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	<title>netzwertig.com &#187; Gastautor</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Der Businessplan ist (fast) tot: Lang lebe das Geschäftsmodell!</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Businessplan]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[Gründung]]></category>

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		<description><![CDATA[Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.</h4>
<p><em>Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups <a href="http://strandschicht.de/">Strandschicht</a> und Mit-Initiator des <a href="http://ideacamp.de/">Idea Camp</a>. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/businessplan.png" width="220" height="117"  alt="Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. &#8220;Wie schreibt man einen Businessplan&#8221;, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.</p>
<p>Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.</p>
<p><span id="more-20166"></span></p>
<p><strong>Warum sind Businesspläne tot?<br />
</strong><br />
Die erste Frage, die sich einem stellen sollte, wenn man einen Businessplan schreiben will, lautet „Liest das jemand?“. Hier liegt zumindest ein Teil des Hundes begraben. In vielen Fällen verschwinden Businesspläne in der Schublade. Kein Mensch liest über die Einleitung hinaus.</p>
<p>Wenn die Antwort „JA, das liest jemand“ lautet, dann wäre die nächste Frage: „Wer liest das?“. Wer trifft die Entscheidung darüber, ob der Plan in der &#8220;wirklichen Welt&#8221; funktioniert? In den meisten Fällen werden es keine Unternehmer sein, die die Chancen des Geschäftsmodells beurteilen, sondern Angestellte. Nichts gegen Angestellte. Es ist nur fragwürdig, inwiefern jemand, der selbst noch nie gegründet und ein Unternehmen aufgebaut hat, beurteilen kann, ob etwas am Markt funktioniert oder nicht.</p>
<p>Wer also ein &#8220;NEIN&#8221; als Antwort auf seinen Businessplan erhält, ist deswegen noch lange nicht aus dem Rennen. Und wer ein &#8220;JA&#8221; bekommt, hat deswegen noch lange kein erfolgreiches Unternehmen.</p>
<p>Aber egal ob &#8220;JA&#8221; oder &#8220;NEIN&#8221; die Antwort ist: Man hat viel Zeit aufgebracht, um seitenweise Text zusammen zu basteln, sich die Zahlen für die nächsten fünf Jahre auszudenken, gegenlesen zu lassen und zu formatieren, damit das Resultat im besten Fall von jemandem ohne Gründungserfahrung, im schlimmsten Fall von niemandem gelesen werden.</p>
<p>Daher lautet meine Ansage: Businesspläne sind tot! Sie rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit und damit Momentum. Wäre es nicht sinnvoller, sich die Arbeit komplett zu sparen und sich darauf zu konzentrieren, was wirklich für den Erfolg des Unternehmens wichtig ist? In der frei gewordenen Zeit könnte man ja beispielsweise schon mal mit dem Markttest beginnen, das Marketing hochfahren und die ersten Euro Umsatz machen, oder? Was ist letztendlich das Ziel? Ich zumindest habe mich entschlossen, Unternehmen aufzubauen und damit Geld zu verdienen, und nicht irgendeinen Ausschuss von Theoretikern für mich zu gewinnen.</p>
<p>Aber wer den Tod der Businesspläne verkündet, der muss auch einen Ersatz anbieten. Denn eins ist klar: Ohne einen Plan kommt man nicht aus.</p>
<p><strong>Lang lebe das Geschäftsmodell!<br />
</strong><br />
Soweit ich weiß, gibt es keine einheitliche Definition für Businessmodell. Für diejenigen, die wie ich nach Ansätzen suchen, die funktionieren, und nicht auf der Suche nach Definitionen und wissenschaftlicher Korrektheit sind, werde ich kurz ein Vorgehen vorstellen, mit dem man sich ein Geschäftsmodell basteln kann, statt viel Zeit mit der Erstellung eines Businessplans zu vergeuden.</p>
<p>Die Schritte stark vereinfacht:<br />
Als erstes entwickelt man eine Geschäftsidee, die einen klar erkennbaren Kundennutzen beinhaltet. Außerdem muss deutlich sein, wer für das Produkt oder den Service bezahlt. Zudem wird eine kurze Marktbetrachtung angefertigt.</p>
<p>Der zweite Schritt ist der Minizyklus. Er teilt sich auf in Prozess beziehungsweise Produkt, Marketing und Infrastruktur. Die Frage, die der Minizyklus beantworten soll, lautet: „Wie mache ich den ersten Umsatz mit meinem ersten zahlenden Kunden“.</p>
<p>Der Prozess beschreibt, welche Schritte genau durchlaufen werden, um die Leistung einmal zu erbringen oder das Produkt einmal zu verkaufen. Marketing schließt die Punkte ein, die durchgeführt werden müssen, um den ersten Kunden zu gewinnen und die Infrastruktur aufzubauen, die dafür notwendig ist.</p>
<p>Im nächsten Schritt wird festgelegt, über welche Komponenten der Minizyklus so skaliert werden kann, dass nicht nur ein Kunde, sondern auch zehn, zwanzig oder tausend parallel bedient werden können.</p>
<p>Zuletzt werden die ersten kritischen Schritte und ein Projekt definiert. Beispielsweise könnte das Projekt lauten, in einem Monat die ersten tausend Euro Umsatz zu machen oder tausend Nutzer zu gewinnen. Die ersten kritischen Schritte sollten so gewählt sein, dass sie schnell umsetzbar sind und so viel Momentum aufbauen, dass möglichst keine Motivationstiefs entstehen. Konkret: Was kann in den nächsten zwei Wochen getan werden, um das Projekt richtig ins Rollen zu bringen? Bis wann ist jeder der Schritte zu erledigen und wer ist für welchen Schritt verantwortlich?</p>
<p>Diese Framework ist nur eine Möglichkeit, ein Geschäftsmodell zu bauen. Ideen aus dem &#8220;Lean Startup&#8221; und &#8220;Gründen mit Komponenten&#8221; Ansatz sind mit eingeflossen.</p>
<p>Ein weiteres bekanntes Modell, welches ich sehr zu schätzen weiß, ist das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Model_Canvas">Business Model Canvas</a>. Hier gibt es das Modell <a href="http://www.businessmodelgeneration.com/downloads/business_model_canvas_poster.pdf">zum Download</a>.</p>
<p>Das Business Model Canvas hilft einem dabei, sich die wichtigen Fragen zum Geschäftsmodell zu stellen und diese zu beantworten:</p>
<ul>
<li>Was ist die Value Proposition meiner Idee?</li>
<li>Wer sind die Kunden und wie erreiche ich sie?</li>
<li>Welche Infrastruktur wird benötigt und wofür zahlen die Kunden letztendlich?</li>
</ul>
<p>Als Plakat ausgedruckt lädt das Modell dazu ein, die Gedanken schnell zu Papier zu bringen, ohne wichtige Punkte außen vor zu lassen. Hier liegt meiner Meinung nach die Stärke des Ansatzes. Was dann noch fehlt, sind lediglich ein Projektziel, die konkreten Schritte, die durchgeführt werden müssen, um möglichst schnell Momentum aufzubauen, sowie die Verteilung der Verantwortlichkeiten.</p>
<p>Beide beschriebenen Modelle können bei intensivem Arbeiten an wenigen Tagen (inklusive Ideenfindung) durchlaufen und realisiert werden. Am Ende ist man einer konkreten Umsetzung der Geschäftsidee meiner Erfahrung nach näher als nach dem Aufsetzen eines 30-seitigen Businessplans.</p>
<p>Wie weit wäre man an einem verlängerten Wochenende mit der Ausarbeitung des Businessplans gekommen? Wie weit kann man an einem Wochenende kommen, wenn das Motto nicht &#8220;ewig planen&#8221; sondern &#8220;Planen und Umsetzen&#8221; heißt?</p>
<p>Aber zurück zu der Frage, warum Businessmodelle für agile, dynamische Internet-Startups zeitgemäßer sind als Businesspläne: Sie sind schneller erstellt und blenden die Tatsache, dass ein Startup mit vielen unbekannten Variablen zu tun hat, nicht aus. Kein Businessmodell verlangt einem eine fünfjährige Finanzvorschau ab. Fantasieren wird durch schnelles Trial &amp; Error ersetzt. Konkrete Handlungsanweisungen für die nächsten Stunden, Tage und Wochen ersetzen langfristige Zielmarken, die auf nicht getesteten Annahmen beruhen. Da ein Businessplan das Produkt oder den Service nicht voranbringt, ist die Zeit, die für das Schreiben des Businessplans aufgewendet wird, in der Regel schlecht investiert.</p>
<p>Ein letzter Punkt noch: Bevor man den Plan schreibt, um sich eine Finanzierung zu sichern, sollte man schauen, ob man diese wirklich braucht. &#8220;Bootstrapping&#8221; ist ein weiteres Wort der Stunde. Man kann heute, insbesondere im Internet, viele Geschäftsmodelle mit so wenig Kapital wie noch nie zuvor umsetzen. Wer keine externe Finanzierung und nur wenige Rücklagen hat, der muss bootstrappen. Und wer kreativ sein muss, um Geld zu sparen, ist oft noch heißer auf den ersten Umsatz, launcht das Produkt entsprechend früh und arbeitet härter am Produkt.</p>
<p><strong>Warum haben Businesspläne so einen verteufelt langen Atem?</strong></p>
<p>Auch wenn ich den Tod von Businessplänen für Internet-Startups ausrufe: Ganz so weit ist es leider noch nicht. Dafür gibt es noch zu viele Wettbewerbe, die &#8220;Businesspläne alter Schule&#8221; sehen wollen. Auch werden die Regeln für die Geldvergabe von förderungswürdigen Projekten zu einem großen Teil nach wie vor von Angestellten gemacht. Ich finde die Förderung durch die Gründerwettbewerbe durchaus richtig. Ich befürchte nur, dass viele Startups gar nicht oder erst viel zu spät anfangen, den Markt zu testen, und dass das Geld aus den Wettbewerben sinnvoller verwendet würde, wenn bereits erste Markterfahrung bestünde.</p>
<p>Mein Mitgründer Kalle Eberhardt hat diese Erfahrung am eigenen Leib gemacht. Er hat vor einiger Zeit einen Businessplan-Wettbewerb mit der Geschäftsidee „Einmalschuhe für Frauen im Club“ gewonnen. Die Idee war kreativ und kam deswegen gut bei den Juroren an. Der übersehende Faktor: Das Geschäftsmodell war in der Praxis nicht profitabel. Hätte man die Zeit, die man an dem Businessplan gesessen hat, für einen ersten Markttest verwendet, wäre schnell klar geworden, dass auch ein gewonnener Businessplan-Wettbewerb aus einer interessanten Idee kein funktionierendes Geschäftsmodell macht. Das ist nur durch die Feuertaufe, also einen konkreten Test am Markt möglich.</p>
<p>Trotzdem glaube ich, dass schon vor einiger Zeit ein Wandel eingesetzt hat. Viele Inkubatoren-Programme und Business Angels fordern keinen Businessplan. Vielmehr interessieren die Personen hinter der Idee, ihr Können, ihre Antriebskraft und zu guter Letzt das Geschäftsmodell. Fünf-Jahrespläne zu erstellen, bevor der Startschuss gefallen ist, gehört zu Recht belächelt. Genauso wie das Buch &#8220;Wie schreibe ich einen Businessplan&#8221; zu Recht in die Altpapiertonne gehört.</p>
<p><em>Ein Team von Berliner Gründern hat sich mit dem Workshop <a href="http://ideacamp.de/">Idea Camp</a> zum Ziel gesetzt, angehenden Entrepreneuren zu helfen, innerhalb von drei Tagen ihr eigenes Startup aufzubauen und es in wenigen Wochen zur Profitabilität zu führen. Die Philosophie der Gründer ist es, schlanke Unternehmen mit minimalem Kapitaleinsatz zu gründen. Gastautor Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups <a href="http://strandschicht.de/">Strandschicht</a> und Mit-Initiator des Idea Camp.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/55260169@N07/5126107002/">Flickr/plantoo47</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en">CC BY-SA 2.0</a>)</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/03/16/reid-hoffmans-definition-fuer-disruptive-ideen-aus-zehn-dollar-umsatz-einen-dollar-umsatz-machen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/money110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/03/16/reid-hoffmans-definition-fuer-disruptive-ideen-aus-zehn-dollar-umsatz-einen-dollar-umsatz-machen/">Reid Hoffmans Definition für disruptive Ideen: "Aus zehn Dollar Umsatz  einen Dollar Umsatz machen"</a></b><br /><font size="2">LinkedIn-Gründer Reid Hoffman empfiehlt Gründern, sich auf disruptive Ideen zu konzentrieren. Derartige Konzepte erkenne man daran, dass sie einen Dollar Umsatz erwirtschaften, wo zuvor zehn Dollar erlöst wurden. </font><font color="#aaa">(16. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/12/smarchive110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/12/07/crowdfunding-hebt-ab-smarchive-sammelt-in-60-stunden-100-000-euro-ein/">Crowdfunding hebt ab: smarchive sammelt in 60 Stunden 100.000 Euro ein</a></b><br /><font size="2">Das Münchern Startup smarchive bastelt an einem intelligenten, digitalen Dokumentensafe. Eine über die Crowdfunding-Plattform Seedmatch durchgeführte Finanzierungsrunde erbrachte in rekordverdächtigen 60 Stunden die maximale Investmentsumme. </font><font color="#aaa">(7. Dezember 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/11/18/geschaftspraktiken-aus-dem-vergangenen-jahrhundert-wenn-ein-webservice-eine-schriftliche-kundigung-erfordert/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/signature.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/11/18/geschaftspraktiken-aus-dem-vergangenen-jahrhundert-wenn-ein-webservice-eine-schriftliche-kundigung-erfordert/">Geschäftspraktiken aus dem vergangenen Jahrhundert: Wenn ein Webservice eine schriftliche Kündigung erfordert</a></b><br /><font size="2">Kündigungsfristen und das Einfordern einer schriftlichen Kündigung sind Relikte aus einer vergangenen Zeit und passen nicht zu innovativen, zeitgemäßen Webstartups. Wie faire Vertragsbedingungen aussehen, zeigt mite. </font><font color="#aaa">(18. November 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8216;Wir sind die Größten&#8217;: Das Muhammad-Ali-Syndrom deutscher Startups</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn junge Internetunternehmen bei Journalisten vorstellig werden, verlassen sie sich gern auf abgedroschene Superlative. Doch damit verbauen sie sich viele Chancen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn junge Internetunternehmen bei Journalisten vorstellig werden, verlassen sie sich gern auf abgedroschene Superlative. Doch damit verbauen sie sich viele Chancen.</h4>
<h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://news.aiciti.ch/' rel="nofollow">C36daily</a> &mdash; Der tägliche Newsletter für die Schweizer ICT-Community. Schnell, aktuell und auf den Punkt. Jetzt abonnieren und immer up-to-date sein.  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6>
<p><em>Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/muhammadali.png" width="160" height="186"  alt="Flickr/cliff1066™, CC BY 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Ja, es stimmt: Deutsche Startups haben es nicht leicht, in die Presse zu kommen. Es liegt unter anderem daran, dass viele Journalisten und Redaktionen hiesige Internetunternehmen <a href="http://netzwertig.com/2011/08/15/von-perlentauchern-walen-haien-exoten-warum-deutsche-startups-in-den-medien-nicht-stattfinden/">gern und gekonnt übersehen</a>.</p>
<p>Will man aber fair bleiben, so muss man auch in Richtung der Startups und deren Pressearbeit schauen &#8211; um dann festzustellen: Das Problem ist keineswegs einseitig. Startups tragen selbst erheblich dazu bei, dass Journalisten wenig Lust haben, über sie zu berichten.</p>
<p>Es ist vor allem die immer wiederkehrende, uncharmante und nicht gerade clevere Herangehensweise der jungen Unternehmen, die selbst den interessierten Redakteur irgendwann mürbe macht. Ja, mürbe machen muss.</p>
<p><span id="more-20103"></span></p>
<p>Zwar hält sich mein Mitleid, was Journalisten angeht, in Grenzen &#8211; schließlich ist es ihr Job, sich mit Nachrichten und den angebotenen Themen auseinanderzusetzen. Dennoch kann ich das entnervte Augenrollen so mancher Redakteure verstehen. Vor allem dann, wenn sie pro Tag unzählige „Wir sind die Größten“-Pressemitteilungen, „Haben Sie meine Mail erhalten?“-Anrufe oder Einladungen zu vollkommen sinnfreien Pressekonferenzen bekommt. Es muss für Redakteure manchmal wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ sein &#8211; nur nicht ganz so lustig. Und wenn doch, dann wahrscheinlich nicht von den Startups/Unternehmen beabsichtigt.</p>
<p>Während ich in meinem letzten Gastbeitrag Journalisten <a href="http://netzwertig.com/2011/08/15/von-perlentauchern-walen-haien-exoten-warum-deutsche-startups-in-den-medien-nicht-stattfinden/">aufforderte</a>, ihre Einstellung und Wahrnehmung gegenüber deutschen Startups zu verändern, möchte ich in diesem Artikel die andere Seite &#8211; die Startups selbst &#8211; ansprechen und ihnen raten, ihre Einstellung in Sachen PR, ihre Selbstwahrnehmung und ihre Darstellung nach außen zu überdenken. So mancher Journalist wird es den jungen Unternehmen danken, wenn sie nicht dieselben Fehler machen, wie ihre mitunter penetranten Startup-Vorgänger.</p>
<p>Es gibt viele PR-Fehler, die Unternehmen machen können. Einen entscheidenden möchte ich hier aufzählen. Dabei will ich keine Ratschläge im Stil von „10 Tipps, wie man eine gute Pressemitteilung schreibt“ geben (in meinen Augen übrigens großer Unsinn), sondern vielmehr darstellen, warum Startups sich Journalisten mit mehr Feinsinn, einem gewissen Maß an Bescheidenheit, gesundem Menschenverstand und weniger mit einer burschikosen Holzfäller-Mentalität nähern sollten.<br />
<strong><br />
„Wir sind die Größten“ &#8211; das Muhammad-Ali-Syndrom</strong></p>
<p>Man stelle sich eine festliche Veranstaltung vor. Plötzlich betritt ein Gast den Saal, stellt sich in die Mitte des Raumes und ruft laut: „Ich bin der Größte. Noch nie dagewesen, revolutionär, visionär und absolut innovativ. Rufen Sie mich an!“. Selbstbewusst und stolz auf seinen Auftritt verlässt er den Raum. Fünf Minuten später dieselbe Szene. Ein weitere Gast betritt den Saal, stellt sich in die Mitte des Raumes und ruft: „Ich bin der Größte. Noch nie dagewesen, revolutionär, visionär und absolut innovativ. Rufen Sie mich an!“. Selbstbewusst und stolz auf seinen Auftritt verlässt auch er den Raum. Fünf Minuten später… Der Leser ahnt es. &#8211; Das Ganze wiederholt sich zehnmal an dem Abend.</p>
<p>Eine groteske Szenerie? Keineswegs, denn so ähnlich muss es einem Journalisten gehen, der in seiner Redaktion sitzt und regelmäßig (von eher nicht so guten) PR-Leuten, aus seinem Tagesablauf gerissen wird. Und wenn so ein Redakteur zehnmal am Tag, 50 mal in der Woche, 2.600 mal im Jahr die Schlagwörter „nie dagewesen, revolutionär, visionär und innovativ“ hören und lesen muss, dann ist es irgendwann kein Wunder, dass er PRler beim Erstkontakt generell mit einem gewissen Argwohn und Genervtheit begegnet. Keinesfalls möchte ich nun alle unhöflichen und zum Teil flegelhaften Redakteure in Schutz nehmen (davon gibt es einige) &#8211; aber bis zu einem gewissen Grad kann ich den Frust und die Resignation des einen oder anderen gegenüber PR-Leuten verstehen.</p>
<p><strong>Was können Startups also anders machen?<br />
</strong><br />
Den oben geschilderten „Hoppla-hier-bin-ich“-Auftritt inklusive der Schlagwörter einfach vermeiden. Sie sind abgedroschen und mit hoher Wahrscheinlichkeit vollkommen wirkungslos bei Journalisten. Man macht damit keinen Eindruck, man ist nur eines von zig Unternehmen, das immer wieder dieselbe Leier abspielt. Was eigentlich für Aufmerksamkeit sorgen soll, löst bestenfalls ein müdes Gähnen bei Journalisten aus. Und das sollte eher nicht das Ziel von Pressearbeit sein.</p>
<p>Wie auch immer der (Erst-)Kontakt zu einem Journalisten aussieht, er sollte:</p>
<ul>
<li>möglichst weit weg vom gängigen 08/15-PR-Vokabular sein</li>
<li>einen interessanten „Aufhänger“, einen gewissen Charme, eine Idee dahinter haben</li>
<li>mehr Fragen beantworten als aufwerfen – also Fakten abliefern, keine Phrasen dreschen</li>
<li>auf Größenwahn mit dem Tenor „Wir sind die Größten, die Besten…“ etc. verzichten</li>
</ul>
<p>Wer nicht Muhammad Ali („I am the greatest“) oder Steve Jobs heißt, der sollte genau prüfen, ob ihm ein Auftritt als „der Größte“ oder als „Visionär“ auch wirklich zusteht. Helmut Schmidt sagte einmal „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Ein wenig harsch, aber für die Mehrheit der selbsternannten Visionäre durchaus zutreffend.</p>
<p>Zusammengefasst: Kultivierte Menschen und Unternehmen stellen sich vor, erzählen kurz, knapp und möglichst interessant, was sie machen, und hinterlassen neben einem guten Eindruck auch ihre Visitenkarte. Das Gleiche sollte auch für die Pressearbeit gelten. Auf rüde Cowboy-Auftritte wie oben sollte man in der Regel verzichten &#8211; bei öffentlichen Veranstaltungen und in der PR.</p>
<p>Weitere Tipps zur Ansprache speziell von Tech-Bloggern findet ihr auch <a href="http://netzwertig.com/2010/09/17/startups-11-tipps-um-bei-tech-blogs-zu-punkten/">in diesem netzwertig.com-Beitrag</a>.</p>
<p><em><a href="http://www.boheme-pr.de/">Theodossios Theodoridis</a> ist freier PR-Berater in Hamburg. Er ist spezialisiert auf Öffentlichkeitsarbeit und Produkt-PR in den Bereichen Entertainment, Lifestyle &amp; Web. Zu seinen Startup-Referenzen gehören <a href="http://www.jimdo.com/">Jimdo</a> und <a href="http://www.mikestar.com/">Mikestar</a>. Vor seiner Zeit als freier Berater arbeitete er auf Agentur- und Unternehmensseite. Zuletzt war er acht Jahre PR Manager beim Games Publisher Eidos/Square Enix.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/nostri-imago/4438857719/">Flickr/cliff1066™</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>)</em></p>

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		<title>Von mobilen Standards, Wahrnehmung und Trends: HTML5 und die  mobilen Apps der Zukunft</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/11/07/von-mobilen-standards-wahrnehmung-und-trends-html5-und-die-mobilen-apps-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 10:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[HTML5]]></category>
		<category><![CDATA[mobile web]]></category>

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		<description><![CDATA[Mobile Apps sind allgegenwärtig: in der Werbung und mittlerweile auch in Gesprächen am Mittagstisch. Bis heute sind sie aber nur bedingt effizient herstell- und betreibbar. Der HTML5-Standard könnte helfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mobile Apps sind allgegenwärtig: in der Werbung und mittlerweile auch in Gesprächen am Mittagstisch. Bis heute sind sie aber nur bedingt effizient herstell- und betreibbar. Der HTML5-Standard könnte helfen.</h4>

