Der nächste logische Schritt für myTaxi:
Mit der mobilen App
die Taxifahrt bezahlen

myTaxi revolutioniert mit seiner mobilen App die Taxibranche. Nur der Zahlungsprozess lief bisher noch traditionell ab. Künftig jedoch können Fahrgäste direkt über die App bezahlen.

Das aus Hamburg stammende Startup Intelligent Apps hat mit myTaxi die Taxibranche revolutioniert. Die mobile App des 80 Mitarbeiter zählenden Unternehmens verbindet Taxifahrer und Fahrgäste direkt miteinander, der bisherige Umweg über die Taxizentralen entfällt – was diese teilweise zu zweifelhaften Mitteln greifen lässt, um den Eindringling an der Eroberung des Markes zu hindern. Doch auch die Schikanierung von bei myTaxi partizipierenden Taxifahrern durch einige Zentralen konnte das junge Unternehmen aus Norddeutschland nicht am Aufstieg hindern. Die Bestellung von Taxis über die App funktioniert mittlerweile in 30 Städten, die meisten davon in Deutschland, aber auch in Zürich, Wien, Barcelona und Sydney.

15.000 Taxis nutzen myTaxi

Laut Angaben von myTaxi ist mittlerweile jedes fünfte Taxi in Deutschland mit myTaxi unterwegs – insgesamt nehmen 15.000 Taxifahrer an dem System teil. Die App wurde 1,7 Millionen Mal heruntergeladen. Es liegt auf der Hand, dass der Service besonders für diejenigen Personen attraktiv ist, die häufig mit dem Taxi fahren. Und genau dieser Kundentyp hat ein Interesse an einer möglichst reibungslosen, effizienten Beförderung. Den Bestellprozess konnten die Nordlichter mit ihrem Angebot bereits optimieren. Doch die Bezahlung nach erfolgter Fahrt lief bisher noch auf traditionelle Weise, nämlich mittels Bargeld oder – sofern vom jeweiligen Fahrer akzeptiert und noch immer nicht Standard – per Geld- oder Kreditkarte.

Bezahlen direkt über die App

Mit der Einführung von “myTaxi Payment” ändert sich dies. Ab jetzt ermöglicht myTaxi seinen Nutzern mit einem iPhone, Zahlungen direkt über die App abzuwickeln. Dazu müssen sie einmalig ihre gewünschte Zahlungsart inklusive der entsprechenden Daten eingeben und einen persönlichen PIN-Code festlegen. Entscheiden sie sich nach einer durchgeführten Fahrt für die Bezahlung über die App, teilen sie dies dem Fahrer mit, bestätigen über ihr Smartphone den ihnen angezeigten, endgültigen Preis inklusive Trinkgeld und aktivieren die Zahlung mittels Eingabe ihrer PIN-Nummer. Der Betrag wird dann von ihrem Konto abgebucht. Die Quittung kommt anschließend per Mail. myTaxi versichert, dass alle Daten verschlüsselt übertragen und sämtliche Sicherheitsvorschriften gemäß des Payment Card Industry Data Security Standard beachtet werden.

Taxifahrer zahlen Transaktionsgebühren

Eine Integration des Zahlungsprozesses in die myTaxi-App war der offensichtliche nächste Schritt für das Unternehmen und dürfte besonders bei Vielfahrern Anklang finden. Zusätzliche Kosten über den Fahrpreis hinaus fallen für Passagiere nicht an. Fahrer, welche das Payment-Feature nutzen wollen, zahlen für die Abwicklung zusätzlich zu den 79 Cent, die für vermittelte Touren an myTaxi gehen, 3,9 Prozent des Fahrpreises plus 21 Cent Transaktionsgebühr – ähnlich der Gebühren, die eine Akzeptanz von Kartenzahlungen für den Fahrer nach sich ziehen würde.

Für myTaxi entstehen durch das Feature keine zusätzlichen Kosten. Im Gegensatz zu Anbietern von Onlineinhalten, die bei mobilen Apple-Geräten 30 Prozent aller über eine App generierten Umsätze an Apple abführen müssen, wird myTaxi von dieser Richtlinie nicht tangiert, da die erworbene Dienstleistung – die Taxifahrt – keinen Mediencontent darstellt und nicht über das iPhone ausgeliefert wird.

