Von 0 auf 30.000 Besucher in einem Tag:
Die wahre Kraft des Internets

Dass das Internet jedem Menschen die Werkzeuge in die Hand gibt, um zum Publizisten zu werden, ist keine Neuigkeit mehr. Dennoch kann die Fähigkeit des Netzes zur unvermittelten Schaffung massiver globaler Reichweite vollkommen überraschen.

Wir heben immer wieder gerne die Eigenschaft des Internets hervor, jedem Menschen publizistische Reichweite zu verschaffen. Etwas, das noch vor 20 Jahren undenkbar war. Gewisserweise stellen netzwertig.com und alle anderen Blogs, Blognetzwerke und Mini-Onlineverlage den lebendigen Beweis für diese These dar. Genau wie jedes Twitter-Konto natürlich, jedes öffentliche Facebook-Profil und jede Google+-Präsenz. Doch selbst jemand wie ich, der diese Eigenschaft der digitalen Ära nicht nur vor langer Zeit verinnerlicht, sondern von ihr auch maßgeblich profitiert hat, kann von den Dimensionen, welche die Kraft des Webs annehmen kann, vollkommen überrascht werden. So geschehen gestern.

Auf meinem privaten Blog, wo ich sporadisch kurze Beiträge über dies und das auf Englisch publiziere, wo ich aber aufgrund langer Phasen ohne Updates so gut wie keine regelmäßigen Leser habe, schrieb ich mir gestern in einem kompakten Text meine Besorgnis über das geplante Leistungsschutzrecht und die unverfrorene Stimmungsmache der hiesigen Mainstreampresse unter dem Deckmantel von objektivem, ausgeglichenem Journalismus von der Seele. Das Ganze dauerte ungefähr 30 Minuten, kurz vor Mittag war der Post online. Ich weiß nicht, wie viele Nutzer meinen RSS-Feed abonniert haben. Viele dürften es nicht sein, auch weil ich kürzlich erst die Blogplattform gewechselt und dabei den alten RSS-Feed einfach stillgelegt habe. Die einzigen Kanäle, über die ich auf den Beitrag hinwies, waren Twitter, Facebook, App.net, LinkedIn und Google+.

Ich hatte die Hoffnung, dass der Beitrag einigen meiner vergleichsweise wenigen, nicht der deutschen Sprache mächtigen Followern dabei hilft, zu verstehen, was es mit den zahlreichen Tweets der letzten Zeit zum “Leistungsschutzrecht” oder “#lsr” auf sich hat. Mein Eindruck war, dass die ausländische Tech- und Medienwelt noch nicht ganz im Bilde darüber ist, was Verleger und Politiker in Deutschland da gerade zusammenbrauen.

Nun, das Ergebnis meines spontanen, eher flüchtig heruntergeschriebenen Beitrags auf einem Blog, das an vielen Tagen über Besucherzahlen im unteren zweistelligen Bereich nicht hinauskommt: Zwischen 11:00 am gestrigen Donnerstag und 6:30 heute früh erhielt der Artikel 319 Retweets, 159 Facebook-Likes und 68 G+-Klicks. Was die Trafficzahlen betrifft, traute ich beim Blick auf die Statistik kaum meinen Augen: Rund 30.000 Unique Visitors riefen den Beitrag in gut 20 Stunden auf (laut Clicky). Der Großteil davon, mehr als 20.000, kamen vom renommierten, im Silicon Valley ansässigen Portal Hackernews, wo mein Blogbeitrag von einem Leser verlinkt wurde und dank zahlreicher Votes von Hackernews-Anwendern viele Stunden prominent unter den beliebesten Meldungen erschien.

Dem Post bei Hackernews vorausgegangen war eine virale Verbreitung über die genannten Social-Media-Kanäle. Rivva, das selbst vom Leistungsschutzrecht betroffen wäre, illustriert ansehnlich, welche Twitter-Konten als entscheidende Multiplikatoren fungierten, um den Artikel in der englischsprachigen Websphäre zu verbreiten. Dass mein eigener Tweet vergleichsweise viele Retweets erhielt, ist zum Teil eine Folge der Retweets durch andere Nutzer.