<p><em><a href="http://twitter.com/#!/babalunda">Matthias Sala</a> ist Mitgründer von <a href="http://gbanga.com/">Gbanga</a>, einem Schweizer Spielstudio, das in seinen mobilen Spielen Realität und Virtualität vermischt und so physische Laufkundschaft generiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/html5.png" width="200" height="145"  alt="Foto: Flickr/adactio, CC-Lizenz" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Mobile Apps sind ein fester Bestandteil der IT-Industrie geworden. Alle Marken, Hersteller und viele Startups stellen nebst Websites auch mobile Apps für portable Apple- und Android-Geräte zur Verfügung.</p>
<p>Weil sich die Handy-Hersteller einen Plattform-Krieg liefern, sind die nativen Apps untereinander inkompatibel und müssen deshalb leider von den Entwicklern für jede Zielplattform jeweils neu programmiert werden. Dies erinnert leicht an die Situation in den 80er und 90er Jahren, wo Programme jeweils nur auf einem Betriebssystem (Windows, Linux oder Mac) funktionierten. Mit der Einführung des Internetbrowsers Mitte der 90er Jahre fokussierte sich die Industrie weniger auf das Programmieren nativer Anwendungen, sondern auf webbasierte Lösungen, die Geld brachten.</p>
<p>Nun sind sich alle Anbieter von Mobile Apps einig, dass dies auf dem Handy auch nicht so sein müsste. Eine Plattform-übergreifende technische Lösung würde nicht nur viel Arbeit einsparen, sondern auch die Qualität der Apps generell verbessern, weil man nur einen Sourcecode-Produkt pflegen muss. Mit dem Web-Standard HTML5 scheint es endlich Licht am Ende des dunklen Entwicklertunnels zu geben.</p>
<p><span id="more-19475"></span></p>
<p><strong>Apple fördert HTML5 seit der ersten Stunde</strong></p>
<p>HTML5 ist denn auch bereits überraschend weit gediehen. Schon bei der Lancierung des iPhones im Jahre 2007 hatte Apple HTML-basierte Apps gefördert, aber leider nicht viel Anklang gefunden. Die Entwickler waren begeistert über die neuen Möglichkeiten im wilden Westen der mobilen Welt und programmierten fleissig native Apps. Dabei ermöglicht die von Apple mitgelieferte Entwicklungsumgebung <a href="http://mobiforge.com/developing/story/build-web-apps-iphone-using-dashcode">Dashcode</a> bis heute die einfache und speditive Erstellung von Websites im App-Stil. Die meisten kostenlosen Medien-, Informations- und Werbe-Apps könnten auch heute damit entwickelt werden, wären günstiger in der Erstellung, der Wartung und im Betrieb und zudem über verschiedenste Plattformen verfügbar.</p>
<p>Die ursprüngliche Motivation von Apple ist simpel: Websites und mit Dashcode entwickelte Web-Apps verstopfen nicht unnötig die Review-Pipeline und verursachen deshalb auch weniger administrativen Aufwand und keinen Download-Traffic im App Store. Apple ist deshalb weiter an der Entwicklung des Web-App-Segmentes interessiert und kommuniziert dies den Entwicklern auch so.</p>
<p><strong>Aber was ist HTML5 genau und was kann es alles?</strong></p>
<p>HTML5 ist verglichen mit den vorherigen HTML-Versionen eher eine Absichtserklärung, eine Ära und ein Manifest und kein totalitärer technischer Standard. HTML5 ist flexibel und sieht Erweiterungen (Extensions) vor, die eine Vielzahl an Spezialfunktionen anbieten, wie Ortung (über GPS oder ähnlichem), Video-Wiedergabe, Offline-Fähigkeit und lokale Datenverwaltung über Minidatenbanken. Entwickler können dann auf ihren Websites diese Funktionalität nutzen, um das Surf-Erlebnis ähnlich dem Gefühl einer nativen App anzupassen.</p>
<p>Obwohl der Standard erst 2014 ratifiziert werden soll, werden bereits viele Extensions von HTML5 breit unterstützt. Websites wie <a href="http://www.quirksmode.org/mobile/">quirksmode.org/mobile</a>, <a href="http://caniuse.com/">CanIUse.com</a> und die Wikipedia-Artikel <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HTML5_in_mobile_devices">HTML5 in mobile devices</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_layout_engines_(HTML5)">Comparison of layout engines (HTML5)</a> geben Auskunft, welche Features in welchen Versionen der verschiedenen Browser funktionieren. Noch scheint es aber etwas unübersichtlich zu sein. Tools wie <a href="http://mobilegui.net/detect-mobile-browser-capabilities-with-modernizr/">Modernizr</a> helfen hier.</p>
<p><strong>Wie verhält sich HTML5 zu Flash und Silverlight?</strong></p>
<p>Die antizipierte Funktionalität von HTML5 ist sehr ähnlich der von bestehenden Softwarekomponenten wie Flash und Silverlight. Flash erweitert seit mehr als 12 Jahren HTML um Multimedia-Funktionalität und ist so zum Industriestandard geworden. Wie <a href="http://www.forbes.com/sites/fredcavazza/2011/07/17/why-opposing-html5-and-flash-is-a-non-sense/">Fred Cavazza in seinem Artikel auf Forbes</a> schreibt, ist ein Vergleich zwischen HTML5 und Flash nicht sehr einfach. Für den Enduser sind die Resultate praktisch identisch, HTML5 wird nicht als Fortschritt wahrgenommen, sondern nur als eine neue Technologie, die das Installieren eines Plugins erspart.</p>
<blockquote><p>“Perhaps Adobe should focus more on creating great HTML5 tools for the future, and less on criticizing Apple for leaving the past behind.” &#8211; Steve Jobs, April 2010</p></blockquote>
<p>Weil HTML5 aber noch nicht ganz fertig ist, ist Flash auf dem Desktop immer noch mächtiger mit grösserem Funktionsumfang. Wegen <a href="http://www.apple.com/hotnews/thoughts-on-flash/">Steve Jobs&#8217; legendärem Boykott</a> funktioniert Flash auf dem Handy nicht und ist deshalb keine Alternative zu mobilen Apps. Das selbe gilt für Silverlight, das wenig verbreitete Pendant von Microsoft. Silverlight funktioniert ausschliesslich auf Windows Phone-Geräten.</p>
<p><strong>Cross-Plattform Alternativen: Air, Unity, PhoneGap, Appcelerator</strong></p>
<p>Spannend ist, dass Adobe mit <a href="http://www.adobe.com/products/air.html">AIR</a> seit Kurzem eine Möglichkeit bietet, Flash-Projekte in native Apps umzuwandeln. Eine äusserst praktische Funktionalität für Werbeagenturen, die sich bisher auf Desktop-Flash-Seiten spezialisiert hatten und nun auch auf iPads entwickeln möchten.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit <a href="http://www.adobe.com/products/air.html">Unity</a>, einer bei Game-Entwicklern populären Entwicklungsumgebung. Auf einfache Weise kann man Unity-Projekte auf iPhones, Android-Phones und jegliche Desktop-Browser kompilieren. Leider ist die Library etwas gross geraten, so dass sich Projekte um zehn Megabytes aufblasen.</p>
<p><strong>Der Hybrid gewinnt</strong></p>
<p>Um von allen Vorteilen beider Ansätze (native und web) zu profitieren, hat sich ein neuer Weg herauskristallisiert: Man entwickelt eine web-basierte App und erstellt eine native App, die als Container funktioniert. So werden die Vorzüge der nativen App wie In-App-Käufe und Verfügbarkeit im App Store und die Flexibilität der Web-App in einer App vereint.</p>
<p align="center"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/11/hybrid.png" width="450" height="129"  alt="" /><br /></p>
<p>Für diese Methode gibt es auch bereits einige Werkzeuge wie <a href="http://phonegap.com/">PhoneGap</a> und <a href="http://www.appcelerator.com/">Appcelerator Titanium</a>, welche es ermöglicht, für iPhone und Android parallel zu entwickeln und dabei ausschliesslich JavaScript, CSS3 und HTML5 zu verwenden. Kenntnisse über iOS’s Objective C und Android Java sind nicht mehr nötig.</p>
<p>Es handelt sich dabei um native App-Container, in welche die vom Entwickler programmierten HTML5-Programme geladen werden. Entwickler können dadurch schnell und flexibel entwickeln und über verschiedene Plattformen distribuieren. Pikanterweise hat Adobe die Firma Nitobi, Hersteller von PhoneGap, <a href="http://phonegap.com/2011/10/03/nitobi-enters-into-acquisition-agreement-with-adobe-2/">Anfang Oktober 2011 gekauft</a>.</p>
<p>Für den Endbenutzer wirkt die App wie eine vollwertige native App.</p>
<p><strong>Wie bequem ist die Entwicklung mit HTML5-Werkzeugen?</strong></p>
<p>Das herkömmliche Web besteht bereits seit mehr als 15 Jahren. So sind auch die Werkzeuge professionell und effizient geworden. Von Editoren bis hin zu Lösungen zum Hosten gibt es eine enorm reichhaltige Auswahl an Tools. Viele sind kompatibel mit dem HTML5-Standard und somit auch für Web-Apps auf dem Smartphone.</p>
<p>Vorteile bringen webbasierte Anwendungen vor allem im Unterhalt und bei der Aktualisierung. Einerseits wird der Freischaltungsprozess vom Geräteanbieter wie bei Apple ausgelassen, wodurch man schneller und flexibler neue Versionen und Inhalte veröffentlichen kann. Andererseits kann man die gleiche Infrastruktur verwenden, die auch für die meist bereits bestehende Website betrieben wird.</p>
<p>Schön ist auch, dass Web Apps prinzipiell auf verschiedenen Plattformen (iPhone, Android, BlackBerry) funktionieren und so nicht immer für jede Plattform neu übersetzt werden müssen. Dadurch verringert sich der Entwicklungs- und Unterhaltsaufwand um ein Vielfaches und der Stil und die Struktur der eigenen App bleibt über Geräte hinweg konsistent.</p>
<p>Ist die Web App super-generisch angelegt, kann man sogar nur eine Website betreiben, welche ebenfalls von den Desktop-Benutzern verwendet wird.</p>
<p>Bereits gibt es auch Open-Source-Softwarebibliotheken, die sich auf die mobile Webentwicklung spezalisiert haben: genannt seien hier <a href="http://jquerymobile.com/">jQuery</a> mobile und <a href="http://www.sencha.com/products/touch/">Sencha touch</a>. Mit beiden lassen sich schnell und bequem Web Apps für verschiede Handies erstellen, ohne an den kleinen, aber feinen Plattformunterschieden zu tüfteln. Diese beiden Werkzeuge sind auch mit dem Hybrid-Container PhoneGap (siehe oben) kombinierbar.</p>
<p><strong>Die Macht des Geldes: auch beim Trend der mobile Apps</strong></p>
<p>Der vermutlich stärkste Grund für den Erfolg des nativen App-Ökosystems von Apple ist nicht so sehr das Design oder die Usability, sondern vielmehr der Umstand, dass Benutzer eine weitaus höhere Akzeptanz zu Zahlungen haben. Mit wenigen Klicks und ohne Formular kann man Kleinstbeträge bequem überweisen und damit Apps und Virtual Goods kaufen. Die Monetarisierung wiederum ist für die App-Hersteller das Wichtigste, um den Entwicklungsaufwand überhaupt erst rückfinanzieren zu können.</p>
<p>Webbasierte Apps haben diesen Vorteil nicht. Benutzer müssen sich bei einem Dienst wie <a href="http://www.paypal.com">PayPal</a> einloggen und im schlechtesten Fall alle Kreditkarten-Details über die Handytastatur eingeben. Die Konvertierungsrate ist erwartungsgemäss sehr niedrig. Nun bietet Google seit Kurzem ein <a href="http://sandbox.google.com/checkout/inapppayments/">In-App-Payment-System für Websites</a> an. Dort muss aber zuerst noch die notwendige Marktdurchdringung erfolgen. Andernfalls müssen sich die Benutzer einfach auf der Google-Seite aufwendig anmelden.</p>
<p>HTML5 könnte sehr gestärkt werden, wenn eine smarte Payment-Extension Bestandteil des Standards würde.</p>
<p><strong>Wie steht es mit der Benutzerfreundlichkeit und Performance?</strong></p>
<p>Wie bereits erwähnt, verändert sich die Benutzung von Websites mit der Technologie HTML5 nicht wesentlich. Der einzige Unterschied ist, dass Websites etwas langsamer interpretiert werden und nativ programmierte Apps mit voller Hardware-Beschleunigung ausgeführt werden. Native Apps laufen, wenn richtig programmiert, glatt und geschmeidig und fühlen sich in der Bedienung besser an, weil sie unter den 200 Millisekunden reagieren.</p>
<p>HTML5 und die Extensions ermöglichen den Hardware-beschleunigten Zugriff auf Grafik-Funktionen zum effizienten 2-dimensionalen Zeichnen. Trotzdem ist die gefühlte Geschwindigkeit noch nicht perfekt und es ruckelt oft, sofern man die Seite nicht optimiert hat. Mit lokalem Caching und weniger Server-Roundtrips kann es gelingen, ein perfektes Benutzererlebnis herzustellen. Siehe dazu auch die praktische Zusammenfassung, <a href="http://www.html5rocks.com/en/tutorials/speed/quick/">wie man Web Apps schneller macht</a>.</p>
<p>Für ultra-realistische Spiele und andere Echtzeit-Anwendungen wie zum Beispiel Augmented Reality eignet sich eine mobile Web App noch nicht, weil 3D-Beschleunigung und der volle Kamerazugriff noch fehlen. Es wird aber an Hardware-beschleunigten Browser gearbeitet.</p>
<p><strong>Beispiele aus der Praxis</strong></p>
<p>Der einfachste Weg, sich von HTML5 zu überzeugen, ist die Reihe von erfolgreichen Beispielen von HTML5 Web Apps auszuprobieren. Twitter und <a href="http://touch.facebook.com/">Facebook touch</a> sind die prominentesten Vertreter von Websites, die auch mobile Touchscreens unterstützen. Für Verlage ist bestimmt auch interessant, dass die <a href="http://apps.ft.com/ftwebapp/">Financial Times eine Web App</a> für iPad und iPhone in HTML5 entwickelt hat, die sogar Offline-Zugriff auf Artikel erlaubt &#8211; die gleiche Fähigkeit besitzt auch <a href="http://netzwertig.com/2011/08/12/html5-und-mobile-apps-der-kindle-cloud-reader-weist-den-weg/">Amazons Kindle Cloud Reader</a>. Offenbar war Financial Times Entscheid auf Apples 30-prozentige Umsatzbeteiligung zurückzuführen. PopCap’s Spiel <a href="http://www.popcap.com/games/bejeweled2/web">Bekeweled</a> funktioniert komplett im Handy-Browser und Zynga bietet mit <a href="http://itunes.apple.com/ch/app/mafia-wars-by-zynga/id305904856?mt=8">Mafia Wars</a> eine Hybrid-App für das iPhone an.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Es ist Zeit, dass sich jeder professionelle Mobile App-Entwickler mit HTML5 auseinandersetzt und eigene Erfahrungen im Benchmarking macht. Die Entwicklungszeit ist erheblich kürzer als bei der nativen Entwicklung, die Benutzungsgeschwindigkeit für die meisten Einsatzgebiete akzeptabel. Für eine erfolgreiche Entwicklung einer HTML5-App gilt es vorab abzuklären, ob die notwendigen Features auf den Zielplattformen unterstützt werden. Zudem muss man schlaue Entscheidungen bei der Monetarisierungstrategie machen.</p>
<p><strong>Über den Autor</strong><br />
<em>Matthias Sala ist Startup-Unternehmer bei Gbanga in Zürich. Gbanga hat sich auf mobile Games spezialisiert, die Realität und Fiktion vermischen. Für Kunden entwickeln sie auch Spiele für Mobilgeräte, u.a. auch in HTML5. Vor der Gründung von Gbanga arbeitete er im Silicon Valley bei Xerox PARC an aktivitäts-bezogener Informationszustellung. Matthias ist nebenamtlich im Vorstand des Schweizer Computerspiel-Entwickler-Verbands <a href="http://igda.ch/">IGDA.ch</a>, des <a href="http://www.mobilemonday.ch/">Mobile Monday Switzerland</a> und des <a href="http://www.amazee.com/startupcamp-switzerland-0/">StartupCamp.ch</a>.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/adactio/4765085194/">Flickr/adactio</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC-Lizenz</a>)</em></p>

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		<title>Google+: Der Schlüssel heisst Android</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 08:40:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern.</h4>

<p><em><a href="https://twitter.com/moritzadler">Moritz Adler</a> ist Product Manager Mobile bei <a href="http://www.local.ch">local.ch</a> und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/android.png" width="250" height="141"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Martin Weigert <a href="http://netzwertig.com/2011/10/18/google-die-gefahr-der-nische/">beschrieb vor einigen Tagen</a>, wie <a href="http://plus.google.com">Google+</a> bisher vor allem die üblichen Verdächtigen anzieht: Geeks, Social Media Experten, SEO-Berater und mehr und mehr Spammer. Das neue Social Network aus dem Hause Google drohe daher, zu einem Nischenangebot zu werden. Einen wichtigen Aspekt hat er in seiner Analyse jedoch außer Acht gelassen: Die Zukunft von Google+ liegt in erster Linie im mobilen Bereich.</p>
<p>Sicher: Die Anfangseuphorie rund um Google+ <a href="http://t3n.de/news/google-hype-ebbt-ab-traffic-sinkt-327973/">scheint vorbei zu sein</a>. In letzter Zeit stieß ich häufiger auf Artikel, die Google+ verlangsamtes Wachstum, eine geringere Nutzung und die Präsenz der ewig gleichen Gesichter attestierten. Gleichzeitig erinnern mich diese Abgesänge aber sehr an Gartners <a href="http://www.gartner.com/technology/research/methodologies/hype-cycle.jsp">Hype Cycle</a>. Fakt ist: Über 40 Millionen Nutzer sind nach knapp vier Monaten kein schlechtes Resultat und die Qualität der Diskussionen auf Google+ ist signifikant besser als auf Facebook und Twitter.</p>
<p><span id="more-19265"></span></p>
<p>Der entscheidende Erfolgsfaktor für Google+ wird meines Erachtens nach aber die tiefe Integration in Android-Geräte darstellen.</p>
<p>In der vergangenen Woche präsentierten Google und Samsung das <a href="http://neuerdings.com/2011/10/19/samsung-galaxy-nexus-erstes-smartphone-mit-android-4-0/">Galaxy Nexus</a> inklusive <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Android-4-0-Neues-Design-neue-Features-1363210.html">Googles neuestem Android-Release &#8220;Ice Cream Sandwich&#8221;</a>. Besonders auffällig (neben den technischen Highlights) ist die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-F_ke3rxopc">tiefe Integration von Google+ in Android</a>. Entscheidend ist hier vielleicht weniger das soziale Netzwerken selbst &#8211; dafür hatten Android-Nutzer auch bisher schon Facebook- und Twitter-Apps. Besonders interessant scheinen mir Messenger (vormals Huddle) und der Video-Chat Hangout zu sein.</p>
<p>Diese Features sind Google+-Dienste, auch wenn der User sie gar nicht unbedingt als Teil eines Social Networks betrachtet. <a href="http://fluidmedia.de/blog/social_media/google-plus-entwicklung-und-mitgliederzahlen/">Maik Hettich schreibt in seiner Einschätzung zu Google+</a>:</p>
<blockquote><p>“Die Integration von Google+ in Android schreitet voran. Besonders die Funktion Hangout wird eng mit dem Smartphone OS verwoben. Hier hat Facebook das Nachsehen, zumal Apple im neusten iOS5 zwar die tiefe Integration von Twitter in das OS vorgenommen hat, nicht aber, die von vielen Nutzern gewünschte, Integration von Facebook.”</p></blockquote>
<p>Mit über <a href="http://techcrunch.com/2011/10/13/page-google-plus-40-million-mobile-2-5-billion/">190 Millionen verkauften Android-Geräten</a> (sprich: Google-Nutzern) hat Google bereits eine gewaltige Gruppe von potenziellen Google+-Anwendern und vor allem einen Vorteil gegenüber Facebook, das abgesehen von einigen gerätespezifischen Partnerschaften nicht auf eine derartige Einbettung in ein dominierendes mobiles Betriebssystem bauen kann.</p>
<div>In Zukunft werden daher auch noch weitere Dienste (YouTube, Picasa bzw. Google Photos) eng an Google+ angebunden werden und dem Android-User jederzeit zur Verfügung stehen. Einen ähnlichen Weg geht derzeit Apple <a href="http://thenextweb.com/apple/2011/10/12/tnws-guide-to-ios-5-twitter-integration">mit der Integration von Twitter</a>.</div>
<p>Ich bin mir daher sicher, dass mittelfristig die mobile Nutzung von Google+ im Fokus steht und nicht die über das &#8220;stationäre&#8221; Web. Wenn Googles Vice-President Brad Horowitz also sagt “<a href="http://www.wired.com/magazine/2011/09/ff_google_horowitz/all/1">Google+ is Google itself</a>”, dann spricht er über Mobile.</p>
<p>Und dann hat Google mit seinen fast 200 Millionen verkauften Android-Geräten einen Trumpf in der Hand, der aus dem vermeintlichen Geek-Netzwerk Google+ in kurzer Zeit ein starkes Mainstream-Produkt machen kann.</p>
<p><em><em><a href="https://twitter.com/moritzadler">Moritz Adler</a> ist Product Manager Mobile bei <a href="http://www.local.ch">local.ch</a> und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.</em><br />
</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/10/24/google-der-schlussel-heisst-android/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/27/erwartungsgemas-facebook-stehen-sturmische-wochen-bevor/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/fbstorm110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/27/erwartungsgemas-facebook-stehen-sturmische-wochen-bevor/">Erwartungsgemäß: Facebook stehen  stürmische Wochen bevor</a></b><br /><font size="2">Die Zeit für eine neuerliche Facebook-Kontroverse auf breiter Front scheint gekommen. Traditionell wird dies Alternativen helfen, sich ins Gespräch zu bringen. Ein bleibender Effekt ist allerdings nicht garantiert. </font><font color="#aaa">(27. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/15/facebooks-neuer-abonnieren-button-ein-kleiner-knopf-mit-grosser-wirkung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/facebook_110-9.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/15/facebooks-neuer-abonnieren-button-ein-kleiner-knopf-mit-grosser-wirkung/">Facebooks neuer "Abonnieren"-Button: Ein kleiner Knopf mit großer Wirkung</a></b><br /><font size="2">Facebook erlaubt es Nutzern schon länger, öffentliche Status Updates von Nicht-Kontakten zu abonnieren. Eine neue Schaltfläche rückt diese Funktion ins Zentrum und unterstreicht Facebooks Bestreben, der Konkurrenz das Wasser abzugraben. </font><font color="#aaa">(15. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/18/soziale-beziehungen-im-web-auf-der-suche-nach-der-perfekten-vernetzung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/network110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/18/soziale-beziehungen-im-web-auf-der-suche-nach-der-perfekten-vernetzung/">Soziale Beziehungen im Web: Auf der Suche  nach der perfekten Vernetzung</a></b><br /><font size="2">Webplattformen, die Nutzer miteinander in Kontakt bringen, bauen auf unterschiedliche Ansätze zur Abbildung von Beziehungen und Schaffung von Interaktion. Nach dem perfekten System wird noch gesucht. </font><font color="#aaa">(18. Juli 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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		<title>Analoge Reste: Von der mühsamen Ankunft der Buchbranche im Medienwandel</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/10/20/analoge-reste-von-der-muhsamen-ankunft-der-buchbranche-im-medienwandel/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/10/20/analoge-reste-von-der-muhsamen-ankunft-der-buchbranche-im-medienwandel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 06:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Books]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen.</h4>
<h6 class='textad' style='color: rgb(153,153,153); font-size:1em; font-weight:normal; padding: 0 0 1em 0; margin: 0;'> &mdash; <a href='http://www.swissitbridge.ch/landing-page/328-fachkraeftemangel-blog.html' rel="nofollow">swissITbridge.ch</a> &mdash; Mehr Zeit für sich und trotzdem schneller am Markt? Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer Software, damit Sie mehr Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben haben.  &mdash; <a class='textad-blogwerk' style='color: rgb(153,153,153);' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel="nofollow">Textanzeige</a> &mdash; </h6>
<p><em><a href="http://www.fhstp.ac.at/studienangebot/bachelor/mm/studiengangsteam/krone-jan">Prof. Dr. Jan Krone</a> ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft &amp; Medien an der Fachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich. Mehr zu seiner Person am Artikelende.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/ebook.png" width="160" height="136"  alt="Foto: Flickr/timonoko, CC-Lizenz" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Das E-Book taucht innerhalb der letzten Jahre im Rahmen der <a href="http://www.buchmesse.de/de">Frankfurter Buchmesse</a> regelmäßig als <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/buchmarkt-im-umbruch-die-smarte-bedrohung-1.528012">Branchenschreck</a> und/oder <a href="http://carta.info/27917/ipadologie-ii-abschied-von-der-analogen-hardware/">–erlösung</a> auf &#8211; mit für den deutschsprachigen Markt bis heute <a href="http://meedia.de/background/meedia-blogs/stefan-winterbauer/stefan-winterbauer-post/article/buchmesse--die-groe-e-verwirrung_100037455.html">marginalen Auswirkungen auf Anbieter und Nachfrager</a>. Bisher erleben wir eine überwiegend <a href="http://netzwertig.com/2010/01/02/e-book-reader-smartphones-co-der-kampf-um-die-naechste-generation-digitaler-inhaltskanaele/">technikzentrierte Debatte</a> mit enormen Marketinganstrengungen der Hardwareindustrie.</p>
<p>Das Buch als massenmediale Gattung war in der Vergangenheit, verglichen mit verwandten Medienangeboten, weitestgehend von den konvergierenden Nutzungsumgebungen im Zuge der Digitalisierung und damit auch hinsichtlich verlegerischer Aktivitäten auf neuen, elektronischen Oberflächen unterrepräsent. Buchmedien gelten im Kerngeschäft als de-kommunikative und unvernetzte Medienangebote im Sinne massenmedialer Kommunikation und sind damit gegenüber digitalen, interpersonalen Kommunikationsmedien in Angebot und Nachfrage weitgehend autark. Andererseits sind Buchverlage und Autoren Content-Spezialisten und gelten als gefragte Größe im Markt digitaler Oberflächen, die es attraktiv zu füllen gilt.<span id="more-19235"></span></p>
<p>Neben den in einer breiten Öffentlichkeit bislang wenig thematisierten Variablen „<a href="http://www.neunetz.com/2011/10/11/sind-e-book-flatrate-und-buchpreisbindung-vereinbar-justiziar-des-boersenvereins-es-ist-kompliziert-aber-nein/">Buchpreisbindung</a>“ und „Grossosystem“ – im Hinblick auf das gesetzlich geachtete <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Buchpreisbindung">Kulturgut „Buch“</a> – als mögliche Erfolgsdeterminanten für eine signifikante Marktentwicklung soll an dieser Stelle ein über ein Social Network unter Pseudonym anonym und frei von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_%28Psychologie%29">Reaktanzen</a> durch Intentionen im ersten Halbjahr 2011 geführtes Interview einen Hinweis auf das Leseverhalten in wachsenden Endkundenmärkten geben. Es illustriert den exemplarischen Stellenwert des E-Books als eine Alternative im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnis_lieferbarer_B%C3%BCcher">Segment der Belletristik</a>.</p>
<p><strong>Jan Krone: </strong>Du hast einen E-Reader und eine Festplatte voller E-Books? Wie gefällt dir das vom Komfort her? Wann benutzt du die? Ist das einfach nur ein Datenlager?</p>
<p><strong>E-Book-Nutzerin: </strong>Die Festplatte nutze ich tatsächlich nur als Datenlager. Mit dem E-Reader bin ich sehr zufrieden, nachdem ich meine jahrelange Skepsis besiegen konnte. Aber da das E-Paper eine ganz andere Lesequalität bietet als herkömmliche Displays, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Zusätzlich ist der Reader im Vergleich mit einem dickeren Schmöker relativ leicht und ermöglicht mir auch das Lesen in Rückenlage. Abgesehen davon kann man stets einige Laufmeter Bücher bei sich haben.</p>
<p><strong>Jan Krone: </strong>Brauchst du denn wirklich immer Laufmeter Bücher bei dir? Der Mensch ist ja nicht so mobil, als dass er mehr als zwei, drei Bücher auf seinen Strecken benötigt. Das mit dem Gewicht nehme ich dir bei dicken Schmökern ab, nicht aber bei normalen Büchern mit bis zu 400 Seiten. Dazu kommen erschwerend der Energieverbrauch und das Lesen am Bildschirm mit Knöpfen. Was für einen Reader hast du?</p>
<p><strong>E-Book-Nutzerin: </strong>Zu der Menge an Büchern: Ich liebe die Vielfalt. Und ein Reader ist einfach handlicher, weil stabiler. Der Energieverbrauch ist äußerst gering, zudem müssen unter ökologischen Gesichtspunkten weniger Bücher produziert und transportiert werden. Ich will dir allerdings keinen Reader einreden &#8211; meine anfängliche Skepsis war weg, als ich das erste Mal einen in den Händen hielt.</p>
<p>Ein weiteres Argument ist für mich noch, dass ich mittlerweile einige E-Books gelesen habe, die es als Printtitel (noch) nicht gibt.  Außerdem bin ich ein Vielleser mit einem Platzproblem in meiner Wohnung. Ich bin nur am Inhalt der Bücher interessiert, nicht am Gewicht, und ich lege Wert auf die Verfügbarkeit vor Ort. Knöpfe gibt es an meinem Gerät nicht viele. Die Technik läuft während des Lesens genau so automatisch ab wie das Umblättern.</p>
<p><strong>Jan Krone: </strong>Vielfalt ist ja keine Antwort auf meine Frage &#8211; du bekommst Dank des Vertriebssystems ja nahezu überall alle Titel. Vermisst du denn nicht die Sinnlichkeit von Papier als Informationsträger? Die Ersterscheinung ist bei Büchern ja eigentlich egal, weil sie als so genannte sehr lang drehende Konsumgüter gelten. Bei einem Schiller spielt es keine Rolle, wann du ihn liest. Vor 100 Jahren, heute oder in 100 Jahren. Würdest du zugunsten von E-Books auf Papier verzichten? Oder ist es eine adäquate Ergänzung für dein individuelles Leseverhalten? E-Books sind nun mal auch nicht herzeigbar…</p>
<p><strong>E-Book-Nutzerin: </strong>Ich würde niemals vollständig auf Papierbücher verzichten wollen! Ich besitze so manche Titel sowohl als elektronische Variante als auch als Papierausgabe. Es ist einfach eine Erweiterung meiner Möglichkeiten. Ich habe ja auch nicht aufgehört, meine Beine zu nutzen, nur weil ich den Führerschein und ein Auto erwarb. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Ich gehe sehr gerne und viel. Manchmal ist das Auto trotzdem nützlich. Es ist ein nettes Gimmick und man kann auch sehr gut ohne leben. Genauso wie (m)ein Smartphone. Ich brauche es nicht. Trotzdem nutze ich es gerne.</p>
<p>Ich mag es, in sich spontan ergebenden Auszeiten eine breite Auswahl zur Verfügung zu haben. Ich lese oftmals mehrere Bücher zeitgleich. So muss ich nur den Reader mitnehmen und kann dann entscheiden, bei welchem Titel ich gerade weiterlesen mag. Es war mein Weihnachtsgeschenk und ich machte es davon abhängig, ob ich noch einen Sony Reader von Thalia im Abverkauf bekam. Die neueren mit Touchscreen, direkter Shopanbindung und deutlich höheren Anschaffungskosten hätte ich wohl nicht gekauft. Bei diesem gefällt mir, dass er noch nicht von einer Kette für sich vereinnahmt ist.</p>
<p>++</p>
<p>Der exemplarische Austausch legt nahe, dass eine nutzerorientierte Marktbearbeitung abseits von regulativen Implikationen das E-Book zu einem Erfolg im Endkundenmarkt führen könnte. Die Strategien der Anbieter von Content, Vertriebsstrukturen und Hardware widersprechen dem derzeit jedoch.</p>
<p>Dass sich ein Endkunde mit mehreren Endgeräten ausstattet, die für sich jeweils nur einen spezifischen Teil des gesamten inhaltlichen Angebots darstellen können, steht einem breiten Markterfolg wie dem des gedruckten Buches, des Hörfunks, des Fernsehens oder des Zugangs zum Internet entgegen. E-Books werden sich unter diesen Bedingungen vornehmlich in Nischen behaupten und eine Koexistenz zu substitutiven Trägermedien pflegen.</p>
<p>Wie sich die Entwicklung einer Marktdurchdringung des E-Books in weiteren Segmenten des Buchmarktes entwickelt, kann nicht ohne weiteres abgeleitet werden. Die Fragestellungen beispielsweise für den titelstarken <a href="http://netzwertig.com/2010/09/03/e-books-warum-es-von-jedem-fachbuch-eine-digitale-version-geben-sollte/">Fachbuchmarkt</a> entspringen einer komplett anderen Grundannahme zur Nutzungs- und Produktionsspezifik. Es gilt also, den Buchmarkt nach Gattungen und Segmenten zu sezieren, um halbwegs verlässliche Ergebnisse zur nachhaltigen Marktdurchdringung zu erreichen.</p>
<p>Der öffentliche Diskurs erscheint, als ob es vornehmlich darum gehe, Produktionsweisen und Ressourcenallokation der Papierindustrie sowie den Nutzen von Buchmedienkommunikation (<a href="http://www.surffoundation.nl/en/themas/openonderzoek/verrijktepublicaties/Pages/default.aspx">Enhanced</a> <a href="http://publishing-business.blogspot.com/2010/10/enhanced-e-book-welche-features-nutzen.html">Publishing</a>) zu bedienen. Letztlich steht das Buch in seiner <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/was-das-e-book-nicht-kann-fuer-ein-neues-lesen-im-internet-zeitalter-1966449.html">gesellschaftlichen Position als Kulturgut</a> gerade für eine ausgesprochen deutliche Form der De-Kommunikation, also der Deplatziertheit von Interaktivität.</p>
<p><em><a href="http://www.fhstp.ac.at/studienangebot/bachelor/mm/studiengangsteam/krone-jan">Prof. Dr. Jan Krone</a> studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Jura, Neuere Deutsche Literatur sowie Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet vorwiegend zu Mediennutzung von Individual- und Massenmedien im Medienwandel und ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft &amp; Medien an der Fachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/timonoko/3231276982/">Flickr/timonoko</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</em></p>

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          <a href="http://netzwertig.com/2011/10/20/analoge-reste-von-der-muhsamen-ankunft-der-buchbranche-im-medienwandel/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/10/13/gesenkter-bedarf-an-regulierung-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/onair110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/10/13/gesenkter-bedarf-an-regulierung-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-2/">Gesenkter Bedarf an Regulierung: 12 Thesen zur Medienpolitik  in der Online-Welt (Teil 2)</a></b><br /><font size="2">Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik. </font><font color="#aaa">(13. Oktober 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/10/12/unbekanntes-terrain-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/terrain110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/10/12/unbekanntes-terrain-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-1/">Unbekanntes Terrain: 12 Thesen zur Medienpolitik  in der Online-Welt (Teil 1)</a></b><br /><font size="2">Das Internet verändert die Medienwelt - und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik. </font><font color="#aaa">(12. Oktober 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/filterblase110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/19/eli-parisers-filter-blase-die-neue-gefahr-der-tarnkappen-gatekeeper/">Eli Parisers "Filter-Blase": Die neue Gefahr  der Tarnkappen-Gatekeeper </a></b><br /><font size="2">Das Internet wird als Demokratisierung der Information gefeiert, als Befreiung von den journalistischen Gatekeepern. Dabei machen sich längst wesentlich heiklere, weil unsichtbare Maschinen-Gatekeeper breit. </font><font color="#aaa">(19. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Gesenkter Bedarf an Regulierung: 12 Thesen zur Medienpolitik  in der Online-Welt (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 06:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.</h4>

