Jürgen Vielmeier

Jürgen wuchs in einer Kleinstadt im nordwestdeutschen Regenwald (Emsland) auf und machte erste Gehversuche am Computer mit dem C64, auf dem er kleine Programme schrieb und tagelang “Microprose Soccer”, “Sim City” oder “Defender of the Crown” spielte. Schon als Kind träumte er von Kaufhausautomaten, mit denen er sich seine Lieblingslieder auf Kassette herunterladen konnte – weil er es nicht einsah, sich für nur einen tollen Song ganze LPs zu kaufen. Jahre später erfüllten ihm Napster, iTunes und Spotify diesen Kindheitstraum auf nie erahnte Art und Weise.

Jürgen ist nicht immer leicht von einer neuen Sache zu überzeugen, aber wenn er sich für eine Erfindung erst einmal begeistert hat, gibt er sie nicht mehr her. So wie einst seinen Walkman mit Autoreverse und Anti-Schock, in den 90ern seinen Skyper und heute Smartphones verschiedener Couleur.

Nach der Schule und einer Lehre zum Industriekaufmann fand er doch noch seine Bestimmung und studierte Technikjournalismus, zog ins Rheinland und mag es bis auf Kurztrips vor allem nach Asien seitdem nicht mehr verlassen. Jürgen wartet seit Jahren auf das Überall-Breitband und gibt die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages eine Software seine Steuererklärung mit einem simplen Knopfdruck erledigt.

Privat bloggt Jürgen auf juergenvielmeier.de.

 

Alle 122 Artikel von Jürgen Vielmeier auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

LaterPay geht an den Start:
So könnte Paid Content tatsächlich gelingen

Der Journalist Richard Gutjahr wirbt für den deutschen Dienst LaterPay, der Paid Content salonfähig machen will. Das Überraschende ist: Es könnte gelingen.

Ganze vier Jahre haben Cosmin Ene und Jonas Maurus an LaterPay gearbeitet, eine Testphase mit dem Verlag Gruner+Jahr erfolglos beendet, sich noch einmal zurückgezogen, neu entwickelt – und nun LaterPay in dieser Woche endlich öffentlich gestartet.

Ich gebe zu, ich hätte die Meldung darüber wohl überlesen, hätte nicht der bekannte Blogger und TV-Journalist Richard Gutjahr heute früh auf seinem Blog dafür getrommelt. Natürlich bleibt bei mir ein wenig Skepsis, nachdem ich seine Beschreibung über LaterPay gelesen habe. Andererseits: Wenn Paid Content gelingen kann, dann wohl am ehesten so. » weiterlesen

Private Taxirevolution nur abends:
WunderCar führt Internet-Öffnungszeiten wieder ein

WunderCar schickt sich an, ganz normale Menschen zu privaten Chauffeuren zu machen. Nun ist die erste App der Hamburger erschienen – und wirkt auf den ersten Blick ein wenig merkwürdig.

Das Hamburger Startup WunderCar hat eine erste App gestartet. Das Konzept des jungen Unternehmens unter der Führung des ehemaligen AirBnB-Deutschland-Chefs Gunnar Froh gefiel meinem Kollegen Martin Weigert im ersten Review ebenso gut wie mir: Statt eines Taxis können sich WunderCar-Nutzer einen privaten Fahrer bestellen, der sie sicher von A nach B bringt. Dafür zahlt der Fahrgast mit Hilfe einer App eine vorgeschlagene Gebühr, die sich “Trinkgeld” nennt.

WunderCar wird also mit Taxis konkurrieren und dürfte sich damit ebenso den Unmut der Taxi-Branche zuziehen wie in den vergangenen Jahren MyTaxi. Doch das ist eine andere Geschichte. Neu ist die erste App für iOs, die WunderCar in dieser Woche veröffentlicht hat. Doch die ist noch in einem frühen Stadium, wie sich bei uns im Kurztest zeigt. » weiterlesen

Beliebter Smartphone-Trend:
Spiele Games und rede darüber

Die Technikpresse sucht täglich nach spannenden neuen Geschichten und schrieb dabei zuletzt immer häufiger über besonders erfolgreiche Mobile Games. Spiele für Smartphones und Tablets und vor allem der Austausch darüber liegen im Trend. Die Spieler definieren die soziale Komponente dabei selbst.

