Markus Spath

Markus (Jahrgang 69) ist Ethnologe, Programmierer und allgemeine Webnuss. Seit 2004 klickt er reflexartig auf jeden Signup-Button jedes neuen Webdienstes, über den er stolpert, und bloggt darüber auf hackr.de. Anwendungen, die das strenge beta-Kriterium erfüllen, dokumentiert er im Museum of Modern Betas, das mit mehr als 5.000 archivierten Seiten wohl eines der vollständigsten Verzeichnisse von frühen Webstartups aus der ganzen Welt ist. 2007 war er Editor für blognation Germany.

Neben dem Betatesten liebt er Listen und Luhmann, gibt Unsummen für Vinyl aus, und ist Erfinder der next-action-Bälle, einem auf Papier basierenden Produktivitätssystem. Markus lebt in Wien und in Frankfurt und ist erreichbar unter

 

Alle 1079 Artikel von Markus Spath auf netzwertig.com:

Samstag App Fieber:
deliciousLOG, iDoodle und mehr

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: hau-tu – ein Wiki für Tipps und Tricks; impira – eine Plattform für Erfahrungswelten; deliciousLOG – ein Tumbleloggenerator für Bookmarks; und Doodle als Gadget für iGoogle.

hau-tu
hau-tu
Auf den lautmalerischen Namen hau-tu hört ein Wiki, auf dem praktische Handlungsanweisungen für den Alltag gesammelt werden. Mitmachen kann jeder, der will. Als kleinen Anreiz werden in regelmässigen Abständen Aktionen von Sponsoren gestartet.

Seiten mit Anleitungen gibt es nicht wenige. Das Wiki ist auch etwas zu weit ausgelegt / zu unfokussiert, um in einem Bereich zu einer autoritären Anlaufstelle zu werden. Aber ein gewisses Maß an Serendipity kann man hau-tu nicht absprechen. Es finden sich doch immer wieder Tricks und Tipps zu Tätigkeiten oder Dingen, an die man nie selbst gedacht hätte.

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WordPress:
Automattic übernimmt PollDaddy

Automattic übernimmt das Umfrage-Tool PollDaddy und stattet mehr als 4 Millionen Blogs damit aus. Für WordPress ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg zum dezentralen sozialen Netzwerk.

Matt Mullenwegs Automattic, die Firma hinter WordPress, bleibt umtriebig und schnappt sich das irische Startup PollDaddy. PollDaddy ist ein beliebtes Tool zum Erstellen von Umfragen, die man als Widgets im eigenen Blog, dem Profil auf einem sozialen Netzwerk, oder an beliebiger anderer Stelle einbinden kann. (Unsere Kollegen von imgriff.com verwenden es gern, zum Beispiel in diesem Artikel.)

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No Kahuna:
Wie ich die Projekte geregelt kriege

No Kahuna ist ein neuer Projektmanagement-Dienst im Sinne des Selbstmanagementsystems Getting Things Done. Der Fokus liegt auf dem Erledigen von Aufgaben. Zeitplanung, Meilensteine, Rollen oder Charts sucht man vergeblich.

Wenn man derzeit die Einschätzungen von klugen Köpfen zur Lage der Startups im Zeitalter der globalen Finanzkrise liest, dann reicht das gezeichnete Stimmungsbild vom pragmatischen Pessimismus (“Gürtel enger schnallen”, “der Speck muss weg”, “an Geld zu kommen wird sehr schwer”) bis zur Apokalypse (“das Ende des Web 2.0 ist gekommen”). Aber jede Krise hat auch ihre Chancen, und gerade wenn es schwieriger wird, geneigte Investoren für Business-Pläne zu begeistern, die hohe Anschaffungskosten und eine saftige burn rate versprechen, haben kleinere Teams mit schlanken und agilen Prozessen wenig zu verlieren, oft gar nur die eigene Zeit.

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YouTube:
Zwei neue Formen
der Monetarisierung

Google beginnt auf YouTube TV-Episoden in voller Länge anzubieten, die neue Formen von Ads enthalten. Gleichzeitig transformieren sie YouTube in eine E-Commerce Plattform.

YouTube
YouTube
Über die Frage, wie Google mit YouTube jemals Geld verdienen will, zerbricht sich ja so mancher den Kopf. Google selbst ist dabei bisher sehr vorsichtig vorgegangen und ertastete eher langsam Möglichkeiten, die sich durch Deals mit Contentpartnern ergeben.

Doch sie scheinen etwas ungeduldig zu werden. Nachdem sie vor ein paar Wochen begonnen haben Partnern zu ermöglichen, auch gegen ‘geklaute’ Videos Webung zu schalten, setzten sie in der letzten Woche mit zwei neuen Forman nach:

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Samstag App Fieber:
uberelectron, Rabattschlacht
und mehr

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: uberelectron – eine Video-Suchmaschine für Couch-Potatos; artition – ein soziales Netzwerk für Künstler; conespra – eine Plattform für Fragen und Antworten zu Produkten; und Rabattschlacht – eine Live-Shoppingseite mit verdeckten Preisen und Preiszeitfenstern.

uberelectron
uberelectron
Unter dem wunderschönen Namen uberelectron startet Sascha Kluger eine Video-Suchmaschine mit durchaus innovativem User-Interface. uberelectron indiziert Videocasts und andere öffentlich zugängliche Medien-Feeds und macht deren Videos webbasiert verfügbar.

