Holtzbrinck wird die VZ-Netzwerke los:
Mysteriöse Übernahme durch Investmentgesellschaft
Holtzbrinck verkauft die VZ-Netzwerke an eine Investmentgesellschaft – hinter der das britische Social Network Bebo stecken soll.
deutsche-startups.de hat die Exklusivmeldung zur Übernahme der VZ-Netzwerke durch die Investmentgesellschaft Vert Capital Corp. Holtzbrinck Digital verkauft demnach die seit kurzem unter dem Namen Poolworks Ltd firmierenden virtuellen Geisterstädte studivZ, meinVZ und das noch etwas lebendigere schülerVZ für eine nicht bekannte Summe. Es sollen Vereinbarungen mit Holtzbrinck getroffen worden sein, die dem Stuttgarter Medienkonzern bei schülerVZ auch in Zukunft noch Einfluss und strategischen Nutzwert zusichern sollen.
Das Statement von Vert Capital-Sprecher Jason Thonis zu dem Deal liest sich wie ein Witz:
“Die Jugendlichkeit der VZ-Netzwerke in Kombination mit einer nach wie vor breiten Nutzerbasis und einer etablierten Marktposition in Deutschland, sind ausschlaggebend für die heutige Akquisition, die ausgezeichnet zu unseren Investitionsschwerpunkten passt. Für die Neuausrichtung der VZ-Netzwerke haben wir erste gute Ideen und sind zuversichtlich, mit unserer breiten und fundierten Erfahrung erfolgreich zu sein”.
Wer glaubt daran, dass meinVZ und studiVZ in einem Jahr noch existieren?
Eigenartig ist, dass eine Websuche zu Vert Capital Corp keinerlei Ergebnisse zu Tage fördert (außer einem Beteiligungsunternehmen “Vert Capital” mit Fokus auf Energieeffizienz in Gebäuden), auch “Jason Thonis” ist ein komplett unbeschriebenes Blatt. Eine Investmentgesellschaft und ein Unternehmenssprecher, die Google nicht kennt? Seltsam.
Nach Informationen der WUV soll hinter Vert Capital das Social Network Bebo stecken, das nun in den deutschen Markt einsteigen will. Bebo, ein Unternehmen, das AOL im Jahr 2008 für 850 Millionen Dollar gekauft und 2010 nach einem dramatischen Nutzerrückgang für weniger als 10 Millionen Dollar wieder verkauft hat. Das passt irgendwie zur Geschichte von Holtzbrinck und den VZ-Netzwerken.



















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11. September 2012 um 17:47
Interessant vielleicht: Die PR-Agentur fabricmedia.net, von der die Mitteilung wohl stammt (und anhand derer W&V den Zusammenhang mit Bebo wohl herstellt) wurde gegründet von einem Jason Damata und hat einen Vice President Chris Thonis.
“Jason Thonis”? ;-)
Irgendwie wirkt das alles wie ein schlechter Scherz.
13. September 2012 um 15:20
Ich tippe auch auf eine Kunstfigur die von Damata&Thonis kreiert wurde.
11. September 2012 um 19:23
Hi, ich halte es für einen Fehler, die VZs zu unterschätzen. Sie haben immer noch eine größere Reichweite als viele andere Angebote. Vielleicht mögen es ja manche, einen vernünftigen Datenschutz und eine unspektukuläre Oberfläche zu haben. Der Vergleich mit Facebook ist albern und überflüssig, das könnte man höchstens machen, wenn beide gleich viel Kapital zur Verfügung hätten.
12. September 2012 um 8:42
Und damit gehören die Daten von allen, die zwischen 2005 und 2010 Schüler oder Studenten waren, jetzt einer britischen Briefkastenfirma? Na super!
12. September 2012 um 9:12
Klingt Super, letztlich genauso sicher, wie bei Facebook.
Warum allso nen Kopf drum machen?
12. September 2012 um 10:07
Facebook hat zumindest nominell eine ordentliche Anschrift und ein Interesse, als Marke nicht völlig gehasst zu werden. “Vert Capital” kann auch offen komplett illegalen Mist bauen und dann wieder verschwinden.