Martin Weigert

netzwertig.com-Autor Martin WeigertMartin (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist Martin der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com, twittert unter @martinweigert und ist erreichbar unter



 

Alle 1918 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:

Ortsungebundenes Arbeiten:
Die Freiheit der
digitalen Nomaden

Strom- und Internetanschluss vorausgesetzt lässt sich heute fast jeder Ort zum mobilen Büro umrüsten – auch viele tausend Kilometer entfernt. Hier ist der Erfahrungsbericht eines “digitalen Nomaden”.

Für jemanden, der digitale Technologien dazu einsetzt, um sich dem Zwang der physischen Anwesenheit an einem bestimmten Ort so weit wie möglich zu entziehen, hat sich der Begriff des digitalen Nomaden eingebürgert.

Martin Strickman bezeichnete mich kürzlich als einen solchen digitalen Nomaden (noch dazu einen “streunenden”) und bezog sich auf meinen gerade zu Ende gehenden sechsmonatigen Aufenthalt in Thailand sowie auf die Tatsache, dass ich zwar seit September viele tausend Kilometer von Europa entfernt gelebt habe, dass dies meine digitale Präsenz und meine Redakteurstätigkeit für netzwertig.com allerdings kaum beeinflusst hat.

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“Kartellrechtliche Bedenken”:
Der Traum vom
deutschen Hulu zerplatzt

Das Bundeskartellamt will die geplante Onlinevideoplattform von RTL und ProSiebenSat.1 aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken nicht genehmigen. Der Traum von einem deutschen Hulu scheint damit vorerst zu platzen.

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Aktualisiert mit einer Stellungnahme der Mediengruppe RTL Deutschland am Artikelende.

Das vorläufige Aus für die Idee eines deutschen “Hulu” – so muss man die gestrigen Meldung der Financial Times Deutschland interpretieren, nach der das Bundeskartellamt bei der von RTL und ProSiebenSat.1 gemeinsam geplanten Onlinevideoplattform wettbewerbsrechtliche Probleme sieht. Laut dem Bericht hat die Bonner Behörde den zwei Unternehmen signalisiert, dass es das Vorhaben nicht genehmigen wird.

Publik wurden die Pläne zu einem gemeinsamen Videoangebot der zwei führenden deutschen Privatsendergruppen im Sommer vergangenen Jahres. Nach dem Vorbild des US-Dienstes Hulu sollten auf der Plattform Nachrichten, Serien, Filme und Shows von verschiedenen TV-Stationen bis zu sieben Tagen nach Ausstrahlung im Fernehen abgerufen werden können.

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9flats.com:
Stephan Uhrenbacher
startet Airbnb-Konkurrenten

Nach Qype und Avocado Store startet Serienunternehmer Stephan Uhrenbacher mit 9flats.com sein nächstes Onlineprojekt: einen Marktplatz für die Vermietung von Privatunterkünften. Mit Airbnb existiert aber bereits ein erfolgreicher Akteur.

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Stephan Uhrenbacher, bekannt als Gründer der Empfehlungsplattform Qype sowie des Onlinemarktplatzes für nachhaltige Produkte Avocado Store, hat mit 9flats.com heute sein jüngstes Startup ins Rennen geschickt. 9flats.com will Menschen, die aufgrund von Abwesenheit für eine begrenzte Zeit ihre Wohnung vermieten möchten, mit solchen Personen zusammenbringen, die auf der Suche nach einer temporäre Unterkunft sind.

Ich habe mich mit Uhrenbacher via Skype über das neue Projekt unterhalten. Der leidenschaftliche Unternehmer macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass gerade mit Airbnb ein sehr ähnlich konzeptionierter US-Dienst viele Sympathien bei reiselustigen urbanen Menschen rund um den Globus sammelt (seine Sichtweise auf das unvermeidliche Copycat-Thema hatte Uhrenbacher kürzlich in seinem Blog dargelegt) .

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Bezahlinhalte:
Google One Pass
in freier Wildbahn

Eine Woche nach dem offiziellen Start von Google One Pass taucht das Bezahlsystem für Onlineinhalte auf ersten Nachrichtensites auf.

Vor einer Woche gab Google den Start seines One Pass getauften Bezahlsystems für Onlineinhalte bekannt. Mit diesem erhalten Presseverlage und andere Contentanbieter die Möglichkeit, von Usern für Inhalte Geld zu verlangen, entweder in Form von Kleinstbeträgen für spezifische Artikel oder als Abo für den exklusiven Zugriff auf bestimmte Bereiche einer Website.

Während Bild.de One Pass seit dem Wochenende dafür verwendet, Nutzern den kostenpflichtigen Zugang zu Spielen der türkischen Fußballliga zu bieten, hat mit Focus Online auch ein anderer Launchpartner in Deutschland das System auf seiner Website implementiert und erste Artikel damit vor dem Gratiszugriff geschützt. » weiterlesen

DST begeistert sich für Spotify:
Der endgültige Ritterschlag

Das russische Beteiligungsunternehmen DST will rund 100 Millionen Dollar in den aufstrebenden Musikdienst Spotify investieren – der endgültige Ritterschlag für das Startup aus Schweden.

In den vergangenen Jahren haben wir euch regelmäßig über den Stand der Dinge beim schwedischen Musikstreamingdienst Spotify informiert – und das, obwohl der Service im deutschsprachigen Raum bisher offiziell nicht verfügbar ist. Der Grund für unsere stetige Beobachtung des in Stockholm gegründeten Startups, das mittlerweile seinen internationalen Sitz in London hat? Der Dienst ist einfach zu gut, um nicht über ihn zu berichten!

