Prognose:
Die Tage von Google+ sind gezählt

Google+ ist der bisher erfolgreichste Versuch von Google, sich im Social Web zu etablieren. Doch acht Monate nach dem Start mehren sich die Zweifel, ob der Dienst die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann.

Mittlerweile besuche ich Google+ nur noch aktiv, wenn ich einen netzwertig.com-Beitrag auf unserem Google+-Profil verlinken möchte – keine besonders erheiternde Aufgabe, aber aufgrund einer fehlenden Schreib-API lässt sich dies bisher nicht automatisieren (Nachtrag, da diese Aussage missverstanden wurde: Ich bin deshalb mindestens einmal täglich bewusst bei Google+). Als ich mich gestern genau aus diesem Zweck bei Googles sozialem Netzwerk blicken ließ, fiel mir eine mir vorgesetzte Benachrichtigung über neue Google+-Mitglieder auf. Nur kannte ich diese Menschen überhaupt nicht.

Ich weiß nicht, ob der Feed mit Benachrichtigungen derartige Informationen schon länger anzeigt oder nicht. In jedem Fall macht der Schritt, Nutzer mittels der eigentlich für persönliche Ereignisse gedachten Benachrichtigungsfunktion über wildfremde Google+-Anwender zu informieren, einen recht verzweifelten Eindruck. Denn derartige, die Loyalität der Anwender aufs Spiel setzende Register zieht nur, wer alle legitimen Mittel zur Erhöhung des Nutzerengagements bereits ausgereizt hat.

Unbekannte Personen als BenachrichtigungUm Google+ steht es nicht sonderlich gut. Die anfängliche Euphorie hat sich gelegt, der ursprünglichen Neugier ist Ernüchterung darüber gewichen, dass Google mit seinem vor gut acht Monaten gestarteten sozialen Netzwerk trotz zahlreicher innovativer Features ganz einfach keine hinreichend große Lücke zwischen den etablierten Anbietern Facebook und Twitter zu finden scheint.

Zwar haben sich mittlerweile über 100 Millionen Menschen bei Google+ registriert, aber was ist diese Zahl wert, wenn nur ein Bruchteil davon regelmäßige Aktivität an den Tag legt?! Transparente Zahlen zum tatsächlichen Userengagement sind von dem Internetkonzern nicht zu erhalten, also muss man sich auf Analysen von Dritten, subjektive Beobachtungen und den allgemeinen Tenor von Branchenbeobachtern verlassen. Und Letzterer ist nicht gut: Negativberichte rund um das im Hause Google mit maximaler Priorität versehene Unterfangen häufen sich.

Latentes Problemkind 

Mit seiner umstrittenen Verknüpfung von Suche und Netzwerk zieht Google ebenso viel Kritik auf sich wie mit der aggressiven Bewerbung von Google+ über seine bestehenden Dienste und der erst durch Google+ notwendig gewordenen, geplanten zentralisierten Datensammlung. Auch die Art, wie Google die Privatsphäre-Einstellungen von Browsern umgeht, um die Funktionsfähigkeit des +1-Buttons aufrecht zu erhalten, hilft dem Giganten aus Mountain View nicht gerade dabei, die jüngsten Kratzer auf dem Firmenimage wegzupolieren. Kleinere Ausfälle wie das kommentarlose Löschen von unzüchtigen Profilbildern sowie das Veröffentlichen halbfertiger Firmenseiten komplettieren den Gesamteindruck, Google+ sei die Fortsetzung von Googles missglückten Experimenten im Social-Web-Bereich oder zumindest ein latentes Problemkind.

Google+ hatte durchaus einen erfolgreichen Start, und 100 Millionen Menschen zur Registrierung zu bewegen, ist auch für einen Besuchermagnet wie Google eine Leistung (wobei seit Januar jedes Google-Konto automatisch auch einen Google+-Account beinhaltet). Insofern ist der vom ehemaligen CEO Eric Schmidt vorbereitete und dann von Larry Page übernommene Vorstoß durchaus besser gelaufen als vergangene Social-Projekte wie Orkut, Google Wave und Google Buzz. Gleichzeitig jedoch sind diesmal auch die Ambitionen um ein Vielfaches größer: Google+ soll das gesamte Spektrum an Google-Onlineservices unter einem Dach vereinen und damit schließlich zu einer Art Google 2.0 werden, also Googles Existenz in einer auf Vernetzung der Anwender fußenden digitalen Welt sicherstellen.

Wie das angesichts der zahlreichen kleinen wie großen Brandherde, eines verspielten Momentums, dem mangelnden Bedarf vieler Nutzer an einem weiteren sozialen Netzwerk und dem zunehmenden Druck durch Kartell- und Datenschutzbehörden bewerkstelligt werden soll, ist mir schleierhaft.

Nischenstatus reicht nicht

Google+ ist NICHT tot. Eine in ihrer Dimension nicht quantifizierbare Zahl an Nutzern hält sich regelmäßig auf der Plattform auf und führt intensive Diskussionen zu allen möglichen Themen. Doch Analysen von Marktforschern zeigen, dass die Gruppe dieser Anwender nicht unbedingt wächst. Die durchschnittliche Verweildauer ist tendenziell sogar eher am Absinken und soll im Dezember bei US-Nutzer bei zwei Minuten gelegen haben – im Vergleich zu 20 Minuten bei Facebook.

Google+ ist nach wie vor nichts anderes als ein Nischenangebot, das eine loyale Anhängerschaft besitzt, die sich aus einem vergleichsweise kleinen aktiven Nutzerkreis rekrutiert. Für manch ein Startup wäre dies durchaus akzeptabel. Für Google, das seit bald zwei Jahren enorme Ressourcen dafür aufwendet, um endlich im Social Web Fuß zu fassen, reicht die bisherige Durchdringung bei weitem nicht aus.

Unklarer Anwendernutzen

In der letzten Zeit erhielt ich häufiger von eher in der Kategorie “Durchschnittsnutzer” zu platzierenden Freunden die Frage, was eigentlich genau Google+ darstellen soll. Ein Bekannter beschrieb das Gefühl, das ihm beim Blick in seinen Stream beschleicht, als “traurig”. Nun könnte das auch damit zu tun haben, dass er zu wenige Personen abonniert hat. Dennoch passen derartige, äußerst subjektive Kommentare zum Gesamtbild, das Google+ nach außen hin abliefert: Sind User nicht zufällig Teil des Kerns der sogenannten “Netzgemeinde” oder anderweitig in überdurchschnittlich hohem Maße digital vernetzt, fehlt ihnen ein triftiger Grund, warum sie sich mit Google+ näher auseinandersetzen sollten.

Google versucht es mit Gewalt

In Mountain View reagiert man auf diese Orientierungslosigkeit der User, indem man jeden Google-Service mit dem neuen Flaggschiff verzahnt – inklusive Android – in der Hoffnung, Anwendungsszenarien würden sich dadurch im Laufe der Zeit automatisch ergeben.

Ich glaube, dass sich Google hier irrt. Anwendern das Produkt vor die Nase zu drücken, egal auf welcher Google-Site sie sich aufhalten, ist der schlechteste Weg zum Erreichen einer Nutzerbindung und -loyalität. Alle erfolgreichen sozialen Netzwerke sind organisch gewachsen und wurden durch die Nachfrage der Anwender getrieben. Dass der Netzriese es mit brachialer Gewalt versucht, ist erst einmal legitim. Viel deutet aber darauf hin, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Google+ fährt gegen die Wand, Larry Page trägt Verantwortung

Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass Google mit Google+ derartig gegen die Wand fährt, dass eine Fortführung des Dienstes unmöglich sein wird. Es liegt in der Natur von Prognosen, dass man mit diesen auch falsch liegen kann – zumal ich nicht weiß, welche Asse man intern bei Google noch im Ärmel hat. Doch ein Blick auf die bisherige Entwicklungsgeschichte sowie auf die Rahmenbedingungen und Dynamiken der (sozialen) Internetlandschaft macht es für mich sehr schwer, an ein Happy End zu glauben. Die Alternative zu einem Happy End wäre die ewige Mittelmäßigkeit. Diese jedoch wird weder im Interesse des Google-Managements noch in dem der Aktienbesitzer liegen. Also geht es um alles oder nichts. Nach alles sieht es derzeit aber wirklich nicht aus.

Bevor Google für das + den Stecker ziehen wird, rechne ich mit weiteren Verzweiflungstaten, um das Projekt doch noch zu einem Anziehungspunkt für die Massen zu machen. Denn ein Ende des Dienstes wäre gleichzeitig das größte Versagen in der Unternehmensgeschichte und für den Konzern nicht nur peinlich, sondern vermutlich auch ein Grund, um Gründer und Firmenchef Larry Page vom Thron zu stoßen. Im April 2011 hatte dieser das Amt und die Pläne für Google+ von Vorgänger Eric Schmidt übernommen. Trotz Schmidts entscheidender Vorarbeit ist es jetzt Page, der die volle Verantwortung für Google+ trägt. Wie lange, ist ungewiss.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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120 Kommentare

  1. lustig.
    mir geht es genauso wie dir im ersten absatz! man geht hin, trägt alles ein und verschwindet wieder. genauso machen es einige andere auch. das fällt auf.

    ist halt langweilig da drüben.

    • Langweilig ist es nur dann, wenn keiner was tut. Wenn 20 Leute auf G+ vernetzt sind und alle vor dem Stream sitzen und warten, dass andere was tun, wird nichts passieren. Facebook wäre bei gleichem Verhalten ebenfalls “tot”.

  2. Google+ fährt gegen die Wand, Larry Page trägt Verantwortung
    Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass Google mit Google+ derartig gegen die Wand fährt, dass eine Fortführung des Dienstes unmöglich sein wird.

    linkbait! ;)

  3. Kann nicht sein. Der Nico sagt doch das sei groß im Kommen!?

    :-)

  4. In einigen Punkten sicher richtig, aber ganz so schwarz sehe ich die Situation auch nicht.

    +/-! Google+ brauch noch Zeit. Die Frage ist, wie viel Zeit die Nutzer noch Google+ geben.

  5. Erst nutzen, dann ranten ;-)

  6. Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass Google mit Google+ derartig gegen die Wand fährt, dass eine Fortführung des Dienstes unmöglich sein wird.

