Die entscheidende Ursache für den Medienwandel:
Das Internet ist überlegen

Verfechter der alten Medienwelt suchen gerne Schuldige für die Veränderungen ihrer Branche. Dabei kann man den tatsächlichen Grund kaum übersehen: In den Augen der Nutzer ist das Internet allen anderen Medienträgern ganz einfach überlegen.

Wer am Donnerstagvormitag bei Facebook oder Twitter zugegen war, hatte kaum eine Möglichkeit, Videoclips des Traumtors von Zlatan Ibrahimovic im Länderspiel Schweden-England aus dem Weg zu gehen. Kein Wunder, spricht man doch bereits jetzt von einem der spektakulärsten Tore des Fußballs. Sowohl in meiner Twitter-Timeline als auch in meinem Facebook-Newsfeed gab es kein Entkommen von durch Nutzer primär bei YouTube hochgeladenen Mittschnitten von TV-Aufnahmen, die Ibrahimovis Wunderwerk aus allen nur denkbaren Perspektiven zeigten.

Am gestrigen Abend dann hatte ich im Hintergrund die Nachrichten von BBC World News laufen. Als es zum Sport kam, wurde nochmals das Tor des derzeit bei Paris Saint Germain unter Vertrag stehenden Superstars thematisiert. Doch zu sehen bekamen es die Zuschauer nicht. Stattdessen schloss der Moderator mit dem Vermerk, dass alle, die das Tor noch nicht kennen, es sich unbedingt im Internet anschauen sollten!

Ich kann nur vermuten, dass mangelnde Ausstrahlungsrechte der Grund für die fehlende Einblendung darstellten. Tatsächlich ist es besonders bei kleineren Spartenkanälen und Low-Budget-Sendern seit langem üblich, dass sie in ihren Nachrichtensendungen zwar wichtige Sportereignisse erwähnen, aber die visuellen Highlights selbst nicht zeigen dürfen.

Was aus Sicht des traditionellen TV-Öko- und Lizenzrechtesystems vollkommen selbstverständlich erscheint, entwickelt sich im digitalen Zeitalter zu einem Nachteil für das lineare TV. Denn während die Sender gezwungen sind, Zuschauern bestimmte, gerade heiß diskutierte Szenen aus rechtlichen Gründen vorzuenthalten, können diese sich die im Netz auf Wunsch hundertmal hintereinander anschauen. Die Inhalte dort sind zwar häufig nicht von den Urhebern autorisiert, und in einigen Fällen versuchen sie noch, die Verbreitung von Clips mit dem Tor zu verhindern (wie etwa bei diesem Video, das für mich nicht mehr abrufbar ist). Doch eine Suche nach “zlatan sweden england” bei YouTube fördert 3.500 in dieser Woche hochgeladene Resultate zu Tage. Die meisten davon zeigen das Tor.

Das Ende der Verknappung

Wieder einmal wird deutlich, wie das Internet den traditionellen Medien in entscheidenden Punkten überlegen ist: Es liefert Mediennutzern gewünschte Inhalte, wann und wie oft sie wollen – mal gratis und durch Werbung finanziert, mal kostenpflichtig. Die künstliche oder technisch-bedingte Verknappung des Angebots, wie man sie aus TV, Rundfunk und Print kennt, löst sich im Web in Luft auf. Blendet man für eine Sekunde alte Wertevorstellungen und die in der digitalen Ära nicht mehr zeitgemäßen juristischen Rahmenbedingungen rund um das Urheberrecht aus, so dürften nur erzkonservative Urheberechts-Hardliner der Ansicht sein, das Bildmaterial von Ibrahimovics Fallrückzieher-Tor einige Stunden nach dem Spiel nicht uneingeschränkt der Allgemeinheit zugänglich zu machen, sei eine angemessene Haltung. Schlau wäre sie auch nicht. Denn jeder Clip des Tors ist gleichzeitig eines: Werbung für die nächsten Länder- und Vereinsspiele des Fußballers, mit entsprechend verbesserten Vermarktungsmöglichkeiten für diese.

