Wunderkit startet Beta-Phase:
Das Facebook für Produktivität

Lange hat das Berliner Startup 6Wunderkinder den Launch der Produktivitätssuite Wunderkit angekündigt. Nun beginnt offiziell die geschlossene Beta-Phase. Das Resultat kann sich sehen lassen!

Dem im Sommer 2010 gegründeten Berliner Startup 6Wunderkinder ist es mit der kostenlosen App Wunderlist gelungen, in einem vollkommen überlaufenen Segment kräftig für Furore zu sorgen und das Thema Aufgabenverwaltung durch einen Fokus auf Design und Simplizität zu emotionalisieren. Gleichzeitig haben die Hauptstädter mit dem Dienst etwas in der Internetbranche bisher Einmaliges getan: Sie verwendeten Wunderlist als Teaser für ein deutlich größeres, umfangreicheres Produktivitätstool: Wunderkit, das im letzten Jahr parallel zur Weiterentwicklung von Wunderkit auf die Beine gestellt wurde.

Über 1,6 Millionen Menschen benutzen Wunderlist mittlerweile und haben 2011 einiges an Aufmerksamkeit auf das junge Unternehmen hinter der To-Do-Listen-App gelenkt. Ausgestattet mit 4,2 Millionen Dollar von der Investmentfirma von Skype-Gründer Niklas Zennström steht 2012 für 6Wunderkinder ganz im Zeichen von Wunderkit. Etwas später als erwartet haben die 6Wunderkinder jetzt den Startschuss für die geschlossene Beta-Phase gegeben. In der bisherigen “Friends & Family”-Beta durften lediglich rund 100 Freunde der Wunderkit-Mitarbeiter den neuen Service ausprobieren.

Facebook für Produktivität

Mitte Dezember hatte ich die Gelegenheit, mir im 6Wunderkinder-Büro eine Demo von Wunderkit zeigen zu lassen. Meine erste Assoziation damals war “Facebook für Produktivität”, und daran hat sich mit der offiziellen Beta nichts geändert. Im Gegensatz zu Wunderlist steht bei Wunderkit die Kollaboration und der Austausch mit anderen im Vordergrund, ohne dass dabei aber die Grundprämisse verloren geht, effizient und effektiv die verschiedenen Facetten des Lebens organisieren und planen zu können.

Wunderkit in Bildern
6wunderkinder36wunderkinder26wunderkinder

Im Zentrum von Wunderkit stehen vom Nutzer angelegte Workspaces rund um berufliche oder private Projekte und Aufgabenbereiche, zu denen sich andere Personen zur Mitarbeit einladen lassen. Workspaces können entweder öffentlich zugänglich oder nur für einzeln freigegebene Anwender sichtbar gemacht werden. Ein persönlicher globaler Feed informiert über sämtliche Aktivitäten in den einzelnen Arbeitsbereichen.

Private und öffentliche Arbeitsflächen

Jeder Workspace verfügt über drei von Wunderkit bereitgestellte “Apps”: Das Dashboard, also eine zentrale Arbeitsfläche, Aufgaben (Tasks) sowie Notes (Notizen). Das Dashboard zeigt die Zahl aller und die der gerade angemeldeten Kollaborateure sowie einen Feed sämtlicher Aktivitäten, die innerhalb des Workspace stattfinden. Aufgaben, Notizen und Kommentare sind grundsätzlich nur den zu einem Workspace eingeladenen Anwendern zugänglich. Ein öffentlich einsehbarer Workspace erlaubt es Fremden dagegen, diesen per Klick auf den Follow-Button zu abonnieren und selektiv öffentlich gemachte Status-Updates in ihrem globalen Wunderkit-Aktivitätsstream zu verfolgen und zu kommentieren. Parallelen zu Facebook Pages sind zweifellos vorhanden.

Jeder Wunderlist-Anwender erhält ein öffentliches Profil, dem andere Mitglieder folgen und auf dessen Pinnwand sie Nachrichten hinterlassen können. Im Feed des Personenprofils erscheinen alle öffentlichen Aktivitäten bei Wunderkit.

Wer möchte, kann die wichtigsten Funktionen von Wunderkit auch über Tastatur-Shortcuts ausführen.

