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	<title>netzwertig.com &#187; Peter Hogenkamp</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Kampagne «Es ist Deine Zeit»: Wie Vodafone  jetzt auch B sagen muss</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 13:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Always On]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Vodafone]]></category>

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		<description><![CDATA[Vodafone will seine Marke neu erfinden und ruft die «Generation Upload» aus. Wenn das Unternehmen es ernst meint, müssen dem Werber-Sprech Taten folgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Vodafone will seine Marke neu erfinden und ruft die «Generation Upload» aus. Wenn das Unternehmen es ernst meint, müssen dem Werber-Sprech Taten folgen: Die künstlichen Barrieren, die uns am tatsächlichen «Always on» hindern, müssen verschwinden.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/08/kampagne-es-ist-deine-zeit-wie-vodafone-jetzt-auch-b-sagen-muss/vodafone_logo/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/vodafone_logo.png" width="100"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Heute von 11 bis etwa 12 Uhr habe ich, zusammen mit vielen «Onlinern», die Vodafone-Pressekonferenz live geschaut. Sie lief in einem Flash-Player in einem <a href="http://m.vodafone.de/pk/">Fenster</a> mit einem Facebook-Frame (passend zum Facebook-<a href="http://www.facebook.com/home.php#/event.php?eid=127795797328">Event</a>) daneben, wurde kommentiert und fleissig getwittert (mit den Hashtags <a href="http://search.twitter.com/search?q=vfpk">#vfpk</a> und <a href="http://search.twitter.com/search?q=vodafone">#vodafone</a>).</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/08/kampagne-es-ist-deine-zeit-wie-vodafone-jetzt-auch-b-sagen-muss/vodafone_livepk_550/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/vodafone_livepk_450.png" width="450" height="218"  alt="Die Live-Pressekonferenz von Vodafone: Ebenso live kommentiert via Facebook" /></a></p>
<p>Erstmal ist das sehr mutig, denn man kann bei jeder Art von Online-Feedbackmöglichkeit eines grossen Unternehmens die Uhr danach stellen, dass es Leute gibt, die sofort bekunden, noch nie so etwas Dummes gesehen, gelesen, gehört zu haben. Die waren natürlich auch alle da.</p>
<p><span id="more-4886"></span>Viele haben sich nur am «Denglisch» der Werbeleute und Pressesprecher hochgezogen, woran man erkennen konnte, dass sie noch nie bei einer Pressekonferenz waren, denn das geht noch viel schlimmer und vor allem viel unsympathischer. Generell sollte man von den Eigenarten der Werbebranche abstrahieren, denn Vodafone will mit der Kampagne ja Millionen von deutschen Consumern erreichen, daher sind die Sachen, die «draussen» sind (Spot, Plakate etc.) viel wichtiger als das PowerPoint der Präsentation.</p>
<p>Vodafone nennt seine Kampagne «Brand Refresh», weil sie ihre Marke ein bisschen neu erfinden wollen. Das tun sie unter dem Titel «Es ist Deine Zeit» und mit einer Microsite unter der entsprechenden URL <a href="http://esistdeinezeit.de/">esistdeinezeit.de</a>. Botschaft ist: <strong>Vodafone wendet sich neu an die «Generation Upload».</strong> Das sind wir &#8212; Blogger, Twitterer, Facebook-User &#8212; die wir Inhalte im Internet veröffentlichen. Den Titel finde ich im Gegensatz zu vielen spontanen Kommentatoren gar nicht schlecht. Er ist technisch nicht ganz präzise (Chatten ist z.B. kein Upload), aber so kleinlich wollen wir nicht sein, denn er ist verständlich, und vor allem ist er nicht so fuzzy wie alles mit «2.0».</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/07/08/kampagne-es-ist-deine-zeit-wie-vodafone-jetzt-auch-b-sagen-muss/vodafone_esistdeinezeit_750/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/07/vodafone_esistdeinezeit_450.png" width="450" height="329"  alt="Esistdeinezeit.de: Microsite zur Vodafone-Kampagne" /></a></p>
<p><strong>Kurzer Schritt zurück:</strong> Das klassische Geschäft der Telefonieanbieter, nämlich Minuten zu verkaufen, ist ohne Zweifel dem Untergang geweiht. Im Festnetz sind die guten Margen schon lange weg, im Mobilfunk sind sie stark unter Druck. Augenöffner war für mich eine kurze Ansprache des damaligen Swisscom-Chefs Jens Alder vor etwa fünf Jahren, der damals sagte: «Wir machen heute rund 10 Milliarden Umsatz mit minutenbasierter Telefonie, und ich gehe davon aus, dass diese Zahl in den nächsten 10 bis 15 Jahren nahezu auf Null sinken wird.» Alder war überzeugt, dass alle Kommunikation per IP-Netz übertragen und damit pauschal verrechnet wird. So schonungslos muss man sich der Realität erstmal stellen. </p>
<p>Die gute Nachricht für die Mobilfunkanbieter: Wenn wir unterwegs sind, brauchen wir ihre Sendemasten weiterhin, egal, welche Art von Daten inkl. «Voice» wir übertragen wollen. Was wir in den letzten Jahren erleben &#8211; zum Beispiel als neulich ein Skype-Client für das iPhone veröffentlicht wurde: Googlen nach &#8220;iphone skype telekom blockieren&#8221; bringt 112&#8217;000 Treffer -, ist das Aufbäumen der Carrier, damit ihnen die Margen für Gespräche und SMS nicht allzu schnell weg schmelzen. Wie gesagt, mit dem Datenverkehr werden sie immer noch Geld verdienen, aber nicht mehr die obszönen Preise des letzten Jahrzehnts; bis heute kostet eine SMS etwa 20 Cent, was eine Menge ist für etwas, das so nebenbei läuft und keine nennenswerten Netz-Ressourcen braucht.</p>
<p><strong>Enter «Vodafone 2.0».</strong> Offenbar hat man erkannt, dass das Business der Zukunft woanders liegen wird, und setzt nun bewusst auf diese «Generation Upload». Denn die, das weiss ich von mir, hat durchaus eine hohe Zahlungsbereitschaft dafür, dass sie sich auch unterwegs fast so schnell im Internet bewegen kann wie zuhaus. Das werden in Zukunft viel mehr Leute wollen als heute, aber es stellt durchaus eine mutige strategische Entscheidung dar, schon heute auf diese Leute als Wachstumsmotor zu setzen, von denen es, wenn wir mal ehrlich sind, derzeit soo viele auch noch nicht gibt. </p>
<p>Die «Generation Upload», das steht heute schon fest, könnte man auch «Generation Kein-Blatt-vor-den-Mund» nennen, denn Sie hat aus Sicht von Unternehmen auch die schlechte Eigenschaft, dass sie sich nur ungern verarschen lässt. Daher muss Vodafone jetzt Konkretes folgen lassen, wenn sie es ernst meinen, sonst geht der Schuss nach hinten los. Denn wirklich passende Angebote für die «Generation Upload» fehlen bislang:</p>
<p><strong>Punkt 1: Nutzungseinschränkungen</strong><br />
Man schaue sich die heute gültigen die AGB zum <a href="http://shop.vodafone.de/Shop/legal_text.jsp?id=sku142167">«Vodafone Mobile Connect-Datentarif»</a>.<br />
Zitat: <strong>«Sie dürfen die Karte auch nicht für Voice over IP, Instant Messaging und Peer-to-Peer-Verbindungen nutzen.»</strong> Dass das die meisten Operator machen, ändert nichts an der Tatsache, dass es eine absolute Frechheit ist. Wie Jürg Stuker schon vor drei Jahren treffend <a href="http://blog.namics.com/2005/07/umts_bei_swissc.html">bemerkte</a>, steht das U in «UMTS» (Universal Mobile Telecommunications System) für «Universal». Sprich, der Anbieter verkauft mir 5 GB Traffic, und was ich dann damit mache, ist meine Sache.</p>
<p>Natürlich verstehe ich, dass niemand gern sein Business wegschmelzen sieht. VoIP ersetzt teure Mobiltelefonate, Instant Messaging ersetzt SMS. Aber wer nun offiziell auf die «Generation Upload» setzt, der muss einsehen, dass erstens 5 GB gar nicht so viel sind (dagegen 64 kbit/s, auf die danach abgeregelt wird, unglaublich wenig), und dass sich diese Generation zweitens nicht vorschreiben lassen will, wie sie das Internet nutzt.</p>
<p><strong>Punkt 2: Branded Handsets</strong><br />
Wer schon mal ein Vodafone-Handy hatte, weiss, warum im Laden nur Attrappen liegen. Vodafone ist der Anbieter, der die Handys «branded» und fast bei allen die Software modifiziert. Ich will aber nicht nur kein Handy mit Vodafone-Logo und vodafonisierten Icons, sondern vor allem keine festverdrahtetes «Live-Portal», das ohnehin den Charme des späten Compuserve ausstrahlt. Ich stelle mir gerade ein iPhone mit rotweiss gefärbten Vodafone-App-Buttons vor, bei dem ich drei Wochen länger auf das Update warten muss, weil Vodafone erst die Bilder nachbauen muss, wenn das Firmwareupdate überhaupt kommt. Aber nur kurz, denn es kommt mir das Grausen. Wie auch oben bei der Art des Traffics will ich auch bei der Hardware selbst entscheiden, mit welchem Gerät ich diesen Traffic mache.<br />
(Bitte zur Kenntnis nehmen, dass ich nichts gegen Zweijahresverträge sage. Es ist zwar eine komische Kultur, die wir da entwickelt haben, aber wenn die Hardware heftig subventioniert ist, müssen nun mal die Verträge länger werden. Ein bisschen Flexibilität in alle Richtungen würde trotzdem auch hier nicht schaden.)</p>
<p><strong>Punkt 3: Roaming</strong><br />
Alle tollen Daten-Flatrates nützen in unserer mobilen Welt nichts, wenn sie an der Landesgrenze enden. Ich bin selbst Vodafone-Kunde mit meinem deutschen «Zweit-Handy» (weil ich nicht in Deutschland wohne, ist mein Erst-Handy bei der Swisscom). Meine beiden Vodafone-SIM-Karten (Voice und Daten) habe ich allerdings wütend in die Ecke geworfen, seit ich in zwei Urlauben vor einigen Jahren mal mehrere 250-Euro-Rechnungen produziert hatte (einmal Roaming in Spanien, einmal dachte ich auf einer Nordseeinsel, ich sei datenverkehrsmässig in einem anderen Tarif). Seitdem nutze ich in Deutschland eine Prepaid-Karte von ALDI-Talk (24 Cent pro MB, auch nicht eben billig), obwohl mich das Nachladen zu Tode nervt. Will demnächst mal auf eine UMTS-Karte mit Tages-Flatrate wechseln; derzeit stresst mich aber am meisten, dass ich in Deutschland das iPhone nicht nutzen kann (wegen SIM-Lock von Apple/Swisscom). Lange Rede, kurzer Sinn: Mit dem Handy ins Ausland zu reisen ist derzeit noch die Hölle.  </p>
<p>Nun brüstete Vodafone sich aber an der Pressekonferenz damit, «der einzige globale Carrier» zu sein. Prima. Dann kann es ja kein grosses Problem sein, die Roaming-Tarife auf ein vernünftiges Mass zu stutzen, und zwar nicht nur so wenig wie möglich und unter Druck der EU. Ich will nicht mal die globale Flatrate verlangen, ich sehe ja ein, dass es Aufwand bedeutet, wenn Vodafone Spanien eine Verrechnung mit Vodafone Deutschland machen muss. Sagen wir also: 15% teurer darf es im Ausland durchaus sein. Und wenn ich im Inland eine Flatrate habe, hätte ich ich durchaus Verständnis, dass mich die Nutzung im Urlaub, sagen wir, 20 Euro pro Urlaubswoche extra kostet. Aber bitte nicht 200.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0x62rFxQvTU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0x62rFxQvTU&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object><br />
<small>Lustiger Blogger: Social-Media-Testimonial Sascha Lobo ist Teil der Vodafone-Kampagne</small></p>
<p><strong>Fazit:</strong> Ich glaube, dass Vodafone hier einen sehr mutigen Schritt gemacht hat. Wenn man den Aussagen aus der Pressekonferenz trauen kann, ist das nicht nur eine Social-Media-Kampagne, für die man ein paar lustig aussehende Blogger engagiert hat, sondern es ist ein echter Strategieshift. Nur müssen den Worten jetzt auch Taten folgen. Die meisten Einschränkungen müssen weg. Mittelfristig in allen Tarifen. Wenn das kurzfristig schwierig ist, muss es sehr bald einige klar erkennbare «Generation Upload»-Tarife geben, die unseren Bedürfnissen entsprechen. Dann bin ich der erste, der wieder voll dabei ist. Denn sonst wäre das heute alles wirklich nur leeres Gelaber gewesen.</p>
<p><small>Interessenbindung: Blogwerk ist seit März Joint-Venture-Partner des Blogvermarkters <a href="http://www.adnation.de">Adnation</a>, und Vodafone ist Kunde von Adnation; die Vodafone-Kampagne ab dem 11. Juli wird in den Adnation-Blogs, also auch in den Blogwerk-Blogs laufen. Über die Inhalte wusste ich allerdings bis heute um 11 Uhr nichts.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
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    </div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
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    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
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		<item>
		<title>In eigener Sache: Wir stellen medienlese.com ein</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 12:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Posting in eigener Sache ist leider eines mit schlechten Nachrichten: Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Dieses Posting in eigener Sache ist leider eines mit schlechten Nachrichten: Wir von Blogwerk haben beschlossen, medienlese.com am 30. April einzustellen. Das tut weh, aber die wirtschaftliche Entwicklung lässt uns kaum eine andere Wahl.</h4>
<p><em><br />
Update: Nachdem sich einige Leser mit einer Spendensammlung für die Rubrik &#8220;6 vor 9&#8243; ins Zeug gelegt haben, wird <a href="http://netzwertig.com/2009/04/28/die-macht-der-leser-6vor9-wird-weitergefuehrt/">medienlese.com vorerst bis Oktober 2009</a> weiter bestehen. </em></p>
<p>medienlese.com ist online seit dem 2. August 2006. Die Rubrik «6 vor 9» ist seit diesem Tag ohne Unterbrechung an jedem Werktag erschienen, insgesamt wurden mehr als 2.150 Artikel hier veröffentlicht, medienlese.com belegt in den <a href="http://deutscheblogcharts.de/archiv/2009-16.html">aktuellen Blogcharts</a> Rang 20 &#8211; aber wir hängen deutlich mehr daran, als es diese Zahlen aussagen können.</p>
<p>Wir haben immer gewusst, dass medienlese.com zu einem guten Teil ein Prestigeobjekt ist, und dass man mit einem Medienblog, das kein Branchendienst sein konnte und wollte, nicht viel Geld verdienen konnte. Wir haben es uns trotzdem gern geleistet. Leider geht das nun nicht mehr. Die wirtschaftliche Lage zwingt uns zu Einschnitten, und statt linear in allen Blogs zu sparen, was alle schwächen würde, haben wir uns nun zu diesem drastischen und schmerzhaften Schritt durchgerungen.</p>
<p>Es tut mir sehr leid für das Team, Ole Reißmann, Ronnie Grob, Klaus Jarchow und Carolin Neumann, denen Blogwerk-Chefredaktor Peter Sennhauser und ich hiermit für ihre grossartige Arbeit über drei Jahre danken möchte (auch wenn nicht alle die ganze Zeit dabei waren).</p>
<p>Ich finde es natürlich besonders unangenehm, dass medienlese.com oft die Entlassungswellen der grossen Verlage kommentiert hat, und wir nun selbst eine solche vornehmen müssen. Ein grosser Teil der Journalismus-Zukunft wird online stattfinden, diese Aussage war und ist sicher richtig. Aber dass die Monetarisierung vor allem kleiner, inhaltlich hochwertiger Angebote noch einige Zeit lang problematisch bleiben wird, wissen wir eben auch.</p>
<p>Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass ein Dritter medienlese.com übernimmt und weiterführt. Ich spreche bereits mit einigen Interessenten. Vorerst muss jedoch die Einstellung, voraussichtlich zum 30. April, als wahrscheinlichste Option gelten.</p>
<p>Übermorgen wird die «SonntagsZeitung» einen Artikel veröffentlichen, in dem ich nochmal zur Situation der Blogvermarktung und zu Gründen für diesen Schritt Stellung nehme.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2009/04/24/in-eigener-sache-wir-stellen-medienlesecom-ein/&title=In eigener Sache: Wir stellen medienlese.com ein&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/23/siebziger-jahre-so-entstand-eine-zeitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/70ies110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/23/siebziger-jahre-so-entstand-eine-zeitung/">Siebziger Jahre: So entstand eine Zeitung</a></b><br /><font size="2">Schreibmaschinen, Klebstoff, uralte Telefone: Wie die Redaktion des <em>Daily Titan</em> in den siebziger Jahren gearbeitet hat, zeigt Wayne Overbeck auf seiner Website. </font><font color="#aaa">(23. April 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/23/bildergalerie-die-gewinner-des-pulitzer-fotopreises/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/pulitzer110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/23/bildergalerie-die-gewinner-des-pulitzer-fotopreises/">Bildergalerie: Die Gewinner des Pulitzer-Fotopreises</a></b><br /><font size="2">Bedrückende Schwarzweiß-Bilder aus Haiti nach dem Hurrikan und ein Feature über Obamas Wahlkampf: fokussiert.com zeigt die Gewinner des Pulitzer-Preises für Pressefotografie 2009. </font><font color="#aaa">(23. April 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/04/21/blogroll-wir-haben-ein-herz-fuer-blogs/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/heart110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/21/blogroll-wir-haben-ein-herz-fuer-blogs/">Blogroll: Wir haben ein Herz für Blogs</a></b><br /><font size="2">Es sind tolle Blogs dort draußen: Der Stylespion bittet zum Linktausch – und wir machen mit bei der Aktion "Ein Herz für Blogs"! </font><font color="#aaa">(21. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
