Martin Weigert

Martin Weigert (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Netzes und der Digitalisierung im Auge und analysiert große wie kleine Tendenzen, die mit der globalen Vernetzung einhergehen. Martin Weigert gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist er der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Der Fachjournalist war unter anderem Jurymitglied bei der von deutsche-startups.de durchgeführten Wahl zum Startup des Jahres 2011 sowie Teil des Advisory Boards der von TechCrunch veranstalteten “Europas”-Awards. Ausgewählte Beiträge von ihm erscheinen regelmäßig beim netzwertig.com-Kooperationspartner WirtschaftsWoche Online.

Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com und twittert unter @martinweigert.

 

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studiVZ mit Twitter-Integration:
Hand in Hand gegen Facebook

studiVZ-Mitglieder werden in Kürze ihre Twitter-Nachrichten innerhalb des Social Networks anzeigen lassen können. Auch ein Veröffentlichen von Tweets über studiVZ ist in Planung. Erstmals entscheidet sich Holtzbrinck damit für eine partielle Öffnung des bisher geschlossenen Netzwerkes.

studiVZ & Twitter

Als studiVZ am 6. Mai mit der neuen Funktion Buschfunk einen ersten, ernsthaften Schritt in Richtung Microblogging machte, lagen Vergleiche mit Twitter nicht fern. Wie sich zeigt, war dies nur der Anfang einer kleinen Microblogging-Offensive des Holtzbrinck-Netzwerks: Wie wir aus Unternehmenskreisen erfahren haben, sollen studiVZ-Mitglieder in naher Zukunft eigene Twitter-Nachrichten importieren und über den Buschfunk allen ihren Kontakten in Echtzeit zugänglich machen können.

Auch will man es Nutzern des sozialen Netzwerks erlauben, über die Buschfunk-Funktion publizierte Mitteilungen gleichzeitig im persönlichen Twitter-Stream zu veröffentlichen. Damit wird klar, warum studiVZ für das hauseigene Microblogging-Feature genau wie Twitter eine Begrenzung auf 140 Zeichen gewählt hat:

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Single-Sign-On:
2009 ist das Jahr des Durchbruchs

Einmal registrieren, überall Zugang kriegen: Single Sign-on über OpenID, Facebook oder Google verbreitet sich rasant. Jeder profitiert – außer die Onlineservices, die sich der Entwicklung verschließen.

LoginLange Zeit war einer der nervigsten Nebenaspekte der schönen bunten Social Web-Welt, sich bei jedem Dienst neu registrieren und eine weitere Benutzername-Passwort-Kombination merken zu müssen. Auch erforderte dies jedes Mal das erneute Eintragen von persönlichen Informationen und unter Umständen die manuelle Suche nach eigenen Kontakten, die den jeweiligen Service bereits verwenden.

Heute lässt sich mit großer Sicherheit sagen, dass diese Plagerei ein für alle Mal ein Ende gefunden hat. 2009 wird uns als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem Single Sign-on-Systeme ihren Durchbruch erlebten und eine wachsende Zahl von Startups und etablierten Webangeboten Mechanismen integrierten, die Usern den Login über die Schnittstellen anderer Internetdienste ermöglichten.

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Internet-Vorurteile:
Fünf Aussagen über das Web,
die niemand mehr hören will

Es gibt Vorurteile rund um das Web, die immer wieder auftauchen. Ein Versuch, mit fünf gängigen Aussagen ein für alle Mal aufzuräumen.

Gähnen

Obwohl ich jederzeit für eine lebhafte Diskussion zu haben bin, gibt es Augenblicke, in denen mir die Lust fehlt, mich über ein schon hundertmal besprochenes Thema erneut auszulassen. Gerade was das Web betrifft, existieren leider einige weit verbreitete Vorurteile und Annahmen, auf die ich immer wieder stoße und die schnell zu einem Streitgespräch führen. In solchen Situationen wünsche ich mir meist einen Link, auf den ich anstelle einer ohnehin vorhersehbaren Diskussion verweisen kann.

