Startups auf der Suche nach Kapital:
Der Crowdinvesting-Boom fordert die Presse heraus

Über Crowdinvesting Geld von Privatanlegern einzusammeln, liegt bei vielen Startups im Trend. Oft machen die betreffenden Unternehmen im Vorfeld kräftig PR. Doch gehört die Sicherung des finanziellen Wohls der Firmen sowie das Bereitstellen von Anlagetipps nicht zu den Aufgaben von Journalisten.

Das Karlsruher Startup Honestly sorgt gerade mit der “größten Crowdinvesting-Aktion aller Zeiten” für Aufmerksamkeit. Nachdem der badische Spezialist für Kundenfeedback über Smartphones im August 2012 100.000 Euro per Crowdinvesting eingesammelt hat, sollen Privatinvestoren ab dem morgigen Donnerstag die bisher für ein Unternehmen in Deutschland einmalige Summe von 400.000 Euro zusammenbringen. Abgewickelt wird die Kampagne wie beim letzten Mal über den Dresdner Dienst Seedmatch. Was genau Honestly macht, könnt ihr in unserem Review aus dem vergangenen Jahr nachlesen.

Angesichts der Tatsache, dass die mit der Finanzierungsrunde im Sommer 2012 angestrebten 100.000 Euro in weniger als drei Stunden zusammenkamen, und auch aufgrund eines solide wirkenden Geschäftsmodelles im derzeit als besonders attraktiv geltenden B2B-Segment, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Honestly-Macher Sven Bläse, Mateo Freudenthal, Pascal Klein, Sebastian Wenzel und Philipp von Limburg auch bei ihrer zweiten Crowdinvesting-Aktion die Fundingschwelle von 100.000 Euro erreichen und vielleicht auch am Maximalziel von 400.000 Euro kratzen. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, informiert das Startup seit einigen Tagen die Presse über das bevorstehende “Event”.

Crowdinvesting boomt

Honestly ist aufgrund des angestrebten Rekordbetrags ein prominenter Kandidat, aber bei weitem kein Einzelfall: Fast im Wochentakt erhalten wir Mails von Startups, die mittels Crowdinvesting Privatinvestoren suchen, und die gerne im Vorfeld dafür trommeln möchten. Kein Wunder, sieht die Bilanz der entsprechenden Plattformen in Deutschland doch schon recht gut aus: Über Seedmatch wurden bisher 3.438.250 Euro in 31 Projekte investiert, Wettbewerber Innovestment versorgte 16 Startups mit 1.241.919 Euro Kapital von privaten Anlegern, und bei Companisto erhielten bisher zehn Jungfirmen insgesamt 764.335 Euro. Angesichts einer üblichen Mindestlaufzeit der Beteiligungen von fünf bis sieben Jahren ist es für eine Bewertung der tatsächlichen Renditemöglichkeiten von Investoren in Form von Beteiligungen an eventuellen Gewinnen oder Übernahmesummen noch zu früh. Bei den an Finanzierungen interessierten Startups genießt diese relativ neue und zweifellos innovative Form der Beschaffung von liquiden Mitteln aber bereits ein hohes Ansehen – erst recht in einem Land wie Deutschland, in dem Investoren als besonders risikoavers gelten.

Die Rolle der Presse

Doch mit der explodierenden Popularität von Crowdinvesting drängt eine bisher wenig debattierte Frage in den Vordergrund: Inwieweit sollte die Presse über Crowdinvestment-Aktionen berichten? Weil ständig blutjunge Unternehmen bei uns vorstellig werden und um eine Berichterstattung über ihre Crowdinvesting-Runde bitten, sind wir vor einiger Zeit dazu übergegangen, grundsätzlich auf Vorab-Erwähnungen entsprechender Fundingprozesse zu verzichten. Ausnahmen wie etwa die Nennung von Honestly in diesem Text – als Aufhänger für eine Analyse zum Thema – behalten wir uns zwar vor, aber generell erscheint uns diese Verfahrensweise sinnvoller, als Leser über jedes laufende Funding in Kenntnis zu setzen.

