Andreas Göldi

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Andreas Göldi schrieb 2005-2008 das Blog «Beobachtungen zur Medienkonvergenz», den Vorgänger von netzwertig.com, in dem es ebenfalls um die Verschmelzung von IT, Telekommunikation und Medien ging. Er ist fester Autor bei netzwertig.com und testet außerdem gelegentlich neue Gadgets für neuerdings.com.

Im Moment ist Andreas Göldi CTO beim Video-Startup Pixability. Davor absolvierte er ein Weiterbildungsstudium in Boston am MIT und gründete anschliessend die Social-Media-Analytics-Firma Buzzient mit. Vor seinem Umzug in die USA war er CEO der namics AG, der mit über 280 Mitarbeitern grössten Schweizer Internetagentur, die er 1996 auch mitgegründet hatte. Ausserdem ist er Investor bei mehreren Startups, unter anderem der Blogwerk AG.

Mehr über Andreas Göldi auf seiner Homepage: http://www.agoeldi.com. Sein privates Blog findet man unter blog.agoeldi.com.
Andreas ist zu erreichen über die Email-Adresse

 

Alle 539 Artikel von Andreas Göldi auf netzwertig.com:

Social Networking:
Haben Twitter und Facebook ihren Höhepunkt überschritten?

Twitter wächst wie verrückt und ist definitiv im Mainsteam angekommen. Facebook nimmt anderen Social Networks dramatisch Marktanteile ab. Schön für diese Dienste, aber vermutlich erleben wir bei beiden gerade den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Bald könnte es bergab gehen.

Hand hoch: Wer hier war mal Mitglied bei GeoCities? SixDegrees.com? TheGlobe.com? Tripod? Friendster? Oh. So wenige? Na ja, der durchschnittliche netzwertig.com-Leser ist vermutlich zu jung, um sich an diese Urgesteine des Social Networkings erinnern zu können.

All diese längst verblichenen Communities wurden mal als das ganz, ganz heisse Ding ihrer jeweiligen Zeit gehandelt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich 1997 meine erste Einladung zu SixDegrees.com vom späteren Gründer eines bekannten Blognetzwerks erhielt. Dieses pionierhafte Social Network wurde in der Internet-Szene damals als das nächste grosse Ding gesehen, als totale Revolution, die alles ändern würde. Aber natürlich ist diese Website genau wie die nächsten zwei Generationen ihrer Nachfolger inzwischen von uns gegangen.

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Hulu:
Medienkonzerne und ihr Selbstmord auf Raten

Aufregung in der amerikanischen Internet-Szene: Die Fernseh-Website Hulu zieht ihre Inhalte aus den Konkurrenzkanälen Boxee und TV.com ab. Droht bei den Fernsehinhalten ein weiterer desaströser Verteilungskampf nach dem Vorbild der beinahe ruinierten Musikbranche?

Hulu.com, eine gemeinsame Website der Medienkonzerne NBC und Fox, startete letztes Jahr zu lauten Spottrufen aus der Internetbranche. Inzwischen hat sich diese Recyclingsite für Fernsehserien allerdings ein stattliches Stammpublikum gesichert und viel Anerkennung gewonnen. Nicht wenige sahen in Hulu einen ersten Lichtblick in den sonst grandios erfolglosen Digital-Strategien der klassischen Medienkonzerne.

Besonders sympatisch an Hulu war bisher, dass die Inhalte über verschiedene andere Online-Kanäle zugänglich gemacht wurden, nicht zuletzt auf der Website TV.com des Konkurrenten CBS und über die kürzlich neu gestartete Mediacenter-Software Boxee.

Doch mit dieser einträchtigen Content-Teilerei ist nun plötzlich Schluss. Hulu kündigte heute zerknirscht an, sich auf Druck seiner Inhaltslieferanten aus diesen Alternativkanälen zurückziehen zu müssen.

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Geschäftsbedingungen:
Das eigentliche Problem mit Facebook

Facebook krebst zurück: Die vor einigen Tagen veröffentlichten und kontrovers aufgenommenen neuen Geschäftsbedingungen werden züruckgenommen. Aber das Problem sind nicht die AGBs, sondern das, was diese Aktion über Facebook aussagt.

Wer noch daran gezweifelt hat, dass Social Media zumindest in den USA den Mainstream erreicht hat, brauchte gestern abend nur die amerikanischen Fernsehnachrichten zu verfolgen. Restlos jeder Sender berichtete zur besten Sendezeit über die Kontroverse, die Facebooks neue “Terms of Service” ausgelöst hatten.

