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Wahlomat 2013, Wahlodata, Deutschland wählt

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit einem weiteren Wahl-Special: Wahlomat 2013 visualisiert; Wahlodata; Deutschland wählt; und Konzepte hinter den Kandidaten.

 

Bei Wahlomat 2013 visualisiert kann man sich verschiedene Visualisierungen der Daten aus dem hier vor drei Wochen vorgestellten Wahl-O-Mat anschauen und die verschiedenen Positionen viel leichter vergleichen. In einer ersten Matrix wird dabei die konkrete Haltung der Parteien zu einem breiten Spektrum an Themen dargestellt, wo dann auch die konkreten Aussagen mit einem Klick abrufbar sind. Eine zweite Matrix versucht dann auch, die jeweiligen Dispositionen im Vergleich zu allen anderen Parteien algorithmisch zu berechnen und die Ähnlichkeiten resp. Unterschiede farblich herauszuarbeiten. Auch dort liefert ein Klick die zugrundeliegenden Daten aus den Programmen.

 

 

Auch Wahlodata visualisiert Daten zur morgigen Bundestagswahl, nur werden hier Tweets in Echtzeit ausgewertet und auf einer Karte visualisiert. Zwei Filtermöglichkeiten stehen zur Verfügung: Einserseits können die Tweets auf bestimmte Parteien begrenzt werden, andererseits lassen sich die Tweets nach der (positiven, neutralen oder negativen) Einstellung zur jeweiligen Partei filtern. Die Daten werden auch aufgezeichnet und im Verlauf aggregiert, sodass auch etwaige Stimmungsänderungen sichtbar werden. Eigentlich hübsch gemacht, nur wäre eine weitere Ebene – etwa ein thematischer Filter – unter Umständen nützlich und informativ gewesen.

 

 

Und mit Deutschland wählt gibt es ein kleines Dashboard, das die Bundestagswahl ‘im Spiegel von Social Media’ abbilden will und verschiedenste Inhalte aggregiert. Zu finden sind nicht nur Tweets von und über Parteien, sondern auch YouTube-Videos, Links zu Profilen auf Facebook, einige Widgets und sogar thematische Bookmarks bei Delicious. Technologisch sicherlich nichts noch nie Gesehenes, aber für das Sammeln von Eindrücken trotzdem nicht schlecht.

 

 

Last not least hat auch der Spiegel eine weitere Visualisierung der Konzepte hinter den Kandidaten erstellt. Verglichen wurden hier die verschiedenen Wahlprogramme der Parteien, wobei die Themenfelder (Arbeitsmarkt, Außenpolitik, Demokratie, Bildung, Wirtschaft, usw.) in ihrer relativen Wichtigkeit repräsentiert werden. Auch hier kommt man mit einem Klick direkt zur entsprechenden Textstelle im Programm. Hübsch: Zusätzlich wird auch eine Art DNA der jeweiligen politischen Werte generiert.

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. Dumme Fragen

    “Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten”, glaubt das Volk, und fragt immer wieder die hohe Politik, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die “Finanzkrise” zu beenden sei. Die dummen Antworten der Politiker werden immer erst im Nachhinein als solche erkannt – was das Volk nicht davon abhält, weiterhin dumme Fragen zu stellen. So fragen jene, die sich haben einreden lassen, die “Finanzkrise” sei (fast) schon beendet, mit welcher Finanz- oder Wirtschaftspolitik die “Staatsschuldenkrise”, die “Bankenkrise” oder die “Eurokrise” zu beenden sei.

    Das erkenntnistheoretische Problem besteht darin, dass eine intelligente Frage nur stellen kann, wer den Großteil der Antwort schon kennt. Die erste intelligente Frage lautet: Warum glauben Politiker, es könnte überhaupt eine wie auch immer geartete Finanz- oder Wirtschaftspolitik geben, um die “Finanzkrise” (beginnende globale Liquiditätsfalle) zu beenden? Antwort: Wenn nicht einmal die “Experten” der Deutschen Bundesbank wissen, was Geld eigentlich ist, verstehen es die “Spitzenpolitiker” noch viel weniger:

    http://opium-des-volkes.b…/01/geldtheorie.html

    Die zweite intelligente Frage lautet: Wie kann eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, so dumm sein, Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg in Kauf zu nehmen und heute vor der größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte zu stehen, anstatt schon seit der Erstveröffentlichung von “Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld” (Silvio Gesell, 1916) in allgemeinem Wohlstand auf kaum noch vorstellbarem technologischem Niveau in einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden zu leben? Antwort: Die halbwegs zivilisierte Menschheit ist noch immer religiös:

    http://opium-des-volkes.b…pium-des-volkes.html