netzwertig.com verabschiedet sich heute in die Feiertage. Wir wünschen euch ein frohes Fest, einen guten Rutsch und bedanken uns für die treue und regelmäßigen Besuche!
Zwischen dem 24. Dezember und 2. Januar machen wir Pause und freuen uns auf feines Essen, vielleicht einige Stunden im Schnee(matsch) und ruhige Momente, die womöglich nicht einmal durch Benachrichtungen auf dem Smartphone unterbrochen werden.
Am Dienstag, 3. Januar, sind wir mit gewohnter Energie zurück!
Danke und bis 2012, euer netzwertig.com-Team!
(Foto: stock.xchng/MikeTowse)
Die Spielregeln, nach denen Medienproduktionen finanziert und monetarisiert werden, verändern sich rasant. Drei aktuelle Beispiele illustrieren dies.
Im digitalen Zeitalter werden die Spielregeln der Medienwelt neu definiert – sowohl direkt in Form veränderter Wertschöpfungsketten, als auch indirekt in Folge sich wandelnder Wertvorstellungen und bisher nicht existenter Wege der Vernetzung und Partizipation. Neu ist diese Erkenntnis nicht, wird einem aber dieser Tage anhand von drei aktuellen, erfolgreichen Experimenten der Monetarisierung und Finanzierung von Medienprodukten wieder einmal deutlich vor Augen geführt.
Den Anfang machte der US-Standup-Comedian Louis Szekely alias Louis C.K, der seit knapp zwei Wochen in Eigenregie ein kopierschutzfreies Video eines Live-Auftritts für fünf Dollar auf seiner Website zum Kauf (und zusätzlich zweimaligem Streaming) anbietet. Nach zwölf Tagen hat der bekannte Komiker mit der Aktion, die von reichlich medialer Aufmerksamkeit begleitet wurde, eine Million Dollar umgesetzt (nach dem Abzug der PayPal-Gebühren).
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Adventskalender
Das mixxt-Blog war fleissig und hat im Dezember einen Adventskalender mit Social Media Tools veröffentlicht. Jede Anwendung wird kurz vorgestellt, die Auswahl kann als durchaus gelungen bezeichnet werden.
» Social Media Tools Adventskalender
Kobo
Zwischen dem 24. und 28. Dezember verschenkt Kobo fünf E-Books von Umberto Eco.
Der Name der Rose wurde nicht nur zu einem der größten literarischen Erfolge der letzten Jahrzehnte, er begründete auch Ecos Ruhm als unvergleichlicher Erzähler historischer Romane: Das Foucaultsche Pendel, Die Insel des vorigen Tages und Baudolino bestätigen diesen Ruhm ebenso wie sein neues Meisterwerk Der Friedhof in Prag.
» Eco bei Kobo
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Das aus Österreich stammenden Open-Source-Projekt Substance erlaubt das Erstellen und gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten im Browser, ohne dass sich Nutzer mit der lästigen Formatierung befassen müssen. Die Inhalte der Texte werden als strukturierte Daten gespeichert.
Online-Office-Dienste wie Google Docs, Zoho oder Microsoft Office Web Apps sind äußerst nützliche Werkzeuge für alle, die nicht länger auf lokal installierte Textverarbeitungssoftware angewiesen sein wollen. Abgesehen von der Tatsache, dass diese Services Texte und andere Office-Inhalte in der Cloud bearbeiten und ablegen, hält sich ihr evolutionärer Charakter allerdings in Grenzen: Die Art, wie Dokumente mit Inhalten befüllt und formatiert werden, ist quasi identisch zu der Verfahrensweise bei Desktop-Clients.
Frank Müller von unserem Schwesterblog neuerdings.com hat mich auf Substance aufmerksam gemacht, eine von dem Österreicher Michael Aufreiter entwickelte und im Frühjahr gestartete Online-Textverarbeitungs- und Publishing-Plattform, die sich in wesentlichen Punkten von dem traditionellen Office-Ansatz unterscheidet.
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Firefox
Mozilla und Google haben ihre Partnerschaft um zumindest drei weitere Jahre verlängert.
» Mozilla and Google Sign New Agreement for Default Search in Firefox
Buffer
Der österreichisch-englische soziale Dosierungs-Dienst Buffer hat 19 durchaus namhafte Investoren für eine Finanzierungsrunde begeistern können.
» The 19 Awesome Investors In Our $400,000 Seed Round And How We Met Them
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Unmissverständlich bestätigte uns die GEMA zweimal, dass auch Freemium-Musikangebote von dem vorteilhaften BITKOM-Gesamtvertrag berücksichtigt werden. Nun ließ uns ein Sprecher wissen, dass man sich geirrt habe. simfy-CEO Gerrit Schumann kritisiert unterdessen den neuen Tarif für werbefinanzierte Streaming-Dienste.
Gestern berichteten wir über den neuen GEMA-Tarif für werbefinanzierte Musikdienste und verwiesen auf die Aussage eines GEMA-Sprechers, der uns erklärte, dass Freemium-Angebote wie simfy, Spotify etc. bereits vom vor zwei Wochen vorgestellten Gesamtvertrag mit dem BITKOM zu entgeltpflichtigen Musikangeboten umfasst werden, und dass dementsprechend die darin definierten, pauschalen Lizenzgebühren pro Nutzer und Monat gelten.
