Linkwertig:
Leistungsschutzrecht, Rivva, OpenStreetMap, Megaupload
Leistungsschutzrecht
Die Koalition hat sich laut dpa am Sonntag auf die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage geeinigt, das vor allem auf News-Aggregatoren und Suchmaschinen wie Google News abzielt.
» Axel Springer kauft Leistungsschutzrecht bei Koalition
» Lex Google, vulgo Leistungsschutzrecht
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Rivva
Rivva wurde fünf Jahre alt.
Ich bin dabei, große Teile des Systems neu zu programmieren. Gleichzeitig ziehe ich Komponenten, Module und APIs heraus, um darauf aufbauend eigene Produkte zu entwickeln. Ich möchte dieses Jahr auch erste Projektteile als Open Source freigeben, um damit an die Community zurückzugeben.
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OpenStreetMap
Die neuen Nutzungsbedingungen von Google Maps haben nun auch Foursquare dazu bewogen, zu OpenStreetMaps zu wechseln.
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Geistiges Eigentum
Thomes Stadler von Internet-Law philosophiert über die kulturell dünnen Wurzeln vom Konzept eines geistigen Eigentums.
In Wirklichkeit sind die meisten Urheber aber Zwerge, die auf den Schultern von Giganten stehen.
» Müssen wir uns vom Konzept des geistigen Eigentums verabschieden?
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Datenschutz
Und Felix Schwenzel dekonstruiert das Verhältnis der Deutschen zum Datenschutz.
vermutlich spiegeln die politik und medien aber nur unsere eigene schizophrenie beim thema datenschutz wieder. wir sind einerseits ein volk von datenschutz-hysterikern (siehe zum beispiel google streetview) und gleichzeitig als datenschutz-phlegmatiker bald mehrheitlich bei facebook, twitter und payback.
» deutsche datenschutz paradox-paradoxien
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Kim Schmitz
Last not least sinniert Kim Schmitz über Megaupload und die eigene Unschuld.
Schmitz vergleicht Megaupload mit einem E-Mail-Anbieter. Dieser könne auch nicht einfach in alle E-Mails hineinsehen.
Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an desk.netzwertig at blogwerk.com













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21. November 2012 um 11:15
Ich mache “Foodsharing” schon ewig. Mit meinen Nachbarn. Ganz ohne App und Smartphone.
Geht auch mit leicht verderblichen Lebensmitteln und man muss diese nicht noch durch die halbe Stadt transportieren.
Da lernt man auch Leute kennen und findet sich u. U. zu einem gemeinsamen Kochabend zusammen.
Verrückt, was?
21. November 2012 um 11:18
Schöne Idee. :) Dazu haben wir ja das Web, damit eine gute Idee noch größer werden kann.
21. November 2012 um 11:19
Ich weiß nicht einmal ob das in der Form eine schöne Idee ist. Klar auf dem Papier klingt es nett. Man könnte aber auch erstmal damit anfangen seine Lebensmittel mit den eigenen Nachbarn im Haus zu teilen. Das Konzept von Foodsharing erschließt sich mir jedenfalls gar nicht obwohl ich es gerne gut finden würde. Vielleicht könnte es funktionieren wenn große Discounter und Lieferanten dort anbieten würden und es eine sinnvolle Möglichkeit zum verteilen der Güter geben würde. In die Richtung lässt sich sicher noch einiges machen.
21. November 2012 um 11:32
Das Konzept müsste erst da ansetzen, wo groessere Mengen anfallen, nicht beim Endkunden. Firmenküchen haben z.B. oft gewisse Lebensmittel im Überschuss, oder auch Händler und der Einzelhandel. Außerdem könnte die Plattform mit mundraub kooperieren, da es um sehr verwandte Themen geht.
21. November 2012 um 11:47
Bin ich der einzige der keinen Sinn und nachhaltigen Nutzen in dem Projekt sieht und vor allem Zukunftsrelevanz?
