Alle 380 Artikel von oreissmann auf netzwertig.com:
Neues aus der Redaktion: Klaus Jarchow im Spiegel, Jeff Jarvis auf Deutsch, neue Autorin an Bord und Twitter überall – unser Rückblick auf die vergangene Woche medienlese.com.
Klaus Jarchow im Spiegel: Mit sogenannten “Grubenhunden”, bewusst lancierten Falschmeldungen, beschäftigt sich der aktuelle Spiegel. Anlass ist, klar, die Manipulation der Wikipedia durch einen jungen Journalisten, der dem neuen Wirtschaftsminister Guttenberg einen weiteren Vornamen verpasst hatte, der es bis auf die Titelseite der Bild-Zeitung brachte. Zu Wort kommt auch Klaus Jarchow “vom Weblog Medienlese”, der sich zum Spannungsverhältnis von klassischen Medien und Internet-Community äußert (Seite 55).
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Die Finanzkrise im Herzen Amerikas: Die Jury des 52. Wettbewerbs hat ein Schwarzweißbild von Anthony Suau zum Foto des Jahres gewählt. Mehr in unserer Bildergalerie.
Die
World Press Photo Awards wurden vergeben – den ersten Preis hat der amerikanische Fotograf Anthony Suau für eine Schwarzweißaufnahme erhalten. Er hat einen Polizisten fotografiert, der in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio eine Zwangsräumung kontrolliert. Im vergangenen Jahr wurde
Tim Hetherington für sein Bild eines erschöpften US-Soldaten in Afghanistan ausgezeichnet.
» Siegerfoto und 24 weitere prämierte Bilder ansehen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Der deutsch-ägyptische Student Philip Rizk ist wieder frei und berichtet von Verhören rund um die Uhr – ein anderer kritischer Blogger bleibt weiter verschwunden.
Vier Tage lang sei er ständig befragt worden, vier Tage ohne Schlaf, die Augen verbunden, die Hände meist gefesselt, berichtet Philip Rizk am Donnerstag nach seiner Freilassung. In der Nacht von Freitag auf Samstag war der 27-jährige Aktivist nach einer Demonstration für die Palästinenser in Gaza in der Nähe von Kairo festgenommen worden. Familie und Freunde organisierten daraufhin weltweiten Protest, die deutsche Botschaft schaltete sich ein, unter anderem New York Times, BBC, und der Guardian berichteten.
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50 Zitate zur Zukunft der Zeitung und zur Krise des Journalismus: Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler in den vergangenen Monaten alles gesagt haben.
Mit Listen ist es so eine Sache – und über Sinn und Unsinn einer Aufstellung von 50 unterschiedlichsten Zitaten zum Strukturwandel der Medien, die aus Interviews und Artikeln stammen, lässt sich streiten. Man kann so eine Sammlung aber auch als Momentaufnahme lesen, als Querschnitt durch die aktuellen Diskussionen und Grabenkämpfe, als Spiegel der Euphorien und Sorgen. Als Anregung für eigene Gedanken, als Nachschlagewerk, denn natürlich sind alle Quellen aufgeführt und verlinkt. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß – und wer nicht genug kriegen kann: Im September 2007 haben wir
die 50 besten Zitate übers Internet von Journalisten, Wissenschaftlern und Politikern gesammelt. Jetzt aber los:
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Zu Gast in Jon Stewarts “The Daily Show”: Der ehemalige CNN-Chef und leitende Time-Redakteur Walter Isaacson bereut, dass im Internet News kostenlos sind und plädiert für Micropayment.
Walter Isaacson will die Zeitung retten, damit Medien wie die New York Times auch künftig Reporter nach Bagdad schicken können. Wie das funktionieren soll, nämlich über Micropayment für Texte im Internet, so wie es iTunes mit seinen 99-Cent-Musikstücken vormacht, hat er im Time-Magazin erklärt. Jetzt war er zu Gast in der “The Daily Show”, einer amerikanischen Comedy-Sendung, die oft mit politischen und erfrischend direkten Interviews überrascht.
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Der deutsch-ägyptische Student Philip Rizk ist nach einer Solidaritätsaktion für die Palästinenser in Gaza verhaftet worden. Über das Internet organisiert sich nun weltweiter Protest.

Protestaktion am Samstag in Kairo (Per Bjorklund, cc-Lizenz)
“Wo ist Philip?” steht auf ihren Schildern geschrieben. Philip Rizk ist in der Nacht von Freitag auf Samstag in Kairo festgenommen worden. Der deutsch-ägyptische Student ist ein
bekannter Blogger, engagiert sich für die Palästinenser im Gaza-Streifen. Jetzt sammelt sich der Protest – nicht nur, wie bereits am Samstag, in Kairo, sondern auch im Internet. Eine
eigene Facebook-Gruppe hat bereits über 5000 Mitglieder, hier informieren die Schwester und Freunde des Verhafteten über aktuelle Ereignisse, organisieren Unterstützer weltweiten Protest.
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Für tagesanzeiger.ch und 20minuten.ch gibt es kein Halten mehr: Die Schweizer Internet-Statistik Net-Metrix-Audit zeigt neue Rekordzahlen für den Januar.
Neues Jahr, neues Glück: Der chronisch schwache Dezember ist vergessen, die Schweizer Klick-Statistik Net-Metrix-Audit zeigt für den Januar weitgehend Entspannung. Für 135 der beobachteten Websites ging es in Sachen Visits wieder bergauf, nur 33 Angebote verloren im Vergleich zum Vormonat weiter, klassische Online-Medien kaum darunter. Wer im Januar nicht an den November anknüpfen konnte, braucht zumindest eine gute Ausrede.
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Die Aufmerksamkeitsspirale von Blogosphäre und Medien dreht schnell wie nie: Markus Beckedahl hat Interna zur Bahn-Spähaffäre veröffentlicht und dafür eine Abmahnung bekommen.
Handelsblatt,
FAZ,
taz, Deutschlandradio Kultur:
Markus Beckedahl ist dieser Tage ein gefragter Gesprächspartner. Auf seinem Blog
netzpolitik.org veröffentlichte der Netz-Aktivist das interne Protokoll einer Unterredung zwischen dem Berliner Datenschutzbeauftragen und Bahn-Mitarbeitern. Es geht um die Ausspähung von Mitarbeitern, Überwachungsmaßnahmen, über die möglicherweise
Bahn-Chef Mehdorn stürzen könnte. Wegen der Veröffentlichung des Dokuments bekam Beckedahl eine Abmahnung, die Unterstützung der Blogosphäre und große mediale Aufmerksamkeit.
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Anonym wurde uns ein offener Brief geschickt. Darin beschreibt offenbar ein freier Journalist seine berufliche und finanzielle Situation. Er gibt zu: Auf die angestellten Kollegen ist er neidisch.
Über unser Kontaktformular erreichte uns am Sonntag folgender offener Brief, der offenbar an Redaktion und Verlag von derWesten.de, dem Internet-Portal der WAZ-Gruppe, gerichtet ist. Das beschriebene Schicksal eines freien Journalisten erscheint uns schlüssig, die beispielhaften Rechnungen nicht besonders unter- oder übertrieben. Ob die Angaben stimmen, ob dahinter tatsächlich eine Person steht – oder ob es sich um eine zugespitzte Verdichtung handelt – können wir nicht nachprüfen. Das Kontaktformular erlaubt uns keinerlei Rückschlüsse auf die Identität des Absenders. Da wir den Brief noch nicht andernorts im Internet gefunden haben, dokumentieren wir ihn hier in voller Länge.
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