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	<title>netzwertig.com &#187; Carolin Neumann</title>
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	<description>Die Ökonomie des Webs</description>
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		<title>Journalismus im Netz: Mehr Leidenschaft, weniger Angst</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 11:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im vergangenen Jahr hat das Internet diverse Mauern durchbrochen - auch im Journalismus. Das schafft Hoffnung für 2012. Mut zu Experimenten und die Bereitschaft, sich für neue Techniken zu öffnen, sind Voraussetzungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Im vergangenen Jahr hat das Internet diverse Mauern durchbrochen &#8211; auch im Journalismus. Das schafft Hoffnung für 2012. Mut zu Experimenten und die Bereitschaft, sich für neue Techniken zu öffnen, sind Voraussetzungen.</h4>

<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2012/01/journalism.png" width="150" height="168"  alt="Foto: Flickr/kenbrynan, CC BY-ND 2.0" align="left" hspace="5" vspace="5"/>In vielerlei Hinsicht war 2011 erneut das Jahr des Bürgerjournalismus. Nicht so, wie einige, für die das nur ein Buzzwort und ein Relikt aus den Jahren 2008 oder 2009 war, jetzt denken. Ich spreche nicht von bloggenden Helden, die auf eigene Faust publizieren, was ihnen in etablierten Medien zu kurz kommt. Sondern vielmehr von einer nicht immer glücklichen, aber eben auch nicht mehr so abwegigen Verschmelzung von engagiertem Bürger und Journalisten zu einer Einheit.</p><div id="Ads_BA_CAD2"><script>Ads_BA_AD('CAD2');</script></div>
<p>Wie ich darauf komme? Das Internet, so scheint es mir, hat im vergangenen Jahr eine Mauer durchbrochen in Sachen Reichweite, Zielgruppenvielfalt und Akzeptanz (wenn auch leider immer noch nicht bei vielen rückwärtsgewandten Medienmachern). Die Smartphonedichte nahm zu, die Zahl der Twitter- oder Facebook-Mitglieder ebenso, Journalisten wie Firmen nutzten vermehrt Social Media; insgesamt wird auch mein Freundes- und Bekanntenkreis und selbst der meiner Eltern immer online-affiner. Und es ist eben nicht &#8211; wie mancher gerne unterstellt &#8211; überwiegend die passive Berieselung oder das Streben nach Anerkennung und Antworten, die sie antreibt, sich mit dem Netz zu beschäftigen, sondern häufig tatsächlich der Wille, etwas verändern zu wollen oder zumindest seinen Unmut am Status Quo auszudrücken.</p>
<p><span id="more-20147"></span></p>
<p>&#8220;Das Digitalzeitalter hat dem Volk seine Stimme zurückgegeben&#8221;, drückte es jüngst <a href="http://t3n.de/news/mega-trends-2012-sagen-experten-354708/">Richard Gutjahr in seiner Prognose für dieses Jahr aus</a>. Das haben in den letzten ein bis sagen wir anderthalb Jahren bereits eindrucksvoll einige Beispiele gezeigt. Von WikiLeaks &#8211; Aktivismus mit zugegebenermaßen bedenklicher Note &#8211; über die mit dem deutschen Grimme Online Award ausgezeichnete Plattform <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Guttenplag</a> bis hin zur Rolle des Netzes und seiner Aktiven in der Occupy-Bewegung oder während der sogenannten Arabischen Revolution.</p>
<p>Es ist oftmals eine Zwangsgemeinschaft, in die sich Journalisten mit den Protagonisten dieser Bewegungen begeben. Zu sehen etwa in der zunehmenden Selbstverständlichkeit, mit der Twitter als Quelle ebenso wie als Verbreitungskanal genutzt wurde. Oder daran, wie Redaktionen reihenweise aufgriffen, was Freiwillige für das Guttenplag Wiki lieferten. Dort wurde erarbeitet, was selbst gut besetzte Medien in derselben Zeit nicht geschafft hätten.</p>
<p>Diese Art der Crowdsourcing-Recherche setzt sich in einem anderen, immer wichtiger werdenden Bereich durch, der 2011 endlich auch deutsche Medienhäuser erreicht hat: dem Datenjournalismus. ZEIT Online wurde mehrfach ausgezeichnet für sein anhand von Mobilfunkdaten erstelltes <a href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten">Bewegungsprofil des Grünen-Politikers Malte Spitz</a> &#8211; eine eindrucksvolle Geschichte zum Thema Vorratsdatenspeicherung, die dem britischen Vorbild &#8220;The Guardian&#8221; folgend auch gleich mit Rohdaten veröffentlicht wurde.</p>
<p>Ich persönlich habe übrigens selten ein Tool als so wertvoll für die Recherche mit Hilfe der Masse empfunden wie Google+. Ob das Netzwerk deshalb jedoch die glänzende Zukunft hat, die eine <a href="https://plus.google.com/117388252776312694644/posts/ZcPA5ztMZaj">kürzlich viel herumgereichte Analyse prophezeit</a>, vermag ich nicht zu beurteilen.</p>
<p><strong>Hoffnungen statt Kaffeesatz</strong><br />
Und in diesem Jahr? Statt obskurer Prognosen, die doch meist eh nicht besser sind als Kaffeesatzleserei, versuche ich es mit einer Wunschliste. Denn Wünsche habe ich eine Menge:</p>
<p>Die erste Hoffnung schließt sich gleich an die Trends aus dem Vorjahr an: Schon 2011 haben wir, auch jenseits von ZEIT Online, gute Versuche im Bereich Datenjournalismus gesehen. Das dürfte sich 2012 weiter entwickeln, wobei ich befürchte, dass auch immer mehr schlechter Umgang mit Daten Teil dieser Entwicklung sein wird; und bis der Open-Data-Gedanke, der eigentlich mit dem Datenjournalismus einhergehen sollte, in Deutschland gelebt wird, dauert es wohl noch.</p>
<p>Auch in der Lehre muss das Thema Arbeit mit Daten mehr ankommen. Bislang gibt es <a href="http://derstandard.at/1319183374006/Datenjournalismus-Ortsdaten-als-Chance-fuer-Lokaljournalismus">von punktuellen Seminaren</a> abgesehen kaum eine Chance, Datenjournalismus richtig zu erlernen. An der Macromedia Hochschule habe ich gemeinsam mit meinem Co-Dozenten <a href="http://trainxl.de/cms2/">Axel Dürkop</a> im laufenden Semester einen ersten Versuch gestartet, und wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Damit der Datenjournalismus jedoch weiter Erfolg haben kann, braucht es grundsätzlich mehr Journalisten mit technischem Verständnis &#8211; sie müssen nicht einmal selbst programmieren können, aber sie müssen mit dem Techniker zusammenarbeiten und dafür ein Gespür für dessen Materie bekommen. Guter Datenjournalismus kann sich also nur durchsetzen, wenn es von diesem Typ mehr Journalisten gibt &#8211; und die wollen erst einmal herangezogen werden, denn leider sind sie noch immer in der absoluten Unterzahl.</p>
<p>Weiter hoffe ich, dass Social Media ein wichtiger Bestandteil des Medienmachens wird. Zwar schießen die medialen Twitteraccounts wie Pilze aus dem Boden, doch zu häufig wird die Integration mit ihren tollen Möglichkeiten mit einer lästigen Pflichtaufgabe verwechselt. Passend dazu &#8211; und das ist jetzt doch mal eine Prognose &#8211; werden auch andere Firmen und Nutzer soziale Medien wie auch schon in diesem Jahr in ihr Leben lassen. Was andere die Mainstreamwerdung des Nerds nennen, sehe ich grundsätzlich als Chance auf noch mehr Gewinn durch Social Media, etwa konkret für meine journalistische Arbeit.</p>
<p>Damit weg von den Details und hin zu einem grundsätzlichen Trend, den ich mir wünsche: Wir diskutieren wieder mehr über die Zukunft des Journalismus! Wie so oft machen die USA es vor. Der Essay &#8220;Confidence Game&#8221; (<a href="http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/79/der-schwindel.html">übersetzte Version</a>), in dem der Autor Dean Starkman sich Netzvordenker wie Jeff Jarvis oder Clay Shirky vorknöpft, hat dort Ende 2011 eine leidenschaftliche Debatte ausgelöst (<a href="https://netzpolitik.org/2011/zukunft-des-journalismus-reformation-statt-revolution/">Netzpolitik.org dokumentiert das lesenswerte Hin und Her</a>). Währenddessen wird nach meinem Empfinden hierzulande noch immer von den Falschen &#8211; den Medienkonzernen und öffentlich-rechtlichen Anstalten mit ihren ganz eigenen Interessen &#8211; und viel von den immerselben über die Branche gesprochen.</p>
<p>Wir benötigen aber neben mehr Mut zu Experimenten auch eine breitere Debatte. Allein deshalb, weil die Medien in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen betreffen. Das gelegentliche Gefühl, von Informationen erdrückt zu werden, und eine Pause zu brauchen, andererseits der Wunsch nach immer mehr, auch nach mehr Neuem, nach Experimenten und denen, die sich zu experimentieren trauen &#8211; ich kann damit nicht alleine sein.</p>
<p><em>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/kenbrynan/750596274/">Flickr/kenbrynan</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND 2.0</a>)</em></p>

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		<title>re:publica &#8217;09, Tag 3: Social Networks und holländische Wohnzimmer</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/04/republica-09-tag-3-social-networks-und-hollaendische-wohnzimmer/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 12:17:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica'09]]></category>

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		<description><![CDATA[Am dritten Tag wurde bei der re:publica endlich was gegen den Testosteronüberschuss auf den Konferenzbühnen getan. Unser Rückblick auf einige der Panels des letzten Konferenztages.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Am dritten Tag der re:publica wurde in Berlin endlich etwas gegen den Testosteronüberschuss auf den Konferenzbühnen getan &#8211; und für das WLAN. Unser Rückblick auf einige der Panels des letzten Konferenztages.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/04/04/republica-09-tag-3-social-networks-und-hollaendische-wohnzimmer/rp09_politik/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/rp09_politik.png" width="450" height="201"  alt="Politik 2.0: Natürlich auch ein Thema auf der Netzkonferenz." /></a></p>
<p>Für den dritten Tag haben die Veranstalter der re:publica einiges in den Mix geworfen. Die Entscheidung zwischen den terminlich sehr eng gelegten Veranstaltungen fiel noch schwerer als zuvor, die Themen waren homogener und es hätte schöne Diskussionen geben können. Große Räume blieben leer, in den kleinen saß man zum Teil <strike>viel zu nah</strike> kuschelig beieinander. Und zum Abschied gab&#8217;s dann sogar fast ganztägig WLAN, hallelujah!<span id="more-6937"></span></p>
<p>In Holland ist es an der Regel, im Wohnzimmer keine Vorhänge aufzuhängen – und dennoch würde keiner auf die Idee kommen, sich auf die Straße zu stellen und hereinzustarren. So viel Respekt forderte <strong><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/mitarbeiter/dr-jan-hinrik-schmidt">Jan Schmidt</a></strong> vom Hamburger Hans-Bredow-Institut im ersten Vortrag des Tages. Die Änderungen am Design und den AGB von Facebook verglich er mit einem Vermieter, der in unserer Wohnung Türen ersetzt oder Wände herausreißt – ohne unsere Einwilligung. Leider konnte sich des schlechten Timings am letzten Konferenztag wegen keine Diskussion über Identitätsmanagement oder die Frage, wie dem &#8220;fundamentalen Wandel der Kommunikation&#8221; (Schmidt) zu begegnen ist, entwickeln.</p>
<p>Der Vortrag von <strong>Cory Doctorow</strong> von der Blog-Wundertüte <a href="http://boingboing.net/">Boing Boing</a> wäre eigentlich der perfekte Einstieg in die re:publica &#8217;09 gewesen: Er sprach über den Dinosaurier Musikindustrie, doch was er so erzählte, wurde zwischen den Zeilen eine Zusammenfassung dessen, was die re:publica-Besucher so am Netz fasziniert. Definitiv eines der Highlights der Konferenz. Und weil Doctorow so wahnsinnig schnell spricht, konnte er auch ein bisschen von dem zeitlichen Rückstand wieder aufholen. </p>
<p>Wikipedia-Gründer <strong>Jimmy Wales</strong> war zwar sehr sympathisch, und sein Vortrag hat zurecht für den ein oder anderen Lacher gesorgt, ansonsten jedoch hatte &#8220;Jimbo&#8221; leider nicht viel Neues zu erzählen: Grundkenntnisse über die Wikipedia hätten bei den re:publia-Teilnehmern vorausgesetzt werden können. </p>
<p>Weiter ging es ziemlich mau mit dem Panel mit dem provokanten Titel <strong>Wenn Frauen bloggen. Warum Babykotze genauso relevant ist wie das iPhone</strong>, in dem fünf Frauen von ihren unterschiedlichen Blogs (von Technik über Mode bis zu Feminismus) erzählten. Interessant wurde es erst, als aus der faden Ich-mache-dies-und-du-?-Runde eine Diskussion über Feminismus, den Testosteronüberschuss auf den re:publica-Bühnen und die Forderung nach einer Frauenquote für die Konferenz wurde. Auf die Frage, warum denn nun Babykotze relevanter Inhalt für Blogs ist, gab es allerdings trotz zahlreicher Wortmeldungen aus dem Publikum keine zufriedenstellende Antwort.</p>
<p>Mit reichlich Verzögerung und den &#8220;üblichen Verdächtigen&#8221; ausgestattet startete das Panel <strong>Politische Blogs in Deutschland</strong> &#8211; und wurde durchaus interessant. So antwortete etwa <em>Zeit</em>-Redakteur Kai Biermann einem Blogger im Publikum, der sich über ungenügende Recherche und Weitblick politischer Journalisten beklagte, er solle doch selbst diese Funktion übernehmen. Auch Blogger könnten die vierte Gewalt sein, so Biermann. Julia Seeliger hingegen erwartet von &#8220;den gut bezahlten Journalisten in den Hauptstadtbüros&#8221; gute Arbeit und eben nicht, dass sie den kritischen Blick den Blogger überlassen.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/03/republica-09-esraa-al-shafei-is-kicking-ass/">re:publica 09: Esra’a al Shafei is kicking ass</a></b><br /><font size="2">Unbestreitbar ein kleines Highlight am letzten re:publica-Vormittag: Esra’a al Shafei sprach über Digitalen Aktivismus im Nahen Osten und demonstrierte ihren unglaublichen Mut im Kampf gegen Unterdrückung. </font><font color="#aaa">(3. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/03/6-zur-republica09-leerlauf-internetgemuese-babykotze/">6 zur re:publica'09: Leerlauf, Internetgemüse, Babykotze</a></b><br /><font size="2">Tag 2 der re:publica'09 in den Blogs: Was treibt die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege? Warum ist das Babykotze-Panel genau richtig? Wann richten die Blogger ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit? </font><font color="#aaa">(3. April 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2009/04/03/republica-09-tag-2-weniger-palast-mehr-scheune/">re:publica 09, Tag 2: Weniger Palast, mehr Scheune</a></b><br /><font size="2">Der Tag 2 der re:publica: Nachdenkliches von Peter Glaser, Fundiertes von Lawrence Lessig, Kontroverses zur Kulturflatrate und lauter Spaß bei der Twitterlesung. </font><font color="#aaa">(3. April 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<title>re:publica 09: Esra’a al Shafei is kicking ass</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 13:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahrain]]></category>
		<category><![CDATA[Esra’a al Shafei]]></category>