Wenn Vertreter der klassischen Massenmedien sich mit dem Schrumpfkurs ihrer Branche im Lichte der Digitalisierung und des sich wandelnden Medienkonsums konfrontiert sehen, fallen ihnen Dutzende Erklärungen für diese Entwicklung ein, die alles von angeblicher Kostenlosmentalität bis hin zu mangelnder Moral der Konsumenten umfassen. Sie klingen dann etwa wie Frankfurter-Rundschau-Autor Harald Jähner (via), der den Rückgang der Zeitungsauflage vor allem darauf schiebt, dass die Leser den billigsten Weg gehen wollen und deshalb ins Internet abwandern.

Das Internet ist als Medienträger überlegen, finden die Nutzer

Dass das Internet aus Sicht eines nicht unwesentlichen Teils der Gesellschaft schlicht das überlegene Medium ist, weil aktueller, schneller, interaktiver, vielseitiger und ohne den Zwang zur künstlichen Verknappung, scheint Jähner nicht einmal in den Sinn zu kommen. Auch das Web als Medium hat seine Nachteile, keine Frage. Doch es ist – aus der Perspektive einer wachsenden Zahl an Konsumenten – dem linearen Fernsehen, Rundfunk und dem Printprodukt ultimativ haushoch überlegen. Täglich erkennen dies mehr Menschen. Diese wahrgenommene Überlegenheit stellt den einzig wahren Grund dar, warum die Tageszeitung ihre Leser, das TV-Nachrichtenprogramm seine Zuschauer und eines Tages auch der Dudelfunk seine Zuhörer verlieren wird – und warum es jeweils ein leistungsfähigeres, aktuelles, besser die Bedürfnisse der Anwender und Konsumenten bedienendes Online-Pendant geben wird. Selbst wenn es sich stark von seinen Vorgängern unterscheidet.

Erst wenn alle Vertreter der traditionellen Medien einsehen, dass trotz aller Harmoniebedürfnisse und Bequemlichkeit des Status Quo die Medien der Zukunft radikal anders aussehen und funktionieren werden als die der Vergangenheit, ist ein Dialog zwischen den verhärteten Fronten von Bewahrern und progressiven Innovatoren möglich. Zu oft scheint es leider, als sei dieser Erkenntnisprozess nicht sonderlich weit vorangekommen. Das Leistungsschutzrecht liefert dafür einen traurigen Beleg.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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23 Kommentare

  1. Glückwunsch, eine richtungsweisende Grundeinsicht, die so deutlich meines Wissens bisher noch niemand auf den Punkt gebracht hat.

  2. Das unautorisierte Inhalte im Netz in 5 Jahren immer noch möglich sind würde ich nicht für selbstverständlich halten.

    Mit der Argumentation “Wir nutzen deinen Content illegal aber das ist ja für dich Werbung, deswegen finde ich das Moralisch okay” hab ich so meine Probleme.

  3. ich glaube es geht weniger um die Frage, ob die Argumentation überzeugend ist. Es geht viel mehr um die TATSACHE, dass das Internet in Zukunft IMMER eine kostenlose und praktischere Möglichkeit bieten wird. Egal mit welchen Gesetzen man sich dagegen zu wehren versucht. Auch ein LSR oder eine GEMA Sperre bei YouTube verhindert nicht, dass man mit einfachen Mitteln diese umgehen kann (vgl Proxtube), die Inhalte einfach an anderer Stelle neu hochgeladen werden (vgl. Sharehoster) oder Unternehmen mit Sitz im Ausland sich nicht an die Gesetze halten (vgl Grooveshark).

    Insofern schafft man mit einer Haltung, die diese TATSACHEN ignoriert nur zwei Sachen:

    - man reitet sich tiefer in die sinkenden Umsätze hinein, da das viele Sperren/Verhindern/Löschen usw. viele Ressourcen bindet

    - man benachteiligt Unternehmen aus Deutschland, die sich gegen solche nicht von den hierzulande getroffenen Einschränkungen nicht oder nur schwer behaupten können (vgl Spotify)

    Aber mal konstruktiv:

    Ein tolles Beispiel für eine kreative Problemlösung ist ZUMBA. Der Fitness Konzern sah sich auch mit dem Problem konfrontiert, dass seine Video-Serie tausendfach raubkopiert wurde.

    Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken hat man das positiv gesehen,weil nämlich in jedem Video mehrfach ein dicker Link auf http://www.ZUMBA.com eingeblendet wurde. So wurden auch die Nutzer die es illegal runtergeladen haben auf die Seite aufmerksam und haben darüber Kurse und Material bestellt, was dazu geführt hat, das Zumba heute ein Globaler Trend ist.

    So kann es auch gehen, WENN man es versteht, wie von Martin beschrieben, die Werbung auch mit einem Umsatzmodell zu verknüpfen.

  4. Der Autor ist spät dran: In den vergangenen 15 Jahren habe ich weltweit niemanden getroffen, dem nicht bewusst war, dass das Internet in Punkto 1. Aktualität und 2. Verfügbarkeit von Informationen, allen anderen Medien überlegen ist. Denn das Web ist weniger ein “Medium”, als vielmehr ein digitaler Raum.

    Mitte der 90er Jahre entschieden Nachrichtenagenturen wie Reuters zur “Consumer-Marke” im Internet werden zu wollen – eingebetten in eine Entwicklung, in der Tageszeitungen begannen Agentur- und eigenproduzierten Content, gratis ins Netz zu stellen. Diese “Fehlentwicklung” ist möglicherweise unumkehrbar. Doch wer glaubt, dass Geschäft und Existenz der Verlage bedroht sei, der irrt. Es handelt sich um große Medienholdings. Und auch wenn der Autor meint, dass er diesen Unternehmen analytisch weit überlegen ist: Das Tageszeitungsgeschäft inkl. Online, macht nur einen Bruchteil der Umsätze aus. Und der Tageszeitungsmarkt wird natürlich weiter drastisch schrumpfen. Das Werbegeschäft des Fernsehen – ein Medium das ja einst zum Ende des Radios führen sollte – wird schrumpfen und das des Radios natürlich auch. Aber dennoch wird es Internet, “linear” erzähltes Fernsehen, Radio und ja auch Print (inkl. Tageszeitungen), auch in Zukunft geben – nebeneinander und convergent. Warum? Weil nicht alle so aufgeregt sind, wie der Autor. Und nicht alle sind mit den “neuesten Erkenntnissen” zum Internet so spät dran.

  5. Martin Weigert schrieb im Artikel:

    Die künstliche oder technisch-bedingte Verknappung des Angebots, wie man sie aus TV, Rundfunk und Print kennt, löst sich im Web in Luft auf. Blendet man für eine Sekunde alte Wertevorstellungen und die in der digitalen Ära nicht mehr zeitgemäßen juristischen Rahmenbedingungen rund um das Urheberrecht aus, so dürften nur erzkonservative Urheberechts-Hardliner der Ansicht sein, das Bildmaterial nicht uneingeschränkt der Allgemeinheit zugänglich zu machen, sei eine angemessene Haltung.

    Max schrieb in Kommentar Nr. 2:

    Mit der Argumentation “Wir nutzen deinen Content illegal aber das ist ja für dich Werbung, deswegen finde ich das Moralisch okay” hab ich so meine Probleme.

    Sicherlich ist in Internet-Zeiten die von “alten” Medien bekannte Verknappung nicht mehr zeitgemäß, mit dem illegalen Content habe ich auch so meine moralischen Probleme, aber auch die Piratenpartei, die das Thema mal konkret angehen wollte, und die ich bei der NRW-Landtagswahl im Mai noch gewählt habe, befindet sich mittlerweile wieder im Sinkflug bei den umfragen, weil sie einfach auch keine Idee haben, wie man das Problem lösen kann.

    Bis heute ungeklärt ist einfach immer noch die Frage, wie man die Erstellung von Inhalten, die im Internet frei zirkulieren, ernsthaft finanzieren kann. Dass Ideen wie die Kulturflatrate oder die Kulturwertmark nicht funktionieren können, ist ja schon oft durchgekaut worden, und selbst die Angebote, deren Inhalt von Firmen nach qualitativen Gesichspunkten kontrolliert wird, rechnen sich nicht – z. B. Spotify macht 70 Millionen Euro Verlust.