Angesichts des für mich völlig unerwarteten Besucheransturms war es kein Wunder, dass mein Blog eine Zeit lang eher behäbig reagierte und auch mal kurz gar nicht aufgerufen werden konnte. Bedenkt man aber, dass die Site auf einem herkömmlichen Webhosting-Privatpaket für umgerechnet ein paar Euro monatlich läuft, muss ich meinem schwedischen Hoster Binero an dieser Stelle ein Lob aussprechen.

Der Fall führt eindrucksvoll vor, wie selbst ein völlig unbekanntes Webangebot von einem Augenblick zum nächsten zu einem Trafficmagnet für Nutzer aus aller Welt werden kann. Und das mit einem schlichten Meinungsbeitrag. Sicherlich wirkte sich die Tatsache, dass ich mir über die Jahre bei Twitter & Co einige tausend Follower erarbeitet habe, positiv auf die virale Distribution aus. Doch in der Regel erhalten meine Tweets kaum mehr als einige wenige Reaktionen, manchmal auch gar keine. Entscheidend für den Erfolg des Textes war meines Erachtens nach eine effektive Überschrift und, dass zum richtigen Zeitpunkt die “richtigen” User, etwa Medienprofessor Jeff Jarvis oder Journalist Mathew Ingram, durch Shares zu Multiplikatoren wurden. Von da an war der Post ein Selbstläufer, was die weitere Verbreitung betraf.

Obwohl bereits eine Reihe von Blogs und Nachrichtenportalen im angloamerikanischen Bereich über das geplante Leistungsschutzrecht berichtet haben, zeigt die Resonanz auf meinen Beitrag auch, dass die Initiative der Verlage außerhalb des deutschsprachigen Raums bisher kaum wahrgenommen wurde. Sofern ich mit meinem Text daran etwas ändern kann, dann freut mich das sehr. Wenn schon die deutschen Presseverlage nicht in der Lage sind, inhaltlich angemessen und nach Regeln der journalistischen Sorgfalt über den Gesetzentwurf zu berichten, dann schadet ein kritischer Blick aus dem Ausland sicherlich nicht.

Es ist diese Fähigkeit, sämtliche Publikations- und Reichweitenbarrieren niederzureissen, die das Internet zu so einer revolutionären Technologie macht. Und es ist das sich dadurch auflösende Informations- und Meinungsmonopol, das einigen – nicht allen, aber einigen – etablierten Medienakteuren nicht behagt. Der Ruf nach einem Leistungsschutzrecht stellt eine Folge dieses Unbehagens dar. Beobachtet man, mit welchen ethisch fragwürdigen Mitteln die Medien das Gesetz durchzudrücken versuchen, erscheint für mich eindeutig, dass ihre – ohnehin zum Scheitern verurteilten, aber Kollateralschaden anrichtenden – Versuche, das Monopol künstlich aufrecht zu erhalten, nicht vertretbar sind.

Sollte ich mit diesem Beitrag einigen Leserinnen und Lesern Lust gemacht zu haben, auch mal wieder zu bloggen: Tut es. Es wirkt!

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

Mehr lesen

Ein halbes Jahr nach Debüt des iPad-Blogaggregators: Blogbox zieht Bilanz und verrät, wie es weitergeht

3.4.2014, 15 KommentareEin halbes Jahr nach Debüt des iPad-Blogaggregators:
Blogbox zieht Bilanz und verrät, wie es weitergeht

Vor sechs Monaten veröffentlichte das Münchner Startup Blogbox sein innovatives iPad-Blogmagazin. Mittlerweile können darin über 350 Blogs aus dem deutschsprachigen Raum gelesen werden. Nun rückt die Erhöhung der Reichweite sowie die Monetarisierung in den Vordergrund.

Mobiles Blogmagazin: Blogbox kommt aufs iPhone und bringt deutschsprachige Blogs direkt aufs Display

12.12.2013, 4 KommentareMobiles Blogmagazin:
Blogbox kommt aufs iPhone und bringt deutschsprachige Blogs direkt aufs Display

Der mobile Aggregator für deutschsprachige Blogs, Blogbox, erweitert drei Monate nach seinem Debüt seine Verfügbarkeit auf das iPhone. Knapp 150 Blogs sind mittlerweile dabei. Künftig können deren Inhalte auch per Push direkt auf das Display gebracht werden.