Facebook hatte in seinen neuen Geschäftsbedingungen festgelegt, dass alle von den Usern hochgeladenen Inhalte (also Fotos, Videos, Texte, …) auch nach dem Löschen des Useraccounts weiter von Facebook nach Gutdünken verwendet werden können. Das kam bei den Usern vorsichtig gesagt nicht so gut an, und ein Sturm der Entrüstung brach los. Auch Erklärungsversuche von Firmenchef Mark Zuckerberg liefen ins Leere.

Nach nur zwei Tagen gibt Facebook jetzt klein bei und setzt die alten AGBs wieder ein, nicht aber ohne trotzig zu verkünden, dass man weiter an einer neuen Version arbeite, die auch die ungewaschenen Massen verstehen können.

So weit, so gut? Nicht ganz. Der Stil dieser Aktion sagt leider ziemlich viel über Facebooks Firmenkultur, Mentalität und zunehmend schwierigere geschäftliche Situation aus.

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Venture Capital:
Schlechter als man denkt?

Dass Venture-Capital-Firmen in den letzten Jahren nicht die Performance geliefert haben, die ihre Investoren sich erhoffen, ist inzwischen weitgehend bekannt. Aber es könnte noch viel schlimmer sein, als man aufgrund der offiziellen Daten ahnt.

Besser kein Geld für VC-Fonds?
Besser kein Geld für VC-Fonds?
Venture Capitalists, einst die unangefochtenen Könige der kapitalistischen Innovationsförderung, kämpfen um ihren Ruf. Schon neulich haben wir hier beschrieben, dass die Renditen der VC-Fonds inzwischen unter eine kritische Grenze gefallen sind.

Einige VCs haben auf diese Kritik auch schon energisch reagiert, beispielsweise Fred Wilson in seinem Blog. Seine Argumentation: Erstens sind die Renditen laut “offiziellen” Datenquellen (die praktischerweise von der Vereinigung der VC-Firmen manipuliert bereitgestellt werden) überhaupt nicht so schlecht, und zweitens gibt es neue Buchhaltungsregeln in den USA, die die Renditen künstlich verschlechtern.

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Apps, RSS, APIs & Co.:
Alles viel zu kompliziert

Warum setzt sich RSS nicht durch? Warum tut sich Facebooks App-Plattform inzwischen so schwer? Warum scheint hingegen eine eigentlich primitive Website wie Twitter richtig durchzustarten? Die Antwort ist simpel: Weil Einfachheit im Konsumentenmarkt immer siegt.

Einer der intelligentesten Sätze über Technologie, die ich je gelesen habe, lautet:

“Konsumenten kaufen keine Systeme, sondern Produkte.”

Was ist damit gemeint? Wenn sich Firmen eine technologische Lösung kaufen, ist die Situation meistens komplex, und die Firma will eine umfassende Problembewältigung haben. Das erfordert fast naturgemäss eine komplexe, aus mehreren Komponenten bestehende, speziell angepasste technische Lösung — Eine Firma kauft ein System, kein isoliertes Produkt. Darum ist es kein Wunder, dass beispielsweise bei der Einführung eines Softwarepaketes à la SAP typischerweise nur etwa ein Viertel der Kosten auf die Soft- und Hardware entfällt und der Rest für Consulting-Dienstleistungen draufgeht. Das ist der Preis der Komplexität.

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IT:
Neue Spielregeln für die Softwarebranche

Die grössten Softwareunternehmen der Welt wurden alle lange vor den Zeiten des Internet gegründet. Aber viele dieser Riesen sind in Schwierigkeiten: Ihre Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr so wie früher. Die Spielregeln in der Softwarebranche sind gerade daran, sich fundamental zu ändern — durch “Software as a Service” aus dem Internet.

SaaS: Enterprise-Software über's Web statt von den eigenen Servern.
SaaS: Enterprise-Software über's Web statt von den eigenen Servern.
Wer “Software” hört, denkt vermutlich zuerst an Word und Excel, iTunes, Firefox oder andere Programme für Enduser. Solche Clientsoftware stellt aber nur einen recht kleinen Teil des Marktes dar. Der Löwenanteil der Umsätze mit Software wird mit Lösungen für Unternehmen erzielt. In dieser Top-Liga spielen Konzerne wie Oracle, SAP oder CA, aber auch die Unternehmenssoftware-Abteilungen von IBM, Microsoft, HP oder EMC.

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Venture Capital:
Ein miserables Jahrzehnt

Die Venture-Capital-Branche ist gut darin, sich nicht nur als Förderin unternehmerischer Innovationen, sondern auch als zuverlässige Geldvermehrerin darzustellen. Aber neue Zahlen zeigen: Venture Capital liefert längst nicht die Renditen, die versprochen werden. Sind die VCs durch ihre mangelnde Leistung in Gefahr?

