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Arbeit vs. Leben:
Warum viele Freizeit-Fanatiker unzufrieden sind

Mich irritiert, wie weit verbreitet es immer noch ist, Erwerbsarbeit und Leben als Gegenpole wahrzunehmen. Ich jedenfalls würde niemals täglich acht oder neun Stunden meiner kostbaren Zeit opfern für etwas, das ausserhalb des Lebens liegt. Macht es wirklich Sinn, Arbeit und Freizeit zu trennen? Es geht mir hier nicht um Wortklauberei und Definitionen, sondern um eine grundlegende Einstellung.

DualitätDer Begriff Work-Life-Balance wurde schon vor Jahren für tot erklärt. Auch hier auf imgriff.com haben wir immer wieder darüber geschrieben, weshalb «Leben» und «Arbeit» nicht als getrennte Bereiche verstanden werden sollten. Das Thema ist aber noch lange nicht gegessen, was auch erklärt, dass Blogs wie die Karrierebibel es immer wieder aufgreifen: Vor wenigen Tagen hat Jochen Mai 5 Antithesen zur Work-Life-Balance gepostet, die auf den Punkt bringen.

Vorab: Mir ist bewusst, dass ich für einen privilegierten Kreis schreibe. Wir alle – Leser und Autoren von imgriff.com – haben vermutlich ein solides Bildungsniveau und und können bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, welcher Erwerbsarbeit wir nachgehen. Wir bauen bewusst an unserer Karriere und haben beim letzten Jobwechsel darauf geachtet, dass wir eine Arbeit finden, die unseren Stärken und Vorlieben entgegenkommt – mit einigen Abstrichen, mit denen jeder Mensch im Lauf seines Lebens konfrontiert wird. Wir können wichtige Faktoren in unserer Arbeitsumgebung mitgestalten.

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Bild: Tim Green bei flickr.com (CC BY 2.0)

Die Qual der Wahl:
Die Vielfalt des Möglichen macht es nicht einfacher

Jeder von uns kennt das: Ganz egal, ob man bei Starbucks einen Kaffee trinken will, die Schriftarten für die Broschüre zum Firmenjubiläum auswählt oder einen Wellness-Aufenthalt im Tirol bucht – die Entscheidung fällt schwer. Es gibt einige Tricks, um das Dilemma zu verkleinern.

AuswahlOb’s um den Kauf eines Beamers für das Sitzungszimmer, die Auswahl des neuen Bodenbelags im Wohnzimmer oder die Farbe für das neue Auto geht: Die Vielzahl der Möglichkeiten macht anfänglich Spass und gibt einem das Gefühl, dass sicher das Richtige darunter ist. Bei so vielen gegeneinander abgewogenen Optionen kann es am Schluss doch nur eines geben: den perfekten Entscheid.

Führt eine grosse Auswahl zwangsläufig zu einem guten Entscheid?

Doch je länger wir uns mit den zahlreichen Möglichkeiten und den daraus resultierenden, unzähligen Varianten beschäftigen, desto mehr wird der zu fällende Entscheid zur Last. Wir haben nicht Mühe zu entscheiden, weil wir zu wenige Wahlmöglichkeiten hätten – im Gegenteil, die Auswahl ist schlicht zu gross.

Und es kommt noch schlimmer: Kurze Zeit nachdem wir uns zum Entscheid durchgerungen haben, tauchen Zweifel auf. Hätten wir nicht doch besser den lichtstärkeren Beamer gekauft, den Parkettbelag und nicht die Keramikplatten gewählt bzw. das Auto in Blau statt in Schwarz bestellt? Das ungute Gefühl, die falsche Wahl getroffen zu haben, macht die Freude am Entscheid schnell wieder zunichte.

