Martin Weigert

netzwertig.com-Autor Martin WeigertMartin (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist Martin der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com, twittert unter @martinweigert und ist erreichbar unter



 

Alle 1766 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:

Kino1.to:
Cleverer Name für eine
zeitgemäße TV-Videosuche

Zwei Studenten aus Potsdam haben mit Kino1.to eine moderne Suchmaschine für legale, deutschsprachige TV-Inhalte entwickelt. Die Wahl des Namens ist schlau.

Deutschland fehlt bekanntlich ein zentrales, senderübergreifendes TV-Portal mit kostenlosen On-Demand-Inhalten im Stile von Hulu. Entsprechend groß ist die Intransparenz. Die Fernsehsender kochen jeweils ihr eigenes Online-Süppchen, weshalb es für Zuschauer mitunter einiges an manueller Suche erfordert, um den Stream des gewünschten Programms im Netz zu finden.

Stefan George und David Eickhoff aus Potsdam bei Berlin möchten dies mit einer Suchmaschine für legale Serien- und Filmstreams ändern. Kino1.to haben die zwei Informatikstudenten ihre Videosuchmaschine getauft – die Namensverwandtschaft zur berühmt-berüchtigten und 2011 von den Ermittlern geschlossenen Streamingseite ist offensichtlich. Manch einer mag dies als “unglückliche Namenswahl” bezeichnen, doch eigentlich handelt es sich dabei um einen Geniestreich:

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Crowdsourcing:
WorkHub macht aus Smartphone-Nutzern digitale Arbeitskräfte

Das Berliner Startup WorkHub möchte Smartphone-Besitzern eine Möglichkeit bieten, in Wartezeiten und unfreiwilligen Pausen kleine Aufgaben zu erledigen und damit Geld zu verdienen.

In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Cafés und an zahlreichen anderen Orten sind sie allgegenwärtig: Menschen, die gebannt auf ihre Smartphones starren. Sie sind bei Facebook oder Twitter, lesen Nachrichten, hören Musik, chatten mit WhatsApp oder vertreiben sich die Zeit mit Spielen. Doch wie wäre es, wenn mobile Menschen Warte- und Überbrückungszeiten dafür nutzen könnten, ihr Einkommen aufzubessern? Diese Frage haben sich David Link und Anton Skornyakov gestellt und mit WorkHub eine Lösung entwickelt.

Das in Berlin-Mitte angesiedelte Startup hat gerade seine geschlossene Beta-Phase begonnen und eine mobile Browser-App freigeschaltet. Diese präsentiert Anwendern eine Reihe von simplen Mini-Aufgaben, die sie nach einer einmaligen Registrierung nebenbei per Smartphone im Bus, in der Bahn, im Wartezimmer oder in sonstigen unfreiwillig auftretenden Pausen erledigen können.

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Unveränderliche Veränderung:
Für mehr Pragmatismus in der Urheberrechtsdebatte

Die Urheberrechtsdebatte führt im digitalen Zeitalter zu immer neuen, größeren Konfliktherden. Es ist Zeit für einen pragmatischen Blick auf die Folgen einer unveränderlichen Veränderung.

Foto: Flickr/tonynetone, CC BY 2.0
Foto: Flickr/tonynetone, CC BY 2.0
Mit jedem Jahr, mit dem die Digitalisierung weiter in alle Bereiche unseres Lebens vordringt, verschärft sich der Konflikt um das Urheberecht und die Wertschöpfung immaterieller Güter. SOPA, PIPA, ACTA, Megaupload, Grooveshark, Kino.to – an Indizien für die zunehmende Eskalation mangelt es nicht.

Während ich mich gut in die Sorgen von Kreativen und Medienschaffenden hineinversetzen kann, die durch Piraterie und Filesharing ihre Existenzgrundlage in Gefahr sehen, fällt mir im Zuge der angeheizten Diskussion auf, wie die Möglichkeit des Verkaufs von Kreativarbeit auch in einem Zeitalter der Loslösung von Inhalt und Trägermedium von vielen Menschen als unveränderliches Naturgesetz angesehen wird; als Norm, deren jede andere gesellschaftliche und technologische Entwicklung untergeordnet werden muss.

Den Urhebern werde die Existenzgrundlage entzogen, liest man häufig (zum Beispiel bei uns in den Kommentaren). Doch meines Wissens nach gibt es kein Naturgesetz, das besagt, man MÜSSE mit der Schaffung von immateriellen Gütern wie Musik, Filmen oder Fotos Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt bestreiten können.

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Selektives Abonnieren:
Wieso das Follower-System von Pinterest Maßstäbe setzt

Pinterest erfreut sich zunehmender Popularität. Das von dem US-Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos, Bildern und Videos eingesetzte Follower-System mit der Möglichkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Nutzerinteressen setzt Maßstäbe.

