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	<title>netzwertig.com &#187; Martin Weigert</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Videochat als Unterhaltung im Hintergrund: Der visuelle Stream</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/28/videochat-als-unterhaltung-im-hintergrund-der-visuelle-stream/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2012 09:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
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		<description><![CDATA[Diverse Webdienste preisen Videochats mit mehreren Teilnehmern an. Glaubt man den Machern des US-Angebots OoVoo, entwickeln speziell junge Menschen völlig neue Nutzungsmuster rund um Gruppenvideogespräche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Diverse Webdienste preisen Videochats mit mehreren Teilnehmern an. Glaubt man den Machern des US-Angebots OoVoo, entwickeln speziell junge Menschen völlig neue Nutzungsmuster rund um Gruppenvideogespräche.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/oovoo.png" width="170" height="170"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wenn man sich Tag ein, Tag aus mit den verschiedenen Facetten der digitalen Gesellschaft befasst, kommt es nur noch selten vor, dass einen Schilderungen über Anwendungsszenarien von modernen Online- und Kommunikationstechnologien verwundern. Ausnahmen bestätigen jedoch wie immer die Regel. Als ich kürzlich <a href="http://gigaom.com/2012/05/26/ambient-video-and-the-changing-face-of-communication/">diesen Beitrag</a> über &#8220;Ambient Video&#8221; las, wollte ich erst gar nicht glauben, dass das in dem Text beschriebene Einsatzgebiet von Videochats tatsächlich in der Realität anzutreffen ist. Andererseits: Niemand wusste vor Twitter, dass Millionen Menschen einmal Gefallen darin finden werden, kurze 140-Zeichen-Botschaften zu publizieren und zu konsumieren.</p><div id="Ads_BA_CAD2"><script>Ads_BA_AD('CAD2');</script></div>
<p>Mittelpunkt des Artikels ist der junge New Yorker Videochat-Anbieter und Skype-Konkurrent <a href="http://www.oovoo.com">OoVoo</a>. Dieser ermöglicht über einen Desktop-Client für PC und Mac sowie mobile Apps für iOS und Android Bewegtbildgespräche zwischen bis zu zwölf Personen gleichzeitig. Beachtlich ist dabei nicht nur, dass der in Europa bisher wenig bekannte Dienst bereits seit 2007 existiert und stattliche 46 Millionen registrierte Nutzer vorweisen kann &#8211; 60 Prozent davon unter 25 Jahren &#8211; sondern auch, auf welche Art die junge Anwenderschaft den Service einsetzt:</p>
<p><span id="more-21734"></span></p>
<p>Zumindest nach den Worten von OoVoo-Chef Robert Jackman beschränkt sich die Nutzung von OoVoo nämlich nicht auf Videogespräche mit einem klaren Zweck sowie einem definierten Anfang und Ende. Stattdessen lassen viele OoVoo-Nutzer die Applikation auf ihrem Rechner ganz einfach permanent im Hintergrund laufen. Die bis zu zwölf Chatteilnehmer beschäftigen sich nebenbei mit anderen Dingen &#8211; entweder vor dem Rechner oder ganz woanders in der Wohnung &#8211; und tauchen nur gelegentlich vor ihrer Webcam auf.</p>
<p>Wie ein Instant Messenger, der während der gesamten Onlinenutzung aktiviert ist, oder ein stetig dudelnder Fernseher, verbinden sich OoVoo-Nutzer zu einer Videokonferenz mit Freunden, die einfach m Hintergrund läuft. Im Vordergrund steht nicht ein konkretes Gesprächsthema sondern die Schaffung eines Kollektivgefühls trotz räumlicher Distanz.</p>
<p>Nun sollte man OoVoo-Chairman Jackmans Aussage sicherlich nicht blind glauben. Angesichts der großen Zahl an Services zum Durchführen von Videochats und -konferenzen &#8211; von <a href="http://www.skype.com">Skype</a> über <a href="http://www.friendcaller.com">FriendCaller</a>, <a href="http://www.tango.com/">Tango</a> und Face Time bis zu <a href="http://www.google.com/tools/dlpage/res/talkvideo/hangouts/">Google Hanoguts</a> &#8211; hat er ein Interesse daran, OoVoo vom Wettbewerb abzugrenzen und die Allgemeinheit davon zu überzeugen, dass Videokonferenzen mit bis zu zwölf Personen tatsächlich eine Nachfrage bedienen beziehungsweise bei Anwendern zu neuen Verhaltensmustern führen.</p>
<p>Gleichzeitig erscheint der Gedanke, dass gerade Digital Natives, die mit dem Internet aufgewachsen sind und einen Zustand der absoluten Isoloation von der Außenwelt weder kennen noch schätzen, sich über ihre Webcams zu permanenten Videkonferenzen zusammenschließen, nicht abwegig. Gehört das gelegentliche Alleinsein für ältere Generationen noch zu den natürlichen Zuständen des Lebens, ist vorstellbar, dass junge Menschen schlicht kein Interesse mehr daran haben, mit sich und ihren Gedanken alleine zu sein &#8211; weil sie es gar nicht anders kennen und vielleicht auch gar nicht können. Soziale Netzwerke, Instant Messenger, Chatdienste und Videokonferenzen werden als Werkzeuge herangezogen, um auch dann eine Atmosphäre der Geselligkeit zu schaffen, wenn sich Personen an unterschiedlichen Orten befinden.</p>
<p>Der erwähnte Artikel zitiert auch eine Google-Sprecherin, die bestätigt, dass der Konzern <a href="http://netzwertig.com/2012/04/10/google-hangouts-vom-spasfeature-zum-werkzeug/">bei seinem Videochat-Feature Hangouts</a> ähnliche Anwendungsmuster beobachtet. Insofern ist das, was im Text als &#8220;Ambient Video&#8221; bezeichnet wird, also womöglich mehr als eine Wunschvorstellung von OoVoo. Inwieweit es sich lediglich um einen vorübergehenden Trend einer traditionell experimentierfreudigen jugendlichen Anwenderschaft handelt oder aber um den Beginn einer völlig neuen, dauerhaften Art der Kommunikation, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Der Gedanke, dass Menschen beim Betreten ihrer Wohnung umgehend eine Videokonferenz starten, dann aber erst einmal in der Küche Essen kochen und später im Vorbeigehen kurze Dialoge mit gerade präsenten Freunden führen, wirkt einerseits suspekt, andererseits aber auch wie die logische Fortsetzung der textbasierten Streams, in die sich Nutzer in Scharen bei Facebook, Twitter und anderen Diensten ein- und ausklinken.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/09/skype-die-ewige-enttaeuschung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/skype_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/09/skype-die-ewige-enttaeuschung/">Skype: Die ewige Enttäuschung</a></b><br /><font size="2">Vor neun Jahren ging die erste Skype-Version ins Netz. Doch noch immer lässt die Gesprächsqualität des Dienstes viele Wünsche offen. Ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich. </font><font color="#aaa">(9. Mai 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/10/google-hangouts-vom-spasfeature-zum-werkzeug/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/googlehangouts110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/10/google-hangouts-vom-spasfeature-zum-werkzeug/">Google+ Hangouts: Vom Spaßfeature zum Werkzeug</a></b><br /><font size="2">Die „Hangout“ genannten Gruppen-Videochats gehören zu den Besonderheiten von Google+. Kaum ein anderes Feature seiner Social-Network-Plattform hebt Google so hervor und fördert es so intensiv. </font><font color="#aaa">(10. April 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/08/22/auf-dem-weg-zu-einer-milliarde-nutzern-skype-kauft-groupme/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/skypegroup110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/08/22/auf-dem-weg-zu-einer-milliarde-nutzern-skype-kauft-groupme/">Auf dem Weg zu einer Milliarde Nutzern: Skype kauft GroupMe</a></b><br /><font size="2">Für etwa 85 Millionen Dollar kauft Skype den Smartphone-Chatdienst GroupMe. Mittelfristig will der VoIP-Riese eine Milliarde Nutzer erreichen. </font><font color="#aaa">(22. August 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Verlust von Smartphone oder Tablet: Wenn mobile Geräte  zum Sicherheitsrisiko werden</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/25/verlust-von-smartphone-oder-tablet-wenn-mobile-geraete-zum-sicherheitsrisiko-werden/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 10:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Mobile, mit der Cloud verbundene Geräte werden immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt unseres Alltags - und damit auch zum potenziellen Sicherheitsrisiko. Vorkehrungen für den Fall von Verlust oder Diebstahl sind sinnvoll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mobile, mit der Cloud verbundene Geräte werden immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt unseres Alltags &#8211; und damit auch zum potenziellen Sicherheitsrisiko. Vorkehrungen für den Fall von Verlust oder Diebstahl sind sinnvoll.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/smartphone.png" width="180" height="259"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Der vor gut einer Woche propagierte <a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/digitaler-minimalismus-ein-lebensstil-fuer-die-zukunft/">digitale Minimalismus</a> hat (mindestens) einen entscheidenden Nachteil: Je mehr man bestrebt ist, möglichst alle Aspekte des beruflichen und privaten Alltags über möglichst wenige, dafür aber sehr leistungsfähige Gerätschaften abzuwickeln, desto größer ist die Abhängigkeit von selbigen, und desto wichtiger ist es, die Kontrolle über Notebook, Smartphone und Tablet zu behalten. Gelangen diese und die auf ihnen gespeicherten Informationen und Benutzerkonten in falsche Hände, kann dies zu einer Vielzahl von unangenehmen Szenarien führen. Insofern sollte jeder digitale Minimalist, aber eigentlich auch jeder andere aktive Nutzer von modernen, mit dem Internet verbundenen portablen Computern sich über eine Notfall-Strategie Gedanken machen. Wie verfährt man in einer Situation, in der einem ein mit vielen Apps und persönlichen Daten bestücktes Smartphone oder Tablet abhanden kommt? Welche Schritte sollte man einleiten, welche Passwörter zuerst ändern und welche Maßnahmen ergreifen, um möglichst schon im Vorfeld für Schadensbegrenzung zu sorgen? Da mir gestern mein iPhone abhanden gekommen ist und vermutlich gestohlen wurde, erhielt ich die Gelegenheit, mich intensiv mit dieser Frage zu beschäftigen.</p>
<p>Anders, als in diesem Beitrag empfohlen, hatte ich mir bisher weniger Gedanken darüber gemacht, wie ich in einem solchen Fall verfahren muss. Insofern war schnelles Improvisieren angesagt. Vorweg: Es handelte sich um ein iPhone 4, dessen Garantie abgelaufen war und dessen Home-Button in letzter Zeit den Eindruck machte, bald seinen Geist aufzugeben. Um die Hardware trauere ich somit eher weniger (auch wenn es ärgerlich ist). Sehr viel problematischer ist der immaterielle &#8220;Besitz&#8221;, der einem beim Diebstahl aus den Fingern gleitet.</p>
<p><span id="more-21724"></span></p>
<p>Glücklicherweise bin ich grundsätzlich darauf bedacht, präventive Vorkehrungen zu treffen, um mein digitales Ich vor dem Zugriff durch Unbefugte zu schützen. Eine Passcode-Sperre für mein Smartphone war für mich schon immer selbstverständlich &#8211; auch ohne negative Erfahrungen mit geklauten Mobiltelefonen. Damit musste ich nach dem Entdecken des iPhone-Verlusts schon einmal nicht in Panik ausbrechen. Sicherlich lässt sich der Passwortschutz entfernen, aber Zeit gewinnt man in jedem Fall.</p>
<p>Zuerst versuchte ich, meine eigene Mobilfunknummer anzurufen. Doch das Telefon war abgeschaltet. Da ich es zwei Stunden zuvor voll aufgeladen hatte, halte ich es für unwahrscheinlich, dass ein leerer Akku dafür verantwortlich war. Deshalb ließ sich leider die in iCloud enthaltene &#8220;Find my iPhone&#8221;-Funktion nicht nutzen. Deren Aktivierung ist sehr zu empfehlen, hilft aber nicht, wenn Langfinger iPhone oder iPad rechtzeitig ausschalten (oder die Internetverbindung kappen).</p>
<p>Immerhin: Das Feature, mit dem sich iOS-Geräte aus der Ferne sperren oder löschen lassen, erlaubt es, diese Aktionen dennoch zu initiieren. Sollte das entsprechende Geräte doch nochmal ans Netz gehen, solange es über das persönliche Apple-Konto angemeldet ist, erfolgt umgehend die Sperrung oder Löschung.</p>
<p><strong>Oberste Priorität: Online-Passwörter ändern</strong></p>
<p>Nachdem ich mich mit dem Gedanken angefreundet hatte, dass mein Smartphone mit großer Wahrscheinlichkeit gestohlen wurde, ohne dass ich es noch irgendwie &#8220;retten&#8221; konnte, hastete ich unverzüglich zu meinem Notebook, um alle wichtigen Passwörter von installierten Apps zu ändern. Zwar bewertete ich das Risiko, dass der Dieb Zugang zu diesen erhalten würde, aufgrund oben beschriebener Maßnahmen als sehr gering. Dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen. Gerade für jemanden, der auf vielen Kanälen im Web präsent ist und persönliche Daten an verschiedenen Orten in der Cloud speichert, wäre ein &#8220;Datenleck&#8221; ungünstig.</p>
<p>Im Geiste ging ich durch meine installierten iPhone-Apps &#8211; soweit ich mich erinnern konnte &#8211; und versuchte mich an einer spontanen Beurteilung der Sensibilität der darüber zugänglichen Daten. Entstanden ist folgende Liste von Diensten, deren Passwörter ich unverzüglich änderte. Diese sieht natürlich bei jedem und jeder anders aus. Ich werde meine aber künftig parat haben und für mich auch aktuell halten, um in Zukunft keine Zeit mehr verlieren zu müssen:</p>
<p>Facebook<br />
Google<br />
IMAP/Pop3 E-Mail-Konto<br />
Dropbox<br />
Instagram<br />
Skype<br />
Evernote<br />
Spotify<br />
Twitter<br />
Wordpress<br />
iCloud<br />
Path<br />
foursquare<br />
Xing<br />
LinkedIn</p>
<p><strong>Dropbox-App mit kritischer Lücke</strong></p>
<p>Nachdem ich über den Browser das jeweilige Passwort veränderte hatte, erforderten die meisten Apps nach einem Öffnen die Eingabe der Benutzerdaten. Enttäuschend ist hier allerdings Dropbox &#8211; trotz einer Passwortänderung auf der Website gewährt die iOS-App weiterhin Zugriff auf sämtliche persönlichen Dateien (und damit meine ich nicht nur die, die man für den Offline-Zugriff ausgewählt hat). Immerhin weiß ich jetzt, dass die App eine eigene Passcode-Sperre anbietet, die mir bisher nicht bekannt war. Dennoch: Bei vorhandener Internetverbindung und geänderten Zugangsdaten sollte Dropbox diese von Nutzern der iOS-App auch abverlangen!</p>
<p><em>Nachtrag: Leser Aaron <a href="http://netzwertig.com/2012/05/25/verlust-von-smartphone-oder-tablet-wenn-mobile-geraete-zum-sicherheitsrisiko-werden/#comment-539589">weist auf die Möglichkeit hin</a>, über den Admin-Bereich der Dropbox-Website einzelne angeschlossene Geräte von der persönlichen Dropbox abzukoppeln. Ein Passwortwechsel ist dann gar nicht notwendig. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass im Falle eines neuen Passworts der Zugang über die Apps nicht mehr möglich sein sollte.</em></p>
<p>Nicht ganz perfekt lässt sich die Absicherung von über IMAP abgerufenen E-Mail-Konten handhaben. Zwar kann mit einem neuen Mail-Passwort der künftige Zugriff auf neue Mails vom iPhone unterbunden werden. Die Mail-App von iOS speichert aber aktuelle Mails offline. In Augenblicken ohne funktionierende Internetverbindung ist dies praktisch. Wenn man jedoch weiß, dass sich das Smartphone in fremden Händen befindet und (zumindest bei nicht vorhandenem Passcode und fehlender Fern-Sperrung über &#8220;Find my iPhone&#8221;) einige Mails unweigerlich abrufbar sind, dann hinterlässt dies schon ein ungutes Gefühl.</p>
<p>Private Fotos befanden sich aufgrund einer erst vor einer Woche durchgeführten Neuformatierung meines Smartphones so gut wie gar keine auf dem Gerät.</p>
<p>Erst nachdem ich den Eindruck gewonnen hatte, alle essentiellen Benutzerkonten abgesichert zu haben, nahm ich Kontakt mit meinem Provider auf, um die SIM-Karte zu sperren. Früher war dies das erste, was man beim Verlust das Handys getan hätte. Im Jahr 2012 sind andere Dinge wichtiger.</p>
<p>Insgesamt glaube ich, dass sich abgesehen vom bürokratischen Aufwand, den der Verlust eines Mobiltelefons mitbringt (Anzeige bei der Polizei, Versicherung), sowie der verlorenen Zeit durch das Ändern aller Passwörter der Schaden für mich in Grenzen hält. Insofern sehe ich das Ereignis auch als willkommene Gelegenheit, einmal den Worst Case zu testen und mir eine Strategie für künftige Vorkommnisse dieser Art auszudenken.</p>
<p><strong>Meine persönlichen Tipps für Besitzer von Smartphones und Tablets:</strong><br />
1. Passwortschutz aktivieren, selbst wenn er lästig ist<br />
2. Liste mit Apps/Diensten anfertigen, deren Passwörter man im Ernstfall sofort ändern sollte<br />
3. Nicht zu viele Passwörter im Browser speichern<br />
4. Gegebenenfalls manuelles Einloggen in Apps praktizieren<br />
5. Sicherstellen, dass so wenige (sensible) Mails wie möglich offline abrufbar sind<br />
6. Mit sensiblen lokal gespeicherten Informationen sparsam sein</p>
<p>Habt ihr weitere Tipps? Besitzt ihr einen (gedanklichen) Notfallplan? Und wo wir schon dabei sind: Welche Tools oder Vorgehensweisen sind empfehlenswert, um Daten auf Notebooks (Windows oder Mac) besser zu schützen?</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/10/post-pc-aera-notebooks-werden-zu-staubfaengern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/postpc110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/10/post-pc-aera-notebooks-werden-zu-staubfaengern/">Post-PC-Ära: Notebooks werden zu Staubfängern</a></b><br /><font size="2">Apple wird nicht müde, die Post-PC-Ära zu propagieren. Aber der Begriff ist mehr als heiße Marketingluft: Tatsächlich sorgen Smartphones und Tablets dafür, dass der traditionelle Rechner immer häufiger abgeschaltet bleibt. </font><font color="#aaa">(10. April 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/23/romantisierung-von-print-das-hoffen-auf-die-ewige-kraft-des-papiers/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/magazin110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/23/romantisierung-von-print-das-hoffen-auf-die-ewige-kraft-des-papiers/">Romantisierung von Print: Das Hoffen auf die  ewige Kraft des Papiers</a></b><br /><font size="2">Werden Zeitungs- und Zeitschriftenmacher zur Zukunft von Print befragt, neigen sie zu einer Romantisierung des Papiers und Ignoranz der technischen Entwicklung. </font><font color="#aaa">(23. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/10/technik-frisst-privatsphare-zeit-sich-dieser-erkenntnis-zu-stellen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/face1101.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/10/technik-frisst-privatsphare-zeit-sich-dieser-erkenntnis-zu-stellen/">"Technik frisst Privatsphäre": Zeit, sich dieser  Erkenntnis zu stellen</a></b><br /><font size="2">Der technische Fortschritt lässt sich mit Regulierung und neuen Datenschutzgesetzen bremsen, aber nicht aufhalten. Es ist Zeit, dass wir uns dieser Erkenntnis stellen. </font><font color="#aaa">(10. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Garantieunterlagen und Kassenzettel digitalisieren: Reposito und garanbo  geben Lageberichte</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 07:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zwei deutschen Onlinedienste Reposito und garanbo erlauben es Verbrauchern, Kassenzettel und Garantieunterlagen in eingescannter Form online zu verwalten. Jetzt verraten beide Zahlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die zwei deutschen Onlinedienste Reposito und garanbo erlauben es Verbrauchern, Kassenzettel und Garantieunterlagen in eingescannter Form online zu verwalten. Jetzt verraten beide Zahlen.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/repositoundgaranbo.png" width="170" height="170"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wie jüngst <a href="http://netzwertig.com/2012/05/10/papierloses-buero-startups-wollen-dokumente-sexy-machen/">in diesem Beitrag zusammengefasst</a>, versucht eine wachsende Zahl an Startups aus Deutschland, das private und berufliche Büro zu digitalisieren und das Papier aus unserem Alltag zu verbannen. Zwei junge Webangebote hatte ich in dem Artikel aufgrund ihrer speziellen Fokussierung auf einen Aspekt digitaler Dokumente nicht erwähnt, gewisserweise gehören sie jedoch auch zur derzeit emporstrebenden Gattung von Startups, die Papierdokumente zur Archivierung und Verwaltung in digitale Form bringen wollen.</p>
<p>Die Rede ist von <a href="http://www.reposito.de">Reposito</a> und <a href="http://www.garanbo.de">garanbo</a>, zwei Onlineangebote aus Deutschland, die Konsumenten dabei helfen, ihre Kassenzettel und Garantieunterlagen sicher aufzubewahren und einfach wiederzufinden. Im Sommer vergangenen Jahres <a href="http://netzwertig.com/2011/07/14/garanbo-reposito-garantieunterlagen-online-verwalten/">hatten wir beide Services kurz vorgestellt</a>. Über mobile Apps fotografieren Anwender ihre Kaufbelege und Garantiezettel, ergänzen diese mit den wichtigsten Angaben zu den angeschafften Produkten und zeigen Quittungen auf ihrem Smartphone beim Händler vor, sofern sie eine Garantie in Anspruch nehmen wollen. Zwar sind sie dabei auch immer ein wenig auf das Entgegenkommen der Geschäfte angewiesen, aber ein von den Reposito-Machern in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kam immerhin zu dem Schluss, dass digitalisierte Kassenzettel zur Inanspruchnahme von Gewährleistung oder Garantie rechtsgültig sind.</p>
<p><span id="more-21720"></span></p>
<p><strong>Reposito mit frischem Geld und 120.000 App-Downloads</strong></p>
