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	<title>netzwertig.com &#187; Markus Kirchsteiger</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Der Standard: Österreichs New York Times wird 20</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/10/20/der-standard-oesterreichs-new-york-times-wird-20/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 09:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<em>Der Standard</em> hängt zum Jubiläum seine Konkurrenten ab und bleibt Österreichs meistgelesene Zeitung im Web – zum Geburtstag gibt's ein Kunstwerk für jeden Leser.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><em>Der Standard</em> hängt zum Jubiläum seine Konkurrenten ab und bleibt Österreichs meistgelesene Zeitung im Web – zum Geburtstag gibt&#8217;s ein Kunstwerk für jeden Leser.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/standard200.jpg" width="200" height="200"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Am Anfang war die Ernüchterung: Nach 13 Jahren als Maler und Bildhauer in New York konnte sich Oscar Bronner nur schwer vorstellen, „wieder mit den österreichischen Zeitungen leben zu müssen“. Die Lektüre der renommierten <em>New York Times</em> brachte den in Israel geborenen und in Österreich und Deutschland aufgewachsenen Zeitschriftengründer auf eine zündende Idee: 18 Jahre nachdem Bronner zuerst das Wirtschaftsmagazin <em>trend</em> und kurz darauf die Nachrichtenzeitschrift <em>profil</em> gegründet hatte, war die Zeit reif für eine Neugründung, die die österreichische Printlandschaft gewaltig umkrempelte. </p><div id="Ads_BA_CAD2"><script>Ads_BA_AD('CAD2');</script></div>
<p><span id="more-6713"></span>So erscheint am 19. Oktober 1988 die erste Ausgabe des <em>Standard</em> – die einzige österreichische Tageszeitung, die den Titel Qualitätsblatt auch verdient. Mit einer Reichweite von fünf Prozent (laut <em>Media Analyse</em> 2007) hat <em>Der Standard</em> seinen traditionsreichen Hauptkonkurrenten, die 1848 gegründete <em>Presse</em> (3,8 Prozent Reichweite), im Vorjahr wieder deutlich abgeschüttelt. So einen Erfolg hätte man Bronner und dem Gründungsteam des <em>Standard</em> 1988 „nie und nimmer“ zugetraut, schreibt das Branchenblatt <em>Der österreichische Journalist</em> in einer Titelstory über Bronner. </p>
<p>Damals belächelten nicht nur die Konkurrenten den idealistischen Zeitungsgründer. Vielfach wurde auch stark bezweifelt, dass sich die österreichische Bevölkerung überhaupt für eine Qualitätszeitung interessieren würde. Bei der jahrzehntelangen und ungebrochenen Vormacht der <em>Kronen Zeitung</em> war das kein so abwegiger Gedanke. Bronner wollte allerdings nicht glauben, dass sich die Österreicher so fundamental von ihren westeuropäischen Nachbarn unterscheiden würden:</p>
<blockquote><p>In jedem Land gibt es einen bestimmten Anteil an Idioten, einen bestimmten an Genies. Viele Leute, die sich für etwas interessieren, und viele, die das nicht tun. Und das gilt auch fürs Konsumverhalten und damit auch für den Konsum von Medien. </p></blockquote>
<p>Wie richtig Bronner damit gelegen hatte, beweist die Online-Ausgabe des <em>Standard</em>.  1995 ging der <em>DerStandard.at</em> online – als erstes deutschsprachiges Medium. Und seit die Besucherzahlen von Nachrichtenportalen durch die <em>Österreichische Webanalyse</em> <a href="http://www.oewa.at/index.php?id=8494">erfasst</a> werden, ist <em>DerStandard.at</em> das führende News-Angebot im Web (vor ihm liegt nur der <em>ORF</em>). </p>
<p>Kurz vor dem <a href="http://derstandard.at/?ressort=20JahreSTANDARD">20. Geburtstag des <em>Standard</em></a> am Sonntag ist Bronner außerdem ein überraschender <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20080813_OTS0188">Coup</a> gelungen. Seit August ist die Zeitung wieder zu 100 Prozent in österreichischer Hand (zuvor war die <em>Süddeutsche Zeitung</em> mit 49 Prozent beteiligt). Und für die 180-Seiten dicke Jubiläumsausgabe am Wochenende hat man sich etwas <a href="http://derstandard.at/20jahre">Besonderes</a> ausgedacht: Jeder Leser und jede Leserin sollen ein eigenes, nummeriertes Exemplar mit einem exklusiven Geburtstagscover eines namhaften Künstlers erhalten – möglich wird es durch zum Teil minimale Farbveränderungen des Titelbilds von <a href="http://derstandard.at/?id=1224255935503">Christian Ludwig Attersee</a>.</p>
<p>Genaue Details dazu werden heute Abend im Internet enthüllt.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/molterer110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/">Wahl in Österreich: Der Kampf der Kronen-Zeitung</a></b><br /><font size="2">Neuer Nationalrat in Österreich gewählt: Die <em>Kronen-Zeitung</em> hat ordentlich Stimmung für ihren Favoriten gemacht – journalistisch sauber war das nicht. </font><font color="#aaa">(1. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/28/politiker-offline-zugeknoepfte-kandidaten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/wahlenspoe110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/28/politiker-offline-zugeknoepfte-kandidaten/">Politiker offline: Zugeknöpfte Kandidaten</a></b><br /><font size="2">Österreich wählt - doch von einem Online-Wahlkampf wie in den USA keine Spur. Stattdessen gaben sich die Spitzenkandidaten im Internet eher zugeknöpft. </font><font color="#aaa">(28. September 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/osteerreichwahl_neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/">Wahl in Österreich: Bürgerplattformen mischen mit</a></b><br /><font size="2">Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor. </font><font color="#aaa">(18. September 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Wahl in Österreich: Der Kampf der Kronen-Zeitung</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 08:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neuer Nationalrat in Österreich gewählt: Die <em>Kronen-Zeitung</em> hat ordentlich Stimmung für ihren Favoriten gemacht – journalistisch sauber war das nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neuer Nationalrat in Österreich gewählt: Die <em>Kronen-Zeitung</em> hat ordentlich Stimmung für ihren Favoriten gemacht – journalistisch sauber war das nicht.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/oesterreich-wahlen-2-2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/molterer200.jpg" width="200" height="200"  alt="ÖVP-Kandidat Molterer: Keine Chance gegen Dichand? (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Mit rund 3,8 Millionen Lesern ist die <em>Kronen-Zeitung</em> Österreichs meistgelesene Tageszeitung. Diesen durchschlagegenen Erfolg hat das Blatt vor allem ihrem Herausgeber zu verdanken, dem 87-jährigen <a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Hans Dichand</a>. Und von dieser publizistischen Stärke machte der österreichische Medienzar im Wahlkampf auch reichlich Gebrauch, empören sich Kritiker der <em>Krone</em>. Seine Meinung zur Lage der Nation sei die alles bestimmende Blattlinie, abweichende Ansichten dagegen hätten keinen Platz in seiner Zeitung. </p>
<p>Daher würden sowohl <em>Krone</em>-Journalisten ihre Berichte, als auch viele Politiker ihre Agenda an die Vorstellungen des Herausgebers anpassen. Passiert ist das tatsächlich vor wenigen Wochen. Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und der Vorsitzende der <em>Sozialdemokratischen Partei (SPÖ)</em>, Werner Faymann, <a href="http://netzwertig.com/2008/07/08/oesterreich-auf-gedeih-und-verderb-mit-der-krone/">verkündeten</a> in einem Leserbrief an die <em>Krone</em>, einen 180-Grad-Schwenk in ihrer EU-Politik: Künftig solle das Volk über einen EU-Verfassungvertrag abstimmen und nicht das Parlament. </p>
<p><span id="more-6673"></span><strong>Ein teuflischer Pakt</strong></p>
<p>Hans Dichand passte die EU-Verfassung von Anfang an nicht, weshalb die <em>Krone</em> eine Kampagne für eine Volksabstimmung lanciert hatte. Zuerst zeigten sich die <em>SPÖ</em>-Politiker unbeeindruckt von Dichands Forderungen nach Volksbeteiligung. Doch sinkende Umfragewerte und schlechte Wahlergebnisse trieben die Parteispitze in die Hände des Zeitungszaren. Mit dem Bruch in der bisherigen Europapolitik habe die <em>SPÖ</em> einen teuflischen Pakt mit der <em>Krone</em> geschlossen, warnten sogar Funktionäre aus den eigenen Reihen. </p>
<p>Und Dichand bedankte sich für die Gehorsamkeit des <em>SPÖ</em>-Vorsitzenden im Wahlkampf offensichtlich mit tatkräftiger publizistischer Unterstützung. Das passte den anderen Medien ebenso wenig wie vielen Intellektuellen, Politikern und Bürgern. So <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/417341/index.do?from=suche.intern.portal">klagte</a> der Moderator der <em>Zeit im Bild 2</em> (einer Nachrichtensendung vergleichbar mit denn deutschen <em>Tagesthemen</em>) kürzlich, die <em>Krone</em> sei die einzige Zeitung Österreichs mit einem eigenen Spitzenkandidaten. </p>
<p><strong>Klage gegen die <em>Krone</em></strong></p>
<p>Die Wochenzeitung <em>Die ganze Woche</em> <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/416767/index.do?from=suche.intern.portal">reicht</a> nun sogar eine Klage gegen die <em>Krone</em> ein, weil diese angeblich mit der <em>SPÖ</em>-freundlichen Blattlinie gegen das Objektivitätsgebot verstoße – daher solle es der <em>Krone</em> künftig nicht erlaubt sein, das Wort „unabhängig“ auf der Titelseite unter dem Logo abzudrucken, fordern die Kläger. </p>
<p>Wie sehr sich die <em>Kronen</em>-Zeitung indessen auf den Parteiobmann der Konkurrenz von der <em>Österreichischen Volkspartei (ÖVP)</em>, Wilhelm Molterer, einschießt, zeigt der tägliche Blick ins Blatt. Zum Beispiel in die Ausgabe vom 25.September 2008: </p>
<p><strong><em>Krone</em> macht <em>SPÖ</em>-Spitzenkandidaten zu poltischem Robin Hood</strong></p>
<p>Gleich auf Seite 2 reitet Wolf Martin mit seiner täglichen Kurzprosa „In den Wind gereimt“ eine heftige Attacke gegen Molterer. <em>SPÖ</em>-Spitzenkandidat Faymann hingegen wird als politischer Robin Hood dargestellt, der gegen eine angeblich unsoziale <em>ÖVP</em> und den Lieblingsgegner der <em>Krone</em>, die EU, ankämpft:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/wind-gereimt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/wind-gereimt.jpg" width="448" height="197"  alt="" /></a></p>
<p>Hintergrund war eine umstrittene Senkung der Mehrwehrtssteuer auf Grundnahrungsmittel, die die <em>SPÖ</em> am Mittwoch im Parlament beschließen wollte. Letzlich fehlte ihr dafür die notwendige Mehrheit. Direkt darüber die nächste Attacke auf die <em>ÖVP</em> und deren Klubobmann und ehemaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/strudel/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/strudel.jpg" width="227" height="448"  alt="" /></a></p>
<p>Auf Seite 3 meldet sich <em>Krone</em>-Herausgeber Dichand persönlich zu Wort. Was er unter dem Kürzel „Cato“ verkündet, birgt wenig Überraschung:</p>
<blockquote><p>Nach der Fernsehdiskussion am Dienstag zwischen zwei Politikern, die als nächste Bundeskanzler in Frage kommen, gibt es natürlich eine Menge Leserbriefe, und ich möchte Ihnen, den Lesern, die Beurteilung über den Verlauf der Diskussionen überlassen. Wenn es also nach diesen Lesermeinungen geht, so hat Faymann sehr gut abgeschnitten.</p></blockquote>
<p>Kurz darauf unterstellt Dichand Abenteuerliches:</p>
<blockquote><p>Der Nationalrat mit seinen Abgeordneten hat die politischen Parteien so in der Hand, dass er meint, unsere Verfassung brechen zu können. </p></blockquote>
<p><strong><em>Krone leistet Munitionshilfe</em></strong><br />
Hinter diesem Satz steckt Dichands Enttäuschung darüber, dass sich die Abgeordneten nicht seiner massiven Kampagne für eine Volksabstimmung zum EU-Verfassungvertrag angeschlossen haben, sondern den Vertrag im Parlament abgesegnet haben. Dieser Ungehorsam gegenüber der Krone wurmt Dichand anscheinend noch immer. Da die <em>SPÖ</em> kurz darauf allerdings eine 180-Grad-Drehung vollzogen hat und seitdem für Volksabstimmungen plädiert, darf die <em>SPÖ</em> nun offenbar mit Munitionshilfe von der <em>Krone</em> rechnen. So appelliert Dichand an die Leser:</p>
<blockquote><p>Und damit müsste eigentlich jeder Österreicher wissen, dass er nur eine Partei wählen darf, die einen solchen verbotenen Eingriff nicht hinnimmt. Deshalb kann nur eine Partei gewählt werden, die sich zur Verfassung bekennt und eine Volksabstimmung zulässt.</p></blockquote>
<p>Eine volle Breitseite gegen die <em>ÖVP</em> feuert die <em>Krone</em> auf Seite 12 ab:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/10/01/wahl-in-oesterreich-der-kampf-der-kronen-zeitung/gentech/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/gentech.jpg" width="500" height="147"  alt="" /></a></p>
<p>Erster Satz im Lead:</p>
<blockquote><p>Massive Förderungen für Österreichs Genlobby entlarven die ÖVP jetzt endgültig als Gentech-Partei!</p></blockquote>
<p><strong>Kampagnen- statt Qualitätsjournalismus</strong><br />
Allein dieser boulevardeske Stil verletzt schon sämtliche journalistischen Objektivitäts- und Qualitätsstandards. Der restliche Bericht ist eine Ansammlung von einseitigen Anschuldigungen und Fakten aus einer Quelle (einem Politiker der <em>Grünen</em>) – eine Gegendarstellung der beschuldigten Personen und Organisationen wurde nicht eingeholt. </p>
<p>Ein paar Seiten weiter hinten gibt es auch gleich den passenden Leserbrief dazu:</p>
<blockquote><p>Es ist nur gut, dass dies alles noch vor den Wahlen bekannt wird, damit sich jeder Österreicher ein Bild von dieser Partei, die auch weiterhin gegen das Volk regieren will, machen kann.</p></blockquote>
<p>So richtig zur Sache geht es aber erst bei den Leserbriefen zum TV-Duell vom Dienstag zwischen Faymann und Molterer. Acht Leserbriefschreiber poltern gegen den <em>ÖVP</em>-Frontmann, mitunter sehr emotional:</p>
<blockquote><p>Jeder weiß, mit welchen Methoden Molterer versucht, Kanzler zu werden.</p>
<p>Molterer hat in der TV-Konfrontation gegen Faymann wieder das wahre Gesicht der ÖVP gezeigt. Wer auf Rücksichtslosigkeit, Verachtung, Herabwürdigung, Verhöhnung und Diktatur steht, ist bei der ÖVP richtig.</p>
<p>Molterer ist nur arrogant und überheblich und ist sehr oft unter der Gürtellinie. </p>
<p>Zu Herrn Molterer: Jeder zweiter Satz beginnt mit einem ICH, ICH tue, ICH wünsche – also alleiniger Herrscher der Szene (WILLI, der Sonnengott). Sehr arrogant.