Komplexer als Wunderlist

Von Design und Usability her erinnert Wunderkit stark an sein kleines Schwesterchen Wunderlist. Wer sich in der To-Do-App zurecht findet, wird auch mit Wunderkit keine großen Probleme haben. Allerdings liegt der neue Spross der 6Wunderkinder in Sachen Komplexität auf einem deutlich höheren Niveau. Die verschiedenen Ebenen, die Vermischung von öffentlichen und privaten Inhalten sowie die Follow-Funktion für Arbeitsflächen und einzelne Nutzer erfordern einen gewissen Lernprozess. Unterstützend wirkt hierbei die Stärke der Berliner, eine intuitive Benutzerführung zu schaffen: Zumeist sorgte ein spontaner Klick auf ein Bedienelement genau für die Aktion, die ich mir erhofft hatte.

Momentan stehen für einzelne Arbeitsbereiche nur die drei von Wunderkit entwickelten Apps bereit. Mittelfristig soll aus Wunderkit aber eine Plattform werden, die den Einbau externer Produktivitäts-Anwendungen in Workspaces erlaubt.

Monetarisierung über kostenpflichtige Pro-Konten

Kritiker des bisherigen Treibens von 6Wunderkinder störten sich daran, dass mit Wunderlist kein Cent Umsatz erwirtschaftet wurde. Mit dem Launch von Wunderkit zapft das Startup auch seine erste Erlösquelle an: Wunderkit wird in naher Zukunft in einer kostenfreien Gratis- sowie einer kostenpflichtigen Pro-Variante angeboten. Das geplante Differenzierungsmerkmal: Nur Pro-Anwender können Inhalte in den Arbeitsbereichen anderer Anwender (zu denen sie eingeladen wurden) editieren.

Jedes Beta-Mitglied erhält jedoch erst einmal 90 Tage lang einen Pro-Account. Genug Zeit für die Wunderkit-Macher, um in Ruhe die entstehenden Nutzungsmuster und -dynamiken zu analysieren und zu beobachten, wie sich das angestrebte Freemium-Modell am effektivsten ausbalancieren lässt.

Wunderkit macht Projektmanagement sexy

Wunderkit ist ein hübsches, intelligent konzipiertes und mächtiges Produktivitätstool, das die Voraussetzungen hat, um seinem Anspruch gerecht zu werden, kleinere wie größere Projekte des Lebens gemeinsam mit anderen zu organisieren und zu bearbeiten. Als Vergleichsmaßstab hinsichtlich Konzept, Bedienung und Struktur sollten weniger Taskmanager wie Wunderkit sondern eher Projektmanagement-Services dienen. Diese machen zumeist einen langweiligen, manchmal auch komplizierten Eindruck und gehen leicht in der Masse ähnlicher Angebote unter. Dieses Problem wird Wunderkit nicht haben.

Die 6Wunderkinder zeigten mit Wunderlist, wie man in einem Segment von Me-Too-Produkten auffällt und einer hochgradig langweiligen Disziplin eine Portion “Sexiness” spendiert. Es würde mich deshalb wundern, wenn sie dies nicht mit Wunderkit wiederholen könnten.

Auch wenn ich mit einer verbindlichen Aussage zum Potenzial von Wunderkit warten möchte, bis ich den Dienst selbst einige Wochen im Dauereinsatz hatte, halte ich es für vorstellbar, dass Wunderkit für Produktivität und Organisation das wird, was Facebook für die sozialen Vernetzungen ist. Zumindest kenne ich keinen anderen Anbieter, der eher dafür in Frage käme.

Zwei Dinge sind mir auf Anhieb negativ aufgefallen: Unzählige E-Mail-Benachrichtigungen (die abbestellt werden können) sowie eine etwas unscharf dargestellte Schrift in Google Chrome unter Windows 7, Update: außerdem tauchen von mir angelegte Workspaces nicht in der linken Navigationsleiste auf, lassen sich aber über einen Direktlink ansteuern. Dürfte ein temporärer Bug sein.

Wunderlist tangiert das Debüt von Wunderkit nicht. Eine Verknüpfung von Wunderkit und einem persönlichen Wunderlist-Konto ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, aber wird von den Machern für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Mobile Apps für Wunderkit kommen in Kürze.

Bestehende Wunderkit-Nutzer haben ein nicht näher definiertes Kontingent an Einladungen. Wer von euch Interesse hat, hinterlässt einen entsprechenden Kommentar unter Angabe einer validen E-Mail-Adresse im entsprechenden Feld. Die maximal ersten 20 sind dabei (sollte ich weniger Invites haben, reduziert sich die Zahl).