Die jüngste Nachricht, die russische Internetbeteiligungsfirma DST wolle Spotify mit 100 Millionen Dollar frischem Kapital ausstatten und bewerte das 2006 gegründete Unternehmen mit einer Milliarde Dollar, sehe ich daher als willkommene Rechtfertigung für meine bisherigen Lobeshymnen in Bezug auf Spotify.

Sofern der TechCrunch-Bericht zu den Investmentplänen stimmt, lässt dies folgende Aussagen zu:

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Townsters Großstadt-Kompass:
Gute Idee mit
verbesserungswürdiger Verpackung

Das Berliner Städte- und Empfehlungsportal Townster setzt für personalisierte Veranstaltungstipps auf bei Facebook eingetragene Präferenzen. Die Idee ist gut, die Umsetzung jedoch viel zu schüchtern.

Einst als lokale Such-Plattform gestartet und dann bei eBay für knapp 40.000 Euro verkauft, betreibt die Berliner Townster GmbH unter www.townster.de seit dem Herbst 2009 ein Empfehlungs- und Städteportal für die Hauptstadt. Ähnlich wie plazaa versuchen auch die Berliner, sich mit regionaler Kompetenz und einer persönlicheren Ansprache vom großen Wettbewerber Qype (sowie Yelp) abzuheben. » weiterlesen

Social Web:
Die eigene Erfahrung zählt

Das Social Web verändert das Leben vieler Menschen. Doch kann man das Phänomen und seine wichtigsten Vertreter sachlich bewerten, ohne selbst Teil der vernetzten Onlinewelt zu sein?

Vor einigen Tagen fragte Twitter-Nutzer Alex Troll in die virtuelle Runde, ob man fachkundig über Location Based Services wie foursquare oder Facebook Places diskutieren könne, ohne derartige Dienste zu nutzen.

Mit dieser Fragestellung traf er bei mir einen Nerv. Schon häufiger habe ich über diese Thematik nachgedacht, allerdings weniger mit dem Fokus auf ortsbasierten Angeboten, sondern allgemein in Hinblick auf die Art von Onlinediensten, die gemeinhin unter dem Label “Social Media” zusammengefasst werden.

Viele derartige Dienste – allen voran natürlich Twitter und Facebook, aber auch mobile Social Networks, Geschäftsnetzwerke, Empfehlungs- und Frage-Antwort-Dienste sowie Musik- und Film-Communities – zeichnen sich dadurch aus, dass der Nutzen für einzelne Individuen mit der Größe des eigenen Netzwerks zunimmt:

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News 2.0:
Die Neudefinition
der Nachrichtenlandschaft

Der technische Fortschritt revolutioniert die digitale Medienlandschaft. Nachrichten und Informationen erreichen Nutzer über viele neue Kanäle. Die Kontrolle darüber, was sie lesen, obliegt ihnen selbst – und intelligenten Algorithmen.

Der nächste durch das Social Web hervorgerufene Wandel betrifft die Distribution und den Konsum von Nachrichten und Medieninhalten. So lautete die Einschätzung von Facebook-CTO Bret Taylor, als er im Gespräch mit BBC News gefragt wurde, was das nächste groß Ding im Netz sei.

Ähnlich wie Zynga die Spielebranche umgekrempelt hat, werden junge Startups auch die Art und Weise verändern, wie tagesaktuelle Meldungen und andere journalistische Inhalte im Netz zu den Lesern finden, ist Taylor überzeugt.

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LikeALittle & blicKlick:
Uni-Flirts in Echtzeit

Universitäten sind ein Eldorado für Flirtwillige. Der US-Dienst LikeALittle will mit seiner Echtzeit-Flirtplattform im Twitter-Stil die Kontaktaufnahme erleichtern. Eine Schweizer Adaption steht bereits in den Startlöchern.

Universitäten und Hochschulen bieten paradiesische Verhältnisse für alle, die gerne flirten: Die Auswahl an potentiellen Kandidaten und Kandidatinnen für zukünftige Dates ist groß, der Anteil der fest Liierten liegt altersbedingt noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und zahlreiche Veranstaltungen außerhalb des Kursplans bieten wiederholte Gelegenheit, mit der oder dem Angebetete(n) Kontakt aufzunehmen.

Für alle Schüchternen, die sich zwar gerne mit einer Kommilitonin oder einem Kommilitonen verabreden würden, aber nicht den Mut dafür aufbringen, naht in Form einer neuen Internetidee Hilfe:

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Roaming-Gebühren:
Die letzte
innereuropäische Grenze fällt

Roaming-Gebühren für die mobile Datennutzung im Ausland ziehen in Europa noch immer Grenzen, wo man sie sonst kaum noch wahrnehmen würde. Doch die Tarife sind im freien Fall.

Auf dem Weg zu einem geeinten Europa gibt es sicher unzählige Hürden. Für überzeugte Digital Natives mit einem Faible für (oder beruflichen Zwang zu) innereuropäischen Reisen gehört der teure “Spaß” des mobilen Datenroamings zweifelsohne dazu. Während man dank Schengen-Abkommen und Billigfliegern frei und recht günstig von Land zu Land reisen kann, ziehen die massiven Kosten für das mobile Surfen im Ausland noch immer eine deutliche Grenze zwischen den einzelnen EU-Staaten.

Doch womöglich steht auch diese Grenze vor ihrem baldigen Fall. Diesen Schluss lassen zumindest drei unterschiedliche Ereignisse der zu Ende gehenden Woche zu. Ein sich beschleunigender Trend weg von teuren Roaming-Gebühren ist zu erahnen.

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