</p></blockquote>
<p>Zweimal wird noch allgemein gegen Politiker hergezogen und darüber geklagt, dass sich Faymann und Molterer nur streiten würden. Irgendetwas Positives über Molterer oder die <em>ÖVP</em> gibt es einfach nicht. So wirkt Dichands Behauptung, er wähle die Leserbriefe repräsentativ aus, wenig glaubwürdig. </p>
<p><strong>Molterer-Bashing mit Strategie?</strong><br />
Fast könnte man meinen, hinter dem Molterer-Bashing stehe eine Strategie: nämlich Molterer als den ultimativen Gegner der Zeitung und ihrer Leser darzustellen. Das legt zumindest ein weiterer Leserbrief nahe: </p>
<blockquote><p>Mit seinen untergriffigen Worten „Ich will für Österreich keinen Kanzler von Dichands Gnaden“ in seinem Schlusswort hat Herr Molterer seinen Hass und seine Verachtung aller „Kronen-Zeitung“-Leser hinausposaunt. Das wird ihm am Wahltag sicherlich noch leid tun.  </p></blockquote>
<p>Eva Dichand, Schwiegertochter des <em>Krone</em>-Herausgebers und selbst Zeitungsmacherin, <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/417341/index.do?from=suche.intern.portal">verteidigte</a> kürzlich die Parteinahme der <em>Kronen</em>-Zeitung für Faymann. In anderen Ländern sei es üblich, das Zeitungen einen politischen Kandidaten unterstützten. In anderen Mediendemokratien ist es allerdings auch journalistischer Standard, dass im Berichtsteil trotzdem fair und ausgewogen über die politischen Gegner berichtet wird.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Kronen-Zeitung: Dichands neuester Coup</a></b><br /><font size="2">Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &ndash; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert. </font><font color="#aaa">(27. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/03/hans-dichand-oesterreichs-kronfolger/">Hans Dichand: Österreichs Kronfolger</a></b><br /><font size="2">Krude Zeitung mit klarem Ziel: Bei dem österreichischen Boulevardblatt <em>Kronenzeitung</em> wird Meinung gemacht, erst dann kommt die Rendite. </font><font color="#aaa">(3. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Politiker offline: Zugeknöpfte Kandidaten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 08:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Österreich wählt - doch von einem Online-Wahlkampf wie in den USA keine Spur. Stattdessen gaben sich die Spitzenkandidaten im Internet eher zugeknöpft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Österreich wählt &#8211; doch von einem Online-Wahlkampf, wie er gerade in Amerika erfolgreich geführt wird, keine Spur. Stattdessen gaben sich die Spitzenkandidaten im Internet eher zugeknöpft.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/09/28/politiker-offline-zugeknoepfte-kandidaten/austria-elections/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/wahlenspoe200.jpg" width="200" height="200"  alt="Werner Faymann: Nicht die beste Figur (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Dass österreichische Politiker überhaupt bloggen, darf man als Novum sehen. Bislang gab es nur wenige bloggende Politiker im Alpenland. Allein einige Internet-Begeisterte aus den hinteren Reihen und vor allem auf kommunaler Ebene entdeckten Weblogs als praktisches, direktes und authentisches Kommunikationsmittel. Immerhin ein paar davon gibt es, die durchwegs gut gemacht waren. Sie wurden ständig aktualisiert, und die Blogger reagierten auf Kommentare von Lesern.</p>
<p><strong>Medien bringen Politiker zum Bloggen</strong></p>
<p>Die zahlreichen Politiker-Blogs, die vor den Nationalratswahlen online gingen, zeigen nur wenig von dieser Dialogbereitschaft. Ohnehin betreibt keiner der Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien ein eigenes Weblog. Diese Lücke wollen einige Medien wie <em>oe24.at</em> oder <em>profil</em> füllen, indem sie bekannten Politikern eine <a href="http://blog.oe24.at/wahlblogs/">Plattform</a> zum Bloggen bieten. Obwohl Blogger-Neulinge also nur mehr Texte einstellen müssten, machte sich ein Großteil der Spitzenkandidaten nicht einmal diese Mühe.</p>
<p><span id="more-6669"></span>Dafür entdeckten deren Stellvertreter, sowie zahlreiche Minister der zerbrochenen Koalition und die Frontmänner und –frauen der Kleinparteien (die noch nicht im Parlament vertreten sind) diese Blogplattformen als politische Spielwiese. So werden auf <a href="http://wahlblog.profil.at">wahlblog.profil.at</a> mitunter auch heftige Spitzen und gehässige Kommentare gegen die Mitbewerber und ihre Ideen abgefeuert.</p>
<p><strong>Vernetzen und entfalten im sozialen Netzwerk</strong></p>
<p>Auch zur innerparteilichen Vernetzung haben Politiker das Internet als geeignetes Medium entdeckt. Nach dem Vorbild sozialer Netzwerke ging zu Jahresbeginn die Plattform <a href="http://www.campa.at">campa.at</a> online, wo sich Mitglieder und Anhänger der <em>Sozialdemokratischen Partei (SPÖ)</em> laut eigenem Werbeslogan „vernetzen und entfalten“ sollen. Jedes registrierte Mitglied bekommt eine Profilseite, kann ein Weblog schreiben, in einem Diskussionsforum mitmischen und Fotos hochladen. Vorbild für <a href="http://www.campa.at">campa.at</a> war übrigens das große Schwesternportal der deutschen Sozialdemokraten <a href="http://www.meinespd.net">meinespd.net</a>.</p>
<p>Von so einer Diskussionplattform sind die politischen Mitbewerber in Österreich noch weit entfernt. Bei den <em>Grünen</em> gibt es gerade mal ein Portal, das alle grünen Blogs bündelt. Bei der <em>Österreichischen Volkspartei (ÖVP)</em> fristen Blogger noch ein Schattendasein. Immerhin hat die <em>ÖVP</em> zu ihren letzten Parteitagen österreichische Blogger <a href="http://www.helge.at/2007/04/von-oevp-zum-parteitag-geladen/">eingeladen</a>. Und als sich die Partei am vergangenen Wochenende auf einer mit Pomp und Paukenschlag inszenierten Klausur auf die letzte Wahlkampfwoche einstimmte, gab es einen <a href="http://www.oevp.at/rede08/index.aspx?pageid=26790&#038;bhfx=9.0++r124&#038;bhfv=9&#038;bhqs=1">Live-Blog</a> mit Fotos und Videos.</p>
<p><strong>Keine Angst mehr vor dem Bloggen</strong></p>
<p>Nach der Nationalratswahl am heutigen Sonntag ist für die Politiker vorerst nicht nur wieder Schluss mit den persönlichen Wahlkampf-Auftritten. Auch die Blogs auf <em>oe24.at</em> und bei <em>profil</em> werden dann nicht mehr mit Content bestückt. Vielleicht hat ja der Eine oder die Andere Gefallen am Bloggen gefunden und die unbegründete Angst davor verloren.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/osteerreichwahl_neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/">Wahl in Österreich: Bürgerplattformen mischen mit</a></b><br /><font size="2">Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor. </font><font color="#aaa">(18. September 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/13/wahl-in-oesterreich-medien-entdecken-youtube-und-blogs/">Wahl in Österreich: Medien entdecken YouTube und Blogs</a></b><br /><font size="2">Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die "alten" Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen. </font><font color="#aaa">(13. September 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Wahl in Österreich: Die Spiegel der Volksmeinung</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/09/22/wahl-in-oesterreich-die-spiegel-der-volksmeinung/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/09/22/wahl-in-oesterreich-die-spiegel-der-volksmeinung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 17:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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		<description><![CDATA[Anlässlich der österreichischen Nationalratswahl: Ein Streifzug durch Österreichs Bloggerszene, bei dem wir gute Inhalte und lesenswerte Kommentare finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Anlässlich der österreichischen Nationalratswahl: Ein Streifzug durch Österreichs Bloggerszene, bei dem wir gute Inhalte und lesenswerte Kommentare finden.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/09/22/wahl-in-oesterreich-die-spiegel-der-volksmeinung/wordle_osterreich/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/wordle_osterreich.jpg" width="450"  alt="'Österreich wäre Fair Unfair'? Ein besonderer Blick auf die Wahlprogramme" /></a>Gute Online-Angebote zur bevorstehenden Wahl in Österreich liefern nicht nur klassische Medien und Bürgerplattformen, sondern auch private Blogger. Helge Fahrnberger etwa bloggt in seinem Privatblog helge.at nicht nur darüber, welche Partei er warum wählen <a href="http://www.helge.at/2008/09/darum-waehle-ich-diesmal-gruen-und-nicht-lif/">möchte</a>. Er <a href="http://www.helge.at/2008/08/liberales-forum-experimentiert-mit-selbstorganisation-uebers-internet/">analysiert</a> auch gekonnt, wie das <em>Liberale Forum (LIF)</em> neue Mitglieder und Unterstützer im Internet rekrutiert. Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>Das LIF ist offenbar die erste wahlwerbende Gruppe hier, die erkannt hat, dass klassische Organisationsformen wie Parteien &#8211; entstanden aus kommunikationslogistischen Nöten, die’s längst nicht mehr gibt &#8211; an Berechtigung verlieren und sich neu erfinden müssen.</p></blockquote>
<p>Außerdem <a href="http://www.helge.at/2008/08/so-sieht-neue-politik-aus/">präsentiert</a> Fahrnberger einen delikaten <em>flickr</em>-Fotostream, auf dem sich Partyfotos von Veranstaltungen der <em>Sozialdemokratischen Partei (SPÖ)</em> mit teils wohl eher unvorteilhaften Szenen finden: </p>
<p><span id="more-6662"></span>
<p>Vermutlich durch das ein oder andere alkoholische Getränk angeheiterte Jugendliche posieren wie auf Szenefotos, im Hintergrund das <em>SPÖ</em>-Logo und die Url <a href="http://www.neuepolitik.at">neuepolitik.at</a>. Ob man die <em>SPÖ</em> da noch mit dem auf <em>neuepolitik.at</em> großgeschriebenen Slogan Vertrauen identifiziert? </p>
<p><strong>&#8220;Parteien im Web weiter unter ihren Möglichkeiten&#8221;</strong></p>
<p>Infos zu den Wahlduellen im TV, ein Interview mit der Spitzenkandidatin des <em>LIF</em> und eine Analyse der Websites der Parteien bietet Markus Kratzfeld auf dem <em>Auslandsösterreicher Wahlblog zur Nationalratswahl</em>. Sein hartes <a href="http://www.oesterreichnews.de/welche-partei-hat-die-beste-webseite/1605">Urteil</a>:</p>
<blockquote><p>Aber im Gegensatz zu den USA, sind die rotweißroten Parteien weiter unter den Möglichkeiten die das Cyberspace bietet. </p></blockquote>
<p><strong>Mehr als die Hälfte findet, Blogs spielten keine Rolle</strong></p>
<p>Tom Schaffer findet noch deutlichere Worte &#8211; er <a href="http://zurpolitik.com/?p=955#more-955">teilt</a> die Parteien in seinem Blog in &#8220;Die Inakzeptablen&#8221;, &#8220;Die Unwählbaren&#8221;, &#8220;Die Visionslosen&#8221;, &#8220;Die Option, wenn noch was passiert&#8221; und &#8220;Die Wahl&#8221; ein, analysiert kurz Personen und Programme und erklärt, nach welchen Motiven er seine Stimme vergeben wird. Am Ende des Posts gibt es noch eine Umfrage zum Thema, ob Blogs die Wahl-Entscheidung der User beeinflussen. Das bisherige Ergebnis ist enttäuschend: Mehr als die Hälfte sagt, Blogs spielten keine Rolle.</p>
<p><strong>Verstümmelte Zitate in der <em>Krone</em></strong></p>
<p>Auch die etablierte Wahlberichterstattung wird unter die Lupe genommen: Georg Pichler <a href="http://www.rigardi.org/?p=473#more-473">nimmt sich auf seinem Blog die Berichterstattung der <em>Kronen</em>-Zeitung vor</a> und stößt auf eine dubiose journalistische Praxis. So sei der Spitzenkandidat der <em>Grünen</em>, Alexander Van der Bellen, nach einem Interview mit einer <em>Krone</em>-Journalistin im zusammenfassenden Beitrag unvollständig zitiert worden. Kein Ausnahmefall, meint Pichler: </p>
<blockquote><p>Nun ist es leider nicht neu und umso trauriger, dass die Krone bedingungslos jemanden pusht und Aussagen absichtlich fehlinterpretiert &#8211; aber dass sie ein Zitat einfach so verstümmeln ist mir noch nicht untergekommen &#8211; jedenfalls nicht in den 2 Monaten Medienspiegel in denen sich sie jeden Tag gelesen habe.</p></blockquote>
<p><strong>&#8220;Dinge, die man nicht für möglich halten würde&#8221;</strong></p>
<p>Klaus-Werner Lobo schlielich <a href="http://klauswerner.com/2008/09/osterreich-ungeschnitten/">verweist</a> auf die bekannte österreichische Flüchtlingshelferin Ute Bock, deren Verein laut <a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/411675/index.do?_vl_backlink=/home/index.do">Medienberichten</a> vor dem finanziellen Aus steht, eine Sichtweise auf das Thema Zuwanderung, die in einem von radikalen Parolen geprägten Wahlkampf bisher zu kurz gekommen ist. Ein Gegenpol zur engstirnigen Sichtweise einiger Parteien, die leider die mediale Berichterstattung dominiert:</p>
<blockquote><p>Die Wiener Flüchtlingshelferin Frau Bock hat ihr Büro gleich hier um die Ecke. Wer mal bei ihr war, sieht die Welt &#8211; zumindest die österreichische &#8211; mit anderen Augen. Man erfährt Dinge, die man in einem der reichsten Länder der Welt nicht für möglich halten würde […].</p></blockquote>
<p><strong>Finanzminister als wirtschaftlich inkompetent bezeichnet</strong></p>
<p>Einen Frontalangriff auf den Spitzenkandidaten der <em>Österreichischen Volkspartei (ÖVP)</em>, Wilhelm Molterer, <a href="http://blog.sebmos.com/2008/09/17/molterer-atx-nicht-von-finanzkrise-betroffen/">reitet</a> Sebastian Moser in seinem Weblog. Er attestiert dem derzeitigen Finanzminister angesichts seiner Aussagen zur weltweiten Finanzkrise wirtschaftliche Inkompetenz. Ein harter Schlag für die <em>ÖVP</em>, die sich als staatstragende Wirtschaftspartei schlechthin sieht:</p>
<blockquote><p>Ich hab das Gefühl, Wilhelm Molterer versteht von Wirtschaft so viel wie John McCain &#8211; nämlich nichts. </p></blockquote>
<p><strong>Sachpolitik nur für Blödmänner</strong></p>
<p>Sandra Batik-Tofur <a href="http://wwwahlkampf.at/?p=1044">nimmt</a> im Blog <a href="http://wwwahlkampf.at/"><em>WWWahlkampf.at</em></a> Stellung zum Programm der <em>FPÖ</em> und zieht einen Vergleich mit der Werbung der Elektromarktkette <em>Media-Markt</em>:</p>
<blockquote><p>Sachpolitik? Ich bin doch nicht blöd, Mann!</p></blockquote>
<p><strong>Gutes TV-Format im Spätabend verheizt</strong></p>
<p>Medienkritik liefert der <em>Flaneur</em>. Da produziere der<em> Österreichische Rundfunk (ORF)</em> mit <a href="http://oe3.orf.at/aktionen/stories/306273/">Wahl08 &#8211; Ihre Frage</a> ein knackiges Format mit und für Jugendliche zur Wahl und dann sendet man die Diskussionssendung um 23 Uhr 30 aus:</p>
<blockquote><p>Okay, die Jugend (Erstwähler mit 16-aufwärts) liegt jetzt bestimmt noch nicht im Bett. Aber vielleicht doch ein Großteil, denn die 16-Jährigen sind sicher nicht diese große Masse an Semi-Erwachsenen, die dauernd Party machen und so, wie es uns das Fernsehen im Allgemeinen glauben machen will. </p></blockquote>
<p><strong>Wahlslogans als Wortwolke</strong></p>
<p>Und mit ein wenig Kreativität bietet das Satire-Blog <em><a href="http://ponyhof08.wordpress.com">Ponyhof08</a></em> einen anderen Blick auf den Wahlkampf. Die häufigsten Wörter aus Wahlprogrammen und Manifesten wurden gezählt und <a href="http://ponyhof08.wordpress.com/2008/09/09/unsere-inhalte-und-die-der-anderen/">in einer Art Wortwolke</a> als anschauliches Abbild präsentiert. </p>
<p><small>Die hier vorgestellten Blogs sind natürlich nur eine Auswahl &#8211; wer noch weitere gute Blogs zur österreichischen Nationalratswahl kennt, kann die Liste gerne in den Kommentaren vervollständigen.</small></p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/osteerreichwahl_neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/">Wahl in Österreich: Bürgerplattformen mischen mit</a></b><br /><font size="2">Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor. </font><font color="#aaa">(18. September 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/13/wahl-in-oesterreich-medien-entdecken-youtube-und-blogs/">Wahl in Österreich: Medien entdecken YouTube und Blogs</a></b><br /><font size="2">Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die "alten" Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen. </font><font color="#aaa">(13. September 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/09/21/spin-in-us-medien-oreillys-dreifacher-rittberger/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/oreilly.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/21/spin-in-us-medien-oreillys-dreifacher-rittberger/">Spin in US-Medien: O'Reillys dreifacher Rittberger</a></b><br /><font size="2">Fox-News-Spindoctor Bill O'Reilly stellt die Redefreiheit in Frage, und damit die Grundlage seines eigenen Mediums. </font><font color="#aaa">(21. September 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Wahl in Österreich: Bürgerplattformen mischen mit</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 10:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor.</h4>
<p>Bürger fragen – Politiker antworten: Mit diesem Konzept hat schon <em>CNN</em> bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft einen Quotenerfolg gelandet. Der österreichische Privatsender <em>ATV</em> kopierte diese Idee für die Nationalratswahlen am 28. September und fordert die Österreicher nun ebenfalls dazu auf, ihre Fragen an Politiker auf einem eigenen <a href="http://de.youtube.com/user/meinewahl"><em>youtube</em>-Channel</a> zu stellen. </p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/atv_meinewahl_gross/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/atv_meinewahl_450.jpg" width="450"  alt="" /></a>Allerdings picken die <em>ATV</em>-Redakteure am Ende nur einen Bruchteil an ihrer Meinung nach passablen Fragen heraus, um sie im Fernsehen den Spitzenkandidaten der antretenden Parteien zu stellen.</p>
<p>Die Plattform <em><a href="http://www.wahltotal.at">wahltotal.at</a></em> ist da wesentlich innovativer und bürgernäher.</p>
