
Jürgen wuchs in einer Kleinstadt im nordwestdeutschen Regenwald (Emsland) auf und machte erste Gehversuche am Computer mit dem C64, auf dem er kleine Programme schrieb und tagelang “Microprose Soccer”, “Sim City” oder “Defender of the Crown” spielte. Schon als Kind träumte er von Kaufhausautomaten, mit denen er sich seine Lieblingslieder auf Kassette herunterladen konnte – weil er es nicht einsah, sich für nur einen tollen Song ganze LPs zu kaufen. Jahre später erfüllten ihm Napster, iTunes und Spotify diesen Kindheitstraum auf nie erahnte Art und Weise.
Jürgen ist nicht immer leicht von einer neuen Sache zu überzeugen, aber wenn er sich für eine Erfindung erst einmal begeistert hat, gibt er sie nicht mehr her. So wie einst seinen Walkman mit Autoreverse und Anti-Schock, in den 90ern seinen Skyper und heute Smartphones verschiedener Couleur.
Nach der Schule und einer Lehre zum Industriekaufmann fand er doch noch seine Bestimmung und studierte Technikjournalismus, zog ins Rheinland und mag es bis auf Kurztrips vor allem nach Asien seitdem nicht mehr verlassen. Jürgen wartet seit Jahren auf das Überall-Breitband und gibt die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages eine Software seine Steuererklärung mit einem simplen Knopfdruck erledigt.
Privat bloggt Jürgen auf juergenvielmeier.de.
Alle 48 Artikel von Jürgen Vielmeier auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
ProSiebenSat.1 schickt einen eigenen Musikabo-Dienst ins Rennen, der mit Spotify und Simfy konkurrieren soll und als Extra eine Videosammlung bietet. Im Beta-Test zeigt sich, dass Ampya nichts bahnbrechend Neues bietet, aber durchaus liebevoll gestaltet ist.
Musikabos teilen sich mittlerweile in zwei Kategorien auf: Solche, über die man spricht, wie Spotify oder Deezer. Und solche, um die es kurz nach dem Start wieder sehr ruhig wurde, wie Juke, Wimp und Rara. Hier gesellt sich nun ein weiterer dazu, dessen auffälligste Besonderheit ist, dass er von der Magic Internet Musik GmbH aus Berlin angeboten wird, einer Tochter der Senderkette ProSiebenSat.1.
Die gute Nachricht vorweg: Man hat bei Ampya eher das Gefühl, noch etwas davon zu hören. Die Website tritt im modernen Design auf, die Sammlung braucht sich mit ihren 18 bis gut 20 Millionen Songs (der Anbieter nennt beide Zahlen) und einer Sammlung von gut 50.000 Musikvideos vor Spotify und Simfy nicht zu verstecken. Neu erfunden haben die Berliner das Musikstreaming allerdings auch nicht. » weiterlesen
Apple hat bei der Eröffnung der eigenen Entwicklerkonferenz WWDC 2013 neue MacBooks Air, einen neuen Desktop-Mac, sowie neue Versionen der Betriebssysteme OS X und iOS vorgestellt. Während das Design von iOS 7 das System in die Gegenwart hievt und OS X diesmal sehr unaufgeregt daher kommt, enttäuschen die kaum verbesserten MacBooks und die neue iTunes-Erweiterung Radio.

iOS 7
Auf die Optik kommt es an. Und den weitesten Sprung maßen die Kampfrichter auf Apples jährlicher WWDC-Keynote diesmal deswegen beim Design von iOS. Die völlig runderneuerte neue Optik des mobilen Betriebssystems erscheint künftig im Flat Design mit neuer Typografie. Die Meinungen ob der Schönheit des Ganzen werden auseinander gehen. Aber einig wird man sich sein, dass ein neues Gesicht überfällig war. Die neue Designsprache zieht sich durch alle Apps und Verzeichnisse. Notifications und Control Center wurden überarbeitet, ebenso die Kamera und die Foto-App. Alles in allem gefällt das, aber funktionell bietet Apple hier hinter der Hochglanzoberfläche nur wenig Neues.
Weil das neue System mit der meisten Spannung erwartet worden war, hier zunächst ein Schnellcheck von uns:
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Vor zehn Jahren erblickte die erste Version der Blogsoftware WordPress das Licht der Welt. Als das weltweit beliebteste Content Management System ist es heute aus dem Internet nicht mehr wegzudenken.