Nur noch Cents und Pennies von VCs?
Nur noch Cents und Pennies von VCs?
Venture Capitalists (VCs) geben sich gern leistungsorientiert. Die von ihnen finanzierten Startup-Gründer müssen sich typischerweise zu knallharten Zielen verplichten, bei deren Nichterreichung drakonische finanzielle Strafen drohen. Schliesslich müssen die Anreize stimmen, meinen die VCs, und Leistungstransparenz gehört dazu.

Bei ihrer eigenen Leistung nehmen es die VCs hingegen gern weniger genau mit der Transparenz. Es ist notorisch schwierig, zuverlässige Daten über die Performance von VC-Firmen und der von ihnen verwalteten Gelder zu bekommen. Zwar veröffentlichen die einschlägigen VC-Branchenverbände gelegentlich solche Zahlen, aber die sind meistens kunstvoll schöngerechnet und beziehen sich nur auf die gesamte Branche. Schlechte Nachrichten werden meist in einem Wust von Fachjargon verpackt. Wer gar wissen will, wie gut ein spezifischer Fonds performt hat, stösst auf eine Mauer des Schweigens: VCs verpflichten ihre Investoren meistens vertraglich, über die Perfomance dicht zu halten.

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10 Prognosen für 2009

In diesem ersten Teil unserer Aussicht auf 2009 stelle ich zehn Prognosen für das kommende Jahr auf. In Teil zwei werden Marcel Weiß, Martin Weigert und Markus Spath ihre Prognosen abgeben.

1. 2009 wird ein wirtschaftlich wirklich schwieriges Jahr, auch für die Internetbranche

Fast alle grossen Wirtschaftsräume stecken jetzt schon in der Rezession, und 2009 wird es nicht besser aussehen. Kann sein, dass es gegen Ende des Jahres langsam wieder aufwärts geht, aber den tiefsten Punkt haben wir noch nicht erreicht.

Anders als in der Dot-Com-Krise anfangs des Jahrzehnts sind diesmal mehrere grosse Branchen direkt betroffen, und insbesondere solche, an denen viele Arbeitsplätze hängen. Das bringt fast zwangsläufig Probleme für die Konsumentenausgaben mit sich, und das zieht die Wirtschaft noch weiter herunter. Das Besondere an dieser Rezession: Sie schlägt weltweit und in fast allen Branchen gleichzeitig zu. “No place to hide”, wie die Amerikaner sagen — man kann sich nirgends verstecken.

Profitieren von dem ganzen Elend können höchstens Firmen, die beim Geldsparen helfen — Software für die Optimierung von Unternehmensprozesse, Preisvergleichsportale und dergleichen. Aber auch da sind die Profitchancen überschaubar.

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Werbung:
Das Komplexitätsproblem von
Social-Media-Marketing

Werbung auf Social Networks will weiterhin nicht so recht abheben. Sind daran die ignoranten Werbeauftraggeber schuld? Die phantasielosen Website-Betreiber? Oder liegt der Grund vielleicht doch ganz woanders? Ist Social Media vielleicht viel komplexer und neuartiger, als wir alle denken?

Kein Zweifel: Social Media ist das Medienphänomen unserer Dekade. Viele Millionen von Internetusern verbringen erstaunliche Mengen von Zeit auf Facebook, Youtube, unzähligen Blogs und Diskussionsforen.

Doch trotz riesigem Erfolg an der Nutzerfront können die Umsätze dieser Web-2.0-Sites bisher gar nicht überzeugen. Gerade wurden die Umsatzerwartungen für Social-Network-Werbung drastisch nach unten korrigiert, von einem eh schon nicht beeindruckenden Niveau. YouTube ist weit von der Profitabilität entfernt. Und grosse Werbekunden wie Procter & Gamble sagen inzwischen ganz offen, dass sie mit den Resultaten ihrer Social-Media-Kampagnen sehr unglücklich sind. Viele Firmen basteln irgendwas mit Social-Media-Marketing herum, aber richtige Erfolgsrezepte gibt es noch keine.

Was läuft da falsch? Sind die angebotenen Werbeformen zu wenig einfallsreich? Oder sind die Werbekunden einfach zu konservativ und merken nicht, was ihnen da entgeht?

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Rückblick:
Was aus unseren Prognosen für 2008 geworden ist

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Anfangs 2008 haben wir ein paar Prognosen für die Internetbranche gewagt. Und weil wir bekanntlich so ehrlich und selbstkritisch sind: Hier ist der Rückblick und die Trefferanalyse.

Eins ist sicher: 2008 war in vielerlei Hinsicht ein überraschendes Jahr, wenn auch zumindest wirtschaftlich nicht gerade im positiven Sinn. Wie haben sich da unsere 10 Prognosen für 2008, die wir im letzten Januar aufgestellt haben, insgesamt geschlagen?

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