Martin Weigert

Martin Weigert (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Netzes und der Digitalisierung im Auge und analysiert große wie kleine Tendenzen, die mit der globalen Vernetzung einhergehen. Martin Weigert gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist er der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Der Fachjournalist war unter anderem Jurymitglied bei der von deutsche-startups.de durchgeführten Wahl zum Startup des Jahres 2011 sowie Teil des Advisory Boards der von TechCrunch veranstalteten “Europas”-Awards. Ausgewählte Beiträge von ihm erscheinen regelmäßig beim netzwertig.com-Kooperationspartner WirtschaftsWoche Online.

Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com und twittert unter @martinweigert.

 

Alle 2832 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Verkaufsstart des Kindle:
Amazon läutet Revolution des deutschen Buchmarktes ein

Amazon bringt seinen populären E-Book-Reader Kindle nach Deutschland und in hundert weitere Länder. Der deutschen Verlagsbranche stehen aufregende Zeiten bevor.

Kindle

Kindle

Es ist die Meldung des Morgens: Amazon wird seinen E-Book-Reader Kindle künftig auch außerhalb der USA verkaufen. Das Gerät kann ab sofort für 279 Dollar (rund 190 Euro) auf der US-Site von Amazon (Affiliate-Link – Klick auf den Brief von Jeff Bezos) vorbestellt werden. Die Auslieferung soll am 19. Oktober beginnen.

Die Nachricht vom unmittelbar bevorstehenden Verkaufsstart des Kindle in Deutschland und hundert weiteren Ländern kommt überraschend, sah es doch bisher so aus, als würden lediglich Leseratten in Großbritannien Amazons populäres Lesegerät für digitale Bücher in Kürze käuflich erwerben können.

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scoyo:
Interaktive Lernplattform
mit USA-Ambitionen

Eine neue Generation von Strebern steht uns bevor – zumindest dann, wenn das Konzept des spielerischen Lernens des Hamburger Dienstes scoyo aufgeht. Seit kurzem feilt der Bertelsmann-Spross auch an einem US-Ableger.

scoyoEiner der schwierigsten Aspekte des Bloggens über neue, innovative Onlinedienste ist es, solche Services vorzustellen, die auf eine völlig andere Zielgruppe ausgerichtet sind als man selbst. Das Schöne am Bloggen ist aber wiederum, dass man einen Beitrag dann genau mit einer solchen Feststellung eröffnen kann.

Im aktuellen Beispiel geht es um scoyo, einem jungen Unternehmen aus Hamburg, das eine interaktive Lernplattform für Schüler betreibt. Naturgemäß ist es nicht gerade einfach, sich bei einem Review in die Köpfe von Zwölfjährigen zu versetzen – und auch die Elternrolle hat bisher niemand im netzwertig.com-Team inne.

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Gesellschaft:
Über das Lebensgefühl “Always-on”

Während manche das Internet als Hort des Bösen ausgemacht haben, wird es für eine wachsende Zahl von vorrangig jungen Menschen zum essentiellen Werkzeug in allen Lebenslagen. Was genau macht das Lebensgefühl digitaler Bürger aus?

Always-on

Always-on

“Wie könnte man das Lebensgefühl umschreiben, das die Piraten repräsentieren – jenseits vom Internet?” Diese Frage stellte WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy heute seinen Folgern auf Twitter.

Zwar äußerte ich mich bereits in zwei Tweets, doch verspürte ich den großen Drang einer etwas ausführlicheren Antwort auf seine Frage. Obwohl ich persönlich keinerlei Verbindung zur Piratenpartei habe, sehe ich mich in den aufgeworfenen Fragen zur digitalen Zukunft durchaus von ihr repräsentiert.

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Twingly Channels startet Beta:
Ein massentaugliches FriendFeed?

Am Donnerstag startet Twingly Channels die geschlossene Beta-Phase. Wir haben uns den Dienst angeschaut und 50 Einladungen.

TwinglyAnfang September stellte das schwedische Startup Twingly erstmals seinen sozialen Nachrichtenaggregator Twingly Channels vor. Pünktlich zum 1. Oktober beginnt  die geschlossene Beta-Phase des Dienstes mit rund 3000 Testnutzern.

Wie vor einem Monat bereits beschrieben, fungiert Twingly Channels als ein sozialer Filter, mit dessen Hilfe einzelne Nutzer oder Nutzergruppen aus der Vielzahl von verfügbaren Quellen relevante Inhalte identifizieren und diskutieren können.

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Ping!:
Instant Messenger fürs iPhone

Aus der Kategorie “Applikationen, von denen man nicht wusste, dass man sie braucht”: Ping! ist ein grandioser Instant Messenger für die unkomplizierte iPhone-zu-iPhone-Kommunikation.

Ping

Ping

Wer über das iPhone Instant Messages versenden möchte, hat dazu viele Möglichkeiten: Applikationen wie Fring, Nimbuzz oder BeejiveIM bieten Zugriff auf die gängigen Instant Messenger und sozialen Netzwerke. Ein Konto bei einem Drittanbieter wie AIM, ICQ oder Skype ist dafür jedoch immer notwendig.

