Wunsch nach Intimität:
Path entzückt von Facebook-Müdigkeit gezeichnete Geeks

Die US-Internet-Avantgarde überschlägt sich mit Lob für das mobile Social Network Path, das Nutzern die Intimität verspricht, die sie bei Facebook zunehmend vermissen. Auch ein gewisser Elitismus treibt derzeit Neugierige zu dem Dienst.

Als das neue mobile Social Network Path Ende November 2011 seinen zweiten Anlauf startete, die Aufmerksamkeit neugieriger Netzwerker für sich zu gewinnen, sorgte es in den USA mit seiner unkonventionell und gleichzeitig sehr liebevoll gestalteten iPhone- und Android-App für eines der besten Echos in der Tech-Presse, die jemals beim Launch eines neuen Onlineservices zu vernehmen waren (siehe Techmeme).

Und weil ein hübsches Gewand den Spaß an einer App pauschal um ein Vielfaches erhöht, gelang es Path 2.0, die initiale Beachtung sofort in einige loyale Nutzer umzumünzen. Ein Blick in die Twitter-Suche genügt, um zu erkennen, dass bereits zahlreiche Personen den Dienst aus San Francisco verwenden, um selektiv private Fotos, Musik oder Standorte zu publizieren.

Begrenzung auf 150 Kontakte soll für intime Atmosphäre sorgen

Path erinnert vom grundsätzlichen Konzept her an Facebook und viele andere Social Networks: Anwender vernetzen sich untereinander, indem sie sich gegenseitig als Freunde bestätigen, und können anschließend (auf Wunsch mittels Filter bearbeitete) Fotos, Standorte, gehörte Musik oder Kommentare publizieren und derartige Updates der Freunde in ihrem Feed beziehen. Anders als beim Wettbewerb ermuntert das von Napster-Co-Founder Shawn Fanning und dem ehemaligen Facebook-Plattform-Manager Dave Morinvon gegründete Startup aus San Francisco seine Mitglieder aber dazu, lediglich Familie und enge Freunde als Kontakte zu akzeptieren, und forciert dies mit einer Begrenzung auf maximal 150 Kontakte.

Path positioniert sich dadurch als privates Netzwerk, was sich auch im Slogan “Share life with the ones you love” niederschlägt. Öffentliche Inhalte gibt es nur, wenn Nutzer diese explizit via Twitter, Facebook, Tumblr oder foursquare veröffentlichen. Dafür herrscht innerhalb des (hoffentlich) sorgfältig ausgewählten persönlichen Kontaktnetzwerks eine hohe Transparenz: So zeigt einem die App jeweils an, wer das eigene Profil besucht oder ein Contentobjekt angeschaut hat. Auch dadurch wird ein gewisser Druck aufgebaut, wirklich nur diejenigen Menschen zu akzeptieren, bei denen einem dies geheuer ist.

Bei der Betrachtungsweise und Analyse des Entwicklungspotenzials der App muss zwischen einer rationalen und einer emotionalen Komponente unterschieden werden. Aus einem rationalen Blickwinkel stellt sich die Frage, inwieweit neben Facebook – das im Prinzip alle Werkzeuge zur Verfügung stellt, damit Nutzer sowohl mit ihren nahen als auch fernen Kontakten granular und selektiv Gedanken, Informationen und Inhalte teilen können – ein verbreiteter Bedarf an einem weiteren Netzwerk besteht, das sich lediglich auf Familienmitglieder sowie engste Freunde beschränkt.

Ermüdungserscheinungen bei Facebook-Kontaktesammlern

Die Antwort hierauf ist individuell und hängt davon ab, nach welchen Kriterien Facebook-Mitglieder ihre Kontakte “gesammelt” und ihr Profil mit Apps überfrachtet haben, inwieweit sie Gebrauch von dem Listen- und Abonnieren-Feature machen und ganz generell davon, wie bewusst sie ihre Bekanntschaften bei dem sozialen Netzwerk verwalten. Da ich seit jeher die Richtlinie verfolge, bei Facebook nur Freundesanfragen von Menschen anzunehmen, die ich im “echten” Leben getroffen habe, und außerdem mit dem Klick auf “Unsubscribe” nicht zimperlich bin, hält sich mein eigener Bedarf an einem privateren Onlinenetzwerk bis dato in Grenzen.