    02.01.2015 Essen in einem Nobelrestaurant Deiner Wahl, Essen zahle ich, wenn Google+ verschwunden ist. Deal?

  7. Twitter hat auf seiner Seite auch einen “Wem soll ich folgen”-Kasten, der echt viel Platz einnimmt (und verlangt seit neuestem dass man mindestens 5 Accounts folgt, wenn man sich neu anmeldet). Facebook hat schon immer seinen “Personen, die du vielleicht kennst”-Kasten. Amen, Quora, … weisen auch stark darauf hin, dass man anderen folgen sollte, um den Dienst “richtig” nutzen zu können. Aber wenn es Google+ macht, dann ist das ein böses Omen?

  8. Als ich mich gestern genau aus diesem Zweck bei Googles sozialem Netzwerk blicken ließ, fiel mir eine mir vorgesetzte Benachrichtigung über neue Google+-Mitglieder auf. Nur kannte ich diese Menschen überhaupt nicht.

    Die unbekannten Personen sind Personen, die auf irgendeine Art und Weise von dir zu Google + eingeladen wurden.

  9. Während es auf Facebook immer noch viel Resonanz gibt, passiert auf Google+ fast gar nichts mehr. Laut Google+ bin ich in 4903 Kreisen von anderen Usern. Ich vermute aber, dass meine Beiträge nur sehr wenige User mitbekommen.

  10. Die Mitgliederzahl von 100 Millionen sowie der bisher erreichte technische Vernetzungsstand sprechen mir eher für ein allmähliches stetiges organisches Wachstum denn für ein baldiges Ende. Es ist tatsächlich etwas ruhig um und in Google+ geworden, aber das halte ich eher für Mühen der Ebene, denn für ein Einschlafen. Ich würde auch widersprechen, dass es bei Google+ um alles oder nichts geht. Auch mittelmäßige 100 Millionen sind bereits eine gute Zahl, auf der sich weiter aufbauen lässt. Zumal Google ja mit seinem Googleversum über einen riesigen Bereich von Informationskonglomerat verfügt, auf dem die anderen Gegenspieler entweder viel weniger oder wie Facebook fast nichts vorzuweisen haben. Das Netzwerk ist bei Google schließlich nur Ergänzung seines Informations-Hauptgeschäfts – auch wenn Google+ langfristig als dessen Klammer gedacht ist. Insofern halte ich diese Negativprognose für einen relativ abwegigen Unkenruf. Etwas mehr passieren könnte wohl, aber für eine passable ausbaufähige Basis halte ich G+ allemal.

  11. Ich teile die Einschätzung eines nicht allzu fernen Todes, es sei denn sie haben wirklich noch eine Killer-App-Gadget Überraschung parat (Datenbrille, whatever).

    Ich sehe als Hauptgrund hierfür die fehlende Schreib-API an. Dies führt de fakto dazu, dass ich von keiner EINZIGEN meiner täglich genutzten Apps (Twitter, Instagram, Path, Flickr, WordPress, Readmill, Tumblr, Foursquare, Tripit, Instapaper, …) heraus G+ als Zweitverwertungskanal nutzen kann. Die G+ App selbst ist nahezu erschütternd unsexi, die Lage sähe anders aus wenn man etwa eine GUI wie Path anbieten würde.

    Nun schreibt gerade @mspro auf Twitter:

    @rstockm die (nicht ganz unberechtigte) angst dahiner ist ja, dass es mit schreib-api eine seelenlose datenmüllhalde wäre.

    Das ist nicht ganz verkehrt, aber ich sehe für G+ nur folgende Auswege:
    1) mit einer write-API öffnen sie sich all den eingeführten Apps, die Nutzer bleiben bei ihren eingeführten Nutzungsverhalten und nutzen aber G+ beispielsweise als öffentliches Diskussionsforum über die extern produzierten Inhalte (dafür ist es m.E. ziemlich gut geeignet).
    2) die erweitern ihre App (und Webseite) in eine Richtung, die mindestens sämtliche oben aufgezählten Dienste in Sachen GUI, Fluppdizität und Sympathiegrad aus dem Becken vertreibt. Dies traue ich Google derzeit nicht mehr zu, siehe auch den einschlägigen Google vs. Amazon Rant (Plattformentwicklung)
    3) Ich glaube, eine bisher unterschätzte Chance für G+ wäre es, als digital hub zwischen all diesen Diensten zu vermitteln und zu kommunizieren. Hier also das richtig anzugehen, was ifttt (persönliche Sicht) oder meinetwegen Dienste wie flavors (breitenwirksame Sicht) bisher nur so mittel-ok anbieten. Facebook ist desshalb so erfolgreich, weil des dem Otto-Normaluser unter einer Oberfläche alle relevanten Dienste so mitteltoll anbietet. Obwohl es für nahezu jedes Feature deutlich bessere Spezialangebote gibt. Googles Plan nun ebenfalls alles mitteltoll nachzubauen bringt hier nichts, aber warum sich nicht als Speerpitze der dynamischen, hippen, schnellen Avantgarde-Apps platzieren? Dies würde auch viel besser zur Google DNA passen: bestehende Dinge sichtbar und nutzbar machen anstatt selber alles nachzubauen.

  12. Vermutlich wäre es den Versuch wert gewesen youtube in ein g+ zu transformieren. Der Vorteil wäre gewesen, dass man hier zumindestens eine aktive community hat.

    Aber evtl. stellt Google ja demnächst eine 50gb online Festplatte zur Verfügung die sich per g+ sharen läßt, dann wäre ich dabei.

  13. Martin, ich sah und sehe diese Zeile in meinen Benachrichtigungen nicht? Anyway, ich gönne jedem seine Meinung, aber dass jetzt auch neuerdings Linkbait-Artikel posten muss … Schade. Das schreibe ich jetzt nicht, weil ich überzeugter Google-Nutzer bin (bin ich zwar auch), sondern weil G+ für mich aktuell die relevanteste Seite zur Informationsbeschaffung ist. Ich will keine Babyfotos von stolzen Mamas und Papas (Facebook), unkommentierte Links (Twitter), die Info, dass Tanja-Anja Meier bei einer neuen Agentur arbeitet (Xing/LinkedIn), oder irgendwelche “verhipsterte* Bilder von Latte Macchiatos (Instagram, Pinterest) sehen. Und zwar aus denselben Gründen, warum ich keine Gratiszeitungen lese und meinen TV-Konsum zu 99.9% auf zeitversetztes Schauen umgestellt habe.

    Das ich damit zu der von Dir angesprochenen aktiven, nicht unbedingt wachsenden Gruppe von Nutzern gehöre, ist mir dabei klar. Aber das ist auch gut so.

  14. Google Plus fehlt ein Mute-Button, ansonsten habe ich eigentlich nichts dagegen. Mich stört eher, dass Google auf diesem sozialen Kreuzzug seine Websuche absichtlich immer weiter verschlechtert. Motto: Tust du als Seitenbetreiber nicht genau das, was wir wollen, tauchst du erst auf Platz 37 auf. Ganz egal, ob alle anderen Ergebnisse davor Schrott sind.

  15. @ Nico
    Agree!

    @ gis
    Daher ja oben der Screenshot. Ich versteh dagegen nicht, warum ein Beitrag, der auf einer mutigen, aber mit zahlreichen Indizen unterfütterten These basiert, automatisch Linkbait ist.

    • @Martin
      Es sind keine Indizien, es sind persönliche Wahrnehmungen. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied.
      Es gibt genügend Gründe G+ zu nutzen, ein entscheidender ist für mich persönlich, dass ich hier im Rahmen gehaltvoller Informationsbeschaffung und ! niveauvoller und konstruktivere Diskussionen etwas finde, was mir weder Facebook oder Twitter oder …. bieten können.

      Von daher sind jedwede Quervergleiche zu FB oder Twitter ohnehin nicht zielführend.

      Man kann und darf sicher über Googles “aggressive” Politik der Einbindung der G+-Kontos die Nase rümpfen. Allerdings tut dies dem Wert des Netzwerkes keinen Abbruch.
      G+ füllt mit seinem Angebot einen freien Platz in der Reihe der Netzwerke, nicht mehr, und nicht weniger.

      @Daniel
      Aus einer Warte: Sollte es nicht. Das macht nur SInn wenn man ein weiß angestrichenes Facebook werden möchte. Und auf blinkende Kaffeetassen und dergleichen, was man in der Regel im FB-Stream findet, darauf kann und will ich guten Gewissens bei G+ verzichten.
      Als peripheres Zusatzangebot dagegen kann ich mir das schon vorstellen.

      Zur API:
      Ja, konnte durchaus Sinn machen, wenn man dadurch dem Nutzerverhalten (auch im Sinne von Zweitverwertung und oder Toolunterstütung) nachkommt. Wenn´s dazu führt, das ich wie bei FB jeden “Mist” da reinbekomme, dann lieber Schotten dicht und weiter mit Qualität punkten.

      @Martin
      Schließe mich demnach dem Deal mit dem Bier an :-))

  16. Google sollte Pinterest kaufen. Wie damals bei Youtube auch ist es ein Projekt dem noch erhebliches Wachstum bevorsteht und dass aufgrund der Copyright-Problematik einen starken Schirmherren benötigt. Zudem sind Features wie selektives abonnieren nah an der Google-Aufgabe dass Web zu sortieren und zugänglicher zu machen. Ganz abgesehen davon dass Pinterest die Sexyness besitzt die g+ fehlt. Dieser zwanghafte Wunsch mit Facebook zu konkurrieren wirkt zudem sehr eitel und passt nicht zu dem Bild dass ich von dieser Firma mal hatte.

    • Netter Gedanke. Und dann integrieren? Oder eigenständig weiterführen?

    • @Martin Weigert

      Ich denke dass sich dieses verbesserte Abomodell auf viele Seiten und bestehende Dienste erfolgreich anwenden lassen würde wenn eine anständige Plattform zur Verfügung steht, da könnte Google alleine technisch viel beitragen. Pinterest als Marke sollte solange wie möglich unangetastet bleiben, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Zudem gehen wir hier ja gerade auch nur ein Fantasie-Szenario durch…

    • @Daniel
      Das geht nicht. Amazon sollte Pinterest kaufen. Ich schreibe gerade einen Artikel darüber, und wenn Google hier zuvorkommen würde, dann wäre meine Arbeit für die Katz ;-)

  17. Google+ hat noch massig Potenzial, allein wegen Android. Und wegen kollaborativer Dienste, die an Google Docs gesteckt werden können.

