetzt allen anderen vorwerfen: Auf die Scoops der kleinen Blätter mit geringer Reichweite aufzuspringen, sie quasi-exklusiv zu verbreiten und dabei &#8220;zum Schutz der Zeitungen&#8221; nicht nur nicht zu verlinken, sondern auch aus Versehen die Nennung der Originalquelle vergessend.</p>
<p>Gut, letzteres ist eine Unterstellung &#8211; allerdings eine, die ich in zwanzig Jahren als Zeitungsjournalist oft genug erlebt habe. Und dass die ach so exklusiven Blätter mangels Links von aussen keine zusätzlichen Leser erhalten werden, geht in den Teppichetagen nicht vergessen, sondern scheint mit dem noch immer nicht durchgedrungenen Verständnis vom Vernetzungsgedanken zusammenzuhängen.</p>
<p>Grade eben haben wir diesen Flaschenhals überwunden, grade eben haben auch kleine, feine Rechercheure, Blogger und Spezialisten ihre Chance gekriegt, das grosse Publikum zu erreichen, ohne der Willkür der &#8220;Massenmedien&#8221; ausgeliefert zu sein, da behaupten die Grossen, just zu ihrem Schutz diesen Mechanismus abschalten zu wollen.</p>
<p>Und immer wird dabei auch von <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/46_die_vierte_gewalt_ist_jetzt_im_netz">Verlegern</a> angeführt, sie und nur sie würden originäre, exklusive Inhalte erschaffen und aufbereiten. Wenn dem so wäre, hätten sie jetzt allerdings nicht viel zu befürchten und könnten beispielsweise getrost auf Bezahlmodelle setzen (wie etwa das Wall Street Journal), denn was das Publikum nicht anderswo kostenlos in ähnlicher Qualität erhält, für das ist es jederzeit bereit zu bezahlen.</p>
<p>Nur beruhte das Geschäftsmodell der Verlage und Rundfunkanstalten noch nie auf der Produktion qualitativ hochwertiger Information, sondern fast ausschliesslich <strong>auf ihrem Monopol auf den Druckerpressen und Sendeanlagen.</strong> Wenn es ihnen um den Schutz der hochwertigen Information und den Wertschöpfungsprozess ginge, der damit zusammenhängt, müssten Grossverlage wie Springer auch intern für eine angemessene Abgeltung sorgen. Stattdessen wird dort von freien Journalisten eine <a href="http://medienlese.com/2008/05/09/freie-protestieren-gegen-springer/">vollständige Rechteabtretung zu rapide sinkenden Honoraren</a> verlangt. Und anderswo bedient man sich gleich im <a href="http://www.courantnormal.ch/blog/flickr-kein-einlenken-bei-newsnetz">Pool der Flickr-Fotos</a> &#8211; Monopol, irgendwer?</p>
<p>Warum aber wird jetzt in Deutschland von &#8220;Leistungsschutz&#8221; und nicht ganz einfach, wie in den USA, direkt von einer Ausweitung des Urheberrechts, dort &#8220;Copyright&#8221;, gesprochen?</p>
<p>Wahrscheinlich, weil man in Deutschland solche Kampagnen in der Regel etwas gründlicher vorbereitet als beispielsweise der amerikanische <a href="http://www.becker-posner-blog.com/archives/2009/06/the_future_of_n.html">Richter Richard Posner</a>, auf dessen hanebüchenen Vorschlag Medienguru Jeff Jarvis mit einem <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/28/first-kill-the-lawyers-before-they-kill-the-news/">bitterbösen Posting auf seiner Buzzmachine</a> reagiert hat: Was Richard Posner nämlich vorschlägt, den Schutz von (Zeitungs-) News durch das Copyright, stand schon einmal auf der Agenda der amerikanischen Zeitungsverleger &#8211; im Kampf gegen die Radiostationen, <strong>eingangs des letzten Jahrhunderts.</strong>  </p>
<p>Während des Jahrzehntelangen Kampfs der Zeitungen gegen die schnelle elektronische Konkurrenz und ihre &#8220;Vorabberichte&#8221; und &#8220;Piraterie&#8221; kam es bereits <a href="http://caselaw.lp.findlaw.com/cgi-bin/getcase.pl?court=us&amp;vol=248&amp;invol=215">1918 zu einem Gerichtsurteil,</a> in dem Nachrichten ausdrücklich als nicht dem Copyright unterstellt definiert wurden: <strong>Der Gehalt der News bestehe grundsätzlich aus Fakten, also reinen Tatsachennennungen, und dabei handle es sich um Gemeingut.</strong></p>
