Martin Weigert

netzwertig.com-Autor Martin WeigertMartin (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist Martin der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com, twittert unter @martinweigert und ist erreichbar unter



 

Alle 1915 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:

Kontinuierliche Einschnitte:
Last.fm schrumpft sich gesund

Die Entscheidung von Last.fm, den kostenfreien Zugriff auf Radiostreams einzuschränken, ist bereits die dritte Beschneidung des Kernangebots innerhalb von zwei Jahren. Freunde macht man sich so nicht.

Ab dem 15. Februar wird der Londoner Musikdienst Last.fm wie gestern in Linkwertig berichtet die kostenlose Verfügbarkeit seiner personalisierten Radiostreams für Nutzer aus Deutschland auf die Website begrenzen. Wer über die mobilen Applikationen für iPhone und Android oder andere Hardware auf die Last.fm-Radiokanäle zugreifen will, muss sich für die kostenpflichtige Variante entscheiden. Drei Euro pro Monat werden dafür fällig. In Großbritannien und den USA sind die Streams neben der Website auch über Smartphones mit Windows Phone 7 sowie die Xbox Live ohne ein Premium-Abo zugänglich.

Der Schritt ist isoliert betrachtet durchaus nachvollziehbar: Bei vielen konkurrierenden Musikservices wie z.B. simfy, play.fm oder Spotify ist es üblich, die Kernfunktionalität gratis anzubieten und für den Mehrwert des mobilen Zugriffs Geld zu verlangen. Allein durch Werbung lassen sich die von den Anbietern abzuführenden Lizenzkosten für das Streaming nicht decken. Zudem sind drei Euro pro Monat ein vertretbarer Preis, besonders wenn man dafür das angeblich “beste Radio der Welt bekommt” (Zitat aus dem Last.fm Blog).

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Mashable Follow:
Vom Blog zur Social-Web-Plattform

Das Tech-Blog Mashable wandelt sich in eine Social-Web-Plattform, auf der User einzelnen Themen und anderen Lesern folgen können und für Aktivitäten belohnt werden. Ein sehr experimentierfreudiger Ansatz.

Also ich irgendwann Ende 2006 damit begann, ausgewählte US-Tech-Blogs zu lesen, waren TechCrunch und Mashable meine zwei bevorzugten Quellen. Während das kürzlich von AOL übernommene TechCrunch bis heute einen vorderen Platz in meinem RSS-Reader hält, verlor Mashable relativ schnell meine Sympathie und Geduld.

Zu sehr stand bei dem von Pete Cashmore gestarteten Projekt die Quantität der Artikel sowie ihre “Sharability” im Social Web im Vordergrund, zu häufig fehlte mir bei den vielen teils belanglos wirkenden Startup-Reviews eine Einordnung oder Bewertung und zu uninspiriert war der Eindruck, den Mashable-Autoren auf mich hinterließen.

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“MeetMe”:
Doodle startet persönliches Terminfindungswerkzeug

Doodle, der Schweizer Pionier für die Online-Terminfindung, startet mit MeetMe persönliche Profilseiten, über die sich Terminanfragen entgegennehmen lassen.

Doodle ist eines der international bekanntesten Startups aus der Schweiz und ein Vorreiter, was die Bereitstellung von Onlinewerkzeugen zur effizienten Terminfindung betrifft. Das Anfang 2007 gegründete Unternehmen aus Zürich bezeichnet sich selbst als führend in diesem Bereich und erreicht nach eigenen Angaben über sechs Millionen Unique Visitors pro Monat, davon über eine Million aus der Schweiz.

Bisher lag der Schwerpunkt des in der Basis-Version kostenlosen Doodle-Angebots auf der Terminfindung für Gruppen. Naturgemäß wird die Wahl des Zeitpunkts einer Besprechung oder Veranstaltung schwerer, je mehr Teilnehmer für diese vorgesehen sind. Die Doodle-Weboberfläche gibt allen Personen die Möglichkeit, ihre Präferenzen für verfügbare Termine kenntlich zu machen und sich somit ein ewiges Hin und Her per E-Mail und Telefonaten zu ersparen.

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ifttt:
Das Internet für sich arbeiten lassen

ifttt – “if this, then that” – mit diesem eigenwilligen Namen will ein neuer US-Webdienst Nutzern Werkzeuge an die Hand geben, um das Internet für sie arbeiten zu lassen. Das Ergebnis ist anspruchsvoll und beeindruckend.