Diesen Wunsch werde ich mir erfüllen und meine persönlichen Antworten auf fünf regelmäßig wiederkehrende Pauschalaussagen rund um das Leben und Arbeiten im digitalen Zeitalter geben (und damit ein letztes Mal zur Diskussion stellen).

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Überraschung:
Werbedienstleister Global Gaming Factory kauft The Pirate Bay

Global Gaming Factory X (GGF), schwedischer Software- und Werbedienstleister für Internetcafés- und Gaming-Events, übernimmt den berühmt-berüchtigten Torrenttracker The Pirate Bay. GGF will damit eine führende Rolle in der digitalen Distribution von Inhalten einnehmen und Pirate Bay offenbar auf legale Beine stellen.

aktualisiert

The Pirate Bay, der umstrittene Torrentsuchdienst und -tracker, wird an den schwedischen Werbe- und Softwaredienstleister Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dies gab das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Stockholm soeben in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Laut schwedischen Medienberichten beträgt die Kaufsumme rund 60 Millionen schwedische Kronen, zirka 5,6 Millionen Euro. Ungefähr die Hälfte soll bar, der Rest in Form von Aktien gezahlt werden.

GGF ist der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter von Werbe- und Softwaredienstleistungen für Internetcafés und Gaming-Events. » weiterlesen

Die Angst vor Twitter:
Facebook auf dem Holzweg?

Mit dem Erfolg von Twitter wächst bei Facebook die Angst, von dem Microbloggingdienst überrollt zu werden. Eine tiefgehende Implementierung des Echtzeit-Konzeptes soll das Social Network konkurrenzfähig machen. Doch diese Strategie könnte zu Problemen führen.

Facebook auf dem Holzweg?

Seit einigen Monaten arbeitet Facebook an einer Neuausrichtung seiner Plattform. Vom phänomenalen Erfolg Twitters kräftig unter Druck gesetzt, unterzieht Facebook-CEO Mark Zuckerberg dem mehr als 225 Millionen Mitgliedern zählenden Dienst einer Transformation, bei der sich der Schwerpunkt vom privaten Networking mit den engsten Bekannten ein Stück weit zu einer öffentlichen Echtzeit-Konversation verlagert.

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Niedergang eines Social Networks:
Die Tage von MySpace sind gezählt

Auf die anhaltenden Einbrüche bei den Besucherzahlen folgt eine Entlassungswelle: MySpace hat fast alle wichtigen Trends im Social Web verschlafen und wenig Möglichkeiten, die Abwärtsspirale zu stoppen.

MySpaceWir werden gerade Zeuge eines im globalen Kontext bisher einmaligen Ereignisses: der Niedergang eines sozialen Netzwerkes, das noch vor zwei Jahren weltweit führend war. Die Rede ist natürlich von MySpace, dem zur News Corporation gehörenden Dienst, der gerade tiefgehende Personaleinschnitte verkünden müsste. So entlässt das Unternehmen rund 500 Angestellte in den USA und 300 in den 15 internationalen Büros. Die Zahl der Mitarbeitenden außerhalb der USA sinkt deutlich von 450 auf 150.

Was ein schwerer Schlag für die Betroffenen ist, kommt keineswegs unerwartet. Schon seit einiger Zeit ließ sich das Entwicklungspotenzial von MySpace in Frage stellen. Schritt für Schritt verlor und verliert der international präsente Dienst an Besuchern, während Erzrivale Facebook kräftige Zuwächse verzeichnet. Mittlerweile hat der blau-weiße Konkurrent MySpace als führendes soziales Netzwerk außerhalb Chinas abgelöst.

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Die Langeweile ist tot,
es lebe… das Netz

Was Vertreter älterer Generationen noch kennen dürften, ist nun vom Aussterben bedroht: Langeweile. Allgegenwärtige Internetzugänge und Smartphones, die im Funktionsumfang herkömmlichen Heimrechnern nahe kommen, führen dazu, dass wir immer etwas zu tun haben.