<p><span id="more-6655"></span>Hier hat jeder User, der ein Fragevideo hochlädt, die Chance, eine Antwort zu bekommen. Die unabhängige Plattform beweist damit, dass sich im Web 2.0 wirklich jeder beteiligen kann &#8211; den Zugang zu Netz und Webcam vorausgesetzt. Und auch die Politiker nehmen das neue Angebot ernst. Ausführliche Statements geben die Spitzenkandidaten zwar nicht ab, immerhin nutzen einige von ihnen aber die Chance, persönlich auf die Fragen der Bürger zu antworten. Engagiert und ausführlich beteiligen sich vor allem Politiker der kleineren Parteien. Der Umgangston und die Atmosphäre wirken entspannt und weniger gekünstelt als in den Fernsehdebatten. <br /><a href="http://netzwertig.com/2008/09/18/wahl-in-oesterreich-buergerplattformen-mischen-mit/wahltotal_gross/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/09/wahltotal_450.jpg" width="450"  alt="" /></a></p>
<p>Sehr professionell und übersichtlich wirkt das von vier Laien gemachte Wahlblog <em><a href="http://www.Neuwal.com">Neuwal.com</a></em>. Neben News, Umfragen und Links rücken die Autoren auch zu Interviews mit Politikern aus. Erfreulich an diesem Bürgerangebot ist nicht nur der gut aufbereitete Inhalt, sondern auch das flotte Layout. </p>
<p>Wie viele Meldungen täglich auf den Wahlinteressierten einprasseln würden, wenn man keiner journalistischen Firewall vertraut, zeigt die <em><a href="http://wahl08.wissenbelastet.com">wahl08.wissenbelastet.com</a></em>. News-Meldungen, Parteiaussendungen, Blog-, Twitter- und Forenbeiträge sammelt die Seite ebenso wie Fotos von <em>flickr</em> und Videos von <em>youtube</em>. </p>
<p>Nach diesem Informations-Overkill kann man direkt weitersurfen zur Schwesterseite <em><a href="http://www.wp08.at">wp08.at</a></em>, wo auf einer <em>Google-Map</em> eine Liste der österreichischen Wahlplakate entsteht. Vollständig kann diese Karte bei der unzählbaren Flut an Plakaten, die derzeit das Alpenland überrollt, natürlich selbst unter tatkräftiger Mithilfe der User nie werden. Dafür finden sich aber einige recht kuriose Kombinationen und mehrere kreativ „umgestaltete“ Plakate, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen. </p>
<p>Versprechen werden in Wahlkampfzeiten ja inflationär und oft ohne jegliche Chance auf Umsetzung abgegeben. Das <em><a href="http://www.Wahlbarometer.at">Wahlbarometer</a></em> versammelt diese Wahlversprechen und den Schwall an spontanen oder strategischen Äußerungen von Politikern auf einer Plattform. Das Urteil überlässt man den Usern: Mit „Bin dagegen!“ oder „Find ich gut!“ können die Besucher der Seite abstimmen, wie die Visionen der Parteien und Politiker ankommen. Repräsentativ ist das natürlich nicht. Abseits von Meinungsforschungen und Wahlumfragen kann das <em>Wahlbarometer</em> aber durchaus Stimmungstendenzen aufzeigen. Zudem ist neben der Ja-Nein-Abstimmung auch eine Kommentarfunktion vorhanden. </p>
<p><small>In Kürze bei <em>medienlese.com</em>: Was österreichische Bürger über die Wahl bloggen</small></p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/09/13/wahl-in-oesterreich-medien-entdecken-youtube-und-blogs/">Wahl in Österreich: Medien entdecken YouTube und Blogs</a></b><br /><font size="2">Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die "alten" Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen. </font><font color="#aaa">(13. September 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/faymann_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/">Minister Faymann: In der Sonne der Bahn-PR</a></b><br /><font size="2">Der Österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende Faymann mache via Bahn-PR  Wahlpropaganda auf Staatskosten, ätzen viele Medien. </font><font color="#aaa">(15. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Wahl in Österreich: Medien entdecken YouTube und Blogs</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/09/13/wahl-in-oesterreich-medien-entdecken-youtube-und-blogs/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 13:13:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die "alten" Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die &#8220;alten&#8221; Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen.</h4>
<p>Die innovativste Idee für die Wahlberichterstattung hatte heuer zweifelsohne der österreichische Privatsender <em>ATV</em>. Wie bei <em>CNN</em> während der Vorwahlen zur US-Präsidentschaft, können die Österreicher Fragen auf einen <a href="http://www.youtube.com/meinewahl"><em>YouTube</em>-Channel</a> von <em>ATV</em> hochladen. Einige der Videos werden am 21. September ausgesucht und direkt den Spitzenkandidaten im TV-Studio gestellt. </p>
<p>Beim öffentlich-rechtlichen <em>ORF</em> dagegen beschränkt man sich auch im Jahr 2008 auf ein altbackenes Konzept: Die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien treffen im Zweier-Duell aufeinander. Das Neueste zur Wahl bündelt der <em>ORF</em> auf der recht schmucklosen Plattform <a href="http://wahl08.orf.at">wahl08.orf.at</a>. Als Revolution darf schon gelten, dass immerhin alle TV-Konfrontationen nach der Ausstrahlung auch online angeschaut werden können. </p>
<p><span id="more-6647"></span>Selbstverständlich ist das beim <em>ORF</em> nämlich nicht. Gerade die journalistischen Vorzeigeprodukte des aktuellen Dienstes bietet das Öffentlich-Rechtliche nämlich entweder in schlechter Qualität oder nur gegen Bezahlung an. Die ausgezeichneten <a href="http://oe1.orf.at/inforadio">Radio-Journale</a> des Info-Senders <em>Ö1</em> werden in einer derart miserablen Qualität gestreamt, das einem die Lust aufs Hören vergeht. Downloads aus dem Flächenangebot des Senders gibt es überhaupt nur in einem kostenpflichtigen <a href="http://oe1.orf.at/6161.html">Abo</a> – so werden die Gebührenzahler doppelt zur Kasse gebeten. </p>
<p>Die <em>Zeit im Bild</em>-Sendungen (vergleichbar mit <em>Tagesschau</em> und <em>Heute-Journal</em>) und die täglichen Nachrichtensendungen der neun Bundesländer gibt es seit geraumer Zeit immerhin auch als <a href="http://tv.orf.at/ondemand/">Online-Stream</a>. Auch hier kratzt die Bild- und Tonqualität am Rande des Zumutbaren.</p>
<p>Insofern sind die kostenlos abrufbaren Wahl-Konfrontationen durchaus ein Fortschritt für den <em>ORF</em>. Der Rest des öffentlich-rechtlichen Wahlprogramms im Internet bleibt aber weit hinter den Möglichkeiten, die das Web bieten würde, zurück. Schade, denn es mangelt weder an der Kompetenz der Journalisten, noch an fehlenden Inhalten. Die <em>ORF</em>-Verantwortlichen sind offensichtlich nicht willig oder in der Lage, ein Internet-Infoangebot auf der Höhe der Zeit anzubieten. </p>
<p>Mehr zu bieten hat das wöchentliche Nachrichtenmagazin <em>profil</em>, das sich an seinem deutschem Vorbild, dem <em>Spiegel</em>, orientiert. Auf <a href="http://wahlblog.profil.at">wahlblog.profil.at</a> bloggen 15 bekannte Politiker im Vorfeld der Wahlen über ihre Programme und Visionen, den Alltag im Wahlkampf und leisten sich die üblichen Geplänkel. </p>
<p>Das Prinzip des Bloggens haben aber nur die wenigsten verstanden. Abgesehen davon, dass in einigen Posts leider nur altbekannte PR-Phrasen gedroschen werden, verzichten fast alle auf eine Interaktion mit den Usern. Nur ein kleiner Bruchteil der Blogger scheint sich überhaupt die Kommentare der Leser durchzuschauen und darauf zu antworten. Die Chance, in einem Dialog mehr über die Wählerwünsche zu erfahren, lässt sich ein Großteil der Polit-Blogger einfach durch die Finger gehen. </p>
<p>Dennoch ist auch die Blog-Initiative von <em>profil</em> ein Schritt in die richtige Richtung, denn Blogs sind für viele österreichischen Politikern immer noch feindliches Terrain. Mehr darüber und über private Websites und Plattformen zur Nationalratswahl in Kürze auf <em>medienlese</em>.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/faymann_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/">Minister Faymann: In der Sonne der Bahn-PR</a></b><br /><font size="2">Der Österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende Faymann mache via Bahn-PR  Wahlpropaganda auf Staatskosten, ätzen viele Medien. </font><font color="#aaa">(15. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Kronen-Zeitung: Dichands neuester Coup</a></b><br /><font size="2">Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &ndash; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert. </font><font color="#aaa">(27. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Minister Faymann: In der Sonne der Bahn-PR</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 08:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kronen-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SPÖ]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Faymann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende Faymann mache via Bahn-PR  Wahlpropaganda auf Staatskosten, ätzen viele Medien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Seit über einem Jahr plaudert der österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende in einer PR-Serie auch über private Kleinigkeiten &#8211; auf Kosten der Steuerzahler, ätzen nun viele Medien.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/faymannjpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/faymann-small.jpg" width="200" height="151"  alt="Werner Faymann (Keystone)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Kaum zum Parteivorsitzenden der österreichischen Sozialdemokraten gewählt, bläst Verkehrsminister Werner Faymann schon eine kühle Brise von Seiten der Medien entgegen. Dabei segelte er noch kürzlich unter dem günstigen Rückenwind der <em>Kronen</em>-Zeitung an die Spitze der Partei und löste den regierenden Bundeskanzler als Parteivorsitzenden ab.</p>
<p>Erste Wolken am Horizont zogen auf, als Faymann mit einem Brief an die <em>Krone</em> die neue Parteilinie der SPÖ in der Europapolitik <a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">verkündete</a>. Sogar viele Parteimitglieder erfuhren vom 180-Grad-Schwenk der SPÖ, die plötzlich <em>für</em> statt <em>gegen</em> Volksabstimmungen bei EU-Verträgen war, zuerst aus der <em>Krone</em>. Peinliche Anbiederung an den Boulevard warfen entrüstete Parteimitglieder und entsetzte Journalisten der neuen SPÖ-Führung vor. Und plötzlich fällt kritischen Edelfedern der nächste Skandal ein:</p>
<p><span id="more-6605"></span>
<p>Im „aktuellen Interview“ zu einer PR-Serie der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in der <em>Krone</em> gibt Faymann nicht nur Lobeshymnen zu verbesserten Fahrplänen und rekordverdächtige Passagierzahlen zum Besten. Wie das österreichische Nachrichtenmagazin <em>profil</em> <a href="http://nachrichten.at.msn.com/inland/article.aspx?cp-documentid=9180052">berichtet</a>, plaudere der SPÖ-Vorsitzende auch über seine Urlaubspläne und zusätzliche Sitzplätze für gewisse Bahnstrecken. Wahlwerbung auf Kosten der Steuerzahler, <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/393346/index.do">tönt</a> die Qualitätspresse.</p>
<p>Dabei sollen die ÖBB seit 2007 schon rund zwei Millionen Euro für Medienkooperationen ausgegeben haben. Eine halbe Million ist laut <em>profil</em> der <em>Krone</em> zugeflossen. Und im Laufe der PR-Serie im Boulevardblatt hat Faymann immer wieder ein paar private Geschichten unterbringen können. Bekannt ist das also seit über einem Jahr – und ab und zu äußerten Journalisten auch vereinzelt Kritik.</p>
<p>Doch anscheinend braucht es vorgezogene Neuwahlen im Herbst, damit sich auch die breite Masse der Medien – von <em>ORF</em> bis <a href="http://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/719868"><em>OÖN</em></a> – dafür interessiert. Mehr als eine ungute Optik wird an Faymann jedoch kaum hängen bleiben. Denn die ÖBB betonen, dass die Entscheidung für die Medienkooperationen schon gefallen sei, bevor Faymann Verkehrsminister wurde.</p>
<p>Und die – laut Eigenangabe – drei Millionen Leser der <em>Krone</em>, was immerhin rund die Hälfte der Wahlberechtigten ausmacht, werden davon ohnehin wenig mitbekommen. Ebenso wie die Leser von <em>Österreich</em>: Denn diese Medien berichten einfach nicht über die Causa. Dafür darf Faymann in diesen Blättern als Sozial-Fighter gegen Preiserhöhungen bei den ÖBB auftreten (siehe <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/article327397.ece">hier</a> und <a href="http://wcm.krone.at/krone/S25/object_id__106450/hxcms/kmcom_page__8/index.html">hier</a>). Kritische Journalisten würden das wohl Hofberichterstattung nennen.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2008/08/15/oesterreichs-verkehrsminister-faymann-in-der-sonne-der-bahn-pr/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/08/oesterreich-auf-gedeih-und-verderb-mit-der-krone/">Österreich: Auf Gedeih und Verderb mit der Krone</a></b><br /><font size="2">Österreichs Regierung ist geplatzt: Die SPÖ war auf der Suche nach Wählergunst auf die EU-kritische Linie des Boulevardblatts <em>Krone</em> eingeschwenkt. Die Anbiederung geriet zum Fiasko. </font><font color="#aaa">(8. Juli 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Kronen-Zeitung: Dichands neuester Coup</a></b><br /><font size="2">Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &ndash; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert. </font><font color="#aaa">(27. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/karadzic_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/">Peinliche Zeitungsente: Karadzic nach Wien gedichtet</a></b><br /><font size="2">Versteckt in einer Abstellkammer soll der Kriegsverbrecher Karadzic in Österreich gelebt haben, schrieben Boulevardblätter und fanden schnell ein paar Augenzeugen. Oder etwa doch nicht? </font><font color="#aaa">(9. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Magazin-Projekt blank: Netzwelt auf Papier</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/08/12/von-den-guten-und-schlechten-seiten-der-netzwelt/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/08/12/von-den-guten-und-schlechten-seiten-der-netzwelt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 09:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[blank]]></category>
		<category><![CDATA[Medienjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie mobile Kommunikation unseren Alltag und unser Leben verändert, ergründet <em>blank</em>, das Magazin für Medienkultur. Die studentische Zeitschrift gibt es im Netz und auf Papier.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wie mobile Kommunikation unseren Alltag und unser Leben verändert, ergründet <em>blank</em>, das Magazin für Medienkultur. Die studentische Zeitschrift gibt es im Netz und auf Papier.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/12/von-den-guten-und-schlechten-seiten-der-netzwelt/blank1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/blank1-200x300.jpg" width="200" height="300"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Was passiert mit uns in einer Welt, wo wir ständig erreichbar sind und ein kurzer Blick auf StudiVZ oder Facebook mehr über das Gegenüber verrät, als wir selbst in mehrstündigen Gesprächen herausgefunden hätten? Das beleuchten die Autoren, Studenten des Grazer Studiengangs <a href="http://www.fh-joanneum.at/juk">Journalismus und Unternehmenskommunikation</a>, ausführlich in <a href="http://www.blankmagazin.at/start"><em>blank</em></a>. So finden sich neben <a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/von_plueschtieren_und_butterbroten" target="_blank">kuriosen Neuigkeiten</a> aus den Weiten des Webs und Spaßgeschichten (<a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/extremtest_fuer_handys" target="_blank">Wie vernichte ich mein altes Handy am effektivsten</a>) viele Texte, Reportagen und Interviews über das Leben in dieser neuen Welt.</p>
<p>Im Selbstversuch ergründet einer der Autoren beispielsweise, wie man eine Woche ohne digitale Medien wie Handy, Computer, Internet und TV auskommt. Auch die Erfahrungen dieser analogen Woche hat Michael Neumayr auf einer Schreibmaschine festgehalten. Und plötzlich fühlt man als Leser besorgt mit und wird sich der eigenen Abhängigkeit von unseren digitalen Spielzeugen bewusst. Denn eine Welt ohne Technik heißt:<span id="more-6598"></span><br />
<blockquote>Keine Scannerkassen, kein Bankomat und nur ein analoger Wecker darf mich aufwecken.</p></blockquote>
<p>Obwohl das Experiment auf den ersten Blick zum Scheitern verurteilt scheint: ein analoges Leben ist möglich:</p>
<blockquote><p>Glaub mir, es geht! Es gibt sie noch: die kleinen Läden und Bauernmärkte, wo alles noch analog funktioniert. Sogar die Waage ist da oft noch von der alten Schule.</p></blockquote>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/12/von-den-guten-und-schlechten-seiten-der-netzwelt/blank_tagebuch/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/blank_tagebuch.jpg" width="449" height="304"  alt="" /></a></p>
<p>Das Gegenteil davon, sich nämlich allein auf digitale Medien zu verlassen, scheint hingegen noch nicht möglich- zumindest in Graz. Das Handy als Geldbörse <a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/das_handy_als_geldboerse" target="_blank">versagt </a>kläglich. Auch die Suche nach offenen Wlan-Netzen in der Stadt ist von wenig Erfolg <a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/wardrive_bei_fuss" target="_blank">gekrönt</a>: Freien Internetzugang ohne Konsumzwang fanden die Autoren nur am Vorplatz einer Parteizentrale.</p>
<p>Wie nahe Österreich schon am totalen Überwachungsstaat ist, <a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/big_platter_is_watching_you" target="_blank">illustriert</a> eine Geschichte über die neuen Abhörmöglichkeiten der Exekutive. Handyortung und IMSI-Catcher sind zwar kein Neuland für jene, die die Debatten zum dazugehörigen Gesetzesbeschluss verfolgt haben. Warum dieses Thema hierzulande kaum öffentliche Proteste und Reaktionen auf sich gezogen hat, bleibt dennoch rätselhaft. Und wäre eine interessante Story gewesen, die man gerne in <em>blank </em>gelesen hätte.</p>