<p>Von beiden Unternehmen hörten wir in diesen Tagen Neues und einige Zahlen zur Entwicklung der Angebote. So gab <a href="http://www.reposito.de">Reposito</a> nach einer ersten Finanzierungsrunde im mittleren sechsstelligen Bereich im Juli vergangenen Jahres gestern eine erneute Kapitalspritze bekannt: Mehrere Business Angels versorgen das 2011 von Philipp Hartmann und Adrian Runte gegründete Startup aus Karlsruhe <a href="http://www.reposito.com/files/Reposito_PM_20120524.pdf">mit frischem Geld</a>, der Betrag wurde jedoch nicht genannt. Nebenbei lieferte die Pressemitteilung einige Details zur Verbreitung von Reposito: 120.000 Mal wurde die mittlerweile für iPhone und Android angebotene kostenlose App bisher heruntergeladen, über 400.000 Kassenzettel haben Anwender über diese mittlerweile digital gesichert. Seit einiger Zeit kann auf die Funktionen von Reposito auch über eine Weboberfläche zugegriffen werden. Neben dem Herzstück der Verwaltung von Kassenzetteln bietet Reposito eine Reihe verwandter Features wie mehr als eine Million Handbücher und Bedienungsanleitungen sowie einen Benachrichtigungsdienst über Produktrückrufe. Zum Umsatz macht das Startup bisher keine Angaben. Die Monetarisierung erfolgt über den Verkauf von Garantieverlängerungen und Schutzbriefen.</p>
<p><strong>garanbo ist der kleinere Konkurrent</strong></p>
<p><a href="http://www.garanbo.de">garanbo</a> ist trotz eines früheren Starts bereits im Januar 2010 und eines zu Beginn größeren Funktionsumfanges der kleinere der zwei Dienste. Zwar bietet das vom Radolfzeller IT-Beratungshaus Sybit lancierte Angebote ebenfalls Gratis-Apps für iPhone und Android, hebt aber seit jeher die Webkomponente stark hervor, während diese Reposito zu Anfang komplett fehlte. 4.000 Mal wurde die garanbo-App bisher von Nutzern installiert. 35.000 Seitenaufrufe verzeichnete die Website im April 2012. Die Zahl aktiver Anwender gibt das garanbo-Team mit 5.000 an, diese haben durchschnittlich drei Produkte eingetragen. Ähnlich wie Reposito bietet auch garanbo eine Funktion, um vor Ablauf der Garantie oder bei Produktrückrufen benachrichtigt zu werden. Auf der Roadmap stehen der Launch einer Universal-App für iPhone und iPad, eine Erweiterung der Android-Applikation sowie Kooperationen zur Verlängerung von Garantien.</p>
<p><strong>Wie groß ist die Zielgruppe wirklich?</strong></p>
<p>Als ich mir beide Anbieter erstmals anschaute, konnte ich mich gegen das Aufkommen einer gewissen Skepsis nicht wehren. Sicherlich sind Reposito und garanbo für manche gut organisierten, strukturierten Vielkäufer interessant. Doch wie groß ist deren Zahl wirklich? Ist nicht für das digitale Aufbewahren von Kassenzetteln eine gewisse Affinität für den Online-Lifestyle erforderlich, die automatisch zu verstärkten Einkäufen im Netz statt im stationären Handel führt? Wer Bestellbestätigung und Rechnung per Mail erhält, hat deutlich weniger Anreize, Reposit und Garanbo zu verwenden. Hinzukommt die enorme Konkurrenz durch die zahlreichen anderen Dienste zur Verwaltung von Dokumenten sowie einschlägige Cloudspeicherangebote. Denen fehlen zwar die optimierten Features zum smarten Archivieren und Wiederfinden von Kassenzetteln, aber solange sich die Zahl gespeicherter Quittungen und Garantiezettel in Grenzen hält, sollten diese Lösungen für die meisten Verbraucher trotzdem ausreichen. Erst recht, wenn Nutzer im Durchschnitt nur eine Handvoll Produkte über die Services verwalten.</p>
<p>Sich in einer Nische niederzulassen, muss für Startups nicht unattraktiv sein. Doch um als Plattform für das Verwalten von Kassenzetteln und Garantieunterlagen groß rauszukommen, reicht es meines Erachtens nach nicht, Anwender lediglich das Einscannen von Quittungen aus dem Offline-Handel anzubieten. Webshops sollten nicht außen vorgelassen werden. Das Berliner Startup <a href="http://itembase.com/">ItemBase</a> bastelt gerade an einer Lösung, bei der sämtliche Unterlagen zu Transaktionen im Netz automatisch archiviert und später einfach wiedergefunden werden können. Eine Kombination aus diesem Prinzip und dem Einscannen von Kassenzetteln hätte die größte theoretische Zielgruppe. Irgendjemand wird versuchen, diese einzufangen.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/14/garanbo-reposito-garantieunterlagen-online-verwalten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/garanrepo110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/14/garanbo-reposito-garantieunterlagen-online-verwalten/">garanbo & Reposito: Garantieunterlagen online verwalten</a></b><br /><font size="2">Mit garanbo und Reposito wollen zwei junge Dienste aus Deutschland Konsumenten dabei helfen, ihre Kassenzettel und Garantieunterlagen sicher aufzubewahren und im Bedarfsfall wiederzufinden.  </font><font color="#aaa">(14. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/10/papierloses-buero-startups-wollen-dokumente-sexy-machen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/papier110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/10/papierloses-buero-startups-wollen-dokumente-sexy-machen/">Papierloses Büro: Startups wollen Dokumente  sexy machen</a></b><br /><font size="2">Eine Reihe von Startups aus dem deutschsprachigen Raum will mit digitalen Dokumentenplattformen das Papier aus dem Büro und Alltag verdrängen. Die Idee überzeugt besonders beim Blick auf das langfristige Potenzial. </font><font color="#aaa">(10. Mai 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/10/linkwertig-reposito-eyeem-googlebox-seo/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/lw-0210.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/10/linkwertig-reposito-eyeem-googlebox-seo/">Linkwertig: Reposito, EyeEm, Googlebox, SEO</a></b><br /><font size="2">Reposito bekommt Handbücher, EyeEm bekommt eine API, was man von Donuts über Social Media lernen kann und mehr. </font><font color="#aaa">(10. Februar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Indexierung von Verlagsinhalten: Echobot gerät ins  Visier von SZ und FAZ</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/24/indexierung-von-verlagsinhalten-echobot-geraet-ins-visier-von-sz-und-faz/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 11:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach perlentaucher.de und Commentarist gerät nun der Medienbewachungsdienst Echobot ins Visier von SZ und FAZ. Die Verlage mahnen das Karlsruher Startup wegen der Indexierung und Verlinkung ihrer Inhalte ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nach perlentaucher.de und Commentarist gerät nun der Medienbewachungsdienst Echobot ins Visier von SZ und FAZ. Die Verlage mahnen das Karlsruher Startup wegen der Indexierung und Verlinkung ihrer Inhalte ab.</h4>
<p><a href="http://www.echobot.de"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/echobot.png" width="254" height="58"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Süddeutsche Zeitung (SZ) sind mittlerweile bekannt für ihre Abneigung gegenüber Onlineangeboten, die ihnen neue Leser und Seitenaufrufe beschaffen, indem sie mit Überschriften und kurzen Textanrissen oder Zusammenfassungen auf Artikel der zwei deuschen Nachrichtenportale verweisen. Sowohl <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/OLG-Urteil-schliesst-Perlentaucher-Verfahren-ab-1369906.html">gegen das Kulturmagazin perlentaucher.de</a> als auch <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/verlage-gegen-commentarist-faz-und-sz-wollen-nicht-zitiert-werden-a-745378.html">den Aggregator Commentarist</a> sind die zwei verantwortlichen Verlage bereits rechtlich vorgegangen. Mit <a href="http://echobot.de/">Echobot</a> sieht sich nun erneut ein deutsches Startup der Abmahnfreude des streitlustigen Duos ausgesetzt.</p>
<p>Weil der junge Medienbeobachtungsdienst aus Karlsruhe unter anderem Zeitungswebsites duchsucht, Überschriften sowie Artikelanrisse zu Suchworten gefundener Artikel präsentiert und diese mit kleinen, wenige Pixel großen Logos der Medienmarken illustriert, hat er den Zorn von SZ und FAZ auf sich gezogen. Beide haben den Dienst, <a href="http://netzwertig.com/2011/11/23/online-medienbeobachtung-echobot-will-messbarkeit-und-transparenz-schaffen/">den wir Ende 2011 vorstellten</a>, mit einer Abmahnung beglückt. Das Landgericht München bestätigte außerdem eine einstweilige Verfügung der SZ, nach der sechs verlinkte SZ-Beiträge aus dem Echobot-Angebot entfernt werden müssen. Sicherheitshalber hat sich Echobot-Gründer und -Geschäftsführer Bastian Karweg dazu entschlossen, bis zur Klärung des Falls alle SZ-Inhalte aus dem Index zu streichen. FAZ.net ist jedoch weiterhin vertreten. Spiegel Online berichtete wie schon damals bei Commentarist <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/echobot-faz-und-sz-wehren-sich-gegen-artikelsuchdienst-a-834622.html">als erster über den Fall</a> und scheint sich selbst nicht an der Aggregation durch Echobot zu stören.</p>
<p><span id="more-21703"></span></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/echobotiframe.png" width="300" height="239"  alt="" align="right" hspace="5" vspace="5"/>Was Echobot in Bezug auf das Durchsuchen von Medienangeboten und Darstellen von Überschriften und Textanrissen macht, entspricht im Grunde der Praxis von Nachrichtenaggregatoren wie Google News. Lediglich die über einen externen Dienstleister offerierte Möglichkeit, einmal als iFrame auf der Originalquelle aufgerufene Texte von sie umgebenden Grafiken und Werbebannern zu befreien (ähnlich wie es Readability oder Instapaper machen) oder als Volltext-PDF zu speichern, unterscheidet sich von dem Treiben der Suchmaschine. Da <a href="http://www.commentarist.de">Commentarist</a>, <a href="http://netzwertig.com/2011/09/12/commentarist-aggregator-fur-meinungsjournalismus-wagt-den-neustart/">der aus Hamburg stammende Aggregator für Meinungsjournalismus</a>, aber kein derartiges Feature beinhaltet und trotzdem abgemahnt wurde, war dies wohl nicht Stein des Anstoßes.</p>
<p>Erwähnenswert is, dass Echobot seinen Service nur registrierten und &#8211; abgesehen von einer kurzen Testphase &#8211; zahlenden Nutzern anbietet. Eine massenhafte Verwendung des Dienstes ist somit grundsätzlich ausgeschlossen. Selbst wenn also das Aggregieren und Anteasern von Inhalten von Medienangebot den Verlagen Schaden zuführen würde (wofür es wenig Anzeichen gibt), wäre Echobot aufgrund seiner spitzen Zielgruppe und <a href="http://www.echobot.de/index/preise">der recht hohen Preise</a> (ab 125 Euro/Monat) garantiert keine Gefahr für SZ und FAZ.</p>
<p>Es geht den zwei altehrwürdigen Verlagshäusern also recht eindeutig ums Prinzip. Ein Prinzip, dessen Ausformung jedoch in der neuen digitalen Medienwelt auf viel Unverständnis stößt. Auch bei Echobot-Chef Karweg, der gegen die einstweilige Verfügung Widerspruch eingelegt hat. Er hoffe auf eine Einigung, sei aber auch bereit, den Konflikt vor Gericht auszutragen, so Spiegel Online.</p>
<p>Immerhin darf er sich über viel neue Aufmerksamkeit für sein Startup freuen. Echobot-Kunden erhielten heute bereits einen Newsletter mit einer ausführlichen Darlegung des Sachverhalts. Auf der Echobot-Website prangt an zentraler Stelle ein Hinweis auf den Rechtsstreit mit den Verlagen, <a href="http://www.echobot.de/index/ineigenersache">inklusive Sonderseite</a> und Empfehlung, den Newsletter zu abonnieren, um über die weitere Entwicklung informiert zu bleiben.</p>
<p>Die Karlsruher werden dank der Berichterstattung in den Medien sicher den ein oder anderen neuen Kunden gewinnen können. Und sollten sie im schlimmsten Fall dazu gezwungen sein, SZ und FAZ dauerhaft aus dem Index zu nehmen, so ließe sich das angesichts von 12.000 durchsuchten redaktionelle Internetseiten auch verkraften. Erst recht, wenn man bei jeder Suche explizit darauf hinweisen könnte, wieso keine Ergebnisse von SZ und FAZ in den Suchresultaten erscheinen.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/23/echtzeitweb-lasst-die-finger-von-den-eilmeldungen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/eilmeldung.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/23/echtzeitweb-lasst-die-finger-von-den-eilmeldungen/">Echtzeitweb: Lasst die Finger  von den Eilmeldungen!</a></b><br /><font size="2">Eilmeldungen, die keine sind, gehören zu den unerfreulichen Folgen des schnelldrehenden digitalen Nachrichtenzyklus. Damit muss endlich Schluss sein! </font><font color="#aaa">(23. April 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/12/carsharing-startup-vs-autovermietung-tamyca-provoziert-abmahnung-von-sixt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/tamyca110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/12/carsharing-startup-vs-autovermietung-tamyca-provoziert-abmahnung-von-sixt/">Carsharing-Startup vs Autovermietung: tamyca provoziert  Abmahnung von Sixt</a></b><br /><font size="2">Der Carsharingdienst tamyca, bei dem Privatpersonen ihr Auto vermieten können, vergleicht auf seiner Website die eigenen Preise mit denen der Autovermietung Sixt. Die damit provozierte Abmahnung ließ nicht lange auf sich warten. </font><font color="#aaa">(12. April 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/03/14/zitatplattform-quote-fm-und-die-herausforderungen-der-zukunft/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/03/quotefm110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/03/14/zitatplattform-quote-fm-und-die-herausforderungen-der-zukunft/">Zitatplattform: Quote.fm und die  Herausforderungen der Zukunft</a></b><br /><font size="2">Noch ist Quote.fm ein Nischenphänomen. Doch sollte es dem Startup aus Hamburg gelingen, die Masse der Nutzer anzusprechen, wird es sich mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetzen müssen. </font><font color="#aaa">(14. März 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Cash-Cow mit Zukunft: Warum Facebook eine  Suchmaschine starten sollte</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/24/cash-cow-mit-zukunft-warum-facebook-eine-suchmaschine-starten-sollte/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2012 06:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Facebook wird alles dafür tun müssen, um neue Erlösquellen zu erschließen. Der Start einer eigenen Suchmaschine erscheint deshalb sehr wahrscheinlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Facebook wird alles dafür tun müssen, um neue Erlösquellen zu erschließen. Der Start einer eigenen Suchmaschine erscheint deshalb sehr wahrscheinlich.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/suche.png" width="220" height="66"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>In der Woche <a href="http://netzwertig.com/2012/05/18/facebooks-boersengang-das-groeste-ereignis-der-internetwirtschaft/">nach dem größten Börsengang der Internetgeschichte</a> &#8212; der sich auch immer mehr <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebooks-Boersengang-Anleger-zieht-vor-Gericht-1582572.html">zu einem der problematischsten entwickelt</a> &#8211; fällt es schwer, sich nicht in überdurchschnittlich vielen Artikeln mit Facebook zu befassen. Wir hoffen, ihr seht es uns nach! Als Gastautor Hubertus Porschen <a href="http://netzwertig.com/2012/05/23/facebooks-boersengang-die-zeit-danach/">in seinem gestrigen Beitrag</a> die künftigen Herausforderungen und Chancen des nun unter ganz neuem Druck stehenden sozialen Netzwerks <a href="http://netzwertig.com/2012/05/23/facebooks-boersengang-die-zeit-danach/">beleuchtete</a>, kam er auf einen Punkt zu sprechen, den ich an dieser Stelle noch einmal separat aufgreifen möchte: Facebooks Potenzial als Suchmaschine.</p>
<p>Facebooks Suche in seiner bisherigen Form ist nicht der Rede wert. Über das zentrale Suchformular lassen sich zwar sowohl interne Inhalte, Apps und Kontakte als auch Webcontent (durch die Integration von Bing) suchen. Dies ist aber weder besonders nutzerfreundlich gelöst, noch macht es Spaß oder sorgt für den Eindruck, hiermit könnte Facebook Google oder andere Suchmaschinen in Bedrängnis bringen. Nein, bisher ist die Suche maximal zweckmäßig, im schlimmsten Fall aber unbrauchbar.</p>
<p><span id="more-21698"></span></p>
<p>Dass dies für immer so bleiben wird, erscheint spätestens im Angesicht der jüngsten Klagen über die Einseitigkeit und mangelnde Effektivität des bisherigen Facebook-Geschäftsmodells äußerst unwahrscheinlich. Denn wie jeder von Google weiß, stellt eine Vermarktung von Suchwörtern nach wie vor eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Google-steigert-den-Gewinn-um-61-Prozent/story/21566317">ultimative, relativ krisenfeste Cash-Cow dar</a>. Anwender, die nach etwas Spezifischem suchen, sind für zur Intention passende Anzeigen deutlich empfänglicher als Nutzer, die bei Facebook mit ihren Freunden interagieren.</p>
<p><strong>Suchwortvermarktung bleibt Cash-Cow</strong></p>
<p>Trotz der verbreiteten These, dass Empfehlungen des Social Graph künftig der klassischen Suche Konkurrenz machen könnte, gibt es wenig Grund zur Annahme, dass wir im angebrochenen Jahrzehnt deutlich weniger im Netz recherchieren werden. Die Art und Weise, wie dies abläuft, könnte sich verändern und stärker Signale aus dem persönlichen Umfeld sowie neue Bedienkonzepte mit einbeziehen. Doch die Suche als gängiger Weg, um online an spezifische Informationen zu gelangen, wird nicht so schnell verschwinden &#8211; womit auch die Suchwortvermarktung ein lukratives Geschäftsmodell bleibt.</p>
<p>Genau deshalb ist in nächster Zeit mit einer Offensive von Facebook im Suchmarkt zu rechnen. Hubertus Porschen verwies in seinem Text auf eine Prognose des Marktforschungsunternehmens Greenlight, das davon ausgeht, dass die Lancierung einer vollwertigen Suchmaschine dem Social Network aus dem Stand <a href="http://business.chip.de/news/Facebook-Suche-Google-muss-zittern_55899381.html">einen weltweiten Marktanteil</a> von 22 Prozent bescheren könnte. Angesichts von <a href="http://dealbook.nytimes.com/2012/02/06/those-millions-on-facebook-some-may-not-actually-visit/">fast 500 Millionen Nutzern</a>, die sich täglich bei dem Dienst einloggen (manche davon auch über Drittanbieter, die Mehrzahl jedoch direkt bei Facebook), erscheint diese Vorhersage nicht unrealistisch. <a href="http://investor.google.com/earnings/2011/Q4_google_earnings.html">Im vierten Quartal 2011</a> erwirtschaftete Google 7,29 Milliarden Dollar über eigene Sites, 69 Prozent des Quartalsumsatzes. Hochgerechnet auf die 38 Milliarden Dollar Umsatz, die der Interntgigant im Gesamtjahr 2011 generierte, wären dies rund 26 Milliarden Dollar Umsatz aus Anzeigen auf Google-Angeboten. Die Suchwortvermarktung dürfte dabei den Löwenanteil ausmachen (und YouTube einen kleineren Teil). Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, was für ein Geschäft sich Facebook, das derzeit pro Quartal lediglich rund eine Milliarde Dollar umsetzt, mit seiner schwachen Suche entgehen lässt.</p>
<p>Momentan steuern User das kalifornische Netzwerk an, wenn sie mit ihren Freunden kommunizieren oder unterhalten werden wollen, und Google, sofern sie nach etwas suchen. Mit Google+ möchte letztgenannter Konzern dieses Verhältnis zu seinen Gunsten verändern. Es wäre ein Wunder, wenn Facebook nicht ernsthaft versuchen würde, das Thema Suche stärker zu belegen. <a href="http://netzwertig.com/2010/10/14/social-search-die-5-facetten-des-bing-facebook-deals/">Die enge Kooperation mit Microsoft</a> und dessen Suchmaschine Bing ist aufgrund der weltweit geringen Bing-Reichweite bei weitem nicht genug, zumal sie Facebook auch aus wirtschaftlicher Sicht garantiert nicht das einbringt, was eine eigene Suchwortvermarktung an Erlösen verspräche.</p>
<p><strong>Voraussetzungen für Facebook Search sind gut</strong></p>
<p>Die Integration einer Suchmaschine wäre für Facebook eine Leichtigkeit. Das Suchfeld existiert bereits, Nutzer wissen genau, wie eine Suchmaschine funktioniert, und dank der Nutzungsdaten sowie Likes von 900 Millionen aktiven Mitgliedern ließe sich das vieldiskutierte aber bisher in der Praxis eher enttäuschende Konzept der Social Search endlich perfektionieren. Auch sollte es dem US-Unternehmen nicht schwer fallen, den regelmäßig aktiven und damit eher loyalen Teil seiner Anwenderschaft zur Nutzung einer vollwertigen Suche-Funktion zu animieren.</p>
<p>Je länger ich darüber nachdenke, desto offensichtlicher erscheint eine Facebook Suche. Und was spräche dagegen? Wahrscheinlich wären es vorrangig kartell- und datenschutzrechtliche Aspekte, die sich als Herausforderungen erweisen würden. Doch wenn Google seine Vielzahl von Webangeboten mit seiner global absolut dominierenden Suche und dem Social Network Google+ verknüpfen darf, spricht erst einmal wenig dafür, dass Facebook dies verwehrt bliebe. Im Gegenteil: Angesichts eines Google-Suchmarktanteils von über 90 Prozent in einigen Ländern (darunter Deutschland) ist nicht unmöglich, dass Kartellbehörden sogar Gefallen an mehr Konkurrenz im Suchsegment finden.</p>
<p>Facebook könnte für die Suchmaschine auf eine noch engere Zusammenarbeit mit Bing setzen, eine eigene Lösung entwickeln oder sich eine externe Suchmaschine einverleiben. In puncto Qualität der Ergebnisse hat bisher noch kein alternativer Suchanbieter <a href="http://www.neunetz.com/2012/01/26/erfahrungsbericht-anderthalb-jahre-mit-3-suchmaschinen-die-nicht-google-sind">Google das Wasser reichen können</a>. In Kombination mit Facebooks gigantischem Datenschatz allerdings verändern sich die Vorzeichen.</p>
<p>Es würde mich nicht wundern, wenn die Angestellten einer der kleineren Suchmaschinen wie <a href="http://duckduckgo.com/">DuckDuckGo</a> oder <a href="http://blekko.com/">Blekko</a> demnächst Facebook auf ihren Visitenkarten stehen hätten.</p>