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    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorlaute Aggressivität: Kurt W. Z.,  Du alter Medienw*******!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/10/02/vorlaute-aggressivitaet-kurt-w-z-du-alter-medienwichser/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/10/02/vorlaute-aggressivitaet-kurt-w-z-du-alter-medienwichser/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 13:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/?p=5174</guid>
		<description><![CDATA[<em>Weltwoche</em>-Autor Kurt W. Zimmermann beschwert sich, Blogger seien zu brav. Dem Mann kann geholfen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kurt W. Z. (Edit pho vom August 2011: Den Namen habe ich rund drei Jahre nach der Publikation mal gekürzt, man muss ja sowas nicht für die Ewigkeit googlebar stehen lassen. Der Mantel der Liebe steht nach einer Weile jedem gut.), Autor einer sogenannten «Bullshit-Medienkolumne» in der <em>Weltwoche</em>, beschwert sich, deutschsprachige Blogger seien zu brav. Dem Mann kann geholfen werden.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/10/02/vorlaute-aggressivitaet-kurt-w-z-du-alter-medienwichser/kurt-w-zimmermann/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/kurt-w-zimmermann.jpg" width="180" height="239"  alt="Kurt W. Z. hat zumindest einen sehr langen Schlips (Foto: persoenlich.com)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a> Es ist <del datetime="2008-10-02T06:50:15+00:00">wissenschaftlich erwiesen</del> <del datetime="2008-10-02T06:50:15+00:00">in der Branche jedem bekannt</del> eine gewagte These, dass Kolumnisten einen sehr kleinen <del datetime="2008-10-02T06:50:15+00:00">Pimmel</del> Penis haben.</p>
<p>Franz-Josef Wagner, Matthias Matussek, Helmut-Maria Glogger &#8211; sie alle müssen kompensieren, was das Zeug hält, und statt das auf einem Sofa mit einer Person ihres Vertrauens zu machen, müssen wir ihre Bewältigungsergüsse regelmässig lesen. Kein Wunder also, dass Kolumnist Z. seine Kolumne in der Weltwoche 12/08 betitelt: <strong>«Sind 14 Zentimeter genug?»</strong></p>
<p><span id="more-6678"></span></p>
<p>Eine den Kolumnisten verwandte Art sind die Golfer, über die Schumacher-Manager Willi Weber <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=8030953&#038;top=SPIEGEL">vor zehn Jahren</a> den unsterblichen Satz prägte: «Ich golfe nicht, ich bumse noch.»</p>
<p>Kurt W. (Der «middle initial» sei, in unserem Kulturkreis angewandt, «der Doktortitel des kleinen Mannes», sagte mir vor 15 Jahren jemand; und je mehr Typen ich kennenlerne, die ihn verwenden, desto klarer stimme ich dem zu.) Z. macht alles zusammen: Schreiben, Golfen und übers Golfen schreiben (in der SonntagsZeitung und sogar <a href="http://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/echte_golfer_weinen_nicht/kurt_w_zimmermann/ISBN3-7679-1021-7/ID14592735.html">ein Buch</a>).</p>
<p>Zeit genug für das alles hat er. Denn er ist einer aus der Phalanx der «Manager», die sich dem millionenschweren Scheitern ihrer Konzern-Projekte auf anderer Leute Kosten (z.B. über 100 Mio. für TV3, bezahlt von der Tamedia) auf eine Position als Berater und notorischer Besserwisser zurückziehen. Ihre hauptsächliche Qualität dabei besteht darin, das Maul weiter aufreissen zu können als andere, weil ihnen sowieso niemand mehr einen gescheiten Job gibt.</p>
<p>Und so schreibt er Woche für Woche eine Medienkolumne in der <em>Weltwoche</em>, und die Dummheiten, die er dabei verzapft, sind meist so absurd, dass sich eigentlich jeder Kommentar erübrigt. </p>
<p>So hält er es auch selbst, denn in Ausgabe 29/08 schreibt er unter dem Titel <a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=20386&#038;CategoryID=66">«Sie Dummkopf! Sie Schrägschwätzer!»</a> (nur für Abonnenten, wegen der längst als gehirntot belegten Weltwoche-«Strategie», die Leute von der Website fernzuhalten, was mit nur 80&#8217;000 Unique Clients pro Monat auch bestens gelingt) über Martin Dummermuth, den Chef des Bundesamtes für Kommunikation, der sich erdreistet hatte zu sagen, die Medienkritik in diesem Land sei auf sehr tiefem Niveau: «Wenn künftig diese Berichte der staatlichen Medienbeobachtung erscheinen, gibt es nur eine einzige Methode, die uns bleibt: das Totschweigen.»</p>
<p>Wir machen heute mal eine Ausnahme, quasi auf persönliche Einladung von Kurt W. Z., denn er findet, Blogger seien zu nett. Seine heutige Kolumne heisst: <a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=21057&#038;CategoryID=66"><strong>«Das Blogismus-Problem»</strong></a>. Das Fremdwort «Blogismus» hat ihm wohl jemand zugesteckt, denn sein Hintergrund diesbezüglich lässt zu wünschen übrig, indem er zum Beispiel denkt, der Plural von Interna sei «Internas» (<a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=41352">«Ich verwende in der Kolumne keine Internas»</a>).</p>
<p>Die erste Hälfte der Kolumne ist ohne Sinn und Verstand zusammengestoppelt: Kurt W. Z. kritisiert, dass die <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/TVKritik-Was-der-Baum-ueber-die-Miss-sagt/story/29382466#kommentar">52 Leser-Kommentare</a> zur Wahl der Miss Schweiz auf tagesanzeiger.ch zu nett seien, schreibt aber im nächsten Satz, dass das an den «Zensurbehörden auf den Online-Redaktionen» liege. Also was genau können die Leser dafür?</p>
<p>Und überhaupt, was haben handzahme Leserkommentare bei einer Zeitung mit «Blogismus» zu tun? Nichts, aber 4000 Zeichen muss man halt irgendwie füllen, und da er von Blogs keine Ahnung hat, wie sich weiter unten schnell zeigt, ist es praktisch, wenn er jede zweite Woche ein paar Zeilen über seinen Ex-Arbeitgeber Tamedia unterbringen kann.</p>
<p>Kurt W. Z. analysiert:</p>
<blockquote><p>Die Schweizer Online-Welt ist ähnlich fromm geworden, wie es die Welt der Presse schon von jeher war. Das Netz ist mittlerweile so politisch korrekt wie die Leserbriefe im Lokalblatt. </p></blockquote>
<p>&#8230; die immer schon zensiert wurden.</p>
<blockquote><p>Sogar die Blogs, die früheren ungezogenen Kinder des Netzes, übertreffen sich inzwischen an gebremster Zivilisiertheit und unverbindlicher Banalität. Erstaunlich an diesem Prozess ist vor allem, wie schnell er vor sich ging. Noch vor achtzehn Monaten versetzte der sogenannte user-generated content die Branche in helle Verzückung.</p></blockquote>
<p>Moment, was war vor 18 Monaten? In den Z.-Kolumnen von Februar 2007 steht gar nichts über Blogs. Dafür in dieser, aus Weltwoche 24/06, also schon 28 Monate alt:</p>
<blockquote><p>Warum sind die Blogs so populär geworden, diese Meinungsseiten im Internet? Die Blogger wollen zu den News selber etwas beitragen, sie wollen sie in Frage stellen oder ergänzen, und sie wollen mit anderen über diese News kommunizieren. </p></blockquote>
<p>Egal. Blogs jedenfalls, Schweizerische zumal, sind in der Krise, eigentlich schon immer, aber genaugenommen seit 18 Monaten. Wir sind einfach zu nett.</p>
<blockquote><p>Es gibt in der Eidgenossenschaft keinen frechen Polit-Blog, keinen gutgemachten Wirtschafts-Blog und keinen flotten Unterhaltungs-Blog.</p></blockquote>
<p>Das stimmt weitgehend. </p>
<blockquote><p>Vor zwei Jahren gab es in der Schweiz eine Vielzahl ambitionierter Medien-Blogs, die dem Journalistenschaffen kritisch heimleuchten wollten. Sie sind allesamt wieder verschwunden, weil den Bloggern, wie erwartet, schnell die Luft ausging. </p></blockquote>
<p>Ja? Wie viele gab es denn? Wohl eher eine Handvoll als eine «Vielzahl». Prominent verschwunden ist zum Beispiel das vielzitierte anonyme 20-Minuten-Watchblog <a href="http://pendlerblog.blogspot.com/">«Pendlerblog»</a>, aber dafür hat ein anderer anonymer Blogger das Parkett betreten, nämlich «Ugugu» mit seinem <a href="http://blogdessennamenmansichnichtmerkenkann.wordpress.com/">Journalistenschredder</a>. Ich lese nicht alles, aber ich würde sagen, Zu- und Abgänge halten sich  einigermassen die Waage; für Details siehe <a href="http://media.slug.ch/">media.slug.ch</a>.</p>
<p>Und auch wenn&#8217;s mir schwerer fällt als einem kolumnierenden Selbstbeweihräucherer, uns selbst zu nennen, kann ich doch nicht umhin, dieses hier, <em>medienlese.com</em>, anzuführen. Online seit August 2006, im August 2008 rund 75&#8217;000 Unique Clients &#8211; also nicht viel hinter den Online-Zahlen der 75 Jahre alten Printmarke «Weltwoche». Wir hatten schon einige Primeurs, Autoren wie der meinungsstarke Klaus Jarchow schreiben regelmässig ziemlich tolle Sachen, die natürlich Kurt W. Z. nicht liest und deswegen auch nicht beurteilen kann, aber natürlich macht er es trotzdem.</p>
<p>Das Halbwissen, das der Journalist unwidersprochen rausblasen kann, ist in der Tat einer der grossen bleibenden Unterschiede zu den Blogs, wo nach fünf Minuten ein Kommentar online wäre, der kurz und präzise den Autor widerlegt.</p>
<p>Die Wahrheit dürfte sein, dass Kurt W. Z. nur ein Schweizer Blog wirklich regelmässig liest, nämlich Martin Hitz&#8217; <a href="http://medienspiegel.ch"><em>medienspiegel</em></a>. Martin ist ein sehr netter Kerl (Bündner halt, die sind ja alle so freundlich) und schreibt deswegen auch in einem sehr verbindlichen Tonfall; wenn er mal zu drastischen Ausdrücken greift, verbrämt er sie meist auf Englisch. Das kann man ihm nun wirklich nicht vorwerfen.</p>
<p>Kurt W. Z. dagegen kann man bestens vorwerfen, dass die grossen Vorbilder aus den USA, die er gern anführt, nicht besonders gut kennt. Wie bereits <a href="http://www.benkoe.ch/zimmermann-fail-again/">andere bemerkten</a>, verwechselte er heute das Original, den <a href="http://drudgereport.com/">Drudge Report</a>, mit dem Watchblog <a href="http://drudgeblog.com/">Drudge Blog</a>. Klingt ähnlich, aber ist doch was ganz, ganz anderes. So kommt&#8217;s halt raus, wenn man flüchtig  ergoogeltes Wissen an ein grosses Publikum absondert.</p>
<p>So. Genug fürs erste? Sonst bitte Rückmeldung, dann würde ich sagen: Nächste Woche, gleiche Stelle. Schöne Grüsse.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Jetzt doch: Tamedia übernimmt search.ch</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/10/02/jetzt-doch-tamedia-uebernimmt-searchch/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/10/02/jetzt-doch-tamedia-uebernimmt-searchch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 05:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[search.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/?p=5167</guid>
		<description><![CDATA[Der Kauf der Suchmaschine search.ch durch Tamedia, über den medienlese.com bereits am 29. August berichtet hatte, wurde bestätigt. Tamedia übernimmt 75%, der Rest bleibt bei der Post.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Übernahme der Suchmaschine search.ch durch Tamedia, über die medienlese.com bereits am 29. August berichtet hatte, wurde heute bestätigt.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/tamediasearch.jpg" width="450" height="80"  alt="" /><br /></p>
<p>Wir hatten recht, aber wir waren satte fünf Wochen zu früh mit der <a href="http://netzwertig.com/2008/08/29/uebernahme-tamedia-kauft-searchch/">Meldung</a>. Heute morgen wurde es offiziell bestätigt.  </p>
<p><span id="more-6676"></span></p>
<p>Offenbar war der Paketdeal etwas komplizierter und die Spreadsheets hatten viele Tabs, da <a href="http://netzwertig.com/tag/tamedia/">Tamedia</a> nicht nur die Mehrheit an search.ch übernahm, sondern zugleich die Morgenzustellung der Tamedia-Zeitungen der Post übergibt, wodurch auch die NZZ mit am Verhandlungstisch sass, denn die beiden Verlage hatten das schon bisher gemeinsam organisiert. So kommen in der offiziellen <a href="http://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmitteilungen/Seiten/NZZ%20Gruppe%20und%20Tamedia%20%C3%BCbertragen%20Fr%C3%BChzustellung%20der%20Post%20%20%20Tamedia%20%C3%BCbernimmt%20Mehrheit%20an%20Search.aspx">Medienmitteilung</a> Firmennamen wie die <a href="http://www.zuvo.ch/">Zuvo Zustell- und Vertriebsorganisation AG</a> (Homepagenostalgiker, unbedingt anklicken!), die Bevo AG und die Prevag AG vor. Leider hat man uns vorenthalten, welche lustigen Namen die «weiteren Zustellorganisationen» haben, die bisher zur Zuvo gehörten.</p>
<p>Der zukunftsträchtigere Teil ist der letzte Absatz: Tamedia übernimmt 75% an search.ch (die nach ihrem Gründer Ruedi Räber immer noch «Räber Information Management GmbH» heisst). Die anderen 25% verbleiben bei der Post.</p>
<p>Damit geht nach der pompös gescheiterten New-Economy-Sünde «YellowWorld» der Portal-Traum der Schweizer Post wohl definitiv zu Ende. Es ist nachvollziehbar, dass die Post sich in Zeichen permanent sinkender Erträge aus dem Briefgeschäft neue Betätigungsfelder sucht, aber der Dilettantismus, mit dem sie dabei zu Werke geht, kann doch immer wieder überraschen.</p>
<p>Dass nach der Übernahme die drei Gründer nicht lange zu halten sein würden, war klar. Der visionäre Ruedi Räber, von Haus aus Sinologe, macht «was in China», der rührige Reto Hartinger einen <a href="http://blog.internet-briefing.ch/">Internet-Business-Club</a>, und der brillante Entwickler <a href="http://www.bernhardseefeld.ch/">Bernhard Seefeld</a> ist Product Manager für Google Maps. map.search.ch war 2004 noch vor Google Maps an den Start gegangen, mit sehr ähnlichen technischen Konzepten, was Google beeindruckt haben dürfte. Apropos Google: Die waren damals beim Verkauf der letzte Mitbieter im Rennen um search.ch, und es wäre spannend, wenn man in einem Paralleluniversum gucken gehen könnte, was als «Google-Versuchslabor» in den letzten drei Jahren aus search.ch geworden wäre. Gerüchteweise fanden es zwei der drei Verkäufer damals nicht lustig, dass Google bei den Verhandlungen offen kommunizierte, man sei «nur an den Entwicklern interessiert».</p>
<p>Zwei sehr gute Programmierer blieben aber damals bei search.ch, nämlich <a href="http://2ni.ch/about-me/">Denis de Mesmaeker</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Urban_M%C3%BCller">Urban Müller</a>. Deren Handschrift sieht man immer noch an innovativen Funktionen wie dem nagelneuen <a href="http://about.search.ch/archives/2008/09/25/online-adressbuch-mit-abgleichfunktion/">Online-Adressbuch</a> &#8211; aber leider auf keiner einzigen Seite von post.ch.</p>
<p>Dort macht der sinnlose <a href="http://www.post.ch/de/index/uk-privatkunden/uk-virtueller-postschalter.htm">«Virtuelle Postschalter»</a> wohl nur der Agentur Freude, die ihn umsetzen durfte, und die überladenen Webseiten zum Kerngeschäft (z.B. <a href="http://www.post.ch/de/index/uk-privatkunden/pm_versand_inland_pk/pm-umzugservice/pm-adressaenderung.htm">«Nachsendeauftrag / Wohnungswechsel &#8211; und Ihre Post zügelt mit»</a>) strahlen nach wie vor einen strengen Web-1.0-Charme aus.</p>
<p>Wenn die Post heute schreibt, dass sich «die geplanten Synergien mit dem Kerngeschäft der Post nur begrenzt realisieren» liessen, müssen die Verantwortlichen sich fragen lassen, ob sie es überhaupt wirklich versucht haben. Zur Zeit der <a href="http://www.post.ch/de/index/uk_die_schweizerische_post_kauft.htm?viewId=716">Übernahme im Mai 2005</a> hatte man vermutlich noch ein paar gute Ideen, aber die scheinen es nie aus dem Stadium PowerPoint heraus geschafft zu haben. search.ch blieb als Angebot völlig isoliert und war im Nachhinein für die Post eine reine Finanzbeteiligung &#8211; immerhin dürfte in dieser Hinsicht das Geschäft ein Erfolg gewesen sein, inside-it hatte neulich <a href="http://www.inside-it.ch/frontend/insideit?_d=_article&#038;news.id=15316">unsere Meldung aufgegriffen</a> und berichtete von einem Kaufpreis von 25 Millionen Franken, im Vergleich zu 7 Millionen, die vor drei Jahren flossen. </p>