Einer der in den letzten Wochen in der US-Tech-Presse am meisten bejubelten Dienste ist Pinterest. Der im März 2010 von Paul Sciarra, Evan Sharp und Ben Silbermann gegründete Service aus dem kalifornischen Palo Alto erlaubt das Bookmarken von Fotos und Videos, auf die Nutzer während ihrer Reise durch das Netz stoßen. Anwender können einander folgen und mit wenigen Klicks die Fundstücke anderer Nutzer auf ihre eigene Pinterest-Pinnwand übernehmen.

Im Gegensatz zum üblichen Muster, bei dem ein Startup aus dem Silicon Valley von den lokalen Blogs “hochgeschrieben” wird, hat sich Pinterest nach einem ruhigen Start aus eigener Kraft eine loyale Nutzerschaft aufgebaut, die anders als bei jungen Social-Web-Angeboten üblich, zu einem großen Teil aus Frauen besteht. Mittlerweile gehört Pinterest zu den zehn führenden Social-Networking-Sites in den USA und kann seit Sommer 2011 auf ein exponentielles Wachstum der Anwenderzahlen blicken.

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Social Search:
Die Suche der Zukunft sieht nicht aus wie die der Vergangenheit

Mit der personalisierten Suche versucht Google, seine Suchmaschine für die Anforderungen der kommenden Jahre fit zu machen. Damit Social Search funktionieren kann, ist eine völlig neue Art der Darstellung der Ergebnisse erforderlich.

Die vom Aufstieg sozialer Netzwerke angetriebenen Veränderungen im Suchmaschinenmarkt sind nicht erst seit der Verschmelzung von Google und Google+ ein Thema. Schon lange wird über die Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten einer Suche diskutiert, die nicht mehr allein auf den Berechnungen von Algorithmen beruht, sondern Empfehlungen von Menschen aus dem persönlichen Netzwerk mit einbezieht. Sowohl Google als auch Bing haben in der Vergangenheit bereits Experimente in diese Richtung unternommen.

Wenn aber mit Google der Marktführer im Suchsegment aufs Ganze geht und alles auf die Social-Karte setzt, dann markiert dies eine neue Phase in dem Bestreben, die Suche im Netz mittels der Integration sozialer Signale für die neue Dekade fit zu machen. Und dann stellt sich auch verstärkt die Frage, ob sich neben der Öffnung der Suchprozesse für äußere Einflüsse nicht auch die die Art der Darstellung von Suchergebnissen radikal verändern müsste.

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Steve Jobs’ Kontrollbedürfnis:
Warum Apple im
Social Web erfolglos war

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs besaß ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis und eine Abneigung gegen alles, was sich öffnen ließ. Selbst nicht verschlossene Fenster störten ihn. Mit den Erfolgsfaktoren eines Social Networks war diese Haltung nicht vereinbar.

Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Warum ist es Apple bisher nicht gelungen, sein überaus erfolgreiches Ökosystem aus Hardware, Mac OS X und iOS, iTunes und dem App Store mit einem ernstzunehmenden Social Network zu ergänzen?! Diese Frage beschäftigt immer wieder Beobachter der IT- und Technologiebranche. Zumal es ja Versuche gab: Ping, das weitgehend ignorierte Musiknetzwerk innerhalb von iTunes (nutzt das eigentlich jemand?) und das Spiele-Netzwerk Game Center für iOS beweisen, dass die Gelegenheit zum Austausch der Nutzer untereinander durchaus auf Apples Agenda steht.

Doch die Social-Web-Landschaft dominieren trotzdem andere, während Apple zuschaut. “Soziale Apps scheinen nicht in Apples DNA zu liegen”, beschrieb der US-Blogger Jason Kottke einmal die Schwäche des Computer- und Lifestyle-Konzerns aus Kalifornien. » weiterlesen

Open-Graph-Applikationen:
Facebooks Plattform stößt in neue Sphäre vor

Vier Monate nach der ersten Vorstellung gibt Facebook den offiziellen Startschuss für Apps, die auf externen Sites stattfindene Nutzeraktionen automatisiert veröffentlichen können. Anders als beim gescheiterten Werbesystem Beacon wird dieses Mal der Mehrwert für die Anwender hervorgehoben.

Rund vier Monate, nachdem Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz f8 die Fähigkeiten der neuen Open Graph Apps präsentiert und ein gutes Dutzend Anwendungen scharf geschaltet hat, die automatisch von Nutzern durchgeführte Aktivitäten bei dem Social Network veröffentlichen, wurde in der Nacht der offizielle Startschuss für das neue App-Protokoll gegeben. Ab sofort können Entwickler ihre von den neuen Möglichkeiten Gebrauch machenden Apps zur Freigabe an Facebook übermitteln. Außerdem stehen Nutzern nun über 60 derartige Apps zur Verfügung (die Liste ist jedoch nicht vollständig – deutsche Anbieter wie simfy, myVideo oder Tape.tv fehlen).