Update: Die Invites sind weg!

Link: Wunderkit

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

Mehr lesen

Siebenstellige Kapitalspritze und neue Benutzeroberfläche: Hojoki verspricht hohe Produktivität  in der Cloud

29.11.2012, 2 KommentareSiebenstellige Kapitalspritze und neue Benutzeroberfläche:
Hojoki verspricht hohe Produktivität in der Cloud

Eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe und eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche sollen dem Chemnitzer Startup Hojoki dabei helfen, sich zu einer Art HootSuite für Produktivität in der Cloud zu entwickeln.

Papierloses Büro: Startups wollen Dokumente  sexy machen

10.5.2012, 11 KommentarePapierloses Büro:
Startups wollen Dokumente sexy machen

Eine Reihe von Startups aus dem deutschsprachigen Raum will mit digitalen Dokumentenplattformen das Papier aus dem Büro und Alltag verdrängen. Die Idee überzeugt besonders beim Blick auf das langfristige Potenzial.

Ein Stream für alle Cloud-Apps: Hojoki hat 20.000 Nutzer und veröffentlicht mobile Version

24.4.2012, 1 KommentareEin Stream für alle Cloud-Apps:
Hojoki hat 20.000 Nutzer und veröffentlicht mobile Version

Das Chemnitzer Startup Hojoki hat sich zum Ziel gesetzt, alle von Anwendern für die digitale Arbeit eingesetzten Clouddienste unter einem Dach zu aggregieren. In fünf Monaten haben sich 20.000 Nutzer registriert. Ab Freitag steht ihnen auch eine mobile Version zur Verfügung.

Aufgabenmanager: Wunderlist wird schneller, schöner - und bleibt sonst fast wie es ist

10.7.2014, 1 KommentareAufgabenmanager:
Wunderlist wird schneller, schöner - und bleibt sonst fast wie es ist

Das Berliner Produktivitäts-Startup 6Wunderkinder wird in wenigen Wochen die neue Version seines von sechs Millionen Menschen genutzten Aufgabenmanagers Wunderlist veröffentlichen. Gut so, denn die bisherige App wirkt nicht mehr ganz frisch.

Social Bookmarking: Produktiver durch Langzeit-Investment

20.6.2014, 2 KommentareSocial Bookmarking:
Produktiver durch Langzeit-Investment

Strategien zur Produktivitätssteigerung können manchmal erst mit Verzögerung ihre volle Wirkung entfalten. Ein Beispiel hierfür ist Social Bookmarking. Ein Erfahrungsbericht nach über 21.000 gespeicherten Links.

Tools: Wo bleiben die revolutionären Produktivitätstools?

16.6.2014, 3 KommentareTools:
Wo bleiben die revolutionären Produktivitätstools?

Es erscheinen zwar laufend neue Produktivitätstools. Diese sind aber kaum besser als die existierenden Tools oder lösen oft nur oberflächliche Probleme. Dabei zeigen Kommentare unserer Leser, dass eine Nachfrage nach wirklich innovativen Tools besteht – etwa, wenn es um Sicherheitsbedürfnisse geht.

6Wunderkinder kündigt Debüt von Wunderlist 2 an: Das Spiel beginnt von vorn

6.12.2012, 8 Kommentare6Wunderkinder kündigt Debüt von Wunderlist 2 an:
Das Spiel beginnt von vorn

Das Berliner Startup 6Wunderkinder steht kurz vor dem Debüt von Wunderlist 2. Nachdem die Weiterentwicklung der ambitionierten Produktivitätssuite Wunderkit eingestellt wurde, ruhen nun auch die wirtschaftlichen Hoffnungen auf dem Taskmanager.

European Pirate Summit: Wunderkit und der Berlin-Hype lieferten viel Gesprächsstoff

13.9.2012, 16 KommentareEuropean Pirate Summit:
Wunderkit und der Berlin-Hype lieferten viel Gesprächsstoff

Zum zweiten Mal versammelten sich in Köln Hunderte risikoaffine, innovationsfreudige Entrepreneure beim European Pirate Summit. Besonderen Gesprächsstoff lieferten das Ende von Wunderkit sowie die Entwicklung der Szene in Berlin.