<p>So gibt es auch noch Entwicklungspotenzial für das Magazin. Viele gute Ansätze für Geschichten sind bereits vorhanden, einige außerdem sehr gut umgesetzt, wie eine Reportage von Susanne Puller über illegalen Handy-Handel in einem Grazer Gefängnis <a href="http://www.blankmagazin.at/geschichten/100_gramm_freiheit" target="_blank">zeigt</a>. Das Thema wirkt nicht nur originell, der Text zeichnet auch ein authentisches und spannungsvolles Bild und das Layout vermittelt jene düstere Stimmung, die zum Alltag hinter Gittern ideal passt.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/12/von-den-guten-und-schlechten-seiten-der-netzwelt/blank_story/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/blank_story-300x205.jpg" width="450" height="307"  alt="" /></a></p>
<p>Diesen Weg mit einem reinen Online-Magazin weiterzugehen: das wäre eine Bereicherung für die deutschsprachige Medienlandschaft. Und ein Produkt, das sich sicherlich eines vielleicht zahlenmäßig kleinen, aber feinen Publikums erfreuen könnte.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/karadzic_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/">Peinliche Zeitungsente: Karadzic nach Wien gedichtet</a></b><br /><font size="2">Versteckt in einer Abstellkammer soll der Kriegsverbrecher Karadzic in Österreich gelebt haben, schrieben Boulevardblätter und fanden schnell ein paar Augenzeugen. Oder etwa doch nicht? </font><font color="#aaa">(9. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/12/im-test-nebelspalter/">Im Test: Nebelspalter</a></b><br /><font size="2">Die besten Zeiten des 1875 gegründeten Satiremagazins <em>Nebelspalter</em> sind vorbei. Die Sommernummer zu China zeichnet sich aus durch Kinderwitze, zudem muss man sie als fremdenfeindlich bezeichnen &ndash; lustig geht anders. </font><font color="#aaa">(12. Juli 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Peinliche Zeitungsente: Karadzic nach Wien gedichtet</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 07:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ente]]></category>
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		<description><![CDATA[Versteckt in einer Abstellkammer soll der Kriegsverbrecher Karadzic in Österreich gelebt haben, schrieben Boulevardblätter und fanden schnell ein paar Augenzeugen. Oder etwa doch nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Versteckt in einer Abstellkammer soll der Kriegsverbrecher Karadzic in Österreich gelebt haben, schrieben Boulevardblätter und fanden schnell ein paar Augenzeugen. Oder etwa doch nicht?</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/bild-der-woche-international/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/karadzic_200.jpg" width="200" height="200"  alt="(Keystone/Darko Vojinovic)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Monatelang soll der frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadzic als dubioser Wunderheiler in Wien gelebt haben. Das behauptete zumindest die <em>Kronen</em>-Zeitung &#8211; exklusiv natürlich. Andere Medien schossen sich dankbar auf die Story ein und zerrten entsetzte Augenzeugen hervor. Eine spannende Woche für den Boulevard – mit einem kleinen Problem.</p>
<p>Die ganze Geschichte war eine Ente. Schnell fanden sich dutzende Zeitgenossen, die täglich mit dem sogenannten „Balkan-Schlächter“ zu tun gehabt haben wollen. Komisch sei ihnen der bärtige Mann mit zu einem Knoten gebundenen Haaren schon immer vorgekommen. Dass sich dahinter Karadzic verstecken könnte, hätten sie niemals geahnt. Doch die investigativen Genies der <em>Krone </em>förderten nach penibler Recherchearbeit alle Details über das Leben des „Opa Pera“, wie ihn angeblich alle nannten, <a href="http://www.krone.at/krone/S32/object_id__108904/hxcms/kmcom_page__3/index.html" target="_blank">zutage</a>:<span id="more-6592"></span><br />
<blockquote>Er war ein Frühaufsteher. Er trug stets die Bibel bei sich. Er war ein Sauberkeitsfanatiker. Sechs Monate versteckte sich Balkan-Schlächter Radovan Karadzic bei Familie J. aus Wien-Penzing. Getarnt als Wunderheiler, mit Rauschebart und einem Kreuz um den Hals. Sein Zimmer: Eine Abstellkammer hinter der Küche.</p></blockquote>
<p>Sogar seinen Ernährungsgewohnheiten und Freizeitaktivitäten kamen die <em>Krone</em>-Reporter auf die Spur:</p>
<blockquote><p>Karadzic aß freitags kein Fleisch, ging jeden Sonntag in die Kirche, er las viel und erfand Frauengeschichten und Söhne, die er niemals hatte.</p></blockquote>
<p>Konkurrent <em>Österreich </em>konnte diesen Coup der <em>Krone </em>natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Daher ließ man die &#8220;Teufelsreporter&#8221; ausschwärmen und verpasste der Geschichte ein paar Gesichter. Und siehe da &#8211; auch <em>Österreich </em>wurde fündig:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/mein-leben-mit-k/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/mein-leben-mit-k.jpg" width="448" height="301"  alt="Verpixelung nachträglich eingefügt" /></a></p>
<p>Und je mehr angebliche Zeugen die <em>Österreich</em>-Truppe ausfindig machen konnte, desto verdutzter glotzten sie in die Kamera:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/k-hat-bei-mir-gewohnt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/k-hat-bei-mir-gewohnt.jpg" width="448" height="202"  alt="Verpixelung nachträglich eingefügt" /></a></p>
<p>Damit die geringsten Zweifel an der Geschichte beerdigt werden, fördern die Starjournalisten des Blattes auch noch das ultimative <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/article337797.ece" target="_blank">Beweisstück</a> aus dem Ärmel:</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/beweise/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/beweise.jpg" width="448" height="287"  alt="" /></a></p>
<p>Blöd nur, dass sich kurz danach der echte Petar Glumac zu Wort meldet und die Ente auffliegen lässt: Er war der Wunderheiler in Wien, den alle für Karadzic gehalten haben. Schlampig recherchiert? Wen kümmert&#8217;s schon – Schnee von gestern. Und heute haben wir schon wieder die nächste <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/wien/article337708.ece" target="_blank">Sensations-Story</a> im Blatt:</p>
<p class="MsoNormal" style="normal;"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/09/die-exklusive-zeitungsente/glumac/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/glumac.jpg" width="437" height="115"  alt="" /></a>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/03/hans-dichand-oesterreichs-kronfolger/">Hans Dichand: Österreichs Kronfolger</a></b><br /><font size="2">Krude Zeitung mit klarem Ziel: Bei dem österreichischen Boulevardblatt <em>Kronenzeitung</em> wird Meinung gemacht, erst dann kommt die Rendite. </font><font color="#aaa">(3. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/">Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</a></b><br /><font size="2">Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen. </font><font color="#aaa">(5. August 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Kronen-Zeitung: Dichands neuester Coup</a></b><br /><font size="2">Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &ndash; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert. </font><font color="#aaa">(27. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Österreich: Vorfreude auf den Wahlkampf</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 10:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kein <a href="http://medienlese.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &#8211; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kein <a href="http://netzwertig.com/2008/08/03/abgenutzt-sommerloch-und-loecher/">Sommerloch</a> in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten &ndash; und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2008/08/05/oesterreich-vorfreude-auf-den-wahlkampf/oesterreich-haider/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/haider200.jpg" width="200" height="200"  alt="Er ist wieder da: Jörg Haider übernimmt den Vorsitz der Partei Bündnis Zukunft Österreich von Peter Westenthaler (Bild Keystone/Ronald Zak)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Bis zu 50 Millionen Euro haben die österreichischen Nationalratswahlen im Jahr 2006 <a href="http://derstandard.at/pda/?id=3406035" target="_blank">gekostet</a>. So viel haben die Parteien laut Schätzung für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Und mindestens Hälfte davon haben die Medien <a href="http://derstandard.at/druck/?id=3406047" target="_blank">bekommen</a> (rund 24 Mio.). Fast drei Viertel vom Werbekuchen, nämlich 14,7 Mio., haben sich dabei die Printmedien abgeschnitten. Knapp acht Mio. investierten die Parteien in Plakate. Radio, TV und Kino spielten mit einem Gesamtanteil von 1,4 Mio. dagegen nur eine geringe Rolle.</p>
<p class="MsoNormal">Das liegt vor allem daran, dass der <em>ORF </em>in seinen Radio- und Fernsehprogrammen keine Parteiwerbung schalten darf. Allein auf den Internetportalen des öffentlich-rechtlichen Senders und im Teletext sind Einschaltungen erlaubt. Neuwahlen sind daher vor allem ein lukratives Geschäft für Österreichs Zeitungen und Zeitschriften.</p>
<p class="MsoNormal">Die Printmedien haben diese finanziellen Zuschüsse und das höhere Interesse vor Wahlen auch dringend notwendig:</p>
<p><span id="more-6582"></span></p>
<p>Bei der letzten Media-Analyse, die die Reichweite von Zeitungen und Magazine misst, haben so gut wie alle Medien kräftig an Lesern <a href="http://netzwertig.com/2008/03/31/auflagen-in-oesterreich-viele-gewinner-alle-verlieren/" target="_self">verloren</a>. Die Tageszeitungen <em>Presse </em>und <em>Kurier </em>sowie die Nachrichtenmagazine <em>News</em>, <em>profil </em>und <em>Format </em>mussten sogar signifikante Verluste hinnehmen.</p>
<p class="MsoNormal">Dass sich vor den Wahlen wieder mehr Österreicher für Politik interessieren und die Auflagenzahlen der Printmedien dadurch steigen, ist zwar alles andere als sicher nach den mageren Ergebnissen der großen Koalition. Ohnehin informieren sich die meisten Österreicher weiterhin am liebsten via TV.</p>
<p class="MsoNormal">TV-Info ist übrigens seit der ?<a href="http://netzwertig.com/2007/11/09/orf-scheitert-die-groesste-programmreform-aller-zeiten/" target="_self">größten Programmreform aller Zeiten</a>? (<em>ORF</em>-Generaldirektor Alexander Wrabetz) fast ausschließlich <em>ORF 2</em> <a href="http://209.85.135.104/search?q=cache:my5oQi2VVe8J:derstandard.at/PDA/standard.asp/%3Fid%3D3297527+orf+1+unterbietet+rtl+%26+co&amp;hl=de&amp;ct=clnk&amp;cd=1&amp;gl=at&amp;client=firefox-a" target="_blank">vorbehalten</a>. 41,4 Prozent der Sendezeit entfiel 2007 bei <em>ORF 2 </em>auf Informationssendungen. Bei <em>ORF 1</em> machten Nachrichten, Magazine, Dokus und Talkformate nur 5,6 Prozent aus. Dafür ist <em>ORF 1</em> bei fiktionaler Unterhaltung wie Filmen und Serien unangefochtener Spitzenreiter vor allen Privatsendern.</p>
<p class="MsoNormal">Unter strenger Beobachtung steht in diesem Wahlkampf auch die <em>Kronen</em>-Zeitung, Österreichs meist gelesene Tageszeitung. Die Krone war schließlich nicht ganz unschuldig an den Neuwahlen. Von allen Seiten wirft man ihr vor, dass sie mit ihrer offensiven <a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">Anti-EU-Kampagne</a> ein Klima geschaffen hat, in dem die stimmenstärkste Regierungspartei einen abrupten Kurswechsel ihrer EU-Politik exklusiv im Kleinformat <a href="http://netzwertig.com/2008/07/08/oesterreich-auf-gedeih-und-verderb-mit-der-krone/" target="_self">angekündigt</a> hat.</p>
<p class="MsoNormal"><em>Krone-</em>Herausgeber Hans Dichand bestreitet zwar immer, dass die Linie seiner Zeitung Einfluss auf die EU-Stimmung in Österreich hat. Vielmehr sei die <em>Krone </em>nur das Sprachrohr ihrer Leser. Eine Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts <em>GfK Austria </em><a href="http://derstandard.at/?id=1216918362340" target="_blank">bringt</a> nun allerdings eindeutige Zahlen in die Debatte. Demnach glauben 72 Prozent der <em>Krone</em>-Exklusivleser, dass die EU-Mitgliedschaft vorwiegend Nachteile für Österreich bringe. Bei Lesern von anderen Zeitungen überwiegt dagegen die Ansicht, die Mitgliedschaft bringe eher Vorteile (70 Prozent).</p>
<p class="MsoNormal">Zudem fordern die Leser der <em>Krone </em>mit einer überwältigen Mehrheit von 85 Prozent eine Abstimmung über EU-Verträge &ndash; im Gegensatz zu 43 Prozent bei Lesern anderer Zeitungen. Dichand würde sicherlich auch abstreiten, das dies mit der aggressiven Unterstützung seiner Zeitung für eine Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon zu tun hat. Wie sehr sich das ?freundschaftliche <a href="http://diepresse.com/home/politik/neuwahlen/398778/index.do?from=suche.intern.portal" target="_blank">Verhältnis</a>? zwischen ihm und dem Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten auf das Wahlergebnis auswirkt, bleibt abzuwarten. Und so groß die Macht der <em>Krone </em>bei ihren Lesern auch sein mag: Ganz Österreich ist ihr noch lange nicht verfallen.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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		<item>
		<title>Österreichs neuer Presserat: Vorsicht, bissiger Boulevard!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/07/11/oesterreichs-neuer-presserat-vorsicht-bissiger-boulevard/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 08:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neustart in Österreich: Der wiederbelebte Presserat soll ab Herbst den Medien auf die Finger schauen. Ohne effektive Strafen muss er aber gegen die Bedeutungslosigkeit ankämpfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neustart in Österreich: Der wiederbelebte Presserat soll ab Herbst den Medien auf die Finger schauen. Ohne effektive Strafen muss er aber gegen die Bedeutungslosigkeit ankämpfen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/obacht.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/obacht200.jpg" width="200" height="200"  alt="Obacht (Montage, Bild iStockphoto.com)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Eigentlich gibt es ihn ja schon: Gegründet wurde der Presserat 1961 vom Verband Österreicher Zeitungen und Zeitungsverleger, dem heutigen Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), und der Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe. Aufgabe war die Selbstkontrolle der Medien, indem man Beschwerden von Lesern, Zeitungen oder Betroffenen nachging und die kritisierte Berichterstattung auf Verstöße gegen den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenkodex_f%C3%BCr_die_%C3%B6sterreichische_Presse" target="_blank">Ehrenkodex für die österreichische Presse</a> überprüfte. Doch obwohl in den neunziger Jahren 88 Zeitungen und Magazine bei dieser medialen Selbstkontrolle mitmachten, wehrte sich die auflagen- und leserstärkste Zeitung, die <em>Krone</em>, mit Händen und Füßen gegen die Urteile des Presserates.</p>
<p>2002 zogen sich schließlich die Zeitungen aus dem Presserat zurück. Mit einer laschen Begründung: Die Kontrolle der Medien müsse von diesen selbst ausgeübt werden, die Gewerkschaft würde nur stören. Formal gibt es den Presserat zwar noch, de facto hat er aber keine Bedeutung mehr. Das soll sich mit einem Neustart des Presserats im Herbst ändern, getragen von Zeitungsverlegern, Gewerkschaft, Zeitschriftenverband, Presseclub Concordia, Verband der Regionalmedien und dem Verein der Chefredakteure.</p>
<p><span id="more-6520"></span></p>
<p>So kann der neue Presserat zwar auf ein breiteres Fundament bauen. Substanziell hat sich aber nichts verändert. Und mit <em>Österreich </em>ist eine weitere Zeitung in die mit 18 Tageszeitungen recht konzentrierte und umkämpfte Medienlandschaft hinzugekommen, die die bisherigen Verstöße der <em>Krone </em>schon in ihrem ersten Erscheinungsjahr in den Schatten <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,469607,00.html" target="_blank">gestellt hat</a>.</p>
<p>Da darf man gespannt sein, wie die zwei Senate aus je sechs Mitgliedern mit den selbstbewussten Zeitungsbaronen <a href="http://netzwertig.com/2007/11/23/oesterreich-das-hochgelobte-schreierische-kind/">Wolfgang Fellner,</a> <a href="http://netzwertig.com/2008/06/03/hans-dichand-oesterreichs-kronfolger/">Hans Dichand</a> und Co. umgehen werden. Zeit wird es jedenfalls, dass ein unabhängiges Gremium den österreichischen Medien auf die Finger schaut, <a href="http://derstandard.at/?id=3402519" target="_blank">meinen</a> Kritiker wie die Medienanwältin Maria Windhager im <em>standard.at-Chat</em>:</p>
<blockquote><p><em>Österreich</em> hat einen Boulevardisierungsschub erlebt und die Grenzen zwischen seriösem Qualitätsjournalismus und Boulevard verschwimmen zeitweise. Wir entdecken viele Boulevard-Elemente etwa auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen, die früher undenkbar gewesen wären. Beispielsweise Fotos vom misshandelten Luca im ORF &#8211; Scheußlich!</p></blockquote>
<p>Harte Worte hat Windhager auch für die <em>Krone</em> parat, die den Presserat seinerzeit wegen seiner Urteile auf Kreditschädigung verklagte:</p>
<blockquote><p>Die <em>Krone</em> ist aus meiner Sicht ein Überzeugungstäter und veröffentlicht oft Inhalte, obwohl sie weiß, dass es nicht zulässig ist.</p></blockquote>
<p>Die Wiedereinführung des Presserates <a href="http://derstandard.at/?id=3401849" target="_blank">begrüßt</a> auch Walter Berka, Rechtsprofessor mit Schwerpunkt Grundfreiheiten und Menschenrechte:</p>
<blockquote><p>Niemals war die Gefahr so groß, dass Medien die ihnen gesetzten Grenzen überschreiten. Das gilt insbesondere für das Bloßstellen von Opfern.</p></blockquote>
<p>Stellt sich nur die entscheidende Frage, ob einschlägige Medien sich den Kopf an den Sprüchen des Presserats zerbrechen werden. Vor allem, wo dieser kaum Sanktionsmöglichkeiten haben wird. Die 20.000 Euro Höchststrafe für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten zahlt man aus der Portokasse. Denn gerade die angeprangerten Skandale bringen Auflage, Klicks und höhere Werbeeinnahmen.</p>