Crowdfunding vs Crowdinvesting

Der Grund dafür ist simpel: Anders als beim herkömmlichen Crowdfunding steht beim Crowdinvesting ein Renditegedanke im Vordergrund. Deshalb ist es auch wichtig, den korrekten Begriff zu verwenden. Beim Crowdfunding über Plattformen wie Kickstarter oder Indigogo stellen an der Verwirklichung eines Produkts oder eines Dienstes interessierte Konsumenten kleine Geldbeträge bereit. Ihr Motiv ist dabei der eigene Bedarf an dem zu entwickelnden Gut, ihr Investment stellt den Betrag dar, den sie für den Erwerb des Produkts oder Dienstes zahlen wollen.

Beim Crowdinvesting steht die Investition und die damit verbundene Hoffnung auf eine Rendite im Vordergrund. Das zu finanzierende Produkt ist in seiner Grundfassung meist bereits fertig, Geldgeber und Nutzer sind anders als beim Crowdfunding nicht zwangsläufig identisch. Wer sich per Crowdinvesting an einem Unternehmen wie etwa Honestly beteiligt, der erhofft sich eine Vermehrung seines eingesetzten Kapitals in Form von Gewinnausschüttungen oder einer Beteiligung an der Verkaufssumme, sollte es zu einem Exit kommen.

Ganz genau genommen ist Crowdinvesting eine spezielle Form des Crowdfundings. Um aber Missverständnisse zu vermeiden und die Intentionen der Geldgeber kenntlich zu machen, ist eine deutliche Unerscheidung sinnvoll.

Viele Gadgetblogs berichten häufig über angekündigte oder angelaufene Kickstarter-Kampagnen. Selbst wenn bei weitem nicht jede erfolgreich abgeschlossene Aktion am Ende zu einem fertigen Produkt führt, so verursachen entsprechende Medienberichte wenig Schaden und resultierten häufig einfach aus einer Sympathie der Redakteure für die präsentierten Ideen.

Crowdinvesting-Vorab-Artikel sind Anlageberatung

Ein ausführlicher Bericht über eine angelaufene Crowdinvesting-Aktion für ein Startup hingegen ist eine subtile Form der Anlageberatung. Daraus resultiert eine erhebliche Verantwortung für den Autor, der je nach Reichweite und Art des Berichts Leser auf der Suche nach alternativen Geldanlagemöglichkeiten dazu bringen kann, 250 Euro oder mehr in ein vermeintlich erfolgsversprechendes Startup zu investieren.

Auch wenn sich Startups mit Crowdinvesting-Plänen oft transparent präsentieren und im Detail über ihre Roadmap, ihre Zahlen und auch ihre Schwächen Auskunft geben, so setzt eine solide Investmentberatung im Vorfeld eine intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Unternehmen voraus. Ohne ein längeres Gespräch mit dem Gründerteam, eine genaue Prüfung des Geschäftsmodells, ein Gespräch mit Kunden/Nutzern, ein Blick auf die Bilanz, eine Analyse der Konkurrenzsituation und einen ausführlichen Praxistest ist dies meines Erachtens nach unmöglich. Sicherlich: Wer beruflich über einen langen Zeitraum die Startup-Landschaft im Blick hat, der entwickelt ein Gespür für Potenziale eines Vorhabens, welches sich häufig schon nach wenigen Minuten einstellt. Aber es ist eben nur ein Bauchgefühl. Wer öffentlich das “nächste große Ding” identifiziert und sich dabei doch irrt, der erhält im schlimmsten Fall etwas Häme von Kollegen und Lesern mit gutem Gedächtnis. In der Regel sind derartige Prognosen aber schnell vergessen. Treibt ein Autor mit einer prominenten Ankündigung eines Crowdinvestings jedoch Leser in eine Beteiligung, welche sich im Nachhinein als Verlustbringer herausstellt, so wird die Hoffnung auf die Vergesslichkeit der Betroffenen vergeblich sein.

Eine Empfehlung muss dabei nicht explizit als solche ausgedrückt werden. Schon wer über einzelne Funding-Kampagnen berichtet, über andere aber nicht, der spricht damit indirekt Empfehlungen aus.