<p>Nun geht also search.ch, ein Such- und Verzeichnisdienst, an einen Verlag, dessen Kerngeschäft auch ganz woanders liegt. Entsprechend darf man gespannt sein, ob Tamedia Synergien aus dem immer noch grossen ungenutzten Potenzial von search.ch realisieren kann. Oder ob die NZZ es richtig macht, die zwar jedes Mal mit am Tisch sitzt und daher von allem weiss, aber die dicken Internetbrocken scheinbar ungerührt vorbeischwimmen lässt.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/29/uebernahme-tamedia-kauft-searchch/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/tamediasearch110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/29/uebernahme-tamedia-kauft-searchch/">Übernahme: Tamedia kauft search.ch (Korrektur)</a></b><br /><font size="2">Tamedia hat der Schweizer Post angeblich die Suchmaschine search.ch abgekauft – für deutlich mehr als sieben Millionen Schweizer Franken. </font><font color="#aaa">(29. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/13/tagesanzeigerch-keine-links-ohne-schriftliche-bewilligung/">Tagesanzeiger.ch: Keine Links ohne schriftliche Bewilligung? (Update)</a></b><br /><font size="2">Schon mal auf tagesanzeiger.ch verlinkt, ohne "vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia" eingeholt zu haben? Vorsicht, das verstösst gegen die  Anwendungsbestimmungen. </font><font color="#aaa">(13. August 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/06/news1ch-regionalverleger-gruenden-allianz/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/news1_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/06/news1ch-regionalverleger-gruenden-allianz/">News1.ch: Regionalverleger gründen Allianz</a></b><br /><font size="2">Sechs regionale Medienhäuser tun sich zusammen und bieten dem Newsnetz die Stirn: Im Oktober soll das gemeinsame Portal <em>news1.ch</em> starten. Plötzlich steht die <em>NZZ</em> alleine da ... </font><font color="#aaa">(6. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Wartungsarbeiten: netzwertig.com kurz offline</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/08/23/wartungsarbeiten-netzwertig-com-kurz-offline/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/08/23/wartungsarbeiten-netzwertig-com-kurz-offline/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 06:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[redesign]]></category>
		<category><![CDATA[Wartungsarbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des Redesigns aller Blogwerk-Blogs ist nach medienlese.com heute netzwertig.com an der Reihe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des <a href="http://blogwerk.com/2008/08/06/redesign-bei-blogwerk-schlanker-schicker-schneller/">Redesigns aller Blogwerk-Blogs</a> ist nach medienlese.com heute netzwertig.com an der Reihe.</p>
<p>netzwertig.com wird daher voraussichtlich heute Abend zwischen 22 und 24 Uhr für rund eine Stunde offline sein. Und danach hübscher wieder online.</p>
<p>Danke für Euer Verständnis.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
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    </div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		<title>Im Test: «Newsnetz»</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/08/17/im-test-newsnetz/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/08/17/im-test-newsnetz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 14:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[20minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Berner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[Newsnetz]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ Online]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[tagesanzeiger.ch. Basler Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tamedia]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir testen das neues Mantelkonstrukt hinter den Websites von <em>Tages-Anzeiger</em>, <em>Basler Zeitung</em> und <em>Berner Zeitung</em>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Vor gut einer Woche ging das «Newsnetz» an den Start, ein neues Mantelkonstrukt hinter den Websites von <em>Tages-Anzeiger</em>, <em>Basler Zeitung</em> und <em>Berner Zeitung</em>. Wir testen Konzept und Umsetzung.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/17/im-test-newsnetz/newsnetz1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/newsnetz4501.jpg" width="450" height="250"  alt="" /></a></p>
<p>Wie die Zukunft der Zeitung aussieht, wird im Wochentakt diskutiert; die stets pointiert vorgetragenen Meinungen reichen je nach Interessenlage von: «Zeitungen auf Papier werden ganz verschwinden» bis zum eigentlich bereits widerlegten: «Es wird sich nichts ändern». Wie sieht aber die Zukunft der News-<em>Websites</em> aus, die meist aus denselben Häusern stammen? Einerseits informieren sich immer mehr Leser im Web, andererseits lassen die Werbeeinnahmen dort noch auf sich warten, was die Branche zunehmend nervös werden lässt.</p>
<p><span id="more-6609"></span>Seit vorletztem Freitag kann man mit dem «Newsnetz» die Antwort der Tamedia auf diese Frage besichtigen. Unter der Hypothese, dass nur die Grossen im Netz Geld verdienen werden, hat man das seit Jahren überfällige Redesign von <a href="http://tagesanzeiger.ch">tagesanzeiger.ch</a> nicht allein geschultert, sondern sich mit der <a href="http://www.bernerzeitung.ch">Berner Zeitung</a> (gehört seit 2007 ebenfalls der Tamedia) und mit der <a href="http://www.bazonline.ch">Basler Zeitung</a> (mehrheitlich in Familienbesitz) zusammen getan.<br />
<!--more--></p>
<p>Das Newsnetz bringt das Konzept des «Mantels» ins Web – und vollzieht damit den Trend nach, der bei Zeitungen seit Jahren publizistisch geschmäht, aber betriebswirtschaftlich durchgezogen wird. Eine gegenüber früher stark erweiterte Online-Redaktion in Zürich mit 26 Stellen macht die nationalen Inhalte; für Zürich, Basel und Bern ergänzen je 6 Leute die regionalen Inhalte, so dass die neue Redaktion auf 44 Vollzeitstellen kommt (Zahlen laut <a href="http://schweizerjournalist.ch/index.cfm?page=16#vorschau">Schweizer Journalist</a>, online nicht verfügbar). Damit ist man etwa so gross wie die Online-Redaktion von 20minuten.ch und deutlich grösser als alle anderen in der Schweiz. Laut <a href="http://www.tamedia.ch/de/mediencorner/medienmitteilungen/Documents/Pendlerzeitung News und nationales Online-Newsnetzwerk.pdf">Medienmitteilung</a> vom letzten Herbst sollen noch weitere Zeitungen wie der Winterthurer <a href="http://www.landbote.ch/">Landbote</a> dazu kommen, wofür allerdings kein Zeitplan angegeben wurde.</p>
<p>Den uninspirierten neuen Namen «Newsnetz» leistet man sich, weil er nicht kommuniziert wird (die zugehörige <a href="http://newsnetz.ch/">Flashhöllenwebsite</a> enthält nur PR-Kram und Mediadaten): Jeder Leser nutzt «seine» Website von Tagi, BaZ oder BZ und merkt nichts vom neuen Zentralismus – theoretisch. Denn der entscheidende Unterschied bei der Frage, ob das Prinzip Mantel auch im Web funktioniert, heisst: Google. Dessen Algorithmen mögen keinen <a href="http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=en&#038;answer=66359">«duplicate content»</a>, sortieren gleiche Texte aus und zeigen gnadenlos  nur einen &#8212; oder keinen! &#8212; der Texte als Treffer an. Auf den einzelnen Websites merkt man nichts, aber beim Zugang via Google oder Google News dürfte die stärkste Site, vermutlich also in Zukunft tagesanzeiger.ch, den anderen das Wasser abgraben. Ob sich die Juniorpartner in diesem Deal dessen bewusst waren?</p>
<p><strong>Basler maximal regional</strong></p>
<p>Die drei Homepages werden von den Redaktionen separat bestückt, wobei sich sehr deutliche Unterschiede zeigen: Tagesanzeiger.ch macht auf nationale News-Site, kaum verirren sich Zürcher Inhalte über die Scrollgrenze. Ganz anders die Basler, die mit Regierungsratswahlen, Rheinschwimmen und immer wieder dem FC Basel maximale Regionalität demonstrieren. Am Samstagmorgen habe ich nachgezählt: In der linken Hauptspalte von bazonline.ch zeigten 9 von 15 Artikeln regionale Basler Inhalte. tagesanzeiger.ch hatte zur selben Zeit nur einen Zürich-Artikel, die Berner Zeitung gar keinen lokalen.</p>
<p>Wie ist das zu interpretieren? Entweder aus der Innensicht: Im Gegensatz zur Berner Zeitung, die online in der ersten Woche keinerlei eigenes Profil erkennen liess, will die BaZ sich klar vom Partner Tages-Anzeiger abgrenzen. Oder aus der Aussensicht: Die Attacke auf NZZ Online, als die das ganze Newsnetz angelegt ist, traut sich nur der Tages-Anzeiger wirklich zu, die Basler flüchten sich in Themen aus ihrem eigenen, sprichwörtlichen Basler «Daig» (Teig). </p>
<p>Ohnehin ist die Positionierung der Schweizer Online-Medien eine immer unübersichtlicher werdende Gemengelage: 20minuten.ch ist mit strikter Klickfixierung (unter Peter Wälty, jetzt Chef Newsnetz) zur grössten Schweizer Online-Redaktion geworden, strengt sich aber inzwischen sichtbar an, ernsthafter werden. Nun hat Blick.ch die <a href="http://netzwertig.com/2008/05/19/im-test-teil-3-blick-online-und-fazit/">geringsten Hemmungen</a>, muss aber mit dem Spagat leben, dass das Blatt hintergründiger werden will. NZZ Online war bei den seriösen News in der Poleposition, ist aber durch die Abwesenheit einer Online-Strategie und eine unterdotierte Redaktion <a href="http://netzwertig.com/2008/02/29/nzz-online-abschwung-nach-relaunch/">zu wenig vorwärts gekommen</a>.</p>
<p><strong>Erstaunliche Unterschiede im Erscheinungsbild</strong></p>
<p>Wer alle drei Online-Auftritte nacheinander durchklickt, dem fällt auf, wie wichtig Typographie ist, denn die eigentlich fast gleichen Sites wirken optisch erstaunlich unterschiedlich. Während der Relaunch für tagesanzeiger.ch auch optisch durchaus einen Quantensprung bedeutet und das neue Layout mit dem «Zeitungskopf» gefällig daherkommt, verströmt «baz.online» mit seinem einsnulligen Logo einen eher strengen Charme. Unverständlich ist, warum man nicht die Gelegenheit genutzt hat, sich vom separaten Online-Brand &#8212; ein typisches Konzept der späten Neunzigerjahre &#8212; zu trennen und die Website in «Basler Zeitung» unter der Domain «baz.ch» umzubenennen. Diese Domain besitzen die Basler selbst, redirecten sie aber auf die hässliche bazonline.ch. (Die auch in einigen Blogs etwas gar aufgeregt geführte <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=77190">Diskussion um die Domain baslerzeitung.ch</a> wäre dann viel weniger wichtig, dann «BaZ» ist das etablierte Kürzel und unschlagbar kurz.) </p>
<p>Die Berner haben es zumindest aus Branding-Sicht besser gemacht und ihr wenig überzeugendes Online-Mischmasch «espace.ch» zugunsten von «bernerzeitung.ch» über Bord geworfen. (Wobei daran kritisiert wird, dass man nun die regionalen Inhalte nicht wiederfindet, aber das liegt wohl vor allem an der Führung der Homepage, siehe oben.)</p>
<p>In Zukunft wird es noch enger in der Deutschschweizer Online-News-Landschaft –- von der man nicht vergessen sollte, dass sie nur aus rund zwei Millionen Leserinnen und Lesern besteht. Als plakatives Beispiel für den Herdentrieb der Verlagsbranche gaben letzte Woche die «führenden Schweizer Regionalzeitungen», Neue Luzerner Zeitung, St. Galler Tagblatt (die teilweise oder ganz der NZZ gehören), AZ Mediengruppe und weitere ihren für Oktober (!) geplanten Launch eines weiteren Multi-Verlags-Konstrukts bekannt: «news1.ch» hat den noch dümmeren Namen und setzt ebenfalls auf das Zentral-/Regional-Konzept. Wie sich diese Sites dann noch untereinander und von den genannten Wettbewerbern abgrenzen wollen, steht in den Sternen. (Siehe dazu auch ein interessantes <a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/newsnetz-gestartet-dicht-dran-am-boulevard/#comments">Kommentar-Pingpong</a> hier bei uns.)</p>
<p>Was fiel sonst noch auf?</p>
<ul>
<li>Domains: Der alte Tagi-Auftritt war jahrelang unter tagesanzeiger.ch. tages-anzeiger.ch und tagi.ch zu erreichen, ohne dass auf eine einheitliche Domain redirected wurde, was schlecht für den Google-Rank ist – diese Sünde wurde endlich behoben.</li>
<li>Werbung: muss sein, aber ob die Schaltung des maximalen Werbemittels «Brandweek», das alle drei Websites die ganze Woche mit Valser Bergen zustellte, gleich zu Beginn nötig war?</li>
<li>Redaktions-Mailadressen: kann sich vermutlich nicht mal die Redaktion merken: ta-lokal.newsnetz@tages-anzeiger.ch</li>
<li>Mobile Theme: Nur tagesanzeiger.ch hat eins, wohingegen BaZ und BZ auch auf dem Handy die kompletten Seiten inklusive Valser Bergpanorama mit 900 kB ausliefern – was sie unterwegs praktisch unbedienbar macht.</li>
</ul>
<p><strong>Zukunft der News-Portale unklar</strong></p>
<p>Angesichts gross angelegter Projekte wie dem Newsnetz stellt sich wie eingangs erwähnt die Frage nach der Zukunft der grossen News-Portale als zentralem Einstiegspunkt. Wir blicken zehn Jahre Erfahrung mit Online-News zurück &#8212; <em>erst</em> zehn Jahre, würde ich sagen &#8212; und es könnte durchaus sein, dass sich alle noch als Übergangslösungen erweisen werden.</p>
<p>Auf der Website von barackobama.com kann man sich unter der Überschrift <a href="http://www.barackobama.com/splash/first_to_know.html">«Be the first to know»</a> registrieren, um eine E-Mail zu bekommen, wer Obamas «Running Mate» für das Vizepräsidentenamt ist. Und weil man dort die 1.7 Millionen Online-Supporter ernst nimmt, dürfte diese Mail zeitgleich mit der Information der Presse rausgehen. Vor einigen Wochen verschickte Swisscom die <a href="http://neuerdings.com/2008/07/01/volks-iphone-ab-11-juli-bei-swisscom-fuer-chf-99/">Schweizer iPhone-Preise</a> fast gleichzeitig als Pressemitteilung und per E-Mail an interessierte Privatpersonen. Fazit: Der zeitliche Vorsprung der professionellen Medien gegenüber dem Medienkonsumenten schmilzt dahin, wer wirklich interessiert ist, kann sich in Zukunft auch direkt informieren lassen. </p>
<p>Was bleibt? Das Kommentieren der News &#8212; na ja, die spannendsten Kommentare liest man schon heute eher selten in der Zeitung. Die Auswahlfunktion der Medien aus dem riesigen News-Strom ist ebenfalls bereits unter Belagerung durch 2.0-Mechanismen, die allerdings noch nicht im Mainstream angekommen sind. Wie immer bei Innovationen überlappen die Entwicklungen sich zeitlich: Viele Menschen entdecken erst heute das Web als stetigen Begleiter durch den Alltag, sie verschieben ihre Informationsgewohnheiten und klicken sich mit immer noch wachsender Begeisterung durch die Newssites. Am anderen Ende aber brechen die Early Adopter durch Feeds, Twitter, Rivva &#038; Co. schon wieder weg. Ich kann nur für mich sprechen: «Spiegel Online» habe ich vor zehn Jahren im Stundentakt aufgerufen, heute sehe ich die Homepage oft tagelang nicht.</p>
<p><strong>Newsnetz weitgehend Web-2.0-frei</strong></p>
<p>Den Machern des Newsnetz&#8217; scheint die zweite Entwicklung noch nicht relevant zu sein, denn «Web 2.0-Elemente» sucht man weitgehend vergeblich. Sie sind nur selektiv aktiv (Kommentare kann man nur bei wenigen, von der Redaktion bestimmten Artikeln anbringen), gut versteckt (die RSS-Feeds findet man erst nach langem Suchen in der Fusszeile) oder eventuell aus Zeitgründen nur verschoben. Diverse Blogger waren entsprechend enttäuscht, denn mit den nun angebotenen Funktionen hätte die Tagesanzeiger-Website auch schon 2005 an den Start gehen können. (Bugsierer hat <a href="http://henusodeblog.blogspot.com/2008/08/newsnetz-notizen-zur-ersten-woche.html">Notizen zur ersten Woche</a> zusammengestellt.)</p>
<p>Dieser wenig innovative Ansatz überrascht, denn zum einen wäre die auch online konservative NZZ hier am leichtesten zu packen gewesen, und zum anderen gehen der technologische Fortschritt und die Demokratisierung der Online-Newslandschaft wie beschrieben weiter. Die Gatekeeper-Funktion, die die Zeitungen früher innehatten, werden Onlinemedien nicht wieder erreichen können, daher täte ihnen etwas Experimentierfreude sicher gut.</p>
