Alle 48 Artikel von gastautor auf netzwertig.com:
Businesspläne rauben dynamischen Gründer/innen viel Zeit, werden nur selten von den richtigen Leuten gelesen und garantieren kein funktionierendes Geschäftsmodell.
Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp. Mehr zum Autor am Ende des Artikels.
Foto: Flickr/plantoo47, CC BY-SA 2.0
Und weg war es. Beim Aussortieren fiel es mir in die Hände und weckte Erinnerungen an alte Zeiten. “Wie schreibt man einen Businessplan”, ein Buch, in das ich mal viel Hoffnung gesetzt hatte, dem aber heute nur noch ein Platz gebührt, nämlich die Altpapiertonne.
Diese Entledigung steht bei mir symbolisch für einen Paradigmenwechsel in der Unternehmensgründung. Vielleicht hat man den Schuss noch nicht überall gehört, aber in Berlin treffe ich zunehmend Gründer/innen, die genauso ticken wie ich. Der Businessplan ist (fast) tot! Auf gute Geschäftsmodelle kommt es an. Dieser Artikel zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, mit geringem Aufwand ein Geschäftsmodell zu entwickeln, warum Businesspläne für Internet-Startups keine Rolle spielen sollten und warum sie manchmal leider doch noch nicht tot zu kriegen sind.
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Wenn junge Internetunternehmen bei Journalisten vorstellig werden, verlassen sie sich gern auf abgedroschene Superlative. Doch damit verbauen sie sich viele Chancen.
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Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Flickr/cliff1066™, CC BY 2.0
Ja, es stimmt: Deutsche Startups haben es nicht leicht, in die Presse zu kommen. Es liegt unter anderem daran, dass viele Journalisten und Redaktionen hiesige Internetunternehmen
gern und gekonnt übersehen.
Will man aber fair bleiben, so muss man auch in Richtung der Startups und deren Pressearbeit schauen – um dann festzustellen: Das Problem ist keineswegs einseitig. Startups tragen selbst erheblich dazu bei, dass Journalisten wenig Lust haben, über sie zu berichten.
Es ist vor allem die immer wiederkehrende, uncharmante und nicht gerade clevere Herangehensweise der jungen Unternehmen, die selbst den interessierten Redakteur irgendwann mürbe macht. Ja, mürbe machen muss.
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Mobile Apps sind allgegenwärtig: in der Werbung und mittlerweile auch in Gesprächen am Mittagstisch. Bis heute sind sie aber nur bedingt effizient herstell- und betreibbar. Der HTML5-Standard könnte helfen.
Matthias Sala ist Mitgründer von Gbanga, einem Schweizer Spielstudio, das in seinen mobilen Spielen Realität und Virtualität vermischt und so physische Laufkundschaft generiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Foto: Flickr/adactio, CC-Lizenz
Mobile Apps sind ein fester Bestandteil der IT-Industrie geworden. Alle Marken, Hersteller und viele Startups stellen nebst Websites auch mobile Apps für portable Apple- und Android-Geräte zur Verfügung.
Weil sich die Handy-Hersteller einen Plattform-Krieg liefern, sind die nativen Apps untereinander inkompatibel und müssen deshalb leider von den Entwicklern für jede Zielplattform jeweils neu programmiert werden. Dies erinnert leicht an die Situation in den 80er und 90er Jahren, wo Programme jeweils nur auf einem Betriebssystem (Windows, Linux oder Mac) funktionierten. Mit der Einführung des Internetbrowsers Mitte der 90er Jahre fokussierte sich die Industrie weniger auf das Programmieren nativer Anwendungen, sondern auf webbasierte Lösungen, die Geld brachten.
Nun sind sich alle Anbieter von Mobile Apps einig, dass dies auf dem Handy auch nicht so sein müsste. Eine Plattform-übergreifende technische Lösung würde nicht nur viel Arbeit einsparen, sondern auch die Qualität der Apps generell verbessern, weil man nur einen Sourcecode-Produkt pflegen muss. Mit dem Web-Standard HTML5 scheint es endlich Licht am Ende des dunklen Entwicklertunnels zu geben.
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Google+ macht knapp vier Monate nach seinem Start den Eindruck, vorrangig ein Nischennetzwerk für die Social-Media-Szene und Intensivnutzer zu sein. Doch dank der engen Integration in Android 4.0 kann sich dies schnell ändern.
Moritz Adler ist Product Manager Mobile bei local.ch und ein ehemaliger Mitarbeiter von Blogwerk, der Betreiberin von netzwertig.com.