    Sicher ist das Internet gegenüber Radio, Fernsehen und Presse haushoch überlegen, weil die Verbreitung keiner Knappheit unterliegt. Die Frage bleibt aber halt: Wie finanziert man das???

    DJ Nameless

  6. “Das Internet ist überlegen”. Schade, dass diese sicherlich in vielen Punkten zutreffende positiv gemeinte Erkenntnis mit einem völlig verkehrtem Beispiel erklärt wird.

    Hätte es keine TV-Übertragung gegeben, wäre auch kein TV-Schnippsel auf YouTube gelandet. Hätte es keinen Sender gegeben, der für die Rechte für Übertragung teuer bezahlt hat, gäbe es ein paar geklaute Schnipsel von ein paar Adsense-Cowboys auf YouTube weniger.

    Ich finde es schon ziemlich semiprofessionell, wenn ein TV-Moderator den Klick zu YouTube empfiehlt, wissentlich des unautorisierten Materials. Das konnte man jedoch in dieser Woche bei einigen Redakteuren sehen. Einige schreckten in iher Euphorie sogar nicht davon zurück, diese Clips in Artikel der Onlineausgabe ihrer Zeitungen(!) einzubetten.

  7. Viele richtige Bemerkungen. Hier meine 2 Cents zum Thema angesichts des Einsstellens der FR > http://ei-gude-wie.com/20…uckten-tageszeitung/

  8. @ Mr Video
    Danke

    @ Max
    Entscheidend ist, dass so die Realität aussieht, und dass sich Urheberrechtsverstösse nicht komplett unterbinden lassen, solange die Maßnahmen dafür nicht uns Unverhältnismäßige gehen. Davon sollten alle künftigen Vorstöße im Bereich der digitalen Medien ausgehen, anstatt von der utopischen Annahme, man würde alle Nutzer auf eine, der Medienindustrie sympathische Linie einschwörenkönnen.

    @ Bastian
    Stimme zu.

    @ H. Büchner
    Ein seltsamer Kommentar, bedenkt man die im Artikel beschriebene Problematik, die verdeutlicht, dass diese Erkenntnis augenscheinlich bei vielen Medienentscheidern noch nicht angekommen ist.

    @ DJ Nameless
    Zu deiner Frage: Das Problem, das bei dieser immer mitschwingt: Man impliziert, dass eine Finanzierung der alten Strukturen notwendig ist. Also dass sich alles verändert, aber dass man trotzdem genau die gleiche Art der Wertschöpfung und Finanzierung benötigt.

    Meines Erachtens nach lautet die Antwort: Es werden neue Wege der Finanzierung entstehen (der Markt und die Nachfrage regeln das), aber sie sehen wahrscheinlich ganz anders aus als bisher. Die Strukturen des Medienproduktionsprozesses müssen sich dem anpassen.

    Und wenn kein Geld mehr für mehrere Dutzend unterschiedliche Tageszeitungen in Deutschland vorhanden ist, dann wird davon die Welt nicht unbedingt schlechter. Solange wir uns nicht einem Monopol annähern.

    @ Klaus
    Live-Übertragung ist doch ein schönes Beispiel dafür, wie auch im digitalen Zeitalter Wertschöpfung erfolgt. Sicherlich kommen die Clips von den Fernsehsendern – aber dafür haben die TV-Sender ja auch Millionen an Werbeeinnahmen während der Live-Übertragung erhalten. Ob die Clips dann 12 Stunden später auch im Netz sind, daran nimmt der jeweilige Sender keinen Schaden mehr. Im Gegenteil: Er könnte die Cips gleich dafür nutzen, für das nächste Spiel zu trommeln.

  9. @Martin
    Das wär ja so, als wenn ich argumentieren würde “Dann könnte netzwertig.com seinen Content komplett für die weitere Verwertung anderen Seiten kostenlos zur Verfügung stellen, die dann damit mit Adsense & Co. verdienen. Dort würde halt ein Hinweis zu netzwertig (mit oder ohne Link) ausreichen. Ihr habt ja auch schon Werbeeinnahmen” Würdest Du berechtigt sagen “na, wir sind ja nicht doof. Wenn jmd. unsere Texte haben und kommerziell weiterverwerten will, muss er Rechte von uns kaufen”. Richtig?