<p><em>Der Artikel erschien in einer kürzeren Version unter dem Titel <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/multimedia/artikel-detailseite/?newsid=37550">«Nichts Neues im Netz»</a> (<a href="http://blog.hogenkamp.com/wp-content/uploads/2008/08/tas_20080817_0_0_91.pdf">PDF</a>) in der SonntagsZeitung vom 17. August 2008. Siehe dazu auch <a href="http://blog.hogenkamp.com/2008/08/17/sonntagszeitung-von-mit-blogs-auf-die-grosse-kasse-hoffen-zu-nichts-neues-im-netz-in-zwei-jahren/#anchor_comments">hier</a>.</em>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/newsnetz-gestartet-dicht-dran-am-boulevard/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/newsnetz_news.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/newsnetz-gestartet-dicht-dran-am-boulevard/">Newsnetz gestartet: Dicht dran am Boulevard</a></b><br /><font size="2">Die selben Schlagzeilen, die selben Bilder: <em>Basler Zeitung</em>, <em>Berner Zeitung</em> und <em>Tages-Anzeiger</em> haben endlich moderne Websites – und eine gemeinsame Mantelredaktion. </font><font color="#aaa">(8. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/31/newsnetz-tages-anzeiger-gewaehrt-einblicke/">Newsnetz: Tages-Anzeiger gewährt Einblicke</a></b><br /><font size="2">Das Newsnetz, die gemeinsame Nachrichtenredaktion von Tamedia, Espace Media und Basler Zeitung startet erst in acht Tagen &ndash; einen ersten Einblick soll es schon heute geben. </font><font color="#aaa">(31. Juli 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/13/tagesanzeigerch-keine-links-ohne-schriftliche-bewilligung/">Tagesanzeiger.ch: Keine Links ohne schriftliche Bewilligung? (Update)</a></b><br /><font size="2">Schon mal auf tagesanzeiger.ch verlinkt, ohne "vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia" eingeholt zu haben? Vorsicht, das verstösst gegen die  Anwendungsbestimmungen. </font><font color="#aaa">(13. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Blogwerk-Sommer-Verlosung: Slider-Handy «LG Venus»</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/08/06/blogwerk-sommer-verlosung-slider-handy-lg-venus/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/08/06/blogwerk-sommer-verlosung-slider-handy-lg-venus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 14:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnspiel]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/?p=4335</guid>
		<description><![CDATA[Für Feedback zur Nutzung und zum Redesign von medienlese.com gibt es ein LG KF600 «Venus» zu gewinnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erster von 13 Preisen vergeben</strong></p>
<p>An dieser Stelle haben wir Euch um Feedback zum <strong><a href="http://blogwerk.com/2008/08/06/redesign-bei-blogwerk-schlanker-schicker-schneller/">Blogwerk-Redesign</a></strong>, das wir Stück für Stück umsetzen werden, beginnend mit medienlese.com, gebeten und zugleich die Verlosung eines LG Venus KF600-Handys ausgeschrieben. 237 Leserinnen und Leser haben teilgenommen; wir freuen uns natürlich, dass eine grosse Mehrheit das Redesign als geglückt, die Site als übersichtlicher, luftiger und angenehm ruhig einschätzt. Zugleich haben wir einige Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten erhalten, für die wir uns herzlich bedanken möchten. </p>
<p>Als Gewinner des LG-Handys hat Glücksfee Lea Barmettler</p>
<p><strong>Raffael Hildebrand aus Nidau, CH</strong></p>
<p>ermittelt. Wir gratulieren und wünschen viel Spass mit <a href="http://neuerdings.com/2008/07/05/lg-kf600-im-test-vibrierende-venus/">dem neuen Handy</a> im Wert von EUR 280/CHF 450. Der Gewinn wird gesponsert von LG.</p>
<p>Mit Abschluss dieser Verlosung beginnt bereits die nächste; <a href="http://blogwerk.com/sommerverlosung-2008/">der Überblick über die Verlosung ist hier zu finden</a>. Bitte beachte auch unsere <a href="http://blogwerk.com/sommerverlosung-2008/regeln/">Regeln</a>.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2008/08/06/blogwerk-sommer-verlosung-slider-handy-lg-venus/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
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		<title>Wartungsarbeiten: medienlese.com kurz offline</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 06:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogwerk]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[medienlese.com wird heute Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr wegen Wartungsarbeiten für rund 15 bis 30 Minuten offline sein. (Nehmen wir an, sonst sagen wir es nochmal.) Danke für Euer Verständnis. Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt. Dieser Text ist mir was wert: Verwandte ArtikelBlogwerkers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>medienlese.com wird heute Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr wegen Wartungsarbeiten für rund 15 bis 30 Minuten offline sein. (Nehmen wir an, sonst sagen wir es nochmal.)</p>
<p>Danke für Euer Verständnis.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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		</item>
		<item>
		<title>Wie informieren sich Schweizer IT-Chefs: «Fredy sagt auch, bei ihnen sei es gar nicht schlecht gelaufen.»</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/07/29/wie-informieren-sich-schweizer-it-chefs-fredy-sagt-auch-bei-ihnen-sei-es-gar-nicht-schlecht-gelaufen/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/07/29/wie-informieren-sich-schweizer-it-chefs-fredy-sagt-auch-bei-ihnen-sei-es-gar-nicht-schlecht-gelaufen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 11:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[cio]]></category>
		<category><![CDATA[it-verantwortliche]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweizer IT-Verantwortliche informieren sich vor allem aus Branchentratsch und Fachmagazinen. Müssen wir uns Sorgen machen? Ja: um die Firmen, für die sie verantwortlich sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schweizer IT-Verantwortliche informieren sich vor allem aus Branchentratsch und Fachmagazinen. Müssen wir uns Sorgen machen? Ja: um die Firmen, für die sie verantwortlich sind.</h4>
<p>Die Technologie macht weiter rasante Fortschritte. Insbesondere alles, was online angeliefert wird, wird schneller, besser, billiger. Dabei fällt auf, dass während der Zugang von privaten Usern und kleinen Firmen zu professionellen Tools in letzter Zeit grosse Fortschritte gemacht hat, sich viele IT-Umgebungen in Grossunternehmen vergleichsweise wenig verändert haben. Das hat einen einfachen Grund, wenn man einer Studie glauben darf: Die IT-Leiter erfahren von den neuen Tools nichts.</p>
<p>Ende Mai stellte Lea Knobel von der Agentur Farner PR (beide kenne und mag ich) ihre Diplomarbeit <strong><a href="http://www.farner.ch/pr/flash_de.php?id=33&amp;cat_id=4">«Das Informationsverhalten von IT-Verantwortlichen – Nutzung und Wirkung von IT-Fachmedien»</a></strong> vor, die sie an der FH Winterthur erstellt hat. (Meine heutige Replik folgt also eher einer Print-Zeitmetrik.)</p>
<p>Wie informieren sich also diese 236 Leute? Hier die «fünf zentralen Ergebnisse» der Studie im O-Ton:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Gespräche mit Kollegen und IT-Fachmagazine sind die wichtigsten Informationsquellen für IT-Verantwortliche.</li>
<li>Am meisten gelesen und am besten bewertet werden die IT-Fachmagazine InfoWeek und Computerworld.</li>
<li>Online-Informationen wie die Webseiten der Medien, Newsticker und Blogs finden markant geringere Beachtung als die Printmedien.</li>
<li>Die unter 30-jährigen IT-Verantwortlichen weisen ein anderes Informationsverhalten auf als die anderen Altersgruppen.</li>
<li>Die CIOs informieren sich anders als ihre Unterstellten.</li>
</ul>
</blockquote>
<p><span id="more-2272"></span></p>
<p>Es lohnt, sich die entsprechende Auswertung genauer anzuschauen.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/07/29/wie-informieren-sich-schweizer-it-chefs-fredy-sagt-auch-bei-ihnen-sei-es-gar-nicht-schlecht-gelaufen/informationsverhalten_praeferenzen1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/informationsverhalten_praeferenzen1.png" width="500" height="433"  alt="" /></a></p>
<p><strong>«Gespräche mit Berufskollegen» sind also das wichtigste</strong>, mit deutlich über 90% «sehr wichtig» oder «wichtig». Hier hätte man in einer Interviewsituation nachfragen können: Welche Kollegen sind das denn genau? Andere CIOs beim Branchenevent? Dann ist das Ergebnis eine wunderbare Dokumentation für den bekannten Herdentrieb der IT: «Fredy führt demnächst bei sich Sharepoint ein, das sollten wir wohl auch machen.»* Nicht umsonst ist «Nobody ever got fired for buying IBM» (gilt auch für: SAP, Microsoft, Oracle) eine schon sprichwörtliche Leitlinie für wenig innovationsfreundliche Typen.</p>
<p>Oder fragt er vielleicht den jungen Mitarbeiter, von dem er weiss, dass dieser viel näher dran ist als er selbst? (Das meine ich nicht wertend, ich frage auch immer gern Experten.) <strong>Aber wo informiert sich dieser wichtige Einflüsterer?</strong> Wir wissen es nicht.</p>
<p>Auf Platz 2 folgen die «IT-Fachzeitschriften». Diese sind in einer separaten Auswertung aufgeschlüsselt.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/07/29/wie-informieren-sich-schweizer-it-chefs-fredy-sagt-auch-bei-ihnen-sei-es-gar-nicht-schlecht-gelaufen/informationsverhalten_fachzeitschriften/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/informationsverhalten_fachzeitschriften.png" width="500" height="425"  alt="" /></a></p>
<p>Interessant, dass zwar oben über 80% Fachzeitschriften als «sehr wichtig» oder «wichtig» angegeben hatten, aber <strong>die beiden topplatzierten <em>Computerworld</em> und <em>InfoWeek</em> nur von rund 35% der Leute regelmässig gelesen werden</strong>. Ich kenne das von mir selbst: Ich bekomme drei der Top-5-Magazine zugeschickt und lese sie eigentlich ganz gern, habe aber de facto sowohl zuhaus wie auch im Büro schnell wachsende Stapel von noch verschweissten Heften, die ich alle paar Monate ungelesen entsorge.</p>
<p>Die Liste der «Fachzeitschriften» beinhaltet noch eine weitere Überraschung: Auf Platz 3 steht der <strong><em>PC-Tipp</em>, eine Zeitschrift mit einem klaren B2C- und Servicethemen-Profil</strong> (vergleichbar der deutschen <em>Computerbild</em>, nur ohne die grossen Tests). Christoph Hugenschmidt von inside-it <a href="http://www.inside-it.ch/articles/14413">kommentierte</a> den guten Platz entsprechend hämisch: «CIOs scheinen auch massiv PC-Probleme zu haben und sich für CD-Ripping zu interessieren.»</p>
<p>Am meisten wahrgenommen an der Studie wurde die Tatsache, wie schlecht die Online-Medien abschneiden. Platz 10 ist etwas verwirrend als «Webseiten der Medien» bezeichnet, und man weiss nicht genau, ob sich dies auf die Online-Präsenzen der genannten Print-Magazine bezieht (deren Websites sich nicht gerade durch herausragende Nur-Online-Inhalte als Pflichtlektüre empfehlen), oder auch auf Nur-Online-Medien wie das genannte <a href="http://www.inside-it.ch">inside-it</a>. <strong>So oder so sind nur etwas über 40% «sehr wichtig» und «wichtig» ein enttäuschender Wert für uns «Onliner». </strong></p>
<p>E-Mail-Newsletter kommen immerhin noch auf über 20% (auch das kommt einem sehr gering vor, zumal etwa der Netzwocheticker 13&#8217;000 Abonnenten hat), und <strong>ganz schlecht kommen die Blogs weg, die nur unter 10% der CIOs</strong> als «sehr wichtig» oder «wichtig» nennen. Natürlich wurde dieses Ergebnis von den Holzmedien <a href="http://http//www.nzz.ch/nachrichten/medien/blogging_ist_gesund_1.767093.html">mit einer gewissen Genugtuung</a> kommentiert; diese Vorlage würde ich mir auch nicht entgehen lassen.</p>
<p>Was also sagen wir dazu? Sind IT-Chefs ignorant, oder wissen sie sich nur effizienter zu informieren als wir, die wir Stunden online mit dem Lesen von Blogs vertrödeln?</p>
<p>Zweifellos ist man mit dem Lesen von Fachmagazinen nicht schlecht informiert, wenn es um einen <strong>breiten Überblick über das Thema IT </strong>geht. Wie auch auf den Digital-Seiten der Tagespresse oder im Multimedia-Bund der Sonntagszeitung bekommt man einen guten Überblick und bisweilen auch im Detail einige ganz interessante Hinweise. Allerdings: Wer «sein Thema» auch online verfolgt, erfährt auf dem Printkanal alles mindestens eine Woche (bedingt durch die Erscheinungsweise), in der Regel aber eher vier Wochen (bedingt durch den redaktionellen Vorlauf für alles, was keinen besonderen Aktualitätsanspruch hat), nachdem es passiert ist. Vielen IT-Leitern &#8211; in der Regel freundliche Herren im «besten Alter» mit bunten, kurzärmligen Hemden &#8211; reicht das offenbar auch heute noch.</p>
<p>Zweitens kann bei einem Thema, das einen wirklich interessiert und betrifft, ein Artikel in einem «General-Interest-IT-Magazin» wie der InfoWeek oder Computerworld unmöglich detailliert genug sein, um zum Beispiel einen grossen Investitionsentscheid zu rechtfertigen. <strong>Hier <em>muss</em> man für eine seriöse Evaluation online recherchieren.</strong> Eine Google-Suche nach dem Produktnamen und dem Begriff «probleme» bzw. «problems» und das Studieren der ersten Trefferseiten bringt fast immer gute Erkenntnisse, die in Print-Artikeln schlicht nicht vorkommen (die englische Variante bringt fast immer den besseren Überblick, während die deutschen Top-Treffer sich oft mit Detailproblemen beschäftigen, weil beim viel grösseren englischsprachigen Web Googles PageRank-Logik besser funktioniert). Welche davon Blogs sind, welche Online-Medien und welche Websites von Print-Magazinen, erkennt man meist auf den ersten Blick, und es kann einem helfen, die dort erhaltenen Informationen einzuordnen.</p>
<p>Die Synthese muss man sich dabei selbst erarbeiten, nachdem man 20 Online-Artikel (quer)gelesen hat. Das ist eine andere, <strong>anstrengende Art der Informationsbeschaffung</strong>, deutlich aufwändiger, als mit Fredy zu sprechen, der beim Apéro sagt, nein, sie hätten eigentlich keine grossen Probleme bei der Einführung von Sharepoint gehabt (was auch mehr oder weniger der Wahrheit entsprechen kann).</p>
<p>Was die Studie nicht beantworten will und kann, ist die pikante Frage, <strong>wieviel IT-Entscheidungen überhaupt noch zentral vom Leiter Informatik gefällt werden</strong>. Billy Marshall schildert im Artikel <a href="http://www.sandhill.com/opinion/daily_blog.php?id=64&amp;post=438">«The CIO is the Last to Know»</a> eine Anekdote aus dem Jahr 2002 von einem konservativen IT-Chef, der nicht wusste, dass ein Viertel seiner Systeme bereits auf Linux lief. Heute hat sich diese Entwicklung noch verschärft. Die Fachabteilung oder die Länderniederlassung kann schnell mal irgendwo für ein paar Dollar im Monat ein CRM oder ein Corporate Wiki zumieten, oder haufenweise Dokumente in Google Docs speichern statt auf dem Fileserver, ohne dass die IT etwas davon erfährt.</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p>1. IT-Abteilungen neigen von Haus dazu, konservativ zu sein, denn nur so können sie standardisieren, und nur das spart Kosten (denken sie). Der IT-Chef sieht sich als oberster Verfechter dieser Politik. Allerdings hat sich die Branche recht fundamental verändert. Was vor zehn Jahren noch sechsstellige Beträge kostete, ist heute für einen Bruchteil dessen zu haben, auf dem eigenen Server oder irgendwo. <strong>Die Hersteller von «klassischer» Soft- und Hardware haben ein Interesse daran, dass sich das nicht allzu schnell herumspricht, und die Fachzeitschriften helfen ihnen (ihren Inseratekunden) dabei</strong>, indem viele immer noch tun, als seien Begriffe wie «open source» oder «Virtualisierung» eigentlich eher etwas Unanständiges. Der Wettbewerb und die Anprüche der User werden Firmen mit IT-Infrastruktur alter Prägung früher oder später einholen.</p>
<p>2. <strong>Die Begriffe «IT-Verantwortlicher», «Leiter Informatik» und «Chief Information Officer» werden häufig synonym verwendet, drücken aber völlig unterschiedliche Interpretationen des Jobs aus.</strong> Während der «CIO» den Auftrag hat, dem Unternehmen die Ressource Information möglichst effektiv und effizient nutzbar zu machen, um so strategische Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten, verwaltet der «Leiter Informatik» das Hard- und Software-Inventar wie sein Kollege die Liegenschaften und Büromöbel (beide Aufgaben sind daher auch vielen KMUs beim Finanzchef angesiedelt). In vielen Schweizer Unternehmen dominiert noch dieser Typ, der zu Mainframe-Zeiten «RZ-Leiter» hiess. Echte «CIOs» dagegen sind noch eher die Ausnahme &#8211; aber ich bin auch ohne komparative Studie überzeugt, dass diese Leute mit dem neuen Jobverständnis alle überzeugte Onliner sind.</p>