<p>Halten ihr einen Vorstoß von Facebook in den Suchmarkt für erstrebenswert?</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/googleplus110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/">Nutzeraktivität und Facebook-Konkurrenz: Zwei gängige Irrtümer über Google+</a></b><br /><font size="2">In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer deutlich. Zeit, mit ihnen aufzuräumen. </font><font color="#aaa">(16. Mai 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/gplussearch110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/01/16/personalisierte-suche-wieso-google-sich-selbst-schadet/">Personalisierte Suche: Wieso Google sich selbst schadet</a></b><br /><font size="2">Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben. </font><font color="#aaa">(16. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/11/16/facebook-twitter-und-jetzt-google-drei-sind-einer-zu-viel/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/googleplus110-4.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/11/16/facebook-twitter-und-jetzt-google-drei-sind-einer-zu-viel/">Facebook, Twitter und jetzt Google+: Drei sind einer zu viel</a></b><br /><font size="2">Mit dem Start von Google+ kämpfen nun drei führende, auf die Masse der Nutzer ausgerichtete und sich im Funktionsumfang überschneide Social-Web-Plattformen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Googles Nachzügler wird dabei zunehmend zur Last. </font><font color="#aaa">(16. November 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>aka-aki schließt: Viele Jahre seiner Zeit voraus</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/23/aka-aki-schliest-viele-jahre-seiner-zeit-voraus/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 10:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[aka-aki]]></category>
		<category><![CDATA[location based service]]></category>
		<category><![CDATA[mobile web]]></category>
		<category><![CDATA[schlie?ng]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mobile App des Berliner Startups aka-aki erlaubte es Anwendern seit 2008, mit interessanten Personen in der unmittelbaren Nähe Kontakt aufzunehmen. Jetzt gibt der Dienst seine Schließung bekannt. Er war seiner Zeit voraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die mobile App des Berliner Startups aka-aki erlaubte es Anwendern seit 2008, mit interessanten Personen in der unmittelbaren Nähe Kontakt aufzunehmen. Jetzt gibt der Dienst seine Schließung bekannt. Er war seiner Zeit voraus.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/aka-aki.png" width="233" height="76"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></p>
<p><em>Aktualisiert</em></p>
<p>Manchmal sind Gründer von Startups mit ihrer Idee der Zeit einfach ein wenig voraus. Dodgeball, LetsBuyIt oder Brightkite lassen sich als klassische Beispiele für dieses Phänomen anführen. Mit dem Berliner Locationdienst <a href="http://www.aka-aki.com">aka-aki</a> gab es schon länger einen weiteren potenziellen Kandidaten für diese Schublade. Mit der <a href="http://blog.aka-aki.com/?p=2914">heute bekanntgegebenen Schließung</a> wird dieser Status endgültig offiziell.</p>
<p>aka-aki entstand aus einem Diplomprojekt, wurde 2007 gegründet und öffnete 2008 seine Pforten. Bei dem Dienst stand das zufällige Zusammentreffen von Anwendern mit anderen aka-aki-Nutzern in der unmittelbaren Umgebung im Vordergrund. Wer die anfangs für viele ältere Handy-Modelle und später nur noch für iPhone und Android angebotene App öffnete, konnte sich informieren lassen, wenn andere User der App den eigenen Weg kreuzten, und auch nachträglich im Mitgliederbereich der Website nachschauen, wem man so unterwegs begegnet ist. Zu Beginn war es erforderlich, die Applikation stets offen zu haben, <a href="http://netzwertig.com/2010/11/11/aka-aki-neue-hoffnung-dank-multitasking/">später war auch Background-Location möglich</a>.</p>
<p><span id="more-21688"></span></p>
<p>Doch obwohl sich über die Jahre mehr als 700.000 Nutzer bei dem Dienst registrierten, konnte er niemals die kritische Masse erreichen, die für das Gelingen eines derartigen Konzepts erforderlich wäre. Mit einer Diversifizierung über das eigenständige standortbasierte mobile Spiel LiftLoft <a href="http://netzwertig.com/2011/03/31/liftloft-aka-aki-gibt-den-startschuss-fuer-sein-mobiles-social-game/">sollte im vergangenen Jahr ein neuer Markt ausprobiert werden</a> &#8211; doch weder die Nutzer- noch Umsatzzahlen entsprachen den Erwartungen, weshalb das aka-aki-Team <a href="http://netzwertig.com/2011/09/08/liftloft-verschwindet-kommentarlos-aka-aki-beendet-sein-social-game-experiment/">im September den Stecker bei LiftLoft zog</a>. Parallel war das bereits angeschlagene Startup gezwungen, sich von einem Teil des Teams (vorrangig Freelancer) zu trennen.</p>
<p>Damals gab aka-aki-Gründer Roman Hänsler noch die Parole aus, sich wieder vollständig auf die Weiterentwicklung des Kernangebots fokussieren zu wollen. Doch offensichtlich kam man nach rund vier Jahren ohne wirklichen Durchbruch zu der Einsicht, dass alles Pulver (und wahrscheinlich auch das Geld) verschossen sei. Am 1. Juli gehen bei dem Dienst die Lichter aus. Laut Unternehmensregister wurde die aka-aki GmbH zum 15. Mai <a href="https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=2902D4F821341423A7F80B1BA1D300E3.www03-1?submitaction=showDocument&amp;id=9234153">aufgelöst</a>. Im Blogbeitrag weist das Team aber auch darauf hin, dass sich interessierte Käufer gerne melden dürfen.</p>
<p>Womit aka-aki seit 2008 experimentierte, haben in den vergangenen Monaten zahlreiche US-Startups unter den Labels &#8220;People Discovery&#8221; oder &#8220;Ambient Location&#8221; <a href="http://netzwertig.com/2012/03/05/people-discovery-wenn-das-smartphone-weis-wie-der-sitznachbar-heist/">wieder aufgewärmt</a>. Einer der Anbieter, Glancee, wurde jüngst von Facebook <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2012/05/07/facebook-kauft-freundefinder-glancee-schliest-eine-von-vielen-baustellen/">übernommen und dann geschlossen</a>. Konkurrent <a href="http://www.highlig.ht">Highlight</a> erhielt von allen neuen Anbietern in dem Segment bisher den Löwenanteil der Aufmerksamkeit, quält sich aber abseits von Technologie-Hotspots und Branchenkonferenzen mit hohem Geek-Anteil ebenfalls mit dem Problem zu geringer Verbreitung &#8211; was teilweise auch auf den noch immer enormen Strombedarf der App zurückzuführen ist, der einen dauerhaften Einstz von Highlight quasi unmöglich macht.</p>
<p>Es ist nicht auszuschließen, dass die Zeit auch 2012 noch nicht reif für einen breiten Erfolg von mobilen Apps ist, die Standorte ihrer Nutzer automatisiert abgleichen, um Kontaktaufnahmen mit potenziell interessanten Menschen in der Nähe zu erlauben. Ich bin überzeugt davon, dass der Tag kommen wird, an dem derartige Anwendungenin den Mainstream vorstoßen. Erst wenn dies eingetreten ist, wissen wir, wie viele Jahre zu früh aka-aki mit seinem Konzept eigentlich war.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/08/liftloft-verschwindet-kommentarlos-aka-aki-beendet-sein-social-game-experiment/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/aka-aki_110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/08/liftloft-verschwindet-kommentarlos-aka-aki-beendet-sein-social-game-experiment/">LiftLoft verschwindet kommentarlos: aka-aki beendet sein  Social-Game-Experiment </a></b><br /><font size="2">Der Berliner Location-Dienst aka-aki hat bei seinem mobilen Social Game LiftLoft nur wenige Monate nach dem offiziellen Launch den Stecker gezogen. </font><font color="#aaa">(8. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/11/11/aka-aki-neue-hoffnung-dank-multitasking/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/11/aka-aki_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/11/11/aka-aki-neue-hoffnung-dank-multitasking/">aka-aki: Kleine Neuerung mit großer Wirkung</a></b><br /><font size="2">Die Idee des Berliner Startups aka-aki hatte stets Potenzial, kam jedoch bisher nicht richtig in Fahrt. Die jüngste Version der iPhone-App kann den Standort der User nun auch im Hintergrund feststellen - damit gewinnt aka-aki an Attraktivität. </font><font color="#aaa">(11. November 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/22/spannendes-experiment-die-kartenzahlung-per-smartphone-kommt-nach-deutschland/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/streetpay110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/22/spannendes-experiment-die-kartenzahlung-per-smartphone-kommt-nach-deutschland/">Spannendes Experiment: Die Kartenzahlung per Smartphone kommt nach Deutschland</a></b><br /><font size="2">Deutsche Verbraucher gelten nicht gerade als begeisterte Nutzer bargeldloser Zahlungsmethoden. Trotzdem wagen sich verschiedene hiesige Startups an das vom US-Dienst Square bekannt gemachte Prinzip, Kartenzahlungen per Smartphone zu ermöglichen. </font><font color="#aaa">(22. Mai 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		<title>Visualisierung von Daten: infogr.am macht aus allen  Nutzern Infografik-Künstler</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/23/visualisierung-von-daten-infogr-am-macht-aus-allen-nutzern-infografik-kuenstler/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2012 06:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[infogr.am]]></category>
		<category><![CDATA[Infografiken]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem lettischen Startup infogr.am unterstützt der aus Hamburg stammende Inkubator HackFwd einen Browserdienst, der das Erstellen von bunten Infografiken zu einem Kinderspiel machen möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit dem lettischen Startup infogr.am unterstützt der aus Hamburg stammende Inkubator HackFwd einen Browserdienst, der das Erstellen von bunten Infografiken zu einem Kinderspiel machen möchte.</h4>
<p><a href="http://www.infogr.am"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/infogr.am_.png" width="110" height="109"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Infografiken &#8211; entweder man hasst sie oder man liebt sie. Wer sich für die bunten grafischen Darstellungen von Zahlen, Statistiken und Fakten begeistern kann, kommt bei vielen Tech-Medien auf seine Kosten. Ist man dagegen der Meinung, der jeweilige Inhalt erfordere keine aufgeblasene Visualisierung, bewegt man sich besser sehr vorsichtig durch das Web und macht einen großen Bogen um einschlägige Social-Media-Blogs.</p>
<p>Geht es nach dem Willen der Macher von <a href="http://infogr.am">infogr.am</a>, einem neuen Startup aus der lettischen Hauptstadt Riga, dann wird sich die Menge an Infografiken in nächster Zeit noch deutlich erhöhen. Der Dienst, ein Spross des aus Hamburg stammenden Inkubators HackFwd von Xing-Gründer Lars Hinrichs, möchte jedem Internetnutzer die Werkzeuge in die Hand geben, um Daten und Statistiken in grafischer Form aufzubereiten. Die kostenfreie Browseranwendung hat in dieser Woche die öffentliche Beta-Phase gestartet.</p>
<p><span id="more-21683"></span></p>
<p align="center"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/infogr.am-1.png" width="450" height="219"  alt="" /><br /></p>
<p>Im Vordergrund von infogr.am steht eine sehr schicke, aufgeräumte und einfach zu bedienende Oberfläche, die Anwender nach einem Login direkt aus einem von drei vordefinierten Themens wählen lässt, welches als Grundlage für ihre Infografik dienen soll. Im sich daraufhin öffnenden Editor können nun Inhalte in vordefinierte Textfelder (Überschriften, Zitate) sowie das Zahlenmaterial eingetragen werden, das grafisch aufzubereiten ist. Verschiedene Charts stehen zur Auswahl und können mit Fotos ergänzt werden. Details wie die Größe der Grafik sowie die Anordnung der einzelnen Elemente lassen sich an persönliche Wünsche anpassen. Zu visualisierende Daten können entweder über die eingebaute Spreadsheet-Funktion hinzugefügt oder aus einer existierenden Excel-Datei importiert werden (was derzeit im Chrome-Browser nicht zu funktionieren scheint).</p>
<p>Sind Nutzer mit ihrer kreativen Arbeit zufrieden, führt eine Betätigung des &#8220;Publish&#8221;-Buttons zur Veröffentlichung der Infografik, die anschließend über eine eindeutige URL abgerufen, bei Twitter oder Pinterest publiziert oder in externe Websites eingebettet werden kann.</p>
<p>Der Versuch, infogr.am in höchstem Maße simpel zu gestalten, ist den Machern in jedem Fall gelungen. Es dauert nicht lange, bis man sich mit den vorhandenen Funktionen bekannt gemacht hat. Etwas enttäuschend ist die geringe Zahl an Vorlagen. Gerade einmal drei Stück werden einem bisher präsentiert, was zumindest zu Beginn bei mir für den Eindruck sorgte, die Vielfalt bei der Gestaltung sei letztlich doch relativ begrenzt. Die von infogr.am gelisteten Beispiel-Infografiken wie <a href="http://infogr.am/es/internets/">hier</a>, <a href="http://infogr.am/techhub/riga-vs-london/">hier</a> oder <a href="http://infogr.am/ir/saeimas-darbi/">hier</a> allerdings zeigen, dass Nutzer durchaus individuelle Arbeiten anfertigen können. Um das zu erreichen, muss man sich jedoch etwas mehr Zeit nehmen.</p>
<p>Setzt man voraus, dass manchmal eine hübsche Aufbereitung von Daten und Fakten tatsächlich einen Mehrwert bietet, der über die erhöhte Viralität im Social Web hinausgeht, dann stellt infogr.am ein überaus praktisches Tool dar, das sowohl den Nerv von professionellen Websitebetreibern als auch Hobby-Bloggern treffen dürfte &#8211; sofern sie sich nicht an dem kleinen infogr.am-Logo am unteren Ende der Grafik stören.</p>
<p>Im Hauptmenü findet sich auch der Verweis auf einen für demnächst angekündigten &#8220;Store&#8221;. Was genau dort verkauft werden soll, ist bisher unklar. Eine kostenpflichtige Premium-Version, die das Branding entfernt, existiert bisher nicht, erscheint aber wie eine offensichtlich Lösung, um den Dienst zu monetarisieren.</p>
<p>Link: <a href="http://infogr.am">infogr.am</a></p>

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        </div>
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        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
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		<item>
		<title>Der populärste hinkende Vergleich im Internet: Warum Facebook nicht MySpace ist</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/22/der-populaerste-hinkende-vergleich-im-internet-warum-facebook-nicht-myspace-ist/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 09:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Myspace]]></category>
		<category><![CDATA[Plattformen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum eine Behauptung ist häufiger im Netz zu hören als die, Facebook stünde das gleiche Schicksal bevor wie MySpace. Der Vergleich ignoriert, dass es sich um völlig verschiedene Produkte handelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kaum eine Behauptung ist häufiger im Netz zu hören als die, Facebook stünde das gleiche Schicksal bevor wie MySpace. Der Vergleich ignoriert, dass es sich um völlig verschiedene Produkte handelt.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/facebookmyspace.png" width="208" height="68"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Es ist einer der am inflationärsten angewendeten Vergleiche in der Geschichte des Internets: &#8220;Facebook wird eines Tages das Schicksal von MySpace erleiden&#8221;. Obwohl wir immer mal wieder in Beiträgen über die Social-Networking-Landschaft auf die zahlreichen Unterschiede zwischen beiden Unternehmen hingewiesen haben, fehlt uns bisher noch ein spezifischer Artikel, der ein für alle Mal darlegt, warum diese Analogie schlicht falsch ist. Das wird zwar die künftige Gleichsetzung der Entwicklung beider Angebote nicht verhindern, aber immerhin können wir bei sämtlichen künftigen Diskussionen (ob hier, bei Twitter oder anderswo) dann auf diesen Beitrag verweisen, statt die Diskussion aufs Neue beginnen zu müssen. Packen wir&#8217;s an:</p>
<p>Erst einmal: Die Prognose eines bevorstehenden Facebook-Niedergangs analog zu dem von MySpace ist nicht falsch &#8211; ebensowenig, wie zu behaupten, dem iPad wird es eines Tages so ergehen wie dem Yps Magazin, oder dem Überraschungsei wie der Langspielplatte, oder Google wie ChatRoulette. Kein Unternehmen und keine Marke existiert für alle Ewigkeit, weshalb faktisch jede Firma und jede Brand irgendwann nicht mehr den Nerv der Konsumenten trifft und durch eine zeitgemäßere Lösung ersetzt wird.</p>
<p>Doch wer den überstrapazierten Vergleich beider Angebote bemüht, bezieht sich dabei natürlich nicht auf den allgemeinen Lebenszyklus von Firmen, Diensten oder Marken, sondern setzt die Funktionalität von MySpace und Facebook gleich und schlussfolgert davon ausgehend, dass Facebook eines Tages die Nutzer so davonrennen werden, wie sie es einst bei MySpace taten, und damit das Angebot in die Bedeutungslosigkeit treiben.</p>
<p><span id="more-21677"></span></p>
<p><strong>Facebook ist eine Plattform, MySpace war eine Community</strong></p>
<p>Der entscheidende Unterschied und der vorrangige Grund, warum eine plumpe Gegenüberstellung von MySpace und Facebook von einem fehlenden Verständnis für die Dienste zeugt, lässt sich auf einen Satz herunterbrechen: Das alte MySpace war eine Community (ein Begriff, der später von &#8220;Social Network&#8221; abgelöst wurde &#8211; dazu unten mehr), Facebook ist eine Plattform, die mittlerweile als Antrieb und Schmierfett weiter Teile des Netzes dient. Ob man das mag oder nicht, spielt an dieser Stelle keine Rolle.</p>
<p>Wer MySpace mit Facebook gleichsetzt, ignoriert diesen entscheidenden Unterschied und den enormen Lock-In-Effekt, der durch <a href="http://newsroom.fb.com/content/default.aspx?NewsAreaId=137">neun Millionen</a> mit Facebook verknüpfter Apps und führender Websites rund um den Globus entsteht.</p>
<p>Facebook ist nur noch sekundär ein soziales Netzwerk, auf dem sich Anwender in Profilen präsentieren, über Nachrichten miteinander kommunizieren und sich per Newsfeed über die Geschehnisse bei Freunden informieren. Primär handelt es sich um eine Plattform, die als inoffizieller Identitätsanbieter Millionen von Webangeboten dabei hilft, Anwender zu erkennen, ihnen ein personalisiertes Nutzungserlebnis zu ermöglichen und sie angebotsübergreifend mit ihren Kontakten in Verbindung zu bringen.</p>
<p><strong>Newsfeed und Chronik sind nur Fassade</strong></p>
<p>Um Facebook verstehen zu können, muss man sich von der Vorstellung lösen, Facebook bestünde aus Newsfeed und Chronik. Dies ist lediglich die Fassade, die vordergründig dazu dient, Nutzer an das Angebot heranzuführen. Mehr als 900 Millionen aktive Anwender sind dieser Möglichkeit gefolgt. Je länger sie Facebook verwenden, desto häufiger kommen sie mit den Angeboten des Dienstes auf externen Webpages in Berührung &#8211; sei es, weil sie sich bei Musik-Streaming-Diensten mit ihren Facebook-Benutzerdaten einloggen, bei Nachrichtenportalen den Like-Button betätigen oder sich bei einem Social-TV-Dienst Filme auf Basis der Likes ihrer Facebook-Freunde empfehlen lassen. Und desto stärker wird ihre Abhängigkeit von dem Netzwerk &#8211; selbst wenn sie sich bei diesem womöglich seltener blicken lassen.</p>
<p><strong>MySpace fehlte ein Lock-In-Effekt</strong></p>
<p>MySpace fehlte eine Plattform und eine Verflechtung mit externen Websites. Der Lock-In-Effekt war minimal, auch deshalb, weil Nutzer bei dem Dienst unter Fantasienamen und -identitäten auftraten und sich vorrangig mit &#8220;virtuellen Freunden&#8221; vernetzten, die sie privat gar nicht kannten. Entsprechend einfach war es für sie emotional, MySpace und ihren Cyberfreunden <a href="http://netzwertig.com/2009/06/24/niedergang-eines-social-networks-die-tage-von-myspace-sind-gezaehlt/">den Rücken zu kehren</a>, als mit Facebook eine interessantere Alternative auftauchte. Gerade weil die Vernetzung bei MySpace nicht das reale Kontaktnetzwerk der Anwender abbildete, passt der Begriff Community (im Sinn von &#8220;Gemeinschaft Gleichgesinnter&#8221;) eigentlich besser. Facebook war das erste echte soziale Netzwerk, dem es gelang, den realen Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis der Anwender ins Digitale zu übertragen. In Ländern mit besonders hoher Facebook-Penetration sind Familien über viele Generationen hinweg bei dem Social Network miteinander verbunden. Sich dort ganz und dauerhaft zu verabschieden, ist für Anwender allein deshalb ungleich schwerer als damals bei MySpace.</p>
<p>Doch diese Details außer Acht gelassen ist es der Status als Plattform, der Facebook im entscheidenden Maße von MySpace abhebt &#8211; und zumindest nach meiner Beurteilung so deutlich, dass Analogien zwischen beiden Services vor allem die fehlende Reflexion ihrer Verteidiger entlarven.</p>
<p><strong>Herausforderungen, die gemeistert werden können</strong></p>
<p>Mittelfristig kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Facebook-Anwender die Website oder App des blau-weißen sozialen Netzwerks nur noch sporadisch oder gar nicht mehr aufsuchen. Es ist sogar sehr wahrscheinlich. Doch spielt das holprig an der Börse gestartete Unternehmen seine Karten richtig, dann muss es sich über solch einen Zustand keine großen Sorgen machen. Ich glaube, dass genau dieses Szenario als Option in die internen Zwei- oder Fünfjahreprognosen einbezogen wird und als Grundlage für die Strategie von Fimenchef Mark Zuckerberg dient. Facebook wird alles daran setzen, sich in Zukunft unabhängig von Schwankungen der Aktivität seiner Nutzer auf den Facebook-Seiten und -Apps zu machen und noch stärker zum sozialen Betriebssystem des Internets zu avancieren. Links und rechts davon werden weiterhin Social Apps auftauchen und versuchen, einzelne Use Cases oder Nischenaktivitäten besser zu bearbeiten als Facebook dies selbst machen kann. Besonders im mobilen Bereich ist das Unternehmen schwach aufgestellt, und hier herrscht auch die größte Bedrohung einer größeren Nutzerflucht (sofern es zu solch einer kommen würde).</p>
