Alle 25 Artikel von auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Social Bookmarking:
Produktiver durch Langzeit-Investment

Strategien zur Produktivitätssteigerung können manchmal erst mit Verzögerung ihre volle Wirkung entfalten. Ein Beispiel hierfür ist Social Bookmarking. Ein Erfahrungsbericht nach über 21.000 gespeicherten Links.

Social Bookmarking

Wer von heute auf morgen die eigene Produktivität erhöhen möchte, der hat unzählige Möglichkeiten. Doch nebst den kurzfristigen Schritten gibt es auch produktivitätssteigernde Maßnahmen, die ihre volle Wirkung erst über einen längeren Zeitraum entfalten. Eine solche ist konsequentes (Social) Bookmarking mit dem Zweck, Informationen, Artikel oder Websites später schneller wiederzufinden.

Im Oktober 2007 speicherte ich meinen ersten Link bei einem Social-Bookmarking-Portal. Später, nach einigem Austesten verschiedener Dienste, importierte ich mein Archiv zu Diigo, das ich noch heute nutze (ein anderer beliebter Service dieser Art ist Pinboard). Gerade habe ich die Marke von 21.000 Bookmarks durchbrochen. Momentan speichere ich im Durchschnitt etwa ein Dutzend Links pro Tag. Zumeist sind es Artikel zu Themenbereichen und Nachrichten, die ich im Blick behalten muss.

Weiterlesen bei imgriff.com

 

Tools:
Wo bleiben die revolutionären Produktivitätstools?

Es erscheinen zwar laufend neue Produktivitätstools. Diese sind aber kaum besser als die existierenden Tools oder lösen oft nur oberflächliche Probleme. Dabei zeigen Kommentare unserer Leser, dass eine Nachfrage nach wirklich innovativen Tools besteht – etwa, wenn es um Sicherheitsbedürfnisse geht.

ProduktivitätSeit 1,5 Jahren präsentiere ich an dieser Stelle wöchentlich ein Tool, das uns produktiver oder zumindest das Arbeiten schöner machen soll. Meine Co-Autoren haben sich in dieser Zeit mehr als einmal lustig darüber gemacht, dass ich bei imgriff.com den einfachsten Job hätte: Es reiche ja, einfach in den Mac App Store zu schauen, irgendein neues Tool auszuwählen und darüber zu schreiben. Selbstverständlich sieht die Realität anders aus.

In der Tat herrscht kein Mangel an digitalen Helferlein, die uns weismachen wollen, dass wir dank ihnen nun endlich ganz fokussiert arbeiten, uns nie mehr ablenken lassen und keine wichtigen Aufgaben mehr vergessen. Jede Woche erscheinen unzählige neue Tools, und wahrscheinlich erhoffen sich die Entwickler jeweils, das neue Evernote oder die neue Dropbox auf den Markt zu bringen. Ich würde Euch diese noch so gerne hier vorstellen, aber immer seltener überzeugt mich eine Neuerscheinung.

Nun ist es sicher so, dass nach Hunderten von getesteten und Dutzenden von präsentierten Tools meine Ansprüche gestiegen sind – und hoffentlich auch die von Euch, unseren Lesern. Aber das Hauptproblem ist eher, dass kaum mehr echte Neuheiten darunter sind. Worin bestände der Sinn, Euch die x-te Aufgabenverwaltung vorzustellen? Natürlich sind weder Wunderlist noch Things perfekt, aber braucht es deswegen zig Alternativen, die im Kern eben gar keine richtigen Alternativen sind? Andere Tools sind zwar neuartig, lösen aber nur ein oberflächliches Problem, oder das Problem lässt sich mit den vorhandenen Applikationen genauso gut lösen.

Weiterlesen bei imgriff.com

E-Mail-Management:
Wer für Inbox Zero kämpfen muss, sollte es aufgeben

Ein leerer Posteingang klingt in der Theorie für viele Menschen attraktiv. Doch in der Praxis scheinen nur bestimmte Nutzer damit Erfolg zu haben. Es muss sich um eine Persönlichkeitsfrage handeln.