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Bild: fronx bei flickr.com (CC BY 2.0)

Weg mit der Komplexität:
Oft sind die einfachen Lösungen die besseren

Die Vielfalt von verfügbaren Hilfsmitteln und elektronischen Tools ist kaum mehr zu überblicken. Und kann dazu verleiten, zur komplizierteren Lösung zu greifen, wenn der vorherige Lösungsversuch gescheitert ist. Komplexität als Lösungsansatz? Wohl kaum! In vielen Fällen tut es gut, das Simple zu wählen und sich an der pragmatischen Lösung zu freuen.

K.I.S.S.Nichts gegen ausgefeilte Geräte, raffinierte Computerprogramme und ausgeklügelte Arbeitsprozesse – sie machen uns das Leben meist angenehmer und einfacher. Beispiel: Früher war Fotografieren eine teuere Angelegenheit. Eine Spiegelreflexkamera und das Entwicklen und Vergrössern der Fotos verschlang ein halbes Vermögen. Dank der Kostenreduktion durch Digitalisierung kann heute jeder fotografieren – zumindest technisch betrachtet. Aber dieses Beispiel zeigt sehr schön, wie die technischen Möglichkeiten vom Eigentlichen (dem Gestalten des Bildes) ablenken können.

«phil» hat in einem Kommentar zu meinem letzten Blogpost dafür plädiert, den einfachen Weg zu wählen und nicht alles zu komplizieren. Ein guter Einwand, der mich zum Nachdenken gebracht hat.

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Bild: Kristian Bjornard bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Kontroverse Entscheidung:
Yahoo-CEO Marissa Mayer verdammt das Home Office

Der Wandel der Arbeitswelt scheint unaufhaltsam – hin zu mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Kollaboration auch über längere Distanzen hinweg. Doch nun verkündet ausgerechnet die jüngste Frau, die jemals die Leitung eine Fortune-500-Unternehmens übernahm, dass die Home-Worker ins Unternehmen zurückkehren sollen.

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über den Wandel in der Arbeitswelt, neue Arbeitsformen und die Art, sich digital neu zu organisieren, geschrieben! Über den IBM-Manager, der im Home Office auf Gran Canaria arbeitet. Über Gunter Duecks Thesen vom digitalen Wandel der Berufe. Über Studien, laut denen jedem Mitarbeiter in ein paar Jahren nur noch ein Teil eines Schreibtischs zur Verfügung steht und das klassische Büro zum Auslauf-Modell wird. Und über die Möglichkeiten, sich dank Internet kollaborativ zu organisieren.

Und nun dies: Wie Kara Swisher auf allthingsd.com meldete, verkündete Yahoo-CEO Marissa Mayer in einem internen Memo, dass die Yahoo-Mitarbeiter zukünftig wieder Seite an Seite im Unternehmen arbeiten sollen und nicht mehr in ihren Home Offices. Ihre Begründung: Mehr Produktivität. So steht in dem Memo:

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Bild: Drew Avery bei flickr.com (CC BY 2.0)

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert:
Gefangen im Tunnelblick

Wann hattet ihr das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht zeitgleich, oder weil unser Gesprächspartner nicht am gleichen Ort ist wie wir. Diese selektive Wahrnehmung macht unseren Austausch ärmer, sagen Experten.

Internetsucht, das krankhafte nicht mehr Aufhören-Können mit dem Klicken, wird in den letzten Wochen heftig diskutiert in Deutschland. Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dieses Verhalten gar als Krankheit klassifizieren lassen. Denn eine Studie zeigt: 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland kommen nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los und vernachlässigen darüber ihr soziales Leben. Die Studienergebnisse sind nicht unumstritten. Kritiker halten Internet-Sucht nur für eine weitere Form der Depression, in der sich bereits bestehende soziale Probleme manifestieren. Doch insgesamt sollte man sich die Frage stellen: Macht Internet einsam?

Der Soziologe Simon Edwin Dittrich hat sich für einen Sammelband der Heinrich Böll-Stiftung zum Thema #public_life – Digitale Intimität, die Privatsphäre und das Netz (PDF) ausgiebig damit beschäftigt, wie sich das veränderte Kommunikationsverhalten auf den Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.