Wunderkit wird eingestellt: Wer Risiko eingeht, kann scheitern - und lernt dabei viel

6.9.2012, 63 KommentareWunderkit wird eingestellt:
Wer Risiko eingeht, kann scheitern - und lernt dabei viel

Gut sechs Monat nach dem Debüt verkündet das Berliner Startup 6Wunderkinder, seinen mit großen Hoffnungen ausgestatteten Produktivitätsdienst Wunderkit nicht weiterzuentwickeln und mittelfristig einzustellen. Künftig werden alle Ressourcen auf den erfolgreichen Taskmanager Wunderlist konzentriert.

Linkwertig: Runtastic, Vergessen, Wunderlist, Google

1.8.2014, 1 KommentareLinkwertig:
Runtastic, Vergessen, Wunderlist, Google

Runtastic stellt einen eigenen Aktivitätstracker vor und mehr.

Aufgabenmanager: Wunderlist wird schneller, schöner - und bleibt sonst fast wie es ist

10.7.2014, 1 KommentareAufgabenmanager:
Wunderlist wird schneller, schöner - und bleibt sonst fast wie es ist

Das Berliner Produktivitäts-Startup 6Wunderkinder wird in wenigen Wochen die neue Version seines von sechs Millionen Menschen genutzten Aufgabenmanagers Wunderlist veröffentlichen. Gut so, denn die bisherige App wirkt nicht mehr ganz frisch.

Statt komplexem Doo nun simple Scanbot-App: Frank Thelen wandelt auf den Pfaden der 6Wunderkinder

4.4.2014, 3 KommentareStatt komplexem Doo nun simple Scanbot-App:
Frank Thelen wandelt auf den Pfaden der 6Wunderkinder

Das ambitionierte Dokumenten-Startup Doo strich kürzlich seine Segel. Doch das Team um Gründer Frank Thelen hat die entwickelte Technologie genutzt und eine Scanner-App für das iPhone veröffentlicht. Dass die Strategie kleiner Brötchen statt riesiger Torten funktionieren kann, haben die Macher von Wunderlist bewiesen.

45 Kommentare

  1. na warum nicht, so ein invite nehm ich gerne an. erwarte mir irgendwie mehr von wunderkit als von googles schnurbart tool.ps: moin :)

  2. Lange gewartet. Würde mir das ganze deswegen sehr gerne mal etwas genauer ansehen!

    Danke & liebe Grüße :)

  3. Bin gespannt ob sie die Vorschusslorbeeren verteidigen können. Eine Einladung um das zu überprüfen wäre Super!

  4. Hi,
    Also über einen invite zu wunderkit würde ich mich auch riesig freuen :-). Bin mal echt gespannt wie hier die Mischung aus Design/Funktionalität –> Mehrwert gelungen ist ;-).
    Gruß
    Nils

  5. Würde mich über einen Invite freuen. Vielen Dank.

  6. Interessant… Invite wäre toll!

  7. Ich arbeite regelmässig mit Wunderlist und würde mich über einen Invite für Wunderkit freuen.

  8. Ich hätte auch gerne einen Invite. Danke :)

  9. Wow als begeisterter Wunderlist Nutzer bin ich mal sehr gespannt wie das ist. Hoffentlich klappt die Synchronisation besser als beim Schwesterprodukt. Da hapert es leider häufiger mal.

    Würde mich über einen Invite freuen.

  10. Ich bin sehr neugierig ob die Wunderkinder es schaffen ihre sehr vollmundigen Versprechen mit Wunderkit zu halten und freue mich natürlich über eine Einladung um mir selbst eine Meinung zu bilden.

  11. Ich wäre auch gern beim Beta Test dabei. Danke.
    Gruß,
    Michael

  12. Klingt spannend! Würde mich über eine Einladung freuen!

  13. Ich hätte auch gerne einen Invite. Danke!

  14. Ich bin ja mal sehr gespannt ob es den recht überschwänglichen Beschreibungen á la “every Pixel feels like a tear drop from an angel” gerecht wird ( ;
    Eine Einladung würd mich natürlich sehr freuen!
    Danke!