Vier Wochen Blogbox: Gelungenes Debüt, aber jetzt wird\'s ernst

15.10.2013, 7 KommentareVier Wochen Blogbox:
Gelungenes Debüt, aber jetzt wird's ernst

Blogbox, die App, die Inhalte Dutzender deutschsprachiger Blogs in einer iPad-App bündelt, schlägt sich im Praxiseinsatz mehr als wacker. Dennoch müssen die Macher taktisch klug vorgehen, um sich wirklich im Informationsalltag lesefreudiger Menschen verankern zu können.

28.8.2014, 4 Kommentare"Gut für Volkswirtschaft und Gesellschaft":
Klarna-Gründer schlägt Gratis-Internet für alle Schweden vor

Sebastian Siemiatkowski, Gründer und CEO des schwedischen Bezahldienstleisters Klarna, sieht in kostenfreiem mobilen Internet für alle Bürger Schwedens einen guten Weg, um die Volkswirtschaft für das digitale Zeitalter fit zu machen. Ein radikaler Ansatz, der nicht nur im hohen Norden eine Überlegung wert wäre.

Evolution des Internets: Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

1.8.2014, 8 KommentareEvolution des Internets:
Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

Seit rund 20 Jahren existiert das kommerzielle Internet. Der Alltag der meisten Menschen wurde durch die globale Vernetzung erheblich vereinfacht. Dennoch gibt es im Rahmen der Evolution des Netzes verschiedene bedenkliche Entwicklungen.

Zusammenprall: Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

21.7.2014, 7 KommentareZusammenprall:
Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

Viele alltägliche Grundannahmen, Geschäftspraktiken und Bräuche entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als Quatsch, historische Unfälle oder pure Illusion. Im Netzzeitalter werden mehr Menschen mit dieser Realität konfrontiert.

Evolution des Internets: Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

1.8.2014, 8 KommentareEvolution des Internets:
Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

Seit rund 20 Jahren existiert das kommerzielle Internet. Der Alltag der meisten Menschen wurde durch die globale Vernetzung erheblich vereinfacht. Dennoch gibt es im Rahmen der Evolution des Netzes verschiedene bedenkliche Entwicklungen.

Linkwertig: LSR, Einspeisevergütung, Experiment, VDS

30.6.2014, 2 KommentareLinkwertig:
LSR, Einspeisevergütung, Experiment, VDS

Auf Youtube kann jetzt auch gespendet werden und mehr.

Linkwertig: LSR, Qwant, Dropcam, Microformats

23.6.2014, 1 KommentareLinkwertig:
LSR, Qwant, Dropcam, Microformats

Die Farce der Interventionen der Verlage gegen Google geht weiter und mehr.

12 Kommentare

  1. Und gleich kommen Fragen wie: “Und wie kann ich sowas für mein Unternehmen 1x pro Woche machen?” :-)

    • Hallo, Herr Krause, hier für die entsprechenden Anfragen die passende Antwort: Einfach einmal die Woche auf den (Zeit-)Punkt genau das richtige Thema ansprechen und in die Reichweitenkanäle hieven. ;-)

  2. 30k? bei einem absolut internetspezifischen Thema, das über einen us aggregator gepusht wurde? viel für ein dorf,absolut lächerlich fürs netz. statistische wahrnehmung im netz von real-wordl zu übertragen taugt nix.

    • Für ein Blog ohne vorherige Bekanntheit sind 30.000 für einen einzigen Post in weniger als 24 h viel. Dürften die wenigsten DE-Blogs mot einem einzigen Beitrag geschafft haben. Inkl uns.

  3. genau wegen sowas schreibe ich mir einen eigenen Blog (ja ich weiß man könnte auch sowas wie WordPress benutzen aber wo ist da als Programmierer die Herausforderung?)

  4. Sehr geehrter Herr Weigert,

    wenn man es nicht selbst erlebt, klingt es fast unglaublich. Meinen Glückwunsch zu diesem tollen Ereignis.