<p>3. Dass sich sowohl die jungen Leute wie auch die «Untergebenen» anders informieren als ihre alten Chefs, sagt alles über die zukünftige Entwicklung. <strong>Der IT-Leiter, der zwar viel mailt und ein bisschen surft, ansonsten aber arbeitet wie vor dem Internet, ist ein Auslaufmodell.</strong> Blogs, Wikis, Instant Messaging, VoIP und so weiter sind ihm fremd, und er versucht, ohne sie bis zur Rente durchzukommen. (Was nichts Neues ist: Die gleiche Situation gab es vor 20 bis 30 Jahren, als Sachbearbeiter versuchten, sich vor der Einführung «des Computers» in die Rente zu retten.) Von Jason Calacanis stammt der schöne Ausspruch: <strong>«As internet people, we shouldn&#8217;t bother with people who don&#8217;t understand the internet, because they&#8217;ll be dead soon.»</strong></p>
<p><small>* Alle Namen und Beispiele sind ausgedacht. Keine Ahnung, was Fredy einführt, aber Sharepoint scheint mir ein Beispiel zu sein, bei dem der Herdentrieb gut spielt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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		</item>
		<item>
		<title>Ringiers Elektronik-Ratgeberplattform «E360»: Betty Bossi übt noch</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 12:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[e360]]></category>
		<category><![CDATA[ringier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/2009/07/17/e360-ii/</guid>
		<description><![CDATA[Vorletzte Woche stellte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ringier">Ringier</a> seine Ratgeberplattform «<a href="http://www.e360.ch/default.aspx">E360</a>» vor. Zehn Tage später lässt sich mit einiger Sicherheit sagen: Der grosse Wurf lässt auf sich warten, Betty Bossi tut sich mit der Unterhaltungselektronik noch recht schwer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Vorletzte Woche stellte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ringier">Ringier</a> seine Ratgeberplattform «<a href="http://www.e360.ch/default.aspx">E360</a>» vor. Zehn Tage später lässt sich mit einiger Sicherheit sagen: Der grosse Wurf lässt auf sich warten, Betty Bossi tut sich mit der Unterhaltungselektronik noch recht schwer.<br />
</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/e360-komplettjpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/e360-komplett-small.jpg" width="450" height="296"  alt="e360 komplett" /></a></p>
<p>Vorletzte Woche gab Ringier eine Pressekonferenz für die neue Website mit dem rätselhaften Namen «E360». Zugegen waren: viele Leute von Ringier, je einige von Microsoft und SonyEricsson. Offenbar meint man es ernst.</p>
<p>Aber was heisst nun «E360»? <strong>André Maerz, Leiter «</strong><strong>Neue Medien</strong><strong>», nannte es zunächst: ein «Multiblogsystem».</strong> Oh. Zwei Jahre nach <a href="http://bloggingtom.ch/archives/2006/08/28/byebye-blogstetten/">«Blogstetten»</a> traut man sich bei Ringier wieder an das B-Wort. Ich fühle mich gleich super angesprochen. Und tatsächlich ist E360 «multi», denn es hat fünf Bereiche: Foto, Musik, TV/Video, Mobile, Games, was mich spontan an unsere fünf Themenblogs erinnerte (zu <a href="http://neuerdings.com/">Gadgets</a>, <a href="http://medienlese.com/">Medien</a>, <a href="http://imgriff.com/">Produktivität</a>, <a href="http://fokussiert.com/">Fotografie</a>, <a href="http://netzwertig.com/">Webwirtschaft</a>). Wir haben fünf verschiedene Domains, E360 sammelt alles unter einer. Kann man beides machen.</p>
<p>Zweiter Anlauf einer Definition: <strong>«E360 soll die Betty Bossi der Unterhaltungselektronik werden.»</strong> Diesmal sind alle Schweizer abgeholt, persoenlich.com nimmt den Satz gleich <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=76833">als Titel</a>. Betty Bossi ist eine Kunstfigur aus den 50er-Jahren, eine Köchin, der alle Rezepte gelingen. «Wie ein Betty-Bossi-Kochbuch» ist in der Schweiz eine stehende Redensart, wenn etwas Schritt für Schritt mit Bildern erklärt wird. Der <a href="http://www.bettybossi.ch/de/index.aspx">Betty-Bossi-Verlag</a> gehört zu 50% Ringier und macht jedes Jahr schöne Gewinne mit Kochbüchern und Gurkenhobeln, so dass der Betty-Bossi-Pitch für E360 intern gut funktioniert haben dürfte.</p>
<p>Und dann, im dritten Anlauf, klärt sich der Name schliesslich: <strong>«E360» war der Arbeitstitel, wohl irgendwas mit «Entertainment» und «360» Grad.</strong> Oje. Es müsste schlichtweg verboten werden, dass ein Projektteam sich entscheidet, dass der interne Titel gut genug ist, ihn auch als externen Produktnamen zu verwenden. Ich habe zweimal in Projekten erlebt, wie Kunden das machen wollten, und konnte es mit viel Überzeugungsarbeit noch abwenden. Interne sind nach einjähriger Vorbereitung zu sehr an den Namen gewöhnt, um sich noch ein sicheres Urteil erlauben zu dürfen. (Als Hilfsmittel zur Selbstverpflichtung nimmt man für gewöhnlich einen Namen, der so absurd ist, dass er sich auf gar keinen Fall dazu eignet. Das deutsche Magazin «FOCUS» hatte damals den berühmt gewordenen Arbeitstitel «Zugmieze» &#8211; wobei «E360» eigentlich auch nicht <em>viel</em> absurder ist.)</p>
<p><span id="more-2201"></span></p>
<p><strong>Grundsätzlich ganz hübsch</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick sieht alles gar nicht schlecht aus. Ein bisschen voll ist es, und die beiden Navigationen oben (die fünf Bereiche vs. die Navi mit &#8220;Profitieren &#8211; Fragen &#8211; Mitmachen&#8221; hätte man wohl besser etwas weiter auseinander gelegt. Aber ehrlich gesagt, ich hatte visuell Schlimmeres erwartet, und deswegen war ich zunächst einmal positiv überrascht. Die Autoren sind renommiert und schreiben gute Sachen &#8211; von Peter Wolf erwartet man nichts anderes, und auch Kurt Haupt ist super (schreibt ja auch sonst für neuerdings.com). Wie die «Top Themen»-Tag-Navigation links funktioniert, müsste man mit Usern testen, da bin ich nicht ganz sicher, ob der stete Wechsel nicht eher verwirrt. Aber insgesamt: durchaus ganz nett.</p>
<p><strong>Einzige Handy-Website ohne iPhone</strong></p>
<p>Die erste auffallende Schwäche ist, dass seit dem Launch kaum etwas passiert ist. Bei Freischaltung des Dienstes waren 45 Artikel online, zehn Tage später sind es nur 5 mehr. Für so «schnell drehende» Bereiche wie Foto, Musik, TV/Video, Mobile und Games scheint das recht wenig zu sein. Man könnte sagen: typisch Print-Leute &#8211; auf die Deadline hin haben sie ihr Zeug beisammen, aber jeden Tag etwas Neues zu bringen, fällt Ihnen schwer.</p>
<p>Generell muss sich «E360» fragen, was es eigentlich sein will: blogartiges Aktualitätenmagazin oder Nachschlagewerk zu Technikproblemen? Im Moment ist es keins von beidem. Immerhin, ein Alleinstellungsmerkmal gibt es: E360 ist sicher die einzige Website zum Thema Mobiltelefonie, die ohne eine einzige Erwähnung des iPhone auskommt.</p>
<p><strong>Zielgruppen-Mismatch?</strong></p>
<p>Die grösste Schwäche scheint mir das Fehlen der richtigen Zielgruppe zu sein. An wen wendet sich Ringier? Angesichts der Themenauswahl offenbar an Einsteiger bis leicht Fortgeschrittene.</p>
<p>Ich selbst habe einige Erfahrung mit Einsteigerhilfen für den Bereich Technologie. Meine Firma Zeix macht <a href="http://www.zeix.com/dienstleistungen/erklaeren-visualisieren/fallbeispiele.htm">Anleitungen auf Papier</a> zum Beispiel für diverse Banken, was hervorragend funktioniert. Vor zwei Jahren lancierte daraufhin Blogwerk anschaulich.com, wo wir per Video den Leuten mit einfachen Worten, eben «anschaulich», Internetwissen nahe bringen wollten. Wir mussten jedoch schon nach kurzer Zeit feststellen, dass die Zielgruppe, an die wir uns damit richteten, das Medium Blog nicht verstand. Selbst wenn wir Menschen aus unserem Umfeld per E-Mail auf die Beiträge hinwiesen, hatten sie Mühe, sich zu orientieren.</p>
<p>Es spricht einiges dafür, dass sich daran bis heute nicht viel geändert hat. «E360» wendet sich mit einem Artikel an Personen, die heute das erste Handy kaufen (<a href="http://www.e360.ch/blogs/experten/archive/2008/06/24/e360mob-0120-neues-handye360mob-0120-neues-handy.aspx">«Erste Schritte mit dem mobilen Telefon»</a>). Man muss sich fragen: Wie viele von diesen «Late Adopters» im Handymarkt (80% haben bereits eins) gehören zu denen immer noch eher wenigen Leuten, die heute schon Blogs lesen (relativ, nicht absolut) und daher das Format und die Optik verstehen?</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/e360-ersteshandy-teiljpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/e360-ersteshandy-teil-small.jpg" width="450" height="403"  alt="e360 ersteshandy teil" /></a></p>
<p><strong>Wann kommt die Community?</strong></p>
<p>Vor einigen Monaten hörte sich das Konzept noch ganz anders an: Eine Experten-Community sollte Einsteiger beraten. Von diesen Fachleuten ist allerdings bisher noch nichts zu sehen. Während ich grundsätzlich der Meinung bin, dass es sinnvoll ist, zunächst mit einem redaktionellen Team die ersten Inhalte zu erstellen, sehe ich doch ein grosses Fragezeichen, ob es später noch möglich sein wird, auf dieser Basis eine Community aufzubauen, die sich mehr oder weniger selbst berät. Für guten, ausführlichen Erklär-Content, der über das Insidertum, dass in manchen Foren herrscht, hinausgeht, wird man meiner Meinung nach weiterhin Geld ausgeben müssen &#8211; die an der Pressevorstellung erwähnten Punkte («wie Cumulus oder Supercard»), für die man sich dann ein Gerät billiger kaufen kann, werden kaum einen Profi-Autor motivieren.</p>
<p><strong>CMS-Probleme und kein Feed<br />
</strong></p>
<p>Zudem scheint das CMS (Ein Eigenbau? Gibt es deshalb keinen RSS-Feed? Nein, die Software ist der tolle Community-Server von Microsoft, der «alles schon eingebaut hat».) noch nicht bis ins Detail zu funktionieren. An einigen Stellen sieht man unschöne Dinge, etwa, dass Artikel zwei- bis dreimal auf einer Seite auftauchen.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/e360-doppeltjpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/e360-doppelt-small.jpg" width="441" height="516"  alt="e360 doppelt" /></a></p>
<p><strong>Fazit: Betty Bossi übt noch<br />
</strong></p>
<p>«<a href="http://www.e360.ch/default.aspx">E360</a>» hätte meiner Meinung nach durchaus Potenzial. Im Moment sieht es allerdings so aus, als würde es bei der guten Idee bleiben.</p>
<p>Natürlich, noch ist Ferienzeit, danach dürfte der Content ausgebaut werden (aber niemand hat Ringier gezwungen, ein neues Angebot im Juli und einen Tag vor dem iPhone zu launchen). Geben wir «E360» noch ein paar Wochen Zeit und warten auf weiteren Content und auf das Anlaufen der Crossmedia-Maschinerie mit «Blick», «Blick am Abend», «Cash Daily» und den zugehörigen Websites. Wir sind gespannt auf die Zugriffszahlen und den Zuspruch der Inserenten jenseits der beiden Launch-Sponsoren.</p>
<p>Trotzdem könnte es schwierig bleiben: Wo man mit dem dem Betty-Bossi-Anspruch antritt, auf alle möglichen Fragen eine Antwort zu haben, wird jeder User nach einer kurzen Suche enttäuscht sein, dass unter der dünnen Decke von Artikeln sein konkretes Problem natürlich nicht vertreten ist.</p>
<p><strong>Denn das ist der grosse Unterschied zwischen Handys und </strong><strong><a href="http://www.bettybossi.ch/de/rezepte/book.aspx?recipe_id=57435">Älplermagronen</a></strong><strong>: Vom einen kommen pro Monat Dutzende neue Geräte auf den Markt &#8211; das andere macht man heute noch wie vor 100 Jahren.</strong></p>
<p><small><em>PS. in eigener Sache: Dieser Artikel wurde Montag Nachmittag durch ein internes Missverständnis in einer noch nicht finalen Version live geschaltet. Nachdem wir den Fehler bemerkt hatten, war er ein paar Stunden offline, bevor er am späten Abend endgültig fertiggestellt und veröffentlicht wurde. Wir entschuldigen uns dafür.</em></small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2008/07/21/ringiers-elektronik-ratgeberplattform-e360-betty-bossi-uebt-noch/&title=Ringiers Elektronik-Ratgeberplattform «E360»: Betty Bossi übt noch&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/03/intransparenz-bei-ringier-redaktionelle-werbung-fuer-gate24/">Intransparenz bei Ringier: Redaktionelle Werbung für Gate24</a></b><br /><font size="2">Ausführlich würdigt der <em>Blick</em> in einem Artikel das Internetportal Gate24.ch. Was die Leser nicht erfahren: Das Portal gehört zum eigenen Verlag. Wie praktisch. </font><font color="#aaa">(3. Juli 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/06/im-test-teil-4-blick-am-abend/">Im Test (Teil 4): Blick am Abend</a></b><br /><font size="2">Die Brombeere am Abend ist der Nachfolger der Abendzeitung <em>heute</em> und wird wohl den Schweizer <em>Blick</em> ins Gratiszeitalter überleiten. Wir testen <em>Blick am Abend</em>. </font><font color="#aaa">(6. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/05/19/im-test-teil-3-blick-online-und-fazit/">Im Test (Teil 3): Blick Online und Fazit</a></b><br /><font size="2">Der neue <em>Blick</em> wird besser &ndash; zu einem echten Wechsel braucht es aber eine geistige Verjüngung. Das Fazit nach unserem Test von <a href="<a href="http://medienlese.com/2008/04/02/im-test-teil-1-blick/"><em>Blick</em></a>, <a href="http://medienlese.com/2008/04/17/im-test-teil-2-blick-sport/"><em>Blick Sport</em></a> und <em>Blick Online</em>. </font><font color="#aaa">(19. Mai 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
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<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
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    </div>
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    </div>
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    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das «Sünneli der SVP» und die dreckigen Stallfenster</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/04/10/das-suenneli-der-svp-und-die-dreckigen-stallfenster/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 08:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[echo der zeit]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[samuel schmid]]></category>
		<category><![CDATA[schweizer bauer]]></category>
		<category><![CDATA[svp]]></category>
		<category><![CDATA[toni brunner]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Radiosendung «Echo der Zeit» hat eine sehr schöne Geschichte auf den Leserbriefseiten des <em>Schweizer Bauer</em> entdeckt. Es geht vordergründig um Stallfenster, Güllelöcher und Geranien, in Wirklichkeit aber um den Zustand der Schweizer Volkspartei (SVP).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Radiosendung «Echo der Zeit» hat eine sehr schöne Geschichte auf den Leserbriefseiten des <em>Schweizer Bauer</em> entdeckt. Es geht vordergründig um Stallfenster, Güllelöcher und Geranien, in Wirklichkeit aber um den Zustand der Schweizer Volkspartei (SVP).</h4>
<p>(Für ausländische Leser kurz die Vorstellung der Charaktere: <strong><a href="http://www.tonibrunner.ch/">Toni Brunner</a></strong> ist Ostschweizer, Bauer, seit Jahren <em>der</em> Jungstar der SVP und seit einigen Wochen Präsident der Landespartei. <strong><a href="http://www.samuelschmid.ch/">Samuel Schmid</a></strong> ist Berner, Mitglied der Landesregierung als Verteidigungsminister, zwar auch SVP-Mitglied, aber schon seit Jahren in Ungnade gefallen, weil er deutlich abseits der Parteilinie steht, dies erst recht, seit er sich im letzten Dezember über die Abwahl seines Parteikollegen Christoph Blocher einigermassen unverhohlen gefreut hat. Vermutlich ist er die zweitmeistgehasste Person der Partei nach Neu-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.)</p>
<p><span id="more-6351"></span>
<p>Alles weitere ist gut dokumentiert im Radiobericht <strong><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/echo-der-zeit/2644.bt10028087.html">«Schmid kritisiert Brunners dreckige Fenster»</a></strong>.</p>
