Martin Weigert

Martin Weigert (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Netzes und der Digitalisierung im Auge und analysiert große wie kleine Tendenzen, die mit der globalen Vernetzung einhergehen. Martin Weigert gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist er der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Der Fachjournalist war unter anderem Jurymitglied bei der von deutsche-startups.de durchgeführten Wahl zum Startup des Jahres 2011 sowie Teil des Advisory Boards der von TechCrunch veranstalteten “Europas”-Awards. Ausgewählte Beiträge von ihm erscheinen regelmäßig beim netzwertig.com-Kooperationspartner WirtschaftsWoche Online.

Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com und twittert unter @martinweigert.

 

Alle 2698 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

250 Millionen Dollar für Uber-Wettbewerber Lyft:
Individual-Beförderung steht vor massivem Wandel

Nach Uber erhält auch der Rivale Lyft eine enorme Summe von Investoren, um mit seiner On-Demand-Transport-App die Welt zu erobern. Für Personen mit hohen Mobilitätsbedürfnissen sind das gute Nachrichten. Das im Vergleich zu den Startups altmodisch wirkende Taxigewerbe dagegen muss sich fürchten.

LyftDie Individualpersonen-Beförderungsbranche steht vor einem massiven Wandel, der vor allem das Taxigewerbe herausfordert. Nein, die Rede ist nicht von smarten Taxivermittlern à la myTaxi, obwohl diese natürlich auch ihren Teil zu den Umwälzungen beitragen. Ganz besonders viel Druck kommt aber von On-Demand-Transportdiensten, die in der Regel gar nicht erst die Services von Taxifahrern in Anspruch nehmen. Tonangebend ist im Augenblick Uber aus San Francisco. Eine großzügige Ausstattung mit insgesamt 300 Millionen Dollar Wagniskapital erlaubt es den Kaliforniern, im Eiltempo in alle Welt zu expandieren. Derzeit können die gewerblichen Chauffeure in Metropolen in 35 Ländern per App spontan bestellt und auch bezahlt werden.

Doch selbst wenn Ubers Service aus Sicht von bisherigen Taxi-Vielfahrern sehr innovativ und komfortabel sein mag, benötigt der gerade neu entstehende Markt Wettbewerb – und zwar nicht nur durch primär national agierende Anbieter im Hochpreis-Limousinensegment wie etwa die deutschen Services Blacklane und myDriver. Wichtiger ist das Vorhandensein eines Konkurrenten, der ebenbürtig und ähnlich expansiv ist. » weiterlesen

Facebook:
Der größte schlechte Kompromiss der Internetgeschichte

Facebook hat ein unglaublich kompliziertes, kaum noch zu handhabendes Spannungsfeld aus Interessen der unterschiedlichen Plattformteilnehmer geschaffen. Das Resultat sind dauerhaft schlechte Kompromisse. Lange kann das nicht gut gehen.

FacebookWie so oft zuvor hat Facebook wieder einmal den Unmut eines Unternehmens hervorgerufen, das sich auf der Plattform benachteiligt fühlt. Der US-Speisenvermittler Eat24 echauffiert sich darüber, dass seit den jüngsten Änderungen am Algorithmus des Newsfeeds weniger Eat24-Fans die Beiträge des Unternehmens in ihren Streams zu sehen bekommen. Als ich die Berichte dazu laß, mich an zurückliegende Konflikte zwischen bei dem sozialen Netzwerk präsenten Firmen und Facebook erinnerte und dann auf die (treffende) Feststellung von Mathew Ingram stieß, dass Facebook sich permanent in einem Spannungsfeld aus Steuerung gemäß Instruktionen der Nutzer, Relevanzbestrebungen und der Berücksichtigung der Interessen von Werbekunden befinde, wirkte die gesamte Situation auf mich plötzlich unheimlich absurd: » weiterlesen

Startups setzen auf E-Book-Flatrates:
Die Hoffnung, in die Fußstapfen von Netflix und Spotify zu treten

Immer mehr deutsche und internationale Startups wollen beweisen, dass sich das Abomodell von Netflix und Spotify auch auf E-Books übertragen lässt. Dazu müssen sie nicht nur besser sein als der Wettbewerb, sondern auch zeigen, dass Bücherfreunde darin einen Mehrwert sehen.

E-Book-Flatrates Trotz zahlreicher Wettbewerber haben Netflix und Spotify sich mit ihren Streamingflatrates für Filme/Serien beziehungsweise Musik in ihren aktiven Märkten sowie im medialen Bewusstsein recht eindeutig als Platzhirschen etablieren können. Für Rivalen war die Situation schon deshalb schwieriger, weil sie erst auf der Bildfläche erschienen, als sich die zwei Pioniere in ihren Herkunftsländern bereits einen Namen gemacht hatten. Auch wenn der sogenannte “First Mover Advantage” gerne als Mythos bezeichnet wird, profitierten beide Anbieter von ihren frühzeitigen Erfahrungen mit Streamingdiensten auf Abobasis. » weiterlesen

Der große Plan des Airbnb-Gründers:
Alle Dienstleistungen des Gastgewerbes aus einer Hand

Das bisherige Konzept von Airbnb setzt dem Wachstum der Unterkunftsvermittlung Grenzen. Doch Gründer Brian Chesky hat einen großen Plan, um diese Grenzen zu sprengen: Er will alle Dienstleistungen bieten, die im Gastgewerbe eine Rolle spielen.