Zum Start funktioniert der Zahlungsprozess nur über die iPhone-App und nur in Deutschland. Die Android-Anwendung soll jedoch in Kürze ebenfalls mit myTaxi Payment ausgestattet werden. Auf der Agenda steht auch eine Verfügbarmachung der Lösung für myTaxi-Kunden in den Städten außerhalb Deutschlands.

 

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3 Kommentare

  1. Hier in London funktioniert has mit Hailo ganz aehnlich und ist in der Tat sehr praktisch.
    In NYC hat glaube ich das Trinkgeld erheblich zugenommen nachdem diese Auswahlbuttons fuer einen fixen Prozentsatz eingefuehrt wurden (auch weil die meisten auf die mittlere Option klicken). Wird interessant wie es sich hier entwickelt. Sollten die Taxifahrer profitieren werden sie vielleicht zu kostenlosen Werbebotschaftern.

  2. Ich kenne es noch nicht aber ich finde es ist eine klasse Idee. Wird jeden Smartphone Besitzer in einer fremden Stadt weiterhelfen könnte.

  3. myTaxi ist einer der wenigen wirklich innovativen Apps aus Deutschland die ein real existierendes Problem lösen.

    Macht weiter so!

5 Pingbacks

  1. [...] in der HauptstadtNFC & Co: Deutsche glauben nicht an mobiles Bezahlen – natürlich nicht!Der nächste logische Schritt für myTaxi: Mit der mobilen App die Taxifahrt bezahlenDie bessere Alternative zum plakativen Offlinesein: Bewusster SurfenMehr lesen? Das Beste aus dem [...]

  2. [...] Ein weiteres spannendes Thema: Seit wenigen Monaten bietet MyTaxi auch Mobile Payment an, sprich die Zahlungen zwischen Gast und Fahrer können ab sofort bargeldlos erfolgen – zunächst nur für PayPal- und Visa-Kunden. Wahrscheinlich ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis andere Kreditkartenunternehmen hinzukommen. Nettes Neben-Feature: Man kann dem Taxifahrer ein Trinkgeld in Höhe von fünf bis fünfzehn Prozent spendieren – auch damit dürfte sich MyTaxi viele Freunde unter den Taxifahrern machen. Auf Mobile-Payment-Ansätze wie NFC-Lösungen, QR-Codes oder Dongles habe man bei der Lösung bewusst verzichtet. Interessante Randnotiz: MyTaxi muss nicht die üblichen Abgaben an Apple in Höhe von 30 Prozent entrichten, da die abzurechnenden Fahrten keinen Mediencontent darstellen. Für  den Taxifahrer bedeutet dieser neuer Abrechnungsservice (vergleichen mit sonstigen Kreditkartenterminals)  günstige Gebühren  in Höhe von 21 Cent plus 3,9 Prozent des Fahrpreises. Zusätzlich bietet MyTaxi auch noch eine Corporate Payment Möglichkeit für Vielbesteller, z.B. für Hotels und Firmen. Das Ziel: Arbeit in der Buchhaltung zu ersparen. Und MyTaxi hat somit fast unbemerkt seine Wertschöpfungskette ausgeweitet. (Siehe auch den weiterführenden Artikel auf Netzwertig) [...]

  3. [...] der lokalen Taxivereinigung “The DC Taxicab Commission” erhalten können.Neben der vor einigen Wochen vorgestellten Möglichkeit zum Bezahlen der Taxirechnung über die myTaxi-Smartphone-App sollen Taxigutscheine im Wert von [...]

  4. [...] wäre eine Kooperation mit existierenden Taxi-Apps vorstellbar. Branchenprimus myTaxi setzt auf ein eigenes Zahlungssystem, insofern ist fraglich, ob Bedarf an der Unterstützung von payleven besteht. Aber mit Taxi.de, [...]

  5. [...] die Fahrer an myTaxi abführen, letztlich den Wert des Investments. Demnächst soll auch die jüngst lancierte Zahlungsfunktion “myTaxi Payment” über Car2go funktionieren.Auch wenn die aktuelle Verschmelzung beider Dienste den Charakter einer [...]

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