<p>Nicht entgehen lassen konnte sich diese Vorlage natürlich der <em>Schweizer Bauer</em> selbst, der <a href="http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_16584.html">die Geschichte</a> gleich selbst gross auf die eigene Homepage bringt, sie dort aber mit den Worten abrundet: «Wenn ihr vom Radio schon so gut den <em>Schweizer Bauer</em> lest: Warum verschweigt ihr euren Hörern, dass der Kanton Bern im «Fall Madiswil» aus Tierschutzgründen trächtige Kühe schlachten liess?»</p>
<p>Das Rennen um die beste Realsatire bleibt offen.</p>
<p>PS. Das Bild mit den dreckigen Stallfenstern (beim <em>Schweizer Bauer</em> nur klein) habe ich leider bei Keystone nicht gefunden, obwohl es laut Unterzeile von denen stammt. Ich frage mal an. Das hier ist aber auch schön.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/toni-brunner-und-kuh.jpg" width="450" height="312"  alt="Toni Brunner und Kuh" /><br /><br /><em>(Bild Keystone/Peter Klaunzer)</em></p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2008/04/10/das-suenneli-der-svp-und-die-dreckigen-stallfenster/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2008/04/10/das-suenneli-der-svp-und-die-dreckigen-stallfenster/&title=Das «Sünneli der SVP» und die dreckigen Stallfenster&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/01/31/neu-am-kiosk-das-hoermagazin-besprochen/">Neu am Kiosk: Das Hörmagazin Besprochen</a></b><br /><font size="2">Man kann sich nun am Kiosk die erste Ausgabe des Hörmagazins <a href="http://www.besprochen.de/"><em>Besprochen</em></a> kaufen. Es besteht aus einer mit Karton und Plastik umwickelten Compact Disc. </font><font color="#aaa">(31. Januar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/09/04/weltwoche-und-svpunheilige-allianz-gestaerkt/">Weltwoche und SVP Unheilige Allianz gestärkt</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(4. September 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/07/16/ein-plaedoyer-gegen-die-dopingberichterstattung/">Ein Plädoyer gegen die Dopingberichterstattung</a></b><br /><font size="2">Seit einigen Jahren quälen mich die Medien, in dem sie das Thema Doping exzessiv thematisieren. Dabei geht mir irgendwann der Spass am Sport verloren. </font><font color="#aaa">(16. Juli 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
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    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwei Tageszeitungs-Neulinge an der Spitze von Ex-«heute»-in-spe</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/03/28/zwei-tageszeitungs-neulinge-an-der-spitze-von-ex-heute-in-spe/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/03/28/zwei-tageszeitungs-neulinge-an-der-spitze-von-ex-heute-in-spe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 16:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blick am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[daniel steil]]></category>
		<category><![CDATA[hannes britschgi]]></category>
		<category><![CDATA[Heute]]></category>
		<category><![CDATA[markus helbling]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[peter röthlisberger]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Umbenennung in «Blick am Abend» am 2. Juni kommen die neuen Leute: Ringier hat am Nachmittag die Besetzung der Chefredaktion bekannt gegeben. Der grösste Schweizer Verlag, der stolz darauf ist, von einem Journalisten geführt zu werden, scheint dabei nicht unbedingt Wert darauf zu legen, dass die Schlüsselpositionen von Leuten mit Erfahrung in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Umbenennung in «Blick am Abend» am 2. Juni kommen die neuen Leute: Ringier hat am Nachmittag die Besetzung der Chefredaktion <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?id=7104&#038;detail=true">bekannt gegeben</a>. Der grösste Schweizer Verlag, der stolz darauf ist, von einem Journalisten geführt zu werden, scheint dabei nicht unbedingt Wert darauf zu legen, dass die Schlüsselpositionen von Leuten mit Erfahrung in der betreffenden Disziplin besetzt werden.</p>
<p><span id="more-6327"></span>Chefredaktor wird <strong>Peter Röthlisberger</strong>. Er war zuvor Chefredaktor und Programmleiter bei TeleZüri, Inlandchef des Wochenblatts Weltwoche, Wirtschaftschef des Wochenblatts Schweizer Illustrierte (Was? Die haben einen Wirtschaftsschef? Was macht der genau?) und zuletzt seit Februar 2007 stellvertretender Chefredaktor beim SonntagsBlick, wieder einem Wochenblatt. <del datetime="2008-03-28T15:44:25+00:00">Geschrieben</del> Herausgegeben hat er in letzter Zeit nur ein Buch namens <a href="http://www.books.ch/shop/action/productDetails?aUrl=90007790&#038;artiId=3106873">Skandale</a>.</p>
<p>Der neue Stellvertreter <strong>Markus Helbling</strong> war auch vorher beim Fernsehen, aber dort wohl nicht journalistisch tätig, sonst hiesse es nicht &#8220;in verschiedenen Funktionen im Sportbereich von SF&#8221;, und ist seit 2007 Projektleiter Euro 08 bei Ringier Schweiz. <em>[EDIT: Wohl doch, siehe Kommentar 4. Der nächste Satz stimmt trotzdem.]</em> Scheint sich eher um einen Konzernmann zu handeln; von ihm geschriebene Artikel haben wir auf die Schnelle nicht gefunden.</p>
<p>Die frei werdende Stelle als stv. Chefredaktor vom «Sonntagsblick» besetzt <strong>Hannes Britschgi</strong>, dem Schweizer Fernsehpublikum noch als «Rundschau»-Mann in Erinnerung, danach  Chefredaktor «Facts», zuletzt Leiter von RingierTV, dessen Karriere sich damit weiterhin eher seitwärts bewegt.</p>
<p>Der Deutsche <strong>Daniel Steil</strong>, der «heute» seit der Abberufung von Bernhard Weissberg zum «Blick»-Chef ein Dreivierteljahr interimistisch geleitet hatte, Leserzahlen und Werbeeinnahmen kontinuierlich steigern konnte und den sich die Redaktion lieber als permanenten Chef gewünscht hatte, ist laut Pressemitteilung «derzeit noch in Gesprächen über eine weitere Tätigkeit». Das hört sich nicht gut an. Schade. (Disclaimer: Bin auch Deutscher.)</p>
<p>Es sieht damit nicht so aus, als würde sich bei der neuen kleinen Schwester «Blick am Abend» im Juni nur der Name ändern.</p>
<p>PS. Gleichzeitig (Zufall?) hat Ringier auch die Personalie Werner De Schepper aus der Welt geschafft. Der Theologe und «Blick»-Chef von 2003 bis 2007 war zuletzt in der Romandie parkiert, verlässt aber nun den Verlag im Mai, so Ringier in einer <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?id=7105&#038;detail=true">separaten Mitteilung</a>.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/04/eilmeldung-ringier-ersetzt-heute-mit-gratis-blick-am-abend/">Eilmeldung: Ringier ersetzt Heute mit Gratis-Blick am Abend</a></b><br /><font size="2">Wie auf der Website ringier.ch zu erfahren ist, wird der Ringier-Verlag, der morgen seine Bezahl-Boulevardzeitung <em>Blick</em> neu lanciert, die Gratiszeitung <em>Heute</em> mit einem Gratis-<em>Blick am Abend</em> ersetzen. </font><font color="#aaa">(4. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/03/01/abendzeitung-heute-mit-second-life-praesenz/">Abendzeitung "Heute" mit Second-Life-Präsenz</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(1. März 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/26/auslandsberichterstattung-wen-interessierts-schon/">Auslandsberichterstattung: Wen interessiert's schon</a></b><br /><font size="2">Über welche Länder steht etwas in der Zeitung? Worüber berichtet die <em>New York Times</em>, woher die <em>Sun</em>? Worüber die Blogosphäre? Aus diesen Daten haben Nicolas Kayser-Bril und Gilles Bruno eine Infografik erstellt. </font><font color="#aaa">(26. März 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		</item>
		<item>
		<title>NZZ rezensiert «Blogwerk-Jahrbuch» Fluch des Blogreflexes?</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/03/26/nzz-rezensiert-blogwerk-jahrbuch-fluch-des-blogreflexes/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/03/26/nzz-rezensiert-blogwerk-jahrbuch-fluch-des-blogreflexes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 09:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[stefan betschon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienlese.com/2008/03/26/nzz-rezensiert-blogwerk-jahrbuch-fluch-des-blogreflexes/</guid>
		<description><![CDATA[Es hat funktioniert. Im letzten November hatten wir beschlossen, ein «Blogwerk Jahrbuch 2007» mit den besten Blogwerk-Beiträgen des vergangenen Jahres herauszugeben. Auf Papier, denn unsere Überlegung war: So besteht eine grössere Chance, dass auch Journalisten und Werber es lesen. Vor Weihnachten haben wir es versandt; auf den Verteiler habe ich unbekannterweise auch Stefan Betschon, Ressortleiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat funktioniert. Im letzten November hatten wir beschlossen, ein «<a href="http://blogwerk.com/jahrbuch">Blogwerk Jahrbuch 2007</a>» mit den besten Blogwerk-Beiträgen des vergangenen Jahres herauszugeben. Auf Papier, denn unsere Überlegung war: So besteht eine grössere Chance, dass auch Journalisten und Werber es lesen.</p>
<p>Vor Weihnachten haben wir es versandt; auf den Verteiler habe ich unbekannterweise auch Stefan Betschon, Ressortleiter «Medien und Informatik» bei der NZZ genommen. Und tatsächlich, schon nach drei Monaten hat er es gelesen und publiziert in der Ausgabe von gestern die Replik. (Das ist wohl der übliche Vorlauf bei der NZZ für alles, was nicht tagesaktuell ist; der Blogger-Artikel von Matthias Daum, für den ich Mitte Januar <a href="http://blog.hogenkamp.com/2008/01/15/nzz-kommt-zum-interview/">interviewt wurde</a> und Anfang Februar die Zitate autorisiert habe, ist auch noch nicht erschienen. Ist allerdings nicht für das Medien-Ressort.)</p>
<p>Betschon nennt seine Betrachtungen originellerweise <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/web_20_1.694446.html"><strong>Web 2.0</strong></a>. Vom Leistungsdruck, dass diese Überschrift einen weiten Fokus verspricht, befreit sich der Autor sogleich mit etwas Ironiegeschwurbel, bei dem man nicht genau versteht, worauf er hinaus will, sowie etwas am unpassenden Ort angebrachtem Typografie-Detailwissen. Vielleicht kommt das ja in der gedruckten Zeitung gut. In der wird man im übrigen auch nicht abgelenkt dadurch, dass der Text durchbrochen ist von einem grossen, quadratischen Banner, das wechselweise für eine Fluglinie oder «Schnäppchen bei Neckermann» wirbt. (Ja, Blogwerk hat auch Banner, aber nicht in der Mitte des Lauftexts.) </p>
<p>Nach dem Geblinke geht&#8217;s aber endlich los mit dem Inhalt.<br />
<span id="more-6323"></span><br />
Blogger beschäftigten sich vor allem mit Blogs. Dieser Vorwurf ist erstens schon recht alt, zweitens zwar nicht immer ganz von der Hand zu weisen, aber drittens doch recht übertrieben. Die Zeit, als die Blogosphäre noch eine kleine, überschaubare Gemeinde waren, in der sich alle kannten und sich nur selbst verlinkten, dürfte in der Schweiz rund drei Jahre zurückliegen. Konsequenterweise haben hier wie in Deutschland die Aushängeschild-Blogger dieser Phase (Namen sind dem Autor bekannt) an Relevanz verloren. </p>
<p>Diese «frühen Blogger» einte das Bloggen als Hobby, und naturgemäss war es daher auch oft ein Thema. Die heute meistgelesenen Blogs &#8211; korrekterweise muss man sagen: die meistverlinkten Blogs, denn eine andere Statistik existiert leider nicht, und damit ist man natürlich wieder in der Selbstreferenzialitäts-Falle &#8211; thematisieren Blogs wohl auch nicht viel öfter als Medienjournalisten (diese allerdings tun es in der Tat erstaunlich oft). Es wäre eine Erhebung wert, wie oft die 100 Top-Blogs (<a href="http://top100.blogug.ch/">CH</a> &#8211; <a href="http://www.deutscheblogcharts.de/">DE</a>) eigentlich noch über das Bloggen schreiben, um dem Print-journalistischen Standardargument einmal mit der journalistischen Methode der Recherche zu begegnen. Meine Schätzung: unter 10% der Beiträge drehen sich ums Bloggen, und die treten gehäuft in wenigen Blogs auf.</p>
<p>Und dann komme auch schon ich, apostrophiert als «prominenter Blogger». S.B. hat ganz schön weit gelesen in unserem Blogwerk Jahrbuch, nämlich bis <a href="http://issuu.com/lbarmettler/docs/blogwerk_jahrbuch_2007/39?zoomed=true&#038;zoomPercent=125&#038;zoomX=0.1867816091954022&#038;zoomY=0.15061475409836064&#038;noteText=&#038;noteX=&#038;noteY=">Seite 39</a>, dem Abschnitt über mein Blog. Es wundert mich nicht, dass er erst dort fündig geworden ist, denn vorher kommen unsere sechs Themenblogs, und die sind &#8211; ausser <em>medienlese.com</em>, und auch die tut es nur gelegentlich &#8211; als Online-Fachmagazine völlig unverdächtig, sich vor allem mit Blogs zu beschäftigen. Mein persönliches Blog unter <a href="http://blog.hogenkamp.com">hogenkamp.com</a> dagegen ist ein «typisches» Blog, was auch immer das heisst, und das soll es auch sein.</p>
<p>Der Text, den Betschon von mir zitiert, stammt trotzdem nicht aus einem Blogpost, sondern aus dem Blogwerk-Jahrbuch: Er handelt von den <a href="http://blog.hogenkamp.com/2007/12/06/14-blogreflexe-in-einer-stunde/">14 «Blogreflexen»</a>, die ich in einer Stunde gezählt habe.</p>
<p>Das Beispiel mit dem Caritas-Plakat ist das beste, das er herausgreifen konnte, zeigt es doch wunderbar, wie man aneinander vorbeischreiben kann, wenn man wenig über einander weiss.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/03/flickr_logo.jpg" width=""  alt="Flickr Logo" /><br /> <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/03/hngr_200px.jpg" width=""  alt="Caritas-Plakat «Hngr»" /><br /></p>
<p>Hier also die Geschichte in der langen Version <del datetime="2008-03-26T07:10:39+00:00">für Offliner</del>: Domainnamen sind knapp, die meisten guten, kurzen .com-Domains sind bereits besetzt oder werden für sechsstellige Summen gehandelt. Zuviel für ein Startup. Eine 2002 gegründete US-Fotocommunity half sich mit einem bewussten Schreibfehler und wandelte das englische Verb «to flicker» ab in «Flickr». Mit dem Erfolg von Flickr wurde die Schreibweise mit dem weggelassenen Vokal schnell von anderen Web-2.0-Startups kopiert, und es entstanden die wenig originellen Namen Zoomr, Frappr, Retrievr etc. Heute taugen diese Namen bestenfalls noch als Parodie auf die Manierismen der US-Startup-Szene.</p>
<p>Wer das im Hinterkopf hat und an einem Caritas-Plakat vorbeiläuft, auf dem «Hngr» steht, wohl um den Mangel visualisieren (Aussage: In Afrika fehlt es an allem, sogar an Vokalen), der wird zwangsläufig die Assoziation «2.0» haben. Und wer noch nach &#8220;hngr caritas&#8221; googelt, der findet schnell, dass er damit nicht allein war.</p>
<p>Dieser Sachverhalt liest sich nun bei Stefan Betschon wie folgt: </p>
<blockquote><p>Also zum Beispiel: Vor einem Plakat der Caritas, das hungernde Menschen zeigt, ereilt den Blogger die Assoziation «Spendenplakat 2.0», und es überfällt ihn die Erinnerung an einen anderen Blog, in dem dieselbe Assoziation auch einmal Thema war.</p></blockquote>
<p>Ich fürchte, Medienkompetenz geht anders. Ist es billig, das hier aufzurechnen? Vielleicht. Aber wer sich über aus seiner Sicht lächerliche Assoziationsketten lustig macht, könnte sich ja, zumal in der gedruckten Ausgabe der besten Zeitung der Welt, auch mal die Mühe machen, fünf Minuten nachzudenken oder einen <a href="http://www.wision.ch/blog/index.php/not_und_elend_2_0">Link zum anderen Blogger</a> tatsächlich anzuklicken, statt nur über ihn zu schreiben.</p>
<p>Aber zurück zum Blogreflex. Dieser ist dem Journalisten offenbar zutiefst suspekt. Männer denken ja angeblich alle 30 Sekunden an Sex, wird gelegentlich in merkwürdigen Studien behauptet. Wie kann nun etwas Gutes dabei herauskommen, wenn jemandem alle viereinhalb Minuten ein Thema auffällt, zu dem er gern seine Gedanken weitergeben würde?</p>
<p>Meiner laienhaften Meinung ist dieser Reflex ein urjournalistischer: Die Themen liegen auf der Strasse. Einmal vom Hauptbahnhof zum Stauffacher gelaufen, und schon hätte man eine Handvoll Ideen für neue Artikel &#8211; und eben nicht nur kurze, twitter-artige Statusmeldungen wie «Laufe gerade ins Büro», sondern «richtige» Artikel mit zumindest einer Aussage wie der obigen zum Caritas-Plakat.</p>
<p>Am Ende kriegt Betschon beinahe die schon nicht mehr für möglich gehaltene Kurve zu einem valablen Resümee: Während Blogger wie gesehen Spezialisten dafür sind, jeden Mist aufzuschreiben, seien Journalisten vielmehr Spezialisten fürs Weglassen:</p>