Inbox ZeroDas Thema Inbox Zero zieht sich wie ein roter Faden durch die imgriff.com-Berichterstattung der vergangenen Jahre. Kein Wunder, stellen sich doch Millionen Menschen jeden Tag die Frage, wie sie ihren E-Mail-Berg besser und mit weniger Zeitaufwand bearbeiten können. Das Inbox-Zero-Prinzip, durch regelmäßiges und aktives »Säubern« des Posteingangs gar nicht erst zuzulassen, dass ein solcher Berg entsteht, hat sich zumindest für einige »Informationsarbeiter« als ideale Lösung herausgestellt.

Ich praktizierte bereits Inbox Zero, da hatte ich den Begriff noch nie gehört. Ganz automatisch ging ich in meinen frühen Internet-Jahren dazu über, eingehende Mails umgehend zu prozessieren, also direkt zu beantworten, sofort zu löschen oder in einen ToDo-Ordner für einen genaueren späteren Blick zu verfrachten. Doch obwohl ich viele Menschen kenne, die auch nach vielen Jahren ähnlich positiv über die Effekte von Inbox Zero berichten, existieren ebenso zahlreiche Kritiker.

Weiterlesen bei imgriff.com

Foto: Flickr/hyperdasheryCC BY 2.0

Arbeit vs. Leben:
Warum viele Freizeit-Fanatiker unzufrieden sind

Mich irritiert, wie weit verbreitet es immer noch ist, Erwerbsarbeit und Leben als Gegenpole wahrzunehmen. Ich jedenfalls würde niemals täglich acht oder neun Stunden meiner kostbaren Zeit opfern für etwas, das ausserhalb des Lebens liegt. Macht es wirklich Sinn, Arbeit und Freizeit zu trennen? Es geht mir hier nicht um Wortklauberei und Definitionen, sondern um eine grundlegende Einstellung.

DualitätDer Begriff Work-Life-Balance wurde schon vor Jahren für tot erklärt. Auch hier auf imgriff.com haben wir immer wieder darüber geschrieben, weshalb «Leben» und «Arbeit» nicht als getrennte Bereiche verstanden werden sollten. Das Thema ist aber noch lange nicht gegessen, was auch erklärt, dass Blogs wie die Karrierebibel es immer wieder aufgreifen: Vor wenigen Tagen hat Jochen Mai 5 Antithesen zur Work-Life-Balance gepostet, die auf den Punkt bringen.

Vorab: Mir ist bewusst, dass ich für einen privilegierten Kreis schreibe. Wir alle – Leser und Autoren von imgriff.com – haben vermutlich ein solides Bildungsniveau und und können bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, welcher Erwerbsarbeit wir nachgehen. Wir bauen bewusst an unserer Karriere und haben beim letzten Jobwechsel darauf geachtet, dass wir eine Arbeit finden, die unseren Stärken und Vorlieben entgegenkommt – mit einigen Abstrichen, mit denen jeder Mensch im Lauf seines Lebens konfrontiert wird. Wir können wichtige Faktoren in unserer Arbeitsumgebung mitgestalten.

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Tim Green bei flickr.com (CC BY 2.0)

Die Qual der Wahl:
Die Vielfalt des Möglichen macht es nicht einfacher

Jeder von uns kennt das: Ganz egal, ob man bei Starbucks einen Kaffee trinken will, die Schriftarten für die Broschüre zum Firmenjubiläum auswählt oder einen Wellness-Aufenthalt im Tirol bucht – die Entscheidung fällt schwer. Es gibt einige Tricks, um das Dilemma zu verkleinern.

AuswahlOb’s um den Kauf eines Beamers für das Sitzungszimmer, die Auswahl des neuen Bodenbelags im Wohnzimmer oder die Farbe für das neue Auto geht: Die Vielzahl der Möglichkeiten macht anfänglich Spass und gibt einem das Gefühl, dass sicher das Richtige darunter ist. Bei so vielen gegeneinander abgewogenen Optionen kann es am Schluss doch nur eines geben: den perfekten Entscheid.

Führt eine grosse Auswahl zwangsläufig zu einem guten Entscheid?