Wooga Jelly Splash

Wooga Jelly Splash

Ein ungeschriebenes Gesetz im Journalismus lautet: Für alles, was du beweisen willst, findest du auch irgendwo eine Statistik. Meine stammt von Comscore, noch aus dem Frühjahr 2012 und besagt, dass 40 Prozent der Smartphone-Nutzer in den fünf größten EU-Ländern mindestens einmal im Monat auf ihren Geräten spielen, mehr als zehn Prozent sogar täglich. Das Spielen auf dem Smartphone übertraf damit sogar das Musikhören oder den Austausch auf einem Social Network.

Das ist nun zwei Jahre her. Social Networks sind seitdem Alltag und fast etwas dröge geworden. Mit News werden wir überschüttet, mit Produktivitäts-Apps sowieso, die Suche nach dem nächsten großen Startup bleibt seit langem unerfüllt. Trotzdem ist es zum Ritual geworden, sich nicht langweilen zu lassen, schon gar nicht, wenn man auf jemanden warten muss. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass die Menschen zunehmend auf ihrem Smartphone spielen, wenn sie Wartezeit irgendwie überbrücken müssen oder auch, wenn sie mal ein paar Minuten abschalten wollen. Mehrere der größten Hypes der vergangenen Wochen gingen dabei auf das Konto mobiler Spiele. » weiterlesen

Android Wear:
Die Google-Now-Smartwatch kommt, doch wo bleibt Google Now?

Google hat mit Android Wear die Bahn zu einer Google-Now-Watch und zur Integration spannender neuer Dienste in Smartwatches frei gemacht. Da wird es Zeit, ein wenig Kritik am Entwicklungsstand von Google Now zu üben.

Android Wear

Android Wear

Als Google Now vor anderthalb Jahren an den Start ging, da war ich begeistert und ich bin es über das Kontept auch jetzt noch: Die Möglichkeit, mich immer über das zu informieren, was ich gerade wissen muss, ist eine fantastische Möglichkeit. Mit dem gestern veröffentlichten Android Wear geht Google gar noch einen Schritt weiter und will diese Informationen direkt auf Smartwatches an unserem Handgelenk anzeigen. Die Android-Erweiterung soll bereits in Kürze auf den ersten Smartwatches von LG und Motorola zum Einsatz kommen, und natürlich wird das erst der Anfang sein. Es wird tolle Möglichkeiten geben, wie Google sie in einem munteren Video dazu in Aussicht stellt.

Das Problem ist nur, dass ich davon so schnell nichts haben werde. Google Now bringt mir in der jetzigen Version an meinem Standort keinen Nutzen und oft frage ich mich, warum Google sich mit der Entwicklung derart schwer tut. » weiterlesen

Maximaler Kundennutzen:
Triprebel zahlt Geld zurück, wenn der Hotelpreis sinkt

Es gibt beinahe so viele Reiseportale wie Sterne am Himmel. Aber das deutsch-österreichische Startup Triprebel ist besonders: Kunden erhalten eine Gutschrift, sollte ein einmal gebuchtes Hotelzimmer später noch im Preis fallen.

Ein derart maximaler Kundennutzen dürfte sich schnell herumsprechen: Triprebel ist auf den ersten Blick auch nur eine Hotelsuche, doch die hat einen ganz besonderen Vorteil: Fällt ein einmal gebuchtes Hotelzimmer vor dem Reiseantritt noch im Preis, dann erhält der Kunde eine Gutschrift der Differenz. Ohne weiteres Zutun. Solltet ihr beispielsweise ein Hotel am New Yorker Central Park für 200 Euro die Nacht buchen und der Preis sinkt im Rahmen eines – nicht unüblichen – Angebotes auf 150 Euro, dann überweist Triprebel euch 50 Euro zurück.