Martin Weigert
beschrieb vor einigen Tagen, wie
Google+ bisher vor allem die üblichen Verdächtigen anzieht: Geeks, Social Media Experten, SEO-Berater und mehr und mehr Spammer. Das neue Social Network aus dem Hause Google drohe daher, zu einem Nischenangebot zu werden. Einen wichtigen Aspekt hat er in seiner Analyse jedoch außer Acht gelassen: Die Zukunft von Google+ liegt in erster Linie im mobilen Bereich.
Sicher: Die Anfangseuphorie rund um Google+ scheint vorbei zu sein. In letzter Zeit stieß ich häufiger auf Artikel, die Google+ verlangsamtes Wachstum, eine geringere Nutzung und die Präsenz der ewig gleichen Gesichter attestierten. Gleichzeitig erinnern mich diese Abgesänge aber sehr an Gartners Hype Cycle. Fakt ist: Über 40 Millionen Nutzer sind nach knapp vier Monaten kein schlechtes Resultat und die Qualität der Diskussionen auf Google+ ist signifikant besser als auf Facebook und Twitter.
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Auch im Jahr 2011 gehen die Vorstellungen von Nachfragern und Anbietern im E-Book-Segment noch weit auseinander. Dabei könnte eine stärker nutzerorientierte Marktbearbeitung das elektronische Buch zu einem schnellen Erfolg führen.
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Prof. Dr. Jan Krone ist Leiter des Moduls Medien im Department Wirtschaft & Medien an der Fachhochschule St. Pölten GmbH, Österreich. Mehr zu seiner Person am Artikelende.
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Das E-Book taucht innerhalb der letzten Jahre im Rahmen der
Frankfurter Buchmesse regelmäßig als
Branchenschreck und/oder
–erlösung auf – mit für den deutschsprachigen Markt bis heute
marginalen Auswirkungen auf Anbieter und Nachfrager. Bisher erleben wir eine überwiegend
technikzentrierte Debatte mit enormen Marketinganstrengungen der Hardwareindustrie.
Das Buch als massenmediale Gattung war in der Vergangenheit, verglichen mit verwandten Medienangeboten, weitestgehend von den konvergierenden Nutzungsumgebungen im Zuge der Digitalisierung und damit auch hinsichtlich verlegerischer Aktivitäten auf neuen, elektronischen Oberflächen unterrepräsent. Buchmedien gelten im Kerngeschäft als de-kommunikative und unvernetzte Medienangebote im Sinne massenmedialer Kommunikation und sind damit gegenüber digitalen, interpersonalen Kommunikationsmedien in Angebot und Nachfrage weitgehend autark. Andererseits sind Buchverlage und Autoren Content-Spezialisten und gelten als gefragte Größe im Markt digitaler Oberflächen, die es attraktiv zu füllen gilt. » weiterlesen
Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.
Illustration: stock.xchng
Prof. Dr. Gerhard Vowe ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes Funkkorrespondenz hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.
Dies ist Teil 2 seiner Analyse. Zum ersten Teil mit den Thesen 1 bis 6 geht es hier.
7. Online-Medien verändern die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar vor allem durch die Mediatisierung der Gruppenkommunikation.
In der Online-Welt verändert sich die Bildung öffentlicher Meinung, und zwar in all ihren Facetten. Es verändern sich das Was und Warum der öffentlichen Meinung – die Themen und die Positionen und die Begründungen, zum Beispiel die Kriterien, mit denen Politiker bewertet werden: Sie müssen kontinuierlich kommunikativ präsent sein, sie müssen persönlich sichtbar sein, sie müssen ständig auf der Hut sein, da alles, was sie sagen, sofort überprüft werden kann und auf immer dokumentiert ist. Es verändern sich das Wann und Wie der öffentlichen Meinung, die Strukturen und Rhythmen der Meinungsbildungsprozesse. Öffentliche Meinung ist volatiler geworden.
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Das Internet verändert die Medienwelt – und nicht nur die. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Vowe beschreibt in 12 Thesen die aktuellen Vorgänge sowie die Konsequenzen für die Medienpolitik.
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Prof. Dr. Gerhard Vowe ist Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In einer September-Ausgabe des wöchentlich erscheinenden Medienfachdienstes Funkkorrespondenz hat er 12 Thesen zur Medienpolitik in der Online-Welt veröffentlicht, die er hiermit im Netz zur Diskussion stellen möchte.
