Me-Too-Produkte statt origineller Ideen:
Die meisten Startups sind zum Scheitern verurteilt

Zu viele Gründer im deutschsprachigen Raum setzen auf Me-Too-Produkte, die heute mehr denn je von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind. Das muss sich ändern.

In einem E-Mail-Ordner mit der Aufschrift “zu erledigen” liegen eine Reihe von Startup-Pitches, deren nähere redaktionelle Bearbeitung ich seit längerem vor mir herschiebe. Alle haben eines gemeinsam: Es sind junge Webdienste aus dem deutschsprachigen Raum, die nicht schlecht aussehen, deren Konzepte durchaus modern anmuten – und deren Ideen wir in den letzten Monaten und Jahren schon etwa tausendfach in abgewandelter Form zu Gesicht bekamen. Noch nie schienen die Chancen für derartige Projekte, nachhaltige Erfolge zu werden, schlechter als heute.

Egal ob Bookmarking- und Clipping-Tools im Pinterest-Stil, Gutschein- und Rabattportale, mobile Social-Apps oder Marktplätze für irgendwas: Alles existiert im Jahr 2012 in zigfacher Ausführung bereits, und jedes Mal, wenn sich wieder ein Gründer-Team an einem Me-Too-Produkt versucht, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass daraus ein Unterfangen wird, auf das in einem Jahr mehr als fünf Menschen nicht mehr verzichten möchten. 99,9 Prozent der Startups, die wir heute in den besonders heißt umkämpften Segmenten aus dem Boden sprießen sehen, dürften in zwei Jahren wieder verschwunden sein. Mindestens.

Ende 2012 ist der Markt gesättigter denn je, was Consumer-Anwendungen angeht. In den USA, und erst recht im strukturell deutlich schwächeren deutschsprachigen Internetraum. Das bedeutet nicht, dass Newcomer gar keine Chance mehr haben, sich ihren Teil vom Kuchen zu sichern. Doch dazu sollten sie sich Themen verschreiben, die sich stark von den bisherigen, den Großteil des digitalen Zeitbudgets vereinnahmenden Giganten abheben – von Facebook bis Twitter, von Instagram bis WhatsApp, von YouTube bis Google+, von Reddit bis Tumblr, von Pinterest bis Groupon – anstatt sie in irgendeiner Form nachzuahmen oder ihre Konzepte geringfügig abzuändern und dann anzunehmen, dafür gäbe es eine echte Nachfrage. Diese existiert fast nie.

In den USA gab es in diesem Jahr eine Reihe Aufmerksamkeit erregender Flops – von Color (gefloppt bereits 2011, aber endgültig zerbrochen 2012) über Airtime bis zu Oink. Alles Dienste, die mit viel Kapital von prominenten Gründern lanciert wurden, aber niemals auch nur in die Nähe ihrer selbst formulierten hohen Ansprüche kamen. Weder von Findery, dem Location-Startup von Flickr-Gründerin Caterina Fake, noch den neuen Projekten der Twitter-Gründer Evan Williams and Biz Stone’s, Lift und Branch, hört man Erfolgsmeldungen. Immerhin, ihr drittes Projekt unter dem Dach des Entwicklerstudios “Obvious”, Medium, scheint sich ganz gut zu entwickeln und findet vermehrt positive Erwähnungen in Netzmedien. Aber sonst war 2012 auch für viele erfolgsverwöhnte US-Gründer und Startups ernüchternd. Es sagt viel aus, dass Talentakqusitionen und der berühmt-berüchtigte, glorifizierte “Pivot” einen nicht unwesentlichen Teil der Meldungen ausmachten, die man bei den einschlägigen US-Branchenmedien in den vergangenen zwölf Monaten bestaunen konnte. Mindestens 1000 US-Startups werden innerhalb eines Jahres aufgrund fehlender Anschlussfinanzierungen in Folge mangelnden Interesses verschwinden, glaubt PandoDaily-Chefin Sarah Lacy.

Dass selbst die hervorragend vernetzten, problemlos an Kapital gelangenden Entrepreneure aus dem Silicon Valley Schwierigkeiten dabei haben, ihre an Endanwender gerichteten Services zum großen Wurf zu machen, heißt für Unternehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht viel mehr außer: Es ist extrem schwierig. Ich glaube, mit einfallslosen Me-Too-Produkten – was klassische Copycats, austauschbare 0815-Konzepte sowie Ideen mit Nähen zu existierenden, bereits etablierten Webfirimen betrifft – ist Misserfolg fast garantiert. Klar, man lernt viel. Aber das allein sollte nicht die Motivation für eine Gründung sein.