Das Startup mit Sitz in Hamburg und dem österreichischen Graz verschafft seinen Kunden damit Planungssicherheit und einen geldwerten Vorteil. » weiterlesen

Einfach mal zu Hause bleiben:
Warum die Möglichkeiten des Home Office immer noch unterschätzt werden

Heimarbeit ist in Deutschland auf dem absteigenden Ast. Dabei ist die Möglichkeit gerade bei Webworkern eine gute Alternative, die auch immer größeren Verkehrsproblemen entgegen wirken kann. Es wird Zeit, mit einigen Vorurteilen gegen das Home Office aufzuräumen.

Meinem Wohnort Bonn droht heute ein Verkehrsinfarkt. Bereits seit einer Woche sorgt die Sperrung einer Brücke im Bundesviertel für massive Probleme, nun kommt auch noch ein ganztägiger Streik im Öffentlichen Dienst hinzu, der den Nahverkehr trifft. Den ganzen Tag über sollen in der Stadt kein Bus und keine Bahn fahren. Und das, wo täglich rund 125.000 Menschen nach Bonn pendeln und etwa halb so viele die Stadt zum Arbeiten verlassen. In eurem Wohnort sieht es angesichts der Warnstreiks in mehreren Bundesländern womöglich ähnlich aus.

Ich werde mir das Chaos mit einer Tasse Kaffee von meinem Balkon aus anschauen. Häme ist das nicht, aber verstehen kann ich ebenso wenig, wie unpopulär das Arbeiten von zu Hause aus geworden ist, dass viele Arbeitgeber wie die derzeitige Yahoo-Chefin Marissa Mayer es strikt verbieten, Arbeitnehmer eher Nachteile fürchten und Heimarbeit laut einer aktuellen DIW-Studie sogar ein rückläufiger Trend ist. Trotz des Pendelstresses, trotz Smogs in Metropolen wie Paris oder Peking. Vielleicht ist es an der Zeit, mit einigen Mythen des Home Office aufzuräumen. » weiterlesen

Nach dem 200-Millionen Exit für Sociomantic:
Verkauft sich die Berliner Startup-Szene unter Wert?

Die Berliner Startup-Szene feiert den Mega-Exit, auf den sie so lange gewartet hat: Für bis zu 200 Millionen US-Dollar soll Sociomantic den Besitzer gewechselt haben. Gemessen an Umsatzzahlen und der internationalen Aufstellung wäre das ein Schnäppchen.

Mit an Sicherheit grenzender Vorsicht meldete das US-Techblog Business Insider Ende vergangener Woche, dass die britische Tesco-Tochter Dunnhumby das Berliner Startup Sociomantic übernommen habe. Mehrere Quellen, allerdings keine aus den beiden Unternehmen selbst, hätten dies bestätigt. 175 bis 200 Millionen US-Dollar würde der Kaufpreis demnach betragen.

Auch wenn dies der teuerste Exit eines Berliner Startups bisher wäre, klingt dieser Übernahmepreis fast ein wenig enttäuschend angesichts von 100 Millionen US-Dollar Umsatz, die Sociomantic nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr eingefahren hat. Angesichts fehlender Erfolgsbeispiele könnten sich einige Startups der pulsierenden Metropole Berlin unter Wert verkaufen. » weiterlesen

Neues Dokumenten-Startup:
Organize.me will alles besser machen als Doo

Nur Tage, nachdem die Dokumenten-App Doo ihren Rückzug erklärt hat, startet unter dem Dach von Tomorrow Focus ein neues Startup mit der gleichen Idee. Doch ob unfreiwillig oder nicht: Organize.me präsentiert sich organisatorisch offener als das Gegenteil von Doo.