<p><em><a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/onair.png" width="160" height="102"  alt="Illustration: stock.xchng" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Prof. Dr. Gerhard Vowe</a> ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes <a href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/">Funkkorrespondenz</a> hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.</em></p>
<p><em>Dies ist Teil 2 seiner Analyse. <a href="http://netzwertig.com/2011/10/12/unbekanntes-terrain-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-1/">Zum ersten Teil mit den Thesen 1 bis 6 geht es hier</a>.</em></p>
<p><strong>7. Online-Medien verändern die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar vor allem durch die Mediatisierung der Gruppenkommunikation.</strong><br />
In der Online-Welt verändert sich die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar in all ihren Facetten. Es verändern sich das Was und Warum der öffentlichen Meinung – die Themen und die Positionen und die Begründungen, zum Beispiel die Kriterien, mit denen Politiker bewertet werden: Sie müssen kontinuierlich kommunikativ präsent sein, sie müssen persönlich sichtbar sein, sie müssen ständig auf der Hut sein, da alles, was sie sagen, sofort überprüft werden kann und auf immer dokumentiert ist. Es verändern sich das Wann und Wie der öffentlichen Meinung, die Strukturen und Rhythmen der Meinungsbildungsprozesse. Öffentliche Meinung ist volatiler geworden.</p>
<p><span id="more-19180"></span></p>
<p>Und es verändert sich das Wer gegen Wen: Der Chor öffentlich vernehmbarer Stimmen ist vielstimmiger geworden; streckenweise geht das an die Schmerzgrenze. Marginale Gruppen nutzen das Sprungbrett der Online-Medien, um in die traditionellen Medien zu kommen. Es ergeben sich andere Konfigurationen – zum Beispiel zwischen etablierten und nicht etablierten Organisationen und zwischen Organisationen und schwach organisierten Gruppen.</p>
<p>Beispiel YouTube: Das ist sicher kein publizistisch profiliertes Organ, aber ein Ort auch der politischen Auseinandersetzung. Vor allem ist mit dem Aufstieg von YouTube und anderen Foren verbunden, dass sich die politische Kommunikation innerhalb von Gruppen mediatisiert. Hier kann kommentiert und diskreditiert, empfohlen und abgeraten, geätzt und geholzt werden – ganz wie am realen Stammtisch, nur jung, anonym und für andere nachlesbar.</p>
<p>Die Mediatisierung der Gruppenkommunikation bietet ungeahnte Möglichkeiten sowohl für Bottom-up- als auch für Top-down-Kommunikation, also sowohl für die Organisation und Artikulation zerstreuter Gruppen als auch für die Beobachtung und Beeinflussung scharf abgegrenzter Zielgruppen.</p>
<p><strong>8. Die Online-Mediatisierung macht in sechs Dimensionen öffentlicher Kommunikation traditionelle Grenzziehungen obsolet und neue erforderlich:</strong><br />
<strong>1) publizistisch irrelevant / publizistisch relevant<br />
2) geheim / bekannt<br />
3) privat / offen<br />
4) proprietär / kommunal<br />
5) profitabel / gemeinschaftlich finanziert<br />
6) riskant / sicher.</strong></p>
<p>Der Übergang in die Online-Welt bringt eine Fülle von Problemen mit sich. Heiß wird es dabei an sechs Stellen. Diese Hot Spots markieren die Grenzziehungen, die der sozialen Kommunikation ihre Struktur geben. Es geht dabei nicht um territoriale Grenzen, sondern um mentale Konstrukte, um Differenzen, die gesetzt werden und die dann die technischen, praktischen, ökonomischen, rechtlichen und politischen Abgrenzungen bestimmen. Die Grenzen markieren die Tiefenstruktur unserer individuellen und kollektiven Sicht von Kommunikation.</p>
<p>Durch die Online-Mediatisierung verschieben sich die Grenzen. Sie sind nicht mehr selbstverständlich, sondern werden in Frage gestellt, und das hat Auswirkungen auf die Stabilität unseres kommunikativen Erlebens und Handelns. Jede dieser sechs Differenzen setzt an einer anderen Dimension von Öffentlichkeit an:</p>
<p>1) Die erste Differenz setzt an der publizistischen Dimension von öffentlich an und trennt publizistisch irrelevant von publizistisch relevant. Was ist für die Bildung öffentlicher Meinung in öffentlichen Angelegenheiten von Belang, was nicht? Durch Online-Medien verschiebt sich die Grenze, vor allem dadurch, dass die Gruppenkommunikation an Bedeutung gewinnt und dass Professionalität neu definiert wird.</p>
<p>2) Die zweite Differenz setzt an der staatspolitischen Dimension von öffentlich an und trennt zwischen geheim und bekannt – auch das seit jeher eine hart umkämpfte Grenzziehung. Nun ist das Stichwort nicht mehr Watergate oder Pentagon-Papiere, sondern Wikileaks. Was hat geheim zu bleiben, was muss offengelegt werden? Online-Medien bieten unerhörte Möglichkeiten, sich geheimer Informationen zu bemächtigen und sie irreversibel zu verbreiten. Auch hier: Durch Online-Medien verschieben sich die Grenzen, und das bringt Instabilitäten mit sich.</p>
<p>3) Die dritte Differenz setzt an der Privacy-Dimension von öffentlich an und trennt privat von allseits offen. Gegenwärtig wird diese Grenzlinie neu ausgehandelt. Die Geschäftsmodelle der großen Online-Unternehmen sehen eine Nutzung privater Daten vor, die mit unseren Erwartungen nur schwer zu vereinbaren ist.</p>
<p>4) Die vierte Differenz setzt an der urheberrechtlichen Dimension von öffentlich an und trennt proprietär, also eigentumsrechtlich geschützt, von „kommunal“ im Sinne von allgemein verfügbar. Stichwort: Copyright vs. Creative Commons. Welche Verfügungsrechte kann wer in der Kommunikationskette geltend machen? Hier stehen sich eine Remix Culture und eine Old School gegenüber. Die Internet-Gemeinde ist stark libertär ausgerichtet und entwickelt beträchtliche Energie, um Einschränkungen gerade der Freiheit im Netz zu unterlaufen oder mit den Mitteln des Netzes zu verhindern.</p>
<p>5) Die fünfte Differenz setzt an der ökonomischen Dimension von öffentlich an und trennt profitabel und gemeinschaftlich finanziert. Was soll aus öffentlichen Quellen finanziert werden? Das Stichwort dazu lautet Netzneutralität (um die gegenwärtig ein heftiger Streit entbrannt ist).</p>
<p>6) Die sechste Differenz setzt an der Ordnungsdimension von öffentlich an und trennt zwischen sicher und riskant im Hinblick auf den öffentlichen Raum. Stichwort: Cyber War als Bedrohung für Frieden und Stabilität. Online-Medien bringen Medien und Kommunikation in eine Schlüsselstellung im Hinblick auf die öffentliche Ordnung. Denn das Netz ermöglicht eine explosive Verbindung aus Propaganda (Einsatz von Medien für Kriegskommunikation) und Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Gegners statt auf militärische Ziele. Über das Netz können Konfliktparteien ohne Medienbruch die eigenen Anhänger mobilisieren, die Öffentlichkeit wachrütteln, den Gegner desinformieren und die Informations- und Kommunikationsstrukturen des Gegners empfindlich stören. Das Netz birgt also neue Gefahren nicht nur für Geist und Herz, sondern auch für Leib und Leben und wird damit zum Quell von Verunsicherung. Medien in einem weiten Sinne sind Mittel und Ziel von Angriffen – Angriffe auf Kommunikationsnetze von Unternehmen und von staatlichen Organisationen. Sie bilden den kritischen Teil der Infrastruktur und damit die Achillesferse der Informationsgesellschaft – ein attraktives Objekt von politischem Protest, Terrorismus und kriegerischem Angriff.<br />
Welche Risiken der Online-Mediatisierung politisch motivierter Gewalt sind akzeptabel?</p>
<p><strong>9. Media-Policy: Bei diesen Grenzziehungen ist Online-Medienpolitik besonders gefordert; anderes wird zweitrangig.</strong><br />
Im Übergang zur Online-Welt ordnet sich die medienpolitische Agenda neu. Die Rangfolge der Probleme wird neu ermittelt. Eine Dreiteilung ist erkennbar.</p>
<p>1) An den Kopf der medienpolitischen Agenda haben sich die genannten Probleme der Grenzziehung geschoben. An diesen sechs Differenzen ist Medienpolitik gefordert, um die konträren Interessen auszubalancieren und der gesellschaftlichen Kommunikation einen verbindlichen Rahmen zu setzen.</p>
<p>2) Dahinter rangieren weitere Probleme, die zumindest zeitweise das Potenzial haben, sich in den Fokus der medienpolitischen Aufmerksamkeit zu schieben. Ein Beispiel ist der Jugendschutz: Wir erleben gegenwärtig ein gigantisches Feldexperiment. Das Netz ist geschaffen worden, damit Kommunikation alle Hindernisse umgehen und unterlaufen kann, auch die Sperren des Jugendschutzes. Um mit dem radikal vereinfachten Zugang zu Pornografie und Gewaltdarstellungen zurechtzukommen, müssen die nachwachsenden Kohorten ihre eigenen Bewältigungsmechanismen aufbauen. Wir werden sehen, wie sich dies in Weltbildern, Einstellungen und Verhaltensweisen auswirkt.</p>
<p>Es gibt darüber aber (noch) keine gesellschaftliche Auseinandersetzung. Vielmehr sieht man dem gefasst ins Auge. Folglich ist der Handlungsdruck auf die Medienpolitik nicht sonderlich stark. Auch andere Themen – wie beispielsweise die Digitalisierung der klassischen Übertragungskanäle, die Verteilung der digitalen Dividende, der globale Digital Divide oder die Durchsetzung weltweiter Zugangs- und Nutzungsrechte – sind hierzulande keine Brennpunkte gesellschaftlicher Auseinandersetzungen.</p>
<p>3) Unterhalb dieser akut oder latent umstrittenen Themen werden viele onlinespezifische Koordinationsprobleme lautlos und routiniert gelöst wie zum Beispiel die Verteilung der Namen im www, die Weiterentwicklung der Kommunikationsstandards oder der weitere Ausbau der technischen Infrastruktur. Bei allen Problemen sind verbindliche Regelungen gefordert – vor allem zur Verteilung von knappen Ressourcen, wie etwa von Rechten oder Finanzmitteln. Kollektive Bindungskraft können diese Entscheidungen, wer was darf und wer was bekommt, nur entfalten, wenn ein akzeptabler Mechanismus der Verteilung knapper Ressourcen etabliert werden kann.</p>
<p><strong>10. Media-Politics: Online-Medienpolitik ist vor allem die</strong> <strong>Organisation deliberativer Verfahren in einem Netz heterogener Akteure</strong><br />
Die Grenzziehungen sind deshalb weit oben auf der Agenda, weil dabei Konflikte manifest werden: Der Staat schlägt zu („Zähmung des Netzes“) und die Netzgemeinschaft zurück („Zensursula“). Dennoch: Insgesamt vollzieht sich die Umwälzung unserer Kommunikation in bemerkenswert zivilisierten Bahnen. Die Konflikte bleiben im Rahmen; es ist nicht so, dass die information poor zum Sturm auf die Datenspeicher blasen. Verglichen mit den Kämpfen, die andere Umwälzungen hervorgerufen haben, verläuft dieser Schub der Mediatisierung ausgesprochen milde. Die liberal-demokratischen Systeme beweisen eine enorme Flexibilität in der Zivilisierung der Konflikte rund um die Online-Medien.</p>
<p>In autoritären Systemen drückt sich der Wandel stärker in Zäsuren aus. Es zeigen sich somit unterschiedliche Grade von Lernfähigkeit. Wie können akzeptable und robuste Grenzen gezogen und überzeugend begründet werden? Das kann nur in komplexen Verfahren ausgelotet und festgelegt werden. Hoheitliche Setzungen werden weiter an Bedeutung verlieren. Es muss im Netz eine Lösung gefunden werden, unter Beteiligung der Bürger, nicht nur der „Netizens“, und das deliberativ, also abwägend (bei Hachmeister/Vesting: „Netzwerk von Perspektiven“) und mit einer höheren Toleranz für Veränderlichkeit (bei Hachmeister/<br />
Vesting: „fluidere Netzpolitik).</p>
<p>Im Internet kann sich Media-Governance als eine spezifische Form medienpolitischer Regulierung entfalten: Von Beginn an haben sich für die verbindlichen Entscheidungen im Netz neue Verfahren der Artikulation und der Aushandlung ergeben: Kommunikationsräume im Netz werden geschaffen und genutzt für Information und Kommunikation, für diskursive Aushandlung, aber auch für strategische und taktische Intervention, um gegnerischen Aktivitäten entgegentreten zu können. Das Netz wird genutzt, um die mit dem Netz einhergehenden Probleme zu lösen. Von daher ist Netzpolitik – in Anlehnung an die berühmte Definition von Demokratie durch Abraham Lincoln in der „Gettysburg Adress“ – Regelung des Netzes durch das Netz für das Netz.</p>
<p><strong>11. Media-Polity: Der Ordnungsrahmen für die Online-Medienpolitik ist noch nicht institutionalisiert.</strong><br />
Online-Medienpolitik muss sich in einem institutionellen Rahmen bewegen, sie braucht ein belastbares Fundament der Legitimation. Es geht dabei um die grundlegende Frage der Abwägung von Grundwerten, wenn durch Eingriffe zwar Grundrechte geschützt, aber zugleich Freiheitsspielräume eingeschränkt werden. Hier werden die Auseinandersetzungen grundsätzlich. Da alle genannten Probleme sich nicht an territoriale politische Grenzen halten, müssen transnationale Regelungen gefunden werden. Dabei stoßen unterschiedliche Regulierungskulturen aufeinander. Noch hat sich dabei bislang keine tragfähige gemeinsame Basis entwickelt. Hinzu tritt der Kampf um Kompetenzen. Es ist eine neue Verteilung zwischen allen Ebenen, einschließlich globaler Instanzen. Das Kräfteparallelogramm wird neu justiert. Die festgefügte Welt der Rundfunk-Medienpolitik ist zersprungen, eine neue noch nicht gefunden.</p>
<p><strong>12.Auch Regulierungsinstanzen müssen sich in der Online-Welt grundlegend neu positionieren – in sozialer, räumlicher, sachlicher und prozessualer Hinsicht.</strong><br />
Wo ist in diesem Szenario der Platz für die Regulierungsinstanzen, die sich in der Rundfunkwelt herausgebildet und die Medienpolitik dominiert haben? Das ist die Eine-Million-Euro-Frage, aber weder gibt es Antwortvorgaben noch kann man jemanden anrufen. Norbert Schneider gibt darauf in der Funkkorrespondenz 33/11 eine 50-Millionen-Euro-Antwort. An dieser Stelle können nur einige Eckpunkte genannt werden, die bei der Suche nach Antworten zu beachten sind.</p>
<p>Der Bedeutungsverlust der traditionellen Medien senkt den Bedarf an Regulierung. Auch Regulierungsinstanzen müssen sich auf schrumpfende Nachfrage nach Regulierungsleistungen einstellen, auch sie müssen einen Funktions- und Strukturwandel vollziehen. Sie stehen auf dem Prüfstand. Die erheblichen Kosten für die Regulierung – allein 140 Millionen Euro aus dem Rundfunkgebührentopf alljährlich für die Landesmedienanstalten – wollen legitimiert sein, schließlich gibt es immer auch andere sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für werbefreie Suchmaschinen mit transparenten Algorithmen.</p>
<p>Betrachtet man die Online-Regulierung unter einem sozialen Aspekt, so fragt sich: Wer reguliert? Das Netz an Regulierungsinstanzen ist dicht gestrickt – mit allen denkbaren Abstufungen von Instanzen für hoheitliche Aufgaben bis hin zu Organisationen, die Selbstregulierung koordinieren. Allein die Aufzählung aller Organisationen, die im Medienbereich irgendetwas zu sagen haben, stößt schon an die Umfangsbegrenzung für eine Bachelor-Arbeit, und man käme mit dem Platz nur dann aus, wenn man sich auf die „Abkürzungskaskade“ (Hachmeister/Vesting“) beschränkte: LfM, TLM, FSF, USK, KEK und so weiter und so weiter.</p>
<p>Dies ist in der Online-Welt nicht einfacher geworden. So wie es bei den Anbietern von Mediendienstleistungen neue Typen von Akteuren gibt, die sich in alte Kartelle nicht mehr ohne weiteres einbinden lassen, so gibt es auch auf der Regulierungsebene neue Instanzen, die Regulierungskompetenz für sich beanspruchen, und damit neue Konkurrenzen. Jede einzelne Regulierungsinstanz muss sich in dieser polyzentrischen Landschaft neu orientieren, das heißt: sich gegenüber den anderen profilieren.</p>
<p>Betrachtet man Online-Regulierung unter dem räumlichen Aspekt, so fragt sich: Wo wird reguliert? Ein zentrales Merkmal der Regulierung des Rundfunks in Deutschland ist die föderale Struktur, also eine räumlich definierte Kompetenzverteilung innerhalb des Nationalstaats – überwölbt durch Instanzen, die übergreifende Aufgaben wahrnehmen. Das ist profilbildend – aber ist das überzeugend? Von der Sache her ist das jedenfalls nicht begründbar. Hilfsweise wäre zu argumentieren, dass die Konkurrenz der Länder das Geschäft belebe. Oder dass es politisch wichtig sei, die Last auf viele Schultern zu verteilen und damit unterschiedliche Träger einzubinden. Ein klares Plädoyer für eine Bundeslösung hat Norbert Schneider formuliert.</p>
<p>Welche Beharrungskraft der Föderalismus auch entfalten mag, künftig werden sich Regulierungsinstanzen in einem transnationalen Regulierungsnetz positionieren müssen – und wenn es um Online-Wetten geht. Betrachtet man Online-Regulierung unter einem sachlichen Aspekt, so fragt sich: Was ist vordringlich zu regeln? Die Begründungen für die straffe Regulierung des Rundfunkbereichs lassen sich nicht auf das Netz übertragen: Frequenzknappheit, hohe Barrieren für den Marktzutritt, besonders starke Wirkungspotenziale – all diese Gründe greifen immer weniger. Die Regulierung muss andere knappe Güter finden, über deren Verteilung sie sich definiert. Bei der Suche kann sie sich an den genannten sechs vordringlichen Grenzziehungen orientieren.</p>
<p>Jede Regulierungsinstanz muss nachweisen können: Wir sorgen für akzeptable neue Grenzziehungen und leisten damit einen substanziellen Beitrag dazu, dass im Medienbereich öffentliche Güter in ausreichendem Maß bereitgestellt werden: eine vernünftige öffentliche Meinung, eine kreative Kultur, innere und äußere Sicherheit, eine solide Mediengrundbildung, ein belastbares Fundament wissenschaftlichen Wissens.</p>
<p>Bei öffentlichen Gütern stehen wir vor einem Dilemma: Alle profitieren vom Nutzen, doch keiner mag etwas zu den Kosten ihrer Erstellung beitragen, da jeder hofft, dass dies die anderen schon in ausreichender Weise tun werden. Wenn deshalb diese Güter nicht in ausreichender Weise über den Markt bereitgestellt werden können, müssen übergreifende Instanzen tätig werden, zumeist staatliche Einrichtungen, die in unterschiedlicher Weise für die Bereitstellung der öffentlichen Güter sorgen. Das erfordert erhebliche Ressourcen. Dies ist aus ökonomischer Sicht in dem Maß gerechtfertigt, wie damit öffentliche Güter in der erforderlichen Qualität und auf effiziente Weise produziert werden. Frage also: Was ist das öffentliche Gut, das die jeweilige Regulierungsinstanz für die Online-Welt produziert?</p>
<p>Betrachtet man Online-Regulierung unter einem prozessualen Aspekt, so fragt sich: Wie ist zu regulieren? Medienpolitische Regulierung war immer schon gekennzeichnet durch ein starkes Gewicht der Aushandlung von Regeln zwischen heterogenen medienpolitischen Akteuren. Dabei war und ist Vermittlungskompetenz gefragt. Darauf kann aufgebaut, aber es kann auch von der Netzkommunikation gelernt werden: weg von der Arkanpolitik in Kamingesprächen, hin zu einer transparenten Medienpolitik, die auf Netzforen erörtert wird. Regulierung als Organisation von Deliberation! Das klingt vielleicht naiv, noch naiver ist es freilich, an den eingefahrenen Routinen festhalten zu wollen. Denn die funktionieren nicht mehr ohne weiteres.</p>
<p>Insgesamt also birgt der Medienwandel erhebliche Risiken für Regulierungsinstanzen, aber auch die Chance, sich als lernende Organisation zu beweisen. Und das gilt nicht nur für die Regulierungsinstanzen im engeren Sinn, sondern auch für die Organisationen, die als Vertreter gesellschaftlicher Interessen in die Medienregulierung mit einbezogen sind, die Verbände, Kirchen und Vereinigungen, wie Patrick Donges angeregt hat („Die pluralen Gremien der Landesmedienanstalten und der ALM in der Governance-Perspektive“, Berlin 2011). Sie alle können den Medienwandel als Chance sehen, sich neu zu orientieren und neu zu vernetzen.</p>
<p><em><a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/">Prof. Dr. Gerhard Vowe</a> ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.</em></p>
<p><em>(<a href="http://www.sxc.hu/photo/555997">Illustration: stock.xchng</a>)</em></p>

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		<title>Unbekanntes Terrain: 12 Thesen zur Medienpolitik  in der Online-Welt (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 06:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet verändert die Medienwelt - und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Internet verändert die Medienwelt &#8211; und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.</h4>

<p><em><strong><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/terrain.png" width="200" height="144"  alt="Foto: Flickr/simonsterg, CC-Lizenz" align="left" hspace="5" vspace="5"/></strong><a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/">Prof. Dr. Gerhard Vowe</a> ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes</em> <a href="http://funkkorrespondenz.kim-info.de/"><em>Funkkorrespondenz</em></a> <em>hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.</em></p>
<p><strong><br />
1. Wir befinden uns im Übergang hin zu einer von Online-Medien dominierten Medienwelt.</strong><br />
Unsere Vorstellungen von Medien und Politik sind geprägt von der analogen Welt der elektronischen Massenkommunikation. Ausdruck dieser Vorstellungen sind die immer und immer wieder erzählten Geschichten über starke Wirkungen des Rundfunks – von „War of the Worlds“ bis „Wetten, dass ..?“. Eine der Folgen dieser Vorstellungen ist ein engmaschiges Netz der Regulierung.</p>
<p>Seit einigen Jahren jedoch müssen wir umdenken. Unsere kognitiven Muster verlieren ihre Orientierungsfunktion; mit unseren Unterscheidungen und Heuristiken können wir nicht mehr angemessen erfassen, wie sich die Medienwelt verändert. Denn wir erleben einen rasanten Übergang in eine digitale Welt, in einen von Online-Medien dominierten Kommunikationsraum.</p>
<p>Indikatoren sind die Veränderungen bei den Nutzungszeiten und Reichweiten, die Strategien von Medienanbietern, die Erwartungen, die sich im Marktwert von Unternehmen ausdrücken, und nicht zuletzt die allenthalben spürbare Verunsicherung über das Profil zukünftiger Medienpolitik.</p>
<p><span id="more-19162"></span></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/10/vowe.png" width="150" height="180"  alt="Prof. Dr. Gerhard Vowe" align="right" hspace="5" vspace="5"/><strong>2. Online-Medien sind Hybridmedien: Kennzeichen der Online-Welt ist ein neues Gefüge sozialer Kommunikation, in dem Individual-, Gruppen- und Massenkommunikation neu verknüpft werden.<br />
</strong>Das Internet erweitert nicht bloß unser Medienrepertoire um zusätzliche Kanäle, sondern bildet eine vollkommen neue Infrastruktur für jegliche Form gesellschaftlicher Kommunikation. Es ermöglicht Online-Medien, also Medien, die technisch auf vernetzten Computern basieren. Online-Medien wie Videoplattformen (YouTube), Microblogging (Twitter), Suchmaschinen (Google), kollaborative Enzyklopädien (Wikipedia), Einkaufsportale (Ebay), Tauschbörsen (The Pirate Bay) und soziale Netzwerke (Facebook) sind „Hybridmedien“ (Joachim Höflich), die der sozialen Kommunikation ein neues Gefüge geben.</p>
<p>In ihnen werden unterschiedliche Kommunikationsfunktionen verknüpft: Innerhalb eines Medienrahmens kann informiert und interagiert werden, und es können ohne Medienbruch Transaktionen wie Voten, Spenden oder Käufe angeschlossen werden. Und vor allem kombinieren Online-Medien unterschiedliche Kommunikationsformen und verändern deren Bezüge: Individual- (one to one), Gruppen- (few to few) und Massenkommunikation (one to many) waren vordem scharf getrennt – technisch, praktisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, rechtlich, politisch.</p>
<p>Die ursprüngliche Domäne der Online-Medien ist die Gruppenkommunikation. Mit Online-Medien wird die Medienlücke zwischen Telefon und Fernseher geschlossen und die Gruppenkommunikation in ihren vielfältigen Formen einer Medienlogik unterworfen. Darüber hinaus werden auch die Massenkommunikation und die Individualkommunikation umgestaltet.</p>
<p>Online-Medien ermöglichen andere Bezüge zwischen den Kommunikationsformen, und zwar in sozialer Hinsicht (Kommunikationsteilnehmer kombinieren unterschiedliche Rollen in den verschiedenen Formen), in zeitlicher Hinsicht (zwischen den Formen kann rasch gewechselt werden) und in sachlicher Hinsicht (Kommunikationsinhalte in den verschiedenen Formen beeinflussen einander). Dies macht herkömmliche Grenzziehungen obsolet und wirft neue Differenzen auf, die quer zu den vertrauten Einteilungen der überkommenen Sphärenmodelle stehen. Das ist ein epochaler Schritt: Es verändern sich die Strukturen des Öffentlichen.</p>
<p><strong>3. Für diesen Übergang gibt es kein Navigationssystem.</strong><br />
Den Übergang in die Online-Welt kann man nicht als eine Treppe beschreiben, auf der Stufe für Stufe erklommen wird und wo man den weiteren Fortgang stets vor Augen hat. Ein angemessenes Bild ist vielmehr ein verästeltes Wegenetz, das in völlig unbekanntes Terrain führt. Manche Wege erweisen sich als Sackgasse, manche stoßen über einen Umweg wieder auf andere, manche führen zurück. Es gibt keine Luftaufnahmen von diesem Gebiet auf Google Earth, und Navigationsgeräte versagen hier. An jeder Gabelung muss man aus dem Bauch heraus entscheiden, ob links oder rechts, ob abwarten oder beschleunigen. Es ist im Vorhinein nicht erkennbar, wer hier weiter kommt als andere. Man denke dabei nicht nur an die Tops, man denke auch an die Flops wie Second Life oder AOL, an MySpace oder StudiVZ, an BTX oder DAB. Treiber des Medienwandels sind die technischen Potenziale der Digitalisierung. Die Richtung ergibt sich durch die Menschen. Wie sie sich die Potenziale in ihrer Kommunikation aneignen, ist nicht voraussagbar, nur in Grenzen ökonomisch verwertbar und schon gar nicht politisch steuerbar.</p>
<p><strong>4. Mediatisierung bedeutet: Anpassung der Kommunikation an die Medienlogik.</strong><br />
Die rasante Verbreitung des Internets akzeleriert und akzentuiert die Mediatisierung unserer Kommunikation. Dies gilt grundsätzlich für alle Kommunikationsformen und für alle Lebensbereiche – ob Wirtschaft oder Wissenschaft, Erziehung oder Partnerwahl, Politik oder Bildung. Ein gehöriger Teil ihrer Veränderung ist nachweislich darauf zurückzuführen, dass die Medien im Vergleich zu früher und zu anderen Einflussfaktoren an Bedeutung gewonnen haben und weiter gewinnen.</p>
<p>Mediatisierung ist kein neues Phänomen. Massenmedien prägen seit langem und nachdrücklich unsere Kommunikation. Wir müssen unsere Kommunikation der massenmedialen Logik anpassen, wenn wir uns über Massenmedien verständlich machen und deren Vorteile nutzen wollen. So muss die Pressemitteilung eines Verbandes die Nachrichtenfaktoren beachten, von denen Zeitungsjournalisten bei ihrer Auswahl von Nachrichten ausgehen. Und ein Politiker muss die Aufmerksamkeitskriterien des Fernsehpublikums respektieren, wenn er sichtbar bleiben will. Und wenn jemand seine Twitter-Gefolgschaft füttern will, muss er die 140-Zeichen-Begrenzung intelligent ausnutzen.</p>
<p>Mit den Online-Medien haben sich neue Elemente in dieser Medienlogik nach vorne geschoben. Wer in dieser Welt überleben will, muss ein höheres Tempo anschlagen, muss sich ausrichten auf schärfer zugeschnittene Zielgruppen mit hohen Erwartungen an deren Beteiligung, muss seine Botschaft multimedial und hypertextuell aufbereiten. Je mehr die Online-Medien die Medienwelt insgesamt prägen, desto stärker wird auch die Medienlogik von ihnen bestimmt und desto stärker graben sich die neuen Verknüpfungen der Kommunikationsformen ein in die soziale Kommunikation. Wenn das kein struktureller Wandel ist, was sonst?</p>
<p><strong>5. Mediatisierung ist wie Individualisierung, Rationalisierung oder Globalisierung eine Facette des sozialen Wandels.</strong><br />
Dies ist Teil des sozialen Wandels. Mediatisierung ist nicht zu denken ohne Individualisierung und umgekehrt. Individualisierung bedeutet: Bindungen verlieren an Kraft und werden nur unter Vorbehalt und auf Zeit eingegangen, Entscheidungsspielräume werden erweitert, Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen muss individuell übernommen werden. Die Verbindung von Individualisierung und Mediatisierung hat zentrifugale Tendenzen für die Öffentlichkeit zur Folge. Es bildet sich eine Unzahl von kommunikativen Nischen mit ihren jeweils eigenen medialen Knoten. Dafür braucht man nicht ins Web zu schauen, dafür reicht ein Blick über die Zeitschriftenauslage eines Bahnhofskiosks.</p>
<p>Insgesamt haben Medien stark an Bedeutung für Kommunikation gewonnen, jedes einzelne Angebot aber hat an Bedeutung verloren. Mediatisierung ist auch nicht denkbar ohne Rationalisierung im Sinne einer Verwissenschaftlichung: Einforderung von Begründungen, Auflösung des Selbstverständlichen durch Hinterfragen, Streben danach, auch noch den letzten Winkel des Lebens verfügbar zu machen und effizient zu gestalten.</p>
<p>Der jetzige Sprung in der Entwicklung geht einher mit einer weiteren Verwissenschaftlichung von Kommunikation. Die Online-Welt bietet leistungsfähige Verfahren und Instrumente, um Kommunikation zu modellieren, zu beobachten und zu kontrollieren. Die Verwissenschaftlichung wird auch die weiteren Entwicklungssprünge prägen.</p>
<p>Kennzeichen eines Web 3.0 wird der flächendeckende Einsatz intelligenter Systeme sein, die komplexes Wissen personalisiert aufbereiten. Dies eröffnet Anbietern strategische Vorteile für die Medienproduktion und die Beobachtung der Mediennutzung. Doch es bietet auch ungeahnte Möglichkeiten für die Beobachtung der Nutzer untereinander und für die Beobachtung durch die Wissenschaft. Und so ist es auch mit Globalisierung und Flexibilisierung. All diese Facetten des sozialen Wandels treiben einander voran. Mit vielen Phänomenen dieses sozialen Wandels einschließlich der Mediatisierung tun wir uns schwer und staunen darüber, wie souverän nachwachsende Kohorten sich in diesem veränderten Koordinatensystem gesellschaftlicher Orientierung zurechtfinden.</p>
<p><strong>6. Verlierer des Übergangs sind die traditionellen Medien – sie müssen schrumpfen, sich anpassen und viel riskieren.</strong><br />
Gewinner des Medienwandels sind international agierende Organisationen, die aus dem Nichts kommen und völlig neue Marktsegmente erschließen. Sie haben sich um einzelne Personen herum gebildet, die sich ganz einer Idee verschrieben haben und um die sich Mythen bilden – von Assange bis Zuckerberg. Verlierer sind die klassischen Medien – von „Bild“ bis zum ZDF.</p>
<p>Sie sehen im Lichte der neuen Medien alt aus, weil es mittlerweile kein Kriterium mehr gibt, bei dem die Online-Medien ihren jeweiligen funktionalen Äquivalenten in der traditionellen Medienwelt noch unterlegen wären – ob das nun die Interaktivität oder die zeitlich und räumlich flexible Nutzung oder die Informativität oder die Aktualität oder was auch immer ist.</p>
<p>Beruhigend ist zwar, dass auch hochbetagte Medien nicht verschwinden und damit auch nicht deren Anbieter. Selbst die Steintafel als Medium der Herrschaftskommunikation bereichert als Grabstein und als Gedenktafel weiterhin mit ihren Grautönen die Medienpalette. Aber die neu hinzutretenden Medien setzen die alteingesessenen Medien enorm unter Druck. Die müssen ihre Funktionen verändern und sich mit nachrangigen Positionen abfinden, zum Teil in Nischen abwandern.</p>
<p>Die Zeitung als der Ort für alle, die etwas finden wollen, was sie nicht gesucht haben, und zwar genau dort, wo sie auch gestern etwas gefunden haben, diese Zeitung wird sich ändern und sie wird ökonomisch und publizistisch schrumpfen. Ähnliches erwartet den Hörfunk und das Programmfernsehen. Die Medienorganisationen, die bislang als Anbieter aufgetreten sind, werden zumindest einen Teil ihrer Haut retten, und zwar in dem Maße, wie sie in der Lage sind, sich in der neuen Welt zu orientieren, sich also umzuorientieren.</p>
<p>Traditionelle Medienanbieter müssen darum kämpfen, in der Online-Welt präsent zu sein. Bei manchen ist der Kampf nicht vergeblich, wie man daran sehen kann, dass die führenden deutschen journalistischen Anbieter im Netz alle Ableger von eingeführten Printtiteln sind, wie „Spiegel Online“ oder bild.de. Bei manchen, und zwar den öffentlich-rechtlichen Anbietern, ist es politisch sehr umstritten, ob und wie sie um ihre Präsenz im Netz kämpfen dürfen.</p>
<p>Und bei manchen ist der Kampf vergeblich, sie verschwinden wie eine Vielzahl amerikanischer Zeitungsverlage oder wie das Bürgerfernsehen. Bei der Umorientierung besteht also ein großer Handlungsspielraum. Das birgt Risiken und Chancen. Da die Entwicklung nicht absehbar ist, muss viel Lehrgeld bezahlt werden. Die Investitionen sind riskant. Auch deshalb muss es möglich sein, dass sich leistungsfähige Einheiten bilden können – die Konzentrationskontrolle muss die veränderte Wettbewerbslage in Rechnung stellen.</p>
<p><strong><em><a href="http://netzwertig.com/2011/10/13/gesenkter-bedarf-an-regulierung-12-thesen-zur-medienpolitik-in-der-online-welt-teil-2/">Hier geht&#8217;s zum Teil 2 mit den Thesen 7 bis 12</a>.</em></strong></p>
<p><a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/"><em>Prof. Dr. Gerhard Vowe</em></a> <em>ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/simonsterg/125291276/">Flickr/simonsterg</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</em></p>
<div><strong><br />
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/23/der-ungeliebte-kontrollverlust-internet-am-scheideweg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/internetscheideweg110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/23/der-ungeliebte-kontrollverlust-internet-am-scheideweg/">Der ungeliebte Kontrollverlust: Internet am Scheideweg</a></b><br /><font size="2">Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Nach Jahren der Schockstarre sammeln diejenigen, die sich von dieser Entwicklung bedroht fühlen, ihre Kräfte, um das Netz nach ihren Vorstellungen zu formen. </font><font color="#aaa">(23. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/30/die-macht-der-digitalen-okosysteme-der-kommende-bedeutungsverlust-deutscher-medienunternehmen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/afga110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/30/die-macht-der-digitalen-okosysteme-der-kommende-bedeutungsverlust-deutscher-medienunternehmen/">Die Macht der digitalen Ökosysteme: Der kommende Bedeutungsverlust deutscher Medienunternehmen</a></b><br /><font size="2">Google, Apple, Facebook und Amazon schaffen digitale Ökosysteme und ziehen Konsumenten und Lieferanten magisch an. Deutsche Medienanbieter verlieren angesichts dieser Entwicklung Einfluss und Bedeutung. </font><font color="#aaa">(30. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/06/digitales-deutschland-das-glas-ist-halbvoll/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/glas110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/06/digitales-deutschland-das-glas-ist-halbvoll/">Digitales Deutschland: Das Glas ist halbvoll</a></b><br /><font size="2">Der deutschen Öffentlichkeit mangelt es im Bezug auf das Netz nicht an Konflikten. Doch diese versperren leicht den Blick auf erfreuliche und positive Entwicklungen rund um den digitalen Wandel. </font><font color="#aaa">(6. September 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		<title>Namensfindung für Startups: Das Pro und Contra  von Fantasienamen</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/09/12/namensfindung-fur-startups-das-pro-und-contra-von-fantasienamen/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Namen]]></category>
		<category><![CDATA[Namensfindung]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Den perfekten Namen für ein Startup gibt es nicht. Gerade für Webdienste mit globalen Ambitionen bieten Fantasiebegriffe jedoch Vorteile gegenüber beschreibenden Namen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Den perfekten Namen für ein Startup gibt es nicht. Gerade für Webdienste mit globalen Ambitionen bieten Fantasiebegriffe jedoch Vorteile gegenüber beschreibenden Namen &#8211; sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.</h4>

