2011 ist in der digitalen Welt viel passiert, auch wenn die ganz großen Überraschungen ausblieben. Geprägt war das Jahr vor allem vom unaufhaltsamen Aufstieg der digitalen Ökosysteme.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich freue mich ganz offen gestanden auf einige Tage der freiwilligen Informationsdiät. Zuvor bietet es sich aber an, das Internetjahr 2011 Revue passieren zu lassen. Es war ein ereignisreiches und spannendes Jahr, das jedoch wenige echte Überraschungen bot.
Auch wenn mir zum jetzigen Zeitpunkt noch die Distanz zu den Geschehnissen der vergangenen elfeinhalb Monate fehlt, glaube ich, dass in der Rückblende die Ausbreitung von Ökosystemen und Plattformen in die letzten Winkel der digitalen Sphäre die charakteristischste Entwicklung dieses Jahres darstellen wird: 2011 stand maßgeblich im Zeichen von Facebook, Google, Apple und Amazon.
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Die zwei Startups Dwolla und Babelverse verfolgen vollkommen unterschiedliche Ziele. Gemein haben sie, dass sie die Welt verändern können.
Während wir bestrebt sind, bei netzwertig.com möglichst nur solche Konzepte und Startups vorzustellen, die in irgendeiner Form neue Wege gehen und echte Innovationen entwickeln, hat nicht jeder dieser Dienste das Zeug, die Welt zu verändern. Bei zwei Anbietern, auf die ich in den letzten Tagen aufmerksam geworden bin, halte ich dies für nicht unmöglich:
Dwolla und
Babelverse, zwei grundverschiedene Ideen, die erheblich disruptives Potenzial gemein haben.
Dwolla ist ein junges Startup aus dem US-Bundesstaat Iowa, welches nichts Geringes plant, als die Kreditkartenunternehmen überflüssig zu machen. » weiterlesen
Open Data
Die EU hat eine Strategie zur nachhaltigen Förderung von Open Data in Europa vorgestellt.
» European Commission introduces Open Data strategy for Europe
Blogging
Und die Niederlande finanziert Backup-Netze für Blogger in autoritären Systemen.
Rosenthal sagte, das niederländische Projekt werde sich konkret mit Back-Up-Lösungen für unterbrochene Verbindungen zum Internet befassen. Außerdem sollten Dissidenten Sicherheitstrainings erhalten und Blogger in die Lage versetzt werden, sich für ein freies Netz einzusetzen.
» Niederlande finanziert Back-Up-Netze für Blogger
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Vor zwei Wochen veröffentlichte foursquare für Betreiber von Websites eine Option, ihren Besuchern direkt aus dem Browser das Speichern von Ortsangaben per foursquare zu ermöglichen. Davon profitieren sowohl Geschäfte und Gastronomen als auch die Nutzer.
Am Wochenende besuchte ich die Website eines Restaurants, das mir empfohlen wurde, um zu schauen, wo genau es liegt. Das weiß ich nun auch, und eigentlich habe ich mir einen Besuch fest vorgenommen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ich dieses Vorhaben wieder vergesse, ist hoch. Immerhin prasseln auf den intensiv vernetzten Verbraucher relativ regelmäßig Empfehlungen für Gaststätten, Bars oder Geschäfte ein.
Zumindest bei den mittlerweile 15 Millionen Nutzern von foursquare könnten Gastronomen und Händler ganz einfach sicherstellen, dass ihre potenzielle Kundschaft den Gedanken des eingeplanten Besuchs nicht so leicht wieder verliert: Das New Yorker Location-Startup, das nach einer langen Orientierungsphase mittlerweile eine zukunftsträchtige Ausrichtung als vielseitige mobile Plattform gefunden zu haben scheint, veröffentlichte vor zwei Wochen den “Save to foursquare”-Button für Websites.
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Der Startschuss für die Wahl zum Onlineservice des Jahres ist gefallen: Wählt jetzt aus den elf Finalisten euren persönlichen Favoriten.
Welches Webangebot hat euch 2011 am meisten begeistert? Mit dieser Frage rufen wir euch heute dazu auf, an unserer Leserumfrage zum Onlineservice des Jahres teilzunehmen.
62 Experten haben uns im Vorfeld ihre fünf favorisierten Services genannt. Diese elf Anbieter mit den meisten Nennungen (wegen Punktgleichheit sind es elf, nicht zehn) stehen nun zur Abstimmung bereit:
Dropbox,
Evernote,
Google+,
Hootsuite,
ifttt,
Instagram,
Instapaper,
Reeder,
SoundCloud,
WhatsApp,
Wunderlist.
Jetzt seid ihr gefragt: Wählt euren Onlineservice des Jahres aus der folgenden Liste. Falls ihr uns dabei helft, auf die Umfrage aufmerksam zu machen, könnt ihr attraktive Preise im Wert von jeweils 350 Euro gewinnen. Mehr dazu weiter unten!
Update Freitag 16.12: Die Umfrage ist beendet, hier geht es zur “Siegerehrung”.
RSS-Leser klicken bitte hier, um den Artikel inklusive Umfrage-Widget angezeigt zu bekommen
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Google Currents
Mit Google Currents macht sich Google – derzeit leider nur in den USA – auf die Spuren von Flipboard:
Die Inhalte werden in einer für Smartphones und Tablets optimierten Form dargestellt, auch offline und derzeit kostenlos und werbefrei. Google zeigt damit, wie Magazine für Tablets und Smartphones aus seiner Sicht aussehen sollten.