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Silicon-Valley-Kenner und Tech-Evangelist Louis Gray hat vor einigen Tagen in seinem Blog einen Dienst vorgestellt, der den inneren Geek bei passionierten Internetnutzern anspricht wie kaum eine andere Webanwendung der letzten Jahre (von Ausnahmen wie Yahoo Pipes oder Dapper abgesehen).

ifttt nennt sich der eigenwillig bezeichnete Service des in San Francisco beheimateten Software-Entwicklers Linden Tibbets. Dieses Akronym steht für “if this, then that”, übersetzt “wenn dies, dann das”, und beschreibt eigentlich ganz gut, was sich mit dem minimalistisch gestalteten Tool anstellen lässt: Anwender können bei ifttt Regeln für Aktionen definieren, die durchgeführt werden sollen, wenn spezifische Szenarien eintreten.

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Das Ende von Rivva:
Und was jetzt?

Rivva, Motor der deutschsprachigen Blogosphäre, macht endgültig dicht. Das wirft die Frage auf, wie sich Nutzer jetzt am besten einen Überblick über die Topthemen hiesiger Blogs verschaffen. Eure Vorschläge sind gefragt!

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Wie heute früh bereits berichtet scheint beim deutschen Blog- und Twitteraggregator Rivva offiziell das Licht ausgegangen zu sein – vor einigen Tagen noch hieß es, Rivva könnte eventuell nach einem Monat Pause wiederkommen. Überraschend kommt das Ende in jedem Fall nicht.

So groß das Loch auch ist, das der Wegfall von Rivva in der deutschsprachigen Blogosphäre aufreißt, so wichtig war ein konsequenter Schritt und Schnitt von Rivva-Macher Frank Westphal, der in den vergangenen Monaten zunehmend den Eindruck vermittelte, sein “Baby” innerlich bereits aufgegeben zu haben und in dessen Fortbetrieb vor allem eine Last zu sehen. » weiterlesen

Zwangspause:
Verlage blockieren Commentarist

Commentarist macht eine Zwangspause, nachdem der junge Aggregator für Meinungsjournalismus von zwei deutschen Verlagen abgemahnt wurde. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.

“Alt gegen neu”. “Destruktiv gegen Kreativ”. Das waren die ersten Assoziationen, die mir durch den Kopf gingen, als ich am Freitagabend von der erzwungenen Pause des Kommentaraggregators Commentarist erfuhr. Wir hatten das Startup mit Wurzeln in Hamburg und Rumänien Anfang Januar hier vorgestellt. Commentarist fokussiert sich darauf, Kolumnen und Meinungsartikel von mehr als 1000 für 16 führende deutsche Nachrichtenwebsites schreibende Journalisten zu aggregieren und mit jeweils zwei bis drei Zeilen anzureißen.

Diese Praxis jedoch scheint zwei der 16 von dem Service berücksichtigten Nachrichtenangebote ein derartiges Dorn im Auge zu sein, dass sich diese dazu entschlossen, per Abmahnung mit “massiven rechtlichen Schritten” zu drohen, sollte Commentarist den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die Gründer Eric Hauch und Mircea Preotu sahen sich daher gezwungen, die erst wenige Wochen alte Site einer Zwangspause zu unterziehen. Im Firmenblog unterstreichen sie aber, dass es sich nicht um eine Schließung sondern tatsächlich lediglich um eine Pause handelt, um in Ruhe die weitere Vorgehensweise besprechen zu können.

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wunderlist:
Der steile Aufstieg
eines Taskmanagers

Innerhalb von drei Monaten hat der Taskmanager wunderlist des Berliner Startups ’6 Wunderkinder’ fast 300.000 Nutzer gewinnen können, ein Großteil davon in den USA. Eine beachtliche Entwicklung.

Als uns im November eine Mail des Berliner Startups 6 Wunderkinder in Bezug auf dessen zu diesem Zeitpunkt gerade gestarteten Taskmanager wunderlist erreichte, konnte ich ein innerliches Kopfschütteln nicht vermeiden. Nahezu im Wochentakt (bewusst überspitzt) schienen wir im vergangenen Jahr Hinweise zu Tools zu erhalten, die sich auf die ein oder andere Weise dem Thema Aufgabenverwaltung und To-Do-Listen widmeten.