    Und so funktioniert das halt mal. Es gibt nur einen trivialen Grund, warum die Spielausschnitte nicht legal auf YouTube sind: Weil YouTube keine Rechte dafür erworben hat oder diese gar nicht will oder diese für YouTube zu teuer sind. Oder weil die FIFA es nicht auf seinen eigenen YouTube-Kanal publiziert hat.

    Hättet Ihr tatsächlich Schaden, wenn Euer Content ungefragt nach Gusto weiterverwendet wird? Vlt ja, vlt. nein. Wenn Ihr Eure Inhalte bereits auf diese Art und Weise vermearktet, hättet Ihr auf den Fall einen Schaden. Und ein anderer hätte zumdindest Vorteil. In Deinem Beispiel nehmen 3.500 Laienbroadcaster einen Vorteil, in dem sie bewusst/unbewusst (Fanverahlten) unautorisiert Content verwenden (bei bewusst: klauen), zum großem Teil mit Adsense versehen (hier ist auf jeden Fall Wissen und Vorsatz zu unterstellen) und dann auf YouTube hochladen. Um es deutlich auszudrücken: Ein YouTube-Hobbybroadcaster, der z.B. vornehmlich Sport ZDF/ARD-Content mt Adsense hochlädt, erfreut sich der Finanzierung seines “Geschäftsmodells” durch uns alle. YouTube freut sich mit.

    Du magsd das doch nicht ernsthaft als zwangsläufige Entwicklung und Zukunft von Medienmodellen beschreiben?

    Den tatsächlichen Schaden merkt jeder von uns. Irgendwann. Dann nämlich, wenn eine Plattform eine überlegene Marktposition im Netz, mitunter durch solchen attraktiven Content, erlangt bzw. erlangt hat.

    Und es ist ja nicht so, dass TV-Anstalten noch nicht auf den Dreh mit Webstreaming und Mediathekencontent gekommen sind: http://ardmediathek.de/da…?documentId=12455970. Auch bei Bild.de mag ich mich erinnern, dass ich den Ausschnitt offiziell gesehn habe.

    • Der Unterschied zwischen einem nachträglich verbreiteten Tor aus einem 90-Minuten-Live-Fußballspiel und einem Volltextinhalt, der anderswo auftaucht, sollte dir bewusst sein oder? Insofern kann ich deinen Vergleich nicht nachvollziehen.

      Viel entscheidender ist aber: Man kann sich noch so sehr darüber echauffieren, wie das alles heute mit unautorisierter Verbreitung von Content läuft. Und jeder Betroffene kann versuchen, seine Rechte durch juristische Maßnahmen durchzusetzen.

      Das Resultat sehen wir seit 15 Jahren in allen möglichen teils absurden Rechtsstreitigkeiten, Abmahnungswellen, irrwitzigen, Menschenrechte in Frage stellenden Gesetzesvorschlägen etc. Ohne dass es irgendwelche Fortschritte gibt.

      Sollen wir wirklich noch 100 Jahre so weitermachen? Wenn doch so offensichtlich ist, dass ein neues System (= Internet) eine radikale neue Herangehensweise an Wertschöpung der Medien erfordert?

      Und ich empfehle auch mal eine andere Herangewehensweise: Man stelle sich vor, die Medienindustrie hätte frühzeitig die Kontrolle über das Internet und die Mediendistribution dort erlangt. Wir hätten heute kein YouTube, kein Netflix, kein Spotify. Alles wäre quasi da, wo es vor 20 Jahren war.

      Und genau diese Vorstellung ist es, die mich antreibt, hier neu zu denken.

      Aber diese Debatte entfernt sich vom Kernthema. Nämlich dass das Internet Old Media überlegen ist.

  10. Dann wäre es also für Dich ok, wenn ich 1 Foto (welches Du selbst gemacht hast) aus Deinem Artikel mit 90 Zeilen und 11 Bildern ungefragt weiternutzen würde? Oder ein paar Absätze copy & pasten? Halt natürlich alles grob in Deinem 5 auf 90 Minuten-Verhältnis (5-6% for free) pro Artikel. ok?