Junge Entrepreneure hierzulande, aber natürlich auch in allen anderen Ländern, sollten aufhören, Zeit und Ressourcen mit sinnlosen, von vorne herein zum Scheitern verurteilten Startup-Unterfangen zu verschwenden, und stattdessen Ideen verwirklichen, die es in dieser Form noch nicht gibt. Ich höre einige wettern: “Der Martin hat leicht reden, er muss es ja nicht selbst machen”. Stimmt. Das ist der Luxus meiner Tätigkeit. Ich kann meine Sicht auf die Dinge wiedergeben und daraus Ratschläge ableiten. Werdende Gründer können sich diese durch den Kopf gehen lassen oder ignorieren, wie sie wollen. Und sicherlich wird es immer Fälle geben, in denen sich ein spät in einen extrem wettbewerbsintensiven Digitalmarkt einsteigender Anbieter tatsächlich gegen deutlich stärkere Wettbewerber behauptet und ihnen Anwender/Kunden abspenstig macht. Oder für viel Geld und zum Unverständnis aller Beobachter übernommen wird. Das gelingt einem von tausend.

Digitale Märkte, die es zu erobern gilt, und in denen sich nicht schon zahlreiche deutlich größere, finanzstärkere, besser vernetzte Konkurrenten dicht drängen, existieren genug. Viele bisher ungelöste oder schlecht gelöste Probleme warten nur darauf, durch Internet- und mobile Technologien endlich zur Zufriedenheit von Millionen Menschen angegangen zu werden. Identifiziert diese Bereiche, anstatt euch in einen scheinbar einfachen Markt zu begeben, bei dem ihr einer von vielen seid, und in dem ihr mit ein paar Hunderttausend Euro Seedkapital nur dann eine Chance habt, wenn ein Mark Zuckerberg in euch schlummert.

Artikel wie diesen hier habe ich schon häufiger geschrieben, und es wird sicher nicht der letzte sein. Nicht jedes Startup kann zum Knaller werden. Traditionell schaffen dies nur die wenigsten. Gründer, die aber ihre Chancen erhöhen möchten, zu dem elitären Club der Gewinner zu gehören, sollten sich genau überlegen, ob ihre Geschäftsidee dafür originell genug ist.

Um mit etwas Positivem abzuschließen: Eines der beeindruckendsten Startups der letzten zwei Jahre mit deutschsprachiger Beteiligung stellt für mich Buffer dar. Der im April 2011 lancierte englisch-österreichische Service erlaubt das Planen und zeitversetzte Publizieren von Social-Media-Updates wie Tweets oder Facebook-Posts. Einige Monat nach dem Debüt siedelten die Gründer Leonard Widrich und Joel Gascoigne ins Silicon Valley um. Heute hat die junge Firma rund 500.000 User und erwirtschaftet jetzt mit einem vierköpfigen Team 70.000 Euro Umsatz pro Monat, Tendenz steigend. Dieses lesenswerte Portrait skizziert den bemerkenswerten, geradlinigen Aufstieg von Buffer. Ich wünsche mir für 2013 mehr derartige Stories von Startups aus dem D-A-CH-Raum.

(Foto: stock.xchng/miracle)

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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52 Kommentare

  1. Oben schreibst Du “an Endanwender gerichtet” – Buffer ist nun aber eher als B2B zu kategorisieren (was im übrigen der momentan vielversprechendere Ansatz ist).

    • Ich sehe Buffer sowohl im B2C als auch B2B-Bereich. Klar, unter den zahlenden Usern sind sicher ein großer Anteil Professionals. Aber wenn ich mir so bei Tweets ansehe, wer alles “via Buffer” publiziert, dann ist das nicht ein typisches, eindeutiges B2B-Produkt.

  2. lösen wir mit figo ein problem? oder sind wir aus deinen augen sinnloses zeug und oder copycat? ehrliche meinung interessiert…

    • Copycat. Ganz eindeutig. Sorry, aber du wolltest eine Antwort (wenn auch von Martin ;).

    • ok – spannende sicht. danke für die ehrliche antwort. würde mich interessieren, wer dir einen accountübergreifenden push-dienst für deine finanzdaten anbietet.

    • @andre
      Schwer zu sagen. Erst mal muss man beim ersten Besuch der Site eine gewisse Zeit investieren, um überhaupt festzustellen, was hier angeboten wird. Mit Blumen hat es wohl nichts zu tun. Zudem ist die Navigation so angelegt, dass sie man erst nicht bzw. nach ausprobieren findet.