Anders kann dies jedoch bei Nutzern aussehen, die bei Facebook Kontakte im hohen dreistelligen oder gar vierstelligen Bereich um sich gescharrt und keine Lust haben, ihre Privatsphäre- und Sharing-Einstellungen bis ins kleinste Detail auszudefinieren.

Die Silicon-Valley-Elite schwärmt von Path

Genau auf diesen Nutzertyp zielt Path ab. Und was sind das für Leute, die bei Facebook derartig viele Kontakte besitzen, dass sie sich nach einer intimeren Alternative sehnen? Multiplikatoren, leidenschaftliche Netzwerker und Promis aus den Tech-Kreisen des Silicon Valley. Und genau bei diesen Leuten hat Path einen Nerv getroffen: Jeder, der im Silicon Valley etwas auf sich hält und Rang und Namen hat, ist mittlerweile bei Path anzutreffen, so LeWeb-Initiator und Unternehmer Loic Le Meur in einem Blogbeitrag. “Die derzeitigen Zuwächse von Path sind nicht auf die Funktionen sondern auf die Menschen zurückzuführen”, stellt Le Meur fest. Überschwänglich klingt Gizmodo-Autor Mat Honan, der beschreibt, wie Path ihm im positiven Sinne “Weihnachten gestohlen” und die Sichtweise auf “seine kleine Welt” für immer verändert habe. Zumindest im Raum San Francisco sei der “Tipping Point” (ab dem das Nutzerwachstum exponentiell zunimmt) nach seinen Beobachtungen mittlerweile erreicht.

Elitismus treibt die Entwicklung

Das bringt uns zum emotionalen Aspekt, der bei der Beurteilung der aktuellen Entwicklung von Path einbezogen werden muss: Die Präsenz der Tech-Promis bei Path sowie deren Lobeshymnen haben zur Folge, dass ein größerer Kreis von Nutzern Sympathien für den Dienst entwickelt – ungeachtet davon, inwieweit Path für sie rationale Bedürfnisse befriedigt. Allein der Gedanke, sich von der grauen Masse bei Facebook abzuheben und sich zusammen mit der Silicon-Valley-Avantgarde als einer der Ersten beim womöglich nächsten großen Social Network aufzuhalten, wird viele dazu animieren, sich intensiver mit Path auseinanderzusetzen. Kurzum: Derzeit ist es auch Elitismus, der Neugierige zu Path treibt.

Auch der einflussreiche Neu-Venture-Capitalist und TechCrunch-Gründer Michael Arrington bläßt in das “Wir sind jetzt alle bei Path, statt uns bei Facebook mit dem Freundesmanagement herumzuplagen”-Horn. Allein sein Blogpost wird Tausende direkt oder indirekt zu Path treiben. Ihm soll es recht sein – denn er ist einer der Investoren, wie er auch kenntlich macht.

Die Kraft des Technologie-Clusters

Path ist damit nicht nur ein Vorbild in Sachen App-Design, sondern auch ein Beispiel für die enorme Kraft eines international anerkannten, hochgradig vernetzten Technologie-Clusters. Wenn Entrepreneure, Geldgeber, Star-Blogger und Entscheider im Silicon Valley an einem Strang ziehen, dann ist es ihnen durchaus möglich, einen ernstzunehmenden Facebook-Kontrahenten ins Rampenlicht zu rücken.

Eine exakte Prognose für die Zukunft von Path fällt schwer, weil dafür die Kenntnis über das Geschehen hinter den Kulissen hilfreich wäre. Ließe die US-Web-Elite Path morgen fallen, um zum nächsten Hype weiterzuziehen, könnte die App in der äußeren Wahrnehmung schnell ihre Magie verlieren. Derzeit jedoch sieht es eher danach aus, als wenn die Loyalität der Nutzer zu Path stetig zunimmt. Als Anwendung zum Teilen persönlicher Momente mit den Liebsten ist Path auch prädestiniert dafür, sich schnell auf dem Home-Screen der Smartphones seiner Mitglieder breit zu machen und von dort aus viele Male pro Tag geöffnet zu werden. Je mehr der Blick auf den Path-Stream zum Reflex wird, desto größer ist auch die Bindung der Nutzer an die App.