Ping! ist eine neue Anwendung, die das Versenden von Kurznachrichten zwischen iPhones dramatisch vereinfacht. Nach dem Download der derzeit kostenlos im App Store erhältlichen Anwendung muss lediglich ein Benutzername gewählt werden, unter diesem man anschließend für andere Ping!-User erreichbar ist. Diesen kann man anschließend anderen iPhone-Nutzern mitteilen, die einen dann bei Ping! hinzufügen können.

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Erfolg im Web:
Von der Wiener Startup-Szene lernen

Die Diskussion über die Zukunft der deutschen Webbranche hält an. Ein Blick auf die Wiener Startup-Szene hilft, Erfolgsfaktoren zu identifizieren.

WienIn der vergangenen Woche haben sowohl Marcel als auch ich die Probleme der deutschen Startup-Szene analysiert und damit für eine sehr angeregte Diskussion gesorgt. Im Nachgang fiel mir in diesem Kontext noch ein interessanter Aspekt auf, der eine nähere Betrachtung wert ist: Die aufstrebende Gründerwelt unserer österreichischer Nachbarn!

Speziell Wien scheint sich nämlich gerade still und heimlich als mögliches Silicon Valley des deutschsprachigen Raums zu etablieren. Eine wachsende Zahl junger Internetunternehmen kommt aus der österreichischen Hauptstadt.

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Yasni:
Personensuchmaschine mit Premium-Angebot zum XXL-Preis

Auch die Frankfurter Personensuchmaschine Yasni findet Gefallen an Freemium: Personalverantwortliche erhalten gegen Entgelt noch mehr Einblick in das, was sich über beliebige Personen im Web finden lässt. Doch der Preis dafür ist hoch.

YasniDie Personensuchmaschine Yasni gehört zu den wohl am meisten diskutierten Onlinediensten in Deutschland. Der kostenlose Dienst aus Frankfurt crawlt das Netz nach Informationen zu einzelnen Personen und aggregiert diese. Die Angaben sind dann über Yasnis Suchoberfläche abrufbar. Seit kurzem lässt sich auch nach Begriffen suchen, zu denen anschließend relevante Namen angezeigt werden.

Auch wenn Yasni lediglich frei im Web verfügbare Personenangaben zusammenstellt, ist es seit seinem Start 2007 Datenschützern und Privatsphäre-Verfechtern ein Dorn im Auge (wie beispielsweise die Kommentare in diesem Beitrag verdeutlichen).

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Nachrichtenaggregatoren:
Rivva, zeig dem Netz endlich,
was du kannst!

Der Blog- und Nachrichtenaggregator Rivva ist seit über zwei Jahren integraler Bestandteil der deutschen Blogosphäre. Das Potenzial des Dienstes ist groß. Was bisher jedoch fehlt, ist Aufmerksamkeit außerhalb der inneren Kreise des Social Web.

RivvaAm 3. März 2007 erblickte Rivva als “Zeitung der Blogosphäre” das Licht der Internetwelt. Inspiriert vom US-Vorbild Techmeme, entwickelte Initiator Frank Westphal einen Dienst, um neue und relevante Blogartikel hervorzuheben und zu gewichten.

Für mich, meine netzwertig.com-Kollegen und vermutlich andere Freunde der deutschsprachigen Blogosphäre ist Rivva seit dem Start vor zweieinhalb Jahren zu einer nicht mehr wegzudenkenden Informationsquelle geworden. Auch wenn über den Nutzen von Rivva für die Bloglandschaft immer mal wieder diskutiert wird, eignet sich der Service hervorragend dazu, einen schnellen und zuverlässigen Überblick über das zu bekommen, was Blogger in Deutschland im Moment umtreibt.

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Startups:
Der deutschen Gründerszene
fehlt es an Naivität

Der Misserfolg deutscher Webstartups auf internationalem Parkett ist traurige Realität. Erklärungsversuche gab es schon vor Jahren, aber geändert hat sich bisher nichts. Womöglich, weil es der deutschen Gründerszene ganz einfach an Naivität fehlt.

(Bild: iStockphoto.com)

(Bild: iStockphoto.com)

Deutsche Internet-Startups haben auf die technische und strukturelle Weiterentwicklung des Webs in den vergangenen zehn Jahren so gut wie keinen Einfluss gehabt. Das ist die traurige, aber nicht abzustreitende Realität.

Die Debatte um das geringe Innovationsvermögen hiesiger Onlinedienste gibt es schon seit dem Aufkommen des Web-2.0-Trends – wenn nicht länger. Geändert hat sich bis heute nichts. Webanbieter aus Deutschland, die auf internationaler Bühne Erfolge erzielt haben, lassen sich an einer Hand abzählen. Wobei selbst eine Hand noch zu viel ist.

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Schadsoftware via Xing:
Vom Hackerangriff, der keiner ist

Xing wurde Opfer eines Hacker-Angriffs – zumindest in der Theorie von N-TV. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Xing

Xing

Es ist immer ein Problem, wenn etablierte Nachrichtenportale versuchen, ihren Lesern stark technische Themen näher zu bringen. Nicht selten bleibt die Wahrheit dabei auf der Strecke.

So auch beim aktuellen Fall von Phishing-Mails, die über das Social Network Xing verschickt werden. Die E-Mail versucht nach üblichem Muster, Nutzer über den Klick auf einen Link zu einer externen Site zu leiten, auf der über eine exe-Datei Schadsoftware auf den Rechner geladen wird.

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