    ABER wenn Google nicht einmal langsam ein API fertig bekommt (IMHO hätte Google NIEMALS den Beta-Sticker entfernen dürfen, bevor Schreibzugriff über ein API fertig ist), verreissen die es noch. Ich habe keine Lust, jeden Artikel bei G+, Facebook, Twitter, etc. von Hand einzutragen. Deshalb taucht weiterhin nur alles bei Facebook und Twitter auf. Danach nochmal per Hand nach G+ gehen? Dafür bin ich zu faul und die meisten anderen scheinbar auch.

    API, API, API. Sonst wird’s nichts. Facebook hat den Kampf gegen die ganzen anderen Social Networks nur gewonnen, weil die damals mehr ermöglicht haben als die Konkurrenz (Programmierung, API, Spiele, etc.). Diese Diagnose ist für mich ganz eindeutig.

    Wieso Google meint, die könnten jetzt mit WENIGER Features gegen Facebook gewinnen, ist mir völlig schleierhaft!

    • Stimmt, Write-API ist essentiell. Aber birgt eben auch die Gefahr, dass dann einfach nur alle ihr Zeug dort reinkippen, was viele der loyalen G+-Nutzer offenbar gar nicht gerne sehen.

    • Klar, die Gefahr gesteht. Aber genau der Content, den bei facebook die meisten Kritiker für den totalen Schwachsinn halten (Partyfotos, ich bin gerade hier, …) *KANN* man bei G+ jetzt schon schön smooth einstellen. Wenn ich über die Startseite von G+ gehe. Aber nicht, wenn ich über die Kamera App gehe. Da gibt’s dann Twitter und Facebook. Deshalb werden die beiden letzten Dienste genutzt und G+ nicht.

      Jetzt könnte G+ mir natürlich auch erlauben, von dort aus die Nachrichten/Fotos/Links nach Twitter/Facebook weiterzuschicken. Das könnte ein paar Nutzer bringen. Aber selbst das geht nicht …

  18. Ich teile Deine Meinung auf der ganzen Linie. Auch bei mir dient der Besuch von Google+ nur der Verbreitung von Blog-Beiträgen. Und wenn ich schaue, wieviel Traffic von Google+ bei mir auf dem Blog landet, dann ist das nur eine homöopathische Dosis.

    Google+ ist mit deutlichen Abstand hinter Twitter und Facebook nur die Nummer drei der präferierten sozialen Netzwerke.

    Würde Google+ nicht existieren, würde ich nichts vermissen.

  19. Bei mir ist es anders herum. Weil FB primär nur Partyfotos und “Bin gerade aufgestanden” – Mitteilungen enthält bin ich da nicht mehr sehr aktiv.

    Bei G+ finde ich spannende Themen und Diskussionen

    • Die Diskussionen stellen ich ja gar nicht in Frage. Sie dürften Google nur eben nicht reichen.

    • Ich finde auf FB auch immer noch gute und ausgiebige Diskussionen…

    • I agree, das finde ich auch!!

      Und ich finde die Möglichkeiten die man mit Google+ hat sind noch nicht ausgeschöpft und diese Aussage finde ich schon ein wenig krass!
      ============================
      bin ich der Überzeugung, dass Google mit Google+ derartig gegen die Wand fährt, dass eine Fortführung des Dienstes unmöglich sein wird.
      ============================

  20. Guter Blog Beitrag, spricht mir aus dem Herzen.
    Mag mich an meine ersten Blog Beiträge und Kommentare in Podcast erinnern dass ich Gongle mit dem Socialen-Versuchen eine solche Zukunft vorausgesagt habe, auch dass sie genau solche (unschönen) Methoden einsetzten um es den Nutzern doch noch aufzudrängen. Auf eine Art schade, aber auch gut da ja der aktuelle Weg den sie mit den Vernetzten Profilen astreben für den Endnutzer auch nicht wirklich von Nutzen ist.

  21. Wisster was? Ihr macht ganz einfach was falsch. Wollter wissen wieso? Klickter auf das Bild hier (Zahlen von gestern):

    http://i.imgur.com/WRIJh.jpg

    Wisster Bescheid.

    Mein Tipp: Eben nicht nur eure Blogposts in Google-Plus reinballern, sondern auch mit Leuten interagieren.

    Nuff said.

    • Der erste, der über G+ mehr Traffic bekommt als über Facebook. Interessant!

    • Bei mir genauso. Meine Facebookfanpage habe ich letzte Woche geschlossen. Traffic kommt bei meinem Blog über 1) Google 2) Google+ 3) Twitter

    • Und wenn man sich deine Google Plus-Seite anguckt, dann ist da nur Nerd und Tech-Kram drauf. Also genau das Zeug, dass bis auf ein paar tausend Freaks niemanden interessiert. Genau das meint “Nischennetzwerk”.

  22. PROGNOSE: Die Tage von http://netzwertig.com sind gezählt…

  23. Ich nutze Facebook nicht, weil ich es doof finde. Doch Facebook ist nicht doof, weil ich es nicht nutze. Das gleiche gilt für deinen Artikel Martin: Nur weil du Google+ nicht nutzt und es total doof findest, heißt das nicht, dass andere den Dienst nicht nutzen oder andere ihn in gleicher Weise doof finden. Darüber hinaus wird sich auch niemand deiner annehmen, wenn du dort nur alle zwei Monate vorbei schaust, um einen Link zu posten. Das hat nichts mit Social Media zu tun, von dem du hier sprichst.

  24. Kann ich (zumindest von der Headline her) klar wiedersprechen. Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, interessanten Leuten folgt und mit denen interagiert, hat man unheimlich viele Chancen, in G+ neue Leute kennenzulernen und sich auszutauschen. Gerade zu Business-Themen ist das ein klarer Vorteil im Gegensatz zu XING oder Twitter. Ich nutze Google+ jeden Tag und hab darüber schon viele interessante Kontakte geknüpft. Da muss ich einem obigen Vorredner zustimmen: Wenn jeder nur irgendwelchen Content reinklatscht, aber keiner interagiert, wär Facebook auch uncool / tot.

  25. Du siehst das viel zu oberflächlich. Mag sein, dass Google+ eine Flaute hat, aber es ist egal. Denn genau die Menschen die für Googles Erfolg wichtig sind nutzen G+ und andere ihrer Plattformen exzessiv.
    Die Entwickler. Im Gegensatz zu den meisten anderen hat Google begriffen wie wichtig es ist viele kleine Entwickler um sich zu scharen um so ein einzigartiges Ökosystem aufzubauen, das sich selbst weiterentwickelt. Ein Ökosystem in dem sich (fast) alles um die Google Plattformen dreht. Sie brauchen nur ihre Plattform API’s aus zu bauen und warten. Den Rest machen diese vielen Entwickler die am Ökosystem rumschrauben. Android und andere Google Plattformen sind nicht deswegen so offen weil die Benutzer das in irgendeiner Art und Weise interessieren würde. Nein, Offenheit macht mit Entwicklern genau das, was Licht mit Motten macht. Kleines Beispiel, wie alt ist iOS von Apple und wie viel Apps gibts dafür? Wie alt ist Android und wieviel Apps gibts dafür? Wer hat pro Zeitraum den größten prozentuellen Zuwachs? An welchem mobilen Ökosystem arbeiten die meisten Leute(Bei Android gibt es wohlgemerkt nicht nur die Appentwickler, da kommen noch die Leute dazu die an der Plattform selber rumbauen wie das Cyanogenmod-, MUIUI-, viele andere kleinere Teams und einzelne Entwickler machen)?

    Wenn Google+ sterben sollte, dann weil ein anderes Service von oder um Google den Platz eingenommen hat den G+ bei den Entwicklern rund um Google gefunden hat.

    LG
    Ralph

  26. Wenn ich daran denke wie ruhig Facebook vor 5 Jahren war, als sich alle noch auf StudiVZ rum getrieben haben. Damals hat auch niemand Facebook in Deutschland eine Chance eingeräumt.

    Und wenn ich daran denke, wie ruhig Facebook ist, wenn man die ganzen automatisierten Beiträge (Blog- und Newsfeeds) ignoriert.

    Mal sehen wo Google+ in fünf Jahren steht, aber vielleicht ist die Karawane dann zu Diaspora oder einem anderen Netzwerk weiter gezogen.

    • Genau daran musste ich auch denken: Als ich mich damals aus Neugier bei Facebook angemeldet habe, war dort niemand aus meinem Bekanntenkreis. Zu der Zeit hat sich eben alles bei StudiVZ abgespielt und der Gedanke, dass Facebook in Deutschland jemals auch nur den Status eines ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen könnte, erschien mir völlig absurd. Schließlich waren ja alle Freunde schon da und die Funktionen von VZ und FB beinahe identisch. Es hat dann immerhin noch fast 3 Jahre gedauert, bis die Mehrheit zu FB gewechselt ist. Von daher ist die Schlussfolgerung doch mehr als voreilig, vor allem, wenn man das gewaltige Innovationspotential von Google bedenkt.

  27. Für mich hat sich G+ auch zum Nischenprodukt etabliert. Neben den bereits angesprochenen Diskussionen, die im Vergleich zu facebook extrem fruchtbar verlaufen, ist es aber auch die Community aus Fotografen und Künstlern, die mich dort hält.
    Ich pflichte Dir in einem Großteil Deiner Argumentation bei, hoffe aber, dass sich irgendwas (kursiv zwecks Mystifizierung) tut, um das Angebot attraktiver zu machen, denn ich möchte die angeführten Diskussionen und künstlerischen Aspekte nicht missen.
    Doch eine kleine, eingezäunte Oase inmitten einer ansonsten nur von Tumbleweed bevölkerten Geisterstadt ist auf die Dauer für alle Beteiligten mehr Frust als Lust.

  28. @ Gilly

    Die Fähigkeit von Google+, Traffic zu bringen, ist nicht Thema des Artikels und wurde auch nicht in Frage gestellt.

    @ David Maciejewski
    Ich bin allein aus dem am Artikelanfang beschriebenen Grund mindestens einmal täglich bei Google+. Und “doof finden” ist deine Wortwahl.