22. November 2012 um 0:03
Ich habe den eingangs erwähnten Film “Taste The Waste” im Kino gesehen und fand ihn genial. Die Foodsharing-Seite hingegen ist allerdings ein schönes Beispiel, wie man es NICHT machen sollte. Wie Kwoxer sehe ich keinen Sinn darin.
Kurzfristig könnte ich mir da eher vorstellen, dass Supermärkte vor Ladenschluss verderbliche Ware gratis abgeben. Leute, die voll im Berufs- und auch Freizeitleben stehen, können ihre Einkaufszeiten in der Regel nicht so flexibel regeln, sondern müssen dann einkaufen, wenn sie gerade Zeit haben, sind auch nicht knapp bei Kasse und zahlen sowieso den angeschlagenen Preis. Leute, die wenig Geld haben, haben in der Regel Zeit, um bei ihrem Einkaufszeitpunkt flexibel zu sein, z. B. Bettler, Arbeitslose, Senioren … Die gehen einfach kurz vor Ladenschluss und greifen dann die Ware ab, die sonst eh im Müll gelandet wäre.
Langfristig sollte das (längst überfällige) Ziel sein, unser Wirtschaftssystem an die aktuelle Marktübersättigung anzupassen. Wenn massenhaft Essen weggeworfen wird, sind offensichtlich immer noch zu viele Leute in der Lebensmittelbranche am Arbeiten. Diese Stellen könnte man streichen und in chronisch unterfinanzierte Branchen investieren, deren Arbeiten aber nicht automatisierbar ist, z. B. die Kultur- und Kreativ-Industrie.
DJ Nameless
22. November 2012 um 17:02
den pessimismus kann ich hier nicht teilen. ich freue mich, dass foodsharing endlich los geht und hoffe auf zahlreiche teilnehmer.
ich denke allerdings auch, dass die sinnvollste anwendung in etwas größeren mengen als dem halben brot, das man nicht mehr aufessen möchte oder dem zu groß gekochten eintopf liegt.
läden, die selbst entscheiden können, was mit ihren produkten geschieht, wie bäckereien, fleischereien, bioläden zum beispiel.
in foodsharing werden sich hoffentlich auf öffentlichen plätzen und in parks stehende obstbäume wiederfinden.
schön wären auch bauern, die nach der ernte ihre felder angeben, so dass man dort übrig gebliebene früchte, die von den erntemaschinen nicht erfasst wurden holen kann (ist zumindest bei uns in ostwestfalen bei einigen bauern seit jahrhunderte üblich).
ich werde heute abend mal alle backzutaten und ähnlichen nahrungsmittel eingeben, die lang haltbar und seit einer ernährungsumstellung für mich tabu sind.
22. November 2012 um 19:20
Halbgare Idee finde ich, da gebe ich den Vorrednern Recht. Bei Supermärkten würde das Sinn machen, aber ob die Lust haben, sich systematisch ihr Geschäft kaputt zu machen? Da wird doch zumindest ein Teil der Kundschaft auf die kostenlosen Lebensmittel umsteigen. Egal, ob man die Bereitschaft zu geben nun aufwertet, indem man die Eingabe erleichtert (Scannen von Barcodes z.B.), die Motivation erhöht (Badges z.B.) oder sich Services angliedern, die für Endgeld die Waren von x Stellen abholen und bei einem Besteller vorbeibringen – noch sinnvoller wäre es ja daran zu arbeiten, dass weniger gekauft wird, sprich nur das, was man auch tatsächlich essen will. Dann wird auch weniger produziert und weggeschmissen.
25. November 2012 um 17:00
Kann den Pessimismus hier auch nicht teilen. Klar. Gerade ist es in der Beta-Phase und noch sehr wenig los. Der Sinn ist doch zum Beispiel, dass man kurz vor einem Urlaub feststellt, dass der Kühlschrank noch viel zu voll ist und dann etwas abgeben kann. Oder es gab wieder nur ein 2 kg Netz Zwiebeln und man braucht auch in den nächsten 4 Wochen nur 500g davon. Dann stellt man das ein und ein Nachbar kann sich das abholen. Das wäre zwar auch jetzt schon möglich, aber man klingelt doch nicht im ganzen Haus und fragt wer die Reste haben will.
