Marcel Weiss

netzwertig.com-Autor Marcel WeißMarcel war vom Start im April 2008 bis März 2010 verantwortlicher Redakteur von netzwertig.com. Er betreut heute das E-Commerce-Netzwerk Exceed Net, bloggt privat auf neunetz.com und ist auf Twitter hier zu finden.

 

Alle 534 Artikel von Marcel Weiss auf netzwertig.com:

Firehose 2010:
Echtzeit für alle, Geschäftsmodell für Twitter

Twitter wird die Firehose, seine Echtzeit-API, 2010 kostenpflichtig öffnen.

twitter icon
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Diese Woche hat Twitter bekanntgegeben, die ‘Firehose’ genannte Echtzeit-API allen Entwicklern zur Vefügung zu stellen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird der Zugang zur Firehose für die Entwickler kostenpflichtig.

Damit hätten wir die von vielen Experten lang vorhergesagte, erste Monetarisierungssäule von Twitter: Premiumzugang zur API für Drittanbieter.

Der zweite Effekt: Viele Endnutzer werden ein echtes Echtzeit-Mikroblogging erleben. Denn obwohl Twitter gern als der Echtzeitweb-Vorreiter gesehen wird, war es das tatsächlich nie. Die Zugriffe auf die API waren immer beschränkt. Die Tweets der Freunde kamen nicht in Echtzeit an, sondern immer dann, wenn die Applikation Twitter abgefragt hat. Das fällt wenigen auf, weil die Obergrenze für die Abfragen (zumindest in letzter Zeit) hoch genug war. Künftig werden einige Apps die Möglichkeit bieten, die Tweets sofort zu erhalten, wenn sie abgeschickt und im System angekommen sind (interessanterweise habe ich mit FriendFeed bei mir beobachten können, dass ein Nebenherlaufen auf diese Art angenehmer ist).

Da die Daten über die Firehose viele Startups überfordern dürfte (ein sehr guter Artikel dazu hier), könnte sich auch ein interessanter B2B-Markt für Startups wie Gnip ergeben: Gnip oder ein anderer Anbieter kauft die Firehose-Daten von Twitter, normalisiert und bereitet sie notfalls für Startups entsprechend auf und verkauft die so mundgerechten Daten an die App-Entwickler und B2C-Startups.

Linkwertig:
Googleangst, Bahn.de, Irland, Gowalla

Googleangst
Die panische Angst vor Google geht in Deutschland um und vermutet beim Internetriesen (der ‘Datenkrake’) mal wieder das personifizierte Böse. In der Welt wird der Unsinn auf’s Korn genommen:

Doch damit nicht genug, immer weitere Innovationen kommen dazu und überfordern mit ihrer Nützlichkeit selbst die größten Kritiker. Und genau an dieser Stelle wird deutlich, welch ein hinterlistiger Konzern Google ist. Anstatt zuzugeben, was alle Kritiker wissen, täuscht man die Öffentlichkeit mit immer weiteren sinnvollen Neuerungen über die wahren Absichten (eben die Weltherrschaft) hinweg.

» WELT DEBATTE – Weblogs – Böss in Berlin – Google ist so schlimm wie die Sowjetunion

Auch Christian Scholz befasst sich mit dem Thema Googleangst.

Meine Meinung dazu: Deutschland muss endlich aus seiner Traumwelt aufwachen. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, die auf Informationstechnologie aufbaut und diese funktioniert nun einmal nicht ohne Informationen, also Daten.

» mrtopf.de » Wo ist das Böse in Google?

Ebenfalls lesenswert ist der Artikel von Markus Breuer:

Hinter der ganzen Flut von neuen Produkten bei Google steht kein Masterplan zur Weltherrschaft. Dahinter stecken viele kleine Teams sehr sehr schlauer Leute, die alle Nase lang wirklich gute Ideen haben und die Mittel, diese in die Tat umzusetzen. Will ihnen ernsthaft jemand vorwerfen, dass es finster ist, wenn sie das auch tun?

» Das Google-Missverständnis: Weltherrschaft? – Die wollen doch nur spielen! – _notizen

IT-Gipfel
Nochmal Christian Scholz über den IT-Gipfel in einer sehr lesenswerten Bestandsaufnahme von Internet-Deutschland.

Aber schaut man sich mal die ganzen Gruppen rund um neue Web-Standards an (OpenID, OAuth, Webfinger, XRD, UMA, Data Portability Project usw.) so findet man dort fast keine deutsche Beteiligung (oft scheine ich sogar der einzige Europäer dort zu sein). Dies ist insbesondere interessant, da deutsche Firmen diese Techniken ja durchaus nutzen (wenn auch meist Jahre später) und sich dann Problemen konfrontiert sehen, die man durch frühe Mitarbeit hätte lösen können (z.B. Probleme verursacht durch die speziellen Datenschutzgesetze Deutschlands).

In der Tat.

» mrtopf.de » Wer IKT sagt, hat schon verloren

MySpace
MySpace startet API mit Echtzeit-Stream.