Doch je länger wir uns mit den zahlreichen Möglichkeiten und den daraus resultierenden, unzähligen Varianten beschäftigen, desto mehr wird der zu fällende Entscheid zur Last. Wir haben nicht Mühe zu entscheiden, weil wir zu wenige Wahlmöglichkeiten hätten – im Gegenteil, die Auswahl ist schlicht zu gross.

Und es kommt noch schlimmer: Kurze Zeit nachdem wir uns zum Entscheid durchgerungen haben, tauchen Zweifel auf. Hätten wir nicht doch besser den lichtstärkeren Beamer gekauft, den Parkettbelag und nicht die Keramikplatten gewählt bzw. das Auto in Blau statt in Schwarz bestellt? Das ungute Gefühl, die falsche Wahl getroffen zu haben, macht die Freude am Entscheid schnell wieder zunichte.

Weiterlesen auf imgriff.com

Bild: fronx bei flickr.com (CC BY 2.0)

Weg mit der Komplexität:
Oft sind die einfachen Lösungen die besseren

Die Vielfalt von verfügbaren Hilfsmitteln und elektronischen Tools ist kaum mehr zu überblicken. Und kann dazu verleiten, zur komplizierteren Lösung zu greifen, wenn der vorherige Lösungsversuch gescheitert ist. Komplexität als Lösungsansatz? Wohl kaum! In vielen Fällen tut es gut, das Simple zu wählen und sich an der pragmatischen Lösung zu freuen.

K.I.S.S.Nichts gegen ausgefeilte Geräte, raffinierte Computerprogramme und ausgeklügelte Arbeitsprozesse – sie machen uns das Leben meist angenehmer und einfacher. Beispiel: Früher war Fotografieren eine teuere Angelegenheit. Eine Spiegelreflexkamera und das Entwicklen und Vergrössern der Fotos verschlang ein halbes Vermögen. Dank der Kostenreduktion durch Digitalisierung kann heute jeder fotografieren – zumindest technisch betrachtet. Aber dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie die technischen Möglichkeiten vom Eigentlichen (dem Gestalten des Bildes) ablenken können.

«phil» hat in einem Kommentar zu meinem letzten Blogpost dafür plädiert, den einfachen Weg zu wählen und nicht alles zu komplizieren. Ein guter Einwand, der mich zum Nachdenken gebracht hat.

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Kristian Bjornard bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Kontroverse Entscheidung:
Yahoo-CEO Marissa Mayer verdammt das Home Office

Der Wandel der Arbeitswelt scheint unaufhaltsam – hin zu mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Kollaboration auch über längere Distanzen hinweg. Doch nun verkündet ausgerechnet die jüngste Frau, die jemals die Leitung eine Fortune-500-Unternehmens übernahm, dass die Home-Worker ins Unternehmen zurückkehren sollen.

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über den Wandel in der Arbeitswelt, neue Arbeitsformen und die Art, sich digital neu zu organisieren, geschrieben! Über den IBM-Manager, der im Home Office auf Gran Canaria arbeitet. Über Gunter Duecks Thesen vom digitalen Wandel der Berufe. Über Studien, laut denen jedem Mitarbeiter in ein paar Jahren nur noch ein Teil eines Schreibtischs zur Verfügung steht und das klassische Büro zum Auslauf-Modell wird. Und über die Möglichkeiten, sich dank Internet kollaborativ zu organisieren.

Und nun dies: Wie Kara Swisher auf allthingsd.com meldete, verkündete Yahoo-CEO Marissa Mayer in einem internen Memo, dass die Yahoo-Mitarbeiter zukünftig wieder Seite an Seite im Unternehmen arbeiten sollen und nicht mehr in ihren Home Offices. Ihre Begründung: Mehr Produktivität. So steht in dem Memo:

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Drew Avery bei flickr.com (CC BY 2.0)

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert:
Gefangen im Tunnelblick

Wann hattet ihr das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht zeitgleich, oder weil unser Gesprächspartner nicht am gleichen Ort ist wie wir. Diese selektive Wahrnehmung macht unseren Austausch ärmer, sagen Experten.