Keine direkte Bedrohung für Facebook, aber ein Grund zur Sorge

Und was hieße ein anhaltender Aufstieg von Path für die Konkurrenz? Facebook sollte sich über den rapiden Imageverlust bei einer zahlenmäßig kleinen, aber einflussreichen Anwenderzahlen Sorgen machen. Als “uncool” zu gelten und bei Menschen einen Drang nach Differenzierung auzulösen, kann durchaus eines Tages gefährlich werden. Eine unmittelbare Gefahr allerdings besteht nicht – dafür ist Facebook als Plattform mittlerweile zu eng mit dem gesamnten Internet verwoben. Twitter als komplett offenem Publikationskanal kann das Schicksal von Path im Prinzip egal sein. Und Google+? Im Hause Google sollte man sich fragen, wieso Leuc Le Meur oder Mat Honan derartige Blogposts nicht über Google+ verfasst haben.

Was haltet ihr von Path?

Link: Path

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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23 Kommentare

  1. Ich nutze Path auch seit 2-3 Wochen und bin schon recht angetan davon. Gerade der erwähnte Intimitätsfaktor ist Gold wert. Obwohl ich nur bisher nur 3 Freunde in der Liste habe – Path ist in der Schweiz und Deutschland noch nicht sonderlich verbreitet – macht es sehr viel Spass es zu nutzen. Das habe ich besonders über Weihnachten gemerkt, als regelmässig Fotos der Freunde vom Weihnachtsfest samt Geschenken einflogen. Dinge, die sehr persönlich sind. Keines der Bilder und Kommentare ist bei Facebook gelandet. Das spricht sehr für den Slogan von Path.
    Nun bleibt zu hoffen, dass es auch Privatnutzer wenigstens ausprobieren. Es fällt schwer leute zu überezeugen sich noch einem sozialem Netzwerk anzuschliessen. Das merke ich an der Resonanz der Einladungen.

  2. Hallo,
    ich glaube genau das ist das Problem. Die Menschen haben keine Lust Inhalte in unterschiedlichen Networtks zu pflegen bzw. zu teilen. Durch aus hat die Idee von Path einen Sinn. Aber in folge müsste es eine APP geben die genau das steuern kann.

    Bspw: bei der Auswahl eines Bildes, dass ich veröffentlichen möchte, müsste ich die Networks selektieren können. Ich denke, dass die Menschen dann eher bereit wären die Inhalte getrennt zu platzieren, wenn diese aber zentral gesteuert bzw. gepflegt werden.
    Gruß
    Basar Seven

  3. Ich habe zwar meinen Path-Account schon länger, nutze es aber erst seit dem Neustart tatsächlich. Und ich bin, wie so viele, wirklich angetan, von der Liebe zum Detail mit der die App gemacht wurde und der Idee eines Netzwerkes für seine besten Freunde.
    Ich stelle aber auch fest, dass die meisten Leute mit denen ich dort verbunden bin, eher nicht zu meinen engen Freunden zählen, sondern eben aus einem bestimmten (beruflich, digitalem und mobilem) Umfeld kommen. Und damit ist ja das eigentliche Ziel eines “intimen Netzwerks” nur für die engen Freunde ad absurdum geführt ist. Daraus folgt natürlich auch die Frage, ob es nicht vielleicht doch “nur” ein Spielplatz für uns ist, die wir meinen zu einer “mobilen Elite” zu gehören (zumindest im Moment – ich hoffe sehr, dass es nicht so bleibt). Denn zumindest viele meiner engen Freunde benutzen die App nicht, oder haben noch nicht einmal das passende Endgerät.

  4. Danke für den Beitrag, Martin!

    Dadurch habe ich mir die App geladen und bin sehr angetan. Sieht schick aus und diese private Atmosphäre ist im Gegensatz zu den teilweise absurden Freundeslistenorgien auf Facebook sehr erfrischend :-)

  5. Kann mich Carlsson nur anschließen: Path bietet mir nichts was ich nicht mit Google+ machen kann.
    Und das elitäre Alleinstellungsmerkmal “150 Begrenzte Freunde” ist doch wirklich nur für unmündige und willensschwache Nutzer die nicht selbst in der Lage sind ihr soziales Netzwerk auf xxx Freunde zu beschränken.