<p>Wie man diesen Teufelskreislauf lahm legen könnte, dafür haben Experten nicht einmal den Ansatz einer funktionierenden Idee. Ein höherer Strafrahmen bei der Verletzung von Persönlichkeitsrechten erscheint wenig effektiv, da die Höchstgrenze auch bisher kaum ausgenutzt wurde. Und der <a href="http://derstandard.at/?id=3401804" target="_blank">Vorschlag</a>, dass der Presserat Medienförderungen bei Verstößen kürzen können soll, läuft ins Leere: die auflagenstarken und für Skandale bekannten Medien <a href="http://www.rtr.at/de/ppf/VertrPF2008" target="_blank">bekommen</a> kaum Förderungen.</p>
<p>Bis man effektive Maßnahmen gefunden hat, wird sich die sensationsgeile Masse weiterhin an den neuesten Skandalen ergötzen und sowohl Auflagenzahlen als auch Internet-Reichweiten des Boulevards kräftig in die Höhe treiben.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/05/03/fall-amstetten-ohne-gewissen-ohne-moral/">Fall Amstetten: Ohne Gewissen, ohne Moral</a></b><br /><font size="2">Der Inzest-Fall im niederösterreichischen Amstetten ist ein gefundenes Fressen für Medien aus der ganzen Welt. Gewissenlose Journalisten und eine sensationsgeile Öffentlichkeit stehen kurz davor, das zweite Leben der Opfer zu vernichten. </font><font color="#aaa">(3. Mai 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/08/ecuador-comedy-statt-nachrichten/">Ecuador: Comedy statt Nachrichten</a></b><br /><font size="2">Gebäude besetzt, Nachrichten zensiert: Zwei private TV-Sender in Ecuador wurden wegen Millionenschulden der Besitzer unter staatliche Verwaltung gestellt. </font><font color="#aaa">(8. Juli 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/08/oesterreich-auf-gedeih-und-verderb-mit-der-krone/">Österreich: Auf Gedeih und Verderb mit der Krone</a></b><br /><font size="2">Österreichs Regierung ist geplatzt: Die SPÖ war auf der Suche nach Wählergunst auf die EU-kritische Linie des Boulevardblatts <em>Krone</em> eingeschwenkt. Die Anbiederung geriet zum Fiasko. </font><font color="#aaa">(8. Juli 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Österreich: Auf Gedeih und Verderb mit der Krone</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 11:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dichand]]></category>
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		<category><![CDATA[Werner Faymann]]></category>

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		<description><![CDATA[Österreichs Regierung ist geplatzt: Die SPÖ war auf der Suche nach Wählergunst auf die EU-kritische Linie des Boulevardblatts <em>Krone</em> eingeschwenkt. Die Anbiederung geriet zum Fiasko.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Österreichs Regierung ist geplatzt: Die SPÖ war auf der Suche nach Wählergunst auf die EU-kritische Linie des Boulevardblatts <em>Krone</em> eingeschwenkt. Die Anbiederung geriet zum Fiasko. </h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/oesterreichkrise.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/07/oesterreichkrise200.jpg" width="200" height="200"  alt="Gusenbauer, Faymann, Bild Keystone" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Provokanter als mit einem exklusiven Brief an die <em>Kronen-Zeitung</em> (medienlese.com: <a href="http://netzwertig.com/2008/06/27/schnell-publizieren-kronen-zeitung-dichands-neuester-coup/">&#8220;Dichands neuester Coup&#8221;</a>) konnte die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) ihr Einlenken auf die Linie der größten Tageszeitung des Landes nicht verkünden. Auslöser für eine überfällige Koalitionskrise. Am Montag überschlugen sich die Ereignisse: Am Vormittag ließ die ÖVP die Koalition wegen des Kurswechsels der SPÖ platzen. Wenig später der nächste Paukenschlag aus der SPÖ-Zentrale: Der unbeliebte Bundeskanzler wird nicht SPÖ-Spitzenkandidat für die Neuwahlen sein. Stattdessen führt ein <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/hanswurst_der_krone_1.777274.html">Liebling</a> von Krone-Herausgeber Hans Dichand die Partei in die Wahlen.</p>
<p><span id="more-6512"></span></p>
<p>Viele Parteimitglieder zeigten sich komplett überrumpelt, dass sie von der neuen EU-Politik ihrer Partei aus der <em>Krone</em> erfahren mussten. Der Koalitionspartner, die Volkspartei (ÖVP), empörte sich ebenfalls über die populistische Haltung, wonach die SPÖ bei einer Änderung des EU-Vertrags von Lissabon zwingend das Volk befragen will. Und die Kritik schien berechtigt, denn bis dahin verteidigten alle SPÖ-Politiker das Nein zur Volksabstimmung. </p>
<p>Doch in den Umfragen verlor die SPÖ immer mehr an Zustimmung. Anfangs brachten Bundeskanzler Alfred Gusenbauer die gebrochenen Wahlversprechen in Erklärungsnot. Dann schien die SPÖ bei Streitigkeiten mit der ÖVP immer den Kürzeren zu ziehen und schließlich erlitt sie schwere Niederlagen bei der Gemeinderatswahl in Österreichs zweitgrößter Stadt Graz und bei der niederösterreichischen Landtagswahl. Galoppierende Preise für Lebensmittel und Treibstoffe sowie die hohe Inflation steigerten die Unzufriedenheit bei der sozialdemokratischen Wählerklientel.</p>
<p><strong>Publizistische Niederlage für die <em>Krone</em></strong></p>
<p>Der EU-Vertrag von Lissabon kam genau zum richtigen Zeitpunkt, um die Wut auf einen einzigen Sündenbock zu entladen. In keinem anderen Land ist die <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3394194">Zustimmung zur EU</a> mittlerweile so gering wie in Österreich &ndash; wohl auch dank einer massiven Anti-EU-Kampagne der <em>Kronen</em>-<em>Zeitung</em>. Doch anstatt eine öffentliche Debatte über die EU, deren Vorteile und den Vertrag von Lissabon zu führen, ratifizierte die Regierung den Vertrag ohne Diskussion im Parlament. Für die <em>Krone</em>, die heftig für eine Volksabstimmung opponierte, war das eine publizistische Niederlage.</p>
<p>Denn obwohl immer wieder von der Unmöglichkeit <a href="http://derstandard.at/druck/?id=3293313">gesprochen</a> wird, gegen die Meinung der <em>Krone</em> zu regieren, ist das Boulevardblatt schon oft genug mit seinen Kampagnen <a href="http://derstandard.at/?id=3397408">gescheitert</a>. Der Schwenk der SPÖ auf <em>Krone</em>-Linie in der EU-Politik und wie das geschehen ist, mag zwar einiges über die Unsicherheit innerhalb der Partei sagen. Bezeichnend ist auch, dass Werner Faymann SPÖ-Spitzenkandidat für die kommenden Nationalratswahlen wird, wo er doch seit einigen Jahren von der Krone mit wohlwollender Berichterstattung verwöhnt wird.</p>
<p>Doch die Regierung ist weniger an den Kampagnen der <em>Krone</em> gescheitert als an ihrer eigenen Unfähigkeit. Die eineinhalb Regierungsjahre von Rot-Schwarz waren eher von Streitigkeiten als von Erfolgen beherrscht. Zuletzt <a href="http://derstandard.at/?id=3405787">scheiterte</a> auch die Gesundheitsreform, wo es bei den Defiziten der Krankenkassen durchaus Zeit zum Handeln gewesen wäre. Und ob EU-Populismus und <em>Krone</em>-Hörigkeit der SPÖ den Wahlsieg bringen, zeigt sich erst bei Neuwahlen im Herbst.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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		<title>Kronen-Zeitung: Dichands neuester Coup</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 14:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &#8211; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik &ndash; ausgerechnet exklusiv vorab in der <em>Kronen-Zeitung</em>, die genau das seit Monaten fordert.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/06/kronenzeitung.png" width="200" height="187"  alt="Kronen-Zeitung" align="left" hspace="5" vspace="5"/>
<p>Beim Blick in die gestrige <em>Kronen</em>-Zeitung blieb wohl nicht nur einigen <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/394251/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do">Journalisten</a> und <a href="http://www.kritikus.at/2008/06/26/spoe-eu-und-die-krone/">Bloggern</a> das Frühstückskipferl im Hals stecken. Praktisch ganz Österreich ist vom abrupten Positionswechsel der stimmenstärksten österreichischen Regierungspartei überrascht. Entsetzt waren viele darüber, wie diese plötzliche Meinungsänderung an die Öffentlichkeit getragen wurde: nämlich in einem <a href="http://wcm.krone.at/krone/S25/object_id__105493/hxcms/index.html">Brief</a> an Hans Dichand, den Herausgeber der reichweitenstärksten Tageszeitung Österreichs, der <em>Krone</em>:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Auf der Basis einer kontinuierlichen Information und einer offenen Diskussion sind wir der Meinung, dass zukünftige Vertragsänderungen, die die österreichischen Interessen berühren, durch eine Volksabstimmung in Österreich entschieden werden sollen.</p>
</blockquote>
<p><span id="more-6488"></span></p>
<p class="MsoNormal">Bis dahin war die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) in ihrer EU-Politik noch voll auf Linie mit ihrem Koalitionspartner, der Österreichischen Volkspartei (ÖVP): Eine parlamentarische Ratifizierung des Lissabon-Vertrags sein völlig ausreichend, <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/341804/index.do">sagte</a> Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) noch als im Parlament kürzlich für den Vertrag gestimmt wurde. Eine Volksabstimmung <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20071018_OTS0311&amp;ch=politik">schloss</a> Gusenbauer sogar dezidiert aus, denn:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Die richtige Antwort ist nicht herzugehen und gegen Europa zu polemisieren, sondern eine bessere Politik zu machen.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Unter dem neuen SPÖ-Parteivorsitzenden Werner Faymann, der Gusenbauer von der Parteispitze <a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/391680/index.do?direct=391656&amp;_vl_backlink=/home/index.do&amp;selChannel=101">verdrängte</a>, nicht aber vom Kanzlerstuhl, setzt sich die SPÖ jetzt aber für eine Volksabstimmung ein, falls der Vertrag erneut ratifiziert oder verändert werden sollte. Und im Brief an <em>Krone</em>-Herausgeber Dichand ist auch von Gusenbauers Absicht, ?bessere Politik? zu machen, nicht mehr viel übrig:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Der österreichische Arbeitsmarkt, der sich nun wieder so positiv entwickelt, muss durch Übergangsfristen geschützt bleiben. [?] Dies gilt auch für einen möglichen Beitritt der Türkei, der unserer Ansicht nach die derzeitigen Strukturen der EU überfordern würde.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Das ist zufälligerweise genau die Linie, die die <em>Kronen</em>-Zeitung seit Monaten propagiert. Dichand und die <em>Krone </em>wettern seit Jahren gegen die EU. So schreibt der EU-kritische Europaparlamentarier Hans-Peter Martin regelmäßig eine Kolumne, in der er die EU als aufgeblähten Verwaltungsapparat verunglimpft. Viel Platz bekommen auch die EU-kritischen Leserbriefe, die sogar eine eigene Kategorie mit einem viel sagenden Titel haben: ?Zum EU-Theater?.</p>
<p class="MsoNormal">Herausgeber Dichand lässt selten eine Gelegenheit aus, gegen die EU anzuschreiben. Ganz besonders angetan hat es ihm der neue EU-Vertrag. In einem Blog-Eintrag vom Dezember letzten Jahres <a href="http://blog.krone.at/stories/19616/">sagt</a> er klipp und klar, was er von der Ratifizierung des Lissabon-Vertrags im Parlament hält und dass die Krone das den Politikern nicht so durchgehen lassen möchte:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">Die ?Kronen Zeitung?, auflagenmäßig weitaus größte Tageszeitung in Österreich, hat diese Vorgänge sehr hart und kritisch als Parteiendiktatur bezeichnet. Das ist so und damit werden wir leben müssen oder es gelingt uns, dies auf demokratische Art zu ändern.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Ein Schelm, wer denkt, dass die Kampagnen der Krone dafür verantwortlich sind, dass die umfragenschwache SPÖ auf einen populistischen Kurs eingeschlagen hat! Auch dass die<span> </span>Österreicher laut aktueller <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3394194">Eurobarometer-Umfrage</a> am meisten EU-skeptisch sind wird wohl kaum am Anti-EU-Trommelfeuer des Kleinformats liegen.</p>
<p>Eines ist jedoch klar: Mit ihrem Exklusiv-Brief an Dichand haben Gusenbauer und Faymann eindrucksvoll die mediale Machtkonstellation in Österreich offenbart.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/03/hans-dichand-oesterreichs-kronfolger/">Hans Dichand: Österreichs Kronfolger</a></b><br /><font size="2">Krude Zeitung mit klarem Ziel: Bei dem österreichischen Boulevardblatt <em>Kronenzeitung</em> wird Meinung gemacht, erst dann kommt die Rendite. </font><font color="#aaa">(3. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/31/auflagen-in-oesterreich-viele-gewinner-alle-verlieren/">Auflagen in Österreich: Viele Gewinner, alle verlieren</a></b><br /><font size="2">Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor. </font><font color="#aaa">(31. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/24/weblogs-auf-onlineportalen-sie-koennen-es-immer-noch-nicht/">Weblogs auf Onlineportalen: Sie können es immer noch nicht</a></b><br /><font size="2">Der <em>Kurier</em> hat ein Medienblog &ndash; nur wird es nicht wahrgenommen. Keine Links nach aussen, keine Diskussion mit dem Publikum, nicht per RSS zu abonnieren, kein vernünftiges Archiv. </font><font color="#aaa">(24. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>Das Erfolgsgeheimnis von orf.at</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/05/27/das-erfolgsgeheimnis-von-orfat/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 09:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Crossmedia]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Design hat sich über die Jahre hinweg aber kaum etwas geändert &#8211; trotzdem bleibt das Portal des ORF unangefochtener Sieger in der Gunst der Internetuser. Was ist das Erfolgsgeheimnis von orf.at?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Am Design hat sich über die Jahre hinweg aber kaum etwas geändert &ndash; trotzdem bleibt das Portal des ORF unangefochtener Sieger in der Gunst der Internetuser. Was ist das Erfolgsgeheimnis von orf.at?</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf.jpg" width="200" height="200"  alt="Screenshot ORF" align="left" hspace="5" vspace="5"/>
<p class="MsoNormal"><span>Seit zehn Jahren veröffentlicht die österreichische Web-Analyse (ÖWA) die Reichweiten der am besten besuchten Onlinedienste Österreichs. Laut ÖWA surfen 40,1% der 4,57 Mio. Internetuser in Österreich <em>orf.at</em> an. Weit abgeschlagen folgen <em>Krone.at</em> (15,7%) und <em>derstandard.at</em> (14,9%). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Obwohl <em>orf.at</em> so erfolgreich ist, hat sich das Erscheinungsbild des Portals seit Jahren kaum geändert. Eyecatcher auf der Startseite sind immer noch rechteckige Bildchen mit weißen Headlines, die auf die Topstories verlinken. Darunter platziert sind Schlagzeilen aus verschiedenen Ressorts in schlichtem Design: schwarz und fett die Ressorts, weiß und unterstrichen die Headlines.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Was also ist das Erfolgsgeheimnis von <em>orf.at</em>? Sechs Thesen:</span></p>
<p><span id="more-6439"></span></p>
<p><strong>1.Übersichtlichkeit</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Im Informationsdschungel des 21. Jahrhunderts schätzen auch viele Internetuser einfache und übersichtliche Websites. Zu viele Infos überfordern die Mehrheit der Besucher. Das schlichte und überschaubare Layout der <em>orf.at</em>-Startseite bietet eine gute Übersicht der wichtigsten aktuellen Themen und Nachrichten. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Bilder wirken emotional und werden umgehend im Gehirn verarbeitet. So weiß man oft schon lange, bevor man die Schlagzeile gelesen hat, ob man sich für das Thema interessiert. Will ich mehr wissen, klicke ich auf das Bild und bekomme mehr Infos. Zuerst eine Kurzzusammenfassung, die gleichzeitig als Lead fungiert und nach einem Klick auf ?Lesen Sie mehr? direkt in die Story führt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Darüber auch wieder kleine Bildchen mit weißen Überschriften, die wie ein Dossier zu weiteren Geschichten zum selben Thema führen. Die Texte sind so gestaltet als ob man Zeitung lesen würde. Enge Spalten, kurze Absätze und Zwischentitel.<span> </span>Dazu kleine Grafiken, Bildchen oder Links am Ende. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Im Prinzip ziemlich einfach und nichts Neues. Seit der Erfindung des WWW kann man dieses Layout in einfachem HTML programmieren. Und dennoch erfüllt es seinen Zweck ausgezeichnet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf1.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf1.jpg" width="434" height="228"  alt="" /></a></p>
<p><strong>2.Kontinuität</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Seit Jahren hat sich dieses Layout kaum verändert. Dieselbe hellblaue Hintergrundfarbe, Text in Schwarz, Headlines und Links in Weiß, kleine Bilder und Grafiken. Das kommt der Mehrheit der Leser entgegen: Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Wird das Layout einer Zeitung umgestellt, trudeln oft eine Menge an Beschwerdebriefen und Abbestellungen in der Redaktion ein. Auch im Internet, das für schnelle Veränderungen eigentlich prädestiniert ist, greifen viele User lieber auf das Gewohnte und Bekannte zurück, wenn es um zuverlässige Infos geht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf2.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf2.jpg" width="399" height="98"  alt="" /></a></p>
<p><strong>3.Unabhängigkeit</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Regelmäßig entflammen über die politische Unabhängigkeit des <em>ORF </em>heftige Debatten.<span> </span>Im Fokus der Kritik steht aber meist das TV. Radio und Internet haben sich hingegen Freiräume von politischer Beeinflussung sichern können. Radio- und Internetredaktionen sind in den meisten <em>ORF</em>-Landesstudios zusammengelegt und können unabhängiger als ihre Kollegen vom Fernsehen agieren. Warum? Dem TV wird einfach größere Bedeutung beigemessen. Gegen unangenehme Berichterstattung in Radio und Internet wird daher selten interveniert. Und bei allen Themen, die nichts mit Innenpolitik zu tun haben, ist die Unabhängigkeit des <em>ORF </em>ohnehin gesichert.</span></p>