» Google zeigt, wie ein digitales Magazin aussehen sollte
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LocalUncle
Der LocalUncle erweitert sein Konzept und will lokale Antworten in Echtzeit liefern.
LocalUncles Ansatz ist, dass Nutzer per Geolocation Fragen an spezifische Orte koppeln können.
» LocalUncle liefert lokale Antworten in Echtzeit
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Die Weihnachtszeit naht, dieses Mal also ein Geschenke-Special mit: Kaributu – überraschende Geschenke finden; Givester – eine Geschenksuchmaschine; und Mitbringen – Partys und Events planen.
Kaributu ist ein kleiner Dienst, der den Prozess des Schenkens radikal vereinfacht, indem es die mühsame Phase des Geschenkefindungsprozesses eliminiert. Das Geschenk wird nämlich von Kaributu individuell ausgewählt, aber sowohl Sender als auch Empfänger sehen es erst, wenn es angekommen ist. Wer sich wie ich schon im Supermarkt schwer tut, die passende Milch auszuwählen, für den ist das vielleicht die ideale Entlastung. Mit 15 Euro ist das Risiko auch noch kalkulierbar, das Sortiment wirkt allerdings auch noch überschaubar. Interessanterweise funktioniert Kaributu ausschließlich via Facebook.
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Mit TunedIn will ein weiteres Startup aus Deutschland das Film- und Fernseherlebnis über den Second Screen bereichern. Den Berlinern ist es gelungen, eine äußerst ansprechende App zu entwickeln.
Der Kampf um den sogenannten “Second Screen” ist endgültig entbrannt: Nach dem Launch von Couchfunk im Oktober und dem Beginn der geschlossenen Beta-Phase von Tweek vor einigen Tagen gibt heute mit TunedIn ein weiterer junger Dienst aus Deutschland den Startschuss für sein für Smartphones und Tablets geschaffenes Social-TV-Produkt.
Ähnlich wie bei den zwei Wettbewerbern dreht sich auch bei dem Startup aus Berlin alles um die Bereicherung des Fernseh- und Filmerlebnisses. Während bei Couchfunk bisher der “kollektive” TV-Genuss im Vordergrund steht und Tweek sich vorrangig als Film- und Serien-Guide auf Basis der Empfehlungen der eigenen Facebook-Freunde empfiehlt, ist mein erster Eindruck von TunedIn, dass diese Aspekte unter einem Dach vereint und mit erweiterten Social-Networking-Funktionen kombiniert werden sollen. Dazu passt auch die Aussage aus dem TunedIn-Pressematerial, die App würde “die drei Massenphänomene Fernsehen, mobiles Internet und soziale Netzwerke auf eine für die User neuartige, interaktive Ebene heben.”
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Facebook stellt seinen im September eingeführten Abonnieren-Button ab sofort zum Einbau in externe Websites zur Verfügung. Medienangebote, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, geben Autoren die Gelegenheit, Leser dauerhaft an sich zu binden.
Die Bindung der Nutzer an einzelne Medienmarken nimmt ab, während parallel
immer mehr Journalisten selbst zur Marke werden. Dieser sich lange abzeichnende Trend, der durch den Bedeutungsverlust des Printmediums, durch auf algorithmischen und Freundes-Empfehlungen basierenden, von spezifischen Verlagsangeboten losgelösten Informationsbeschaffungsinstrumenten der digitalen Welt sowie dem Vorhandensein von Onlinetools zur Vernetzung vorangetrieben wird, erhält mit Facebooks
in der Nacht vorgestelltem Abonnieren-Button für Websites neuen Nahrung.
Mitte September präsentierte Facebook Nutzern die neue Funktion des Abonnierens von öffentlichen Status-Updates. Seitdem ist nicht mehr unbedingt eine beidseitig akzeptierte Freundschaft notwendig, um sich über das Befinden von Facebook-Kontakten per Newsfeed auf dem Laufenden zu halten – vorausgesetzt, eine Person hat das Abonnieren-Feature aktiviert und publiziert öffentliche Status-Updates.
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SchülerVZ
Holtzbrinck spendiert dem SchülerVZ eine Art Hot or Not Klon namens Top oder Flop, bei dem sich die Schüler gegenseitig bewerten können.
Wer auch nur einen Schimmer davon hat, was an Schulen teilweise los ist, wie oft das Thema „Mobbing“ – nicht nur, aber verstärkt im Netz – leider auf dem Plan der Schüler, Lehrer und Eltern steht, […] der muss spätestens bei einer solchen Idee am Verantwortungsbewusstsein der SchülerVZ-Betreiber zweifeln.
» SchülerVZ: Flop
Gutenberg-Galaxis
Apropos Schüler: Martin Lindner sinniert über das Verhältnis des Bildungssystems zu neueren Technologien:
Die Google-Galaxis schreddert alle starren Textblöcke. Das Wissen kommt in Fluss. Seitdem kann jede/r Texte finden, kopieren, bearbeiten, schreiben, verbreiten, teilen und kommentieren, jetzt und sofort. Ein Textuniversum, das nicht mehr aus Büchern und Aufsätzen besteht, sondern aus immer kleiner werdenden Paragrafen: ein Häppchen, ein Bit.
» Bildung nach dem digitalen Klimawandel
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