		<category><![CDATA[Kareem Amer]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Unbestreitbar ein kleines Highlight am letzten re:publica-Vormittag: Esra’a al Shafei sprach über Digitalen Aktivismus im Nahen Osten und demonstrierte ihren unglaublichen Mut im Kampf gegen Unterdrückung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Unbestreitbar ein kleines Highlight am letzten re:publica-Vormittag: Esra’a al Shafei sprach über Digitalen Aktivismus im Nahen Osten und demonstrierte ihren unglaublichen Mut im Kampf gegen Unterdrückung.</h4>
<p>&#8220;Das Internet ist für uns die einzige Möglichkeit frei zu sein&#8221;, sagt Esra’a al Shafei, Vordenkerin des so genannten Digitalen Aktivismus, aus dem Inselstaat Bahrain im Nahen Osten. Wenn man niemanden kennt, mit dem man sich zusammentun kann, um gegen Unterdrückung zu protestieren, ist das Internet eben eine mächtige Waffe – so auch im Nahen Osten.</p>
<p>Eine mutige Frau, diese Esra’a al Shafei, die sicher gute Gründe hat, warum sie nicht fotografiert werden möchte und auch im Programmheft der diesjährigen re:publica mit einer Comicfigur abgebildet wird. Für ihre herausragenden Leistungen im Netz und ihren Einfluss auf die Gesellschaft wurde sie sogar mit einem Preis des renommierten Berkman Centers of Internet and Society at Harvard Law School ausgezeichnet.</p>
<p><span id="more-6936"></span>Da steht sie also &#8211; klein, zierlich, und sagt durchaus provokative Sachen wie &#8220;Frauen sind das Gesicht des Wandels im Nahen Osten&#8221;. Esra’a al Shafei erzählt von ihren ersten Schritten in der Web-Welt; davon, wie sie für einen Freund, den ägyptischen Blogger Kareem Amer, die Kampagne &#8220;Free Kareem&#8221; auf <a href="http://www.mideastyouth.com">Mideast Youth</a> startete und weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Kareem war verhaftet worden, weil er einen Islam-kritischen Blogeintrag veröffentlicht hatte – dass Esra Muslima ist und Kareem mit seiner Kritik quasi ihre Religion beleidigt hatte, spiele dabei keine Rolle. Freie Meinungsäußerung sei freie Meinungsäußerung, egal wie die Meinung denn nun ausfällt, so die junge Aktivistin.</p>
<p>&#8220;Dank des Internets bringen wir Leute zueinander, die sonst nie die Chance hatten, sich auszudrücken&#8221;, sagte sie. &#8220;Mideast Youth ist ein tolles Beispiel dafür, wie man das Internet nutzen kann, um etwas zu ändern.&#8221; Und dann schloss sie mit den beeindruckenden Worten: &#8220;Nichts kann uns davon abhalten, zu tun, was wir tun. Auch wenn ich verhaftet werde oder jemand anders verhaftet wird – wir machen weiter. … We’re kicking ass at this!&#8221; </p>
<p>Und hier noch ein aufrüttelndes Video, das Esra in ihrem Vortrag zeigte:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/h0aylHuBHKQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/h0aylHuBHKQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.mideastyouth.com">mideastyouth.com</a></li>
<li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Egyptian_identification_card_controversy/">Die Kontroverse um die ägyptische Identity Card bei Wikipedia</a></li>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=h0aylHuBHKQ">Video zur ägyptischen Identity Card</li>
<li><a href="http://postcards-for-iran.org">Postcards for Iran: Aktuelle Initiative, an der Esra beteiligt ist – und uns dazu aufruft, zahlreich mitzumachen</li>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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		</item>
		<item>
		<title>Interview von der re:publica: Bloggen in Afrika</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/04/02/interview-von-der-republica-bloggen-in-afrika/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/04/02/interview-von-der-republica-bloggen-in-afrika/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 16:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Extras]]></category>
		<category><![CDATA[Geraldine de Bastion]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>

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		<description><![CDATA[Einblicke in afrikanische Netzkultur: Geraldine de Bastion über ausgedruckte Blogeinträge, politische Berichterstattung und Internetanschlüsse für 500 Dollar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Einblicke in afrikanische Netzkultur: Geraldine de Bastion über ausgedruckte Blogeinträge, politische Berichterstattung und Internetanschlüsse für 500 Dollar.</h4>

    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/04/geraldine_de_bastion.png" width="140"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/><br />
<strong>Geraldine de Bastion</strong> arbeitet seit einem Jahr für die newthinking communications GmbH in Berlin. Davor war sie fünf Jahre für die Deutsche Entwicklungshilfe tätig. Schon seit ihrem Studium, das sie 2003 abschloss, lag ihr Schwerpunkt auf Neuen Medien. Für newthinking beschäftigt sie sich nun vor allem mit Open-Source- Communities in Afrika.</td></tr>
    </table>
    
<p><strong>Wie sieht die afrikanische Blogosphäre im Moment aus?</strong></p>
<p>Viel diverser als man vielleicht erwarten würde. Ich kenne nicht jeden Blogger in Afrika, aber ich lese Blogs, die mir persönlich gefallen. Dazu gehören Videoblogs aus dem Kongo genauso wie politische oder technikfokussierte Blogs. Das sind sehr lesenswerte Sachen. Und es gibt natürlich auch Leute, die über Kochrezepte oder Privatangelegenheiten schreiben, das sind sehr unterschiedliche Themen.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen in Afrika denn politische Blogs?</strong></p>
<p>Es gibt durchaus politische Blogger in Afrika. Die nehmen meines Erachtens nach eine ganz wichtige Position ein, insbesondere in Ländern, wo Medien nicht so frei in ihrer Berichterstattung sind wie bei uns. Ich habe mir verschiedene Blogs aus Kenia angeguckt, die 2008 eine wichtige Rolle gespielt haben, als es nach den Wahlen zu Konflikten kam. Es ist ein großes Chaos ausgebrochen, Medien waren eher Mitspieler in dem Konflikt als die vierte Gewalt. Die Blogger haben eine wichtige Lücke gefüllt, weil sie aktuell berichtet haben, was im Land passiert ist. Wenn man wissen wollte, was passiert, hat man sich an die Blogosphäre gewandt und nicht an die traditionellen Nachrichten.</p>
<p><strong>Ist die breite afrikanische Bevölkerung denn technisch überhaupt in der Lage, Blogs zu lesen?</strong></p>
<p><span id="more-6933"></span>Natürlich gibt es immer noch signifikante Infrastrukturprobleme – von schlechter Internetkonnektivität bis zu Stromausfällen. Es ist also schon so, dass viel weniger Menschen Zugang zum Internet haben als bei uns. Die Internetdurchdringung in Kenia etwa liegt zwischen 7 und 10 Prozent. Dafür gibt es dort sehr kreative Verbreitungswege, zum Beispiel wurden Blogeinträge ausgedruckt, als Flyer verteilt oder per SMS verschickt. Radiostationen, die auch in den ländlichen Gebieten ganz ohne Strom gehört werden, haben Informationen aus Blogs vorgelesen. Oder es gab erst vor kurzem einen Fall, in dem ein Mann auf einem Marktplatz stand und sozusagen auf einer Tafel gebloggt hat. Er hat einfach Wirtschaftsnachrichten, die er per Handy aus dem Internet bekam, auf eine Tafel geschrieben, so dass vorbeigehende Menschen sie lesen konnten.</p>
<p><strong>Wie sieht die Zielgruppe afrikanischer Blogs aus?</strong></p>
<p>Ein kenianische Bloggerin erzählte mir, dass viele Länder natürlich ganz andere Altersstrukturen haben als wir. Da sind geschätzte 70 Prozent der Bevölkerung unter 25, und das sind genau wie bei uns viele Kids, die wie selbstverständlich mit modernen Technologien groß werden. Und zu den Lesern gehören eher gebildete Leute mit Schulabschluss, die lesen können, aber wie gesagt werden die anderen Menschen auf andere Weise erreicht. Natürlich gibt es auch Leute, die noch nie einen Computer gesehen haben. Es wäre schön, wenn der Zugang zum Internet verbessert würde und mehr Menschen Blogs lesen könnten, aber ich würde sagen, die Leserschaft ist schon jetzt recht diversifiziert.</p>
<p><strong>Und wie ist es um Zensur bestellt?</strong></p>
<p>Das ist ein wichtiges Thema. Ich habe dazu schon mit einigen afrikanischen Bloggern gesprochen. Die haben mir gesagt, dass es ein ziemliches Glück ist, dass die Politiker noch nicht dahinter gekommen sind, wie wichtig das Medium Internet mittlerweile ist. Die herkömmlichen Medien leiden viel öfter unter Repressalien als Blogger. Auch das Phänomen der Selbstzensur haben mir die Blogger beschrieben: Man weiß nicht, wie weit die eigene Freiheit geht und in wieweit man sich auf einen Rechtsschutz verlassen kann. Aber die Blogger werden da noch weitestgehend in Ruhe gelassen. </p>
<p><strong>Wie wird es sich entwickeln?</strong></p>
<p>Zum einen tut sich einiges in der Infrastruktur: Es werden gerade ganz viele Tiefseekabel gelegt und es besteht die Hoffnung, dass irgendwann zumindest an der ostafrikanischen Küste High-Speed-Anschlüsse erschwinglich werden. Zur Zeit kostet ein solcher Anschluss in Uganda ungefähr 500 Dollar im Monat. Das ist natürlich erschreckend im Vergleich zu Deutschland. In Afrika gehen die Leute derzeit noch in Internetcafés oder teilen sich Anschlüsse, da muss noch viel passieren.<br />
Auf der anderen Seite glaube ich, in Afrika wurde eine große Dynamik in Bewegung gesetzt, was die Nutzung sozialer Medien angeht. Ein tolles Beispiel ist <a href="//blog.ushahidi.com/“">ushahidi.com</a>, was sich mit Entwicklungen beschäftigt, die sich in Afrika abspielen. Das sind Dinge, von denen wir uns auch ein Scheibchen abschneiden könnten. Also ich erwarte da einige spannende Sachen.</p>
<p><strong>Weiterführende Links zur afrikanischen Blogosphäre:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://blog.ushahidi.com">ushahidi.com</a>
<li><a href="http://mentalacrobatics.com">mentalacrobatics.com</a></li>
<li><a href="http://www.kenyanpundit.com">kenyanpundit.com</a></li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/25/wie-man-social-networks-fuer-recherchen-nutzt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/social110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/25/wie-man-social-networks-fuer-recherchen-nutzt/">Wie man Social Networks für Recherchen nutzt</a></b><br /><font size="2">Communities wie Facebook oder Xing sind Fundgruben für Journalisten. Wir zeigen, wie man Social Networks effektiv für die Recherche nutzen kann und was man dabei beachten muss. </font><font color="#aaa">(25. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/twitterjon110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/">Twitter für Journalisten: Mit Twitter Kontakte finden</a></b><br /><font size="2">Wozu dieses komische Twitter-Dingens gut ist? Um sich mit Leuten zu vernetzen, die ähnliche Interessen haben, um auf dem Laufenden zu bleiben – diese fünf Tools helfen dabei. </font><font color="#aaa">(23. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/18/lokale-anzeigen-als-chance-und-das-risiko-sie-zu-verpassen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/jarvis1102.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/18/lokale-anzeigen-als-chance-und-das-risiko-sie-zu-verpassen/">Nicht verpassen: Lokale Anzeigen als Chance</a></b><br /><font size="2">Kleine, regionale Unternehmen brauchen mehr als nur Anzeigen in Zeitungen und im Internet – <em>Jeff Jarvis</em> sieht hier Chancen für neue, zielgerichtete Angebote. </font><font color="#aaa">(18. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		</item>
		<item>
		<title>Wieder Zeitungs-Fälschung: G20-Gegner kopieren Financial Times</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 16:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fälschung]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Zeitung ist mehr sicher: Pünktlich zum G20-Gipfel brachten heute in London Aktivisten Tausende Fälschungen der Financial Times unter die Leute.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Keine Zeitung ist mehr sicher: Pünktlich zum G20-Gipfel brachten heute in London Aktivisten Tausende Fälschungen der <em>Financial Times</em> unter die Leute.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/financialtimes750/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/financialtimes_450.jpg" width="450" height="200"  alt="Auch die Website wurde kopiert: FT mal anders" /></a></p>
<p>Ist das jetzt <em>die</em> neue Form des Protests, Plagiate etablierter Zeitungen Nachrichten in Umlauf zu bringen? Vor einigen Monaten war es die <em>New York Times</em>, <a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/">letzte Woche die deutsche <em>Zeit</em></a> und heute wurden in London Tausende gefälschte Ausgaben der <em>Financial Times</em> verteilt.<span id="more-6927"></span></p>
<p>Der Anlass für die Fälschung voller anklagender Nachrichten ist offensichtlich: Nächste Woche startet in der englischen Hauptstadt der G20-Gipfel. Anders als die Aktivistengruppe Yes Men von der gefälschten <a href="http://www.nytimes-se.com/"><em>New York Times</em></a> verstecken sich die Macher des <em>Financial Times</em>-Plagiats nicht. Mit ihrer zwölf-seitigen Zeitung, die elf Jahre in die Zukunft schaut, wollen die Kapitalismusgegner um Raoul Djukanovic unter anderem auf die Klimakrise aufmerksam machen, erklären sie auf der <a href="http://ft2020.com/">zur Kopie gehörenden Website</a>. Die <em>Financial Times</em> scheint es übrigens einigermaßen mit Humor zu nehmen: &#8220;It&#8217;s not the <em>FT</em>, no comment,&#8221; <a href="http://www.reuters.com/article/gc08/idUSTRE52Q3I820090327">so die ironische Stellungnahme</a>, die sich auf den <em>FT</em>-Slogan &#8220;No FT, no comment&#8221; bezieht.  </p>
<p>Erst in der vergangen Woche wurden Zehntausende Plagiate der Wochenzeitung <em>Die Zeit</em> verteilt. Chefredaktion und Geschäftsführung des Originals sollen <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2009/03/21/attac-kopiert-zeit-online-und-die-zeit_160">beeindruckt von der Qualität der Kopien gewesen sein.</a> In der heutigen Ausgabe der gedruckten <em>Zeit</em> findet sich außerdem <a href="http://motzmeyer.wordpress.com/2009/03/26/die-zeit-ignoriert-attac-an-prominenter-stelle/">eine kleine Nachricht</a>, in der die Zeitung verspricht, auch weiterhin in alter Größe zu erscheinen.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
          <a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/#flattr"><img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" width=""  alt="" /><br /></a>
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        <a href="http://archiv.blogwerk.com/bookmarklet/oexchange?url=http://netzwertig.com/2009/03/27/wieder-zeitungs-faelschung-g20-gegner-kopieren-financial-times/&title=Wieder Zeitungs-Fälschung: G20-Gegner kopieren Financial Times&fetch_body=post&fetch_title=h1&fetch_title=saveable_title&aid=netzwertig">