<p><strong>4.Bekanntheit</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Viele private Radiostationen und TV-Sender ärgert es, dass der <em>ORF </em>crossmediales Marketing macht. Wild umstritten sind zum Beispiel die TV-Programmhinweise für die <em>ORF</em>-Fernsehkanäle, die Österreichs meistgehörter Radiosender <em>Ö3</em> täglich anpreist. Auf die <em>ORF</em>-Homepages verweisen TV und Radio ebenfalls gerne. Diese Werbung in eigener Sache scheint sich auszuzahlen.</span></p>
<p><strong>5.Regionale Kompetenz</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Österreicher lieben Regionalnachrichten. So verzeichnet die regionale Nachrichtensendung der <em>ORF</em>-Bundesländerstudios (täglich um 19 Uhr auf ORF 2) seit ihrer Einführung die höchsten Marktanteile und Zuschauerzahlen im TV. Bundesland heute ist seit Jahrzehnten unübertroffen. Daher traut man auch den regionalen Internet-Angeboten der Bundesländerstudios.</span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf3.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf3.jpg" width="427" height="104"  alt="" /></a></p>
<p><strong>6. Entertainment für den Nachwuchs</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die richtige Mischung aus Infos und Unterhaltung (zu neudeutsch: Infotainment) liefert auch <em>oe3.orf.at</em>, die Website des Radiosenders <em>Ö3</em>. Die ist perfekt auf Jugendliche zugeschnitten &ndash; mit News über Promis, Popstars und Games. Auch der Chat, früher stark promotet auf <em>oe3.orf.at</em>, bindet die Jugend an das <em>ORF</em>-Angebot.</span></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf4.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/orf4.jpg" width="363" height="277"  alt="" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das gut besuchte und beliebte Spiele-Portal <em>games.orf.at</em> musste der <em>ORF </em>vor einigen Jahren einstellen. Online-Games wie Vier Gewinnt, Backgammon und Schiffchen versenken waren mit dem öffentlich-rechtlichen Aufgabenbereich des <em>ORF </em>schwer zu vereinbaren. Für andere Angebote wie den Chat, E-Cards und Psycho-Tests könnte auch bald das Ende drohen. <a href="http://diepresse.com/orfverfahren" target="_blank">Fordert</a> zumindest die EU-Kommission. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Schade für die Finanzen des <em>ORF</em>. Denn die Klickzahlen beweisen, dass die öffentlich-rechtliche Anstalt genau den Geschmack der Masse trifft. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/05/08/wie-interaktiv-sind-schweizer-medien/">Wie interaktiv sind Schweizer Medien?</a></b><br /><font size="2">Welche Möglichkeiten die Webseiten europäischer Medien im Internet nutzen untersucht ein Team rund um das britische Online Jornalism Blog. Aufgelistet werden interaktive Funktionen und moderne Webtechnologien. </font><font color="#aaa">(8. Mai 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/03/livecast-alleskoenner-oder-spezialist/">Livecast: Alleskönner oder Spezialist?</a></b><br /><font size="2">Heute startet in Klink an der Müritz ein Modellseminar des <a href="http://www.bpb.de/presse/ZIUN31,0,0,Lokaljournalistenprogramm.html">Lokaljournalistenprogramms</a> der Bundeszentrale für politische Bildung. Thema: "Erfolg auf allen Kanälen. Crossmedialer Lokalteil: Von neuen Lesern und einem Berufsbild im Wandel."</strong><br /></p>
<p>Unser Gastautor Steffen Büffel (<a href="http://medienlese.com/2008/02/28/die-zeitung-der-zukunft-fuenf-thesen-zu-crossmedia/">Fünf Thesen zu «Crossmedia»</a>) ist einer der Referenten auf dem Seminar und weist uns auf einen Livecast heute Abend hin: "Zum Einstieg gibt eine erste Gesprächsrunde, die sich mit dem Redakteur der Zukunft auseinandersetzt. Brauchen wir künftig den Alleskönner? Oder sind Spezialisten gefragt? Folker Quack von der <em>Main-Post</em>, Paul-Josef Raue von der <em>Braunschweiger Zeitung</em> und Dirk Lübke, Chefredakteur der <em>Lahn-Dill-Zeitung</em> diskutieren. Die Veranstaltung wird <strong>ab 20 Uhr</strong> über das Seminarblog <a href="http://www.drehscheibe.org/weblog">live ins Netz übertrage </font><font color="#aaa">(3. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/28/die-zeitung-der-zukunft-fuenf-thesen-zu-crossmedia/">Die Zeitung der Zukunft: Fünf Thesen zu «Crossmedia»</a></b><br /><font size="2">Was steckt hinter dem Buzzword «Crossmedia»? Fünf Thesen von unserem Gastautor <em>Steffen Büffel</em> zur crossmedialen Zukunft des Qualitätsjournalismus. </font><font color="#aaa">(28. Februar 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Rewes neue Frauenzeitschrift: Kein Grund zur Sorge</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/05/20/rewes-neue-frauenzeitschrift-kein-grund-zur-sorge/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/05/20/rewes-neue-frauenzeitschrift-kein-grund-zur-sorge/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 09:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenzeitschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Maxima]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitschriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Rewe will in Deutschland ein eigenes Frauenmagazin in den Supermärkten verkaufen &#8211; genau wie in Österreich. Wir haben uns <em>Maxima</em>, das Vorbild von Rewe Austria, angesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Rewe will in Deutschland ein eigenes Frauenmagazin in den Supermärkten verkaufen &ndash; genau wie in Österreich. Wir haben uns <em>Maxima</em>, das Vorbild von Rewe Austria, angesehen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/maxima.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/maxima200.jpg" width="200" height="200"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Wie die Branchendienste <a href="http://www.dwdl.de/article/news_15877,00.html">berichten</a>, soll das 80 Cent teure Magazin in allen 3000 deutschen Rewe-Märkten verkauft werden und Titeln wie <em>Maxi</em>, <em>Petra</em>, <em>Freundin </em>und <em>Für Sie</em> Konkurrenz machen. Müssen die deutschen Verlage nun Zittern?</p>
<p>Schauen wir mal: <em>Maxima &#8211; die besten Seiten der Frau </em>heißt das <a href="http://www.maxima.co.at/index.html" target="_blank">Magazin</a>, dass in allen österreichischen Merkur-, Bipa- und Billa-Filialen aufliegt. Der Titel des Magazins ist Programm. <em>Maxima </em>hält, was es verspricht: ein typisches Frauenmagazin, wie es sie schon massenhaft gibt. Ein Großteil der Geschichten ist Servicejournalismus. Viele große und kleine Bilder, wenig Text und ein einfaches Layout:</p>
<p><span id="more-6425"></span></p>
<p>Etwas Besonderes ist <em>Maxima</em> nun wirklich nicht. Dafür ist die Zeitschrift sensationell billig. Jeden Monat bekommt man für einen Euro rund 180 Seiten Hochglanzpapier. Die Themenpalette zielt auf ein junges, weibliches Publikum ab, von der Altersgruppe her klar begrenzt auf Unter-Vierzigjährige. Obligat sind also Accessoires, Kosmetikprodukte und Parfüms, die keiner braucht.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/kosmetik.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/kosmetik.jpg" width="336" height="448"  alt="" /></a></p>
<p>Ebenso mit an Bord sind Modetrends, Wellnesstipps, Fitnessideen, ein Horoskop, ein Rätsel und Rezepte, die in der Zeitschrift super ausschauen, beim Nachkochen aber garantiert nicht so perfekt gelingen. Kurz besprochen werden Bücher und Musik, Küchenmaschinen und Popstars. Gepackt ist das alles in sechs Rubriken: In &amp; Interessant, Beauty &amp; Mode, Fit &amp; Gesund, Family &amp; Leben, Kulinarik &amp; Reisen sowie Kultur &amp; Technik.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/popstars.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/popstars.jpg" width="336" height="448"  alt="" /></a></p>
<p>Die fünf Coverstories bekommen mehr Platz und mehr Text als der Rest. Länger als fünf Minuten liest man dennoch nicht daran. Kreative Ansätze, die <em>Maxima </em>aus der Flut der anderen Frauenzeitschriften hervorheben würde, sind kaum dabei. Die Titelgeschichte ?Leben zu zweit. Was sie tun können, damit kein Partner draufzahlt? (<a href="http://www.maxima.co.at/multimedia/mai_2008/link_files/maxima_coverstory_mai.pdf" target="_blank">hier</a> als PDF zum Herunterladen) hat es schon oft genug woanders gegeben. Außerdem trieft der Text vor Klischees und alltagspsychologischen Binsenweisheiten.</p>
<p>Ebenfalls kein Lichtblick ist die Serie zum Thema Zeitmanagement (<a href="http://www.maxima.co.at/multimedia/mai_2008/link_files/zeit_C.pdf" target="_blank">hier</a> als PDF zum Herunterladen). Schon der Titel ?Mehr Zeit für mich? schraubt die Erwartungen aufs Minimum, der Rest des Beitrags ist bleibt oberflächliches Gequatsche. Die zehn Zeittipps sind einfach platt und abgedroschen. Der Test ?Wie gut funktioniert Ihre Tagesplanung?? ist nutzlos.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/zeittipps.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/zeittipps.jpg" width="361" height="539"  alt="" /></a></p>
<p>Bei halbwegs klarem Verstand schüttelt man über die Geschichte von Erdenergien und Erdheilung ebenso den Kopf wie bei der PR-Story über Bipa (die Drogeriekette Bipa gehört zum Rewe-Konzern, der das Heft herausgibt). Allein der Anfangssatz ist ein schlechter Witz: ?Bipa ist das beste große Unternehmen 2008?. In grellem Pink, der Corporate Design- Farbe von Bipa, sind die PR-Phrasen als Unterüberschriften nicht zu übersehen: ?Fairness am Arbeitsplatz?, ?Chancengleichheit? und ?Business mit Wohlfühlfaktor?.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/bipa1.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/bipa1.jpg" width="317" height="448"  alt="" /></a></p>
<p>Der Ansatz für die Geschichte ?World Wedding?, die Hochzeitsrituale aus anderen Ländern beleuchtet, ist zwar interessant, aber auch nichts Neues. Den Titel Reportage verdient diese Zusammenfassung von Hintergrundinformationen dennoch auf keinen Fall. Eine gute Idee ist das Special zur Euro 2008, ein Portrait von Nachwuchsfußballern und ihren Müttern. Das ist eine der wenigen Geschichten, wo Ansätze von kritischem Journalismus zu erkennen sind.</p>
<p>Im Großen und Ganzen bleibt <em>Maxima </em>aber einem Themenmix treu, der nicht über Lifestyle, Konsum und Selbstoptimierungtipps hinausreicht. So langweilig und einfach gestrickt, dass es zum Durchblättern reicht. Zum Lesen lädt <em>Maxima </em>nicht ein.</p>
<p>Noch so ein Magazin braucht die Frau heute wohl kaum. Davon gibt es mehr als genug.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/31/auflagen-in-oesterreich-viele-gewinner-alle-verlieren/">Auflagen in Österreich: Viele Gewinner, alle verlieren</a></b><br /><font size="2">Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor. </font><font color="#aaa">(31. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/01/im-test-first/">Im Test: FIRST</a></b><br /><font size="2">Das neue österreichische Society-Magazin FIRST will ein luxuriöses Hochglanzprodukt für anspruchsvolle LeserInnen sein. Trügt der Schein oder hält die glänzende Oberfläche, was sie verspricht? </font><font color="#aaa">(1. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/05/07/31-april-bei-datum/">31. April bei Datum</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(7. Mai 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Puls 4: Privatsender ohne Quote</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/05/14/puls-4-privatsender-ohne-quote/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 09:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Puls 4]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Monate auf Sendung, Marktanteil knapp über ein Prozent &#8211; und Natascha Kampuschs Talkshow lässt auf sich warten, bekannte Journalisten kündigen, der Reporter-Nachwuchs schuftet unter umstrittenen Arbeitsbedingungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Drei Monate auf Sendung, Marktanteil knapp über ein Prozent &ndash; und Natascha Kampuschs Talkshow lässt auf sich warten, bekannte Journalisten kündigen, der Reporter-Nachwuchs schuftet unter umstrittenen Arbeitsbedingungen.</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/puls4.png" width="200" height="150"  alt="Logo Puls 4" align="left" hspace="5" vspace="5"/>
<p>Mit Paukenschlag und Trommelwirbel startete Ende Januar Österreichs viertes Privat-TV namens <em>Puls 4</em>. Den Zuschauern haben die Senderchefs das Blaue vom Himmel versprochen und der Konkurrenz wollten sie das Fürchten lernen. Stattdessen fällt <em>Puls 4</em> nach drei Monaten on air vor allem durch Negativschlagzeilen auf.</p>
<p>Die Video-Journalisten (VJ?s) von <em>Puls 4</em> machen nämlich alles selbst. Sie planen, drehen, schneiden und vertonen ihre Beiträge ohne Hilfe von Kameramännern, Cuttern oder Assistenten. VJ?s sind die eierlegende Wollmilchsau des neuen journalistischen Prekariats. In der einen Hand die Kamera, in der anderen das Mikro &ndash; was dabei rauskommt, zeigt täglich<em> Puls 4</em>. Außerdem hat der Sender die Ausbildung seiner Videojournalisten an die Firma News on Video ausgelagert. Diese <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3290274" target="_blank">verlangt</a> für einen zehnwöchigen Basiskurs 4800 Euro.</p>
<p><span id="more-6408"></span></p>
<p>Gegen diese Arbeitsbedingungen protestieren auch ältere Kollegen wie der Society-Reporter Thomas Rottenberg. Bis zu seinem Abgang moderierte der <em>Standard</em>-Redakteur die Talkshow ?Talk of Town?. Die nächste Absage erteilte <em>Presse</em>-Chronikchef Rainer Nowak. Er sollte den Polittalk ?Schluss mit lustig? moderieren und mit Volksvertretern, Parteileuten, Journalisten, Bürgern und Kabarettisten diskutieren. Am Ende wurde die Gästeliste auf einen Journalisten und zwei Kabarettisten gekürzt. Für Nowak war daher nach einigen Probesendungen ?Schluss mit lustig?.</p>
<p>Mit Rottenberg und Nowak haben die letzten seriösen Zugpferde den Sender verlassen. Andere namhafte Publizisten wie Lorian Klenk (<em>Falter</em>), Eva Linsinger (<em>profil</em>) oder Eva Weissenberger (<em>Kleine Zeitung</em>) ließen sich für eine Gage deutlich unter 200 Euro pro Sendung nicht einmal anwerben. Übrig bleiben Moderatorinnen, die sich wie Models beim Schönheitswettbewerb <a href="http://netzwertig.com/2008/02/16/chaostage-bei-puls-4/" target="_blank">präsentieren</a> und nervige B-Promis wie Christina Lugner, Ex-Frau des Wiener Bauunternehmers Richard Lugner. Und es bleiben gebrochene Versprechen.</p>
<p>Die erste Folge von Natascha Kampuschs Talkshow, mit der <em>Puls 4</em> zum Launch geprahlt hatte, wurde noch immer nicht ausgestrahlt. Kürzlich <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3320080" target="_blank">sickerte</a> das Gerücht durch, dass Formel 1-Star Niki Lauda am 1. Juni Kampuschs erster Gast sein werde. Selbst wenn es stimmt, kommt das reichlich spät. Geschäftsführer Martin Blank hatte nämlich <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1577449/Rtselraten_um_Natascha_Kampuschs_Talkshow.html" target="_blank">versprochen</a>, dass bis 4. April alle Sendungen on air gegangen seien.</p>
<p>Ein Blick auf die Einschaltquoten zeigt, dass <em>Puls 4</em> weit hinter den namhaften Konkurrenten dahindümpelt. Für den Monat April <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3323678" target="_blank">meldet</a> der Sender einen Marktanteil von 1,1%, allerdings für die Zielgruppe der 12-49-Jährigen. Der Konkurrent <em>ATV </em><a href="http://atv.at/Channel.aspx?cid=503af484-0ca4-4df8-be8f-e6e9edeca5a4&amp;did=e612dee0-0845-453f-9602-59c215e18e1f&amp;dkey=ce90dd91-ffb9-4f7c-8f9d-066326b6b5c0" target="_blank">lehnt</a> sich mit einem Marktanteil von 4,7% in dieser Zielgruppe allerdings entspannt zurück. Auch so gut wie alle anderen deutschen Privatsender wie <em>RTL</em>, <em>SAT 1</em>, <em>Pro Sieben</em>, <em>RTL 2</em>, <em>VOX </em>und <em>Kabel 1</em> liegen noch weit vor <em>Puls 4</em>. Bessere Einschaltquoten bringen allein alte Hollywood-Blockbuster und Spielfilme aus dem Archiv des Mutterkonzerns <em>ProSiebenSat.1 Media AG</em></p>
<p>Die Qualität der Eigenproduktionen auf <em>Puls 4</em> kann natürlich nicht mit dem öffentlich-rechtlichen <em>ORF </em>mithalten. Auch wenn sich TV-Kommentatoren nicht viel erwartet haben, fällt die Kritik vernichtend aus. So <a href="http://www.kurier.at/interaktiv/blog/kult/158432.php" target="_blank">appelliert</a> Marco Weise vom <em>Kurier </em>verzweifelt:</p>
<blockquote><p>Liebe TV-Macher von Puls 4, wie lange wollt ihr uns dieses absolute Nichts noch als Programm verkaufen?</p></blockquote>
