Martin (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist Martin der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com, twittert unter @martinweigert und ist erreichbar unter

Alle 1915 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:
Die milliardenschwere Übernahme von Instagram durch Facebook erinnert an die Akquisition von YouTube durch Google im Jahr 2006. Der damalige Deal ließ die Web-2.0-Euphorie ins Unermessliche steigen.
Als Google am 13. November 2006 die Übernahme der Videoplattform YouTube
für 1,6 Milliarden Dollar bekannt gab, war dies nicht nur die bis dato größte Akquisition des Such- und Werbekonzerns, sondern auch die eines angesagten, schnell wachsenden Web-Startups ohne nennenswerte Umsätze. Schon damals wurden rund 100 Millionen Videos pro Tag abgerufen und 65.000 Clips täglich hochgeladen. Der Marktanteil im Onlinevideo-Segment lag in den USA bei etwa 46 Prozent. In den Jahren nach dem Kauf wuchs YouTube rasant weiter und liefert mittlerweile
über vier Milliarden Videos pro Tag aus. Die Site ist
unangefochtener globaler Marktführer (mit Ausnahme einzelner Länder wie China).
Inwieweit sich die lange Zeit unprofitable Videoplattform auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg entwickelt hat, darüber kann man nur spekulieren – Google weist hierzu keine separaten Angaben aus. Im vergangenen Jahr soll der Umsatz mit Anzeigen im Umfeld von YouTube-Videos sowie innerhalb der Clips bei geschätzten 1,6 Milliarden Dollar gelegen und damit durchaus Signifikanz erreicht haben. Bei den Streamingkosten profitiert der Videoservice von Googles einzigartiger IT-Infrastruktur und Marktposition, weshalb sogar vermutet wird, dass der Internetriese am Ende so gut wie gar nichts für die technische Übermittlung der Videos hinblättern muss. » weiterlesen
2011 fiel beim aus Hamburg stammenden Homepagebaukasten Jimdo der Startschuss für den Aufbau einer US-Niederlassung. Fast anderthalb Jahre danach zieht Mitgründer Christian Springub Bilanz.
Anfang vergangenen Jahres wagte Jimdo, der aus Hamburg stammende Anbieter einfach zu erstellender Websites, einen für hiesige Internetfirmen noch immer seltenen Schritt: Mitgründer Christian Springub setzte die Segel gen San Francisco, um dort eine lokale Niederlassung des 2007 gegründeten, über fünf Millionen Mitglieder zählenden Dienstes zu errichten. Kurz nach seiner Ankunft berichtete er im Interview über Details der Expansion sowie seine ersten Eindrücke. Jetzt, ein Jahr später, ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Hat sich der kostspielige Schritt für die Norddeutschen gelohnt? Ich verabredete mich mit Springub zu einem Skype-Gespräch, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten.
“Ja, es war richtig, ein US-Büro zu eröffnen und ich würde es jederzeit wieder tun”, so Springubs klare Aussage. Gleichzeitig erklärt er, dass natürlich einige Dinge anders gelaufen seien, als er und seine zwei Gründungskollegen Fridtjof Detzner und Matthias Henze dies erwartet hatten.
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Facebook forciert die Integration von On-Demand-Musikdiensten in seine Plattform – und trägt damit nicht unerheblich zum Durchbruch dieser Form des digitalen Musikkonsums bei.
Spotify, der weltweit in Bezug auf (geschätzte) Mitgliederzahlen führende On-Demand-Dienst für Musikstreaming, wird zwar mittlerweile deutlich mehr Anwender haben, kommuniziert aber nach wie vor zehn Millionen als offizielle Benutzerzahl – drei Millionen davon legen für den Service Geld auf den Tisch. Konkurrenten wie Rdio, Mog, oder Deezer rangieren bezüglich der Popularität hinter dem seit kurzem auch in Deutschland verfügbaren Angebot. simfy, der einzige relevante Dienst aus dem deutschsprachigen Raum, besitzt mehr als zwei Millionen registrierte Mitglieder.