<blockquote><p>Denn nicht, um zu lesen, bezahlen Leser Geld, sondern um sich das Nichtlesen leisten zu können, um die Gewissheit zu bekommen, im Nichtgelesenen nichts verpasst zu haben.</p></blockquote>
<p>Daran zweifle ich überhaupt nicht. Wer wenig Zeit hat, der ist sicher gut beraten, sich in der NZZ oder einer anderen Tageszeitung zu informieren oder die Tagesschau anzusehen, um genau das zu bekommen: einen kurzen Überblick über die aus Sicht der Redaktion wichtigsten Themen des (Vor-)Tages. Die NZZ hat ja genau zu diesem Zweck vor gut zwei Jahren auf der Rückseite des ersten Bundes die Seite «NZZ kompakt» eingeführt, mit all den «normalen» Themen, die man der traditionell auslandlastigen Frontseite nicht zumuten wollte.</p>
<p>Diese Selektionsfunktion wird der Zeitung auch niemand absprechen, schon gar nicht die meisten Blogger, von denen ja bekannt ist, dass sie viele Themen aus der Zeitung übernehmen. </p>
<p>Doch diese Kultur des Weglassens rührt nun mal komplett aus der Limitierung der Zeitung her. «Wieso passiert an jedem Tag immer genau so viel, dass die Zeitung voll ist?», ist eine typische Frage im Deutschunterricht der 8. Klasse. Doch ob das Weglassen allein &#8211; oder de facto: das Schieben nicht tagesaktueller Inhalte auf einen nachrichtenärmeren Tag &#8211; nun schon die definitive Qualität darstellt? «20 Minuten» ist auch jeden Tag voll und lässt dabei auch eine Menge Agenturmeldungen weg.</p>
<p>Blogposts haben eine andere Granularität als Zeitungsartikel. Der Journalist, der eine gute Idee für eine Geschichte hat, sucht nach allen relevanten Aspekten, ungewöhnlichen Blickwinkeln, abweichenden Mindermeinungen; er recherchiert, was andere schon darüber geschrieben haben (böse Zungen behaupten, er mache das als erstes), und dann schreibt er eine hoffentlich ausgewogene Geschichte mit 2000 Zeichen (zum Thema «neutrale Berichterstattung» s. auch den aktuellen Artikel <a href="http://www.newyorker.com/reporting/2008/03/31/080331fa_fact_alterman?currentPage=all">«Out of Print»</a> im <em>New Yorker</em>). </p>
<p>Der Blogger dagegen hat &#8211; überspitzt formuliert &#8211; <em>einen</em> Gedanken, schreibt ihn schnell auf (vielleicht macht er sogar nur ein Foto) und klickt auf «Veröffentlichen». Kommt dabei das gleiche heraus wie bei einem Zeitungsartikel? Sicher nicht. Ist es trotzdem lesenswert? Gut möglich.</p>
<p>Und diese Entwicklung ist noch nicht mal am Ende. Beim Micro-Blogging-Dienst <a href="http://twitter.com/home">Twitter</a> (Claim: «What are you doing?») ist man gezwungen, seinen Gedanken in einem 140 Zeichen &#8211; weniger als eine SMS! &#8211; langen «Tweet» unterzubringen. Kein Wunder, dass es den ausgebildeten Journalisten schaudern muss. Ich warte noch auf viele deutschsprachige Print-Artikel, wie erschreckend dummes Zeug es hier zu lesen gibt. (Die NZZ hatte schon einen <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/das_zwitschern_im_internet_wird_lauter_1.653196.html">Artikel zum Thema</a>, aber der war mit Nico Luchsinger von jemandem geschrieben, der sich auskennt, und daher sehr ausgewogen.)</p>
<p>Und trotzdem: Am Blogreflex oder Geschichtenerzählreflex, egal wie häufig er auftritt, ist nichts Falsches, denn die Limitierung findet automatisch statt, nicht zuletzt durch die verfügbare Zeit des Autors.</p>
<p>Denn das schöne ist ja an der grossen Welt des Web 2.0, und das eint sie mit den vielen, vielen Zeitungsseiten, die jeden Tag gedruckt werden und am Abend ungelesen ins Altpapier wandern: Der Aufwand, sie links liegen zu lassen, ist gleich Null. Blogs schneiden sogar noch etwas besser ab: Man muss sie nicht mal bündeln und an die Strasse tragen.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/29/angebliche-zugriffszahlen-bildblog-es-werden-immer-weniger/">Angebliche Zugriffszahlen Bildblog: Es werden immer weniger</a></b><br /><font size="2">Wir haben schon lange nichts mehr gelesen in den Zeitungen über die effektiv verschwindend kleinen Zugriffszahlen auf Blogs, die sie zu komplett irrelevanten und daher unzubeachtenden Medien macht. Heute ist es mal wieder so weit, <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/blogs_als_seismografen_1.680389.html">ausgerechnet in der renommierten <em>Neuen Zürcher Zeitung</em></a>. </font><font color="#aaa">(29. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/12/30/alles-kinderporno-oder-was-himmlische-jagdszenen-in-deutschland/">Alles Kinderporno oder was? "Himmlische" Jagdszenen in Deutschland</a></b><br /><font size="2">Ist das Internet böse? Suchen alle Surfer von morgens bis abends nur nach Schweinkram? Das K-Wort ist jedenfalls immer dazu gut, die allgemeine Empörung auszunutzen, um Onlinedurchsuchung, Polizeirazzien und die Beschlagnahmung von Servern durchzusetzen. Und die Presse spielt mit. </font><font color="#aaa">(30. Dezember 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/28/medienlese-der-wochenrueckblick-38/">medienlese - der Wochenrückblick</a></b><br /><font size="2">Uneinigkeit über Amy Winehouse, Loriot, Blocher im Internet. </font><font color="#aaa">(28. Oktober 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		</item>
		<item>
		<title>«Höschen-Träume in der Haftanstalt» Sexszenen-Trüffelschwein SPON</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/02/20/hoeschen-traeume-in-der-haftanstalt-sexszenen-trueffelschwein-spon/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/02/20/hoeschen-traeume-in-der-haftanstalt-sexszenen-trueffelschwein-spon/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 06:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer+Langhans]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Uschi Obermaier]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer als pubertierender Junge Bücher gelesen hat, erinnert sich: Am besten waren die Sexszenen &#8211; egal worum es in dem Buch eigentlich ging und egal wie subtil sie waren. Im Prä-Web-Zeitalter war noch wenig Anregung und viel Phantasie. Wenn das Buch langweilig wurde, konnte man immer vorblättern, ob es irgendwo in Richtung Bett gehen würde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,535980-2,00.html"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/02/spon_langhans_2008-02-20.png" width=""  alt="spon_langhans_2008-02-20.png" /><br /></a>Wer als pubertierender Junge Bücher gelesen hat, erinnert sich: Am besten waren die Sexszenen &#8211; egal worum es in dem Buch eigentlich ging und egal wie subtil sie waren. Im Prä-Web-Zeitalter war noch wenig Anregung und viel Phantasie. Wenn das Buch langweilig wurde, konnte man immer vorblättern, ob es irgendwo in Richtung Bett gehen würde. Lästig, diese ganze Handlung zwischendurch, am besten wäre es, die entscheidenden Szenen wären schon irgendwie herausgestrichen.</p>
<p>Hilfe naht, wenn auch etwas spät. Spiegel Online hat die Autobiografie von Rainer Langhans gelesen. Und unter dem den Liebesgrüssen aus der Lederhose kongenialen Titel <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,535980,00.html"><strong>«Höschen-Träume in der Haftanstalt»</strong></a> acht Teile gefunden, wo es um Poppen geht (stimmt am Ende gar nicht, manchmal geht es um Liebestöter wie Geld), und die natürlich als Klickstrecke auf acht Seiten verteilt.<br />
<span id="more-6260"></span><br />
Klar, ein bisschen enttäuscht ist man schon, dass es in der berühmten Kommune I deutlich weniger krachledern herging, als wir uns das die letzten 40 Jahre vorgestellt hatten (Uschi Obermaier legt sich «zuerst mit dem weissen Pulli ins Bett» &#8211; au Mann, wie langweilig ist die denn!), entsprechend ist der enttäuschte Ausruf <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,535980-4,00.html">«Alle mit allen? Von wegen!»</a> verständlich. Aber immerhin, ein paar Höschenstellen lassen sich finden, und mit dem berühmten Oben-ohne-Foto von Uschi im Hinterkopf und der proaktiven Phantasie von damals denken wir: «Wahrscheinlich war&#8217;s doch irgendwie geil!»</p>
<p>Wie alt ist Spiegel Online nochmal? Dreizehneinhalb? Na dann ist&#8217;s ja eigentlich wenig überraschend.</p>
<p>PS. In der Kommune I selbst wurden damals keine Bücher gelesen, sondern vor allem Comics, wie ein <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=45520582&#038;aref=2006/01/23/PPM-SP196904300650067.pdf&#038;thumb=false">Spiegel-Artikel über eine Attacke des <em>Bayernkurier</em> auf die <em>Micky Maus</em></a> von Oktober 1969 zeigt.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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		<title>NET-Metrix-Onlinezugriffe 20 Minuten überholt BLICK</title>
		<link>http://netzwertig.com/2007/11/06/net-metrix-onlinezugrffe-20-minuten-ueberholt-blick/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2007/11/06/net-metrix-onlinezugrffe-20-minuten-ueberholt-blick/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 17:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag beinhaltet zwei Nachträge zu unserem Artikel Peter Wälty wird Chefredaktor des neuen Online-News-Netzwerks von letzter Woche. Teil 1: Wachstum 2006 Wir hatten geschrieben: Peter Wälty hat einen eindrücklichen Leistungsausweis als jemand, der weiss, wie man Traffic holt. Seit dem Redesign im Februar 2006 haben sich die Zugriffszahlen von 20minuten.ch um ein Mehrfaches gesteigert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag beinhaltet zwei Nachträge zu unserem Artikel <a href="http://netzwertig.com/2007/10/30/peter-waelty-wird-chefredaktor-des-neuen-news-netzwerks/">Peter Wälty wird Chefredaktor des neuen Online-News-Netzwerks</a> von letzter Woche.</p>
<p><strong>Teil 1: Wachstum 2006</strong></p>
<p>Wir hatten geschrieben:</p>
<blockquote>
<p>Peter Wälty hat einen eindrücklichen Leistungsausweis als jemand, der weiss, wie man Traffic holt. Seit dem Redesign im Februar 2006 haben sich die Zugriffszahlen von 20minuten.ch um ein Mehrfaches gesteigert (nachvollziehbar via NET-Metrix ist ?nur? der Anstieg von 50 Millionen Page Impressions im November 2006 auf über 70 Millionen heute).</p>
</blockquote>
<p>Er selbst rief uns daraufhin an, weil er das Wachstum von 50 Millionen auf 70 Millionen (40%) offenbar nicht beeindruckend genug fand, bestätigte aber sebst, dass bei <a href="http://www.net-metrix.ch/index.php?nodeId=123">NET-Metrix-Audit</a> nur dieser Teil öffentlich ist &#8211; vorher hat <em>20 Minuten</em> die Zahlen offenbar nicht publizieren lassen. (Man wird bei NET-Metrix Audit jeden Monat gefragt, ob man seine Zahlen in der Liste sehen will &#8211; im September wollten zum Beispiel <a href="http://www.migros.ch">migros.ch</a> und <a href="http://www.facts.ch">facts.ch</a> nicht.)</p>
<p>Aber als NET-Metrix-Kunde kann man natürlich jederzeit, auch rückwirkend, die Statistiken abrufen, und so verehrte Wälty uns zwei Screenshots, zwischen denen ein Jahr lag.</p>
<p><span id="more-6074"></span></p>
<p>Januar 2006:</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/11/heatmap-20min-jan2006.png"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/11/heatmap-20min-jan2006-small.png" width="450" height="137"  alt="heatmap 20min Jan2006" /></a></p>
<p>Januar 2007:</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/11/heatmap-20min-jan2007.png"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/11/heatmap-20min-jan2007-small.png" width="450" height="136"  alt="heatmap 20min Jan2007" /></a></p>
<p>Anhand dieser glauben wir es problemlos und schreiben fürderhin: <strong>Peter Wälty hat die Leserzahlen bei 20min.ch innert Jahresfrist verdreifacht (Faktor 2.97 bei den Unique Clients).</strong> Chapeau!</p>
<p><strong>Teil 2: Wachstum 2007</strong></p>
<p>Unser Wälty-Interview endete mit dem Absatz:</p>
<blockquote>
<p><em>Sie wollten mit <em>20min.ch</em> die Nummer 1 in der Schweiz werden, haben <em>Blick Online</em> aber nicht überholen können. Klappt es mit dem neuen Outlet?<br /></em>Na warten Sie mal bis Monatsende.</p>
</blockquote>
<p>Thomas Benkö von <em>heute</em> hatte diesen Absatz gleich <a href="http://www.heute-online.ch/blogs/trashcan/?p=582#comments">im heute-Blog trashcan zitiert</a>.</p>
<p>Ein anonymer Kommentator schrieb dort heute:</p>
<blockquote>
<p>Wieso ?Trash Can?? Gehört eher in die Rubrik ?Propheten wie Du und ich?:</p>
<p>Hier die neuen Zahlen<br />
UCs 20minuten.ch: 1&#8217;225&#8217;000<br />
UCs blick.ch: 1&#8217;240&#8217;000<br />
PIs 20minuten.ch: 83 Mio<br />
PIs blick.ch: 75&#8242;Mio</p>
<p>Das muss ja schon frustrierend sein. Da macht man ein Redesign und es hilft nichts.</p>
</blockquote>
<p>Wie der Bö. <a href="http://www.benkoe.ch/tagi-verpetzt-net-metrix-zahlen/">in seinem eigenen Blog ergänzt</a>, hatte der Kommentator eine Tamedia-IP-Adresse. Mutmassungen über seine Identität wären natürlich trotzdem völlig spekulativ.</p>
<p>Sieht also aus, als habe <em>20min.ch</em> die Konkurrenz von <em>Blick Online</em> (die in der Tat <a href="http://www.ringier.ch/index.cfm?id=5563&#038;detail=true">am 1. Oktober ein Redesign aufgeschaltet</a> hat) bei den Page Impressions überholt. Bei den Userzahlen allerdings um Haaresbreite noch nicht.</p>
<p>Wir glauben es. Heute. (Und morgen um 15 Uhr wissen wir es offiziell.)</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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		<item>
		<title>Schon bald NZZpunkt.ch?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 07:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstag schrieb die Finanz und Wirtschaft: &#8220;Auch die NZZ liebäugelt mit eigener Gratiszeitung&#8221; (online nicht verfügbar), und dass Martin Hitz das in seinem Medienspiegel zum Schreien findet, heisst natürlich nicht, dass es nicht stimmen könnte. Im Artikel betont die NZZ zwar noch, dass es eigentlich keinen Handlungsbedarf gäbe: «Die NZZ-Gruppe steht grundsätzlich nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag schrieb die <em>Finanz und Wirtschaft</em>: &#8220;Auch die NZZ liebäugelt mit eigener Gratiszeitung&#8221; (online nicht verfügbar), und dass Martin Hitz das in seinem <em>Medienspiegel</em> <a href="http://www.medienspiegel.ch/archives/001887.html">zum Schreien findet</a>, heisst natürlich nicht, dass es nicht stimmen könnte.</p>
<p>Im Artikel betont die <em>NZZ</em> zwar noch, dass es eigentlich keinen Handlungsbedarf gäbe:</p>
<blockquote>
<p>«Die NZZ-Gruppe steht grundsätzlich nicht in der Defensive, denn nicht jede Neulancierung wird zum Erfolg», urteilt Alfred Hümmerich, seit sechs Monaten Gruppenleitungsvorsitzender des mit 227 Betriebsjahren traditionsreichen Zürcher Verlagshauses. «Wir sind inzwischen am Medienmarkt so breit aufgestellt, dass uns verschiedene Möglichkeiten der Weiterentwicklung offen stehen.» (<em>FuW vom 27.10.2007</em>)</p>
</blockquote>
<p>&#8220;Wir sind total in Panik&#8221; sagt man ja auch selten vor und während Verkaufsverhandlungen.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Artikels wird gemutmasst, dass es <em>.ch</em> sein könnte, für das die NZZ sich interessiert &#8211; angesichts der Tatsache, dass <em>20 Minuten</em> der Tamedia gehört und <em>heute</em> zu Ringier keine wirklich atemberaubende Schlussfolgerung.</p>
<p>Heute morgen hörten wir aus dem Zürcher Seefeld-Quartier, dass offenbar erste Gespräche zwischen .ch-Gründer <a href="http://www.contractmedia.ch/cm/d/ueberuns/wigdorovits.html">Sacha Wigdorovits</a> und <a href="http://www.nzz.ch/nzzverlag/unternehmen_1.514745.html?independent=true">Hümmerich</a> (kein Foto, aber coole URL bei der NZZ: <em>independent=true</em>) bereits stattgefunden haben.</p>
<p>Dabei wurde der Start von <em>.ch</em> allgemein als eher harzig wahrgenommen. &#8220;Ganz nettes Heft &#8211; falls man es zufällig irgendwo findet&#8221;, scheint der Tenor zu sein. Eine Google-Suche nach <a href="http://www.google.ch/search?hl=de&amp;rlz=1B3GGGL_deCH220CH220&amp;q=.ch+distribution+wigdorovits&amp;btnG=Suche&amp;meta=">.ch distribution wigdorovits</a> führt auch schon zu beeindruckenden 313 Treffern. Und natürlich verbirgt sich hinter jedem blauen Link die Zusicherung, man habe alles im Griff, und die paar Probleme mit verschwundenen Ständern seien völlig normal. Ist der &#8220;strategische Fit&#8221; nun, dass der NZZ-Verlag das Ständerklauproblem besser in den Griff bekommt?</p>