<p><em></em>Wer noch keine Möglichkeit hatte, die Werke von<em> Puls 4</em> zu bestaunen, bekommt auf <em>YouTube</em> eine kleine Kostprobe. So wie sich der Sender nämlich in seinen eigenen Werbevideos präsentiert, lassen sich gute Rückschlüsse auf das TV-Programm ziehen: Models, die wie Zinssoldaten <a href="http://youtube.com/watch?v=yPoEwEJxpXU" target="_blank">aufmarschieren</a>, ein nachgestellter<a href="http://youtube.com/watch?v=Q0Fa-2I-0vs" target="_blank"> Beziehungskrach</a> ohne Message und ein machomäßig herumtorkelnder <a href="http://youtube.com/watch?v=iDwXGOn648w" target="_blank">Sänger</a>. Unglaubwürdiger kann man den Slogan des Senders (?Puls 4 &ndash; Für Frauen, die wissen, was sie wollen und Männer, die das gut finden?) gar nicht mehr hinüberbringen.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/yPoEwEJxpXU&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/yPoEwEJxpXU&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Wer danach nicht wegzappt, ist eigentlich selbst schuld.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/16/chaostage-bei-puls-4/">Chaostage bei Puls 4</a></b><br /><font size="2">Ein Silberstreifen am düsteren Horizont &ndash; das war Österreichs vierter Privat-TV-Kanal <em>Puls 4</em> beim landesweiten <a href="http://medienlese.com/2008/01/28/puls4-sendestart-sensationelle-versprechungen/">Start Ende Januar </a>. Knapp drei Woche später der Eklat: Mitarbeiter demonstrieren gegen ihr Management, die Journalistengewerkschaft klagt den Sender an und der Sendebetrieb kann angeblich gerade noch aufrechterhalten werden. </font><font color="#aaa">(16. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/01/28/puls4-sendestart-sensationelle-versprechungen/">Puls 4-Sendestart: Sensationelle Versprechungen</a></b><br /><font size="2">Heute um 18 Uhr startet mit <a href="http://www.pulstv.at/TCgi/pro/TCgi.cgi?target=home"><em>Puls 4</em></a> Österreichs viertes landesweites Privatfernsehen. Eine Talkshow mit Natascha Kampusch dient als Aushängeschild für eine bisher offenbar unerfüllbare Mission: gutes und quotenstarkes Privat-TV made in Austria. </font><font color="#aaa">(28. Januar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/07/orf-lahme-tv-ente-in-not/">ORF: Lahme TV-Ente in Not</a></b><br /><font size="2">Sinkende Einschaltquoten, eine missglückte Programmreform und jetzt erhöht der ORF auch noch die Rundfunkgebühren: Langsam aber sicher schlittert der öffentlich-rechtliche Sender in die Krise. Während Defizite in Millionenhöhe drohen, sucht ORF-Boss Alexander Wrabetz sein Heil in höheren Gebühren und Personaleinsparungen. Um den ORF zu retten, meinen Experten und Medienmanager, braucht es allerdings radikale Reformen. </font><font color="#aaa">(7. Februar 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Fall Amstetten: Ohne Gewissen, ohne Moral</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2008 13:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Amstetten]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Inzest-Fall im niederösterreichischen Amstetten ist ein gefundenes Fressen für Medien aus der ganzen Welt. Gewissenlose Journalisten und eine sensationsgeile Öffentlichkeit stehen kurz davor, das zweite Leben der Opfer zu vernichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Inzest-Fall im niederösterreichischen Amstetten ist ein gefundenes Fressen für Medien aus der ganzen Welt. Gewissenlose Journalisten und eine sensationsgeile Öffentlichkeit stehen kurz davor, das zweite Leben der Opfer zu vernichten.</h4>
<p style="font-size: 90%;"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/amstettenpresse.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/amstettenpresse450.jpg" width="450" height="291"  alt="Titelseiten am 28. April" /></a><br />Bildstrecke: Presserummel in Amstetten (Bild Keystone)</p>
<p>Was für eine Story! Ein gefundenes Fressen für die Medien. <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,551203,00.html">Journalisten und Fernsehteams</a> aus Australien, Japan und Amerika reisen nach Niederösterreich und machen das bis dato unbekannte Amstetten zum Nabel der Welt.</p>
<p><span id="more-6390"></span>
<p>Ganze 24 Jahre <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/tid-9769/inzestdrama-amstetten-das-sprengt-alle-dimensionen_aid_298110.html" target="_blank">sperrt</a> ein Vater seine eigene Tochter in ein Kellerverlies ein und zeugt sieben Kinder mit ihr. Drei davon nehmen er und seine Frau in Pflege. Ein Säugling stirbt kurz nach der Geburt und die anderen drei Kinder sperrt der Niederösterreicher zu seiner Tochter in das Gefängnis. Aufgedeckt haben dieses abscheuliche Verbrechen nicht etwa eine misstrauische Behörde oder aufgeweckte Polizisten, sondern der Zufall: als eines der drei eingesperrten Kinder, die neunzehnjährige Tochter, lebensbedrohlich erkrankte, fliegt die Geschichte auf.</p>
<p>Kein Tag vergeht ohne einen neuen Scoop: zuerst die <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/niederoesterreich/article299066.ece" target="_blank">Bilder</a> vom Verlies, dann <a href="http://www.bild.de/BILD/video/clip/news/2008/04/30/inzest-drama-urlaubsvideo.html" target="_blank">Urlaubsvideos</a> vom Täter und schließlich die schrecklichen <a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/05/02/inzest-monster/drohte-keller-kindern-mit-vergasung,geo=4425622.html" target="_blank">Drohungen</a> des Peinigers, der seine Gefangenen damit einschüchterte, dass er sie bei einem Fluchtversuch vergasen würde. Keine Frage, dieser Fall ist beispiellos. Die Brutalität des Täters seinen Opfern gegenüber und gleichzeitig seine freundliche Maske in der Öffentlichkeit &#8211; das macht den Fall nur noch spektakulärer.</p>
<p>So hat die Weltgemeinschaft vor den Fernsehgeräten, Computerbildschirmen und Zeitungsseiten jede Menge Stoff zum Fantasieren und Diskutieren. Warum hat niemand etwas gemerkt? Gab es weitere Täter? Wie konnten Behörden und Polizei das Martyrium der Opfer übersehen?</p>
<p>Und weil es dazu die Bilder gibt, bleibt die Inzest-Story der Aufhänger in den Nachrichten, sowohl im Boulevard als auch in den so genannten Qualitätsmedien. Jetzt fehlen nur noch aktuelle Fotos von den Opfern. Eine Million Dollar <a href="http://derstandard.at/?id=3322732" target="_blank">bietet</a> angeblich ein Medium für einen der wertvollsten Schnappschüsse aller Zeiten. Die Paparazzi belagern schon das Spital, in dem die Opfer untergebracht sind. Die Polizei musste einige Fotographen sogar von nahe gelegenen Bäumen scheuchen.</p>
<p>Den gepeinigten Kindern ist zu wünschen, dass der Meute kein Foto gelingt. Denn ohne Zweifel gibt es genug Medien, welche die Finanzmittel und den Willen haben, das weitere Leben der Opfer zu zerstören um die Auflage zu steigern. Bis jetzt haben sich die wenigsten Medien an die Grundregel in der journalistischen Ethik gehalten.</p>
<p>Leitmedien wie <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7371959.stm" target="_blank">BBC</a> oder <a href="http://www.cnn.com/2008/WORLD/europe/04/29/austria.cellar.profile/index.html#cnnSTCText" target="_blank">CNN</a> haben sowohl den Nachnamen der betroffenen Familie, als auch die Vornamen der Opfer ganz ausgeschrieben. Alte Fotos der Tochter haben die Zeitungen und Bildschirme gefüllt. Und auch die Polizei hat den Opfern nicht die Peinlichkeit erspart, dass die ganze Welt nun weiß, wie die intimsten Ecken ihres Kerkers ausgeschaut haben.</p>
<p>Selbst wenn die Opfer nun eine neue Identität bekommen, können Sie unmöglich ein neues Leben beginnen, wenn ihre Gesichter bekannt sind. An keinem Ort der Welt wären sie vor der Medienmeute sicher. Das ist die zweite Tragödie, die diesen Menschen widerfahren könnte. Und das ist eine Schande für das Mediensystem und die Öffentlichkeit. Wenn sie in ihrer Sensationsgier auf am Boden liegende Menschen noch einmal eintreten &#8211; ohne Gewissen, ohne Moral.</p>
<div style="display: none;"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/amstetten2.jpg">2</a>, <a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/amstetten3.jpg">3</a>, <a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/05/amstetten4.jpg">4</a></div>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/31/auflagen-in-oesterreich-viele-gewinner-alle-verlieren/">Auflagen in Österreich: Viele Gewinner, alle verlieren</a></b><br /><font size="2">Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor. </font><font color="#aaa">(31. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/14/mit-panda-popstar-und-probeabo/">Mit Panda, Popstar und Probeabo</a></b><br /><font size="2">Laut eigenen Aussagen ist <em>Österreich</em> nur ein Jahr nach seiner Gründung die meistgelesene Tageszeitung des Landes &ndash; hinter der <em>Kronen-Zeitung</em>. Rekordverdächtige Zuwächse sieht Gründer und Chefredakteur Wolfgang Fellner auch bei den Abonnements. Wir wissen, warum... </font><font color="#aaa">(14. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/01/10/satire-blog-gemobbt-ordnung-in-oesterreich/">Satire-Blog gemobbt: Ordnung in Österreich</a></b><br /><font size="2">Ein österreichischer Medienkünstler <a href="http://hansdichand.blogspot.com/">bloggt</a> als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen &ndash; aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft? </font><font color="#aaa">(10. Januar 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		</item>
		<item>
		<title>Hörbuch-Umsätze im Sinkflug</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/04/13/hoerbuch-umsaetze-im-sinkflug/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2008/04/13/hoerbuch-umsaetze-im-sinkflug/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 14:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Hörbücher werden weiterhin gerne gekauft. Die zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre scheinen jedoch Geschichte. Dafür boomen Downloads aus dem Internet: ohne Kopierschutz und in hoher Qualität. Sind Hörbuchverlage ein gutes Vorbild für die Musikindustrie?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Hörbücher werden weiterhin gerne gekauft. Die zweistelligen Zuwachsraten der vergangenen Jahre scheinen jedoch Geschichte. Dafür boomen Downloads aus dem Internet: ohne Kopierschutz und in hoher Qualität. Sind Hörbuchverlage ein gutes Vorbild für die Musikindustrie?</h4>
<div style="float: left; font-size: 90%; width: 200px; margin-right: 10px; padding-bottom: 10px;" ><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/headphone.jpg" width="198" height="176"  alt="" /><br /><br />Hörbücher: Literatur für überall (Bild <a href="http://www.flickr.com/photos/32838894@N00/160129107/">cc:BrainsonicAustria</a>)</div>
<p>Auf der <em>Frankfurter Buchmesse </em>wurde das Jahr 2007 noch euphorisch als ?Jahr des Hörbuchs? <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/70/136797/" target="_blank">bezeichnet</a>. Noch nie zuvor hatten so viele Verlage eine so große Anzahl an Neuerscheinungen auf den deutschsprachigen Markt gebracht. Als die Umsatz- und Verkaufszahlen des &#8220;Hörbuchjahres 2007&#8243; <a href="http://www.hr-online.de/website/specials/buchmesse2007/index.jsp?rubrik=26882&amp;key=standard_document_33226906" target="_blank">vorlagen</a>, war nur mehr wenig Begeisterung zu spüren.</p>
<p>Obwohl der Hörbuchmarkt im Vorjahr auf Erfolgskurs lag, blieb der Umsatz mit einem Plus von 2,6% weit unter den Erwartungen &ndash; und entwickelte sich schlechter als der gesamte Buchmarkt. Dabei hatte die Hörbuch-Branche im ersten Halbjahr noch jeden Grund zur Freude: der Umsatz steigerte sich um etwa 8% auf 72,3 Millionen Euro. Claudia Paul, Sprecherin des Börsenvereins, zeigte sich schon damals resigniert:</p>
<p><span id="more-6357"></span><br />
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="35.4pt;">Von den zweistelligen Zuwachsraten wird man sich verabschieden müssen.</p>
</blockquote>
<p>Ganz anders <a href="http://medien.hamburg.de/artikel.do?ok=20976&amp;teaserId=469536&amp;cid=6383345">hörte</a> sich das noch 2005 an. Ein Umsatzwachstum von 14,1% im Vergleich zum Vorjahr ließ die Erwartungen in die Höhe schnellen. Experten prophezeiten, dass sich der Umsatz bei Hörbüchern in den nächsten fünf Jahren verdoppeln oder sogar verdreifachen werde. Die trüben Zahlen von 2007 stürzten die Branche nun in eine Krise.</p>
<p class="MsoNormal">Und in einer Krise sucht man Schuldige. Zwei Gründe für den Umsatzrückgang waren schnell ausgemacht: einerseits der Preisverfall für Hörbücher und andererseits illegale Downloads im Internet. Fachmagazine wie <em>hörbücher</em> spekulieren bereits, dass Hörbuch-Downloads langfristig die CD ablösen werden. Verantwortlich dafür sind aber nicht nur illegale Downloads, auch legale Angebote verzeichnen hohe Zuwächse.</p>
<p class="MsoNormal">So wird der Download-Anteil am Hörbuchmarkt aktuell auf etwa 10% geschätzt. Die Download-Portale konnten 2007 gut acht Millionen Euro Umsatz verzeichnen. Christine Härle, Chefin des Eichborn-Verlags, ist vom Internet als Vertriebsweg sogar begeistert:</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="35.4pt;">Download-Portale sind der einzige wirklich überzeugend wachsende Verkaufskanal für Hörbücher.</p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal">Marktführer <em>Audible.de</em> jubelte im Mai 2007 über eine Million Downloads nach zweieinhalb Jahren am Markt. 300.000 Kunden hat das Portal nach eigenen Angaben, vor allem iPod-Nutzer. 7000 deutschsprachige Hörbücher kann man bei <em>Audible.de </em>herunterladen. Konkurrent <em>Libri.de </em>bietet 5000 Hörbücher an und meldete 2007 ein Umsatzplus von 100%.</p>
<p class="MsoNormal">Am öftesten werdenden Hörbücher für Kinder und Jugendliche heruntergeladen. Beliebt sind vor allem ungekürzte Hörbuchfassungen. Ein Großteil der Downloads sind MP3s, auf rund 80% schätzt <em>hörbücher</em> den Anteil an Titeln ohne Kopierschutz. Im Gegensatz zur Musikindustrie schauen die Hörbücher-Verlage also eher auf ihre Kundschaft, anstatt sie zu kriminalisieren.</p>
<p class="MsoNormal">Der ?Arbeitskreis Hörbuchverlage? gesteht außerdem ein, dass der Umsatzrückgang im Vorjahr auch auf die teilweise schlechte Qualität der Produktionen zurückzuführen sei. Gegen amateurhafte Sprecher und schlechte Regisseure will man nun eine Qualitätskampagne starten. Denn jeder zweite Käufer greift zu einem Hörbuch aus der oberen Preisklasse (über acht Euro).</p>
<p class="MsoNormal">Ein wachsendes Angebot an Hörbücher-Downloads, bessere Qualität und keine Kopierschutzmechanismen, die am Ende in erster Linie die Käufer plagen: das alles ist nicht nur Grund zur Freude für Hörbücher-Fans. Die Hörbuchverlage und ihre Strategien sind auch ein gutes Vorbild für die Musikindustrie.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Links: Download-Portale im Internet</strong></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.audible.de" target="_blank">audible.de</a> &#8211; Marktführer mit 25.000 Titeln, davon 7000 auf Deutsch</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.libri.de" target="_blank">libri.de</a> &#8211; 5000 Titel, die meisten im MP3-Format</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.soforthoeren.de" target="_blank">soforthoeren.de</a> &#8211; 12.000 Titel, 5000 davon auf Deutsch</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://www.Diadopo.com" target="_blank">diadopo.com</a> &#8211; nur 2000 Titel, aber alle ohne Kopierschutz</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/12/im-test-hoerbuecher/">Im Test: hörbücher</a></b><br /><font size="2">Hörbücher sind weiterhin populär und beliebt, ein Hoffnungsmarkt mit zweistelligem Wachstum für die Verlage. Orientierung will das Magazin <em>hörbücher</em> liefern &ndash; und seit der Einführung vor einem knappen Jahr macht es das fast perfekt. </font><font color="#aaa">(12. April 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/11/noch-ein-versuch-fuer-ivy-was-sagt-eigentlich-chuck-norris-dazu/">Noch ein Versuch für Ivy: Was sagt eigentlich Chuck Norris dazu?</a></b><br /><font size="2">Fantastische 21 Millionen Deutsche sollen "Lohas" sein, nachhaltig- und gesundheitsbewusste Konsumenten. Trotzdem tut sich Burda mit <em>Ivy</em>, der Zeitschrift zum grünen Lifestyle, bisher schwer. </font><font color="#aaa">(11. April 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/08/us-wahlkampf-im-netz-politics-at-the-speed-of-light/">US-Wahlkampf im Netz: «Politics at the speed of light»</a></b><br /><font size="2">Der US-Wahlkampf findet heute online statt: Im US-Konsulat in München erläuterten US-Vertreter und Professor Jeremy D. Meyer, Autor des Buchs «Wired Politics: Journalism and Governance», die Rolle von Blogs und Web 2.0 im Wahlkampf &ndash; und wie sie diesen verändert haben. </font><font color="#aaa">(8. April 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Im Test: hörbücher</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/04/12/im-test-hoerbuecher/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2008 08:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[test]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitschriften im Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Hörbücher sind weiterhin populär und beliebt, ein Hoffnungsmarkt mit zweistelligem Wachstum für die Verlage. Orientierung will das Magazin <em>hörbücher</em> liefern &#8211; und seit der Einführung vor einem knappen Jahr macht es das fast perfekt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Hörbücher sind weiterhin populär und beliebt, ein Hoffnungsmarkt mit zweistelligem Wachstum für die Verlage. Orientierung will das Magazin <em>hörbücher</em> liefern &ndash; und seit der Einführung vor einem knappen Jahr macht es das fast perfekt.</h4>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/covergross.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/covergross.jpg" width="359" height="456"  alt="hörbücher" /></a></p>
</p>
<p>Im Test: Ausgabe 3/2008 vom April</p>
<p><strong>Allgemeiner Eindruck</strong></p>
<p><em>hörbücher </em>überzeugt auf allen Ebenen: ein breites Themenspektrum, gut aufbereitete Geschichten und Interviews, kompetente Orientierungs- und Kaufhilfe. Eine fast perfekte Zeitschrift, für die auch nach längerem Überlegen wenig Notwendigkeit zur Verbesserung besteht. Hörbuch-Fans können nichts Besseres finden. Nur bei der Website gibt es noch viel zu tun.</p>
<p><span id="more-6355"></span>
<p><strong>Zielgruppe</strong></p>
<p>In erster Linie werden wohl alle Fans von Hörbüchern und Hörspielen zu diesem Magazin greifen. Die Artikel und Interviews im Magazin geben Einblick in alle möglichen Themen rund um das Medium Hörbuch &ndash; vom Vorlesen und Sprechen bis zum persönlichen Zugang zu Hörbüchern. Alle Leser, die sich nur irgendwie für Hörbücher oder auch Literatur interessieren, kommen mit <em>hörbücher</em> auf ihre Kosten.</p>
<p><strong>Anspruch</strong></p>
<p>Das Magazin-Layout ist einfach und übersichtlich. Die Aufmachung unterstütz den Anspruch des Magazins, seinen Lesern Beratung und Übersicht über den undurchdringlichen Dschungel an Neuerscheinungen am Hörbüchermarkt zu geben. Hauptelemente der Gestaltung sind Weißraum, Farbflächen, schwarze Linien und Bilder. Für mich suggeriert das Design eher Seriosität und Qualität statt Masse.</p>