<p><em>Mark Leiblein ist der Gründer von </em><a href="http://www.namerobot.de/"><em>NameRobot</em></a> <em>und</em> <a href="http://www.namestorm.de/"><em>Namestorm</em></a><em>.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/namensfindung.png" width="160" height="160"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Das Wichtigste gleich vorab: Fantasienamen sind nicht besser oder schlechter als beschreibende Namen, die einen direkten Bezug zum Unternehmen erkennen lassen. Jede dieser Namensarten hat ihre Besonderheiten und zum Teil gravierende Auswirkungen für Startups.</p>
<p>Definieren wir erst einmal den Begriff, um den es in diesem Beitrag gehen soll: Ein Fantasie- oder Kunstname ist eine Bezeichnung, deren Bedeutung nicht ohne weitere Erklärung erkennbar ist. Der Online-Reiseanbieter <a href="http://www.opodo.de">Opodo</a> ist zum Beispiel vom Namen her nicht als solcher erkennbar und auch die Herleitung, eine Abkürzung von „OPportunity tO DO“, ist schwer auszumachen. Gleiches gilt für Google, die Suchmaschine aller Suchmaschinen. Wer weiß schon, dass ihr Name auf „googol“ basiert, einer Bezeichnung für eine ins Unendliche gehende Zahl?</p>
<p><span id="more-18787"></span></p>
<p><strong>International einsetzbar</strong></p>
<p>Trotz oder gerade wegen ihrer fehlenden Bedeutung, haben diese Namen einen immensen Vorteil durch ihre internationalen Einsatzmöglichkeiten. Während ein – unzweifelhaft origineller – Name wie „<a href="http://www.zuckerjungs.de">Zuckerjungs</a>“ perfekt für den deutschen Markt angepasst ist, wird er wohl im Ausland nur schwer zu verstehen oder auszusprechen sein.</p>
<p>Auch eine direkte Übersetzung dürfte sich schwierig gestalten. Welcher Italiener kann sich unter „Ragazzi di Zucchero“ etwas vorstellen? Wählt man als Startup hingegen einen englischen Namen, muss man damit leben, dass ein Großteil der deutsch-, französisch- oder spanisch-sprachigen Bevölkerung den Namen nicht versteht oder im schlimmsten Fall sogar missversteht. Der Online-Service „<a href="http://www.tablespots.de">tablespots</a>“ zum Beispiel lässt nicht unmittelbar an Tischreservierung denken und könnte streng genommen als „TV-Spots für Tische“ oder „Tischbeleuchtung“ fehlinterpretiert werden.</p>
<p>Mit Fantasienamen lässt sich praktischerweise das Herkunftsland des Anbieters verschleiern. Bei <a href="http://www.trivago.de/">Trivago</a> (ich tippe mal, der Name kommt von trips, vacation und go) verrät der Name nicht, woher das Unternehmen kommt. Bei <a href="http://www.ab-in-den-urlaub.de">ab-in-den-urlaub.de</a> ist relativ klar, dass es sich um ein deutsches Unternehmen handelt. Das heißt nicht, dass das eine besser als das andere ist. Es kommt nur auf das persönliche Vorhaben an.</p>
<p><strong>Ohne die notwendigen Domains lieber weitersuchen</strong></p>
<p>So praktisch und verlockend es ist, als Startup einen Fantasienamen zu wählen, so achtsam sollte man in Bezug auf mögliche Fallstricke sein. Wenn schon Fantasiename, dann bitte so fantasievoll, dass keine Probleme bei der Domainwahl auftauchen. Falls viele der in Frage kommenden Domains schon in Verwendung sind, heißt es weiter brainstormen. Sind es nur wenige, kann man versuchen, diese vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit aufzukaufen. Doch wenn der Domaininhaber davon Wind bekommt, dass ein (größeres) Geschäftsvorhaben geplant ist, wird es teuer.</p>
<p>Das originelle Mitfahrer-Startup <a href="http://www.flinc.org">flinc.org</a> z.B. hat einen knackigen und passenden Namen, allerdings ohne weitere Domains wie .com, .net oder .eu. Daran kann man erkennen, dass sehr kurze, englische bzw. englisch-klingende Namensideen in diesem Zusammenhang oft problematisch sind.</p>
<p>Bei Fantasienamen sollte man außerdem sorgfältig prüfen, welche „Vertipper-Domains“ oder ähnlich klingende Wörter existieren. Bei einem Namen wie <a href="http://www.wimdu.com">Wimdu</a> sollten aufgrund der gleichen Aussprache im Englischen idealerweise auch Domains von „wimdoo“ bis „vimdoo&#8221; gesichert werden.</p>
<p><strong>Peinliche Momente in anderen Sprachen</strong></p>
<p>Besonders bei Fantasienamen sollte man darauf achten, dass der Name in wichtigen Sprachen nichts Ungewolltes bedeutet &#8211; eine Falle, in die selbst große Unternehmen immer wieder tappen. Ein aktuelles Missgeschick bei der Namensgebung: das abgasfreie Elektroauto Mitsubishi „iMiev“, das hierzulande im wahrsten Sinne des Wortes „stinkt“. Um solche Miseren zu vermeiden, helfen ein paar einfache Vorsorgemaßnahmen: internationale Freunde und Kollegen befragen, die Google-Option „meinten Sie“ benutzen und den Begriff bei verschiedenen Wörterbücher eingeben und überprüfen, ob das Wort bereits existiert oder ähnliche Vorschläge angezeigt werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt den Namen von einer Übersetzungsagentur professionell prüfen.</p>
<p>Was das Thema Keywords in Namen/Domains und der damit verbundene Hoffnung auf gute Suchmaschinen-Platzierungen angeht, hat sich in letzter Zeit einiges geändert: <a href="http://www.deutsche-startups.de/2011/05/11/beschreibende-domainnamen-versus-kunstnamen-was-google-dazu-sagt/">Google will seine Algorithmen soweit ändern</a>, dass Keyword-Domains gegenüber Kunstnamen abgewertet werden. Davon abgesehen sollte man bedenken, dass man manchmal nur schwer zwischen ähnlichen Namen unterscheiden kann, welche alle das gleiche Keyword beinhalten – wer kann schon die Namen der Seiten immonet, immopool und immowelt auseinanderhalten?</p>
<p><strong>Schutzfähigkeit berücksichtigen</strong></p>
<p>Besonderheiten gelten auch in Bezug auf die Schutzfähigkeit der unterschiedlichen Namensarten als Marke. Ein rein beschreibender Name wie FindeEinHotel oder HotelsVergleichen lässt sich nicht als Wortmarke schützen. Bei Fantasienamen sieht das wesentlich besser aus. Dafür muss aber noch genauer recherchiert werden, ob nicht bereits ähnliche Marken eingetragen sind. Wann genau Marken zu „ähnlich“ sind, ist dabei Auslegungssache und wird häufig unterschätzt. Wie schnell man sich dabei in einen Markenstreit verwickeln kann, <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/zalando-calando-markenstreit">konnte man im Fall Zalando vs. Calando mitverfolgen</a>.</p>
<p><strong>Den perfekten Namen gibt es nicht</strong></p>
<p>Abschließend noch ein kleiner Namenstipp an kommende Startups: Schon oft gehörte Namensendungen wie „do“ klingen zwar schön und (inter)nett(ig). Nachdem das Web aber hier schon förmlich überquillt (<a href="http://www.zalando.de">Zalando</a>, <a href="http://www.jimdo.com">Jimdo</a>, <a href="http://www.amiando.com">Amiando</a>, <a href="http://www.esando.de/">Esando</a>, <a href="http://www.jomondo.de/">Jomondo</a>, <a href="http://kindo.com/">Kindo</a>, <a href="http://www.lieferando.de">Lieferando</a>, <a href="http://merkando.de/">Merkando</a>, <a href="http://www.wikando.de">Wikando</a>, um einige Beispiele zu nennen), darf es ruhig mal wieder was Neues sein.</p>
<p>Aber keine Panik: Auch an den originellsten, passendsten und am besten recherchierten Namen hat irgendwer irgendwas auszusetzen. Und auch wenn es den perfekten Namen nicht gibt, ein merk-, schreib-, sprechfähiger und möglichst einzigartiger Name bietet handfeste Vorteile für das eigene Geschäft. Wenn man dann noch auf die Schutz- und Verwechslungsfähigkeit achtet, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und egal ob Kunst- oder beschreibende Namen: Ein bisschen Fantasie schadet nie.</p>
<p>Wer gerade gründet und eine Frage zur Namensfindung hat oder nur eine Meinung hören möchte, kann mir gerne eine E-Mail schreiben (mark at namerobot punkt de). Außerdem gibt es noch weitere Tipps <a href="http://www.namerobot.de/Namensfindung.html">in unserer Rubrik &#8220;Alles über Namensfindung&#8221;</a>.</p>
<p><em>Mark Leiblein ist der Gründer von</em> <a href="http://www.namerobot.de/"><em>NameRobot</em></a> <em>und</em> <a href="http://www.namestorm.de/"><em>Namestorm</em></a><em>.</em></p>
<p><em>(Illustration: <a href="http://www.sxc.hu/photo/545785">stock.xchng</a>)</em></p>

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          <a href="http://netzwertig.com/2011/09/12/namensfindung-fur-startups-das-pro-und-contra-von-fantasienamen/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/09/09/launch-strategie-sinn-und-unsinn-der-geschlossenen-beta-phase/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/09/invite110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/09/09/launch-strategie-sinn-und-unsinn-der-geschlossenen-beta-phase/">Launch-Strategie: Sinn und Unsinn der  geschlossenen Beta-Phase</a></b><br /><font size="2">Der geschlossene Beta-Modus als Launch-Strategie von Startups ist so populär wie lange nicht mehr. Das Konzept kann funktionieren, wenn wichtige Voraussetzungen erfüllt sind. </font><font color="#aaa">(9. September 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/05/die-qual-der-wahl-die-neue-komplexitat-der-startup-welt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/complexity110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/05/die-qual-der-wahl-die-neue-komplexitat-der-startup-welt/">Die Qual der Wahl: Die neue Komplexität  der Startup-Welt</a></b><br /><font size="2">Der beste Dienst siegt? So einfach lässt sich über die Erfolgschancen von Social-Web-Startups nicht mehr urteilen. Zahlreiche Faktoren haben die Komplexität im Markt kräftig erhöht. </font><font color="#aaa">(5. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/03/25/nutzergenerierte-firmenprofile-kontrolle-gegen-geld/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/remote110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/03/25/nutzergenerierte-firmenprofile-kontrolle-gegen-geld/">Nutzergenerierte Firmenprofile: Kontrolle gegen Geld</a></b><br /><font size="2">Wenn sich viele Nutzer an zentraler Stelle im Netz über Unternehmen oder Events äußern, entsteht bei betroffenen Firmen ein Kontrollbedürfnis. Startups haben darin ein ideales Geschäftsmodell identifiziert. </font><font color="#aaa">(25. März 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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<div style="margin-right:5px;float:left;">
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Von Perlentauchern, Walen, Haien &amp; Exoten: Warum deutsche Startups in den Medien nicht auftauchen</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/08/15/von-perlentauchern-walen-haien-exoten-warum-deutsche-startups-in-den-medien-nicht-stattfinden/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch deutsche Publikumsmedien haben mittlerweile die Bedeutung der Internetwirtschaft erkannt. Der Fokus ihrer Berichterstattung liegt aber auf den führenden US-Anbietern. Gegenüber deutschen Startups herrscht noch immer ein ausgewachsenes Desinteresse.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auch deutsche Publikumsmedien haben mittlerweile die Bedeutung der Internetwirtschaft erkannt. Der Fokus ihrer Berichterstattung liegt aber auf den führenden US-Anbietern. Gegenüber deutschen Startups herrscht noch immer ein ausgewachsenes Desinteresse.</h4>

<p><em>Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/tagcloud.png" width="160" height="116"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Auf eines kann man sich in Deutschland verlassen: Es wird einem nicht nur bei der Gründung eines Startups möglichst viel schwer gemacht &#8211; nein, auch danach.</p>
<p>Wenn die ersten Erfolge da sind und man den Weg in die Öffentlichkeit mittels PR-Arbeit sucht, kann man einiges erleben. Zum Beispiel, dass der Satz „Die Zukunft liegt im Internet“ endlich (wenn auch einige Jahre zu spät) in den meisten Wirtschafts-, Digital-, und Technik-Redaktionen deutscher Publikumsmedien angekommen ist &#8211; jedoch kaum jemand über die zukünftigen Protagonisten berichten möchte. Zumindest nicht, wenn sie aus Deutschland kommen.<span id="more-18437"></span></p>
<p>So meine Erfahrungen, die ich bei der Pressearbeit für Startups gesammelt habe. Um es auf den Punkt zu bringen: Man begegnet einer betonharten Skepsis und einem ausgewachsenen Desinteresse an neuen, deutschen Unternehmen. Selten habe ich das bei anderen Themen oder Produkten in dieser Form erlebt. Es kostet unglaublich viel Zeit und Ausdauer, diese Hürden zu überwinden.</p>
<p>In diesem Beitrag soll es also darum gehen, mit wie wenig Wohlwollen und mit welch großen Vorbehalten man in Deutschland Startups auf Journalistenseite begegnet. Außerdem möchte ich beispielhaft zeigen, dass Medien in den USA besser mit ihren Startups umgehen und deutsche Redaktionen sich hieran ruhig ein Beispiel nehmen können.</p>
<p><strong>Deutsche Startups &#8211; „suspekt“ und „bald eh nicht mehr da“<br />
</strong><br />
In den ersten Anläufen stößt man, wie gesagt, auf recht wenig Interesse, über ein junges Internetunternehmen zu berichten. Wenn man mit einzelnen Redakteuren spricht, bekommt man sogar ein wenig den Eindruck, dass nahezu jedes deutsche Startup in die Kategorie „suspekt“ und „bald eh nicht mehr da“ fällt.</p>
<p>Auch exponentielles Wachstum und Nutzerzahlen von mehreren Hunderttausend beeindrucken Redakteure nur wenig. Schließlich können Facebook, Google &amp; Co. Nutzerzahlen in Millionenhöhe vorweisen. Dass aber aus den Hundertausenden eines Startups schnell einmal mehrere Millionen weltweite Nutzer werden, können sich nur die wenigsten Redakteure vorstellen. Schade, denn genau das passiert regelmäßig. <a href="http://netzwertig.com/2011/03/02/diskussion-international-relevante-webdienste-aus-deutschland/">Auch in Deutschland</a>.</p>
<p><strong>Mediale Starthilfe für Startups &#8211; in Deutschland verpönt</strong></p>
<p>Die bloße Tatsache, dass ein Startup aus Deutschland kommt, weckt bei den meisten Redakteuren… nun, eher keine Heimatgefühle. Lieber schauen hiesige Redaktionen über den Tellerrand. Sehr weit über den Tellerrand. Mit Vorliebe in Richtung USA &#8211; und dort am liebsten auf „Big Player“ wie Google, Facebook &amp; Co.</p>
<p>Die „Liebe“ zu den Big Playern geht sogar so weit, dass Süddeutsche.de den Unternehmen <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Facebook">Facebook</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/iPad">Apple (iPad)</a> und <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Twitter">Twitter</a> eigene Rubriken im Digital-Bereich (siehe Reiter) eingerichtet hat &#8211; eigene Themenbereiche, für einzelne (US-)Unternehmen bei Süddeutsche.de? Irgendetwas stimmt da doch nicht.</p>
<p>Aber zurück zu den Startups. Wenn doch einmal ein junges Webunternehmen vorgestellt wird, dann ist es in der Regel eines der frisch „gehypten“. Aus den USA, versteht sich.</p>
<p>Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Über den Tellerrand zu schauen, ist per se gut, keine Frage. Aber in Deutschland scheint man das richtige Maß hierfür verloren zu haben. Es wird in meinen Augen zu oft und zu weit über den Tellerrand geschaut. Und dabei wird das, was vor einem auf dem Tisch steht, mitunter gekonnt ignoriert.</p>
<p>Gern wird hier das Argument angeführt, dass „die Szene sich nun mal im Valley tummelt“ und in Deutschland keine derart erfolgsversprechenden Startups zu finden sind.</p>
<p>Mit Verlaub, wie auch? Wenn kaum jemand diese Unternehmen beachtet, sie sich anschaut, sich mit ihnen auseinandersetzt? Oder anders gesagt: Den Mut hat, seinen Lesern auch mal einen vielversprechenden Nobody und Newcomer aus den eigenen Landen vorzustellen? Dabei <a href="http://netzwertig.com/2011/03/02/diskussion-international-relevante-webdienste-aus-deutschland/">gibt es genügend deutsche Startup-Perlen</a>.</p>
<p>Im Gegensatz zur hiesigen Presselandschaft haben US-Medien offenbar weniger Probleme damit, jungen und hoffnungsvollen Unternehmen aus dem eigenen Land eine „Starthilfe“ zu geben &#8211; ganz im Gegenteil. Wenn ein Konzept begeistert, dann wird es vorgestellt. Ja, wir wissen alle: Amerikaner und US-Medien sind generell begeisterungsfähiger. Na, und? Daran ist im Falle von Startups nichts Verwerfliches oder übertrieben „Werbliches“. Solange man dabei journalistisch arbeitet.</p>
<p>Dass das geht, kann man bei einigen Online-Magazinen nachlesen – und ich spreche hier nicht von der einschlägigen Tech-Presse, sondern von der sogenannten Publikumspresse. Bestes Beispiel: Die New York Times &#8211; sie hat <a href="http://www.nytimes.com/pages/technology/start-ups/index.html">eine eigene Rubrik nur für Startups</a>. Und auch die Los Angeles Times <a href="http://latimesblogs.latimes.com/technology/startups/">hat hierfür eine Rubrik</a>, in der regelmäßig frische Startups vorgestellt werden. Sogar das Forbes Magazin sorgt sich um sie <a href="http://www.forbes.com/sites/martinzwilling/2011/08/11/startups-learn-from-10-million-dollar-mistakes/">und gibt ihnen 10 Tipps</a>, welche millionenschweren Fehler sie auf gar keinen Fall machen sollten. Das Ganze findet <a href="http://blogs.forbes.com/martinzwilling/">im Forbes-Blog von Martin Zwilling</a> statt.</p>
<p>Und wie sieht es bei den großen deutschen Online-Medien aus? Süddeutsche.de, Spiegel.de, Stern.de? Im Großen und Ganze: Fehlanzeige.<br />
Immerhin FAZ.net versucht es wenigstens &#8211; mit dem Blog <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/default.aspx">Netzökonom</a>. Allerdings dominieren hier wieder einmal Google, Apple, Facebook &amp; Co. (siehe Tag-Cloud). Schade, eine vergebene Chance. Einzig* die Wirtschaftswoche hat <a href="http://www.wiwo.de/blogs/gruenderraum/">einen Gründerraum eingerichtet</a>. Das ist lobenswert, für die zunehmende Bedeutung dieses Wirtschaftsthemas aber immer noch zu wenig. (*Wer weitere deutsche Positiv-Beispiele kennt, darf sie gerne in den Kommentaren nennen)</p>
<p><strong>Das „Oh, ein Wal!-Problem“<br />
</strong><br />
Wie kann man also das Phänomen der „Unlust“, nach thematischen und unternehmerischen Highlights in den eigenen Landen zu suchen, am besten beschreiben?</p>
<p>Hier ein Vorschlag: Indem man Journalisten generell als Perlentaucher betrachtet. In unserem Fall sind es solche, die sich beim Tauchgang gern einmal von einem riesigen oder außergewöhnlichen Tier ablenken lassen. „Oh, ein Wal!“, „Oh, ein weißer Hai!“, „Oh ein kleiner Exot“&#8230; Sie beobachten und berichten. Die großen Tiere und bunten Exoten sind ja auch irgendwie spektakulär. Einen wichtigen Teil ihres Jobs vernachlässigen sie aber dabei: Das Tauchen nach Perlen. In unserem Fall: nach einheimischen Startups.</p>
<p>Zugegeben, nach Perlen zu tauchen, ist mühselig. Zumal es genügend miese Muscheln auf dem Meeresgrund gibt, die einem den Spaß verderben können. Doch so leid es mir tut, werte Journalisten, es gehört nun einmal zum Job &#8211; keiner wirft Euch Perlen hinterher.</p>
<p>Obwohl &#8211; eigentlich geschieht genau das. Unzählige PR-Leute (gute wie schlechte) werfen Journalisten reichlich Themen und neue Startups zu. Auch hier sind wieder viele thematische „Miesmuscheln“ und nur wenige Austern mit Perlen dabei. Man muss sie aber immerhin nur noch öffnen und hineinschauen. Doch selbst das scheint den meisten Medienvertretern zu mühselig zu sein. Schade, gehört doch auch das zum Job. Oder nicht?</p>
<p>Gern wirft man hier die Argumente in die Runde: Keine Zeit. Keine „Man-Power“. Dann sollte man die Vorauswahl und Recherche vielleicht hungrigen Volontären und Praktikanten geben?! Vielleicht lernen sie es besser, sich in dieses zunehmend wichtiger werdende Wirtschaftsthema einzuarbeiten.</p>
<p>Und noch ein Vorschlag, wenn es an Zeit und Man-Power mangelt: Wie wäre es mit Kooperationen zwischen Publikumsmedien und bereits etablierten deutschen Tech-Blogs? Sie haben sich die notwendige Expertise und Leserschaft bereits erarbeitet. Ich glaube ernsthaft, dass beide Seiten davon profitieren können.</p>
<p>Ich weiß, Journalisten lassen sich nur ungern vor den „PR- und Propaganda-Karren“ spannen. Verständlich. Das ist aber keine Legitimation (und wenn doch &#8211; eine äußerst paradoxe), in den Internet- und Wirtschafts-Redaktionen nahezu ausschließlich über Unternehmen wie Google, Facebook, Apple &amp; Co. zu berichten. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat.</p>
<p>Es wäre schön, demnächst einmal zu lesen: „Oh, eine deutsche Perle“. Oder anders gesagt, liebe Journalisten, es wäre schön, einmal zu lesen „Wir sagen „Ja!“ zu deutschen Perlen.“</p>
<p><strong>Über den Autor</strong><br />
<em><a href="http://www.boheme-pr.de">Theodossios Theodoridis</a> ist freier PR-Berater in Hamburg. Er ist spezialisiert auf Öffentlichkeitsarbeit und Produkt-PR in den Bereichen Entertainment, Lifestyle &amp; Web. Zu seinen Startup-Referenzen gehören</em> <a href="http://www.jimdo.com"><em>Jimdo</em></a> <em>und</em> <a href="http://www.mikestar.com"><em>Mikestar</em></a><em>. Vor seiner Zeit als freier Berater arbeitete er auf Agentur- und Unternehmensseite. Zuletzt war er acht Jahre PR Manager beim Games Publisher Eidos/Square Enix.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/invervegas/472277928/">Flickr/invervegas</a>; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</em></p>