<p>Doch anders als für MySpace ist für Facebook eine eventuelle Abwanderung deutlich weniger dramatisch. Denn solange sich Menschen überall im Netz weiterhin Tag für Tag mit ihren Facebook-Benutzerdaten anmelden und kontinuierlich zur gezielten Werbevermarktung verwendbare Daten generieren, besteht keine Gefahr, sich in das nächste MySpace zu verwandeln. Facebooks Aufgabe liegt darin, die Voraussetzungen zu schaffen, um in einem solche Szenario weiterhin Umsätze zu generieren. Eine Werbevermarktung über externe Sites sowie die webweite Einführung von Facebook Credits als Zahlungsmittel für Online- (und Offline-)Käufe sind deshalb hierfür realistische Ansätze.</p>
<p>Noch einmal in Kurzform: Facebook wird nicht für die Ewigkeit bestehen. Weil es jedoch in erster Linie eine Plattform ist, hätte eine aufgrund der vielfach besseren Vernetzungsqualität weniger wahrscheinliche Nutzerabwanderung im großen Stil nicht die gleichen dramatischen Folgen wie damals für MySpace, weshalb der Vergleich beider Dienste hinkt.</p>
<p>Und für alle, die gerne selektiv lesen, hier zur Sicherheit noch ein kurzer Hinweis: Dieser Beitrag erklärt nicht, dass Facebook unangreifbar ist, sondern, warum Vergleiche mit MySpace zu falschen Schlüssen führen.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/03/13/schnelllebiges-internetgeschaeft-startups-kommen-und-gehen-plattformen-bleiben/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/03/platform110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/03/13/schnelllebiges-internetgeschaeft-startups-kommen-und-gehen-plattformen-bleiben/">Schnelllebiges Internetgeschäft: Startups kommen und gehen, Plattformen bleiben</a></b><br /><font size="2">Das Internetgeschäft ist extrem schnelllebig. Startups kommen und gehen. Erfolgreich etablierte Plattformen allerdings haben eine deutlich längere Lebenserwartung. </font><font color="#aaa">(13. März 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher</a></b><br /><font size="2">Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist. </font><font color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/12/14/restorm-com-launcht-restorm-connect-kommunikationszentrale-fuer-musikschaffende/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/restorm110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/12/14/restorm-com-launcht-restorm-connect-kommunikationszentrale-fuer-musikschaffende/">restorm.com launcht restorm-connect: Kommunikationszentrale  für Musikschaffende</a></b><br /><font size="2">Das Schweizer Social Network für Musikschaffende und -fans restorm.com startet am Freitag ein neues Feature, welches das Synchronisieren von Profilinformationen mit Facebook, Twitter, SoundCloud und Bandsintown ermöglicht. </font><font color="#aaa">(14. Dezember 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		<title>Spannendes Experiment: Die Kartenzahlung per Smartphone kommt nach Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 06:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Deutsche Verbraucher gelten nicht gerade als begeisterte Nutzer bargeldloser Zahlungsmethoden. Trotzdem wagen sich verschiedene hiesige Startups an das vom US-Dienst Square bekannt gemachte Prinzip, Kartenzahlungen per Smartphone zu ermöglichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Deutsche Verbraucher gelten nicht gerade als begeisterte Nutzer bargeldloser Zahlungsmethoden. Trotzdem wagen sich verschiedene hiesige Startups an das vom US-Dienst Square bekannt gemachte Prinzip, Kartenzahlungen per Smartphone zu ermöglichen.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/streetpay.png" width="180" height="168"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Deutschland ist nicht bekannt als Land der unbegrenzten Kartenzahlungen. Bei den Transaktionen im bargeldlosen Zahlungsverkehr liegt die Bundesrepublik <a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/202813/umfrage/eu-laender-mit-den-meisten-transaktionen-im-bargeldlosen-zahlungsverkehr/">deutlich hinter anderen europäischen Ländern</a> (im Bezug auf die Einwohnerzahl), <del datetime="2012-05-23T09:02:57+00:00">und EC/Maestro &#8211; die hierzulande gängigste Karte &#8211; befindet sich nur knapp bei jedem/jeder vierten Deutschen in der Brieftasche.</del> und nur gut <a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/zahlungskarten.png">jede(r) Vierte besitzt eine Kreditkarte</a> (<a href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/29040/umfrage/besitz-und-einsatz-von-zahlungskarten/">Quelle</a>). Deutlich verbreiteter sind Girokarten (Debitkarten), was allerdings eine vergleichsweise geringe Akzeptanz von in anderen Ländern stärker verbreiteten Kreditkarten zur Folge hat. Selbst einige große Handelsketten akzeptieren hierzulande lediglich Debitkarten und keine der gängigen Kreditkarten wie Visa oder Mastercard. Für Kleinstbeträge an Kiosken, in Supermärkten oder auf Veranstaltungen muss meist ausnahmslos bar bezahlt werden. Ausgeprägte Befürchtungen über Missbrauch und Datenschutzaspekte beim bargeldlosen Einkaufen tun ihr Übriges.</p>
<p><em>Ich hatte in der ersten Fassung des Artikels versehentlich die Zahl der Kreditkarten mit denen der Girokarten gleichgesetzt, weshalb es zu der jetzt durchgestrichenen Falschaussage kam.</em></p>
<p>Für <a href="https://squareup.com/">Square</a>, das bekannte und innovative US-Startup, das mit seinem Kartenlesegeräte für Smartphones auf der anderen Seite des Atlantiks viele Gelegenheitshändler und Kleinunternehmer für sich gewinnen konnte (<a href="http://netzwertig.com/2012/03/26/square-das-itunes-des-lokalen-handels/">und mittlerweile in neue Gefilde vorstößt</a>), gehört der hiesige Markt damit trotz seiner Größe zu den besonders schwierigen, was eine baldige Expansion in Frage stellt. Und auch der <a href="http://netzwertig.com/2011/07/26/izettle-ein-erster-blick-auf-europas-square-konkurrenten/">schwedische Square-Konkurrent</a> <a href="http://www.izettle.com">iZettle</a> &#8211; der mittlerweile in den nordischen Ländern verfügbar ist und gerade <a href="http://thenextweb.com/uk/2012/05/16/europes-square-rival-izettle-to-ship-3000-card-readers-to-uk-testers-warms-up-for-summer-launch/">in Großbritannien vor Anker geht</a> &#8211; sowie PayPal <a href="https://www.paypal-deutschland.de/presse/mitteilungen/2012/1217248.html">mit seinem neuen Cardreader PayPal Here</a> zieren sich derzeit noch vor einem Eintritt in Europas größte Volkswirtschaft.</p>
<p><span id="more-21672"></span></p>
<p>Schon angesichts der herausfordernden Marktsituation kam es etwas überraschend, als im April <a href="http://www.deutsche-startups.de/2012/04/03/zenpay-square-rocket-internet/">Pläne des Samwer-Inkubators Rocket Internet bekannt wurden</a>, einen Square-Wettbewerber zu entwickeln. Ursprünglich sollte dieser Zenpay heißen, dann EvoPay, und nun scheint die Bezeichnung &#8220;<a href="http://www.payleven.de">payleven</a>&#8221; der <a href="http://www.deutsche-startups.de/2012/05/21/payleven-evopay-zenpay/">neue Favorit der Berliner Klonschmiede zu sein</a>. Verwunderlich ist dieser Schritt auch deshalb, weil die Samwer-Brüder bisher die Finger von Startups ließen, die eine eigene Hardware voraussetzen.</p>
<p>Derzeit ist noch unklar, ob payleven überhaupt in Deutschland lanciert wird . Die Website präsentiert sich bisher nur in englischer Sprache. Anders jedoch bei <a href="http://www.streetpay.com">streetpay</a>, einem <a href="http://ambajorat.wordpress.com/2012/05/18/exklusiv-streetpay-startet-in-deutschland-der-nachste-square-klon/">weiteren neuen Anbieter einer Kartenlese-Lösung</a> für Smartphones aus Deutschland, der bereits Voranmeldungen für das Plugin entgegennimmt &#8211; das laut Website für iPhone, BlackBerry, Android und Windows Phone angeboten werden soll.</p>
<p>Die Münchner geben auch schon Auskunft <a href="http://www.streetpay.com/de/info/sovielkostet">über die geplante Preisstruktur</a>: Für Transaktionen fällt eine von Square und iZettle her bekannte 2,75-prozentige Gebühr sowie eine Pauschale von 0,19 Euro an &#8211; letztere haben sowohl Square als auch iZettle einige Zeit nach ihrem Launch abgeschafft, weil sie die Zahlungen von kleineren Beträgen unattraktiv macht. Der Cardreader wird wie bei der Konkurrenz gratis angeboten. Das Debüt von streetpay für iPhone und Android ist für Mitte Juni geplant.</p>
<p>Wie immer, wenn die deutsche Gründerszene ein im Ausland existierendes Konzept für sich entdeckt, stürzen sich gleich mehrere Unternehmer darauf. Mobile Kartenlesegeräte bilden da offensichtlich keine Ausnahme: Mit <a href="https://www.sumup.com/">SumUp</a> steht auch ein frisch aus der Taufe gehobener Dienst aus Berlin in den Startlöchern und <a href="http://www.deutsche-startups.de/2012/04/19/sumup-zenpay-square">visiert laut deutsche-startups.de</a> zunächst den deutschsprachigen Markt sowie Irland und Großbritannien an. Noch geizt die Website des Unternehmens mit Informationen, ein geschlossener Beta-Test läuft aber bereits.</p>
<p>Schlagartig wollen sich also mindestens drei Startups aus Deutschland einen Teil vom Kuchen mobiler Kartenzahlungen sichern. Allen dürfte es ähnlich wie iZettle darum gehen, schnellstmöglich den europäischen (und im Falle von payleven womöglich auch andere Regionen außerhalb von Nordamerika) einzunehmen, um so Square den Markteinstieg zu erschweren und sich als attraktives Übernahmeziel zu präsentieren.</p>
<p>iZettle schweigt sich zu konkreten Plänen eines Deutschlandstarts noch aus, lässt aber keinen Zweifel daran, dass dieser früher oder später erfolgen soll. Das Startup aus Stockholm teilt sich die Büroräume mit dem sozialen Geschenkkartendienst <a href="http://www.wrapp.com">Wrapp</a>, der sein Expansionstempo deutlich anzog, als <a href="http://netzwertig.com/2012/03/29/social-gifting-wrapp-kuendigt-start-in-deutschland-oesterreich-und-der-schweiz-an/">deutsche Nachahmer auf der Bildfläche erscheinen</a>. Nicht auszuschließen, dass das <a href="http://techcrunch.com/2011/10/18/europes-square-izettle-raises-11-million-for-mobile-payments-technology/">gut finanzierte</a> iZettle ähnlich auf die neue Konkurrenz reagieren wird.</p>
<p>Zwei Fragen bleiben vorerst offen: Die eine wäre, wie sich Bezug auf bargeldloses Bezahlen eher skeptische Deutsche verhalten, wenn ihnen plötzlich ein Smartphone mit eingestöpseltem Kartenreader unter die Nase gehalten wird und man sie auffordert, ihre Geld- oder Kreditkarte einzuführen. Die Antwort werden payleven, streetpay und SumUp hoffentlich bald liefern können.</p>
<p>Die zweite Frage ist existentieller Natur und betrifft das generelle Konzept von in diesem Beitrag beschriebenen Lösungen: Angesichts der hohen Gebühren der Kreditkartenfirmen, die von der 2,75-prozentigen Umsatzbeteiligung gedeckt werden müssen, führt jede Kartentransaktion Nebenkosten mit sich, die von einem perfekten mobilen Zahlungssystem eigentlich vermieden werden müssten. Das US-Startup Dwolla <a href="http://netzwertig.com/2011/12/13/dwolla-und-babelverse-zwei-mogliche-weltveranderer/">arbeitet hierzu an einer interessanten Lösung</a>. In einer Welt von durch das Internet ermöglichten Peer-to-Peer-Interaktionen und -Transaktionen besteht nämlich eigentlich kein Grund mehr dafür, als Mittler auftretende Finanz- und Karteninstitute am Umsatz eines jeden Kaufs zu beteiligen.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/03/26/square-das-itunes-des-lokalen-handels/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/03/square110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/03/26/square-das-itunes-des-lokalen-handels/">Square: Das iTunes des lokalen Handels</a></b><br /><font size="2">Mit einem Kartenleseaufsatz für Smartphones stieß Square in das Bewusstsein des lokalen Handels vor. Mittlerweile verfolgt das US-Unternehmen eine höhere Mission: Zahlungsprozesse am Point-of-Sale radikal zu vereinfachen. </font><font color="#aaa">(26. März 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/26/izettle-ein-erster-blick-auf-europas-square-konkurrenten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/izettle110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/26/izettle-ein-erster-blick-auf-europas-square-konkurrenten/">iZettle: Ein erster Blick  auf Europas Square-Konkurrenten</a></b><br /><font size="2">iZettle heißt das in Schweden entwickelte Kartenlesegerät fürs iPhone - Europas Antwort auf das US-Startup Square. Mit dem Dienst kann jeder Kartenzahlungen entgegennehmen. Wir haben ihn ausprobiert. </font><font color="#aaa">(26. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/04/29/izettle-europas-antwort-auf-square/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/izettle_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/04/29/izettle-europas-antwort-auf-square/">iZettle: Europas Antwort auf Square</a></b><br /><font size="2">Diverse US-Akteure haben in jüngster Zeit Kartenlesegeräte für Smartphones auf den Markt gebracht. Mit iZettle steht nun eine europäische Antwort auf Square & Co in den Startlöchern. </font><font color="#aaa">(29. April 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>So.cl: Auch ein neues Social Network kommt nicht ohne Facebook-Login aus</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/21/so-cl-auch-ein-neues-social-network-kommt-nicht-ohne-facebook-login-aus/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 10:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[So.cl]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute steht Microsofts neues soziales Netzwerk So.cl allen Anwendern offen. Was der Softwarekonzern damit will, ist unklar. Er weiß aber: Ohne Starthilfe durch Facebook geht es nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Seit heute steht Microsofts neues soziales Netzwerk So.cl allen Anwendern offen. Was der Softwarekonzern damit will, ist unklar. Er weiß aber: Ohne Starthilfe durch Facebook geht es nicht.</h4>
<p><a href="http://www.so.cl"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/so.cl_.png" width="150" height="83"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Im Dezember lancierte Microsoft mit <a href="http://www.so.cl">So.cl</a> durchaus überraschend <a href="http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/12/17/microsoft-so-cl/">ein neues soziales Netzwerk</a>. Bisher war es nur mit einer Einladung zugänglich. Seit dem heutigen Montag <a href="http://www.sychold.ch/microsoft-socl-release/">steht es allen Interessenten offen</a>. Wer einen ausführlichen Review sucht, den verweisen wir an dieser Stelle auf <a href="http://t3n.de/news/microsofts-social-network-socl-388969/">t3n</a> oder <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/microsofts-new-social-network-socl-its-like-google-for-wonks.php">ReadWriteWeb</a>. Auch wenn der Fokus des Angebots auf Schülern und Studenten liegt, die So.cl zur kollaborativen Recherche im Netz verwenden sollen, signalisieren Aussagen wie &#8220;Express yourself&#8221; oder &#8220;Socialize&#8221; auf der Homepage, dass So.cl durchaus als vollwertiges soziales Netzwertig zu verstehen ist. Die wiederkehrende Frage im Presseecho zu So.cl lautet: Was will Microsoft eigentlich mit So.cl?</p>
<p>Das können wir an dieser Stelle leider auch nicht beantworten. Wirklich interessant am Launch von So.cl ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur eins: Dass sich Anwender entweder über ihre Windows-Live- oder Facebook-Benutzerdaten registrieren können. Nun gehört eine Login-Option über Facebook mittlerweile bei tausenden Webdiensten zum guten Ton. Dass jedoch ein frisch gestartetes Social Network, das viele der von Facebook massentauglich gemachten Funktionen mitbringt, von Facebooks &#8220;Registration-Plugin&#8221; Gebrauch macht, unterstreicht dessen Rolle als Quasi-Standard der persönlichen Identifikationssysteme im Internet. Und hilft vielleicht zu verstehen, warum Facebook selbst schon lange nicht mehr einfach nur ein Social Network darstellt (und wieso es überhaupt <a href="http://netzwertig.com/2012/05/18/facebooks-boersengang-das-groeste-ereignis-der-internetwirtschaft/">zu einem Mega-Börsengang in der Lage ist</a>).</p>
<p><span id="more-21663"></span></p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>Irgendwie absurd, wenn man sich bei einem neuen sozialen Netzwerk mit den Facebook Login Daten einwählen soll <a href="https://twitter.com/search/%2523socl">#socl</a></p>
<p>— Christine Heller (@punktefrau) <a href="https://twitter.com/punktefrau/status/204495514127970304" data-datetime="2012-05-21T08:55:04+00:00">May 21, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nicht ganz unwichtig ist an dieser Stelle <a href="http://www.zdnet.de/news/39158633/microsoft-beteiligt-sich-mit-240-millionen-dollar-an-facebook.htm">Microsofts strategische Beteiligung an Facebook</a>. Der Redmonder Softwarekonzern erwarb vor fünf Jahren für 240 Millionen Dollar 1,6 Prozent an dem sozialen Netzwerk. Manche Beobachter mokierten sich über den aus damaliger Sicht überhöht erscheinenden Kaufpreis. Doch im Nachhinein erwies sich der Schritt als kluger Deal: 250 Millionen Dollar soll Microsoft mit dem Verkauf von 6,5 Millionen seiner 32,78 Millionen Facebook-Aktien am Freitag <a href="http://www.geekwire.com/2012/microsoft-set-250m-facebook-ipo/">eingenommen haben</a>. Das Unternehmen hätte demnach seine Ausgabe aus dem Jahr 2007 komplett wieder eingespielt, besitzt aber weiterhin Facebook-Aktien mit einem derzeitigen Wert von rund einer Milliarde Dollar.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/socl.png" width="450" height="342"  alt="" /><br /></p>
<p>Auf die Beteiligung folgten eine Reihe von Kooperationen zwischen Facebook und Microsoft, unter anderem bei der <a href="http://netzwertig.com/2010/10/14/social-search-die-5-facetten-des-bing-facebook-deals/">sozialen Suche</a> sowie <a href="http://netzwertig.com/2011/07/06/partnerschaft-mit-skype-facebook-mit-integriertem-videochat/">Skype</a>. Dass also auch So.cl von der freundschaftlichen Verbundenheit beider Unternehmen tangiert wird, verwundert nicht. Dennoch entbehrt der Schritt nicht einer gewissen Symbolik: Auch ein neues soziales Netzwerk kommt heutzutage nicht mehr über einen &#8220;Einloggen mit Facebook&#8221;-Button aus. Selbst wenn dieser allein wenig Einfluss auf die Zukunftschancen von So.cl haben wird. Ob Microsoft selbst weiß, wohin es mit So.cl eigentlich will, ist offen.</p>
<p>Link: <a href="http://www.so.cl">So.cl</a></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/21/vertiefung-der-integration-uber-skype-mit-facebook-kontakten-plaudern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/skype_110-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/21/vertiefung-der-integration-uber-skype-mit-facebook-kontakten-plaudern/">Vertiefung der Integration: Über Skype mit  Facebook-Kontakten plaudern</a></b><br /><font size="2">Skype und Facebook treiben ihre Vernetzung voran: Die neueste Skype-Beta für Windows ermöglicht Chats mit den eigenen Facebook-Kontakten. </font><font color="#aaa">(21. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/25/zn-yahoo-die-opensocial-foundation-und-eine-windows-live-contacts-api/">Yahoo, die OpenSocial Foundation und eine Windows Live Contacts API</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(25. März 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/googleplus110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/">Nutzeraktivität und Facebook-Konkurrenz: Zwei gängige Irrtümer über Google+</a></b><br /><font size="2">In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer deutlich. Zeit, mit ihnen aufzuräumen. </font><font color="#aaa">(16. Mai 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Digitale Revolution: Erzwungenes Umdenken</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 07:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt steht an einem Scheidepunkt. Viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme erscheinen unlösbar - auch aufgrund eingerosteter und falsche Anreize gebender Strukturen. Aber die IT und das Netz zwingen die Menschheit zum Umdenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Welt steht an einem Scheidepunkt. Viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme erscheinen unlösbar &#8211; auch aufgrund eingerosteter und falsche Anreize gebender Strukturen. Aber die IT und das Netz zwingen die Menschheit zum Umdenken.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/robot.png" width="140" height="206"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Manchmal fühlt sich der Zufall an wie ein eindeutiger Trend oder ein wichtiges Signal. So geschehen am Wochenende, als sich in meiner &#8220;Zu-Lesen-Liste&#8221; innerhalb einer Stunde drei Artikel ansammelten, die sich alle auf unterschiedliche Weise zum gleichen Themengebiet zuordnen ließen. Eines, das dieser Tage mehr Aktualität zu haben scheint als jemals zuvor: die tiefgreifenden gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen, die uns die Digitalisierung und Automatisierung unweigerlich aufzwingen, und die von uns die Entwicklung neuer Handlungsweisen, Perspektiven und auch Lebensziele erfordern.</p>