<p>Die Texte selbst sind verständlich geschrieben, die Interviews gehen auch in die Tiefe. Einige Rezensionen sind nüchterne Inhaltsangaben, andere dagegen voll mit lebendigen Zitaten und mitreißend geschrieben. Persönliche Meinungen fließen ebenfalls ein und das ist absolut legitim und erwünscht, denn Rezensionen sind nun mal subjektive Texte. Vom Anspruch her ist <em>hörbücher </em>also ein Nischenmagazin mit breitem Themenspektrum und einer Aufmachung, die auch eine breitere Leserschicht anspricht.</p>
<p><strong>Titelseite</strong></p>
<p><em>hörbücher </em>setzt auf Prominenz: die Hälfte der Titelseite nimmt das Portrait von Jörg Pilawa ein. Sein Kopf überdeckt sogar den Namen des Magazins &ndash; keine elegante Lösung! Das Design der Titelseite ist recht einfach: eine rote, kursive Schrift in verschiedenen Größen kündigt die Top-Stories an, darunter sind kurze Anreißertexte in Schwarz. Der Titel wird also eher durch den prominenten Kopf ins Auge springen als durch besonders geschickte Gestaltung.</p>
<p><strong>Verlag</strong></p>
<p><em>hörbücher </em>erscheint im Verlag <em>falkmedia</em>.</p>
<p><strong>Erscheinungsweise, Verbreitungsgebiet</strong></p>
<p>Das Magazin erscheint sechsmal im Jahr in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die Auflage beträgt laut eigenen Angaben 65.000 Stück. <em>hörbücher </em>ist eine relativ neue Zeitschrift, die nun bald ein Jahr auf dem Markt ist.</p>
<p><strong>Seitenanzahl</strong></p>
<p>Die aktuelle Ausgabe hat 106 Seiten.</p>
<p><strong>Preis und Leistungsverhältnis</strong></p>
<p>In Deutschland und Österreich kostet <em>hörbücher </em>? 4,50, in der Schweiz CHF 8,50. Dafür bekommt man das Magazin, eine Audio-CD und drei Hörbücher zum kostenlosen Download (mehr dazu weiter unten). Für den gebotenen Inhalt und die Extras ist das ein tolles Preis-Leistungsverhältnis.</p>
<p><strong>Werbung</strong></p>
<p>Doch erstaunlich viel für so ein Special-Interest Magazin. Anders könnte man <em>hörbücher </em>wohl kaum um diesen Preis anbieten. Natürlich inserieren auch die Verlage, deren Produkte rezensiert werden. Das beeinträchtigt die Unabhängigkeit des Magazins allerdings nicht &ndash; auch beworbene Titel haben schon mal eine schlechte Bewertung erhalten.</p>
<p>Journalistisch problematisch sind aber gewisse Kooperationen. Das &#8220;Chopin Manuskript&#8221;, einer der drei Gratis-Downloads, kann zum Beispiel nur über die Hörbücher-Plattform <em>audible.de </em>heruntergeladen werden. Außerdem wird <em>audible.de</em> im Heft mehrere Male positiv erwähnt. Ohne solche Kooperationen kommt heute zwar kein Medium mehr aus und diese PR wird auch weitgehend geduldet. Ein gutes Bild macht das aber nicht.</p>
<p><strong>Online-Auftritt</strong></p>
<p>Die Website <a href="http://hoerbuecher-magazin.de/">http://hoerbuecher-magazin.de/</a> lässt leider zu wünschen übrig. Inhalte aus dem Magazin gibt es online nicht. Allein das Bild der Titelseite und ein kurzes Inhaltsverzeichnis zeigt die Startseite. Wenigstens hat man auf Informationen zum Magazin, Kontakt- und Abodaten nicht vergessen. Ein Online-Archiv wäre aber grandios, vor allem für die Rezensionen. Es scheint allerdings an einer gewinnbringenden Geschäftsidee fürs Web zu fehlen.</p>
<p><strong>Inhalt</strong></p>
<p><em>Die Rezensionen</em></p>
<p>Das wichtigste in <em>hörbücher </em>sind die Rezensionen. Rund 80 Hörbücher und Hörspiele aus verschiedenen Genres bewerten die Redakteure in jeder Ausgabe. Eine einfache Bewertungsskala mit CD-Symbolen lässt gleich erkennen, wie der Titel bewertet wurde. Das Spektrum reicht von einer CD (Zeitverschwendung) bis zu sechs CDs (Grandios). Kriterien für die Bewertung sind Stimmung, sprachliche Leistung, Aufnahmequalität, Ausstattung und Inhalt.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/bewertung.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/bewertung.jpg" width="425" height="158"  alt="hörbücher" /></a></p>
<p>Jeder Titel wird ausführlich vorgestellt: Dazu gehören ein Bild des Covers, Autor und Titel, wer liest und die eigentliche Rezension in Form eines Textes mit rund drei längeren Absätzen. Jede Rezension ist am Ende mit einem Redakteurskürzel gekennzeichnet. Neben der Bewertung mit den CDs gibt es zum Schluss noch die Grundinfos: Preis, Verlag, Format (gekürzte oder ungekürzte Lösung, Hörspiel, etc.), Umfang (wie viele CDs) und Dauer.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/rezension.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/rezension.jpg" width="274" height="1024"  alt="hörbücher" /></a></p>
<p>Außerdem sind die Rezensionen je nach Genre in verschiedenen Rubriken kategorisiert. Den Beginn machen Erzählungen &amp; Romane, gefolgt von Thriller &amp; Krimis. Danach folgen Klassiker, Sachbuch &amp; Ratgeber und Biographien. Die Rubrik Kinder &amp; Jugend hat die meisten Rezensionen. Recht wenige Titel wurden in Fantasy &amp; Science Fiction, English Books, Gedichte &amp; Balladen sowie Humor &amp; Satire bewertet.</p>
<p>Diese Einteilung und das übersichtliche Bewertungssystem sind gut durchdacht. Man bekommt alle nötigen Informationen, eine kurze Inhaltsangabe und natürlich ein Urteil &ndash; besser kann man es in einem Magazin nicht machen.</p>
<p><em>Die Stories</em></p>
<p>Die ersten Seiten des Magazins sind mit Hörbuch-News, einer Bestseller-Liste und Lese-Terminen von Sprechern (leider nur für Deutschland) gefüllt. Die Editor?s Choice präsentiert Hörbücher, die der Redaktion besonders gut gefallen haben. In der Rubrik ?Aus dem Netz? sind Podcasts und Websites um das Thema Hörspiele und &ndash;bücher aufgelistet.</p>
<p>Zwischen den Rezensionen gibt es Lesestoff: ein Interview mit Christian Brückner, der Stimme von Robert de Niro und ein Portrait inklusive Interview mit dem Autor Ken Follet (?Die Säulen der Erde?, ?Die Tore der Welt?). Beides graphisch und inhaltlich gelungene Beiträge, die auch in die Tiefe gehen. Zu Wort kommen auch Elke Heidenreich (Lesen!), Moderator Jörg Pilawa, der Schweizer Autor Urs Widmer, Hörbuchautorin Maja Nielsen und die deutsche Schauspielerin Ulrike Grote.</p>
<p>Auf den letzten Seiten stellt ?Rückblick &amp; Ausblick? ?grandiose Hörbücher vergangener Ausgaben? vor und ?verheißungsvolle Neuerscheinungen?, auf die sich die Redaktion freut. Außerdem gibt es die obligatorische Vorschau aufs nächste Heft.</p>
<p><strong>Highlights und Lowlights</strong></p>
<p>Besonders gelungen ist das Spezial über Geschichts-Hörbücher. Ein kurzer Einführungstext liefert Infos zum Thema. <span> </span>Das Interview mit Jörg Pilawa ist recht unterhaltsam. Im Anschluss gibt es 20 Rezensionen über Geschichts-Hörbücher. Freunde von Sherlock Holmes können sich über ein Spezial mit zehn Rezensionen zu Lesungen und Biographien freuen.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/4.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/4.jpg" width="450" height="650"  alt="hörbücher" /></a></p>
<p>Eine gute Idee ist die Doppelseite mit Hörspielterminen im Radio (auch hier leider nur deutsche Sender). Hilfreich auch eine Liste mit jenen Hörbuch-Sprechern, deren Stimme zwar bekannt sind &ndash; im Gegensatz zu den Namen. Die drei Gratis-Downloads (Das Chopin-Manuskript, Die Schatzinsel und Musikgeschichten) kann man nach einer Registrierung problemlos herunterladen. Allein beim Chopin-Manuskript muss man sich eine spezielle Software downloaden, wegen des Copyright-Systems von <em>audible.de</em>.</p>
<p>Eine vielleicht unzeitgemäße, aber dafür charmante Idee ist die beigelegte Audio-CD mit sechs ausgesuchten Märchen vom Hörbuch ?Der Zauber von Afrika?. Und obwohl es sich um Märchen handelt, bringen die von Promis vorgetragenen Geschichten auch Erwachsene zum Nachdenken und Schmunzeln.</p>
<p align="center"><a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/cd.jpg"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/04/cd-297x300.jpg" width="297" height="300"  alt="hörbücher" /></a></p>
<p>Ein Vergleich von 15 Download-Portale im Internet gibt eine gute Übersicht zum Hörbüchermarkt im Netz und der Zukunft des Hörbuchs. In einer Tabelle sind hilfreiche Infos zusammengestellt über Angebot, Formate, Zahlungsmöglichkeiten, sowie Vor- und Nachteile der Online-Portale.</p>
<p>Der Test ?Wie hörbuch-tauglich sind Luxus-Mobiltelefone?? vergleicht das Nokia N81 mit dem Sony Ericsson W960. Hier wurde darauf geachtet, ob die Handys Lesezeichen für Musikdateien anbieten und Copyright-geschützte Formate abspielen können. Besonders vom Hocker reißt dieser Test nicht, aber im Hinblick auf das Zielpublikum hat sich der Autor wohl auf die richtigen Fragen konzentriert. Dasselbe gilt für einen Kurztest zu In-Ear-Hörern und einer Kompaktanlage.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p><em>hörbücher </em>ist ein Traum für alle, die sich für Hörbücher, Hörspiele und Lesungen interessieren. Auch nach längerem Überlegen fällt mir nichts ein, was das Magazin besser machen könnte. Der Mix an Themen, die verschiedenen Formate von Rezension, Bericht, Spezial und Interview sowie das übersichtliche Design machen <em>hörbücher </em>zu einer sehr guten Zeitschrift. Abzüge gibt es einzig für die karge Website. Die Kooperation mit <em>audible.de</em> sehe ich neutral: Das Portal wird zwar öfters erwähnt, aber nicht in den Himmel gelobt.</p>
<p>Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass man zwei Ausgaben ohne weitere Verpflichtung und kostenlos testen kann. Allein das zeigt: Hier wird mit Qualität überzeugt. Und das zu einem wirklich günstigen Preis. Absolute Kauf- und Aboempfehlung!</p>
<p><strong>Bewertung</strong></p>
<p>9/10 Punkten.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/12/im-test-wwe-magazin-2/">Im Test: WWE-Magazin</a></b><br /><font size="2">Nachdem sich die <em>Bravo</em> eher als <a href="http://medienlese.com/2008/01/18/im-test-bravo/">Mädchenzeitschrift</a> herausgestellt hat, nehmen wir uns ein echtes Jungsheft vor. Es geht um Schlägereien und Muskeln, Kampf und Show, aber auch um Klatsch und Lebenshilfe: Das Wrestling-Magazin <em>WWE Magazin</em>. </font><font color="#aaa">(12. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/22/der-spiegel-im-vergleich-1969-vs-2008/">Der Spiegel im Vergleich: 1969 vs. 2008</a></b><br /><font size="2">Neues Experiment unserer Reihe <a href="http://medienlese.com/category/test/">Test</a>: Wir vergleichen den <em>Spiegel</em> vom 08.12.1969 mit dem <em>Spiegel</em> vom 18.02.2008. Was hat sich verändert in dieser Zeit? Kurzfazit: Früher war nicht alles besser. </font><font color="#aaa">(22. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/08/im-test-taetowier-magazin/">Im Test: Tätowier Magazin</a></b><br /><font size="2">Ich war etwas überrascht, als ich am Kiosk fünf verschiedene, um Leser kämpfende Tätowiermagazine erblickte - und schnappte mir das Dickste: das <em>Tätowier Magazin</em>. </font><font color="#aaa">(8. Februar 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		<title>Auflagen in Österreich: Viele Gewinner, alle verlieren</title>
		<link>http://netzwertig.com/2008/03/31/auflagen-in-oesterreich-viele-gewinner-alle-verlieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 08:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Kirchsteiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Auflagen]]></category>
		<category><![CDATA[Kleine Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kronen-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
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		<description><![CDATA[Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor.</h4>
<div style="float: left; font-size: 90%; width: 200px; margin-right: 10px; padding-bottom: 10px;" ><a href='http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/03/zeitung.png' title='Zeitung (cc:Moe_)'><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/03/zeitung200.png" width=""  alt="Zeitung (cc:Moe_)" /><br /></a><br />Keine Krise? (Bild <a href="http://www.flickr.com/photos/moe/271657365/">cc:Moe_</a>)</div>
<p>Wenn die Leserzahlen für die österreichischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, findet jedes Medium eine Kategorie, in der es besser als alle anderen war oder zumindest gut abgeschnitten hat. Diesmal allerdings wird es wohl für alle schwer, sich als Gewinner darzustellen: Sieger gab es 2006 so gut wie gar nicht. Verlierer dagegen zuhauf. Das zeigen die Daten der Media-Analyse für das Vorjahr. In rund 15.000 persönlichen Interviews ermitteln Meinungsforschungsinstitute jährlich, wie viele Österreicher ein Blatt tatsächlich lesen.</p>
<p>Viele Zeitungen mussten signifikante Verluste einstecken. Die am meisten gelesene Zeitung Österreichs, die <em>Kronen</em>-<em>Zeitung</em>, führt mit fast 3 Millionen Lesern noch immer weit vor der <em>Kleinen Zeitung</em>, die über 800.000 Leser hat. Die <em>Krone </em>hat 85.000 Leser verloren, die Leserzahlen der Kleinen blieben stabil. Besonders schmerzhaft ist der Leserschwund für den <em>Kurier </em>und die <em>Presse</em>. Der <em>Kurier </em>verliert 44.000 Leser, die <em>Presse </em>33.000. Damit liegt der <em>Kurier </em>bei knapp über 620.000 Lesern, die <em>Presse </em>hat nur mehr 267.000 Leser.</p>
<p><span id="more-6331"></span>
<p>Insgesamt ist die Nutzung der Tageszeitungen von 72,7% auf 70,0% gesunken &#8211; ein deutlicher Rückgang innerhalb eines Jahres. Vor zehn Jahren griffen noch 76,1% der Österreicher zur Tageszeitung. Schuld daran ist laut Media-Analyse das Internet: Immer mehr Österreicher besitzen nämlich einen Breitbandzugang. Im Jahr 2007 ist die Anzahl der Breitbandanschlüsse um 57% (527.000) <a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/251413/">gewachsen</a>. Mehr als 2,2 Mio. Breitbandzugänge gibt es nun dank starken Zuwachsraten bei mobilem Internet. Auch Pauschaltarife für mobiles Internet auf Handys und Laptops machen Wolfgang Bretschko und Wolfgang Plasser von der Media-Analyse für den Einbruch bei den Leserzahlen <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3279051">verantwortlich</a>.</p>
<p>Zeitungsinhalte im Web boomen dagegen wie nie zuvor. Da man die Leserzahlen der Onlineportale nicht in die Auswertung integriert habe, könne man durchaus die These wagen, dass es noch nie so viele Zeitungsleser wie heute gegeben habe. Außerdem fehlen die in der Media-Analyse die Zahlen der Gratis-Tageszeitung <em>heute </em>und von <em>Österreich</em>, das im September 2006 <a href="http://netzwertig.com/2007/11/23/oesterreich-das-hochgelobte-schreierische-kind/">gegründet</a> wurde. Zahlen von Gratis-Zeitungen werden in der Media-Analyse generell nicht veröffentlicht und die Daten von <em>Österreich </em>werden wegen eines <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/372831/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/medien/index.do">Streits</a> erst im März 2009 publiziert. Rechnet man <em>heute </em>und <em>Österreich</em> allerdings in die Media-Analyse ein, dann ergibt sich eine Reichweite von 74,9%. Print ist in Österreich also noch nicht tot.</p>
<p>Ein kleiner Trost ist das für die Zeitschriften. Ihre Leserzahlen gingen großteils ebenfalls zurück. Besonders hart getroffen hat es die Nachrichtenillustrierte <em>News</em>, die über 170.000 Leser verloren hat und nun bei etwa 770.000 Lesern liegt. Auch <em>profil</em>, <em>Format </em>und <em>Woman </em>- sie erscheinen alle im gleichen Verlagshaus &#8211; hatten 2007 weniger Leser als 2006. Aber auch Zeitschriften setzen zunehmend auf das Internet. Keine Selbstverständlichkeit in Österreich, wo man nur die wenigsten Texte aus der gedruckten Zeitschrift auch online lesen kann.</p>
<p>Großteils bieten die Onlinedienste der Zeitschriften Unterhaltung statt Information. Höchstens ein paar Nachrichten-Häppchen findet man auf der <a href="http://www.news.at">Seite</a> der Verlagsgruppe <em>News</em>, die die Leser ihrer verschiedenen Zeitschriften auf ein gemeinsames Onlineportal lockt. Höherwertige Inhalte findet man dort kaum, wobei es auch in den gedruckten Produkten selten wahre Perlen zu entdecken gibt.</p>
<p>Die Krise des Print haben die österreichischen Zeitungs- und Zeitschriftenmacher noch nicht ausgerufen. Die Zeitung am Frühstückstisch gehört für Herrn und Frau Österreicher eben noch immer zum Alltag dazu. Daran wird sich sobald auch nichts ändern. Allein die junge Generation zeigt sich von den gedruckten Blättern wenig beeindruckt. Sie holt sich ihre Informationen lieber per Handy oder Computer im Internet. Daran scheinen auch die Gratis-Zeitungen wenig zu ändern &#8211; als Einstiegsdroge, wie von einigen Medienexperten gehofft, reizt die gedruckte Gratisinformation fast keinen Jugendlichen mehr.</p>
<p>Und wenn das der Großteil der österreichischen Zeitungen und Zeitschriften nicht kapiert, dann werden die beiden <a href="http://mediaresearch.orf.at/index2.htm?internet/internet_oewa.htm">erfolgreichsten Informationsangebote</a> im Internet, <em>orf.at</em> und <em>derstandard.at</em>, wohl noch lange leichtes Spiel haben. Wobei ihnen ein bisschen Konkurrenz nicht schaden würde.</p>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/03/25/neue-leserzahlen-ringier-und-nzz-verlieren/">Neue Leserzahlen: Ringier und NZZ verlieren</a></b><br /><font size="2">Ausser den Gratiszeitungen verlieren fast alle Printprodukte an Lesern, das zeigen die aktuellen Zahlen der Schweizer Presse. Besonders im Hintertreffen: Die Traditionsverlage Ringier und NZZ. </font><font color="#aaa">(25. März 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/09/11/qualitaetsjournalismus-bringt-leser/">Qualitätsjournalismus bringt Leser</a></b><br /><font size="2">Die Leserzahlen der Schweizer Presse 2007 sind da. Das Resultat zeigt stark wachsende Gratiszeitungen, stagnierende Bezahlzeitungen und einen Trend in Richtung Qualitätsjournalismus. <em>Cash Daily</em> fehlt bei der Auswertung, überraschend. </font><font color="#aaa">(11. September 2007)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2007/06/23/wie-man-in-den-usa-auflage-bolzt/">Wie man in den USA Auflage bolzt</a></b><br /><font size="2">In den USA schrammen viele namhafte Blätter dicht an der Grenze zur Gratispublikation. Auflage ist alles, aber ganz gratis darf man offenbar nicht sein. </font><font color="#aaa">(23. Juni 2007)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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