<p>Worin also würde der &#8220;Leistungsschutz&#8221; für die Zeitungen bestehen? Doch wohl in nichts anderem als einem Verlinkungsverbot, das auf irgendeiner anderen rechtlichen Grundlage als dem Urheberrecht begründet sein müsste &#8211; denn das schützt ausdrücklich nur Werke von schöpferischem Wert &#8211; also allenfalls den Originaltext der Meldung, nicht aber ihren Inhalt vor Weiterverbreitung.  </p>
<p>So sieht es jedenfalls auch Internet-Medienguru Jeff Jarvis, der sich grade mit einer <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/28/first-kill-the-lawyers-before-they-kill-the-news/#comments">Hand voll Verlagslobbyisten auf seinem Blog Buzzmachine</a> eine zeitweise gehässige Schlacht liefert. Die Zeitungen, die noch immer nicht kapieren wollen, dass die Aggregation im Internet nicht zu ihrem Schaden, sondern zu grösseren Teilen zu ihrem Nutzen passiert (Wenn Google mit der Auflistung der Nachrichten-Links, neben denen Werbung steht, kein Geld verdienen dürfte &#8211; müsste man dann nicht auch den Kiosken verbieten, am Verkauf der Zeitungen zu verdienen?), wollten nichts mehr und nichts weniger als die gewaltsame, vom Staat geschützte Wiedereinführung des Druckerpressen-Monopols, das wir dank des Internets gerade überwunden haben.</p>
<p>Und während in den USA angesichts der Geschichte, der Bedeutung von &#8220;Free Speech&#8221; und vor allem der aus eigenem Verschulden extrem geschwächten Position der Zeitungen (darauf komme ich in einem andern Artikel zurück) wenig Aussicht auf Erfolg bestehen dürfte, könnte das Anliegen in Deutschland, wo wir <a href="http://netzwertig.com/2009/06/18/bundestag-beschliesst-internetsperren-der-anfang-vom-ende/">schon anderes gesehen haben</a>, durchaus eine Chance haben.</p>
<p>Denn hierzulande sind die <strong>Zeitungen grade im Wahlkampf noch eine durchaus zu bedenkende Macht</strong> &#8211; und deren Support möchten die Volksvertreter zum Legislaturende nicht verlieren.</p>
<ul>
<li>
<div><a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/28/first-kill-the-lawyers-before-they-kill-the-news/">Jeff Jarvis: First kill the Lawyers &#8211; before they kill the news</a> buzzmachine.com (absolut lesenswert, namentlich die Diskussion in den Kommentaren)</div>
</li>
<li>
<div><a href="http://www.perlentaucher.de/blog/46_die_vierte_gewalt_ist_jetzt_im_netz">Anja Seeliger: Die Vierte Gewalt ist im Netz,</a> perlentaucher (ebenso lesenswert)</div>
</li>
</ul>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/29/kulturflatrate-pro-und-contra/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/digitalsunrise-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/29/kulturflatrate-pro-und-contra/">Kulturflatrate: Pro und Contra</a></b><br /><font size="2">Die Kulturflatrate wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an. </font><font color="#aaa">(29. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/10/medienrevolution-was-werden-die-newsmedien-der-zukunft-kosten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/supplydemand13-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/10/medienrevolution-was-werden-die-newsmedien-der-zukunft-kosten/">Medienrevolution: Was werden die Newsmedien der Zukunft kosten?</a></b><br /><font size="2">Kein Zweifel, die Medienbranche steckt in einem fundamentalen Wandel, und niemand weiss, wie die erfolgreichen Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen werden. </font><font color="#aaa">(10. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/05/08/der-kampf-der-geschaeftsmodelle/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/kampf-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/05/08/der-kampf-der-geschaeftsmodelle/">Der Kampf der Geschäftsmodelle</a></b><br /><font size="2">Mit den Marktverschiebungen durch das Netz werden neue Geschäftsmodelle notwendig. Die alten Geschäftsmodelle mit starken Regulierungen des Internets aufrechtzuerhalten, ist gesellschaftlich nicht wünschenswert. </font><font color="#aaa">(8. Mai 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Google &#8216;Options&#8217;, &#8216;Squared&#8217; und &#8216;Snippets&#8217;: Suche, gestückelt</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 May 2009 02:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[microformats]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Google verfeinert seine Suche und bietet den Nutzern neue Funktionen, welche Websitebetreiber Klicks kosten dürften.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Google verfeinert seine Suche und bietet den Nutzern neue Funktionen, die klein anfangen und grosse Wirkung haben dürften. Auch für Websitebetreiber. Und mit einer automatischen Datentabellen-Aggregation dürfte Google das Feuer der Copyright-Streiter auf sich ziehen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/searchology-google-4jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/searchology-google-4-small.jpg" width="150" height="225"  alt="Marissa Mayer, Google" align="right" hspace="5" vspace="5"/></a>Mit der Integration von neuen Funktionen bietet Google nicht nur Twitter als dem derzeit hippsten &#8220;News-Suche-Medium&#8221; die Stirn, sondern auch der Wikipedia als &#8220;Ich-klick-mich-durchs-Weltwissen&#8221;-Plattform: In den nächsten Tagen erfährt die weiterhin spartanisch wirkende Oberfläche der Suchmaschine einige &#8220;kleine&#8221; Anpassungen mit grosser Wirkung.</p>
<p>Die vermeintlich selbstverständlichen Zusatzfunktionen erweitern den Google-Nutzen <strong>für die Suchenden</strong> enorm. &#8220;Slice and Dice&#8221; ist das Motto gemäss Marissa Mayer: Die Suchresultate werden in &#8220;mundgerechte Happen&#8221; geschnitten.</p>
<p><span id="more-4456"></span></p>
<p>Indem die Suchmaschinenkunden auf der Google-Seite besser bedient werden und ihre Suche direkt verfeinern können (&#8220;<strong>Search Options</strong>&#8220;), wobei links eine Seitenspalte mit Verfeinerungsoptionen eingeblendet wird (&#8220;nur Beiträge der letzten 24 Stunden / der letzten Woche / des letzten Jahres&#8221;, nur Blogs, nur Reviews, nur News, nur Bilder etc) können die Suchenden ohne komplexe Suchabfragen ihre Trefferliste, die rechts in &#8220;Echtzeit&#8221; erneuert wird, klick-klick-klick verfeinern.</p>
<p>Der <strong>Nachteil für Websitenbetreiber</strong>:</p>
<p>Indem die Nutzer direkt auf der Google-Site sofort verbesserte Resultate sehen, behält die Suchmaschine sie bei sich auf der eigenen Site. So fällt wohl mancher &#8220;Kontroll-Ausflug&#8221; auf eine der Trefferseiten ins Wasser. Anders gesagt: <strong>Google generiert mehr Pageimpressions auf der eigenen und weniger auf den indexierten Seiten.</strong></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/searchology-google-1jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/searchology-google-1-small.jpg" width="150" height="225"  alt="Googles Udi Manber" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ausserdem dürfte der Suchmaschinen-Optimierwettbewerb unter den Inhalte-Anbietern gesteigert werden, weil Google neu Tags aus Inhalt-Markup-Sprachen auswertet und zu jedem Treffer gleich in der Übersicht noch mehr relevante Meta-Informationen anzeigt (&#8220;<strong>Rich Snippets&#8221;</strong> ).</p>