» Myspace Opens Floodgates: Developers Get API for Real-Time Stream

Netzzeitung
Die Redaktion der vor der Schließung stehenden Netzzeitung ist in den Streik getreten.

» Meedia: Redaktion der Netzeitung streikt

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Linkwertig:
Boxee, IT-Gipfel, Thunderbird

Boxee

boxeebox
boxeebox

Die Medie-Center-Software Boxee stellt die erste Beta-Version und eine erste Hardware, die direkt auf Boxee zugeschnitten ist, vor. (siehe auch unseren Artikel zu Boxee)

» Boxee Box, Beta Unveiled in Brooklyn

» Boxee Beta-Version enthüllt » Heimtechnik.com

» Boxee Blog » The Boxee Beta

Botnetze
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der Verband der deutschen Internetwirtschaft haben auf dem IT-Gipfel in Stuttgart wollen 2010 eine Beratungsstelle für Anwender mit infizierten Rechnern bereitstellen. Infizierte Rechner sollen über Analyse des Netzwerkverkehrs ermittelt werden. Das klingt eher potentiell gefährlich:

Vor der Umsetzung des Vorhabens soll jedoch noch geklärt werden, mit welchen Sanktionen Kunden rechnen müssen, die eine Zusammenarbeit mit den jeweiligen Internetdienstleistern verweigern.

» heise online – Deutschland-Zentrale gegen Botnetze geplant

IT-Gipfel
Die Wirtschaftswoche hat deutsche Unternehmer und Gründer zum IT-Gipfel befragt. Das Ergebnis ist harsche Kritik.

» Umfrage zum IT-Gipfel: “Viele Ankündigungen, keine Resultate” – WirtschaftsWoche

siehe auch:

» Wir brauchen einen Netzpolitik-Gipfel und keinen IT-Gipfel : netzpolitik.org

» weiterlesen

Linkwertig:
IVW, GEZ, Google, Qype

IVW
Die IVW wird ab dem 9. Dezember die Visits als Messgröße stärker hervorheben. Auf der Startseite werden nur noch die Visits angegeben. Die bisher massgebenden Pageimpressions findet man erst nach einem Klick. Die Visits bekommen damit einen weitaus größeren Stellenwert. Es bleibt abzuwarten, ob das auch auf den Werbemarkt umschlägt und damit der Fotogalerienwahn ein Ende haben wird.

» kress.de – IVW Online-Ausweisung: Visits sind ab sofort “harte” Werbe-Währung.

GEZ

Die GEZ-Gebühr für Internetnutzer ohne Fernseher soll sich nach Plänen der Ministerpräsidenten verdreifachen.

» Neues Gebührenmodell: Internetnutzer sollen GEZ-Vollzahler werden — CARTA

Qype
Stephan Uhrenbacher nannte TechCrunch Europe Zahlen über Qype. Zum Beispiel: Über 450.000 Geschäfte in mehr als 50.000 Städten wurden nach eigenen Angaben auf Qype mit Reviews bedacht.

» Exclusive: Qype reveals global traffic and plans for social

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Linkwertig:
RSS, Ubuntu, Etherpad, Foursquare

Medienwandel

Während die PNP weiter vor sich hin dilettierte und einen merkwürdigen Onlineauftritt hinlegte, bei dem viele Inhalte zahlenden Abonennten vorbehalten blieben, wuchs Wagners “Fußball Passau” zu einer überaus beachtlichen Konkurrenz heran. Konkurrenz? Eigentlich das falsche Wort. Wer wissen will, was im regionalen Fußball passiert, hält sich inzwischen viel eher an das gut gemachte Wagner-Portal als an den öden PNP-Auftritt.

» JakBlog » Wie ein 20-Jähriger einen Verlag demontiert

RSS & Syndikation
ReadWriteWeb zählen die ihrer Meinung nach besten und wichtigsten Tools von 2009 im Bereich Syndikation auf.

» Top 10 RSS & Syndication Technologies of 2009

Ubuntu
Linux Ubuntu wird Cloud-Computing-tauglicher.

» Unix Meets Cloud: Ubuntu Linux Now Ships with Built-in Online Storage APIs

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Aufstieg und Fall von MySpace

Deutsche Social Networks können vom Niedergang von MySpace lernen.

myspace
myspace
In der englischsprachigen Financial Times ist ein ausführlicher Artikel über den Aufstieg und den aktuellen Niedergang von MySpace erschienen. Auch wenn die ehemaligen MySpace-Manager und die ehemaligen News-Corp-Manager sich gegenseitig die Schuld zuschieben und Wort gegen Wort steht, so sind die Erkenntnisse doch interessant.