Es kommt nicht oft vor, dass ein Porträt über ein Internetunternehmen meine Sicht auf die Zukunft dieser Firma vollständig verändert. Doch ein sehr ausführlicher und gehaltvoller Fast-Company-Artikel über den Stand der Dinge bei der Unterkunftsvermittlung Airbnb hatte genau einen solchen Effekt auf mich. War ich vor dem Lesen zwiegespalten, inwieweit die Firma aus San Francisco ihre Wachstumsgeschichte lange fortsetzen können würde, wich dieses Gefühl nach der Lektüre Optimismus und Zuversicht. » weiterlesen

Nach Google nun Techblogs:
Die Sabotage von RSS schreitet voran

Bekannte, die Internetwirtschaft thematisierende Fachmedien wie TechCrunch, deutsche-startups.de und Gründerszene sind kürzlich dazu übergegangen, in ihren RSS-Feeds Artikel nur noch anzureissen, anstatt in voller Länge darzustellen. Damit schaden sie sich selbst.

Kompletter RSS-Feeds (links) vs gekürzter Feed

Nachdem Google mit der Schließung des wichtigsten RSS-Readers im Sommer 2013 deutlich machte, dass es nicht mehr länger hinter dem bewährten Format zur komfortablen Verbreitung von Nachrichten und anderen Onlineinhalten steht, setzen nun einige Fachmedien der Technologiebranche die Sabotage von RSS fort: In den vergangenen Wochen haben mehrere Techblogs, die ich aus beruflichem Interesse regelmäßig verfolge, ihre RSS-Feeds gekürzt. Anstatt dass die vollständigen Beiträge von TechCrunch, deutsche-startups.de und Gründerszene in meinem RSS-Reader Feedly beziehungsweise Mr. Reader erscheinen, tauchen von diesen Sites nur noch Artikelanrisse mit den ersten Zeilen der jeweiligen Texte auf. » weiterlesen

Internationalen Wettbewerb unterschätzt:
Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

Deutschlands Medienriesen ist das Kunststück gelungen, ihre während der Web-2.0-Euphorie für vergleichsweise viel Geld gekauften sozialen Netzwerken allesamt gegen die Wand zu fahren. Ihr großer Fehler war der Glaube, dass Ländergrenzen im Social Web auf Dauer eine Rolle spielen.

studiVZ

Die RTL-Gruppe will sich also von ihrem 2009 übernommenen sozialen Netwerk wer-kennt-wen.de (wkw) trennen. Auch mit einem Relaunch vor einigen Monaten ließ sich der kontinuierliche Verlust von Seitenaufrufen nicht stoppen.

Damit kann man mit Gewissheit konstatieren, dass die drei einstmals bedeutsamsten deutschen Social Networks für Privatanwender allesamt von ihren Besitzern gegen die Wand gefahren wurden. Holtzbrinck war nicht in der Lage, dem Abstieg der VZ-Netzwerke etwas entgegenzusetzen, ProSiebenSat.1. musste beim Niedergang seines ebenfalls im Zuge des Web-2.0-Hypes gekauften Dienstes lokalisten zusehen, und RTL konnte nichts dagegen machen, dass es für wkw genauso dynamisch abwärts ging, wie das Angebot zuvor bestimmte Regionen Deutschlands mit viel Kraft einnahm.

Ohne Schadenfreude ist festzustellen, dass die deutschen Medienkonzerne vollständig dabei versagt haben, etwas Nachhaltiges aus ihren Millionenakquisitionen zu machen. » weiterlesen

Nest, WhatsApp, Oculus VR:
Öffentliche Versprechen von Startup-Machern sind nichts wert

Im Vorfeld der Akquisitionen von Nest, WhatsApp und Oculus VR distanzierten sich die Gründer jeweils von möglichen Exits oder schlossen diese regelrecht aus. Wir lernen wieder einmal: Man sollte Internet-Entrepreneure nicht zu sehr beim Wort nehmen.

WhatsApp-Gründer Jan Koum

Es sind gerade mal drei Monate des Jahres vorbei und bereits jetzt kann die Internetwirtschaft mit drei besonders schlagzeilenträchtigen Mega-Akquisitionen aufwarten: Der Kauf von Nest durch Google (Wert 3,2 Milliarden Dollar), die Übernahme von WhatsApp durch Facebook (Wert 16 bis 19 Milliarden Dollar) sowie zuletzt die Akquisition von Oculus VR, das künftig ebenfalls zu Facebook gehört (Wert 2 Milliarden Dollar).