Es ist ein guter Zeitpunkt, um noch einmal über das Bloggen nachzudenken. Erst kürzlich wurde ich an meinem Wohnort Bonn von der nicht ganz bierernst gemeinten Initiative IronBlogger eingeladen. Die Beteiligten wollen sich zwingen, wöchentlich zu bloggen und im Falle eines Versäumnisses Geld auf ein gemeinsames Konto zu überweisen, das am Ende des Jahres in Bier und Grillgut investiert wird. Das klingt eigentlich ebenso schräg, wie längst altertümlich wirkende Blogelemente und Initiativen: Blogroll, Stöckchen, Trackbacks, Bloggertreffen. Für mich ist Bloggen mittlerweile zum Beruf geworden und hat damit einen professionellen Charakter bekommen. Gleiches gilt für die meisten Techblogs, die heute im 15-Minuten-Takt Nachrichten verbreiten, professionelle Testberichte schreiben oder aufwändig produzierte Videos veröffentlichen. Umso mehr freut es mich zu sehen, dass es auch die andere Seite noch gibt: das Hobbybloggen.
Beides wäre ohne das Content-Management-System WordPress wohl nie so einfach möglich gewesen. Kommerzielle Blogs ebenso wie Hobbyblogs verlassen sich auf das System, das die regelmäßige Veröffentlichung eigener Beiträge kinderleicht gemacht hat. Heute wird WordPress zehn Jahre alt. Der damals erst 19-jährige Programmierer Matt Mullenweg veröffentlichte die erste Version 0.7 als Nachfolger des Systems b2/cafelog am 27. Mai 2003. Oft ohne es zu wissen, werdet ihr täglich mehrere Websites aufrufen, die unter WordPress laufen: Laut der eigenen Statistik “State of the Word” kam WordPress im vergangenen Jahr auf jeder sechsten der eine Million beliebtesten Websites der Welt im Alexa-Ranking zum Einsatz. Es wird Zeit, diesen Erfolg zu würdigen. » weiterlesen
Shazams neue iPad-App kann Songs im Hintergrund taggen, hört also immer mit, ähnlich wie Microsofts neue Wohnzimmerkonsole Xbox One. Angst müssen wir vor solchen Gadgets nicht haben, aber es hilft trotzdem, wenn wir uns weiterhin über einen zu großen Bruch unserer Privatsphäre empören.

Xbox One is watching you. Alyways. Bild: Microsoft
Angesichts der Hysterie, die über einige neue Technologien der jüngeren Vergangenheit ausbrach, ist es eigentlich ein Wunder, dass der Orwellsche Staat nicht längst schon über uns hereingebrochen ist. Wie haben wir vor allem in Deutschland gegen Google Streetview protestiert – und als es dann da war, merkten wir erst, wie harmlos die Maps-Erweiterung ist. Wir kritisierten Facebook über die laxe Handhabung mit den Daten, die wir selbst Preis gegeben hatten und befürchteten deren Ausverkauf. Wir waren erbost, als Apples iPhone jeden unserer Aufenthaltsorte protokollierte.
Und dann? Geschah nichts. Einbrüche nahmen trotz Streetview nicht zu. Facebook nervt wegen der personalisierten Werbung, für die unsere Daten herhalten, mehr aber auch nicht. Und Apples Positionsdaten stellten sich als viel zu ungenau heraus, um sie irgendwelchen Behörden für eine Fahndung zu überlassen. Bedenken wegen unseres Datenschutzes mögen berechtigt gewesen sein, ein Aufschrei darüber hat die Unternehmen auch stets ein wenig zum Einlenken gebracht. Das Problem als solches allerdings war in allen Fällen kleiner als die Hysterie darüber. Und jetzt? Steht die nächste Eskalationsstufe an: Apps und Gadgets, die stets auf Empfang sind, im Hintergrund mithören und jede unserer Bewegungen protokollieren. Die totale Überwachung? Nicht, wenn wir weiterhin die Augen aufsperren. » weiterlesen
Subtask ist ein kleines Startup aus Karlsruhe, das eine Mindmap um einen Aufgabenplaner mit Kalenderfunktion erweitert. Nach einer dreimonatigen Beta-Phase geht das Zwei-Mann-Projekt heute an einen hoffnungsvollen Start.