    Ergo: Nein Danke. Google+ reicht mir.
    (Und der breiten Masse wohl Facebook oder Twitter)

  6. Ich hab auch Facebook gerade mal 84 Freunde. Da kann ich alles teilen, was ich “intern” halten will. Für alles andere gibts Twitter. Also kein Bedarf für neue soziale Netzwerke, danke.

  7. Was nützt einem ein Social Network, wo nichts los ist? Ich habe Path seit über einem Monat und ich muss sagen es ist super schick. Aber es ist nichts los dort. Bis auf drei Freunde die ich dort habe, ist das total uninteressant. Ich versteh auch die ganzen Debatten nicht rund um Facebook. Wenn man sich damit beschäftigt, kann man sein Profil für “Fremde” unkenntlich machen. Freunde fügt man in die Listen und dann ist das auch gut so.

  8. “Share life with the ones you love”? Genau darum teile ich “meinen Path” auch mit dir Martin :)

    Klar. Ist schon so, dass alle hier total drauf stehen, weil es neu ist und die coolen Kids drauf sind. Das die ein wenig mehr vorhaben als Path 1.0, war mir im Herbst schnell klar als ich das Path Büro besuchen durfte. Der Blick von dort war auch nicht schlecht.

  9. Danke für den interessanten Artikel. Path ist eine gut gemachte App und wird sich bei bestimmten Zielgruppen etablieren. Allerdings werden wir noch einige neue Social Networking Apps/Services in den nächsten Jahren sehen, die Facebook Konkurrenz machen werden. Diese Apps/Services werden sich wie Path auf einzelne Bereiche von Facebook konzentrieren, die man stark verbessern kann bzw. nicht mehr den gewünschten Nutzen bringen. Facebook wird deswegen sicher nicht verschwinden, wohl aber deutlich Marktanteile an diese spezialisierten Anbieter verlieren. Solche Entwicklungsmuster sieht man laufend in der Technologie: Ein neues Feld entsteht und 1-2 dominierende Anbieter entwickeln sich, die Kunden alles aus einer Hand anbieten. Nach einiger Zeit sind manche Kunden mit einzelnen Angeboten nicht mehr zufrieden, und Spezialisten entstehen, die diese Nachfrage decken und Zusatzfunktionen bereitstellen. Als Beispiel: Internet-Portale in den 90er hatten alles im Angebot (Email, Chat, Marktplatz, Nachrichten, Browser, etc.). Heute gibt es für alles spezialisierte Anbieter. Solche Beispiele gibt es viele (mehr dazu z.B. in Clayton Christensen’s “The Innovator’s Solution”), und ich sehe derzeit nicht, wieso es im Social Networking anders sein sollte, denn gerade Facebook ist mehrdeutig positioniert, hat sehr unterschiedliche Nutzer und insofern genug Bereiche mit Verbesserungspotential.

  10. Bei PATH muss ich irgendwie an Al Bundy denken und das, was er sagte, als ein Computer gekauft wurde:
    “Sure, everyone Ahs and Ohs in the first weeks…”. Schaun wir mal, obs dabei bleibt.

  11. der “Hype” erinnert mich irgendwie an den Start von google+

    • … mit dem kleinen Unterschied, dass das eine ein etablierter Internetkonzern ist, das andere ein Startup ;)

      Nach meiner Beobachtung war es aber sowieso ein anderer Nutzertyp, der sich überschwänglich über G+ geäußert hat, als jetzt bei Path.

  12. Ich finde path supercool. Ich wundere mich allerdings über die zahlreichen Anfragen von Leuten, die mich eigentlich gar nicht kennen.

    Aber man muss ja nicht allen zusagen.

  13. “Die Silicon-Valley-Elite schwärmt von Path”

    Die Begeisterung erinnert mich irgendwie an Quora, Springboard, Instagram,… und wie sie alle heißen.
    Am Anfang jubeln alle überschwänglich und überschlagen sich mit Lob, ein paar Wochen später ist es schon wieder langweilig und alle springen auf das nächste mögliche “Next Big Thing” auf.