    @ Ralph
    Zum Thema Developers empfehle ich diesen Link: Why Google gets no respect (from developers) Widerspricht zumindest der von dir beschriebenen Fähigkeit von Google, Entwickler um sich zu scharren.

  29. Naja, der mag dem Widersprechen aber:

    1.) People who write applications for business users (i.e., paying customers)
    nicht “nur business users” sind “paying customers” im Gegenteil, was das Web und vor allem Google’s Geschäftsbereich angeht hat das Geld das Firmen bringen einen schon fast vernachlässigbarer Anteil. Du bringst Google und den Entwicklern herumdas Geld, nicht deine Firma.

    2.) “Google App Engine is for making toy apps and science experiments,”
    Das sagen Leute die nicht verstanden haben warum die Google Anwendungen (entgegen deren Verständniss) so erfolgreich sind. Der Wind in der Softwareentwicklung dreht sich und das ist Google’s Verdienst. Weg von Komplexen “kann alles aber nix gescheit” Anwendungen hin zu kleinen spezialisierten und austauschbaren Anwendungen die nicht viel können aber das sehr gut und die möglichst viel Schnittstellen nach außen anbieten. Nicht um die Anwendung geht es, sondern darum um welche Funktionalität man das Gesamtsystem erweitern kann(Dazu empfehle ich ein genaueres Studium des Intent’s Konzepts. Es ist, wenn man die Egozentrik verbannt und sich als Teil des ganzen sieht, genial.) Hinzu kommt, dass die Anwendungsentwicklung so sehr viel schlanker und somit auch für Einsteiger praktikabel wird.

    Wie bei jedem großen Umbruch gibt es Alteisen das mit der Zeit nicht mitgehen kann. Nur um den Trend zu erkennen braucht man sich einfach nur die Zahlen anschauen. Das Ökosystem das Google aufbaut, ist das am Schnellsten wachsende in der Geschichte der Programmierung. Um keine andere Plattform hat sich je so schnell so viel aufgebaut.

  30. In dem Artikel ist sehr viel Meinung enthalten. Meinung ist immer geprägt durch Wahrnehmung und so liegt in der Natur der Sache, dass unterschiedliche Wahrnehmungen zu unterschiedlichen Meinungen führen.

    In meiner Wahrnehmung hat Google+ einen großen Mehrwert. Es ist die Sammlung von professionellen Communities, welche Google+ ausmacht. Insofern ist Google+ näher an LinkedIn als an Facebook. Dies macht für mich eine hohen Teil der Attraktivität aus. Facebook leistet das in keiner Weise.

    Es ist nun eine Frage der Erwartungshaltung an ein soziales Netzwerk, wie man es beurteilt. Wer es als Kanal analog dem Fernsehen wahrnimmt, der wird in der Tat enttäuscht sein. Bei eine qualitativ hochwertigen Beteiligung ergeben sich die Mehrwerte fast von alleine.

    Ein weiterer Aspekt, der für Google+ spricht ist die Schaffung von “Google+ für Unternehmen”. Eine abgekapselte Variante welche in Wettbewerb z.B. zu Chatter und Yammer die Zusammenarbeit im Unternehmen erneuert. Dies befindet sich bereits im Test (http://plus.google.com/10…94/posts/aYBcUxuzxQE)

  31. Das As ist schon aus dem Ärmel. Die Verknüfung von G+ mit der Suche. Was deine Kumpels gut finden (+1 oder Teilen) taucht bei deiner Suche weiter oben auf. So wird G+ wichtig für das SEO.

  32. Martin: ok, dann will ich aus meinem Kommentar das Fazit zwischen den Zeilen für dich mal herausschreiben:

    Wenn etwas Besucherzahlen generiert und diese auch noch steigen (was man meinem Bild jetzt nicht ansehen kann), kann es nicht tot sein oder im Steben liegen. Aber dazu gleich mehr in meinem Blogpost ;)

    • Ich würde behaupten, ein hochnischiges Expertenforum für Dachdecker könnte Traffic für eine Website generieren, auf der es Dachdeckerausrüstung zu kaufen gibt ;)

  33. Einen Artikel “Die Tage von Google+ sind gezählt” zu nennen, klingt für mich ebenso nach einem (verzweifelten) Versuch hier viel Traffic und Kommentare zu erzeugen :-) Nach 8 Monaten solche Prognosen rauszuhauen ist schon sehr mutig – man bedenke was anfänglich über Facebook oder Twitter gesagt wurde, oder was mit StudiVZ passiert ist-, aber wer weiß, vielleicht hast Du ja auch recht… ich weiß es nicht ^^

  34. ich kann nur bestätigen das ich mit meiner G+page in den wenigen Monaten mehr Kunden erreicht habe als über FB.

  35. @Martin Weigert

    sorry, ich stimme Dir nicht zu.

    Natürlich werden Die, die einen erfolgreichen Facebook oder Twitter Auftritt haben, nicht noch nach einer 3. Plattform schreien.

    Deshalb wird g+ auch runter geschrieben.

    Meines Erachtens ist es ein Fehler, sich hier nur einzuloggen Beitrag reinsetzen und wieder gehen.

    Zum einen merken es die Nutzer, weil Kommentare nicht oder nur verspätet beantwortet werden und auch Google wird einen Algorithmus haben und dies Nutzer in der Suche früher oder später abstrafen.

    :-)

  36. Also ich bin mehr in Google+ drin. facebook ist für mich nur Zeitvertreib, technologisch ein Dinosaurier und vollgemüllt mit Werbung. Bei Google+ ist alles so schön schlicht, man kann unerwünschte Informanten einkreisen und ausblenden. Ich bleibe auch bei Google+.

  37. Hi Martin,
    trifft imho genau ins Schwarze der Artikel. Einer meiner Vorredner hat es gut gesagt, was würde ich denn vermissen wenn es G+ nicht mehr gäbe. Bei Twitter, FB und YT würde ich ja schon fast eine Träne rausdrücken (zumal ich mir nen neuen Arbeitsplatz suchen müsste), bei g+ nicht mal drüber bloggen.
    Zumal man doch eh nur die gleichen Posts,… dort findet wie auf den anderen Besagten.
    Anyway, selbst die Social Search
    Kompomente nervt mich mittlerweile sehr. Kein Mehrwert, leider.
    Gruß von der Düssel

  38. Das Trifft meiner Meinung nach genau den Nerv. Ich vermisse die Dynamik die das Produkt bräuchte, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Mit der Marketing-Power müsste eigentlich mehr drin sein. Aber viel mehr ist leider auch im Produkt nicht drin… und Social Networks, die haben wir ja schon vor Google+ gehabt. So langsam habe ich auch schon vergessen welche USPs Google+ vorgaukeln wollte…

  39. Ein sehr schöner Artikel. Ich musste wegen meiner Arbeit auch bei Google+ eine Seite einrichten. Man muss ja überall present sein. Aber im Gegensatz zu MySpace (vor x Jahren) und aktuell Facebook hat sich der Auftritt dort überhaupt nicht gelohnt. Die Tatsache, dass Google jetzt Informationen aus verschiedenen Angeboten bündelt, ruft in mir Ängste hervor. Keine User/Fans bei Google+ und die Datenerfassung lassen das Netz richtig alt aussehen. Facebook wird irgendwann auch wieder out sein, und alle ziehen zu was “neuem” um. Aber Goolge+ scheint mir total überflüssig.

  40. Noch was vergessen, mein Programmierer zieht ständig über Facebook her. Sein Thenor: Die bei Google erklären besser und haben die besseren Tools. Wenn es nach ihm ginge, ware Google+ das Maß aller Dinge und nicht FB.

  41. Hmmm …

    Ich habe das Gefühl, dass bei dieser Analyse ein paar Dinge etwas durcheinandergehen, Martin.

    Zum Einen: persönlicher Geschmack. Bei Facebook und Google+ herrscht eine unterschiedliche Atmosphäre. Manchen gefällt die von Facebook besser, manchen die von G+ Daraus zu schließen, dass das jeweils andere Netz zum Untergang verdammt ist, würde ich für übertrieben halten. Tatsächlich nutze ich Facebook ganz ähnlich wie du G+ nutzt: ich rufe es nur dann auf, wenn ich einen Post, den ich ursprünglich bei G+ abgesetzt habe, dort reposten möchte :)

    Es ist schwer zu sagen, ob die Atmosphäre bei Facebook oder bei Google+ mehr Menschen anzieht. Facebook hat einen Riesenvorsprung. Und der klassische Netzwerkeffekt bevorzugt erst einmal immer den Platzhirschen mit der größeren Anwenderzahl. (Nein, ich schließe keineswegs aus, dass der Facebook-Stil dauerhaft der beliebteste sein könnte. Nur kann man das objektiv im Moment nicht beurteilen.)

    Zum Zweiten: Ich denke immer noch, dass der direkte Vergleicht bzw. die Implikation eines direkten Wettbewerbs zwischen FB und G+ ins Leere geht. Wie verschiedene Maßnahmen der letzten Monate gezeigt haben, ist G+ nicht nur ein Social Network. Der Facebook-ähnliche Part ist lediglich die Oberfläche eines komplexen Software-Systems, das alles bestehenden Google-Services miteinander vernetzt. Die Resultate dieser Strategie mögen nicht überall sofort auf Gegenliebe stoßen (Beispiel SPYW), das sagt aber wenig über ihren langfristigen Erfolg aus.

    Wem Google+ “nicht gefällt”, der mag all das geringschätzen – man sieht ja nur diesen überflüssig erscheinen FB-Wettbewerber. Tatsächlich glaube ich aber, dass Google+ schon in seiner heutigen Form für Google sehr wertvoll ist. Und je mehr Accounts über diese Architektur zusammengeführt werden, desto größer wird dieser Wert. Das hat wenig bis gar nichts damit zu tun, ob diese Accounts ständig in einem Browser-Fenster Google+ offen haben. Die Plattform basiert auf einem ganz anderen Geschäftsmodell – und ihr “Erfolg” ist nicht davon abhängig, dass Facebook untergeht oder G+ mehr User hat als FB.