Zwar bin ich selbst ein Freund entsprechender Anwendungen (mein aktueller Favorit ist Springpad, hier vorgestellt), aber wieso das Netz damit von Startups und Internetagenturen regelrecht überschüttet wird, wollte mir (und will mir noch immer) nicht in den Kopf.

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simfy:
Desktop-Streaming für alle

simfy erkennt die Bedeutung seiner Desktop-Applikation, um der breiten Masse das Thema Musikstreaming näher zu bringen: Der Client für Windows, Mac und Linux wird ab sofort für alle Gratisnutzer angeboten.

Auf die Frage, welche Faktoren die größte Bremswirkung auf den Durchbruch von On-Demand-Musikstreaming haben, gibt es viele mögliche Antworten. Das Festhalten mancher Konsumenten an physischen Tonträgern, die geringere Soundqualität, die fehlende Verbindung zur heimischen Stereoanlage oder ein eigenwilliger Musikgeschmack sind nur einige.

Eine wichtige Rolle spielt meines Erachtens nach die Tatsache, dass viele Musikfreunde das Gefühl schätzen, ihre Lieblingssongs und -alben zu besitzen, was die Sicherheit mit sich führt, dass ihnen ihr persönliches Musikarchiv niemand wegnehmen kann. Streaming-Anbieter, die theoretisch von einen auf den anderen Tag verschwinden oder einzelne Songs aus ihrem Archiv entfernen können, lassen dieses Bedürfnis unerfüllt.

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Onlinespeicher:
Wenn “unbegrenzt”
an Grenzen stößt

Mozy, ein Dienst für das Onlinebackup von lokal gespeicherten Dateien, stellt zum Unmut seiner Nutzer das Paket mit unbegrenztem Speicher ein und erhöht die Preise. Ein Schritt, der das Vertrauen von Usern in Cloudspeicherservices nicht gerade stärkt.

Jede Flatrate und jedes Onlineangebot mit unbegrenztem Nutzungsvolumen basiert auf einer Mischkalkulation. Die zugrunde liegende Annahme lautet, dass nur ein geringer Teil der Anwender tatsächlich die Freiheit eines unlimitierten Angebots vollkommen auskostet. Die von dieser Minderheit verursachten Kosten werden von der Masse der Benutzer getragen, die für ihre Flatrate jeweils mehr bezahlen, als sie für die Verwendung an tatsächlichen Kosten verursachen.

Obwohl Flatrate oder “unbegrenzter Speicherplatz” immer wieder äußerst attraktiv klingen und auch mich selbst stets entzücken, gilt es, sich regelmäßig vor Augen zu führen, dass echte unlimitierte Angebote eigentlich nicht existieren – zumindest wenn wir von Datenverkehr oder Storage sprechen. Sobald mehr User als ursprünglich veranschlagt einen Dienst intensiver einsetzen als erwartet, ist die schöne Mischkalkulation dahin.

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“Social Books”:
Status-Updates als Grundlage
für kollaborative E-Books

Die Müchner Bücher-Community BookRix startet eine Funkion, mit der sich E-Books auf Basis von Tweets und Facebook-Updates gemeinsam erstellen lassen. Etwas Feinschliff benötigt die Anwendung allerdings noch.

Die “Sozialisierung” der digitalen Welt (im Sinne von “Social Networking”, nicht “Wohltätigkeit”) macht auch vor Literatur nicht halt: Im Herbst berichteten wir über “Social eBooks” der Bücher-Community LovelyBooks – ein Widget, welches sich in E-Books einbetten lässt und einen direkten Dialog zwischen Lesern und Autor ermöglicht. Vor einigen Wochen stellten wir euch dann die iPhone-App BooksAround vor, die eine standortbasierte literarische Entdeckungstour durch Berlin anbietet und Nutzer dazu anregt, in Literatur zitierte Orte auf einer Karte hinzuzufügen, zu kommentieren und mit Fotos zu versehen.

Von dem aus München stammenden Dienst BookRix kommt nun ein weiterer kreativer Ansatz. BookRix, über das wir vor zwei Jahren an dieser Stelle kurz berichteten, bezeichnet sich selbst als größte deutschsprachige Bücher-Community und hat laut eigener Aussage 240.000 registrierte Nutzer weltweit. Im Vordergrund steht bei der Plattform die Möglichkeit für passionierte Hobbyautoren und Leseratten, eigene E-Books zu veröffentlichen und zu entdecken. Rund 58.000 Titel, darunter auch einige Hörbücher, stehen kostenlos zur Verfügung.

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