Million-Finanzierung, iPhone-App, Meilensteine:
ShopLove setzt auf Boom des mobilen Einkaufens

Knapp ein Dreivierteljahr nach dem Launch stehen die Zeichen bei dem Münchner Startup ShopLove dank einer siebenstelligen Finanzierungsrunde, der Veröffentlichung einer iPhone-App und 100.000 Downloads der iPad-Anwendung auf Wachstum.

ShopLove aus München ist für meinen Geschmack eines der interessantesten deutschen Startups des vergangenen Jahres. Die Bayern bringen hunderttausende Produkte aus Dutzenden Onlineshops in ein elegantes, für das iPad optimiertes Magazinformat. Anstatt das Couch- oder Hängematteshopper gezwungen sind, sich mit den meist textlastigen, für Desktops geschaffenen Browseroberflächen einzelner E-Commerce-Anbieter herumzuplagen, erlaubt ihnen die kostenfreie ShopLove-App das entspannte, stark visuell betonte Stöbern in einem umfangreichen, durchsuchbaren Produktkatalog. Erst wer bestellen möchte, wird auf die jeweilige Shopseite weitergeleitet.

Million-Finanzierung

Rund ein Dreivierteljahr nach dem Launch können das ShopLove-Gründertrio Maximilian Beller, Hendrik Braun und Timo Trumpp und ihr elfköpfiges Team diverse Neuigkeiten bekannt geben: So investieren das Medienunternehmen Bauer Digital und eine Reihe von Business Angels rund eine Million Euro in das Jungunternehmen. Das bisherige Kapital in nicht genannter Höhe kam ebenfalls von Angels. Mit der Verlagsgruppe Bauer, die in Deutschland und in internationalen Märkten zahlreiche Publikumszeitschriften produziert und vertreibt, darunter auch die Bravo, holt sich ShopLove neben frischem Geld nützliche Reichweite ins Boot – auch wenn es sich in erster Linie um ein finanzielles und nicht strategisches Investment handelt, wie Mitgründer Braun betont. 

iPad-App erhält Gesellschaft von iPhone-Variante

Parallel zur Finanzierung gibt das Startup aus der bayerischen Landeshauptstadt erste Meilensteine bekannt: 100.000 Mal wurde die bislang nur fürs iPad angebotene App mittlerweile heruntergeladen. Beachtliche 40 Millionen unterschiedliche Produkte schauen sich ShopLove-Nutzer pro Monat an. Eine ab sofort verfügbare iPhone-Variante von ShopLove soll dazu beitragen, dass diese Meilensteine schnell übertroffen werden. Auch von einer Empfehlung der Telekom im Rahmen des Top-Apps-Programmes erhoffen sich Beller, Braun und Trumpp einen weiteren Nutzerzuwachs.

Shoplove

Partnerschaften mit Shops

Über 200.000 Produkte von mehr als 5.000 Marken und knapp 50 Partner-Shops lassen sich derzeit in ShopLove abrufen. Dies sind einige weniger als zum Start im November 2012. Co-Founder Hendrik Braun erkärt, dass das Team in den vergangenen Monaten Optimierungen vorgenommen und einige Shopquellen entfernt habe, etwa solche, die nicht in der Lage sind, aus einer mobilen App generierte Verkäufe zu messen. Mit rund der Hälfte der integrierten Anbieter hat ShopLove mittlerweile Umsatzbeteiligungen beinhaltende Partnerschaften abgeschlossen. Bei der anderen Hälfte dienen Affiliate-Programme als Erlösquelle.

Neu bei ShopLove dabei sind seit einiger Zeit auch Kataloge. Die darin enthaltenen Produkte können direkt über die Katalogansicht aufgerufen werden. Hendrik Braun berichtet, dass viele Nutzer zwar die Darstellung von Einzelprodukten gut finden, aber noch stärker auf die Fantasie anregende Visualisierungen von Produktwelten und das Arrangement unterschiedlicher Produkte abfahren.

Einheitlicher Checkout und Android-App auf der Roadmap

Ganz oben auf der Roadmap für die kommenden Monate steht die Integration eines shopübergreifenden Checkouts. Derzeit werden Nutzer jeweils auf die Produktbestellseite einzelner E-Commerce-Sites geleitet, was etwas umständlich ist und speziell vom iPhone aus problematisch werden könnte. Zudem arbeitet das Team bereits an einer Android-Variante von ShopLove. Laut Braun sei derzeit ein “Test-U-Boot” geplant, um herauszufinden, wie sich das Konzept auf die Android-Plattform übertragen lässt. Auch die Integration von Social-Elementen steht auf der Agenda. Unmittelbare Internationalisierungspläne dagegen hegen die Münchner vorläufig nicht: Die Verfügbarkeit von ShopLove bleibt erst einmal auf die D-A-CH-Region beschränkt. /mw

Link: ShopLove

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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Ein Kommentar

  1. Was gab es früher für Hammer Apps,
    ganz ohne Aufwand, aber total erfolgreich:
    erfolgs-geschichten.blogspot.de/2013/07/sprunghaft-erfolgreich-doodle-jump.html?12578

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