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/fakezeit110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/">Attac fälscht Die Zeit: Fröhlicher Medienstunt</a></b><br /><font size="2">Weil die deutschen Medien in der Krise zu pessimistisch berichten, haben Attac-Aktivisten sich ihre eigene Zeitung gefälscht - eine Ausgabe der <em>Zeit</em> voller überraschender Meldungen. </font><font color="#aaa">(21. März 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/04/25/hitler-tagebuecher-zum-25/">Hitler-Tagebücher:Zum 25.</a></b><br /><font size="2">Passend zum 25. Jahrestag des Medienskandals zeigt RTL ein Nachrichten-Stück mit Originalaufnahmen und Interviews von Zeitzeugen &ndash; und Fälscher Kujau. </font><font color="#aaa">(25. April 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/gzd-sechsmal-um-den-blog/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/fox110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/27/gzd-sechsmal-um-den-blog/">Sechsmal um den Blog: Neues vom Kinderspielplatz</a></b><br /><font size="2">Unbekannter Alltag, literarisch aufpoliert: In unserer regelmäßigen Blogschau auf medienlese.com stellen wir sechs Blogs vor, auf denen es einfach gute Geschichten gibt. </font><font color="#aaa">(27. März 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>One in 8 Million: Die New York Times wird persönlich</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/25/one-in-8-million-die-new-york-times-wird-persoenlich/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/25/one-in-8-million-die-new-york-times-wird-persoenlich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 13:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Audio im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildergalerien]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Nah dran an den Bewohnern der Stadt ist die <em>New York Times</em>. Zu Fotostrecken erzählen ganz gewöhnliche Menschen ihre Geschichte – jede Woche einer von acht Millionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nah dran an den Bewohnern der Stadt ist die <em>New York Times</em>. Zu Fotostrecken erzählen ganz gewöhnliche Menschen ihre Geschichte – jede Woche einer von acht Millionen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/25/one-in-8-million-die-new-york-times-wird-persoenlich/one8/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/one8450.jpg" width="450" height="200"  alt="One in 8 Million: Einzigartige Geschichten, preisgekrönter Fotograf" /></a><br />
Ich habe mich verliebt: In die neue <em>New York Times</em>-Serie <a href="http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/index.html">&#8220;One in 8 Million&#8221;</a>. Seit Januar wird in der Audio-Slideshow jede Woche einer von über acht Millionen New Yorkern portraitiert.</p>
<p><span id="more-6922"></span>&#8220;One in 8 Million&#8221; zeigt beeindruckende, wunderschöne Schwarzweißfotos und dazu passende Tonspur, auf der die Einwohner der Stadt aus ihrem Leben erzählen &#8211; vom 71-jährigen Apotheker, der sein Geschäft seit 45 Jahren führt, über die Schönheitskönigin mit den guten Noten, die mehrere Fremdsprachen spricht, bis zu Freda Degannes, die eine Operation überlebte, die sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent hätte umbringen sollen.</p>
<p>Sie alle sprechen bloß von ihrem Alltag: vom Musizieren auf den Straßen New Yorks, von ihren Jobs, den sie seit Jahrzehnten machen. Womöglich wären ihre Geschichten aufgeschrieben gar nicht so kraftvoll. Die Atmosphäre und ihre Stimmen haben einen wesentlichen Anteil daran, dass die alltäglichen Geschichten in den rund zweiminütigen Clips zu etwas ganz Besonderem werden. Nicht zu vergessen, dass die einzigartigen Portraits mit Bildern des preisgekrönten <a href="http://www.toddheisler.com/">Fotojournalisten Tod Heisler</a> unterlegt sind &#8211; das Gesamtpaket gibt mir eine Gänsehaut.</p>
<p>Ähnlich geht es mir auch bei dem Videoprojekt <a href="http://netzwertig.com/2007/09/18/formate-im-internet-hier-ist-meine-geschichte/">&#8220;onBeing&#8221;</a> der <em>Washington Times</em>. Den veralteten Kommentaren nach zu urteilen wird die Seite leider nicht mehr mit neuen Inhalten gefüllt, aber was man zu sehen bekommt, ist teilweise ganz schön harter Tobak: In einem Video erzählt eine 15-Jährige von ihren Depressionen, ihren Erfahrungen mit Selbstverstümmelungen und davon, wie Mädchen, die ritzen, sich gegenseitig immer weiter anstacheln und geradezu in einen Konkurrenzkampf verfallen. Die Kamera ist dabei immer ganz nah dran, fängt jeden Augenaufschlag, jede Bewegung der Protagonistin ein. <a href="http://specials.washingtonpost.com/onbeing/">&#8220;onBeing&#8221;</a> ist definitiv keine leichte Kost für zwischendurch, aber &#8211; genau wie &#8220;One in 8 Million&#8221; &#8211; einen Blick oder zwei wert.</p>
<p>Links:
<ul>
<li><a href="http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/index.html">One in 8 Million (New York Times)</a></li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2007/09/18/formate-im-internet-hier-ist-meine-geschichte/">onBeing (Washington Post)</a></li>
<li><a href="http://netzwertig.com/2008/07/30/bildergeschichte-vom-altwerden/">Vom Altwerden (Foto-Essay von Phillip Toledano)</a></li>
<li>Hamburgs Posermeister (Foto-Essay von Andreas Herzau)</li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/fakezeit110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/">Attac fälscht Die Zeit: Fröhlicher Medienstunt</a></b><br /><font size="2">Weil die deutschen Medien in der Krise zu pessimistisch berichten, haben Attac-Aktivisten sich ihre eigene Zeitung gefälscht - eine Ausgabe der <em>Zeit</em> voller überraschender Meldungen. </font><font color="#aaa">(21. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/apples-app-store-das-iphone-als-zeitungsbote/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/apple110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/apples-app-store-das-iphone-als-zeitungsbote/">Apples App Store: Das iPhone als Zeitungsbote</a></b><br /><font size="2">Im Sommer gibt's ein neues Betriebssystem für Apples iPhone – neben lang erwarteten Funktionen können dann Entwickler ihre iPhone-Applikation als Abonnement anbieten. </font><font color="#aaa">(19. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/13/virtueller-kiosk-14-titelseiten-auf-einen-klick/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/post110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/13/virtueller-kiosk-14-titelseiten-auf-einen-klick/">Virtueller Kiosk: 14 Titelseiten auf einen Klick</a></b><br /><font size="2">Statik für das immerfort aktualisierte Internet: Aktuelle Titelseiten gedruckter Zeitungen stellt das Newseum aus, eine neue Übersicht zeigt 14 auf einmal – plus Lesetipp zur US-Zeitungskrise. </font><font color="#aaa">(13. März 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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</div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nature-Studie: Wissenschaftsjournalismus verlagert sich in Blogs</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/23/nature-studie-wissenschaftsjournalismus-verlagert-sich-in-blogs/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/23/nature-studie-wissenschaftsjournalismus-verlagert-sich-in-blogs/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 15:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ressorts]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Studie des Magazins <em>Nature</em> zum Wissenschaftsjournalismus zeigt: Ressorts werden geschlossen, Stellen gestrichen. Dafür werden Blogs immer wichtiger - und was ist mit der Qualität?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Studie des Magazins <em>Nature</em> zum Wissenschaftsjournalismus zeigt: Ressorts werden geschlossen, Stellen gestrichen. Dafür werden Blogs immer wichtiger &#8211; und was ist mit der Qualität?</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/23/nature-studie-wissenschaftsjournalismus-verlagert-sich-in-blogs/schweiz-forschung-cern/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/cern450.jpg" width="450" height="200"  alt="Teilchenkollision am Kernforschungszentrum Cern: Wer erklärt's? (Keystone)" /></a><br />
&#8220;Die unabhängige Wissenschaftsberichterstattung ist vom Aussterben bedroht.&#8221; &#8211; Das ist ein Zitat des <em>Wall Street Journal</em>-Wissenschaftsjournalisten Robert Lee Hotz und zugleich die Quintessenz <a href="http://www.nature.com/news/2009/090318/full/458274a.html">einer Studie</a>, die das britische Wissenschaftsmagazin <em>Nature</em> gerade veröffentlicht hat. Immer mehr Wissenschaftsressorts werden demnach geschlossen, die Wissenschaftsberichterstattung verlagert sich in die Blogosphäre, und Kritiker bezweifeln, dass die oft hochwissenschaftlichen Themen dort mit ausreichender Distanz und dem notwendigen kritischen Blick betrachtet werden.</p>
<p><span id="more-6919"></span>Schenkt man der Studie Glauben, sind viele Arbeitsplätze im Wissenschaftsjournalismus bei klassischen Medien verloren gegangen &#8211; allerdings nicht erst aufgrund der weltweiten Rezession. Der Boom des Wissenschaftsjournalismus endet vielmehr bereits in den Neunzigern, seither wurden immer mehr Ressorts geschlossen, zuletzt zum Beispiel beim <em>Boston Globe</em>. Entsprechend schauen Redakteure immer mehr auf das, was in wissenschaftlichen Blogs diskutiert wird &#8211; die nicht nur immer mehr werden, sondern auch eine immer größere Leserschaft erreichen. Gleichzeitig sehen sich die Wissenschaftsjournalisten mit einem immer größeren Arbeitspensum konfrontiert. Zudem verlassen sich die Journalisten der Studie zufolge sehr auf PR-Material, was wiederum dazu geführt hat, dass im Bereich der Wissenschafts-PR mehr Chancen für Wissenschaftsautoren liegen. </p>
<p>Der <em>Nature</em>-Artikel nennt einige interessante Beispiele, wie die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus aussehen könnte. So versteht sich das Londoner <a href="http://www.sciencemediacentre.org">Science Media Centre</a> etwa als Mittler zwischen Wissenschaftlern und Journalismus. Sie verschicken mehrmals am Tag E-Mails mit Zitaten bekannter Wissenschaftler, stellen Infokästen und News zur Verfügung &#8211; nicht hundert Prozent Public Relations, aber eben auch nicht wirklich journalistisch. Ein anderes Modell ist <a href="http://scienceblogs.com/">ScienceBlogs</a>, eine Website vom Herausgeber des Wissenschaftsmagazins <em>Seed</em>. Über 100 wissenschaftliche Blogs werden dort aggregiert gesammelt &#8211; und die Blogger pro Klick bezahlt.</p>
<p>Aber wie das so ist im Online-Zeitalter, kritisieren die Blogger den Wissenschaftsjournalismus in klassischen Medien &#8211; und umgekehrt die Wissenschaftsjournalisten ihre bloggenden Kollegen. Robert Lee Hotz vom <em>Wall Street Journal</em> etwa gibt zu bedenken, dass Blogger die Gatekeeper-Funktion nicht so wahrnehmen könnten wie die klassischen Medien. Damit könnte er insofern Recht haben, als dass natürliche viele Blogs, so ist es im <em>Nature</em>-Artikel zu lesen, überhaupt erst von Wissenschaftlern aus Eigeninteresse heraus gestartet werden. Weiter wird kritisert, wenn Wissenschaftsjournalisten im Print ungeprüft wissenschaftliche PR-Meldungen an die Öffentlichkeit geben &#8211; in Deutschland gerade erst geschehen <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,613804,00.html">im Fall einer angeblichen neuen Potenz-Wunderpille</a> -, überziehen Blogger die Zeitungsredakteure mit Hohn und Spott. Auf der anderen Seite sagen die Blogger, namentlich der Biochemie-Professor Larry Moran: &#8220;Das meiste, was als Wissenschaftsjournalismus durchgeht, ist so schlecht, dass wir ohne besser dran sind.&#8221;</p>
<p><strong>In Deutschland: Alles gut, solange die <em>FAZ</em> ihr Wissenschaftsressort behält</strong></p>
<p>In Deutschland scheint es einen Trend, wie ihn die <em>Nature</em>-Studie ausmacht, noch nicht zu geben. So, wie generell Blogs hierzulande noch nicht einen solchen Einfluss haben wie beispielsweise in den USA, ist auch die Wissenschaftsberichterstattung vor allem die Domäne der Printmedien. Erst kürzlich hat <a href="http://www.journalistik-dortmund.de/die-top-forschungsthemen-in-uberregionalen-zeitungen.html">eine Studie der Technischen Uni Dortmund</a> erstmals Zahlen geliefert, die eine in den letzten Jahren gerne geäußerte These unterstützen: Der Wissenschaftsjournalismus boomt. Wir sprechen hier nicht von pseudo-wissenschaftlichen TV-Magazinen wie &#8220;Galileo&#8221;, sondern von der <em>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</em>, <em>Süddeutschen Zeitung</em> und der <em>Welt</em> (letztere zwei sind übrigens auch auf den oben genannten Potenzpillen-Coup reingefallen). Diese drei überregionalen Tageszeitungen haben sich die Dortmunder Forscher vorgenommen und festgestellt: Zwischen 2003/2004 und 2006/2007 hat die wissenschaftsjournalistische Berichterstattung besagter drei Printmedien um knapp 50 Prozent zugenommen. Auch außerhalb von Wissenschaftsseiten wurde im Untersuchungszeitraum mehr als doppelt so häufig über Wissenschaft-, Medizin- und Technikthemen berichtet.</p>
<p>Der Dortmunder Professor Holger Wormer, einer der Autoren eben jener Erhebung, kommt auch im <em>Nature</em>-Artikel zu Wort. Wissenschaftsressorts würden in Deutschland für relativ wichtig erachtet, sagt er &#8211; und liefert eine interessante Erklärung gleich mit: Weil sich große Tageszeitungen wie die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em> nach wie vor eigene Wissenschaftsressorts leisten, unterstützen selbst kleinere Zeitungen die Berichterstattung über wissenschaftliche Themen.</p>
<p>Link:
<ul>