Gemeinsamkeiten finden sich bei diesen Deals einige, von den finanziellen Dimensionen über ihre extrem langfristigen strategischen Zeithorizonte bis zu dem wiederkehrenden Muster der Einverleibung aufstrebender Technologieanbieter durch die zwei führenden Webgiganten. Doch noch in einem anderen pikanten Aspekt lässt sich eine Parallele ziehen: Die Gründer aller drei aufgekauften Firmen hatten sich im Vorfeld in einer Form zu ihrer Zukunft geäußert, die Akquisitionen eigentlich ausschloss. » weiterlesen

Kickstarter-Unterstützer sind sauer:
Facebooks Kauf von Oculus VR ist ein Argument für Crowdinvesting

Das von Facebook für zwei Milliarden Dollar übernommene Startup Oculus VR entstand im Zuge eine erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne. Manche der damaligen Unterstüzter sind verärgert über den frühen Exit. Rückblickend wäre aus ihrer Sicht eine Finanzierung per Crowdinvesting attraktiver gewesen.

Oculus

Die überraschende Akquisition des Virtual-Reality-Startups Oculus VR durch Facebook für zwei Milliarden Dollar bringt eine ebenso unerwartete Nebendebatte mit sich: Diese dreht sich um die Frage, ob es angemessen ist, dass ein Unternehmen, dessen Anfangsfinanzierung per Crowdfunding und damit durch die Unterstützung von privaten Förderern zustande kam, entgegen der Interessen seiner initialen Fürsprecher frühzeitig an eine andere Firma verkauft wird.

Im Zuge der Medienbewachung des Deals tauchten allerlei Berichte auf, die den Missmut einiger der Geldgeber schildern, die im Jahr 2012 zusammen fast 2,5 Millionen Dollar für die Realisierung des VR-Headsets Oculus Rift bereitstellten. Die Kampagne gab den Initiatoren neben den erforderlichen ersten Mitteln auch das Selbstbewusstsein, eine Vision unternehmerisch anzugehen, die von Tausenden geteilt wird. Die initiale Nachfrage dürfte dem Startup auch in den Verhandlungen mit institutionellen Investoren geholfen haben, die 2013 fast 100 Millionen Dollar in die aufstrebende Firma gepumpt hatten. » weiterlesen

Wahrscheinliche Übernahme durch Dropbox:
Die Zukunft von Readmill ist ungewiss (Update)

Das Berliner Social-Reading-Startup Readmill steht laut unbestätigten Meldungen vor einer Talentübernahme durch Dropbox. Treue Nutzer des Dienstes sollten sich mental auf eine Schließung vorbereiten.

Readmill

Update: Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat Readmill die Akquisition durch Dropbox und Schließung des Dienstes bestätigt.

Im Dezember berichteten wir über den Kampfeswille von EyeEm und Readmill, zwei Berliner Social-Web-Startups, die sich der Konsolidierung der Branche bislang entziehen konnten. Mit einiger Wahrscheinlichkeit bleibt von diesem Duo bald nur noch (das sich gut entwickelnde) EyeEm übrig.

TechCrunch vermeldete am Donnerstagabend, dass das Social-Reading-Startup Readmill vor einer Talentakquisitions durch Dropbox stehe. Acht Millionen Dollar soll der Cloudriese aus San Francisco demnach für das Readmill-Team auf den Tisch legen. Einen offiziellen Kommentar gibt es bislang nicht. Wir baten Readmill-Gründer Henrik Berggren in der Nacht per Mail um eine Stellungnahme. Eine sofortige Antwort ist aber schon allein angesichts der späten Stunde nicht zu erwarten.

Aus einer gewöhnlich gut informierten Quelle wurde uns ein Deal aber bestätigt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Nachricht in ihren Grundzügen korrekt ist. » weiterlesen

Boom der Sprachlerndienste:
Wieso sich das Berliner Startup Babbel nicht vor Duolingo fürchtet

Der Sprachlerndienst Babbel hat mehr zahlende Nutzer als jeder andere Online-Konkurrent. Auch vor dem schnell wachsenden US-Rivalen Duolingo fürchten sich die Berliner nicht. Babbel-CEO Markus Witte hält die eigene Methodik für deutlich überlegen.

BabbelSpätestens seit das US-Startup Duolingo mit seiner mobile Sprachlern-App reihenweise Preise abstaubt, erhält das Lernen von Fremdsprachen über das Internet viel neue Beachtung. Doch nicht nur die Amerikaner profitieren vom Boom des Smartphone-Zwischendurchlernens sowie der gerade Einzug haltenden Erkenntnis, dass Sprachkurse nicht unbedingt langweilig, frustrierend und demotivierend sein müssen. Mit Babbel kommt einer der führenden Anbieter in diesem Bereich aus Deutschland. Das 2007 von Markus Witte, Thomas Holl und Lorenz Heine in Berlin gegründete Startup ist Urgestein, was das webbasierte Lernen von Fremdsprachen angeht, und mit mehr als 250 festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Webfirmen der Hauptstadt überhaupt. » weiterlesen

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