  15. Also ich hätte auch gerne eine Einladung!
    Danke

  16. Falls noch Invite übrig ist – bitte inviten! :)

  17. Ein Invite bitte ;)

  18. Nehme gerne auch eine Einladung!

  19. Würd mich auch über einen invite freuen :)

  20. Hätte auch gerne eine Einladung, mal schauen ob´s wirklich so intuitiv funktioniert wie Wunderlist…

  21. So, das war’s! Invites sind raus. Bitte keine weiteren Anfragen mehr.

  22. Hallo,

    ich würde es gerne ausprobieren – bisher habe ich diesem Segment Podio ausprobiert und hoffe, dass wunderkit mich überzeugen kann.

    • Ja Podio mag ich überhaupt nicht. Viel zu verwirrend.

    • @Martin IMHO finde ich Podio nicht zu komplex für die Mächtigkeit der Platform. Einfach eigene Apps “on the fly” zu entwickeln und sofort zu nutzen ist klasse und läßt viel Platz für eigene Workflows.
      Polio ist ist zwar noch etwas “rough at the edges” macht aber vom Konzept einen überzeugenden Eindruck.

  23. Über ein invite würde ich mich auch freuen :D

  24. Ich bin gespannt und würde mich ebenfalls über eine Einladung sehr freuen!

  25. Hallo Martin,

    danke Dir für die ausführliche Einschätzung. Das ganze Team saß bis in die Nacht vor den Laptops und hat die ersten Reaktionen beobachtet – wir freuen uns wie Schnitzel, dass die ersten Reaktionen so positiv aufgefallen sind.

    Der spannende Teil kommt natürlich jetzt erst. Wir sind wirklich gespannt, wie die Leute Wunderkit nutzen werden.

    Wer sich über Wunderkit.com angemeldet hat, wird in den kommenden Tagen zu Wunderkit eingeladen; wer es aber nicht mehr erwarten kann, kann mir gerne eine Email schicken an sebastianr@6wunderkinder.com.

  26. Um die Zeit zu verkürzen kann ich euch asana.com empfehlen. Asana wurde vom ehemaligen Facebook-Gründer Dustin Moskovitz mitentwickelt. Nach kurzer Einarbeitung hat mich dieser Dienst wirklich persönlich überzeugt.

    • Stimmt, Asana…

      Aber man vergleiche mal die Catchline:

      “Asana is the shared task list for your team. The place to plan, organize and stay in sync on your efforts.”
      vs
      “A new way to organize your life”

      Schon sehr unterschiedliche Positionierung.

    • Stimmt schon – trotzdem liegt es mir, wenn ein Tool so gestaltet ist, dass man es so benutzen kann wie man möchte.
      Übrigens geht der Monetarisierungsansatz in die selbe Richtung. Erst mit der Ermöglichung von Online-Zusammenarbeit wird Geld verdient (Teams größer als 30 vs Editierfunktion für fremde Workspaces). So long ;)

    • Hey – ich setzte Asana auch sehr gerne ein muss ich sagen, wobei es nach meiner Definition eher ein Shared-Notepad-On-Steroids ist … aber in dem Kontext macht das für mich sehr viel Sinn, weil man unglaublich schnell ist damit.

      Wunderkit erinnert mich sehr stark an Google Wave – frage mich ob sie den Sprung über die “wozu braucht man das nochmal genau” Hürde schaffen.

  27. Interessante Idee. Ich würde das zugern mal testen : )

  28. Twitter mit ToDo Funktion, mehr sehe ich da aber jetzt wirklich nicht, oder ?
    Denkt man sich die Hintergrundgrafik und das Lesezeichensymbol weg, bleibt von der Optik ja auch nicht mehr viel.
    Da sind Tools wie podio.com ähnlich einfach zu bedienen aber weitaus mächtiger von den Funktionen.

  29. Hojoki ist da aber deutlich interessanter und spannender und flexibler, oder nicht? ;)

    • Anders, oder? Bei Hojoki geht es ja um die Integration von allen möglichen externen Clouddiensten zu einem vereinigten Stream. Und auch Hojoki richtet sich (wie Asana) explizit an “Teams”, ist also eher Enterprise.

    • Wunderkit Workspaces richten sich auch primär an Teams, sonst macht so ein Workspace nicht allzuviel Sinn. Wunderkit ist damit ebenso wie Hojoki auch voll auf Kollaboration ausgelegt. Bei Hojoki kommen aber die Kollaborations-Apps aus bekannten Cloud-Anwendungen wie Google Docs, Evernote, Dropbox, etc.; hier wird ständig erweitert. Wunderkit wird vermutlich einen AppStore mit kostenpflichtigen (?) Apps anbieten. Ich wüßte also im Moment nicht, was bei Wunderkit so viel anders/besser sein soll, als beim wesentlich interessanteren Hojoki-Konzept, was im Prinzip das gleiche bzw. jetzt schon mehr bietet.