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        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/08/05/kreativ-elegant-international-die-neue-startup-generation-aus-deutschland/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/destartups110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/08/05/kreativ-elegant-international-die-neue-startup-generation-aus-deutschland/">Kreativ, elegant, international: Die neue Startup-Generation  aus Deutschland</a></b><br /><font size="2">Immer mehr junge Internetfirmen aus Deutschland verlassen die eingetretenen Pfade ihrer Vorgänger. Die neue Startup-Generation ist kreativ, elegant und denkt international. </font><font color="#aaa">(5. August 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/21/wooga-soundcloud-researchgate-die-deutschen-startup-aushangeschilder/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/destartups110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/21/wooga-soundcloud-researchgate-die-deutschen-startup-aushangeschilder/">wooga, SoundCloud & ResearchGATE: Die deutschen Startup-Aushängeschilder</a></b><br /><font size="2">Die deutsche Startup-Landschaft hat zwar keine Webgiganten hervorgebracht, aber dennoch zahlreiche auch international bedeutsame Internetfirmen. wooga, SoundCloud und ResearchGate sind die derzeitigen Aushängeschilder. </font><font color="#aaa">(21. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/03/28/webdienste-aus-deutschland-chronisch-unterschaetzt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/dog110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/03/28/webdienste-aus-deutschland-chronisch-unterschaetzt/">Webdienste aus Deutschland: Chronisch unterschätzt</a></b><br /><font size="2">Der deutschen Internetwirtschaft fehlen die ganz großen Triumphe. Dass in der "zweiten Reihe" zahlreiche international erfolgreiche und technisch moderne Dienste existieren, wird leicht übersehen. </font><font color="#aaa">(28. März 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Startup-Glaubenssätze: &#8220;Es gibt kein Risiko beim Gründen&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/08/03/startup-glaubenssatze-es-gibt-kein-risiko-beim-grunden/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 07:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Gründung]]></category>
		<category><![CDATA[Idea Camp]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Um erfolgreich ein Startup zu gründen, bedarf es nicht unbedingt Millionen an Risikokapital und umfangreiche Businesspläne. Ein alternativer Ansatz erfordert nicht nur weniger Mittel, sondern beinhaltet im Prinzip keinerlei Risiko.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Um erfolgreich ein Startup zu gründen, bedarf es nicht unbedingt Millionen an Risikokapital und umfangreiche Businesspläne. Ein alternativer Ansatz erfordert nicht nur weniger Mittel, sondern beinhaltet im Prinzip keinerlei Risiko.</h4>

<p><em>Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des <a href="http://ideacamp.de/blog/">Idea Camp</a> (&#8220;Startup-Gründung in drei Tagen&#8221;).</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/keinrisiko.png" width="150" height="150"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>In der deutschsprachigen Startup-Szene gibt es verschiedene Philosophien zum Gründen. Die Vertreter des „bigger is better“-Ansatzes sammeln Millionen an Venture Kapital ein und gründen Unternehmen zum Verkauf.</p>
<p>Über diese Investitionen und Deals wird häufig berichtet. So denken viele unerfahrene Gründungsinteressierte auch direkt, dass das Gründen eines Unternehmens mit dem Schreiben eines Businessplans und der Suche nach einer Finanzierung beginnt. Vor diesem Hintergrund scheuen viele das (finanzielle) Risiko beim Gründen und die Statistiken darüber, wie viele Unternehmen fünf Jahre nach Gründung noch existieren, nehmen ihnen den letzten Mut.<span id="more-18305"></span></p>
<p>Es gibt aber auch eine andere Philosophie zum Gründen von Unternehmen, und diese ist durchaus ermutigender. Die Glaubenssätze, denen viele erfolgreiche Gründer folgen, die ihr Business mit geringem Kapitaleinsatz, dafür aber mit umso mehr Kreativität und Flexibilität gestartet haben, machen das Gründen von Unternehmen für angehende Entrepreneure greifbarer als der „bigger is better“ Ansatz.</p>
<p>Die Glaubenssätze lassen sich im Groben in drei Punkten zusammenfassen:</p>
<p><strong>1. Es gibt kein Risiko beim Gründen</strong><br />
Vergessen wir einfach mal die tausenden Risikoanalysen, die in den Schubladen von VCs verrotten. Vergessen wir auch mal die Millionen, die in Unternehmen gepumpt werden, bevor diese den ersten Cent Umsatz generiert haben, denn: Letztendlich ist wichtig, dass ein risikoloses Gründen heute dank der zur Verfügung stehenden Technologie für fast jeden möglich ist.</p>
<p>Das finanzielle Risiko lässt sich bei sehr vielen Geschäftsmodellen, stark begrenzen. Oftmals sind die Startkosten nicht höher als ein paar hundert Euro; wenn man es richtig angeht und sich auf den Kern seiner Geschäftsidee konzentriert. Wer also nicht auf einen schnellen Exit aus ist, kann ohne signifikantes finanzielles Risiko Geschäftsideen an den Markt bringen, wie es in dieser Art und Weise vor einigen Jahren unmöglich gewesen wäre.</p>
<p>Als <a href="http://www.strandschicht.de/">Strandschicht</a> gegründet wurde, schätzten die Autoren eines bekannten Startup-Blogs den nötigen Kapitaleinsatz für ein solches Unternehmen auf ungefähr 25.000 Euro. Tatsächlich ging die erste Version von Strandschicht für unter 1.000 Euro an den Start. Selbstverständlich wurde seitdem viel Geld investiert, um das Unternehmen weiter aufzubauen. Allerdings stammte das Geld für diese Investitionen aus dem Cash Flow des Unternehmens. Die Gründung an sich war somit quasi risikolos. Inzwischen beschäftigt Strandschicht über 30 Mitarbeiter. Selbstverständlich hätte man auch deutlich mehr Geld in die Hand nehmen können. Aber die Praxis zeigt, dass es auch anders geht.</p>
<p><strong>2. Erfolg ist planbar</strong><br />
Im Gegensatz zu der Meinung vieler Ottonormalverbraucher hat der langfristige Erfolg von Gründern nichts mit Glück zu tun. Zwar zeigt die Statistik, dass ein großer Anteil der Neugründungen bereits nach fünf Jahren wieder vom Markt verschwunden ist. Doch in den wenigsten Fällen entscheidet Glück oder Unglück über das Bestehen eines Startups am Markt.</p>
<p>Entscheidender ist, für welche Art von Gründung man sich entscheidet. Setzt man auf eine schlanke Organisation oder bindet man sich von Anfang an hohe Fixkosten ans Bein? Lässt die Organisation Richtungsänderungen zu oder sinkt das Schiff bei den ersten Wellen? Diese Liste ließe sich noch lange fortführen und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. In ihrem Buch ‚Getting Real‘ gehen die Jungs von 37 signals auf viele der wichtigsten Prinzipien ein.</p>
<p>Wichtig ist, dass Gründer bei Misserfolgen den Fehler nicht bei anderen suchen. Stattdessen müssen sie Verantwortung für den Misserfolg übernehmen und überlegen, was sie verändern sollten. Oft erfordert es nur noch ein paar Tweaks zum Durchstarten des Startups. Erfolg ist keine Frage des Glücks.</p>
<p><strong>3. Wer nicht aufgibt kann nicht scheitern</strong><br />
Unzählige erfolgreiche Unternehmer haben immer wieder Fehler gemacht, bis sich ihre Idee am Markt behauptet hat. Auf dem Weg zum Erfolg haben sie aus ihren Fehlern gelernt und sich bzw. ihr Business Modell entsprechend angepasst.</p>
<p>Temporäre Schwierigkeiten oder auch die Pleite eines Unternehmens bedeuten nicht den Untergang. Im Gegenteil, wer ohne Risiko gründet, der hat im schlimmsten Fall ein paar hundert Euro verloren. Im besten Fall wird aus der Erfahrung gelernt, so dass die Herausforderung erneut angegangen werden kann.</p>
<p>Ich bin kein Fan vom Heldenmythen. Dennoch: Wäre Aufgeben für Persönlichkeiten wie Henry Ford und Walter Disney eine Option gewesen, so wären diese heute niemandem bekannt. Beide haben wiederholt Unternehmen an die Wand gefahren, bevor sie die Firmen gründeten, für die sie heute bekannt sind.</p>
<p>Und dies ist eher die Regel als die Ausnahme. Viele Unternehmer, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, mussten ein, zwei oder sogar drei Startups gründen, bevor sie mit einem Projekt Erfolg hatten. Wer Durchhaltevermögen mitbringt, bereit ist neues auszuprobieren und aus seinen Fehlern lernt, kann langfristig nicht scheitern.</p>
<p>Auf dem IdeaCamp gehen wir mit diesen Glaubenssätzen an die Gründung von Unternehmen. Das Gründen von Startups in drei Tagen ist nicht nur möglich sondern auch durchaus sinnvoll. Es erfordert die Konzentration auf den Kern der Geschäftsideen. Es muss von Anfang an Momentum für die Umsetzung der Ideen aufgebaut werden und so kann keine Zeit mit dem Schreiben von Businessplänen verschwendet werden.</p>
<p>Noch nie war die Zeit für Entrepreneure, die nicht mit dem „bigger is better“ Ansatz gründen sondern mit wenig Kapitaleinsatz eigene Ideen schnell an den Markt bringen möchten, so günstig wie heute.</p>
<p><em>Ein Team von Berliner Gründern hat sich mit dem Workshop <a href="http://ideacamp.de/">IdeaCamp</a> zum Ziel gesetzt, angehenden Entrepreneuren zu helfen, innerhalb von drei Tagen ihr eigenes Startup aufzubauen und es in wenigen Wochen zur Profitabilität zu führen. Die Philosophie der Gründer ist es, schlanke Unternehmen mit minimalem Kapitaleinsatz zu gründen. Gastautor Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp.</em></p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.sxc.hu/photo/645041">stock.xchng</a>)</em></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/07/01/localuncle-startup-grundung-auf-amerikanisch/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/localuncle-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/07/01/localuncle-startup-grundung-auf-amerikanisch/">LocalUncle: Startup-Gründung auf amerikanisch</a></b><br /><font size="2">LocalUncles CEO Philip Reichen erzählt, was er von der Konkurrenz hält und warum er Entwickler aus der Schweiz rekrutiert. </font><font color="#aaa">(1. Juli 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/08/frauenmangel-in-der-internet-und-startup-branche-von-grunderinnen-und-rollenbildern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/familyvintage110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/08/frauenmangel-in-der-internet-und-startup-branche-von-grunderinnen-und-rollenbildern/">Frauenmangel in der Internet- und Startup-Branche: Von Gründerinnen und Rollenbildern</a></b><br /><font size="2">Über die Frage, wieso es in der Web- und Startupwelt so wenig Frauen in entscheidenden Positionen gibt, lässt sich vortrefflich diskutieren. Ein wichtiger Punkt fällt dabei gerne unter den Tisch. </font><font color="#aaa">(8. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/04/28/webwirtschaft-in-d-a-ch-jeder-vierte-internetdienst-kommt-aus-berlin/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/berlin-1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/04/28/webwirtschaft-in-d-a-ch-jeder-vierte-internetdienst-kommt-aus-berlin/">Webwirtschaft in D-A-CH: Jeder vierte Internetdienst  kommt aus Berlin</a></b><br /><font size="2">Von den 100 Startups und Webangeboten, die seit Sommer 2010 ausführlicher Gegenstand unserer Berichterstattung waren, hat ein knappes Viertel ihren Sitz in Berlin. </font><font color="#aaa">(28. April 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Daniela Hinrichs: &#8220;Weder typisch Mann noch Frau.  Sondern typisch Unternehmer&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/07/06/daniela-hinrichs-weder-typisch-mann-noch-frau-sondern-typisch-unternehmer/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 08:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Daniela Hinrichs]]></category>
		<category><![CDATA[DLDwomen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Hinrichs]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Daniela Hinrichs, Partnerin von Xing-Gründer Lars Hinrichs und langjährige Pressesprecherin des Netzwerks, ist seit 2006 als Business Angel unterwegs. Ein Interview.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Daniela Hinrichs, Partnerin von Xing-Gründer Lars Hinrichs und langjährige Pressesprecherin des Netzwerks, ist seit 2006 als Business Angel unterwegs. Ein Interview.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2011/07/06/daniela-hinrichs-weder-typisch-mann-noch-frau-sondern-typisch-unternehmer/daniela_hinrichs-jpg/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/07/daniela_hinrichs-small.jpg" width="189" height="189"  alt="Daniela Hinrichs (Burda / Sascha Baumann)" align="right" hspace="5" vspace="5"/></a>Über ihre Firma Yellowdine Ventures investiert Daniela Hinrichs, Unternehmerin, Kommunikatorin und nun eben Business Angel, in Unternehmen, deren Ideen sie für zukunftsträchtig hält. Auf dem DLDwomen moderierte sie die Session <a href="http://dld2.sevenload.com/watch?v=Yxhy4cH">&#8220;Interactive Entrepreneur&#8221;</a>. Unsere Gastautorin <a href="http://netzwertig.com/2011/07/06/daniela-hinrichs-weder-typisch-mann-noch-frau-sondern-typisch-unternehmer#katja">Katja Schönherr</a> hat mit ihr gesprochen.</p>
<p><strong>Es ist ja eines dieser Modewörter, die überall herumgeistern. Was genau macht denn ein &#8220;Business Angel&#8221;?</strong></p>
<p>Klassischerweise ist ein Business Angel jemand, der eigenes Geld in eine Idee oder ein bestehendes Unternehmen investiert und dafür Anteile am Unternehmen erhält. Außerdem hilft er mit seiner Expertise und seinem Netzwerk, diese Idee weiterzuentwickeln und, im Idealfall, erfolgreich zu machen &#8211; im Interesse des Unternehmens und der eigenen Investition.</p>
<p><strong>Mit Deiner Firma Yellowdine Ventures bist Du ja inzwischen selbst als Business Angel unterwegs. Welche Start-Ups förderst Du?</strong></p>
<p><span id="more-17985"></span>
<p>Jeder Business Angel hat eine persönliche Affinität zu den unterschiedlichen Entwicklungsstufen eines Unternehmens. Ich investiere eher weniger in die Idee allein, sondern oft in Unternehmen, die schon aktiv sind. Da ich mein eigenes Geld investiere, bestimme ich Tempo und Privatheit selbst. So kann ich mich intensiver mit den Unternehmen beschäftigen, anstatt darüber zu reden.</p>
<p><strong>Namen nennst Du also nicht. So viel lässt sich aber vielleicht sagen: Du investierst vorwiegend im Technologie-Bereich.</strong></p>
<p>Richtig. Ich finde, man sollte nur in Dinge investieren, die man auch versteht, und im Technologie-Bereich kenne ich mich einfach am besten aus. Hinzukommt, dass ich die Internet- nach wie vor für eine der zukunftsträchtigsten Branchen halte.</p>
<p><strong>Wieso?</strong></p>
<p>Die Gründe liegen auf der Hand. Jeder kann es nutzen, und zwar von überall aus. Das ist nicht nur wichtig für das Unternehmen, sondern insbesondere für jetzige und zukünftige Kunden. Man kann eine Firma direkt mithilfe des Internets gründen, sich darüber organisieren, Informationen in der Cloud speichern und Serverleistungen günstig einkaufen. Und es kann branchen- sowie marktübergreifend agiert werden.</p>
<p><strong>Derzeit arbeiten noch immer weniger Frauen als Männer im Technologie-Sektor&#8230;</strong></p>
<p>&#8230; Das mag sein, aber ich unterscheide bei meinen Investitionen überhaupt nicht danach, ob dieses Unternehmen nun von einem Mann oder einer Frau gegründet wurde. Was mich interessiert, sind die Idee, das Team und ob ich unter Einsatz meiner Expertise und meines Netzwerks die getätigte Investition vervielfachen kann.</p>
<p><strong>Es geht Dir also nicht darum, gezielt Frauen zu fördern?</strong></p>
<p>Nein, damit tut man meiner Meinung nach weder den Frauen, noch sich selbst einen Gefallen. Wenn jemand eine gute Idee hat, dann will ich diese fördern und mit meinem eigenen Netzwerk dazu beitragen, dass diese Idee größer wird.</p>
<p><strong>Wie ist denn Dein Eindruck von Frauen, die ein Start-Up gegründet haben?</strong></p>
<p>Noch gründen zwar weniger Frauen als Männer, aber es werden immer mehr. Zudem ist meine Erfahrung: Sämtliche Klischees (etwa dass Frauen erst mit 35 gründen, wenn sie ihre Kinder haben, oder aus der Teilzeitarbeit heraus oder mit einer ganz geringen Kapitaldecke) entsprechen nicht immer der Realität. Ich kenne Unternehmerinnen, die vor 35 gegründet, zwischendurch Kinder bekommen haben und extrem ins Risiko gegangen sind &#8211; und die heute Unternehmen mit millionenschweren Umsätzen führen.</p>
<p><strong>Zum Beispiel?</strong></p>
<p>Sara Hürlimann von <a href="http://zahnarztzentrum.ch/">Zahnarztzentrum.ch</a>. Sara hat ihre Firma 2003 zusammen mit ihrem Mann gegründet. Im vergangenen Jahr wurde sie von Ernst &amp; Young zum &#8220;Entrepreneur des Jahres&#8221; gekürt. Am Anfang hat sie mit zehn Banken in der Schweiz gesprochen; keine hat <a href="http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wir-werden-angefeindet-weil-wir-den-Markt-veraendern-/story/17494300">ihr Konzept</a> verstanden. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, es trotzdem umzusetzen. Schließlich hat sie einen Privatkredit in Höhe von einer Million Schweizer Franken aufgenommen. Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach weder typisch Mann noch typisch Frau -sondern typisch Unternehmer. 2010 hat Zahnarztzentrum.ch übrigens einen Umsatz von 35 Millionen Franken gemacht.</p>
<p><strong>War Dir immer klar, dass Du selbst unternehmerisch tätig sein wolltest?</strong></p>
<p>Überhaupt nicht. Nach der Schule habe ich sofort einen technischen Beruf erlernt. Meine Eltern hatten gesagt: &#8220;Mach erst eine Ausbildung, dann kannst du immer noch tun, was du willst!&#8221; Also alles andere als unternehmerisch motivierend. Als Lars 2003 OpenBC (heute: Xing) gegründet hat, war das für mich die Möglichkeit, unternehmerisch aktiv zu werden: Ich habe mein Geld und mein Know-How in eine Idee hineingesteckt, von der ich überzeugt war. Lars war dabei für mich als mehrfacher Unternehmer und erfolgreicher Investor von Anfang an eine große Inspiration.</p>
<p><strong>Gibt&#8217;s eine zentrale Erkenntnis, die Du durch Dein Business-Angel-Dasein gewonnen hast?</strong></p>
<p>Einen guten Business Angel macht nicht aus, in wie viele Unternehmen er investiert hat, sondern wie sich diese Unternehmen nach seiner Investition und Expertise entwickelt haben. Das sollte man sich auch als Start-up vorab genau anschauen. Und wie die meisten habe ich lange Zeit gedacht: Ich persönlich muss die große Idee haben, um ein Unternehmen gründen zu können. Dabei gibt es da draußen viel zu viele gute Ideen, die umgesetzt werden wollen. Allerdings fehlt es manchen Menschen an unternehmerischem Spirit. Beides gilt es zusammenzubringen.</p>
<p><strong>Von welcher Internet-Idee wünschst Du Dir, dass sie endlich mal ein Start-Up angeht?</strong></p>
<p>Ich denke da eher andersrum. Ich lasse mich lieber überraschen von den Ideen, die am Entstehen und Kommen sind. Das ist viel besser, als sich persönlich zu limitieren, indem man nach etwas sucht, das man sich selbst mal in den Kopf gesetzt hat.</p>
<p><small><a id="katja" name="katja"></a><a href="http://www.katjaschoenherr.de">Katja Schönherr</a> lebt als freie Journalistin in Zürich. Zu ihren Kunden zählen die Fachzeitschrift Werben &amp; Verkaufen, die Wochenzeitung Die Zeit und Zeit-Online sowie der Onlineverlag Blogwerk, der auch netzwertig.com herausgibt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/30/facebook-managerin-joanna-shields-auf-dem-dldwomen-die-kinder-des-jahres-2012/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/joannashields110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/30/facebook-managerin-joanna-shields-auf-dem-dldwomen-die-kinder-des-jahres-2012/">Facebook-Managerin Joanna Shields auf dem DLDwomen: Die Kinder des Jahres 2012</a></b><br /><font size="2">In München findet derzeit der DLDwomen statt. Zwei Tage geht’s hier um die Zukunft, und zwar die der Frauen. Facebook-Managerin Joanna Shields denkt aber vor allem an die Kinder. </font><font color="#aaa">(30. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/01/internetunternehmer-christoph-janz-es-fuhlt-sich-wieder-an-wie-1999/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/1999_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/01/internetunternehmer-christoph-janz-es-fuhlt-sich-wieder-an-wie-1999/">Internetunternehmer Christoph Janz: "Es fühlt sich wieder an wie 1999"</a></b><br /><font size="2">Der Business Angel Christoph Janz hat als Startup-Gründer die verrückte Zeit der New Economy miterlebt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Branche heute entwickelt, erinnert ihn stark an den Boom anno 1999. </font><font color="#aaa">(1. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/04/14/jimdo-mitgruender-christian-springub-das-ziel-ist-eine-massive-bekanntheitssteigerung-in-den-usa/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/04/christianjimdo110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/04/14/jimdo-mitgruender-christian-springub-das-ziel-ist-eine-massive-bekanntheitssteigerung-in-den-usa/">Jimdo-Mitgründer Christian Springub: "Unser Ziel ist eine massive  Bekanntheitssteigerung in den USA"</a></b><br /><font size="2">Seit über zwei Monaten ist Christian Springub in San Francisco damit beschäftigt, Jimdos erste US-Niederlassung aufzubauen. Im Interview mit netzwertig.com berichtet er über Fortschritte, Eindrücke und Ziele. </font><font color="#aaa">(14. April 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Facebook-Managerin Joanna Shields auf dem DLDwomen: Die Kinder des Jahres 2012</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/06/30/facebook-managerin-joanna-shields-auf-dem-dldwomen-die-kinder-des-jahres-2012/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 07:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Natives]]></category>
		<category><![CDATA[DLDwomen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Shields]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[In München findet derzeit der DLDwomen statt. Zwei Tage geht’s hier um die Zukunft, und zwar die der Frauen. Facebook-Managerin Joanna Shields denkt aber vor allem an die Kinder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In München findet derzeit der DLDwomen statt. Zwei Tage geht’s hier um die Zukunft, und zwar die der Frauen. Facebook-Managerin Joanna Shields denkt aber vor allem an die Kinder.</h4>

<p><a href="http://katjaschoenherr.de/"><em>Katja Schönherr</em></a> <em>lebt als freie Journalistin in Zürich und ist gerade auf dem DLDwomen in München.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/dldwomen.png" width="232" height="70"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Womenomics, Frauenquoten, gemischte Teams – am ersten Vormittag des <a href="http://www.dld-conference.com/events/event/dld-women11_homepage_aid_2386.html">DLDWomen</a> fallen diese Schlagworte unablässig. Saftige Frauenthemen dominieren also den Beginn der vom Burda-Verlag initiierten Konferenz im Bayerischen Nationalmuseum in München.</p>
<p>Als Facebook-Managerin Joanna Shields (Gesamttitel: Vice President and Managing Director of Facebook Europe, Middle East and Africa) an die Reihe kommt, meint man zunächst, man bewege sich nun weg von weiblichen Themen. Denn Wörter wie „women“ und „female“ fehlen in ihrem Vortrag völlig. Doch ganz unweiblich ist auch ihr Thema nicht; sie stellt nämlich Kinder in den Mittelpunkt. Ein Aspekt, der in Männerreden ja eher selten vorkommt und wenn, dann vorwiegend in Form einer witzigen Anekdote vom Sohnemann als auflockernder Vortragseinstieg.</p>
<p><span id="more-17919"></span></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/facebook-managerinjohannashields.png" width="200" height="233"  alt="Foto: Burda" align="right" hspace="5" vspace="5"/><strong>Shields spricht darüber, wie es sein wird, im Jahr 2012 zwölf Jahre alt zu sein. </strong>Es geht also um Elfjährige, die 2011 elf sind. Warum sie „12 in 2012“ als Titel gewählt hat statt „11 in 2011“ – es bleibt ein Rätsel.</p>
<p>Immerhin erfuhr man, warum ihre Wahl auf diese Alterskohorte gefallen war: <strong>Ihr Kind ist Teil dieser Generation, „dieser letzten des 20. und ersten des 21. Jahrhunderts“</strong>. Diese Kinder wüchsen so ganz anders auf als sie selbst. Weil sie alles, was sie sehen, sofort mit ihren Freunden „teilen“ könnten. An dieser Stelle fällt es einem kurz wieder ein: Joanna Shields ist für Facebook da. In früheren Etappen ihrer Karriere war sie übrigens bei Google tätig sowie beim sozialen Netzwerk Bebo, das 2008 von AOL übernommen wurde.</p>
<p>Sie sei immer wieder überrascht über ihren eigenen Sohn, erzählt sie. Überhaupt über Kinder dieses Alters: „<strong>Sie wissen mehr übers Internet als wir.</strong> Wenn sie ein Video bei Youtube hochladen, kann man sie sich glatt als neuen Steven Spielberg vorstellen. Und wenn sie beim Abendessen etwas erzählen, meint man, sie halten gerade eine Rede vor der UN,“ fasst sie ihre Verwunderung zusammen. Aber sie möchte, dass diese Superkinder noch besser werden.</p>
<p>Deshalb hat sie gerade die Facebook-Seite <a href="https://www.facebook.com/12in2012?sk=wall">„12 in 2012“</a> angelegt, zum Sammeln von Ratschlägen. Denn die Seite soll Kindern Antworten auf die Frage geben, welche Ratschläge Erwachsene ihrem 12-jährigen Ich geben würden, hätten sie die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen.</p>
<p>Gestern vorgestellt, hat die Page bislang gut 100 Mitglieder. Neben der Unterstützerzahl ist sicher auch die Qualität der Ratschläge („too much cider = #fail“) noch steigerungsfähig. Shields’ Ziel jedenfalls ist es, diese Kinder, die schon so viel wissen, noch mit ein paar Lebenstipps zu erreichen: „Let’s help them to make sense of it all!“</p>
<p>Der kurze Vortrag enthält viel amerikanisches Pathos. Sie selbst sei zum Beispiel nur das geworden, was sie heute ist, weil ihr ein Lehrer in der Pampa Pennsylvanias einst sagte: „Sieh zu, dass Du Deinen Kopf auf die Zukunft vorbereitest und aus dieser Stadt rauskommst.“ Diesem Lehrer sei sie bis heute dankbar; ohne ihn hätte sie ihren Weg nie gefunden, erzählt sie. Ihre Kindheit – Shields ist Jahrgang 1974 – sei geprägt gewesen vom Freikämpfen-Müssen. Und von ständiger Angst (Stichwort: Kalter Krieg).</p>
<p>Was bestimmt das Leben dieser Kinder, die im kommenden Jahr zwölf werden (und also heute elf sind)? Was macht ihr Aufwachsen so anders als das von Joanna Shields? <strong>Die Facebook-Managerin hat folgende Merkmale jener Digital Natives aufgezählt</strong>:</p>
<p>Sie seien toleranter. Weil sie schon früh übers Internet in Kontakt mit ganz vielen verschiedenen Menschen kämen, verhielten sie sich aufgeschlossener. Sie schrieben ihre Lebensgeschichte selbst – im übertragenen wie im Facebook-Sinne: Sie hätten heute viel mehr Freiheit, ihre Wünsche zu verwirklichen. Und auf Facebook hielten sie kontinuierlich ihre Entwicklung fest, etwa was sie machten oder wer neu zum Freundeskreis hinzustoße.</p>
<p>Sie lernten immer und überall. Seien früher allein Schulen, Bibliotheken und Universitäten Orte des Lernens gewesen, so sei der Erwerb von Wissen dank mobilen Internets heute überall möglich. „Wenn man sich fragt, wen dieses oder jenes Denkmal darstellt, dann googelt man es eben schnell.“ Dank Internet hätten junge Menschen heute die Tools, sich auf jegliche Art und Weise zu organisieren und zusammenzukommen.</p>
<p>Was diese Kids nun aus den veränderten Gegebenheiten machten, das wisse auch Shields nicht. Aber sie hofft, dass es etwas Gutes wird. Und dass die Ratschläge auf der Seite „12 in 2012“ ihnen dabei helfen.</p>
<p><strong>Update: </strong><a href="http://www.dld-conference.com/events/event/dld-women11_videos_aid_2386.html ">Hier ist die Videoaufzeichnung von Shields&#8217; Vortrag</a>.</p>
<p><em>Über die Autorin:<br />
</em><a href="http://katjaschoenherr.de/"><em>Katja Schönherr</em></a> <em>lebt als freie Journalistin in Zürich. Zu ihren Kunden zählen die Fachzeitschrift Werben &amp; Verkaufen, die Wochenzeitung Die Zeit und Zeit-Online sowie der Onlineverlag Blogwerk, der auch netzwertig.com herausgibt.</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/06/30/facebook-managerin-joanna-shields-auf-dem-dldwomen-die-kinder-des-jahres-2012/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/06/30/facebook-managerin-joanna-shields-auf-dem-dldwomen-die-kinder-des-jahres-2012/&title=Facebook-Managerin Joanna Shields auf dem DLDwomen: Die Kinder des Jahres 2012&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/10/werbekunden-sollen-zur-rechenschaft-gezogen-werden-datenschutz-mit-kollateralschaden/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/verbraucherschutzministerium110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/10/werbekunden-sollen-zur-rechenschaft-gezogen-werden-datenschutz-mit-kollateralschaden/">Werbekunden sollen zur Rechenschaft gezogen werden: Datenschutz mit Kollateralschaden</a></b><br /><font size="2">Das Verbraucherschutzministerium prüft laut Spiegel Online, inwieweit Werbekunden von Websites, die gegen deutsche Datenschutzgesetze verstoßen, zur Rechenschaft gezogen werden können.  </font><font color="#aaa">(10. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/03/internetfirmen-streben-an-die-borse-ein-happy-end-ist-unwahrscheinlich/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/wallst110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/03/internetfirmen-streben-an-die-borse-ein-happy-end-ist-unwahrscheinlich/">Internetfirmen streben an die Börse: Ein Happy End  ist unwahrscheinlich</a></b><br /><font size="2">In den kommenden Monaten werden eine Reihe bekannter Internetfirmen an die Börse gehen, darunter auch Groupon. Eine Spekulationsblase ist nahezu unvermeidlich. </font><font color="#aaa">(3. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/01/internetunternehmer-christoph-janz-es-fuhlt-sich-wieder-an-wie-1999/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/1999_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/01/internetunternehmer-christoph-janz-es-fuhlt-sich-wieder-an-wie-1999/">Internetunternehmer Christoph Janz: "Es fühlt sich wieder an wie 1999"</a></b><br /><font size="2">Der Business Angel Christoph Janz hat als Startup-Gründer die verrückte Zeit der New Economy miterlebt. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Branche heute entwickelt, erinnert ihn stark an den Boom anno 1999. </font><font color="#aaa">(1. Juni 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Seedmatch: Mit 250 Euro  Startup-Investor werden</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 10:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Seedmatch]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der neuen deutschen Onlineplattform Seedmatch präsentieren Startups mit Konsumentenfokus ihre Konzepte und können sich von Usern mit einem Mikroinvestment ab 250 Euro unterstützen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bei der neuen deutschen Onlineplattform Seedmatch präsentieren Startups mit Konsumentenfokus ihre Konzepte und können sich von Usern mit einem Mikroinvestment ab 250 Euro unterstützen lassen. Gründer Jens-Uwe Sauer beschreibt, für welche Jungunternehmen sich der Seedmatch-Ansatz eignet.</h4>