    Da musst Du schon konsequent sein und das ermöglichen, was Du von anderen Medien forderst. Der nächste nutzt dann Bild Nr. 2 usw. und so fort.

    Prima. Lasst uns alle Geld mit Eurem Content und Deiner Arbeit verdienen. Kostet uns ja bei Dir nichts.

    Spaß und Nonsens von meiner Seite beiseite (den Du offensichtlich leider vetrittst). Die Diskussion hatte ich schon mal mit Deinem ehem. Kollegen http://netzwertig.com/200…rlust/#comment-44388

    Auch ich bin kein Befürworter von LSR. Auch finde ich Depublizieren im RSV einen zielichen Schachfug. Wie so weiteres auch. Und natürlich müssen sich Medien weiter verändern. Alle diese Diskussionspunkte dürfen jedoch nicht dazu legitimieren, sich fremde Inhalte ungefragt zu eigen zu machen und dann damit zu argumentieren “Ihr habt ja schon Millionen Werbeeinnahmen”. Ehrlich: Besodners intelligent finde ich diese Sichtweise nicht.

    Ich echauffieren mich auch nicht. Ich vertrete lediglich ganz entspannt meine Meinung;-)

    • Klaus, so lange du zur Quelle verlinkst, darfst du gerne einzelne Aussagen oder auch Absätze woanders publizieren – so lange es verhältnismäßig ist.

    • @Martin
      Mit Deinem Beispiel würdest Du bzw. Dein Verlag jedoch nicht mehr die Regeln definieren, sondern andere. Die Frage ist, ob Du damit einverstanden wärst. Ich glaube nicht. Deine verlinkten YouTube-Schnippsel enthalten ja noch nicht mal Quellenangabe. Einverständnis sowieso nicht. Ein Tor bzw. die Tore eines Spiels geschnitten auf YouTube zu publizieren, sollte man auch nicht reduziert in der Nettominutennnutzung zur kompletten Übertragung bzw. im Vergleich zu einem einem kompletten Text sehen. Ich hoffe, wir sind uns zumdindest hier einig, dass die Tore für ein Spiel höher verwertungsrelevanter anzusetzen sind, als lediglich die Minuten zu zählen.

  11. Was mich am meisten wundert, ist der relativ “lockere” Umgang mit der Verbreitung von solchen Youtube-Links durch Organisationen wie 11freunde, kicker, spox, transfermarkt, usw.. Quasi alle haben sofort auf Facebook diese Inhalte geshared.
    Ähnlich wie beim Framing eines Bildes, dessen Urheberrechte ich nicht besitze, müsste doch hier der Lizenzinhaber (sky?) alle dieser Unternehmen verklagen können.

  12. @Stefan
    Stimmt, das hat mich auch ziemlich gewundert. Es wurde z.T. nicht nur auf FB, sondern auch in Artikeln der eigenen Onlineauftritte eingebettet. Von den Vertretern des LSR. Das muss man sich mal wirklich vergegenwärtigen. Das ist ziemlich crazy. Zur EM hat eine irische nationale, renommierte Zeitung 12 Minuten ARD-Material einer Spielübertragung via YouTube eingebettet (die irischen fans, die ihre Mannschaft singend unterstützt haben). Ich dachte, ich sehe nicht richtig.

    Vlt. weil es schon soweit ist, dass es fast Usus sein darf? Eigene Professionalität wird ggüber günstig prouzierten, trafficattraktiven Artikeln hintenan gestellt.

    Das sind genau mit die Gründe, warum über völkerrechtliche Verträge wie ACTA diskutiert wurde. Und das ist wiederum der Schaden aller.