Angenommen es gelänge, Lesern tatsächlich ausnahmslos gute Tipps für attraktive Investments zukommen zu lassen, oder alternativ einfach sachlich und ohne jede eigene Bewertung über sämtliche Crowdinvesting-Kampagne von Startups aus der Internetwirtschaft zu berichten – meines Erachtens nach ist es nicht Aufgabe von Journalisten und Bloggern mit journalistischem Verständnis und Anspruch, für das finanzielle Wohl von Webfirmen einzutreten oder Lesern Anlagetipps zu geben.

Insofern bleiben wir bei unserer Richtlinie und betonen an dieser Stelle auch, dass die obige Erwähnung von Honestly nicht als Anlageberatung zu verstehen ist. Die Bewertung der in ihrer Zahl und Vielfalt zunehmenden Crowdinvesting-Möglichkeiten überlassen wir einem dafür spezialisierten Fachportal. Sofern dies bisher noch nicht existiert, so ist dessen Entstehen sicher nur eine Zeitfrage. /mw

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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8 Kommentare

  1. Honestly kann und wird nicht funktionieren! Kundenfeedbackmarkt ist mit über einhundert konkurrenten völlig überrannt. zudem ist die bereitschaft der nutzer feedback zu geben einfach nicht gross genug. aber die idee nochmal 400.000€ zu generieren bevor es alle kapieren find ich gut!

  2. Hallo,
    so ein Fachportal gibt es schon.
    http://www.crowdinvestor24.de/

  3. Sehr guter Punkt. Ich bin auch der Meinung, dass es nicht die Presse sein kann, die die Analyse und gar Analgeempfehlungen machen sollte. Ich habe jedoch die Lösung auch nicht parat. Es gilt für mich aber wie auch bei den herkömlichen Anlageinstrumenten ein oberstes Prinzip. Kaufe nichts was du nicht verstehst. Man sollte sich generell nicht blind in die Hände eines Anlageberaters geben sondern immer das Heft in der Hand behalten. Sprich lieber etwas Zeit aufwenden um die Börse und explizite Anlageinstrumente verstehen lernen oder lieber gar nicht investieren.

  4. Ich habe selten einen merkwürdigeren Artikel über ein Thema gelesen! Einfach nur mal ein paar Punkte und Fragen, die man als Leser des obigen Artikels berücksichtigen oder sich stellen sollte.

    1.: Crowdinvesting ist Crowdfunding! Crowdinvesting von Crowdfunding abzugrenzen geht nicht, das es sozusagen eine Teilmenge von Crowdfunding ist! Sachlich also schlicht und einfach falsch! (Besonders ärgerlich, wenn man von Crowdinvesting spricht und den Marktführer erwähnt, der selbst eben nicht von Crowdinvesting spricht, sondern von Crowdfunding!)

    2.: Wenn man über ein Startup berichtet, welches eine Finanzierungsrunde via Crowdfunding (oder von mir aus Crowdinvesting) anstrebt, ist das noch lange keine Anlageberatung – auch keine subtile!

    3.: Wenn das Berichten über vermeintliche Anlagetipps nicht Aufgabe von Journalisten (Fachjournalisten) ist, wessen Aufgabe ist es dann?

    4.: Wenn diese subtile, indirekte Anlageempfehlung aus journalistischer Sicht kritsch zu bewerten ist, dann bedeutet das, dass eine große Zahl der Fachmagazine, Tages- und Wochenzeitschriften keinen Journalismus, sondern Anlageberatung betreiben.

    Was ist denn mit den Journalisten, die über bestimmte Unternehmen berichten, beispielsweise, weil dort eine Kündigungswelle ansteht oder sonstige Dinge von öffentlichem Interesse vorkommen? Das hat für alle, die z.B. Aktien des betreffenden Unternehmens halten auch Konsequenzen. Möglicherweise geraten sie unter Verkaufsdruck. Sind die dadurch resultierenden Kursschwankungen dann Marktmanipulation?

