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Googles Bezahlschranke
One Pass ist Geschichte
Anfang 2011 präsentierte Google mit One Pass ein System, das Verlagen die Möglichkeit bot, ihre Inhalte hinter einer Bezahlschranke zu verstecken. Doch die Rechnung ging nicht auf: Der Dienst wird eingestellt.
Als Google im Februar vergangenen Jahres One Pass vorstellte, sein Bezahlsystem für Onlineinhalte, und dieses sogleich auf einigen Verlagsangeboten integriert sah, war dies keine uninteressante Lösung. Denn abgesehen von der grundsätzlichen (und berechtigten) Kritik an Paywalls für digitalen Content bot das System Websites eine Weg, von Nutzern Kleinstbeträge zu erhalten, ohne dass dabei ein signifikanter Teil der Einnahmen für die Abwicklung der Transaktion aufgewendet werden muss. Genau dies war bisher nämlich der entscheidende Hemmschuh für Micropayments.
In einem Beispiel, das wir uns zum Zeitpunkt der Lancierung von One Pass ansahen, verlangte Focus Online für den Zugriff auf einen Artikel zu “acht Irrtürmern über Maklerprovisionen” zehn Cent, die über One Pass abgerechnet wurden. Da Google One-Pass-Einnahmen lediglich mit einer Gebühr von zehn Prozent belegte, bedeutete dies, dass die Nachrichtenseite nach Abzug der Google-Provision (ein Cent) und der Mehrwertsteuer (zwei Cent) immerhin sieben Cent behalten konnte – für Mikrobezahlungen kein schlechtes Resultat.
Doch trotz dieses Vorteils gegenüber anderen Bezahllösungen oder der Distribution von Paid Content über Apples App Store oder Google Play – wo jeweils 30 Prozent Provision fällig sind – konnte sich One Pass nicht durchsetzen. Nachdem das System von Beginn an in freier Wildbahn selten gesichtet wurde und Google auch keine offensichtlichen Maßnahmen unternommen zu haben scheint, um den Dienst bekannt zu machen, gab der Konzern nun in einer neuerlichen Schließungsrunde von Google-Angeboten bekannt, auch One Pass einzustellen. Man wolle jedoch weiterhin mit Verlagen und Inhaltenanbietern zusammenarbeiten, so das Unternehmen.
One Pass könnte gleich aus mehreren Gründen gescheitert sein: Die fehlende Akzeptanz der Anwender für häufig austauschbare Bezahlinhalte wäre einer – wer ist schon bereit, für Irrtümer über Maklerprovision Geld auf den Tisch zu legen, wenn es entsprechende Informationen an anderen Stellen im Netz kostenfrei gibt. Womöglich war One Pass für Google auch zu teuer. Von der oben beschriebenen Ein-Cent-Provision wird nach Abzug der Kreditkartendienstleister-Gebühren für Google nicht viel übrig geblieben sein. Nicht zuletzt könnte auch das beschädigte Verhältnis zwischen Verlagen und Google eine mangelnde Bereitschaft von Inhalteanbieter nach sich gezogen haben, One Pass zu integrieren.
Was am Ende auch den Ausschlag gegeben haben mag: One Pass ist Geschichte. Als Ersatz schlägt Google das kürzlich vorgestellte Umfragetool “Google Consumer Surveys” vor, bei dem Leser gesponsorte Umfragen absolvieren müssen, bevor sie Inhalte von Nachrichtenwebsites abrufen können.
Über Irrtümer bei Maklerprovisionen kann man sich jetzt auch bei Focus Online wieder gratis informieren.


















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[...] dass wenigstens noch deutsche Verleger ein Geschäft mit paid content machen wollen, denn Guhgell hat nicht so einen langen Atem und diese Idee schon aufgegeben. Was Guhgell nicht gelingt, kann bei Madsack doch nur ein Erfolg werden! Blah, Google, Madsack, [...]
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[...] Beim Netz-Laufwerk ist Google ein Nachzüger, sein Bezahldienst One Pass galt dagegen als innovativ. Anfang 2011 gelauncht, bot es den Verlagen die Möglichkeit, Kleinstbeträge abbuchen zu lassen, Google nahm eine verhältnismäßig kleine Provision von zehn Prozent – bei Apple ist es ja das dreifache. Einst als möglicher Retter der Verlage gefeiert, wurde One Pass jetzt still und leise eingestellt. [...]
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