<p><em>Jens-Uwe Sauer ist Gründer und Geschäftsführer von <a href="http://www.seedmatch.de">Seedmatch</a>, einer Onlineplattform aus Dresden, die erstmalig in Deutschland Crowdfunding für Startups ermöglicht. </em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/seedmatch.png" width="180" height="89"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Crowdfunding hat sich in den letzten Monaten und Jahren immer stärker etabliert. Gerade für Startups auf der Suche nach dem benötigten Startkapital stellt diese neue Finanzierungsart, bei der eine Menge von Menschen mit kleinen Beträgen darüber entscheidet, ob ein Projekt das benötigte Kapital erhält, eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Finanzierungswegen dar.</p>
<p>Aus diesem Grund bietet <a href="http://www.seedmatch.de">Seedmatch</a> erstmalig in Deutschland Crowdfunding für junge Unternehmen an. Diese erhalten bei einem erfolgreichen Funding neben dem Kapital auch eine Vielzahl an aktiven Unterstützern. Doch welche Geschäftskonzepte können die Crowd begeistern zu investieren und welche Eigenschaften müssen die jungen Unternehmen und deren Gründer mitbringen, damit das Funding ein Erfolg werden kann?</p>
<p><span id="more-17763"></span></p>
<p><strong>Zuallererst sollte das Startup eine neue Geschäftsidee vorweisen können, die es schafft, eine Vielzahl von Menschen zu begeistern.</strong> Dabei ist es wichtig, dass das Konzept in wenigen Sätzen erklärt werden kann und auch für Menschen klar und verständlich ist, die sich zum ersten Mal mit den entsprechenden Produkten bzw. der Dienstleistungen beschäftigen. Es sollte auf einen Blick ersichtlich sein, welche Bedürfnisse und Probleme der Kunden gelöst werden und welches Alleinstellungsmerkmal (USP) das Geschäftsmodell ausmacht. In diesem Zusammenhang empfehlen sich besonders B2C-Unternehmen (Business to Consumer) für Crowdfunding, deren Produkte bereits fertig entwickelt und erhältlich sind, so dass potentielle Investoren sie selbst konsumieren und „erleben“ können.</p>
<p>Investoren erwerben Beteiligungen an den jungen Unternehmen, die in der Regel eine <strong>Laufzeit von fünf bis sieben Jahren haben</strong>. Aus diesem Grund sollte das Geschäftsmodell für den Zeitraum und darüber hinaus skalierbar sein. Für das Funding stellt das Startup in seinem Plattform-Profil einen Businessplan bereit, in dem alle wichtigen Informationen zum Unternehmen und dessen Konzept enthalten sind. Dieser muss schlüssig sein und die dargestellte Strategie sollte die Investoren überzeugen können.</p>
<p>Grundvoraussetzung ist somit zum einen das Expertenwissen über die eigene Branche und zum anderen die Fähigkeit, dieses wiederum Laien zugänglich zu machen. Weiterhin tragen Videos und Fotos von den Gründern und Produkten zusätzlich dazu bei, die Verständlichkeit der Geschäftsidee zu erhöhen und Nähe zu den Initiatoren zu erzeugen.</p>
<p>All diese Punkte schaffen Vertrauen für ein Investment. Sind die sogenannten Mikroinvestoren von der Geschäftsidee des Unternehmens überzeugt und langfristig an dessen Erfolg interessiert, unterstützen sie dieses, wenn sie sich in ihrem sozialen Umfeld darüber austauschen. Weiterhin sind Investoren auch potentielle Kunden und empfehlen die Produkte weiter, wenn sie damit zufrieden sind. Ziel der Startups sollte es sein, dass die Investoren eine emotionale Beziehung zu dem Unternehmen aufbauen können und zu aktiven Unterstützern werden. Eine offene Kommunikation ist dementsprechend Grundvoraussetzung.</p>
<p>Um die Aufmerksamkeit für den Fundingprozess zu erhöhen, sollte das Startup schon im Vorfeld die bestehenden Fans aktivieren, um auf den Fundingprozess aufmerksam zu machen. Dazu müssen vor allem die eigene Webseite, Blogs und die Social Media Kanäle genutzt werden. All diese Kanäle dienen auch dazu, während des Fundingprozesses und danach Entwicklungen zu kommunizieren und somit Transparenz zu schaffen. <strong>Ist eine proaktive Kommunikation ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur, entsteht auch mit dem Crowdfunding kein Mehraufwand</strong> – im Gegenteil: Eine langfristige Investorensuche fällt weg, standardisierte Verträge reduzieren den rechtlichen, organisatorischen Aufwand und die Investor Relations können über die Crowdfunding-Plattform als One-to-many-Kanal langfristig gestaltet werden. Mit dem erhaltenen Kapital, der Crowd im Rücken und dem reduzierten Aufwand stehen die Chancen für ein erfolgreiches Wachstum sehr gut.</p>
<p><em>Für Schweizer Startups gibt es mit <a href="http://www.c-crowd.com/">c-crowd</a> eine <a href="http://startwerk.ch/2011/04/13/c-crowd-crowdfunding-professionalisiert/">ähnliche Plattform</a>.</em></p>
<p><strong>Über den Autor<br />
</strong><em>Jens-Uwe Sauer ist Gründer und Geschäftsführer von <a href="http://www.seedmatch.de">Seedmatch</a>. Die Online-Plattform ermöglicht erstmalig in Deutschland Crowdfunding für Startups. Diese präsentieren ihr Geschäftskonzept auf der Plattform und User können online bereits ab 250 EURO eine Beteiligung erwerben. Mit genügend Investoren erhalten Startups nicht nur das benötigte Kapital, sondern gleichzeitig eine Vielzahl von Unterstützern und somit Aufmerksamkeit. Seedmatch konzentriert sich vorerst auf B2C Startups aus den Bereichen Internet/Mobile, Erneuerbare Energien/Cleantech und Social Business – junge Unternehmen in der Seed- oder Startup-Phase, die das Potential haben, den zukünftigen Markt zu gestalten und deren Produkte unser Leben einfacher oder sauberer machen. Die Unternehmen sollten als UG oder GmbH gegründet sein.</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/06/15/seedmatch-mit-250-euro-startup-investor-werden/&title=Seedmatch: Mit 250 Euro  Startup-Investor werden&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/08/frauenmangel-in-der-internet-und-startup-branche-von-grunderinnen-und-rollenbildern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/familyvintage110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/08/frauenmangel-in-der-internet-und-startup-branche-von-grunderinnen-und-rollenbildern/">Frauenmangel in der Internet- und Startup-Branche: Von Gründerinnen und Rollenbildern</a></b><br /><font size="2">Über die Frage, wieso es in der Web- und Startupwelt so wenig Frauen in entscheidenden Positionen gibt, lässt sich vortrefflich diskutieren. Ein wichtiger Punkt fällt dabei gerne unter den Tisch. </font><font color="#aaa">(8. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/07/lebenslauf-karriere-warum-absolventen-bei-einem-startup-anfangen-sollten/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/ampel-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/07/lebenslauf-karriere-warum-absolventen-bei-einem-startup-anfangen-sollten/">Lebenslauf & Karriere: Warum Absolventen bei einem  Startup anfangen sollten</a></b><br /><font size="2">Viele Erfahrungen, früh Verantwortung tragen und sich ein Kontaktnetzwerk erarbeiten – das Startup als Lernfabrik. </font><font color="#aaa">(7. Juni 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/06/06/botschafter-fur-internetdienste-die-macht-der-stars/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/touch_shaq110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/06/06/botschafter-fur-internetdienste-die-macht-der-stars/">Botschafter für Internetdienste: Die Macht der Stars</a></b><br /><font size="2">US-Basketballlegende Shaquille O'Neil hat für die Ankündigung, sich aus dem Profi-Sport zurückzuziehen, einen neuen Videoservice genutzt und mehr als eine halbe Million Views generiert.  </font><font color="#aaa">(6. Juni 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.artfiles.de/" target="_blank" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.swiss-online-marketing.ch/" target="_blank" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;">
    <a href="http://blogwerk.com/verlag/werbung/sponsoring/" target="_blank" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden">
    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/08/netzwertig_sponsoring_125.png" alt="Sponsor werden" title="Sponsor werden"></a>  
    </div>
</div>]]></content:encoded>
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<media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/06/seedmatch110.png" type="" expression="sample" />
	</item>
		<item>
		<title>Empire Avenue: Ein amüsanter Zeitfresser</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/05/27/empire-avenue-ein-amusanter-zeitfresser/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2011/05/27/empire-avenue-ein-amusanter-zeitfresser/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 06:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Börsenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Empire Avenue]]></category>
		<category><![CDATA[Gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[social web]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Social-Media-Börse Empire Avenue zeichnet sich dadurch aus, langfristig eher "Leistung" statt Status zu belohnen. Gastautor Markus Breuer analysiert das Potenzial des Newcomers.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Social-Media-Börse Empire Avenue zieht viele Neugierige an und zeichnet sich dadurch aus, langfristig eher &#8220;Leistung&#8221; statt Status zu belohnen. Gastautor Markus Breuer analysiert die Funktionsweise und das Potenzial des Neulings.</h4>

<p><em><a href="http://notizen.steingrau.de">Markus Breuer</a> (<a href="http://twitter.com/markus_breuer">Twitter-Link</a>) arbeitet als freier Berater mit Spezialisierung auf Business-Strategien für das Zeitalter des Netzes. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/empireavenue-1.png" width="250" height="53"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wer sich ein klein bisschen für Neues im Internet interessiert <a href="http://netzwertig.com/2011/05/09/empire-avenue-marktplatz-der-eitelkeit/">oder aufmerksam netzwertig.com liest</a>, wird in den letzten Wochen sicherlich einmal von <a href="http://www.empireavenue.com">Empire Avenue</a> gehört oder von einem Bekannten eine Einladung dazu bekommen haben. Ich auch. Beinahe hätte ich sie ignoriert.</p>
<p>Schließlich gibt es zu viele solcher Einladungen und ich habe schon zu viele Accounts auf „tollen neuen Social-Media-Plattformen“. Auf Anraten eines Kollegen bin ich dem Anmelde-Link dann aber doch gefolgt und das ganze hat sich als origineller herausgestellt als gedacht. Allerdings ist &#8220;EAv&#8221;, wie die Betreiber selbst die Plattform gerne nennen, keine gewöhnliche Social-Media-Plattform. Es ist ein Spiel.</p>
<p><span id="more-17572"></span></p>
<p>Empire-Avenue ist eine Social-Media-Börse, auf der Aktien von Personen (Influencer genannt) gehandelt werden. Jeder Teilnehmer ist quasi eine Firma, die Aktien ausgibt. Das ist nicht unbedingt neu. Ähnliche Projekte gab es schon in der Vergangenheit, unter anderem auf Facebook. Aber EAv ist weitaus durchdachter, als diese früheren Ansätze und tatsächlich komplex genug, um interessant zu sein.</p>
<p><strong>Der Einstieg bei Empire Avenue<br />
</strong>Der Einstieg ist einfach: Man wählt einen Namen (ein Tickersymbol; meines heißt <a href="http://empireavenue.com/mabr">MABR</a>) und verlinkt die Accounts, die man bei Twitter, Facebook, LinkedIn, YouTube und Flickr unterhält. Eigene Blogs lassen sich ebenfalls ergänzen. Danach hat man 10.000 eigene Aktien und 10.000 „Eaves“ Spielgeld. Damit kann man die Aktien anderer „Influencer“ kaufen und steht selbst natürlich auch zum Verkauf. Die Aktenkurse entwickeln sich nach Angebot und Nachfrage sowie nach den Aktivitäten, die man auf den genannten Social-Media-Plattformen unternimmt. Dazu gibt es Dividenden, Aktien-Indices, Titel etc. etc.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/markusbreuer.png" width="450" height="333"  alt="" /><br /></p>
<p>Die Kommunikation unter den Mitgliedern läuft über ein integriertes IM-System, das ähnlich wie Twitter aufgebaut ist. In den resultierenden Stream werden übrigens auch sämtliche Tweets, Statusupdates bei Facebook oder LinkedIn etc. eingebunden &#8211; was einen recht interessanten Social-Media-Hub ergibt. Beziehungen zwischen den Mitgliedern werden übrigens hier nicht über Freundschaft oder Follow aufgebaut, sondern, indem man ineinander investiert &#8211; was in diesem Kontext durchaus Sinn macht.</p>
<p><strong>Lange Lernkurve<br />
</strong>Wer es ausprobieren möchte, <a href="http://empireavenue.com/?t=oqz0b01b">kann diesem Link folgen</a> (Affilliate-Link, der mir und dem neuen Mitglied 2.000 Eaves Bonus verschafft). Und <a href="http://empire-avenue.de/2011/05/24/eavtut/">hier gibt es ein passendes Tutorial</a>, das einem die ersten Schritte etwas einfacher macht. EAv ist erstaunlich komplex und hat anfänglich eine steile (oder frustrierend lange) Lernkurve.</p>
<p>Was Empire Avenue gegenüber ähnlichen Ansätzen aus der Vergangenheit besonders interessant macht, ist das Zusammenspiel von Markt (Kaufen, Verkaufen, Angebot und Nachfrage) und Geschäftsbetrieb. Auch der Erfolg eines Unternehmens in der realen Wirtschaft wird ja nicht allein durch Angebot und Nachfrage nach seinen Aktien bestimmt sondern durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens. Diesen entsprechen hier die Aktivitäten auf den verschiedenen Online-Plattformen. Die durchaus gewünschte Konsequenz davon ist, dass bei Empire Avenue nicht nur die bekannten (Online-)Celebrities eine Chance haben, sondern auch aktive Newcomer &#8211; insbesondere, wenn sie zudem clever investieren.</p>
<p><strong>Langfristig zählt Leistung, nicht Status<br />
</strong>Natürlich haben auch hier bekannte Gesichter einen Startvorteil. In Deutschland hat derzeit beispielsweise die Aktie von <a href="http://empireavenue.com/nicolumma">Nico Lumma</a> den höchsten Kurs. Nach einem fulminanten Start stagniert sie allerdings seit geraumer Zeit und Nico ist beileibe nicht der „reichste“ Deutsche bei EAv.  Nico ist allerdings trotzdem noch eine gute Aktie, da er online eben extrem aktiv ist. Anders sieht das bei einer anderen deutschen Internet-Berühmtheit aus: <a href="http://empireavenue.com/saschalobo">Sascha Lobo</a> hat sich zwar einen Account eingerichtet und sein Kurs stieg danach sofort stark an &#8211; starke Nachfrage. Da Sascha aber seit langem schon nicht mehr viele bloggt, twittert und in EAv gar nichts tut, ist seine Aktie wieder stark abgesackt und sein Wohlstand eher bescheiden.</p>
<p>Anders formuliert: die Reputation, die man mitbringt, gibt einem zwar einem Startvorteil. Auf Dauer zählt aber „Leistung“, wenn man den Bloggen, Twittern oder das Rumdaddeln in Empire Avenue als solche bezeichnen möchte.</p>
<p><strong>Empire Avenue und das Thema Gamification<br />
</strong>Bei der Diskussion um EAv wird oft der Begriff Gamification erwähnt. Nur zur Erinnerung: Gamification ist ein anderer aktueller Hype. Der Begriff bezeichnet den Einsatz von spieltypischen Mechaniken zum Zwecke der Verhaltensbeeinflussung außerhalb von reinen Spielen. Ein bekanntes Beispiel ist <a href="http://foursquare.com">foursquare</a>, das durch Punkte, Bestenlisten und Badges versucht, Anwender dazu zu bringen, mehr Checkins durchzuführen und insbesondere neue Locations in ihrer Umgebung zu erfassen.</p>
<p>Empire Avenue verwendet tatsächlich eine Vielzahl solcher spieltypischen Mechaniken. Der Aktienkurs und das Bankkonto sind eigentlich Punkte-Systeme. Es gibt jede Menge Rankings und Bestenlisten. Es gibt Badges (mit Bonuszahlungen) für das Erreichen von Zwischenzielen und selbstverständlich auch Titel (Manager, Vice Presidents, CEOs etc.) Tatsächlich ist Empire Avenue vermutlich die Online-Plattform mit den meisten Gamification-Elemente, die ich kenne.</p>
<p>Andererseits ist Empire Avenue auch ein Spiel. Und bei Gamification geht es immer darum, gewisse Ziele außerhalb des Spiels zu erreichen. Meist geht es ums Verkaufen. Gelegentlich aber auch um sinnvolle Dinge wie besseres Sozialverhalten, mehr sportliche Aktivitäten, disziplinierten Umgang  mit Erkrankungen wie Diabetes etc. Wer mehr über dieses Thema wissen möchte, kann entsprechende News und Informationen auf meinem neuen <a href="http://intelligent-gamification.de">Gamification-Blog</a> finden.</p>
<p>Empire Avenue demonstriert nahezu alle Gamification-Taktiken und jeder, der sich für dieses Thema interessiert, tut gut daran, sich das einmal anzusehen. Aber es ist kein Gamification-Projekt.</p>
<p><strong>Wird Empire Avenue ganz groß?<br />
</strong>Wenn man sich das aktuelle, tägliche Wachstum bei EAv anschaut, geht es recht dramatisch ab. Die Plattform ist ganz klar in der Phase exponentiellen Wachstums. Die Anmeldungen kommen im Minutentakt herein. Interessant ist auch, wie die verschiedenen Weltregionen nacheinander vom Fieber erfasst werden. Vor drei Wochen begannen auf einmal die Brasilianer aufzutauchen. Seit zwei Wochen ist Indonesien extrem aktiv. Und natürlich finden auch immer mehr User aus dem deutschsprachigen Raum auf die Plattform.</p>
<p>Ich glaube trotzdem nicht, dass EAv „ganz groß“ wird oder langfristig bleibt. Dazu ist die Gruppe der Menschen, die hier angesprochen werden, einfach zu klein. Gamification-Experten (und Spiele-Designer) wissen, dass verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Gründe Spaß an Spielen haben. Die bekannteste Klassifikation stammt von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Bartle">Richard Bartle</a> und listet vier sehr unterschiedliche Gruppen von Spielern auf. Empire Avenue spricht im Prinzip nur eine dieser Gruppen an: die sehr wettbewerbsorientierten, die sich gerne mit anderen messen.</p>
<p>Das ist durchaus ein wichtiger Motivationsfaktor bei Spielen, aber nur für eine eher kleine Gruppe von Menschen der entscheidende. Die weitaus größte Gruppe, die primär am sozialen Austausch Interessierten, spricht EAv nur sehr halbherzig an (die Foren und Chat-Räume von EAv sind nicht besonders attraktiv). Die sogenannten „Explorer“, die gern Neues erkunden, werden beispielsweise gar nicht angesprochen.</p>
<p>Für alle, die nicht immer der Erste/Beste sein müssen, wird EAv auf die Dauer vermutlich etwas langweilig. Und die Ehrgeizigen unter uns werden bald merken, dass der Zeitaufwand, der nötig ist, um in EAv voranzukommen, recht beachtlich ist.</p>
<p>Empire Avenue ist eine amüsante Beschäftigung für eine überschaubare Zeit &#8211; auf Dauer aber ein ziemlicher Zeitfresser ohne tieferen Nutzen &#8211; selbst, wenn man im Social-Media-Umfeld interessiert und engagiert ist. Jeder, der sich für die im Moment stark diskutierten Gamification-Taktiken interessiert, die für viele Social-Media-Plattformen immer wichtig werden, sollte sich den Dienst aber trotzdem einmal ansehen. Es ist handwerklich sehr gut gemacht und demonstriert diese Taktiken par excellence &#8211; allerdings auch den schalen Beigeschmack, der zurückbleibt, wenn diese Taktiken ohne tiefer liegenden Motivationen oder „höhere Ziele“ eingesetzt werden.</p>
<p><strong>Über den Autor<br />
</strong><em><a href="http://twitter.com/markus_breuer">Markus Breuer</a> ist im Grunde seines Herzens ein echter Nerd, obwohl er die letzten zehn Jahre in Führungspositionen in der Pixelpark/Elephant-Seven-Gruppe verbracht hat. Er ist eine Art technologisches Trüffelschwein, immer auf der Suche nach dem Next Big Thing, Innovationen mit echt disruptivem und vor allem „enabling“ Potential. Nach dem Abgang bei Pixelpark/Elephant-Seven arbeitet er momentan als freier Berater mit Spezialisierung auf Business-Strategien für das Zeitalter des Netzes. Aktuell bewegen ihn Themen wie Personalisierung, Targeting, Content Curation und Gamification. Darüber kann man nachlesen auf</em> <a href="http://notizen.steingrau.de"><em>notizen.steingrau.de</em></a> <em>und neuerdings auf</em> <a href="http://www.intelligent-gamification.de"><em>intelligent-gamification.de</em></a><em>.</em></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/09/empire-avenue-marktplatz-der-eitelkeit/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/empireavenue_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/09/empire-avenue-marktplatz-der-eitelkeit/">Empire Avenue: Marktplatz der Eitelkeit</a></b><br /><font size="2">Bei Empire Avenue erwerben Nutzer mit Hilfe einer virtuellen Währung Anteile an anderen Usern. Das Börsenspiel für Social-Media-Sympathisanten erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. </font><font color="#aaa">(9. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/03/31/transparenz-wie-das-netz-vertrauen-schafft/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/handshake110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/03/31/transparenz-wie-das-netz-vertrauen-schafft/">Transparenz: Wie das Netz Vertrauen schafft</a></b><br /><font size="2">Das Netz macht Menschen transparenter denn je, mit negativen und positiven Folgen. Noch nie war es leichter, die Vertrauenswürdigkeit von Wildfremden zu beurteilen. </font><font color="#aaa">(31. März 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/16/showyou-sozialer-videoaggregator-furs-ipad/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/showyou110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/16/showyou-sozialer-videoaggregator-furs-ipad/">Showyou: Sozialer Videoaggregator fürs iPad</a></b><br /><font size="2">Showyou bringt von Kontakten bei verschiedenen Social-Web-Diensten empfohlene Videos in einer handlichen App aufs iPad.  </font><font color="#aaa">(16. Mai 2011)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Videos im Internet: Die Zeit des rasanten  Wachstums ist vorbei</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/05/10/videos-im-internet-die-zeit-des-rasanten-wachstums-ist-vorbei/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 09:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-TV]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonvergenz]]></category>
		<category><![CDATA[Video-On-Demand]]></category>
		<category><![CDATA[Videoportale]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Blick auf Metriken rund um den Konsum von Onlinevideos legt nahe, dass die Zeit des rasanten Wachstums vorbei ist. Die Qualität der Inhalte wird damit ein immer wichtigeres Erfolgskriterium.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Blick auf Metriken rund um den Konsum von Onlinevideos legt nahe, dass die Zeit des rasanten Wachstums vorbei ist. Die Qualität der Inhalte wird damit ein immer wichtigeres Erfolgskriterium.</h4>