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

  5. Hallo Wilfried (wir sind seit mittlerweile gut einem Jahr per “Du”, aber es fällt offensichtlich zunehmend schwerer, von anonym-online auf bekannt-offline umzuschalten),

    danke, so in etwa schlage ich das unseren Kunden auch vor.

    Grüße aus Echterdingen,
    Michael

  6. Danke für diesen Beitrag, in der Tat bemerkenswerte Entwicklung der Reichweite. Glückwunsch zur so hohen Medienwahrnehmung. Auch wenn mich dies persönlich etwas neidisch macht, muss man dazu sagen das genau aus diesem Grund #LSR nicht kommen darf. An diesem perfekten Beispiel kann jeder erkennen, was das Internet ausmacht. Ich hoffe auch diesen Artikel lesen genau so viele Menschen und womöglich Entscheider, die endlich verstehen müssen das #LSR nicht der richtige Weg für uns alle ist.

    Gruß, Andreas

  7. Bei Veröffentlichungen die den momentanen Zeitgeist treffen, sieht man mal wieder, dass es tatsächlich noch auf Plattformen wie Twitter oder Facebook ankommt, die entsprechend “die Nachricht” verbreiten. Wir selbst haben auch schon öfter bemerkt, dass gewisse Themen die Besucherzahlen nach oben treiben.
    Entscheidend sind wirklich die gewisse Multiplikatoren.
    Vielen Dank für den Beitrag.
    Grüße

  8. Sehr geehrter Herr Weigert,
    um es gleich klar zu sagen: Ich bin gegen das Leitungsschutzrecht. Aber wahrscheinlich werden Sie nie verstehen, dass es keine Fronten oder Trennlinien zwischen etablieren Medien und neuen Medien gibt. Was es aber gibt und Kern des Problems der Offline- und Online-Medien gleichermaßen ist: Es gibt eine tiefgreifende Krise journalistischer Angebote und ihrer finanzierenden Geschäftsmodelle. Auf Papier und im Web. Es geht hierbei um einen Industriezweig mit einigen hunderttausend Beschäftigten. Um Kosten im mehrstelligen Milliardenbereich, um professionellen Journalismus, freie Presse und ja: um Demokratie und freie Meinungsbildungsprozesse. Ihre Demarkationslinie zwischen „Online und Offline“ existiert nur in Ihrem Kopf. Sie ist ein Hirngespinst. Denn die Herkunft journalistischer Angebote im Internet bezogen auf Deutschland sieht wie folgt aus:

    Ableger traditioneller Massenmedien insgesamt: 388
    Davon Tagezeitungen: 265
    Publikumszeitschriften: 30
    Rundfunk: 89

    Reine Internetangebote: 115
    Davon „professionell-journalistisch redaktionell organisiert“: 40
    Portale: 40
    Weblogs: 18

    Quelle: Christoph Neuberger / Christian Nuernberger/Melanie Rischke, Journalismus im Internet: Zwischen Profession, Partizipation und Technik. In Media Perspektiven 4/2009, S. 176.

    Die von Ihnen als „Alten Medien“, als „Bewahrer von Monopolen“ beschriebenen Unternehmen, sind seit Mitte der 90er Jahre Akteure des „Martin Weigert“-Internets. Was glauben Sie, wie die vielen tausend Beschäftigten aus den rund 380 professionellen Online-Redaktionen der Tagespresse und das dazugehörige Management auf Ihren ganzen Quatsch hier reagieren würden. Auf Ihre privaten Meinungskaskaden, die man sie hier unter der Marke netzwertig.com online stellen lässt. Schräge persönliche Bloggbeiträge (Analyse sieht anders aus) wie jene aus den vergangenen Wochen:

    DOPPELT ANTIQUIERT:
    Warum der klassische Werbeblock keine Zukunft hat

    JOURNALISMUS IM NETZ:
    Was Qualität wirklich bedeutet

    ERSTAUNLICHE PARALLELEN:
    Wie sich die Situation der Presseverlage und Airlines gleicht