      Wie lautet der USP in wenigen Worten?
      Wenn es einen gibt, warum steht der nicht prominent auf der Site?
      Das würde auch die Frage nach dem Copycat gleich mit beantworten.

    • @ Rene & Robin
      Freut mich dass ihr mir Arbeit abnehmt ;) Ehrlich.

      @ andre

      Ich stimme Robin zu: Man muss zu lange suchen, um zu verstehen, was es ist.

    • ok – habe jetzt lange geschwiegen und die ganze Diskussion verfolgt. Ich denke, dass es auch viele Kleinigkeiten sein können, die aus einem scheinbaren Copy-Cat etwas wirklich anderes und vor allem nützliches machen.

      Zur Frage nach dem USP gebe ich euch recht in Bezug auf unsere Webseite. Schärfen wir gerade.
      Wir verändern die Richtung beim Konsum von Finanzdaten – bisher ist es ein pull von eurer Seite, wir machen daraus einen Push der für euch relevanten Informationen. Bisschen wie bei der eMail vor dem Blackberry. Aber aus eurer Sicht daher auch ein Copycat.

      Schöne Weihnachten euch allen und einen guten Rutsch

  3. Ich denke, dass es sich um eine Art Teufelskreis handelt: Wer ein Startup zum Fliegen bringen will, braucht Investoren. Und viele Investoren scheinen meiner Meinung und Beobachtung nach genau jenen Projekten Aufmerksamkeit zu schenken, die gerade ein In-Thema anschneiden. Wer eine zu gewagte Idee hat, findet genauso wenig ernsthaftes Interesse wie die, die die ein solides Geschäftsmodell haben, welches aber nicht Potential zur 100-Mio-Firma hat.

    Wie du schreibst dreht sich ausserdem vieles im Kreis jener, die es bereits einmal “geschafft” haben. Da sind auch viele mit dabei, die einfach mal Glück hatten. Kevin Rose ist für mich so ein Beispiel. Digg war zu seiner besten Zeit ein Riesenerfolg. Darauf baut Kevin bis heute, ohne je bewiesen zu haben, dass er auch mehrmals den richtigen Riecher haben kann. Trotzdem kriegen solche Leute erneut Geld für jede Schnapsidee. Was wieder zur Folge hat, dass andere Investoren und somit auch Gründer auch in diesem Bereich mitmischeln wollen.

    Mein Fazit: Die Geldgeber habens in der Hand, welche Art Startups gegründet werden. Vielleicht sollte dort einmal ein Sinneswandel stattfinden.

    • True. Auch was deine Beurteilung von Kevin Rose betrifft.

      Aber Glück beziehungsweise Timing gehört halt dazu.

    • @sprain: Du sprichst mir aus der Seele. Ich stimme Martins Artikel zu und Deiner Aussage ebenfalls. Und auch Deiner Schlussfolgerung, dass ich bei den Geldgebern etwas ändern muss, denn aus diesem Dilemma kommen die Gründer selbst nicht heraus.

  4. Reißerisch, inhaltslos, demotivierend… schlecht!

  5. Ich denke, Du hast recht, Martin. Was sich heute nicht klar positionieren lässt, hat als Startup keine Chance, die Gründer vermögend zu machen.

  6. Klasse Beitrag!

    Ich verfolge die Startup-Szene seit längerer Zeit (passiv), aber momentan kann ich wirklich sagen, dass es nur noch nervt, dauernd vom “Besten” und “Tollsten” neuen Startup zu lesen, wobei tatsächlich 99% der gleiche Käse ist, den es schon zigfach gibt!

    Man ist dann auch irgendwann – trotz großer Neugier – schlicht überfordert, die Spreu vom Weizen zu trennen; und so tendiere ich in letzter Zeit immer öfters dazu, etwas nicht auszuprobieren….

    • Jo geht mir auch häufiger so. Auch wenn ich es dann manchmal von berufswegen doch ausprobieren muss ;)

    • ok, das ist dann natürlich ein herber nachteil ;-)

      vielleicht sollten wir ein tool erfinden, dass z.b. anhand keywords in der leistungsbescheibung die wahrscheinlichkeit eines copycat bestimmt…dann wüsste man im voraus, wo es sich lohnen könnte, etwas neues zu entdecken….

  7. Ich erlebe öfters, dass Kapitalgeber explizit nach Copycats Ausschau halten und neue Ideen mangels Erfahrung ablehnen. Selnst auf die gefahr hin, etwas neues zu verpassen oder später teurer einzusteigen. Ich schätze die LAge ähnlich wie @sprain ein.