Meines Wissens nach will die biocompany da auch mitmachen. Dann wird es wirklich Realität, dass Waren direkt im Supermarkt abgeholt werden können.
26. November 2012 um 10:06
Auch wenn der Ansatz seine Schwierigkeiten haben könnte, ist er gut. Es wird viel zu viel Nahrung täglich weggeschmissen. Eine der Schwierigkeiten des Projekts könnte jedoch sein, dass sicher auch verdorbene Lebensmittel angeboten werden. Dies muss nicht absichtlich gesjchen, sondern kann durch Verpackungsschäden unauffällig geschehen. Trotzdem kann dies zu Haftungsrisiken führen. Aber für Probleme gibt es “fast” immer Lössungen. Ich wünsche diesem Projekt viel Erfolg.
07. Dezember 2012 um 9:54
Schöne, gute Plattform.
Ich hoffe sehr, dass das Projekt erfolgreich laufen wird. Vielleicht nur ein Nischen-Thema in Großstädten, aber ich glaube, dass es funktionieren kann, da es auf vielfache Art & Weise mit Leben gefüllt werden kann. Ich habe in der Beta-Phase einen ersten Praxis-Test gemacht, und werde darüber in meinem Blog berichten. Ich hoffe, dass ich dadurch einen Teil zur Bekanntheitssteigerung beitragen kann.
Wenn ich mal meinen Vorrats-Raum kritisch hinterfrage, kann ich mich von zwei Dritteln des Inhalts trennen. Da sammeln sich Lebensmittel an, die da meist gelandet sind, weil ich zu hungrig eingekauft habe. Vor einem 2-3-wöchigen Urlaub geht auch meist zu viel in den Müll.
Wenn die Plattform und deren Bewerbung zum Start nur einen kleinen Beitrag leisten kann, dass möglichst viele Menschen ihre Lebensmittel-Wegwerf-Verhaltensweisen hinterfragen und ändern, dann hat foodsharing.de schon viel bewirkt.
Die erste Supermarkt-Kette ist ja auch schon “an Bord”.
Man kann nur viel Glück wünschen. Am 12.12. geht´s ja erst richtig los.
15. Dezember 2012 um 0:19
Ich habe einige Kritikpunkte gelesen die besagen, dass es sich nur lohnen würde wenn große Supermarktsketten mitmachen, da diese viel mehr Lebensmittel wegwerfen als der Konsument selbst.
Schon mal überlegt warum das so ist?
Der Konsument verlangt eine unheimlich hohe Auswahl an Lebensmitteln, die zu jeder Zeit verfügbar sein muss. Durch eine unglaubliche Logistik karren Supermärkte diese Lebensmittel an und das davon viel weggeworfen wird ist als Verlust mit eingeplant. Würde der Konsument nicht verlangen zwischen 10.000 verschiedenen Lebensmitteln wählen zu können, die alle “perfekt” ausehen müssen, dann wäre für die Supermärkte damit auch kein Geld zu machen.
Es ist also ein Umdenken des Otto Normalverbrauchers erforderlich und es bestehen gute Chancen, dass dieses durch Plattformen wie foodsharing.de gefördert wird.
21. Dezember 2012 um 18:33
@Oil H.: Die Kausalkette lässt sich genau so gut anders herum aurdröseln: Nur weil der Supermarkt überhaupt so viele verschiedene Produkte anbietet (als bestes Beispiel wohl die unzähligen Varianten von Käse!)kaufen die Kunden dieses Angebot, bleibt soviel übrig und wird schlussendlich in genießbarem Zustand vernichtet. Man sieht also: Es ist die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei. Was war zuerst?