Neue Version der Foto-Sharing-App:
EyeEm zeigt in Bildern, was
um einen herum geschieht

Die Berliner Foto-Sharing-App EyeEm hat sich ein umfangreiches Update verpasst. Künftig dreht sich bei dem für iPhone und Android erhältlichen Dienst alles noch stärker um Fotos rund um Orte, Events und Themen.


Im Juli veröffentlichte das Berliner Startup EyeEm seine gleichnamige mobile Fotosharing-Applikation und ließ von Beginn an keinen Zweifel an seiner Ambition, auf globaler Ebene eine führende Rolle und damit auch eine direkte Konkurrenzposition zum Pionier und Marktführer Instagram einzunehmen.

Heute, rund vier Monate nach dem Launch, haben die Hauptstädter um das Gründer-Quartett Florian Meissner, Lorenz Aschoff, Ramzi Rizk und Gen Sadakane die Version 2.0 ihrer iPhone- und Android-App veröffentlicht, die sowohl eine grundsätzliche optische Überarbeitung beinhaltet, als auch noch deutlicher vom Wettbewerb (Instagram, PicPlz, tadaa) abgegrenzt wird.

Künftig stehen bei EyeEm noch stärker Themen, Events und Orte im Vordergrund. Jedes bei EyeEm geteilte Foto kann von Nutzern mit einer entsprechenden Ortsangabe oder dem Namen einer Veranstaltung getaggt werden. Auf diese Weise entstehen sukzessive kollaborative Fotoalben, die mit dem neuen EyeEm eine prominente Platzierung auf der App-Startseite erhalten. 35.000 eindeutige Locations und 15.000 Events wurden von EyeEm-Nutzern seit dem Start der App vor vier Monaten angelegt.

In der jüngsten Fassung der App können diese orts-, event- oder themenspezifischen Fotostreams entweder über die Suchefunktion oder über von EyeEm gemachte Vorschläge abonniert werden. Auf diese Weise lassen sich visuelle Eindrücke der Geschehnisse im Augen behalten, die sich um einen herum oder auch in weiter Entfernung abspielen.

Auch Instagram erlaubt das Hinzufügen von Tags und Koordinaten zu Fotos und das Aufrufen sämtlicher Bilder, die an einem bestimmten Ort oder zu einem spezifischen Schlagwort publiziert worden sind. Im Vordergrund steht bei der App aus New York aber der Stream mit den Bildern der Kontakte. EyeEm hingegen versucht, den Nutzwert der Anwendung auch für diejenigen zu erhöhen, die keine oder nur wenige Kontakte bei dem Dienst haben – was ein intelligenter Ansatz ist, um das Henne-Ei-Problem junger, von der Vernetzung der Anwender abhängiger Onlinedienste zu umgehen.

EyeEm probiert sich mit der neuen Fassung an einem interessanten konzeptionellen Ansatz, nämlich in Form von nutzergenerierten Fotos einen Quasi-Echtzeit-Eindruck von dem zu geben, was an beliebigen Orten der Welt geschieht. Das Potenzial dieser Idee ist groß – allein nachschauen zu können, ob die Schlange vor einem Club tatsächlich die Zahl der Anwesenden innerhalb der Location widerspiegelt, wäre in meinen Augen ein enormer Mehrwert.

Damit dies funktioniert, müssen aber erst einmal viele Personen an vielen Orten und auf vielen Veranstaltungen regelmäßig Schnappschüsse machen und diese auf strukturierte Art ins Netz laden. Color ist daran gescheitert. Das bedeutet allerdings nicht, dass allen künftigen Anbietern das gleiche Schicksal droht. Neben EyeEm versucht sich auch das aus London stammende Startup Eeve an kollaborativen, orts- bzw. eventbezogenen Fotoalben.

Neu bei EyeEm sind auch erweiterte, webbasierte Nutzerprofile. Für die nächsten Wochen geplant ist zudem die Freischaltung einer API für Entwickler.

Link: EyeEm

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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Ein Kommentar

  1. Wie Ihr schon schreibt, Color ist daran gescheitert und solche Prjekte sind zwar hochinteressant, aber ich denke die Zeit ist noch nicht reif dafür.
    Irgendwie vor allem auch gruse3lig wie die Vernetzung immer weiter fortschreitet……

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  1. [...] Fotosharing EyeEm: Das Berliner Startup will mit seiner mobilen Fotosharing-App auf globaler Ebene eine führende Rolle spielen und in direkte Konkurrenz zum Pionier und Marktführer Instagram treten. netzwertig.com [...]

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  3. [...] versucht etwas, an dem so ähnlich das US-Startup Color schnell gescheitert ist: Fotos rund um Plätze, Themen und Events gruppieren als Alleinstellungsmerkmal. Colors ursprüngliches Konzept scheiterte unter anderem [...]