Nach eigenen Angaben orientiert es sich dabei an der Metapher des klassischen Fernsehens, wobei die Kanäle dynamisch je nach Suchanfrage zusammengestellt werden. Im Idealfall gibt man das Thema des eigenen Interesses ein, lässt sich die Playlist generieren, lehnt sich im Sofa zurück und geniesst ohne weitere Klicks, was kommt. Kleiner Hinweis: Nützliche Keyboard-Shortcuts sind die Eingabetaste, mit der man die Ansicht der Grösse des Videos toggelt, und die Pfeile links und rechts, mit denen man zum vorigen respektive nächsten Video springt.

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Suchmaschinen:
Wikia ermöglicht ‘intelligente’ Erweiterungen

Wikia Search, die kollaborative Suchmaschine von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, öffnet sich und startet mit WISE eine Plattform für die Integration von Suchergebnissen anderer Dienste.

Der Trend bei Suchmaschinen geht klar in Richtung Plattform. Über die Anstrengungen von Yahoo haben wir in letzter Zeit schon öfter berichtet – siehe die Artikel zu BOSS oder zu Search Monkey. Und nun startet auch Wikia ein Framework namens WISE (“Wikia Intelligent Search Extensions”), mit dem die Suchergebnisse von Drittanbietern angereichert werden können.

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Sozial Fernsehen:
toptv startet User-generiertes Rankingportal

Mit toptv startet ein von Usern generiertes TV-Rankingportal. Während die soziale Komponente enttäuscht, ist es als webbasierte Programmzeitschrift zu empfehlen.

Clay Shirky erzählt in seinen Vorträgen gerne die Geschichte der Verantwortlichen eines grösseren amerikanischen TV-Netzwerkes, die nach einem gemeinsamen Panel zu ihm kam, ihm zu seinen Thesen gratulierte, Begeisterung über die zahlreichen Möglichkeiten der Partizipation im Web ausdrückte, und dann fragte: Aber woher nehmen die Leute denn nur alle die ganze Zeit dafür?

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Samstag App Fieber:
Blogmonitor, DNnetz und mehr

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Blogmonitor – ein neuer Memetracker; DNnetz – ein News-Aggregator; MeetingPuzzle – ein Tool zur Koordination von Terminen; und eye.spots – eine Plattform für Lifestyle-Gadgets.

Blogmonitor
Blogmonitor
Scheint die Woche der Memetracker gewesen zu sein. Neben der Neuausrichtung der Google Blog Search ist diese Woche auch Blogmonitor gestartet, das die meistdiskutierten Blogartikel aus dem deutschsprachigen Raum für die letzten Tage bzw. die letzten Wochen aggregiert.

Ganz nett: Neben Blogartikeln gibt es auch separate Bereiche für Videos und Artikel aus klassischen Nachrichtenmedien. Blogmonitor wirkt sehr schick, fast noch minimalistischer als Rivva, wenn das überhaupt möglich ist. Auch die Suchergebnisse sind nicht schlecht, allerdings fehlt die Sortiermöglichkeit nach Datum, die für eine Blogsuche doch wichtig ist. Was auch ein wenig nervt, ist das Fehlen von Direktlinks zu den Artikeln. Ohne einen Zwischenklick auf die Blogmonitor-Seite für einen Beitrag läuft hier nichts.

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Google Blogsearch:
Vom Stiefkind zum Memetracker

Google verwandelt die Startseite der Blogsuche in einen Memetracker, der die relevantesten Stories aus der Blogosphäre in Echtzeit aggregiert.

Googles Blog Search hat lange Zeit ein eher stiefkindliches Dasein gefristet. Die Qualität der Suchergebnisse hat stark variiert, einige Features wie Sortieren der Ergebnisse nach Relevanz oder Datum haben wenig zuverlässig beziehungsweise überhaupt nicht funktioniert, und auch das Lieblingsfeature von Bloggern – die Suche nach Backlinks – war alles andere als vollständig.

Gestern jedoch hat Google eine neue Version lanciert, die Blogs die gebotene Aufbereitung und Aufmerksamkeit zukommen lassen will.

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Enterprise:
Socialtext 3.0 macht
Unternehmens-Wikis sexy

Socialtext, eines der bekanntesten Enterprise-Wikis, hat sich eine Frischzellenkur verpasst und integriert einige bewährte Funktionalitäten in der neuen Version Socialtext 3.0.

Socialtext besteht fortan aus drei Anwendungen: Workspaces, People und einem Dashboard.

Workspace ist bei Socialtext die Bezeichnung für Wikis. Der Terminus ‘Wiki’ wurde von Socialtext zwar noch nicht ganz verdrängt, aber Workspaces dürfte von ihnen wohl als verkaufbarer eingestuft worden sein.

Ein Workspace enthält alles, was man von einem modernen Wiki erwarten kann, etwa einen WYSIWYG-Editor, Revisionen, Export in verschiedene Formate, Tags, Kommentare oder Anhang von Dokumenten. Nett: mit Socialtext Unplugged können die Wikis auch offline verwendet werden.

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