<li><a href="http://www.nature.com/news/2009/090318/pdf/458274a.pdf">Der <em>Nature</em>-Artikel als PDF</a></li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/02/blogforschung-typen-von-medienblogs/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/schubladen110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/02/blogforschung-typen-von-medienblogs/">Blogforschung: Typen von Medienblogs</a></b><br /><font size="2">Die Forschung hilft: Verschiedene Typen von Medienblogs werden in der Wissenschaft unterschieden – nützlich für die eigene Boomark- und RSS-Feed-Sammlung. </font><font color="#aaa">(2. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/28/online-journalismus-voller-ueberraschungen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/vw110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/28/online-journalismus-voller-ueberraschungen/">Online-Journalismus: Voller Überraschungen</a></b><br /><font size="2">Notorische Pessimisten werfen die Hände über dem Kopf zusammen und klagen über ewig gleichen Agentur-Brei auf allen Kanälen. Stimmt natürlich nicht – wir zeigen ein Beispiel. </font><font color="#aaa">(28. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/08/online-start-up-das-taegliche-biest-ist-da/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/tdb110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/08/online-start-up-das-taegliche-biest-ist-da/">Online-Start-up: Das tägliche Biest ist da</a></b><br /><font size="2">Bunte News und ernste Themen: <em>The Daily Beast</em> präsentiert alles, was wichtig scheint. Nur 30 Prozent der Inhalte steuern sie selbst bei – der große Rest besteht aus Links. </font><font color="#aaa">(8. Oktober 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Attac fälscht Die Zeit: Fröhlicher Medienstunt</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 12:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fälschung]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[New York Times]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil die deutschen Medien in der Krise zu pessimistisch berichten, haben Attac-Aktivisten sich ihre eigene Zeitung gefälscht - eine Ausgabe der <em>Zeit</em> voller überraschender Meldungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Weil die deutschen Medien in der Krise zu pessimistisch berichten, haben Attac-Aktivisten sich ihre eigene Zeitung gefälscht &#8211; eine Ausgabe der <em>Zeit</em> voller überraschender Meldungen.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/21/attac-faelscht-die-zeit-froehlicher-medienstunt/germany-culture/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/fakezeit450.jpg" width="450" height="200"  alt="Auf den ersten Blick täuschend echt: die gefälschte Zeit von Attac" /></a></p>
<p>Nicht nur, dass die Wochenzeitung <em>Die Zeit</em> erschreckend dünn geworden ist und neuerdings am Samstag kostenlos auf der Straße verteilt wird. Auch die Nachrichtenlage wird heute sicher den einen oder anderen stutzig machen: Die Nato will sich auflösen, armen Ländern werden Schulden erlassen, die Verantwortlichen des Klimawandelns werden angeklagt, und Opel fabriziert fortan nur noch umweltfreundliche Autos. Ach ja: Herausgegeben wird <em>Die Zeit</em> jetzt von den Globalisierungsgegner von Attac.</p>
<p><span id="more-6915"></span>Keine Sorge, liebe <em>Zeit</em>-Leser: In eurer Zeitung ist natürlich alles beim Alten geblieben, auch wenn es erst auf den dritten Blick zu erkennen ist. Bei der Ausgabe, die heute 150.000fach in über 100 deutschen Städten verteilt wird, handelt es sich um eine sehr gut und clever gemachte Fälschung. Die globalisierungskritische Organisation Attac will mit ihrer Version &#8220;den Horizont der Leute&#8221; etwas öffnen, <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/eine-zeit-die-ihrer-zeit-voraus-ist/">sagt Fabian Scheidler von Attac auf taz.de</a>. In der Krise müsse die Zeitung zeigen, dass eine positive Zukunft möglich ist. Bei Attac scheint man der Meinung zu sein, dass die deutschen Medien das nicht ausreichend leisten.</p>
<p>Die Aktivisten haben übrigens nicht nur die Zeitung gekapert, auch die Website von Zeit Online haben sie beeindruckend detailliert und originalgetreu nachgebaut, obwohl hier die Fälschung schneller auffällt als beim Betrachten der gedruckten Titelseite. Es gibt Ressorts, die Klima oder Frieden heißen, <a href="http://www.die-zeit.net/anzeige-nestle.jpg">Barbara Schöneberger wirbt: &#8220;Ich habe mich verkauft an Nestlé.&#8221;</a> Vergleicht selbst: Das Plagiat <a href="http://www.die-zeit.net/">die-zeit.net</a> &#8211; und <a href="http://www.zeit.de">das Original</a>. Im Impressum gibt sich Attac zu erkennen &#8211; und dankt der <em>Zeit</em> dafür, die Domain die-zeit.net nicht registriert zu haben.</p>
<p>Auf der Internetseite kann man sich die Fake-Ausgabe übrigens <a href="http://www.die-zeit.net/pdf/pdf-komplett.pdf">als PDF herunterladen</a>, und laut <a href="http://www.casino-schliessen.de/index.php?id=5160">Attac-Website</a> wird das gedruckte &#8220;Original&#8221; außerdem 100.000 Exemplaren der Montagsausgabe der <em>taz</em> beiliegen.</p>
<p><strong>Inspiration von US-Fälschern</strong></p>
<p>Die Idee mit der ungewöhnlichen <em>Zeit</em>-Ausgabe haben sich die Mitglieder von Attac bei den US-Aktivisten von The Yes Men abgeguckt, die im letzten November <a href="http://www.nytimes-se.com/">eine gefakete Ausgabe der <em>New York Times</em></a> &#8211; schön patriotisch vordatiert auf den 4. Juli 2009 &#8211; mit lauter guten Nachrichten vom Ende des Krieges bis zur Hochverratsklage gegen George W. Bush. Wie jetzt die gefälschte <em>Zeit</em> wurde auch die <em>NY Times</em> seinerzeit in zahlreichen amerikanischen Metropolen verteilt, 1,2 Millionen Exemplare sollen so an den US-Bürger gekommen sein. Die Original-<em>Times</em> hat die Aktivistentruppe übrigens nicht angeklagt.</p>
<p>Und wie wird&#8217;s die echte <em>Zeit</em> aufnehmen? Der Siegener Medienwissenschaftler Marcus S. Kleiner rät auf taz.de, die Fälschung als Eigen-PR zu nutzen. Durch die Auswahl der Zeitung werde diese schon geadelt. Jede Kritik würde Attac in die Karten spielen.</p>
<p>Link:
<ul>
<li><a href="http://www.die-zeit.net/">Die Attac-Zeit im Internet</a></li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/apples-app-store-das-iphone-als-zeitungsbote/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/apple110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/19/apples-app-store-das-iphone-als-zeitungsbote/">Apples App Store: Das iPhone als Zeitungsbote</a></b><br /><font size="2">Im Sommer gibt's ein neues Betriebssystem für Apples iPhone – neben lang erwarteten Funktionen können dann Entwickler ihre iPhone-Applikation als Abonnement anbieten. </font><font color="#aaa">(19. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/13/virtueller-kiosk-14-titelseiten-auf-einen-klick/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/post110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/13/virtueller-kiosk-14-titelseiten-auf-einen-klick/">Virtueller Kiosk: 14 Titelseiten auf einen Klick</a></b><br /><font size="2">Statik für das immerfort aktualisierte Internet: Aktuelle Titelseiten gedruckter Zeitungen stellt das Newseum aus, eine neue Übersicht zeigt 14 auf einmal – plus Lesetipp zur US-Zeitungskrise. </font><font color="#aaa">(13. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/09/frisches-geld-new-york-times-verscherbelt-zuhause/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/nyt_building110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/09/frisches-geld-new-york-times-verscherbelt-zuhause/">Frisches Geld: New York Times verscherbelt Zuhause</a></b><br /><font size="2">Die Schulden drücken: Die <em>New York Times</em> hat mitten in der Immobilienkrise 21 Stockwerke ihres Zuhauses für 225 Millionen Dollar verkauft und zahlt künftig Miete. </font><font color="#aaa">(9. März 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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		<item>
		<title>The Printed Blog: Zweitverwertung Mitmach-Zeitung</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/03/18/the-printed-blog-zweitverwertung-mitmach-zeitung/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/03/18/the-printed-blog-zweitverwertung-mitmach-zeitung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:45:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[The Printed Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft der Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle beschwören das Ende vom bedruckten Papier, doch ein amerikanisches Start-up will es retten - mit einer wöchentlichen Gratiszeitung, die Blogeinträge zweitverwertet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Alle beschwören das Ende vom bedruckten Papier, doch ein amerikanisches Start-up will es retten &#8211; mit einer wöchentlichen Gratiszeitung, die Blogeinträge recycelt.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/03/18/the-printed-blog-zweitverwertung-mitmach-zeitung/printedblog/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/printedblog450.jpg" width="450" height="200"  alt="The Printed Blog: Blogeinträge ohne Web 2.0" /></a><br />
Während alle anderen emsig überlegen, wie sie Print-Inhalte gewinnbringend online anbieten können, und selbst Bücher in Zukunft digital gelesen werden sollen, geht ein Start-up aus Chicago den entgegengesetzen Weg: vom Web aufs gedruckte Papier.</p>
<p><span id="more-6911"></span>Acht Seiten, in Farbe: Die Gratiszeitung <a href="http://www.theprintedblog.com/"><em>The Printed Blog</em></a> besteht ausschließlich aus Web-Inhalten: Blogeinträgen, Website-Tipps, Fotografien. Sechs Ausgaben sind bereits erschienen. Blogger erlauben die Nutzung ihrer Inhalte und hoffen auf einen Anteil an den Werbeeinnahmen, Fixkosten für Autorentexte gehören damit der Vergangenheit an.</p>
<p>Verteilt wird <em>The Printed Blog</em> derzeit in gerade mal drei amerikanischen Metropolen an wenigen ausgewählten Orten, weswegen wohl vor allem die PDF-Online-Ausgabe viele Leser haben dürfte &#8211; noch nicht ganz im Sinne des Erfinders Joshua Karp. Der Verleger glaubt an die gedruckte Zeitung in dieser neuen Form, will seinen <em>Printed Blog</em> in Zukunft stark lokalisieren und durch <a href="http://netzwertig.com/2009/02/18/lokale-anzeigen-als-chance-und-das-risiko-sie-zu-verpassen/">hyperlokale Werbung</a> finanzieren.</p>
<p>Usergeneriert ist auch das Stichwort bei zwei europäischen Versuchen, die gedruckte Zeitung am Leben zu erhalten: Im April soll in Berlin die personalisierte Tageszeitung <a href="http://niiu.de/"><em>niiu</em></a> auf den Markt kommen, in der sich der Leser auch Blogeinträge oder Updates aus Facebook-Profilen hereindrucken lassen kann; in der Schweiz probiert ausgerechnet die Post etwas Ähnliches, bis Ende März läuft der <a href="https://personalnews.syntops.de/index.php?id=10&amp;no_cache=1&amp;L=1">Test von PersonalNews</a>. Da steht dann also demnächst der Blogeintrag über den Wochenendausflug in die Eiffel neben dem kritischen Kommentar eines angesehen Wirtschaftsjournalisten &#8211; wenn der Journalist denn in der Wunsch-Zeitung der Zukunft überhaupt noch zu Wort kommt.</p>
<p>In Deutschland kommen Blogeinträge derzeit beim neuen <em>Freitag</em> prominent zu Papier – allerdings ganz altmodisch. Nämlich gegen das übliche Zeilenhonorar.</p>
<p>Links:
<ul>
<li><a href="http://www.theprintedblog.com/"><em>The Printed Blog</em></a></li>
<li><a href="http://www.freitag.de/0911-print-blog-internet/?searchterm=printed%20blog">Gedruckte Blogs: Langlebiges Papier (freitag.de)</a></li>
<li><a href="http://www.nytimes.com/2009/01/22/technology/start-ups/22blogpaper.html?_r=1">Publisher Rethinks the Daily: It’s Free and Printed and Has Blogs All Over (nytimes.com)</a></li>
</ul>
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/16/lesetipp-shirky-ueber-das-ende-der-zeitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/03/shirky110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/16/lesetipp-shirky-ueber-das-ende-der-zeitung/">Lesetipp: Shirky über das Ende der Zeitung</a></b><br /><font size="2">Vom Ende der gedruckten Zeitung, der Zukunft des Journalismus und den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten einer echten Revolution. </font><font color="#aaa">(16. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/03/10/zeitung-ohne-funktion-frank-a-meyer-irrt-sich/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/03/grimm110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/03/10/zeitung-ohne-funktion-frank-a-meyer-irrt-sich/">Zeitung ohne Funktion: Frank A. Meyer irrt sich</a></b><br /><font size="2">Das ständige Geschreibe vom Ende der Zeitung verschreckt doch die Leser, findet Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer. Der Umkehrschluss funktioniert nur leider überhaupt nicht. </font><font color="#aaa">(10. März 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/28/abschiedsvideo-das-ende-der-rocky-mountain-news/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2011/02/rocky110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/28/abschiedsvideo-das-ende-der-rocky-mountain-news/">Abschiedsvideo: Das Ende der Rocky Mountain News</a></b><br /><font size="2">Nur noch eine Zeitung für eine Region mit 2,5 Millionen Einwohnern: Die <em>Rocky Mountain News</em> aus Denver wurde nach fast 150 Jahren eingestellt. Die Redaktion verabschiedet sich mit einem Video. </font><font color="#aaa">(28. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie man Social Networks für Recherchen nutzt</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/25/wie-man-social-networks-fuer-recherchen-nutzt/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/25/wie-man-social-networks-fuer-recherchen-nutzt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 13:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[community]]></category>
		<category><![CDATA[Extras]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[LinkedIn]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Xing]]></category>

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		<description><![CDATA[Communities wie Facebook oder Xing sind Fundgruben für Journalisten. Wir zeigen, wie man Social Networks effektiv für die Recherche nutzen kann und was man dabei beachten muss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Communities wie Facebook oder Xing sind Fundgruben für Journalisten. Wir zeigen, wie man Social Networks effektiv für die Recherche nutzen kann und was man dabei beachten muss.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/25/wie-man-social-networks-fuer-recherchen-nutzt/social2/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/social.jpg" width="450" height="200"  alt="Visualisierung digitaler Freundeskreise (matmorrison, cc-Lizenz)" /></a></p>
<p>Social Networks werden immer wichtiger für die journalistische Recherche – sagt auch eine aktuelle <a href="http://www.coolepark.de/2009/02/14/recherche-im-social-web-ethische-perspektiven/">Studie</a> der Technischen Universität Dortmund. Zwar ist das für im Internet aktive Journalisten längst keine Neuigkeit mehr, doch viele Medienschaffenden haben die Möglichkeiten der Facebooks dieser Welt noch längst nicht erkannt. Das hat auch Medienberater <a href="http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/">Ewald Wessling im Interview</a> auf medienlese.com. Hier sind einige Ansätze, wie ihr das Social Web für eure Recherche nutzen könnt:</p>
<p><span id="more-6875"></span>
<ul>
<li><strong>Informationen suchen</strong><br />
Wer sich heute ein umfassendes Bild von einer Person machen will, der kann auch ihr Profil in einer Online-Community zu Rate ziehen, obwohl diese Informationen natürlich mit Vorsicht zu genießen sind. Ein Blick aufs StudiVZ-Profil kann nicht den direkten Kontakt zu einer Person ersetzen. Gleiches gilt für Profilseiten in professionellen Netzwerken wie LinkedIn oder Xing, obwohl hier dargestellte Lebensläufe grundsätzlich glaubwürdiger sind als Profile in privaten Communities. Bei LinkedIn gibt es außerdem die Kategorie Fragen und Antworten, die euch ermöglicht, direkte Fragen an das Expertennetzwerk zu stellen.</li>