    Davon abgesehen: “Die Tage von Google+ sind gezählt” ist eine Aussage, die selbstverständlich richtig ist und nicht widerlegt werden kann. Genauso sind aber auch die Tage von Facebook … oder MySpace, AOL, Compuserve etc. gezählt. Alles hat ein Ende. Und bei Online-Diensten kommt dieses Ende oft recht rasch.

    • Mein Artikel basiert doch gar nicht auf einem längeren Vergleich mit Facebook. Der Name taucht an zwei Stellen auf – würde ich ihn dort entfernen, hätte dies keinerlei Auswirkungen auf die Argumentation des Beitrags.

      Auch basiert mein Beitrag nicht darauf, dass mir Google+ “nicht gefällt” (auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass mein Aufhänger diesen Eindruck erweckt hat – insofern ist es mein Fehler).

      Insofern frag ich mich, was an meiner Analyse durcheinander geht.

      Und zur Überschrift: Diese macht 1 Prozent des Textes aus. Stell dir vor, dort stünde “Eine persönliche Analyse zur Zukunft von Google+”. Wenn dir das lieber ist ;)

  42. Cool Story Br0

  43. Ich würde an der Stelle von Google damit anfangen nur einen einzigen Designer einzustellen.

    Ein Social Network ist nämlich etwas mehr anderes als eine Suche. Bei der Suche ist die klare Aufgabe: “Suchen”. Das geht am besten ohne Bling. In einem SN wäre ein etwas größerer Wohlfühlfaktor (Stichwort User Experience) doch sinnvoll.

    Das wundert mich umso mehr, da es Google doch in der Unternehmenskultur fest verankert hat, coole Plätze in ihren Offices zu schaffen, die zum “Hangout” einladen und wo Mitarbeiter sich wohlfühlen können – und es auch tun.

    So wie es derzeit aussieht erinnert es doch mehr an eine Schlecker-Filliale.

  44. YEEES – Linkbait der feinsten Art – aber es hat funktioniert :-)

  45. Ich habe die vielen Kommentare nicht gelesen, deshalb besteht Wiederholungsgefahr. Ich glaube, Google hätte nur eine Chance gehabt, Facebook den Rang abzulaufen. Und zwar indem es eine offene Community – Diaspora, OStatus oder so änlich – anbietet. Das hätte viele Netzaffine-Leutchen neugierig gemacht. Die hätten zwar früher oder später ihr eigenes Ding aufgezogen, aber wären erstmal in diesem Netzwerk gewesen und hätten andere mitgezogen, die aus Bequemlichkeit, mangels Entwicklerkompetenz oder weil praktischerweise alles (Mail, Youtube…) unter einem Dach ist, in der von Google angebotenen Instanz blieben und kämen.

    Den Rest hat sich Google durch die Klarnamen kaputt gemacht. Weniger wg. Datenschutz, sondern vielmehr, weil eher behördlich denn spaßig anmutete.

  46. Anscheinend hat ja Google + seine kleine Nische gefunden.
    Vielmehr sehe ich das Problem darin, dass die “zwangsplussierung” der Suche diese eben schlechter macht – und ggf. auch kartellrechtliche Probleme nach sich zieht.

  47. Google+ ist um Klassen besser als Twitter und Facebook zusammen! Hinz und Kunz liebt Facebook wegen des dort vorherrschenden Trivial-Gesülzes, das für mich so unerträglich geworden ist, daß ich FB mittlerweile total meide. GooglePlus hat Menschen meiner Couleur vom Alptraum Facebook & Twitter vollends befreit! Ich bewerte diesen Artikel inhaltlich mit Note mangelhaft!

  48. Ich glaube nicht, dass Google+ so schnell tot zu kriegen sein wird. Aber ich denke man geht bei Google im Moment einfach einen falschen weg. Statt das Netzwerk selbst weiter auszubauen und sich durch stetige neue Funktionen und Inhalte weiter zu entwickeln versucht man die Nutzer anderer Google-Anwendungen auf die Platform zu zwingen, worunter andere Dienste leiden.
    Was mich einfach am meisten enttäuscht hat, ist das sich Facebook seit dem Launch von G+ bedeutend schneller und positiver entwickelt hat als G+. Alle anfänglichen Alleinstellungsmerkmale wurden längst in Facebook integriert und der Funktionsumfang wächst weiter und weiter.
    Google scheint einfach zu langsam zu sein. Ich meine es gibt nichtmal eine vernünftige API, wie will man den da mit OpenGraph mithalten?
    Als G+ auf den Markt kam, wirkte es neu, frisch modern. Aber das bleibt man nur, wenn man sich auch weiterentwickelt.

  49. G+ wird auch weiterhin Punkten!

  50. hahaha, ich kann über diesen Artikel nur lachen! :D

  51. Übrigens, Die Tage von netzwertig.com sind auch gezählt.
    Ich lese hier zwar fast nie, aber jedesmal – so einmal im Monat – wenn ich hier vorbeischaue, lese ich einen Artikel der mir nicht gefällt..

    Netzwertig.com muss daher tot sein!

  52. hahaha, sorry, aber ich musste nochmal lachen ;)

  53. …und trotzdem verschwendest du immer wieder deine Zeit, um doch herzukommen und einen selten wirklich konstruktiven Kommentar zu hinterlassen.

    P.S. nicht alle lachen http://storify.com/martin…e-zukunft-von-google

  54. Wahllos irgendwelche Blogartikel verlinken die die eigene Meinung bestätigen kann ich auch: http://blog.gilly.ws/2012…-networks-aber-schon

    Übrigens könntest du auch ruhig mal auf Markus Breuers sehr guten Kommenatar antworten: http://netzwertig.com/201…ehlt/#comment-453300
    Aber anscheinend fehlen dir da die Argumente..

    • Es gab mehrere hundert Kommentare zu meinem Beitrag hier, bei Twitter, bei Google+, bei Facebook, in Blogs. Ich werde nicht auf jeden einzeln antworten können. Manche Beiträge stehen gut für sich selbst, zumal es nicht meine Intention ist, jeden von meiner Theorie zu überzeugen.

  55. Trotzdem komisch dass du nur auf Kommentare antwortest denen du etwas entgegenzusetzen hast (wie z.B. bei meinen “minderwertigeren” Kommentaren). Aber sobald mal ein wirklich sehr guter Kommentar da steht – wie eben der von Markus Breuer – dann wird er von dir einfach ignoriert mit der Begründung du kannst ja nicht auf jeden eingehen.

    Schon klar Martin…

  56. Unabhängig davon, ob G+ stirbt oder nicht, wundert es mich nicht, dass es überhaupt zu so einer Diskussion kommt. Ich gehöre zu den ganz frühen Mitgliedern von G+ und war beim Start begeistert. Für mich war G+ erwachsener als FB und ich dachte, es hätte das Potenzial für eine Art Facebook für’s Business. Dann legte ich eine Unternehmensseite an. Sie sollte unseren Auftritt auf FB ergänzen, wurde dann aber auf Grund der Klarnamenregelung gesperrt. Danach ging es bergab. G+ entwickelte sich nicht schnell genug weiter und bot für uns keinen wirklichen Mehrwert mehr zu FB. Als bei G+ dann endlich Unternehmensseiten möglich waren, verzichteten wir auf einen Neustart. Es war einfach zu spät. Das FB Profil lief super und warum ein zweites Profil pflegen (noch dazu ohne API), wenn man damit auch nicht mehr oder andere Leute erreicht? Die zusätzlichen Dienste sind für uns nur zu einem gewissen Teil interessant. Für unser Unternehmen hat sich G+ als Social Media Plattform erledigt.
    Ich persönlich habe meine G+ Aktivitäten auch reduziert. Ich nutze Twitter, um meine Meinung loszuwerden und checke bei FourSquare ein. G+ nutze ich nur noch, um meiner Familie Fotos zugänglich zu machen, oder etwas längere Kommentare loszuwerden – was so 1x im Monat vorkommt.
    Nein. Ich würde G+ nicht vermissen, wenn es wieder in der Versenkung verschwinden würde.

  57. Google versucht momentan alles nach zu machen. Dabei spielt es keine Rolle ob es eine Community, online Speicher, Twitter Nachbau oder die Welt ist. Den Fehler den sie allerdings immer wieder begehen ist, dass sie zu früh eröffnen und kein neues Konzept vorlegen bzw. keine neuen Features.

  58. Google ist ja bereits seit Jahren im Socialen Web mit Youtube bestens aufgestellt.
    Und Youtube ist bei weitem Interessanter und als Marke Wertvoller als dies Facebook je sein wird.
    Google+ ist klar nur ein Nischenprodukt und muss ja nicht besser werden als Facebook, was ist schon besser als Facebook…? Bzw. was ist Facebook, nichts anderes als das zusammenwürfeln unnötiger Dienste die früher oder später sowieso ins nichts fÜhren wird.
    Youtube hingegen wird das TV von morgen und das per Internet über Mobile Dienste etc…. das Social-Media-Netz der Zukunft.

    Und was will man mehr ???

    Google hat aus meiner Sicht Google+ nur deshalb gestartet um ein Gegengewicht zum Likebutton zu schaffen, nicht mehr und nicht weniger. Und da steht Google+ hervorragend da.

  59. Facebook war im ersten Jahr auch nicht gerade der Renner und auch dort werden oft sinnlos Blogbeiträge verlinkt, also die Kirche mal im Dorf lassen und schauen was da noch so kommt.

  60. Google+ ist ganz am anfang. Wer Google+ ständig mit FB vergleicht, hat das Konzept nicht verstanden… Die Roadmap ist gewaltig und alle “fehlenden” features sind Peanuts. G+ wird genauso agil entwickelt, wie alle anderen produkte. Daher müssen wenige wichtige Features eben knallhart priorisiert werden. Expect much more to come!

  61. Den Fehler den ihr mach ist der, ihr betrachtet Google+ als singuläres produkt. Was gerade bei Google passiert ist eine integration von allen diensten und G+ ist nur ein Baustein davon. Auch wenn niemand es benutzt, es ist der identitätsgeber für alle anderen Produkte. Wovor Google eigentlich angst hatte war Facebook Connect, das wär richtig gefährlich geworden. Ob jetzt manche leute teilen oder nicht, die möglichkeit ist da. Ich war davor auch bei Facebook schon nicht aktiv, aber als entwickler sind ist der Google Login extrem hilfreich. Ich glaube sie haben ihr Ziel, ein gegengewicht zu FBC zu schaffen schon erreicht.