Das Besondere bei dieser Art der Facebook-App ist, dass sie Aktivitäten der Nutzer automatisch im Ticker sowie in Form einer App-spezifischen Box auf dem neuen Timeline-Profil (“Chronik”) veröffentlichen, sofern Anwender dem bei der Installation zugestimmt haben.

Die wenigen seit September verfügbaren Apps beherrschten lediglich die Aktionen “lesen” und “hören”. Jetzt kommen weitere Verben wie “kaufen”, “wollen”, “lieben”, “probieren” oder “sehen” hinzu, von denen App-Entwickler Gebrauch machen können.

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Wunderkit:
Über 100.000 Nutzer
warten auf einen Beta-Zugang

Der Ansturm auf die Beta-Version des Produktivitätswerkzeugs Wunderkit war erwartungsgemäß groß. Ganz ohne Faux pas verlief der Start allerdings nicht.

Der gestrige Beta-Launch des sozialen Projekt- und Aufgabenmanagers Wunderkit hat – wie in Anbetracht der über viele Monate vom Entwicklerstudio 6Wunderkinder aufgebauten Spannung zu erwarten – für einen Nutzeransturm gesorgt und war das Gesprächsthema des Tages in der hiesigen Twitter- und Early-Adopter-Sphäre.

Während mein erster Eindruck sehr positiv ausfiel und ich mir für ein fundiertes Fazit über die Aussichten und eventuell notwendigen konzeptionellen Nachbesserungen etwas mehr Zeit des Ausprobierens gönnen möchte, beschäftigen mich zwei Aspekte der 6Wunderkinder-Launchstrategie: zum einen die Tatsache, dass jedes Mitglied unbegrenzt viele Einladungen verschicken kann, und zum anderen die Standard-Aktivierung unzähliger E-Mail-Benachrichtigungen, die bei mir anderen Beta-Testern für Verstimmung sorgten .

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“Die GEMA ist schuld”:
Grooveshark schließt für Nutzer
aus Deutschland – simfy übernimmt

Grooveshark, die “Schurkenseite” unter den Musikstreamingdiensten, ist für Nutzer aus Deutschland nicht mehr zugänglich. Verantwortlich macht der US-Dienst die hiesige Verwertungsgesellschaft GEMA. Eine Partnerschaft mit simfy soll die Nutzer entschädigen.

Aktualisiert: Stellungnahmen von simfy und der GEMA am Artikel-Ende.

In den Augen der Musikindustrie ist der US-Dienst Grooveshark seit langem das schwarze Schaf der Streamingdienste und das derzeitige Ziel juristischer Attacken durch die Plattenfirmen. Anders als Konkurrenten wie simfy, Rdio oder Spotify besitzt Grooveshark keine Lizenzverträge mit Labels und Verwertungsgesellschaften, weshalb es der Branche ein Dorn im Auge ist.

Bisher war Grooveshark im Gegensatz zu den Konkurrenten von überall auf der Welt aus abrufbar (eventuelle Ausnahmen inbegriffen), da es sich nicht in jedem Land neu an den Verhandlungstisch mit den involvierten Parteien begeben musste. Doch neuerdings bleibt der On-Demand-Zugriff auf die bei Grooveshark angebotene Musik Besuchern mit einer deutschen IP-Adresse verwehrt.

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“Egotracking”:
TwentyFeet erreicht 100.000 Nutzer

TwentyFeet, ein Statistikdienst für Social-Web-Konten, hat die Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Jetzt streben die Wiesbadener die Profitabilität an.

Wir bei netzwertig.com lieben Startups, die sich nicht an der allgemein üblichen Geheimniskrämerei beteiligen, sondern einen offenen Einblick in ihre Geschäftsentwicklung und Nutzerzahlen geben. Wir können zwar nicht garantieren, dass dies der ultimative Weg zum Erfolg ist – aber uns und unsere Leser freut es natürlich.

TwentyFeet hat uns schon in der Vergangenheit offenherzig mit Zahlen versorgt. Bei dem im Herbst 2010 gestarteten Service der Wiesbadener Webagentur Seibert Media können deutsch- und englischsprachige Nutzer für private sowie berufliche Zwecke Statistiken und Kennzahlen zu ihren persönlichen Social-Web-Konten abrufen, um die Entwicklung von Followern, Retweets, Zitierungen, Favorisierungen und weiteren relevanten Metriken im Blick zu behalten. Das Unternehmen bezeichnet dies passenderweise als “Egotracking”.

In dieser Woche nun hat TwentyFeet die magische Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Am gestrigen Dienstag waren es exakt 100.450 Anwender, wie uns TweentyFeet-Geschäftsführer Martin Seibert berichtete. Diese überwachen insgesamt 211.914 Konten bei Twitter, Facebook, Google Analytics, YouTube, MySpace und bit.ly. In den letzten Monaten gewann der Service jeweils rund 15.000 Anwender. Mehr als die Hälfte der registrierten Nutzer loggen sich laut Seibert regelmäßig ein.

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