    • Sofern es sich um aggressive Investoren mit einem guten Netzwerk handelt, dann haben diese Copycats leider noch immer besserere Chancen als die zahlreichen anderen Startups, die nicht exakte Klone sind, aber eben doch letztlich im gleichen Terrain fischen wie die ganz Großen.

    • Das heisst im Umkehrschluß, nicht aggressive Investoren sind innovativer? Nach welchen Kriterien werden aggressive und nicht agressive Investoren unterschieden?

    • Ich meinte das eher so, dass Copycats noch eher was werden können, sofern sie Geldgeber im Rücken haben, die den Gründern richtig Feuer machen (oder sie gar eingestellt haben) – also etwa im Rocket Internet Style – anstelle von Gründern, die mühselig eine Seed-Runde für einen Dienst eingesammelt haben und dann versuchen, damit von irgendwo aus Deutschland einen Pinterest für irgendeine Nische zu etablieren. Als Beispiel.

  8. Ohne Geld wird kein Internet-Startup groß. Solange Investoren auf “alt bewerte” Modelle setzen und ihnen die Kreativität fehlt Innovationen weiter zu denken wird es schwierig. Gute Ideen und Projekte gibt es sicher mehr als wir denken. Mal schaue was sich demnächst aus Crowdfunding Produktionen bildet.

  9. Martin hat m. E. ganz richtig erkannt, dass vor allem der immer wichtiger werdende Consumer-Markt praktisch übersättigt ist. Zumindest wird es erst mal nichts Gravierendes Revolutionäres an Consumer-Portalen geben. Dennoch könnte ein “Me-Too”-Produkt erfolgreich werden, wenn es kleine, aber effiziente Verbesserungen hat, die ein Großanbieter bislang einfach versäumt hat. Sowas gibts vielfach: Würde z. B. ein Videoportal an den Start gehen, für das man keinen Zwangsaccount braucht, würde Youtube in ein paar Wochen alt aussehen… Aber generelle Revolutionen kann es einfach praktisch nicht geben. Die Chance, dass Du der erste bist, der eine neue Idee hat, ist schlicht eins zu sieben Milliarden.

    Sprain schrieb in Kommentar Nr. 3:

    Wer eine zu gewagte Idee hat, findet genauso wenig ernsthaftes Interesse wie die, die die ein solides Geschäftsmodell haben, welches aber nicht Potential zur 100-Mio-Firma hat.

    Richtig. Investoren buttern nur da rein, wo es hohe Renditen geben kann. Dasselbe Problem haben wir ja aktuell in ganz Deutschland im Wohnungsmarkt: Investoren motzen die heruntergekommensten Gebäude zu Luxusvillen auf, und die Leute in einfachen bürgerlichen Berufen keine bezahlbare Wohnung mehr finden, auch wenn sie da ihr Leben lang wohnen bleiben würden, und so im Laufe der Jahrzehnte keine wahnsinnig hohe, aber verlässliche Miete reinkäme.

    Markus Jakobs schrieb in Kommentar Nr. 9:

    Mal schaue was sich demnächst aus Crowdfunding Produktionen bildet.

    Meine Prognose: Nichts – abgesehen von einigen ohnehin schon bekannten Leuten. Aus dem Musikbereich wird ja Radiohead immer wieder als Paradebeispiel gebracht (auch hier im Blog). Der große Denkfehler: Radiohead haben das nur deshalb so erfolgreich hingekriegt, weil sie seit Mitte der Neunziger einen Major-Plattenvertrag hatten, der über ein Jahrzehnt lang millionenschwere Werbebudgets da reingebuttert hat. Dadurch hatten die bereits eine riesige Fanbase.

    Man darf aber bei allen diesen Gedanken nicht außer Acht lassen, dass (egal ob es jetzt Internetportale, Computerprogramme, Spiele, Filme oder Musik ist) kein normal denkender Mensch im Vorfeld in ein Produkt investiert, über das er noch gar nichts weiß. Sicher ist eins: Wirklich revolutionär ist so ein neues Produkt in den allerseltensten Fällen. Radiohead ist im Grunde auch nur eine Copycat – derartige Rockbands gibt es zig in jeder Stadt, und das Internet ist voll von derartigen Bands. Wenn aber irgendwo massiv Werbung geschaltet wird, wird auch was völlig Belangloses zum Mega-Erfolg. Siehe auch aktuell den “Gangnam Style” – asiatische Dance-Musik gab es schon in den frühen 90ern in den deutschen Plattenläden.