<li><strong>Kontaktpersonen finden</strong><br />
Wer für eine Geschichte eine bestimmte Person sucht, wird in Social Networks fündig: Grundsätzlich trifft man bei Facebook oder StudiVZ natürlich eher auf Studenten, für die Expertensuche hingegen eignen sich Xing oder LinkedIn. Davon abgesehen gibt es in der heutigen Zeit für beinahe jede Randgruppe, jede Nische &#8211; von der <a href="http://feuerwehrcommunity.com/">Feuerwehr</a> bis zu <a href="http://www.mallorcacommunity.de/news.php">Mallorca-Fans</a> &#8211; ein Netzwerk, das es bloß zu finden gilt. Dabei wiederum hilft, so banal es auch klingen mag, Google am besten.</li>
<li><strong>Experten finden</strong><br />
Den richtigen Fachmann für ein Thema zu finden, ist ein immer währender Kampf &#8211; für feste wie für freie Autoren.<br />
Die US-Journalistin Penelope Trunk <a href="http://blog.penelopetrunk.com/2007/04/24/ten-ways-journalists-can-use-linkedin/">schreibt</a>, mit der <a href="http://www.linkedin.com/search">erweiterten Suche</a> von LinkedIn ließe sich ein Experte für beinahe jedes Thema finden. LinkedIn eignet sich wohl am ehesten für internationale Kontakte, in Deutschland genügt auch ein Blick zu Xing. Der Nachteil dabei: Weil nicht zahlende Nutzer die Profile von Premium-Mitgliedern nicht sehen können, endet die Suche womöglich sehr schnell in einer Sackgasse.</li>
<li><strong>Themen generieren</strong><br />
Wer regelmäßig durch seine Gruppen bei StudiVZ oder Facebook und die seiner Freunde surft, kann hier ständig neue Themen finden. Denn sobald den Nutzern etwas unter den Nägeln brennt, wollen sie darüber diskutieren. Das fördert interessante Gedanken zu Tage. Bei LinkedIn gibt es außerdem die schon erwähnte Kategorie Fragen und Antworten, wo ihr in Kategorien wie Umwelt oder Gesetz nach aktuell besprochenen Themen suchen könnt Bei Xing gibt es neben Gruppen außerdem einen Eventkalender.</li>
<li><strong>Social Networks und Google</strong><br />
Wie sich die Operatoren der Google-Suche am besten für die Suche in Communities instrumentalisieren lassen, könnt ihr auf <a href="http://www.journalism.co.uk/7/articles/531651.php">journalism.co.uk</strong></a> lesen.</li>
</ul>
<p><strong>Besonderen Bedingungen im Social Web</strong></p>
<p>So gut und hilfreich Communities auch für die journalistische Recherche sein können, es gelten dabei immer besondere Bedingungen. Das Durchsuchen der Online-Profile kann zum einen keinesfalls den direkten Kontakt mit einer Person ersetzen. Zum anderen weist das amerikanische <a href="http://www.poynter.org/column.asp?id=67&amp;aid=156905">Poynter-Institut</a> darauf hin, dass die Onliner immer noch nur einen bestimmten Teil der Bevölkerung abdecken. Das heißt im Klartext: Verlasst euch nicht nur auf im Internet gefundene Quellen, wenn ihr ein umfassendes Bild erhalten wollt &#8211; wie es im Journalismus ohnehin üblich ein sollte. Und habt bei eurer Recherche stets die Besonderheiten des Social Webs im Kopf. </p>
<p><a href="http://netzjournalist.twoday.net/stories/5126120/">Der Fall</a> eines Journalisten, der sich für eine Recherche unter falschem Namen bei StudiVZ anmeldete, zeigt außerdem, wie schnell sich im Social Web journalistischen Grundsätze überschreiten lassen. Und für die <em>Bild</em>-Zeitung ist die Freizügigkeit der Menschen im Internet ein gefundenes Fressen. StudiVZ sei eine große, kostenlos zugängige Datenbank potentieller Opfer für Boulevardmedien wie die <em>Bild</em>, schrieb die <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/jaeger-und-sammler/">taz</a> im vergangenen Jahr.</p>
<p>Communities ergeben ganz neue berufsethische Herausforderungen für Medienschaffende: Sind Web-Inhalte überhaupt mehr wert als ein Gerücht, das man irgendwo aufschnappt? Und wie geht man mit der Fülle an Informationen um, die User ins Netz stellen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass auch Journalisten diese Dinge lesen und nutzen können? &#8220;Man muss die Community-Mitglieder vor sich selbst schützen&#8221;, sagt Manfred Redelfs, Leiter der Recherche-Abteilung bei Greenpeace in Hamburg und <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/verein/index.php?pageid=33">Gründungsmitglied</a> von Netzwerk Recherche.</p>
<p>Nur in Ausnahmefällen überwiege das öffentliche Interesse das Persönlichkeitsrecht. Ein Fall, in dem die Publikation von Details aus einem Online-Profile gerechtfertigt war, sei der Schwiegersohn von Ex-Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin, erzählt Redelfs. &#8220;Auf dem Parteitag der Republikaner wird er von den Parteistrategen in bestem Licht präsentiert, also als Muster-Schwiegersohn, während die Informationen auf seiner MySpace-Seite ein ganz anderes Bild ergeben&#8221;, so Redelfs. Einige Tipps für den sensiblen Umgang mit Rechercheergebnissen aus Communities findet ihr auf <a href="http://blogs.telegraph.co.uk/shane_richmond/blog/2008/01/11/facebook_for_journalists">telegraph.co.uk</a>.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/01/31/facebook-setzt-studivz-unter-druck/">Facebook setzt StudiVZ unter Druck</a></b><br /><font size="2">Wenig Mitglieder, viele Mitarbeiter: Wir vergleichen StudiVZ mit den Konkurrenten Facebook und MySpace. </font><font color="#aaa">(31. Januar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/02/zn-social-networks-und-ihre-eignung-fur-onlinehandel/">Social Networks und ihre Eignung für Onlinehandel</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(2. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/01/05/zn-uber-die-schwierigkeit-im-web-20-unpopulare-entscheidungen-zu-treffen/">Über die Schwierigkeit, im Web 2.0 unpopuläre Entscheidungen zu treffen</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(5. Januar 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
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		<title>Twitter für Journalisten: Mit Twitter Kontakte finden</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 11:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Extras]]></category>
		<category><![CDATA[medienlese.com]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wozu dieses komische Twitter-Dingens gut ist? Um sich mit Leuten zu vernetzen, die ähnliche Interessen haben, um auf dem Laufenden zu bleiben – diese fünf Tools helfen dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wozu dieses komische Twitter-Dingens gut ist? Um sich mit Leuten zu vernetzen, die ähnliche Interessen haben, um auf dem Laufenden zu bleiben – diese fünf Tools helfen dabei.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/hashtags/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/twitterjon200.jpg" width="200" height="200"  alt="Wo zwitschern sie denn? (M, iStockphoto)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Twitter ist nicht das neue Second-Life, <a href="http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/">kein Hype</a>, sondern eine neue und brauchbare Art der Kommunikation im Internet. Ob <a href="http://netzwertig.com/2009/01/17/flugzeugabsturz-journalismus-mit-twitter-und-co/">Breaking-News</a>, Live-Blogging von der <a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-oscar-nacht-mit-virtueller-begleitung/">Oscar-Nacht</a>: Twitter ist wie ein riesiger virtueller Marktplatz, auf dem sich die ganze Welt digital zuruft. Auf dem man sich in Cliquen treffen kann, aber genau so gut neue Bekannte trifft – Journalisten aus Schweden, Fotografen aus Südafrika, Jugendliche in Russland. Fünf Tools, mit denen man <a href="http://netzwertig.com/2009/01/23/fuenf-twitter-tools-fuer-journalisten/">Twitter einfacher bedienen</a> kann, haben wir auf medienlese.com bereits vorgestellt. Aber jetzt wird&#8217;s erst richtig interessant: Wie findet man denn nun interessante Twitter-Nutzer? Kontakte, die einem bei der journalistischen Arbeit helfen?</p>
<p><span id="more-6872"></span><br />
Bei <a href="http://tweepsearch.com/"><strong>Tweepsearch</strong></a> könnt ihr euch die Biografien eurer Follower (oder der anderer Leute) anzeigen lassen. So seht ihr nicht nur auf einen Blick, mit wem ihr es zu tun habt, sondern könnt auch mit Stichworten in den Bios aller Twitterer suchen, zum Beispiel nach anderen Journalisten.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/tweepsearchcom/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/tweepsearchcom450.jpg" width="450" height="189"  alt="Journalisten in London, Östergötland und Stockholm: tweepsearch.com" /></a></p>
<p>Ähnliche Suchfunktionen bietet <a href="http://www.twellow.com"><strong>Twellow</strong></a>. Mit diesem Tool könnt ihr außerdem Suchbegriffe kombinieren, zum Beispiel Journalist und Hamburg. Während bei Tweepsearch nur der Inhalt der Biografie angezeigt wird, bezieht Twellow auch den Standort des Nutzers in die Suche ein.</p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-fuer-journalisten-mit-twitter-kontakte-finden/twellowcom/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/twellowcom450.jpg" width="450" height="124"  alt="Gelbe Seiten für Twitter: twellow.com" /></a></p>
<p>Um Menschen mit ähnlichen Interessen erweitert ihr euer Netzwerk am besten bei <a href="http://www.mrtweet.net/"><strong>Mr. Tweet</strong></a>. Diese Applikation wird sogar vom <em>New York Times</em>-Blog <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2008/12/16/from-the-twittersphere-mr-tweet-recommends-friends-to-follow/">Bits</a> empfohlen. Ähnliche Applikationen sind <a href="http://crazybob.org/twubble/"><strong>Twubble</strong></a> und <a href="http://www.chrisfinke.com/twitslikeme/"><strong>Twits Like Me</strong></a>.</p>
<p>Eines der zentralen Elemente der Twitter-Welt ist das sogenannte Hashtagging. Tweets können nach Bedarf mit einem # und einem beliebigen Stichwort versehen werden. Auf <a href="http://hashtags.org/"><strong>hashtags.org</strong></a> könnt ihr nach bestimmten Tags suchen oder sehen, welche Themen im Twitter-Universum gerade besonders hoch im Kurs liegen.</p>
<p>Sicherlich sehr nützlich wird das Tool <a href="http://twaitter.com/"><strong>Twaitter</strong></a> sein, wenn es denn seine &#8220;Coming soon&#8221;-Phase irgendwann mal überwindet. Mit Twaitter werden Tweets zu einem bestimmten Zeitpunkt gesendet. Wenn ihr also den ganzen Tag unterwegs seid, aber noch kein Twitter-fähiges Handy besitzt, könnt ihr mit ein paar vorab geplanten Nachrichten zumindest sicherstellen, dass eure Follower euch nicht vergessen.<br />

<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/wessling110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/">Journalisten und Twitter: "Mitkriegen, was sich Leute zurufen"</a></b><br /><font size="2">Warum Twitter wichtiger ist als alle anderen Web-2.0-Hypes und welche Potentiale das Internet noch für den Journalismus birgt, erklärt Medienberater Ewald Wessling im Interview. </font><font color="#aaa">(11. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/08/14/welt-kompakt-vor-titanic-medien-twitter-charts/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/08/twitter_news.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/08/14/welt-kompakt-vor-titanic-medien-twitter-charts/">Welt Kompakt vor Titanic: Medien-Twitter-Charts</a></b><br /><font size="2">Mit kleinen Statusmeldungen immer auf dem Laufenden: Nicht nur Blogger in Zeitnot benutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Zeitungen und Zeitschriften zwitschern mit. </font><font color="#aaa">(14. August 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-oscar-nacht-mit-virtueller-begleitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/oscartwitter110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/23/twitter-oscar-nacht-mit-virtueller-begleitung/">Twitter: Oscar-Nacht mit virtueller Begleitung</a></b><br /><font size="2">Die lange Nacht der kurzen Sätze: Jens Schröder, Daniel Haas und etliche andere twittern sich live durch die Oscar-Nacht. Das ist allemal interessanter als ein bloßer Liveticker. </font><font color="#aaa">(23. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Lasst sie nur reden: Der Journalismus ist nicht tot</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/20/lasst-sie-nur-reden-der-journalismus-ist-nicht-tot/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/20/lasst-sie-nur-reden-der-journalismus-ist-nicht-tot/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 06:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
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		<description><![CDATA["Was ist schwarzweiß und total hinüber?", fragt US-Talker Jon Stewart - und meint die Zeitung. Das Medienblog 10,000 Words hat deprimierende Zitate gesammelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8220;Was ist schwarzweiß und total hinüber?&#8221;, fragt US-Talker Jon Stewart &#8211; und meint die Zeitung. Das Medienblog 10,000 Words hat deprimierende Zitate gesammelt.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/20/lasst-sie-nur-reden-der-journalismus-ist-nicht-tot/schweiz-flash-mob-zombies/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/journalismisdead450.jpg" width="450" height="200"  alt="Sie machen doch nur Spaß: journalism-is-dead.com (Screenshot)" /></a><br />
Die Zukunft der Medien ist ja vielleicht düster, aber muss man gleich die Apokalypse herbeireden? Das US-Medienblog <a href="http://10000words.net/">10,000 Words</a> ist sich sicher, dass sich die Medien zwar wandeln, der Journalismus aber sei gekommen, um zu bleiben. Wie das mit den neuen Medien und dem Journalismus zusammengeht, präsentiert das Blog tagtäglich. Trotzdem hat 10,000 Words eine ganze Reihe Aussagen über das vermeintliche Ende des Journalismus und die Krise der Zeitungen gesammelt. Zu lesen gibt&#8217;s wenig erbauliche Sprüchlein wie zum Beispiel:</p>
<p><span id="more-6868"></span>&#8220;Just in case no-one told you, printed newspapers are dead. We know it, they know it; we&#8217;re just pretending they&#8217;re doing fine to be polite.&#8221; (<a href="http://twitter.com/jearle/statuses/1206015571">@jearle</a>)</p>
<p>&#8220;Hi, my name is Mark. I&#8217;m 26 years old, and I still subscribe to the daily paper. For uttering that sentence I really should belong in a support group.&#8221; (<a href="http://blogs.uscannenberg.org/neontommy/2009/02/get-rich-or-die-trying.html">Mark Evitt</a>)</p>
<p>
    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>50 aktuelle Zitate zur Zukunft der Medien</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2009/02/12/zukunft-der-medien-journalismus-ohne-zeitung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/quotes140.jpg" width="140" height="112"  alt="" /><br /></a> Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler zur Zukunft der Medien und zur Krise der Zeitung in den vergangenen Monaten alles gesagt haben, haben wir hier auf <a href="http://netzwertig.com/2009/02/12/zukunft-der-medien-journalismus-ohne-zeitung/">medienlese.com gesammelt</a>.</td></tr>