<p>Zuerst stieß ich auf eine großartige Skizzierung der Herausforderungen und Chancen, die sich für uns Menschen <a href="http://www.faz.net/aktuell/automatisierungdividende-fuer-alle-roboter-muessen-unsere-rente-sichern-11754772.html">aus der bevorstehenden Automatisierung ergeben</a> (eben auch schon in Linkwertig erwähnt). CCC-Sprecher Frank Rieger gibt einen kompakten aber gleichzeitig vollständigen und gut untermauerten Überblick über die zunehmende Ablösung menschlicher Arbeit durch Roboter und Algorithmen (passend dazu: <a href="http://www.netzwelt.de/news/87764-foxconn-roboter-armee-mitarbeiter-ersetzen.html">Foxconn will eine Million Roboter &#8220;anstellen&#8221;</a>) und appelliert daran, dass wir als Gesellschaft rechtzeitig die Weichen dafür stellen, um von dieser Entwicklung profitieren zu können. Voraussetzung dafür ist nach Riegers Worten ein grundsätzlich neues Verhältnis zu unseren Maschinen und ihrer Produktivität. Sein Lösungsvorschlag: Ein Pro-Automatisierungskonsens, ein grundlegender Umbau der Sozial- und Steuersysteme und eine indirekte Besteuerung von nichtmenschlicher Arbeit.</p>
<p><span id="more-21654"></span></p>
<p><strong>Automatisierung</strong></p>
<p>Egal was man von Riegers positiver Utopie halten mag &#8211; sein Beitrag fasst auf herausragende und sachliche Weise zusammen, was für alle an der Schaffung einer lebenswerten, modernen und nachhaltigen Welt Interessierten der eigentliche Fokus der nächsten Jahren sein muss (siehe dazu <a href="http://netzwertig.com/2011/11/15/fundamentale-veranderungen-die-auswirkungen-des-technischen-fortschritts-auf-die-menschliche-arbeit/">auch mein Beitrag</a> &#8220;Die Auswirkungen des technischen Fortschritts auf die menschliche Arbeit&#8221;). Stemmen wir diese Mammutaufgabe, entschärfen wir dabei ganz nebenbei viele andere scheinbar unabhängige, aber in Wirklichkeit mit der beschriebenen Problematik indirekt oder direkt verwobene Brandherde &#8211; sei es die Wirtschafts- beziehungsweise Finanzkrise, die Ungleichheit zwischen arm und reich, vom Menschen verursachte Umwelt- und Klimaprobleme oder eben auch die Frage, wie mit immateriellen Gütern umzugehen ist, die auf einmal ohne Qualitätsverlust millionenfach kopiert werden können. Die oberflächlichen Reaktionen zur Lösung all dieser Konflikte fallen so vielseitig aus, wie sie offensichtlich ineffektiv sind und Probleme nicht in ihrer Ganzheitlichkeit in Angriff nehmen. Der Automatisierung jedoch kann nur begegnen, wer sich das übergeordnete Gesamtkonstrukt, also unser gesellschaftliches Betriebssystem, vorknöpft. Der Streit ums Urheberrecht erscheint beim Blick durch diese Brille dann auf einmal ganz klein und nebensächlich.</p>
<p><strong>Postwachstumsökonomie</strong></p>
<p>Was Rieger nicht explizit anspricht, aber in seinem Beitrag durchaus impliziert, ist auch eine veränderte Sicht auf ständiges Wirtschaftswachstum: Dazu fiel mein Blick auf <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wie-unternehmen-ohne-wachstum-ueberleben-wollen-a-832260.html">einen Artikel bei Spiegel Online</a>, der sich mit einer seltenen unternehmerischen Spezies befasst: Firmen, die bewusst nicht permanent wachsen wollen. Als &#8220;Postwachstumsökonomie&#8221; wird in dem Beitrag ein noch fiktiver Zustand unseres Wirtschaftssystems bezeichnet, in dem die Devise &#8220;Reparieren statt Wegwerfen&#8221; lautet, und in dem Unternehmen sich nicht per se nur dann als erfolgreich bezeichnen können, wenn sie soundsoviel Prozent im Vergleich zum Vorjahr mehr verkauft haben. Der Beitrag nimmt auch Bezug auf Carsharing, also die gemeinsame Nutzung von Automobilen &#8211; und schlägt damit die Brücke zurück zur Digitalisierung: Denn das Internet mit seinen kostengünstigen Fähigkeiten, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, um direkt untereinander Bedürfnisse zu befriedigen oder gemeinsam knappe Ressourcen zu verwenden, beschleunigt die Entwicklung zu einer neuen, bewussteren und effizienteren Form des Konsums. Diese in Kombination mit anderen Tendenzen wie beispielsweise <a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/digitaler-minimalismus-ein-lebensstil-fuer-die-zukunft/">dem digitalen Minimalismus</a> führt im ultimativen Stadium automatisch in eine Postwachstumsökonomie. Weshalb es sinnvoll ist, sich mit diesem Gedanken schon jetzt anzufreunden. Dass sich die Rabattplattform Groupon in ihrem eigenen Marketingmaterial als &#8220;Fastest Growing Compan Ever&#8221; betitelt, mag das Management und die Mitarbeiter stolz machen. Es ist jedoch keine Philosophie, die dem Zeitgeist entspricht und sich mit den nicht gerade banalen Erforderlichkeiten der nächsten Jahrzehnte vereinbaren lässt.</p>
<p><strong>Unternehmertum mit Vision</strong></p>
<p>Das zugegebenermaßen überstrapazierte aber deshalb nicht minder bedeutsame Motto der Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden auch durch den dritten Artikel, der mir am Wochenende besonders ins Auge fiel: Jimdo-Mitgründer Christian Springub hat <a href="http://www.3founders.com/2012/05/16/dear-entrepreneurs-please-don-t-sell-your-company/">ein Plädoyer für ein mehr langsichtiges Agieren junger Unternehmer veröffentlicht</a>. &#8220;Liebe Entrepreneure &#8211; bitte verkauft eure Firma nicht&#8221; &#8211; so der provokative Titel des Beitrags, mit dem er darauf hinweisen möchte, dass die bei vielen Technologie-Startups vorhandene Fokussierung auf den &#8220;Exit&#8221; nicht um jeden Preis etwas Gutes darstellen muss. Während in der Branche jede Akquisition einen Reigen von Glückwünschen nach sich zieht (immer wieder zu beobachten bei Twitter), führt Springub eine Reihe von Gründen an, nach denen der Verkauf einer jungen Webfirma auch als Misserfolg interpretiert werden kann. Seine Empfehlung: Gründer sollten häufiger versuchen, die eigene Vision zu verwirklichen und ihr Unternehmen für die Belegschaft in einen großartigen Ort zum Arbeiten zu verwandeln, statt frühzeitig zu verkaufen.</p>
<p>Während Springub einräumt, dass manchmal gute Gründe für eine Übernahme existieren, sind seine Zeilen nicht nur einfach leere Wortet: Mit dem Homepagebaukasten <a href="http://www.jimdo.com">Jimdo</a> leben er und seine Mitstreiter Fridtjof Detzner und Matthias Henze die Philosophie des langfristig orientierten Unternehmertums. Zwar wächst das 2007 in Hamburg gegründete Startup langsamer als mancher Hype-Dienst der heutigen Internetökonomie, trägt sich dafür jedoch schon seit einigen Jahren selbst und hat sich den Ruf aufgebaut, großen Wert auf eine glaubwürdige Firmenkultur, ein angenehmes Arbeitsklima und die Verwirklichung einer langfristige Vision zu legen. Wer derartige Werte pflegt, hat deutlich mehr Anreize, umsichtiger und nachhaltiger zu agieren.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Wir sind heute schon in der Lage, sämtliche unserer physischen Grundbedürfnisse stillen zu können, ohne dafür auch nur die Haustür verlassen zu müssen. Algorithmen, Maschinen und Roboter übernehmen künftig die Produktion aller Güter und Dienstleistungen, die wir zum Leben und Überleben benötigen. Nun gilt es, die Strukturen der Industriegesellschaft an die der bevorstehenden, automatisierten und digitalisierten Welt anzupassen &#8211; und gleichzeitig aufzupassen, dass wir unseren angeschlagenen Planeten nicht durch fortgesetztes Fehlverhalten weiter beschädigen.</p>
<p>Als Pessimist ist es leicht, den Berg an zu lösenden Aufgaben als ungeheuerliche Bedrohung aufzufassen. Doch so klischeehaft es klingt: Es liegt auch eine Chance vor uns: Die, den erreichten Wohlstand zu halten und auf mehr Menschen auszuweiten, ohne dies aber weiterhin auf Pump durch den Raubbau an Ressourcen zu finanzieren. Dazu muss ein Umdenken auf breiter Front stattfinden &#8211; vom einzelnen Individuum über die Politik bis hin zu großen Konzernen. Die Geschichte hat gezeigt: Freiwillig geschieht dies nicht. Das, was Informationstechnologie gerade mit uns anstellt, zwingt uns zum radikalen Umdenken. Und das ist gut so.</p>
<p><em>(Foto:</em> <a href="http://www.flickr.com/photos/alexkerhead/3119156213/"><em>Flickr/alexkerhead</em></a><em>,</em> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC BY 2.0</em></a><em>)</em></p>

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		<title>E-Mail: Unverwüstlich auch dann,  wenn nichts mehr geht</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mails]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Der E-Mail wird immer häufiger das baldige Ende prognostiziert. Doch in Extremsituationen zeigt sich, dass sie ihren Social-Media-Alternativen noch immer überlegen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der E-Mail wird immer häufiger das baldige Ende prognostiziert. Doch in Extremsituationen zeigt sich, dass sie ihren Social-Media-Alternativen noch immer überlegen ist.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/e-mail.png" width="150" height="51"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>E-Mail <a href="http://www.zeit.de/2011/45/E-Mail">steht vor der Ablösung</a>. Social Networks und mobile Chatdienste <a href="http://techcrunch.com/2011/02/07/comscore-says-you-dont-got-mail-web-email-usage-declines-59-among-teens/">laufen der E-Mail den Rang ab</a>. Firmen wollen die Mail als internes Kommunikationsmittel <a href="http://www.golem.de/news/atos-wir-werden-die-abschaffung-der-e-mail-durchsetzen-1204-90920.html">abschaffen</a>&#8230; egal wohin man schaut &#8211; überall wird der guten alten E-Mail das Ende prognostiziert. Und wahrscheinlich ist es Realität, dass durch die veränderten Nutzungsmuster junger Generationen die Mail als privates Kommunikationsmittel sukzessive an Bedeutung verliert.</p>
<p>Dennoch gibt es einen Vorzug des E-Mail-Protokolls, der gerne ignoriert wird, aber so lange Wertschätzung verdient, bis rund um den Globus in sowohl städtischen als auch ländlichen Regionen blitzschnelle, omnipräsente mobile Breitbandverbindungen existieren. Und bis dahin dürften noch einige Jährchen vergehen: E-Mail funktioniert als eines der wenigen datenbasierten Kommunikationstools auch dann noch zuverlässig, wenn eine Überlastung des Netzes oder eine schlechte mobile Abdeckung alle anderen Arten des digitalen Austausch unmöglich macht.</p>
<p><span id="more-21649"></span></p>
<p>Was das in der Praxis bedeutet, konnte ich jüngst in Berlin auf der re:publica erleben: Das Konferenz-WLAN funktionierte fast schon traditionell ohnehin nicht, und aufgrund der Konzentration von 4000 Netzbürgern an einem Ort gerieten auch die mobilen Datenverbindungen der Provider schnell an ihre Kapazitätsgrenze. Die Folge: Weder das Aufrufen von Websites noch der Zugriff auf Twitter, Facebook oder Chatdienste wie Kik beziehungsweise WhatsApp klappte reibungslos. Besonders in den zwei großen Konferenzsälen waren mein iPhone und Rechner sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten &#8211; bis auf eine Ausnahme: Der Versand und Empfang von E-Mails funktionierte nämlich trotzdem &#8211; wenn auch mit Verzögerungen und einigen fehlgeschlagenen Versuchen.</p>
<p>So saß ich im Publikum und versuchte vergeblich, TweetDecks iPhone-App zum Anzeigen neuer Tweets und Direktnachrichten zu bewegen. Die dafür zu übermittelnde Datenmenge wird nicht gerade außerordentliche Ausmaße besessen haben, war jedoch bereits zu umfangreich, um sich durch die überlasteten Zellen der Mobilfunker zu quetschen. Während ich beim zehnten Versuch des TweetDeck-Reloads war, präsentierte mir mein iPhone den Eingang einer neuen Benachrichtigungs-E-Mail von Twitter &#8211; mit einer darin enthaltenen Direktnachricht.</p>
<p>Einige Male war meine mobile Internetverbindung auch ganz verschwunden &#8211; doch das hinderte mich nicht daran, während der Vorträge nebenbei einige Mails zu beantworten. Hatte mein iPhone die Connectivity wiedererhalten, fanden diese umgehend ihren Weg zu den Empfängern. Ohne dass ich dazu noch einen Finger rühren musste. Sämtliche Social-Media-Apps hingegen ließen mich weiterhin hängen.</p>
<p>Sicherlich hoffen viele von uns darauf, dass die Momente wackeliger Internetverbindungen demnächst zumindest in Industrieländern einen Exotenstatus einnehmen. Wann es aber wirklich dazu kommt, ist unklar. Zur ersten re:pulica vor fünf Jahren hätte sicher keiner der Teilnehmer erwartet, dass auch 2012 der Webzugang zum Glücksspiel wird, wenn sich einige tausend oder mehr Menschen in unmittelbarer Nähe zueinander befinden und gleichzeitig ins Netz wollen.</p>
<p>Prognosen einer abnehmenden Relevanz und Nutzung von E-Mail möchte ich nicht in Frage stellen. Dennoch sollte niemand vergessen, welche Unverwüstbarkeit die Mail-Protokolle SMTP und IMAP mitbringen und wie sie auch dann noch zuverlässig ihre Dienste leisten, wenn sämtliche zeitgemäßeren Kanäle ihren Geist aufgegeben haben. Für Leserinnen und Leser hinter 20 Mbit-Leitungen, die diese Zeilen gerade lesen, mag dieses Szenario recht trivial klingen. In Augenblicken, in denen selbst die Übertragung einzelner Bytes auf Smartphones zu einem Geduldsspiel wird, entsteht allerdings ein Gefühl großer Dankbarkeit darüber, wenigstens noch auf eine (wenn auch altmodische) Art kommunizieren zu können.</p>
<p>Sollte die E-Mail eines Tages verschwinden, stirbt mit ihr auch ein extrem stabiles Instrument der Informationsübermittlung.</p>
<p><em>(Illustration:</em> <a href="http://www.flickr.com/photos/smemon/5167671844/"><em>Flickr/Sean MacEntee</em></a><em>,</em> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC BY 2.0</em></a><em>)</em></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/linkwertig-groupon-trends-xing-social-media/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/lw-0515.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/linkwertig-groupon-trends-xing-social-media/">Linkwertig: Groupon, Trends, Xing, Social Media</a></b><br /><font size="2">Doktortitel bei Groupon, Xing freut sich über 233.000 neue Mitglieder im ersten Quartal und mehr. </font><font color="#aaa">(15. Mai 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/05/10/linkwertig-squadmail-home-office-day-gae/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/lw-0510.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/05/10/linkwertig-squadmail-home-office-day-gae/">Linkwertig: Squadmail, Home Office Day, GAE</a></b><br /><font size="2">Die Google App Engine bekommt Suche, Rocket Internet bekommt 200 Millionen und mehr. </font><font color="#aaa">(10. Mai 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/22/ordner-mit-anderen-nutzern-teilen-squadmail-bringt-sharing-funktionen-zur-e-mail/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/squadmail110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/22/ordner-mit-anderen-nutzern-teilen-squadmail-bringt-sharing-funktionen-zur-e-mail/">Ordner mit anderen Nutzern teilen: SquadMail bringt  Sharing-Funktionen zur E-Mail</a></b><br /><font size="2">SquadMail erlaubt es Anwendern, einzelne Verzeichnisses und darin enthaltene Inhalte ihres E-Mail-Kontos mit anderen zu teilen. Das Berliner Startup will der E-Mail so zu aus dem Social Web bekannten Sharing-Fähigkeiten verhelfen. </font><font color="#aaa">(22. Februar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Facebooks Börsengang: Das größte Ereignis der Internetwirtschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 05:02:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Börsengang]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Am heutigen Freitag wird Facebooks Aktie erstmalig an der US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Es ist das größte Ereignis der Internetwirtschaft bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Am heutigen Freitag wird Facebooks Aktie erstmalig an der US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt. Es ist das größte Ereignis der Internetwirtschaft bisher.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/facebook_logo.png" width="179" height="59"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Heute geht Facebook an die Börse. Es ist ein einzigartiger IPO, der gleich mehrfach Rekorde bricht. Mit der Facebook-Aktie wagt erstmals ein auf die breite Masse ausgerichtetes soziales Netzwerk ohne Special-Interest-Schwerpunkt den Gang aufs Parkett. Gleichzeitig handelt es sich um das größte Börsendebüt eines Technologieunternehmens jemals. Bisher wurde Google diese Ehre zuteil. Doch die <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A14939-2004Aug19.html">zur IPO des Such- und Werbegiganten im Jahr 2004</a> erlösten 1,67 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 23 Milliarden Dollar verblassen im Vergleich zu den 16 Milliarden Dollar, die das soziale Netzwerk <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-05/facebook-boerse-rekord">jetzt eingenommen hat</a>. Der Börsenwert liegt damit bei rund 104 Milliarden Dollar. Heute wird die Facebook-Aktie erstmals an der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ gehandelt.</p>
<p>VentureBeat <a href="http://venturebeat.com/2012/05/16/record-breaking-facebook-ipo">zählt einige weitere Besonderheiten auf</a>, die den Börsenstart zu einem historischen Ereignis machen: So handelt es sich um den größten mit Hilfe von Venturekapital aufgebauten IPO überhaupt: 2,2 Milliarden Dollar Risikokapital sind seit dem Launch von Facebook im Jahr 2004 in das Unternehmen geflossen. Zudem habe noch kein anderer Börsenneuling zuvor so viele Firmen aufgekauft wie das kalifornische Social Network (wobei die angeführte Zahl von 13 Übernahmen nicht zu stimmen scheint &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_acquisitions_by_Facebook">eigentlich waren es deutlich mehr</a>).</p>
<p><span id="more-21642"></span></p>
<p>Facebooks Börsengang ist in seiner Form einzigartig &#8211; nicht nur aufgrund seiner bisher nicht gekannten Dimension, sondern auch in Hinblick auf die Schwierigkeiten der Prognose des weiteren Geschäftsverlaufs. Weil noch nie zuvor ein Internetunternehmen 900 Millionen aktive Anwender bei sich vereinte und mit Millionen Websites rund um den Globus verflochten war, erweisen sich sämtliche historischen Vergleiche als unvollständig oder deplatziert. Gleichzeitig ist die Liste <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen/it/boersengang-die-groessten-risiken-fuer-facebook/6142154.html">potenzieller Risiken für Facebook lang</a>. Zwar generiert das Unternehmen <a href="http://netzwertig.com/2012/02/01/facebook-und-twitter-die-kasse-klingelt-ja-doch/">seit einiger Zeit Gewinn</a>, doch die wirtschaftliche Leistung hinkt der von Google <a href="http://techcrunch.com/2012/02/05/facebook-pre-ipo-google/">zum Zeitpunkt von dessen Börsengang hinterher</a>. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mobiles-Geschaeft-bereitet-Facebook-Probleme-1572183.html">Im mobilen Segment fehlt dem sozialen Netzwerk bisher</a> eine überzeugende Monetarisierungsstrategie &#8211; dabei liegt genau in diesem Bereich des <a href="http://techcrunch.com/2012/05/11/time-spent-on-facebook-mobile/">größte Wachstumspotenzial</a>.</p>
<p>Die Facebook-Aktie ist somit ein äußerst risikobehaftetes Wertpapier. Nicht, weil Facebook so unglaublich negative Zukunftsaussichten hätte, sondern weil die weitere Entwicklung extrem schwer vorherzusagen ist.</p>
<p>Für das Unternehmen und die globale Internetwirtschaft stellen sich heute in jedem Fall die Weichen neu: Bis zu 1000 der über 3000 Facebook-Angestellten <a href="http://netzwertig.com/2012/02/03/facebooks-borsengang-die-internetwirtschaft-jubiliert/">werden dank Aktien-Optionen über Nacht zu Millionären</a>. Ein nicht unwesentlicher Teil des Kapitals, das über den IPO an die bisherigen Investoren und Anteilseigner fließt, wird früher oder später seinen Weg zurück in das digitale Ökosystem finden &#8211; und die Basis für hunderte neuer Startups bilden. Bei vielen werden Gründer hinter dem Steuer stehen, deren letzte Station auf dem Lebenslauf Facebook hieß.</p>
<p>Allein aufgrund seiner mannigfaltigen, schwer zu überblickenden Implikationen stellt Facebooks Börsengang das bisher größte Ereignis in der noch jungen Geschichte der Webwirtschaft dar &#8211; und das wird es bis auf Weiteres auch bleiben.</p>
<p>Für alle, die noch einmal Facebooks Entwicklung der vergangenen Jahre Revue passieren lassen wollen, verlinken wir im Folgenden einige vergangene netzwertig.com-Beiträge, die den Aufstieg und die Herausforderungen des sozialen Netzwerks illustrieren.</p>
<ul>