<p>Mit dem auf Ende Juni 2009 angekündigten <strong>&#8220;Google squared&#8221;</strong> schliesslich betritt der Suchmaschinenbetreiber schliesslich vollends Neuland, indem erstmals aus Fremdinhalten etwas gänzlich neues aggregiert wird, das zudem den &#8220;Inhaltelieferanten&#8221; keine Besucher, Google aber noch mehr Klagen über Copyright-Verletzungen bescheren dürfte.</p>
<p>Der Reihe nach: Am diesjährigen &#8220;Searchology&#8221;-Event &#8211; jener Pressekonferenz, an der die Googler normalerweise jährlich die wichtigsten Modifikationen ihres Kerngeschäfts, der Suchmaschine, bekanntmachen &#8211; wurden neben neuen Mobile-Suchfunktionen und andern &#8220;Kleinigkeiten&#8221; diese drei Dinge vorgestellt.</p>
<p>Die Suchmaschinen-Neuerungen sind die konsequente Weiterführung der Integration von Komplexität in die Maschine, um die Suche selber für die Kunden einfacher zu machen. Dabei muss Google vorsichtig vorgehen, wie einige der Demonstrationen zeigten, um sicherzustellen, dass nicht eine winzige Zusatzfunktionalität im Hintergrund plötzlich zu einem exponentiellen Anstieg der Rechenleistung für jede einzige Anfrage wird.</p>
<p>Mit der <a href="http://neuerdings.com/2007/05/17/google-holt-die-daten-aus-den-silos/">&#8220;Universalen Suche&#8221;</a> hat Google vor zwei Jahren bereits die Trennung der Inhaltekategorien &#8211; Video, Websites, Bücher, News, Bilder etc &#8211; aufgehoben. Das klang nach einem kleinen Schritt, war aber ein gewagtes Unterfangen, weil verschiedene Indizes abgefragt werden und die Resultate irgendwie klassifiziert angezeigt werden mussten. Dabei hat Google die Wahl nicht dem Suchenden Überlassen: Die Suchmaschine entscheidet selber, welche Anfragen &#8220;universal&#8221; behandelt werden &#8211; heute ist es laut Vizepräsidentin Marissa Mayer jede vierte Anfrage.</p>
<p>Dabei hat Google in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der Erkennung der Situation des Suchenden gemacht. Heute wird, wie Vizepräsident Udi Manber betonte, bei jedem Suchvorgang der geographische Standort der Benutzerin berücksichtigt &#8211; die Suche nach &#8220;Broadway&#8221; fördert in San Francisco etwas ganz anderes zu Tage als in New York (oder jeder anderen amerikanischen Stadt, denn fast alle haben einen.). Flugnummern werden automatisch erkannt, Rechtschreibefehler korrigiert und um Vorschläge ergänzt und so weiter.</p>
<p><strong>Search Options</strong></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/searchology-google-3jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/searchology-google-3-small.jpg" width="150" height="225"  alt="Googles Scott Huffman" align="right" hspace="5" vspace="5"/></a>Trotzdem sind diese Verfeinerungen noch mit sehr viel Rateaufwand verbunden, welche die Suchmaschine eingehen muss. Hier kommen die &#8220;Search Options&#8221; ins Spiel, die demnächst als einfacher Link oben links über den Suchresultaten (&#8220;Show&#8221;) auftauchen und auf einen Klick links eine Spalte mit anklickbaren Optionen auflisten.</p>
<p>Mit Klicks auf diese Optionen kann die Suche nun weiter eingegrenzt werden, und nach jedem Zwischenschritt werden neue Optionen angezeigt. Am meisten beeindruckt hat mich die zeitliche Begrenzung, denn bisher hat Google standardmässig die Treffer nach Relevanz angezeigt, und <strong>vielfach war der relevanteste Treffer mehrere Jahre alt,</strong> ich brauchte aber taufrische Information &#8211; mit Search Options geht das jetzt, indem die Suchresultate zeitlich begrenzt werden können. Neben all den Optionen zur Begrenzung der Suche nach zeitlichen, lokalen und andern Gesichtspunkten bietet Search Options auch das &#8220;Wonderwheel&#8221;: Dieses Suchmaschinen-Wunderrad erweitert die gestartete Suche in diverse Richtungen bis hin zu semantisch verwandten Begriffen, und dabei wird der Zusammenhang mit dem Ursprungsbegriff ständig grafisch angezeigt.</p>