    DJ Nameless

  10. Schöne Kommentare!

    Nochmal zum Thema “Investoren sind schuld”. Daran ist sicher viel Wahres dran. Und es gibt Geldgeber, die da auch ganz stur sind und sich nicht von andersartigen Ideen überzeugen lassen.

    Es gibt aber auch welche, die ganz einfach nur überzeugt werden wollen. Und – wie hier letztens beschrieben – manche Gründer verkaufen sich auch einfach schlecht.

    Viele der Projekte, die in die im Artikel beschriebene Kategorie fallen, sind oft auch sell-funded. Entweder wollte ihnen also kein Investor Geld geben, oder sie sind noch gar nicht soweit.

    Insofern sollte das “die bösen Investoren” auch nicht als allgemeingültige Ausrede dienen, nichts gebacken zu kriegen.

    Investoren wollen ihren ROI. Kommt ein Gründerteam mit einer fetten, neuen Idee an, verkauft sich gut und gibt den Geldgebern das Gefühl, dass hier das große Geld lauert, kann man auch in Deutschland Investoren finden, die das unterstützen.

    • Ich möchte gerne ergänzen, dass ich die Investoren nicht als das alleinige Problem sehe. Sie sind aber ein nicht zu unterschätzender Faktor im ganzen Spiel.

      Ich gehe absolut einig, dass auch Gründer in der Pflicht sind, sich mehr Gedanken über sinnvolle Produkte mit klarem Alleinstellungsmerkmal zu machen. Das ist in der Praxis natürlich gar nicht so einfach. Aber es hat ja niemand gesagt, ein Startup zu führen sei einfach ;)

  11. @ DJ Nameless beim Crowdfunding kann auch in fertige Produkte investiert werden denen es an Geld fürs Marketing fehlt. Ich sehe unsere Startups durchaus als revolutionäre Suchmaschinen und Social Networks an. Kennt nur keiner der sich nicht mit Echtzeit-Monitoring intensiv beschäftigt.

  12. @ Martin:

    “Investoren wollen ihren ROI. Kommt ein Gründerteam mit einer fetten, neuen Idee an, verkauft sich gut und gibt den Geldgebern das Gefühl, dass hier das große Geld lauert, kann man auch in Deutschland Investoren finden, die das unterstützen.”

    … gewagte These.

    Hier ein paar reale Antworten:

    1. Antwort:

    Hallo Herr ______,

    interessanter Ansatz.
    Ich bin gespannt ob das gelernte Userverhalten bei Suchmaschinen sich Ihrem Ansatz anpasst.
    Wir brauchen bei solchen völlig neuen Konzepten eine proof of concept in der Art dass wir substantielle Erfahrungen aus dem Live Betrieb sehen muessen, also belastbare und signifikante Userdaten.
    Ich würde mich freuen wenn sie uns auf dem Laufenden halten, sobald Sie hier Erfahrungen vorweisen können.

    Beste Grüße

    _____ ______ (München)”

    2. Antwort:

    Hallo Herr _______,

    vielen Dank für die Mail aber wir würden da gerne noch etwas „warten“ bis das Projekt gelauncht ist.

    Mit besten Grüßen (München)”

    VG

  13. Das Probelm ist das die Me-Too Ideen die sind die Funding bekommen!
    Ich kenne es selber, wenn ich Projekte gepitcht hatte die es nicht gb, alle Angels, VCs etc sagten super Idee, da glaub ich dran, das macht aber keiner, also mach ich es erstmal auch nicht… und versuchen dazu noch immer Vergleiche zu aktuellen “Trends” zu finden (was meistens Bereiche sidn die schon abgefrühstückt sind!) – Es ist also die deutsche Investoren Landschaft und nicht die Ideen! Zu blöd wenn die ganzen investoren in das 46te copycat investieren wo das original noch nie funktioniert hat!

  14. Wir vermarkten mit Honestly eine neuartige Kundenfeedback-Lösung an Unternehmen. Hier ein Original-Zitat von einem potentiellen Investor vor einigen Monaten:
    “Würde mich hier sehr stark am US-Vorbild orientieren – wenn das aber nicht fliegt, so hat man ein Problem.”

    Ich kann deswegen Startups sehr gut verstehen, die eins-zu-eins ein Copycat gründen. Mit guter Execution kann man dann zumindest noch nationaler Marktführer werden. Wobei mich persönlich das auch weniger reizen würde.

    Ich glaube aber auch, dass in Zukunft Me-Too Produkte weniger Erfolg haben. Lieber ein neuartiges Produkt entwickeln und die Chance haben weltweit Marktführer zu werden. Als Copycat kann man halt im Bestenfall zweitgrößter Player werden und das lohnt sich dann auch für Investoren meist nicht mehr.