To-Do-Listen gibt es heute mit zahlreichen Schwerpunkten und in allerlei Designs. Fasziniert blicken wir immer wieder gerne nach Berlin, was die 6Wunderkinder mit ihrer keinesfalls einzigartigen Wunderlist aushecken und wie man sich hier langsam an das Thema Refinanzierung wagt.
Einen relativ einzigartigen Ansatz verfolgt seit heute das Karlsruher Startup Subtask. Gründer Michael Partheil und sein Kollege Matthias Geis haben hier ein Mindmap-Tool mit einem Aufgabenmanager kombiniert. Das ist gleichzeitig To-Do-Liste, Kalender und Groupware. Das Tool ist derart einfach zu bedienen, dass ihm eine große Zukunft bevor stehen könnte. Allerdings sind die Einschränkungen für den kostenlosen Basis-Account recht hoch.
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Google hat auf der Keynote der eigenen Entwicklerkonferenz I/O Verbesserungen in fast allen Geschäftsfeldern vorgestellt. Sie sind durch die Bank stark, bieten aber wenig Begeisterungspotenzial für solche Zuschauer, die völlig neue Produkte erwartet hatten.
Ja, wir haben mehr erwartet, oder eigentlich eher: etwas Anderes. Ein neues Nexus-Phone vielleicht, stärkere Offline-Funktionalität für Chrome OS, vielleicht sogar endlich das Zusammenwachsen von Android und Chrome OS oder gar Android für Notebooks zu Gunsten von Chrome OS. Google hatte die Chance, die Listendarstellung der Suche komplett mit dem Knowledge Graph zu ersetzen, Maps voll und ganz zu personalisieren. Das sagenumwobene neue X-Phone wäre natürlich auch ganz nett gewesen.
All das gab es in der dreistündigen Keynote nicht. Keine neue Android-Version, obwohl die für Googles jährliche Entwicklerkonferenz fast schon usus ist, kein neues Smartphone, wenig Neues zu Chrome OS, nichts Neues zu Google Glass außer einigen Schwenks der Kamera ins Publikum, wo einige Träger der Google-Brille übellaunig dreinblickten. Nein, ein echtes Hardware-Highlight hat heute gefehlt. Google selbst hat diese Erwartungen durch die Politik der ständigen Produktverbesserungen geschürt und nun ein wenig enttäuscht – wäre da nicht der beeindruckender Auftritt von Larry Page am Schluss der Show gewesen.
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Die App nextr greift auf die Datenbank der Deutschen Bahn zu und vereinfacht die Reiseplanung von Haustür zu Haustür. Überraschenderweise will die Bahn dem Projekt keine Steine in den Weg legen.
Es gibt in Deutschland für überregionalen Nahverkehr keinen besseren Datenbestand als den der Deutschen Bahn, der sowohl eigene Verbindungen als auch die der Verkehrsverbünde und privaten Betreiber erfasst. Eine Fahrt etwa mit dem Bus von der Haltestelle eines Verkehrsverbunds in den nächsten lässt sich am besten damit planen. Für die Pünktlichkeit der Züge enthält die Datenbank außerdem Echtzeitinformationen. Es ist der Verkehrsmittelmix, der diesen Datenbestand unverzichtbar macht: Züge, Busse, Fähren, U- und S-Bahn. Die Bahn-Datenbank verfügt über all diese Informationen.
Die mobile Reiseplanung der Bahn, DB Navigator, greift auf diesen Bestand zu. Ihre Bedienung allerdings ist etwas umständlich – dachte sich Martin Oberhäuser, als er die Pläne zur App nextr schmiedete. Diese greift ebenfalls auf den Datenbestand der Bahn zu und vereinfacht die Reiseplanung mithilfe cleverer Funktionen. Nextr liefert etwa die Übersicht über Haltestellen in der unmittelbaren Umgebung. Ein kleines Pop-up zeigt an, welcher Bus oder welche Bahn wann als nächstes eintrifft. Nextr bohrt die manchmal etwas starre Bedienung von DB Navigator damit auf. » weiterlesen
Musiktipps mit den besten Freunden zu teilen, war einst Volkssport im Social Web. Mittlerweile ist das erstaunlich schwierig geworden. Die Sperrung vieler Videos auf YouTube ist nur eine Seite der Medaille: Musikdienste vernachlässigen ihre sozialen Funktionen.