<p><strong>Die Zeitleiste</strong> schliesslich spuckt eine Balkengrafik aus, die für jeden Suchbegriff die Zahl der Erwähnungen zu jedem messbaren Zeitpunkt anzeigt. Und zwar nicht den Zeitpunkt der Erwähnung im Web, sondern, wenn erfassbar, in den zugrundeliegenden Dokumenten &#8211; &#8220;Solarkocher&#8221; beispielsweise ist demnach bereits im 18. Jahrhundert als Begriff aufgetaucht, hatte danach abnehmend viele Erwähnungen und seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ein exponentielles Wachstum. Natürlich steht diese Anwendung noch in der Betaphase (welche Funktion bei Google ist das nicht), aber die Zeitlinie zu jedem Begriff, in die man hineinzoomen kann, wird zweifellos ein grosser Hit werden.</p>
<p><strong>Rich Snippets</strong></p>
<p>Die &#8220;Cleveren Schnipsel&#8221; der erweiterten Google-Suchmaschine sind ein kleines Zusatzfeature, das die Resultatliste mit Meta-Informationen zu bestimmten Websites anreichert und den Benutzer damit schneller erkennen lässt, welche Treffer er ansehen will.</p>
<p>Die Resultat-Zeile für Review-Seiten zu einem Suchbegriff zum Beispiel zeigt sogleich die durchschnittliche Bewertung des Suchgegenstands auf dieser Seite an, ausserdem, wie viele Reviews/Kommentare die Site zu dem Gegenstand insgesamt anbietet &#8211; und von wann der jüngste stammt. Die Informationen dazu stammen aus den Headern der Websites selber. und wer bei diesen Bewertungsmethoden nicht mitmacht, hat selbst dann ein schweres Spiel, wenn seine Site in  Google grundsätzlich hoch gerankt wird. Das Wettrüsten mit Zusatztags in den Markup-Sprachen RDFa und Microformats unter den SEO-Webmastern ist hiermit eröffnet.</p>
<p><strong>Google Squared</strong></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/05/13/google-options-squared-und-snippets-suche-gestueckelt/searchology-google-5jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/searchology-google-5-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Google Squared: Fertige Datentabellen direkt von Google - mehr oder weniger... (Alle Bilder © ps)" /></a></p>
<p>Die heisseste, und noch am tiefsten im Betastadium steckende Anwendung aber ist &#8220;Google Squared&#8221;. Google weiss (was weiss Google denn schon nicht), dass ein Grossteil der Suchen zur Aggregation von Daten dient: Nutzer durchsuchen das ganze Web nach Informationen, um eine Tabelle mit klassifizierbaren Informationen zu einem Thema zusammenzustellen. Warum also nicht gleich diese Tabelle ausgeben?</p>
<p>Das tut squared. Marissa Meyer tippte &#8220;Small Dogs&#8221; ein, und Squared lieferte in Sekunden eine Tabelle mit allen kleinen Hunderassen zurück, die es gibt: In der ersten Spalte der Name, in der zweiten ein Bild, in der dritten das Gewicht etc.</p>
<p>Abgesehen von vereinzelten Fehlern &#8211; unter &#8220;Gemüse&#8221; tauchte mitten in der Tabelle die Sportart &#8220;Squash&#8221;/englisch Kürbis auf &#8211; lieferte die Anwendung bereits erstaunliche Tasbellenresultate. Dabei kann der Anwender weitere Spalten zufügen, wozu ihm Kriterien vorgeschlagen werden, aber er kann sie auch frei definieren, und Google wird versuchen, sinnvolle Antworten zusammenzusuchen.</p>
<p>Dabei stammen die Resultate <strong>jeder einzelnen Zelle von den verschiedensten Websites</strong>. Wer die Maus über eine Zelle hält, sieht die Informationen zur Ursprungs-Website. Ob allerdings irgendjemand nach dem zusammenstellen einer solchen Tabelle &#8211; deren Inhalte aus dem Google-Index stammen &#8211; noch auf eine der Ursprungssites surft, ist mehr als fraglich.</p>