Obwohl On-Demand-Musikstreaming mittels Werbefinanzierung oder einer monatlichen Pauschale seit Jahren ein viel diskutiertes Thema der Digitalwirtschaft darstellt und es an entsprechenden Diensten wirklich nicht mangelt, beträgt die Gesamtzahl derjenigen, die tatsächlich Musik “on Demand” über einen der spezialisierten Dienste anhören (YouTube einmal ausgenommen), daher geschätzt wohl kaum mehr als 50 Millionen. Im Sommer vergangenen Jahres illustrierten auch zwei Studien die teilweise noch vorhandenen Berührungsängste vieler User mit dem Thema Musikstreaming als Ablösung von MP3-Downloads und lokalen Musiksammlungen.
Die mit teilweise enormen Mengen an Risikokapital ausgestatteten Streaming-Startups müssen also noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Doch seit einigen Monaten bekommen sie dabei äußerst tatkräftige Unterstützung: Denn dank des neuen Open-Graph-Protokolls können sie sich eng mit Facebook verbinden und sich über Newsfeed, Ticker und Chronik die Viralität des 850 Millionen aktive Nutzer zählenden sozialen Netzwerks zunutze machen.
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Shoutify möchte Anwendern dabei helfen, empfehlenswerte Locations in der Nähe zu finden und dauerhaft über deren Neuigkeiten informiert zu bleiben.
An Websites und mobilen Apps, um sich empfehlenswerte Bars, Restaurants, Clubs und Geschäfte in der Umgebung anzeigen zu lassen, herrscht wahrlich kein Mangel. Ob lokale Ausgeh- und Nighlifeportale, Empfehlungsplattformen wie Qype, Plazaa oder Yelp, der Marktführer der mobilen Check-In-Dienste foursquare oder ein Aggregator wie Urbany (unser Review), der sämtliche Location-Tipps externer Dienste bündelt – zahlreiche Internetfirmen versorgen unternehmungslustige Anwender mit standortabhängigen Empfehlungen.
Doch David Dahmer, Frank Kacmaczyk und Daniel Kacmaczyk – die Gründer von Shoutify – sind der Meinung, dass der Bedarf der Nutzer noch lange nicht gedeckt ist. Ihrer Ansicht nach vernachlässigen sämtliche existierenden Anbieter einen wichtigen Aspekt, den ihr am Freitag als Browser- und iPhone-App lancierter Service abdecken soll: aktuelle Informationen und Ankündigungen der einzelnen Locations, die sich in einem personalisierten Feed zusammenstellen lassen.
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Richtig eingesetzt kann der US-Dienst ifttt zu einem äußerst leistungsfähigen persönlichen Assistenten für das digitale Leben werden. Doch die so entstehende Abhängigkeit von dem Service hat eine Schattenseite.
Die vergangenen Wochen waren geprägt von einer Reihe teils unerwarteter Schließungen sowie Übernahmen, welche einmal mehr die Nachhaltigkeit und langfristige Verfügbarkeit kostenfrei angebotener Onlinedienste in Frage stellen. Erst heute früh gab der Location-Dienst Ditto von Jaiku-Gründer Jyri Engeström seine Akquisition durch Groupon bekannt - und die Schließung am 30. April.
Die aktuellen Geschehnisse führten bei mir jüngst zu der Überlegung, welchen der von mir regelmäßig verwendeten Dienste ich die meisten Tränen nachtrauern würde; bei welchem in einer frühen Wachstumsphase befindlichen, nicht profitablen und damit nicht auf eigenen Beinen stehenden Angebot ich besonders über eine für Nutzer wenig vorteilhafte Veränderung wie etwa eine “Talent-Akquisition” besorgt bin. Die Antwort: ifttt.
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carzapp, ein in der Entwicklung befindliches Startup aus Berlin, will mit einer Hardwarelösung einen der entscheidenden Nachteile des privaten Carsharings eliminieren: die Notwendigkeit zur persönlichen Schlüsselübergabe.
