iPad als Chance für Medienbetriebe:
Hoffnung und Wahrheit
Mit dem iPad hat der Hype um Apple in den Medien erstmals die Ausmasse desjenigen im Internet erreicht: Weil Journalisten und Verleger das Gerät als relevant für ihr Geschäft betrachten. Das dürfte eine übertriebene Hoffnung sein, und jedenfalls wird sie mit dem, was die Medienkonzerne bisher liefern, nicht erfüllt werden.
Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner drückte in der Show von Star-Interviewer Charlie Rose drei Tage nach der iPad-Lancierung aus, was viele Medienmanager dieser Tage denken: “Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal täglich hinsetzen und beten, um Steve Jobs zu danken, dass er die Verlagsbranche gerettet hat.” Diese überkandidelte Aussage zeigt exemplarisch, wie viel irrationale Hoffnung die Medienkonzerne in die transformierende Kraft von Apples iPad setzen.
Viele amerikanische und selbst einige europäische Verlage standen darum zur Lancierung des neuen Wundergadgets mit ersten Applikationen bereit, die Inhalte spezifisch für dieses neue Gerät aufbereiten. Die Resultate waren gemischt, aber mehrheitlich auf der enttäuschenden Seite. Viel mehr als eine glorifizierte PDF-Version bekannter Printmedien bot eigentlich niemand.









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