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Das Beste:
November ’09 auf netzwertig.com

Heute stellen wir Euch die besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem November ’09:

Analysen

  • Urheberrecht: Es gibt kein ‘geistiges Eigentum’
    Entgegen der verbreiteten Annahme handelt es sich beim Urheberrecht nicht um mit Privateigentum vergleichbares ‘geistiges Eigentum’, sondern um ein Monopolrecht auf Verwertung der geschützten Werke.
  • Strukturwandel: Die Folgen der digitalen Disruption für die Volkswirtschaft
    In einer vernetzten Welt werden Mittler überflüssig. Außerdem sinken die Kosten für die Produktion und Distribution von Inhalten und Diensten aller Art. Die Folgen der digitalen Disruption für die Volkswirtschaft sind tiefgehend.
  • Fehlende Medienkompetenz: Wie aus Lehrern Schüler werden
    Erstmalig in der Geschichte der Menschheit wird das klassische Muster der Wissensvermittlung auf den Kopf gestellt: Während Eltern, Lehrer und bisherige Meinungsführer in ihrer Rolle als Vermittler von Web-Wissen und digitaler Erfahrung versagen, übernehmen junge Menschen die Lehrerrolle.
  • Folgen der Hyperdistribution: Wenn Nutzer zum Qualitätskompass werden
    Immer mehr Nutzer lösen sich von ihren Bindungen zu speziellen Inhalteanbietern und lassen sich stattdessen lesenswerte Artikel von ihrem Social Graph empfehlen. Eine Verlagerung der Orientierungs- und Vertrauensfunktion vom Inhalteproduzent auf die Inhalteverteiler ist die Konsequenz.

Reviews

Außerdem…

Mehr lesen?

Linkwertig:
brands4friends, Bing, Twitter

brands4friends
Der deutsche Shopping-Club brands4friends startet einen Ableger in Österreich.

» internetszene.at » brands4friends startet in Österreich

Google Public DNS

Google bietet einen eigenen, öffentlichen DNS-Server an und will mit einigen neuen Ideen dafür sorgen, dass DNS-Anfragen schneller werden. Nutzer können den Google Public DNS ab sofort ausprobieren.

» Google Public DNS soll das Netz schneller machen – Golem.de

Das könnte nicht ganz unproblematisch sein:

» DNS is the New Browser War | Stay N’ Alive

Bing
Bing war für kurze Zeit ausgefallen. Grund waren interne Umstellungen mit unvorhergesehenen Nebenfolgen.

» Bing – A note about today’s outage – Search Blog – Bing Community

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Online-Identität:
Yahoo integriert Facebook,
Google integriert Twitter

Yahoo wird Facebook Connect Anfang 2010 integrieren. Google integriert Twitter-ID auf Friend-Connect-Sites. Die Online-Identität wird von Unternehmen verwaltet. OpenID allein hat in seiner aktuellen Form wohl keine Chance mehr.

Vor ziemlich genau einem Jahr starteten Facebook Connect und Googles Friend Connect. Beides Systeme, um sich webweit auszuweisen und auf Sites einzuloggen. Nun wird Yahoo, immer noch das reichweitenstärkste Portal der Welt, Facebook Connect integrieren. Ab Frühjahr 2010 werden User Updates und Infos zwischen den beiden Internet-Giganten austauschen können. Google hat nun ebenfalls eine ähnliche Kooperation, allerdings mit Twitter, bekanntgegeben. Mit der Twitter-ID kann man sich in Friend-Connect-Sites einloggen.

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Linkwertig:
Android, Zoho, HTML5 , Digg

Technologiekritik
Ging bereits durch das halbe deutsche Internet, aber der Text von Kathrin Passig ist gut genug, um trotzdem noch einmal auf ihn hinzuweisen.

Wer darauf besteht, zeitlebens an der in jungen Jahren gebildeten Vorstellung von der Welt festzuhalten, entwickelt das geistige Äquivalent zu einer Drüberkämmer-Frisur: Was für einen selbst noch fast genau wie früher aussieht, sind für die Umstehenden drei über die Glatze gelegte Haare.

» Internetkolumne von Kathrin Passig

Google & Verlage

Verleger sollen künftig die Möglichkeit haben, den freien Zugriff auf ihre Online-Inhalte über Google zu beschränken. In dem Programm “First Click Free” sollen sie auf Wunsch bestimmen können, dass Nutzer nur bis zu fünfmal täglich direkt über Googles Suchmaschine und den Nachrichtenaggregator auf ihre Inhalte zugreifen können.

» heise online – Google bietet Verlagen mehr Kontrolle für den Zugriff auf ihre Inhalte an

Cory Doctorow
Lesenswertes Interview mit Cory Doctorow im Harvard Business Manager.

Im Interview spricht er darüber, wie die Technik unsere Gesellschaft verändert, der einzelne Nutzer mächtiger wird und warum eine erfolgreiche Erfindung auch nur eine Kopie sein kann.

» Internet: “Kopieren zu verteufeln, ist Heuchelei” – Harvard Businessmanager

Android
Android hat nun mit MiKandi etwas, das das iPhone nicht hat: Eine Anlaufstelle für Pornoapplikationen.

» Droid does, iPhone doesn’t: The porn app store | Technically Incorrect – CNET News

ChromeOS
Acer will in der zweiten Hälfte von 2010 Netbooks mit ChromeOS ausliefern.

» Acer will Netbook mit Chrome OS bringen – futurezone.ORF.at

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