  15. Je mehr hier in den Kommentaren der Konsens entsteht, die Investoren seien die Hauptschuldigen, desto weniger plausibel erscheint mir diese Erklärung für das im Artikel erwähnte Problem.

    Klingt unlogisch, ich weiß. Vielleicht wird’s nach folgenden Zeilen verständlicher:

    Alle nachhaltig erfolgreichen IT- und Internetgründer (Amazon, Google, Facebook, Microsoft, Apple etc.) haben eines gemeinsam: Ihre Ideen entstanden aus eigenen Bedürfnissen und Problemen, nicht daraus, dass sie das Produkt gebaut haben, für das sie am leichtesten VC bekommen konnten.

    Wenn man also die Schuld für die große Zahl von Me-Too-Startups (was nicht nur Copycats umfasst, sondern alles, was auf Dauer im Prinzip gegen größere, ähnliche Dienste keine Chance hat) den Investoren in die Schuld schiebt, impliziert man, dass Gründer das Fähnchen nach dem Wind richten. Sprich, wenn sie nicht ihre hammerfette Idee durchboxen können und kein Geld für sie kriegen, machen sie eben eine Foto-App.

    Das Ding ist: Diejenigen, die wirklich das Zeug zum erfolgreichen Gründer haben, denken nicht so. Die finden entweder trotzdem einen Weg, sie ziehen um, dorthin wo es mehr Geld gibt, sie nerven VCs so lange (mit Überzeugungskraft, nicht Drohanrufen), bis sie nachgeben, oder sie lassen ihre Idee ganz sein und arbeiten ihr leben lang in irgendeinem Großkonzern.

    Will heißen: Wer lieber ein “Pinterest für XYZ” baut, weil er dafür Geld bekommt, der gründet ohnehin nicht aus einem eigenen Bedürfnis hinaus sondern aus externer Motivation. Und diese Leute haben – zumindest wenn man sich anschaut, was an Webfirmen wirklich groß wurde – ohnehin schlechtere Chancen. Denn ihnen fehlt am Ende einfach der Wille, das Ding wirklich durchzuziehen.

    Man kann jetzt natürlich philosophieren, inwieweit es besser wäre, dass Gründer, deren Idee kein VC bekommt, besser dran sind, wenn sie lieber die zehnte Dokumentenplattform launchen, anstatt 40 Jahre in einem Großkonzern abzusitzen.

    Aber grundsätzlich glaube ich, Vollblutgründer, die eine wirklich großartige Idee haben, satteln nicht auf ein Me-Too-Produkt um, nur weil es dafür VC gibt.

    Insofern denke ich nicht, dass es so einfach ist, wie die fehlende Zahlungsbereitschaft von Investoren als Hauptursache zu sehen.

    Zumal, wie weiter oben erwähnt, viele der Me-Too-Produkte, von denen wir so hören, noch gar nicht mal die Diskussion mit Angels und VCs begonnen haben.

    Mit anderen Worten: Die mangelnde Investitionsbereitschaft der VCs in neue Ansätze ist eine Erkärung dafür, warum nur wenige wirklich herausragende Ideen realisiert werden. Es ist aber keine Erkärung dafür, war um es so viele austauschbare Me-Too-Dienste gibt. Dort liegt die Verantwortung eher bei den Gründern dieser Projekte.

  16. Martin, danke für den Artikel. Kann ich alles unterschreiben.

  17. Das Hauptproblem der deutschen Gründerszene:
    Die Ideen von vorgestern zum Preis von übermorgen.

    Zu viele Leute, die zu wenig auf der Pfanne haben, versperren den Blick auf die wenigen wirklichen Highlights. Kurz: Zu geringer Störspannungsabstand.

  18. Kann nicht mal jemand ein Unternehmen gründen, das eine Software fürs Kenntlichmachen von Tippfehlern entwickelt? Diese könnten dann zum Beispiel rot unterstrichelt werden. Falls es so was schon gibt: Link an den Blogschreiber!

  19. Mag sein, dass die meisten Startups wieder eingehen. Das hat für die User aber, wenn überhaupt, nicht nur Nachteile, sondern auch große Vorteile. Insbesondere den einer großen Qualitätsauslese via starkem Wettbewerb. Einen starken ebenbürtigen Evernote-Konkurrenten gibt es bis heute nicht. Einen guten WYSIWYG-Editor in Android gibt es m.W. bis heute nicht. Die gesamte Cloudsoftware wie Ablage usw. ist technisch noch in der Entwicklung und Reifung. Da kann Vielfalt und Wettbewerb meiner Meinung kaum schaden. Dass dabei etliche Dienste wieder eingehen, ist ein notwendiges Übel – muß Nutzer über gelegentliche Brüche hinaus aber nicht groß stören. Die Vorteile sind meiner Meinung viel größer als die Nachteile.