    Selbst wenn G+ 0 poster hat, wird es ewig weiterexistieren. Es ist mittlerweile zu sehr integriert in die anderen Produkte.

    • Ja klar ist das die Strategie von Google. Aber es muss doch dabei ein klarer Nutzen für die Anwender zu erkennen sein. Nur weil Google+ überall integriert wird, heißt dies nicht, dass Nutzer dies so annehmen oder daraus einen Vorteil ziehen. Die ganze Vorgehensweise von Google wirkt für mich, wie wenn ein Automobilhersteller plötzlich sagen würde, seine Fahrzeuge haben künftig fünf statt vier Rädern, ohne aber wirklich vermitteln zu können, was dabei für den Konsumenten herausspringt.

  62. @Martin: Das kommt schon noch. Das ist wie immer: Erst kommen die vielen iterativen Geh-Versuche, dann wird das Feedback ernster genommen, dann konsolidiert sich die Masse an Features auf das Wesentliche – und irgendwann ist dann auch ein klarer use case da. Und bis Twitter 50m user hatte, war auch niemandem konkret klar, warum man eigentlich mitmachen sollte. g+ ist eben kein FB competitor, sondern ein connector vieler produkte. Und solange diese nicht vollständig verbunden sind, ist es vollkommen verständlich, dass nicht alle den direkten Nutzen sehen. Aber es wird kommen.

    • Mm. Weder Twitter noch Facebook entstanden aus der selbstgeschaffenen Verzweiflung eines Big Players heraus, um jeden Preis mit der Konkurrenz gleichziehen zu müssen. Genau dies ist Googles aktuelle Situation. Twitter und Facebook wuchsen, weil bei Usern eine Nachfrage existierte. Google+ wächst derzeit primär, weil Google es mit Gewalt in den Markt drückt. Und blickt man auf die im Artikel beschriebenen Fettnäpfchen, in die Google derzeit so tritt, wird deutlich, wie extrem riskant diese Vorgehensweise ist.

      Insofern stelle ich mich persönlich kritisch zur Konstruktion von Parallelen zwischen dem Wachstum von Twitter, Facebook und jetzt Google+.

  63. dem stimme ich nicht ganz zu. Twitter z.B. hat sich selbst seinen Markt und seine Nachfrage erschaffen. Vorher gab es keinen Bedarf nach 140 char posts. Auch vor Apple gab es keine konkrete Nachfrage nach Tablets. Und Google ist überhaupt nicht verzweifelt – sondern lediglich in der günstigen strategischen Ausgangssituation, seine Produkte sozial an einen Paradigmenwechsel anpassen zu können. Viele andere können das nicht. Zu Googles eigener Philosophie passt das jedoch sehr gut, daher ist g+ nichts weiter als die logische Konsequenz. Zwang ist das sicher nicht. Es ist die Zukunft. Und in vielen Punkten auch für Google ein neues Umfeld, was sicher auch zu vielen Startschwierigkeiten geführt hat. Aber aller Anfang ist schwer – und es wird noch viel Zeit für Innovationen und Verbesserungen geben.

  64. Stimmt, was du bezüglich Apple (iPad) und Twitter beschreibst. Beide haben eine Nachfrage geschaffen, wo vorher gar kein Markt existent war. Auch Facebook hat im Prinzip einen neuen Markt geschaffen – denn davor waren soziale Netzwerke lediglich Cyber-Spielereien, die wenig Einfluss auf den “realen” Alltag der Anwender hatten.

    Google+ aber versucht eine Nachfrage zu schaffen, obwohl der Markt bereits existent und massiv gesättigt ist. Und weil dies so ist, geht es (nach meinem Empfinden) mit Gewalt vor – indem es eben seinen Anwender quasi kaum eine andere Möglichkeit lässt, als überall mit Google+ konfrontiert zu werden. So meinte ich das.

    Und was “verzweifelt” betrifft: Mir fällt kein bessers Adjektiv für all die jüngsten Eskapaden ein, die von Google zu beobachten waren (alle im Artikel verlinkt).

    Du hast recht – es kann sich nur um Startschwierigkeiten handeln. Momentan sieht es für mich aber eher nach grundsätzlichen konzeptionellen Problemen aus, die sich nicht einfach mit ein paar Fixes beheben lassen. Aber da auch ich keine Glaskugel besitze, kann ich natürlich falsch liegen.

  65. Da hast Du natürlich auch recht – social business ist kein ganz neuer Markt. Aber es ist offensichtlich, dass daran kein Weg vorbei geht. Daher ist es mMn. sehr clever, die gesamte Unternehmensphilosophie danach auzurichten und alle Mittel zu nutzen, selbst Fuß zu fassen. Und da Google grundsätzlich unter großer Beobachtung steht, werden natürlich Fehlentscheidungen und Probleme gleich zu Eskapaden (siehe StreetView, etc.), obwohl andere Wettbewerber die gleichen Pfade beschreiten. That’s Business. Und bei hunderten Produkten und tausenden Produkt-Updates, die wir pro Jahr auf den Markt bringen, verlangt es auch die Statistik, dass nicht alles gleich perfekt ist. Dafür wird es mit jeder Iteration besser. Der “Kuchen” von Social ist dazu a) sehr groß, b) noch lange nicht fertig gebacken und c) wohl in später in allen Varianten erhältlich. D.h. eine Produktsättigung bei “Social” sehe ich nicht. Bei FB-Clones vielleicht schon. Es bleibt auf jeden Fall spannend – und schließlich ist Competition immer gut, vorallem für die User-Seite.

  66. Ich beobachte, dass bei einer auffallenden Anzahl von Personen in meinem Umfeld, die nicht im Web- oder IT-Bereich arbeiten nebst Facebook erst gerade so langsam Twitter ankommt und sie zu verstehen beginnen, was man dort tun könnte.
    Google+ ist dort einfach viel zu wenig präsent. Sie haben zwar schon mal davon gehört, sich vielleicht sogar eingeloggt, aber dann keinen Anwendungszweck für sich gesehen.
    Ich denke, wir dürfen nicht vergessen, dass sehr viele Menschen einfach nicht einen so starken Bezug zu all diesen Netzwerken und Diensten haben und die Entwicklung viel mehr Zeit braucht, als man denkt. Auch wenn man Google heisst.

  67. Ich stimme zwar in einigen Punkten überein (z.B. dass es schwer ist die richtige Nische zu finden). Allerdings sehe ich es überhaupt nicht so, dass Google den Nutzern G+ verzweifelt vor den Latz knallt. Die Integration von G+ mit anderen Diensten ist nur konsequent und schon lange überfällig. Man muss endlich verstehen, dass für Google G+ ein Social Layer ist, das alle anderen Dienste vernetzt und aufwertet. Dazu braucht es theoretisch nicht mal eine besonders aktive Community… Blogartikel zum Thema hier:
    http://wisecom.wordpress.…-facebook-sein-will/

  68. Für mich ist der Beitrag Quatsch und entspricht nicht meiner Erfahrung!
    Ich bemerke, dass anscheinend viele immer noch nicht die Möglichkeiten und den Nutzen von G+ erkannt haben, geschweige es bedienen können.
    Es gibt jede Woche den einen oder anderen negativen Bericht, doch im Grunde fehlt mir da jede Substanz.
    Mich würde es übrigens nicht wundern, wenn da Facebook dahinter stecken würde;)… Für mich gibt es derzeit keine bessere Alternative! Facebook sieht mich jedenfalls nie mehr!

    • Allein dass manche Google+-Fans tatsächlich glauben, Facebook hätte soetwas nötig, macht mich sprachlos.

      Davon abgesehen: Nein, unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig.

    • Ich wäre da etwas vorsichtiger;)… Zuckerberg & Co würde ich sehr wohl so etwas zutrauen, zumal es ja schon etliche negative Marketing Tricks gab (die von FB initiiert wurden), insofern wäre ich da vorsichtig;)
      Ich wette auf jeden Fall, dass es Google+ noch sehr sehr lange geben wird und erachte den Bericht als nicht zielführend…

  69. Ich halte die Negativprognose wie gesagt für relativ haltlose Schwarzmalerei, würde aber neben vielen Vorteilen bei Google+ im Nutzermanagement ein wesentliches Defizit bei Google+ sehen: Es ist optisch, farblich, strukturell einfach nicht sexy, bunt und peppig genug. Da müssten einfach mal ein paar Grafiker ein paar Eimer Farbe reinschütten und es müsste mehr von den in Facebook gängigen Querverweisen auf andere Profile, Begleitinformationen, von mir aus sogar auch Werbeanzeigen geben. Google+ ist zu kahl, nüchtern und eintönig mit seinen leeren Wänden. Dort passiert insgesamt schlicht  zu wenig und ist es für viele Facebook-User vermutlich schon rein optisch unattraktiv. Was Google+ inhaltlich an Vorsprüngen hat, mangelt ihm leider optisch-grafisch. Was freilich eine stärkere Abkehr von der sonst in Google gängigen grafischen Askese erfordert. In einem Netzwerk sind nun mal mit seiner kommunikativen Vielfalt mehr Party, Farbe und Konfetti angesagt. Insofern wundert es wenig, dass in diesen kahlen Wänden wenig abgeht und wenig Stimmung aufkommt – und es weniger User als gewünscht anzieht. Google+ ist trotz seiner Offenheit einfach nicht hip genug.

  70. Google wird + nicht abschalten. Sicher nicht! Ich denke auch nicht dass es mit Twitter oder Facebook konkurrieren muss. Die Zukunft von G+ liegt nämlich ganz woanders als die der anderen sozialen Netzwerke. Allein das Potenzial, das sich durch die gesamten Google Dienste und deren Integration in G+ bietet, erschafft völlig neuartige Möglichkeiten für die Nutzer. Viele die so negativ denken, wie der Verfasser dieses Artikels, können einfach nicht so weit denken. So weit wie Google denkt, in der Modellierung der online Zukunft.

  71. Alleine schon der anfängliche Klarnamenzwang liess bei mir jegliche Begeisterung auf 0 schwinden und zeigte auch auf, wohin die Reise gehen sollte. Die Krake braucht wieder neues Infomaterial über Ihre Kunden, so präzise wie irgend möglich.