Das Timing überrascht: Am späten Freitagnachmittag vergangener Woche strich Doo die Segel. Gut 7 Millionen Euro Investitionskapital haben für die Bonner nicht gereicht, um mehr als 300.000 Nutzer von der Notwendigkeit der Dokumenten-App zu überzeugen. Nur drei Tage später meldet Focus Online überraschend den Start eines neuen Dokumenten-Startups, das von der eigenen Konzernmutter herausgegeben wird: Unter dem Dach der Tomorrow Focus AG versucht Organize.me sein Glück.

Die App will das papierlose Büro auf den Weg bringen, der zentrale Speicher für alle Dokumente sein, elektronische wie papierne Dokumente via automatischer Integration und Scan in einer Ablage integrieren, logisch vertaggen und durchsuchbar machen. Wollte Doo nicht genau das auch? Ja, und doch könnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. » weiterlesen

Ende des Traums vom papierlosen Büro:
Doo gibt auf und startet neu

Das Bonner Dokumenten-Startup Doo hat heute Nachmittag das Ende vom bisherigen Geschäftskonzept und gleichzeitig einen Neustart angekündigt. Mit der Idee eines strukturierten Dokumenten-Systems zur Aufbewahrung ist man, wie alle Player auf dem Markt, gescheitert.

Verabschiedung und Neuanfang von Doo

Verabschiedung und Neuanfang von Doo

Sie waren einst angetreten, um das papierlose Büro wahr werden zu lassen, doch mittlerweile zeigt sich, dass keins der zuletzt mit dieser Mission angetretenen deutschen Startups mit dieser Vision Erfolg hatte. Zumindest nicht im ersten Schritt. Smarchive benannte sich in Gini um, brachte erst drei Jahre nach dem Start eine schlankere App heraus und will sich nun auf ein eigenes Ökosystem konzentrieren. Doctape startete als Dropbox-Alternative mit automatischer Medienkonvertierung neu. Um fileee wurde es zuletzt ruhig und auch Doo hat jetzt die Notbremse gezogen.

In einer Mail, die das Bonner Startup heute verschickte, kündigte das Team um die drei Gründer Frank Thelen, Marc Sieberger und Alex Koch den Abschied von der Dokumenten-App ab. Allerdings nicht vom Startup-Business und auch nicht von Doo selbst. Das Unternehmen soll als Cloud-Lösung mit neuen Diensten weiter machen. Welche, das will man in den nächsten Wochen bekannt geben.
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Lirdy:
Ein unkonventionelles Foto-Startup, das einen zweiten Blick wert ist

Auf Lirdy können Freunde die Fotos eines gemeinsamen Events sehr einfach zusammentragen. Die App erstaunt mit traditionellen Eigenschaften: Die Aufnahme erfolgt über einen QR-Code, die Fotos gehören den Nutzern, die Server stehen in Deutschland, die App bietet einen Offline-Modus.

Für gewöhnlich schaltet man als Leser spätestens hier ab: noch ein Foto-Startup. Da gibt’s sicher nichts, was man nicht schon einmal gesehen hätte. Auch im Falle von Lirdy stimmt das natürlich: Die Idee, dass mehrere Freunde die Fotos einer gemeinsamen Veranstaltung auf einer Plattform sammeln, ist nicht neu. Aber warum hat sich dann immer noch kein Tool durchgesetzt, das sich für genau diesen Zweck eignet?

Geht es darum, die Fotos einer Party oder einer Hochzeit von allen Beteiligten zu sammeln, die Bildrechte nicht einem Social Network zu überlassen oder standardmäßig zu veröffentlichen, dann gehen einem die Optionen tatsächlich recht schnell aus. Das Startup Lirdy aus Berlin will diese eine Funktion erfüllen: gemeinsame Fotoalben, privat oder auf Wunsch öffentlich. Wer ein Album erstellt, behält die volle Kontrolle darüber, welche Bilder aufgenommen werden, die Bildrechte bleiben bei den Urhebern. » weiterlesen