<p>Anders gesagt: Google liefert Inhalte wie Bilder, Texte und Zahlenmaterial ungeachtet der Urheberrechte, neu zusammengestellt in einer schmucken Tabelle, die Lieferanten gehen &#8211; anders als die Zeitungsverleger, deren Wehklagen über Google News kaum jemand versteht, weil sie schliesslich durch die Suchmaschine Traffic zugeleitet kriegen &#8211; leer aus.</p>
<p>Marissa Meyer beantwortete Fragen nach dieser Problematik logischerweise mit üblichen ausweichenden PR-Phrasen. Ob, wie und wer auf diese Datendienstleistung nach dem Selbstbedienungsverfahren durch Google reagieren wird, dürfte sich nach der Liveschaltung des Dienstes &#8211; angeblich Ende des Monats &#8211; schnell weisen.</p>
<p>Der ganze <a href="http://investor.shareholder.com/common/webcast/webcast.cfm?companyid=GOOGPR&amp;mediaid=36947&amp;SH_Auth=639895585%20%2E%20False%20%2E0%20%2E3B3315C7B46820600637466184B3BA8F">Searchology-Event als Video</a> ist derzeit noch hier zu sehen.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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</div>]]></content:encoded>
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		<title>Journalismus 2.0: Die Diskussion mitgestalten</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/05/05/journalismus-20-die-diskussion-mitgestalten/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/05/05/journalismus-20-die-diskussion-mitgestalten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 May 2009 08:22:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Dieser Text ist als Kolumne im Schweizer Medienmagazin &#8220;Edito&#8221; erschienen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/05/05/journalismus-20-die-diskussion-mitgestalten/mediengesllschaftjpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/05/mediengesllschaft-small.jpg" width="450" height="199"  alt="Mediengesellschaft 2009: Gefragt sind Diskussionen. (keystone)" /></a>Von allen Seiten hören wir, die Medien steckten in einer Strukturkrise, deren Ausgang nicht absehbar sei. Die Digitalisierung unterspült Plattformen und Kanäle, und in kopfloser Aufregung beladen Verlage und Veranstalter neue Vehikel mit den alten Gefäßen und Inhalten.</p>
<p>Diese Panikaktionen greifen viel zu kurz, weil die Umwälzungen nicht nur die Strukturen des Mediengeschäfts erfasst haben, sondern vor dem Kern nicht halt machen: Dem Journalismus als solchem. Wo Informationen uneingeschränkt fließen, sind &#8220;Gatekeeper&#8221; überflüssig; die &#8220;Produktion&#8221; von News tut weniger Not als ihre Einordnung; vor allem aber findet eine Revolution statt, die <a href="http://www.free-culture.cc/freecontent/">Stanford-Professor Lawrence Lessig</a>  den Übergang von der &#8220;Nur-Lesen&#8221; zur &#8220;Lesen/Schreiben&#8221;-Kultur nennt:</p>
<p><span id="more-6963"></span>
<p>Das emanzipierte Publikum kann sich nicht nur seine Quellen fast beliebig zusammensuchen &#8211; zu unserem Schrecken hat es begonnen, selber zu publizieren.</p>
<p>Und während immer grössere Kreise der Gesellschaft unsere Artikel und Sendungen kommentieren, kritisieren oder korrigieren, halten ausgerechnet wir Journalisten uns aus dem Diskurs fast vollständig heraus &#8211; in der Meinung, durch Abstand unsere &#8220;Glaubwürdigkeit&#8221; erhalten zu können.</p>
<p>Das Gegenteil ist der Fall. Die Distanziertheit des Publikum und sein Schweigen hatte noch nie irgendwas mit Respekt vor uns als &#8220;Vierter Gewalt&#8221; zu tun, sondern nur mit dem Fehlen eines Rückkanals, der diesen Namen verdient.</p>
<p>Der ist jetzt verfügbar, und der Journalismus wandelt sich, wie <a href="http://dangillmor.com/blog/2008/12/26/principles-of-a-new-media-literacy/">Medienwissenschafter und Blogger Dan Gillmor</a>  sagt, vom Frontalunterricht zum offenen Seminar. Oder sollte sich wandeln &#8211; denn Bedingung ist, dass wir vom hohen Ross der Dozenten auf die angemessenere Rolle der Moderatoren umsatteln. Im Publikum haben sich schon immer mehr Experten zu einem Thema befunden, als das Rolodex eines Journalisten zu fassen vermochte. Eine öffentliche Diskussion mit ihnen zu führen, müsste das Ziel journalistischer Arbeit sein.<br />