    Dass ein Global Player dann auch noch so eine leere Designwüste mit dem optischen Reiz eines Krankenhauszimmers ins Netz stellte, macht es nicht besser. Dabei dürfte Google doch Mikroblogging-Dienste wie das chinesische Sina Weibo kennen, die geschickt “etwas mehr” als Twitter bieten und “etwas weniger” als Facebook.

    Es gibt einen Markt für ein weiteres großes Network. Google wird ihn nicht erschließen. Sie konnten es noch nie und können’s auch immer noch nicht.

  72. Ich bin mittlerweile soweit zu sagen, Google hat mit seinem algorithmischen Hauptansatz einen zu geringen Sinn für Inhalte und für die thematische Ordnung von Inhalten. Zeigt sich schon lange beim Chaos auf YouTube und in der Folge auch auf Google+. Auf YouTube kann man zwar mittlerweile die eigene deutsche Herkunft eintragen, in den Kategorien kriegt man aber immer noch zu 50-100 % englischsprachiges Zeug angezeigt, nervig. Inhaltlich attraktive Angebote erreicht man nur, wenn man zu ihnen selbst mit attraktiven Strukturen, Verzeichnissen, Querverweisen usw. einlädt und animiert. Auch die stärkere Verknüpfung zu den vielen ausländischen Nutzern von G+ erreicht man nur, indem man als Netzwerk etwas dazu tut, etwa mit einem Länderverzeichnis o.ä. So kommt es denn auch, dass sich auf dem sozialen Netzwerk Google+ vorwiegend Nerds und einige Nerdinen einfinden, die sich überwiegend über Social Media auslassen. Auf Dauer ist selbst für einen Internet-Interessierten wie mich solche einseitige Mediengrütze nur noch öde, nervig und fürchterlich inzestuös. Man will ja auf einem Netzwerk nicht nur irgendwelches Zeug über Netzwerke lesen. Das wirkt so wie jemand, der sich ständig nur selbst besteigt und nur an sich selbst herumfummelt. Google baut Plattformen für Inhalte, tut aber selbst zu wenig bis gar nichts zur inhaltlichen Entwicklung dieser Plattformen und zur Animation und Anregung von Inhalten. Entsprechend inhaltlich leblos und lieblos wirken sie dann auch. Was sehr schade ist, denn technisch hat Google+ sehr gute Grundlagen und Ansätze. Nützt nur wenig, wenn man ein Content-Netzwerk nicht auch inhaltlich entwickelt. Google und Google+ brauchen vor allem eine strukturelle Content-Offensive, einen viel stärkeren Fokus auf Inhalte und deren Strukturen.

  73. Lustige Diskussion hier. Ich teile auch die Ansicht, dass Google+ eher was für Nerds ist und nicht in der breiten Masse ankommen wird.
    Insbesondere bei Unternehmensseiten für Personalmarketing sehe ich mich da bestätigt. http://personalmarketing2…rriereseiten-google/
    Bei der Prognose bin ich voll dabei!

  74. Google versucht mit der Verzahnung auf Kosten aller nach vorne zu drängen. Android wird nicht mehr mein Bevorzugtes mobiles OS werden. Die soziale Suche ist ein Kraus für alle SEOs – und das sind die die am ehesten am Anfang auf den Zug aufgesprungen sind und vermutlich jetzt noch aktiv nutzen.
    Ich persönlich sehe aber z.b. in Twitter ebenso keine Daseinsberechtigung. Bringt nur was für Trendanalysen..

  75. Ich nutze google+ um hin und wieder Meldungen reinzustellen. Rein subjektiv hab ich jedes Mal das Gefühl, seelenloses Land zu betreten.

    Keine Ahnung ob es daran liegt, dass es grundsätzlich keine neuen Plätze zu entdecken gibt, wenn man in den Fußspuren anderer geht, um es mal mit einem alten aber wahren Sprichwort zu sagen.

  76. Ich benutze Google+ auch noch sehr selten, aber ich habe mir Gedanken gemacht warum Google+ floppt und was die Google Macher anders machen müssen.
    Eigentlich ist es ganz einfach.

    Vielleicht geschieht ein Wunder. :)

  77. Anstatt Youtube mit social Zeugs kaputt zu machen, sollte sich Google besser Disqus kaufen und aufbohren, siehe http://disqus.com/
    Damit haette man gleich eine Nutzersphaere die ueber Techies hinausgeht. Youtube sollte sich besser in eine Art Online-Videothek weiterentwickeln. (Die Kommentarfunktion koennte dann langfristig in Disqus integriert werden.)

    Ich stimme Millus voll zu, Google+ haette so simple wie Twitter (oder sogar noch einfacher und uebersichtlicher) werden muessen, allerdings im Gegensatz zu Twitter ohne Zeichenbegrenzung, der Moeglichkeit Fotos direkt hochladen zu koennen und mit der Moeglichkeit den Nutzerkreis einzuschraenken (Freunde, Family, Kollegen, etc.), d.h. Nachrichten wie eine E-Mail/ Chat an andere Nutzer bzw. Nutzergruppen richten zu koennen.

  78. “Die Tage von Google+ sind gezählt.” So gewaltig kann man sich irren…

  79. Kommt vermutlich davon, dass man sich nicht genug mit G+ beschäftigt und das ist eine Voraussetzung, um zu erkennen, dass Googel+ etwas völlig anderes ist als die Konkurenz(weit mehr als ein “soziales” Netzwerk). Ich selbst bin ein sehr aktiver Nutzer, deshalb lautet meine Prognose(ohne überschäumende Gefühlsausbrüche), dass G+ in der Zukunft nicht nur ein wichtiger Teil des Googleunternehmens, sondern eine relevante Internetkomponente(Mail, Maps, Youtube, Drive, Locals usw.) bedeuten wird.

  80. So gewaltig kann man sich irren…

    Die Sonne wird wahrscheinlich in 2.190.000.000.000 Tagen implodieren…. somit sind die Tage der Erde doch auch gezählt? Ohne eine konkrete Angabe ist die Aussage, dass die Tage von Google+ gezählt seien, erst mal wahr…..

    lG
    Stephan

    • Stimmt. Gleichzeitig sind Zeitangaben noch mehr Ratespiel als Prognosen an sich.

      Aber ich glaube, noch 2012 wird es einen großen Einschnitt bzw. einen Relaunch geben, nach dem man Google+ konzeptionell nicht mehr wiedererkennen wird. Und vielleicht heißt es dann auch nicht mehr Google+.

  81. Ich gebe der Einschätzung von Martin Weigert uneingeschränkt recht. Das Argument, dass auch FB und twitter nicht in wenigen Wochen ihre Größe erlangt haben, kann ich so nicht gelten lassen, da Google bei der Einführung von Google+ einen immensen Marketingvorteil besaß (in quasi jedem Leitmedium und jedem relevanten Blog wurde über die Einführung von Google+ berichtet, solch eine Medienresonanz beim Start hatte weder FB noch twitter).

    Wie oben schon erwähnt wurde braucht man sich einfach nur manche Seiten von Unternehmen und Organisationen anschauen und diese mit den FB Seiten vergleichen. Sowohl was Follower als auch Response angeht liegt hier FB immer noch meilenweit voraus. Und noch wichtiger, die Aktivität nimmt bei Google+ sogar wieder ab! Deswegen glaube ich den Zahlen, die die Aktivität von Mitgliedern von Google+ immer noch wachsen sehen, nicht so ganz. Ich kann es mir nur so erklären, dass auch Abfragen vom Googlemail Konto, etc.. in die Google+ Aktivitätsbilanz mit einfliessen und dies die Realität sehr verzerrt.

    An sich halte ich Google+ für das bessere FB und twitter, aber es hat bis heute nur eine aktive Mitgliederbasis bei den netzaffinen Usern. Google+ wird aber nicht verschwinden, da sich Google ein solches kommuniziertes Scheitern gar nicht leisten könnte. Dafür hat Google viel zu viel in Google+ investiert und auch seinen ganzen Ruf mit diesem Projekt verknüpft. Ein Aufgeben von Google+ würde zugleich das langfristige Aufgeben relevanter Social Media Bereiche bedeuten und dies ist logischerweise nicht im Sinne von Google. Eher glaube ich, dass Google bei weiterem Misserfolg das Konzept von Google+ noch einmal ändern würde.

  82. Seltsam wie schnell man bereit ist ein Projekt als “gescheitert” zu erklären.
    Vielleicht weil mancher einfach Angst vom “Unbekannten” hat ? Wie oft wurde damals “Microsoft” belächelt ? Glücklich der, welche damals den selbsternannten “Finanz-Experten” nicht geglaubt hat und sich mit Aktien eindeckten. Auch wenn Facebook” und “Twitter” zum aktuellen Zeitpunkt favorisiert wird, sollte man Google nicht unterschätzen. Zudem erinnere man sich des Sprichworts: “Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom”.
    Ich glaube an Google+ nach wie vor und habe deshalb den Button vor 3 Tagen eingebaut.

  83. Via g+ auf dem Beitrag gelandet. Und das nach acht Monaten, sowie äußerst schwankender Aktivität meinerseits dort … Verdammt so tot scheint das Netzwerk dann doch nicht zu sein, wie vielerorts gemutmaßt wurde.

    Dennoch wäre es interessant zu hören, wie Du das hauseigene Netzwerk von Google zum jetzigen Zeitpunkt betrachtest …

    • Ähnlich. Noch sehe ich keine Anzeichen dafür, dass Google+ als Erfolg gewertet kann. Im Verhältnis zu der Energie, die Google da reinsteckt.

      Ergo: Nach wie vor sehe ich für DAS G+, das wir heute vor uns sehen, keine Zukunft.

  84. ganz pragmatisch: Ich sehe 100 millionen _aktive_ benutzer als Erfolg. In DE müssen scheinbar noch etwas mehr marktanteile gewonnen werden. Aber hey, 100 millionen? fett!