    • Übrigens hast du sogar selbst Hojoki und Wunderkit in einen Produktivitäts-Topf geworfen, siehe hier: http://goo.gl/Zt1L2 ;)

      Und zurecht, denn letzten Endes wollen beide Plattformen das gleiche: in Workspaces sollen kleine Teams mit den zur Verfügung gestellten Tools produktiv werden können.

    • Hehe das war, bevor ich Wunderkit in Aktion gesehen habe.

      Aber du hast recht: Mittelfristig könnten sich beide Dienste in eine ähnliche Richtung entwickeln.

      Dennoch glaube ich, viele unterschätzten bei der aktuellen Betrachtung von Wunderkit das Potenzial der privaten Nutzung.

      Wunderkit macht es richtig, sich nicht auf “Teams” zu fokussieren.

  30. Mich errinnert das sehr stark an Asana – nur noch simpler. Die Frage ist natürlich ob Unternehmen heute solche Anwendungen extern betreiben wollen. Ein ToDo Liste ist vllt nicht so sensibel – aber Workflow eine kompletten Firma (sammt Prozesswissen und Projektablaufdokumentation) – Auwai! – das ist eine andere Liga.
    Das es was für deutsche Firmen ist, halte eher ich für unwahrscheinlich. International könnte das schon anders aussehen.
    Die Idee mit der App Platform ist aktuell der Klassiker aller über 1 Mio. Invest. Startups. Jeder will eine Platform für andere Firmen schaffen. Ob das gelingt wird von der Größe abhängen. Aber wenn es gelingt, dann wär das der Hit! Dann müssten sich auch einige SaaS Anbieter warm anziehen.

  31. Sieht in jedem Fall interessant aus, wobei mir persönlich die Wunderlist App überhaupt nicht gefallen hat als To-DO Lösung. Sieht zwar alles schön aus, hatte aber im Vergleich zu Toodledo zum Beispiel viel weniger Nutzen für mich.

    Bin gespannt wann die neue Anwendung öffentlich wird, so dass jeder mal in die neuen Funktionen reinschnuppern kann.

  32. Habe gestern meine Einladung bekommen. Springe aktuell nicht vor Begeisterung. Such noch nach dem Alleinstellungsmerkmal.

  33. Hmmm,für Unternehmen ist das eher nichts. Wunderkit ist zwar ein nettes Tool für Apple-Freelancer, aber Unternehmen, die ein Projektmanagement-Tool brauchen, werden eher etwas anderes nehmen. Man sieht ja auch den Fokus des Videos: Urlaub wird auch damit geplant. Die Idee ist klasse und auch die Marketingstrategie ist perfekt (wobei man mit 4,5 Mio auch aus dem Vollen schöpfen kann). Wir verwenden flowtimer. Das ist ist auch ein nettes, kleines Tool. Kann sogar MS Project XML-Files einlesen. DAS ist ein PM Tool, denn alle sehen die speziellen und personalisierten Tagesaufgaben und kann sie abarbeiten und klassifizieren.

  34. Mit Wunderkit ging es ja wie man aus der Presse erfahren kann mächtig bergauf. Neues Kapital wird zugeschossen, die Mitglieder steigen und die internationalen Märkte werden Schritt für Schritt erobert. Wunderlist hat sich gegen all die anderen unzähligen To-Do-Apps durchgesetzt. Und dann wann schnell Feierabend. Man hatte wohl zu hoch gepokert, aber das passiert nun einmal im Business. Aber es ging ja immer weiter. Das ist es was zählt, auch bei Rückschlägen nicht den Kopf hängenlassen und voll weitermachen. Aus den Fehlern lernen ist ein abgedroschener Spruch, doch er ist aktueller als je zuvor. Innovationsbereitschaft und schnelles Umsetzen von neuen Konzepten und Ideen prägen den Trend im Netz – und oft nicht nur dort.

16 Pingbacks

  1. [...] las ich schon zahlreiche Berichte darüber, den Nagel auf den Kopf traf aber Martin Weigert: “Das Facebook für Produktivität” Es passt wirklich, und ist nicht als Herabstufung gemeint, im [...]