<li><a href="http://netzwertig.com/2007/05/27/zn-myspace-aufgepasst-jetzt-kommt-facebook/">MySpace aufgepasst: Jetzt kommt Facebook!</a> (Mai 2007)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2007/09/27/zn-deutsches-facebook-network-erreicht-ersten-meilenstein-100000-nutzer/">Deutsches Facebook-Network erreicht ersten Meilenstein: 100.000 Nutzer</a> (September 2007)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2007/11/27/zn-der-newsfeed-auf-dem-weg-zum-social-network-standard/">Der Newsfeed auf dem Weg zum Social-Network-Standard</a> (November 2007)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2008/03/01/zn-jetzt-gehts-los-deutsches-facebook-ist-online/">Jetzt geht&#8217;s los! Deutsches Facebook ist online</a> (März 2008)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2008/05/06/facebooks-groesster-aktivposten-deine-identitaet/">Facebooks größter Aktivposten: Deine Identität</a> (Mai 2008)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2008/08/08/facebook-wollte-studivz-kaufen/">Facebook wollte StudiVZ kaufen</a> (August 2008)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2008/12/22/facebook-applikationen-und-facebook-connect-ergaenzen-sich-gegenseitig">Facebook-Applikationen und Facebook Connect ergänzen sich gegenseitig</a> (Dezember 2008)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2009/03/16/studivz-uebernahme-durch-facebook-abschied-von-einer-idee/">studiVZ-Übernahme durch Facebook: Abschied von einer Idee</a> (März 2009)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2009/08/11/google-gegen-facebook-die-naechste-front-im-netz/">Google gegen Facebook: Die nächste Front im Netz</a> (August 2009)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2009/12/10/neue-offenheit-facebook-testet-seine-grenzen-aus/">Neue Offenheit: Facebook testet seine Grenzen aus</a> (Dezember 2010)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2010/03/27/wiederholungstaeter-facebooks-zunehmendes-vertrauensproblem/">Wiederholungstäter: Facebooks zunehmendes Vertrauensproblem</a> (März 2010)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2010/04/21/f8-facebook-uebernimmt-das-netz/">f8: Facebook übernimmt das Netz</a> (April 2010)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2010/05/12/kritikwelle-was-facebook-haette-anders-machen-muessen/">Kritikwelle: Was Facebook hätte anders machen müssen</a> (Mai 2010)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2011/02/14/chart-des-tages-facebooks-absolute-dominanz-in-deutschland/">Chart des Tages: Facebooks absolute Dominanz in Deutschland</a> (Februar 2011)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2011/08/24/facebooks-grose-starke-die-stetige-veranderung/">Facebooks große Stärke: Die stetige Veränderung</a> (August 2011)</li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2011/09/22/entwicklerkonferenz-f8-facebook-erfindet-sich-neu/">Entwicklerkonferenz f8: Facebook erfindet sich neu</a> (September 2011)</li>
</ul>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/03/facebooks-borsengang-die-internetwirtschaft-jubiliert/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook_110-17.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/03/facebooks-borsengang-die-internetwirtschaft-jubiliert/">Facebooks Börsengang: Die Internetwirtschaft frohlockt</a></b><br /><font size="2">Facebooks Börsengang wird bis zu 1000 Angestellte des Unternehmens zu Millionären machen. Die gesamte Internetwirtschaft profitiert davon. </font><font color="#aaa">(3. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/wallstreet110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/der-nachste-interessenkonflikt-wie-die-facebook-aktie-dem-tech-journalismus-schadet/">Der nächste Interessenkonflikt: Wie die Facebook-Aktie  dem Tech-Journalismus schadet</a></b><br /><font size="2">Viele die Technologie- und Internetbranche bewachende Blogger und Journalisten rund um den Globus werden sich dieser Tage die Frage stellen, ob sie sich mit Aktien von Facebook eindecken sollten. Ein Interessenkonflikt ist programmiert. </font><font color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/facebook-24.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/02/02/nicht-nur-wegen-des-borsengangs-2012-ist-facebooks-wichtigstes-jahr/">Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher</a></b><br /><font size="2">Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist. </font><font color="#aaa">(2. Februar 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Nutzeraktivität und Facebook-Konkurrenz: Zwei gängige Irrtümer über Google+</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2012/05/16/nutzeraktivitaet-und-facebook-konkurrenz-zwei-gaengige-irrtuemer-ueber-google/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 10:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google Plus]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[social search]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer deutlich. Zeit, mit ihnen aufzuräumen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer sichtbar. Zeit, mit ihnen aufzuräumen.</h4>
<p><a href="http://plus.google.com"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/googleplus110.png" width="110" height="110"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Als Verfasser eines <a href="http://netzwertig.com/2012/02/24/prognose-die-tage-von-google-sind-gezaehlt/#comments">recht intensiv</a> diskutierten <a href="http://netzwertig.com/2012/02/24/prognose-die-tage-von-google-sind-gezaehlt">Beitrags</a>, indem ich das Scheitern von Google+ prognostizierte, musste ich mich in Gesprächen in den letzten Wochen mehrmals Fragen rund um die soziale Google-Plattform sowie meine Haltung zu dem Dienst stellen. Während ich die Diskussion über die Zukunft des ambitionierten Projekts an diesem Punkt nicht nochmals aufrollen möchte &#8211; auch weil es nicht wirklich neue Erkenntnisse gibt &#8211; halte ich es für wichtig, zwei gängige Irrtümer rund um Google+ zu thematisieren, die auch mir im Austausch über das Google-Netzwerk häufiger begegnen. Beide beeinflussen die Sichtweise auf das Angebot.<span id="more-21626"></span></p>
<p><strong>Irrtum 1: Google+ und die angebliche Geisterstadt<br />
</strong>Ich hatte zwar in meinem damaligen Artikel deutlich gemacht, dass bei Google+ eine aktive Community anzutreffen ist. &#8220;Google ist NICHT tot&#8221;, so meine klare Aussage damals. Auch andere Beiträge, die sich kritisch mit dem neuen Google-Angebot befassen, stellen selten das Vorhandensein einer engagierten Nutzerschaft in Frage. Dennoch argumentieren immer wieder überzeugte Google+-Nutzer mit der Feststellung, man müsse nur den richtigen Leuten folgen und selbst aktiv werden, dann würde man erkennen, wie viel bei Google+ eigentlich los sei (<a href="http://www.website-marketing.ch/14393-google-wie-tod-ist-eigentlich-googles-social-network">zuletzt hier gelesen</a>). Sofern es Personen gibt, die dies bestreiten, so liegen sie gründlich falsch &#8211; wovon sie sich ja auch relativ einfach überzeugen können, wenn sie sich durch die Profile <a href="http://gpluscharts.de/">der führenden deutschen Google+-Konten klicken</a>. Google+ ist nicht nur NICHT tot, sondern es besitzt eine äußerst leidenschaftliche Anwenderschaft, die sich dem Angebot verbunden fühlt, dort viel Zeit verbringt und Websites <a href="https://plus.google.com/u/0/110178010894579597141/posts/F6GtVXRsAaN">ordentlich Traffic</a> bescheren <a href="http://blog.gilly.ws/2012/02/24/die-tage-von-google-sind-imho-nicht-gezahlt-die-von-progonosen-uber-das-sterben-von-social-networks-aber-schon">kann</a>. Google+ ist also sogar ziemlich lebendig &#8211; wenn man <a href="http://edition.cnn.com/2012/02/28/tech/social-media/google-plus-comscore/index.html">auf den aktiven Teil der Mitglieder blickt</a>.</p>
<p>Der Irrtum liegt jedoch darin, überhaupt die Frage in den Mittelpunkt zu stellen, ob es bei Google+ etwas zu erleben gibt oder nicht. Entscheidend ist einzig, inwieweit die Zahl aktiver, die neuen Google+-Features in Anspruch nehmender Nutzer den Erwartungen von Google entspricht und die enormen Anstrengungen rechtfertigt, die Google seit über zwei Jahren für die Errichtung seiner sozialen Ebene Google+ unternimmt. Immerhin investiert der Konzern nicht nur Millionen an Personalkosten in die Entwicklung des Angebots, sondern nimmt <a href="http://www.forbes.com/sites/scottcleland/2012/01/13/the-google-antitrust-smoking-gun/">kartellrechtliche Komplikationen</a> in Kauf, vergrault Nutzer zugunsten von Google+ geschlossener Google-Services, stößt User durch die unausgegorene <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Nachhilfe-in-sozialer-Suche-fuer-Google-1420061.html">Kombination von Suche und Social vor den Kopf</a>, verunsichert Aktionäre und verpasst seinem bisher fast makellosen Image durch den nicht ganz souverän wirkenden Strategieschwenk <a href="http://hackr.de/2012/01/31/googleheimer">den ein oder anderen Kratzer</a>.</p>
<p>Wer all dies unternimmt, verdient für seine Furchtlosigkeit und sein Streben, sich neu zu erfinden, viel Respekt. Gleichzeitig muss ein derartig risikoreiches Unterfangen aber auch mit hohen Erwartungen verbunden sein. Kein börsennotiertes, hochprofitables Unternehmen würde sich ohne Not einem derartigen Spießrutenlauf aussetzen, wie es Google in letzter Zeit getan hat, wenn es mittel- bis langfristig nicht enorm positive Auswirkungen auf das eigene Geschäft erwarten würde.</p>
<p>Die korrekte Fragestellung lautet also nicht, ob Google+ nun aktive Anwender hat (Ja, Punkt!) oder ob es eine Geisterstadt ist (das hängt davon ab, welchen Anwendern man folgt), sondern ob deren Zahl und deren Engagement der internen Maßgabe von Google standhalten und ob sie die Fähigkeit mitbringen, sukzessive auch den Mainstream in das Netzwerk hineinzuziehen. Bedenkt man, dass der Internetgigant Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat, um Google+ in den Markt zu drücken, wird er nur letzteres Ziel schlussendlich als Erfolg werten können.</p>
<p><strong>Irrtum 2: Google+ soll gar keine Konkurrenz zu Facebook darstellen<br />
</strong>Google-Funktionäre machen um das F-Wort (&#8220;Facebook&#8221;, wohlgemerkt) grundsätzlich einen hohen Bogen, und treue Anhänger von Google+ weisen gerne darauf hin, dass Google+ gar nicht direkt mit Facebook konkurrieren soll, weshalb auch Vergleiche zwischen den beiden Angeboten unpassend wären.</p>
<p>Das mag stimmen. Und dennoch ist Facebook der Grund, warum Google+ in seiner jetzigen Form existiert. Google befürchtet, das blau-weiße soziale Netzwerk könnte eines Tages so viel Aufmerksamkeit und Nutzungsdaten seiner Anwender erhalten, dass Anzeigenkunden lieber dort als bei Google ihre Werbeetats ausgeben. Hinsichtlich der Spendings sieht zwar für Google derzeit noch alles aus wie heile Welt &#8211; Umsatz und Gewinn entwickeln sich <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Google-steigert-den-Gewinn-um-61-Prozent/story/21566317">weiter prächtig</a>, während Facebooks Erlösmotor in einer Phase <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Weniger-Gewinn-mit-ueber-900-Millionen-Usern-1546184.html">ins Stottern gerät</a>, in der er eigentlich brummen sollte.</p>
<p>Doch für die Zukunft sieht man im Hause Google zumindest die Möglichkeit einer Verlagerung der Werbebudgets von Google zu Facebook. Auch deshalb, weil Anwender stetig <a href="http://www.futurebiz.de/artikel/ubermachtig-facebook-anteil-an-der-online-social-networking-zeit/">mehr Zeit bei dem sozialen Netzwerk verbringen</a>. Google kann nicht riskieren, dass Facebook das ultimative Werbemittel entwickelt, welches in Sachen Effektivität das eigene AdWords-Produkt übertrumpft. Deshalb existiert Google+ &#8211; als Mittel, um Facebook das Aufsaugen der Nutzerzeit nicht zu einfach zu machen und als Instrument, um die eigenen Vermarktungsprodukte durch aus der Vernetzung und Aktivität der Google(+)-Anwender resultierender Signale noch leistungsfähiger zu machen.</p>
<p>Selbst wenn Google+ also derzeit einen anderen Nutzerkreis bedient als Facebook und auch in konzeptioneller Hinsicht einige Unterschiede (aber auch viele Parallelen) aufweist, ist es trotzdem Googles Versuch, Facebooks Aufstieg zum führenden Webkoloss der kommenden zehn Jahre zu verhindern &#8211; und damit eben doch ein klarer Kontrahent.</p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/googleplus110-6.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/01/31/aufmerksamkeitsokonomie-warum-google-an-seinem-eigenen-erfolg-scheitert/">Aufmerksamkeitsökonomie: Warum Google+ an seinem  eigenen Erfolg scheitert</a></b><br /><font size="2">Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Skepsis ist angebracht.  </font><font color="#aaa">(31. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/11/16/facebook-twitter-und-jetzt-google-drei-sind-einer-zu-viel/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/googleplus110-4.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/11/16/facebook-twitter-und-jetzt-google-drei-sind-einer-zu-viel/">Facebook, Twitter und jetzt Google+: Drei sind einer zu viel</a></b><br /><font size="2">Mit dem Start von Google+ kämpfen nun drei führende, auf die Masse der Nutzer ausgerichtete und sich im Funktionsumfang überschneide Social-Web-Plattformen um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Googles Nachzügler wird dabei zunehmend zur Last. </font><font color="#aaa">(16. November 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/10/24/google-der-schlussel-heisst-android/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/android110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/10/24/google-der-schlussel-heisst-android/">Google+: Der Schlüssel heisst Android</a></b><br /><font size="2">Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern. </font><font color="#aaa">(24. Oktober 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Wissensplattform: Quora verlässt das  Tal der Ernüchterung</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 06:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf den Hype folgte die Ernüchterung - da war auch die Frage-Antwort- und Wissensplattform Quora keine Ausnahme. Doch die Besucherzahlen steigen wieder. Und frisches Kapital soll die langfristige Orientierung der Kalifornier manifestieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auf den Hype folgte die Ernüchterung &#8211; da war auch die Frage-Antwort- und Wissensplattform Quora keine Ausnahme. Doch die Besucherzahlen steigen wieder. Und frisches Kapital soll die langfristige Orientierung der Kalifornier manifestieren.</h4>
<p><a href="http://www.quora.com"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/quora.png" width="179" height="79"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Manche Startups sind gut damit beraten, bei ausbleibendem exponentiellen Wachstum grundsätzliche Schwächen an ihrer Produktidee zu identifizieren und mit einem abgewandelten Konzept frühzeitig einen Neustart zu wagen (der berühmte &#8220;Pivot&#8221;). Andere wiederum tun gut darin, den bestehenden Ansatz kontinuierlich zu verfeinern und geduldig auf das Eintreten des Tipping Points zu warten. <a href="http://www.pinterest.com">Pinterest</a> benötigte beispielsweise <a href="http://allthingsd.com/20120313/pinterest-ceo-ben-silbermanns-lesson-for-start-ups-go-your-own-way/">mehr als ein Jahr</a>, bevor die Nutzerzahlen plötzlich explosionsartig anstiegen. Die Schwierigkeit für Gründer liegt darin, zu erkennen, in welche der zwei Kategorien ihr Angebot fällt. Ich persönliche glaube, dass <a href="http://www.quora.com">Quora</a>, die Frage-Antwort-Plattform aus Palo Alto, die richtige Entscheidung getroffen hat, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und sich nicht von einer nachlassenden Aufmerksamkeit in Branchenkreisen beirren zu lassen.<span id="more-21621"></span></p>
<p>Wir erinnern uns: Zur Jahreswende 2010/2011 kannte die gesamte Tech- und Webwelt kaum ein anderes Gesprächsthema als Quora. Angetrieben wurde das Momentum des von den zwei ehemaligen Facebook-Mitarbeitern Charlie Cheever und Adam D&#8217;Angelo gegründeten Dienstes von zahlreichen <a href="http://netzwertig.com/2010/10/08/quora-die-magie-des-wissens/">auf der Plattform präsenten Experten und Unternehmenslenkern</a>, die bereitwillig auf Fragen von Anwendern Antwort gaben und die Plattform damit von der Schar herkömmlicher Q&amp;A-Angebote abhob. Lange erschien es auch, als habe das kalifornische Startup <a href="http://netzwertig.com/2011/01/06/stickiness-wie-quora-die-nutzeraktivitaet-maximiert/">einen Grad an &#8220;Stickiness&#8221; erreicht</a>, der Nutzer auf Dauer an den Dienst binden würde. Doch jeder Hype geht einmal vorüber. Als die Social-Media- und Tech-Karawane im Frühjahr 2011 endlich weiterzog und sich dem nächsten vielversprechenden, jungen Onlinedienst widmete, war es mit dem großen Besucheransturm erst einmal vorbei. Und so richtig ist es dem US-Service seitdem nicht gelungen, sich wieder als spannendes Thema ins Gespräch zu bringen.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/quora450.png" width="450" height="167"  alt="" /><br /></p>
<p>Doch obwohl Quoras Facebook-App gerade einmal <a href="http://www.appdata.com/apps/facebook/136609459636-quora">190.000 aktive Nutzer pro Monat aufweist</a> und damit entweder eine tatsächlich geringe Zahl aktiver Quora-Mitglieder oder ein Desinteresse der Anwender für die (gerade erweiterte) Facebook-Integration nahelegt, entwickeln sich die Zugriffszahlen seit dem Einbruch vor einem Jahr mittlerweile wieder recht positiv. Google Trends signalisiert einen <a href="http://trends.google.com/websites?q=quora.com&amp;geo=all&amp;date=all&amp;sort=0">stetigen Anstieg der Unique Visitors</a>, und laut dem Google AdPlanner besuchen weltweit 5,1 Millionen Menschen pro Monat <a href="http://www.futurebiz.de/artikel/facebook-chronik-quora/">das Frage-Antwort-Portal</a>. Ein nicht unwesentlicher Teil davon wird direkt von Suchmaschinen kommen und dementsprechend gar kein Mitgliedskonto bei Quora besitzen.</p>
<p>Das Startup ist also durchaus dabei, das nach der anfänglichen Euphorie unweigerlich folgende Tal der Ernüchterung zu verlassen. Eine jüngste Kapitalspritze <a href="http://venturebeat.com/2012/05/14/quora-raises-50m/">über satte 50 Millionen Dollar</a> bei einer Bewertung von 400 Millionen Dollar unterstreicht diese Botschaft. Beachtlich ist das Investment, weil die Hälfte der ersten, elf Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde <a href="http://www.quora.com/Quora-company/What-will-Quora-do-with-the-50-million-in-funding-it-just-received/answer/Adam-DAngelo">nach den Worten von Mitgründer D&#8217;Angelo</a> noch gar nicht aufgebraucht wurde. Das frische Kapital soll seiner Aussage nach sicherstellen, dass Quora sich weiterhin langfristig orientieren kann und nicht wie viele andere Firmen zu kurzfristigen Schritten gezwungen wird.</p>
<p>Bei einer in ihrer Form bisher einzigartigen, hohen Qualitätsstandards folgenden Wissensplattform halte ich diesen Ansatz für die einzig sinnvolle Strategie, um auf dieser ein funktionierendes Geschäftsmodell aufzubauen, ohne dabei die noch vergleichsweise kleine, aus vielen Spezialisten bestehende Anwenderschaft vor den Kopf zu stoßen. Das Prinzip Quora erfordert vorsichtig durchgeführte Experimente, um das Engagement der Mitglieder, die Akquisition neuer Nutzer sowie die Entwicklung von Monetarisierungsmaßnahmen gleichermaßen zu realisieren. Dies funktioniert nicht mit Gewalt oder unter Zeitdruck aufgrund einer leeren Kasse.</p>
<p><a href="http://gigaom.com/2012/05/15/can-quora-build-a-for-profit-version-of-wikipedia">Mathew Ingram sinniert bei GigaOm darüber</a>, ob Quora eine gewinnorientierte Version von Wikipedia auf die Beine stellen kann. Genau in diese Richtung dürfte sich der Dienst entwickeln. Wikipedia ist ein gigantischer Wissensschatz, liefert aber nicht immer Antworten auf spezifische Fragen und eignet sich nicht zur persönlichen Profilierung. Für Wikipedia ist dies sicher ein Segen, lässt aber Raum für einen Dienst, der das Know-how von Menschen online zugänglich macht, die dafür im Gegenzug Sichtbarkeit und Wertschätzung verlangen &#8211; wobei es sich ja um äußerst menschliche Züge handelt. Quora kann diese Lücke füllen. Ein digitaler Ort, der Kompetenz, Informationsbedarf und das Streben nach Reputation zusammenbringt, dürfte auch ein tragfähiges Geschäftsmodell ermöglichen. <a href="http://techcrunch.com/2012/02/21/now-you-need-quora-credits-to-ask-questions-but-can-also-use-them-to-promote-content/">Erste Versuche laufen bereits</a>. Sofern es Quora gelingt, noch mehr Anwender auf die Plattform zu ziehen, sollte das mit dem Geldverdienen gar nicht so schwer werden.</p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2012/05/16/wissensplattform-quora-verlaesst-das-tal-der-ernuechterung/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/05/16/wissensplattform-quora-verlaesst-das-tal-der-ernuechterung/&title=Wissensplattform: Quora verlässt das  Tal der Ernüchterung&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/28/wissensplattform-google-und-der-quora-moment/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/google+undquora-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/28/wissensplattform-google-und-der-quora-moment/">Wissensplattform: Google+ und der Quora-Moment</a></b><br /><font size="2">Google+ präsentiert sich als echtes Multitalent mit vielen möglichen Einsatzgebieten. Ein aktueller Beitrag erinnert stark an die Frage-Antwort-Community Quora und hebt die Tauglichkeit des Google-Dienstes als Wissensplattform hervor. </font><font color="#aaa">(28. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/06/starmind-fur-alle-die-quora-auf-deutsch-nutzen-wollen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/starmind110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/06/starmind-fur-alle-die-quora-auf-deutsch-nutzen-wollen/">Starmind: Für alle, die Quora auf  Deutsch nutzen wollen </a></b><br /><font size="2">Starmind ist eine Frage-Antwort-Plattform, die ähnlich wie Quora hohe Ansprüche an ihre Mitglieder stellt. Das Angebot des Startups aus der Nähe von Zürich richtet sich auch an deutschsprachige Nutzer. </font><font color="#aaa">(6. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/01/11/feature-mit-potenzial-bloggen-mit-quora/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/quora_110-2.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/01/11/feature-mit-potenzial-bloggen-mit-quora/">Feature mit Potenzial: Bloggen mit Quora</a></b><br /><font size="2">Quora hat mehr zu bieten als Fragen und Antworten. Der Dienst kann auch als simples, das soziale Netzwerk integrierende Blogwerkzeug eingesetzt werden. </font><font color="#aaa">(11. Januar 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Finanzierung von Startups: Bergfürst liefert neue  Impulse für Crowdfunding</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/15/finanzierung-von-startups-bergfuerst-liefert-neue-impulse-fuer-crowdfunding/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für immer mehr junge Internetfirmen in Deutschland bietet sich Crowdfunding als probates Mittel an, um unkompliziert an Startkapital zu gelangen. Die neue Plattform Bergfürst will diesen Weg der Finanzierung durch die Masse auch Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium anbieten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für immer mehr junge Internetfirmen in Deutschland bietet sich Crowdfunding als probates Mittel an, um unkompliziert an Startkapital zu gelangen. Die neue Plattform Bergfürst will diesen Weg der Finanzierung durch die Masse auch Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium anbieten.</h4>