  13. Richtig – das Internet ist überlegen. Man vergisst manchmal sogar wie überlegen. Meine Tochter hat es mir letztens wieder vor Augen geführt: Wir sehen uns im Fernsehen etwas im Kika an, was selten genug vorkommt. Ihr hat etwas gut gefallen und sie bittet mich, dass ich ihr das noch einmal zeige, so wie sie es von youtube gewöhnt ist. Da steckt ein Selbstverständnis drin, welches Fernsehen automatisch zur schlechteren Option macht, wenn man es mit youtube vergleicht. Wir sehen youtube als Ergänzung an, für die nächste Generation wird Fernsehen nur mehr die Ergänzung zum Internet sein.

  14. Klaus Wolfrum schrieb in Kommentar Nr. 13:

    Vlt. weil es schon soweit ist, dass es fast Usus sein darf? Eigene Professionalität wird ggüber günstig prouzierten, trafficattraktiven Artikeln hintenan gestellt.
    Das sind genau mit die Gründe, warum über völkerrechtliche Verträge wie ACTA diskutiert wurde. Und das ist wiederum der Schaden aller.

    100% Zustimmung!!! Wenn man von den technischen Möglichkeiten heute ausgeht, sind solche Vorgehensweisen einfach längst Usus. Wenn sich alle strikt an die Rechtslage halten würden, wäre unser Wissensstand heute um 1990 stehengeblieben.

    Das Problem ist schlicht, dass heute im Internet JEDER PRIVATMENSCH global was veröffentlichen/vermarkten kann, es somit keine Qualitätsfilter mehr gibt, und andererseits die einzelnen Angebote sich mit Hyperlinks untereinander vernetzen lassen – teilweise sogar automatisch und ohne jegliche menschliche/redaktionelle Kontrolle (z. B. rechte Spalte bei Youtube). Zudem gibt es keine Verknappung des Angebots mehr, jeder Content ist immer auf irgend einem Server zum sofortigen Abruf bereit.

    Diese Umstände sorgen dafür, dass hier keinerlei marktwirtschaftlichen Gesetze mehr greifen. Und ein neues Wirtschaftssystem, welches die Eigenschaften des Internets zu Grunde legt, ist weit und breit noch nicht in Sicht.

    DJ Nameless

  15. @Andreas Ostheimer
    Richtig. Das eine ergänzt das andere. Je nach Nutzungssituation und Verfügbarkeit. Die Mediathek vom KiKa ist auch ziemlich gut gemacht.

    Das hier ist dann wieder ein klassisches Bsp.: http://youtube.com/user/k…feature=results_main Wer diese Personen legitimiert, mit fremden Inhalten offensichtlich ungestört gute Kohle verdienen zu lassen, sollte auch seine eigenen Urheberechte über Board werfen.

    @DJ Nameless

    Wir wären um 1990 stehen geblieben, wenn es keine illegal sharing Optionen z.B. auf YouTube geben würden? Nicht wirklich, oder?

    User generated content sollte auch das sein, wofür der Name steht. Selbst geschaffen. meinetwegen mit einem Anteil mashup. Aber dreist und dumpf kopiert und monetarisiert auf Kosten anderer habe ich kein Verständnis. Und ich werde da nicht müde, dagegen zu halten. Schon im eigenem Interesse. Weil ich es auch nicht möchte, dass mit meinen Inhalten im Netz so umgegangen wird. Auch da würden wir nicht kapitulieren und sagen “jo mei, kann man halt nix machen”. Jeder von uns würde sich ziemlich angepisst fühlen, wenn ein eigenes Foto dergl. ohne Einverständnis fremdgenutzt wird bzw. andere damit Geld verdienen.

    Nicht falsch verstehen: Ich bin kein YouTube-Feind. Ganz im Gegenteil. Richtig eingesetzt finde ich die Plattform von und für Contentanbieter und natürlich auch für User ziemlich genial.

    Aber auch: Die Dominanz eines werbefinanzierten Modells, welches die Geschäftsgrundlage nun mal von YouTube ist, macht es anderen Modellen schwer, sich am Markt zu etablieren. Welche großartigen Potentiale/Chancen hätte z.B. die Richtung von pay on demand content für Inhalteproduzenten sowie für User? YouTube hat offensichtlich keine großartigen Ambitionen, sowas zu starten (ist ja schon seit ultimo in Plaung). Warum auch: Es verdient ja auch mit Werbung genügend/mehr. Sowas wie http://mindbites.com sucht man am EU/DE-Markt vergeblich.