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Bild: Jeremy Keith bei flickr.com (CC BY 2.0)

Aufgabenverwaltung:
Mit dem arbeiten, was da ist

Tools zur Aufgabenverwaltung sind toll – können aber zum Zeitfresser werden: Zuviele Features, zu komplizierter Aufbau. Selbst ist die Frau: Karin Friedli hat sich ein System für die To Do’s gebaut – im E-Mail-Programm.

«Digitale Aufgabenverwaltungen haben einen Fehler – sie funktionieren nicht» stellte Thomas Mauch vor einiger Zeit an dieser Stelle fest. Und sprach mir damit aus der Seele. Wie ich endlich dauerhaft produktiv und organisiert wurde. Ich habe sie natürlich ausprobiert: Remember The MilkWorkflowyThingsThinking RockWunderlist,OrchestraTeuxdeux und wie sie alle heissen. Fein säuberlich dokumentierte ich jeweils den Status Quo meiner Aufgaben und fasste gute Vorsätze, auf dass alles gut werde und mir die Arbeit leichter und organisierter von der Hand gehe. Und ich mochte sie, fast alle. Thinking Rock ist super durchdacht, Wunderlist ist irrsinnig hübsch, Remember The Milk hat coole Features. Allein, geholfen hat das nie auf Dauer. Ungezählte Anläufe und einige Jahre später war ich irgendwann letztes Jahr genau so weit wie zuvor.

Geholfen hat am Ende nur eins: gnadenloser Pragmatismus. Was hilft mir wirklich, mein Zeug zu erledigen? Und wie mache ich mir das so einfach wie nur irgend möglich?

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(Foto: Flickr/MananasokoCC BY 2.0)

Das papierlose Büro:
Weshalb es ein Mythos bleibt

Das papierlose Büro kündigt sich seit Jahrzehnten an – aus guten Gründen wird es aber nicht Realität werden. Aber es gibt immer Wege, weniger Papier zu verwenden.

Mal ehrlich: Wenn ein papierloses Büro so einfach umzusetzen wäre, hätten wir das doch längst getan, oder? Alleine der Umwelt wegen. Das Bild von gerodeten Regenwäldern erscheint vor unserem geistigen Auge. Dazu gesellen sich Berge von leeren Tonerkartuschen und Elektroschrott, die aus Bequemlichkeit falsch entsorgt wurden. Und dann der ganze Papierkram, wäre doch viel einfacher, man würde alles elektronisch abwickeln. Offerten, Rechnungen, Lohnauszüge, Manuals, Listen, ja, ganze Bücher – alles online, kein Papierverschleiss mehr. Wunschdenken? Ein bisschen schon. Aber den Papierverbrauch reduzieren können wir auch ohne gleich alles papierige abzuschaffen.

Die englischen Wissenschaftler Abigail Sellen und Richard Harper untersuchten in ihrer Studie The Myth of the Paperless Office (Affiliate-Link). Sie stellten sich Fragen wie: Warum zerknüllen wir Papier? Wieso kritzeln oder malen wir bei Sitzungen unsere Unterlagen voll? Und fanden beispielsweise heraus, kritzeln fördert die Konzentration. Computer hingegen lenken ab.

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Bild: Monette Enriquez bei flickr.com (CC BY NC SA 2.0)

10 Tipps:
Produktivität im Home Office

Zu Hause arbeiten kann ein Segen sein. Wären da nicht die vielen Verlockungen. Wie man trotzdem produktiv arbeiten kann – ein paar Tipps.

Studien besagen, Arbeiten im Home Office steigere die Produktivität, da man ruhiger und konzentrierter arbeiten kann. Aber auch zu Hause lauern Ablenkungen. Vieles scheint spannender als die eigentliche Arbeit. Das Bett, der Kühlschrank, ja, sogar die Hausarbeit, die Katze, die Kinder, der Partner – und wenn man dann endlich vor dem PC sitzt, wartet auch schon das Internet mit täglich neuen Überraschungen. Da mal ein bisschen Facebook, dort Online-Shopping, hier Twitter, Blogs und was weiss ich – man könnte Stunden im Netz vertrödeln, ohne wirklich produktiv zu werden.