Ein erster Schritt wäre eine &#8220;Diskussionsspalte&#8221; zu jeder Online-Sendung und jedem Artikel &#8211; und eben nicht die &#8220;Kommentar-Rubrik&#8221;, in der man das Publikum unbeachtet seine Meinung absondern lässt. Das Forum muss gefördert, nicht erduldet werden. </p>
<p>An dieser Stelle kommt jeweils der Einwand, dass wir die Masse und die Emotionalität der Wortmeldungen nicht bewältigen könnten. Bei der Blogwerk AG haben wir in drei Jahren professionellen Bloggens gegenteilige Erfahrungen gemacht. Wo immer Autorinnen direkt in die Diskussion eintreten und die Leserschaft ernst nehmen, verstummen die vereinzelten Querulanten fast schlagartig: Mit dem spürbaren Engagement aller Beteiligten steigt die Wertigkeit der Diskussion; die soziale Selbstregulierung nimmt zu, die Schein-Anonymität nimmt ab.</p>
<p>Führt der Weg zum neuen Rollenverständnis unweigerlich über die verhasste Kommentarspalte? Vielleicht weniger im Newsjournalismus und sicher nicht in reinen Meinungsschlachten. Und wahrscheinlich gibt es effizientere Wege, aus der medialen &#8220;Vorlesungs-&#8221; eine &#8220;Seminarkultur&#8221; zu machen. Aber wir sollten uns beeilen, diese Methoden zu finden und zu entwickeln: Die Seminarteilnehmer sind da und warten nicht. Wenn sich die Zunft der Journalisten nicht bald dazu bequemt, in den Kreis zu treten und die Moderation zu übernehmen, dann wird es jemand anderes an ihrer Stelle tun.</p>
<p>Erschienen in <a href="http://www.edito-online.ch/index.html">Edito, dem neuen Schweizer Medienmagazin</a>. Es wird von den Berufsverbänden <a href="http://www.impressum.ch/impressum/de.html">impressum &#8211; Die Schweizer JournalistInnen</a> und vom <a href="http://www.ssm-site.ch/de/">Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM</a> herausgegeben.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2009/05/05/journalismus-20-die-diskussion-mitgestalten/&title=Journalismus 2.0: Die Diskussion mitgestalten&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/12/amok-berichterstattung-wie-viel-twitter-darf-es-sein/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/presse110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/12/amok-berichterstattung-wie-viel-twitter-darf-es-sein/">Amok-Berichterstattung: Wie viel Twitter darf es sein?</a></b><br /><font size="2">Dürfen und sollen sich Reporter zum Gegenstand ihrer Berichterstattung machen – und wenn ja, wann wird es pietätlos? Ein Blick auf die aktuelle Diskussion. </font><font color="#aaa">(12. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/jarvis1101.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/">Rettungsrezepte: Mit dem Strom schwimmen</a></b><br /><font size="2"><a href="http://medienlese.com/2009/02/10/journalismus-rettungsrezepte-mit-dem-strom-schwimmen/"><img src="http://medienlese.com/wp-content/uploads/2009/02/jeff138.jpg"></a>
<em>Jeff Jarvis</em> über neue Geschäftsmodelle für den Journalismus </font><font color="#aaa">(10. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/frei110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/">Offene Antwort: Vom Glück eines freien Journalisten</a></b><br /><font size="2">Die Freiberuflichkeit hat viele Vorteile – findet <em>Don Dahlmann</em> und hat gute Argumente gegen eine Festanstellung. Außerdem gibt's fünf Tipps für angehende freie Journalisten. </font><font color="#aaa">(3. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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