P2P-Carsharing, also die internetgestützte Vermietung von Autos zwischen Privatpersonen, befindet sich noch in den Kinderschuhen, da ruft ein ganz junger Anbieter schon die nächste Evolutionsstufe dieses Konzepts aus. deutsche-startups.de berichtet heute über carzapp, ein in der Entwicklung befindliches Startup aus Berlin, das einen der potenziellen Nachteile bisheriger Lösungen eliminieren möchte: die physische Schlüsselübergabe.
Wer über das Webportal oder die mobile App für den gewünschten Zeitraum ein von einem anderen Nutzer vermietetes Auto findet, sollte in der Lage sein, dies flexibel abzuholen, ohne sich dazu erst mit dem Vermieter auf ein Treffen einigen zu müssen, finden die carzapp-Gründer Oliver Lünstedt und Sahil Sachdeva. Derzeit basteln sie und ihr dreiköpfiges Team an einer Hardwarebox, die private Vermieter in ihr Auto einbauen können.
Mit Hilfe dieses sogenannten “ZappKit” können die Fahrzeugbesitzer dann Mieter autorisieren, das Auto per Smartphone-App aufzuschließen. Ein Schlüssel ist dazu nicht erforderlich. Ein Zweitschlüssel zum Starten befindet sich im Auto. Eine zusätzliche Wegfahrsperre soll sicherstellen, dass dieser Schlüssel nicht funktioniert, wenn sich Personen auf anderen Wegen als über die App Zugang zum Kfz verschaffen.
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Smartphone-Nutzer unterwegs in spontane Arbeitskräfte zu transformieren, ist der neuesten Trend im Crowdsourcing-Segment. Das Nürnberger Startup Streetspotr hat am Sonntag seine Tore für Anwender in 20 deutschen Großstädten geöffnet – und ist der Konkurrenz voraus.
Firmen, Städte und Gemeinden schieben viele Aufgaben vor sich her, die sie gerne an bestimmten Orten oder Plätzen erledigt hätten – beispielsweise das Sammeln von Umgebungsinformationen, das Testen von Geschäften oder das Fotografieren von Speise- und Getränkekarten – doch nicht selten fehlen die notwendigen Personalressourcen für derartige Tätigkeiten. Mitunter sind sie auch einfach zu trivial, um damit eine herkömmliche Voll- oder Teilzeitkraft zu befassen.
Das Nürnberger Startup Streetspotr möchte Abhilfe schaffen und setzt dazu auf den gerade ungemein im Trend liegenden Crowdsourcingansatz, mit Smartphones ausgerüstete Privatpersonen in mobile Arbeitskräfte zu transformieren, die sich unterwegs mit Microjobs ein paar Euro hinzuverdienen können.
Am gestrigen Sonntag haben die Franken offiziell den Launchschalter umgelegt und damit ihre Ende November angelaufene geschlossene Beta-Phase in ausgewählten Städten hinter sich gelassen (wir berichteten damals schon kurz über Streetspotr). Ab sofort ist Streetspotr in 20 deutschen Großstädten verfügbar und bietet Anwendern der iPhone- und Android-App dort ortsbasierte Microjobs zur spontanen Erledigung.
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Der schwedische Gutscheinkartendienst Wrapp sieht bei seinem deutschen Nachahmer DropGifts einen eindeutigen Interessenkonflikt. Das vom Samwer-Inkubator Rocket Internet lancierte Unternehmen will diese Behauptung nicht auf sich sitzen lassen.
Die Internetwirtschaft hat momentan nicht nur einen, sondern gleich mehrere brisante Konflikte zwischen Original und Rocket-Internet-Kopie. Nicht nur Pinterest vs Pinspire und Fab.com vs Bamarang, sondern auch Wrapp vs DropGifts. Bei
Wrapp handelt es sich um einen schwedischen Dienst, mit dem Nutzer ihren Facebook-Freunden mit Geschenkkarten ausgewählter Einzel- und Onlinehändler
eine Überraschung machen können.