<p><a href="http://www.bergfuerst.com"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/bergfuerst.png" width="300" height="191"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Crowdfunding erfreut sich immer größerer Beliebtheit als Weg, um Gründer mit einer guten Idee Startkapital zu verschaffen. Bei Plattformen wie <a href="http://www.seedmatch.de">Seedmatch</a>, <a href="http://www.innovestment.de">Innovestment</a> oder dem Schweizer Anbieter <a href="http://c-crowd.com">C-Crowd</a> investieren Privatpersonen Kleinstbeträge in Jungfirmen und erwerben so stille Beteiligungen mit der Aussicht auf eine spätere Rendite. Bislang können Gründer zumindest in Deutschland auf diese Weise lediglich maximal 100.000 Euro einsammeln &#8211; was besonders für technologielastige Startups zu wenig Kapital darstellen könnte, um die notwendigen Ausgaben für einen erfolgreichen Launch zu decken.</p>
<p>In einem offenen Brief (Neudeutsch für &#8220;ein öffentlich zugänglicher Text im Netz&#8221;) <a href="http://blog.seedmatch.de/2012/03/29/offener-brief-erleichterung-fur-grunder-bei-crowdfunding-uber-100-000-euro/">kritisierte Seedmatch-Geschäftsführer Jens-Uwe Sauer unlängst</a> diese durch das Verkaufsprospektgesetz auferlegte Einschränkung für Crowdfundingplattformen in Deutschland. Das Gesetz sieht vor, dass Firmen ein Verkaufsprospekt veröffentlichen müssen, wenn von der selben Vermögensanlage im Zeitraum von zwölf Monaten Anteile im Wert von über 100.000 Euro verkauft werden (und einige andere Kriterien erfüllt sind). Die Erstellung eines Verkaufsprospekts kosten laut Sauer mindestens 12.000 Euro, häufig deutlich mehr, und kann sich über Monate hinziehen. Gerade Crowd-Finanzierungen zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro sind deshalb aufgrund des unverhältnismäßig hohen Aufwands im Prinzip nicht möglich, so der Seedmatch-Chef.</p>
<p><span id="more-21606"></span></p>
<p>Er fordert deshalb die Vereinfachung bei der Erstellung des Verkaufsprospekts, eine schnellere Prüfung durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bafin">Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht</a> (BaFin) oder ein Verzicht auf die Prospektpflicht bei einem Crowdfunding bis zu einer Million &#8211; in Verbindung mit Zulassungsvoraussetzungen für Crowdfunding-Plattformen. Sauer wird mit seiner Forderung einer Gesetzesänderung auch auf die USA schielen, wo mit dem JOBS Act gerade <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Senat-verabschiedet-Crowdfunding-Gesetz-1478729.html">die Grundlage für Crowdfunding bis zu einer Million Dollar gelegt wurde</a>.</p>
<p>Ein neues Crowdfundingunternehmen versucht nun, trotz der unvorteilhaften rechtlichen Situation Crowdfunding für Beträge im höheren sechsstelligen oder gar siebenstelligen Bereich möglich zu machen: Bergfürst heißt das Projekt von studiVZ-Mitgründer Dennis Bemmann und seinem Mitstreiter Guido Sandler, das gerade den <a href="http//www.bergfuerst.com">Vorhang seiner Website lüftete</a> und ab dem vierten Quartal Privatinvestoren die Beteiligung an Wachstumsunternehmen erlauben will.</p>
<p><a href="http://www.gruenderszene.de/interviews/bergfurst-dennis-bemmann">Im Interview mit Gründerszene</a> erläutert Bemmann die wesentlichen Unterschiede zu den existierenden Crowdfundingplattformen: Anders als bei diesen werden Investoren bei Bergfürst Miteigentümer und nicht nur stille Kreditnehmer ohne Aktionärsrechte. Zudem richtet sich die neue Plattform an markterprobte Unternehmen und nicht an Geschäftsmodelle, bei denen noch niemand weiß, ob sie tatsächlich durchstarten. Im Fokus stehen Technologieunternehmen, die schon ihre erste Finanzierungsrunde hinter sich haben, aber für einen Börsengang noch zu klein sind.</p>
<p>Weil Startups mit Bergfürst mehr als 100.000 Euro über Privatinvestoren einnehmen können (die Mindestgrenze für Beteiligungen liegt pro Person bei 250 Euro), sind sie wie oben Beschrieben zur Anfertigung eine Emissionsprospektes verpflichtet. Um wie geplant Beteiligungen über das Eigenkapital von Unternehmen anbieten zu können, statt lediglich Kredite zu vermitteln, benötigt Bergfürst zudem eine Lizenz der BaFin. Diese wurde auch beantragt. Die <a href="http://de.bergfuerst.com/docs/Pressemitteilung-20120424.pdf">Pressemitteilung</a> sowie das Interview klingen, als gäbe es bisher tatsächlich nur den Antrag und noch nicht grünes Licht von der BaFin. Was womöglich auch ein Grund für den offiziellen Launchtermin Ende 2012 ist.</p>
<p>Da unser redaktioneller Fokus primär die konzeptionellen und technischen und weniger die finanziellen Aspekte der Startupwelt umfasst, sparen wir uns eine detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteilen des Ansatzes von Bemmann und Sandler. Das können andere besser. Entscheidend ist aus unserer Sicht die Tatsache, dass auch in Deutschland Bewegung in den Crowdfundingmarkt kommt und dass sich für Internetstartups damit neue Türen öffnen, um an dringend benötigte Mittel zur Wachstumssicherung zu kommen. Denn während im Silicon Valley das Geld für Startups <a href="http://www.forbes.com/sites/jjcolao/2012/05/08/fred-wilson-and-the-death-of-venture-capital/">quasi auf der Straße liegt</a>, hört man selbst im vom Boom euphorisierten Berlin von Gründern immer wieder die gleichen Klagen: Es mangelt an Kapital.</p>

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          <a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/finanzierung-von-startups-bergfuerst-liefert-neue-impulse-fuer-crowdfunding/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2012/05/15/finanzierung-von-startups-bergfuerst-liefert-neue-impulse-fuer-crowdfunding/&title=Finanzierung von Startups: Bergfürst liefert neue  Impulse für Crowdfunding&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/smarchive110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/">Crowdfunding hebt ab: smarchive sammelt in 60 Stunden 100.000 Euro ein</a></b><br /><font size="2">Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme. </font><font color="#aaa">(7. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/seedmatch110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/">Seedmatch: Mit 250 Euro  Startup-Investor werden</a></b><br /><font size="2">Bei der neuen deutschen Onlineplattform Seedmatch präsentieren Startups mit Konsumentenfokus ihre Konzepte und können sich von Usern mit einem Mikroinvestment ab 250 Euro unterstützen lassen. </font><font color="#aaa">(15. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/04/07/seedcamp-kommt-nach-berlin-acht-d-a-ch-startups-sind-dabei/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/seedcamp110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/04/07/seedcamp-kommt-nach-berlin-acht-d-a-ch-startups-sind-dabei/">Seedcamp kommt nach Berlin: Acht D-A-CH-Startups sind dabei</a></b><br /><font size="2">In der nächsten Woche macht Seedcamp Halt in Berlin und gibt 20 ambitionierten Startups die Möglichkeit, ihre Ideen zu präsentieren und um die Unterstützung der Seed-Investoren zu kämpfen.  </font><font color="#aaa">(7. April 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		<title>Digitaler Minimalismus: Ein Lebensstil für die Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 06:50:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Digitale Technologien ermöglichen einen neuen, befreiten Lebensstil, bei dem die Bedeutung von physischem Besitz in den Hintergrund tritt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Digitale Technologien ermöglichen einen neuen, befreiten Lebensstil, bei dem die Bedeutung von physischem Besitz in den Hintergrund tritt.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/digitalerminimalismus.png" width="200" height="141"  alt="Foto: Flickr/Johan Brook, CC BY-SA 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Mittlerweile bin ich nach zwei intensiven, aber inspirierenden Konferenzwochen (re:publica, Next) in Berlin wieder an meinem Wohnort in Stockholm. Doch nachdem ich den Großteil meines Hauptstadt-Aufenthalts in einer über Airbnb gemieteten Unterkunft verbrachte, kehrte ich in meiner (Wahl-)Heimat nicht in meine eigene Wohnung zurück &#8211; denn die habe ich bis Ende Juni untervermietet. Stattdessen lebe ich die kommenden zwei Wochen im Apartment meiner Freundin und werde weite Teile des Junis voraussichtlich in einer anderen europäischen Metropole verbringen. Sonderlich kostspielig ist das dank der Vermietung meiner Behausung nicht. Die größere Herausforderung für einen derartig ortsungebundenen Lebensstil sind persönliche Besitztümer und administrative Verpflichtungen, welche die eigene Flexiblität und Beweglichkeit einschränken. Doch als Anhänger des digitalen Minimalismus (&#8220;Cult of Less&#8221;) habe ich diese Barrieren weitestgehend minimiert.</p>
<p>Erfunden wurde der Cult of Less von dem Softwareprogrammierer und Entepreneur <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Kelly_Sutton#Cult_of_Less">Michael Kelly Sutton</a>. 2010 begann er damit, auf seiner Website <a href="http://cultofless.com/">CultOfLess.com</a> seine Habseligkeiten aufzulisten. Er war dabei bestrebt, mit so wenig physischem Eigentüm wie möglich auszukommen. Ein Laptop, ein iPad, ein Kindle, zwei externe Festplatten und ein paar Klamotten &#8211; damit war sein physischer Besitzstand <a href="http://imgriff.com/2010/08/17/cult-of-less-die-extrem-minimalisten/">weitestgehend abgedeckt</a>. Digitale Technologien und Internetdienste legen die Basis für diese neue Form des Minimalismus, die eine bisher sonst nur von Aussteigern genossene Freiheit ermöglicht &#8211; sofern es das Arbeitsverhältnis zulässt, versteht sich.</p>
<p><span id="more-21598"></span></p>
<p>Die Cult-of-Less-Website wurde seit 2010 nicht mehr aktualisiert, mittlerweile betreibt Sutton die Desigernplattform <a href="http://layervault.com">LayerVault</a>. Sein Erbe jedoch lebt in den Kopfen von <a href="http://imgriff.com/2011/05/23/minimalismus-digitale-minimalisten-und-tech-nomaden/">digitalen Nomaden und Minimalismus-Anhängern rund um den Globus</a> weiter. Auch in meinem. Ich gehöre sicher zu den weniger extremen Minimalisten. Den Schlüssel zu einer eigenen Wohnung inklusive Einrichtung besitze ich ebenso wie einen Kleiderschrank, der mehr als das wirklich Nötigste beinhaltet. Auf dem Dachboden stehen noch einige eingestaubte Kisten mit altem Krimskrams und physischen Medienträgern, die ich bei jedem Umzug mit mir herumschleppe. Und mein Wohnzimmer schmückt ein recht großes Fernsehgerät, das ich auch nicht gerade mal auf einem Finger verschwinden lassen kann, wäre es erforderlich.</p>
<p>Doch insgesamt bin ich seit ungefähr zwei Jahren bestrebt, meine Lebensumstände so flexibel und schlank wie möglich zu gestalten. Ein leichtes Notebook mit einem langen Atem, ein Smartphone, Prepaid-SIM-Karten für Länder, in denen ich mich aufhalte, sowie einen mobilen WLAN-Router, um auch mit für Smartphone-Tethering gesperrten SIM-Karten geräteunabhängig online gehen zu können &#8211; das sind die essentiellen Werkzeuge, die ich (abgesehen von Kost und Logie) zum Leben benötige. Und alle möglichen Onlinedienste natürlich, die ich zum Arbeiten, zur Abwicklung des Alltags und zur Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Kollegen verwende. Beim iPad allerdings mache ich Abstriche, was das Festhalten am Minimalismusprinzip betrifft: Das nämlich ist eigentlich Luxus, der wenig zu meiner Produktivität beiträgt. Aber auch Minimalisten benötigen ab und an etwas, das ihre Sinne betört. Und dafür wiederum sind Tablets vergleichsweise genügsam und portable Begleiter.</p>
<p>Etwas einfacher ist das Minimalisten-Leben in Ländern mit geringer Bürokratie und fortgeschrittenen elektronischen Verwaltungsprozessen. Schweden macht sich hier als Standort ganz gut &#8211; im Gegensatz zu Deutschland lassen sich schon viele Formalien in der Interaktion mit Unternehmen und Behörden über das Internet regeln. Insofern kann ich mir auch in Phasen längerer Abwesenheit vom Wohnort einigermaßen sicher sein, nicht hochgradig wichtige Briefe in meinem Postfach liegen zu haben, deren Nicht-Kenntnisnahme für mich zu Problemen führen könnte &#8211; auch weil Rechnungen elektronisch in das Onlinekonto meiner Bank geschickt werden. Der neue Dienst <a href="http://www.brevo.se/">Brevo</a> geht sogar noch einen Schritt weiter und versucht, sämtliche Papierpost in ein digitales Postfach umzuleiten.</p>
<p>Das Streben nach Minimalismus dient zwar für mich vor allem der persönlichen Freiheit, hat aber den positiven Nebeneffekt eines nachhaltigeren Konsumverhaltens. Immerhin ist der Verzicht auf die Anschaffung von unnötigem Ballast Kernelement der Ideologie. <a href="http://kollaborativer-konsum.de/?p=7">Kollaborativer Konsum</a>, also das gemeinsame, effizientere Nutzen von Ressourcen liegt nicht nur im Trend sondern ist angesichts der <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/raubbau-an-der-natur-wwf-menschheit-braeuchte-1-5-erden_aid_752824.html">Überstrapazierung des globalen Ökosystems</a> eigentlich eine Pflicht, der sich die Menschheit nicht verweigern sollte.</p>
<p>Was dem bewussten Minimalisten noch fehlt, wäre eine eigene Stromproduktion &#8211; denn Strom benötigt er aufgrund des Always-On-Zustandes laufend. Mit der mobilen Solarstation des Berliner Startups <a href="http://blog.changers.com/">Changers.com</a> ist dies sogar schon möglich &#8211; wobei damit zwei weitere Geräte mit sich herumgetragen werden müssen (das Solarmodul sowie die Ladestation). Besser wäre eine integrierte Selbstversorgung von Notebook und Smartphone. Momentan ist das jedoch noch Fiktion.</p>
<p>Sicherlich haben nicht alle die Gelegenheit, voll auf den Minimalismuszug aufzuspringen. Familie, ein ortsgebundener Beruf sowie soziale Verpflichtungen verringern die Anreize zum Streben nach maximaler Flexibilität. Doch ich glaube, ein grundsätzliches Bewusstsein darüber, dass materieller Besitz im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr unbedingt den vermeintlichen Weg zum ultimativen Glück darstellen muss, kann niemandem schaden. Für viele war die Chance auf das Erreichen eines Gefühls von Freiheit noch nie näher als heute &#8211; ohne dass dafür unverhältnismäßig viel Geld erforderlich ist. Der Schlüssel ist die grundsätzliche Bereitschaft, sich von physischem Besitz <a href="http://www.karinfriedli.ch/v2/#bye-bye-bye">verabschieden zu können</a>. Alles weitere kommt dann ganz automatisch.</p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/johanbrook/4481758659/">Flickr/Johan Brook</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0</a>)</em></p>

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		<title>tado: Smarte Fernsteuerung für die Heizung</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/14/tado-smarte-fernsteuerung-fuer-die-heizung/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Cleantech]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Nest]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Devices]]></category>
		<category><![CDATA[tado]]></category>
		<category><![CDATA[Thermostat]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Münchner Startup tado entwickelt ein mit dem Internet verbundenes Thermostat, das über Smartphones und Tablets von jedem Ort der Welt aus bedient werden kann und die Temperatur in der Wohnung automatisch reguliert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Münchner Startup tado entwickelt ein mit dem Internet verbundenes Thermostat, das über Smartphones und Tablets von jedem Ort der Welt aus bedient werden kann und die Temperatur in der Wohnung automatisch reguliert.</h4>
<p><a href="http://www.tado.de"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/tado.png" width="160" height="76"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Eines der sinnvollsten Einsatzgebiete digitaler Technologien ist es, begrenzte Ressourcen effizienter nutzbar zu machen. In vielen Bereichen wie <a href="http://netzwertig.com/2012/03/26/mehr-effizienz-und-nachhaltigkeit-startups-laeuten-die-mobilitaetsrevolution-ein/">Mobilität</a> oder <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/airbnb-9flats-wimdu-kampf-privatunterkunfte">Wohnraum</a> geschieht dies bereits erfolgreich. Beim Thema Energie werden zwar schon seit langem Visionen herumgereicht, wie sich mittels smarter Geräte und intelligenter Haussteuerungstechnologien die Strom- und Heizkosten senken lassen &#8211; attraktive, marktreife Lösungen mit Massentauglichkeit sind jedoch bisher zumindest in Deutschland Mangelware. In den südlichen Nachbarländern stehen mit <a href="http://www.ecowizz.net/">Ecowizz</a> aus der Schweiz und <a href="https://qgate.com">QGate</a> aus Österreich dagegen schon zwei an Endverbraucher gerichtete Systeme zum onlinegestützten Energiesparen in den Startlöchern.</p>
<p>Doch etwas tut sich auch hierzulande: Mit <a href="http://www.tado.de">tado</a> bringt sich nämlich derzeit ein neues Startup aus München in Stellung, die Wärmesteuerung in Wohnungen und Büros neu zu definieren. &#8220;Cloud Climate Control&#8221; prangt als zentraler Slogan auf der Website des aus dem EC Lab der Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangenen Unternehmens, und damit dürfte auch sofort klar sein, was das derzeit im Entwicklungsstadium befindliche Vorhaben seinen Nutzern ermöglichen möchte: eine smarte Temperatursteuerung von überall.</p>
<p><span id="more-21591"></span></p>
<p><strong>Mit Energieeffizienz Geld sparen</strong></p>
<p>Das klingt vielleicht weniger aufregend als die auf menschliche Interaktion, Selbstverwirklichung oder modernde Mediennutzung fokussierten Webstartups, die sonst im Rampenlicht der Internetwirtschaft stehen. Doch die von Christian Deilmann, Johannes Schwarz und Valentin Sawadski gegründete Firma hat ein Argument auf ihrer Seite, welches problemlos das Interesse auf sich ziehen kann: Wer das von tado entwickelte, mit dem Internet verbundene Thermostat einsetzt, wird bares Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun können. Mehr als 200.000 Kilowattstunden sollen von den über 50 Testsystemen, die derzeit in München, Berlin, Hamburg und Köln im Einsatz sind, bereits eingespart worden sein.</p>
<p align="center"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/tado-1.png" width="450" height="218"  alt="" /><br /></p>
<p>Das Grundproblem, das tado lösen möchte, ist die stetige Erwärmung von Räumen und Gebäuden unabhängig davon, ob sich gerade Personen dort aufhalten. In vielen Haushalten laufen die Heizungen einfach durchgängig, selbst wenn niemand zu Hause ist. Andere Menschen denken zwar daran, beim Verlassen des Heims die Wärme zu senken, kommen dann jedoch in eine ausgekühlte Wohnung zurück. Wer ein Thermostat besitzt, kann dies zwar programmieren. Ändert sich jedoch der Tagsablauf, ist auch das für die Katz.</p>
<p><strong>tado weiß, wann weniger geheizt werden muss</strong></p>
<p>tados smarter Heizkörperregler in Verbindung mit mobilen Apps für iOS, Android, BlackBerry und andere Plattformen weiß, wann die Mitglieder des Haushalts die Wohnung verlassen oder sich ihr nähern, und reguliert davon ausgehend automatisch die Raumtemperatur. Auch aktuelle Wetterbedingungen sowie andere Charaktermerkmale der Umgebung werden von tado berücksichtigt. Nutzer, die dem Automatismus nicht trauen, können die Temperatur auch ganz einfach manuell verändern, egal wo in der Welt sie sich gerade befinden. Statistiken und Visualisierungen liefern Echtzeit-Informationen über Heizleistung und Einsparungen.</p>
<p>Noch scheut sich das siebenköpfige tado-Team, das im Februar <a href="http://www.gruenderszene.de/news/tado-target-partners">eine Kapitalspritze von Target Partners erhielt</a>, seinen Microcontroller für die Heizregulierung vorzuzeigen. Es erklärt aber, dass er dünn, weiß und optisch so ansprechend sei, dass Anwender ihn nur allzugerne an der Wand befestigen würden. Auch konkrete Angaben zur Installation sind bisher von tado nicht zu bekommen. Das Unternehmen verspricht aber eine einfache Einrichtung und intuitive Bedienung.</p>
<p>Tonalität und Aufmachung von tados Website deuten auf einen hohen Ästhetik- und Simplizitäts-Fokus hin &#8211; was konzeptionell damit umso mehr an <a href="http://www.nest.com/">Nest</a> erinnert, das smarte, designstarke Thermostat, das auf dem US-Markt bereits erhältlich ist. Bedenkt man, dass auch Nest das Thermostat nicht erfunden hat und dass die Kombination von Wärmeregulierung mit Onlinefunktionalität schon seit Jahren als Teil des &#8220;Smart Home&#8221;-Gedankens diskutiert wird, bleibt zu hoffen, dass tado nicht sofort wieder der <a href="http://netzwertig.com/2011/08/18/copycat-checkliste-wann-ist-ein-klon-ein-klon/">häufig vorschnelle</a> Copycat-Stempel aufgedrückt wird (zumindest sollte man damit warten, bis man Hard- und Software gesehen hat).</p>