Internetsucht, das krankhafte nicht mehr Aufhören-Können mit dem Klicken, wird in den letzten Wochen heftig diskutiert in Deutschland. Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dieses Verhalten gar als Krankheit klassifizieren lassen. Denn eine Studie zeigt: 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland kommen nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los und vernachlässigen darüber ihr soziales Leben. Die Studienergebnisse sind nicht unumstritten. Kritiker halten Internet-Sucht nur für eine weitere Form der Depression, in der sich bereits bestehende soziale Probleme manifestieren. Doch insgesamt sollte man sich die Frage stellen: Macht Internet einsam?

Der Soziologe Simon Edwin Dittrich hat sich für einen Sammelband der Heinrich Böll-Stiftung zum Thema #public_life – Digitale Intimität, die Privatsphäre und das Netz (PDF) ausgiebig damit beschäftigt, wie sich das veränderte Kommunikationsverhalten auf den Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Jeremy Keith bei flickr.com (CC BY 2.0)

Aufgabenverwaltung:
Mit dem arbeiten, was da ist

Tools zur Aufgabenverwaltung sind toll – können aber zum Zeitfresser werden: Zuviele Features, zu komplizierter Aufbau. Selbst ist die Frau: Karin Friedli hat sich ein System für die To Do’s gebaut – im E-Mail-Programm.

«Digitale Aufgabenverwaltungen haben einen Fehler – sie funktionieren nicht» stellte Thomas Mauch vor einiger Zeit an dieser Stelle fest. Und sprach mir damit aus der Seele. Wie ich endlich dauerhaft produktiv und organisiert wurde. Ich habe sie natürlich ausprobiert: Remember The MilkWorkflowyThingsThinking RockWunderlist,OrchestraTeuxdeux und wie sie alle heissen. Fein säuberlich dokumentierte ich jeweils den Status Quo meiner Aufgaben und fasste gute Vorsätze, auf dass alles gut werde und mir die Arbeit leichter und organisierter von der Hand gehe. Und ich mochte sie, fast alle. Thinking Rock ist super durchdacht, Wunderlist ist irrsinnig hübsch, Remember The Milk hat coole Features. Allein, geholfen hat das nie auf Dauer. Ungezählte Anläufe und einige Jahre später war ich irgendwann letztes Jahr genau so weit wie zuvor.

Geholfen hat am Ende nur eins: gnadenloser Pragmatismus. Was hilft mir wirklich, mein Zeug zu erledigen? Und wie mache ich mir das so einfach wie nur irgend möglich?

Weiterlesen bei imgriff.com

(Foto: Flickr/MananasokoCC BY 2.0)

Das papierlose Büro:
Weshalb es ein Mythos bleibt

Das papierlose Büro kündigt sich seit Jahrzehnten an – aus guten Gründen wird es aber nicht Realität werden. Aber es gibt immer Wege, weniger Papier zu verwenden.

Mal ehrlich: Wenn ein papierloses Büro so einfach umzusetzen wäre, hätten wir das doch längst getan, oder? Alleine der Umwelt wegen. Das Bild von gerodeten Regenwäldern erscheint vor unserem geistigen Auge. Dazu gesellen sich Berge von leeren Tonerkartuschen und Elektroschrott, die aus Bequemlichkeit falsch entsorgt wurden. Und dann der ganze Papierkram, wäre doch viel einfacher, man würde alles elektronisch abwickeln. Offerten, Rechnungen, Lohnauszüge, Manuals, Listen, ja, ganze Bücher – alles online, kein Papierverschleiss mehr. Wunschdenken? Ein bisschen schon. Aber den Papierverbrauch reduzieren können wir auch ohne gleich alles papierige abzuschaffen.

Die englischen Wissenschaftler Abigail Sellen und Richard Harper untersuchten in ihrer Studie The Myth of the Paperless Office (Affiliate-Link). Sie stellten sich Fragen wie: Warum zerknüllen wir Papier? Wieso kritzeln oder malen wir bei Sitzungen unsere Unterlagen voll? Und fanden beispielsweise heraus, kritzeln fördert die Konzentration. Computer hingegen lenken ab.

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Monette Enriquez bei flickr.com (CC BY NC SA 2.0)