1. Wir befinden uns im Übergang hin zu einer von Online-Medien dominierten Medienwelt.
Unsere Vorstellungen von Medien und Politik sind geprägt von der analogen Welt der elektronischen Massenkommunikation. Ausdruck dieser Vorstellungen sind die immer und immer wieder erzählten Geschichten über starke Wirkungen des Rundfunks – von „War of the Worlds“ bis „Wetten, dass ..?“. Eine der Folgen dieser Vorstellungen ist ein engmaschiges Netz der Regulierung.
Seit einigen Jahren jedoch müssen wir umdenken. Unsere kognitiven Muster verlieren ihre Orientierungsfunktion; mit unseren Unterscheidungen und Heuristiken können wir nicht mehr angemessen erfassen, wie sich die Medienwelt verändert. Denn wir erleben einen rasanten Übergang in eine digitale Welt, in einen von Online-Medien dominierten Kommunikationsraum.
Indikatoren sind die Veränderungen bei den Nutzungszeiten und Reichweiten, die Strategien von Medienanbietern, die Erwartungen, die sich im Marktwert von Unternehmen ausdrücken, und nicht zuletzt die allenthalben spürbare Verunsicherung über das Profil zukünftiger Medienpolitik.
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Den perfekten Namen für ein Startup gibt es nicht. Gerade für Webdienste mit globalen Ambitionen bieten Fantasiebegriffe jedoch Vorteile gegenüber beschreibenden Namen – sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Mark Leiblein ist der Gründer von NameRobot und Namestorm.
Das Wichtigste gleich vorab: Fantasienamen sind nicht besser oder schlechter als beschreibende Namen, die einen direkten Bezug zum Unternehmen erkennen lassen. Jede dieser Namensarten hat ihre Besonderheiten und zum Teil gravierende Auswirkungen für Startups.
Definieren wir erst einmal den Begriff, um den es in diesem Beitrag gehen soll: Ein Fantasie- oder Kunstname ist eine Bezeichnung, deren Bedeutung nicht ohne weitere Erklärung erkennbar ist. Der Online-Reiseanbieter Opodo ist zum Beispiel vom Namen her nicht als solcher erkennbar und auch die Herleitung, eine Abkürzung von „OPportunity tO DO“, ist schwer auszumachen. Gleiches gilt für Google, die Suchmaschine aller Suchmaschinen. Wer weiß schon, dass ihr Name auf „googol“ basiert, einer Bezeichnung für eine ins Unendliche gehende Zahl?
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Auch deutsche Publikumsmedien haben mittlerweile die Bedeutung der Internetwirtschaft erkannt. Der Fokus ihrer Berichterstattung liegt aber auf den führenden US-Anbietern. Gegenüber deutschen Startups herrscht noch immer ein ausgewachsenes Desinteresse.
Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Auf eines kann man sich in Deutschland verlassen: Es wird einem nicht nur bei der Gründung eines Startups möglichst viel schwer gemacht – nein, auch danach.
Wenn die ersten Erfolge da sind und man den Weg in die Öffentlichkeit mittels PR-Arbeit sucht, kann man einiges erleben. Zum Beispiel, dass der Satz „Die Zukunft liegt im Internet“ endlich (wenn auch einige Jahre zu spät) in den meisten Wirtschafts-, Digital-, und Technik-Redaktionen deutscher Publikumsmedien angekommen ist – jedoch kaum jemand über die zukünftigen Protagonisten berichten möchte. Zumindest nicht, wenn sie aus Deutschland kommen. » weiterlesen
Um erfolgreich ein Startup zu gründen, bedarf es nicht unbedingt Millionen an Risikokapital und umfangreiche Businesspläne. Ein alternativer Ansatz erfordert nicht nur weniger Mittel, sondern beinhaltet im Prinzip keinerlei Risiko.
Thomas Jakel ist Geschäftsführer des Berliner Startups Strandschicht und Mit-Initiator des Idea Camp (“Startup-Gründung in drei Tagen”).
In der deutschsprachigen Startup-Szene gibt es verschiedene Philosophien zum Gründen. Die Vertreter des „bigger is better“-Ansatzes sammeln Millionen an Venture Kapital ein und gründen Unternehmen zum Verkauf.
Über diese Investitionen und Deals wird häufig berichtet. So denken viele unerfahrene Gründungsinteressierte auch direkt, dass das Gründen eines Unternehmens mit dem Schreiben eines Businessplans und der Suche nach einer Finanzierung beginnt. Vor diesem Hintergrund scheuen viele das (finanzielle) Risiko beim Gründen und die Statistiken darüber, wie viele Unternehmen fünf Jahre nach Gründung noch existieren, nehmen ihnen den letzten Mut. » weiterlesen