Damit der Arbeit- oder Auftraggeber zufrieden ist und man als Arbeitnehmer das Home Office auch weiterhin nutzen darf, muss man sich immer wieder aufs Neue motivieren und dranbleiben. 10 Tipps:

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(Foto: Flickr/quinn.anyaCC BY-SA 2.0)

Arbeitsplatz der Zukunft:
Mobil, sozial und Always-on

Der Arbeitsplatz der Zukunft ist mobil und cloudbasiert; selbständig und flexibel arbeiten wir mit mehreren Communities und für verschiedene Auftraggeber. Eine der zentralen Fragen dabei: Gibt es noch eine Grenze zwischen Beruf und Privat?

«Wie ist Dein Arbeitsplatz der Zukunft?» lautete die Frage von Bianca Gade Mitte September. Internet-Bürger und Blogger wurden aufgerufen, ihre Vision der Arbeitszukunft aufzuzeichnen, sich Gedanken darüber zu machen, wie sie heute arbeiten und wie sie morgen gerne arbeiten würden. In allen Ecken des Internets, in Blogs und in Kommentarspalten sind über 20 Antworten zu der Frage veröffentlicht worden. Die Beiträge beleuchten allesamt ganz unterschiedliche Aspekte, die Autoren haben verschiedene Meinungen und Ansichten darüber, wie es morgen sein könnte.

Ein Thema, das in praktisch allen Beiträgen aufleuchtet, ist die zunehmende Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben – oder vielmehr die Frage, ob es diese Grenze braucht beziehungsweise ob es sie jemals gab. Viele Meinungen gehen dahin, dass es sich bisher schon um eine künstliche Grenze handelte – trotzdem brauchen wir Methoden und Kompetenzen, um nicht in der Arbeit unterzugehen.

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Selbstoptimierung:
Lifetracking mit ifttt, selbstgemacht

Sich das eigene Verhalten bewusst zu machen, kann helfen, Gewohnheiten zu ändern – etwa ein Tagebuch zu führen. Nach drei Tagen lässt mein Elan aber häufig nach. Mit dem neuen Webservice von ifttt lasse ich nun «das Internet für mich arbeiten».

Lifetracking oder die Quantified Self-Bewegung liegen im Trend: Wir sammeln Daten über uns selbst, um unser Verhalten zu ändern und unsere Lebensweise zu verbessern. Das ist nichts Neues – ein Zeittagebuch etwa wird seit jeher als Ausgangspunkt für verbessertes Zeitmanagement empfohlen.

Neu ist die Technologie: Mit dem Smartphone erfasse ich beim Essen die Kalorien. Runtastic zeichnet die gejoggten Kilometer auf und archiviert sie.

Sanfter Tritt in den Hintern per E-Mail
Mir gefallen die E-Mail-unterstützten Webservices: OhLifeThe Birdy oder iDoneThis haben wir schon vorgestellt: Jeden Tag erhalte ich z.B. von The Birdy ein Mail mit der Aufforderung, meine Tagesausgaben als Antwort zurückzusenden. The Birdy speichert die Daten und erstellt eine grafische Auswertung. Das tägliche E-Mail kann verhindern, dass ich mein neues Vorhaben nicht schon nach drei Tagen wieder «vergesse».

Die berechtigte Kritik an diesen Services: Vielfach gibt es keine Exportmöglichkeiten, meine Daten bleiben eingeschlossen. Ausserdem muss ich darauf vertrauen, dass der Anbieter meine Tagebucheinträge tatsächlich nicht an ein Boulevard-Blatt verkauft. Der vor wenigen Tagen offiziell gelaunchte Webservice ifttt könnte hier aushelfen:

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