    Das hat seinen Grund.

  16. Mal abgesehen von allen berechtigten Fragen, die das Internet in Bezug auf das Urheberrecht und die legale oder illegale Nutzung aufwirft. Es ist doch aber so, dass ein großer Broadcaster enorm viel Geld bezahlt hat, um die ganze Technik ins Stadion zu stellen, Übertragungswagen und Personal zur Verfügung zu stellen etc. um das Spiel live zu übertragen. Hier greift ja mal wieder das Henne-Ei Problem. Wenn dieses große Netzwerk nichts aufgezeichnet bzw. gesendet hätte, hätten auch die vielen anderen tausend User nix gehabt, um es ins Netz zu stellen. Auch Youtube bzw. Google hat nicht die Mittel um so eine Technik bereitzustellen, weil sie es nicht vermarkten können..
    Schlussfolgerung für mich, die großen Networks müssen selbst die Zweitverwertung im Internet bereitstellen oder Allianzen mit dem Platzhirsch Youtube eingehen.

  17. @H.Büchner #4
    So einfach sind die Dinge leider nicht, zumal bei einem komplexen Ding wie dem Internet. Vor 10-15 Jahren war das Internet noch ein ziemlich neues Ding. Ein Medien-Newcomer, der noch im Begriff war, sich durchzusetzen und sich massenhaft zu verbreiten. Im Prinzip ist es immer noch dabei und dieser Prozess immer noch nicht abgeschlossen. Es gibt also immer noch jede Menge Leute, die das Internet keinesfalls für überlegen halten – auch nicht in der Öffentlichkeit und im Medienbereich, um den es hier geht. Es gibt etliche Leute aus dem Medien- und Wissenschaftsbereich, die das Internet überhaupt nicht für überlegen halten – z.B. Frank Schirrmacher oder Manfred Spitzer, um nur die bekanntesten zu nennen. Weil es angeblich die Köpfe vermatscht und zu digitaler Demenz führt und alte Medien das alles viel besser können und so’n Zeug
    Auch ist es mit der Überlegenheit des Internets selbst garnicht so einfach. Sie beginnt sich nämlich erst ganz allmählich mit seiner Einführung und Verbreitung durchzusetzen. Inwieweit dabei langfristig noch heutige Fernsehsender, Radios und Zeitungen bestehen bleiben, ist angesichts der Rasanz und der schier zauberhaften technologischen Innovativität der digitalen Revolution auch noch ziemlich offen. Das Flimmerkasten-Fernsehen taugt langfristig im Prinzip nur noch als aktuelles Medium – also für News, aktuelle Magazine sowie die sogenannten Fernseh-Lagerfeuer wie Tatort, Wetten dass, Supertalent, Schlag den Raab usw. Den großen Rest dürften dann hauptsächlich Mediatheken erledigen. Wozu sie aber strukturell und technisch noch weitgehend unentwickelt sind.

  18. @DJ Nameless
    Die Explosion der Medien im Internet und die individuellen Publikationen durch viel mehr Produzenten als früher hat marktwirtschaftliche Gesetze keinesfalls außer Kraft gesetzt, im Gegenteil. Sie hat Veröffentlichungen vielmehr massiv verbilligt. Was in Massen produziert wird, ist bis auf einige Ausnahmen finanziell zwangsläufig immer weniger wert und verwertbar. Eines der Grundprobleme des Internets und von Onlinemedien.

  19. Natürlich ist das Internet als TRÄGERMEDIEN allen bisherigen Medien überlegen – es vereint sie ja sozusagen.

    Aber das heißt noch nicht, dass sich auch die dahinterliegenden Strukturen ändern – sprich: der Journalismus obsolet wird… Schauen Sie sich doch mal die erfolgreichsten Naxhrichtenportale im Netz an (und wer sie betreibt).

    Ein informiertes Buch, das sowohl zurück als auch nach vorne blickt, habe ich dazu gerade auf meinem Schreibtisch liegen (warme Empfehlung!): http://books.google.de/books?id=cJVfdFIi2NgC

vgwort