    • Das Problem ist, das Me-Too-Produkte selten besser sind. Und bei Konzepten, die auf kritische Masse ausgelegt sind – was für die meisten Social Web Services gilt – hat der Nutzer nichts davon, wenn er der einzige ist, der einen Dienst verwendet. Selbst wenn dieser funktionell und von der Oberfläche besser wäre.

      Me-Too-Produkte sind selten wirklicher “Wettbewerb”. Wettbewerb ist, werd den Marktführer wirklich unter Druck setzt. Das gelingt den wenigsten Akteuren, die wir so sehen.

    • Hmm, das liegt natürlich an der Freiheit und Offenheit des Internets. Es kann hier jeder der will, einen Laden aufmachen. Auch insofern muß man die Massenhaftigkeit solcher Versuche wohl als ein notwendiges Übel der totalen Offenheit des Netzes ansehen. Und sich auch nicht um jedes neue “Popel”-Angebot kümmern. Macht man mit einzelnen Homepages ja auch nicht.
      Ich halte die Vielfalt darüber hinaus trotzdem auch für einen Vorteil. Weil sie schlicht die Voraussetzung für Wettbewerb ist. Dass dabei relativ wenig rum kommt, ist weniger dieser Vielfalt des Wettbewerbs, sondern offenbar der Einfaltslosigkeit seiner Teilnehmer geschuldet. Mit diesem breiten offenen Internet-Wettbewerb ist es halt wie mit dem dummen Huhn, das auch irgendwann mal ein Korn findet. Irgendwann stößt halt aus der Masse mal was Gutes hervor. Und deswegen brauchen wir die Masse der Versuche.

    • PS. Ganz abgesehen davon, dass es im Internet an Clouddiensten garnicht genug geben kann. Weil irgend eine extra Abladestelle für Datenkram kann man immer gebrauchen. Auch deswegen besser viel als zu wenig. Zu viel kann es auch deswegen kaum geben.

  20. Dein Artikel bestätigt sich in jeder Hinsicht wenn man sich die Auswahl der Startups des Jahres auf deutsche-startups.de ansieht!

    Es ist ernüchternd und deprimierned welche Dienste hier aus der Taufe gehoben werden. An den meisten hat man sich satt gesehen und keine Lust sich bei einem weiteren Dienst anzumelden.

    Von daher kann man nicht oft genug auf diese Thematik eingehen und den Finger in die Wunde legen.

    • Danke. Bei der Wahl bin ich ja auch in der Jury dabei. Die Wahl fiel mir allerdings recht leicht, eben weil sich die Zahl der wirklichen Knaller in Grenzen hält.

  21. Crowdfunding funktioniert auch nur dann wirklich gut, wenn die dahinterstehende Marke oder die Personen bereits bekannt sind.

    Deshalb ist der Vergleich mit hiesigen zeitgemäßen Startups auch sehr treffend: die Entscheidung über die Finanzierung eines Projektes basiert zu großen Teilen auf dem Verständnis der Idee dahinter. Und da haben die Projekte, die bekannte Ideen kopieren – also die Copycats – einen riesigen Vorteil.

    Die Logik dahinter ist so einfach wie banal.

    Und alles scheint auch auf eine deutliche Sättigung des VC-Marktes in 2012 hinzudeuten, .. IMHO.

    Aber es ergibt sich auch folgende Frage dabei: werden die Ideen, die ganz offensichtlich neu, aber – nach Verständnis, Analyse & Beurteilung – eben auch erfolgversprechend sind wirklich noch über die etablierten VC-Strukturen finanziert?

  22. Spannende Betrachtungen.

    “Ein VC hat einen Fund im Nacken sitzen, der professionell verwaltet sein will. Es ist dann kaum vertretbar, mit ganz neuen Idee herumzuprobieren!”
    Zumindest stelle ich mir so als Founder die Sicht der VCs vor.

    Der echte kreative Moment einer “Neuschaffung” ist selten. Viel häufiger ergeben sich Abwandlungen. Ein durchgängiges Prinzip. Daher CopyCats.

    Was macht dann davon Manche “doch” erfolgreich? Agressives Marketing! Und weiter -> Was braucht es für erfolgreiches Marketing? Eine komprimierte Darstellung eines konkreten Produktes!