Twitter #music
Bisher sehe ich im neuen
Spotify nicht gerade eine Killer-App. CEO Daniel Ek hat die neue Version in einer
großen Präsentation im Dezember angepriesen und dabei das neue Follower-Prinzip vorgestellt. Man kann seinen Freunden und Künstlern wie Bruno Mars folgen. Wenn Mars oder ein anderer Künstler eine neue Single auf dem Markt hat, kann man sich darüber benachrichtigen lassen. Die neue Daft-Punk-Single wurde mir auf diesem Wege empfohlen, was ich ganz nett fand. Das war es aber auch im Prinzip schon mit den neuen sozialen Funktionen.
“Social Web” – für wie viele Dienste ist dieser Begriff benutzt worden. Social ist praktisch alles, wo wir mit Freunden interagieren können. Genau das ist aber bei Spotify und anderen Diensten nach wie vor schwer. Ich kann Freunden zwar folgen; ihnen einen Song zu empfehlen, ist aber nach wie vor eine Funktion, die in einem Unterpunkt des Kontextmenüs versteckt ist. Nachlesen, was sie im Moment hören, kann ich nun etwas schlechter über den neuerdings überfrachten Feed in der rechten Seitenleiste auf Spotify. Mich etwa in das Eintunen in das, was sie hören, kann ich nicht.
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Seit Jahren boomen Mitfahrzentralen, Ticketgemeinschaften und Carpools. Alle Initiativen dienen dem Zweck, Reisen deutlich billiger machen. Fernbusse werden nun die heile Welt der Deutschen Bahn in Unordnung bringen.

Fernbusse
Die Meldungen über innovative Verkehrskonzepte werden zahlreicher in letzter Zeit. In der vergangenen Woche etwa startete
Fahrtenfuchs, eine Meta-Suchmaschine für Fernbusse in Deutschland. Möglich geworden ist dies, weil Anfang des Jahres das Monopol der Deutschen Bahn auf Fernverbindungen fiel. Seitdem eifern gleich mehrere Busunternehmen wie
DeinBus,
MeinFernbus,
FlixBus oder
City2City darum, der Bahn auf Fernverkehrsstrecken Kunden abzujagen. Schon seit Jahren bedienen auch Anbieter wie
Eurolines Fernverkehrsstrecken für Busse im europäischen Großraum und darunter auch Deutschland. Die Bahn hat Konkurrenz bekommen, und das nicht zu knapp.
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Das Berliner Startup Aupeo wurde vergangene Woche von Panasonic übernommen. Wir sprachen mit CEO Holger Weiss über die Hintergründe des Verkaufs und die Zukunft des Teams.
Aupeo ist den meisten Nutzern bisher in erster Linie als Webradio ein Begriff. Tatsächlich ist das 2008 in Berlin gegründete Unternehmen bereits seit Jahren auf dem bisher kaum erschlossenen Markt für Entertainment im Auto aktiv. Nach der Übernahme durch den Elektronikkonzern Panasonic will Aupeo vor allem das Thema Connected Car forcieren. Weiss verriet uns im Interview, warum man die Aktivitäten am Standort Berlin trotz der Übernahme nicht aufgeben will, im Gegenteil.
Beim Thema Webradio dürften die meisten Menschen zunächst an PCs oder Smartphones denken. Kommt jetzt die große Zeit der Bordkonsolen?
Wenn man heute über die großen Themen der Zukunft spricht, ist Connected Car immer eins, das unter den ersten fünf genannt wird. Das ist vielleicht etwas, was beim Enduser auf dem kleinen App-Screen seines Smartphones noch nicht angekommen ist: das vernetzte Auto wird in den nächsten Jahren eine Größenordnung annehmen, die sich heute kaum jemand vorstellen kann. Hier haben wir sehr früh aufgesetzt und beim Thema Entertainment Partnerschaften geschlossen mit Mercedes, Pionier, BMW, Mini und eben auch mit Panasonic. Hier vor allem der Bereich passives Audio, weil es bald sicher so weit sein wird, dass ich das Handy im Auto bald gar nicht mehr anfassen darf.
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