<p>Zugleich hört man, die ersten .ch-Journalisten bewerben sich schon wieder bei anderen Zürcher Medienhäusern. Ob das nun an den verschwundenen Notenständern liegt oder an der NZZ oder an etwas anderem, ist zur Stunde noch nicht bekannt.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/29/12-jahre-alter-online-witz-in-der-nzz-am-sonntag/">12 Jahre alter Online-Witz in der NZZ am Sonntag</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(29. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/29/6-zu-derwesten/">6 zu DerWesten</a></b><br /><font size="2">Heute startet das Online-Portal <em><a href="http://derwesten.de/">DerWesten</a></em>. Erste Eindrücke. </font><font color="#aaa">(29. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/25/kampagnen-journalismus-mit-kampusch-potenzial/">Kampagnen-Journalismus mit Kampusch-Potential</a></b><br /><font size="2">Seit Anfang Oktober beschäftigen die <a href="http://derstandard.at/?id=3054836">Selbstmorddrohungen</a> eines 15jährigen Mädchens Österreich. Dunkelbraune Haare, ein hübsches Gesicht und rehbraune Augen: das Konterfei von Arigona Zogaj schaffte es in alle Zeitungen und Fernsehsender des Landes. Denn sollte sie in den Kosovo abgeschoben werden, so wie ihre Brüder und ihr Vater, wolle sie nicht mehr weiterleben. Sie tauchte ab und schickte eine <a href="http://youtube.com/watch?v=ieZLi4_kL8I">Videobotschaft</a> mit der Suizid-Drohung an den ORF. </font><font color="#aaa">(25. Oktober 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>12 Jahre alter Online-Witz in der NZZ am Sonntag</title>
		<link>http://netzwertig.com/2007/10/29/12-jahre-alter-online-witz-in-der-nzz-am-sonntag/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2007/10/29/12-jahre-alter-online-witz-in-der-nzz-am-sonntag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 09:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war in der NZZ am Sonntag ein Artikel ?Jetzt gehen sie wieder: Das Klima für Deutsche wird rauer. Die Ersten packen ihre Koffer und ziehen zermürbt nach Deutschland zurück.? Der Artikel war mit einem Textkasten versehen über &#8220;10 Dinge, die Ausländern in der Schweiz auffallen&#8221;. NZZ am Sonntag vom 28. Oktober 2007 mit Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war in der <em>NZZ am Sonntag</em> ein Artikel ?<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/jetzt_gehen_sie_wieder_1.575912.html">Jetzt gehen sie wieder: Das Klima für Deutsche wird rauer.</a> Die Ersten packen ihre Koffer und ziehen zermürbt nach Deutschland zurück.?</p>
<p>Der Artikel war mit einem Textkasten versehen über &#8220;10 Dinge, die Ausländern in der Schweiz auffallen&#8221;.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/10/nzzas-auslaender-in-der-schweiz-2007-10-28.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/10/nzzas-auslaender-in-der-schweiz-2007-10-28-small.jpg" width="450" height="337"  alt="NZZaS Auslaender-in-der-Schweiz 2007-10-28" /></a><br />
<em>NZZ am Sonntag</em> vom 28. Oktober 2007 mit Artikel &#8220;Jetzt gehen sie wieder&#8221;</p>
<blockquote>
<p>Wie früh in der Schweiz auch am Wochenende aufgestanden wird.</p>
<p>Dass niemand reklamiert, auch wenn er nur einmal im Monat waschen kann.</p>
<p>Dass kein Schweizer begreift, wie man ausser im Winter Fondue essen kann.</p>
<p>Dass Schweizer sich immer anständig anziehen, auch zum Milchholen.</p>
<p>Dass die ganze Schweiz es offenbar für völlig normal hält, dass es wegen Bauarbeiten jeden Sommer zu Verkehrsstaus kommt.</p>
<p>Dass es einen nach einem halben Jahr in der Schweiz auch zu stören beginnt, wenn der Nachbar nach zehn noch die Toilettenspülung betätigt.</p>
<p>Dass Schweizer Partys spätestens um halb zwölf schon zu Ende sind.</p>
<p>Dass Schweizer Gastgeber schon während der Party wieder mit Aufräumen beginnen.</p>
<p>Dass Schweizer Gastgeber erwarten, dass die Gäste beim Abwasch helfen.</p>
<p>Dass Schweizer Spontanität super finden &ndash; solange sie geplant ist.</p>
</blockquote>
<p>Internet-Veteranen kommt diese Liste bekannt vor, denn sie kursierte in längerer Form schon vor ewigen Zeiten per E-Mail. Ich habe sie während meines Studiums sicher zehnmal von verschiedenen Leuten erhalten, die alle gerade dachten, sie sei neu.</p>
<p>Im Jahr 2000 übernahm dann <a href="http://www.softxs.ch/alan/humor/switzerland.html">Alan Hodgkinson auf seiner Website</a> die Verantwortung für die Liste: &#8220;I confess, it was me. I wrote this with my friend Nils in 1995.&#8221;</p>
<p>Dass die Liste 12 Jahre alt ist, ändert nichts daran, dass sie immer noch witzig ist. Eine Quellenangabe hätte ich aber angemessen gefunden.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/29/6-zu-derwesten/">6 zu DerWesten</a></b><br /><font size="2">Heute startet das Online-Portal <em><a href="http://derwesten.de/">DerWesten</a></em>. Erste Eindrücke. </font><font color="#aaa">(29. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/25/kampagnen-journalismus-mit-kampusch-potenzial/">Kampagnen-Journalismus mit Kampusch-Potential</a></b><br /><font size="2">Seit Anfang Oktober beschäftigen die <a href="http://derstandard.at/?id=3054836">Selbstmorddrohungen</a> eines 15jährigen Mädchens Österreich. Dunkelbraune Haare, ein hübsches Gesicht und rehbraune Augen: das Konterfei von Arigona Zogaj schaffte es in alle Zeitungen und Fernsehsender des Landes. Denn sollte sie in den Kosovo abgeschoben werden, so wie ihre Brüder und ihr Vater, wolle sie nicht mehr weiterleben. Sie tauchte ab und schickte eine <a href="http://youtube.com/watch?v=ieZLi4_kL8I">Videobotschaft</a> mit der Suizid-Drohung an den ORF. </font><font color="#aaa">(25. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/24/sensation-x-schweigt/">Sensation: X schweigt!</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(24. Oktober 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Cervelat und Schawinski im Tages-Anzeiger</title>
		<link>http://netzwertig.com/2007/10/18/cervelat-und-schawinski-im-tages-anzeiger/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2007/10/18/cervelat-und-schawinski-im-tages-anzeiger/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 06:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Konsequentes Blattmachen im Tages-Anzeiger: &#8220;Ode an den Cervelat&#8221; und die Cervelatprominenz-Geschichte &#8220;Schawinski gönnt sich ein Hallenbad&#8221; (online beide nicht verfügbar) stehen auf derselben Seite 11 der heutigen Ausgabe: Ein Blick oder eine Schweizer Illustrierte hätten natürlich noch mehr daraus gemacht. &#8220;Schawinski: Luxusströmung am Zürichberg&#8221;, &#8220;Das Fernsehen machte mein Knie kaputt &#8211; jetzt nur noch Radio [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konsequentes Blattmachen im <em>Tages-Anzeiger</em>: &#8220;Ode an den Cervelat&#8221; und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cervelat">Cervelatprominenz</a>-Geschichte &#8220;Schawinski gönnt sich ein Hallenbad&#8221; (online beide nicht verfügbar) stehen auf derselben Seite 11 der heutigen Ausgabe:</p>
<p align="center"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/10/tages-anzeiger-s11-2007-10-18-small.jpg" width="450" height="624"  alt="Tages-Anzeiger S11 2007-10-18" /><br /></p>
<p align="center"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2007/10/tages-anzeiger-s11-schawinski-2007-10-18-unkenntlich.jpg" width="240" height="473"  alt="Tages-Anzeiger S11 Schawinski 2007-10-18 unkenntlich" /><br /></p>
<p>Ein <em>Blick</em> oder eine <em>Schweizer Illustrierte</em> hätten natürlich noch mehr daraus gemacht. &#8220;Schawinski: Luxusströmung am Zürichberg&#8221;, &#8220;Das Fernsehen machte mein Knie kaputt &#8211; jetzt nur noch Radio und Hallenbad&#8221; und natürlich das unvermeidliche: &#8220;Schawinskis Nachbar: Meiner ist viel grösser!&#8221;</p>
<p>Aber immerhin. Dass der <em>Tages-Anzeiger</em> die Bauausschreibungen im <em>Tagblatt</em> auf Promi-News scannt, ist mal ein Anfang.</p>
<p><em>Update vom 23.10.2007</em>: Auf meine Anfrage vom 18.10.2007 hin bat mich die Tamedia heute, den zweiten Ausriss unkenntlich zu machen. pho</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/12/demokratie-alarm/">Demokratie-Alarm</a></b><br /><font size="2">Politik, wir machen ein Quiz. Raten sie das Land, um das in den folgenden Zitaten geht. Ein Tipp: So weit weg ist es nicht. </font><font color="#aaa">(12. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/11/seht-her-junge-leser/">Seht her, junge Leser</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(11. Oktober 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/10/08/der-kampf-der-gratiszeitungen/">Der Kampf der Gratiszeitungen</a></b><br /><font size="2">In der Schweiz buhlen bald fünf Gratiszeitungen um Leser und Nichtleser. Die Herausgeber jubeln über wirtschaftlichen Erfolg und halten das Konzept für ein Zukunftsmodell. Im österreichischen Graz hingegen gingen zwei solche Blätter im Konkurrenzkampf unter. Ein Vergleich. </font><font color="#aaa">(8. Oktober 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Google, die Bückzone für Journalisten</title>
		<link>http://netzwertig.com/2007/09/29/google-die-bueckzone-fuer-journalisten/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2007/09/29/google-die-bueckzone-fuer-journalisten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2007 07:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[6 vor 9]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe gerade diese Meldung von gestern bei persoenlich.com gelesen: Reto U. Schneider, Redaktor bei &#8220;NZZ Folio&#8221; ist einer der drei diesjährigen Gewinner des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises. Für den Artikel &#8220;Preiskampf in der Bückzone&#8221; erhielt er den zweiten Preis. In seinem Beitrag gibt Schneider den Lesern ebenso fundiert wie kurzweilig Einblicke in die Welt der Verkaufspsychologie. Der erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe gerade diese <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=70748">Meldung</a> von gestern bei persoenlich.com gelesen:</p>
<blockquote>
<p>Reto U. Schneider, Redaktor bei &#8220;NZZ Folio&#8221; ist einer der drei diesjährigen Gewinner des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises. Für den Artikel &#8220;Preiskampf in der Bückzone&#8221; erhielt er den zweiten Preis. In seinem Beitrag gibt Schneider den Lesern ebenso fundiert wie kurzweilig Einblicke in die Welt der Verkaufspsychologie.</p>
<p>Der erste Preis wurde Gabor Steingart für seine im &#8220;Spiegel&#8221; erschienene Titelgeschichte &#8220;Weltkrieg um Wohlstand&#8221; verliehen. Darin zeigt der Autor auf, wie sich im Zeitalter der Globalisierung Macht und Reichtum verschieben. Den dritten Preis sicherte sich Robert von Heusinger für seinen in der &#8220;Zeit&#8221; veröffentlichten offenen Brief an den &#8220;Lieben Staat&#8221;.</p>
</blockquote>
<p>Hinzufügen möchte man, neben der durchaus relevanten Anmerkung, dass der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet des kritischen Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus verliehen wird, die Tatsache, dass alle NZZ-Folio-Artikel und somit auch dieser wirklich lesenswerte Artikel aus dem <a href="http://www.nzzfolio.ch/www/61554707-6925-4a17-854b-b42244d0559d/showbooklet/8fc36883-510c-4421-be66-ab206ac9fe05.aspx">NZZ Folio 11/06 zum Thema &#8220;Shopping&#8221;</a> <strong>im Volltext verfügbar</strong> ist:</p>
<blockquote>
<p><strong><a href="http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/fffc70d1-99f5-4326-912f-dfc7f23cbc48.aspx">Preiskampf in der Bückzone</a></strong><br />
Warum Sie bei 9.95 Fr. zugreifen, wieso der Mann beim Einkauf stört, weshalb Sie einen Zahnstocherspender kaufen, den Sie nicht brauchen &ndash; Antworten aus der Shopping-Wissenschaft. Von Reto U. Schneider</p>
</blockquote>
<p>Dies im Gegensatz zum 1. Preis, der Spiegel-Titelstory <a href="http://service.spiegel.de/digas/find?DID=48826315">&#8220;Weltkrieg um Wohlstand&#8221;</a> (37/2006) von Gabor Steingart (kostet 50 Cent), und auch zum 3. Preis, dem Zeit-Artikel &#8220;Bitte, lass uns nicht allein&#8221; (und nicht &#8220;Lieber Staat&#8221;, wie die persoenlich-Meldung nahelegt) von Robert von Heusinger, der im <a href="http://www.zeit.de/archiv/index">Zeit-Archiv</a> nicht auffindbar ist.</p>
<p>(In der Tat keinen Link wert ist der Bereich <a href="https://www.ing-diba.de/main/presse/hsj/">Helmut Schmidt-Journalistenpreis</a> innerhalb der ING-DiBa-Website, denn der wurde noch nicht aktualisiert. Web 1.0, wie es leibt und lebt &#8211; Hauptsache, die <a href="http://www.presseportal.de/pm/59133/1055066/ing_diba_ag">Pressemitteilung</a> ist draussen, online macht dann nächste Woche der Web-Praktikant.)</p>
<p>Googlen scheint die Bückzone für Journalisten zu sein. Lieber nicht so tief runterbeugen, es könnte anstrengend werden und einige Minuten länger dauern als reines copy/paste.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2007/09/29/google-die-bueckzone-fuer-journalisten/&title=Google, die Bückzone für Journalisten&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/09/23/medienlese-der-wochenrueckblick-33/">medienlese - der Wochenrückblick</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(23. September 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/09/16/medienlese-der-wochenrueckblick-32/">medienlese - der Wochenrückblick</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(16. September 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/09/09/medienlese-der-wochenrueckblick-31/">medienlese - der Wochenrückblick</a></b><br /><font size="2">Blick lügt, Polizei gezeichnet, TV-Publikum alt, Köppel mit Konfirmandenanzug. </font><font color="#aaa">(9. September 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Exklusiv: Finger-Schock auf der OMDDiese Journalistin tippt nur mit einem Finger!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2007/09/26/exklusiv-finger-schock-auf-der-omd-diese-journalistin-tippt-nur-mit-einem-finger/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 09:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Hogenkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[OMD]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Düsseldorf. Auf der OMD (7) spielen sich in diesem Jahr geradezu verrrückte Szenen ab. Und das nicht nur im offiziellen Messe- und Konferenzbereich! Die wirklich brisanten Tatorte liegen abseits vom Geschehen. Unser Reporter (38) konnte gestern unter grosser Gefahr, dabei entdeckt zu werden, mit versteckter Kamera ein schier unglaubliches Video drehen und unentdeckt aus den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Düsseldorf. Auf der OMD (7) spielen sich in diesem Jahr geradezu verrrückte Szenen ab. Und das nicht nur im offiziellen Messe- und Konferenzbereich! Die wirklich brisanten Tatorte liegen abseits vom Geschehen.</p>
<p>Unser Reporter (38) konnte gestern unter grosser Gefahr, dabei entdeckt zu werden, mit <strong>versteckter Kamera</strong> ein schier unglaubliches Video drehen und unentdeckt aus den Hallen schmuggeln.</p>
<p>Der Artikel <a href="http://www.nrz.de/nrz/nrz.politik.volltext.php?kennung=on10nrzOS1OSRNational39348&amp;zulieferer=nrz&amp;kategorie=OS1&amp;rubrik=OSR-T1&amp;region=National&amp;auftritt=NRZ&amp;dbserver=1">Vorhang auf für DerWesten.de</a> (2405 Zeichen) über <strong>das neue Volks-Portal</strong> des WAZ-Konzerns wurde ausschliesslich <strong>mit einem Finger</strong> getippt! Mit dem rechten Zeigefinger! Die linke Hand lag während der ganzen Zeit links am Laptop, den linken Zeigefinger setzte die attraktive Journalistin nur zur Betätigung der Shift-Taste ein. medienlese.com zeigt hier <strong>exklusives Material vom Zeigefinger-Schock!</strong></p>
<p>Wir versichern, dass dieses Video nicht technisch manipuliert wurde und dass diese Aktion sich insgesamt über eine Stunde so hinzog: </p>
<p><span id="more-6007"></span>Wir haben so etwas noch nie gesehen.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/D7JXwE8QbxM&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/D7JXwE8QbxM&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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