  2. [...] Netzwertig: Martin nennt Wunderkit “Das Facebook für Produktivität”. Echt heftig finde ich den letzten Absatz “Wunderlist tangiert das Debüt von Wunderkit nicht. Eine Verknüpfung von Wunderkit und einem persönlichen Wunderlist-Konto ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, aber wird von den Machern für die Zukunft nicht ausgeschlossen.” Das war mir gar nicht aufgefallen. Ich finde es aber ziemlich gruselig. [...]

  3. [...] Berliner Startup 6Wunderkinder hat nach dem erfolgreichen Wunderlist nun Wunderkit gestartet. Martin Weigert bezeichnet es als das Facebook für Produktivität: Im Zentrum von Wunderkit stehen vom Nutzer angelegte Workspaces rund um berufliche oder private [...]

  4. [...] und Twitter für Organisation und Management von Projekten nutzt.  Oder mit den Worten von Netzwertig ausgedrückt: Das Facebook für [...]

  5. [...] Wunderkit startet Beta-Phase: Das Facebook für Produktivität [...]

  6. [...] abend habe ich mir Wunderkit angesehen, das anderenorts schon als Facebook für Produktivität gefeiert wird. Da bin ich mir gar nicht sicher, ob [...]

  7. [...] und wird von T-Venture und der Investmentfirma von Skype-Gründer Niklas Zennström unterstützt. netzwertig.com, deutsche-startups.de, [...]

  8. [...] Wunderkit war erwartungsgemäß groß. Ganz ohne Faux pas verlief der Start allerdings nicht.Der gestrige Beta-Launch des sozialen Projekt- und Aufgabenmanagers Wunderkit hat – wie in Anbetracht der über viele [...]

  9. [...] Martin Weigert bezeichnet das Tool als das „Facebook für Produktivität“. Die Funktionen von Wunderlist, nämlich die Aufgaben- und Notizverwaltung, bleiben erhalten, [...]

  10. [...] Was ist Wunderkit? Wunderkit ist der sich momentan in der Beta-Phase befindliche jüngste Wurf des Berliner Startups 6Wunderkinder, das mit der einfachen wie sehr schicken ToDo-Listen App Wunderlist im letzten Jahr einen absoluten Volltreffer gelandet hat, der inzwischen von 1,6 Millionen Menschen genutzt wird. Dieses Mal sollte es ein bisschen mehr sein als eine App mit einer simplen Kernfunktion: Wunderkit ist ein browserbasiertes (Mobile Apps sollen folgen) Produktivitätstool/Netzwerk für Kollaboration geworden, ein “Facebook für Produktivität”, wie Netzwertig schreibt. [...]

  11. [...] netzwertig.com: Wunderkit startet Beta-Phase: Das Facebook für Produktivität [...]

  12. [...] ist auch Wunderkit. Der jüngst mit viel Aufsehen gestartete Onlinedienst hätte wahrscheinlich deutlich weniger Nutzer neugierig gemacht, würde es in der Aufmachung, Positionierung und emotionalen Ansprache genauso grau und langweilig [...]

  13. [...] werden.Zum aufmerksamkeitserregenden Launch im Januar bezeichnete ich Wunderkit als “Facebook für Produktivität“. Doch die Analogie hatte eine entscheidende Schwäche: Während Facebook eine ungebrochene [...]

  14. [...] Netzwertig: Martin nennt Wunderkit “Das Facebook für Produktivität”. Echt heftig finde ich den letzten Absatz “Wunderlist tangiert das Debüt von Wunderkit nicht. Eine Verknüpfung von Wunderkit und einem persönlichen Wunderlist-Konto ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, aber wird von den Machern für die Zukunft nicht ausgeschlossen.” Das war mir gar nicht aufgefallen. Ich finde es aber ziemlich gruselig. [...]

  15. […] können Projekte erstellt und mit mehreren Personen geteilt werden. Kurz gesagt: Wunderkit ist „das Facebook für Produktivität“ (Martin Weigert, netzwertig.com). Und wie funktioniert das Ganze? Zunächst können die Nutzer […]

  16. […] der neuen Plattform Wunderkit, heute müssen wir das Ende bekanntgeben. Das von Martin Weigert als „das Facebook für Produktivität“ bezeichnete Netzwerk konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und scheiterte letztendlich an […]

vgwort