Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert:
Gefangen im Tunnelblick

Wann hattet ihr das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht zeitgleich, oder weil unser Gesprächspartner nicht am gleichen Ort ist wie wir. Diese selektive Wahrnehmung macht unseren Austausch ärmer, sagen Experten.

Internetsucht, das krankhafte nicht mehr Aufhören-Können mit dem Klicken, wird in den letzten Wochen heftig diskutiert in Deutschland. Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dieses Verhalten gar als Krankheit klassifizieren lassen. Denn eine Studie zeigt: 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland kommen nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los und vernachlässigen darüber ihr soziales Leben. Die Studienergebnisse sind nicht unumstritten. Kritiker halten Internet-Sucht nur für eine weitere Form der Depression, in der sich bereits bestehende soziale Probleme manifestieren. Doch insgesamt sollte man sich die Frage stellen: Macht Internet einsam?

Der Soziologe Simon Edwin Dittrich hat sich für einen Sammelband der Heinrich Böll-Stiftung zum Thema #public_life – Digitale Intimität, die Privatsphäre und das Netz (PDF) ausgiebig damit beschäftigt, wie sich das veränderte Kommunikationsverhalten auf den Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt.

Weiterlesen bei imgriff.com

Bild: Jeremy Keith bei flickr.com (CC BY 2.0)

 

Mehr lesen

28.8.2014, 5 Kommentare"Gut für Volkswirtschaft und Gesellschaft":
Klarna-Gründer schlägt Gratis-Internet für alle Schweden vor

Sebastian Siemiatkowski, Gründer und CEO des schwedischen Bezahldienstleisters Klarna, sieht in kostenfreiem mobilen Internet für alle Bürger Schwedens einen guten Weg, um die Volkswirtschaft für das digitale Zeitalter fit zu machen. Ein radikaler Ansatz, der nicht nur im hohen Norden eine Überlegung wert wäre.

Evolution des Internets: Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

1.8.2014, 8 KommentareEvolution des Internets:
Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

Seit rund 20 Jahren existiert das kommerzielle Internet. Der Alltag der meisten Menschen wurde durch die globale Vernetzung erheblich vereinfacht. Dennoch gibt es im Rahmen der Evolution des Netzes verschiedene bedenkliche Entwicklungen.

Zusammenprall: Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

21.7.2014, 7 KommentareZusammenprall:
Das Netz trifft auf eine Welt voller Quatsch und Illusionen

Viele alltägliche Grundannahmen, Geschäftspraktiken und Bräuche entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als Quatsch, historische Unfälle oder pure Illusion. Im Netzzeitalter werden mehr Menschen mit dieser Realität konfrontiert.

Kommunizieren über Fotos und Videos: Ashton Kutcher erwärmt sich für Berliner Geek-App Taptalk

14.7.2014, 2 KommentareKommunizieren über Fotos und Videos:
Ashton Kutcher erwärmt sich für Berliner Geek-App Taptalk

Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher empfiehlt in einem Tweet die Berliner Foto- und Video-App Taptalk. Ob ehrlich und spontan oder mit Hintergedanken - dem Dienst mit seiner bislang eher homogen wirkenden Nutzerschaft kann das nur gut tun.

9.3.2012, 4 KommentareKooperation mit Fitness-Tracker:
Path liebäugelt mit der Selbstquantifizierung

Path erlaubt mit Nike+ GPS erstmals einer externen Applikation das Publizieren von Inhalten innerhalb des mobilen Social Networks. Weitere Tools zur sogenannten Selbstquantifizierung dürften folgen.

11.3.2009, 2 KommentareMedia Coffee Blog:
Zum Abschied leise Servus

Die geballte Dialog-Power von rund 40 Autoren verstummt: Das Media Coffee Blog der dpa-Tochter news aktuell wird eingestellt. Haben sich Public Relations und Dialog nicht verstanden?

3 Kommentare

  1. nicht vergessen sollte man auch folgende grassierende folgssoichen:
    verbalsucht: der drang im alltag ständig verbale absprachen zu treffen. sonderform smalltalkeritis.
    weekendetriose: der zwang wöchentlich zwei tage die arbeit niederzulegen.
    bibitismus: der drang wiederholt tgl. flüssigkeiten zu sich zu nehmen.
    phagozytritis: tgl. drang zur nahrungsaufnahme.
    to be continued …

Ein Pingback

  1. [...] Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert: Gefangen im Tunnelblick » netzwertig.com: Wann hattet ihr das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht - http://netzwertig.com/2012/11/26/wie-das-internet-unser-kommunikationsverhalten-veraendert-gefangen-… [...]