    ZUKUNFT DES JOURNALISMUS:
    Sehr geehrter Herr Schirrmacher…

    MARKEN WERDEN ZU MEDIEN:
    Wieso Konsumgüterhersteller Newsrooms betreiben könnten

    DIE ENTSCHEIDENDE URSACHE FÜR DEN MEDIENWANDEL:
    Das Internet ist überlegen

    Beiträge wie diese, fallen völlig aus dem Rahmen dieses Onlineangebotes hier. Und meiner Meinung nach beschädigen sie die Marke netzwertig.com. Sie gehören in ihren privaten Blogg, Herr Weigert. Dort können Sie Sätze formulieren (auch auf Englisch) wie jene aus einem Ihrer Beiträge zu Stadtzettel.de: „Die Zukunft des Handels liegt im Onlineshopping. Doch eine unbeantwortete Frage lautet, wann und ob der stationäre Handel durch E-Commerce komplett verdrängt werden kann.“

    Wer in alles in der Welt, außer Ihnen, würde jemals ernsthaft eine solche Frage formulieren und sie auch noch mit einem nachrichtlichen Beitrag verspinnen? Mit einer Meldung also, die unter einer Marke erscheint, die sich nicht in ihrem persönlichen Besitz befindet.

    Kippen Sie so was doch mal in Ihren privaten Blogg und in Ihre Social-Media-Kanäle. Dort können Sie Ihre „Beiträge zum Medienwandel“ fröhlich in die Welt hinaus twittern.

    Hier stören sie und ergeben ein Zerrbild der ansonsten guten Arbeit, die bei netzwertig.com geleistet wird – in anderen der erwähnten Beiträgen ja durchaus auch von Ihnen.

    • Hallo Herr oder Frau Büchner,

      danke für Ihre konstruktive Kritik. Naturgemäß gehen die Vorstellungen darüber, welche Artikel auf netzwertig.com gehören und welche nicht, außeinander, und ebenfalls naturgemäß können wir es nicht allen Recht machen. Viel positives Feedback, das wir regelmäßig erhalten, sowie die Tatsache, dass wir zu den Nominierten der Wahl zu den Blogs des Jahres gehören, signalisiert uns, dass wir bei der Themenwahl nicht so sehr daneben liegen zu scheinen. Und dass wir den Medienwandel beleuchten und dabei nicht automatisch ins selbe Horn blasen wie diejenigen, die dessen Auswirkungen als negativ empfinden, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

  9. Hallo Herr Weigert,
    die Betonung Ihrer Ausführung liegt auf “Wir”. Dies hier ist, wie Sie mir also zustimmen, nicht ihr Privatblogg. Und ja, die Themenauswahl ist insgesamt gut. Offensichtlich gibt es aber keinerlei Redaktion oder redaktionellen Austausch bei netzwertig.com. Sonst wäre durchaus klar, dass es Beiträge gibt, die eher in einen persönlichen Blogg gehören, nicht jedoch unter das Dach einer Marke.

    Sie schreiben,”dass wir den Medienwandel beleuchten und dabei nicht automatisch ins selbe Horn blasen wie diejenigen, die dessen Auswirkungen als negativ empfinden, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.”

    Ich muss Ihnen dazu nocheinmal sagen: Sie denken und schreiben aus der Sicht einer bipolaren Welt. Hier online, da Offline. Es gibt diese Trennlinie jedoch nicht. Niemand ist gegen das Internet. Alle versuchen den Wandel zu nutzen und die damit einhergehenden Fragen zu beantworten.

    Der “Quatsch” in einigen Ihrer Beiträgen und das, was es “wirr” macht, liegt darin dass Ihr Blickwinkel auf die Entwicklungen irgendwie schief ist. Und in dieser Ausprägung, in dieser Schräglage, ist er selten im Netz zu finden – und wenn nur in in der Tiefe des Webs in irgendwelchen seltsamen Bloggs. Ich denke, nichts anderes hatte auch Schirrmacher in seinem Artikel sagen wollen.

    Es grüßt Sie Herr Büchner

Ein Pingback

  1. [...] Weigert von netzwertig.com schreibt über Die wahre Kraft des Internets. [...]

vgwort