Das unmissverständliche Zitat des Sprechers, das wir per Mail vorliegen haben: “Streaming-Dienste auf Freemium-Basis werden von der Vereinbarung mit dem Bitkom abgedeckt. Lediglich rein werbefinanzierte Dienste betrifft der neue Tarif”. Schon vor zwei Wochen erklärte uns ein anderer GEMA-Sprecher mit ähnlicher Wortwahl, dass die BITKOM-Vereinbarung auch für Freemium-Angebote gelte und lediglich für komplett werbefinanzierte Anbieter ein eigener Tarif zum Tragen käme.
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34 Onlineservices gehörten 2011 bei mindestens zwei der von uns befragten Blogger und Tech-Experten zu den Favoriten, gelangten jedoch nicht in die finale Abstimmung. Für manche dieser Anbieter dürfte 2012 ein äußerst erfolgreiches Jahr werden.
Als wir
62 Blogger und Tech-Kenner zu den fünf Onlinediensten befragten, die sie 2011 am meisten begeisterten, wurden elf Anbieter oft genug genannt, um in die finale Liste
unserer Leserumfrage zum Onlineservice des Jahres zu gelangen.
34 weitere Dienste gehörten zu den absoluten Favoriten von mindestens zwei der von uns Befragten, sammelten jedoch nicht genug Stimmen, um es in das Leservoting zu schaffen. Bei einigen der Anbieter ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie im kommenden Jahr zu den absoluten Lieblingen unserer Jury gehören.
Hier sind die 34 Onlineservices, die gemäß unserer Experten auf jeden Fall einen näheren Blick wert sind:
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7Moments aus Berlin will die beste Onlinelösung zum Teilen und gemeinsamen Erstellen von privaten Fotoalben schaffen. Die Idee ist nicht neu, aber bedient eine echte Nachfrage.
Während der Weihnachtsfeiertage werden Millionen von Fotos geschossen, die daraufhin auf digitale oder analoge Weise ihren Weg zu Verwandten und Freunden finden. Der junge Berliner Dienst 7Moments glaubt, für diesen Prozess ein besonders simples Verfahren gefunden zu haben.
Registrierte 7Moments-Anwender können ereignisspezifische Fotoalben anlegen, die sie einzelnen Personen aus ihrem Familien- oder Bekanntenkreis zugänglich machen wollen. Alben lassen sich sowohl mit Bildern von der lokalen Festplatte als auch mit Schnappschüssen aus Facebook-Alben befüllen – den eigenen oder denen von Facebook-Kontakten (sofern diese für einen sichtbar sind).
Der Link zum Album kann anschließend per Mail oder auf anderen Wegen an Personen versendet werden, die Zugang zu den jeweiligen Bildern erhalten und eigene Fotos hochladen sollen. Während des Betrachtens einzelner Fotos kann man Highlights mit einem Klick favorisieren. Zu jedem Album bietet 7Moments die Option, sämtliche Bilder oder nur die Favoriten als zip-Archiv herunterzuladen.
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YouTube
YouTube freut sich über 1.000.000.000.000 abgespielte Videos und blickt auf das Jahr 2011 zurück.
» What were we watching this year? Let’s rewind 2011
Twitter
Und Twitter freut sich über weitere 300 Millionen Dollar von Investor und Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud.
» Billionaire Saudi Prince Alwaleed invests $300M in Twitter
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Zwei Wochen nach der Einigung mit dem BITKOM über kostenpflichtige Online-Musikdienste hat die Verwertungsgesellschaft GEMA auch einen neuen Tarif für rein werbefinanzierte Angebote veröffentlicht. Entgegen einiger Medienberichte sind Freemium-Dienste wie simfy und Spotify bereits Teil der BITKOM-Vereinbarung.
Update Mittwoch 21.12: Die GEMA will sich geirrt haben.
Nach der Einigung mit dem BITKOM über Lizenzgebühren von Online-Musikdiensten vor knapp zwei Wochen hat die GEMA am gestrigen Montag einen neuen Tarif zur Vergütung der Musiknutzung von für den Endnutzer kostenlosen Streamingdiensten vorgelegt.
Der wesentliche Unterschied zu dem mit dem BITKOM geschlossenen Gesamtvertrag liegt darin, dass der jüngste Tarif keine pauschale Lizenzgebühr pro Monat und Nutzer beinhaltet, sondern eine Mindestvergütung, die je nach Interaktivitätsgrad des Dienstes 0,025 Cent, 0,31 Cent oder 0,6 Cent pro gestreamtem Song beträgt. Wird durch Werbeeinnahmen im Umfeld der Streams genug Umsatz erwirtschaftet, greift eine Umsatzbeteiligung von 10,25 Prozent.
Bei einem “hohen Interaktivitätsgrad” (der mutmaßlich dann vorliegt, wenn Nutzer die volle Kontrolle darüber haben, wann und wie oft sie welchen spezifischen Titel anhören), würde ein Anbieter also für 100 vom einem Anwender pro Monat angehörte Titel (ungefähr drei pro Tag) 0,60 Euro Lizenzgebühren an die GEMA abführen, für 200 1,20 Euro und für 300 (zehn pro Tag) 1,80 Euro – oder mehr, wenn dies weniger als 10,25 Prozent des Umsatzes entspricht.
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