    Schaue mir das Schauspiel und Umherziehen der Netzavantgarde schon seit Monaten an und kann eigenlich nur noch darüber schmunzeln :)

    so far, Simone

  14. ja, hast schon Recht. Ist mir nur eben aufgefallen wie schnell die Begeisterung nachlassen kann sobald ein neuer Service auftaucht.
    Daher sehe ich Path erstmal einfach ganz nüchtern und werde beobachten ob der Service auch in ein paar Monaten noch im Gespräch bleibt und seine Nutzerzahlen steigern kann.
    Hübsch sieht es ja aus, muss ich zugeben :)

  15. nun wollte ich es mir mal anschauen, aber weiter als bis zur zweiten Seite der Registrierung komm ich nicht. Naja, dann eben nicht… privat bleib ich bei g+ und in der Firma wird “geyammert”

    War eh schon schwer genug die privaten Kontakte auf g+ zu heben, mittlerweile fühlen die sich dort wohler als bei fb. Wenn ich denen jetzt mit path ankomme dann …

13 Pingbacks

  1. [...] neue soziale Netzwerk namens “Path” erschienen sind und heute auch Martin Weigert von Netzwertig darüber noch einen Artikel geschrieben hat, habe ich mir die App nun auch einmal auf´s iPhone [...]

  2. [...] ja, ich denke das Thema soziale Netzwerke ist durch, meiner Meinung nach. Path will es trotzdem probieren, mit einem intimeren Erlebnis. Also wenn ich Intimität will, dann nutze ich dafür keinen [...]

  3. [...] hat schon darüber berichtet, nun folgt ein längerer Bericht von Netzwertig zum neuen Social Network Path. Das Netzwerk ist nur über eine iPhone App zugänglich, limitiert [...]

  4. [...] Arrington pointiert, niemand würde mehr zu Facebook gehen, um anschließend auf Alternativen wie Path oder das in Entwicklung befindliche Just.Me zu verweisen.Was allerdings im SZ-Text unterschlagen [...]

  5. [...] ist der wohl der gegenwärtige Liebling der Silicon-Valley-Kreise und hat auch schon in D/A/CH ein wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es unterscheidet sich von anderen sozialen Netzwerken an zwei grundlegenden [...]

  6. [...] Path entzückt von Facebook-Müdigkeit gezeichnete GeeksVisit this link [...]

  7. [...] Trend“. Ich kann Martin Weigert zustimmen wenn er auf Netzwertig schreibt: “Path entzückt von Facebook-Müdigkeit gezeichnete Geeks” Das ist es, was Path für mich wiederum interessant [...]

  8. [...] Netzwertig beschreibt den Hype um und die Idee hinter Path, dem privaten Social Netzwerk [...]

  9. [...] Wie letzte Woche im Artikel von Martin Weigert zu Path zu lesen war, geht es vielen Usern um die Intimität. Ich stimme Martin hier völlig zu, denn der Dienst bietet hier einige Vorlagen, um bei einer Ablehnung einer Freundesanfrage nicht in Verlegenheit zu geraten. [...]

  10. [...] anderer Apps in die Kritik.Der Skandal (oder das “Skandälchen, je nach Perspektive) um den automatischen Adressbuchabgleich von Path zieht Kreise und hat zur Folge, dass auch das Freunde-Sync-Verhalten anderer populärer [...]

  11. [...] dieses Bedürfnis immer seltener, weshalb ich nach einer Eingewöhnungsphase Gefallen an der Idee von Path fand. Dummerweise nutzt diesen Service kaum jemand.Die Rolle der 90-9-1-RegelVielleicht sind [...]

  12. [...] Pendant zum ebenfalls aus Kalifornien stammenden mobilen Social Network Path, das seine Anwender dazu ermuntert, sich nur mit ihnen nahestehenden Personen zu vernetzen. Leider kommt Path nicht richtig aus dem [...]

  13. [...] diesem interessanten Post von Martin Weigert auf netzwertig.com über Path faßte ich den Entschluß mir dieses Social [...]

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