    Ich behaupte: alle “Produkte”, die sich nicht in einer einzigen Headline erklähren können haben es schwer!

    Ich habe 4x den Weg von einer ganz einfachen, disruptiven Idee über ein big ecosystem zurrück zu wieder einer ganz einfachen Idee mitgemacht.

    Meine Lehre aus der Zeit: Wenn man eine Idee hat, braucht es im Startup zuerst mal 2 wichtige Kompetenzen: Einen echten und guten Marketer, der einen Brand aufbauen kann. Und einen guten Texter. Nur ein guter Texter schafft es, die Ideen zu wenigen greifbaren Worten zu verdichten!

    Ich denke durch diese beiden Fähigkeiten trennt sich in Wirklichkeit die Spreu vom Weizen!

    Ich denke, die großen VCs täten gut daran, jeweils einen Inkubator aufzubauen, der für Startups diese beiden Kompetenzen bereithält. WEIL sich an dieser Schwelle die Spreu vom Weizen trennen lässt, wären so manche verlorene Investments vermeidbar…

    Vielleicht fangen wir ja heute wirklich ein neues Zeitalter an! Schöne Weihnacht euch allen…

    • Bezüglich der Gründer/Mitarbeiter stimme ich Dir absolut zu.

      Jede Idee ist nur so gut wie das dahinter stehende Team. Ob man die hervorragenden Fähigkeiten in einem solchen Team auf den perfekten Texter/Marketer herunter brechen kann bezweifel ich jedoch stark.

      Was nützt es wenn das Produkt nicht einhält was es verspricht?

      Mit allem anderen gebe ich Dir Recht. Die Idee in wenigen Worten so verständlich zu beschreiben das es man es versteht. Das ist ein guter Anfang.

      Viele Grüße und schöne Weihnachten.

    • @lernstift: So etwas schreibt auch nur jemand, der ein Produkt vermarktet ohne jemals einen Proof-of-Concept des Produktes gemacht zu haben ;-)

  23. @Robert Frunzke
    nicht ganz! Wir haben bei den drei bisherigen Startups erst nach PoC die Plattformen geöffnet. Bei Liketurbate z.B. PoC mit wfp.org

    Und beim Lernstift… Wie kommst du drauf? Da vermarkten wir das Produkt ja noch gar nicht! Das machen wir ab Mitte 2013.
    Aktuell gehts uns um die Finanzierung. Dann Prototypen-Bau, dann Testrunden an Schulen und Universitäten, dann Vermarktung.
    Incl wissenschaftlichem Beirat u.a. von PHZ Luzern, Fachhochschule St.Gallen etc.

    Immer schön der Reihe nach… ;-)

    • Nagut.

      Ich sehe da nur einige technische Schwierigkeiten auf Euch zu kommen.

      Aber trotzdem viel Erfolg dabei.

  24. Hallo Robert, “technische Schwierigkeiten” – na hoffentlich. Wäre doch zu einfach wenn man sowas mit Lego zusammenbauen könnte! Wir haben zwei wichtige Herausforderungen schon gemeistert. Bewegungs-Erkennung und “Rechtschreibungs-Erkennung” bei Blockbuchstaben. Herausforderungen sind definiv Handschriften-Erkennung durch Anlernen und Schönschrift-Unterstützung.

    Aber nun mal “gute Weihnacht”! Dieser Artikel dreht sich ja nicht um uns! Wenn du mehr Details wissen möchtest, dann gern vie eMail…

  25. guter artikel, martin *congrats … hast mich als neuen fan … überwiegend d’accord … es ist nun mal die kunst ein MVP im world-wide-web (*sry, .de & .at) mit einem wirklich echten USP so zu stricken, das die crowd (am besten via buzz-marketing) anzieht und von vorne herein noch disruptive (*sry, copycats und nische) ausgelegt ist!

2 Pingbacks

  1. [...] was am meisten in 2012 gegoogelt wurde. In der Start-Up Szene geisterte vor allem der Beitrag von Netzwertig über Me-Too bzw. Copy-Cat Start-Ups herum, ein Dauerthema zu dem es auch bei Deutsche-Startups.de [...]

  2. [...] Me-Too-Produkte statt origineller Ideen: Die meisten Startups sind zum Scheitern verurteilt Junge Entrepreneure hierzulande, aber natürlich auch in allen anderen Ländern, sollten aufhören, Zeit und Ressourcen mit sinnlosen, von vorne herein zum Scheitern verurteilten Startup-Unterfangen zu verschwenden, und stattdessen Ideen verwirklichen, die es in dieser Form noch nicht gibt. [...]

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