(Foto: iStockphoto.com)Vor einigen Wochen beschrieb Steve Rubel vom PR-Unternehmen Edelman in seinem Blog Micro Persuasion, wie der mobile, digitiale Lifestyle dafür sorgt, dass für ihn Langeweile kein Thema mehr ist. Am Sonntag widmete sich die Süddeutsche Zeitung einem verwandten Aspekt, allerdings mit einer völlig andere Tonalität. Autor Alex Rühle legt dar, wie die ständige Erreichbarkeit dazu führt, dass wir verlernen, alleine zu sein. » weiterlesen

Rotes Kreuz launcht Social Network:
Das passiert, wenn man nicht aufpasst

Die Rahmenbedingungen im sozialen Netz sind gesteckt, die Rollen verteilt, die Marktführer klar. Das Deutsche Rote Kreuz startet mit blutspender.net ein eigenes Social Network und verpasst es komplett, von den bestehenden Strukturen zu profitieren.

blutspender.netWir berichten kaum noch über neue, herkömmliche Social Networks. Während einerseits die Konsolidierungsphase begonnen hat und nicht mehr jedes der in den letzten Jahren aus dem fruchtbaren Internetboden gesprossenen Netzwerke existiert, vereinnahmen die führenden Dienste – allen voran Facebook – eine immer größere Zahl an Nutzern. Ausnahmen mit langfristigem Erfolgspotenzial sind themenspezifische Nischen, in denen es sich bei richtigem Ansatz gut auskommen lässt.

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TweetTunes:
Über welche Musiker spricht das Web?

Aufmerksamkeit ist, was Musiker im digitalen Zeitalter benötigen. TweetTunes analysiert, welche Interpreten die Diskussion im Social Web beherrschen.

TweetTunesDie Zeiten, in denen der Erfolg von Musikern an der Anzahl verkaufter Platten gemessen wurde, sind vorbei. Aufmerksamkeit ist die neue Währung. Je häufiger im Netz über einen Interpreten gesprochen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, diese Aufmerksamkeit auf unterschiedlichen Wegen monetarisieren zu können.

TweetTunes ist ein frisch gestartetes Mashup aus Österreich, das sich dem daher immer wichtigeren Musiker-Monitoring im sozialen Netz verschrieben hat. Über die Twitter-API analysiert das Tool im Minutenabstand, wie oft Nutzer des Microbloggingdienstes die Namen bekannter Künstler erwähnt haben, und stellt diese Informationen aggregiert und in Echtzeit als dynamische Topliste dar.

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Tauschbörsen & Co.:
Zeit, Tacheles zu reden

Immer wieder tauchen Studien auf, die belegen wollen, warum Filesharing und illegale Downloads sich doch nicht negativ auf die Medienbranche auswirken. Statt solche Märchen zu verbreiten, wäre es angebrachter, das Kind bei seinem Namen zu nennen.

(Foto: iStockphoto.com)

(Foto: iStockphoto.com)

Es hat sich zu einer Mode entwickelt, durch Studien oder Untersuchungen belegen zu wollen, dass Filesharing und “illegale” Downloads nur geringe, keine oder womögliche sogar positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben. Und es ist durchaus legitim, die Folgen der Digitalisierung auf die Medienmärkte zu untersuchen, statt blind den Behauptungen der Betroffenen zu vertrauen.

Das Problem ist aber, dass nicht selten die eigene Interpretation der jeweiligen Studie dafür herhalten muss, um aufzuzeigen, wie harmlos Tauschbörsen & andere, nicht autorisierte Angebote für die Musik-, Film- und Buchindustrie angeblich sind. Wie oft bin ich in letzter Zeit nicht auf Berichte und Blogpostings mit Überschriften wie “Music Sale losses due to Gaming/DVDs, not P2P” (Sinngemäß: Einbruch im Musikgeschäft wegen Spielen und DVDs, nicht aufgrund von Tauschbörsen), “Musik-Piraten sind eifrigste Musik-Käufer” oder “Buch-Piraterie harmloser als gedacht” (ja das war bei uns) gestoßen.

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