  5. Danke für dein Feedback.

    Zu 1. Warum eine Unterscheidung sehr angemessen ist, steht klar und deutlich im Text, und sehr wohl geht eine Abgrenzung. Hätten nicht Kickstarter & Co den Begriff “Crowdfunding” frühzeitig belegt wäre es nicht falsch, hätten Seedmatch & co diesen sich angeeignet. Doch da dies nun so geschehen ist und es einen klaren Unterschied zwischen den Konzepten von Kickstarter, Indigogo etc und Seedmatch, Innovestment etc gibt, sollte man, wenn man es genau nimmt, für letztere Dienste den meines Erachtens nach korrekten Begriff “Crowdinvesting” verwenden. Eben weil die Motive der Crowd andere sind, und weil es um ROI geht – echtes Investment, nicht die Finanzierung eines Produkts aus dem eigenen Nutzungsinteresse heraus.

    2. Sagst du.

    3. Von Anlageberatern.

    4. Natürlich stellen bestimmte Magazine rund um Anlageberatung hier eine Ausnahme dar. Denn deren Leser kommen ja genau deshalb. Wer aber soetwas in die “klassische” journalistische Berichterstattung einbaut und es als “News” Personen serviert, die nicht wegen Anlageberatung das jeweilige Medium nutzen, der arbeitet meines Erachtens nach nicht journalistisch korrekt. Wobei es natürlich immer Ausnahmen gibt – bei Firmen öffentlichen Interesses. Facebooks Börsengang etwa war ein solcher. Der Unterschied ist aber bei sämtlichen Aktienmarktberichten, dass die Partizipationshürde für den Durchschnittsmenschen hoch ist. Wer noch nie Börsengeschäfte gemacht hat, der wird nicht wissen, wie er verfahren soll. Bei einem Bericht über eine Crowdinvesting-Kampagne dagegen steht der Link zur Kampagne meist dabei, und danach ist man schon fast am Investieren.

    “Was ist denn mit den Journalisten, die über bestimmte Unternehmen berichten, beispielsweise, weil dort eine Kündigungswelle ansteht oder sonstige Dinge von öffentlichem Interesse vorkommen? ”

    Natürlich hat das Auswirkungen auf den Aktienkurs. Aber ich muss dir doch nicht wirklich erklären, wo der Unterschied zwischen einer Meldung “XYZ entlässt” und einer Meldung “XYZ nimmt jetzt gerne euer Geld entgegen” liegt.

  6. Hier ein guter Kommentare von “Stephan” http://gruenderszene.de/n…be-mio-via-seedmatch

    Ich sehe es sehr ähnlich, Crowdfunding/-investment sind noch relativ unausgereifte Konzepte und wirklich relevanten Problem werden nicht beachtet…

  7. artikel finde ich richtig, natürlich braucht jeder schreiber auch stoff zum schreiben und springt gern auf den zug auf. diese crowdfunding investing portale wie auch immer scheinen wohl im trend zu liegen. ich finde es schade, dass wieder nur trendige begriffe verwendet werden, die keiner richtig versteht. ich denke, die meisten, die da investieren, wissen gar nicht, auf was sie sich einlassen. die zahlen sind ja immer schön. alle machen immer nach 3 -4 jahren millionen umsätze und das natürlich mit 5 oder mit Geschäftsführern, die dann alle noch da sind. der gedanke, etwas aus verbrauchersicht zu machen, wird durch summen von 400.000 zu nichte gemacht und geht nurnoch um reine anlage

  8. Ich kann euren Standpunkt verstehen, finde es aber gleichzeitig aus Lesersicht sehr schade. ich finde die Themen Crowdfunding und Crowdinvesting sehr spannend und würde gerne mehr darüber lesen.

    Mir würde es reichen, wenn ihr am Ende des Artikels, wie weiter oben geschehen, schreibt, dass der Artikel nicht als Anlageempfehlung gemeint ist.

    Das ihr die Berichterstattung hierzu nicht machen wollt, finde ich eine denkbar schlechte Lösung bei einem so spannenden Thema. Vielleicht überlegt ihr es euch noch mal?

vgwort