    </table>
    &#8220;Regarding all newspapers, a movie quote: &#8220;I see dead people &#8230; They only see what they want to see. They don&#8217;t know they&#8217;re dead.&#8221; (<a href="http://twitter.com/pfreet/statuses/1165542700">@pfreet</a>)</p>
<p>Die nicht ganz ernst gemeinte Sammlung fieser Zitate von Journalisten, Bloggern und Twitterern hat ein eigenes, rabenschwarzes Zuhause bekommen: <a href="http://www.journalism-is-dead.com/">journalism-is-dead.com</a>. Denn so treffend manche Zitate auch sein mögen, viele sind derart übertrieben, dass man sie bei 10,000 Words wohl lieber nicht im Blog stehen haben mag.</p>
<p><strong>Krise in den USA – und in Deutschland?</strong></p>
<p>Auch in Deutschland vergeht kaum ein Tag ohne neue Hiobsbotschaften: Ob <em>Park Avenue</em>, das <em>WOM-Magazin</em>, Burdas <em>Tomorrow</em>, die Frauenmagazine <em>Chica</em> und <em>Young</em> oder zuletzt die <a href="http://netzwertig.com/2009/02/18/aus-nach-zwei-jahren-vanity-fair-verabschiedet-sich/"><em>Vanity Fair</em></a>, etliche Printprodukte finden Eingang in die heiligen Hallen von <a href="http://www.retromedia.de/">retromedia.de</a>, dem Friedhof der Medienprodukte. Andernorts werden <a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/waz-strategie-meinung-als-blosse-ware/">Stellen gestrichen</a>, Redaktionen systematisch dezimiert, Beilagen verschwinden, werden Zeitungen dünner.</p>
<p>Sogar stolze Titeln wie <em>Stern</em>, <em>Spiegel</em> oder <em>Bild am Sonntag</em> verlieren zunehmend <a href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=126563">an Auflage</a>, die <a href="http://meedia.de/nc/details/article/die-zeitungskrise-spitzt%20-sich-zu_100015521.html">Tageszeitungen</a> sowieso. <em>Handelsblatt</em>-Blogger <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2022">Thomas Knüwer</a> schreibt: &#8220;Es wird Zeit, dass die Zeitungen der Realität ins Auge sehen: Sie stecken in einer Strukturkrise.&#8221;</p>
<p>Strukturkrise ja – im Internet fehlen die Werbeeinnahmen. Aber keine publizistische Krise, keine Krise des Journalismus. &#8220;Qualitätsmedien gewinnen an Reichweite&#8221;, schrieb gerade erst wieder <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,604332,00.html">Spiegel Online</a>. Die Auflagen mögen sinken, die Klickzahlen und der Bedarf an Journalismus sind ungebrochen. Auf <a href="http://www.journalism-is-dead.com/">journalism-is-dead.com</a> gibt es dann auch diesen fast schon versöhnlichen Kommentar: &#8220;Newspapers may be dead but they sure are turning out to be <a href="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/zombies.jpg">kick ass zombies</a>.&#8221;
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/waz-strategie-meinung-als-blosse-ware/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/02/waz110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/19/waz-strategie-meinung-als-blosse-ware/">WAZ-Strategie: Meinung als bloße Ware</a></b><br /><font size="2">Das geht doch gar nicht - vor allem nicht gut: Die Lokalteile von <em>Westfalenpost</em> und <em>Westfälischen Rundschau</em> für die Region Hagen sollen zusammengelegt werden. </font><font color="#aaa">(19. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/16/noch-mehr-zitate-50-waren-nicht-genug/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/quotes110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/16/noch-mehr-zitate-50-waren-nicht-genug/">Noch mehr Zitate: 50 waren nicht genug</a></b><br /><font size="2"><a href="http://medienlese.com/2009/02/16/noch-mehr-zitate-50-waren-nicht-genug/"><img src="http://medienlese.com/wp-content/uploads/2009/02/quote138x190.jpg" width="138" height="180"></a>
Zur Zukunft der Zeitung und zur Krise der Medien </font><font color="#aaa">(16. Februar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/02/15/das-war-unsere-woche-jeff-jarvis-auf-medienlesecom/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/jeffon110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/02/15/das-war-unsere-woche-jeff-jarvis-auf-medienlesecom/">Das war unsere Woche: Jeff Jarvis auf medienlese.com</a></b><br /><font size="2">Neues aus der Redaktion: Klaus Jarchow im <em>Spiegel</em>, Jeff Jarvis auf Deutsch, neue Autorin an Bord und Twitter überall – unser Rückblick auf die vergangene Woche medienlese.com. </font><font color="#aaa">(15. Februar 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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	</item>
		<item>
		<title>Web-Serien: Ein paar Minuten Lucy, Piet und Jim</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 15:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bild.de]]></category>
		<category><![CDATA[Candy Girls]]></category>
		<category><![CDATA[Graziella Schazad]]></category>
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		<category><![CDATA[TV-Serie]]></category>
		<category><![CDATA[web-tv]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob "Deer Lucy" auf bild.de, die StudiVZ-Soap "Pietshow" oder das ambitionierte ProSieben-Projekt "Check it out": Wir sehen nach den Web-Serien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ob &#8220;Deer Lucy&#8221; auf bild.de, die StudiVZ-Soap &#8220;Pietshow&#8221; oder das ambitionierte ProSieben-Projekt &#8220;Check it out&#8221;: Wir sehen nach den Web-Serien.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/bild-deer-lucy/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/deerlucy4502.jpg" width="450"  alt="Web-Serie &quot;Deer Lucy&quot;: Bildergalerie ansehen (Peter Müller, MME)" /></a></p>
<p>Gleich zwei neue Web-Serien sind im Februar auf MyVideo.de gestartet: <a href="http://www.myvideo.de/watch/5928086/Mittenjim_Folge_1">&#8220;Mitten Jim&#8221;</a> mit Florian Sump, früher Schlagzeuger bei der Teenie-Band Echt, und das von Hobbyfilmern produzierte <a href="http://www.myvideo.de/channel/theflat">&#8220;The Flat&#8221;</a>. &#8220;Mit &#8216;The Flat&#8217; wollten wir etwas ganz Neuartiges erschaffen &#8211; ein innovatives Online-Format, das sich von bisherigen, amerikanischen TV-Sitcom-Profilen abhebt&#8221;, <a href="http://www.presseportal.de/pm/51042/1347480/sevenone_intermedia">sagt David Helmut</a>, Produzent und Autor der selbst ernannten &#8220;ersten deutschen Online-Sitcom&#8221;. Dabei herausgekommen ist leider nur eine langatmige Serie, die ihren äußerst platten Humor vergebens unter eingespielten Lachern zu verstecken versucht. Dennoch wurde die erste Folge auf MyVideo bereits über 117.000 mal angeklickt.</p>
<p><span id="more-6862"></span>
    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>Fortsetzung</strong><br />
<a href="http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/candygirls1/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/candy140.jpg" width="140" height="141"  alt="(Ben Wolf, MySpace)" /><br /></a>Die MySpace-Serie <a href="http://netzwertig.com/2009/02/17/web-serien-ein-paar-minuten-fuer-lucy-piet-und-jim/candygirls1/">&#8220;They call us Candy Girls&#8221;</a> bekommt eine zweite Staffel: Ende April gibt es zehn neue Folgen zu je fünf Minuten.</td></tr>
    </table>
    Unter den Web-Serien sticht <a href="http://bild.deerlucy.de">&#8220;Deer Lucy&#8221;</a> auf bild.de eindeutig hervor. &#8220;Es ist herausfordernd, filmisches Erzählen, wie von der Kinoleinwand oder vom Fernsehschirm gelernt, in das Internet zu übersetzen. Und das, ohne dabei ins Stereotype zu verfallen. Nur wenn man Klischees nutzt, um sie zu verdrehen oder zu brechen, wird es spannend, entstehen wirklich gute Momente&#8221;, sagt <a href="http://www.presseportal.de/pm/74123/1335277/mme_me_myself_eye_entertainment_gmbh">Regisseur Wolf Gresenz</a>, der schon <a href="http://www.youtube.com/watch?v=43mbxpK1cGs">Musikvideos</a> gedreht hat und für zahlreiche Werbespots von McDonald&#8217;s bis Coca Cola verantwortlich ist. Zwar ist es ihm noch nicht gelungen, wirklich mit den Klischees zu brechen &#8211; die Drehbücher beispielsweise erinnern stellenweise an schlecht gemachte Dailysoaps -, aber &#8220;Deer Lucy&#8221; ist besser und aufwändiger produziert als andere Web-Serien. Neben dem Video flimmert gleich Werbung für Mode aus der Serie – und die aktuelle Single von Lucy-Darstellerin <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Vv6kBeu_Xzc&amp;eurl=http://musiktipps24.com/grazielle-schazad-der-webstar-aus-deer-lucy-mit-neuer-single/&amp;feature=player_embedded">Graziella Schazad</a>.</p>
<p><strong>Klicks mit Candy Girls, Scheitern mit Ambitionen</strong></p>
<p>Wenn die ebenfalls von Me, Myself &amp; Eye Entertainment (MME) stammende Serie <a href="http://www.myspace.de/candygirls">&#8220;They call us Candy Girls&#8221;</a> im April in ihre zweite Staffel startet, sollte sie sich technisch und ästhetisch mal die ein oder andere Scheibe bei &#8220;Deer Lucy&#8221; abschneiden. Die Candy Girls bescherten MySpace im letzten Jahr 1,9 Millionen Views und einen irgendwie zu <a href="http://netzwertig.com/2008/06/15/candy-girls-skandal-oder-pr-nummer/">perfekten Skandal</a>, als es nach einigen Folgen wohl noch nicht so gut lief, wie gewünscht. Jetzt gibt es zu Beginn der neuen Staffel einen <a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Myspace--Candy-Girls-gehen-mit-Ford-in-die-zweite-Runde_81997.html">Casting-Aufruf</a> in Zusammenarbeit mit Werbepartner Ford.</p>
<p>
    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>Linktipp</strong><br />
<a href="http://www.webserien.blogspot.com/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/webisodes.jpg" width="140" height="86"  alt="" /><br /></a>Aktuelle Infos rund um das Marktsegement sammelt das Blog <a href="http://www.webserien.blogspot.com/">Webisodes &amp; Webserien</a>. Betrieben wird es von Jakuna Media, die Film- und Fernsehproduzenten in Sachen Online beraten.</td></tr>
    </table>
    Um Männergeschichten und das Leben ganz normaler Studenten geht es in der Internet-Serie <a href="http://www.sexandzaziki.de">&#8220;Sex and Zaziki&#8221;</a>, die sich für ihren Namen -man hört es &#8211; von &#8220;Sex and the City&#8221; inspirieren ließen. Die Serie wird von Düsseldorfer Studenten produziert, die das so gut machen, dass &#8220;Sex and Zaziki&#8221; die bereits erwähnten MyVideo-Sitcoms locker in die Tasche steckt. Fast noch schöner war die von Grundy Ufa produzierte StudiVZ-Soap <a href="http://www.youtube.com/user/DiePietshow">&#8220;Pietshow&#8221;</a>. Die Idee &#8211; jemand filmt für ein Projekt sein Leben und daran hat der Zuschauer teil &#8211; erinnert an die frühere ProSieben-Nachmittagssendung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abschlussklasse">&#8220;Abschlussklasse&#8221;</a>. Ähnlich wie &#8220;They call us candy girls&#8221; mit MySpace-Profilen verknüpft war, sind auch die Charaktere der &#8220;Pietshow&#8221; im StudiVZ- und MeinVZ-Netzwerk zu finden. Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist momentan noch nicht offiziell bekannt, ist aber angesichts der <a href="http://www.presseportal.de/meldung/1314126/">Zugriffszahlen</a> zu erwarten.</p>
<p>Im letzten Herbst wagte prosieben.de ein besonders ambitioniertes Projekt: Die Geschichte der Web-Serie <a href="http://www.prosieben.de/music_cd/check_it_out/episoden/">&#8220;Check it out&#8221;</a> sollte vom Zuschauer interaktiv mitbestimmt werden. Trotz der vielversprechenden Besetzung (u.a. &#8220;Tatort&#8221;-Kommissar Dominic Raacke und Martin Semmelrogge) lief die Serie jedoch unter ferner liefen. Auf dem <a href="http://www.myvideo.de/channel/Check_it_out_myvideo">MyVideo-Kanal</a> ist zu sehen: Die einzelnen Clips, aus denen die <a href="http://www.amazon.de/Check-Out-Special-DVD-2DVDs/dp/B001DCQJIQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=dvd&amp;qid=1234696186&amp;sr=8-1">endgültige Geschichte</a> entstand, hatten Zugriffszahlen in gerade mal dreistelliger Höhe.</p>
<p><strong>Aus den USA: Porno-Persiflage und Sing-along Blog</strong></p>
<p>Wie die Zukunft der Web-Serie aussehen könnte, zeigen zahlreiche gut gemachte Beispiele aus den USA: <a href="http://www.privatehighmusical.com/">&#8220;Private High Musical&#8221;</a>, eine Persiflage auf die populären &#8220;High School Musical&#8221;-Filme, <a href="http://crackle.com/c/Star-ving">&#8220;Star-Ving&#8221;</a> mit David Faustino, dem &#8220;Bud Bundy&#8221; aus der Serie &#8220;Eine schrecklich nette Familie&#8221;, die Porno-Persiflage <a href="http://www.spike.com/hub/pgporn">&#8220;PG Porn&#8221;</a>, <a href="http://www.valleypeaks.tv/">&#8220;Valley Peaks&#8221;</a>, <a href="http://www.atomicwedgietv.com/secretgirl">&#8220;Secret Girlfriend&#8221;</a> oder <a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.channel&amp;ChannelID=159457533">&#8220;Quarterlife&#8221;</a> . Letztere war vor rund einem Jahr für eine Folge auf <em>NBC</em> zu sehen, wurde dann aber abgesetzt, weil sie dem Sender die schlechteste Quote seit fast zwei Jahrzehnten bescherte.</p>
<p>Im vergangenen Jahr machte über die US-Grenzen hinaus die dreiteilige Web-Serie &#8220;Dr. Horrible&#8217;s Sing-along blog&#8221; von sich reden. Sie wurde unter anderem deshalb ein internationaler Erfolg, weil sie von dem bekannten amerikanischen Fernsehmacher Joss Whedon (&#8220;Buffy&#8221;, &#8220;Firefly&#8221;) stammt. Die <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/weg-aus-der-krise/"><em>taz</em></a> sah in dem &#8220;Horrible&#8221;-Modell &#8211; erst erschienen die Folgen kostenlos im Internet, hinterher konnten sie bei iTunes heruntergeladen werden und seit Dezember gibt es die Serie in den USA auf DVD zu kaufen &#8211; den &#8220;Weg aus der Krise&#8221; der TV-Serie in den USA.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
        <div style="color: #999; margin: 0px 0.5em 0px 0px; float: left;">
          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/06/15/candy-girls-skandal-oder-pr-nummer/">"Candy Girls": Skandal oder PR-Nummer?</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(15. Juni 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/25/werbung-fuer-sex-community-heise-hats-noetig/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/heisetreff110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/25/werbung-fuer-sex-community-heise-hats-noetig/">Sex-Werbung: Heise hat's nötig</a></b><br /><font size="2">Deutschlands geilstes Portal, der Heisetreff? Nicht ganz – aber das kostenlose Anzeigenportal aus dem Haus der <em>c't</em> wirbt für eine "kostenlose Sex-Community". </font><font color="#aaa">(25. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/10/28/musikfernsehen-was-ich-bei-mtv-und-viva-vermisse/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/10/mtv110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/10/28/musikfernsehen-was-ich-bei-mtv-und-viva-vermisse/">Musikfernsehen: Was ich bei MTV und Viva vermisse</a></b><br /><font size="2">Optimierung, Optimierung: Bei MTV und Viva wird mal wieder gespart. Mitarbeiter müssen gehen, Programme werden eingestellt. Zehn Gründe, warum das schade ist. </font><font color="#aaa">(28. Oktober 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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    </div>