<p><strong>Marktstart im Oktober</strong></p>
<p>Im Oktober will tado mit dem Verkauf einer begrenzten Zahl an Thermostaten beginnen, die Phase für Voranmeldungen soll in Kürze starten. Der Preis steht bisher nicht fest. Anfänglich wird sich die Zielgruppe wohl auf experimentierfreudige Besitzer von Häusern und großer Apartments beschränken. Eine Prognose darüber, wann der Tag kommt, an dem selbst die Bewohner von kleinen Ein- und Zweiraumwohnungen ihre Heizung aus der Ferne regeln werden, fällt schwer. Je weniger Fläche beheizt werden muss, desto geringer ist der Effekt einer automatisierten und ferngesteuerten Heizung, und desto weniger attraktiv erscheint für Verbraucher die Anschaffung entsprechender Technologie. Mit steigenden Heizkosten allerdings könnten sich auch diese Vorbehalte in Luft auflösen.</p>
<p><em>Ein Dank für den Tipp geht an Thassilo Vogt</em></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/01/02/die-dritte-phase-der-vernetzung-das-internet-der-dinge-wird-realitat/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/wifi110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/01/02/die-dritte-phase-der-vernetzung-das-internet-der-dinge-wird-realitat/">Die dritte Phase der Vernetzung: Das Internet der Dinge wird Realität</a></b><br /><font size="2">Nachdem erst stationäre Computer und dann mobile Endgeräte den Zugriff auf das Web erlernten, erhalten sukzessive immer mehr Apparate eine Onlineanbindung. 2012 werden viele Menschen erstmals bewusst mit dem Internet der Dinge in Kontakt kommen. </font><font color="#aaa">(2. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/11/11/nachster-groser-trend-die-grenze-zwischen-online-und-offline-verschwindet/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/nest110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/11/11/nachster-groser-trend-die-grenze-zwischen-online-und-offline-verschwindet/">Nächster großer Trend: Die Grenze zwischen online  und offline verschwindet</a></b><br /><font size="2">Immer mehr Services, Geräte und Produkte positionieren sich an der Schnittstelle zwischen online und offline. Die Verzahnung der digitalen Welt mit unseren täglichen Abläufen ist ein großer Trend der nächsten Jahre. </font><font color="#aaa">(11. November 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/19/smartes-energiemanagement-ecowizz-kommt-nach-deutschland/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/ecowizz110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/19/smartes-energiemanagement-ecowizz-kommt-nach-deutschland/">Smartes Energiemanagement: Ecowizz kommt nach Deutschland</a></b><br /><font size="2">Das Schweizer Starup Geroco will mit Ecowizz, einer webgestützten Plattform zum intelligenten Management des Energieverbrauchs, in neue Märkte vorstossen. Auch Deutschland steht auf dem Programm. </font><font color="#aaa">(19. April 2012)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Eine neue Ära beginnt: diaspora plant mit Y Combinator  den großen Neustart</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 05:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das dezentrale Social Network diaspora ist über den Nischenstatus bisher nicht hinausgekommen. Eine Teilnahme am renommierten Y-Combinator-Programm soll dies ändern - und könnte gleichzeitig den bisherigen diaspora-Gedanken beschädigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das dezentrale Social Network diaspora ist über den Nischenstatus bisher nicht hinausgekommen. Eine Teilnahme am renommierten Y-Combinator-Programm soll dies ändern &#8211; und könnte gleichzeitig den bisherigen diaspora-Gedanken beschädigen.</h4>
<p><a href="http://www.joindiaspora.com"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/diaspora.png" width="209" height="50"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Gut zwei Jahre ist es nun her, dass das dezentrale soziale Netzwerk <a href="http://joindiaspora.com/">diaspora</a> für Schlagzeilen in der Tech- und Mainstreampresse sorgte. Auf eine erfolgreiche Crowdfunding-Finanzierung mittels Kickstarter, die deutlich <a href="http://www.kickstarter.com/projects/196017994/diaspora-the-personally-controlled-do-it-all-distr">über den Erwartungen lag</a>, folgte im Herbst 2010 die Veröffentlichung des Quellcodes und der Launch einer gehosteten Version in geschlossener Beta-Phase. Doch der ultimative Durchbruch für das von vier New Yorker Studenten initiierte Vorhaben, das wir bei netzwertig.com <a href="http://netzwertig.com/tag/diaspora/">intensiv begleitet haben</a>, blieb bis heute aus. Das Netzwerk mit dem Alleinstellungsmerkmal, dass jeder technisch versierte Anwender seinen eigenen diaspora-Server aufsetzen und damit eine gewisse Kontrolle über persönlich Daten ausüben kann (<a href="http://podupti.me/">aber nicht muss</a>), hat seine Rolle als Nischenangebot für Facebook-Überdrüssige, die auch bei Google+ keine Zuflucht fanden, bisher nicht verlassen können. Der <a href="http://www.ibtimes.com/articles/249426/20111115/diaspora-founder-s-death-suicide-note-manner.htm">Selbstmord des Mitgründers lya Zhitomirskiy</a> im November 2011 führte zu einer zeitweiligen Entwicklungspause und stellte die zwei verbliebenen diaspora-Gründer Max Salzberg und Daniel Grippi vor die Frage, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen kann.</p>
<p><a href="http://www.businessweek.com/printer/articles/24762-on-diasporas-social-network-you-own-your-data">Ein aktuelles Businessweek-Porträt</a>, das die Entstehungsgeschichte des einst als Facebook-Killer angepriesenen Social Networks detailliert wiedergibt, enthüllt nun, zu welchem Entschluss Salberg, Grippi und die zwei jüngst als neue Co-Founder hinzugezogenen Mitstreiter Dennis Collinson und Rosanna Yau gekommen sind: Sie werden sich im Juni unter die Fittiche von <a href="http://ycombinator.com/">Y Combinator</a> (YC) geben, dem weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Startup-Inkubator (oder &#8220;Accelerator&#8221;). Das Unternehmen aus Mountain View investiert jedes Jahre kleine Geldbeiträge in Dutzende handverlesene Startups und hilft ihnen innerhalb von drei Monaten mit Know-how und einem enormen Kontaktnetzwerk, ein fertiges Produkt aufzubauen und die Chancen auf Venture Capital zu maximieren.</p>
<p><span id="more-21583"></span></p>
<p>YC ist bekannt dafür, jungen, motivierten aber unsicheren Startup-Teams schnell die Schwächen ihres Produktes aufzuzeigen und Empfehlungen für erforderliche Veränderungen auszusprechen, um einem Durchbruch so nahe wie möglich zu kommen. <a href="http://netzwertig.com/2012/02/16/aus-eeve-wird-popset-y-combinator-unterstutzt-deutsches-startup/">Vor kurzem berichteten wir</a> über das von vier Deutschen gegründete Startup <a href="http://www.popset.com">Popset</a> (ehemals Eeve), das als eines der wenigen hiesigen Internetunternehmen in das YC-Programm aufgenommen wurde. Dies führte unter anderem zu einer Modifikation des Konzepts sowie zum Namenswechsel.</p>
<p>Dass diaspora die Dinge anders angehen muss, um doch noch zu einer echten Alternative zu den zentralisierten sozialen Netzwerken zu werden, ist angesichts des bisherigen Verharrens in der Nische offensichtlich. Die Fähigkeit zur vollen Kontrolle der persönlichen Daten in Form eines Selbsthostings und der Open-Source-Charakter sind für das Gros der User einfach nicht interessant genug, um sich ernsthaft eine aktiv gepflegte digitale Präsenz bei einem weiteren Social Network zuzulegen. Der zu erwartende Herz-und-Nieren-Check durch die YC-Mentoren kommt da sehr gelegen. Einige Ideen, wodurch sich das neue diaspora auszeichnen könnte, bringen die Gründer bereits mit zu YC. So soll diaspora Anwendern beispielsweise Tools anbieten, um das optische Erscheinungsbild ihrer veröffentlichten Inhalte an ihre Gemütslage anzupassen.</p>
<p><strong>diaspora und Y Combinator sind ein ungleiches Paar</strong></p>
<p>Mit der Partizipation beim YC-Programm beginnt für diaspora ein neues Zeitalter. Während kaum jemand besser in der Lage ist als YC-Chef Paul Graham und sein Team, die Weichen von vielversprechenden, aber leicht orientierungslosen Webangeboten auf Erfolg zu stellen, könnte der Schritt jedoch auch die ursprüngliche, stark von Offenheit und Rücksicht auf die Anwenderbedürfnisse geprägte Philosophie von diaspora beschädigen. Den wer bei YC mitmacht und Anteile an das kalifornische Unternehmen und im weiteren Verlauf an Risikokapitalgeber abgibt, erlegt sich damit gewisse Verpflichtungen in puncto Montarisierung und der Schaffung guter Exit-Optionen auf, die traditionell den Fokus von Startups verändern. US-Blogger Robert Scoble traf einen Nerv, als er im Februar Y Combinator <a href="http://scobleizer.com/2012/02/22/why-i-am-tired-of-silicon-valleys-focus-on-virality-glassmap-is-far-worse-than-path-ever-was/">dafür kritisierte</a>, Webdienste und Apps zu sehr auf Viralität zu trimmen &#8211; die von Anwenderseite mitunter <a href="http://netzwertig.com/2012/03/02/apps-und-ihr-streben-nach-viralitaet-wie-nutzer-die-kontrolle-ueber-das-sharing-verlieren/">als Spam und Bevormundung aufgefasst werden kann</a>.</p>
<p>Die YC-Mentoren werden diaspora, das sich bisher allein <a href="http://www.readwriteweb.com/cloud/2011/10/the-state-of-diaspora-and-fund.php">durch Spenden finanzierte</a>, nicht mit Samthandschuhen anfassen, nur weil sich die derzeitige Nutzerschaft primär aus Open-Source-Evangelisten, Offenheits-Anhängern und Netzaktivisten rekrutiert. Diese gewöhnlich sensibel auf eine Kommerzialisierung und Ausschlachtung von Onlineangeboten reagierende Ziegruppe wiederum wird auf die Barrikaden gehen, sofern sie merkt, dass sich das neue diaspora von seiner bisherigen Vision verabschiedet und die Befriedigung der Ansprüche von Investoren in den Mittelpunkt stellt.</p>
<p>Im Oktober <a href="http://www.readwriteweb.com/cloud/2011/10/5-reasons-mozilla-should-fund.php">rief ReadWriteWeb Mozilla dazu auf</a>, sich bei diaspora finanziell zu engagieren. Die Non-Profit-Organisation hätte zu der bisherigen Ideologie von diaspora deutlich besser gepasst als das allein auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Y Combinator, wäre andererseits aber wohl nicht in der Lage gewesen, die Stellschrauben zu identifizieren, die diaspora bisher an einem Aufstieg in den Mainstream hinderten. Für Y Combinator dürfte genau dies ein Leichtes sein.</p>
<p>Vielleicht muss man einfach einsehen, dass ein ebenbürtiger Kontrahent zu den sozialen Datensilos der großen Internetkonzerne nicht einfach aus Luft und Liebe realisiert werden kann. Ein kommerzialisiertes diaspora mit echtem Potenzial, Facebook zu bedrängen, könnte für die Zukunft des offenen Internets die bessere Wahl sein als ein vollkommen unabhängiges, dafür aber völlig harmloses Geek-Projekt. Ob die diaspora-Community dies ähnlich sieht?</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/10/19/das-beste-was-diaspora-passieren-konnte-paypal-sperrt-das-spendenkonto/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/diaspora_110-4.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/10/19/das-beste-was-diaspora-passieren-konnte-paypal-sperrt-das-spendenkonto/">Das Beste, was diaspora passieren konnte: PayPal sperrt das Spendenkonto</a></b><br /><font size="2">PayPal hat das Spendenkonto des dezentralen sozialen Netzwerks diaspora mit eingezahlten 45.000 Dollar ohne Begründung eingefroren. Etwas Besseres hätte dem unter Aufmerksamkeitsmangel leidenden Projekt kaum passieren können. </font><font color="#aaa">(19. Oktober 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/27/erwartungsgemas-facebook-stehen-sturmische-wochen-bevor/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/fbstorm110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/27/erwartungsgemas-facebook-stehen-sturmische-wochen-bevor/">Erwartungsgemäß: Facebook stehen  stürmische Wochen bevor</a></b><br /><font size="2">Die Zeit für eine neuerliche Facebook-Kontroverse auf breiter Front scheint gekommen. Traditionell wird dies Alternativen helfen, sich ins Gespräch zu bringen. Ein bleibender Effekt ist allerdings nicht garantiert. </font><font color="#aaa">(27. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/09/diaspora-google-hat-uns-kopiert/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/diaspora_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/09/diaspora-google-hat-uns-kopiert/">diaspora: "Google+ hat uns kopiert"</a></b><br /><font size="2">Die Art, wie Nutzer bei Google+ und diaspora Kontakte kategorisieren und Inhalte teilen, ist sehr ähnlich. In einem Blogbeitrag zeigen sich die diaspora-Macher "stolz" darüber, dass Google ihr System nachgeahmt hat. </font><font color="#aaa">(9. September 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Problematischer Entschluss: Facebook wirft Grooveshark  von der Plattform</title>
		<link>http://netzwertig.com/2012/05/11/problematischer-entschluss-facebook-wirft-grooveshark-von-der-plattform/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 12:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Grooveshark]]></category>
		<category><![CDATA[Musikdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Plattformen]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook hat dem Musikdienst Grooveshark den Zugriff auf seine Plattform abgeklemmt. Obwohl der Grund dafür nachvollziehbar erscheint, hinterlässt das Vorgehen ein ungutes Gefühl.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Facebook hat dem Musikdienst Grooveshark den Zugriff auf seine Plattform abgeklemmt. Obwohl der Grund dafür nachvollziehbar erscheint, hinterlässt das Vorgehen ein ungutes Gefühl.</h4>
<p><a href="http://www.grooveshark.com"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/05/grooveshark110.png" width="100" height="100"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Dass Facebooks Plattform in Form von Apps sowie der auf Millionen Websites integrierten Social Plugins eine gewisse Abhängigkeit mit allen damit verbundenen Konsequenzen schaffen kann, ist keine Neuigkeit. Was diese bedeutet, <a href="http://netzwertig.com/2012/03/07/single-point-of-failure-viele-webdienste-sind-auf-facebook-ausfall-nicht-vorbereitet/">mussten im März zahlreiche Onlineangebote spüren</a>, die eine Login-Möglichkeit über Facebook anbieten und in Folge eines Ausfalls des sozialen Netzwerks selbst in den virtuellen Abgrund gezogen wurden. Facebook erwies sich in diesem Fall als Single Point of Failure&#8221; und verdeutlichte, warum es nicht empfehlenswert ist, sich ausschließlich auf eine Login-Option über das führende Social Network zu begrenzen.</p>
<p>Jetzt gibt es einen neuen Fall, der die dunkle Seite von Facebooks Dominanz als webweite Identitätsplattform und allgegenwärtige soziale Ebene für Onlineangebote illustriert: Wie <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-schliesst-Spotify-Konkurrenten-Grooveshark-aus-1572267.html">heise online berichtet</a>, hat Facebook dem On-Demand-Musikdienst <a href="http://www.grooveshark.com">Grooveshark</a> den Zugang zu seinen Schnittstellen gesperrt. Damit wurden sowohl Groovesharks Facebook-App als auch die Login-Möglichkeit bei Grooveshark über die Benutzerdaten des sozialen Netzwerks ausgeschaltet.</p>
<p><span id="more-21579"></span></p>
<p>Im Gegensatz zu eindeutig legalen Musikdiensten wie Spotify, simfy oder Rdio agiert Grooveshark ohne den Segen der Plattenfirmen und Verwertungsgesellschaften. Der 2006 gegründete Service aus Florida lässt Nutzer ihre eigene Musik auf die Site laden, die daraufhin von anderen Anwendern im On-Demand-Prinzip kostenfrei gestreamt werden kann. Den Plattenfirmen schmeckt dies nicht, weshalb sie seit längerem <a href="http://gigaom.com/2011/12/15/grooveshark-warner-sony-lawsuit">juristisch gegen</a> Grooveshark <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-schliesst-Spotify-Konkurrenten-Grooveshark-aus-1572267.html">vorgehen</a>. Der Anbieter wiederum beruft sich auf die Safe-Harbor-Regelung im Digital Millennium Copyright Act und ist der Ansicht, keine Verantwortung für Urheberrechtsverstöße der Anwender zu tragen, solange er über diese nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Aufrufe von deutschen IP-Adressen <a href="http://netzwertig.com/2012/01/18/die-gema-ist-schuld-grooveshark-schliest-fur-nutzer-aus-deutschland/">lehnt Grooveshark seit Jahresbeginn ab</a>, weil die Forderungen der hiesigen Verwertungsgesellschaft GEMA in den Augen des Unternehmens von der US-Ostküste zu hoch seien.</p>
<p><strong>Grooveshark agiert in einer Grauzone</strong></p>
<p>Kurz gesagt: Die Musikindustrie hält Grooveshark für illegal, während der Service <a href="http://www.digitalmusicnews.com/stories/041811grooveshark">seine Legalität beteuert</a>. Das Resultat ist die berühmte Grauzone. Facebook allerdings scheint für sich eine Entscheidung getroffen zu haben: Grooveshark verletzt die Rechte Dritter, weshalb dem Dienst der Zugriff auf die Facebook Plattform <a href="https://developers.facebook.com/policy/">gemäß deren Teilnahmebedingungen</a> verwehrt wird.</p>
<p>Einerseits ist Facebooks Verhalten nachvollziehbar: Dass es bei Grooveshark zu Urheberrechtsverstößen im größeren Stile kommt, zeigen allein die zahlreichen Musikstücke populärer Interpreten, die eigentlich aufgrund des Fehlens von Abmachungen mit den Major Labels nicht abrufbar sein dürften. Die Frage der Verantwortlichkeit stellt sich für das Social Network nicht, das in seinen Plattformrichtlinien klar deutlich macht, Urheberrechtsverstöße bei Apps nicht zu tolieren.</p>
<p><strong>Facebook definiert legal und illegal</strong></p>
<p>Gleichzeitig erscheint es aber problematisch, dass Facebook bei einer User Generated Content-Plattform den Stecker zieht, während es alle anderen gewähren lässt &#8211; obwohl auch bei YouTube, SoundCloud und Pinterest Verstöße der Nutzer gegen das Urheberrecht an der Tagesordnung sind. Das Social Network versucht sich an einer Grenzziehung zwischen &#8220;legal&#8221; und &#8220;illegal&#8221;, die aus Sicht des Plattformbetreibers verständlich ist, aber im Hinblick auf die enorme Macht und Verbreitung des Netzwerks trotzdem ein ungutes Gefühl hinterlässt. Und bisher existiert kein Gerichtsurteil, das die Rechtswidrigkeit von Grooveshark eindeutig belegt.</p>
<p>Die Erkenntnis aus dem Vorfall &#8211; <a href="http://www.digitalmusicnews.com/permalink/2012/120508grooveshark">der Grooveshark einen Einbruch bei den Nutzerzahlen beschert</a> - kann sicherlich nicht lauten, dass allen auf Nutzeruploads basierenden Webangeboten der Zugriff auf Facebook untersagt werden muss, und ebensowenig, dass Facebook grundsätzlich alle Arten von Apps in seinem Ökosystem tolerieren muss. Zumal Grooveshark auch aus <a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/08/apple-bows-to-label-pressure-yanks-grooveshark-from-app-store/">Apples App Store</a> und <a href="http://mashable.com/2011/04/06/grooveshark-android-app-removed/">Google Play</a> ausgesperrt wurde. Nein, die Ereignisse um Grooveshark illustrieren ganz einfach, dass sich Drittanbieter nicht darauf verlassen können, dass der Social-Networking-Riese ihre Beurteilung der rechtlichen Lage teilt &#8211; und dass Angebote, die in irgendeiner Form auf User Generated Content setzen, einer latenten Gefahr ausgesetzt sind, von der so wichtigen Facebook-Plattform abgeklemmt zu werden, wenn nur der Druck von außen hinreichende Ausmaße annimmt.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/04/18/open-graph-applikationen-on-demand-musikstreaming-erlebt-seinen-durchbruch-dank-facebook/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/04/anhoeren110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/04/18/open-graph-applikationen-on-demand-musikstreaming-erlebt-seinen-durchbruch-dank-facebook/">Open-Graph-Applikationen: On-Demand-Musikstreaming erlebt seinen Durchbruch - dank Facebook</a></b><br /><font size="2">Facebook forciert die Integration von On-Demand-Musikdiensten in seine Plattform - und trägt damit nicht unerheblich zum Durchbruch dieser Form des digitalen Musikkonsums bei. </font><font color="#aaa">(18. April 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2012/01/18/die-gema-ist-schuld-grooveshark-schliest-fur-nutzer-aus-deutschland/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/grooveshark110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2012/01/18/die-gema-ist-schuld-grooveshark-schliest-fur-nutzer-aus-deutschland/">"Die GEMA ist schuld": Grooveshark schließt für Nutzer  aus Deutschland - simfy übernimmt</a></b><br /><font size="2">Grooveshark, die "Schurkenseite" unter den Musikstreamingdiensten, ist für Nutzer aus Deutschland nicht mehr zugänglich. Verantwortlich macht der US-Dienst die hiesige Verwertungsgesellschaft GEMA. </font><font color="#aaa">(18. Januar 2012)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/12/01/app-plattform-spotify-folgt-den-pfaden-der-grosen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/spotify110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/12/01/app-plattform-spotify-folgt-den-pfaden-der-grosen/">App-Plattform: Spotify folgt den Pfaden der Großen</a></b><br /><font size="2">Spotify öffnet seinen Client für externe Applikationen. Der expansive Musikdienst will sich damit als Plattform etablieren. </font><font color="#aaa">(1. Dezember 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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