<p><em><a href="http://twitter.com/digitalerfilm/">Bertram Gugel</a> befasst sich seit 2005 intensiv <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/">mit der Konvergenz von Fernsehen und Internet</a>. Mehr über den Autor am Artikelende.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/internetvideo.png" width="150" height="115"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Möchte man den Online-Video-Markt beschreiben, ergibt sich zunächst ein diffuses Bild. Von TV-Sendern über Abodienste und Video-On-Demand-Portale bis hin zu Videoportalen gibt es viele verschiedene Anbieterarten, die nur schwer direkt miteinander verglichen werden können.</p>
<p>Zudem sind zahlreiche klassische Bewegtbildmärkte betroffen: Die Palette reicht vom Filmverleih über den Filmverkauf und das PayTV bis hin zum FreeTV. Als Einstieg in die Betrachtung des Online-Video-Markts eignet sich deshalb die Zuschauerperspektive.</p>
<p><span id="more-17357"></span></p>
<p>Der Zuschauermarkt lässt sich relativ einfach über die Nutzungsdauer, die Anzahl der Videoabrufe und die Anzahl der Zuschauer analyisieren. Für die USA werden diese Zahlen von <a href="http://blog.nielsen.com/nielsenwire/media_entertainment/">Nielsen</a> und <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases">Comscore</a> nach jeweils unterschiedlichen Methoden erhoben, weshalb sich beim Vergleich der Daten oftmals Diskrepanzen ergeben.</p>
<p><strong>Videoabrufe<br />
</strong>Über die letzten Jahre bis Mitte 2010 weist Comscore ein starkes Wachstum der Videoabrufe aus. Im Jahr 2009 ist der Markt demnach quasi explodiert. Innerhalb eines Jahres haben sich die Videoabrufe auf mehr als 33 Milliarden verdoppelt. Beim Quervergleich mit Nielsen fällt auf, dass die dortigen Marktforscher für die selbe Periode ein sehr moderates Wachstum bei den Videoabrufen auswiesen: Laut Nielsen haben sich die Abrufe bei etwa zehn Milliarden Videos pro Monat eingependelt.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/us-videoabrufe2007-2010.png" width="450" height="298"  alt="" /><br /></p>
<p>Mitte 2010 hat Comscore seine Methode umgestellt. Die <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2010/7/comScore_Launches_Video_Metrix_2.0_to_Measure_Evolving_Web_Video_Landscape">Videometrix 2.0 weist seitdem Viewing Sessions statt Videoabrufen aus</a>, was einen historischen Vergleich schwierig macht. Seit der Umstellung zeigt die Comscore-Statistik kaum noch Wachstum. Die Viewing Sessions liegen relativ konstant bei rund fünf Milliarden, wohingegen Nielsen in dieser Zeit eine knapp 50-prozentige Steigerung der Abrufe auf 14,5 Milliarden Videoabrufe monatlich feststellt.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/us-videoabrufe2010-2011.png" width="450" height="266"  alt="" /><br /></p>
<p><strong>Videonutzer<br />
</strong>Egal welchen Daten man glaubt, so zeigt sich, dass die Zeiten des rasanten Wachstums wohl vorbei sind. Das liegt vor allem daran, dass mittlerweile die meisten Internetnutzer auch Videos schauen. Mit einer Penetration von circa 84% gibt es nur noch wenige aktive User, die sich dem Bewegtbild im Web verweigern.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/usuniquevideoviewer2005-2011.png" width="450" height="267"  alt="" /><br /></p>
<p><strong>Der deutsche Online-Video-Markt<br />
</strong>Für den deutschen Markt liegen mir leider nicht so viele und vor allem kaum aktuelle Datenpunkte vor. Deshalb ist nicht zu erkennen, ob auch hierzulande das Wachstum abflacht. Laut Comscore sahen die Deutschen im Juli 2010 neun Milliarden Videos, was in etwa einem Drittel der damaligen US-Abrufe entspricht.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/devideoviews2008-2010.png" width="450" height="249"  alt="" /><br /></p>
<p>Bei 42 Millionen Videonutzern dürfte allerdings in Deutschland noch lange nicht Schluss sein, von daher könnte Deutschland zumindest bis Mitte 2011 noch weiter im gleichen Tempo wachsen.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/deuniquevideoviewer2007-2010.png" width="450" height="246"  alt="" /><br /></p>
<p><strong>Sehdauer<br />
</strong>Bei der Sehdauer fällt sofort auf, dass sie in Deutschland deutlich über den US-Werten liegt, und dass, obwohl wir in Deutschland kein <a href="http://www.hulu.com">Hulu</a> oder <a href="http://www.netflix.com">Netflix</a> haben. Anscheinend sind die Deutschen bereit, deutlich länger Videos im Netz zu konsumieren, als die Amerikaner. Des Weiteren zeigt sich auch hier die Schere zwischen Nielsen und Comscore. Die Sehdauer bei dem einen wächst, während sie bei dem anderen konstant bleibt.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/durchschnittlichesehdauerpromonat.png" width="450" height="326"  alt="" /><br /></p>
<p>Das Wachstum bei der Sehdauer ist meiner Meinung nach vor allem auf die Verfügbarkeit von TV- und Filminhalten zurückzuführen. So hat sich laut Nielsen Netflixs Sehdauer von 235 Minuten im Januar 2010 auf 668 Minuten im Januar 2011 fast verdreifacht, wohingegen <a href="http://www.youtube.de">YouTube</a> im gleichen Zeitraum die Sehdauer nur moderat von 112 Minuten auf 143 Minuten steigern konnte.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/nutzungsdauer2000-2010.png" width="450" height="316"  alt="" /><br /></p>
<p>Obwohl laut Comscore jeder deutsche Videoseher circa 35 Minuten Video pro Tag im Netz konsumiert, hatte dies bis jetzt noch keine Auswirkung auf die Nutzungsdauer des Fernsehens. Diese hat im letzten Jahr <a href="http://www.presseportal.de/pm/42713/1699014/sevenone_media_gmbh">sogar noch zugelegt</a>. Bis jetzt scheinen sich die beiden Medien schön zu ergänzen.</p>
<p><strong>Wohin bewegt sich der Markt?<br />
</strong>Betrachtet man diese Marktzahlen, kann man meiner Meinung nach drei Dinge daraus ableiten:</p>
<ol>
<li> Wir treten in eine neue Phase ein, die nicht mehr von den Pioniergeistern (YouTube, UGC-Portale) der ersten Stunde getrieben wird.</li>
<li>Die Herausforderungen für Videoanbieter haben sich gewandelt. Sie müssen nicht mehr länger Nichtnutzer davon überzeugen, Videos zu schauen, sondern viel mehr existierende Videonutzer davon überzeugen, mehr und längere Videos zu sehen.</li>
<li>Die Zeiten, in denen man sich allein auf das Wachstum des Markes verlassen konnte, um selbst zuzulegen, sind vorbei.</li>
</ol>
<p>Wachstum lässt sich zunehmend nur noch über gute Inhalte und eine klare Positionierung realisieren. Das ist <a href="http://blogmaverick.com/2011/04/12/how-netflix-is-hurting-youtube/">ein Grund</a> dafür, weshalb YouTube <a href="http://paidcontent.org/article/419-youtubes-movie-rentals-will-star-releases-from-sony-warner-and-universa/">verstärkt auf professionelle Inhalte setzt</a>. Googles Videodienst muss sich gegenüber Portalen wie Hulu und Services wie Netflix behaupten, die über hochwertige Inhalte verfügen und damit die Nutzer für ein vielfaches der Zeit an sich binden.</p>
<p><em>Dieser Artikel wird morgen auch im Blog</em> <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/"><em>Digitaler Film</em></a><em> erscheinen. </em></p>
<p><em>Über den Autor: Bertram Gugel schreibt seit 2005 in seinem Blog „<a href="http://www.gugelproductions.de/blog/">Digitaler Film</a>“ (<a href="http://twitter.com/digitalerfilm/">Twitter-Link</a>) über die Konvergenz von Fernsehen und Internet. Im Speziellen beschäftigt er sich mit TV- und Videoangeboten im Internet sowie Trends und Entwicklungen der Online-Videoindustrie. Bertram Gugel hat Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig studiert und für Axel Springer und die Deutsche Telekom gearbeitet.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>(Screenshot Artikelbeginn: <a href="http://www.flickr.com/photos/believekevin/3256724981/">Flickr/believekevin</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <a href="http://netzwertig.com/2011/05/10/videos-im-internet-die-zeit-des-rasanten-wachstums-ist-vorbei/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/05/10/videos-im-internet-die-zeit-des-rasanten-wachstums-ist-vorbei/&title=Videos im Internet: Die Zeit des rasanten  Wachstums ist vorbei&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/11/15/google-tv-und-die-fernsehsender-bremsklotz-fuer-die-medienkonvergenz/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/11/googletv_110-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/11/15/google-tv-und-die-fernsehsender-bremsklotz-fuer-die-medienkonvergenz/">Google TV und die Fernsehsender: Bremsklotz für die Medienkonvergenz</a></b><br /><font size="2">Google TV soll das Fernsehen revolutionieren. Solange sich aber die Sender gegen das Vorhaben sperren, ist dieses Ziel kaum zu erreichen. </font><font color="#aaa">(15. November 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/09/20/interaktives-fernsehen-wie-mobile-apps-die-bruecke-zwischen-tv-und-internet-schlagen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/09/tv_sync_20092010_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/09/20/interaktives-fernsehen-wie-mobile-apps-die-bruecke-zwischen-tv-und-internet-schlagen/">Interaktives Fernsehen: Wie mobile Apps die Brücke zwischen TV und Internet schlagen</a></b><br /><font size="2">Es wird noch einige Zeit vergehen, bis in allen Haushalten Fernsehen und Internet in einem Empfangsgerät vereint sind. Bis dahin helfen mobile Apps, die Brücke zwischen TV und Web zu schlagen. </font><font color="#aaa">(20. September 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/07/13/videos-im-web-das-lange-warten-auf-ein-europaeisches-hulu/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/07/tv111-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/07/13/videos-im-web-das-lange-warten-auf-ein-europaeisches-hulu/">Videos im Web: Das lange Warten auf ein europäisches Hulu</a></b><br /><font size="2">Die europäische Landschaft für professionelle Videoangebote ist zersplittert, ein zentrales, hochwertiges Angebot wie Hulu fehlt. Doch es gibt Hoffnung. </font><font color="#aaa">(13. Juli 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>Internet = Kopieren: Scheingefechte um  das geistige Eigentum</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 06:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Frage der Anwendung des Urheberrechts im Digitalen treffen Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Frage der Anwendung des Urheberrechts im Digitalen treffen Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. Ein Blick auf die aktuell &#8220;herrschende Meinung&#8221;.</h4>

<p><em><a href="http://www.fhstp.ac.at/studienangebot/bachelor/mm/studiengangsteam/krone-jan">Prof. Dr. Jan Krone</a> ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft &amp; Medien an der Fachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich. Mehr zu seiner Person am Artikelende.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/googlebildsearch.png" width="250" height="137"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Die Anwendung des Urheberrechts auf online verfügbare Inhalte nimmt seit geraumer Zeit einen fast schon liebgewonnen Platz der politischen Auseinandersetzung ein. Es treffen dort Innovations-Euphoriker und Gemeinfrei-Enthusiasten auf Dogma-Institutionen und Recht-und-Ordnung-Schutzhelme. Das alles ist bis heute hundertfach <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-11/urheberrecht-eidg">journalistisch begleitet</a> und mehrtausendfach kommentiert.</p>
<p>Das Fremdeln mit oder Missverstehen von Netzwerktechnologien im Medienwandel ist jedoch kein neues Phänomen, sondern vielmehr strategisches wie auch emphatisches Annähern an veränderte Gesetzmäßigkeiten der sogenannten Internetökonmie.</p>
<p><span id="more-17231"></span></p>
<p><strong>Logiken des Medienwandels</strong></p>
<p>Interpersonale Kommunikation, Handel und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenkommunikation">Massenkommunikation</a> sind dabei offensichtlich in zwei Lager geteilt: Digitals und Analogues. Dabei bedeutet der Medienwandel qua Digitalisierung gerade nicht das endgültige Auflösen analoger Strukturen zugunsten digitaler Substitute. Der so verstandene Medienwandel beschreibt vielmehr die Verlängerung von Alternativen für die Nutzer, die Konsumenten, die die Kernmärkte der im Kontext des Urheberrechts laut vernehmbaren Branchen selbst zu Alternativen reduzieren (können). Fernseh-, Radio- und Buchbranche stehen derweil nicht im primären Fokus des Wandels.</p>
<p>Nichts desto trotz bleibt die Oberfläche Internet die Arena für Verteilungs-, Zugangs- und Verwertungsauseinandersetzungen. Es ist auf Seiten der Analogues der schmerzende <strong>Verlust über die Kontrolle des Vertriebsweges</strong>, der mittels lobby-politischer Lösungen und Umdeutungen der Kräfte am Markt vorbei gelindert werden soll. Auf der anderen Seite stehen die Digitals, die mittels vereinfachten Zugangs zu Inhalten über das Internet diese auch gleich in ökonomischer Gänze für sich beanspruchen. <span style="color: #000000;">Private und Öffentliche Güter, Ausschlussprinzip und Konsumrivalität werden den eigenen – und vor allem monetären – Interessen unter dem Deckmantel des Kulturbegriffs, „digitaler Identität“ und Allmende angepasst.</span></p>
<p>Dieser Beitrag soll generell beleuchten und bewusst verkürzen, was seit gut einem Jahr zumindest in Deutschland, dem <strong>Bundesgerichtshof</strong> folgend, „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herrschende_Meinung">herrschende Meinung</a>“ ist:</p>
<p>Am 29. April 2010 <a href="http://www.onlinelaw.de/de/publikationen/gerichtsentscheidungen/gerichtsentscheidung.php?we_objectID=239&amp;level1=1&amp;level2=">entschied eben jenes Gericht unter dem <strong>Aktenzeichen I ZR 69/08</strong></a>, dass die von einer Suchmaschine angebotene Dienstleistung, Bilder zu suchen, nicht gegen die Urheberrechte derjenigen verstößt, die Bilder auf ihren Websites ohne Barrieren zugänglich halten.</p>
<p>Abstrahierend ausgelegt und auf die Medienbranchen wie beispielsweise Musikindustrie und Verlagswirtschaft erweitert wird unmissverständlich deutlich: Das <strong>zwanglose Einstellen</strong> von urheberrechtlich geschützten Inhalten auf allgemein zugänglichen Websites entspricht dem <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konkludentes_Handeln">konkludenten Handeln</a></strong> eines Urhebers oder sonstigen Rechteinhabern zur <strong>unkontrollierten Weiterverbreitung</strong> eines Inhalts oder Werkes. Dem folgend ist ein ungesichertes Einstellen gleich implizites Einverständnis in die <strong>Verwendungsfreigabe</strong>, eingeschränkt durch etwaige Disclaimer (AGB) in Verbindung mit den geschützten Inhalten im Rahmen der geltenden Regelungen des Urhebergesetzes.</p>
<p><strong>Kopieren ist Netz-immanent</strong></p>
<p>Woher könnte die Überzeugung des Gerichts, das grundsätzlich keine Erörterungen über das Zustandekommen einer Entscheidung veröffentlicht, kommen? Ausgeschlossen werden können mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit politische Motive. Auffällig ist vielmehr die in der Entscheidung angelegte <strong>technische Sichtweise über die Funktionsweisen des Internet</strong>, die sich bis heute nicht grundsätzlich verändert haben: Das frei zugängliche Internet funktioniert im Modus des Aufrufens von Websites überwiegend nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Client-Server-Modell">Client-Server-Prinzip</a>, dem <strong>Kopieren</strong>.</p>
<p>Die Netztechnologie und -philosophie eines freien – und nicht die des beispielsweise proprietären Internets à la Cupertino – stellt den Rahmen für die bislang nicht überwundene Orientierungsphase der Marktpartner dar. Für die Einen (Anbieter) wie für die Anderen (User). Grundsätzlich lässt sich aus dem Wesen des Netzes, wie auch aus der BGH-Entscheidung folgern, dass eine Abänderung des Urheberrechts nicht notwendig ist.</p>
<p><strong>Untaugliche Alternativen zum bestehenden Urheberrecht</strong></p>
<p>Auch bleiben „Fair-Use-Regelungen“, also eine „angemessene Verwendung von urheberrechtlich geschützten Inhalten und Werken“, genauso zweifelhaft in ihrer treuhänderischen Umsetzbarkeit wie die Etablierung einer „Kulturflatrate“ oder „<a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E2063D438A336434FBE8D48129A3F4D3E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html">Kulturwertmark</a>“ als Quasi-Sozialbeitrag für unspezifische Netzinhalte.</p>
<p>Peter Tschmuck <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Experten-fuer-mehr-Freiheiten-beim-Urheberrecht-1144261.html">setzte sich im Rahmen der Enquete-Kommission</a> „Internet und digitale Gesellschaft“ (deren Bezeichnung für sich genommen schon eine Anmaßung genauso wie Diskriminierung ist) für den, heute, „aktiven Konsumenten“ ein, der „digitale Inhalte vervielfältigen, sie mit anderen kombinieren und verändern“ wolle, „was das gegenwärtige Urheberrecht unmöglich mache“. Dieser Vermutung bleibt entgegen zu halten, dass dies viele Käufer von sportlichen Mittelklassefahrzeugen ebenso anstreben, <a href="http://www.essen-motorshow.de/index.php?lang=de&amp;content=400000000">beispielsweise in Essen</a> regelmäßig zusammenfinden und ihre Interessen nach Marktprinzipien durchsetzen. Alles nicht nach dem Muster einer „angemessenen Verwendung“ von Exponaten im Freundeskreis.</p>
<p>Eine Einführung der anderen Variante, der Kulturflatrate, wäre heute faktisch zu früh vor dem Hintergrund der Durchdringung des Internetzugangs in der Gesellschaft wie auch ungerecht gegenüber Haushalten (oder Teilen davon), die kein Interesse an einer Netzpartizipation haben. Zudem wären eine Kulturflatrate oder ein sogenanntes „Leistungsschutzrecht“ mehr oder minder direkte staatliche Subventionen für zu großen Teilen privat-kommerziell ausgerichteten Unternehmungen <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/showRSS.php?id=82553&amp;utm_medium=RSS-Feed&amp;utm_source=RSS">mit Eigennutz-Charakter</a>. Es handelt sich nicht um durchweg <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meritorische_G%C3%BCter">Meritorische Güter</a>. Das Modell der „Kulturwertmark“ erscheint, zusätzlich zur bereits <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E2063D438A336434FBE8D48129A3F4D3E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html">geäußerten Kritik</a>, als ein Ausbund an Verwaltungslast und persönlicher Datenarbeit für Einzug, Verteilung und Ausschüttung. Theoretisch denkbar, praktisch <a href="http://www.neunetz.com/2011/04/28/kulturwertmark-flattraehnliche-kulturflatrate-ohne-das-entscheidende-flattr-merkmal/">nahezu untauglich</a>.</p>
<p><strong>Wunsch nach Öffentlichkeit im Netz bedeutet auch ein Arrangement mit dem Marktprinzip</strong></p>
<p>Ein Verurteilen widerrechtlichen Verbreitens und Aufführens einerseits, also der Umgehung von Schranken als Widerspruch zur Einwilligung in unkontrolliertes Kopieren, ist auch in Zukunft der Schutz der Urheber und sonstiger Rechteinhaber. Lässt sich dieses Moment nicht herstellen, bleibt der Rückzug von der Oberfläche Internet eine freie Entscheidung für Jedermann, genauso wie die „Opt-Out-Funktion“ <a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/nina-may/nina-may-post/article/wie-die-times-paywall-die-redaktion-vergrault_100034138.html">zur Aussparung von Suchmaschinen-Treffern</a>. Und gleichermaßen die Aufforderung zur Suche nach Geschäftsmodell-Innovationen, sei es auch die hinlänglich bekannte indirekte Erlösgewinnung über werbliche Kommunikationsmaßnahmen.</p>
<p>Was bleibt, ist andererseits die Notwendigkeit von Respekt vor urheberrechtlich geschützten Werken und den Vereinbarungen der Kreativen mit Verwertern. Es ist auch ein <strong>Effekt des Medienwandels</strong>, der über Medienkompetenz erreicht werden kann/wird/werden muss. Eine Enteignung von Schöpfern oder sonstigen Rechteinhabern geistigen Eigentums durch vereinfachtes Kopieren, die keine – auch keine implizite – Freigabe ihrer Inhalte im Netz abgegeben haben, ist ein krasses Missverständnis der Grundannahme von schutzwürdigen Positionen.</p>
<p><em><a href="http://www.fhstp.ac.at/studienangebot/bachelor/mm/studiengangsteam/krone-jan">Prof. Dr. Jan Krone</a> studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Jura, Neuere Deutsche Literatur sowie Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er arbeitet vorwiegend zu Mediennutzung von Individual- und Massenmedien im Medienwandel und ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft &amp; Medien an derFachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich.</em></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/05/03/internet-kopieren-scheingefechte-um-das-geistige-eigentum/&title=Internet = Kopieren: Scheingefechte um  das geistige Eigentum&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/05/02/der-fall-bin-laden-und-der-twitter-zeuge-das-ende-der-desinformation/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/twitter_binladen110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/05/02/der-fall-bin-laden-und-der-twitter-zeuge-das-ende-der-desinformation/">Der Fall Bin Laden und der Twitter-Zeuge: Das Ende der Desinformation</a></b><br /><font size="2">Die Meldung vom Tod Osama Bin Ladens ist das Zusammentreffen der alten und neuen Medienwelt. Denn nicht mehr länger müssen wir uns allein auf die Worte der Gatekeeper verlassen. </font><font color="#aaa">(2. Mai 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/06/29/kulturflatrate-pro-und-contra/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/06/digitalsunrise-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/06/29/kulturflatrate-pro-und-contra/">Kulturflatrate: Pro und Contra</a></b><br /><font size="2">Die Kulturflatrate wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an. </font><font color="#aaa">(29. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/18/warum-eine-kulturflatrate-desastroes-waere/">Warum eine Kulturflatrate desaströs wäre</a></b><br /><font size="2"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/musik-bachsonate.jpg" alt="musik-bachsonate" width="225" height="149" align="left" />Die Ära, in der wir für Musikaufnahmen direkt bezahlen, ist vorbei. Das schließt sowohl das Bezahlen für einzelne Kopien als auch sonstwie geartete Abonnementmodelle für Musikaufnahmen ein. Sollte sich eine sogenannte Kulturflatrate durchsetzen, käme mit ihr das Ende der Netzneutralität und damit ein enormer gesellschaftlicher Wohlfahrtsverlust. </font><font color="#aaa">(18. Juni 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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<media:content url="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/05/googlebildsearch110.png" type="" expression="sample" />
	</item>
		<item>
		<title>Kampf der Giganten: Facebook = Google + 1</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/03/31/kampf-der-giganten-facebook-google-1/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 12:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[social search]]></category>
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		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>

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		<description><![CDATA[Google und Facebook schielen neidisch auf die Daten des jeweils anderen. Der jüngster Vorstoß mit dem +1 button verdeutlicht, wie sich die Konstrukte der zwei Netzgiganten immer ähnlicher werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Google und Facebook schielen neidisch auf die Daten des jeweils anderen. Der jüngster Vorstoß mit dem +1 button verdeutlicht, wie sich die Konstrukte der zwei Netzgiganten immer ähnlicher werden.</h4>

<p><em>Bastian Karweg ist Gründer des Social-Bookmarking-Dienstes <a href="http://www.folkd.com/">folkd.com</a> und hat sich in seiner Diplomarbeit intensiv mit Social Search befasst.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/giganten.png" width="200" height="129"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Facebook = Google + 1. So unscheinbar diese einfache Gleichung auch aussehen mag, so gewichtig ist ihre Bedeutung für den stetig wachsenden Kampf zwischen <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a> und <a href="http://www.google.com">Google</a> um die Vorherrschaft im Web. Während das beliebte soziale Netzwerk immer mehr Anteile der Onlinezeit aller Internet-Nutzer für sich deklarieren kann, blieben alle Versuche des Suchgiganten bislang erfolglos, dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2011/03/31/1-googles-juengster-schritt-zu-mehr-miteinander/">Mit seiner neuen Funktion &#8220;+1&#8243;</a> macht Google nun jedoch einen ersten entschlossenen Schritt in Richtung der &#8220;Integration des Nutzers&#8221; bzw. Social Search. Besonders interessant daran ist, dass hierbei erstmals das komplette Gewicht des Konzerns in den Ring geworfen wird:</p>
<p><span id="more-16872"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://searchengineland.com/meet-1-googles-answer-to-the-facebook-like-button-70569"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/getstarted.png" width="450" height="246"  alt="Screenshot: Search Engine Land" /><br /></a></p>
<p>Der +1 button erscheint künftig hinter jedem Suchergebnis und fordert Anwender nach einem Klick direkt dazu auf, ein eigenes Profil zu erstellen. Bei <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2010/1/Global_Search_Market_Grows_46_Percent_in_2009">knapp drei Milliarden Suchanfragen täglich</a> sollte hier schnell eine signifikante Nutzerschaft zustande kommen, zumal <a href="http://www.numberof.net/number-of-gmail-users/">Google mit mehr als 170 Millionen Google-Mail-Konten</a> bereits eine ansehnliche Basis besitzt.</p>
<p><strong>Sichere Sache<br />
</strong>Mit dem simplen „+1&#8243;- (&#8220;Gefällt mir&#8221;-) Feature setzt Google auf ein etabliertes Konzept. Nutzer haben die Funktion nicht zuletzt durch den Facebook Like-Button bereits gelernt und können mit minimalem Aufwand Empfehlungen abgeben, die bei der nächsten Suche nach dem entsprechenden Thema den eigenen Freunden angezeigt werden. Zu erwarten ist auch, dass die so erzeugten Empfehlungsdaten das Ranking beeinflussen &#8211; sofern nicht auf übergeordneter Ebene, dann zumindest <a href="http://searchengineland.com/meet-1-googles-answer-to-the-facebook-like-button-70569">für die Ergebnislisten der Freunde</a>.</p>
<p>In den vergangenen sechs Monaten habe ich mich im Rahmen meiner Diplomarbeit zum Thema <a href="http://www.social-search.com/">Social Search</a> genau mit diesem Ansatz intensiv befasst und konnte unter anderem nachweisen, dass ein derart individualisiertes Suchergebnis zu deutlich höherer Nutzerzufriedenheit und schnellerer Entscheidungsfindung führt. Und offensichtlich hat man in Mountain View aus dem Scheitern von Google Buzz seine Lehren gezogen und hält nun erst einmal einen Zeh ins Wasser, bevor man gleich einen ganzen Elefanten versenkt.</p>
<p><strong>Konvergenz<br />
</strong>Klassischerweise weiß Google „was ich will“ und Facebook „wer ich bin“. Doch weil beides immens wertvolle Informationen sind, wenn es darum geht, das Anzeigengeschäft als Motor des Internets zu befeuern, schielt man in Kalifornien natürlich neidisch auf die Daten des jeweils anderen.</p>
<p>Während Facebook sich quasi als eine Art Betriebssystem des Internets versteht und von einer zentralen Plattform aus über teils offene Schnittstellen weitere Anwendungsfelder erschließt, sieht sich Google mit der schwierigen Herausforderung konfrontiert, seine erfolgreichen aber weit verteilten Dienste langsam zusammenwachsen zu lassen. Auf beiden Seiten ist das Ergebnis aber letztlich ein sehr ähnliches Konstrukt, nur das &#8220;Fotos&#8221; dann eben <a href="http://picasa.google.com/">Picasa</a> und der Chat <a href="http://www.google.com/talk/">GTalk</a> heißt.</p>
<p><strong>Gekommen, um zu bleiben</strong><br />
Das Thema Social Search ist aus Googles Strategie nicht mehr wegzudenken. Nach der <a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:antritt-von-neuem-chef-page-macht-google-noch-unberechenbarer/60030416.html">Übernahme des Chefpostens durch Firmengründer Larry Page</a> müssen wir für die Zukunft mit einem deutlich stärkeren Innovationsfokus rechnen. Mit der gigantischen Reichweite (Suche, Google Mail, YouTube usw.), der Marktführerschaft in Sachen Werbevermarktung (AdWords) sowie dem enormen Wachstum im mobilen Sektor (Android) verfügt Google über optimale Voraussetzungen, um Facebooks derzeitige Social-Web-Dominanz trotz des existierenden Handlungsbedarfs gelassener sehen zu können als andere.</p>
<p>Ob Googles Social-Rechnung letztlich aufgeht, ist vor allem auch eine Frage des Nutzerverhaltens. Vergessen sollten wir zudem nicht, dass auch Facebook-Boss Mark Zuckerberg auf seinem Pfad zur Erleuchtung mehr als einmal böse gestolpert ist. Offen bleibt, ob User dies einem Großkonzern genaus leicht verzeihen wie einem College-Studenten.</p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/nilsrinaldi/5158417146/">Flickr/nilsrinaldi</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC-Lizenz</a>)</em></p>

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          <a href="http://netzwertig.com/2011/03/31/kampf-der-giganten-facebook-google-1/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
        </div>
      <div style="float:left;margin-bottom:10px;">
        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2011/03/31/kampf-der-giganten-facebook-google-1/&title=Kampf der Giganten: Facebook = Google + 1&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
        <img src="http://memonicstatic.s3.amazonaws.com/assets/save_button/tenant/blogwerk/v1/img/ablegen.png" width=""  alt="" /><br /></a>
      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2011/03/31/1-googles-juengster-schritt-zu-mehr-miteinander/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/+1.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2011/03/31/1-googles-juengster-schritt-zu-mehr-miteinander/">+1: Googles jüngster Schritt  zu mehr Miteinander</a></b><br /><font size="2">Google spendiert sich und seinen Usern mit dem +1 button ein Gegenstück zu Facebooks Like-Button. +1 soll die Suche sozialer und relevanter gestalten und in Kürze auch auf externen Websites auftauchen. </font><font color="#aaa">(31. März 2011)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/10/20/social-search-google-unterstreicht-seine-experimentierfreude/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/10/googlesearch_main_20102010_110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/10/20/social-search-google-unterstreicht-seine-experimentierfreude/">Social Search: Google unterstreicht  seine Experimentierfreude</a></b><br /><font size="2">Eine Woche, nachdem Bing und Facebook ihren Schritt zur sozialen Suche bekannt geben haben, zeigt Google, dass es bei dem Trendthema "Social Search" trotz der fehlenden Facebook-Partnerschaft experimentierfreudig ist. </font><font color="#aaa">(20. Oktober 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/06/25/suchmaschinen-facebook-aergert-google/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/06/fbsearch110.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/06/25/suchmaschinen-facebook-aergert-google/">Suchmaschinen: Facebook ärgert Google</a></b><br /><font size="2">Facebook integriert Websites in die Ergebnisse seiner Suchefunktion, die den Like-Button eingebaut haben. Ein Vorstoß auf Google-Territorium. </font><font color="#aaa">(25. Juni 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/03/nwbutton2.png" alt="Artfiles GmbH Hamburg" title="Artfiles GmbH Hamburg"></a>  
    </div>
<div style="margin-right:5px;float:left;"><a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/08/stadtbranchenbuch.png" alt="stadtbranchenbuch.com" /></a></div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/som.png" alt="Swiss Online Marketing" title="Swiss Online Marketing"></a>  
    </div>
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    <a href="http://www.ecommerce-award.ch/" target="_blank" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award">
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		<title>Gründen in Deutschland: Frauen, traut euch!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2011/01/13/gruenden-in-deutschland-frauen-traut-euch/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 11:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[Gründung]]></category>
		<category><![CDATA[loca.li]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Die IT- und Internetbranche gilt als Männerdomäne. Dennoch ist sie der Sektor mit der größten Chancengleichheit für Männer und Frauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die IT- und Internetbranche gilt als Männerdomäne. Dennoch ist sie der Sektor mit der größten Chancengleichheit für Männer und Frauen.</h4>

