Philip Hetjens ist Leiter Technologie und Mitglied der Geschäftsführung bei Blogwerk. Von Zeit zu Zeit kribbelt es ihm in den Fingern – in diesen Fällen schreibt er gerne analytische Beiträge über das Netzgeschehen. Hier geht’s zu seiner Kurzbiografie.
Alle 4 Artikel von Philip Hetjens auf netzwertig.com:
Google, Facebook und vielleicht auch Apple bereiten Datenschützern Kopfschmerzen. Aber sie vergessen einen großen Konzern im Internet, der viel sensiblere Informationen über uns hat als alle anderen: Amazon.
Datenschützer möchten uns davor schützen, dass unsere persönlichen Daten zu einem späteren Zeitpunkt gegen uns verwendet werden. Der Mensch im Allgemeinen lässt sich sehr leicht beeinflussen (abgesehen von netzwertig.com-Lesern natürlich). Marketingstrategen wissen wie es geht. Es haben sich ganze Wissenschaften darum gebildet, wie Menschen sich durch Werbung und Informationen beeinflussen lassen.
Der Schlüssel zum Erfolg eines Werbers sind Daten und zwar solche, die Datenschützer lieber schneller gelöscht sehen würden, als andere das Wort Datenschutz aussprechen können. Je persönlicher diese Daten sind und je mehr sie unseren emotionalen Vorlieben entsprechen, desto besser eignen sie sich, um bei uns einen Kaufimpuls auszulösen.
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Google und die Buchverlage sind schon öfter aneinander geraten. Doch angesichts der zunehmenden Dominanz von Amazon wird sich die Buchbranche bald wünschen, sie hätte sich gegenüber Google kooperativer gezeigt.
Foto: Flickr/trekkyandy, CC-Lizenz
Amazon
steigt in das Verlagsbusiness ein – es ist ein kleiner Schritt für Amazon, aber ein großer für die Buchbranche. Ihr bester Abnehmer mausert sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz. Hätte man das voraussehen können? Ja, klar! Wer sich mit dem Internet auskennt, weiß, dass im Digitalen vieles anders läuft als in der alten Welt. Was Amazon mit seiner Marktmacht alles anrichten kann,
hat kürzlich erst Borders spüren müssen – einst die Nummer drei der Buchhändler in den USA, mittlerweile insolvent.
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Google+ kann seit fast einer Woche getestet werden. Sofort nach dem Start des sozialen Netzes fragten alle nach der Programmierschnittstelle für den Dienst. Bis jetzt hat Google nur mit einem Entwicklerregistrierungsformular geantwortet. Dahinter steckt Kalkül, keine Unterlassung.
In Fachkreisen herrscht längst die Meinung vor, dass ein neuer Dienst im Web ohne vernünftige Programmierschnittstelle (API) zum Scheitern verurteilt sei. Die Macht der zahllosen freien Softwareentwickler rund um die Welt wird für das Durchstarten neuer Webdienste zwingend benötigt – Beispiele dafür gibt es genug. Von klein bis (inzwischen) gross, wie Twitter. Und jetzt startete ausgerechnet Branchenprimus Google ein neues Netzwerk – und bietet keine offene Programierschnittstelle dafür an, sondern nur eine Registrierung für Entwickler. Wie passt das zusammen?
Ein Programmierinterface führt im optimalen Fall zu zwei vom Dienstbetreiber gewünschten Effekten:
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Viele Angestellte in großen Konzernen haben ein Problem: Sie verstehen Social Media nicht. Da gibt es zwei offensichtliche Lösungen: 1. Sie fragen Blogwerk oder 2. Sie lesen das Buch “Groundswell” und versuchen es selbst. Wir sind natürlich für den ersten Lösungsweg, aber hier möchte ich das Buch vorstellen. Vorweg: Es ist ein sehr gutes Buch.
Die beiden Autoren Charlene Li und Josh Bernoff arbeiten für Forrester Research und bauen das Buch dem entsprechend auf Forrester-Daten auf. “Groundswell” ist für den amerikanischen Raum geschrieben, aber meiner Meinung nach kann es inzwischen fast 1:1 auf den europäischen/deutschen Raum übertragen werden. » weiterlesen