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		<item>
		<title>Journalisten und Twitter: &#8220;Mitkriegen, was sich Leute zurufen&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 10:49:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Extras]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus 2.0]]></category>
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		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum Twitter wichtiger ist als alle anderen Web-2.0-Hypes und welche Potentiale das Internet noch für den Journalismus birgt, erklärt Medienberater Ewald Wessling im Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Warum Twitter wichtiger ist als alle anderen Web-2.0-Hypes und welche Potentiale das Internet noch für den Journalismus birgt, erklärt Medienberater Ewald Wessling im Interview.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/11/journalisten-und-twitter-mitkriegen-was-sich-leute-zurufen/usa-flugzeug-absturz-hudson/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/hudson450.jpg" width="450" height="200"  alt="Twitter-Ereignis Flugzeugabsturz: Aus der ganzen Welt (Keystone)" /></a></p>
<p><strong>medienlese.com: Was bedeutet Twitter für Journalisten?</strong></p>
<p>Ewald Wessling: Jeder gute Journalist lebt davon, dass er mitkriegt, was los ist in der Welt, und sich anhört, was die Leute denken. Ein Tweet, also ein Posting bei <a href="http://netzwertig.com/tag/twitter/">Twitter</a>, ist – ähnlich wie Instant Messaging – ein Zuruf zwischen Menschen. Diese Zurufe werden so organisiert, dass jeder auf einmal die Zurufe aus der ganzen Welt hören kann. Von dem ganzen Gezwitscher würde man natürlich taub, und deshalb muss ich es gut filtern, um nur das zu hören, was mich interessiert.</p>
<p><span id="more-6853"></span><strong>Heißt das, jeder gute Journalist muss sich in Zukunft bei Twitter einbringen?</strong></p>
<p>Ob er sich einbringen muss, weiß ich nicht. Aber ich würde als Journalist auf jeden Fall hinhören. Twitter ist eine Möglichkeit mitzukriegen, was draußen los ist, und auch wenn nicht jeder Journalist die gleichen Aufgaben hat, denke ich schon, dass er zuhören sollte, was sich die Leute so zurufen.</p>
<p>
    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>Ewald Wessling</strong><br />
<img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/wessling140.jpg" width="140" height="140"  alt="Wessling (Privat)" /><br /><br />
Wessling beschäftigt sich mit dem digitalen Umbruch von Märkten. Er berät Vorstände und Geschäftsführer und hilft Medienunternehmen, ihre Stärken in die neuen digitalen Märkte zu übertragen. Der ehemalige Konzernmanager bei Gruner + Jahr und langjährige Geschäftsführer eines mittelständischen Verlages ist Professor für Medien- und Veränderungsmanagement in Calw und Hamburg. Mehr Infos: <a href="http://www.ewald-wessling.de">www.ewald-wessling.de</a>.</td></tr>
    </table>
    <strong>Der Hype wird halten?</strong></p>
<p>Es ist nicht entscheidend, ob nun Twitter sich dauerhaft durchsetzt. Was sich nicht ändern wird, ist, dass man jetzt Zurufe aus dem analogen Leben im Internet digital organisiert. Schon allein deshalb, weil es sich als enorm erfolgreich erweist. </p>
<p><strong>Inwiefern erfolgreich?</strong></p>
<p>Das meine ich direkt bezogen auf den Journalismus. Sie haben die Möglichkeit, über Twitter Dinge viel schneller mitzukriegen, weil Sie plötzlich Kontakt haben zu Leuten, mit denen Sie sonst nicht so schnell ins Gespräch kommen würden. Sie können Impulse für Themen und Geschichten bekommen.</p>
<p><strong>Das geht also weiter als das, was vorher Blogs geboten haben?</strong></p>
<p>Definitiv. Der Kern von Twitter ist meines Erachtens die Organisation der Inhalte. Plötzlich kann ich die Zurufe zwischen Hunderttausenden von Menschen organisieren. Das funktioniert übrigens nicht nur auf Twitter, sondern auch auf sozialen Netzwerken wie beispielsweise Xing. Wenn dort einer meiner Kontakte einen neuen Kontakt hinzugefügt hat, eine Statusmeldung verfasst oder einen neuen Job hat, dann bekomme ich das auf meiner Startseite angezeigt. Auch das sind organisierte Zurufe. Ich sehe gar keinen Grund, warum diese neue Art der Kommunikation aufhören sollte. Wenn Journalisten über Twitter schneller an Geschichten kommen, wie zum Beispiel bei den <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,593173,00.html">Anschlägen in Bombay</a>, dann wäre es doch fahrlässig, diese Quelle nicht zu nutzen. </p>
<p><strong>Gibt es noch etwas so innovatives wie Twitter?</strong></p>
<p>Spannend finde ich die Möglichkeiten der computerunterstützten Recherche. Für Journalisten besteht eine große Chance darin, öffentlich zugängliche Datenbanken mal systematisch zu durchforsten, denn in jeder Datenbank steckt irgendwo eine Geschichte. So konnte die New York Times im letzten September aus einer öffentlichen Datenbank ermitteln, dass 97 % der Rentner bei der Long Island Rail Road eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen und erhalten, was seit dem Jahr 2000 ungefähr 250 Millionen Dollar kostet. Da lohnt sich doch eine weitere Recherche. Das ist etwas, das noch viel zu wenig im journalistischen Alltag stattfindet. Außerdem gibt es vielfache Möglichkeiten, sich über Communities mit Leuten zu vernetzen, und darüber Ideen und Unterstützung für Themen und Geschichten zu generieren. Man kann in der digitalen Welt so viel mitbekommen von dem, was Leute denken und meinen – und zwar live, denn da spiegelt sich ja das reale Leben. Ich habe den Eindruck, viele Journalisten nutzen das noch nicht. </p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong></p>
<p>Zum einen sind die meisten von uns Immigranten in den neuen Technologien. Uns fällt der Umgang viel schwerer als denen, die jetzt damit aufwachsen. Und zum anderen war es bisher nicht Teil des Berufsbildes eines Journalisten oder Medienmachers, sich mit Technologien anfreunden zu müssen. </p>
<p><strong>Müssen sich Medienmacher vor Google fürchten?</strong></p>
<p>Fürchten ist vielleicht das falsche Wort, weil es den Kaninchenblick auf die Schlange bezeichnet. Aber selbstverständlich ist <a href="http://netzwertig.com/tag/google/">Google eine Bedrohung</a>, denn Google zerstört die etablierten Geschäftsmodelle der Medien. Medienunternehmen machen ja nicht nur gute Inhalte, sondern programmieren diese auch in Sendungen, Zeitschriften oder Websites. Google hilft nun den Menschen, diese Programme zu zerlegen und neu zu organisieren. So werden zwar noch die Inhalte gebraucht, aber immer weniger diejenigen, die diese Inhalte programmieren. Das ist das, was Google angreift und nachhaltig zerstört. Die Folgen dieser digitalen Atomisierung für alle Medien kann man sich übrigens sehr gut am Beispiel der programmierten Musikalben und deren Neuprogrammierung durch beispielsweise iTunes anschaulich machen.</p>
<p><strong>Wie sollen Medienunternehmen darauf reagieren?</strong></p>
<p>Sie müssen lernen, wie Google zu denken. Sie müssen nicht wie Verlage oder TV-Sender auf das Internet gucken, sondern müssen mal aus Sicht des Internets auf ihre Situation gucken. Das Kaninchen muss die Sicht der Schlange verstehen, wenn es eine Chance haben will. </p>
<p><strong>Das, was heute in Form von Suchmaschinenoptimierung bei vielen Medien angewendet wird?</strong></p>
<p>Genau, das ist ein Beispiel. Im Internet gilt: &#8220;The link is more than the thing.&#8221; Das haben Medien lange nicht begriffen. Natürlich brauche ich auch ordentliche Inhalte, aber ohne Verlinkungen helfen die mir nichts. Wer als Medienunternehmen online Erfolg haben will, der muss sich den Regeln des Internets fügen, auch wenn es schmerzt. </p>
<p><strong>Nutzen sie Twitter eigentlich auch selber?</strong></p>
<p>Ich lausche dem Gezwitscher einiger Leute. <a href="http://twitter.com/schnabeltier">Eigene Tweets</a> sende ich nur, wenn ich Twitter in meinen Vorträgen demonstriere, ansonsten nicht.</p>
<p><strong>Wieso nicht?</strong></p>
<p>Meine digitalen Zurufe organisiere ich über Skype, ICQ und Xing. Ansonsten fällt mir in aller Bescheidenheit nichts ein, was ich der Welt mit 140 Zeichen zurufen sollte.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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        </div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/28/twingly-blogstream-handelsblatt-verlinkt-uns-alle/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/twingly110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/28/twingly-blogstream-handelsblatt-verlinkt-uns-alle/">Twingly Blogstream: Handelsblatt verlinkt uns alle</a></b><br /><font size="2">Mit Hilfe der Blogsuchmaschine Twingly zeigt das <em>Handelsblatt</em> an, welche Blogs auf Artikel verlinken. Einzige Voraussetzung: Blogger müssen mit der Blogsuche Twingly kooperieren. </font><font color="#aaa">(28. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/23/praeventive-ueberwachung-nicht-vom-buero-aus-anrufen/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/01/markusbeckedahl110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/23/praeventive-ueberwachung-nicht-vom-buero-aus-anrufen/">Präventive Überwachung: "Nicht vom Büro aus anrufen"</a></b><br /><font size="2">Wer mit wem: Seit Anfang des Jahres werden in Deutschland Verbindungsdaten gespeichert. Wie Journalisten darauf reagieren können, erklärt Markus Beckedahl im Interview. </font><font color="#aaa">(23. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2008/11/28/journalismus-20-radio-im-internet-aber-warum/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2008/11/machtmaschine110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2008/11/28/journalismus-20-radio-im-internet-aber-warum/">Journalismus 2.0: Radio im Internet – aber warum?</a></b><br /><font size="2">Das Internet ist geduldig, alle möglichen multimedialen Inhalte lassen sich abladen. Warum nicht statt eines drögen Textes auch mal einen Audio-Clip veröffentlichen? Oder warum nicht? </font><font color="#aaa">(28. November 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
		<item>
		<title>Twitter-TV: Wenn das Fernsehen zwitschert</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/07/twitter-tv-wenn-das-fernsehen-zwitschert/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2009/02/07/twitter-tv-wenn-das-fernsehen-zwitschert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 08:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[dwdl.de]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kabel Eins]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach den Zeitungen und Online-Diensten entdecken nun auch immer mehr Fernsehsender den Kurznachrichtendienst Twitter. Was dabei rauskommt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nach den Zeitungen und Online-Diensten entdecken nun auch immer mehr Fernsehsender den Kurznachrichtendienst Twitter. Was dabei rauskommt?</h4>
<p><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/twittertv200.jpg" width="200" height="274"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Unter den klassischen Medien ist Springers Tageszeitung <a href="http://www.twitter.com/weltkompakt"><em>Welt Kompakt</em></a> mit aktuell 2603 Followern nach wie vor unangefochtener Twitter-Spitzenreiter. So belanglos manche der sogenannten Tweets sein mögen – die Redakteure haben verstanden, dass Twitter mehr ist als eine Möglichkeit, Pressemeldungen oder aktuelle Nachrichten abzusetzen. Es gilt, Kontakte zu knüpfen, seinen Followern zuzuhören, Trends zu erkennen, Themen zu finden. </p>
<p>Doch wie sieht es mit den deutschen TV-Stationen aus, die zunehmend ihren Weg in die Welt des Microbloggings finden?<span id="more-6847"></span></p>
<p><strong>Diese Sender machen es schon ganz gut</strong></p>
<ul>
<li>Beinahe vorbildlich ist <a href="http://twitter.com/prosiebentv">ProSieben</a> ins Gezwitscher gestartet. Gerade mal vier Tage dabei, hat der Sender schon 274 Follower gesammelt, mit denen er in dauerhaftem Kontakt steht. Zwar scheint die Werbung für ProSieben-Sendungen im Vordergrund zu stehen, der Wille, das Medium Twitter zu verstehen und entsprechend zu nutzen, ist aber da.</li>

    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>Und wie liest man Tausende Nachrichten?</strong></p>
<p>Twitter schön und gut – aber wie liest man als Fernsehredakteur, was Hunderte oder gar Tausende Follower alles schreiben? Ganz einfach, schreibt Paul Bradshaw auf <a href="http://www.poynter.org/column.asp?id=31&amp;aid=157505">Poynter Online</a>: Gar nicht. Stattdessen klinkt man sich in den Strom der vielen kurzen Nachrichten ein, wann immer man gerade Zeit hat – und bekommt dann schon mit, worüber so getwittert wird. Je mehr Follower man hat, desto besser funktioniert diese Methode.  <em>ore</em></td></tr>
    </table>
    
<li>Schon länger dabei ist <a href="http://twitter.com/n24_de">N24</a>. Klare Dialogversuche sind zu erkennen, doch scheinbar nur, wenn der Sender-Twitterer angesprochen wird. Immerhin sieht es so aus, als würde hier jemand tatsächlich lesen, was die derzeit 442 Follower so zu sagen haben.</li>
<li>Die ZDF-Sendung <a href="http://twitter.com/Zdf_wiso">&#8220;Wiso&#8221;</a> ist seit rund drei Wochen bei Twitter dabei und eindeutig bemüht, das Potential von Twitter auszuschöpfen: Es gibt Tweets in eigener Sache, aber auch Links zu anderen Seiten und Dialog mit den Followern.</li>
</ul>
<p><strong>Bei diesen Sendern läuft es noch nicht optimal</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://twitter.com/echtkabeleins">Kabel eins</a> scheint sich zumindest schon mal den eigenen Namen reserviert zu haben, wenn auch seit dem Einstand vor einigen Tagen nichts mehr passiert ist.</li>
<li>Der Bayerische Runfunk twittert über <a href="http://twitter.com/BR_Sport">Sport</a> und <a href="http://twitter.com/BR_Wissen">Wissen</a>. Mehr als ein automatischer Feed ist es leider nicht, keinerlei Kommunikation erkennbar.</li>
<li>Das ZDF verbreitet per Twitter auch <a href="http://twitter.com/Zdfsport">Sportnachrichten</a>, kommuniziert aber nicht mit seinen Followern.</li>
<li>Sowohl <a href="http://twitter.com/ARTEtv_de">Arte</a> als auch <a href="http://twitter.com/3sat">3sat</a> verbreiten per Twitter bloß ihr aktuelles Programm. Im Gegensatz zu Arte followt 3sat keiner Menschenseele.</li>
<li>Irgendjemand beim Hamburger Kanal <a href="http://twitter.com/Hamburg1">Hamburg 1</a> hatte im November offenbar mal für eine gute halbe Stunde Langeweile. Nach vier Tweets kam nie wieder was.