<p><em>Sonja Ludscheidt ist Mitgründerin des Locationstartups <a href="http://loca.li/">loca.li</a>.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/startup1.png" width="200" height="137"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Als ich das Angebot bekam, für netzwertig.com einen Gastbeitrag über Frauen und Unternehmensgründungen zu schreiben, war ich zunächst etwas ratlos. Was sollte am Thema Frauen und Gründung so besonderes sein?</p>
<p>Ich arbeite seit über fünf Jahren als selbstständige IT-Beraterin und habe mit meinem Partner Jesse Adler den Location Based Service <a href="http://loca.li">loca.li</a> aus der Taufe gehoben. Und ich bin eine Frau. Na und? Ich hatte in der ganzen Zeit nie das Gefühl, dass mir aus meinem Geschlecht ein Nachteil entstanden wäre oder dass ich es schwerer hatte als männliche Gründer.</p>
<p>Dann erinnerte ich mich an eine Begebenheit vor etwa zwei Jahren, die mich noch mal nachdenken ließ. Die Geschichte von damals geht so:</p>
<p><span id="more-15988"></span></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/01/sonjalocali1.png" width="170" height="157"  alt="Gastautorin Sonja Ludscheidt" align="right" hspace="5" vspace="5"/></p>
<p>Eines Abends rief mich eine mir bis dahin unbekannte junge Frau an, ich nenne sie Kerstin. Eine befreundete Headhunterin hatte Kerstin meine Telefonnummer gegeben und ihr empfohlen, mal mit mir über den Sprung in die Selbstständigkeit zu sprechen. Sie hatte viele Fragen und Zweifel, ob es das Richtige für sie sei. Sie war mit ihrer Festanstellung bei einem IT-Unternehmen unzufrieden und lotete verschiedene Alternativen aus. Ich wurde also unversehens Ratgeberin für eine Fremde. Das Gespräch ging über drei Stunden.</p>
<p>Die Fragen und Ängste, die Kerstin beschäftigten, waren mir nicht fremd. Ich hatte bei meinem Schritt in die Selbstständigkeit mit den gleichen Dingen gehadert. Wie lange reicht mein finanzielles Polster? Wie gewinne ich schnell Kunden für meine Leistungen? Was muss ich bei Steuern und Versicherungen beachten? Was ist, wenn es nicht funktioniert, wenn ich scheitere? Die üblichen Fragen wohl jedes Existenzgründers, egal ob Mann oder Frau.</p>
<p>Was Kerstin aber besonders zu denken gab, war die Frage, wie sie sich als Frau in der <a href="http://netzwertig.com/2010/12/22/tech-blog-und-startup-welt-reizthema-maennerdominanz/">Männerdomäne IT und Internet-Business</a> überhaupt durchsetzen könnte. <strong>Ich behauptete damals wie heute, die Internetwirtschaft ist für Unternehmensgründer die Branche mit der größten Chancengleichheit für Männer und Frauen.</strong></p>
<p>Die Branche ist im Verhältnis zur Industrie noch immer jung und lebt von der Kreativität mutiger Menschen. Geldgeber, Kunden und Partner fragen nicht nach deinem zweiten X-Chromosom, sie wollen wissen, welche Ideen du hast. Und wenn das Produkt steht, die mobile App, der Online-Shop, die Social Web Plattform oder was auch immer, interessiert es auch die Endanwender nicht, ob du eine Frau bist oder ein Mann.</p>
<p>Im Netz fangen alle bei null an, ob männliche oder weibliche Gründer. Niemand wird von Männern mit Lautstärke übertönt. Im Internet ist jedes Wort gleich laut. <strong>Wenn eine Idee ihr Publikum findet, hat die Schöpferin dieser Idee die Aufmerksamkeit der Menschen.</strong> Und ihre Anerkennung für die Leistung, es geschafft zu haben.</p>
<p>Und das sollte die Motivation für Gründerinnen sein: Eine gute Idee Wirklichkeit werden zu lassen und dafür Anerkennung zu bekommen. Was zählt ist der Wille, seinen Berufs- und Lebensweg selbst in die Hand zu nehmen. Wenn man diesen Willen hat, wird man feststellen, dass es viele Menschen gibt, die einen dabei unterstützen. Ja, manchmal auch weil man eine Frau ist, aber das stört höchstens die Männer.</p>
<p>Angst hingegen ist nicht nur der Mindkiller Nummer eins, sondern auch ein schlechter Ratgeber, wenn es um Unternehmensgründung geht. Angst verhindert, dass man Risiken eingeht. Dieses Wagnis braucht es aber, damit eine Idee Wirklichkeit werden kann. Und selbst wenn es nicht klappen sollte, auch im Scheitern liegt ein Gewinn.</p>
<p><strong>Die Erfahrung und das gute Gefühl, etwas selbstbestimmt und aus eigener Kraft angepackt zu haben. Das nimmt einer Gründerin keiner mehr weg.</strong> Deshalb möchte ich allen Frauen sagen: Lasst euch nicht kirre machen von den Zweiflern, lasst euch nicht beirren von Klischees über Männerseilschaften! Traut euch und fangt an zu machen! Ihr könnt nur gewinnen. Kerstin hat sich damals nicht getraut – das empfinde ich als Verlust.</p>
<p><em>(Foto &#8220;Startup&#8221;:</em> <a href="http://www.flickr.com/photos/dierken/948171048/"><em>Flickr/dierken</em></a><em>,</em> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en"><em>CC-Lizenz</em></a><em>)</em></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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		<title>Yahoo schließt Delicious: Social Bookmarking ist tot &#8211;  lang lebe Social Search!</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/12/17/yahoo-schliesst-delicious-social-bookmarking-ist-tot-lang-lebe-social-search/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/12/17/yahoo-schliesst-delicious-social-bookmarking-ist-tot-lang-lebe-social-search/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 02:45:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[delicious]]></category>
		<category><![CDATA[social bookmarking]]></category>
		<category><![CDATA[social search]]></category>
		<category><![CDATA[Social-Search.com]]></category>
		<category><![CDATA[yahoo]]></category>

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		<description><![CDATA[Yahoo schließt den Social-Bookmarking-Pionier Delicous. Das Ende des Dienstes ist bezeichnend für den Niedergang eines ganzen Sektors.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Yahoo schließt den Social-Bookmarking-Pionier Delicous. Das Ende des Dienstes ist bezeichnend für den Niedergang eines ganzen Sektors.</h4>
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<p><em>Bastian Karweg ist Gründer des Social-Bookmarking-Dienstes <a href="http://www.folkd.com">folkd.com</a>.</em></p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/quelletechcrunch.png" width="276" height="207"  alt="Quelle: TechCrunch" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Gerade lese ich, dass <a href="http://www.yahoo.com">Yahoo</a> den weltweit größten und erfolgreichsten Social-Bookmarking-Service <a href="http://www.delicious.com">Delicious</a> einstampfen will (<strong>Update: </strong><a href="http://netzwertig.com/2010/12/18/yahoo-dementiert-delicious-schliessung-die-presse-ist-schuld/">24 Stunden später dementiert Yahoo eine Schließung von Delicious. Stattdessen soll der Dienst veräußert werden</a>.) Was in einer internen Yahoo-Besprechung bekanntgegeben wurde, ist jetzt offenbar aus Frustration der Beteiligten <a href="http://techcrunch.com/2010/12/16/is-yahoo-shutting-down-del-icio-us/">an die Öffentlichkeit gelangt</a>: Die am Mittwoch <a href="http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_yahoo_bestaetigt_entlassungen_story-39001020-41542454-1.htm">angekündigten Entlassungen</a> von rund 560 Yahoo-Angestellten betreffen insbesondere auch die Teams einiger noch <a href="http://notsorelevant.com/2010-12-16/the-end-of-an-era/">während des Web-2.0-Booms zugekauften Startups</a> wie z.B. <a href="http://www.mybloglog.com/">MyBlogLog</a> und eben auch das von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joshua_Schachter">Joshua Schachter</a> gegründete Delicious.</p>
<p>Diese drastische Entwicklung, von Yahoo gekonnt als &#8220;Sunset&#8221;-Periode umschrieben, ist bereits länger absehbar und bezeichnend für den Niedergang des Social-Bookmarking- und Social-News-Sektors. Einige Beispiele:</p>
<p><span id="more-15742"></span></p>
<p>1) <a href="http://digg.com">Digg</a>, die einst so erfolgreiche Social-News-Seite von Kevin Rose, kämpft mit massiven Traffic-Einbußen. Nachdem dieses Jahr durch einen<br />
Relaunch versucht wurde, Boden gegenüber <a href="http://www.twitter.com">Twitter</a> gut zu machen, wird Digg jetzt sogar fast von Konkurrent <a href="http://www.reddit.com">reddit</a> <a href="http://trends.google.com/websites?q=digg.com,reddit.com">überholt</a>.</p>
<p>2) <a href="http://www.xmarks.com/">Xmarks</a>, der früher als Foxmarks bekannte Synchronisationsdienst für Browser-Bookmarks, ist trotz 23 Millionen Installationen durch eine Übernahme <a href="http://blog.kreykenbohm.net/archiv/3572">nur knapp der Schließung entgangen</a>. Die Mails zum Ende von Xmarks an die User waren sogar schon verschickt.</p>
<p><strong>Auch in Deutschland tut man sich schwer:</strong></p>
<p>3) Kai Tietjen und sein Team bei <a href="http://www.mister-wong.de">Mister Wong</a> wurden wie auch wir bei <a href="http://www.folkd.com">folkd.com</a> von den Google Updates (MayDay, Caffein) hart getroffen.</p>
<p>4) Michael Reuter von <a href="http://www.yigg.de">YiGG</a> kämpft zwar eisern, hatte dieses Jahr aber zusätzlich <a href="http://www.blogwave.de/yigg-mitgrunder-enrico-kern-plaudert-aus-dem-nahkastchen.html">noch mit internen Verstimmungen zu kämpfen</a>.</p>
<p>5) Auch dem Urgestein <a href="http://www.oneview.com">oneview</a> von Axel Schmiegelow oder dem an die <a href="http://www.lokalisten.de">lokalisten</a> verkauften <a href="http://www.webnews.de">Webnews</a> fehlen bislang die Konzepte.</p>
<p><strong>Was läuft hier schief?</strong></p>
<p><strong> </strong>Das Hauptproblem ist wohl, dass sich mit den Modellen kaum Geld verdienen lässt. Zwar hat man mit entsprechender Reichweite und sehr niedrigen Kosten für die Content-Generierung durchaus Möglichkeiten der Werbevermarktung, aber gerade die ist eher auf Sand gebaut, wenn man bedenkt, dass der Traffic solcher Seiten zu über 85% von Longtail-Suchergebnisseiten bei Google stammt.</p>
<p>Doch genau bei diesen Suchresultaten herrscht ein knallharter Verdrängungswettbewerb durch Preisvergleichsdienste und <a href="http://www.internetmarketing-news.de/2010/04/20/die-content-flut-demand-media-und-co">Contentfarmen wie Demand Media</a>. Klar, dass Google die Reißleine gezogen hat und jetzt stärker originäre Inhalte belohnt.</p>
<p>Auch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für Social-Bookmarking-Dienste ist meiner Erfahrung nach eher gering. Ich ziehe den Hut, sollten es Services wie <a href="http://www.memonic.com">Memonic</a> oder <a href="http://www.licorize.com">Licorize</a> schaffen, mit einem mehrköpfigen Team die Profitabilität zu erreichen.</p>
<p>Schade ist besonders, dass auch ein hervorragendes Produkt mit ausgezeichneten Features nur wenig hilft, wenn man die Traffic-Völkerwanderungen zu <a href="http://www.facebook.com">Facebook</a> beobachtet. Dort werden ja bekanntlich alle wichtigen Funktionen erfolgreicher Startups sukzessive nachgebaut. Und gerade die dadurch generierte enorme Reichweite ist es, die anderen Portalen fehlt.</p>
<p><strong>Wie reagieren die Markt-Teilnehmer?</strong></p>
<p><strong> </strong>Natürlich gibt es auch einige Dienste, die sich nach wie vor nicht unterkriegen lassen. Hier sind international insbesondere das stark wachsende <a href="http://www.diigo.com">Diigo</a>, <a href="http://www.instapaper.com">Instapaper</a> oder <a href="http://www.readitlaterlist.com">Read It Later</a> zu nennen. Diese Services versuchen sich durch Feature-Feuerwerke und mobile Apps Marktanteile zu sichern. In Deutschland betreibt Bastian Allgeier seinen sehr schicken, <a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/zootool-social-bookmarking-fuer-visuell-orientierte-menschen/">visuell orientierten</a> Bookmarking-Service <a href="http://www.zootool.com">Zootool</a>.</p>
<p>Einen ganz eigenen Weg hat das SEO-optimierende Mister-Wong-Team eingeschlagen: Schon beim PageRank konnten die Bremer in der Vergangenheit mit einem uneinholbaren Wert von 9 glänzen. Das versuchen sie jetzt konsequent zu nutzen: Reduktion der für Google indizierten Seitenzahl von mehreren Millionen auf nur noch 400.000 und die<a href="http://netzwertig.com/2010/10/13/das-neue-mister-wong-was-empfiehlst-du/"> Einführung von Dokumenten-Uploads</a> sollen für besser rankende Inhalte sorgen und so den SVR (Search Visibility Rank) und die Werbeeinnahmen wieder nach oben treiben. Geld verdient das Unternehmen ja bereits über SEO-Dienstleistungen.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p><strong> </strong>Social Bookmarking befindet sich in der Krise. Auch mit folkd.com habe ich lange überlegt, welchen Weg ich einschlagen soll. Zwar ist das Produkt durch extrem niedrige Personal- und Serverkosten seit langem profitabel, aber viel Spielraum für technische Innovationen über den alltäglichen Kampf gegen Spammer hinaus bleibt nicht.</p>
<p>Durch Recherchen im Rahmen meiner Diplomarbeit bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass sich der Trend weg vom herkömmlichen Social Bookmarking noch weiter verstärken wird: User speichern zukünftig noch weniger Bookmarks und posten stattdessen vermehrt Links bei Facebook und Twitter.</p>
<p>Aus dieser enormen Anzahl Links und &#8220;Likes&#8221; von Filmen, Bands, Büchern etc. entsteht aus dem (heute noch) Social Network Facebook über kurz oder lang definitiv die nächste (viel bessere) Suchmaschine!</p>
<p>So kann der User neben den eigenen Favoriten auch die Empfehlungen seiner Freunde in die Suchergebnisse einfließen lassen und erhält ein personalisiertes Suchergebnis, welches über die konstant sprudelnden Pinnwände und Status-Updates stetig dazulernt.</p>
<p><strong>Soziale Suche</strong></p>
<p><strong> </strong>Als Endergebnis von einem halben Jahr Diplom-, Forschungs- und Programmierarbeit an diesem Thema habe ich versucht, dieser Entwicklung<br />
bereits etwas vorwegzunehmen und auf Basis von folkd.com eine eigene soziale Suchmaschine gebaut. Das Ergebnis kann man hier ausprobieren: <a href="http://www.social-search.com">Social-Search.com</a>.</p>
<p>Eure Teilnahme am Beta-Test hilft mir, Daten zu sammeln, um noch genauer auswerten zu können, in welchen Bereichen Social-Search ihre wirklichen Stärken hat. Wer Interesse an den dahinterliegenden Theorien hat, dem sende ich nach Fertigstellung gerne die entsprechenden Papere zu. Füllt dafür bitte das Formular unter &#8220;<a href="http://www.social-search.com/social-search.html">About</a>&#8221; aus.</p>
<p>Ich freue mich auf eure Meinung zum Thema in den Kommentaren!</p>
<p><strong>Update: </strong><a href="http://netzwertig.com/2010/12/18/yahoo-dementiert-delicious-schliessung-die-presse-ist-schuld/">Yahoo dementiert eine Schließung von Delicious. Stattdessen soll der Dienst veräußert werden</a>.</p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/08/05/yahoo-delicious-wird-zum-twitter-mashup/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/08/del-2-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/08/05/yahoo-delicious-wird-zum-twitter-mashup/">Yahoo: Delicious wird zum Twitter-Mashup</a></b><br /><font size="2">Der soziale Bookmarking-Dienst Delicious möchte sich in das Echtzeit-Zeitalter retten, orientiert sich an Twitter und verliert dabei den eigenen Kurs. </font><font color="#aaa">(5. August 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/11/17/linkwertig-rivva-android-google-hotpot-yahoo/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/11/lw-1117.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/11/17/linkwertig-rivva-android-google-hotpot-yahoo/">Linkwertig: Rivva, Android,  Google Hotpot, Yahoo</a></b><br /><font size="2">Frank Westphal über Rivva, Android bekommt E-Wallet, Google lanciert Hotpot und mehr. </font><font color="#aaa">(17. November 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/11/16/linkwertig-einbuchstabedanebentiere-yiid-yahoo-contributer-network-aol/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/11/lw-1116.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/11/16/linkwertig-einbuchstabedanebentiere-yiid-yahoo-contributer-network-aol/">Linkwertig: Einbuchstabedanebentiere, Yiid,  Yahoo Contributer Network, AOL</a></b><br /><font size="2">Der Yiid-Button bekommt Analytics, Yahoo startet eine Content-Farm, Microsoft lanciert den Microsoft Game Hub und mehr. </font><font color="#aaa">(16. November 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    </div>
</div>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>LeWeb-Erlebnisbericht: &#8220;Paris ist eine Messe wert&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2010/12/15/leweb-erlebnisbericht-paris-ist-eine-messe-wert/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2010/12/15/leweb-erlebnisbericht-paris-ist-eine-messe-wert/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 08:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Specials]]></category>
		<category><![CDATA[LeWeb]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 3.000 Internetjünger, Gründer, Investoren und Business Angels gaben sich in der vergangenen Woche im Rahmen der LeWeb-Konferenz in Paris die Klinke in die Hand. Ein Erlebnisbericht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Rund 3.000 Internetjünger, Gründer, Investoren und Business Angels gaben sich in der vergangenen Woche im Rahmen der LeWeb-Konferenz in Paris die Klinke in die Hand. Ein Erlebnisbericht!</h4>

<p><em><a href="http://www.twitter.com/martinstrickman">Dr. Martin Strickman</a> ist Multimedia-Journalist und Video-Blogger, Wissenschaftler, Kreativer und Berater (<a href="http://fonotopia.org/">Fonotopia</a>, <a href="http://mobillennium.net">Mobillennium</a>, <a href="http://futureion.org">FUTUREION</a>). Er gehört als Experte „The Futures Agency“ an, einem von Mediafuturist Gerd Leonhard begründeten internationalen Netzwerk führender prominenter Experten für New Media, Social Media, Web, Mobile, Music, Change, Gegenwarts-Analysen und Zukunfts-Prognosen. Für netzwertig.com berichtet er von seinen Erlebnissen auf der LeWeb-Konferenz.</em></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2010/12/15/leweb-erlebnisbericht-paris-ist-eine-messe-wert/leweb250_2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/leweb250_2.png" width="250" height="166"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>„Paris ist eine Messe wert!“ So soll Frankreichs König Heinrich IV. nach langwierigen Kämpfen gegen die Katholiken 1593 seine letztendliche Konversion zum Katholizismus kommentiert haben.</p>
<p>„Paris ist eine Messe wert!“ hätte jedoch ebenso gut und passend als Wahlspruch derjenigen Konferenz dienen können, die die Glaubensbrüder und –schwestern sowie Konvertiten – neudeutsch: Change Managers oder auch Konversions-Experten – einer noch recht jungen „Religion“ für zwei Tage im Rahmen von <a href="http://www.leweb.net">LeWeb</a> in Paris versammelte: des Internets und seiner gegenwärtig wieder wachsenden digitalen, medialen, sozialen, mobilen und damit stets einhergehenden ökonomischen Verheißungen.<span id="more-15706"></span></p>
<p>Stattdessen lautete das diesjährige Konferenz- und Messethema schlicht und ergreifend „Plattform“ und traf damit nicht nur ins Schwarze der derzeitig ausgeloteten technologischen Konvergenzen, sondern bot allem, was Rang und Namen hat und sich als irgendwie kompatibel erwies, eine attraktive Plattform der Präsentation.</p>
<p>Das schillernde Veranstalterpaar Loic und Geraldine Le Meur, das in Paris und im US-amerikanischen Digitalien namens Silicon Valley seit vielen Jahren mit viel Resonanz sein „digitales Unwesen“ treibt, nahm rund 3.000 Webjünger aus aller Herren und Damen Länder &#8211; wohl ganze sechzig an der Zahl &#8211; in Empfang, die nach Paris strömten, um diesem stetig wachsenden Webkult namens LeWeb in seiner siebten Auflage ihre ganz persönliche Ehrerbietung und Huldigung zu erweisen.</p>
<p>Dies sogar bei durchaus saftigen Eintrittspreisen von 1.990 Euro für „Normalsterbliche“, ermäßigten 995 Euro für Startup-Unternehmer und damit vergleichsweise „schlappen“ 500 Euro für – auch auf LeWeb händeringend gesuchte – Webentwickler und Programmierer.</p>
<p>Das draußen wütende Schneechaos verlieh dem Konferenzzentrum und der in gigantische Weihnachts-Beleuchtung getauchten Stadt Paris nicht nur einen ganz besonderen Glanz. Bei den von Ferne Anreisenden, die sich – gleich einem strengen Initiationsritus – durch Glatteis und Schneegestöber ihren Weg zum außerhalb von Paris liegenden Konferenzzentrum Les Docks in Saint-Denis bahnen mussten, hinterließ er ebenso einen in der Tat tiefen Eindruck und bleibende Spuren: Denn Taxifahrer verweigerten laut Zeugenaussagen störrisch ihren Dienst außerhalb der Stadtgrenze. Es wird Zeit, dass Smartphone-Anwendungen, die derlei <a href="http://netzwertig.com/2010/11/01/taxicaller-ein-grund-weniger-telefonate-zu-fuehren/">Verkehrsprobleme</a> <a href="http://www.mobile-zeitgeist.com/2010/10/28/interview-sven-kuelper-von-mytaxi-zum-launch-der-android-app">elegant</a> <a href="http://netzwertig.com/2010/10/25/der-fall-ubercab-auch-auf-der-anderen-seite-ist-das-gras-nicht-immer-gruener/">lösen</a>, ihren großen Durchbruch erleben.</p>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/strickmannmgfoto.png" width="300" height="204"  alt="Martin Strickman (r) mit MG Siegler von TechCrunch auf dem LeWeb-Empfang im Rathaus von Paris" align="right" hspace="5" vspace="5"/>Nicht nur die physische Anwesenheit der Web-Apostel der amerikanischen Online-Bibel für Tekkies und Webbies aus dem Silicon Valley <a href="http://www.techcrunch.com">TechCrunch</a>, darunter Namen mit nahezu magischem Klang wie Michael Arrington oder MG Siegler (<a href="http://fonotopia.org/post/2177365061/leweb-2010-paris-conf-interview-martin-strickman-with-mg">im Paris-Interview</a>), sorgte dafür, dass viele <strong>führende amerikanische Internet-Unternehmer, Manager und Blogger</strong> erneut den weiten Weg in die Metropole Frankreichs auf sich nahmen.</p>
<p>Und so gaben sich nicht nur die Googles, Facebooks, Twitters, Microsofts,  Foursquares, Zyngas, Mozillas und WordPresses dieser Welt in diesem informativen wie unterhaltsamen Gesprächs-Reigen ein Stelldichein und die Klinke in die Hand.</p>
<p><strong>Besonders französische, aber auch deutsche, britische und internationale – bei weitgehender Abwesenheiter asiatischer – Unternehmer und Digerati gaben dieser Konferenz ihr ganz besonderes Flair.</strong> Nicht zuletzt ein aus dem fernen Sibirien angereister blutjunger Entwickler-Frischling, der mit seinem einschlägig bedruckten T-Shirt „Have a working prototype. Looking for VC“  weithin sichtbar um Investorenfinanzierung buhlte.</p>
<p>Einige allenthalben medial präsente „Leuchttürme“ der deutschen Internet- und Social Media-Szene durften dabei selbstverständlich nicht fehlen.</p>
<p>Wer in den deutschsprachigen Landen eine hervorragend vernetzte Größe ist, ist dies jenseits der deutschen Sprachgrenze, die sich kommunikativ (noch) wie ein schwer überwindlicher Graben auswirkt, in Paris, den USA oder international unter den derzeitigen Umständen oftmals jedoch eher nicht. Er braucht sich hier also keinerlei Sorgenfalten darüber zu machen, erkannt und auf Schritt und Tritt beobachtet zu werden.</p>
<p>Das scheinbar grenzenlose, weltumspannende Internet kennt erstaunlicherweise noch immer <strong>gewisse nationalsprachliche – und damit einhergehend kulturelle – Grenzen und Barrieren</strong>, die wohl doch erst unter anderem mit der zunehmenden technischen Reife und Verbreitung von webbasierten Übersetzungsanwendungen peu à peu abgebaut werden könnten. U.a. Google hat in dieser Hinsicht bekanntermaßen einige interessante Produkte <a href="http://technology.timesonline.co.uk/tol/news/tech_and_web/personal_tech/article7017831.ece">in der Entwicklungs-Pipeline</a>.</p>
<p>Der Kölner Startup-Gründer Ibo Evsan (Gründer von <a href="http://www.sevenload.com">Sevenload</a> und <a href="http://www.fliplife.com">Fliplife</a>), gab nach unserer ersten Begegnung auf LeWeb gleich zu Protokoll: „Ich drehe jetzt mal meine Runden um das Buffet, um die richtigen Leute zu treffen&#8230;“  Und so unternahm er mit kleiner selbst mitgebrachter Gefolgschaft seine Prozession um das zum Anstupsen, Netzwerken, Twitter-Adressen- und Kärtchen-Austauschen ideal geeignete, zentral gelegene LeWeb-Sushi-Buffet gleich einem Tänzchen um das Goldene Kalb.</p>
<p>Sein Ruf nach und Buhlen um neue Investoren mit Spendierhosen und ebensolcher –Laune blieb allerdings dieses Mal, gerüchtehalber, eher ungehört. Für einen Kommentar hierzu war er später jedenfalls nicht mehr zu erreichen.</p>
<p>Auf der LeWeb-Konferenz war er gewiss nicht der einsame Rufer in der Wüste, sondern eher Teil eines vielstimmigen, nahezu kakophonischen Chores von Rufern in der Oase. Es war eher eine einzigartige <strong>Oase an Web-Investoren und Business Angels</strong> mit ihren ganz eigenen und nicht immer rationalen Spielregeln für ihre Investments in einem großen Spiel um das ganz große Glück, ähnlich einer Gleichung mit vielen Unbekannten.</p>
<p>Sarik Weber, gemeinhin bekannt durch seine Tätigkeit bei <a href="http://www.xing.com">Xing</a>, nun Mitgründer des Hamburger Startup-Inkubators und „Schnellen Brüters“ <a href="http://www.hanseventures.com/">Hanse Ventures</a>, war betont gut gelaunt, kontaktfreudig und kam recht schnell zur Sache: „Möchtest Du ein Interview mit mir machen?“, lautete seine freundliche Frage. Wir beantworteten diese mit einem Ja und setzten das Gespräch in der Presselounge fort: Umringt von US-Videoblogger und Alphatier Robert Scoble aka <a href="http://www.scobleizer.com">Scobleizer</a> zur Linken und dem „Elektrischen Reporter“ <a href="http://www.sixtus.net">Mario Sixtus</a> zur Rechten erwies sich dies tatsächlich als der richtige Ort zur richtigen Zeit, um spannende aktuelle Einblicke in die Entwicklung seines Beteiligungs-Portfolios zu bekommen – etwa in Reaktion auf die derzeitige <a href="http://www.gruenderszene.de/news/hanse-ventures-captain-travel-flop">Negativberichterstattung</a> zum Startup <a href="http://www.captaintravel.de/">Captain Travel</a> – und die deutsche Web-Startup-Szene im internationalen Vergleich zu diskutieren  und seine Ansichten über europäische Erfolgs-Stories und Copycats zu  erfahren. Dies und seine Gründe dafür, warum uns nicht das Platzen einer Blase der  Internetökonomie wie im Jahr 2000 bevorsteht, findet sich <a href="http://mobillennium.net/post/2323302958/2010-12-leweb-paris-engl-interview-martin-strickman-with">im ausführlichen  Interview auf Mobillennium.net</a>.</p>
<p><a href="http://www.soundcloud.com">Soundcloud</a>-Gründer Alexander Ljung aus Berlin drehte den Spieß auf LeWeb einfach mal um: Anstelle Interviews zu geben, führte er mittels der neuen Aufnahmefunktion seiner Soundcloud-iPhone-App selbst zahlreiche Interviews mit den anwesenden Web-Größen und demonstrierte damit so nebenbei, dass Soundcloud über die Klientel der Musik-Produzenten hinaus <a href="http://netzwertig.com/2010/12/09/soundcloud-kleine-aenderung-mit-grosser-wirkung/">auch für Journalisten und Blogger attraktiv sein kann</a>.</p>
<p>Mario Sixtus wurde einmal mehr seiner Rolle als <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/">Elektrischer Reporter</a> gerecht, schlich unerkannt zum Ort des Geschehens, dem Konferenzsaal, und machte, nicht nur einmal, einen Knicks und Kniefall vor dem Altar der internationalen wirtschaftlich erfolgreichen Konferenzredner und Webunternehmer, dies selbstverständlich stets nur, um unauffällig die richtigen Promi-Bilder in seinen digitalen Kasten zu bekommen. Als sichtbare Konferenzsprecher oder Investoren wirbelten Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum auf LeWeb 10 dagegen wenig Staub auf.</p>
<p>Allein das Schweizer Unternehmen Small Rivers aus Lausanne konnte mit seiner erst im Mai 2010 lancierten populären Anwendung <a href="http://www.paper.li">Paper.li</a> im spannenden LeWeb-Startup-Wettbewerb, für den sich nach Veranstalterangaben im Vorfeld vierhundert Startups beworben hatten, den Preis für Viralität gewinnen. Der Dienst Paper.li, der News von Twitter und Facebook zu einer Art Online-Tageszeitung aggregiert und im Zeitungs-Layout darstellt, wurde damit im harten Wettbewerbsumfeld zu einem der vier Preisträger gekrönt. Aber auch <a href="http://eu.techcrunch.com/2010/12/09/three-startups-not-just-one-win-the-le-web-startup-competition/">die anderen zwei Startup-Preisträger</a> aus Frankreich und Israel konnten mit ebenso innovativen Ansätzen punkten und überzeugen&#8230;</p>
<p>Teil 2 folgt&#8230;</p>
<p><em>(Foto: Strickman)</em></p>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/11/11/tech-konferenz-leweb-4-d-a-ch-startups-fahren-nach-paris/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/11/leweb-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/11/11/tech-konferenz-leweb-4-d-a-ch-startups-fahren-nach-paris/">Tech-Konferenz LeWeb: 4 D-A-CH-Startups fahren nach Paris</a></b><br /><font size="2">Anfang Dezember steigt in Paris LeWeb, eine der wichtigsten Tech-Konferenzen in Europa. 16 Startups präsentieren ihre Konzepte und treten gegeneinander an. Vier davon reisen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. </font><font color="#aaa">(11. November 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/12/10/linkwertig-youtube-mister-wong-qype-google-zeitgeist/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/lw-1210.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/12/10/linkwertig-youtube-mister-wong-qype-google-zeitgeist/">Linkwertig: YouTube, Mister Wong,  Qype, Google Zeitgeist</a></b><br /><font size="2">YouTube entfernt die Längenbegrenzung für Videos, Mister Wong wird zum Feedreader, Qype integriert Facebook Places und mehr. </font><font color="#aaa">(10. Dezember 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2010/12/08/tech-konferenz-leweb-live-stream-aus-paris/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/12/leweb-neu.png" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2010/12/08/tech-konferenz-leweb-live-stream-aus-paris/">Tech-Konferenz LeWeb: Live-Stream aus Paris</a></b><br /><font size="2">Heute und morgen steigt in Paris LeWeb, nach eigener Aussage Europas führende Internet-Konferenz. Hier gibt's den Live-Stream. </font><font color="#aaa">(8. Dezember 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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    <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/02/Award.png" alt="Swiss E-Commerce Award" title="Swiss E-Commerce Award"></a>  
    </div>
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