Im Februar dieses Jahres erschien – angesichts eines erfolgreichen Wrapp-Starts und prominenter Investoren fast schon erwartungsgemäß – mit DropGifts die Nachahmung aus dem Hause Rocket Internet, dem umstrittenen, aber deshalb nicht minder erfolgreichen Inkubator der Samwer-Brüder. Und weil der Ruf von Rocket Internet der samwerschen Klonfabrik mittlerweile vorauseilt und sich selbst führende internationale Tech-Blogs intensiv mit dem deutschen Gründerimperium und ihren Köpfen auseinandersetzen, sah sich Wrapp gezwungen, kurzerhand die Expansionspläne zu beschleunigen und innerhalb weniger Wochen die Türen in zahlreichen Märkten außerhalb des Heimatlandes zu eröffnen.
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Verlagsübergreifende News-Apps für Tablets und Smartphones sprießen nur so aus dem Internetboden. Von deutschen Startups kam allerdings bisher nichts. Doch Dailygraph aus München will dies ändern und große Medienhäuser von seinem Vorhaben überzeugen.
Der gestrige internationale Launch von Googles Newsreader-Applikation Currents zeigt: Mobile Anwendungen, die verlagsübergreifende digitale Inhalte in ein formschönes, an Touchdisplays angepasstes Layout gießen, liegen weiterhin im Trend. Neben Pionier Flipboard sind in letzter Zeit eine Vielzahl von Anbietern in dieses noch junge, parallel zum Wachstum des Tablet- und Smartphone-Marktes expandierende Segment vorgestoßen. Eine Befragung von Brachenkennern durch Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München ergab jüngst, dass derartigen Apps durchaus zugetraut wird, Printmedien ersetzen zu können.
Doch bald zwei Jahre, nachdem der US-Dienst Flipboard den Grundstein für diese Kategorie und ihre zahlreichen Nachahmer legte, fehlte bisher ein Startup aus Deutschland, das sich an einer mobilen, eleganten und vor allem verlagsübergreifenden Nachrichtenanwendung versucht. Zwar bieten Google Currents genau wie die aus Frankreich stammende App News Republic auch Inhalte ausgewählter deutschsprachiger Medien an, dennoch verwundert es, dass sich bisher noch kein hiesiges Gründerteam an die Umsetzung einer eigenen, wirklich lokalisierten Lösung gemacht hat.
Mit dem Münchner Startup Dailygraph ändert sich dies endlich. Seit Ende 2011 arbeitet ein vierköpfiges Team an einer mobilen App für iOS und Android, die als digitales Magazin die Qualitäten von gedruckten Zeitungen mit den Vorzügen der Onlinewelt vereinen möchte.
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Der Carsharingdienst tamyca, bei dem Privatpersonen ihr Auto vermieten können, vergleicht auf seiner Website die eigenen Preise mit denen der Autovermietung Sixt. Die damit provozierte Abmahnung ließ nicht lange auf sich warten.
Für Startups, die mit einem neuen, durch das Netz angetriebenen Geschäftsmodell frischen Wind in eine etablierte Branche bringen wollen, sind juristische Auseinandersetzungen mit alteingesessenen Unternehmen Ärgernis und Chance zugleich: Einerseits kann ein Rechtsstreit teuer werden, anderseits garantiert er fast immer mediale Aufmerksamkeit und nicht selten auch Sympathien – wer neigt beim Kampf David gegen Goliath nicht zur Unterstützung des kleinen David.
Nachdem sich im Februar der junge Berliner Hotelbuchungsdienst JustBook mit der Branchengröße HRS stritt und schließlich eine einstweilige Verfügung gegen das Kölner Unternehmen erwirkte, ist nun erneut ein aufstrebendes Internetunternehmen aus Deutschland bei einem Platzhirschen angeeckt:
tamyca, ein Ende 2010 gegründeter P2P-Carsharingdienst aus Aachen (also ein “Airbnb für Autos”), der wie diverse andere Startups die Mobilitätsrevolution vorantreibt, hat sich mit einem Preisvergleich auf seiner Startseite eine Abmahnung vom Autovermieter Sixt eingehandelt.
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