</ul>
<p>Und dann wären da noch einige Twitter-Accounts mit den Namen großer deutscher TV-Stationen, bei denen sich noch gar nichts tut. Gut möglich, dass die Sender sich diese reserviert haben: <a href="http://twitter.com/sat1">Sat.1</a>, <a href="http://twitter.com/wdr">WDR</a>, <a href="http://twitter.com/swr">SWR</a>, <a href="http://twitter.com/superrtl">SuperRTL</a>.</p>
<p><strong>Wie Twitter nicht funktioniert</strong></p>
<p>Natürlich muss jedes Medium selbst entscheiden, ob und in welchem Umfang Twitter sinnvoll ist. Dass ein Online-Dienst wie <a href="http://www.twitter.com/dwdl">dwdl.de</a> bei Twitter aktiver ist als zum Beispiel der Sender Arte, ist eine naturgegebene Sache. Dennoch sagt die Entscheidung, sich in den Microblogging-Kosmos zu begeben, schon einiges aus. Wer also den Schritt wagt, der sollte das Potential des Zwitscherns erkannt haben, offen sein und vor allem bereit, sich auf Dialoge einzulassen. Dabei muss man sich ja nicht gleich in die Karten gucken lassen wie Twitter-König <a href="http://www.twitter.com/weltkompakt">@weltkompakt</a>.</p>
<p>Wie man es auf keinen Fall machen sollte, zeigt eindrucksvoll die <a href="http://www.twitter.com/bild_aktuelles"><em>Bild</em>-Zeitung</a>. Da scheint irgendwann mal ein Redakteur den automatischen Feed eingerichtet zu haben, so dass seither alle Meldungen &#8211; von Steuersenkungen über Heidi Klums Figur bis hin zu grausamen Mordfällen &#8211; automatisch zu Twitter übertragen werden. Seit dem Start am 1. Oktober 2008 sind über 30.000 Updates zusammengekommen, der Follower wird vollkommen überfordert. „ich muss @bild_aktuelles wieder verlassen. so viele katastrophen und skandale ertrage ich nicht“, schreibt <a href="http://twitter.com/macava/statuses/1176224206">@macava</a> am 4. Februar. Kein Wunder, dass die aktuelle Followerzahl gerade mal bei 374 liegt. Zudem gab es nicht einmal eine Begrüßung, und es findet auch sonst kein Dialog statt, der Twitter-Account hat keine persönliche Note, sondern aktualisiert seine Tweets im Minutentakt, gefühlte hundert Mal pro Tag. In den anderen Twitter-Accounts der <em>Bild</em>-Zeitung, zum Beispiel <a href="“">@bild_sport</a> oder <a href="“">@bild_newsticker</a> sieht es nur unwesentlich anders aus.</p>
<p>Lest <a href="http://netzwertig.com/2008/08/14/welt-kompakt-vor-titanic-medien-twitter-charts/">mehr</a> zu twitternden Medien auf medienlese.com. Eine ausführliche Übersicht findet ihr außerdem <a href="http://sozialgeschnatter.wordpress.com/2008/11/24/deutschsprachige-medien-bei-twitter-die-liste/">hier</a> oder <a href="http://www.vorwaerts.de/meinung/medien-bei-twitter">hier</a>.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

        <div style="float:left;padding-right:10px;margin-bottom:10px;">
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          <small>Dieser Text ist mir was wert: </small></div>
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      </div><br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/02/15/prosiebensat1-schaltet-hd-kanaele-ab-wenn-es-am-schoensten-ist-soll-man-aufhoeren/">ProSiebenSat.1 schaltet HD-Kanäle ab: "Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören!"</a></b><br /><font size="2">Langsam haben die deutschen Haushalte eine nennenswerte Anzahl HD-fähiger Fernsehgeräte und HD-fähiger Empfangsgeräte. Und manchmal kommt sogar trotz Kopierschutzschikanen ein HD-Bild zustande. Auf Pro 7 und Sat.1 aber ab Samstag nicht mehr. </font><font color="#aaa">(15. Februar 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://netzwertig.com/2009/01/24/online-fieber-beim-zdf-ich-blogge-weil/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2010/01/zdf110.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://netzwertig.com/2009/01/24/online-fieber-beim-zdf-ich-blogge-weil/">Online-Fieber beim ZDF: "Ich blogge, weil ..."</a></b><br /><font size="2">Die Info-Elite des ZDF lässt sich zum Bloggen herab: Neun Journalisten und drei Journalistinnen begleiten das Superwahljahr im Internet. Ob das die Zukunft des Journalismus ist? </font><font color="#aaa">(24. Januar 2009)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://netzwertig.com/2008/07/29/verkehrte-fernsehwelt-deutsche-serien-aus-der-krise/">Verkehrte Fernsehwelt: Deutsche Serien aus der Krise?</a></b><br /><font size="2">Spätestens der mittelprächtige Serienstart von "Sleeper Cell" am Freitagabend auf RTL2 zeigt: US-Serien sind keine Quotengaranten &ndash; und deutsche Serien sogar auf dem Vormarsch. </font><font color="#aaa">(29. Juli 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><div style=" float: left; clear: both;"><br /><small>SPONSOREN</small><br /><div style="margin-right:5px;float:left;">
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	</item>
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		<title>Bye-bye Programmies: Im Internet gibt’s was zu sehen</title>
		<link>http://netzwertig.com/2009/02/03/bye-bye-programmies-im-internet-gibts-was-zu-sehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 14:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von einfachen Listen bis zu multimedialen Communities mit individueller Planung: Wie das Fernsehprogramm aus dem Internet die gedruckten Programmzeitschriften ersetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Von einfachen Listen bis zu multimedialen Communities mit individueller Planung: Wie das Fernsehprogramm aus dem Internet die gedruckten Programmzeitschriften ersetzt.</h4>
<p><a href="http://netzwertig.com/2009/02/03/bye-bye-programmies-im-internet-gibts-was-zu-sehen/fernbedienung/"><img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/fernbedienung450.jpg" width="420" height="200"  alt="Nur kein übersichtliches Programm (Keystone)" /></a><br />
Ein wichtiges Segment im deutschen Zeitschriftenmarkt verliert an Relevanz: Die <a href="http://netzwertig.com/2008/05/15/fernsehzeitschriften-wozu-denn-noch/">Programmzeitschriften</a> kämpfen gegen sinkenden Auflagen, führen einen erbitterten Wettbewerb und verlieren Jugendliche ans kostenlos-Medium Internet. Aber noch immer haben es die Verlage nicht geschafft, eine neue Generation der Programmplanung fürs Netz zu schaffen. Stattdessen erwecken viele Online-Angebote den Eindruck, dass hier insgeheim eine ganz andere Agenda verfolgt wird: Bloß kein übersichtliches, multimediales Programm anbieten, damit die Leute weiterhin die bunten, gedruckten Hefte von <em>TV 14</em> bis <em>TV Movie</em> kaufen.</p>
<p><span id="more-6843"></span>Immerhin bieten die meisten Seiten mittlerweile individuell gestaltbare Programmplaner mit Erinnerungsfunktion an, zum Beispiel <a href="//www.tvspielfilm.de/programm/mytv"><em>TV Spielfilm</em></a>, sehen aber dabei leider noch immer furchtbar langweilig und uninspiriert aus. Um einen guten Programmplan zu bekommen, muss man dennoch nicht gleich <a href="http://www.tvgenial.com/">TVgenial</a> oder <a href="http://www.tvbrowser.org/">TV-Browser</a> auf seinen Rechner laden – obwohl nichts dagegen spricht, dies zu tun.</p>
<p>Besonders empfehlenswert ist <a href="http://www.rtv.de">rtv.de</a>, die Internetseite des Programm-Supplements rtv. Web-TV, Community, Neuigkeiten aus dem Showgeschäft &#8211; rtv.de hat verstanden, was in den USA bereits seit längerem ein erfolgreicher Trend ist: Multimediale Angebote wie das zum Medienkonzern CBS gehörende TV.com kombinieren das TV-Programm mit den Vorteilen des Web 2.0, zum Beispiel dem Streaming. Community, Fernsehlexikon, Show-News und TV-Programm werden optimal vereint. Ähnlich sieht es bei <a href="http://www.zap2it.com">Zap2it.com</a> aus.</p>
<p>
    <table width="50%" cellpadding="15" cellspacing="0" border="0" align="left">
      <tr><td bgcolor="#EEEEEE" style="background-color:#eee"><strong>Ohne Verlag: Programm mit Anspruch</strong> <img src="http://netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/02/programm140.jpg" width="140"  alt="" /><br /><br />
Geht es denn nicht auch anders? Bisher nur ein Konzept ist <em>Programm</em>, ein gedrucktes Magazin für Fernsehen und Kultur, dass sich vom Einheitsbrei der preiswerten TV-Titel absetzen will. Das &#8220;große Rauschen&#8221; wird ignoriert, das Programm von der Redaktion rigoros ausgewählt. Inklusive pädagogisch wertvoller Kinderbeilage <em>Glotzilla</em>.  Das journalistisch anspruchsvolle Heft gibt&#8217;s bisher nur als Dummy, Verlage lehnten ab – jetzt werben die Macher mit einer <a href="http://www.programm-magazin.de/index.php?id=5">Abo-Kampagne im Internet</a>. <em>ore</em></td></tr>
    </table>
    Die Möglichkeiten, die Netzwerke wie Facebook oder der Microblogging-Dienst Twitter bieten, werden in Deutschland wie im Ausland sträflich ignoriert. Hierzulande bemüht sich nur Burdas <em>TV Today</em>: Der Programmplaner &#8220;My TV Today&#8221; ist per iPhone empfangbar und auch bei Facebook vertreten, monatliche Nutzer: 27. Vergleichbare Applikationen wie die der französischen Seite <a href="http://www.programme-tv.com/">programme-tv.com</a> sind nicht besser besucht. Bei Twitter, das sich zum Beispiel für aktuelle Tipps oder kurzfristige Änderungen bestens eignet, ist derweil von den Verlagen weit und breit nichts zu sehen. Die Empfehlungen kommen stattdessen von Privatpersonen, in Deutschland seit kurzem zum Beispiel von <a href="http://twitter.com/imdb250_de">@imdb250_de</a>.</p>
<p>Es ist kaum vorstellbar, dass nicht in der einen oder anderen Schublade eines Kreativen bereits eine Idee für ein multimediales Angebot liegt. Die Medienhäuser müssen sich endlich trauen, über den Tellerrand ihrer mit Kochrezepten, Liebes- und Leidesgeschichten gefüllten bunten Blättchen hinauszuschauen. Die junge Generation der Internet-Vielnutzer wird ihre Illustrierten nicht mehr kaufen, und will sicherlich mehr als das uninspirierte Gewusel, das zur Zeit geboten wird. </p>
<p><strong>Wie es gehen kann &#8230;</strong></p>
<ul>
<li>Jeder Nutzer muss sich sein Fernsehprogramm individuell zusammenstellen können.</li>
<li>Die Verlage sollten brauchbare Applikationen für Facebook und ähnliche Social Networks entwickeln, damit die Nutzer ihr persönliches Fernsehprogramm auf den von ihnen am häufigsten genutzten Plattformen abrufen können.</li>
<li>Es braucht eine Erinnerungsfunktion per E-Mail, SMS, Twitter oder durch eine Nachricht bei Facebook.</li>
<li>Schneller als per Twitter kann man einen Fernsehtipp des Tages, Programmänderungen oder Quoten nicht verbreiten. Mit den richtigen Tools ist das nicht mal besonders zeitaufwändig.</li>
<li>Damit bewegen Sie junge Menschen nicht zum Vorbeisurfen: Kochrezepte, Rätsel, Gesundheitstipps, Liebesgeschichten oder Leidensberichte. Es geht doch ums Fernsehprogramm, dann sollten sich auch sonstige Inhalte darum drehen.</li>
<li>Um junge Netz-affine Menschen zu erreichen, eignet sich die Wundertüte à la TV.com: TV-Programm, Nachrichten übers TV-Geschäft, Informationen zu Sendungen (z.B. Episodenführer), Fotos, Foren zur Diskussion, Nutzerprofile und Streaming (z.B. von Web-Sendungen wie &#8220;Ehrensenf&#8221;).</li>
</ul>
<p><strong>&#8230; und wie es zurzeit aussieht</strong></p>
<p>Auf <a href="http://tvprogramm.spiegel.de/programmvorschau.php"><strong>Spiegel Online</strong></a> wird eine recht simples und übersichtliches Fernsehprogramm in Kooperation mit <a href="http://www.rtv.de/"><strong>rtv.de</strong></a> geboten. Wer direkt zum Online-Portal des wöchentlichen Supplements geht, der bekommt zudem noch mehrere von den Redakteuren gemachte Web-TV-Sendungen geboten, außerdem eine Community, E-Mail-Erinnerung, Kinotipps, Interviews mit Stars &#8211; alles in allem ziemlich nah am Optimum dran. Wer auf die bunten Geschichten aus dem gedruckten Programmführer nicht verzichten möchte, kann außerdem online im rtv-Heft blättern. Beide Daumen hoch!</p>
<p>Empfehlenswert ist auch die Plattform <a href="http://www.tvinfo.de"><strong>tvinfo.de</strong></a>, die vielleicht gerade deshalb besser ist als der Rest, weil sie nicht in direkter Konkurrenz zu einem gleichnamigen Printprodukt steht. Die Seite ist simpel, übersichtlich und integriert außerdem das bekannte Web-TV-Format „Ehrensenf“</p>
<p><strong><a href="http://www.tvtoday.de">tvtoday.de</a></strong> ist optisch schöner als die meisten Seiten, aber ansonsten stark verbesserungswürdig. Per <a href="http://my.tvtoday.de">&#8220;My TV Today&#8221;</a> kann der Nutzer zwar sein eigenes Interessenprofil erstellen und sich so zum Beispiel alle Filme mit Bruce Willis oder ausschließlich Sendungen aus dem Sport-Genre anzeigen lassen. Was jedoch fehlt, ist eine Erinnerungsfunktion per SMS oder E-Mail.</p>
<p>Eine solche Vormerk-Funktion mit automatischer Erinnerung gibt es auf <strong><a href="http://www.tvspielfilm.de">tvspielfilm.de</a></strong>. Die Seite könnte also gut sein, wenn das altbackene Layout des persönlichen Programmplaners <a href="http://www.tvspielfilm.de/programm/mytv">&#8220;My TV&#8221;</a> nicht wäre. Im Gegensatz zum animierten &#8220;My TV Today&#8221; fehlt es hier an Übersichtlichkeit. Immerhin: Wer sich bei tvspielfilm.de registriert, kann mit denselben Log-in-Daten unter anderem auch das Forum von Focus Online nutzen.</p>
<p>Was tvspielfilm.de an Farbe und Interaktivität fehlt, ist auf <a href="http://www.mytvmovie.de"><strong>TVMovie.de</strong></a> im Überfluss vorhanden. Schön: Neben dem Fernsehprogramm gibt es auch DVD-Vorstellungen, Kinotipps, eine Filmdatenbank und einen Video-Bereich. Auch eine Community ist in Ansätzen vorhanden.
<p><small>Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.</small></p>

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