  85. Ich bin durch Zufall beim Googlen auf diesen Artikel gestoßen und auch auf die durch die Kommentare geisternden Diskussionen. Von daher meine (hoffentlich) konkrete Frage: Was muss G+ denn erreichen um von Ihnen als Erfolg gewertet werden zu können? Was wäre ein Durchbruch? Ich denke mit mehr oder weniger harten Grenzen wäre die Diskussion hier einigermaßen flach haltbar ohne alles halbe Jahr wieder hochzukochen. Das Internet vergisst ja so selten… ;)

    • Es gäbe natürlich viele verschiedene Kriterien, an dem sich der Erfolg bewerten lässt. Angesichts von Googles enormen Ambitionen sowie den Ressourcen, die in das Projekt gesteckt werden (und den Schließungen von für Google+ geopferten, beliebten Google-Projekte), sehe ich Google+ dann als Erfolg, wenn bei den Durchschnittsnutzern das Bewusstsein über und die Aktivität bei Google+ eine ähnliche Dimension erreicht hat wie die der Google-Suche oder die von Facebook. Das lässt sich ganz einfach testen, indem man Freunde oder Bekannte, die nicht zum inneren Kreis der Internet-Apologeten gehören, was Google+ ist. Ich mache das immer mal. Niemand weiß es.

  86. Und jetzt lasst uns alle Still Alive singen:
    This was a triumph…


    ;)

  87. G+ ist fest verwurzelt. Deine Prognose hat sich und wird sich nicht bewahrheiten.
    Die meisten der auch in den Kommentaren genannten Kritikpunkte wurden von Google aufgegriffen.
    Und Google ist in einer sehr bequemen Lage mit Youtube.
    Man kann kaum alle Schritte gut finden, aber es trägt zum Wachstum bei.
    Die Bowserbevorzugung von Chrome bei gleichzeitiger grottiger Performance sind im Moment mein Hauptkritikpunkt.

    • Tja, vielleicht hast Du recht. das Problem aber ist. Google hat die Macht. Ich bin zwar ein Gegner von Monopolismus, aber das bekommt man nur dann, wenn man dem oder den Betreffenden das Monopol verleiht und das sind dann in diesem Fall wieder die User.

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  1. [...] Prognose: Die Tage von Google+ sind gezählt Google+ ist der bisher erfolgreichste Versuch von Google, sich im Social Web zu etablieren. Doch acht Monate nach dem Start mehren sich die Zweifel, ob der Dienst die in ihn gesteckten Erwartungen erf… [...]

  2. [...] Auch Google+ war darunter.Und dann stolpere ich heute über diesen Artikel von Martin Weigert: Die Tage von Google+ sind gezählt.“Google+ ist NICHT tot. Eine in ihrer Dimension nicht quantifizierbare Zahl an Nutzern hält [...]

  3. [...] Freitag: Und schon wieder der FC Bayern München. Nachdem die Herrenmannschaft am Montag Maßstäbe setzt, ziehen am Freitag die Damen nach: 20.000 Fans der Damenmannschaft (oder heißt es da Frauschaft?!?) Einmalig im Vereinsfußball. Nich so gut läuft es bei Google+, meint zumindest netzwertig.com und zählt das Google-Netzwerk an. [...]

  4. [...] Martin Weigert hat zu dem Thema einen sehr interessanten und umfangreichen Text verfasst. Und ich kann nicht leugnen, dass ich mit einigen seiner Ansätze übereinstimme. Doch ob sein Fazit gleich stimmen muss? Der Artikel auf netzwertig.com lautet entsprechend: Prognose: Die Tage von Google+ sind gezählt. [...]

  5. [...] via Prognose: Die Tage von Google+ sind gezählt » netzwertig.com. [...]

  6. [...] vernichtende Prognose: Die Tage von google+ sind gezählt. Das social network google+  bleibt hinter den Erwartungen [...]

  7. [...] Ein paar mehr Supporter könnten es aber noch sein. Es gibt aktuelle Facebook-Zahlen und Google+ ist tot, vielleicht. Und Kellog’s [...]

  8. [...] geht es auch anderen so: Martin Weigert schreibt im jüngsten Netzwertig-Blogpost Die Tage von Google+ sind gezählt vom letzten Freitag: «Mittlerweile besuche ich Google+ nur noch aktiv, wenn ich einen [...]

  9. [...] und Twitter zurück. Das bestätigen die Zahlen von Sascha Israel, der als Reaktion auf den Google+ Rant von Martin Weigert einige echte Zahlen aus seinem Netzwerk gezeigt hat. So bekommt er an manchen Tagen schon mehr [...]

  10. [...] wartet dann noch Google+ darauf von mir schön gefunden zu werden. Auch wenn Martin Weigert mit seiner Prognose über das baldige Ableben des Dienstes wohl ein wenig übertrieben hat, so finde ich den Vergleich [...]

  11. [...] Die Tage von Google+ sind gezählt Netzwertig SeaView: Google will uns die Unterwasserwelt zeigen [Bildergalerie] t3n Die neue Facebook Timeline und die Bedeutung für touristische Fanpages tourismuszukunft Quote.fm ist gestartet: Mit dem Charme des jungen Twitter Basicthinking Social-Media-Ranking: BMW schafft es unter die Top 20 HORIZONT Social-Media-Anbieter müssen Urheberrechte nicht schützen Absatzwirtschaft Fußball Live-Ticker bei Twitter Twittermash Flickr baut um Heise-Online Facebook: Studio Award für Schweizer Kreative Thomas Hutter Blog Neuerungen im Backend von (einigen) Orten All Facebook Die Geschichte der Kommunikation als genial gemachte Infografik Social Network Strategen Facebook und Mozilla wollen das mobile Web vereinheitlichen Golem Twitter: Werbung jetzt in der Mobilversion Stadt Bremerhaven Facebook treibt mobiles Web und Mobile Payment voran Mobile Zeitgeist Welt Kompakt druckt keine Tweets mehr ab Meedia Facebook Timeline: So reagiert der Handel etailment @SaschaKnorr Alles Gute zum Geburtstag Tägliche News bekommt ihr auch in unserem Newsletter direkt in euer Postfach…natürlich kostenlos! __spr_config = { pid: '4eb3dd6e396cef6c4900044c', title: 'Futurebiz Review 7 | 2012', ckw: '', chan: 'allgemein', no_slide: '', slide_logo: true, pub: '2012-03-05 07:00:53', url: 'http%3A%2F%2Fwww.futurebiz.de%2Fartikel%2Ffuturebiz-review-7-2012%2F', header: 'SCHON GELESEN?' }; var content = document.getElementById('simplereach-slide-tag').parentNode, loc; if (content.className){ loc = '.' + content.className; } if (content.id){ loc = '#' + content.id; } __spr_config.loc = loc || content; (function(){ var s = document.createElement('script'); s.async = true; s.type = 'text/javascript'; s.src = document.location.protocol + '//d8rk54i4mohrb.cloudfront.net/js/slide.js'; __spr_config.css = 'document.location.protocol + '//d8rk54i4mohrb.cloudfront.net/css/p/4eb3dd6e396cef6c4900044c.css'; var tg = document.getElementsByTagName('head')[0]; if (!tg) {tg = document.getElementsByTagName('body')[0];} if (tg) {tg.appendChild(s);} })(); [...]

  12. [...] Schritt weiter gehen, wie Martin Weigert von Netzwertig vor knapp zwei Wochen, als er schrieb, die Tage des Netzwerks seien gezählt. Er sei auf Google Plus nur noch aktiv, wenn er einen Beitrag seines Blogs verlinken will. Senden [...]

  13. [...] der zwangsverpflichtenden Millionen Nutzer dort so aktiv wie meine Fake-Accounts im VZ-Netzwerk. Zumindest aber ist Google+ angezählt. Und das nicht nur, weil es inzwischen häßlicher aussieht als [...]

  14. [...] immer wieder zwei gängige Irrtümer sichtbar. Zeit, mit ihnen aufzuräumen.Als Verfasser eines recht intensiv diskutierten Beitrags, indem ich das Scheitern von Google+ prognostizierte, musste ich mich in [...]

  15. [...] Die Diskussion wurden nicht nur von den Nutzern, sondern vor allem auch von den Medien und Social Media Experten geführt. Ein echtes Ergebnis mit logischen Antworten gab es bis heute auf keine der Fragen. Stattdessen kam irgendwann die nächste Diskussion auf, die sich mit dem Status Quo von Google+ beschäftigte. Ausgehend von einem Bericht im Wall Street Journal, in dem Google+ als Geisterstadt bezeichnet wurde, entwickelte sich auch hierzulande eine kontroverse Diskussion um die Aktivität der Nutzer. Martin Weigert schrieb bei netzwertig sogar schon, dass die Tage von Google+ gezählt seien. [...]

  16. [...] Die Diskussion wurden nicht nur von den Nutzern, sondern vor allem auch von den Medien und Social Media Experten geführt. Ein echtes Ergebnis mit logischen Antworten gab es bis heute auf keine der Fragen. Stattdessen kam irgendwann die nächste Diskussion auf, die sich mit dem Status Quo von Google+ beschäftigte. Ausgehend von einem Bericht im Wall Street Journal, in dem Google+ als Geisterstadt bezeichnet wurde, entwickelte sich auch hierzulande eine kontroverse Diskussion um die Aktivität der Nutzer. Martin Weigert schrieb bei netzwertig sogar schon, dass die Tage von Google+ gezählt seien. [...]

  17. [...] wert, wenn nur ein Bruchteil davon regelmäßige Aktivität an den Tag legt?!“ Das haben wir bei netzwertig.com gelesen und genauso gut könnten die Sätze von uns stammen. „Mittlerweile besuche ich Google+ nur [...]

  18. [...] 8806, fanden am 18. Oktober zu uns. Die intensivste Verbreitung über soziale Medien erfuhren dieser Artikel zu Google+ sowie dieser von diesem Sonntag zum Leistungsschutzrecht. Im Durchschnitt hielten sich Besucher 3 [...]

  19. […] Freitag: Und schon wieder der FC Bayern München. Nachdem die Herrenmannschaft am Montag Maßstäbe setzt, ziehen am Freitag die Damen nach: 20.000 Fans der Damenmannschaft (oder heißt es da Frauschaft?!?) Einmalig im Vereinsfußball. Nich so gut läuft es bei Google+, meint zumindest netzwertig.com und zählt das Google-Netzwerk an. […]

  20. […] Missverständnis ist die Betrachtung von Google+ als »Googles Angriff auf Facebook«, die uns oft Hand in Hand mit Untergangsprognosen begegnet. Dieselben Wahrsager können auch der Integration von Google+ und Google-Suche nichts […]

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